Induktivitäten messen

Gast #836696
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Ich mach's so:
C aufladen, Oszi parallel zur Spule klemmen und auf single shot 
triggern.
C parallel zur Spule halten und Periodendauer (evtl. über mehrere 
Schwingungen) ablesen.

Manchmal prellt die Verbindung (sieht man am Oszi), dann nochmal 
versuchen.
#836855
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Da scheinen aber einige Rechenfehler drin zu sein. Bei "Results for a 
set of 6 Boonton Type 62-2A calibration standard Inductors" komme ich in 
der Spalte mit .21% nicht unter .4% Abweichung, einige andere Avg. 
Angaben sehen auch sehr komisch aus, zB. direkt darunter wo der erste 
Eintrag 22% ist, der Durchschnitt aber nur .64% - es sind gerade mal 18 
Eintrage, nach der Angabe zur Avg. Berechnung ganz oben muss das also > 
1% sein, auch wenn die anderen alle 0 wären.

Es scheint aber nicht der fehler zu sein, dass negative und positive 
Abweichungen einfach addiert wurden - dann ist die Avg. Abweichung 
immernoch größer als die Angaben.

Oder zB. auch bei den 0.1% AIRCO Teilen, sehr viele Werte sind 
betragsmäßig über 0.07, Avg. ist aber mit 0.07% angegeben. Hab mal 
nachgerechnet, da hat er einfach positive und negative Werte addiert.
Gast #836927
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Ich messe L oft über die Stromsteigung und das geht so:

1. Rechteckgenerator bereitstellen (evtl MOSFET als Verstärker).
2. 1 Ohm-Strommessshunt in Reihe mit der zu bestimmenden Induktivität 
schalten
3. Oszi parallel zum Shunt schalten.
4. Generator auf höchste Frequenz stellen.
5. Spule+Shunt an Generator anschließen.
6. Strom oszillographieren und die Frequenz so lange herunter drehen
bis man eine schöne Rampe sieht.
7. Stromänderung pro Zeit (Steigung) ablesen.

Da der Zusammenhang:

gilt kann man nun L ausrechnen.

Den Teilerfaktor des Oszitastkopfes nicht vergessen!
Gast #836937
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Nimm eine Rechteckwechselspannung und lege sie an die Spule an. Aus der 
Steigung der Stromkurve (Oszi) kannst du ihre Induktivität berechnen.

Die Methode ist zwar nicht die genauste, berücksichtigt aber, daß die 
Induktivität je nach Kernmaterial nicht konstant ist, und die 
Ummagnetisierungsverluste des Kerns.

Schau mal bei 
www.math.tu-berlin.de/~dan/elektronik/Magnetkernbestimmung/Magnetkernbes 
timmung.html
Gast #837247
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Die Methode mit dem Schwingkreis hat den Nachteil, das man die 
Induktivität bei einer vorher nicht bekannten Frequenz kriegt. Zum Teil 
ist die Induktivität frequenzabhängig. Dann hilft nur Wechselspannung 
mit bekannter Frequenz anlegen und den Strom phasenrichtig zu messen. 
Als alternative kann kann man auch eine Brückenschaltung nehmen.
Gast #838646
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hallo,

ich habe mir die Methode hier 
www.math.tu-berlin.de/~dan/elektronik/Magnetkernbestimmung/Magnetkernbes 
timmung.html

angeschaut. Ich dachte, ich würde das Meßprinzip kennen/verstehen, aber 
nach dem Durchlesen dieser Seite, habe ich nur Bahnhof verstanden. 
Stimmt die Erklärung überhaupt?
Gast #838666
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Ich machs mit dieser Methode:

1. Spule mit Vorwiderstand an Wechselspannung (z.B. 1kHz) anlegen (RL in 
Serie)

2. Mit Oszi den Strom messen

3. Aus dem Strom die Impedanz berechnen


4. Aus der Impedanz und dem Widerstand R, XL berechnen:


5. Mit der Formel für XL, L berechnen:


MFG
Gast #2172204
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>ich suche ein Verfahren, wie ich die Induktivität eines Ringkernspule
>möglichst genau bestimmen kann!

Genau bekannten Cap parallel hängen und in die Gegenkopplung eines 
invertierenden OPamp hängen. An den Eingang einen Sinusgenrator legen 
und die Frequnz solange erhöhen, bis am Ausgang ein Amplitudenmaximum 
festzustellen ist. Thomsonformel liefert dir dann L.

So habe ich das mal mit den Tonabnehmern meiner Stratocaster gemacht.
Gast #2316865
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Hallo Marco,

Glaub etwas stimmt bei deiner Berrechnung nicht.
Wieso legst du nicht einfach eine Spannung mit 1kHZ an die Spuhle an. 
Ohne Shunt. Mit die Spannung und den Strom.

XL = U/I

L = XL / (2  PI  f) = (U/I) / (2  PI  f)

Sollte auch gehen oder?
Gast #2318158
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Große Drosseln messe ich auch nach dem Stromanstieg. Kondensatorbatterie 
mittels IGBT(oder was auch immer) auf die Drosseln knallen und Strom und 
Spannung mitmessen. Diese Sample exoprtiere ich in Matlab.  Den ohmschen 
Anteil kann man wegrechnen oder vernachlässigen.

Nach etwas Filterung erhält man gemäss Induktionsgesetzt die 
Induktivität in abhängigkeit des Stromes und sieht sofort die Sättigung. 
Ist der Eisenquerschnitt bakannt auch sofort die Flußdichte.

manche Messbrücken können auch mit DC-Bias nach schwingkreismethode 
messen. Doch bei Drosseln im kA-Bereich hilft nur die 
Stromanstiegsmethode.
Induktivität vs. Strom ist zumindest für mich als Leistungselektroniker 
wichtiger als eine genau Induktivitätangabe bei 0A Gleichstrom. Denn 
eine Induktivitätangabe ohne Strom ist da Sinnlos.

MFG
#7643131
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Michael schrieb:

Ohne Shunt.

Ohne Shunt wird es nicht funktionieren.

Aber wenn ein 100 Ohm Widerstand in Serie zur unbekannten Spule geschaltet wird, dann kann man den Frequenzgenerator (z.B. 2V~) so einstellen, dass sich an Spule und Widerstand die 2V~ zu gleichen Teilen geometrisch aufteilen, also jeweils 1,414 Volt.

Damit ist sowohl XL mit 100 Ohm, als auch die Frequenz "f" bekannt. Jetzt lässt sich die Induktivität [L] bequem mit der gewohnten Formel ausrechnen.

#7643139
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Marcel V. schrieb:

Damit ist sowohl XL mit 100 Ohm, als auch die Frequenz "f" bekannt. Jetzt lässt sich die Induktivität [L] bequem mit der gewohnten Formel ausrechnen.

Das stellst du dir etwas zu einfach vor. Der TO wollte damals

gast schrieb:

die Induktivität eines Ringkernspule möglichst genau bestimmen

Leider gibt es bei "möglichst genau" nicht DIE Induktivität einer Ringkernspule. Der Wert hängt von Frequenz und Temperatur ab. Bevor man sich über Messtechnik und Mathematik Gedanken macht, muss man erst Mal klar formulieren, was das genauere Ziel ist. Sonst kann man das mit "möglichst genau" sofort vergessen.

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