Stromkompensierte Drossel

OP #7671511
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H. H. schrieb:

Mark schrieb:

kann man eine Netzdrossel wie im Bild zusehen ist, auch als Trafo oder Wandler nutzen ?

Kann man, aber das Ferritmaterial ist natürlich nicht für Leistungsübertrager optimiert, hat höhere Magnetisierungsverluste.

Für Experimente im kleinen Spannungs- und Leistungsbereich(bis 30VDC-PWM/1A) dürfte es also ausreichend sein ? Ich möchte das Verhalten einer PWM Quelle auf einen Übertrager bzw. Induktion idealerweise auf der Sekundärseite, per Oszilloskop veranschaulichen. Es geht wie so oft um den Lerneffekt..

#7671587
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Vielleicht hilft das weiter: https://staff.ltam.lu/feljc/electronics/messtechnik/messung_ferritspulen.pdf

Zitat aus diesem *.pdf: ".....Spulen mit recht hoher Induktivität im mH-Bereich, aber miserabel kleinem Sättigungsstrom. Diese sind Filterdrosseln, oft mit zwei Wicklungen für hin- und zurückfliessenden Strom. Diese beiden gleichen Anteile heben sich in ihrer Wirkung gegenseitig auf , so dass die Spule auch bei hohem Strom praktisch ungesättigt funktionieren und HF durch ihren hohen Blindwiderstand zurückhalten kann. Diese Spulen sind für Schaltnetzteile überhaupt nicht geeignet."

OP #7671590
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Matthias S. schrieb:

H. H. schrieb:

Für Experimente im kleinen Spannungs- und Leistungsbereich(bis 30VDC-PWM/1A) dürfte es also ausreichend sein ?

Ja.

Natürlich sind die Dinger nicht dafür gedacht (Luftspalt, Kernmaterial) aber als Demonstration geht das schon. Kommerziell anwenden würde ich das eher nicht, aber das ist sicher allen hier klar.

Ein kommerzieller Nutzen ist nicht geplant, wie gesagt nur zum Experimentieren. Als Alternative habe ich noch die im Anhang zur Verfügung.

Angehängte Dateien:
#7671594
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Diese Netzfilter sind nur für sehr kleine Feldstärken geeignet, da sie als Filter immer vom Gegenstrom durchflossen werden. Ich habe gerade mal ein ähnliches Exemlar vermessen. Bis 50mA in einer Wicklung hat sie 1mH, von 50 bis 100mA nur noch 0,5mH. Sie kommt also sehr früh in die Sättigung. Mit 1A geht da gar nichts.

OP #7671596
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Hans schrieb:

Vielleicht hilft das weiter: https://staff.ltam.lu/feljc/electronics/messtechnik/messung_ferritspulen.pdf

Zitat aus diesem *.pdf: ".....Spulen mit recht hoher Induktivität im mH-Bereich, aber miserabel kleinem Sättigungsstrom. Diese sind Filterdrosseln, oft mit zwei Wicklungen für hin- und zurückfliessenden Strom. Diese beiden gleichen Anteile heben sich in ihrer Wirkung gegenseitig auf , so dass die Spule auch bei hohem Strom praktisch ungesättigt funktionieren und HF durch ihren hohen Blindwiderstand zurückhalten kann. Diese Spulen sind für Schaltnetzteile überhaupt nicht geeignet."

Die eigentliche Verwendung mit der Gegeninduktion ist mir bekannt.

Beitrag #7671710 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #7671741
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Feldstärke mit Strom verwechselt?

das ist schon richtig, magnetische Feldstärke H

mit magnetischer Flussdicht B und dem Zusammenhang B= µ x H

ist die Aussage korrekt, weil die kerne oft großes µ und kleine Sättigungsflussdichte B haben können die nur wenig H

Solange man nicht in die Sättigung kommt hat man sowas wie einen Trafo, aber im Gegensatz zum Trafo haben diese Kerne mehr Hystereseverluste, also eine breite Hystereseschleife, das ist in dem Fall so gewollt

Beim Trafo möchte man schmale Hystereseschleifen

Für ein Experiment um eine LED zu betreiben oder etwas vergleichbare kann man den Kern nehmen

Beitrag #7671742 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #7671744
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Michael schrieb:

Bei Eisenpulverkernen ist der Luftspalt im ganzen Kern verteilt. http://www.amidon.de/contents/de/d641.html Die Verluste sind größer, dafür ist der Kern billiger.

Die CMBH ist allerdings ein MnZn Material ohne verteilten Luftspalt.

Würth bietet LTspice Modelle für die CMBH an.

danke, auch alte Dackel lernen dazu

Jens G. schrieb:

Schon gewußt, daß Spulen etwas mit Magnetismus zu tun haben, und speziell bei Spulen mit Kernen sich spezielle Effekte einstellen?

trivial banal oder was wolltest Du schreiben, daß Wasser nass ist?

Gast #7671760
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Klaus K. schrieb:

das ist schon richtig, magnetische Feldstärke H

usw.

Japp, da gabs etwas vor vielen Monden - Formeln mit griechischen Mykronen für Dielektrizität Vakuum-Medium, dazu Permeabilität, komischen Omega-Zeta-Buchstaben und weitere komplexe Rechnungen in der Dynamik, AxB, sin tan Fifi-Phi (ein katzengroßer Damenhund für besondere Anwendungen ;) dann noch die in den Ecken verbogene Hysteriesenkurve u.a. - seltsam, ich kann etwas abrufen mit log-Tabellenwerken - aber STOP jetzt, ich will nicht da rein -

alter, langweilig durchgekauter Plunder - hab viel lustigeres zu tun.

Ihr seid frischer vom Fach, also Hut ab, Respekt und wenig Qualen!

Gast #7671762
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Sim schrieb:

Ihr seid frischer vom Fach, also Hut ab, Respekt und wenig Qualen!

so frisch bin ich gar nicht mehr, gelernt liegt das alles 30-35 Jahre zurück, aber immer wieder damit zu tun gehabt, sei es Hardware-Entwicklung, Magnet-Simulation oder auch Fehlersuche bei von Kollegen fertig entwickelten Geräten kurz vor der Serieneinführung

#7672037
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Mark S. schrieb:

die Isolation zwischen beiden Wicklungen ist nicht i.a. ausreichend für eine sichere Trennung.

Als Funktionsisolation sollte es aber jedenfalls ausreichen, wenn Drossel grds. für Netzspannung geeignet ist; den linken Schaltungsteil müßte man halt im Sinne der elektrischen Sicherheit ggf. als potentiell Netzspannung führend behandeln, so wie z.B. alles hinter einem Kondensator NT.

Gast #7672053
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Michi S. schrieb:

Mark S. schrieb:

die Isolation zwischen beiden Wicklungen ist nicht i.a. ausreichend für eine sichere Trennung.

Als Funktionsisolation sollte es aber jedenfalls ausreichen, wenn

richtig, war auch mein erster Gedanke, aber das ist wie mit den Cy und Cx Kondensatoren, funktionieren ja, zulässig nein, weil für die galvanische Trennung erhöhte Anforderungen gelten, wie auch Selbstheilung was hier natürlich nicht ist. Aber dann die verstärkte Isolierung etc

Bei Trafos gibt es dass ja auch, Spielzeugtrafo für Eisenbahn haben ganz andere Anforderungen als der hochwertige in einem Gerät.

Um mal etwas zu testen mit der notwendigen Vorsicht bedingt ok, also als Lehrer der den Schülern was vorführen will ist es nicht ok, wenn was passiert dann ist man dran. Für ein gerät aufzubauen das lange einen Zweck erfüllen soll klares nein

#7672119
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Riskant, die Isolation zwischen beiden Wicklungen ist nicht i.a.

ausreichend für eine sichere Trennung.

Die Spannung wird ja auch durch die beiden Kondensatoren getrennt. Die Spannung an der Spule ist daher Netz-Halbe, die kapazitive impedanz pro Cap 16k . Ueberspannung-Ableiter und Schutz ist nicht gezeichnet.

Gast #7672343
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Mark S. schrieb:

die Isolation zwischen beiden Wicklungen ist nicht i.a. ausreichend für eine sichere Trennung.

Naja, Netzspannung + Surge halte sie ja aus, weil dafür gemacht. Die CMBH sind bis 1500VAC, 50Hz, 2sek spezifiziert. Dazu kommen dann noch die beiden Kondensatoren mit jeweils 650V Spannungsfestigkeit die man auch noch als Y2 auslegen kann.

Wie viel sicherer darf es denn werden?

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