Alter Boschhammer, Entstörfilter geplatzt

Gast #6894298
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Hallo, ich habe das Problem das bei meinem Boschhammer der Entstörfilter 
geplatzt ist.
Da das Gerät schon ne sehr alt ist, ist der Filter leider nicht mehr 
lieferbar.
In einem anderen Thread Beitrag "Hilfe bei Kondensator Identifizierung"
war ein ähnliches Problem.
Die Artikelnummer bei Bosch für den Entstörfilter ist 1617328002.
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Gast #6894339
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> Meine Frage ist ja was ich da für einen Kondensator nehmen kann.

DAs musst du schon selber herausfinden. Das Hauptproblem besteht
naemlich darin einen zu finden der Mechanisch in deine Maschine
passt und die Anschlusse auf der richtigen Seite hat.
Ansonsten kannst du jeden nehmen der mindestens den Strom
des alten abkann.

Olaf
Gast #6894375
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Marcus S. schrieb:
> Hallo, ich habe das Problem das bei meinem Boschhammer der Entstörfilter
> geplatzt ist.

Nö, ist kein wirkliches Problem. Der Boschhammer geht auch ohne. Mir war 
vor geraumer Zeit bei meinem auch mal dieser Kondensator geplatzt und da 
ich keinen Ersatz zur Hand hatte, mußte erstmal ohne Kondensator 
weitergebohrt werden. Da anschließend die Faulheit zugeschlagen hatte, 
liegt das Ding noch immer ohne Kondensator im Koffer - und das seit 
einigen Jahren.

W.S.
#6894442
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https://de.wikipedia.org/wiki/Entst%C3%B6rkondensator
Die wichtige Bezeichnung ist "XY-Kondensator", das betrifft vor allem 
die Durchschlagsfestigkeit, damit keine Netzspannung auf das Gehäuse 
gelangt.

Beitrag "Wo bekommt man so einen Entstörfilter?"
vor 12 Jahren eine ähnliche Diskussion hier

https://community.conrad.com/discussion/2421/suche-kondensator-mit-diesen-kennwerten-0-3-%C2%B5f-2-2500-%C2%B5fxy
dasselbe Firmenlogo, Kondensator von 1976
Gast #6894698
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Marcus S. schrieb:
> Was ist mit der Zeile mit den 0.18 Mikrofarad?

Das sind 180 Nanofarad. Heute nicht mehr üblich.
Du kannst das Teil diskret so nachbauen, wie ich es Dir aufgezeichnet 
habe. Die Y-Kondensatoren gibt es längst in Keramik und winzig. sollte 
alles Platz haben. Was die Induktivitäten angeht? Da kann ja in der 
kleinen Papierrolle nicht viel reingepasst haben. Ferritperlen 
vielleicht?

Damit Dein Nachbar weiter ungestört Rockantenne hören und Dein gehämmere 
überdröhnen kann.
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Gast #6894729
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PC-Freak schrieb:
> Schau mal da. Tante Google ist soo nett.
> 
Link:http://www.nachbau-teile.de/a/bosch/161_/1617328002-entstoerkondensator_(bosch).htm

Auf der Seite ist das Teil nicht lieferbar, aber Hauptsache, klug 
gesch****n.

der schreckliche Sven schrieb:
> Du kannst das Teil diskret so nachbauen,

Schön, dass Du auch etwas abgesondert hast, ohne genau zu gucken. In 
Deinem Ersatz fehlt die Induktivität.
#6894742
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Manfred schrieb:
> Deinem Ersatz fehlt die Induktivität.

Manfred hats erkannt!
als Einziger?
Alle schrieben nur vom Kondensator und unterschlugen die Drossel

Wäre das Bild besser ohne dicke Finger könnte man auch die mH besser 
lesen

ich rate 2,3mH? (0,18µF für die 2 Kondensatoren ist klar zu lesen, evt. 
2x 0,36µF wegen Reihenschaltung für den Mittelanschluß)
das kann man diskret nachbauen, aber der Platz ist eng im Bohrhammer
also doch ähnliches Filter suchen

Der Aufdruck zeigt ja Spule Spule Kondensator Kondensator und wie es 
verschaltet ist! Besser gehts doch kaum!
#6894780
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Marcus S. schrieb:
> Auf welche Werte muss ich denn achten? 4-Polig, also 2 rein 2 raus. Das
> ist klar.

offensichtlich nicht klar!

Das Bild auf dem Kondensator sagt eindeutig 3 rein und 2 raus und du 
hast das sogar vordir zu liegen also sollte klar sein was wohin geht.
Im Netzkabel gibt es 3 Leitungen Phase Nulleiter und PE, also ist klar 
das man mit 2 rein nicht hinkommt!
Im Bohrhammer gibt es mindesten 2 zum Motor, evt. auch noch einen zum 
Metallgehäuse, wer also das prüfen kann ist der der den Boschhammer vor 
sich hat!
Beitrag #6894789 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6894794 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6894802
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Verdunkelter schrieb im Beitrag #6894789:
> Du kannst das Teil auch ganz weglassen. Ist ein Blinddarm gegen
> Störungen im LMK-Rundfunkbereich, den keine Sau mehr nutzt.

Hi,
oder der Triac geht bei nächstem Tranienten kaputt.
Die Entstörer haben  auch den Sinn empfinddliche Elektronik (SNTs ohne 
VDRs) vor Abrauchen zu schützen.

ciao
gustav
Gast #6894882
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Karl B. schrieb:
> Die Entstörer haben  auch den Sinn empfinddliche Elektronik (SNTs ohne
> VDRs) vor Abrauchen zu schützen.

Der Filter in der Maschine soll Sauerei vom Netz fern halten.

Etwa 25 Jahre her, war wohl meine erste Energiesparlampe mit Elektronik, 
ist die genau in dem Moment verstorben, wo ich am selben Stromkreis mit 
einem Bohrhammer gearbeitet habe.

Der Händler hat sie klaglos ersetzt, ob man nun dem Bohrhammer Schuld 
gibt oder eher dem schlechten Schaltungsdesign der Lampe, ist eine 
andere Sache.
Gast #6894894
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Gast #6894914
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#6894919
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Marcus S. schrieb:
> Könnte ich den hier nehmen?

keine mH keine Spulen, du kannst natürlich IMMER nehmen was du willst!

nur warum fragst du wenn du dir dein eigenes Entstörfilter einsetzen 
willst abweichend vom eingebauten mit Spule.
Jeder kann sich selbst in die Illegalität bringen, auch Filter ganz 
weglassen, nur wenn dann die Umgebung gestört wird und man erwischt wird 
muss man halt zahlen!

als "mein Maurer" den Kangohammer anwarf für Steckdosen und Telefondosen 
meldete sich die Nachbarin ob wir eine Pause einlegen können sie würde 
gerne eine Reportage sehen, ihr Bild zuckte immer.
Wir taten ihr natürlich den Gefallen.
Gast #6894940
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Marcus S. schrieb:
> Könnte ich den hier nehmen? Also von den Werten her?

Erfüllt nicht die Daten des Originalteils und ist obendrein noch 
unverschämt teuer.

noreplyxnoreply.com schrieb:
> Ich mußte einen Filter für eine Bügelmaschine finden. Der nachfolgende
> Filter wird aber bauartmäßig zu groß sein.
> 
https://www.buerklin.com/medias/sys_master/root/h83/h96/9282705915934/8866376712222.pdf

Scheint der gleiche Filter zu sein wie in 
Beitrag "Re: Alter Boschhammer, Entstörfilter geplatzt"

Joachim B. schrieb:
> nur warum fragst du wenn du dir dein eigenes Entstörfilter einsetzen
> willst abweichend vom eingebauten mit Spule.

Wundert Dich das bei den diversen Antworten hier? Ich selber würde das 
Detail erkennen, aber hätte dennoch ein Problem, wie ich Ersatz 
beschaffen könnte.
Gast #6894966
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Manfred schrieb:
> 
https://www.buerklin.com/medias/sys_master/root/h83/h96/9282705915934/8866376712222.pdf
>
> Scheint der gleiche Filter zu sein wie in
> Beitrag "Re: Alter Boschhammer, Entstörfilter geplatzt"

Jupp. Bin nicht auf den Link gegangen und Bürklin ist günstiger. ;-)

Das Datenblatt enthält vier unterschiedliche Dimensionierungen.

Muß halt auch von den Einbaumaßen passen.
Gast #6894975
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Otto Matic schrieb:
> noreply@noreply.com schrieb:
>>> Scheint der gleiche Filter zu sein wie in
>>> Beitrag "Re: Alter Boschhammer, Entstörfilter geplatzt"
>
> bauartmäßig ja, hat aber nur 2 Ampere, ist deshalb auch billiger. Echt
> amüsant das hier zu verfolgen...

Nö. Beide Bezugsquellen beschreiben die 4 Ampere Variante. ;-) Das 
Datenblatt beschreibt die 2 Ampere und die 4 Ampere Variante.

Wenn sie wollen, können sie in diesem Subforum meinen alten Thread 
suchen. Das war wirklich amüsant, was bezahlte Gesellen/Meister für 
Arbeit abgeliefert haben. :-) Aber die Bügelmaschine arbeitet wieder zur 
vollsten Zufriedenheit der Kundin.
Gast #6895070
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Moin, hatte gestern Abend leider keine Zeit weiter alles durch zu lesen.
Ich wollte hier ja keine Grundsatz Diskussion antreten :-D
Der Entstörfilter von Bürklin mit 15x29x73mm würd wahrscheinlich ganz 
knapp passen.
Was sagen denn diese 2x 3mH aus? In dem genannten sind es ja nur 2x 2mH.
Ein wenig platz könnte ich noch schaffen wenn ich die Haltenasen für den 
Originalen Entstörfilter weg mache.
Also ohne Filter möchte ich den Bohrhammer eigentlich nicht betreiben.
Heutzutage wo es doch scheinbar alles gibt und das in dem Fall für 
kleines Geld, sollte es doch daran nicht scheitern.
Also würde der letzte genannte Entstörfilter in der 4A Variante 
theoretisch funktioneren?
Ob er dann rein passt werde ich sehen, wenn ich ihn Zuhause habe.
Was nicht passt wird passend gemacht.
#6895141
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Marcus S. schrieb:
> Was sagen denn diese 2x 3mH aus? In dem genannten sind es ja nur 2x 2mH.

Hi,
dann vielleicht ganz ohne Drossel und als Drosselersatz zur Not 2 x 
sowas wie unten im Bild und noch etwas Schrumpfschlauch drüber.
Zur Motorseite hin. Ausgebaut aus altem Staubsauger.
Und ja, Fall zwei: schon das zweite Mal am selben Gerät Brutzelgeräusche 
und heiß gewordener Widerstand im Snubber bringt Isolationsmasse zur 
Verflüssigung.
Kondensator Leck zu groß, Widerstand wird überlastet. Sinnigerweise 
genau in der Mitte platziert, wo Wärmeabfuhr am schlechtesten.
Aufgesägt sieht der dann so aus. -> Sondermülltonne
Also, mach Dir nichts draus, die Dinger gehen immer mal wieder kaputt.
Ich hätte es nicht geglaubt, aber zweimal im Jahr Ausfall für den 
Snubber im Bild, das war dann doch zu viel des Guten. Irgendwas am 
Schaltungsdesign ist da Mumpitz.

Manfred schrieb:
> Der Händler hat sie klaglos ersetzt, ob man nun dem Bohrhammer Schuld
> gibt oder eher dem schlechten Schaltungsdesign der Lampe, ist eine
> andere Sache.

Besser ist es allemal am Ort der Entstehung der Störung anzusetzen als 
passiv beim gestörten Gerät. Meistens ist passive Entstörung garnicht 
oder nur mit extremem Aufwand überhaupt möglich.

Und, ja, bei den besagten E-Lampen fehlt so gut wie alles an Entstörung, 
sogar der Elko ist meistens suboptimal dimensioniert. Dass es da kracht, 
liegt auf der Hand.

ciao
gustav
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Gast #6895217
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Was mich wundert ist, dass auch bei der 4A-Version Zuleitungen von 
0.5mm² als ausreichend angesehen werden. Das wären 8A/mm² - was sagt der 
Praktiker dazu?

Ich würde da nichts mit Entstörkondensator plus zusätzlichen Drosseln 
basteln, auch wenn es 10€ billiger kommt. Von der Sicherheit her. Sonst 
könnte sich der TO sicher am Black Friday fürs gleiche Geld (plus 
Covid-Test) einen neuen Bohrer angeln.
Beitrag #6895239 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6895245
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Marcus S. schrieb:
> Was sagen denn diese 2x 3mH aus? In dem genannten sind es ja nur 2x 2mH.

Das sind die Induktivitäten im Filter. Ob 2x3mH oder 2x2mH ist eher 
theoretischer Natur.

Wenn der 73 mm lange Filter reinpasst, würde ich persönlich den nehmen. 
Wenn nicht, dann den kürzeren Filter. Jeweils in der 4 Ampere Version. 
Am Gehäuse würde ich nichts verändern. Dann vorher noch einen zweiten 
Filter in die Anschlußleitung/Verlängerungskabel für die Fetischisten.
Gast #6898882
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noreply@noreply.com schrieb:
> Ob 2x3mH oder 2x2mH ist eher theoretischer Natur.

Auch nicht (Eckfrequenz steigt an und Dämpfung sinkt, also
bei angenommen gleichbleibenden Kapazitäten) - aber es ist
eher leicht verschmerzbar, vgl. mit den Tipps, ganz ohne Ls
(oder gleich ganz ohne Filter...) zu werkeln.

Kaum empfehlenswert, weil diese Störungen durchaus stören
könnten. Die getroffene Wahl/Entscheidung ist völlig ok,
der Störpegel nicht wesentlich höher - also wohl alles gut.

Viel Erfolg beim Bohren etc.
Gast #6899198
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HF schrieb:
> Auch nicht (Eckfrequenz steigt an und Dämpfung sinkt, also
> bei angenommen gleichbleibenden Kapazitäten)

Im Prinzip ja. Aber das Ziel war ein altes Gerät mit einen geeigneten 
Substitut wieder auszustatten. Und keine Grundsatzdiskussion von 
Experten über die Verwendung eines geeigneten Filter für eine Großserie.
Gast #6899251
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noreply@noreply.com schrieb:
> HF schrieb:
>> Auch nicht (Eckfrequenz steigt an und Dämpfung sinkt, also
>> bei angenommen gleichbleibenden Kapazitäten)
>
> Im Prinzip ja. Aber das Ziel war ein altes Gerät mit einen geeigneten
> Substitut wieder auszustatten. Und keine Grundsatzdiskussion von
> Experten über die Verwendung eines geeigneten Filter für eine Großserie.

Das ist richtig.

Allerdings hatte ich auch nicht vor, eine solche anzuregen.

Nur hatte das v. D. gewählte Wort "theoretisch" hier leider
praktisch_nicht_vorhandene_Auswirkungen impliziert.

Und so meine Reaktion provoziert.

Folgereaktion iwo verständlich, aber genaugenommen leider
genau so unpassend (von mangelnder kontextualer Präzision)
wie der vorherg. Begriff "theoretisch".

Ob Du das verstehen willst, oder rumposen, ist Deine Sache.
#7815515
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Marcus S. schrieb:

Habe jetzt den hier eingebaut https://www.buerklin.com/de/RFI-Filter-50%C2%A0bis%C2%A060-Hz-4-A-110-250-VAC-H05V-K-05/p/73D116 Dieser hat bei einem kurzen Test soweit funktioniert.

Hallo, ich weiß, der Thread ist alt, aber das schien mir die Lösung für die aufgeworfene Frage zu sein. Ich habe das gleiche Problem mit meinem Bohrhammer und habe daher das verlinkte Teil bestellt. Nur leider passt das von den Dimensionen her ganz und gar nicht in den Bohrhammer (siehe Foto). Habe ich da ein anderes Teil genommen, oder wie hast Du das gelöst?

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#7815541
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Rainer D. schrieb:

Warum lässt man sowas nicht einfach weg? Soeine Maschine macht ja keinen Dauerbetrieb.

Weil eventuell empfindliche Elektronikgeräte, die an demselben Steckdosenkreis angeschlossen sind, das sehr übel nehmen könnten.

Mein oben nicht geäußerter Alternativ-Vorschläg wäre ein Netzparallelkondensator X2. Der reichte fürs Gröbste zur Not auch aus. Der TO braucht dann geeignetes Isolationsmaterial, noch Schrumpfschlauch um das Ganze einigermaßen abzuisoliern. Wie gesagt, es wird Gefrickel.

ciao gustav

Gast #7815543
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Nicolai E. schrieb:

Hallo, ich weiß, der Thread ist alt, aber das schien mir die Lösung für die aufgeworfene Frage zu sein. Ich habe das gleiche Problem mit meinem Bohrhammer und habe daher das verlinkte Teil bestellt. Nur leider passt das von den Dimensionen her ganz und gar nicht in den Bohrhammer (siehe Foto). Habe ich da ein anderes Teil genommen, oder wie hast Du das gelöst?

Du hast einen ganz anderen Bohrhammer, und deshalb brauchst du auch einen anderen Filter.

#7815546
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Karl B. schrieb:

Weil eventuell empfindliche Elektronikgeräte, die an demselben Steckdosenkreis angeschlossen sind, das sehr übel nehmen könnten.

Sorry, war noch nicht ganz fertig: Heute gibt es soviel Smart-Home-Zeugs, und keiner weiß wie das drauf reagiert. Und die AFDD-Schalter lösen beim zu starken Büstenfeuer-HF-Müll bestimmt auch aus. Wenn die Entstörfilter bauartmäßig vorgeschrieben sind, dann hat das auch einen Hugo ist nicht nur irgendeine Schikane.

ciao gustav

#7815644
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Dieter W. schrieb:

Kein Wunder dass der neue Filter viel größer ist - da ist ja auch noch eine Drossel mit drin und die braucht nun mal Platz.

Bei der Kaffeemühle von Krups hatte ich immer Schnarren im UKW-Radio. Habe nur ein paar Windungen Kupferlackdraht über eine leere Plastik-Kugelschreibermine gedreht, Schrumpfschlauch drüber, die so fabrizierten Drosseln in die Motorzuleitungen gelötet, und weg waren die UKW-Störungen. In der Not frisst der Teufel Fliegen... Das wäre auch noch der zusätzliche oben von mir bereits erwähnte Frickel-Ansatz. Nicht schön, funktioniert aber. Manchmal.

ciao gustav

#7816036
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Sorry, ich hatte in Google nach der Original-Ersatzteilnummer gesucht und hoffnungsvoll diesen Thread gefunden und dann nicht bemerkt, dass der hier gesuchte Entstörfilter ggü. meinem einen Zahlendreher hat 🙈.

Also mein Bohrhammer ist ein UBH 3/20S Typ 0611207003. Hier https://hammertools.de/bosch-ubh-3-16-0611207003-ersatzteile_eb-0611207003-1617328020 sieht man z.B. dass der Entstörfilter die Teilenummer 1617328020 hat. Ist auch schon etwas seltsam, dass dort UBH 3/16 steht, aber die Typnummer stimmt; bei Ebay findet man das Gerät auch mit der gleichen Typnummer. Die Zeichnung passt auch zumindest im Griffbereich zu meinem Gerät (hab das natürlich nicht weiter zerlegt).

Ich bin jetzt nicht so ganz sicher, wonach ich da suchen muss - so wie ich das auf dem Bild lese habe ich wohl 0,25uF, 10A Nennstrom und 250V Nennspannung. So wie ich es verstehe, kann die Kapazität ein bisschen abweichen, ich nehme an, eine Nennspannung von 230 oder 240 wäre auch ok. Beim Strom sollte ich dann mindestens 10A haben? Und worauf muss ich ggfs. weiter achten?

EDIT: Man findet auch relativ viele wie z.B. https://www.amazon.de/Entst%C3%B6rschutz-St%C3%B6rschutzfilter-Kondensator-Netzfilter-Kleinger%C3%A4te/dp/B011R18SQ8 die wie auch oben erwähnt einen 3. Pol geräteseitig für den Anschluss am Gehäuse hat, der ja bei mir nicht erforderlich ist. Könnte ich den einfach tot liegen lassen, oder scheiden die dann aus?

Angehängte Dateien:
#7816057
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Nicolai E. schrieb:

die wie auch oben erwähnt einen 3. Pol geräteseitig für den Anschluss am Gehäuse hat, der ja bei mir nicht erforderlich ist. Könnte ich den einfach tot liegen lassen, oder scheiden die dann aus?

Das ist der Anschluss für die Y-Kondensatoren. Die sollten an das Metallgehäude des Motors. Wenn der Bohrhammer im Original dafür keinen Anschluss hat, kann man ihn (Ende insoliert) unbeschaltet lassen. Wie gesagt: Abmessungen: ? Und Spannung heute üblicherweise 275V. Die Kapazität kann auch etwas variieren. 0,1 µF... 0,2µF. Nur bei den Y-Kondensatoren ist wegen des maximalen Ableitstromes die Kapazität auf 22 nF begrenzt. Ältere Konds. hatten evtl. noch höhere Kapazitätswerte. Da Du letzteres sowieso nicht brauchst, ist es nicht wichtig. Und der Entladewiderstand sollte auch irgendwo noch im Gerät verbaut sein. Damit Du beim Ziehen des Netzsteckes und zufälligem Berühren der Kontakte nicht den Ladezustand des Entstörkondensators zu spüren bekommst.

ciao gustav

#7816115
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Vielen Dank für die Rückmeldungen. Es geht mir natürlich darum, das Gerät wie bisher weiter betreiben zu können, also möglichst nah am 1:1 Ersatz zu sein. Bei Bürklin finden sich z.B. soweit ich das sehe überhaupt keine Entstörfilter mit Kondensatoren, die für mehr als 250 V Bemessungsspannung ausgelegt sind. Was den Entladewiderstand betrifft: Hat wohl der alte Filter einen solchen verbaut, und ein neuer wie z.B. der oben von mir verlinkte nicht?

#7816129
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Eine dumme Frage zum Thema hätte ich noch: Hat so ein Netzfilter bzw. Parallelkondensator eigentlich irgendwelche signifikanten Vorteile im Bezug auf verringerten Abbrand der Kohlen oder "Bürstenfeuer"?

-- P.S. Das mit der Unterdrückung von Funkstörungen ist vielfach richtig und sinnvoll, aber nicht immer nötig. Wenn man z.B. auf einer eigenen einsamen Insel oder Landhaus ohne störbarer Flugzeug-Einflugschneise drüber wohnt..

#7816147
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Maik .. schrieb:

Eine dumme Frage zum Thema hätte ich noch: Hat so ein Netzfilter bzw. Parallelkondensator eigentlich irgendwelche signifikanten Vorteile im Bezug auf verringerten Abbrand der Kohlen oder "Bürstenfeuer"?

Keinen. Es geht um die Störstrahlung ins Netz hinein. Andere Geräte, wie oben weiter angegeben werden auch nicht gestört. Wirklich empfindliche Geräte sollte ihrerseits eingangsmäßig entstört sein.

Das mit der Unterdrückung von Funkstörungen ist vielfach richtig und sinnvoll, aber nicht immer nötig.

Benutze eine unentstörte Bohrmaschine oder Kaffeemühle, nimm Dir einen AM Empfänger und schau wie weit die Störstrahlung wirklich reicht. Es hat schon einen Grund das die Rundfunksender hierzulande mit hunderten kW ERP senden um eine Distanz von 30km zu überbrücken. Wirklichen Sinn machte die Funkentstörung zu einer Zeit als noch viel AM Rundfunk übertragen wurde. Das Fernsehen gehörte vor der Digitalisierung bis 2005 auch dazu. Funkverbindungen für Not- und Rettungsdienste sind auch schon längst digitalisiert.

#7816155
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Hallo Rainer, der Funk(ent)störeffekt ist hinlänglich bekannt, war sogar deswegen auch extra humorvoll entschärfend angeführt.

Und da ich heute eh schon heute offline etwas genervt von Laberlogen bin: Warum müssen auch hier im allgemeinen soviele Leute bewusst am Thema vorbei ungefragt es antworten? Ist das der Narzistische Versuch etwas sagen zu haben zu wollen ...

#7816210
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Möchte zum Thema Funkentstörung aus eigener Erfahrung berichten, weil durchaus kontroverse Meinungen hier aufgetreten sind. Die eine Fraktion meint, Entstörkondensatoren sind überflüssiger Schnick-schnack, der auf die eigentliche Funktion des Gerätes überhaupt keinen Einfluss hätte. Nun, da ist doch eine Triac-Geschwindigkeits-Einstellung drin? Und wie verhindert man Beschädigung des Triacs selbst? So genau kenn ich den hier erwähnten Bohrhammer nicht.

Nehmen wir an, er hat keine elektronische Drehzahleinstellung. Dann funktioniert der auch ohne den besagten Funkentstörkondensator.

Da die Hersteller kosteneffizient arbeiten, der Herstellvollkostenpreis unter anderem einmal bestimmt ist von den Lohnkosten, dann in erster Linie von dem Materialinhalt, wäre jedes nicht nötige Bauteil wegzulassen. Dann bekommt das Gerät aber hier keine Zulassung. Ganz einfach.

Dann gibt es immer wieder das Märchen zu hören, dass von Umschwenken von Analog zu Digital Rundfunkstörungen überhaupt keinen Einfluss mehr hätten auf die Empfangsqualität. Gegenbeispiel: Stelle das DAB+ Radio in der Waschküche ein. Dann gibt es jedesmal Aussetzer, wenn Waschmaschine von Trommel vorwärts auf Trommel rückwärts schaltet. Das sind eindeutig Rundfunkstörungen des Motors. Obwohl der ein Entstörfilter fest eingebaut hat. Noch nicht einmal damit lassen sich Beeinträchtigungen des Indoor-DAB+-Empfanges vermeiden. Und die DAB+-Sender arbeiten mit mickrigen 10 kW maximal. "Mein" Haussender mit nur 4,7 kW. Dann: Hatte meinen Küchenmixer einmal zu voll gestopft, so dass der Motor blockierte. Die 2A Schmelzsicherung am Motor hatte ausgelöst. Und als ich fernsehen wollte, ging nichts. Der VDR-Widerstand an der DVB-T-Box hatte angeschlagen und die vorgeschaltete Schmelzsicherung zur Auslösung gebracht. In dem Falle einfach Sicherung austauschen und Box lief wieder. Weiß nicht, ob andere Geräte nicht dauerhaft beschädigt worden wären. Fazit: Die Induktionsspitzen können durchaus Schaden anrichten. Den Ärger kann man sich sparen durch Einbau von Bauteilen im Cent-Betrag. Oder ein paar Euro. Dann ist man auf jeden Fall auf der sichereren Seite, vor allem, weil das Gerät vorher ja einen Entstörkondensator herstellerseitig eingebaut hatte und alles andere eine Inbetriebnahme unter nicht vorgegebenen Bedingungen bedeutete. Damit erlischt - nebenbei bemerkt - auch jegliche Gewährleistung.

Maik .. schrieb:

Das mit der Unterdrückung von Funkstörungen ist vielfach richtig und sinnvoll, aber nicht immer nötig. Wenn man z.B. auf einer eigenen einsamen Insel oder Landhaus

Nicht nur: Es gibt einmal Haushaltsbereich und einmal Industrieumgebung. Wovon wir hier reden, ist der Haushaltsbereich. Da gelten schärfere Regeln. Wenn Du Deinen Bohrhammer mit auf das Industriegelände nimmst, ist es in Bezug auf die erwähnten Funkentstörungen egal. Es sei denn, Du wirst gleich an der Pforte gefilzt und der Pförtner ist schlecht drauf. Dann musst Du nämlich die Berufsgenossenschaftsprüfsiegel noch drauf haben. Im gewerblichen Bereich wird hier jedes Jahr jedes Elektrogerät geprüft.

ciao gustav

#7816732
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Karl B. schrieb:

Dann gibt es immer wieder das Märchen zu hören, dass von Umschwenken von Analog zu Digital Rundfunkstörungen überhaupt keinen Einfluss mehr hätten auf die Empfangsqualität.

Das hat auch niemand behauptet

Gegenbeispiel: Stelle das DAB+ Radio in der Waschküche ein. Dann gibt es jedesmal Aussetzer, wenn Waschmaschine von Trommel vorwärts auf Trommel rückwärts schaltet. Das sind eindeutig Rundfunkstörungen des Motors. Obwohl der ein Entstörfilter fest eingebaut hat. Noch nicht einmal damit lassen sich Beeinträchtigungen des Indoor-DAB+-Empfanges vermeiden.

Wenn Du ein Radio mit einer für den Standort mangelhaften Antenne grenzwertig betreibst, dann musst Du Dich nicht wundern wenn es bei der kleinsten Störung ausfällt.

Karl B. schrieb:

Hatte meinen Küchenmixer einmal zu voll gestopft, so dass der Motor blockierte. Die 2A Schmelzsicherung am Motor hatte ausgelöst. Und als ich fernsehen wollte, ging nichts. Der VDR-Widerstand an der DVB-T-Box hatte angeschlagen und die vorgeschaltete Schmelzsicherung zur Auslösung gebracht. In dem Falle einfach Sicherung austauschen und Box lief wieder. Weiß nicht, ob andere Geräte nicht dauerhaft beschädigt worden wären.

Das ist aber mal arg weit hergeholt und wohl kaum reproduzierbar. Es ist eher davon auszugehen das es sich um ein reines Zufallsereignis handelt.

Karl B. schrieb:

Dann musst Du nämlich die Berufsgenossenschaftsprüfsiegel noch drauf haben. Im gewerblichen Bereich wird hier jedes Jahr jedes Elektrogerät geprüft.

Seit wann werden denn bei der DGUV3/VDE Prüfung die Entstörmittel geprüft?

#7816786
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Rainer D. schrieb:

von

Auf jeden Pott nen Deckel. Ist mir sowieso egal, was der TO macht. Ist ja nicht mein Nachbar. Weit genug weg, um meine Empfänger zu stören. Aber einige Dinge, die Du behauptest, stimmen einfach nicht. Die Leistung der DAB+ Sender ist nicht so groß wie bei den UKW-Stationen. 100 kW für UKW-"Haupt"-Sender sind keine Seltenheit. Bei DAB+ darf wegen Synchronfrequenz-Netzwerk und wegen der sonst zu befürchtenden Überschneidungen die Sendeleistung höchstens 10 kW betragen. Und der Frequenzbereich ist auch ausbreitungsbedingt ungünstiger als UKW-FM. Folge: Gerade der Indoor-Empfang ist oft nicht unterbrechungfrei möglich, was bei UKW/FM klaglos ging. Mein DAB+HF-Pegel ist voll ausreichend. (Sendeleistung 3,98 kW) Trotzdem gibt es "Mehrwegeempfang" und der rührt vom Gleichwellennetzsender her. Das ist bei Nebelwetter manchmal ganz stark. (Stichworte: Troposcatter, Sporadic-E, Inversionswetterlage etc.) Und stört den Empfang. Digital ist nicht das Allheilmittel. Das steht fest. Wenn Du anderer Meinung bist, dann ist mir das auch egal. Überzeugen tust Du mich keineswegs.

ciao gustav

Angehängte Dateien:
#7816800
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Einhellige Meinung dürfte wohl darüber vorherrschen, dass die Entstörung am effektivsten bei der Quelle vorgenommen wird als passiv beim gestörten Gerät. Ich arbeite auch nicht mit dem 100 Watt Brenner auf CB-Funk, weil mir mein Nachbar schnuppe ist. Wozu nur als Mickerling mit postalisch 4 Watt? So what? Und Normen bezüglich "Entstörung" gibt es ja schon seit 1895. (Damals VDE) Alles unnützes Altpapier? EN 55015.

ciao gustav

#7819853
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Glückwunsch. Es hätte sonst bei eventueller zufälliger BNetzA-Kontrolle (böswilliger Nachbar etc.) kostenungünstiger für Dich ausgehen können: Zitat: "...Auch die Verursacher von Störungen müssen keine Gebühren befürchten, soweit sie die Störungen unverschuldet verursacht haben..." /Zitat Quelle: https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Mediathek/Verbraucherhefte/Funkstoerungen.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Es sei denn sie hatten durch Eingriff ins Gerät davon Kenntnis, dass Funkentstörglieder defekt. Dann kann nicht plädiert werden auf "mit Nichtwissen bestritten".

Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.

ciao gustav

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