Hallo Christian K.,
was heißt denn präzise für Dich?
Wenn es möglichst genau 20 mA sein sollen, dann kommst Du an einem Poti nicht vorbei, dann fällt aber aufgrund des Potis die Langfriststabilität und der TK Deiner 20mA-Quelle steigt (TK Standardpoti: 250 ppm/K "through the wiper") - oder Du baust Dir das Teilerverhältnis aus diskreten Widerständen.
Wenn es ungefähr 20 mA sein sollen, kannst Du unter Verzicht auf einen Poti die Langfriststabilität verbessern und den TK vermindern.
Wenn Du für Dein Einzelstück (Wieso sprichst Du später in dieser Diskussion vom Bestücker?!) die Widerstände ein bisschen selektierst und eine Referenzspannungsquelle durchmisst, kannst Du den Einstellbereich Deiner Quelle verringern und damit auch den TK und die Langfriststabilität erhöhen.
Zu klären ist auch, ob neben der Last von 240 Ohm noch kapazitive Lastkomponenten eine Rolle spielen.
Deine Angabe der Bandbreite der Raumtemperatur fehlt leider auch noch.
Anbei eine kondensatorlose Skizze zur Realisierung.
Als Referenz dient die Ref102C, eine Subsurface-Zener-Referenz mit annäherend 10 Volt, Alternativ auch LT1021-10 oder die ADR688.
Die Ausgangsspannung wird über R1 und R2 halbiert und geht in den als Spannungsfolger beschalteten OP1.
Der OP2 fährt die Spannung am Ausgang I+ solange hoch bis er am Messshunt, bestehend aus P1, R3 bis R7 5 Volt sieht. Idealtypischerweise hat der Shunt einen Wert von 250 Ohm. Es fallen also 20 mA * 250 Ohm = 5 Volt an ihm ab.
Da ich immer den sportlichen Ehrgeiz hege, mit einfachen Komponenten zum Ziel zu kommen, bilden die Widerstände R4 bis R7 parallel geschaltet 260 Ohm, in der Nähe der idealtypischen 250 Ohm. Der Nennwert von 260 Ohm liegt absichtlich etwa 4% höher. Einfach Metallwiderstände in 1% sollten ausreichen.
Der Grund für die Parallelschaltung ist meine Beobachtung, dass Widerstände unter 1 kOhm oftmals einen hohen TK zeigen. Des Weiteren soll die abfallende Leistung pro Widerstand fallen, die bei Standarddurchlochwiderständen zu einer Erwärmung von 140 Kelvin / Watt führt. Bei einem angenommenen TK von 50 ppm/ Kelvin fallen bei etwa 5mA pro Widerstand gerade mal 0,025 Watt ab also Erwärmung um unter 4 Kelvin, macht also nicht mehr als 200 ppm Änderung.
Mit P1 und R3 (bitte 3,9k anstatt 3,3 kOhm verwenden) beträgt der Widerstand des "Shunt-Komplex" 256 Ohm und kann auf etwa 244 Ohm abgesenkt werden.
Das sollte reichen um damit Offset-Fehler der OpAmps und der Ausgangsspannung der verwendeten Referenz und den Abweichungen der Widerstände von ihren Nennwerten zu kompensieren.
Was dem Manta der Sportluftfilter und der Heckflügel ist, ist der Stromquelle die Zener-Referenz, der Präzisionsoperationsverstärker und der Shunt.
Der etwas tiefere Griff ins Portemonnaie erlaubt dann den Einsatz von Drahtwiderständen oder Folienwiderständen (Vishay) und den Einsatz edler Potis.
Die blaue Alikiste in Bourns-Optik wird dann durch einen echten Bourns 3296 mit nur 100 ppm/K "through the wiper" ersetzt.
Der nächste Eskalationsschritt, wenn die 20 mA möglichst abweichungsarm und langfristig stabil erreicht werden soll, wäre so ein Vishay Spectrol Präzisionspoti:
https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/praezisionspotentiometer_10_gaenge_10_kohm_6_3_mm-2543
Wenn Deine Stromquelle massebezogen sein soll, findest Du im Datenblatt der REF102 ein Anwendungsbeispiel. Ist der verwendete Operationsverstärker aber nicht Rail-to-Rail und speist Du ihn unipolar, brauchst Du ausgangsseitig eventuell noch ein bis zwei Dioden, damit der Operationsverstärker nicht gezwungen ist, außerhalb (unterhalb) eines Arbeitsbereichs Spannungen zu liefern, die er nicht erreichen kann. Dave Jones hatte das auf eevblog einmal besprochen.