Hallo,
ich suche ein Relais, dass wenn der Strom eingeschaltet wird, einen Kontakt für 0,1-1s schliesst, also "einschaltwischend" (wie ich bei der Suche im Forum gelernt habe)
Aufgabenstellung ist:
Ein Hygrostat der bei unterschreiten einer eingestellten Luftfeuchte 12V liefert, versorgt damit einen kleinen Luftbefeuchter, dieser benötigt zum Einschalten einen Tastimpuls (Schließer). Bei erreichen der gewünschten Luftfeuchte wird der Strom unterbrochen und alles schaltet sich aus.
Als Relais hatte ich schon folgendes gefunden:
Universal Zeitrelais SELEC 600XU-A-1-CU
Ähnliche Modelle, alle für die Hutschiene, mit einem ähnlich großen Funktionsumfang gibt es von verschiedenen Herstellern.
Die Frage, gibt es auch etwas einfacheres und vielleicht von der Baugröße her kleineres, z.b. nur einschaltwischend?
Ich war schon kurz davor was mechanisches aus einem alten Relais zusammenzubasteln.
Ich war schon kurz davor was mechanisches aus einem alten Relais
zusammenzubasteln.
Ganz einfach:
Einen Elko vor dem Relais, kommen 12 V daher lädt sich der Elko
über die Relaisspule auf, das bewirkt ein kurzes Anziehen des Relais
und damit ein Umschalten der Kontakte...
Dem Elko spendierst Du einen 100K Widerstand parallel, damit der
auch wieder bereit für den nächsten Impuls ist...
Einen Elko vor dem Relais, kommen 12 V daher lädt sich der Elko
über die Relaisspule auf, das bewirkt ein kurzes Anziehen des Relais
und damit ein Umschalten der Kontakte...
Danke,
ich werde das nachher mal testen. Eine Frage noch, den Elko in Reihe mit der Spule oder paralell? (sorry, bin BauIng, und das Spiel Philips Experimentierkästen ist auch schon Jahrzehnte her).
Hallo,
ein Elko 470µF funktioniert, leider nur im Prinzip, eine LED blinkt damit kurz auf und entladen ist der Elko auch wieder nach einiger Zeit, leider ist der Impuls zu kurz für den Luftbefeuchter der schaltet nicht.
Immerhin was gelernt.
Habe sogar einen Röhrengong vor zu langer Betätigung des Klingelknopfes bzw. Festklemmen und damit Dauerbestromung (Durchbrennen der Spule) bewahren können, indem ich einen 4700 µF-Kondensator plus Diode in Reihe geschaltet hatte. In der Zeit, wenn der Klingelknopf betätigt wird, entlädt sich der Elko über die Spule des Gongs. Einmal Ding Dong. Das war's.
Also: Wenn Impuls zu kurz: Höhere Kapazität ausprobieren.
ein Elko 470µF funktioniert, leider nur im Prinzip, eine LED blinkt
damit kurz auf und entladen ist der Elko auch wieder nach einiger Zeit,
leider ist der Impuls zu kurz für den Luftbefeuchter der schaltet nicht.
Eine Led mit einem Relais vergleichen geht gar nicht!
Eine Led mit einem Relais vergleichen geht gar nicht!
Mit der LED habe ich nur einen Stromkreis aufgebaut, der durch den Relaiskontakt geschlossen wird. Das Relais ist schon physisch vorhanden.
Ich habe das gemacht, um nicht mit dem wassergefüllten Luftbefeuchter neben dem Steckbrett und den Netzteilen rumbasteln zu müssen.
Vielleicht besser 10k, damit er schneller entladen wird. Was den Elko
angeht, würde ich mit 2200 uF anfangen.
Nochmal eine Frage, wären die Werte andere, wenn ich ein 5V Relais nehme?
Ich habe noch kleine Relais mit 5V gefunden und da ich die 12V Spannung für den Luftbefeuchter auch auf 5V reduziere, muss ich dort nicht mit zwei Spannungen arbeiten.
Meinst Du sowas:
OMRON G5L-117p-ps
5V DC 2A 230V AC
5A 30V
zieht 70 mA. (Also etwa 71,4 Ohm Spulengleichstromwiderstand)
Tipp:
Aber lieber noch ZD 3,9 antiseriell zur 1Nxxx als Freilaufdiode, damit Abfallen nicht so "schlapp" und Kontakt(e) damit geschont werden.
Im Test brauche ich mindestens 1000µF und zwischen erneutem Triggern mindestens 7 Sekunden Wartezeit.
Entladewiderstand parallel zum Elko 6,8 kOhm.
Falls es mit der Videowiedergabe nicht klappt:
Ziel speichern unter und von lakal abspielen.
Laut Dabla 47 Ohm Spulenwiderstand, also fast die Hälfte des obigen von mir angegebenen Relais. Das bedeutete: Kondensator mit größerer Kapazität wählen.
Hallo,
funktioniert jetzt, mit einem Elko 3300µF, als D1 hatte ich nur eine 1N4148, Zenerdieode habe ich weggelassen, da muss ich morgen mal im Elektronikladen vorbeischauen.
Der Hygrostat ist jetzt auch gekommen, da kann ich mal alles aufbauen und einen Testlauf mit Luftbefeuchter machen.
Vielen Dank nochmal!
Eine ursprünglich für den HF-Bereich gedachte Fast switching Diode 1N4148 ist hier Fehl am Platze. Man will ja noch ein paar ns mehr an "Reversspannung" haben, damit das Relais "sauber" abfällt. Vor allem, wenn man, wie ich oben sagte, auf die Z-Diode verzichten möchte. Die Recovery time mit 4 ns der 1N4148 ist hier kontraproduktiv.
Man will ja noch ein paar ns mehr an
"Reversspannung" haben, damit das Relais "sauber" abfällt.
Wie meinst du das? Alle Dioden werden in Flussrichtung (die beim Abfallen relevant wird) praktisch sofort Leitend.
Bei langsamen Dioden betrifft die Langsamkeit die Zeit, in der sie aufhören zu leiten. Am Relais ist die Zeit, die zwischen dem Abschalten und dem nächsten Einschalten abgewartet werden muss, um keinen Kurzschluss zu bekommen. Und da ist es in dieser Anwendung scheißegal, ob das 4ns oder 4µs oder gar 4ms sind. Die Diode kann gar nicht zu schnell sein. Zu langsam wäre sie nur, wenn die Recovery Time im dreistelligen ms Bereich liegen würde. So extrem langsame Dioden gibt es IMHO nicht.
Hallo,
Danke für die Links, allerdings hatte ich den Text jetzt eher so verstanden, dass bis 1A die 1N4148 funktioniert, eine 1N40xx aber schöner/besser wäre.
Den konkreten Nachteil in der Schaltung kann ich jetzt anhand des Textes als Laie nicht so beurteilen. Geht es da um Lebensdauer der Bauteile, mögliches Versagen oder die Schaltzustände?
Also, ok. Andere können da eine andere Meinung haben, aber 1N4148 oder auch 1N914 gehörten bei mir mehr in die Radio- bzw. Fernsehbereichs-Kiste.
Die 1N400x als "robustes" Allround-Teil, auch rein montagemäßig, weil kein Glasgehäuse.
Hallo,
war gerade eben einkaufen, habe jetzt ein paar 1N4007 und ZD 3,9 (wobei letztere jetzt ein Glasgehäuse hat) geholt.
Bei uns gibt es seit Februar sogar nach gefühlten Ewigkeiten wieder einen kleinen Elekronikladen, da bezahlt man auch gerne mal 50ct für die Diode, wenn man sie sofort haben kann.
Hallo,
hier mal ein paar Bilder vom Ergebnis. Vor dem Löten habe ich noch ein paar Tests auf dem Steckbrett gemacht, ohne die ZD 3,9 geht das Ausschalten gefühlt etwas verzögert.
Jetzt kommt noch das Problem der Kalibrierung, ich habe jetzt drei Hygrometer mit Thermometer (Made in PRC) nebeneinander gestellt, Die Temperaturanzeige liegt bei 20-21°, die rel.Luftfeuchte bei 29-35%, mein Hygrostat zeigt jetzt um die 50% (+-1%) an. Bevor ich das Gerät jetzt einsetze werde ich nochmal eine Testreihe laufen lassen um den Offset bei verschiedenen Temperaturen zu ermitteln.
Aber wieder was gelernt, die relative Luftfeuchte ist auch relativ und vom Meßgerät abhängig.