Verdächtig war der MAX202, der am Pin 2 nur knapp 4.5V (sollte 10V) liefert und am Pin 6 2.9V (sollte -10V) - oder die Elkos darum. Also habe ich den IC getauscht und auch die Elkos gleich mit. Leider änderte das nichts am Problem, auch die gemessenen Spannungen sind noch immer nicht richtig.
Nun habe ich testweise den OpAmp LM358 (U602 im Schaltplan des STK500 https://documents.uow.edu.au/~phung/avr/avr_documentation/STK500_Schematics.pdf) mal von der Platine entfernt und schon waren die Spannungen am MAX202 in Ordnung mit den erwarteten 10V und -10V. Der OpAmp wird ja mit den vom MAX202 erzeugten Spannungen versorgt und wurde auch schon durch einen neuen IC ersetzt.
Bin nun etwas ratlos, was ich mir als nächstes anschauen oder welche Erkenntnis ich daraus gewinnen sollte. Könnt ihr mir ein paar Ratschläge geben, was ich als nächstes prüfen kann, um dem Fehler auf die Spur zu kommen?
Sorry, hatte ich vergessen zu erwähnen. Auch der LM358 OpAmp wurde versuchsweise schon getauscht. Gleiches Verhalten. Der gesamte Schaltplan ist oben verlinkt.
Beide OpAmps treiben den ADJ Eingang der LM317 an. Wenn da einer der 317er defekt ist, wird dem Ausgang des Opamps mögl. zu viel Strom abrverlangt, so das die Versorgung einbricht. Der MAX202 wird hier ja nur missbraucht und ist nicht wirklich als Speisung gedacht. Er kann also nicht viel Strom liefern.
Also ruhig mal den 358 nochmal ziehen und mit dem Ohmmeter mal die ADJs gegen Masse und Versorgung auf Widerstand messen.
Hast du die Polarität der Elkos am MAX202 überprüft?
Das SDK sollte sich ja auch bei gezogenem OP mit AVR Studio verbinden. Nur die Programmierspannungen sind dann halt im off. Wenn das nicht geht ist vermutlich der Controller auf dem SDK nicht ok.
Warum nicht gleich den Win3.11-Rechner mit zwei RS232-Schnittstellen?
Wäre ja viel zu einfach, für den Win11-Rechner einen vernünftigen (FTDI)
USB-RS232-Adapter zu kaufen.
Also, der Tipp ging verloren:
Wollte sagen, der TO sollte auch für den aktuellen Treiber sorgen, und überprüfen, ob der USB-RS232-Umsetzer bei ihm funktioniert.
Falls nicht, liegt es an obigem zusätzlichen Problem.
Dann hat das Ding Läuse und Flöhe.
Also nach Rumhexerei und Chip Test COM 3 open port failed.
Auch Teraterm zeigt COM3 Und den Spruch ....
Wieder Elektronikschrott mehr.
ciao
gustav
Hast du die Polarität der Elkos am MAX202 überprüft?
Das SDK sollte sich ja auch bei gezogenem OP mit AVR Studio verbinden.
Nur die Programmierspannungen sind dann halt im off. Wenn das nicht geht
ist vermutlich der Controller auf dem SDK nicht ok.
Die Elkos sind so platziert, wie sie vorher auch auf dem Board waren. Stimmt auch mit dem Schaltplan überein.
Wenn ich den OpAmp gezogen habe, wird das STK500 vom AVR Studio erfolgreich erkannt.
Wenn ich den OpAmp gezogen habe, wird das STK500 vom AVR Studio
erfolgreich erkannt.
Dann reichem deinen seriellen Anschluss die Pegel wohl nicht mehr,
wenn die Spannung am MAX202 so weit zusammenbricht.
Schonmal einen anderen versucht?
Evtl koennte man einen RS232-TTL-Wandler direkt an den Controller
des STK500 anschliessen.
Dann reichem deinen seriellen Anschluss die Pegel wohl nicht mehr,
wenn die Spannung am MAX202 so weit zusammenbricht.
Schonmal einen anderen versucht?
Naja, aber es muss ja eine Ursache geben, warum die Spannung des MAX202 so zusammenbricht. Das sollte ja nicht der "Normalfall" sein. Aber ja, ich habe auch schon mehrere Rechner und USB-Serial Adapter versucht. Keine Chance, sobald der OpAmp wieder im Board sitzt, brechen die Spannungen weg und das STK500 wird nicht mehr vom Rechner erkannt.
Du hast den LM358 als DIL in einer Fassung? Dann bieg doch mal die Ausgangs-Pins weg. Dann weißt du, ob es der Betriebsstrom selbst ist, oder ob über einen der Ausgänge zu viel gezogen wird.
Bei meinem defekten STK Bord war bei einer Fassung die Targetspannung nicht vorhanden. Vom Support wurde empfohlen, die Spannung am LM317 nachzuprüfen, Also RS232 ging auch nicht. Mit PWRM über den oben genannten LM358 wird UAdj des LM317 erzeugt. Und damit Targetspannung.
Fehlerursache: Haarriss in Leiterbahn.
Konnte von außen mit Drahtbrücke geflickt werden.
Evtl. mal die Targetspannung an den verschiedenen Fassungen nachprüfen. Wenn die teilweise fehlen, hat man den Fehler. - zugehörige Leiterbahn -
Wenn Targetspannungen (5V) vorhanden, dann kann der LM358 nicht die Fehlerursache sein.
Du hast den LM358 als DIL in einer Fassung? Dann bieg doch mal die
Ausgangs-Pins weg. Dann weißt du, ob es der Betriebsstrom selbst ist,
oder ob über einen der Ausgänge zu viel gezogen wird.
Vielleicht bringt das ja neue Erkenntnisse.
Wenn ich beide Ausgänge (Pin 1 und Pin 7 am OpAmp) entferne, habe ich:
Pin 2: 9.03V
Pin 6: -8.43V
Wenn ich nur einen der zwei Ausgänge entferne, ändert sich kaum etwas an den Spannungen des MAX202.
Evtl. mal die Targetspannung an den verschiedenen Fassungen nachprüfen.
Wenn die teilweise fehlen, hat man den Fehler. - zugehörige Leiterbahn -
Wenn Targetspannungen (5V) vorhanden, dann kann der LM358 nicht die
Fehlerursache sein.
Die Targetspannung liegt bei mir aktuell bei 6.3V.
Sowohl am LM317 und auch an allen IC-Fassungen liegt sie an.
Wenn ich beide Ausgänge (Pin 1 und Pin 7 am OpAmp) entferne, habe ich:
Pin 2: 9.03V
Pin 6: -8.43V
Wenn ich nur einen der zwei Ausgänge entferne, ändert sich kaum etwas an
den Spannungen des MAX202.
Die beiden OPVs im LM358 ziehen jeweils etwas mehr als 5mA über die 240R-Widerstände R614/R625 an den LM317ern in die negative Versorgung (V8N). Das ist wohl zuviel.
Wenn ich beide Ausgänge (Pin 1 und Pin 7 am OpAmp) entferne, habe ich:
Pin 2: 9.03V
Pin 6: -8.43V
Wenn ich nur einen der zwei Ausgänge entferne, ändert sich kaum etwas an
den Spannungen des MAX202.
Was ich nicht verstehe:
Wenn einer der OP Ausgänge nicht in der Schaltung steckt ist die Versorgung ok? Egal welcher?
Die Ops sind ja dann ohne Rückkopplung die Ausgänge sollten irgendwo bei V8N liegen
Was ich nicht verstehe:
Wenn einer der OP Ausgänge nicht in der Schaltung steckt ist die
Versorgung ok? Egal welcher?
Die Ops sind ja dann ohne Rückkopplung die Ausgänge sollten irgendwo bei
V8N liegen
Wenn ich das STK500 mit dem verbundenen OP-Ausgang an Pin 7 starte, so habe ich am MAX202 die Spannungen:
Pin2: 8,42V
Pin6: -7,21V
Wenn ich das STK500 mit dem verbundenen OP-Ausgang an Pin 1 starte, so habe ich am MAX202 die Spannungen:
Pin2: 8,39V
Pin6: -7,15V
Wenn beide OP-Ausgänge verbunden sind beim Start habe ich am MAX202:
Pin2: 4.5V
Pin6: 2.9V
Wenn ich beide OP-Ausgänge zum Start des Board getrennt habe und sie dann erst später verbinde komme ich am MAX202 auf:
Pin2: 6.9V
Pin6: -4.3V
Vermutlich kommt der ARef-Wert durch durch die ADC6 Verbindung zum
AT90S8535?
Dann wäre der 'S8535 aber kaputt. Der ADC wird ja nur als Eingang benutzt, und VADC sollte man zwischen 0 und VCC einstellen können. (Die Firmware verhindert meiner Erinnerung nach nicht, dass man mehr als VCC einstellt; das muss die Host-Software absichern.)
Du hast an ARef 5V obwohl der Jumper gezogen ist? Dann gibt es irgendwo
einen Schluss zwischen VT und ARef
Die LED Target Power leuchtet?
Ich sprach von dem ARef Wert, der mir im AVR Studio angezeigt wird - nicht vom Jumper. Auf der linken Jumper-Seite liegt natürlich keine Spannung an, wenn der Jumper nicht gesetzt ist.
Ich habe mal mein altes STK500 wieder ausgegraben, mit dem ich zum einen wie gesagt auch das Problem mit 6.3V auf Vtarget erlebt habe und zum anderen bei der letzten Benutzung erst nach mehreren Versuchen einen Controller flashen konnte.
Ersteres tritt nur auf, wenn der ARef-Jumper gesteckt ist, den sollte man also tunlichst draussen lassen. Warum das passiert, ist natürlich eine interessante Frage.
Der Rest sieht aus wie bei Dir: Zu niedrige Spannungen am MAX202, was sowohl die Kommunikation mit dem Programmer-Teil kaputtmacht (komischerweise habe ich zwischendurch 1x eine Verbindung hinbekommen) als auch den "RS232 Spare" unbrauchbar macht. Empfangen klappt, senden nicht.
Das Problem scheint häufiger aufzutreten, wir hatten hier auch schonmal einen Thread dazu:
Inzwischen nehme ich stark an, dass es an den Elkos liegt, gerade weil das Problem erst sporadisch auftrat und mein STK500 >20 Jahre alt ist. Ich habe mal testweise externe 10V an V+ des MAX202 angelegt, damit funktionierte alles wie gewohnt.
Was für Elkos hast Du beim (erfolglosen) Austausch verwendet? Und hast Du wieder einen MAX202CSE oder einen ECSE eingesetzt?
Es wäre also einen Versuch wert, den CSE wieder einzulöten.
Das war's! Ich mag es kaum glauben, aber nachdem ich den ECSE durch den "normalen" CSE ersetzt habe, sehen meine Spannungen einigermaßen in Ordnung aus:
7.2V an V+ und -5.3V an V-. Meinem Rechner scheinen die Spannungen auszureichen um Verbindung mit dem STK500 herstellen zu können.
Vielen Dank an alle Helfer und natürlich ganz besonders an "Hmmm" für den Tipp aus dem Robotikportal.
Ist zwar redundant, aber hatte bei mir dasselbe Problem.
Habe die 10µF Kondensatoren beim MAX in Verdacht, die sind aber ok.
Was mir auffiel:
Wenn ich mit etwas angefeuchtetem Finger über die Platine im Bereich des LM358 fahre, dann flackert plötzlich die LCD Hintergrundbeleuchtung.
Habe mit Pinsel vorsichtig die Oberseite der Platine "entstaubt".
Zeitweise ging es dann wieder.
Aber jetzt kommt folgendes:
Wenn ich "gekreuztes" V24-Kabel nehme, geht beim Einstecken Vcc hoch.
Ist falsch. Die Buchse hat schon die Kreuzung drin, es kann 1:1 Kabel genommen werden.
Dass der XP-Rechner mit seiner seriellen Karte nicht defekt ist, konnte ich feststellen, indem ich die MSF60 Uhr mit RS232-Anschluss über Teraterm laufen ließ und siehe da, die Nullen und Einse wurden als Klartext ausgegeben. Auch hier an der weiblichen Buchse 4 und 6 sowie 7 und 8 gebrückt (Bei Sub D Min 9).
Fazit: Mit derZeit altern die Subminiatur-SMD-Bauteile und sind empfindlicher gegen Staub und sonstige Verschmutzung. Evtl. hilft sanfte Reinigung schon.
Laut einem Posting in einem anderen Forum ist der wohl nicht so gut
geeignet, wie im Schaltplan suggeriert wird:
Im Schaltplan steht auch nur, dass der MAX202ECSE die ESD Toleranzen verbessert. Was auch immer Atmel damit gemeint hat.
"NOTE! MAX202ECSE can be used to improve ESD tolerance"
Nachschlag:
Der neu gelieferte USB-RS232-Adapter funktioniert auf Anhieb.
Keine Treiberinstallation nötig.
Wird mit "COM3" im Gerätemanager sofort angezeigt.
Logilink USB 2.0-Adapter, USB-A/M zu DB9/M (RS232), Win 11
AU0002F WP
EAN: 4052792067682
Meinem Rechner scheinen die Spannungen auszureichen um Verbindung mit
dem STK500 herstellen zu können.
Der RS232-Standard gibt mindestens +3V und -3V vor. Bei mir hat der MAX202 allerdings mit den alten Elkos unabhängig vom Eingang dauerhaft einen High-Pegel (also negative Spannung) ausgegeben.
hab nen gebrauchten STK500 bekommen, der sich allerdings nicht mehr mit
dem AVR Studio verbinden lässt.
Gibt mittlerweile eine Menge von "refurbished" STK500, die aber nach Anschluss mit der Updatemeldung aufwarten, obwohl Hardware auf keinen Fall upgedatet werden sollte.
Die Version 2.0 soll auf 2.0A upgedatet werden.
Dieses Popup-Fenster am besten mit "abbrechen" quittieren.
Es besteht bei einigen Boards nämlich die Gefahr, dass der Updatevorgang fehlschlägt, und damit die Kommunikation verloren geht.
Vielleicht war dies auch der Fall beim Problem hier.
Würde mich interessieren, welche Version der TO hat.
Vielleicht war dies auch der Fall beim Problem hier.
Brabbelst Du in jeden Thread, ohne ihn zu lesen? Nach Austausch der Elkos ohne Umbau auf den MAX202E war das Problem behoben, das hatte rein gar nichts mit der Firmware zu tun.
Hatten wir schon einmal:
Beitrag "STK500 Upgrade - woher die Firmeware 2.0A ?"
Bei einigen neulich "refurbished" oder second hand gekauften Boards klappt es eben nicht entgegen den Behauptungen. Besser, vor dem Kauf nachfragen, welche Version drauf ist.
Und wenn der TO so freundlich ist, möchte er mal mitteilen, welche
HW Revision sein Board tatsächlich hat, auch wenn "sein" Problem schon gelöst ist. Edel sei der Mensch, hilfreich und gut...
Bei einigen neulich "refurbished" oder second hand gekauften Boards
klappt es eben nicht entgegen den Behauptungen.
In einem anderen Forum behauptete mal jemand, dass das 2.0a-Update mit älteren Boards mit AT90S* nicht gehen soll. Passt aber nicht, meines gehört zu dieser Kategorie (ca. 2002 gekauft) und läuft schon ewig mit 2.0a.
Es war Firmware 2.0 installiert. Habe (auf einem älteren Rechner mit Windows XP) dann ein Update auf 2.0a gemacht. Am Windows 11 Rechner startete das Update-Tool nicht.
Am Windows 11 Rechner
startete das Update-Tool nicht.
Bingo.
Vielen Dank für Info.
Also XP-Rechner rausgekramt.
Prozedur durchgeführt:
Hardware Revision 0x02
Firmware Version 0x020a
Getting Revisions HW 0x02 SW Major 0x02 SW Minor 0x0a OK
Signature read:
0x1E 0x92 0x0D
sieht gut aus. Das neue ohne Garantie des Verkäufers.
Also, altes Board war hinüber, nicht nur der MAX.
diverse Leiterbahnunterbrechungen. Und total verschmutzt (Nikotin)
OK. Nach 10 Jahren darf das auch mal sein.
Dank an alle!!
ciao
gustav