Mikrocontroller, Prozessoren und Chipsätze - Die-Bilder

#7895647
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Richard K. schrieb:

Texas Instruments TMS32020, ein recht bekannter DSP:

In der Mitte des Dies sind 15 sehr kleine Testpunkte integriert.

Es sind 16. Einen weiteren Punkt kann man hinter (?) den Leiterbahnen an voraussagbarer Position erkennen.

Spess53 .. schrieb:

Aber uralt. Wen willst du damit beglücken der gar 'helfen*?

All denen, die sich für Elektronik bzw. Chip-Design interessieren oder es sich gerne anschauen!?

Wie kann man gegen sowas meckern? Lass die Leute doch machen wozu sie Bock haben!

Gruß Jobst

OP #7895650
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Jobst M. schrieb:

Richard K. schrieb:

Texas Instruments TMS32020, ein recht bekannter DSP:

In der Mitte des Dies sind 15 sehr kleine Testpunkte integriert.

Es sind 16. Einen weiteren Punkt kann man hinter (?) den Leiterbahnen an voraussagbarer Position erkennen.

Stimmt! Den habe ich doch glatt übersehen. Mich hat die "krumme" Zahl schon gewundert. :) Danke! (Der Testpunkt befindet sich über Polysiliziumleitungen.)

@all: Danke für die lobenden Worte. :)

#7895656
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Richard K. schrieb:

Stimmt! Den habe ich doch glatt übersehen. Mich hat die "krumme" Zahl schon gewundert. :) Danke! (Der Testpunkt befindet sich über Polysiliziumleitungen.)

Was mich wundert ist, dass die Testpunkte nicht weiter gehen. Die von oben kommenden Leitungen gehen ja links (also dann "über" der diagonal texturierten, rechteckigen Fläche) bis 32 weiter.

Gruß Jobst

OP #7895659
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Jobst M. schrieb:

Richard K. schrieb:

Stimmt! Den habe ich doch glatt übersehen. Mich hat die "krumme" Zahl schon gewundert. :) Danke! (Der Testpunkt befindet sich über Polysiliziumleitungen.)

Was mich wundert ist, dass die Testpunkte nicht weiter gehen. Die von oben kommenden Leitungen gehen ja links (also dann "über" der diagonal texturierten, rechteckigen Fläche) bis 32 weiter.

Gruß Jobst

Der digitalisierte TMS32020 lag hier schon eine gewisse Zeit lang herum. Ich hätte die einzelnen Funktionsblöcke gerne den Strukturen zugeordnet. Vielleicht ergäbe sich daraus eine Erklärung, warum man nur 16 Testpunkte spendiert hat. Diese Art der komplexeren Digitaltechnik ist aber nicht meine Stärke. Ich wollte nicht unendlich viel Zeit investieren und auch nicht zu wild spekulieren. Daher gibt es (noch?) keine Zuordnung.

Grüße,

Richard

#7895670
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Kilo S. schrieb:

Ich find es einfach genial mit den Bildern! Egal von welchem IC, Transistor oder was auch immer gerade unter die Linse gerät. Ist immer interessant!

Sehe ich auch so. Mich interessieren die optischen Bauteile ganz besonders.

Ich würde mir auch gerne solche Fotos von Schreib-Leseköpfen anschauen, auch wenn das keine Halbleiter sind.

OP #7895684
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Danke Danke! :)

Nemopuk schrieb:

Ich würde mir auch gerne solche Fotos von Schreib-Leseköpfen anschauen, auch wenn das keine Halbleiter sind.

Schreib-Leseköpfe von Festplatten? Da habe ich ein paar: https://www.richis-lab.de/HDD.htm Ein Diskettenlaufwerk habe ich auch mal zerlegt: https://www.richis-lab.de/floppy.htm Die Bilder sind schon recht alt und daher nicht so gut wie die heutigen, aber für einen gewissen Einblick sollte es reichen.

OP #7895718
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Michael B. schrieb:

Kilo S. schrieb:

Ich find es einfach genial mit den Bildern!

Ja.

Wobei es da ja viele im Netz gibt.

Ich versuche immer etwas Hintergrundinformationen und Erklärungen, manchmal sogar Schaltungsanalysen dazu zu liefern. Das ist soweit ich weiß (in der Frequenz) einzigartig.

Zeptobars ist sehr ruhig geworden und er schreibt nur wenig zu den Schaltkreisen. Meist findet sich dort nur das Bild des Dies mit dessen Größe.

Ken Shirriff beschreibt die Dinge die er analysiert extrem genau (wie aktuell den 386), aber er schafft daher natürlich nur sehr wenige Bauteile. Dazwischen gibt es außerdem viele andere Dinge, wie zum Beispiel Raumfahrtthemen.

The Signal Path macht tolle Analysen im HF-Bereich, aber das Format Video muss man mögen. Er ist außerdem sehr speziell im HF-Bereich unterwegs. Bis vor Kurzem ging es ihm meiner Meinung nach hauptsächlich um Messgeräte und ähnliches deutlich weniger um die Details der ICs selbst.

Tinytransistors ist an sich sehr interessant, da tut sich aber bisher nicht übermäßig viel.

Siliconpr0n ist ein umfangreiches Sammelbecken, dort gibt es aber auch "nur" blanke Die-Bilder. Der Aufbau der Seite ist meiner Meinung nach gewöhnungsbedürftig.

Das sind soweit ich weiß die großen Größen in diesem Bereich. (John McMaster zähle ich wie einige anderen Größen zu Siliconpr0n, da sie ansonsten meines Wissens nur sporadisch in sozialen Netzwerken auftreten.)

Carsten W. schrieb:

Die Diskettenlaufwerke wurden aber nicht per IDE angeschlossen, sondern über ein 34-poliges Flachkabel mit einem ganz anderen Interface.

Da hast du natürlich Recht. Danke für den Hinweis. Ist korrigiert.

#7895828
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Richard K. schrieb:

Danke Danke! :)

Nemopuk schrieb:

Ich würde mir auch gerne solche Fotos von Schreib-Leseköpfen anschauen, auch wenn das keine Halbleiter sind.

Schreib-Leseköpfe von Festplatten? Da habe ich ein paar: https://www.richis-lab.de/HDD.htm Ein Diskettenlaufwerk habe ich auch mal zerlegt: https://www.richis-lab.de/floppy.htm Die Bilder sind schon recht alt und daher nicht so gut wie die heutigen, aber für einen gewissen Einblick sollte es reichen.

Bei der WD Caviar 2210 das "omni wx" auf dem WD-Controller/Gatearray sieht für mich hebräisch aus... Hatte WD ein Labor in Israel?

OP #7895918
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Roland E. schrieb:

Bei der WD Caviar 2210 das "omni wx" auf dem WD-Controller/Gatearray sieht für mich hebräisch aus... Hatte WD ein Labor in Israel?

Ja, das könnte/sollte hebräisch sein. Mir hat mal jemand gesagt, dass die Zeichen um 180° gedreht werden müssten. Übersetzt hat sie bisher aber noch niemand. Heute hat Western Digital auf jeden Fall Standorte in Israel. Das könnte passen.

#7924373
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@richi123 hast du schon einen Versuch mit dem ESP32-S3-Pico wagen können?

Ich habe beim Ausmisten noch was gefunden, was vielleicht interessant sein könnte: die Innereien eines Sercel WiNG (ich habe aber nur 1stk - habe ich zerdonnert am Strassenrand gefunden, wurde wohl überfahren).

Ich habe absolut nichts über die ASICs und den (MEMS?) Sensor gefunden - keine Ahnung ob es vielleicht nur bekanntes in anderem Gehäuse ist - oder was interessantes. Ich habe mal 2 Fotos angehängt.

MEMS Datamatrix Inhalt: M34201707F05131031

Angehängte Dateien:
#7928450
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Richard K. schrieb:

So, hier haben wir nun den ESP32-S3-PICO-1 mit meiner Interpretation des Aufbaus innerhalb des Packages:

https://www.richis-lab.de/modem03.htm

Sehr cool! Freut mich dass das geklappt hat, und ist mega spannend!

Ich denke dieser Chip hat allgemein noch nicht die Bekanntheit die er eigentlich verdient hätte. Ich habe bis jetzt einen Prototypen von einem Produkt damit gebaut - und es ist echt faszinierend wie kompakt und simpel man mit einem solch hoch integrierten Baustein bauen kann. Das Ding hat alles drin auf 7*7mm und super dünn, wofür man normalerweise ein mindestens 20x20x3mm grosses Modul brauchen würde.

Und falls jemand daran interessiert ist auch damit zu arbeiten: JLCPCB hat die dinger zwar komischerweise nicht im Katalog, man kann sie aber ziemlich kostengünstig von Taobao zu JLC bestellen - und dann dort bestücken lassen. Und das funktioniert auch wirklich.

: Bearbeitet durch User
OP #7928491
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Tom G. schrieb:

Könte das "LAWARE" vielleicht ein "DELAWARE" sein wo von der einen Leiterbahn links das DE verdeckt ist? man sieht was links unter der LB rausschauen was auch ein Buchstabe sein könnte

Ja, das könnte sein. Wobei ich mit Delaware auch keinen Zusammenhang herstellen kann...

Sean G. schrieb:

Sehr cool! Freut mich dass das geklappt hat, und ist mega spannend!

Ja, hat mir auch viel Freude gemacht. Schon irre was man heute in so kleine Gehäuse packen kann.

OP #7975795
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Es gab beides, zuerst die TMS1000-Familie, dann die TMS0100-Familie und ja, die vielen Varianten entstanden durch Maskenprogrammierung. Man könnte sich darüber streiten ob MaskenPROGRAMMIERUNG der richtige Ausdruck ist. Die Unterschiede sind oft nur marginal, wie zum Beispiel eine unterschiedliche Anzeige der Zahl 7.

#8017355
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Richard K. schrieb:

Nochmal zwei chinesische Bluetooth-Mikrocontroller, der Jieli Technology JL7013A6 und der JL7014F5:

https://www.richis-lab.de/uC12.htm

https://www.richis-lab.de/uC13.htm

Interessant die Pappenheimer (musste mich mit anderen ICs von denen schonmal rumärgern) mal etwas gestripped zu sehen. GIbts da auch noch ne entmetallisierte Version um die Strukturverteilung aufm Silizium zu sehen?

OP #8017375
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Tom G. schrieb:

Richard K. schrieb:

Nochmal zwei chinesische Bluetooth-Mikrocontroller, der Jieli Technology JL7013A6 und der JL7014F5:

https://www.richis-lab.de/uC12.htm

https://www.richis-lab.de/uC13.htm

Interessant die Pappenheimer (musste mich mit anderen ICs von denen schonmal rumärgern) mal etwas gestripped zu sehen. GIbts da auch noch ne entmetallisierte Version um die Strukturverteilung aufm Silizium zu sehen?

Noch nicht, aber das kann ich kurzfristig nachliefern. Ich denke einer reicht, schließlich scheinen die beiden gleich zu sein.

OP #8018264
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Richard K. schrieb:

Tom G. schrieb:

Richard K. schrieb:

Nochmal zwei chinesische Bluetooth-Mikrocontroller, der Jieli Technology JL7013A6 und der JL7014F5:

https://www.richis-lab.de/uC12.htm

https://www.richis-lab.de/uC13.htm

Interessant die Pappenheimer (musste mich mit anderen ICs von denen schonmal rumärgern) mal etwas gestripped zu sehen. GIbts da auch noch ne entmetallisierte Version um die Strukturverteilung aufm Silizium zu sehen?

Noch nicht, aber das kann ich kurzfristig nachliefern. Ich denke einer reicht, schließlich scheinen die beiden gleich zu sein.

Und hier haben wir nun das Substrat:

https://www.richis-lab.de/uC12.htm#sub

Erstaunlich viel Speicherfläche dafür, dass der Flash-Speicher ausgelagert wurde...

#8018352
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Richard K. schrieb:

Gerald B. schrieb:

Richard K. schrieb:

Erstaunlich viel Speicherfläche dafür, dass der Flash-Speicher ausgelagert wurde...

Vermutlich RAM. es müssen ja immer Pakete des Datenstromes zwischengespeichert und per Algoritmus wieder "aufgeblasen" werden.

Einige der kleineren Blöcke könnten auch Lock-Up-Table für die Signalverarbeitung sein.

Es gibt aber auch ein BootROM drin. Die Dinger sprechen nen obskures protokoll über USB fürs Programmieren wenn man die beim Powerup mit der richtigen Sequenz an den Pins kitzelt. xref: https://github.com/kagaimiq/jielie/

#8018427
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Bei mir hieß es mal in einem Löschkommentar, ich soll nicht soviel spekulieren..

Der Link mit der höher aufgelösten Ansicht funktioniert bei mir nicht, weder im Browser, noch per Herunterladen.

Harald K. schrieb:

Und warum? Warum ohne jeden Kommentar?

Den Kommentar hatte ich vergessen, muss man das gleich aufspießen? Der Intel 4004 ist einfach toll, wenn man vorher viel mit Wertetabellen gemacht hat, und diese anfangen komplexer zu werden. Quasi der nächste Schritt in die CPU Welt.

Die KI hat auch "spekuliert": "Speicher mit CPU", (nicht umgekehrt) - fand ich gut. ;)

: Bearbeitet durch User
(Firma: www.wolfgangrobel.de) #8018457
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Rbx schrieb:

schreibt wirr...

Ich verstehe weder deinen Wiki-Bildlink noch deine Einlassung von eben.

Dein Bild ist übrigens kein Die-Photo sondern ein Foto von einer technischen Die-Zeichnung - passt also hier nicht wirklich rein. Auch wenn der 4004 ein toller Baustein ist und Richard bei den Strukturgrößen sicher super Echtfotos machen könnte...

Ich hätte noch diverse P4004 und C4040 da - aber die Kosten stehen in keinem Verhältnis... ;-)

OP #8018505
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Tom G. schrieb:

Es gibt aber auch ein BootROM drin. Die Dinger sprechen nen obskures protokoll über USB fürs Programmieren wenn man die beim Powerup mit der richtigen Sequenz an den Pins kitzelt. xref: https://github.com/kagaimiq/jielie/

Der Boot-ROM könnte aber auch im Flash abgelegt sein. Das dürfte effizienter sein.

Rbx schrieb:

Der Link mit der höher aufgelösten Ansicht funktioniert bei mir nicht, weder im Browser, noch per Herunterladen.

Der Link funktioniert. Viele Browser haben aber mit der Bildgröße ein Problem. "Link speichern" (also die dahinter liegende Datei) und dann mit einem Bildbetrachter öffnen funktioniert normalerweise, kommt aber auch auf den Bildbetrachter an.

#8025595
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Jörg W. schrieb:

Mit Einheiten hatten es die Amis nie so.

O ja. "thou", "mil", und "micron". Tolle Maßeinheiten, bei denen das eigentliche weggelassen wird, aber der Präfix weiterverwendet wird.

Das ist bei denen aber auch anderswo so - als "NAND" bezeichnet man mittlerweile nicht mehr einen 7400, sondern ein Flash-ROM. Wie darin die Speicherzellen konstruiert sind, ist ziemlich irrelevant (und wird von den meisten eh' nicht verstanden), aber es wird auf "NAND" und "NOR" herumgeritten, aber die klitzekleine Information, daß das nichtflüchtiger Speicher ist, weggelassen.

Passt zum Land der Kehrwerte. Warum auch Leiterquerschnitte als Fläche angeben, man kann doch den Nenner eines völlig willkürlichen Bruchs angeben ... und landet so bei AWG.

Wirklich verwunderlich ist bei denen aber, daß sie ein dezimales Währungssystem haben.

#8040187
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Hallo Richard, ich hätte hier noch was ganz seltenes für dich: 2 ICs aus einem ehemaligen Teleclub Pay-TV Dekoder. Das sind irgendwelche Prozessoren im PLCC Gehäuse (44 + 88 polig) Beschriftet mit einem Motorola Logo und Canal +. Das interessante wäre herauszubekommen, ob dafür Customized IC hergestellt wurden, oder umgelabelte Standard Prozessoren eingesetzt wurden. Interesse?

Gruß Markus

#8072063
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WOW! Wer hätte gedacht, dass ich hier mal einen IC von CEMI zu Gesicht bekommen würde!? Vielen Dank fürs Teilen, Richard!

Verwendet wurde er unter anderem in folgenden Taschenrechner-Modellen (mit VFD!):

Hier finden wir ein einfaches Datenblatt zum MC74007N, der später dann in MC14007N umbenannt wurde: https://www.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/93783/ETC/MC74007N.html

Der Baustein wurde als "Taschenrechner mit acht (MC14007N) bzw. fünf (MC14005N)" Funktionen beworben. -- Warum der MC14007 tatsächlich acht Funktionen hat, obwohl er eine 7-er Endung hat erschließt sich mir auf die Schnelle nicht.

Der Baustein wurde zwar explizit für LED-Displays beworben, durch einen Trick, mit einer negativen Versorgungsspannung U_DD von bis zu -20 V (nominell -9,5 ... -6,5 V) ließen sich auch VFDs ansteuern.

Gott, jetzt werde ich ganz sentimental: Es ist fast 40 Jahre her, als ich als Kind unseren Taschenrechner BRDA10U mit Bubble-Display geschlachtet habe: https://oldcomputer.info/calculator/brda/index.htm Dafür könnte ich mich sonstwohin beißen, wenn ich rankäme. Ich habe mich schon damals gewundert, wie das denn funktionieren kann, dass es viel mehr Knöpfe und "Leuchtpünktchen" gibt, als der "Chip" überhaupt Anschlüsse hat? -- Ich versuchte mir das damit zu erklären, dass die Signale in einer Art Morse-Code, also Strom-an-Strom-aus übertragen werden: Ich hatte die Digitaltechnik "erfunden" ^.^

Nachtrag: Das Logo ITE gehört zum "Instytut Technologii Elektronowej" (Institut für Elektronen-Technologie): https://de.wikipedia.org/wiki/Instytut_Technologii_Elektronowej

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#8072131
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Danke Richard fürs Ergänzen der Infos.

Den ULY7855N habe ich mittlerweile auch bei dir entdeckt, der ist aber nicht so hübsch ;-)

Das mit der mangelhaften Beschriftung war leider eines der zahlreichen Symptome des zusammenbrechenden Kommunismus in den 80-er Jahren. Bei mir hatte sich irgendwann mal eine ganze Eisdose (also so ein 1-Liter-Gebinde für Eiscreme) mit TTL-ICs der Serie UCY74xx angesammelt, wo sich die Beschriftung nach und nach abgetragen hatte und die ich "irgendwann mal ausmessen" wollte.

Die DDR-ICs hatten zwar ihre "kursive Normschrift", gefühlt war die Beschriftung aber haltbarer.

Moderator Persönliche Seite #8072132
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Marek N. schrieb:

Die DDR-ICs hatten zwar ihre "kursive Normschrift", gefühlt war die Beschriftung aber haltbarer.

Unterschiedlich, manches davon bröselte auch recht doll.

CEMI gab's hier eher selten, daher kann ich das nicht vergleichen. Wo hatten die eigentlich ihre Fertigungsstätte? Ich kann mich nur von einem Besuch im HFO dran erinnern, dass dort alle Schilder zweisprachig waren. Offenbar waren da viele Arbeitskräfte aus dem Nachbarland unterwegs.

#8072145
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Moin, laut Wikipedia[1] hatte CEMI seinen Hauptsitz in Warschau mit Halbleiterfabriken in Ostróda (Masuren), Mońki (da ist echt nichts!) und Łęczna (Woj. Lubelskie), also alles eher weiter im Osten.

Außerdem gab es noch Werke für Komponenten- und Gerätefertigung in Koszalin (Pommern), Toruń und Szczytno.

Der <s>Z80-Clone</s> Intel 8080-Clone MCY7880 wurde ab 1982 (also in der schwersten Zeit) in Warschau produziert.[2]

"UNITRA" war ja auch nur ein übergeordnetes Kombinat, ähnlich wie RFT mit vielen Dutzenden bis gar über 100 Teilfirmen, die praktisch die gesamte Elektronik abdeckten von der einfachen Haushaltsglühbirne (POLAM) bis zum Schiffsradar (UNIMOR). [3]

[1] https://pl.wikipedia.org/wiki/CEMI [2] https://pl.wikipedia.org/wiki/MCY7880 [3] https://pl.wikipedia.org/wiki/Unitra

#8072628
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Richard K. schrieb:

Da hatte der erste Kaffee des Tages wohl noch nicht seine Wirkung entfaltet.

Sollte kein schwerwiegender Vorwurf sein, das mit dem mangelnden Kaffee kenne ich übrigens auch nur zu gut.

Deine Aktivitäten und auch Deine Beschreibungen finde ich meistens hochinteressant.

Und wenn nicht, liegts eher an mir, ich hab's nicht so mit alten Taschenrechnern - obwohl, einen alten Aristo M27 hab' ich hier auch noch herumstehen. Und der funktioniert auch noch, wenn man fünf AA-Zellen reinsteckt.

Also, Lob & Dank!

OP #8072632
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Alles gut, ich freue mich immer, wenn man mich auf Fehler hinweist. Bei der Menge an Bauteilen geht es nicht ganz ohne.

Hin und wieder ist meine "Berichterstattung" etwas einseitig. Das ergibt sich manchmal so. Zur Zeit sind es die Taschenrechner-Controller, aber es kommen auch wieder Transistoren, Opamps und ganz ausgefallene Bauteile... :)

Danke! :)

#8073781
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Jörg W. schrieb:

Besuch im HFO dran erinnern, dass dort alle Schilder zweisprachig waren. Offenbar waren da viele Arbeitskräfte aus dem Nachbarland unterwegs.

Wegen der Manufaktur und der dadurch benötigten Arbeitskräfte und der filigraneren Hände wurden viele polnische Frauen im HFO beschäftigt.

https://www.projekte.hu-berlin.de/de/migrationddr/migration-in-die-ddr-und-brd/projekte/polen/kristallspiegel

#8075273
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Richard K. schrieb:

2514F062, ein weiterer STM32F103-Clon:

https://www.richis-lab.de/STM32_13.htm

Unter der Bezeichnung findet man keine weiteren Informationen. Der Hersteller bleibt ebenso unklar. In Fälschungen wird der Mikrocontroller auf jeden Fall genutzt:

https://www.richis-lab.de/STM32_14.htm

Hallo Richard

Es gibt von Infineon (Cypress) ein PSOC und gemäss Datenblatt scheint das auch ein externes Flash zu haben. Einer der eingesetzten Dies hat das Feature-Set M475. Bei Infineon im TQFP-48 nicht erhältlich, aber Bondpads hat der Chip ja mehr als ausreichend. ABER: Das ist nur ein Cortex-M0 - wohl etwas weit vom F103!?

LG Christoph

BTW: wärst Du an Cal-Tex Taschenrechnerchips interessiert?

OP #8075295
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Hallo Christoph,

das sind interessante Parallelen. Beim STM32F103 scheint es aber genug chinesische Clone zu geben. Unabhängig von den integrierten Details, halte ich es für unwahrscheinlich, dass man dafür einen Infineon PSOC fälscht.

Ich kenne jemanden der sich sehr über Bilder von Cal-Tex Taschenrechnerchips freuen würde und ja, ich hätte auch Interesse daran. Danke für das Angebot!

Viele Grüße,

Richard

#8075403
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Richard K. schrieb:

Ich kenne jemanden der sich sehr über Bilder von Cal-Tex Taschenrechnerchips freuen würde und ja, ich hätte auch Interesse daran. Danke für das Angebot!

Gut, ich stelle mal was zusammen :-). Es sind CT5005 und ein weiteres Cal-Tex CT50xx IC in handgefeiltem DIP-40 Keramikgehäuse, das vermutlich ein Printer-Interface ist. Dazu habe ich aber keinerlei Daten gefunden. MM57109 „number cruncher“ hätte ich auch noch.

Christoph

OP #8077967
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Hier haben wir noch ein Taschenrechner-Controller-Duo:

MOS MC2525 und MC2526

https://www.richis-lab.de/calc24.htm

https://www.richis-lab.de/calc25.htm

Es wundert mich, dass die Strukturen oberflächlich betrachtet so ähnlich sind. Ich hätte erwartet, dass die beiden Bausteine sehr unterschiedliche Funktionen übernehmen und entsprechend unterschiedlich aufgebaut sind. Aber Taschenrechner-Controller sind nicht meine Spezialität und es gibt nur wenig Hintergrundinformationen zu diesem Pärchen...

OP #8079641
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Magnus M. schrieb:

Wie lange mag es wohl noch dauern, bis Richi den ersten auf einem Die verewigten Einkaufszettel entdeckt?

Oder eine kleine Geschichte. :)

Klaus schrieb:

Nun ja, ist ja von Mitte/Ende 80er Jahre. Bei den meisten "Word für Windows" Dokumenten sah es damals ähnlich aus, und ab den 90ern im Web ebenso. Schriftarten waren halt was Neues, da muss man die doch auch benutzen...

So sieht es wohl aus. Wer sich kein Logo generieren konnte oder wollte hat zumindest eine andere Schriftart ausgewählt.

#8079657
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Richard K. schrieb:

Klaus schrieb:

Nun ja, ist ja von Mitte/Ende 80er Jahre. Bei den meisten "Word für Windows" Dokumenten sah es damals ähnlich aus, und ab den 90ern im Web ebenso. Schriftarten waren halt was Neues, da muss man die doch auch benutzen...

So sieht es wohl aus. Wer sich kein Logo generieren konnte oder wollte hat zumindest eine andere Schriftart ausgewählt.

Zumindest habe ich noch keine Signatur gesehen, die Comic Sans oder Dingbats verwendet :D

#8080520
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Gerd E. schrieb:

Könnte das "i/IL" in der Beschriftung für Intel Israel stehen?

Vielleicht wurde der i860XP dort entwickelt, während der i860XR z.B. irgendwo in den USA designed wurde. Daher vielleicht eine andere Firmenkultur unter den Entwicklern dort.

Mit Pentium 4 vs. Pentium M war es genauso. Die aufzumachen und nebeneinanderzulegen mag auch interessant sein.

OP #8080676
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Gerd E. schrieb:

Könnte das "i/IL" in der Beschriftung für Intel Israel stehen?

Vielleicht wurde der i860XP dort entwickelt, während der i860XR z.B. irgendwo in den USA designed wurde. Daher vielleicht eine andere Firmenkultur unter den Entwicklern dort.

Interessante Interpretation! Könnte sein... Wobei ich IL nicht sofort mit Israel verbinden würde...

Soul E. schrieb:

Mit Pentium 4 vs. Pentium M war es genauso. Die aufzumachen und nebeneinanderzulegen mag auch interessant sein.

Das ist aber schon so ein modernes Flip-Chip-Zeug. :) Damit habe ich bisher noch nicht viel gemacht.

OP #8080766
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Helmut -. schrieb:

Richard K. schrieb:

Das scheint aber eher ein LI als ein IL zu sein (und ein U).

Oder der gute Mann hieß "Uli"?

:) Gut möglich.

Gerd E. schrieb:

Dort geht es um den 8088 der in Isreal entwickelt wurde und auch die Kennung "i/IL" trägt. Und Ken Shirriff ist bei der Analyse alter Dies kein Unbekannter. Denke daher mal meine Vermutung mit "i/IL" für Intel Israel trifft zu.

Da stimme ich dir vollumfänglich zu.

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