Arduino: page-write in I2C eeprom verliert sporadisch ein Byte

OP #7898817
Lesenswert?

Hallo Nemopuk, Helmut H, Joachim B, Klaus (feelfree) und Veit,

vielen herzlichen Dank für eure hilfreichen Anregungen und Antworten.

Nemopuk:

1
Wo kommen die 20ms Verzögerung her? Ich würde das Problem dort beheben, 
2
denn das ist nicht normal.

Wichtigster Punkt: Die 20ms sind der ausgewogenen Reaktion auf die Fernbedienung geschuldet. Nichts nervt hier mehr, als verzögerte Reaktion oder wenn Tastendrücke verloren gehen. Das Gesamtprogramm ist nicht blockierend. Jede Funktion in der Loop wird zyklisch aufgerufen und arbeitet dann einen ihre Aufgabe ab. So kann zum Beispiel das LED-Fading oder eine Melodie ungestört weiterlaufen, während beliebige andere Funktionen ausgeführt werden.

Helmut:

1
Vielleicht schaust Du dir mal diese Arduino lib an: https://docs.arduino.cc/libraries/at24c/
2
Die kümmert sich um I2C transfer buffer limit 32 Byte AT24 page size 64 Byte Aufruf mit beliebigem bytecount byc, z.B. beginned ab buffer[4] nach EEPROM adr:

Vielen Dank - super Lib - nur leider ist mein Flash fast voll..... Beim nächsten Projekt bestimmt.

Joachim:

1
dann nutze den ATmega1284p mit 16KB Ram, Leerplatinen gibt es bei OSH Park, fertig aufgebaute leider nicht mehr zu finden.

Der ATMEGA 1284 ist ein 40-Pinner. Meine Platine mit ATMEGA328P (28-Pin) ist bereits gefertigt und funktioniert einwandfrei.
Alle Funktionen bis auf das Einlesen der Dateien sind fertig. Wenn diese Funktioniert ist das Projekt abgeschlossen. Eine Frage am Rande, welche ich dir schon immer mal stellen wollte: Hast du eine 1977 eine Ausbildung bei der Deutschen Bundespost in Düsseldorf gemacht?

Klaus:

1
Richtig wäre c) in der Empfangsroutine immer nur so viele Bytes aufsammeln wie halt da sind. Erst wenn sich z.B. 32 Bytes angesammelt haben werden diese weggeschrieben.

Genau das meinte ich damit: bestimmen, wie viel Platz für den Page-Write bleibt, diese Anzahl abwarten und dann Schreiben. Es muss aber ein Timeout geben, wenn das Ende der Übertragung erreicht ist, aber bis zum Erreichen des Page-Endes noch Daten fehlen.

Veit:

diese Antwort fällt mir schwer - es tut mir leid, wenn ich dir das Gefühl vermittelt habe, deine Vorschläge zu ignorieren. Das ist definitiv nicht so! Nochmal: wirklich vielen Dank für deine Mühe mit dem Testen und Verbessern meines Minimal-Sketches!

Ich habe deine Vorschläge nicht ignoriert und bin in den vorherigen Antworten auf meine Beweggründe bereits geschildert:

  1. Ich habe dein abgespecktes Minimal-Programm (ohne EEPROM-Zugriff mittlerweile 100 Mal getestet - es kommt bei mir nie durcheinander.
  2. Ich habe deine wirklich sehr elegantes Einlese-Routine getestet. Sie funktioniert perfekt. ABER: das verbliebene RAM in der Applikation reicht höchstens für 200 Zeichen....

a) Der Sketch von Veit arbeitet ohne externes EEPROM - daher ist das Timing völlig anders.... - habe ich daher nicht weiter untersucht.

1
Deine Argumentation verstehe ich nicht. Versteht bestimmt niemand. Ich weiß nicht wie du Fehlersuche betreibst wenn das Offensichtliche 
2
ignoriert wird. Ich habe gezeigt das deine Einleseroutine fehlerhaft ist. Wenn man das ohne EEprom nachvollziehen kann, dann umso besser. Es 
3
gibt dabei genau so einen Versatz wie Eingangs von dir festgestellt.

Antwort siehe oben

1
Wie eine saubere Einleseroutine aussehen kann bzw. aussieht habe ich mit Link und Code gezeigt. Warum das alles ignoriert verstehe ich echt nicht mehr.

Habe ich keinesfalls ignoriert, denn ich habe sie getestet. Sie funktioniert perfekt, nur leider habe ich nicht so viel RAM. Die Dateien sind mindestens 2kB groß, was einer Arraygröße von 2000 Bytes entspricht.

Hier der Speicherbedarf meines realen Programmes (mit der bisheriger Einlese-Routine): Der Sketch verwendet 32222 Bytes (99%) des Programmspeicherplatzes. Das Maximum sind 32256 Bytes. Globale Variablen verwenden 1580 Bytes (77%) des dynamischen Speichers, 468 Bytes für lokale Variablen verbleiben. Das Maximum sind 2048 Bytes.

1
Dein festhalten am paarweisen einlesen ist jedenfalls Mist. Du suchst lieber an anderen Baustellen und versaust dir den Code mit Zwangswartezeiten u.ä.. Wenn ich dann Ideen lese wie "Empfangsroutine nicht mehr verlassen" oder "Warteroutine" ...

Ich muss schon 2 ASCII-Zeichen lesen und zu einem Byte zusammensetzen, bevor ich es ins EEPROM schreiben kann - siehst du das anders?
Die Zwangswartezeit gibt es nur nach dem ersten Byte - ab hier darf die Einlese-Routine nicht verlassen werden, da andernfalls durch die doppelte Zykluszeit von 20ms der Puffer überläuft. Mit "Warteroutine" meinte ich konkret das Warten auf eine ausreichende Anzahl von Daten für den Page-Write.

1
Ich denke du hast keine Zeit? Aber möchtest noch mehr blockieren? Mein wiederholter Rat. Fang nochmal sauber von vorn an.

Nicht "mehr blockieren" sondern lediglich an der richtigen Stelle mit Timeout auf das 2. ASCII-Zeichen warten. Habe ich - es gibt dann ein Problem am Ende - der Puffer läuft hier über. Die Ursache ist die Zykluszeit in Verbindung der geringen Anzahl geschriebener Daten.

Deshalb die Routine, welche auf das Eintreffen eine ausreichender Anzahl von Daten wartet.

Ich hoffe, ich konnte alle Missverständnisse beseitigen und habe niemanden mit meinen Antworten "vor den Kopf gestoßen", was keinesfalls gewollt wäre!

Viele Grüße Kai

OP #7899015
Lesenswert?

Hallo zusammen,

es läuft endlich - bisher jedoch nur im Uno getestet, dafür mit mehr Daten (512 ASCII-Zeichen = 256 Bytes). Jetzt bin ich mit diesem an der Grenze der Logging-Kapazität....

Ein Delay von 50ms in der Loop bringt die Routine nicht durcheinander. Die Anzahl der zu sammelnden Bytes musste ich oberhalb von 25 Bytes begrenzen, da der serielle Puffer andernfalls auf 60 hochläuft, was mir zu unsicher war. Mit der Begrenzung liegt der Maximalwert bei 48.

1
+++++++++++-
2

3
Max. buffer fill state: 48 number real received bytes: 256 variable cnt: 256 OK  Char left in serial buffer 0 Remaining -1 Timeout 0 Checksum 0
4

5
1. page-write: cnt 0  cur_byte 24  -> 24 status 0 written 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 0A 0B 0C 0D 0E 0F 10 11 12 13 14 15 16 17   read 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 0A 0B 0C 0D 0E 0F 10 11 12 13 14 15 16 17 
6
2. page-write: cnt 24  cur_byte 8  -> 32 status 0 written 18 19 1A 1B 1C 1D 1E 1F   read 18 19 1A 1B 1C 1D 1E 1F 
7
3. page-write: cnt 32  cur_byte 24  -> 56 status 0 written 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 2A 2B 2C 2D 2E 2F 30 31 32 33 34 35 36 37   read 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 2A 2B 2C 2D 2E 2F 30 31 32 33 34 35 36 37 
8
4. page-write: cnt 56  cur_byte 24  -> 80 status 0 written 38 39 3A 3B 3C 3D 3E 3F 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 4A 4B 4C 4D 4E 4F   read 38 39 3A 3B 3C 3D 3E 3F 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 4A 4B 4C 4D 4E 4F 
9
5. page-write: cnt 80  cur_byte 16  -> 96 status 0 written 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 5A 5B 5C 5D 5E 5F   read 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 5A 5B 5C 5D 5E 5F 
10
6. page-write: cnt 96  cur_byte 24  -> 120 status 0 written 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 6A 6B 6C 6D 6E 6F 70 71 72 73 74 75 76 77   read 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 6A 6B 6C 6D 6E 6F 70 71 72 73 74 75 76 77 
11
7. page-write: cnt 120  cur_byte 24  -> 144 status 0 written 78 79 7A 7B 7C 7D 7E 7F 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 8A 8B 8C 8D 8E 8F   read 78 79 7A 7B 7C 7D 7E 7F 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 8A 8B 8C 8D 8E 8F 
12
8. page-write: cnt 144  cur_byte 16  -> 160 status 0 written 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 9A 9B 9C 9D 9E 9F   read 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 9A 9B 9C 9D 9E 9F 
13
9. page-write: cnt 160  cur_byte 24  -> 184 status 0 written A0 A1 A2 A3 A4 A5 A6 A7 A8 A9 AA AB AC AD AE AF B0 B1 B2 B3 B4 B5 B6 B7   read A0 A1 A2 A3 A4 A5 A6 A7 A8 A9 AA AB AC AD AE AF B0 B1 B2 B3 B4 B5 B6 B7 
14
10. page-write: cnt 184  cur_byte 24  -> 208 status 0 written B8 B9 BA BB BC BD BE BF C0 C1 C2 C3 C4 C5 C6 C7 C8 C9 CA CB CC CD CE CF   read B8 B9 BA BB BC BD BE BF C0 C1 C2 C3 C4 C5 C6 C7 C8 C9 CA CB CC CD CE CF 
15
11. page-write: cnt 208  cur_byte 16  -> 224 status 0 written D0 D1 D2 D3 D4 D5 D6 D7 D8 D9 DA DB DC DD DE DF   read D0 D1 D2 D3 D4 D5 D6 D7 D8 D9 DA DB DC DD DE DF 
16
12. page-write: cnt 224  cur_byte 24  -> 248 status 0 written E0 E1 E2 E3 E4 E5 E6 E7 E8 E9 EA EB EC ED EE EF F0 F1 F2 F3 F4 F5 F6 F7   read E0 E1 E2 E3 E4 E5 E6 E7 E8 E9 EA EB EC ED EE EF F0 F1 F2 F3 F4 F5 F6 F7 
17
13. page-write: cnt 248  cur_byte 8  -> 256 status 0 written F8 F9 FA FB FC FD FE FF   read F8 F9 FA FB FC FD FE FF 
18

19
Log of combined values (val): 
20
 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 0A 0B 0C 0D 0E 0F 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 1A 1B 1C 1D 1E 1F 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 2A 2B 2C 2D 2E 2F 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 3A 3B 3C 3D 3E 3F 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 4A 4B 4C 4D 4E 4F 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 5A 5B 5C 5D 5E 5F 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 6A 6B 6C 6D 6E 6F 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 7A 7B 7C 7D 7E 7F 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 8A 8B 8C 8D 8E 8F 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 9A 9B 9C 9D 9E 9F A0 A1 A2 A3 A4 A5 A6 A7 A8 A9 AA AB AC AD AE AF B0 B1 B2 B3 B4 B5 B6 B7 B8 B9 BA BB BC BD BE BF C0 C1 C2 C3 C4 C5 C6 C7 C8 C9 CA CB CC CD CE CF D0 D1 D2 D3 D4 D5 D6 D7 D8 D9 DA DB DC DD DE DF E0 E1 E2 E3 E4 E5 E6 E7 E8 E9 EA EB EC ED EE EF F0 F1 F2 F3 F4 F5 F6 F7 F8 F9 FA FB FC FD FE FF 00
21

22
EEPROM Settings
23
00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 0A 0B 0C 0D 0E 0F  16
24
10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 1A 1B 1C 1D 1E 1F  32
25
20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 2A 2B 2C 2D 2E 2F  48
26
30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 3A 3B 3C 3D 3E 3F  64
27
40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 4A 4B 4C 4D 4E 4F  80
28
50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 5A 5B 5C 5D 5E 5F  96
29
60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 6A 6B 6C 6D 6E 6F  112
30
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 7A 7B 7C 7D 7E 7F  128
31
80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 8A 8B 8C 8D 8E 8F  144
32
90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 9A 9B 9C 9D 9E 9F  160
33
A0 A1 A2 A3 A4 A5 A6 A7 A8 A9 AA AB AC AD AE AF  176
34
B0 B1 B2 B3 B4 B5 B6 B7 B8 B9 BA BB BC BD BE BF  192
35
C0 C1 C2 C3 C4 C5 C6 C7 C8 C9 CA CB CC CD CE CF  208
36
D0 D1 D2 D3 D4 D5 D6 D7 D8 D9 DA DB DC DD DE DF  224
37
E0 E1 E2 E3 E4 E5 E6 E7 E8 E9 EA EB EC ED EE EF  240
38
F0 F1 F2 F3 F4 F5 F6 F7 F8 F9 FA FB FC FD FE FF  256
39

40
RAM rx_test
41
00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 0A 0B 0C 0D 0E 0F  16
42
10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 1A 1B 1C 1D 1E 1F  32
43
20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 2A 2B 2C 2D 2E 2F  48
44
30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 3A 3B 3C 3D 3E 3F  64
45
40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 4A 4B 4C 4D 4E 4F  80
46
50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 5A 5B 5C 5D 5E 5F  96
47
60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 6A 6B 6C 6D 6E 6F  112
48
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 7A 7B 7C 7D 7E 7F  128
49
80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 8A 8B 8C 8D 8E 8F  144
50
90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 9A 9B 9C 9D 9E 9F  160
51
A0 A1 A2 A3 A4 A5 A6 A7 A8 A9 AA AB AC AD AE AF  176
52
B0 B1 B2 B3 B4 B5 B6 B7 B8 B9 BA BB BC BD BE BF  192
53
C0 C1 C2 C3 C4 C5 C6 C7 C8 C9 CA CB CC CD CE CF  208
54
D0 D1 D2 D3 D4 D5 D6 D7 D8 D9 DA DB DC DD DE DF  224
55
E0 E1 E2 E3 E4 E5 E6 E7 E8 E9 EA EB EC ED EE EF  240
56
F0 F1 F2 F3 F4 F5 F6 F7 F8 F9 FA FB FC FD FE FF  256
57

58
EEPROM clear
59

60
RX-RAM clear
61

62
BUFFER clear

Ich werde jetzt die Routine zunächst in den fliegenden Aufbau mit Arduino Mega integrieren und dann die Datenmenge erhöhen.

Viele Grüße Kai

OP #7899021
Lesenswert?

Hallo Peter d,

entschuldige, dass ich erst jetzt antworte, aber ich habe noch mit der Routine gekämpft.

Auch dir vielen Dank für alle hilfreichen Tipps und Beispiele.

1
Dann mach doch das EEPROM Zeugs einfach mit in die schnellen Tasks vor 
2
der 20ms Wartezeit:

Guter Vorschlag - es gibt aber in dem Sinne keine Wartezeit von 20ms. Diese Zeit ist die Zykluszeit aller nacheinander aufgerufenen Funktionen der Loop.

1
Nein, das ist (fast) immer eine Sackgasse. Eine Task darf alle anderen 
2
nicht auf unbestimmte Zeit blockieren.
3
Wenn eine Task gerade auf etwas warten muß, dann verlasse sie einfach 
4
und setze sie beim nächsten Aufruf fort. Mit einem switch/case kann man 
5
sich merken, wo weitergemacht werden soll.
6
Wie oben schon gesagt, ich sammele alle Zeichen in einen Puffer und 
7
bearbeite sie erst nach dem CR.

Das Warten passiert nur im Datenübertragungsmenü und das auch nur, wenn Mindestens nur ein Zeichen eingetroffen ist. In diesem Fall warte ich eine gewisse Zeit auf das 2. Zeichen. Kommt das nicht, wird die Wartezeit beendet.

Viele Grüße Kai

#7899057
Lesenswert?

Kai schrieb:

Das Warten passiert nur im Datenübertragungsmenü und das auch nur, wenn Mindestens nur ein Zeichen eingetroffen ist. In diesem Fall warte ich eine gewisse Zeit

Wieviel? Wenn man es richtig macht, wartet man exakt GAR NICHT, sondern holt das nächste Zeichen beim nächsten Aufruf der Statemachine ab. Siehe Multitasking. Und wenn man den RX Interrupt benutzt, wartet man mal sicher nicht.

OP #7899064
Lesenswert?

Hallo Falk,

1
Wieviel? Wenn man es richtig macht, wartet man exakt GAR NICHT, sondern
2
holt das nächste Zeichen beim nächsten Aufruf der Statemachine ab.
3
Siehe Multitasking. Und wenn man den RX Interrupt benutzt,
4
wartet man mal sicher nicht.

2 ms

Viele Grüße Kai

OP #7899893
Lesenswert?

Hallo und einen schönen Restsonntag,

der aktuelle Stand ist, dass Dateien bis 1900 Byte (mehr Daten habe ich zurzeit noch nicht) fehlerfrei abgespeichert und wieder eingelesen werden können und die eingelesenen funktional sind (dies bedeutet, dass mit den eingelesenen Daten die exakt identische Funktion gegeben ist, wie mit dem Original). Sicherheitshalber gibt es noch eine Checksumme.

Zwischendurch hatte ich eine riesige Schrecksekunde, als das Logging jede Menge Fehler zeigte - das lag aber daran, dass Arrays des Logging überliefen. Der darauf folgende Absturz hat es geschafft, falsche Daten in die RTC zu schreiben und alle Kalenderdaten zu verfälschen. Da zahlte es sich aus, dass ich endlich ein Backup einlesen konnte....

Die Daten werden über die Eingabeaufforderung (CMD) eingelesen und ausgegeben (siehe Screenshot). Anbei ein auch ein Screenshot des Logging der Datenübertragung - jedes + in der obersten Zeile bedeutet, dass genug Daten von der seriellen Schnittstelle kamen, das - am Ende, dass hier ein Timeout auftrat, da die Anzahl geringer war, als die mögliche Anzahl für Page-Write (für dieses Logging wurden die Daten über den seriellen Monitor gesendet).

Beim Erstellen des Screenshots dachte ich darüber nach, ob Veit evtl. mit anderen Einstellungen (CR, CR+LF) getestet hat? Mein Sketch verträgt diese nicht.

@Arduino F:

1
Ist deutlich mehr, als "gar nicht".
2
(eben waren es noch 20ms)

20ms ist die Zykluszeit des Gesamtprogrammes - 2ms ist der Wert für das Timeout, wenn nur 1 Zeichen eintrifft.

Ist auf jeden Fall ein riesiges Erfolgserlebnis....

Viele Grüße Kai

Angehängte Dateien:
OP #7904992
Lesenswert?

Hallo zusammen,

anbei der aktuelle Stand:

Mittlerweile ist der Datenbestand angestiegen, so dass ich die Übertragung von Dateien oberhalb von 8 kB (cnt = 8605 Bytes entsprechend 40 Melodien mit je 215 Bytes + 1 Byte Präambel + CRC) erfolgreich prüfen konnte.

Interessant ist, dass sich das Verhalten der Datenübertragung mittels Eingabeaufforderung (CMD) geringfügig ändert. Nicht eindeutig verifizierte Hypothese ist, je nachdem ob man vorher mittels Arduino-Ide Programme übertragen hat oder nicht. Es funktioniert, jedoch erkennt der PC teilweise das Dateiende-Zeichen nicht und es vergehen einige Sekunden bis zum Timeout durch den PC. Danach befinden sich die Daten in der angegebenen Datei (Test.txt).

Nachdem ich bei der Datenübertragung einige Male nicht darauf achtete, den richtigen Bereich anzuwählen, habe ich eine automatische Erkennung des Datentyps implementiert. Beim Senden wird den Daten ein Zeichen vorangestellt, welches den Typ repräsentiert (S=Setting, C=Kalender, M=Melodie, T=Text, A=Alle). Beim Empfang wird anhand dieses Zeichens die EEPROM-Adresse umgeschaltet.

Dabei wäre ich fast in die böse Falle gelaufen, dass die Definitionen der einzelnen EEPROM Bereiche nicht an der selben Page-Anfangs-Adresse lagen. Das wurde mir bewusst, als ich diese Funktion in den PAP aufnahm.
Hier hat mich (bzw. die Daten) zufälligerweise aber die eingebaute Begrenzung der Anzahl zu schreibender Bytes zwecks Limitierung der maximalen Anzahl von Zeichen im seriellen Puffer gerettet. Bei der ersten Neudefinition der EEPROM-Bereiche ereilte mich dann ein typischer Rechenfehler, so dass von der jeweiligen Anfangs-Adresse nur noch 1 Byte bis zur Page-Grenze verblieben, wodurch es dann zu Schreibfehlern kam. Anmerkung: Eine erneute Ermittlung der erlaubten Anzahl ist zum Zeitpunkt der Bereichsumschaltung nicht mehr möglich, da die Daten bereits aus dem Puffer gelesen wurden. Dazu müsste die Routine so geändert werden, dass zuerst nur 1 Byte gelesen wird. Versehentlich habe ich natürlich auch mehrfach alte (Test-)Daten (ohne Präambel) übertragen, wobei dann doch Daten überschrieben wurden. Als Abhilfe - sowie auch um weiterhin Testdaten einlesen zu können, wurde die Adresse als Default auf einen 8k großen Testbereich gelegt.

Jetzt bleibt noch die Frage offen, wie ich es denn schaffen will, alle Funktionen in den 32kB des ATMEGA 328P unterzubringen.....

Nach erster Sichtung aller Funktionen schien es recht aussichtslos und darauf hinauszulaufen, auf einige Funktionen verzichten zu müssen. So habe ich beispielsweise erst einmal die Funktion, Daten innerhalb des internen EEPROM umzukopieren, zu vergleichen und zu löschen, welche bisher als Ersatz für eine Datensicherung diente, deaktiviert, wodurch ich 1kB gewann. Weiteres Potenzial fand ich in der Tastenauswertung der Fernbedienung für die 18 Menüs. Hier war es beispielsweise möglich, die Auswertung für einige Menüs zusammenzufassen.

Dann habe ich alle Funktionen daraufhin überprüft, ob diese in der Stand-Alone-Variante (ohne permanent angeschlossenen PC) überhaupt sinnvoll sind (beispielsweise EPROM-DUMP). Das brachte nochmal fast 1kB.

Die Idee, alle Textkonstanten ins externe EEPROM zu verlagern, habe ich deshalb verworfen, weil das Gerät im Falle des Ausfalls des EEPROMS nicht mehr bedienbar wäre (zurzeit fallen dann nur die Melodien von Robson Couto und die Datensicherung aus). Das wären weitere 500 Bytes gewesen.

Ebenso habe ich auf zu tiefe Schachtelung von Funktionen verzichtet, um sporadischen Abstürzen vorzubeugen.

Intensive Überarbeitung aller Texte ergaben noch einmal ein paar Bytes, so dass nun alle Funktionen (einschließlich der Kopierroutine) integriert sind.

Ob dieser Aufwand nun sinnvoll ist oder nicht, ist die Frage der Sinnhaftigkeit eines jeden Hobbys. Auf jeden fall war es sehr lehrreich und hat auch viel Spaß gemacht.

Nun kann ich mich der optisch ansprechende Gestaltung des Gerätes widmen. Ideen zur Erweiterung verschiebe ich erst einmal, obwohl es da schon einige gibt.

Viele Grüße Kai

Angehängte Dateien:
OP #7905917
Lesenswert?

Hallo zusammen,

weshalb nicht mal versuchen, das ganze EEPROM zu sichern um die Daten in ein neues und unprogrammiertes zu übertragen? Gedacht, getan und es funktioniert (siehe cnt_32k.png).

Da blieb dann noch die Frage, wie sicher die Übertragung funktioniert bzw. wie viel "Luft" noch bis zum nicht mehr funktionieren ist. Daher habe ich die Übertragungsgeschwindigkeit zunächst auf 19200 Baud erhöht. Diese Funktionierte immer noch ohne Fehler. Eine zu optimistische Erhöhung auf 57600 Baud schlug (fast erwartungsgemäß) fehl. 38400 Baud führt sporadisch zu Fehlern. Da ich mich aber schon mit 9600 BAUD abgefunden hatte, ist die doppelte Übertragungsrate ein netter Bonbon (All_send.png).

Viele Grüße Kai

Angehängte Dateien:
#7905968
Lesenswert?

Wastl schrieb:

Eine Datenübertragung ist erst dann als sicher (funktionierend) zu betrachten wenn sie unabhängig von der Datenrate arbeitet.

Stell dir vor du kannst bei 10MBit Ethernet im Internet surfen, aber bei 100MBit nicht. Würdest du das akzeptieren?

komische Logik, neuerdings bekomme ich bei meinem AVR NETIO immer Fehlermeldungen (timeout) weil es zu langsam ist. Wenn mein LTE Kontingent aufgebraucht ist bekomme ich gedrosselt keine Webseite mehr über GSM (auch timeout) obwohl der Vertrag Flatrate mit runterschalten verspricht.

OP #7906309
Lesenswert?

Hallo Wastl, Arduino F, Joachim, Nemopuk und Falk,

vielen Dank für eure Antworten.

der Zweck der seriellen Datenübertragung ist in diesem Fall eine gelegentliche Datensicherung auf dem PC sowie das Zurückschreiben ins EEPROM und zwar "On the Fly". Das bedeutet, dass die eintreffenden Daten sofort mittels Page-Write ins EEPROM geschrieben werden. Für diesen Zweck ist aus meiner Sicht eine Übertragung mit fixen Parametern vollkommen ausreichend.

@Arduino F:

1
Nein!
2
Sie hat unter definierten Bedingungen zu funktionieren.
3
Außerhalb dieser definierten Rahmenbedingungen darf sie versagen.

Stimme ich 100% zu

@Falk:

1
Das nennt der Zeitgeist dann wohl "fail".

Aus deiner Sicht mag dies zutreffen - für meine Zwecke ist es vollkommen ausreichend

Eventuell war das im LCD angezeigte "Auto-Detect" missverständlich: es bezieht sich hier auf die automatische Erkennung des Datentyps und daraus resultierender Einstellung der Speicheradresse.

Viele Grüße Kai

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren