Was sind das für Transistoren?

OP #7913939
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Hallo,

aus einem mir "zugelaufenen" Nachlass sind die im Bild dargestellten Transistoren(?), auf die ich mir keinen Reim machen kann.

Bei dem mit "F35" gekennzeichneten handelt es sich laut Tester um einen NPN Transistor. Kennt Jemand die Teile?

Gruß

Elux

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OP #7914126
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Vielen Dank für die Informationen!

Michael B. schrieb:

Ein bedrahteter Transistor mit Datenblatt kostet 1.4ct. Wie lange willst du da nach den Daten dieses industriebestempelten suchen ?

Ich habe nur Einzelstücke fotografiert. Ich habe jeweils Dutzende davon. Und warum soll ich sie wegwerfen? Sie funktionieren ja. Mal sehen, wo sie letztendlich landen. In einem Einzelstück-Projekt habe ich letztens einen ziemlich aktuellen russischen Leistungs-FET verbaut, der auch aus diesem Nachlass stammte. Transistoren muss ich bis an mein hoffendlich noch lange nicht erreichtes Lebensende nicht mehr kaufen...

Grüße

Elux

Moderator Persönliche Seite #7914322
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Bernhard schrieb:

Anreihbar im 2,54-mm-Raster

„Miniplast“ nicht. Abstand der Beine 1,25 mm, üblicherweise hat man sie von oben gesehen 45° gedreht montiert und dann die äußeren Beine so abgeknickt, dass alle drei Beine in ein 5-mm-Raster gepasst haben. Bastler haben die Beine natürlich in der Regel „einfach irgendwie“ zurecht gebogen, auch schon mal quer zum Flachprofil der Beine. ;-)

Anreihbar wären sie aber selbst bei einem 1,25-mm-Raster nicht gewesen.

Das Gehäuse gab es auch 2-beinig für Dioden und Z-Dioden, dann mit 2,5 mm Beinabstand.

#7914330
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Bernhard schrieb:

der ohne Pro-Electron-Registrierung ZTX...

Jou :-)

Thomas B. schrieb:

Warum sollte man Transistoren auch wegwerfen? Ich habe noch hunderte BC107, 109, 177 usw.(TUP,TUN) Und auch BCYxx. Alles ungebraucht. Die kommen erst weg wenn ich in der Kiste liege.

Ich habe jetzt keine Lust auf Zählen, auf jeden Fall habe ich genügend, auch BCY59 und Plastik wie BC237. Ich mag die Blechgehäuse, weil man auf diesem gut messen kann und das Fähnchen den Emitter anzeigt.

Jörg W. schrieb:

Anreihbar im 2,54-mm-Raster

„Miniplast“ nicht. Abstand der Beine 1,25 mm,

Betrachte die andere Achse, die Ferranti "in-Line TO-92" sind laut Datenblatt 2,29mm dick.

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Moderator Persönliche Seite #7914337
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Manfred P. schrieb:

Betrachte die andere Achse

OK, da schon. Aber auch sonst sind die Abmessungen nicht gleich (nicht nur 1,25 statt 1,27 mm).

Aber ob nun natürlich zuerst Ferranti oder HFO damit da war, dürfte schwierig zu klären sein. ;-) Bei HFO dürfte es die Bauform seit den ersten Siliziumtransistoren gegeben haben, irgendwann in den 1960er Jahren.

#7914344
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Lotta  . schrieb:

Ich hab die Luxus - Farbausführung mit inegriertem Akku. Einfach geil!

Ich auch.

Und muss sagen: nervt total, saugt nämlich auch wenn ausgeschaltet in 2 Wochen den Akku leer.

Wenn Chinesen schon was dazu Basteln dann bitte nicht so schlecht umgesetzt.

H. H. schrieb:

Das Original stammt von Michel Waleczek und wurde in Elektor publiziert. Muss so 20 Jahre her sein.

Basierte aber auf einem PIC.

Und wurde so weit ich weiss von Atlas, kommerziell zu Wucherpreisen ausgeschlachtet.

https://www.ebay.de/itm/113054690647

Da sind mir die Chinesen zu deren Preis lieber.

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Moderator Persönliche Seite #7914506
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Hans F. schrieb:

von oben gesehen 45° gedreht montiert

90 grad, nicht 45. Man hat die Beine nach vorne bzw. nach hinten gebogen, nicht schräg nach außen.

Hier ein Beispiel für die 45°-Version, die ich meine. In diesem Falle allerdings mit 2,5 mm Raster. Bei der 5-mm-Variante blieben die Beine etwas länger und die Transistoren standen höher.

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#7914547
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Gerald B. schrieb:

Nennt sich Miniplastgehäuse und wurde von Ferranti abgekupfert.

Was heißt abgekupfert? Von den Maßen und Material her stimmen die jedenfalls nicht überein. Auserdem scheint Ferranti seine Teile auf der Rückseite zu labeln

Jörg W. schrieb:

Aber ob nun natürlich zuerst Ferranti oder HFO damit da war, dürfte schwierig zu klären sein. ;-) Bei HFO dürfte es die Bauform seit den ersten Siliziumtransistoren gegeben haben, irgendwann in den 1960er Jahren.

Also mit Si in Metallgehäuse ging es wohl um 1965 los. Miniplast werden ab 1968 in den Katalogen gelistet. Von Ferranti finde ich bis jetzt nur bis 1969 zurück Bücher, die die E-Line beschreiben/erwähnen: https://www.eserviceinfo.com/downloadsm/66823/FERRANTI_E-Line%20APPLICATIONS%201969.html Das war die dritte Edition. 1970 gab es bereits die fünfte Edition. Also zwei Editionen in einem Jahr. Wann man das linear zur ersten Edition zurück interpoliert, dann gab es die 1968. Also zeitgleich mit den Miniplast-Dingern ;-)

#7914590
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Jens G. schrieb:

Gerald B. schrieb:

Nennt sich Miniplastgehäuse und wurde von Ferranti abgekupfert.

Was heißt abgekupfert? Von den Maßen und Material her stimmen die jedenfalls nicht überein. Auserdem scheint Ferranti seine Teile auf der Rückseite zu labeln

Ja, das ist mir auch aufgefallen. Eigentlich ist ja weit sinnvoller, die flache Seite des Gehäuses für den Aufdruck von Typcode und Co. zu benutzen. Ich finde im Gegenzug das TO-92 regelrecht klobig und unpraktisch. Die Japaner haben auch nette Transistor-Gehäuse, z.B. was bei Rohm ATV heißt (z.B. 2SD1760). Die Russen hatten auch ähnliche Gehäuse, nachdem sie von den Metalldosen (МП41 & Co) weggekommen sind.

#7914850
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Axel S. schrieb:

Die Japaner haben auch nette Transistor-Gehäuse, z.B. was bei Rohm ATV heißt

Genormt ist dieses flache Gehäuse in Japan als SC-72. Quelle: JEITA ED-7500B

TO-92 (JEDEC, USA) entspricht SC-43 (JEITA, Japan) und SOT54 (EECA/Pro Electron, West-Europa)

Ferranti hat die Bauteile im E-Line-Gehäuse mit sehr vielen Biegeformen der Anschlüsse angeboten, das war schon praktisch.

Bernhard

(Firma: Starfleet) #7914944
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Aber die DDR hat doch alles abgekupfert! Selbst Nägel hat man dort mit Kopf und Spitze hergestellt.

Nix nach-erfunden nach-gemacht, das hat man 1:1 übernommen und damit dieses industriekapitalistische Erbe nicht Leuten mit Intelligenz auffällt, umbenannt. Oder neudeutsch "umngelabelt".

Statt Schrauben nach DIN (deutsche Normung, geht zurück bis 1917), hiess es TGL, war aber sonst gleich, oft sogar die Nummer nach der TGL-Bezeichnung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Technische_Normen,_G%C3%BCtevorschriften_und_Lieferbedingungen

aber das nur als Randbemerkung.

(Firma: Starfleet) #7914951
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Hier ein Beispiel für die 45°-Version, die ich meine. In diesem Falle allerdings mit 2,5 mm Raster. Bei der 5-mm-Variante blieben die Beine etwas länger und die Transistoren standen höher.

IMHO gibts es Anweisungen, wo die Biegestelle zu liegen hat, nicht zu nah am Gehäuse. Und Torsion (Verdrehung) der Anschlüsse sollte wegen Probleme mit der Dichtheit garnicht vorkommen. Anhang aus Klaus Schlenzig: "Bauplanbastelbuch 2"

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