Servus zusammen,
ich bin auf der Suche nach einer einfachen Schaltung für eine Ideale Diode.
Ich habe verschiedene Spannungsquellen die mal aktiv sein können. Die Ideale Diode sollte die Versorgungen vor Rückspannung schützen.
Das sollte so doch funktionieren hat das irgendwelche Nachteile, wenn ja welche ? Ich glaube die Spannung ist zu wenig negativ und ich bin damit schlechter als mit einer Diode oder?
Du meinst vermutlich das Gate gegen GND, oder? So leitet es ja nicht. Und wenn Du davon mehrere parallel schaltest wird es nicht so funktionieren wie gewünscht. Du brauchst einen „Ideal Diode Controller“, der den betreffenden MOSFET auch deaktiviert, wenn eine gewisse Differenz von x mV zwischen D und S anliegt. Z.B. LM5050 u.v.a.m.
Das sollte so doch funktionieren hat das irgendwelche Nachteile, wenn ja
welche ?
Um deine Fragen zu beantworten: Nein und ja.
Das wäre aus meiner Sicht der größte Nachteil ;-)
Selbst mit Gate an Gnd würde es nicht funktionieren. Dann würde der MOSFET immer leiten, sobald die +5V vorhanden sind - in beide Richtungen und egal von welcher Quelle die 5V kommen.
Oder wie werden die verschiedenen Spannungsquellen bei dir zusammen geschaltet?
p.s.
Was ist eine "Idealo Diode"?
p.p.s.
Um das Verhalten so einer Funktionsgruppe bequem und schnell anzusehen, gibt es Simulationssoftware, z.B. LTSpice. Damit braucht man bzgl. des Verhaltens nichts zu glauben, sondern kann es sich ansehen und Dinge probieren, ohne dass sich bei "ungünstiger" Beschaltung irgendetwas in Rauch auflöst ;-)
Das habe ich oben vergessen, Google mal genau nach „Ideal Diode
Controller“
Bei kleinen Leistungen braucht man keinen Ideal Diode Controller mit externem MOSFET, sondern kann Controller+Transistor in einem Gehäuse integriert verwenden.
Und Du brauchst meiner Meinung nach an jeder Quelle zwei MOSFETs in Back-to-Back Konfiguration, damit einerseits nur geschaltet wird wenn es passt und andererseits nichts zurückfließen kann (auch nicht über die Body-Diode)
damit einerseits nur geschaltet wird wenn es passt
Ist das nötig? Eine echte Diode leitet auch immer in die eine Richtung. Die meisten idealen Dioden (-Controller) leiten immer in die richtige Richtung. Der MAX40203 hat aber sogar einen Enable Pin.
damit einerseits nur geschaltet wird wenn es passt
Ist das nötig? Eine echte Diode leitet auch immer in die eine Richtung.
Die meisten idealen Dioden (-Controller) leiten immer in die richtige
Richtung. Der MAX40203 hat aber sogar einen Enable Pin.
Und dann ist noch die Frage, ob das überhaupt notwendig ist. Ich habe den Begriff mal gesucht, offenbar handelt es sich um ein PoE-Modul auf der linken Seite, oder? Meist kann man derlei Versorgungen schadlos rückwärts speisen ohne dass etwas passiert.
Ich habe den Begriff mal gesucht, offenbar handelt es sich um
ein PoE-Modul auf der linken Seite, oder? Meist kann man derlei
Versorgungen schadlos rückwärts speisen ohne dass etwas passiert.
Von einem vernünftigen Datenblatt würde man erwarten, dass dort irgendetwas dazu spezifiziert ist :-(
Von einem vernünftigen Datenblatt würde man erwarten, dass dort
irgendetwas dazu spezifiziert ist :-(
Du meinst, ob man es rückwärts speisen darf? Den Hinweis habe ich noch nie gesehen. Also ich schaue mir das Teil an, ob das klassisch mit Gleichrichterdiode gebaut ist und wenn ja dann sollte es gehen. Minimal Leistung könnte verloren gehen durch den Feedbackkreis, den man unnötigerweise mit ansteuert.
Und da fließt kein Strom über die Body Diode des FET zurück?
Die ist in nichtleitender Richtung, das passt. Allerdings muss der Spannungsunterschied min. 0,6V sein, damit diese Schaltung sicher sperrt. Oder sehe ich das falsch? Wenn man besser sein will braucht man so einen dedizierten Controller.
Leider ist das ein Controller, der ohne Masseverbindung arbeitet. D.h. er arbeitet im minimalen PWM-Betrieb, um sich die Energie für die Ansteuerung des Gates zu generieren. Siehe Datenblatt.
Über den Hersteller Wuxi Maxinmicro kommt man aber zu einer Auswahl weiterer Komponenten, die dann auch die klassische Ansteuerung mit GND-Bezug können:
https://www.lcsc.com/category/1017.html?brand=15275
Über den Hersteller Wuxi Maxinmicro kommt man aber zu einer Auswahl
weiterer Komponenten, die dann auch die klassische Ansteuerung mit
GND-Bezug können:
https://www.lcsc.com/category/1017.html?brand=15275
Genau, welche Spannung darf zwischen Ausgang und Eingang liegen.
Den Hinweis habe ich noch nie gesehen.
Selbst im Datenblatt für die µA78xx wird angegeben, dass ab 7V zwischen Aus- und Eingang ein Durchbruch möglich ist (9.2.2.2)
https://www.ti.com/lit/ds/symlink/ua78.pdf
Das mag sein, habe mir schon gedacht, dass es eine solche Schaltung auch schon vorher gegeben hat. Jedenfalls war er so nett und hat etwas aus seinem Fundus hier veröffentlicht. Ich finde es gut, auch wenn er nicht der Urheber sein mag.
Ja, und die Schaltung hat sicher seine Tücken in Sachen Rückspeisefestigkeit, für viele Anwendungen wird es aber passen.
Selbst im Datenblatt für die µA78xx wird angegeben, dass ab 7V zwischen
Aus- und Eingang ein Durchbruch möglich ist (9.2.2.2)
https://www.ti.com/lit/ds/symlink/ua78.pdf
Bei einem linearen Spannungsregler ist der Fall klar, hier haben wir aber ja einen isolierenden Schaltregler.
Ist ja auch alles geklärt, man kann diese Dinger relativ gefahrlos rückwärts speisen, es sei denn man muss mit Energie geizen denn ggf. wird der Feedbackkreis (hier Optokoppler) etwas Energie absaugen.
Müsste man mal bei der Raspberry Pi Foundation (Laut H.H.: "Murkser") nachfragen, warum die so einen "Murks" verbaut haben.
Gerade in unseren Shop nachgesehen:
374 Stück verkauft.
2 Reklamationen, je wegen einem defekten Bauteil.
Aber Moment, das hast du ja gar nicht erfunden!
Darum spricht wieder einmal der Neid aus dir, was ja auch nichts Neues ist.
Abgesehen von Beleidigungen und Diskreditierungen wird es schon recht mau.
Der freundliche Chinese liefert das auch als Fertigboard:
https://de.aliexpress.com/item/1005009104671638.html
Wahlweise mit oder ohne Schraubterminal. Ich hab mir die Terminals bei TME mitbestellt und dann selber eingelötet.
Bei Spannungsreglern (LDO, SMPS) steht oft im Datasheet bei den absolute
Maximum Ratings dass Vout < Vin + 0.6V oder so sein muss.
Bei LDO mit einem (P-)MOSFET als Passelement liegt die Bodydiode zwischen Ein- und Ausgang. Da kann dann der Ausgang nicht viel mehr als die besagten 0.6V über dem Eingang liegen. Wenn man es doch versucht, muß man entweder viel Strom aufwenden um die Bodydiode zu "überfahren" oder - wahrscheinlicher - die Eingangsspannung steigt dann einfach an.
Die Einhaltung dieses speziellen /maximum ratings/ ist also praktisch durch den LDO selber erfüllt. Ähnlich wie bei der Eingangsspannung von CMOS-Eingängen mit Schutzdioden. Viel sinnvoller als ein Limit für die Spannung wäre eine Angabe des erlaubten maximalen Stroms. Beim MOSFET verträgt die Body-Diode typisch genauso viel Strom wie der MOSFET selber.