Simon schrieb:
Mi. W. schrieb:
Und Du bist Dir sicher das Du so eine Schaltung mit diesem Chip
entwickeln kannst wenn Du schon beim Verständnis der Ladungspumpe solche
Schwierigkeiten hast? Denn... der Chip ist nicht ohne und Du solltest
DRINGEND die entsprechende Begleitliteratur in Form der ANs lesen.
Vor allem solltest Du darüber nachdenken was die Ausgangsleitung *HS
macht wenn die Reversedioden (egal ob FET oder eigene) leiten und wie
das mit den Abs Max Ratings zusammenpaßt...
Was wäre den dein Vorschlag?
Klar wird die Begleitliteratur nochmals ganz genau analysiert.
Was hindert Dich daran einen gängigen SIC/IGBT/FET-Treiber zu verwenden (der zB. 5A ins Gate treiben kann ohne das er rot wird) der über einen kleinen DCDC-Wandler entsprechend versorgt wird? Dann kannst Du Gatetreiber verwenden die dem Stand der Technik entsprechen und nicht so wie die HIPx mindestens ca. 30Jahre alt sind (erstes Datenblatt ist von Harris von 1995), hast das *HS-Problem nicht und 50kHz sind dann auch kein Thema (bedenke Ptot am Gatewiderstand bei 50khz, egal wie das Dutycycle aussieht)
Abgesehen davon... 50kHz sind durchaus sportlich wenn die Gatekapazität
bissi höher ist, ich würd mir das mehr als 3x durchrechnen ob sich das
thermisch mit dem nötigen Gatestrom ausgeht. Auch Datenblattpapier ist
geduldig.
Was heisst für dich "bissi" höher?
Alles was in der Abschätzung dazu führt das irgendein Ptot überschritten wird. Gates wollen geladen und entladen werden, der Rdson der Treibertransistoren im Gatetreiber ist endlich, I²xR macht dann oft sehr heiß...
Von TI gabs mal so einen Treiber von 2012. 5A konnte der lt. Datenblatt, sollte ja passen, nur wurde der bei 25kHz schon ziemlich heiß... wtf. TI dann auf Nachfrage: Ja aber nur max. 10us oder 0,2% vom dutycycle, also ca. 40ns pro Flanke. Diese Information wurde aber erst in einer weiteren Revision, vermutlich nach unserer Intervention hinzugefügt.
Wie ist das beim HIP definiert, falls überhaupt?
Ah ja, und wenn Du eine 50V Versorgung hast die 7A liefern kann werden da ein paar Kondensatoren da sein die Energie lokal puffern können. Du mußt also unter allen (und ich meine wirklich unter allen) Umständen verhindern das es einen Brückendurchschlag gibt, Deadtime ist also wichtig. Sonst knallt es. Das ist Laut. Und wenn's blöd hergeht mit einhergehender Splitterwirkung. Also Kopfhörer und Schutzbrille nicht vergessen.
Wenn Du Spulen testen willst... was machen die Ströme über den Freilaufdioden wenn gerade Deadtime in der Brücke angesagt ist... wie lang muß die Deadtime sein damit ein Brückendurchschlag sicher vermieden wird...
iaW: Du mußt(!) vor allem nach Infos forschen die nicht im Datenblatt stehen. Ich weiß, das ist mühsam und braucht Erfahrung den Leerraum zu finden, darum fragte ich nach ob Du weißt was Du tust.
Wenn es läuft ist's eh logisch aber bis dahin ist's als Neuling doch ein interessanter Weg...
Die Materialkosten kannst Du ignorieren, ein günstiger Chip der Dir 5x durchgeht bevor Du verstanden hast warum ist teurer als einer der auf Anhieb funktioniert. BTDT.
Danke für deine Inputs.
Viel Vergnügen beim Entwickeln und Nachdenken.
Falls Du detailierte Fragen hast oder Schaltplanreview brauchst: PM, sowas diskutiere ich nicht mehr hier im Forum.