Frage in Kurz:
Wie um Himmelswillen kann es sein dass ein Relais vom Typ HFV7-P 012-HST (Coil 12VDC, 70A 14VDC) immer noch schaltet, obwohl Pin 86 und Pin 87 nicht mehr mit der Platine verbunden sind!?
Langfassung:
In meinem Wohnmobil sitzt auf dem CBE DS300 KN 209027 12V Verteilungsmodul das o.g. Relais.
Im Originalzustand verbindet dieses Relais den Platinenanschluss B1 (Starterbatterie) mit B2 (Aufbaubatterie) sobald
a) Landstrom angeschlossen ist (12V Signal auf einem weißen Kabel)
ODER
b) der Motor Läuft (D+ 12V, oranges Kabel).
Wegen Umrüstung auf LIFEPO4 Batterien will ich das Relais still legen, ABER das orange und weiße Kabel soll angeschlossen bleiben an der CBE, damit die Anzeige an der Anzeigetafel (Landstrom / B1-B2-Ladung) weiterhin funktioniert. Auch die Starterbatterie soll mit B1 verbunden bleiben, damit die Batteriestandsanzeige am Bedienpaneel weiterhin funktioniert.
Das führt dazu dass das Relais bei laufendem Motor (D+) nicht mehr schaltet - soweit so gut! Aber bei Landstrom (12V auf weißem Kabel) schaltet es immer noch!
Nun hat mich der Wahnsinn gepackt und ich habe vor lauter Wut von unten durch die Platine mit dem Dremel zunächst den Pin 86 komplett aus dem Board rausgefräst, also so dass keinerlei Kontakt mehr zum Board ist! -> Relais schaltet immer noch bei Landstrom!!!
Dann bin ich endgültig verrückt geworden und ich habe auch noch den Pin 87 freigelegt! Und wisst ihr was?
-> DAS VERDAMMTE RELAIS KLACKT IMMER NOCH SOBALD LANDSTROM AN IST! Und B1 bekommt auch 12V+ von B2! ;-)
Es besteht definitiv keine leitende Verbindung mehr zwischen Platine in den beiden Freigelegten Pins (mit Multimeter gemessen). Wie kann denn das sein? Ich verstehe die Welt nicht mehr und lass mich jetzt in die Anstalt einweisen.
Danke für Erklärungen!
Hinweise zum Rätsel:
Zwischen Pin 86 und 85 habe ich vor der Fräsaktion 82,8 ohm gemessen.
Ich glaube es ist eine Zweischichtige Platine, also Oberseite und Unterseite hat unterschiedliche Kupferbahnen
Ich glaube Pin 86 war über die Platinenoberseite mit GND verbunden, bin aber nicht ganz sicher.
Zusatzfrage:
Wenn ihr das Foto der Platine sieht, denkt ihr ich kann die so überhaupt noch halbwegs sicher verwenden? Oder soll ich mir lieber gleich ne neue kaufen... ? (Funktionieren tut soweit noch alles, trotz der zwei Löcher...)
Einfach mal kpl. rausnehmen und schauen/messen/hören, ob es dann immer noch schaltet, wenn das WoMo an den Landstrom angeschlossen wird.
Falls ja, brauchst Du eine zweite Person zum testen, die sich zusammen mit dem Relais von Dir und Deinem WoMo an Landstrom entfernt.
Finde das Traco das Landstrom auf B2 schaltet. Das deaktivierte Relais ist NUR für die parallelschalting der Batterie und hat keine Einfluss auf Landstrom. Steht sogar in deiner Anleitung das so nur die parallelschaltung deaktiviert wird.
Hört sich spannend an.
Vielleicht ist es der Kumpel, der daneben immer passend ein Klacken erzeugt? So wie in diversen Motorradvideos, wo einer hinterm Rücken zwei Schraubenschlüssel im Takt aufeinander schlägt.
Aber rein technisch, löten das Relais doch aus. Dann kann der Geist es im Schrank schalten.
Ich hab mir jetzt Entlötlize und eine WEP 8786D-I SE 2-in-1-Hot-Air-Lötkolben-Station bestellt, in der Hoffnung, dass ich die verbleibenden zwei Pins des Relais damit noch raus bekomme, ohne die Platine endgültig zu zerstören. Tipps für Anfänger? Da ist halt wirklich vile lötzinn im loch, auf beiden Seiten und ich komme nur unten ran.
(Pumpe und Lötkolben, oder Lötkolben und Entlötzinn, oder Heissluft und einfach am Relais ziehen?)
Das eigentliche Rätsel ist aber noch ungelöst! Wieso schaltet das Relais trotz meiner Fräsaktion immernoch? Erklärungen?
Und die Bonusfrage:
Wenn das Relais draussen ist und noch alles funktioniert: Kann ich die Platine trotz Fräslöcher weiter verwenden?
Oder reduzieren die Fräslöcher den Querschnitt zu arg?
Es fliesst dann eigentlich nur der Strom zu den 12V Verbrauchern weiter hinten auf der Platine, also nicht mehr der hohe 70A Strom für den das Relais mal da war.
Fuer diese Art des Elektronikbastelns ist ein Dremel einfach das falsche Werkzeug, weil einfach viel zu filigran. Ich wuerde da zu schweren Vorschlaghaemmern raten. Dann gibt das Relais auch endlich Ruhe.
Ja, Vorschlaghammer ist die nächste Eskalationsstufe, wenn die neue Lötstation auch nix bringt! ;-)
(Ich weiß selber, dass die Dremelaktion mehr als idiotisch war, aber manchmal macht man halt sowas. Ich zumindest.)
Trotzdem hat noch niemand meine Fragen beantwortet.
@ Matt L.,
wenn ich es richtig verstehe, möchtest Du dauerhaft die Verbindung von Deinen B1+ und B2+ verhindern.
Warum unterbrichst Du dann B1+ nicht einfach?
Wenn Du dort den Draht durchknipst (und isolierst), wäre das ganze sauber und auch noch reversibel.
Ja, Vorschlaghammer ist die nächste Eskalationsstufe, wenn die
neue
Lötstation auch nix bringt! ;-)
(Ich weiß selber, dass die Dremelaktion mehr als idiotisch war, aber
manchmal macht man halt sowas. Ich zumindest.)
Trotzdem hat noch niemand meine Fragen beantwortet.
Wurde schon gesagt, Platine kann mehrere Lagen haben !!!
Er hat den Pin vom Relais, bis auf den Gehäuseboden abgeschliffen...
Danke, ja das hatte ich anhand der Bilder erstmal nicht gesehen.
Nach Umschaltung auf geistigen 3D Betrieb siehts besser aus.
Also klackert da ein anderes.. *gg
@ Matt L.,
wenn ich es richtig verstehe, möchtest Du dauerhaft die Verbindung von
Deinen B1+ und B2+ verhindern.
Warum unterbrichst Du dann B1+ nicht einfach?
Wenn Du dort den Draht durchknipst (und isolierst), wäre das ganze
sauber und auch noch reversibel.
Korrekt, habe ich erst auch so gemacht, aber das hatte einen einzigen Nachteil: Das Bedienteil konnte dann den Batteriestand der B1 nicht mehr korrekt anzeigen! (Was genau genommen nicht wirklich schlimm gewesen wäre...) Darum dachte ich mir: B1 wieder verbinden mit der Startbatterie und Relais am schalten hindern, wäre die Lösung.
Wurde schon gesagt, Platine kann mehrere Lagen haben !!!
Er hat den Pin vom Relais, bis auf den Gehäuseboden abgeschliffen...
Genau, richtig brachial. Genau genommen habe ich sogar noch teile von der Relaisunterseite weg geschliffen. Also da kann eigentlich keine Verbindung mehr sein!
Interessanter ist die Frage, warum Du nicht einfach an Klemme 85
und/oder 86 dem Relais den Steuerstrom wegnimmst.
Tut er doch am Pin 86. Auf brachiale Art: mit der Dremel.
Apropos "weggedremelt": dadurch wurde dann auch die Leiterbahnbreite des Strompfads von Anschluss "B2" nach links oben gleich mal halbiert. Kommt jetzt drauf an, was weiter links oben noch kommt...
Also da kann eigentlich keine Verbindung mehr sein!
Mach es, wie es ein richtiger Elektroniker machen würde: löte das Ding aus. Dann klappert bestenfalls noch woanders was.
Aber sowieso: so, wie du das weggedremelt hast, ist es doch schnurzegal, ob und wie das Relais noch klappert, denn der Pfad zum Anschluss 87 existiert ja auch nicht mehr. Also kann über den Kontakt gar kein Strom mehr fließen, auch wenn das Relais durch magische Fernwirkung anzieht.
Interessanter ist die Frage, warum Du nicht einfach an Klemme 85
und/oder 86 dem Relais den Steuerstrom wegnimmst.
Tut er doch am Pin 86. Auf brachiale Art: mit der Dremel.
Hatte sich schon länger aufgeklärt.
Bei meiner ersten Betrachtung hatte ich die Durchfräsung bis ins Relais als dicke Eddingumrandung auf der halbwegs ganzen Platine fehlinterpretiert.
Ich hab mir jetzt Entlötlize und eine WEP 8786D-I SE
2-in-1-Hot-Air-Lötkolben-Station bestellt, in der Hoffnung, dass ich die
verbleibenden zwei Pins des Relais damit noch raus bekomme
@TO
Hier wäre ne Endlötpumpe hilfreicher. Rein der Lötzinnmenge wegen und auch wegen dem extra Kühlfaktor.
Apropos "weggedremelt": dadurch wurde dann auch die Leiterbahnbreite des
Strompfads von Anschluss "B2" nach links oben gleich mal halbiert. Kommt
jetzt drauf an, was weiter links oben noch kommt...
Ja, das macht mir auch Sorgen. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, welcher Strom da drüber läuft, bzw. welche Verbraucher oben links noch kommen. Vorgesichert ist das ganze mit 50A, also direkt nach der Batterie ist eine 50A Sicherung. Theoretisch wenn alle Verbraucher im Wohnmobil an sind, könnten wahrscheinlich 50A drüber laufen, fürchte dann ist meine "halbierte" Leiterbanhbreite nicht so ideal! In der Praxis glaube ich würde es schon gehen, aber es fühlt sich nicht gut an! (Ich Depp!)
Um den Pfusch komplett zu machen:
Ich könnte als Ersatz für den verlorenen Querschnitt durch die Dremel-Löcher, 3x 2,5mm² Ader starr (aus einer NMY-J Leitung extrahiert) an der Unterseite des boards einlöten, wie anbei skizziert.
Wäre ich damit Querschnittstechnisch wieder auf der sicheren Seite, oder ist das eine saudumme Idee? Platz genug wäre unter dem board...
Jetzt steinigt ihr mich wahrscheinlich gleich! ;-)
Rein der Lötzinnmenge wegen und auch wegen dem extra Kühlfaktor.
Ja, das ist prinzipiell eine ähnliche wie die Station die ich hier auch stehen habe.
Da muss man die Heißluft tatsächlich erst mal Kennenlernen, sonst delaminiert man die Platine.
Der will aber noch immer nicht von dem Trip runter es sei genau dieses eine Relais, zu unseren sonstigen Argumenten bezüglich der restlichen Relais hat er sich nicht geäußert!
Wobei die Antwort in seiner Frage liegt, wenn der Motor läuft wird nix zugeschaltet, bei Landstrom aber schon = Anderes Relais!
Aber lassen wir ihn einfach weiter in seinem Wahn vom unzerstörbaren Relais.
Aber lassen wir ihn einfach weiter in seinem Wahn vom unzerstörbaren
Relais.
Haha, ne, ich bin schon runter von meinem Trip. Ich konnte es nur bisher noch nicht verifizieren, weil ich mir für heute Schraub- und Wohnmobilverbot erteilt habe. ;-)
Ihr habt aber recht, ein separates kleineres Relais für Landstrom ist die einzige vernünftige Erklärung! Macht ja auch total Sinn: Bei laufendem Motor bringt die Lichtmaschine viel mehr Strom mit dem man die alten AGM-Batterien im Wohnbereich mit laden konnte -> Großes Relais, war wohl bereits durch den unterbrochenen Widerstand deaktiviert!
Bei Landstrom sind es nur 16 A die das Landstrom-Ladegerät bringt!
-> Vermutlich ist es das kleine V23086-C1001-A403 (1834-32D) Relais, das direkt neben dem großen sitzt!
Wahnsinn, wie sehr kann man eigentlich auf dem Schlauch stehen...
Ich würde jetzt:
Das Große Relais so tot wie es ist drin lassen
Die Fräs-Löcher in der Platine mit Isopropyl reinigen und mit Silikon-Beschichtungskleber versiegeln.
ggf. das Kleine Relais daneben noch ganz oder teilweise auslöten mit meinem neuen Equipment, WENN es das wirklich ist, und NACHDEM ich an einer alten Platine geübt habe.
Dann meinen Dremel-Querschnitts-Halbierungs-Schaden bestmöglich beheben in dem ich Brücken einlöte wie in Beitrag #8008034 skizziert.
Oder gibt es bessere Ideen, wie ich meinen Pfusch halbwegs grade ziehen kann? So dass es wieder sicher betrieben werden kann?
4mm² Litze hätte ich da. Kann jemand grob abschätzen, wie viel Querschnitt im mm² ich gut machen muss durch die weggedremelte Kupferfläche auf dem Board?
Nun hat mich der Wahnsinn gepackt und ich habe vor lauter Wut von unten
durch die Platine mit dem Dremel zunächst den Pin 86 komplett aus dem
Board rausgefräst, also so dass keinerlei Kontakt mehr zum Board ist!
-> Relais schaltet immer noch bei Landstrom!!!
Dann bin ich endgültig verrückt geworden und ich habe auch noch den Pin
87 freigelegt! Und wisst ihr was?
-> DAS VERDAMMTE RELAIS KLACKT IMMER NOCH SOBALD LANDSTROM AN IST! Und
B1 bekommt auch 12V+ von B2! ;-)
Toll! - die Platine zerstört. Das Relais heraus löten wäre vermutlich die beste Option gewesen, so hätte man dann bei Bedarf auch den Orginalzustand wieder herstellen können. So ist dir Platine nur noch Schrott.
Vermutlich ist der Fehler im Drahtverhau. Weist Du da überhaupt wofür welcher Draht gut ist und wo der hingeht? Ein Schaltplan von dem Ganzen wäre da nicht schlecht. Den sollte man natürlich auch verstehen, um den Fehler zu finden.
Noch ne Frage: Mußte ISO-Band verbraucht werden? Das sieht ja furchtbar aus. Ich hätte kein Vertrauen zu dem Drahtverhau.
Um den Pfusch komplett zu machen:
Ich könnte als Ersatz für den verlorenen Querschnitt durch die
Dremel-Löcher, 3x 2,5mm² Ader starr (aus einer NMY-J Leitung extrahiert)
an der Unterseite des boards einlöten, wie anbei skizziert.
Die Unterseite wird nicht reichen, weil du mit der Dremelaktion auch noch die Leiterzüge auf der Bestückungsseite zerstört hast. Ob die Leiterzüge auf der Bestückungsseite auch mit den Relaisanschlüssen verbunden waren, kann man jetzt natürlich nicht mehr sagen, selbst dann nicht wenn man das Relais herauslötet, weil die Zerstörung zu groß ist.
Schau Dir den Schaltplan (habe ich angehängt) und versuche ihn zu verstehen!
Das was da klackt ist nicht Das Relais welches Du aus Unwissenheit zerstört hast. Was da bei Anschluß des Landstromes klackt ist das Relais R12.
Für das was Du vor hast, ist der Widerstand R37 und die Diode D2 (das ist das fette Teil neben dem kleinen Relais) auszulöten. Damit erreichts Du genau das was Du willst.
Zu der zerstörten Platine hätte ich kein Vertrauen mehr. Da fließen schon erhebliche Ströme und mir wäre die Brandgefahr zu groß. Kaufe Dir eine neue Platine (z.B. hier https://shop.camperselbstbau.de/elektrik/cbe-verteilerbox-ds-300-12v-6temp) und verbuche die 109€ als Lehrgeld. Bei der neuen Platine lötest Du mit dem Lötkolben (nicht mit dem Heißluftgerät!! - wer damit keine Erfahrung hat, zerstört damit schnell die Platine) den Widerstand R37 und die Diode D2 aus.
4mm² Litze hätte ich da. Kann jemand grob abschätzen, wie viel
Querschnitt im mm² ich gut machen muss durch die weggedremelte
Kupferfläche auf dem Board?
Ist alles Murks! Du hast die Platine zerstört. Wenn Dir die Hütte abbrennt wird es deutlich teurer als eine neue Platine. Ist halt dumm gelaufen, hättest vielleicht erst mal überlegen sollen, dich mit anderen austauschen müssen und erst dann handeln. Wie schon weiter oben gesagt, betrachte das Ganze als Lehrgeld und mache es das nächste Mal einfach besser.
Die 109€ als Lehrgeld wären nicht das Problem. Ehrlich gesagt wusste ein Teil von mir schon als ich den Dremel aus der Werkstatt geholt habe, dass ich die bezahlen werde... (ohje...)
Was ich nicht wusste:
Von dem CBE DS300 12 V Verteilungsmodul gibt es scheinbar sehr viele verschiedene Versionen!
Ich habe das CBE DS300 KN mit Artikelnummer 209027. Das finde ich nirgends zu kaufen!
Von allem was ich gelesen habe, wird das oben verlinkte DS 300 mit HAN 209013F wahrscheinlich nicht passen bei mir!
Leider weiß ich aber nicht, wo genau die Unterschiede liegen! Es könnte gut sein, dass sie genau mit den Relais zu tun haben, die ich ja eh nicht mehr nutzen will mit meinen neuen LIFEPO4 Batterien, aber das weiß ich halt nicht...
Fahrzeug:
Knaus Boxstar 630 (Typ: K250L)
Erstzulassung: 03/2019 (Feld B)
Abgasnorm: Euro 6b (Feld 14: EURO6;Y;PI/CI; N1 III, N2)
Emissionsschlüsselnummer: 36Y0 (Feld 14.1)
Ich würde das dicke Relais auslöten. Wenn keine Leiterbahn auf der Oberseite betroffen ist die Leiterbahn auf der Unterseite brücken und die Diode auslöten oder an der Platinenoberseite abschneiden.
Ich würde das dicke Relais auslöten. Wenn keine Leiterbahn auf der
Oberseite betroffen ist die Leiterbahn auf der Unterseite brücken und
die Diode auslöten oder an der Platinenoberseite abschneiden.
Großes Relais ist nun ausgelötet, siehe Fotos. War ein Kampf.
Diode D12 ist auch ausgelötet!
Und wisst ihr was:
Das Geiser-Relais klackert immer noch, obwohl es jetzt NEBEN der Platine liegt!!! ;-)
Ne Spaß. Es war und ist natürlich das kleine V23086, das klackt!!!
Also wenn ich 12V+ an dem D+ oder auch am Landstrom Steuereingang anlege, klackt das kleine nach wie vor. Aber, ERFOLG: B2 und B1 bleiben dank der entfernten D12 nun vollständige getrennt, auch wenn das kleine Relais anzieht. So wollte ich es immer haben.
Bleibt die Frage, ob ich die Leiterbahnen gut reparieren kann:
Was habe ich alles Beschädigt?
UNTERSEITE:
B2 an 2 Stellen Querschnitt verringert, sonst nichts
OBESEITE:
Ebenfalls B2 an den beiden Stellen im Querschnitt verringert
sowie: GND von PIN 86 am Pad abgeschliffen. Aber wenn ich das richtig sehe, brauche ich das nicht mehr, weil das nur zum großen Relais geführt hat.
Also aus meiner Sicht sollte ausser dem verringerten Querschnitt von B2 keine Probleme geben.
Wie seht ihr das?
Wenn ich da unten ne 4mm² Litzenkabelbrücke zu einem der anderen Lötpunkte rüber verbinde, sollte das das doch sicher sein, oder?
Oder 2x 1,5mm² starr müsste ja auch reichen? Siehe Fotos.
Müh dich besser nicht ab, da was an der Schraubverbinnung anzulöten.
Schleife etwas Lötstoplack von den Flächen und löte die Litze etwas flachgedrückt an. Evtl, noch nen geeigneten Kleber, gegen Vibrationen etc.
Beim Pin B2 Lack entfernen, wie Teo schon schreibt und dann an die Sicherungshalter.
Oder auf der B2 Seite durch das Fräsloch führen und an B2 verschrauben.
Die Idee zu den Sicherungshaltern ist gut. Ich würde 4mm² Litze nehmen dann mit leichter Kurve drin.
Insgesamt glaube ich, dass es die Brücke in der Praxis nicht wirklich brauchen würde. Weil es sind eh nicht alle Sicherungen direkt an der Bahn glaube ich und die von mir produziert Engstelle hat noch 4mm vorne und hinten und ist ja nur ganz kurz. Aber besser ist es...
Unter die unterste Kontermutter gehen oder darüber (wie im Foto)?
Darüber, ansonsten klemmst du nur gegen die Platine und ziehst dir evtl. sogar noch den Bolzen aus der Lötstelle. Das FR4 ist zwar stabil, aber unter Druck und Wärme gibt das auch irgendwann nach. Zinn erst recht.
Den Kabelschuh solltest du aber nochmal neu machen, der Crimp sieht furchtbar aus.