wir haben hier ein Ultraschall-Reinigungsgerät, EMAG Emmi 12HC. Das Gerät hatten wir neu gekauft, nach ca 12 Monaten war es plötzlich tot. Emag hat es dann (etwas widerwillig) umgetauscht. Das neue war nun wieder, nach ca 15 Monaten plötzlich defekt, Emag kann/will keine Ersatzteile liefern, also Selbsthilfe.
Relativ schnell war klar, dass einer der MosFets in der Endstufe komplett durch ist. Denselben Typ bestellt, vorsichtshalber beide getauscht: prima es läuft wieder ... aber nur ca 2 Wochen, dann war es wieder durch, dasselbe Fehlerbild. (Anm. das Gerät wird immer nur für wenige Minuten betrieben und die Wanne ist immer korrekt mit Mindest-Wasser befüllt - einen Bedienfehler würde ich mal ausschliessen). Also wieder die MosFets getauscht und kurz darauf wieder defekt. Das ist in den letzten 5 Jahren das dritte US-Gerät, welches irgendwann den Geist aufgibt - und das waren alles unterschiedliche Geräte der nicht allerbilligsten Preisklasse - wobei die Schaltungsdesigns offenbar ziemlich ähnlich sind. Im Prinzip gibt es einen ca 37 kHz Oszillator der entweder per Trafo oder Optokoppler eine MosFet Endstufe betreibt, die dann die Piezos ansteuert.
Offensichtlich ist wohl der kaputte MosFet nicht die Ursache. Hat irgendwer Erfahrung mit der Reparatur von solchen Geräten und könnte mir helfen ?
Wenn ich die Technik hier recht verstehe, dann liegt der optimale Arbeitspunkt (hohe Impedanz Z) von einem solchen Piezo in einem sehr schmalen Band. Dh. wenn sich entweder die Anregungsfrequenz ändert oder der Piezo sich verändert (Alterung, mechanische Verspannung etc), dann rutscht man in einen Bereich niedriger Impedanz, dh die MosFets müssen deutlich mehr Strom treiben ... und tschüß. Ist diese Annahme korrekt ?
Der Aufbau dieser Piezo-Elemente (Sandwich aus Alublock, Kristallscheibe, Alublock) ist so, dass die Arbeitsfrequenz durch mechanische Spannung eingestellt, also durch diese sichtbare Verschraubung. Vermute ich richtig, dass dies der "schwächste" Punkt ist und sich im Lauf der Zeit ändert ?
Wenn dies das Problem ist: dann sollte man entweder ganz tolle Piezo-Elemente verwenden, die sich nicht verändern (gibts das?) - oder die Elektronik müsste sich bzgl Frequenz auf den Punkt mit der höchsten Impedanz Z selbst einregeln ... ok das würde erklären warum die "professionellen" Geräte (bei zB meinem Zahnarzt) die über Jahre funktionieren, deutlich über 1000 Euro kosten.
Als "Reparatur" könnte ich also evt herausfinden wie sich die Piezos verändert haben und dann (wenn möglich) die Ansteuerfrequenz passend einstellen - ist das realistisch?
Die bisherigen Geräte haben immer ca 200-400 Euro gekostet, dh es ist einerseits monetär von Interesse, dass die mal länger als 2-3 Jahre laufen, aber es nervt auch, wenn so etwas ständig wieder kaputt geht und Sondermüll produziert.
Falls jemand sinnvoll helfen kann wäre es toll. Danke
