KORAD KKG305P 30V 5A Netzteil defekt: Reparatur

OP #8077319
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Guten Tag!

Ich bin im Januar 2025 über diesen Beitrag: Beitrag "Re: Neue Korad Netzteile KKG305D, KKG305P, KKG605P" auf das KORAD KKG305P 30V 5A Netzteil aufmerksam geworden.

Ein lieber Forums-Kollege - großer Dank an Florian aka flo-b - hat mir das Netzteil daraufhin besorgt und ich habe es hin und wieder genutzt. Zuletzt wollte ich einem PC-Lüfter 12V spendieren um ihn zu testen.

Dabei bemerkte ich, dass CV und CC toggelt und die Spannung ebenfalls schwankt. Dieses Verhalten sowohl mit und ohne Last am Ausgang / Ausgang natürlich mit On/Off eingeschaltet.

Nach einer Unterhaltung mit dem Copilot (kein Scherz) und diversen Uploads von Bildern der Platine bin ich dann ein großes Stück weiter gekommen.

Das Netzteil schaltet Trafowicklungen lastabhängig über Opto-Triacs und nachgelagerte Last-Triacs zu. Dies dient ja dazu, den Spannungsabfall an den Leistungstransistoren und damit deren Verlustleistung (Wärme) möglichst gering zu halten.

Es gibt vier Stufen:

Stufe 1: ca. 0 V – 7 V

Stufe 2: ca. 7,2 V – 15,6V

Stufe 3: ca. 16 V – 24 V

Stufe 4: ca. 24 V – 30 V

Stufe 2 erwies sich als die defekte. Den zuständigen Last-Triac - ein BTA24-800B - hatte ich ausgelötet und gemessen: einwandfrei. Auch andere Bauteile verhielten sich unauffällig.

Nun: defekt war die Sicherung F2 mit 15A und 250V die im Pfad Trafowicklung AC zum Triac Q39 liegt. Korad / China hat mir den Wert der Sicherung bestätigt. Neuteil bestellt, ausgetauscht.

Netzteil läuft wie am ersten Tag :-)

Warum die Sicherung überhaupt ausgelöst hat bleibt ein Mysterium. Ich bin mir keiner Schuld bewusst.

Als kleine Verbesserung habe ich den vier Triacs je einen Klecks Wärmeleitpaste verpasst; diese waren ab Werk "nackt".

Dies fürs erste. Falls jemand eines Tages ein ähnliches Problem hat weiß er jetzt, wo er suchen könnte.

Grüße Marc.

Angehängte Dateien:
#8077341
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Super Auflösung, ich freue mich mit. Könnte mir vorstellen, dass die Sicherung für den Notfall eines durchgehenden Last-Triacs ist. Bei den Stufenumschaltungen fließen ja spontan recht hohe (Nach)Ladeströme in die Pufferkondensatoren. Könnte mir vorstellen, dass eine schnelle wiederholte Umschaltung im Grenzbereich, verursacht z.B. durch die Strombegrenzung und einen unsicheren Kontakt, die Ursache ist. Die meisten Geräte mit mehreren Grobstufen lösen die Umschaltung über Relais, mein UNI-T macht dann sehr hässliche schnarrende Geräusche und auch die kleinen Korads (KA3005) machen Klackorgien, während dieses Korad das offenbar elektronisch löst und man das demzufolge auch gar nicht mitbekommt, maximal vielleicht am Trafogeräusch.

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(Firma: Funkenflug Industries) #8077637
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Tja... schnell und billig. Geht doch nichts über einen Vorregler basierend auf einem Schaltnetzteil. Der hat wahrscheinlich sogar noch die schnelleren Reaktionszeiten im Vergleich zu einer Trafo-Wicklungsumschaltung.

Die Sicherung dürften für den Fall sein, daß aus irgendwelchen Gründen mehr als ein Triac leitet. Das schließt Teile der Sekundärwicklung kurz und dann wirds warm.

#8077733
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Das meinte ich mit dem "Durchgehen". Du nennst aber einen anderen Punkt: Wenn die Ansteuerelektronik die Triacs nicht sauber ansteuert, sondern einen Triac zündet, während der andere noch leitet, dann wäre das ein ziemlicher Designfehler.

Natürlich sind geregelte Schaltnetzteile mit nachgeschalteter Linearregelung prinzipiell besser, aber spielen preislich in einer anderen Liga: Das KKG bekommt man bei botland derzeit unter 90 Euro (ohne USB/PC). Für ein Netzteil, was noch dazu Sense-Leitungen unterstützt, ist das echt eine Nummer.

https://botland.de/labornetzteile/21313-labornetzteil-korad-kkg305d-0-30v-0-5a-5904422386566.html

Schaltnachregler würde ich ab 400 Euro aufwärts verorten.

Und dann muss es passen: Ich hatte mal eine Voltcraft/Conrad DPS2010 - geregeltes Schaltnetzteil mit linearem Nachregler. Grauenhafte Regelqualität, Spikes beim Einschalten. Bin froh dass ich es gut verkaufen konnte.

Schaltgeschwindigkeit spielt hier keine Rolle: Die automatische schnelle Herabschaltung auf Abgriffe mit kleinerer Spannung geschieht im CC- oder Kurzschlussfall und die Linearreger werden maximal für Sekundenbruchteile wärmer als sie müssten.

: Bearbeitet durch User
(Firma: Funkenflug Industries) #8077783
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Stufenlos gibts auch...

Yep, so eines habe ich noch irgendwo rumzuliegen... Triac/Thyristor-Vorregler mit Phasenanschnittsteuerung nach dem Netztrafo.

Schaltgeschwindigkeit spielt hier keine Rolle [..]

Ich meinte eher die Regelgeschwindigkeit nach oben. Ein Linearregler kann mit der Spannung nicht höher als der Siebkondensator geladen ist, ggf. muss der 10ms warten bis der Netzsinus diesen entsprechend auflädt.

: Bearbeitet durch User
#8077785
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Stimmt, hatte ich schon wieder vergessen.

Aber wir sind offtopic. Überlege mir doch so ein Teil zu kaufen und ein altes KA3005D abzustoßen.

Aber das gehört alles nicht mehr in diesen Thread, wo es eigentlich um die Reparatur(en) geht, der ja auf Jörgs Wunsch extra angelegt wurde. Für die allgemeine Diskussion zu dem Gerät gibt es ja schon einen langen Fred, siehe erster Beitrag.

#8077859
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Ben B. schrieb:

Yep, so eines habe ich noch irgendwo rumzuliegen... Triac/Thyristor-Vorregler mit Phasenanschnittsteuerung nach dem Netztrafo.

Habe mehrere Gossen Konstanter (44T20R10, 44T40R5), die (vermutlich) so funktionieren. Akustisch durch ein mit der Spannung variierendes Surren zu bemerken. Im Inneren ist auch eine große vergossene NF-Drossel verbaut.

Eine andere Möglichkeit wäre ein Transduktor, für ein Labornetzgerät aber wohl zu aufwendig.

#8077962
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Ben B. schrieb:

Ich meinte eher die Regelgeschwindigkeit nach oben. Ein Linearregler kann mit der Spannung nicht höher als der Siebkondensator geladen ist, ggf. muss der 10ms warten bis der Netzsinus diesen entsprechend auflädt.

Daher liegen "die Guten" Analogen mit ihrer ungeregelten Spannung auch deutlich über der maximalen Ausgangsspannung so dass man mit noch guten Elkos nie in die Bredoulie kommen wird auf das Nachladen des Siebelkos warten zu müssen. Hab Hier eines von Lambda mit 15V und 5A. Das hat fast 30V am Siebelko...

Mein alter HP6269B hat gar eine primäre Vorregelung, also vor dem Netztrafo. EA hatte im 7060100 eine sekundäre Vorregelung welche im Gegensatz zu den angesprochenen Gossen ohne Drossel klakommen muss.

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