Ich habe mir diesen Bausatz auf Aliexpress bestellt (dank EU-Pauschalzoll gleich 5 Stk):
Der Bausatz ist eine Art Ton-Generator mit diversen Melodien - soweit so uninteressant.
Was den Bausatz interessant macht für 8051er-Experimente:
LEDs, 7-Segment-Anzeige, Taster und Buzzer (passiv + Transistor) sind 1:1 mit den Ports verbunden statt über spezielle Ansteuerungs-Chips (TM1638, ...) oder mit Multiplexing/Charlieplexing
RX/TX sind am Header vorhanden zur Reprogrammierung
Alle STC 8051er kann man mittels UART flashen
Der STC89C52RC ist weitgehend kompatibel mit dem "echten" i8052 und hat einen x2 (6T) Modus, Dual-DPTR und 512 Bytes internes XRAM (abschaltbar) sowie optional Push-Pull-GPIOs (wie PIC/AVR/...)
Die neueren STC-1T-Chips sind nicht mehr ganz traditionelle 8051er z.b. können sie keinen externen Program-ROM mehr ansprechen, weil ihnen trotz PDIP40-Package _PSEN fehlt, sondern nur externes XRAM. Wobei es bei den 1T-8051ern meistens keinen Sinn macht, weil der externe ROM/RAM zu langsam ist.
Einen besseren 8051er im DIP40 findet man nur in Form des DS89C450 (mit UART-Bootloader)
Das Board hat um 5 Euronen aus meiner Sicht alles, was man für den Einstieg in 8051er braucht und man kann damit viele Experimente machen:
Taster entprellt lesen
7-Segment-Display
LEDs ansteuern / per Software-PWM dimmen
Töne per Software-PWM erzeugen
Alles was man noch braucht ist ein beliebiges USB-TTL-UART-Kabel...
schön. Hast du einen Link?
Womit programmierst du die Dinger?
Bislang kenne ich nur Asem51 als Assembler, Mcu8051 (buggy unfertig, aber mit praktischem Simulator) und natürlich Keil8051 (teuer).
Ach ja, und mir fehlt die passende Anwendung für die alten Dinger. Habe noch 65 Stck. At89C52ED2, die waren mir vor 15 Jahren Gold wert aber heute?
Der µC läuft ja von 5.5V bis 3.3V, auf dem Schaltplan finde ich auf die Schnelle nix, lt. Silkprint könnte es 5V sein. Leuchten die LED noch mit 3V3 sichtbar ?
Und beliebiges UART-Kabel mag ich nicht glauben, da ich hier welche für 5V und welche für 3V3 habe.
Oder muss das UART-USB Kabel auch Vcc zur Verfügung stellen ?
Und, vielen Dank für die "Mini-Rezension", gerne mehr.
Einstieg in eine fast 50 Jahre alte Technik? Ich würde heute für nichts in der Welt mehr auf den 8051 setzen. Der war zur Jahrtausendwende schon 20 Jahre alt. Das, was heute neu rauskommt ist wie die Nachbauten von irgendwelchen Röhren für Nostalgiker.
Der STC89C52RC ist weitgehend kompatibel mit dem "echten" i8052
Und genau dafür würde ich den nehmen: um ein 30 Jahre altes Design nach einer Bauteilabkündigung unverändert drauf laufen zu lassen.
Und genau dafür würde ich den nehmen: um ein 30 Jahre altes Design nach
einer Bauteilabkündigung unverändert drauf laufen zu lassen.
8052 wird nicht abgekündigt (Intel produziert ihn schon lange nicht mehr, aber andere).
Und Spezial-8052 wie von Siemens ersetzt man nicht einfach so.
Interessant ist der 805x eigentlich nur weil es damit Chips mit Leistungstreiberausgängen von 100mA oder 12V gibt, um direkt LED (gemultiplext) oder Peripherie ansteuern zu können.
http://www.sinowealth.com/ hat neben mit A/D und RC Takt und 7*80mA Ausgängen erweiterten 2051/4051 auch beispielsweise den SH79F3212 mit 13 x 12 bit A/D, 1% genauem RC Takt, 8 x Touch-Key, 7 x 100mA Ports und I/Os mit wählbar 75/100/150/300 Ohm für 10,20,30,40 mA LED Strom in SOP20/SOP28. und bis 12V auch an den Eingängen/Ausgängen arbeiten Micronas HVC22xyA HVC24xyA und Infineon TLE7810G und Holteks HT66F2730 hat einen Spannungsregler drin
Jeder kann also den HDL-Code in sein Design einsetzen, in Details anpassen und erweitern, weitere Spezialitäten dazubasteln und danach sofort mit der bestehenden Toolbasis loslegen.
Deshalb findet man den genau in solchen Nischenprodukten. Trotzdem bleibt natürlich der Kern wegen der 1-Akku-Architektur langsam und umständlich.
Naja, der 8051 hat mich seit den 80ern ca. 15 Jahre begleitet.
Aber anfangen würde ich mit dem heute auch nicht mehr. Egal wie billig der heute ist.
Selbst ein AVR ist heutzutage schon zu überholt.
Das Problem mit dem 8051 oder auch AVR ist: Anfangs für kleine Dinge funktioniert es. Aber wenn man dann Blut geleckt hat und mehr machen will, kommen die Grenzen mit der Geschwindigkeit und dem geringen Speicher.
Ein kleiner ARM z.B. der SAMD21 (als Arduino Zero) bringt doch gleich mal 256K Flash und 32K RAM bei 48MHz und haufenweise Peripherie mit. Und das für weniger Geld als für einen größeren AVR mit vergleichbarem Speicher.
Ist dann eben kein DIP-Gehäuse mehr.
Ein Arduino Zero Board (Clone bei Ali) kostet dann eben 9,- Euro statt 5,- aber bietet 32x mehr Flash und 64x mehr RAM bei 32Bit, ADC, SPIs, DMA und allem Pipapo. Also gefühlt 50x mehr Performance als der 8051.
Das Kit hat schlechte Bewertungen, weil die Käufer wohl andere Melodien erwartet haben.
Als Einsteiger-Kit für 8051er ist es aber optimal.
Das Board ist für 5V ausgelegt, ob es auch mit 3.3V noch läuft, habe ich nicht getestet.
Ein einziges Manko:
Der Quarz hat 12.000 MHz, besser wäre einen mit 11.0592 MHz zu verlöten um die UART-Baudraten fehlerfrei zu erzeugen. Ebenso sollte man, so vorhanden, einen gedrehten PDIP40-Präzisionssockel nehmen, denn trotz ausgerichteter Pins ist es meist eine Frickelei einen PDIP40-Chip in einen Billig-Sockel zu stecken ohne was zu verbiegen...
Warum 8051 heute? Weil es eine einfache Architektur ist und man nicht zig Register initialisieren muss, um überhaupt eine LED zum Blinken zu bringen. Und weil dank STC das erste mal UART-programmierbare, billige (ca. 20 Cent/Stk) 8-Pin PDIP Varianten auf dem Markt sind.
Angeblich sind manche neueren STCs sogar mit Software-Low-Speed-USB-Bootloader (vergleichbar AVR V-USB) ausgestattet, so dass sogar der USB-UART-Wandler wegfällt - getestet habe ich das noch nicht. Ist aber ein nettes Feature, wenn es funktioniert ;)
Damit passen sie genau in die Nische, wo man 8-Pin ATTinys oder 8-Pin PICs nimmt und bieten erstaunlich viel, z.b. einen UART, SPI, I2C, MDU (Hardware-Mul/Div für 16-Bit) PWM, 17K Flash im 8-Pin PDIP und sie sind schnell: 35MHz Single-Cycle (1T)
https://www.stcmicro.com/datasheet/STC8G-en.pdf
Ich lasse mir jetzt vom STC8G1K17A oder STC8G1K08A (unterscheiden sich nur durch das Mapping Flash/Emu-EEPROM) mehr als 100 Stk. kommen - 20 Cent / Stk sind unschlagbar für das, was man bekommt.
Weil es eine einfache Architektur ist und man nicht zig Register
initialisieren muss, um überhaupt eine LED zum Blinken zu bringen.
Das wird Dir bei denen auch nicht ohne Register gelingen, denn
Note: All I/O ports except for P3.0 and P3.1 are in high-impedance input state after
power-on. You must set the I/O port mode before using it.
Gerade bei den kleinen Varianten sind die Ports vielfach mit Peripheriefunktionen versehen.
Diese musst Du durch das Programmieren in den SFRs auch erstmal aktivieren.
Und es gibt hier im Gegensatz zu den originalen 8051 sehr viele SFRs!
Daher sehe ich keinen Vorteil im "einfacheren Initialisieren".
Bei einem ARM muss man eben anfangs ein paar Clock- und Systemregister setzen, was aber auch keine große Sache ist.
Ich lasse mir jetzt vom ... mehr als 100 Stk. kommen - 20
Cent / Stk sind unschlagbar für das, was man bekommt.
Naja, wenn Du eine Anwendung für 100 Stück so kleiner Kontroller hast.
Denn sonst wäre das eher wie "Ich habe jetzt nur 20 Euro plus Versand für 100 µCs bezahlt, aber eigentlich brauche ich nur 3".
Und dann hättest Du auch jeden x-beliebigen ARM nehmen können.
Damit passen sie genau in die Nische, wo man 8-Pin ATTinys oder 8-Pin
PICs nimmt
Welche Nische ist das, also auf Hobbyanwendung bezogen, nicht auf Massenproduktion?
Und warum nimmt man dann nicht einfach einen ATTiny? Dafür bekommt man immerhin zig Entwicklungsumgebungen und tausende von Beispielen. Über viele 8051-Beispiele stolpert man heute kaum noch, denn das meiste davon war noch
Prä-Internet und Prä-Windows. Als das Internet etabliert war, waren AVR und PIC die Wahl, ganz geschweige dann vom "Arduino".
Ja, es sind schon "nette" Kontrollerchen. Aber ich habe Zweifel dass es den Chinesen gelingt, die 8051-Architektur außer für sich selbst wiederzubeleben. Vielleicht eher für die eigenen Hersteller von Billig-Gadgets, die den billigsten Kontroller suchen und die dann in Puppen, Glückwunschkarten und LED-Zeugs eingesetzt werden.
Mir hätten die Teile auch sehr gefallen - vor 30 Jahren.
Aber Du schreibst ja "Review". Deswegen wollte ich Dir das jetzt auch nicht weiter ausreden, sondern nur meine Gedanken dazu abgeben.
Z.B. von Silabs. (Wenn die mal nicht schon alle abgekündigt sind. ☺)
Ja, es gab so einige Exoten. Ich habe noch irgendwo 1 oder 2 Muster des DS80C400 herumliegen. So ein 8051 mit internem Ethernet-MAC und CAN (oder ein Ethernet/CAN-Chip mit integriertem 8051?). Waren damals sauteuer und zum Einsatz kamen die nie. War glaube ich von Dallas, jetzt AD. Und den gab es ja nur im TQFP, Ihhhhhgitt!
Hier ein "Hello World" für dieses Devboard - die beiden Hälften der oberen LED-Zeile (P0 und P1) blinken abwechselnd.
Wichtig ist beim Flashen mit STC-ISP (bzw. "AICube-ISP" wie es jetzt heisst - alles muss so wie früher "Digital" jetzt "AI" heissen und "Cube" kommt wohl vom STM32...) als minimale Baudrate 9600 auszuwählen, sonst funktioniert es nicht zuverlässig mit USB-UARTs.
Weil es eine einfache Architektur ist und man nicht zig Register
initialisieren muss, um überhaupt eine LED zum Blinken zu bringen.
Das wird Dir bei denen auch nicht ohne Register gelingen, denn
Note: All I/O ports except for P3.0 and P3.1 are in high-impedance input
state after
power-on. You must set the I/O port mode before using it.
Bei den aktuelleren Varianten eventuell, der STC89C51RC verhält sich aber noch linientreu und hat quasi-bidirektionale Ports beim Start - siehe Beispiel-Programm, das ich gerade auf mein Board geflasht habe - jetzt freuen sich auch die Nachbarn, weil das Ding nicht mehr dauernd herumdödelt.
Naja, wenn Du eine Anwendung für 100 Stück so kleiner Kontroller hast.
Denn sonst wäre das eher wie "Ich habe jetzt nur 20 Euro plus Versand
für 100 µCs bezahlt, aber eigentlich brauche ich nur 3".
Und dann hättest Du auch jeden x-beliebigen ARM nehmen können.
Ja, aber den ARM kann ich nicht so bequem in Assembler programmieren ;)
Das ist quasi jetzt ein "Lifetime-Buy" von mir.
Für niedliche 8-Beiner findet sich immer eine Anwendung. Ich will z.b. versuchen, ob es mir mit einer 5-Bit Bresenham-PWM (PDM) und DDS in Software gelingt sinusförmige Noten auszugeben.
Welche Nische ist das, also auf Hobbyanwendung bezogen, nicht auf
Massenproduktion?
Wo man Einfachheit will und es primär um Steuerungs-Aufgaben geht - die Domäne der Low-Pincount-Chips und wo man kaum Rechenleistung braucht, z.b. als Zusatz-Chip für Keypad-Scanning oder LED-Ansteuerung.
Und warum nimmt man dann nicht einfach einen ATTiny? Dafür bekommt man
immerhin zig Entwicklungsumgebungen und tausende von Beispielen. Über
viele 8051-Beispiele stolpert man heute kaum noch, denn das meiste davon
war noch
Prä-Internet und Prä-Windows. Als das Internet etabliert war, waren AVR
und PIC die Wahl, ganz geschweige dann vom "Arduino".
Mit PICs (Baseline/Midrange-Kern) habe ich angefangen und nutze sie immer noch gerne - stilecht mit Assembler und den Tricks, die man so kennt um ROM, RAM oder CPU-Zyklen zu sparen - quasi wie das berühmte XOR A statt LD A, 00h am Z80 oder XOR AL, AL am 8086...
Ja, es sind schon "nette" Kontrollerchen. Aber ich habe Zweifel dass es
den Chinesen gelingt, die 8051-Architektur außer für sich selbst
wiederzubeleben.
Die STC-8051er werden vermutlich auch in vielen Low-Level-Steuerungen (Garagentor, usw...) in "Dritte-Welt"-Ländern genutzt, weil dort die Studenten oft 8051 an der Uni lernen, teils sogar noch 8085 (ich glaube Indien).
Warum 8051? Einfach zu verstehen, einfach zu implementieren und mit einem gecrackten Keil-C51-Compiler - den man früher sogar direkt als "Kundenservice" bei STC runterladen konnte - auch einfach in C zu programmieren.
Für einen Einführungskurs in Computer-Architektur, wo Studenten/Schüler verstehen sollen was eine ALU ist, was eine CPU eigentlich so macht (Fetch, Decode, Execute), was die grundlegenden Adressierungs-Modi sind und was ein Bus und ein Adressraum ist, eignen sich 8051, Z80, 6502 & Konsorten optimal.
Vielleicht eher für die eigenen Hersteller von
Billig-Gadgets, die den billigsten Kontroller suchen und die dann in
Puppen, Glückwunschkarten und LED-Zeugs eingesetzt werden.
Die STC-8051er finden sich so gut wie auf allen Bausätzen auf AliExpress, ebenso auf diversen Fertig-Modulen wo es ein bisschen Programmierbarkeit braucht (früher STM8 STM8S003F3 STM8, dann der pinkompatible 8051er Nuvoton N76E003, manchmal STM8 STM8S001 im 8-Pin und eben die ganze STC-Linie)
Mir hätten die Teile auch sehr gefallen - vor 30 Jahren.
Aber Du schreibst ja "Review". Deswegen wollte ich Dir das jetzt auch
nicht weiter ausreden, sondern nur meine Gedanken dazu abgeben.
Cartman E. schrieb:
Z.B. von Silabs. (Wenn die mal nicht schon alle abgekündigt sind. ☺)
SiLabs C8051 sind nur im kleinen Gehäuse (bestenfalls TQFP) erhältlich, brauchen einen speziellen Programmer. Da würde ich gleich STM32 oder einen der vielen Klone (bzw. die auch als Low-Pin-Count SOIC erhältlichen CH32V) nehmen.
Ja, es gab so einige Exoten. Ich habe noch irgendwo 1 oder 2 Muster des
DS80C400 herumliegen. So ein 8051 mit internem Ethernet-MAC und CAN
(oder ein Ethernet/CAN-Chip mit integriertem 8051?). Waren damals
sauteuer und zum Einsatz kamen die nie. War glaube ich von Dallas, jetzt
AD. Und den gab es ja nur im TQFP, Ihhhhhgitt!
Gruß
Ein TCP/IP-Stack im ROM, sogar mit IPv6 und CAN. Heute komplett obsolet, TCP/IP macht man wohl heute kaum mit einem 8-Bitter, sondern mit einem ESP32.
Wie gestaltet sich denn das Debugging bei STC8052?
Nur Shotgun-Debugging ist möglich: Programm flashen, schauen ob es geht bzw. LEDs, Logic Analyzer, Single-Step wären Varianten. Die STC 8051er haben keine modernen In-Circuit-Debug-Funktionalitäten. Es gibt nur Simulator und Shotgun-Debugging. Immerhin dauert das Nachladen der Shotgun bei Flash keine 20 Minuten wie bei UV-EPROMs.
Ich bin das bei kleinen PICs gewohnt - habe nie die ICD-Funktionalitäten genutzt, die bei kleineren Chips oft garnicht vorhanden sind bzw. wo man spezielle "Semi-Bondout"-ICD2-Adapter brauchte, um die zu debuggen.
Das Lauflicht nun erweitert mit einem hexadezimalen 7-Segment-Zähler - hier sieht man die Nutzung des DPTR mit MOVC A, @A+DPTR zum Zugriff auf ROM-Tabellen. Alternativ gibt es noch das seltener genutzte MOVC A, @A+PC
Da die Delay-Routine sowieso bei jedem Weiterschalten aufgerufen wird, habe ich es da reingetan.
1
ORG 0000H
2
SJMP MAIN
3
ORG 0030H
4
5
MAIN:
6
MOV A, #0FFH
7
MOV R2, #01H
8
MOV DPTR, #LED_SEG_TBL
9
10
LOOP1:
11
MOV P0, A
12
RLC A
13
ACALL DELAY_100MS_CTR
14
JC LOOP1
15
SETB P0.7
16
RLC A
17
LOOP2:
18
MOV P1, A
19
RLC A
20
ACALL DELAY_100MS_CTR
21
JC LOOP2
22
SETB P1.7
23
RLC A
24
SJMP LOOP1
25
26
DELAY_100MS_CTR:
27
MOV R3, A
28
MOV A, R2
29
ANL A, #0FH
30
MOVC A, @A+DPTR
31
MOV P2, A
32
INC R2
33
34
MOV R4,#0E8H
35
MOV A, R3
36
DELAY_1:
37
MOV R3,#0D6H
38
DELAY_2:
39
DJNZ R3,DELAY_2
40
DJNZ R4,DELAY_1
41
42
RET
43
44
LED_SEG_TBL:
45
DB 0C0H ; 0
46
DB 0F9H ; 1
47
DB 0A4H ; 2
48
DB 0B0H ; 3
49
DB 099H ; 4
50
DB 092H ; 5
51
DB 082H ; 6
52
DB 0F8H ; 7
53
DB 080H ; 8
54
DB 090H ; 9
55
DB 088H ; A
56
DB 083H ; b
57
DB 0C6H ; C
58
DB 0A1H ; d
59
DB 086H ; E
60
DB 08EH ; F
Das 5-Euro-Board kann man auch pimpen mit einem Chip aus der pinkompatiblen STC12C5A60S2-Serie (1T-Core, bis zu 62K Flash je nach Emu-EEPROM-Grösse, nur externer RAM, kein ROM). Theoretisch müsste auch der DS89C450 gehen, da der ja auch einen UART-Bootloader hat und beide dem Standard-Pinout entsprechen.
Vorsicht: Die Chips aus den Serien STC15W404S/STC15W408S gibt es auch im DIP40, die sind aber komplett inkompatibel zum Original-8051-Pinout.
Fazit: Das 5-Euro-Board eignet sich perfekt um viele Beispiele aus dem Buch "The 8051 Microcontroller and Embedded Systems" nachzuvollziehen, Assembler-Profi zu werden und falls man in ein dann in eine Raum-Zeit-Diskontinuität fällt und im 20. Jahrhundert landet ohne Angst vor teuren Fehlern die ROM-Masken zu ordern.
Wer lieber die Zeit zwischen ROM-Masken und Flash erleben will holt sich einen 87(C)51/52, einen EPROM-Programmer, ein UV-Löschgerät und idealerweise einen ZIF-Sockel (kann man auch auf einen DIP40-Präzisionssockel stecken). Ich glaube, dass ich irgendwo noch einen UV-löschbaren C8751H habe, der älter ist als ich selbst, wenn er nicht verlorengegangen ist.
Das 5-Euro-Board eignet sich perfekt um viele Beispiele aus dem Buch
"The 8051 Microcontroller and Embedded Systems" nachzuvollziehen,
Assembler-Profi zu werden
Spitzenklasse! Dann schließen wir mal nen 12bit-ADC an und rechnen dessen Werte für einen 16bit-Timer um. Alles, was wir dafür brauchen, haben wir (damals) in der Schule gelernt.
Oder wer will schon Schönwetterprogrammier die nur Code für Ideale Systeme und Umgebung schreiben können.
Bei Systemen mit "Klimmzügen" im Code lernt man halt mehr fürs Überleben. Bspw, welche Zwischenschichten man zimmern müsste um auf einen 8 bit System mit gemischter 12/16 bit Peripherie, 32 bit Anwendungs-Code laufen zu lassen. - Klingt irgendwie nach frühen Windows-Systemen.
Bei Systemen mit "Klimmzügen" im Code lernt man halt mehr fürs
Überleben. Bspw, welche Zwischenschichten man zimmern müsste um auf
einen 8 bit System mit gemischter 12/16 bit Peripherie, 32 bit
Anwendungs-Code laufen zu lassen.
Ich hab's gemacht. "Schriftliches" Dividieren und Multiplizieren, wie in der Grundschule gelernt. Ja, Assembler hat was. Aber dasselbe dann auf STM32 ging doch "etwas" schneller. Und mich eben auf die Anwendung konzentrieren, statt hunderte von Klimmzügen, fand ich eben charmanter.
Auch wenn die Architektur steinalt ist: Ich finde sie immer noch ein Muss, aus verschiedenen Gründen: Sie ist auf eine gewisse Weise ein eleganter Hack, man lernt gleich, welche Designentscheidungen man bei modernem Silizium nicht mehr trifft. Und immerhin: mit etwas Flash am SPI gehen auf den meisten Derivaten per Trampolin grosse Programme, wo es mit manchen ARM-Prozessoren wirklich keinen Spass mehr macht.
Der grösste Mangel ist ein Debug-Test-Access-Port, da muss man sich dann für detaillierte Hardware-Analyse einen Simulator stricken (T8051, DW8051, ...)
Und wenn man Lust hat, Custom-Chips wie AX206 (die berüchtigten digitalen Fotorähmchen für die Schlüsselkette) oder Phison (USB-Sticks) zu hacken, kommt man an 8051 nicht vorbei - steckt fast in jedem intelligenten China-Device.
Ein Manko ist allenfalls der magere SDCC-Support, neuere Versionen bauen nicht mehr so kompakten Code wie früher.
Und wenn man Lust hat, Custom-Chips wie AX206 (die berüchtigten
digitalen Fotorähmchen für die Schlüsselkette) oder Phison (USB-Sticks)
zu hacken, kommt man an 8051 nicht vorbei - steckt fast in jedem
intelligenten China-Device.
Ein Manko ist allenfalls der magere SDCC-Support, neuere Versionen bauen
nicht mehr so kompakten Code wie früher.
Ich "hacke" gerade die billig verscherbelten Vorgänger vom WCH-LinkE,
also den WCH-Link-NonE (ca. 2,50 Euro/Stk) auf denen der CH549G ist
ein 8051er mit üppiger Flash-Ausstattung und USB-Bootloader.
Billiger kann man ein fertiges, frei programmierbares USB-Dongle nicht
haben und für den Preis bestellt man sich dank EU-Zoll am besten gleich
ein 10er Pack.
Teilweise gibt es den CH549G als WCH-Link-NonE sogar unter 2 Euro ohne Gehäuse -
billig genug, um ihn z.b. in eine IBM Model-M-Tastatur als PS/2-USB-Konverter
inkl. Makro-Funktionalität oder sonstigen Wünschen fix einzubauen, da die
meisten käuflichen billigen PS/2-USB-Konverter mit der IBM Model-M Probleme
machen.
Oder man baut sich damit einen eigenen USB-Arcade-Joystick für MAME,
USB-Dongle für Eingabe komplexer Passwörter, ISP-Programmer für diverse
Mikrocontroller die kein VPP brauchen, USB-Messwert-Interface für
SPI-basierte Sensoren etc...