Akkutester mit Innenwiderstandsmessung

OP #8093555
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Weiß nicht so recht in welche Kategorie das passt:

Kennt jemand einen verlässlichen Akkutester für große LiION Batterien mit mehreren 100Ah/Modul, die mindestens Kapazität und Innenwiderstand ermitteln können?

Klar geht das auch mit Labornetzteil, Lastwiderstand und einem billigen Wechselspannungs-Milliohmmeter. Aber suche jenseits von solchen Bastellösungen einen automatischen Ablauf mit guter Reproduzierbarkeit.

Möchte einzeln die 3,7V-Teilmodule größerer Batterien vermessen. Die Messzeit pro Teilmodul ist nebensächlich. Wichtig ist ein verläßliches Ergebnis. Preis ist auch ein Kriterium, stelle mir um 100€ vor.

: Verschoben durch Admin
(Firma: egal) #8093567
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Wulf D. schrieb:

einem billigen Wechselspannungs-Milliohmmeter.

Für was soll das gut sein?

Normal: Leerlaufspannung und Spannung unter definierter Last messen (ggf. zusätzlich Spannung über dem Lastwiderstand messen, um den Strom auszurechnen). Aus der Differenz der beiden Spannungen und dem Strom kann man dann den Ri berechnen (ohne die Zelle kurzzuschließen).

#8093581
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Irgend W. schrieb:

Normal: Leerlaufspannung und Spannung unter definierter Last messen (ggf. zusätzlich Spannung über dem Lastwiderstand messen, um den Strom auszurechnen). Aus der Differenz der beiden Spannungen und dem Strom kann man dann den Ri berechnen (ohne die Zelle kurzzuschließen).

Und da der Innenwiderstand nicht über den gesamten Ladezustand der Zelle konstant ist, diese Messung mehrfach beim Entladen/Laden wiederholen.

OP #8093598
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Vanye R. schrieb:

Fuer irgendwas fertiges das in eine automatisierte Testumgebung passt wuerde es mich wundern wenn du unter 5k weg kommst.

Na ja, hab ja keine professionellen Ansprüche: da wäre die Messzeit natürlich nicht egal.

Ansonsten ist das ein ziemlich simples Stück Elektronik, selbst bauen reizt mich nicht.

Hab mir die Vorschläge von Ralf X angesehen, die treffen die Anforderungen, der Drops ist gelutscht :-)

Und das für um 60€ bei einer Entladeleistung von 150W. Klar, das dauert dann. Das ist der Preis.

#8093608
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Wulf D. schrieb:

Hab mir die Vorschläge von Ralf X angesehen, die treffen die Anforderungen, der Drops ist gelutscht :-) Und das für um 60€ bei einer Entladeleistung von 150W. Klar, das dauert dann. Das ist der Preis.

Wulf D. schrieb:

Möchte einzeln die 3,7V-Teilmodule größerer Batterien vermessen.

Für den Fall kannst Du doch kpl. die zulässigen 20 A des DL24 über CC ausnutzen, wobei ich teils zwei von den Teilen parallel einsetze.
Preislich solltest Du abwarten, dass die mal wieder billiger werden.
Vor zwei Jahren war ich mit NT und kpl. Zubehör einmal für 16,- und einmal für 18,-€ dabei.

#8093620
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Wulf D. schrieb:

Kennt jemand einen verlässlichen Akkutester für große LiION Batterien mit mehreren 100Ah/Modul, die mindestens Kapazität und Innenwiderstand ermitteln können?

Kenne ich nicht aus eigener Erfahrung, ist mir aber schon öfter in Youtube Videos aufgefallen:

https://www.amazon.de/gp/product/B0GF24BQV6/ref=ox_sc_saved_title_10?

Nutze ich selbst schon seit längerem:

https://www.akkuteile.de/ladegeraete/zubehoer-und-ersatzteile/yr-1035-professionelle-innenwiderstand-tester-fuer-akkus-bis-100-volt_400012_3542

OP #8093643
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Jörg R. schrieb:

Kenne ich nicht aus eigener Erfahrung, ist mir aber schon öfter in Youtube Videos aufgefallen:

Für kleinere Akkus mag der gehen. Hat nur Zweidraht und 85W.

Das YR-1085 Millivoltmeter habe ich übrigens auch. Sehr nützlich für 12V Elektrik, Kontaktprobleme aller Art und nicht zu fette Akkus. Sobald Spulen oder Kondensatoren im Spiel sind, misst der Hausnummern. Arbeitet mit Wechselspannung.

Ralf X. schrieb:

Für den Fall kannst Du doch kpl. die zulässigen 20 A des DL24 über CC ausnutzen, wobei ich teils zwei von den Teilen parallel einsetze.

Guter Hinweis. Bei einer Kapa von 100Ah würde man incl Laden ca zwei Zellenblöcke pro Tag schaffen. Für die ganze Batterie über zwei Wochen.

Mit ein wenig suchen zahlt man gut 40€ pro Stück, incl BT Interface fürs protokollieren. Ist doch ok.

#8093696
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Hab sowohl DL24, EBC-A20 (für mehre Zellen bis 30V, 20A, ABER: auch Grenze 85W! und 30V, 20A nur Entladen. Laden geht nur bis 20V/5A), als auch EBC-A40L (für eine Zelle bis 5V, 40A).

EBC-A20 und EBC-A40 können über das beiliegende USB-Kabel mit der super tollen Software vom Hersteller ZKEtech einem Test unterzogen werden (Charge, Discharge, auch im Zyklus mit Wartepause zwischen den Schritten). Leider erstellt die Software für den deutschen Raum unbrauchbare CSVs bei der Aufzeichnung. DL24 kann man mit der Software von lygte "Test Controller" ansteuern: https://lygte-info.dk/project/TestControllerIntro%20UK.html

DL24 ist eher eine Bastellösung ohne Gehäuse. Ob man darauf vertrauen kann? Bei keinem würde ich davon ausgehen, dass die richtig kalibriert sind.

#8093740
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Wulf D. schrieb:

Wichtig ist ein verläßliches Ergebnis

Tunlichst misst man dann so, wie der Hersteller auch die Kapazität ermittelt, damit man bei Abweichungen wenigstens begründet meckern kann.

Solche industriellen Akkutester sind aber nicht billig.

Wulf D. schrieb:

Preis ist auch ein Kriterium, stelle mir um 100€ vor.

Nope.

Schon ein Kunkin KP184 kostet mehr, ein YR-1035+ frisst einen erklecklichen Anteil.

Da bleibt wohl nur ein Selbstbau. Ladegerät hast du hoffentlich.

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#8093774
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Timo N. schrieb:

DL24 ist eher eine Bastellösung ohne Gehäuse. Ob man darauf vertrauen kann?

Warum nicht?
Entweder man kommt damit klar, ggf. mit einem mehr oder weniger aufwändigen Bastelgehäuse, oder man landet in ganz anderen Preisbereichen.

Bei keinem würde ich davon ausgehen, dass die richtig kalibriert sind.

Frage ist doch, wie genau man es braucht. Vierdrahtmessung macht es einfach, die Messungen von V und A mit einem kalibrierten DMM zu prüfen, der ganze Rest sind logische Operationen.
In den Untermenues lassen sich die Werte auch in weiten Grenzen anpassen.
Für einen Referenzwert von 30 V und 3 A kann man den Korrekturwert auf 1 mV und 1 mA genau eingeben.

OP #8093793
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Werde mir zwei von den DL24 beschaffen und in ein Gehäuse bauen. Das passt ins veranschlagte Budget und ist mit gut einer Woche Messzeit / Batterie erträglich. Die Vierdrahtmessung sollte halbwegs genaue Messungen zu Stande bringen. Und ich will niemanden irgend etwas nachweisen, nur Defekte finden.

Danke für die größtenteils konstruktiven Beiträge, auch die kritischen.

#8093802
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Wulf D. schrieb:

Werde mir zwei von den DL24 beschaffen und in ein Gehäuse bauen. Das passt ins veranschlagte Budget und ist mit gut einer Woche Messzeit / Batterie erträglich. Die Vierdrahtmessung sollte halbwegs genaue Messungen zu Stande bringen. Und ich will niemanden irgend etwas nachweisen, nur Defekte finden. Danke für die größtenteils konstruktiven Beiträge, auch die kritischen.

Zufällig gerade hier im Forum gefunden:

https://www.mikrocontroller.net/articles/Atorch_DL24

#8094032
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Irgend W. schrieb:

Normal: Leerlaufspannung und Spannung unter definierter Last messen (ggf. zusätzlich Spannung über dem Lastwiderstand messen, um den Strom auszurechnen). Aus der Differenz der beiden Spannungen und dem Strom kann man dann den Ri berechnen (ohne die Zelle kurzzuschließen).

Diese Methode der Innenwiderstandsmessung läuft bei mir zwischenzeitlich schon Jahrzehnte problemlos. In letzter Zeit habe ich die Akkus des Telefons gemessen, da ich festgestellt habe, dass bei zu hohem Innenwiderstand der Akkus das Telefon ausfiel. Nach Ersatz der Akkus durch fabrikneue Akkus mit niedrigerem Innenwiderstand ist alles wieder OK.

#8094116
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Hardy F. schrieb:

Gibt es die DL24 eigentlich noch als Module? Ich habe vor ein paar Jahren eine 600W-Variante gekauft. Dort ist die Steuerplatine und 3 Leistungserweiterungen dabei.

Warum schaust Du nicht einfach bei Ali?
Die Palette von Atorch ist alleine bei den elektronischen Lasten riesig, die Bezeichnungen und Zusätze wechseln schon mal.
BW600 hatte ich schon oben genannt.

http://en.atorch. cn/Product.aspx

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