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Forum: HF, Funk und Felder Kurzwellen Superhet


Autor: Doran S. (utzer)
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Hallo,

ich habe versucht, mir einen Kurzwellen-Superhet zu bauen.
Die einzigste Frequenz, die ich vorerst empfangen möchte ist 12,00MHZ.
Die Zwischenfrequenz beträgt 6MHZ. Daher ist die Oszillatorfrequenz auch 
6MHZ. Das Zwischenfrequenzfilter ist das SFE 6 von Reichelt. Kann man 
das verwenden?
Leider empfange ich nicht. an NF-Out habe ich ein Headset angeschlossen. 
Leider höhre ich nichts. Nun die Frage: kann die Schaltung, so wie ich 
sie aufgebaut habe überhaupt funktionieren? Brauche ich vor dem Mischer 
noch einen Verstärker und nach dem Demodulator auch?
Wo sind sonst noch Fehler? Die Schaltung tut nämlich definitiv nicht. 
:-(
Was kann ich verbessern?

Gruß

Doran

Autor: Doran S. (utzer)
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komisch, das Bild ist da zweimal...

Autor: fritz (Gast)
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Was willst du denn überhaupt empfangen?

Autor: Doran S. (utzer)
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fritz schrieb:
> Was willst du denn überhaupt empfangen?

Oh, sry, ich vergaß zu erwähnen, es handelt sich um 
Amplitudenmodulation.
Konkret - Meinen eigenen Oszillator.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Und wie soll das funktionieren ?

Dein Oszillator läuft mit 6 Mhz  und deine ZF ist 6MHz. Da stopfst du 
dir den ZF Verstärker mit zu.

Autor: Doran S. (utzer)
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> Dein Oszillator läuft mit 6 Mhz  und deine ZF ist 6MHz. Da stopfst du
> dir den ZF Verstärker mit zu.

Aha, ok, das habe ich nicht gewusst... danke.
Sind sonst noch Fehler in meinem Konzept?

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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An deinem NF Ausgang hast du eine DC Spannung überlagert.
Da fehlt ein Vorfilter am Eingang.  Erste Oberwelle deines Oszillators 
liegt bei 12MHz + Eingangsfrequenz von 18MHz ergibt auch wieder 6MHz.

Autor: Nils (Gast)
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Du benutzt ein Keramikfilter SFE 6 mit einer 3 dB-Bandbreite von über 
100 kHz.
Kurzum: Du führst den Bereich von 11900 kHz bis 12100 Khz einem 
einfachen FET-ZF-Verstärker mit Dioden-Demodulator zu.
Abgesehen davon, dass der Sender-Abstand in diesem Bereich 5 kHz ist, 
also Faktor 40 unter Deiner Bandbreite - das Signal-Rausch-Verhältnis 
ist gigantisch tief.

Hinzu kommt - und das hat Helmut ja schon geschildert: Durch die Wahl 6 
Mhz Oszillatorfrequenz und 6 Mhz ZF hast Du einen gehörigen DC-Anteil.

Gruß,
Nils

Autor: Doran S. (utzer)
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Hallo,

danke für eure Antworten!

ok, werde eine anderes Filter (SFECV 10,7) benutzen und die 
Oszillatorfrequenz ändern (auf 1,3MHZ).
Warum ist das Signal-Rausch-Verhältnis so schlecht? liegt das am Filter, 
oder was könnte ich da noch verbessern?

Doran

Autor: Doran S. (utzer)
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Hier der Schaltplan zur "verbesserten" Version.
geht das so?

Doran

Autor: Gerrit Buhe (gbuhe)
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Hallo Doran,

wie bereits erwähnt, kann es nicht funktionieren, wenn die 
Oszillatorfrequenz identisch mit der ZF ist. Das Oszillatorsignal ist 
doch "milliardenfach lauter" (z.B. 90dB) auf der ZF als Dein leises 
Nutzsignal.

Aber das ganze Konzept stimmt noch nicht. Ein Superhet für AM besteht 
aus folgenden Funktionsblöcken (hier ohne LNA, weil bei 12MHz nicht 
nötig):

Ant -> Spiegelfrequenzfilter -> Mischer auf ZF -> ZF-Filter -> 
ZF-Verstärker -> 2. Mischer (Produktdemodulator) -> NF-Tiefpaß -> 
NF-Verstärker -> Kopfhörer/Lautsprecher

Natürlich gehört noch ein erster Oszillator zum Mischen auf die erste ZF 
dazu und der zweite Oszillator, um von der ZF in den NF-Bereich zu 
kommen. Der ZF-Verstärker muß je nach Empfindlichkeitsanforderungen und 
Mischverlusten schon vor das ZF-Filter (Nachteil für 
Großsignaleigenschaften).

Du hast das Spiegelfrequenzfilter, die gesamte zweite Mischstufe uvm. 
ganz und gar vergessen, und die Gesamtverstärkung ist viel zu gering. 
Ich möchte Dir dringend empfehlen, ersteinmal bewährte Schaltungen 
nachzubauen und zu verstehen. Eine Eigenentwicklung wird nicht 
erfolgreich sein, ohne die absoluten Grundlagen verstanden zu haben.

Es gibt viele einfache Superhetprojekte mit dem aktiven 
Gilbertzellenmischer SA612. Mit zweien davon kannst Du einen Superhet 
bauen und bekommst in jedem ca. 17dB Verstärkung geschenkt. Mit einem 
Doppel-OPV als Tiefpaß und Verstärker in der NF kannst Du dann bereits 
etwas hören. Aber wie geschrieben, baue lieber ersteinmal eine erprobte 
Schaltung nach und befasse Dich mit der Funktionsweise von Empfängern!

Viele Grüße und viel Erfolg!

Gerrit, DL9GFA

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Doran S. schrieb:
> werde eine anderes Filter (SFECV 10,7) benutzen

Guckst du dir die Daten deiner Filter auch mal an, oder wählst du
die auf gut Glück aus?

Das Teil ist ein VHF-Rundfunk-FM-Filter mit etlichen 100 kHz
Bandbreite.  In dieser Bandbreite würdest du fast den gesamten
Langwellen-Rundfunk-Bereich unterbringen.

Ja, man kann auch mit nur einer einzigen ZF von 10,7 MHz einen
Kurzwellenempfänger aufbauen, aber dann braucht man ein
schmalbandiges Quarzfilter dafür, nicht so ein scheunentorbreites
simples Keramikfilter.  Wenn man das nicht will, sollte man sich
vielleicht einfach mal an die "Standard-ZF" der AM-Rundfunk-Ära
von 455 kHz halten und dort ein passendes Filter suchen, auch
wenn die Spiegelwellenunterdrückung im KW-Bereich dann miserabel
ist.

Vielleicht gehst du ja mal zurück nach "Los!" und erzählst uns,
was der Zweck der ganzen Angelegenheit ist.  Willst du einen
Empfänger für einen bestimmten Zweck bauen, oder soll das einfach
deiner persönlichen Weiterbildung helfen?

Autor: Nils (Gast)
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Doran,
Du musst die Bandbreite des AM-Signals berücksichtigen: Die ist im 
Kurzwellenbereich eben +/- 5 kHz.
Diesen Bereich musst Du in Deinem ZF-Verstärker selektieren.

Benutzt Du Keramikfilter a la SFE 10.7 mit mehr als hundert kHz 
Bandbreite, empfängst Du eben 20 Sender gleichzeitig.
Da einer Sender mit +/- 5 kHz zu Buche schlägt, Du aber einen Bereich 
von über 200 kHz demodulierst, verschlechtert sich das S/N drastisch.
Und das heißt eben weniger verwertbaren 'Output'.

Mit Keramikfiltern im Mhz-Bereich funktioniert das nimmer. Hältst Du am 
Einfachsuper-Konzept fest, wirst Du um zwei Dinge nicht herumkommen:
- Quarzfilter, anstelle von Keramikfiltern
- Ein flexibler Oszillator

Gehst Du mit der ZF runter, sind Keramikfilter mit niedriger Bandbreite 
verfügbar (-> 455 kHz). Dann landest du beim 'Doppelsuper-Konzept'.

Autor: Nils (Gast)
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Last Post Back:
Jörg hat es mal wieder auf den Punkt gebracht.

Autor: Gerrit Buhe (gbuhe)
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Hallo,

wegen der viel zu breiten Filter habe ich oben den zweiten Mischer in's 
Spiel gebracht. Damit funktioniert es trotzdem und der NF-Tiefpaß trägt 
wesentlich zur Selektion bei.

Bei der Hüllkurvendemodulation mit der einfachen Diode in der ZF ist das 
breite Filter natürlich "tödlich", und es kommt nichts sinnvoll 
Verwertbares mehr heraus, sobald noch andere Signale im Durchlaßbereich 
sind. Es braucht sowieso viel mehr Verstärkung, damit die Diode 
überhaupt etwas zum Gleichrichten bekommt...

Gute Nacht!

Gerrit, DL9GFA

Autor: fritz (Gast)
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Besonders cool finde ich auch den Teiler, der die 5,2 MHz auf 1,3 
teilt...

Nichts für ungut, aber diese Funksache ist ne Nummer zu groß für dich. 
Vielleicht fängst du mal mit einem etwas einfacheren Projekt an.

Autor: Doran S. (utzer)
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Hallo,

also ich habe das gemacht um etwas Erfahrung zu gewinnen und aus Freude 
am Basteln.

Habe jetzt noch einen NF-Versterkär nachgeschatet - Jetzt empfange ich 
was. Aber wie ihr alle mir schon sagtet ist das Filter echt zu breit. 
(ca. 5 Sender gleichzeitig... :-)) Werde mich mal nach einem Quarzfilter 
umsehen...

Doran

PS: Achja, nein die Filter wähle ich nicht nach Zufall - mir war das 
einfach mit der Bandbeite noch nicht so bewusst, da ich sehr wenig 
Informationen über Superhets gefunden habe...

Autor: Nils (Gast)
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Hallo Doran,

der Tipp steht zwar schon an vielen Stellen des Forums, aber vielleicht 
hilft es Dir weiter:
Sieh Dir einfach mal Daten von realen Filtern an:
http://www.helpert.de/

Gruß,
Nils

Autor: CulDraht (Gast)
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Hallo Doran,

das Problem fängt schon viel früher an.
Du führst die Antenne direkt auf die Basis eines Transistors.

Es gibt nun zwei Möglichkeiten. Entweder das Antennensignal wird sofort
nach Masse durchgeleitet und es kommt am Kollektor überhaupt nichts an, 
oder
der Transistor gibt alles, was er an der Basis bekommt einfach weiter.

Sinnvollerweise durchläuft dein Antennensignal als erstes einen 
Schwingkreis. Er ist so dimensioniert, dass er in dem zum empfangenen 
Frequenzbereich resonant ist. Mit dieser Vorselektion wird alles, was 
sich rechts und links neben der Empfangsfrequenz schoneinmal gedämpft. 
Da diese Resonanz sehr empfindlich ist, wird sie über einen kleinen(!) 
Kondensator (wenige pf's) ausgekoppelt und hochohmig an einen Transistor 
(i.d.R. ein BF-Typ) oder FET gegeben.

Umfangreiche Anregungen sind hier zu finden:
http://www.qsl.net/va3iul/Homebrew_RF_Circuit_Desi...

Tipp
vermeide eine ZF von 4MHz. Es besteht die Gefahr, dass die Deutsche 
Welle sonst durchschlägt.

Autor: Doran S. (utzer)
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Hallo,

ok, danke für die hilfreichen Tipps.
Ich habe nun auf qsl.net eine interessante Schaltung gefunden:

http://www.qsl.net/va3iul/Homebrew_RF_Circuit_Desi...

Jedoch habe ich da noch ein paar Fragen zu der Schaltung:
-Wie genau funktioniert der Oszillator?
-Warum gehen da Zwei Anschlüsse vom NE612 zum Filter?
-Lässt sich für das Filter auch ein Quarzfilter verwenden?
-Wieviel MHZ hat die Zwischenfrequenz?
-Ist zur Demodulation eine Germaniumdiode eingesetzt? Wenn ja, kann man 
auch eine 1N4148 nehmen, oder ist da die Spannung zu gering? (Wegen den 
0,9V Durchbruchspannung...)
-Kann ich als Oszillator auch einen Quarzoszillator verwenden? (Wegen 
der Frequenzstabilität...)
-Berechnet sich auch hier die Empfangsfrequenz so: Empfangsfrequenz = 
Oszillatorfrequenz + Zwischenfrequenz?
-Brauche ich zwischen Antenne und NE612 noch was?

Dann würde ich nämlich als Zwischenfrequenzfilter ein 10M08A nehmen.
Als Oszillatorfrequenz 1,3MHZ. Könnte das so funktionieren?

Doran

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Doran S. schrieb:
> -Warum gehen da Zwei Anschlüsse vom NE612 zum Filter?

Weil der NE612 einen symetrischen Ausgang hat

> -Lässt sich für das Filter auch ein Quarzfilter verwenden?

Nur mit Anpassung an die Ein/Ausgangimpedanzen des Filters. Meistens 
wird ein Quarzfilter mit einem LC-Filter kombiniert wegen der 
Weitabselektion.

> -Wieviel MHZ hat die Zwischenfrequenz?

Da keine Bauteilwerte dranstehen kann man es nicht ausrechnen.

> -Ist zur Demodulation eine Germaniumdiode eingesetzt? Wenn ja, kann man
> auch eine 1N4148 nehmen, oder ist da die Spannung zu gering? (Wegen den
> 0,9V Durchbruchspannung...)

Besser wäre ein Schottkydiode. 1N4148 taugt hier nicht viel.

> -Kann ich als Oszillator auch einen Quarzoszillator verwenden? (Wegen
> der Frequenzstabilität...)

Sicher kann man das.

> -Berechnet sich auch hier die Empfangsfrequenz so: Empfangsfrequenz =
> Oszillatorfrequenz + Zwischenfrequenz?

Ja.

> -Brauche ich zwischen Antenne und NE612 noch was?

Die Eingangstufe ist Scheunentor breit. Da der NE612 aber solch grosse 
Eingangspegel nicht mag muss dort ein Eingangsfilter davor. Stichwort 
IPM3. Auch hast du dann Spiegelfrequenz Empfang da nach wie vor gilt: 
fzf = Fosz +- Fempfang.

Autor: CulDraht (Gast)
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Als Diode eine Germaniumdiode wie z.B. eine AA 112 verwenden

Autor: fritz (Gast)
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Bedenke auch, dass in diesem Einfachstempfänger das ZF Filter aus einem 
einfachen Schwingkreis besteht. Das funktioniert in etwas genauso 
schlecht wie das Keramikfilter.
Ansonsten ist das Teil auch was die Verstärkung angeht etwas 
schwachbrüstig.

Aber für den Anfang ist der NE612 schon ne gute Wahl...

Autor: Doran S. (utzer)
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Hallo,

ok, es geht mir ja hauptsächlich darum, Erfahrung zu sammeln.
Ich werde die Schaltung nicht genau so nachbauen, sondern einen 
Quarzoszillator und ein Quarzfilter einsetzen.
Ich habe noch nicht so die Erfahrung mit Empfängern, aber dieses Thema 
interessiert mich sehr - und nun möchte ich eben so den Einstieg machen.

Doran

Autor: Doran S. (utzer)
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Hallo,

habe hier noch einen Schaltplan gezeichnet :-) Die Verstärkerstufe mit 
dem LM386 habe ich so übernommen. Die Beschaltung des NE612 ist aus dem 
Datenblatt.

-Könnte das so funktionieren?
-Was genau hat es eigentlich mit dem "Symmetrischen Ausgang" aufsich? 
(Wo finde ich da mehr Informationen?)

Doran

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Doran S. schrieb:
> -Was genau hat es eigentlich mit dem "Symmetrischen Ausgang" aufsich?
> (Wo finde ich da mehr Informationen?)

Das sind 2 Ausgaenge die gegenphasige Ausgangssignal liefern. Das macht 
man weil dann die Schaltung Stoerunempfindlicher wird.

Die Ankopplung der Diode an das Filter funktioniert so nicht. Auch muss 
das Filter mit seinen vom Hersteller spezifizierten Impedanzen 
amgeschlossen sein.  Bis du sicher das du mit sowenig Verstaerkung 
auskommst ? Sovile macht der NE612 auch nicht und das Filter hat auch 
eine Daempfung.

Wo bekommst du denn einen 1.3 MHz Quarz her ? Und welche Frequenz willst 
du empfangen ?

Autor: fritz (Gast)
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Klemm den einen der symmetrischen Ausgänge mit nem Kondesator (10nF) auf 
Masse. Dann kannst du den anderen benutzen, wie einen "normalen" 
Ausgang.
Mach dich ansonsten mal mit Leistungsanpassung vertraut...

Autor: Doran S. (utzer)
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Hallo,

danke für die Antworten.
Der 1,3MHZ Quarz liegt schon bei mir (aus einem alten TV)
Gewünschte Empfangsfrequenz ist 12MHZ - Zwischenfrequenz 10,7MHZ.
Wenn ich da noch mehr Verstärkung reinbringen möchte, soll dann da ein 
Verstärker zwischen Antenne und NE612 oder zwischen NE612 und Filter?
Oder nach dem Filter? Kenne mich da eben noch garnicht so aus...


Doran

PS: Achso, dann brauche ich nicht die Beschaltung vom NE612 so wie im 
Datenblatt zu machen, oder?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Doran S. schrieb:
> Wenn ich da noch mehr Verstärkung reinbringen möchte, soll dann da ein
> Verstärker zwischen Antenne und NE612 oder zwischen NE612 und Filter?
> Oder nach dem Filter?

Vor dem Mischer: kann durchaus mehr Empfindlichkeit bringen, reduziert
aber die Großsignalfestigkeit des Empfängers.  Wenn überhaupt, sollte
man das nur zusammen mit Selektionsmitteln (also einem guten Vorkreis,
besser zweien, mit Doppeldrehko abgestimmt) machen.

Ich würde die Verstärkung nach dem Filter unterbringen.  Das Filter
hat eine Durchlassdämpfung, die lässt sich damit kompensieren.  Wie
dir andere schon schrieben, braucht das Filter ohnehin einen sauberen
Abschluss (welchen, das sollte der Filterhersteller schreiben), das
läuft in der Regel auf eine Trafo-Ankopplung an die nächste Stufe
heraus.

Willst du eigentlich exakt 12,000 MHz empfangen?  Du hast ja da
keinerlei Abstimmmöglichkeit vorgesehen.

Autor: Doran S. (utzer)
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> Willst du eigentlich exakt 12,000 MHz empfangen?  Du hast ja da
> keinerlei Abstimmmöglichkeit vorgesehen.
Ja, ich möchte ausschließlich exakt 12,00 MHZ empfangen.

Das mit der Impedanz am Filter ist mir noch nicht ganz klar.
Ich möchte das Filter Typ 10M08A von 
http://www.helpert.de/Ubersicht/Quarzfilter/quarzfilter.html verwenden. 
Auf dieser Seite ist ja die Impedanz angegeben, aber was für einen Trafo 
brauche ich da jetzt und muss der Zwischen Filter und NE612 oder nach 
dem Filter?

Doran

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Doran S. schrieb:
> Das mit der Impedanz am Filter ist mir noch nicht ganz klar.
> Ich möchte das Filter Typ 10M08A von
> http://www.helpert.de/Ubersicht/Quarzfilter/quarzfilter.html verwenden.

Damit das Filter seinen vom Hersteller festgelegten Frequenzgang hat 
muss es mit den richtigen Abschlussimpedanzen abgeschlossen sein. Bei 
dem Type 10M08A sagt der Hersteller das es mit 1.5KOhm abgeschlossen 
sein muss. Auf beiden Seiten. Wenn du den Innenschaltplan des NE612 
siehst ist dort schon ein Widerstand von 1.5K eingebaut. Bleibt jetzt 
noch die andere Seite des Filters. Wie Joerg schon gesagt hat wird das 
normalerweise mit einen HF-Trafo erledigt. Das sind die Teile in einem 
Emfaenger wo oben eine Schraube drin sitzt. Und einige Leute meinen die 
muesste man alle festziehen dann tuts das Radio wieder. Diese Teile muss 
du dir schon selber wickeln. Dazu gibt es Spulenbaussaetze. Auch muss du 
bedenken das durch das Filter eine Daempfung von mindestens 6dB 
eingefuegt wird.

> Auf dieser Seite ist ja die Impedanz angegeben, aber was für einen Trafo
> brauche ich da jetzt und muss der Zwischen Filter und NE612 oder nach

Der richtet sich nach deiner Impedanz die der Rest deiner Schaltung hat.
Der Trafo uebersetzt die im Verhaeltnis (N1/N2)^2.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Die geben 1500 Ω || 5 pF an, das könnte zum NE612 passen (für den ist
nur eine Eingangsimpedanz angegeben, für den Ausgang nichts).  Das
könnte vielleicht auch an den nachfolgenden Verstärker direkt passen,
sofern er nicht gerade in Basisschaltung betrieben wird (dann ist er
niederohmiger).

Was willst du denn eigentlich damit empfangen?  Ist das Teil reiner
Bastelspaß und Selbstzweck, oder hat das einen tieferen Hintergrund?
Hängt da eine normale Antenne am Eingang, die allen Müll aus "der
Luft" mit aufnimmt?  (12 MHz ist im 25-m-Rundfunkband, wer sendet
denn da genau?)

Autor: Dirk J. (dirk-cebu)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Was willst du denn eigentlich damit empfangen?

Doran S. schrieb (ganz am Anfang) im Beitrag #1719527:
> Konkret - Meinen eigenen Oszillator.

Welch ein Aufwand!

Autor: Sebastian (Gast)
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Üblicherweise werden als ZF für KW 455 kHz benutzt! Das funktioniert 
natürlich nur, wenn Du einen passenden Empfängerquarz hast (11,545 MHz). 
Dann Kannst Du auch normale Filter benutzen (Spulen), die sind fertig in 
jedem AM Radio drin.
Willst Du unbedingt diskret aufbauen oder würdest Du auch ein IC 
benutzen? Für solche Super eignet sich der TCA440 wenn's den noch gibt.

Autor: Doran S. (utzer)
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Hallo,

eigentlich wollte ich einen ganz simplen Superhet für AM bauen, nur mit 
Transistoren als aktive Bauelemente... aber dies scheint ja sehr 
kompliziert (für mich...). Daher sind ICs auch ok.

Ich versuche gerade was mit dem NE612. Das TCA440 kannte ich noch 
garnicht.

Doran

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Doran S. schrieb:
> Das TCA440 kannte ich noch
> garnicht.

Der war auch vor 30 Jahren mal aktuell. Eventuell gibt es irgendwo noch 
einen Rest.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Helmut Lenzen schrieb:
> Eventuell gibt es irgendwo noch
> einen Rest.

Unter dem Namen A244D ganz sicher.

Autor: Gerrit Buhe (gbuhe)
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Hallo,

der Hauptvorteil des TCA440 oder A244 ist die AGC mit >90dB Dynamik. Das 
kann man beim Einsatz des SA612 nicht realisieren. Eine ganz einfache 
AGC mit geringerer Dynamik beim Aufbau eines Einfachsupers mit zwei 
SA612 kann ich bei Interesse mal heraussuchen.

Quellen für den TCA440 oder A244:

http://www.qrp-shop.de --> suche nach TCA440
http://www.funkamateur.de --> online-shop, suche nach TCA440

Viele Grüße!

Gerrit, DL9GFA

Autor: Doran S. (utzer)
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ok, ich werde das ganze jetzt mit einem/mehreren NE612 machen.
@Gerrit: ja, es besteht Interesse an der Schaltung!!!

Danke,

Doran

Autor: Doran S. (utzer)
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Hallo,

habe gerade noch etwas entworfen...
Aber was kann ich zwischen Filter und Diode schalten? einen Trafo?

Doran

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Doran S. schrieb:
> Aber was kann ich zwischen Filter und Diode schalten? einen Trafo?

im einfachsten Fall einen Widerstand nach GND in der groesse der 
Abschlussimpedanz des Filters.

Besser waere es dort noch einen Verstaerker einzubauen. Soviel 
Verstaerkung macht der NE612 nun auch wieder nicht.

Dein Vorkreis ist eher ein Sperrkreis der eine Frequenz sperrt und alle 
anderen durchlaesst. So gibt das nichts.

Der Fusspunkt des Schwingkreises gehoert nach GND. Antenne und NE612 
jeweils an eine Anzapfung der Kreises.

Autor: Doran S. (utzer)
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Ok, noch ein Versuch...

Die Vorselektion ist hier noch nicht dabei, da überlege ich mir noch 
was.
Könnte der Rest so funktionieren? R7 + R8 sollen die Impedanz des 
Filters anpassen.
Das Filter ist das 10M08A von:

http://www.helpert.de/Ubersicht/Quarzfilter/quarzfilter.html

Außerdem weiß ich nicht genau, was füt Werte ich am BF254 nehmen soll.

Doran

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Doran S. schrieb:
> Könnte der Rest so funktionieren?

Nein dein Gleichrichter (Detektor) kann so nicht arbeiten. Da fliest 
immer eine Gleichstrom durch die Diode. Damit kann diese nicht 
gleichrichten.

Autor: Doran S. (utzer)
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Hallo, danke für die Antwort.

> Nein dein Gleichrichter (Detektor) kann so nicht arbeiten. Da fliest
> immer eine Gleichstrom durch die Diode. Damit kann diese nicht
> gleichrichten.

Wie mache ich es dann am besten?
Müsste ich den Ausgang des Verstärkers am Source des Fets machen?

Doran

Autor: Gerrit Buhe (gbuhe)
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Hallo Doran,

eine sehr einfache AGC-Funktionalität kann man wie hier skizziert 
realisieren:

             ProdDet NE602                      LM386
            _____________|                    ___________
            |           4|--.-----||--.------|2           |
            |            |  |         |      |           5|--||----.
            |            |  =.047uF   |      |            |        |
            |            |  |         |      |            |        x
            |___________5|--.-----||--|---.--|3___________|        x  1k
                                      |   |                        x
                                      |   |--|                     |
                                      |      |> |--.------.----|<--|
                                      |------|     |      |    1N4148
                                                   x      |+
                                           2N7000  x680k ...
                                                   x     ... 2u2
                                                   |      |
                                                  GND    GND

Wie Du siehst, wird hier ein zweiter NE602/SA612 als Produktdetektor 
eingesetzt (ZF auf NF) anstatt einer Diode zur Hüllkurvendemodulation. 
Das Ausgangssignal des NF-Verstärkers wird ausgekoppelt und über eine 
Diode gleichgerichtet, um den Kondendator zu laden. Der 1kOhm-Widerstand 
und der Kondensator bestimmen die Ladezeit, während der 
680kOhm-Widerstand die Entladezeit des Kondensators bestimmt. Das 
Stellglied ist der N-Kanal-FET 2n7000, der als einstellbarer Widerstand 
die Spannung am Eingang des NF-Verstärkers beeinflußt. Je weiter er 
aufgesteuert wird, desto niederohmiger wird er und reduziert die 
Spannung am Eingang des LM386. Es wird leiser.

Einfacher geht es nicht. Natürlich darf man auch keine Wunder erwarten.

Viele Grüße!

Gerrit, DL9GFA

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