News Raspberry Pi-Fälschungen, UAVs, C vs Rust und große Politik


von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Gleich drei Übernahmen sorgen im Elektronikbereich für Aufmerksamkeit. Die Raspberry Pi PLC hat derweil mit inoffiziellen Board-Upgrades zu kämpfen, während eine ESP32-basierte Drohne für wenig Geld zu haben ist.

KISS-488 nun mit GPIB-/HPIB-Protokollanalyse

Der von HX-Engineering entwickelte GPIB-zu-Ethernet-Adapter ist für all jene ideal, die dank der integrierten Plotter-Emulation „unbürokratisch“ Bilder und Screenshots von Messgeräten herunter-kopieren möchten. In einer vor wenigen Stunden an die Meßtechniker-Eigentümerliste verschickten Meldung verkündigt Hx-Engineering nach folgendem Schema die Verfügbarkeit einer neuen Funktion. Das Gerät kann fortan auch als Bus-Protokollanalyser verwendet werden:

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I am hoping that this will not be considered too off-topic or self-serving here. I was asked some time back by a user who needed to see the transactions going on between two HP units on the IEEE-488 bus, and have added a bus monitor ("Spy") capability to KISS-488.
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Effective immediately, KISS-488 Rev 2.65 supports a "spy" mode, giving it about 95% of the capability of a dedicated IEEE-488 Bus Analyzer. You can now monitor and view the complete action on the IEEE-488 bus, via either USB/serial (rev 2 hardware only) or TelNet (either Rev 1 or Rev 2 hardware). KISS-488 also saves the complete transaction history to nonvolatile memory, and the resulting text file can be uploaded to a PC etc. via your browser.
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This firmware can be downloaded from www.hxengineering.com/downloads, along with an updated manual, and can be programmed into any version of KISS-488. Rev 2.65 also makes the Spy setting nonvolatile, so KISS-488 will remain in Spy mode across a reset or power outage. Note that the physical hardware is such that KISS-488 will completely block the bus if left connected with power off, but as long as it is powered and in Spy mode, it has minimal impact on any IEEE-488 operations on the bus.

Grenzüberschreitende Ausbildung in Sachen Amateurfunk

In Sachen Amateurfunk - einst als „sterbendes Hobby betrachtet - gibt es ebenfalls Neuigkeiten. Die deutsche Dachorganisation bietet erstens einen Webdienst an, mit dem man sich auf die Lizenz-Prüfungen vorbereiten kann. Außerdem ist eine Intensivierung im Bereich der internationalen Kooperation, sowohl in Europa als auch in Richtung der USA, geplant.

Bildquelle: https://www.instagram.com/p/DXt5RknCNqV/?igsh=MThxMzNhanZ0aWNsaw%3D%3D

Teledyne PRISM-C UAS - AI-basierte Software zur Drohnen-Detektion.

Die Erkennung von feindlichen UAVs ist sowohl aufgrund ihrer geringen physischen Dimensionen als auch aufgrund der „schnellen Fortbewegungsweise” eine durchaus haarige Aufgabe. Methoden der Sensorfusion, idealerweise kombiniert mit künstlicher Intelligenz, können in diesem Bereich Abhilfe schaffen. Der Rüstungs-Arm von Teledyne kündigt unter der URL https://oem.flir.com/products/prism-c-uas/?model=110-0201-90&vertical=ai&segment=oem nun ein vor allem Software-basiertes System an, das sich nach folgendem Schema auf die „Erkennung“ von einfliegenden Drohnen spezialisiert hat:

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Prism® CUAS is a software application stack that extends detection and tracking range for small drones, maximizing time to respond to emerging threats. By combining advanced image processing with AIdriven perception, the multimodal software enables earlier detection, more persistent tracks, and fewer false alarms in complex environments. 
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Prism CUAS enables reliable sub-2 × 2pixel smalldrone detection and tracking, leveraging patented denoise, local contrast enhancement, and upsampling algorithms to enhance target signaltonoise ratio (SNR) and deliver industry-leading moving target indicator (MTI) detection range. Detections are processed through an AI object detector and multiobject tracker to reduce false positives and reliably cue counterUAS measures. Detection and tracking performance are optimized for small, fast, and maneuvering targets and evaluated using industrystandard metrics including F1, mAP/mAR, and modern multiobject tracking metrics such as HOTA and MOTA, with performance dependent on target size, range, and scenario.

MQ-25A - unbemanntes „Tankflugzeug“ hat erfolgreichen Erstflug.

Im Hause Boeing arbeitet man seit einiger Zeit daran, den US-Streitkräften ein „unbemannt arbeitendes” Tankflugzeug zur Verfügung zu stellen. Nun ist - wie in der Abbildung gezeigt - der Erstflug erfolgreich verlaufen.

Bildquelle: https://www.aviationtoday.com/2026/05/01/navys-mq-25a-unmanned-tanker-finishes-first-test-flight/?oly_enc_d=5490I6317567E9J

Raspberry Pi – “Fälschungen” im Umlauf, BCM2712 nur für Raspberry Pi Foundation

Mit ausreichend Löt-Kompetenz lässt sich der Raspberry Pi in der Theorie aufrüsten – aus der Realität von immer stärker steigenden Preisen folgt, dass dies mitunter auch für “kommerzielle Akteure” interessant sein könnte. Nun tauchen die ersten derartigen auf. Unter der URL https://www.hackster.io/news/buyers-beware-counterfeit-raspberry-pis-with-failing-ram-surface-from-an-unauthorized-reseller-84a243509f77 findet sich nun neben einer Erzählung über “Uphacks” auch eine Bestätigung dafür, dass die Raspberry Pi eine Nahebeziehung zu Broadcom hegt:

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From Fedorovich's report, it seems that the "counterfeit" units are genuine Raspberry Pi boards  with Broadcom refusing to sell the BCM2712 system-on-chip to any other customer  which have most likely been purchased with the minimum amount of memory possible then the chips swapped out for higher-capacity versions. It's a hack that has a history, and it often works  but not if component shortages or a desire for higher profits mean you're using RAM that doesn't meet the requirements of the board.

Raspberry Pi Connect – Verbesserungen der Mobilsoftware, 2FA-Guidelines und mehr

Raspberry Pi arbeitet nach wie vor daran, einen Teil der Remote Access-Softwareparty im hauseigenen Dienst zu binden. Zu diesem Zweck bekam Raspberry Pi Connect einige Updates – Erweiterung eins ist die in der Abbildung gezeigte Möglichkeit, fortan in der Mobil-Fernwartungsapplikation eine Tastatur einzublenden.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/raspberry-pi-connect-device-tags-required-2fa-and-a-mobile-keyboard/

Außerdem gibt es Komfortverbesserungen im Bereich des Gerätefilters. Zu guter Letzt erlaubt das System fortan das Fix-Voraussetzen von Zweifaktorauthentifizierung auf Unternehmens-Policyebene.

Seeed Studio – Drohnenbausatz auf ESP32-Basis

Wer eine preiswerte Drohne sucht, findet bei Seeed Studio mit der ESP_FLY eine um rund 60 USD erhältliche Variante – als Hauptprozessor kommt ein ESP32-S3 zum Einsatz. Weitere Informationen finden sich in der als Bildquelle angegebenen URL.

Bildquelle: https://www.seeedstudio.com/ESP-FLY-co-create-p-6744.html

Espressif / M5Stack – CardPuter mit GNSS- und LoRA- bzw Meshtastic-Radios

Der mit einer vollwertigen QWERTY-Tastatur ausgestattete CardPuter erfreut sich nicht nur bei Makern ungebrochener Beliebtheit. Nun gibt es eine Erweiterung, die den ESP32-S3 um ein GNSS- und ein LoRA-Modul ausstattet. Aus der Logik folgt, dass Meshtastic-Firmware vorinstalliert ist.

Bildquelle: https://shop.m5stack.com/products/cardputer-mesh-kit-for-meshtastic-esp32-s3

Über die Fähigkeiten des Kommunikationsmoduls vermeldet M5Stack folgendes:

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Cap LoRa-1262 serves as the communication expansion module of the kit. It connects to the Cardputer-Adv via the EXT 2.54-14P interface, drawing power and control signals directly from the host  plug-and-play with no additional configuration required. The module is built around the SX1262 LoRa solution, supporting the 868 ~ 923 MHz band with a receive sensitivity of -147 dBm and a transmit power of +22 dBm. An RP-SMA external antenna and RF shielding ensure reliable long-range communication with strong interference immunity. An integrated AT6668 GNSS module with a built-in ceramic antenna supports multi-constellation positioning including GPS, BeiDou, GLONASS, and Galileo. The module also includes an HY2.0-4P interface for connecting external sensors.

Performancevergleich zwischen C und RUST

Über die Vor- und Nachteile von RUST lässt sich hervorragend und produktiv diskutieren. STMicroelectronics führte nun – wie in der Abbildung gezeigt – eine Studie durch, die eine RUST- und eine C-Implementierung gegenüberstellte und verschiedenste Optimierungen vollzog.

Bildquelle: https://www.cnx-software.com/2026/05/06/study-compares-rust-and-c-languages-for-embedded-firmware-development/

Essenz der Konferenz ist, dass die beiden Sprachen im Bereich roher Performance nur wenig Unterschied aufweisen – wer mehr über die Details erfahren möchte, findet unter der Bildquelle eine detaillierte Analyse durch CNX.

Renesas WS125-V2HRDKREFZ – Raspberry Pi-Alternative für Robotik

Renesas bietet seinen RZ/V2H nun in einem an den Raspberry Pi erinnernden Formfaktor an. Interessant ist an der noch nicht bepreisten Offerte unter Anderem, dass die Programmierung sowohl in Ubuntu 24.04 als auch in Zephyr erfolgen soll.

Bildquelle: https://www.renesas.com/en/design-resources/boards-kits/ws125-v2hrdkrefz#videos_training

Marki Microwave kauft Oszillator-Spezialist Saetta

Geld scheint derzeit billig zu sein. Marki Microwave vermeldet unter https://www.microwavejournal.com/articles/45674-marki-microwave-acquires-saetta-labs-expands-into-ultra-low-phase-noise-oscillator-technology die Übernahme von Saetta Labs – das in den USA ansässige Unternehmen ist auf sehr phasen-rauscharme Oszillatoren spezialisiert:

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Marki Microwave announced the acquisition of all assets of Saetta Labs, a Boulder, Colo.-based developer of ultra-low phase noise oscillator technology. The transaction, which closed April 20, integrates Saetta Labs capabilities into Marki Microwaves expanding operations and portfolio of high-performance RF solutions.

Lattice Semiconductor kauft BIOS-Anbieter AMI

Lattice Semiconductor – das Unternehmen ist ein FPGA-Spezialist – kauft den für seine BIOS-Software bekannten Anbieter AMI. Unter der URL https://www.oregonlive.com/silicon-forest/2026/05/oregon-based-lattice-semiconductor-buys-georgia-firm-for-165-billion.html findet sich unter Anderem die folgende Passage:

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Our acquisition of AMI advances our everywhere companion chip strategy and shared vision to deliver secure management and control solutions that help customers deploy complex systems faster and with greater confidence  with expanded design choice and flexibility, said Ford Tamer, Lattices CEO.

Vodafone kauft Drei England

Nach beeindruckenden Erfolgen scheint die Hutchison Whampoa ihr Engagement im Netzbetreiberbereich herunterzufahren. Unter der URL https://www.vodafone.com/news/newsroom/corporate-and-financial/vodafone-to-take-full-ownership-of-vodafone-three findet sich eine Pressemeldung, die den Verkauf der Abteilung an Vodafone vermeldet:

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Vodafone Group Plc (Vodafone) has reached an agreement for the buyout of CK Hutchison Group Telecom Holding Limited (CKHGT) from the VodafoneThree joint venture for £4.3 billion (4.9 billion) via a cancellation of shares (the Transaction). Following completion of the Transaction, Vodafone will become the sole owner of VodafoneThree, the UKs largest mobile operator and one of the fastest growing broadband providers.

Unklar ist unter Anderem die Zukunft des DreiLikeHome-Diensts, der nach dem BREXIT sehr hilfreich sein konnte…

Lesestoff: zur EU-Batterierichtlinie

Wer in der EU batteriebetriebene Hardware zu vertreiben gedenkt, bekommt von der EU-Kommission 2027 neue Richtlinien in den Weg gelegt. Weitere Informationen finden sich unter der URL https://www.supplychainconnect.com/news-trends/article/55375098/eu-battery-rules-head-toward-2027-deadline.

Lesestoff: von der Monetisierung von AI-Systemen

Die Abwiegung, wie viel Services in einem kostenlosen Basisabonnement von einem AI-System enthalten sein soll, ist schwierig. Unter der URL https://www.lennysnewsletter.com/p/why-saas-freemium-playbooks-dont finden sich lesenswerte Ausführungen zur Thematik.


: Bearbeitet durch NewsPoster
von M. G. (t1nk3r)


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Mal sehen, ob Raspberry Pi den selben Fehler machen will wie FTDI 
damals…

von Keks F. (keksliebhaber)


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Aus der Quelle:
"Raspberry Pi engineer James Hughes has confirmed that the company is 
"aware of the situation," and hints at mitigations being put in place — 
the details of which "will not be made public," but that could feasibly 
include firmware-level component verification that would look a lot like 
the sudden failure on update reported by Fedorovich. Hughes' advice: 
"Buying from official [Raspberry Pi] resellers avoids any counterfeiting 
issues," though that's impossible for Fedorovich as Raspberry Pi does 
not sell into the Russian market due to ongoing sanctions against the 
nation."

Für mich liest sich das eher als "Wir möchten unter falschem Vorwand 
verhindern, dass geschickte Nutzer ihre Boards selber günstiger 
aufrüsten können".

Wen interessiert die eine russische Quelle da?

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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zur Batterierichtlinie 2027:

>Exceptions exist where safety
>or waterproofing could be compromised,
>requiring professional assistance for battery replacement.

naja, irgendwas wird davon schon passen.
Nicht auszudenken, wenn die Batterieklappe annem Handy
sich mal einfach so öffnet.

von Harald K. (kirnbichler)


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Keks F. schrieb:
> Für mich liest sich das eher als "Wir möchten unter falschem Vorwand
> verhindern, dass geschickte Nutzer ihre Boards selber günstiger
> aufrüsten können".

Bekanntlich ist Speicher ja spottbillig, nur die Rapsberry Pis sind 
aberwitzig teuer geworden.

von F. (radarange)


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Die zwei Leute, die sich den Speicher ihres Raspi als Bastler aufrüsten, 
können auch gut darauf verzichten.
Ohne richtigen Speicher gibt's Performance-Probleme, ausgetauschter 
Speicher wird auch sicher nicht unter den üblichen 
Produktionsbedingungen verlötet und sorgt damit für eine höhere 
Ausfallrate. Das Alles will man als Hersteller nicht, weil es dem Image 
des eigenen Produkts schadet. Und so ist natürlich irgendwo klar, dass 
man sich relativ schnell was einfallen lassen wird, was die Geräte 
einfach lahmlegt, wenn falscher Speicher genutzt wird, denn nur dann 
werden Fälschung und Verkauf unattraktiv.

von Harald K. (kirnbichler)


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F. schrieb:
> Ohne richtigen Speicher gibt's Performance-Probleme,

Was soll "nicht richtiger" Speicher sein?

F. schrieb:
> ausgetauschter Speicher wird auch sicher nicht unter den üblichen
> Produktionsbedingungen verlötet und sorgt damit für eine höhere
> Ausfallrate.

Das ist natürlich auch irgendwie FUD.

Das Problem ist, daß der eine Speicherbaustein, der auf dem Raspberry Pi 
drauf ist, schon immer recht teuer war - und jetzt durch den 
KI-Kackscheißdreck massiv teurer geworden ist, denn das ist kein altes 
abgehalftertes RAM, sondern LPDDR4, und damit immernoch halbwegs 
aktuell.

Und weil der Speicher so teuer geworden ist, haben die 
Raspberry-Pi-Leute reagiert, und ein neues Platinenlayout gemacht, bei 
dem zwei kleinere statt eines großen Speicherbausteins verwendet werden, 
und dazu eine Bestückungsvariante mit nur einem GByte herausgebracht - 
jetzt ist auch noch eine Variante mit 3 GByte dazugekommen.

Anders als bei Apple, bei dem Speicher schon immer abartig teuer war, 
und es sich tatsächlich gelohnt hat, bei entsprechender Befähigung den 
Speicher selbst aufzurüsten, ist das beim Raspberry Pi nicht der Fall.

Die in Russland gefundenen umgefrickelten Raspberries werden entstanden 
sein, weil nach Russland aus guten Gründen gar keine Raspberries mehr 
verkauft werden und die dort halt irgendwelchen irgendwoher 
"beschafften" Kram verarbeiten müssen.

von F. (radarange)


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Mein Gott, was schreibst du für einen Quatsch.

Harald K. schrieb:
> F. schrieb:
>> Ohne richtigen Speicher gibt's Performance-Probleme,
>
> Was soll "nicht richtiger" Speicher sein?

Speicher, der die geforderten Spezifikationen nicht einhält, z.B., weil 
er zu langsam ist.
Nun kannst du natürlich sagen, dass auch normale PCs mit unterschiedlich 
schnellem Speicher zurechtkommen müssen, aber die haben auch 
Konfigurationsspeicher auf den Speichermodulen. Der Raspberry Pi ist ein 
SBC und wenn da eingebauter Speicher mit den falschen Timings versorgt 
wird, wird das System eben instabil oder kann zumindest nicht mehr so 
weit übertaktet werden.
Selbst wenn das System auf andere Timings umprogrammiert werden sollte, 
sinkt die Performance und macht Leute unzufrieden, deren Raspberry Pi 
nicht die erwartete Performance liefert.
Das ist ja kein reines Hobby-Produkt, wo das irgendwie egal ist, sondern 
wird durchaus auch in komplexeren Produkten und Systemen eingesetzt.

> F. schrieb:
>> ausgetauschter Speicher wird auch sicher nicht unter den üblichen
>> Produktionsbedingungen verlötet und sorgt damit für eine höhere
>> Ausfallrate.
>
> Das ist natürlich auch irgendwie FUD.

Ist es nicht. Der Speichertausch ist eine Belastung für Platine und 
Bauteile, die BGAs werden sicher auch nach dem Tausch von Hand nicht 
geröntgt. Das wird einfach statistisch gesehen für eine höhere 
Ausfallrate sorgen.
Wenn dir jemand dein Gerät umbaut, dann ist dir das üblicherweise 
bewusst. Wenn es dann ausfällt, gehst du zu dem, der es umgebaut hat und 
beschwerst dich. Ist dir das nicht bewusst, kriegt der Hersteller den 
ganzen Ärger mit Qualitätssicherung und Imageverlust ab.

> [Diskussion zu Speicher]

Die Verfügbarkeit von Speicher ist schlecht. Da ist es natürlich 
attraktiv, irgendwo "kompatiblen" Speicher herzubekommen und den Raspi 
"upzugraden", um ihn danach für deutlich mehr Geld zu verkaufen. Die 
Preise für einen aktuellen Raspi mit viel Speicher sind absurd, da ist 
es natürlich lohnenswert, irgendwoher alte Recycling-Speicherchips zu 
besorgen und das einfach umzubasteln. Das wäre auch alles kein Problem, 
wenn das transparent kommuniziert würde; dann würde man sich über 
günstigere umgebaute Raspis freuen und die höhere Ausfallrate mit 
einkalkulieren. Stattdessen handelt es sich aber um Produktfälschungen, 
da sie als Original verkauft werden.

> Die in Russland gefundenen umgefrickelten Raspberries werden entstanden
> sein, weil nach Russland aus guten Gründen gar keine Raspberries mehr
> verkauft werden und die dort halt irgendwelchen irgendwoher
> "beschafften" Kram verarbeiten müssen.

Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Den Raspberry Pi kann man nicht 
nachbasteln. Der SoC ist ein Chip, den man nicht bekommt. Wenn man in 
Russland aus Sanktionsgründen keinen Raspberry Pi mehr bekommt, dann 
bekommt man gar keinen mehr und nicht nur die Varianten mit viel RAM 
nicht.
Das wird also nichts mit Russland zu tun haben und alles damit, dass man 
so jede Menge Geld machen kann, wenn man Recycling-Speicher aus 
Altgeräten so wieder unter die Leute bringt.

von Harald K. (kirnbichler)


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F. schrieb:
> Das ergibt überhaupt keinen Sinn.

Du hast nicht verstanden, was ich geschrieben habe, lehnst Dich aber 
gleich mit Deinem ersten Satz aus dem Fenster.

Nur weiter so.

von Rbx (rcx)


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Harald K. schrieb:
> KI-Kackscheißdreck

Nanana, hast du etwa ein Vorurteil?

Harald K. schrieb:
> Die in Russland gefundenen umgefrickelten Raspberries

Die Russen waren schon früher in Hardware-Programmierung 
überdurchschnittlich gut (auch in Assembler) - man fragt sich, ob die 
Sachlage jetzt noch besser wird - oder eher schwieriger, weil ja die 
Fachleute wie auch die Lehrlinge schwinden.

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