Forum: HF, Funk und Felder VNA Tools: Schweizer Taschenmesser für VNA-Messdaten


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von Christoph B. (birki2k)


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Image:vnatools2.png

Die vektorielle Netzwerkanalyse ist eines der wichtigsten Verfahren im Bereich der Hochfrequenzmesstechnik und erlaubt es, die Übertragungseigenschaften von Schaltungen oder Komponenten zu untersuchen. Die Software VNA Tools hilft unter anderem dabei, die erhaltenen Messdaten zu analysieren und auszuwerten.

Die Software des nationalen Metrologieinstituts METAS der Schweiz unterstützt vor allem dabei, die mit den Messungen einhergehenden Unsicherheiten exakt zu bestimmen und das Einhalten von Richtlinien und Normen zu gewährleisten. Dazu können Datensätze zu den bei Messungen verwendeten Geräten und Komponenten hinterlegt und verwaltet werden. Dies ermöglicht es, alle relevanten Parameter, die sich auf das Messergebnis auswirken, zu erfassen und und so die Qualität der Messung zu bestimmen.

Darüber hinaus bietet die Software zahlreiche weitere nützliche Funktionen für Messaufgaben mit VNAs und den Umgang mit gemessenen Streuparametern. So können neben der Visualisierung selbst auch Umrechnungen in andere Netzwerkparameter und der Export in verschiedene Formate erfolgen. Besonders nützlich erscheint auch die integrierte Time Gating Funktion, die es erlaubt, das Verhalten des relevanten Schaltungsteils zu isolieren und die Auswirkungen von Konnektoren und weiteren Übergängen auf die Messergebnisse zu minimieren.

Die Software für Windows kann kostenlos über die Webseite des Instituts bezogen werden, wobei eine vorherige Registrierung nötig ist. Eine abgespeckte Version in Form des METAS VNA Tools Data Explorers kann direkt heruntergeladen werden.

Weitergehende Informationen:

Bild: metas.ch


: Bearbeitet durch NewsPoster
von Markus (Gast)


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Danke, das klingt sehr vielversprechend.

Unter den weiterführenden Informationen hätte ich es genau andersherum 
erwartet: Tektronix als Quelle für den Zeitbereich und Keysight für 
VNA-Messungen ;-)

von Dennis E. (Gast)


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Machen wir wieder Werbung für etwas, was keiner braucht. Daten gegen 
VNA, tool. Das konnte Sci-kit RF schon vor Jahren.

von Dennis E. (Gast)


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Zumal das wieder noch ein Stück unfreie Software ist, in die man keinen 
Einblick hat und auf die man sich niemals verlassen sollte. Was nichts 
kostet ist auch nichts.

von W.S. (Gast)


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Christoph B. schrieb:
> Die Software des nationalen Metrologieinstituts METAS der Schweiz
> unterstützt vor allem dabei, die mit den Messungen einhergehenden
> Unsicherheiten exakt zu bestimmen und das Einhalten von Richtlinien und
> Normen zu gewährleisten. Dazu können Datensätze zu den bei Messungen
> verwendeten Geräten und Komponenten hinterlegt und verwaltet werden.

Also eher ein Verwaltungsprogramm als ein echtes Meßprogramm. Und die 
abgespeckte Version ist 41 MB groß.

Ich schätze mal, daß so ein Programm für Leute sinnvoll ist, die irgend 
etwas gerichtsfest dokumentieren müssen, wie z.B. Kalibriernachweise und 
dergleichen. Zum Beispiel amtlich geeichte Radarfallen...

Aber für unsereinen? Wohl eher nicht.

W.S.

von Dennis E. (Gast)


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Diese Leute haben aber schon Profi Software, die nicht im 
Mikrocontroller Forum beworben werden muss.

von Christoph B. (birki2k)


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Der Hinweis auf Scikit-rf ist gut, das nutze ich tatsächlich selbst 
gerne. Dennoch denke ich, dass beide Tools ihre Stärken und 
Einsatzzwecke haben.

Den Punkt, dass etwas zwangsweise schlecht sein muss, weil es kostenlos 
ist, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Aber hier kann ich beruhigen. 
Es gibt eine Version, die Echtzeitfähigkeiten bietet und dafür auch 
etwas kostet. Die wird z.B. von Herstellern wie R&S in ihre Geräte 
gepackt, basiert aber großteils auf dem gleichen Code.

von A. K. (foxmulder)


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Dennis E. schrieb:
> Was nichts kostet ist auch nichts.

Man muss geistig schon recht arm sein um so zu denken.
Aber gut für so manche Firma, mit solchen Leuten in der 
Entscheidungsebene verkauft es sich umso leichter.

von A. F. (artur-f) Benutzerseite


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Schade, dass keine Werbung für gute freie Software wie QucsStudio 
gemacht wird.

von Dennis E. (Gast)


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A. F. schrieb:
> Schade, dass keine Werbung für gute freie Software wie QucsStudio
> gemacht wird.

QucsStudio ist keine freie Software. Michael Margraf hat das von Qucs 
(Was wirklich frei ist) geforkt und geschlossen weiterentwickelt. Das 
soll jetzt die eierlegende Wollmilchsau werden, was zum scheitern 
verurteilt ist. Qucs sollte sich auf das konzentrieren, was es kann: 
Equation defined Simulation und nicht noch EM Simulation und PCB Design 
mit aufnehmen. Dafür gibt es ebenfalls schon tools, die deutlich besser 
sind (Kicad, OpenEMS oder kommerzielles). Michael Margraf hat sich wohl 
mit dem Ursprungsprojekt überworfen, was schade ist. Ich jedenfalls 
werde Qucs unterstützen und nicht die geschlossene Abspaltung. Was er da 
macht ist eigentlich frech.

von Markus (Gast)


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Dennis E. schrieb:
> Machen wir wieder Werbung für etwas, was keiner braucht.

Eine der ersten Fragen von Vorgesetzten: Wie hoch ist die 
Meßungenauigkeit? Insbesondere wenn das Produkt sich ohnehin nahe der 
zulässigen Grenzwerte bewegt, ist es unter Umständen entscheidend, ob 
auf +/- 0,3 oder 1,3 dB gemessen wird.
Für den Hobbybereich zugegeben eher vernachlässigbar.


> Das konnte Sci-kit RF schon vor Jahren.

Das muß man sich dann aber selber zurechtprogrammieren und kostet Zeit.


A. F. schrieb:
> Schade, dass keine Werbung für gute freie Software wie QucsStudio
> gemacht wird.

QucsStudio, Kicad oder andere freie Software wurde und wird hier an 
verschiedenen Stellen besprochen.


W.S. schrieb:
> Und die abgespeckte Version ist 41 MB groß.

Ja, der reinste Wahnsinn, das Programm alleine füllt eine ganze 
Festplatte.


Dennis E. schrieb:
> Was nichts kostet ist auch nichts.

Nee, das kann nix sein, zumal es von irgendeiner kleinen 
Hinterhofklitsche entwickelt wurde....

Hobbyisten mögen nicht die Zielgrupper derartiger Programme sein, 
andererseits schadet ein Blick über den Tellerrand nicht.

von Meister E. (edson)


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Ich finde es durchaus angebracht, diese SW hier vorzustellen. Kein 
einziges Argument gegen diese Vorstellung hat mehr Informationswert und 
niemand ist gezwungen sich bei Metas anzumelden und sich die SW zu 
holen.
Brauchen tu ich sie auch eher nicht (hab mein Zeug selber programmiert), 
aber ich nehme den Hinweis darauf gerne wahr - könnte ja sein dass ich 
sowas doch mal brauche.

2ct

von Gerhard H. (ghf)


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Dennis E. schrieb:
> A. F. schrieb:
>> Schade, dass keine Werbung für gute freie Software wie QucsStudio
>> gemacht wird.
>
> QucsStudio ist keine freie Software. Michael Margraf hat das von Qucs
> (Was wirklich frei ist) geforkt und geschlossen weiterentwickelt. Das
> soll jetzt die eierlegende Wollmilchsau werden, was zum scheitern
> verurteilt ist. Qucs sollte sich auf das konzentrieren, was es kann:
> Equation defined Simulation und nicht noch EM Simulation und PCB Design
> mit aufnehmen. Dafür gibt es ebenfalls schon tools, die deutlich besser
> sind (Kicad, OpenEMS oder kommerzielles). Michael Margraf hat sich wohl
> mit dem Ursprungsprojekt überworfen, was schade ist. Ich jedenfalls
> werde Qucs unterstützen und nicht die geschlossene Abspaltung. Was er da
> macht ist eigentlich frech.

Nur dass er der ursprüngliche Autor ist. (Arbeit an der TU Berlin)
Da kannst du auch gleich Linus Torwalds vorwerfen, er hätte Linux 
geforkt.

von Michel M. (elec-deniel)


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..Auf jeden Fall erfreulich, ein weiteres interessantes E-Programm 
vorzustellen.

Solche Programm Vorstellungen sind sehr wünschenswert. :-)

Nun wären praktische, einfach nutzbare Beispiele,
mit denen man die Vorteile oder Besonderheiten
dieses Programmes aufzeigen kann,
um den Nutzen für die eigenen Aufgaben und
Verkettungsmöglichkeiten zu anderen Simulation-Programmen
besser einschätzen zu können, notwendig. :-)

von Dennis E. (Gast)


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Gerhard H. schrieb:
> Nur dass er der ursprüngliche Autor ist. (Arbeit an der TU Berlin)
> Da kannst du auch gleich Linus Torwalds vorwerfen, er hätte Linux
> geforkt.

Schonmal in die Qucs Quellen geschaut? Ich ja. Er ist keinesfalls 
alleiniger Autor, was die Sache noch viel schlimmer macht. Thema Arbeit 
an der TU Berlin: Ebenso eine bodenlose Frechheit die indirekt aus 
Steuergeldern finanzierte Arbeit jetzt völlig geschlossen 
weiterzuführen.

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