Bidirektionale Analogübertragung

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Übertragung von zwei Analogwerten durch eine Leitung in zwei Richtungen


Das Prinzip der Übertragung von Analogwerten in beide Richtungen über eine einzelne Leitung wurde schon vor langer Zeit in der Fernmeldetechnik verwendet. Damals war ein Übertrager zwischen Mikrophon, Leitung und Hörer. Das nannte sich "Mithördämpfung".

Hier ein Schaltung, die die gleichzeitige Übertragung von Analogsignalen über eine einzige Leitung erlaubt:

Bidirektionale Analogübertragung.png

Auf der Leitung G bildet sich der Mittelwert der beiden Ausgangsspannungen A und B, weil jeder der Ausgangsspannungen über 10k in die Leitunng einspeist.

G = A/2 + B/2

Die Spannung am Eingang der Differenzverstärkers D ist:

D = G - A/2 = A/2 + B/2 - A/2 = B/2

Das heißt: An der Station A wird am Messpunkt D die Hälfe der Ausgangsspannung der Station B gesehen, obwohl Station A selbst durch die gleiche Leitung Spannungssignale an B sendet.

Das ist zunächst unabhängig davon, ob die Signale analog oder digital sind. Bei hochfrequenten Signalen kann der Einfluß der Leitungskapazität dadurch kompensiert werden, dass Kondensatoren an den Spannungsteilern eingesetzt werden, die der Leitungskapazität entsprechen.

Das Ausgangssignal kann durch einen Trennverstärker wieder auf volle Amplitude verstärkt werden, Dabei ist zu beachten, dass jeder der beiden Anschlüsse D schon 5 kOhm Innenwiderstand hat.