DGPS

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Differentielles GPS (DGPS)

Autor: Ray Kerman

Bei differenziellem GPS handelt es sich im einfachsten Fall um eine Methode, bei der mit Hilfe von zwei GPS Empfängern und einem bekannten Referenzpunkt, die Positionsgenauigkeit auf bis zu 3 m erhöht werden kann. Normale GPS Empfänger schaffen je nach Konstellation der Satelliten zwischen 9 m und 17 m in der Horizontalebene. Man geht davon aus, dass die Fehleinflüsse der Atmosphäre an zwei nahe gelegenen Punkten auf der Erde fast gleich groß sind. Indem man nun einen GPS Empfänger an einem Punkt mit bekannten exakt bestimmten Koordinaten aufbaut und die Differenz zwischen den durch GPS gemessenen Koordinaten und den realen Koordinaten bildet, kann diese Differenz an einen Mobilen GPS Rover übermittelt werden, welcher diese zur Fehlerkorrektur verwenden kann.

Funktionsprinzip

Die Signale welche von den Navstar-GPS Satelliten ausgestrahlt werden durchqueren auf ihrem Weg zur Erdoberfläche die Ionosphäre und die Troposphäre, durch diese wird die Laufzeit der Signale verändert, was zu Fehlern bei der Positionsberechnung im GPS-Empfänger führt. Da diese Fehler für jeden Satelliten anders sind müssen beim DGPS Korrekturdaten für jeden Satelliten einzeln bestimmt werden. Dies erfolgt über die Trägerphase(Phasenmessung) welche eine genauere Positionsbestimmung ermöglicht als eine einfache Auswertung der Codephase(Laufzeitmessung).