Ideenpool

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Hier möchte ich gerne eine geniale Ideensammlung posten. Sozusagen Dinge die von ihrer Einfachkeit her überzeugen.Also billig und gut als Anregung für junge und alte Bastler.


Die Wählscheibe.[Bearbeiten]

Zuerst gesehn auf Benes Elektroseiten, als Projekt um Winamp zu steuern.

Die Vorteile im Überblick:

  • 1 Kontakt geschlossen während Wählvorgang -> Interrupt oder unbenutzt
  • 1 Kontakt der getoggelt wird während dem Wählen -> Interrupt zur Auswertung
  • Benötigt nur einen AVR Pin(mit Interrupt).
  • Billig bei Pollin beziehbar.
  • Retro Terminal, mit Execute-Taster kombinierbar.
  • Impulswahltelefone sind allgemein einfach zu besorgen.

Die Nachteile:

  • Mechanisch relativ langsam
  • Je nach Alter der Wählscheibe können Kontaktprobleme auftreten.(Ist bei mir zum Glück noch nie Vorgekommen).
  • Entprellung gegebenenfalls nötig, aber unwarscheinlich(Wegen Impulswahlverfahren), notfalls elektronisch oder über Software, kann das mal bitte wer überprüfen?

Edit: Also nach Gehör(Lautsprecher) und meinem analogen Oszi prellt der Schalter nicht, aber 100% sicher kann man sich nur mit einem digitalen Speicheroszillioskop sein.

Allgemein sind Wählscheiben relativ gut geeignet zur Eingabe als PC-Numpadersatz am AVR, auch das ausgestrahlte Retroffeling gefällt einigen gut. Leider habe ich selbst noch kein Codebeispiel, wer aber die Suchen-Funktion benutzen kann wird ein Codebeispiel finden welches er adaptieren kann, dieser sei dann auch bitte zu gütig den Code hier anzuhängen.


Der alte Monitor aus dem Speicher.[Bearbeiten]

Ok, das zweite Objekt der begierde ist ein Festfrequenz-Monitor, welchen ich für einen symbolischen Euro bei einem Flohmarkt erworben habe. Leider habe ich ihn noch nicht zum laufen gebracht,aber ich erwarte ein Retrogrün.Diese Monitore wurden in früherer Zeit zur Textdarstellung benutzt, und können 2 Intensitäten darstellen.

Kurze technische Daten:

  • DE9F Anschluss mit 5V TTL Pegeln
  • Horizontale Frequenz: 18.425 +/-0.500 kHz
  • Vertikale Frequenz: 50 Hz.
  • Videobandbreite: 16,257MHz
  • Phosphorscreen mit langer Nachleuchtzeit, 32cm Diagonale
  • 7W Verbrauch, wenn kein Signal angelegt(leider keine Testquelle)
  • Textdarstellung mit 25*80 Zeichen
  • Auflösung von 720x350 Pixeln.
  • Je Zeichen also 9x14 Pixel

MDApinning.gif

Also braucht der Monitor insgesammt 3-4Pinns am AVR, je nach dem ob man das Intensitätssignal benutzt oder nicht.Die Ansteuerung ist relativ gesehen einfach, es gibt wie immer Codevorlagen, aber ich kenne mich leider noch nicht so gut damit aus. Sowas ist optimal für jeden der daran denkt Scopeclock zu bauen, bloß lassen sich noch viele andere Funktionen mit einarbeiten.Diese Monitore sind auch relativ einfach zu bekommen, und brauchen weniger Energie als die RGB Varianten.

Für den Retro Terminal Fan ist das ganze auch schön, bloß sollte man daran denken den Monitor im Programm automatisch an oder aus zu schalten nach einer gewissen Zeit.Man müsste aber sowiso einen 2ten AVR@16-20MHZ und ein wenig Sram Bildspeicher, sozusagen als Grafikchip einplanen.Wenn Ergebnisse vorliegen bitte natürlich Posten.

Ein alter PC mit dem besagten Display

Wasch- Spülmaschinenventile[Bearbeiten]

Wer hat denn schonmal nicht nach einer günstigen Alternative zu den teuren kommerziellen Magnetventilen geschaut? Je nach Anwendungsgebiet kann man so die teuren Ventile durch billige von dem Schrott ersetzen. Fragen sie bei ihrem lokalen Recyclinghof oder Schrotthändler nach Waschmaschinen und Spülmaschinen.

Diese Ventile sind korrosions und laugenfest, brauchen aber je nach Konstruktionsprinzip einen Gegendruck um richtig zu funktionnieren.

Kalte Temperaturen[Bearbeiten]

Wer kennt es denn nicht, einige Aquarianer können Lieder davon singen, aber auch der normale Mensch muss im Sommer leiden. Allein aus der Theorie erkenne ich schon einige vielversprechende Methoden für Abkühlung.

Verdunstungskälte[Bearbeiten]

Ich kann davon persönlich nur abraten feuchte Handtücher auzuhängen, der Raum kühlt sich nicht merklich ab sondern nur die Handtücher um 2-3°C, aber das schlimmste sei die steigende Luftfeuchtigkeit, das gibt einem dann den Rest. Lieber 30°C bei normaler Luftfeuchte anstatt Tropenklima im Wohnzimmer.

Auch um Behältnisse zu Kühlen ist diese Variante nicht so geignet. Um alle einwände zu berücksichtigen verweise ich mal auf den nigerianischen Kühltopf. Nigerianischer Kühltopf

Wasser kann man damit auf jeden Fall nicht richtig kühlen, aber es gibt Aquarianer die so durch verdunstungskälte 2-3°C kälteres Wasser erzielt haben.

Erd"wärme"[Bearbeiten]

Vor gut einem Jahr wurde bei uns eine Erdwärmeheizung installiert, aus dem Boden in 65m Tiefe gibt es in etwa 8°C "warmes" Wasser.

Zitat aus Wikipedia: "In 5 bis 10 m Tiefe entspricht die im Boden gemessene Temperatur praktisch der Jahresmitteltemperatur des Standortes (ca. 8 bis 10 °C in Deutschland)."

5-10 Meter in die Tiefe bohren ist noch ohne großen Aufwandt möglich, z.b. mit einem Bohrer für normale Bohrmaschinen den man sich ausleihen kann. Danach kann man dünnes, flexibles Kupfer- oder Eisenrohr aus dem Baumarkt zu O Spiralen biegen, die auf der ganzen Länge des Bohrloches verlaufen, oder bis 1-2Meter vor dem oberen Ende des Bohrloches, um die Wassertemperatur auch während des Winters konstant zu halten.

Trotzdem muss während des ganzen Winters die Pumpe laufen, damit es nicht zu lokaler Eisbildung kommt die das Rohr mit der Zeit zerstören kann. Auch muss daran gedacht werden vielleicht eine Opferanode in das Erdreich einzubringen, um das Rohre zu schützen.Antikorrosionsmittel im Wasserkreislauf aus dem KFZ Bereich wäre auch nicht schlecht.

Diese Variante ist eigentlich nach meiner Meinung die beste, nur wird das ganze problematisch wenn man nicht im Keller oder EG wohnt, aber solange der WAsserkreislauf geschlossen ist ist es doch unproblematisch, nur sollte man dann die Dichtungen für mehr Druck auslegen.

Kompressortechnik[Bearbeiten]

Kälteagrregate kauft man normalerweise, soetwas wäre echt zu schwer nachzubauen für den normalen Laien, deshalb möchte ich nich so genau darauf eingehen.

Zum Anfang sollte man das Hartlöten beherrschen, eine Vakumpumpe besitzen und man braucht man einen kompletten Kühlschrank. Auch braucht man FCKW Ersatzmittel, Propan oder Butan um den Kühlkreisläuf wiederzubefüllen. Je nach Aufbau des Schranks kann man viele Teile weiterverweden. Ich denke in Wikipedia kann man sich den Aufbau durchlesen.

Kompressorkühltechnik

Warscheinlich muss man die Drossel selbst löten.

Am Ende hat man dann eine kalte Seite(die das Wasser oder Zimmer direkt kühlt) und eine warme Seite, die optimalerweise im Freien liegt. Je nach Lötkünsten kann man auch ganz ohne Wasser auskommen, man ist dann aber sehr eigeschränkt, denn bei flexiblen Leitungen mit mehr als 10Bar Druck und gefüllt mit Propan, da graut es mir.

Wie die Kälte übertragen?[Bearbeiten]

Im Internet gab es schon einige Leute die biegsames Rohr hinter einen normalen Ventilator gebogen haben und eben auch so befestigt.Was diese mit dem Kondenswasser getan haben konnte ich aber nie erfahren, es ist also nicht die optimal Lösung. Dafür spricht auch dass das biegsame Rohr mehr kosten würde als ein alter Kühler aus einem Auto, als Beispiel.

Mir kam eine viel effizientere Lösung in den Sinn. Der Wasserkühler hält normalerweise das Kühlwasser des Motors im Auto kühl und besitzt entweder einen mechanischen oder elektrischen Lüfter davor der für den nötigen Durchzug sorgt, aber es gab auch Varianten ohne Lüfter, die mit dem Fahrtwind arbeiteten. Da diese Kühler im Motorraum sitzen müssen sie mehr oder weniger Witterungsfest sein, daher kommen sie locker mit Kondenswasser klar. Auch müsste ein Heizungsradiator aus dem Auto oder Hausbereich gehen.

Den kann man gut als Radiator verwenden, Schüssel für Kondenswasser drunter, am besten mit Überlaufsensor für Notabschaltung :)

Mit einer Variante von IV.2 oder IV.3 kommt man zu ganz ansehnlichen Ergebnissen.

Heizungsradiator eines Autos

Wasserkühler, leicht Desolat

Auch gut, über einen Plexiglaswärmetauscher kann man so auch ein Aquarium cool halten.

Die kaputte Heizspirale des Trockners.[Bearbeiten]

Ok, ganz normaler Tag dachte ich als ich heimkam, aber nein Trockner war kaputt. Der Techniker sagt es sei die Heizspirale, ich habe ihn darauf gleich mal gebeten das Teil dazulassen welches kaputt ist.

Das Teil sah so aus wie eine Heizspirale aus einer Waschmaschine bloß mit umwickelt mit Bleckband in Kühllamellenform.Ich hab da kurzen Prozess gemacht, erstmal geradebiegen, da brach die Spirale an der durchsschmorten Stelle, und 2 Heizdrähte kamen zum Vorschein.

Nach dem geradebiegen konnte ich die "Stäbe" mit dem Seitenschneider oder der Blechschere locker schneiden.Dann den Heizdraht leicht herausziehen(alles in hartem Keramikpulver), danach die Heizdrähte mit Einadrigem Kabel umwickeln und verlöten.Die Verbindung muss durch das Umwickeln fest sein, das verlöten ist nur zusätzliche Sicherheit und Übergangswiderstandsverminderung, aber eigentlich lässt sich der Heizdraht nicht löten. Die Enden gerade mit einer Keramikmischung oder Hochtemperatursilikon verschließen.Nun habe ich 5 und 10 Hochlastwiderstände für umme, normal ist sowas sehr teuer.Die liegen nun in der Bastelkiste und werden benutzt um meine Netzteile oder Schaltregler zu testen.Diese mächtige Spirale konnte an 230V satte 2kW an die Luft abführen. (Mit Zwangslüfter)

Halogenbirnen sowie Toaster-Heizelemente sind als Last zum Verheizen von Leistung auch sehr gut geeignet, da sie ohne Zwangskühlung die entstehende Wärme abführen können.

Der ATMEL Tiny13 aus der Tintenpatrone.[Bearbeiten]

Denkt euch jetzt ned häää was, sondern lauschet meinen Worten.Ich benutze nich originale Epson Tintenpatronen.Diese haben einen Tinenstandchip, welcher immer leer wird. Durch Zufall(Patrone leer) wollte ich mal den "EEPROM" entfernen, und was kam zum Vorschein? Ein ATtiny13 im SMD-Gehäuse,mit AblockC. Lötfläche war genug vorhanden, einfach die Kontaktflächen nehmen =)

Na ja ATtiny13 sind nicht gerade teuer, aber cool.