Kleinspannungs Röhrenverstärker

Wechseln zu: Navigation, Suche

von Philipp Kälin Benutzer:philippk

Einleitung

Dieses Projekt soll aufzeigen, wie man mit einfachen Mitteln ein Röhrenverstärker aufbauen kann. Röhren sind ja genau genommen der Anfang der heutigen Mikrocontroller und es gibt immer noch Leute die sich für solche Nostalgische Dinge interessieren aber: Röhrenverstärker sind veraltet, haben einen denkbar schlechten Wirkungsgrad und der Aufbau ist vegleichsweise teuer. Der einzige Pluspunkt den sie haben ist ihr weicher Klang, ob der nun besser ist darüber lässt sich widerum streiten. Das einzige positive Argument das übrig bleibt muss man bei diesem Projekt allerdings wieder relativieren, denn die Einfachheit geht auf Kosten der Klangqualität. Übrig bleibt also nur, dass man einfach spass haben muss an der Nostalgie die in diesem Projekt steckt ;-)


Funktionsweise

Realisiert wird ein Mono Verstärker in Gegentakt Arbeitsweise. Das Teuerste am ganzen Verstärker ist normalerweise der Ausgangsübertrager, dieser wird in diesem Projekt aber durch einen normalen Netztransformator ersetzt. Wie schon gesagt, geht diese Vereinfachung auf Kosten der oberen Grenzfrequenz. Auch wird die Spannungsversorgung mit "zeitgemässen" Bauteilen realisiert, das erhöht den Wirkungsgrad wenigstens ein bißchen gegenüber Gleichrichterröhren.

Bilder

Frontansicht
Draufsicht
Rueckansicht
Innenansicht
Aufbau

Schemata

Netzteil

Netzteil

Für den Verstärker werden eigentlich nur zwei Spannungen benötigt, 16 V für die Heizungen und 60V als Anodenspannung. Für die Heizspannung werden normale 7815 Spannungsregler. Um die Leistung optimal auf die Trafowicklungen zu verteilen wurden dafür 2 separate 15V Spannungsregler Pfade verwendet.


Bei der Anodenspannung ist es wichtig, dass diese eine sehr kleine Brummspannug aufweist. Um dies möglichst gut zu erreichen wurde eine Lineare Spannugsregelung auf 60V verwendet. Da Spannungsregler für solch hohe Spannungen relativ rar sind wurde eine Z-Diode Spannungsregelung mit Längstransistor verwendet. Nachfolgend ist.

Einschaltverzögerung

Um die Röhren zu schonen, sollte die Heizspannung zuerst eine Weile eingeschaltet sein und erst dann die Anodenspannung dazu geschaltet werden. Der Heizdraht wird ansonsten zu stark abgenutzt. Die Schaltung wurde mit einem NE555 realisiert und hat eine Zeitkonstante von ca. 30s.

Verstärker

Verstärker

Die ganze Schaltung kann man grundsätzlich in drei Teile unterteilen, Vorverstärker - Phasendrehung - Gegentakt Endstufe. Die Grösse des Eingangssignal kann mit R11 eingestellt werden. Mit C3 wird das Signal Gleichspannugsmässig entkoppelt und auf die Röhre gegeben. R13 und R15 stellen eine Verstärkung von ca. 4,7 ein. Mit C4 wird das Signal auf die nächste Röhre gegeben. Weil die Widerstände R7 und R8 fast gleich gross sind ist die Spannungsverstärkung der Röhre 1. R7 und R8 sind nicht genau gleich gross, da man den Gitterstrom noch mit einberechnen muss. Die beiden Ausgangssignale sind Phasengegengleich und werden auf die beiden Endpetoden gegeben. L1/R4 sind Filter um Störungen im UKW Bereich zu eliminieren. Als L1 sind 5 Windungen Kupferdraht auf den Widerstand gewickelt. Der Ausgangsübertrager ist ein Ringkerntransformator mit zwei 115V Wicklungen Primärseitig und zwei 15V Wicklungen Sekundärseitig. Es wäre jedoch besser kleinere Sekundärspannungen zu verwenden, um den Arbeitswiderstand auf der Primärseite zu erhöhen.

Download

  • Schemas (Eagle und PDF)
  • Datenblätter
  • Aufgenommene Kennlinie bei 60V Anodenspannung

LowVoltageTubeAmplifier.tar.gz

Siehe Auch

Jogis Röhrenbude http://www.jogis-roehrenbude.de/
Röhren-Projekte von 6 bis 60 Volt http://www.b-kainka.de/roehren.htm