Ein indisches Startup plant die Auslieferung eines mit 700 MHz getakteten RISC/V-Mikrocontrollers, während Errata gegen die nRF54-Serie Beachtung verdienen. Ubuntu macht sich am CIX P1 breit, verschiedene Berichte demonstrieren Aspekte des Reverse Engineerings. Hier eine Liste von Interessantem zum Wochenstart.
Nordic Semiconductor: Neue Errata gegen die nRF54-Serie
Aus der Realität der immensen Komplexität moderner Mikrocontrollerdesigns folgt, dass die ausgelieferten Chips so gut wie immer mehr oder weniger große Fehler mitbringen. In einer vor wenigen Stunden an die Entwicklerschaft versendeten eMail kündigt Nordic nun eine Aktualisierung der Errata-Dokumente an, die die folgenden Chipfamilien betrifft:
• nRF54L15 Errata
• nRF54L10 Errata
• nRF54L05 Errata
• nRF54LM20A Errata
• nRF54LM20B Errata
• nRF54LS05A Errata
• nRF54LS05B Errata
Im Fall des nRF54L15 präsentieren sich die neu hinzugefügten Fehler wie in der Abbildung gezeigt.
Rohde & Schwarz FSWP – neue Funktionen angeteasert
Im Hause Rohde & Schwarz ist man sich der Schlagkraft der Gerüchteküche im Bereich der Vermarktung von Elektronik-Produkten durchaus bewusst. Aus diesem Grund „teaserte“ man in einer an Kunden verschickten E-Mails neue Funktionen für den FSWP.
Wer Betriebssysteme und Netzwerke auf einem tiefergehenden Niveau zu unterrichten sucht, wünscht sich über kurz oder lang ein kompaktes, für Lehrzwecke entwickeltes Betriebssystem.
So ein 64-bittige RISC/V-Kern als Lehrplattform zugelassen ist, könnte das als eine Mischung aus Linux und Plan9 konzipierte mazu geeignet sein. Unter der URL https://github.com/MazuNIX/mazu beschreibt sein Autor die dahinterstehende Designphilosophie folgendermaßen:
Die Arbeiten an der Limor Fried-spezifischen Variante des Python-Interpreters für Embeddedsysteme schreiten pausenlos fort. Unter der URL https://github.com/adafruit/circuitpython/releases/tag/10.2.1 findet sich die folgende Änderungszusammenfassung, die auf die aktuellste stabile Version des Programms eingeht:
Dass man im Hause Arduino über die Abkündigung von ARM’s MBED-Echtzeitbetriebssystem nicht unbedingt glücklich war, folgt aus der Logik seiner tiefen Integration in das Ökosystemen. Seit einiger Zeit arbeitet man daran, die „Basis“ der Arduino-Laufzeitumgebung auf das von der Linux Foundation vorangetriebene Zepyhr zu portieren.
Unter der URL https://blog.arduino.cc/2026/05/15/arduino-core-on-zephyr-0-55-getting-ready-for-the-final-mile/ verkündigt man nun, fast an einem Punkt angelangt zu sein, wo man die Zephyr-Variante des Arduino-Cores als stabil betrachten kann. Zu den Änderungen in der vorliegenden Version vermeldet man dann - unter Anderem - das in der Abbildung gezeigte.
Spezifischerweise findet sich unter der URL https://discourse.ubuntu.com/t/ubuntu-concept-goes-cix-p1/82213 neben der Möglichkeit zum herunterladen des Images auch die folgende Passage, die auf den „Beta-Zustand“ der vorliegenden Ubuntu-Variante hinweist:
Wer eine hauseigene und ressourcensparende Linux-Distribution für ein Embedded-System zusammenzustellen gedenkt, greift seit jeher auf Yocto Linux zurück.
Vor wenigen Tagen erschien die Version 6.0 des Produkts, die die von den diversen, als Rezept bezeichneten Bauanleitungen generierten Pakete aktualisiert. Spezifischerweise findet sich unter der URL https://www.cnx-software.com/2026/05/14/yocto-project-6-0-wrynose-released-with-linux-6-18-lts/ ein zusammengefasster Changelog, der sich folgendermaßen präsentiert:
Wie immer gilt, dass das Entwicklerteam „bestehenden Nutzern“ verschiedenste Dokumente an die Hand gibt, um den Umstieg zu erleichtern. Weitere Informationen hierzu finden sich im Hause CNX.
AirKamuy 150 – japanische Drohne aus Wellpappe
Drohnenkriege sind immer Wirtschaftskriege: wer mit der F-15 eine 20 000 US-Dollar kostende Drohne herunterholt, wird über kurz oder lang durch Staatsbankrott verlieren.
In Japan ist man sich dieses Problems bewusst, weshalb man nun - wie in der Abbildung gezeigt - eine aus Wellpappe bestehende und dementsprechend extrem preiswerte Drohne loszulassen sucht.
Interessant ist, dass das japanische Verteidigungsministerium und der japanische militärindustrielle Komplex an dieser Technologie immenses Interesse zeigen. Weitere Informationen zur politischen Unterstützung finden sich unter der URL https://futurism.com/robots-and-machines/japan-cardboard-drones.
Teledyne FLIR: Neue Kameramodule für Embeddedsysteme.
Im Hause FLIR gibt es Neuigkeiten. Spezifischerweise stehen die in der Abbildung gezeigten Module ante Portas - hervorzuheben ist im Fall der DragonFly-Serie vor allem ihre Fähigkeit, Informationen über ein USB 3-Interface zur Verfügung zu stellen.
Bildquelle: Teledyne FLIR
RSGB – Workshop zu Vektor-Netzwerk-Analysatoren
Die britische Amateurfunk-Organisation RSGB hat einen durchaus innovativen Weg zur Erwirtschaftung von Einnahmen gefunden. Wie in der Abbildung gezeigt bietet man Workshops zu Themen an, die Funkamateure interessieren könnte - das Thema Vektor-Netzwerk-Analysetoren ist nach Ansicht des Autors (er kämpft nach wie vor mit seinem 8753C) mehr als gelungen.
Mender: cloudbasierter Software-Aktualisierungsdienst nun mit Unterstützung für Mikrocontroller.
Aufgrund der teilweise quelloffenen Architektur ist Mender im Bereich der Open Source-Systeme seit jeher populär. Bisher galt allerdings, dass sich der Dienst auf die Aktuell-Haltung von Embedded Linux-Systemen beschränkt. Ab sofort gilt dies nicht mehr - man kündigt die Verfügbarkeit einer Mikrocontroller-Variante an:
Retro, zur Ersten – Palm OS auf Fisher-Price Pixter
Dmitri Grinberg - der Programmierer ist für seine diversen Erweiterungen von Palm OS unvergessen - gelang vor einiger Zeit die Ausführung von Palm OS auf einigen Fisher Price-Spielzeugen. Unter der URL https://dmitry.gr/?r=05.Projects&proj=37.%20Pixter findet sich nun eine faszinierende Zusammenfassung des „Gestationsprozesses“, der das Reverse Engineering der nur leidlich dokumentierten Hardware en Detail dokumentiert.
Retro, zur Zweiten – Windows CE 2.11 auf Nintendo 64
Der Nintendo 64 war aufgrund seiner technischen Unterlegenheit gegenüber PS1 und Co. ins Hintertreffen geraten. Das bedeutet nicht, dass seine MIPS-basierte Architektur nicht interessant bleibt. Unter der URL https://github.com/ThroatyMumbo/WinCE64 finden sich die Ergebnisse einer „Tour der Force“, die die Ausführung einer frühen Version von Windows CE auf der Spielkonsole zum Thema hat.
Zu beachten ist, dass PocketPC-Freaks an dieser Stelle nicht auf jauchzen sollen - die Portierung tut außer dem Booten des Windows CE-Kernels nur vergleichsweise wenig.
Lesestoff: ESP32-C als Red Team-Werkzeug im Bereich des Pentesting
Lesestoff, zur Zweiten – Deanonymisierung von Nutzern des Mullvad-VPNs
Der Bereich der Computersicherheit ist unter anderem deshalb so interessant, weil das Erzeugen eines „gehärteten“ Systems eine holistische Aufgabe darstellt.
Im Hause Mullvad gab es einen Designfehler, der die Deanonymisierung von Nutzern des VPN-Diensts ermöglicht. In der unter der URL https://tmctmt.com/posts/mullvad-exit-ips-as-a-fingerprinting-vector/ bereitstehenden Beschreibung findet sich die folgende Passage, die auf die „Intensität“ eingeht:
> Ein indisches Startup plant die Auslieferung eines mit 700 MHz getakteten> RISC/V-Mikrocontrollers,
Ich plane auch ein Sternentor zu bauen. Sobald meine Mikrowelle kaputt
geht und ich ein paar Teile daraus gewinnen kann wird es los gehen.
Versprochen! :)
Vanye
Vanye R. schrieb:>> Ein indisches Startup plant die Auslieferung eines mit 700 MHz getakteten>> RISC/V-Mikrocontrollers,>> Ich plane auch ein Sternentor zu bauen. Sobald meine Mikrowelle kaputt> geht und ich ein paar Teile daraus gewinnen kann wird es los gehen.> Versprochen! :)
Was willst Du damit sagen? Das du neidisch bist, das Inder Dinge
hinbekommen von denen Du nur träumen kannst?
Vanye R. schrieb:> Ich plane auch ein Sternentor zu bauen.
Nein, es ist vollkommen ausgeschlossen, daß unser "Vanye" irgendwelche
Vorurteile haben könnte. Das ist unmöglich, kann beinahe gar nicht sein.
> Was willst Du damit sagen? Das du neidisch bist, das Inder Dinge> hinbekommen von denen Du nur träumen kannst?
Nein, ich hab mir einen ziemlich bekannten Witz darueber erlaubt das
heutzutage immer erst angekuendigt wird und dann muss man mal sehen ob
es kommt oder nicht. Aber man muss nicht alles erklaeren. .-)
Vanye
Vanye R. schrieb:>> Ein indisches Startup plant die Auslieferung eines mit 700 MHz getakteten>> RISC/V-Mikrocontrollers,>> Ich plane auch ein Sternentor zu bauen. Sobald meine Mikrowelle kaputt> geht und ich ein paar Teile daraus gewinnen kann wird es los gehen.> Versprochen! :)>> Vanye
Hier spricht der Experte. Ich wollte es so nicht schreiben - aber dass
sich auf der Webseite so rein gar nichts findet...
Andreas M. schrieb:> Vanye R. schrieb:>>> Ein indisches Startup plant die Auslieferung eines mit 700 MHz getakteten>>> RISC/V-Mikrocontrollers,>>>> Ich plane auch ein Sternentor zu bauen. Sobald meine Mikrowelle kaputt>> geht und ich ein paar Teile daraus gewinnen kann wird es los gehen.>> Versprochen! :)>> Was willst Du damit sagen? Das du neidisch bist, das Inder Dinge> hinbekommen von denen Du nur träumen kannst?
Der Mann ist selbst Inder:
Is the name vanye rijan likely Indian?Yes, the combination is highly
likely to be Indian or South Asian. Both parts of the name align closely
with traditional and modern Sanskrit-derived names used frequently in
the region.Here is a breakdown of why this name strongly fits an Indian
background:The Given Name: VanyeWhile "Vanye" is an uncommon exact
spelling, it is a direct phonetic variant of popular Indian
names:Sanskrit Roots: It most likely represents Vanya (वाण्या). In Hindu
tradition, Vanya is a Sanskrit name meaning "of the forest" or "wild",
and it is a common feminine given name.Alternative Meaning: It is also
used as a variant of Vaanya, which means "deity of speech" or relates to
Saraswati, the Hindu goddess of knowledge and arts.Note on Western
Names: Vanya exists in Slavic cultures as a male diminutive for Ivan.
However, when paired with an Indian surname, the South Asian origin is
the most logical fit.The Surname: RijanRijan is a distinct South Asian
name with roots in ancient languages:Etymology: In Sanskrit, the name is
constructed from "Ri" (enemy) and "jan" (born), often interpreted to
mean "born to conquer enemies".Regional Usage: It is primarily found in
India and Nepal as a modern given name or family name.Phonetic
Relatives: It belongs to a very common family of Indian names/surnames,
including Rajan (meaning "king" or "ruler"), Riyan, and Srijan
("creation").
Harald K. schrieb:> Vanye R. schrieb:>> Ich plane auch ein Sternentor zu bauen.>> Nein, es ist vollkommen ausgeschlossen, daß unser "Vanye" irgendwelche> Vorurteile haben könnte. Das ist unmöglich, kann beinahe gar nicht sein.
Harald,
ich schätze dich sehr, und bin dir sehr dankbar. Bitte nimm das Folgende
mit vollstem militärischem Respekt.
Der Mann ist wahrscheinlich Inder, siehe oben.
Der Rabbi weiß, was im Burger ist; die MILF weiss, welche Mitbewohner
sie beherbergt. Wir sollten ihm zumindest zuhören.
Jens K. schrieb:> Vanye R. schrieb:>> Vanye>> Vanye interessiert es?
Hallo Jens,
auch du bitte, mit vollstem militärischem Respekt.
Der Mann ist Inder. Es geht um ein indisches Start-Up.
Tam
Tam H. schrieb:> Hier spricht der Experte. Ich wollte es so nicht schreiben - aber dass> sich auf der Webseite so rein gar nichts findet...
Auf welcher Webseite? Der von Mindgrove? Dort findet sich ein - wenn
auch rudimentäres - Datenblatt, ein Usermanual zum Eval Board und auch
ein glaubwürdiges Foto davon.
> Der Mann ist selbst Inder:
Also ich nicht. Ich bin ein Protagonist aus einem Buch das jeder kennen
sollte und das meinen harten Kampf im Mikrocontroller.net antologisch
beschreibt. :-p
Vanye
Vanye R. schrieb:> Ich bin ein Protagonist aus einem Buch das jeder kennen> sollte
Ah, da mag jemand ältere SF-Romane.
Zurück zum eigentlichen Vorwurf: Es sind also doch dümmliche
Vorurteile.
Harald K. schrieb:> Zurück zum eigentlichen Vorwurf: Es sind also doch dümmliche> Vorurteile.
Hm. Im Vorgängerartikel heißt es ja, Buzzword-Bingo sei langweilig. So
gesehen wurde ich auch missverstanden.
Tam H. schrieb:> Der Nintendo 64 war aufgrund seiner technischen Unterlegenheit gegenüber> PS1 und Co. ins Hintertreffen geraten.
Aus Emulatorsicht nicht unbedingt:
https://wiki.ubuntuusers.de/Mupen64Plus/
Außerdem könnte man doch auch mal einen Artikel über die [Inder und
RISC/V] zusammenstellen. Könnte auch interessant werden ;)
Andreas M. schrieb:> Tam H. schrieb:>> Hier spricht der Experte. Ich wollte es so nicht schreiben - aber dass>> sich auf der Webseite so rein gar nichts findet...>> Auf welcher Webseite? Der von Mindgrove? Dort findet sich ein - wenn> auch rudimentäres - Datenblatt, ein Usermanual zum Eval Board und auch> ein glaubwürdiges Foto davon.
Hallo,
danke dir. Ich meinte mit der Experte der Inder.
Das ist cool. Als ich geschaut hatte, fand ich nur CPUs, aber noch
nichts zur MCU.
Tam
Vanye R. schrieb:>> Der Mann ist selbst Inder:>> Also ich nicht. Ich bin ein Protagonist aus einem Buch das jeder kennen> sollte und das meinen harten Kampf im Mikrocontroller.net antologisch> beschreibt. :-p>> Vanye
Hallo,
Ah, OK, sorry.
Bin kein großer Romanleser. Hatte mich immer eher für
Elektronikliteratur interessiert.
Tam
Harald K. schrieb:> Vanye R. schrieb:>> Ich bin ein Protagonist aus einem Buch das jeder kennen>> sollte>> Ah, da mag jemand ältere SF-Romane.>> Zurück zum eigentlichen Vorwurf: Es sind also doch dümmliche> Vorurteile.
Hallo,
nun bin ich verwirrt. Ich hatte absichtlich (ob meiner US-Kunden ist mir
bekannt, dass Inder derzeit nicht so populär sind) absolut wertfrei über
die neue MCU berichtet.
Tam (müde)
Rbx schrieb:> Harald K. schrieb:>> Zurück zum eigentlichen Vorwurf: Es sind also doch dümmliche>> Vorurteile.>> Hm. Im Vorgängerartikel heißt es ja, Buzzword-Bingo sei langweilig. So> gesehen wurde ich auch missverstanden.
Sorry, jetzt stehe ich komplett auf der Leitung.
>> Tam H. schrieb:>> Der Nintendo 64 war aufgrund seiner technischen Unterlegenheit gegenüber>> PS1 und Co. ins Hintertreffen geraten.>> Aus Emulatorsicht nicht unbedingt:> https://wiki.ubuntuusers.de/Mupen64Plus/>> Außerdem könnte man doch auch mal einen Artikel über die [Inder und> RISC/V] zusammenstellen. Könnte auch interessant werden ;)
Definitiv. Indien nutzt die Technologie umfangreich, um technisch
eigenständig zu bleiben. Dass Engländer schon mal bei Sanktionen
mitspielen, haben sie in den letzten Jahren ja bewiesen.
Tam H. schrieb:> Hallo,> nun bin ich verwirrt. Ich hatte absichtlich (ob meiner US-Kunden ist mir> bekannt, dass Inder derzeit nicht so populär sind) absolut wertfrei über> die neue MCU berichtet.
An Deinem Bericht gibt es auch nichs auszusetzen.
Der Vorwurf des Vorurteils geht nicht an Dich, sondern an "Vanye", der
ja nun doch kein Inder ist, aber das hier meinte schreiben zu müssen:
Vanye R. schrieb:> Ich plane auch ein Sternentor zu bauen. Sobald meine Mikrowelle kaputt> geht und ich ein paar Teile daraus gewinnen kann wird es los gehen.> Versprochen!
> Der Vorwurf des Vorurteils geht nicht an Dich, sondern an "Vanye", der> ja nun doch kein Inder ist, aber das hier meinte schreiben zu müssen:
Das ist aber dann bewusstes falschverstehen in deinem Hirn. Es ist mir
piepegal ob jemand Inder ist oder nicht, ich bezog mich auf die
Erstellung von Paperware. Das haette ich auch genauso gefunden wenn du
persoenlich das so machen wuerdest.
Vanye
Vanye R. schrieb:> Es ist mir piepegal ob jemand Inder ist oder nicht, ich bezog> mich auf die Erstellung von Paperware.
Aha. Da hättest Du was anderes zitieren müssen, als den Teil mit dem
indischen Startup.
Deine Reaktion wäre etwas angemessener gewesen, hättest Du das hier
zitiert:
Tam H. schrieb:> Leider gibt es zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Newsmeldung noch keine> weiteren Informationen zur Thematik.
So aber ...
Tam H. schrieb:> Nordic Semiconductor: Neue Errata gegen die nRF54-Serie> Aus der Realität der immensen Komplexität moderner> Mikrocontrollerdesigns folgt, dass die ausgelieferten Chips so gut wie> immer mehr oder weniger große Fehler mitbringen.
Mal eine Frage von aussenstehenden: Gibt es beim Chipdesign eigentlich
auch einen Prozess des reinen Bugfixen (also ohne neue Features)? In dem
z.B. ab nächstem Jahr eine neue Maske erstellt wird und die künftigen
nRF54-ICs die in der Errata beschriebenen Fehler nicht mehr haben?
Oder ist dieser Prozess zu teuer und es wird stattdessen auf neue Chips
heraus laufen, welche sowohl die Bugs gefixt haben, sowie auch neue
Funktionen enthalten?
Operator S. schrieb:> Gibt es beim Chipdesign eigentlich> auch einen Prozess des reinen Bugfixen
Ja, natürlich. Das machen viele Hersteller so. Dazu wird (manchmal) auch
die Maskenrevision bei der Beschriftung des Chips mit angegeben.
Vanye R. schrieb:>> Der Mann ist selbst Inder:>> Also ich nicht. Ich bin ein Protagonist aus einem Buch das jeder kennen> sollte
Welches Buch, bitte? :-)
Norbert G. schrieb:> Welches Buch, bitte?
C. J. Cherryh, Gate of Ivrel (1976), Well of Shiuan (1978), Fires of
Azeroth (1979) und Exile's Gate (1988) (alle vier bilden den "Morgaine
Cycle")
Harald K. schrieb:> Norbert G. schrieb:>> Welches Buch, bitte?>> C. J. Cherryh, Gate of Ivrel (1976), Well of Shiuan (1978), Fires of> Azeroth (1979) und Exile's Gate (1988) (alle vier bilden den "Morgaine> Cycle")
Wäre ein Hinweis auf [1] nicht sinnvoller gewesen? Du weißt schon,
Konfusius: gib einem Mann einen Fisch und ernähre ihn für einen Tag...
[1] https://de.lmgtfy2.com/
Harald K. schrieb:> Operator S. schrieb:>> Gibt es beim Chipdesign eigentlich>> auch einen Prozess des reinen Bugfixen>> Ja, natürlich. Das machen viele Hersteller so. Dazu wird (manchmal) auch> die Maskenrevision bei der Beschriftung des Chips mit angegeben.
Wobei das auch nicht immer erfolgreich ist, wir hatten mal ein Produkt,
das ging nur mit einer ganz bestimmten Maskenrevision weil die vorherige
und die nachfolgende Revision eine von uns benötigte Peripherie kaputt
gemacht hat. War ein Mikrocontroller aus dem Automotive Bereich (war
glaube ich ein PowerPC), bei Bestellung direkt beim Chiphersteller
konnten wir dann auswählen, dass wir diese Zwischenrevision benötigen,
die wurde parallel zur neuen weiterproduziert.
Harald K. schrieb:> Norbert G. schrieb:>> Welches Buch, bitte?>> C. J. Cherryh, Gate of Ivrel (1976), Well of Shiuan (1978), Fires of> Azeroth (1979) und Exile's Gate (1988) (alle vier bilden den "Morgaine> Cycle")
Vielen Dank!
Operator S. schrieb:> Gibt es beim Chipdesign eigentlich auch einen Prozess des reinen> Bugfixen (also ohne neue Features)?
Ja definitiv, bei so manchen STM32's steht im Errata Sheet dass
bestimmte Bugs nur bis zu einer bestimmten Revision existieren.
Allerdings werden neue Revisionen nur gemacht wenn die Bugs kritisch
sind, nicht wenn man sie workarounden kann. Allerdings kann das Beheben
von Bugs "neue" Features/Use Cases ermöglichen.
Teilweise wird sogar in Software die Revision abgefragt (steht in einem
Read-Only Peripherieregister) und dann entsprechend Workarounds
aktiviert.
Ich glaube aber dass es eher die Ausnahme ist, eine Revision zu machen,
wenn der IC bereits in Massenproduktion ist; die Revisionen finden eher
in der Vorserien-Phase statt, und die Bugs sind dann nur in
Engineering-Samples oder frühen Eval-Boards zu finden. Später gefundene
Bugs bleiben dann (typischerweise) für immer drin.
Bei manchen STM32's tritt der gleiche Bug in verschiedenen Varianten
auf, und sie beheben nur eine Variante weil andere übersehen wurden.
z.B. das Debugging in Low-Power-Modes bei den STM32Ux: Beim Wake-Up aus
dem STOP2 während einer Debug-Session stürzt der Controller ab. Bei
manchen Wake-Up Auslösern haben sie es repariert, bei anderen
vergessen...