Hallo zusammen! Habe folgendes vor: über 2-Draht 12V DC werden mehrere
LED gespeist, ein zentraler Master soll auf die 12 V ein Rechtecksignal
(z.B. 17V, f Max. 500Hz überlagern. Der Slave filtert es wieder
auseinander und übernimmt das Pulslängencodierte Signal als
Steuersignal, ähnlich wie beim Morsecode. Habe mit LTspice schon
verschiedene Schaltungen ausprobiert, allerdings nicht mit dem
gewünschten Erfolg. Gerne würde ich mit möglichst wenig Bauteilen und
ohne Einkoppelspulen auskommen. Hat jmd. Eine Idee, die mich auf den
rechten Pfad zur smarten Schaltung bringen könnte?
Du könntest die Versorgungsspannung geringfügig modulieren, so dass das
Flackern der Led's nicht stört.
Oder du filtert das Signal mit einem Konstantstrom Regler komplett raus.
Den Ac Anteil (also die Daten) kannst du mit einem r/c Hochwasser
extrahieren.
Zeige doch mal einen misslungenen Versuch, dann können wir konkreter
helfen.
Moin,
du kannst dich ja mal in DiSEqC einlesen; geht zwar im Original mit ca.
0.7Vss und 22kHz, aber ansonsten koennte das fuer dich auch passen.
Gruss
WK
Vielen Dank für die vielen Anregungen und Verweise. HF-Trägersignal
wollte ich ja nicht, soll beliebig langsam sein. Irgendwie kam ich
gerade dann auf folgende Schaltung. Abgesehen vom niedrigen Spannungshub
des Signals (vlt. kann man daran ja noch etwas schrauben?), ist es
eigentlich das was ich wollte. Und kann beliebig langsam gemacht
werden,oder was meint Ihr?
Stefan us schrieb:> Du könntest die Versorgungsspannung geringfügig modulieren, so dass das> Flackern der Led's nicht stört.
Man könnte die Frequenz auch so hoch wählen, dass man das Flackern nicht
mehr wahr nimmt. Dann ist man in der Modulationstiefe nicht so
beschränkt und erreicht dadurch einen besseren Störabstand.
Ja, das stimmt. Doch ich habe nicht erwähnt, dass die Slaves eh einen mP
enthalten mit nachgeschalteter Dimm-Schaltung. Und die
Versorgungsspannung wird noch ordentlich rausgefiltert.
Mein Vorschlag: Benutze IRMP. Dabei kann IRSND ein nahezu beliebiges
Fernbedienungsprotokoll aufs Kabel modulieren und die Receiver nutzen
IRMP, um sich das Signal wieder raus zu fischen. Wenn man so etwas wie
RC5 benutzt, kann auch jeder Receiver eine andere Adresse benutzen, um
einzeln angesprochen zu werden.
Die einzige wirkliche Herausforderung dabei ist eine Schaltung, die die
36-40kHz detektiert und in Logiklevel umwandelt. Das sollte ein NE567
o.ä. aber können - falls der zu langsam ist, eine Schaltung eines
Ultraschall Receivers klonen.
https://www.mikrocontroller.net/articles/IRMP
Moin,
Olaf Viehmann schrieb:> HF-Trägersignal> wollte ich ja nicht, soll beliebig langsam sein. Irgendwie kam ich> gerade dann auf folgende Schaltung.
Auf die HF vom LNB beim Diseqc wollt' ich garnicht raus. Die brauchst du
nicht. Aber eben die (sogar bidirektional moegliche, wenns sein muss)
Signalisierung mittels 22kHz "Morsezeichen" auf der LNB Versorgung, bzw.
die Schaltungen, die in den Ergaenzungen zur Spec. angegeben sind, um
die Signale aufzumodulieren, bzw. wieder auf µC verwertbare Level zu
bringen, koennten mit mehr Praxisbezug gesegnet sein, als deine ersten
Simulationsversuche.
http://www.eutelsat.com/en/support/technical-support/diseqc.html
Dort z.B. die "Application Infos for ... " und die "Simple tone burst
Detection"
Gruss
WK
Hallo!
Haben nicht die digitalen Modelleisenbahnen das Problem der
gleichzeitigen Energie- und Informationsübertragung über zwei Leiter
bereits seit Jahrzehnten gelöst?
Würde ich auch mal gerne wissen, wie es bei der Modelleisenbahn
realisiert ist.
Habe aber in der letzten Nacht die Schaltung in LTSpice fertig gemacht,
und funktioniert soweit, schalte einfach über einen MOSFET die Spannung,
am anderen Ende wirds ausgekoppelt, 5V-> µP, und dahinter eine Glättung
und Stabilisierung auf 12V DC.
Grün: Spannung auf der Ltg.
Rot: rausgefilterte +5 Signale für den Prozessor,
Blau: Stabilisierte 12V für die Versorgung.
Was mir noch nicht gefällt ist, dass der Mosfet (infineon BSC077N12NS3,
lt. Datenblatt Ron 7,7 mOhm, die vollen 20V braucht um richtig
aufzumachen.
Für den bidirektionalen Datenverkehr haben die Slaves den gl. Mosfet,
damit ziehe ich dann die Spannung auf GND. Geht zwar nicht bis ganz auf
Null runter, ist aber auswertbar.
Viele Grüße & Vielen Dank nochmals für die vielen Anregungen. :-)
Schade, dass Kopplungsinduktivitäten explizit ausgeschlossen werden.
Die Kopplungsinduktivität hat den Charme, dass der Gleichstrom auf der
Leitung für die Datenübertragung ohne Belang ist.
Eine sehr robuste, EMV-freundliche Lösung stellt das AS-Interface dar.
Hierzu werden die Daten manchestercodiert als Ströme mit 60mA
sin^2(x)-Verlauf auf die Versorgungsspannung aufmoduliert.
Dafür gibt es fertige ASICs, die allerdings in kleinen Stückzahlen recht
teuer sind.
Mit ein bisserl Firmware kann das aber auch ein STM32F030, wie wir in
diesem Thread gezeigt haben:
Beitrag "Re: AS-Interrface Transceiver - sin^2(x) Pulsformer"
Route 6. schrieb:> Haben nicht die digitalen Modelleisenbahnen das Problem der> gleichzeitigen Energie- und Informationsübertragung über zwei Leiter> bereits seit Jahrzehnten gelöst?
Ja. So:
Ben B. schrieb:> Oder die Versorgungsspannung mittels Vollbrücke umpolen, müssen die> Slaves nur einen Brückengleichrichter am Eingang bekommen.
Gruß
Jobst