Hallo,
ist es möglich Code zur laufzeit dynamisch auszuführen? Der Code ist
bereits kompilliert, allerdings nicht im Flash des Controllers, sondern
er kommt von extern zB per SD-Karte. Lässt sich sowas realisieren und
wie nennt man das?
Danke
Die Programme wechseln, ich denk nicht, dass es für den Mikrocontroller
so gut ist, andauern neu geflasht zu werden..
Geplant war ein Atmega. Meine ursprüngliche Idee war es, einen zweiten
Mikrocontroller zur Rate zu ziehen. Der Haupt-uC flasht dann den
UserAnwendung-uC und kommuniziert mit diesem.. Alles in allem keine
Zufriedenstellende Lösung..
Wenn es ein Controller ist, der Code aus dem RAM ausführen kann, dann
geht es, bei Controllern, die das nicht können, muss der Code analog zum
Bootloader-Betrieb ins Flash kopiert werden.
In letztere Kategorie fallen die AVRs.
Je nachdem, wie oft so etwas gemacht werden soll, ist die Variante mit
dem Kopieren ins Flash nicht zu empfehlen, weil die Lebensdauer des
Flash endlich ist.
@Chris
mal losgelöst von vorkompilierten Binär-Code, wie kompliziert sind den
die Programmteile, die nachgeladen werden sollen?
Würde nicht ein Interpreter auf dem AVR helfen, den man mit
Script-Quellcode füttert? Da bin ich gerade dabei etwas zu machen und
wollte die ersten Ergebnisse demnächst veröffentlichen... --> eine Art
TinyBasic für AVRs (und auch andere Plattformen).
...und deine Zielplattform wäre schon mal interessant.
Grüße Uwe
@Stefan B.:
... na wenn ich mir den Befehlsumfang bei deinen Links anschaue, liege
ich mit meiner Geschichte, die ich gerade beim Wickel habe, gar nicht so
schlecht. Bei mir ist es dann noch schön in Basic verpackt. Also auch
mit for-next, if-then-else, goto, gosub...
Ich melde mich mal, wenn ich einen vorzeigbaren Stand habe.
Grüße Uwe
Uwe Berger schrieb:> mal losgelöst von vorkompilierten Binär-Code, wie kompliziert sind den> die Programmteile, die nachgeladen werden sollen?
so kompliziert solls nicht sein.. ich dachte nur, das wär am einfachsten
für den controller
Uwe Berger schrieb:> Würde nicht ein Interpreter auf dem AVR helfen, den man mit> Script-Quellcode füttert? Da bin ich gerade dabei etwas zu machen und> wollte die ersten Ergebnisse demnächst veröffentlichen... --> eine Art> TinyBasic für AVRs (und auch andere Plattformen).
scriptsprachen interprätieren wär natürlich super und passt sehr gut in
den rest des konzepts. bin mal gespannt, was sich ergibt ;)
Stefan B. schrieb:> Wäre auch mein Tipp. Beispielsweise eine der Shells für Arduino> (Atmega168 u.a.)...
es gibt bereits arduino-shells? da ich für die Shells sowiso die
Arduino-IDE und den Bootloader nutzen wurde, is das ja ideal :)
Gibt es eigentlich einen Quelloffenen Basicinterpreter für AVR? So im
Stil der C-Control Pro, wo das Programm in einem externen DataFlash oder
Eeprom gespeichert wird. oder vielleicht sowas wie der C Interpreter?
Ich mein jetzt nicht den ChipBasic
Hans-Jürgen schrieb:> Gibt es eigentlich einen Quelloffenen Basicinterpreter für AVR? So im> Stil der C-Control Pro, wo das Programm in einem externen DataFlash oder> Eeprom gespeichert wird. oder vielleicht sowas wie der C Interpreter?> Ich mein jetzt nicht den ChipBasic
Wozu soll das gut sein? Damit verschenkt man doch Ressourcen noch und
nöcher. Der AVR ist dafür konzipiert, dass man ihm das Programm in den
Flash brät und er damit treu und brav seine Arbeit macht.
Wenn Du einen Mini-PC haben willst, dann nimm auch einen, oder einen
anderen Controllertyp, der dafür geeignet ist (v. Neumann).
> ist es möglich Code zur laufzeit dynamisch auszuführen? Der Code ist> bereits kompilliert, allerdings nicht im Flash des Controllers, sondern> er kommt von extern zB per SD-Karte. Lässt sich sowas realisieren und> wie nennt man das?
Wie bereits gesagt kommt es darauf an, welche Rechnerarchitektur du
einsetzt.
Ein PC kann das z.B. ganz problemlos... :-o
Auf einem PC gibt es sogar selbstmanipulireneden Code:
Ein Programm kann sich selber verändern.
Stefan B. schrieb:> Wäre auch mein Tipp. Beispielsweise eine der Shells für Arduino> (Atmega168 u.a.)...
vorallem bitlash gefällt mir, da es das sowiso geplante kooperative
multitasking bereits mitbringt
Gustav K. schrieb:> mit einem 8051 kannst du , mit einer besonderen verschaltung, einen> externen ram anschließenm, und diesen als ram und als programmspeichr> nutzen.
ich glaub das wär mit kanonen auf spatzen geschossen :D
Thomas K. schrieb:> Ich habe ein ganzes System mit (meinem) Basic entwickelt. Schaue mal auf> wwww.DieProjektseite.de.
das is doch mal interessant.. ließe dich das auf einen atmega168/328
portieren?
Abdul K. schrieb:> didadu schrieb:>> oder ein sc/mp :-D>> Hand hoch, wer von dem Ding mal gehört hat! Ich, also zwei.
Da gabs doch mal von der Elektor einen 'Computer'.
Einer unserer Elektronik-Lehrer baute den und ich durfte damit spielen.
Also: drei
Aber ich werf einfach mal die gute alte Z80 als weiteren Kandidaten den
Motorloa-6502 "Klassenfeinden" entgegen. Zero-Page, wer braucht das
schon? Ein Prozessor muss einen LDDR können :-)
Böser A.K. Ich war noch nicht mit dem Editieren fertig!!
hier:
Zitat: 2,5K TinyBASIC
Das nenne ich effizient!
-
Zum Alter:
Huch, man kann mittlerweile das eigene Alter hier sehen? Wird das aus
den grammatikalischen Fehlern berechnet, oder wie?
Karl heinz Buchegger schrieb:> Motorloa-6502 "Klassenfeinden" entgegen. Zero-Page, wer braucht das> schon?
Lass das bloss unseren lieben Iwan nicht hören. Sein STM8 hat die auch
;-).
A. K. schrieb:> Karl heinz Buchegger schrieb:>>> Also: drei>> Bin ich niemnd? ;-)
Mist.
Wieder nur die 'Blecherne'. Und das mir als Österreicher, wo 'aufs
Stockerl kommen' alles bedeutet :-)
Karl heinz Buchegger schrieb:> Abdul K. schrieb:>> didadu schrieb:>>> oder ein sc/mp :-D>>>> Hand hoch, wer von dem Ding mal gehört hat! Ich, also zwei.>> Da gabs doch mal von der Elektor einen 'Computer'.> Einer unserer Elektronik-Lehrer baute den und ich durfte damit spielen.>> Also: drei>> Aber ich werf einfach mal die gute alte Z80 als weiteren Kandidaten den> Motorloa-6502 "Klassenfeinden" entgegen. Zero-Page, wer braucht das> schon?
Besonders jung scheinst du auch nicht mehr zu sein.
Also ich kann nur mit 8085 real dienen (in Telefonanlagen, also keinen
Code geschrieben). Frühere nur auf dem Papier. 6502 auf dem PET habe ich
auch noch Hex-Code eingehakt. Immer in den Schul-Mittagspausen :-)
Z80 war eigentlich ein nettes Maschinchen. Oder wie wärs mit LH5801 im
PC-1500. Klar, selbst zu dem findet man was im Netz. Unglaublich.
Abdul K. schrieb:> Zitat: 2,5K TinyBASIC>> Das nenne ich effizient!
Yep. Persönlich Hex für Hex eingetippt und disassembliert (mit 6502).
Eine herrliche Sprungorgie, denn der SC/MP kann direkt nur 127 Byte weit
springen, dementsprechend sah es drin aus.
Aber dann schon lieber 8KB "echtes" BASIC mit Fliesskommarechnung. Nur
ohne ATAN, die passte nicht mehr rein.
A. K. schrieb:> Abdul K. schrieb:>>> Zitat: 2,5K TinyBASIC>>>> Das nenne ich effizient!>> Yep. Persönlich Hex für Hex eingetippt und disassembliert (mit 6502).> Eine herrliche Sprungorgie, denn der SC/MP kann direkt nur 127 Byte weit> springen, dementsprechend sah es drin aus.
Ich erinniere mich, dass ich als erstes für den SC/MP einen Monitor
programmiert habe (die älteren wissen noch, was ein Monitorprogramm
ist).
Teil davon war es, dass er bei nicht vorhandenem Speicher (zb beim
Dumpen oder Ändern) einen Fehler ausgab.
Als ich das Teil meinem Vater zeigte (in der Hoffnung, dass er etwas
Kies für eine eigene 'Maschine' rauslässt), meinte der nur: Ich lese da
immer nur 'Error' :-)
Mein erstes 1k*1 Bit SRAM (wie war noch mal die IC Nummer?) hab ich mir
dann mit einem anderen Job verdient. Und ein paar Jahre später hatte ich
dann alles beisammen um den ersten Z80 mit 4164 und einem 2732
aufzubauen.
Karl heinz Buchegger schrieb:> Mein erstes 1k*1 Bit SRAM (wie war noch mal die IC Nummer?) hab ich mir> dann mit einem anderen Job verdient.
Bei dieser Strategie muss es wohl ein Weilchen gedauert haben, bis das
Kilobyte voll war. Oder hast du solange mit dem MC14500 gebastelt?
PS: Könnte ein 2102 gewesen sein.
A. K. schrieb:> Karl heinz Buchegger schrieb:>>> Mein erstes 1k*1 Bit SRAM (wie war noch mal die IC Nummer?) hab ich mir>> dann mit einem anderen Job verdient.>> Bei dieser Strategie muss es wohl ein Weilchen gedauert haben, bis das> Kilobyte voll war. Oder hast du solange mit dem MC14500 gebastelt?
Nope. Ich hab natürlich schon darauf bestanden, 8 Stück von den Dingern
zu kriegen :-) Hab sie aber nie irgendwo eingebaut.
Wenn ich bloss noch die Nummer wüsste. Waren damals, 1983, 1984,
ziemlich beliebt.
Karl heinz Buchegger schrieb:> Waren damals, 1983, 1984, ziemlich beliebt.
Nu, schon so grau, die Zellen (oder Haare)? Zu dem Zeitpunkt waren diese
Typen schon längst museumsreif. Sowas baute man um 77/78 herum in die
Rechner.
Damals<tm> war es üblich, erstmal die Prospekte mit per Postkarte zu
ordern. Bis man mit dem Sparen fertig war, konnte man bereits die
übernächste Generation bewundern. So blieben dann viele Projekte liegen.
Aufm Klo las ich oft die neueste heiße Post, u.a. Preisliste für Chips.
Einmal kostete der 8255 ganze 70DM!
Zum RAM: Hm, müßte was mit 2104 oder so sein?
Karl heinz Buchegger schrieb:> Hmm. Gedächtnisfetzen faseln da was von einer 1 hinten.
Dann nicht aus dieser Serie. 2101 hatte 256x4, 2102 1024x1.
Mein AIM65 hatte immerhin schon brandneue 2114 drin (1Kx4).
A. K. schrieb:> Bei dieser Strategie muss es wohl ein Weilchen gedauert haben, bis das> Kilobyte voll war. Oder hast du solange mit dem MC14500 gebastelt?>
Danke für die Typennummer. Das war doch dieser berühmte serielle
Prozessor?? Ob man den noch heute sinnvoll verwenden könnte?
Es sollen ja viele kleinere Prozessoren bei Motorola interns seriell
arbeiten.
> Mein AIM65 hatte immerhin schon brandneue 2114 drin (1Kx4).
2114 ... das klingeln wird lauter. Ich glaube das wars.
Egal.
Habe gerade nachgesehen. Sind nicht mehr da :-(
Aber einen kompletten Satz 4164 hab ich noch.
> Einmal kostete der 8255 ganze 70DM!
Und gleich daneben steckt eine, tata, 8255 im Moosgummi. Leider nicht
von Intel, sondern mit dem Mitsubishi Zeichen drauf.
Also für €35 würde ich mich vom guten Stück trennen :-)
> Nu, schon so grau, die Zellen (oder Haare)?
Beides :-)
Mitsubishi starben wie die Fliegen! Waren die schlechtesten, gab ja noch
NEC, Intel usw.. Als Studentjobber mußte ich die mißbrauchten immer in
den Kundenboards tauschen.
Abdul K. schrieb:> Danke für die Typennummer. Das war doch dieser berühmte serielle> Prozessor?? Ob man den noch heute sinnvoll verwenden könnte?
Meines Erachtens konnte man den schon damals nicht sinnvoll verwenden.
> Es sollen ja viele kleinere Prozessoren bei Motorola interns seriell> arbeiten.
Hab ich auch gehört, 6805 oder sowas in dem Nummernkreis
Aber wenn dir der Sinn nach Musealem steht: Als ich vor wenigen Jahren
bei Segor über den CDP1802 gestolpert bin, da war mir klar: Mit dem muss
du was machen. Siehe Beitrag "Re: Zeigt her Eure Kunstwerke !"
Ganz stilecht ist er nicht, das RAM ist etwas zu neuzeitlich und die
UART-Pegelwandler sind MÄXchen weil ich zwar noch SN75188/89 rumliegen
habe, aber keine -12V. Und der gemeinsame Taktgenerator für UART (die
passt dazu: AY-3-1015) hat mehr Leistung als der 1802, weil Tiny45 ;-).
Aber dafür gibt's bereits einen Bootloader drin. Komplett ohne ROM.
Karl heinz Buchegger schrieb:> Aber einen kompletten Satz 4164 hab ich noch.
Den hab ich in München gekauft. Weiß noch, das mich der Satz damals
ziemlich genau DM 100 gekostet hat. Für einen Studenten einen Haufen
Geld. Aber immer noch billiger als in Österreich. Es galt die Regel: DM
1 = ÖS 10 . Regulärer Wechselkurs war ~7. Aber Elektronik kostete in A
immer das 10-fache von dem Preis in D. Da kam man mit Zugfahrt nach
München immer noch billiger.
Aber das Budgetloch so richtig aufgerissen haben dann 2 Stück 5 1/4 Zoll
Floppy Laufwerke. Da musste den Sommer durchgearbeitet werden dafür.
Aber dafür kriegte der Z80 dann ein CP/M zu schlucken.
A. K. schrieb:> Ganz stilecht ist er nicht, das RAM ist etwas zu neuzeitlich und die> UART-Pegelwandler sind MÄXchen weil ich zwar noch SN75188/89 rumliegen> habe, aber keine -12V.
Ich habe immer die MC1488/89 benutzt.
Aber die -12V haben mich auch immer wieder vor Probleme gestellt.
> Und der gemeinsame Taktgenerator für UART (die> passt dazu: AY-3-1015) hat mehr Leistung als der 1802, weil Tiny45 ;-).
<dreimal bekreuzigen>
Du schreckst aber auch vor gar nichts zurück.
Karl heinz Buchegger schrieb:> Aber das Budgetloch so richtig aufgerissen haben dann 2 Stück 5 1/4 Zoll> Floppy Laufwerke. Da musste den Sommer durchgearbeitet werden dafür.
Jau. Dafür hat man damals nicht Omas Kasse geplündert, sondern hart
gearbeitet. Was bei mir auf ein 8-Zoll(!) Laufwerk rauslief. Gab's grad
günstig und es passte mehr drauf. Mit 220V-Motor.
A. K. schrieb:> Karl heinz Buchegger schrieb:>>> Aber das Budgetloch so richtig aufgerissen haben dann 2 Stück 5 1/4 Zoll>> Floppy Laufwerke. Da musste den Sommer durchgearbeitet werden dafür.>> Jau. Dafür hat man damals nicht Omas Kasse geplündert, sondern hart> gearbeitet. Was bei mir auf ein 8-Zoll(!) Laufwerk rauslief. Gab's grad> günstig und es passte mehr drauf. Mit 220V-Motor.
Wies der Zufall so will.
Meine Ex hat vor 3 Wochen beim Keller ausmisten das hier gefunden (Bild)
War mein 2.ter Recher. Der mit den beiden Floppy :-)
Z80 mit 128K (!) und CP/M 3.0
Als Gehäuse eine Pressspankonstruktion. Den riesen Trafo: weiß nicht
mehr wo ich den abgestaubt habe. Leider gabs da mal einen kurzen, als
mir ein Krokoklemmenkabel auskam und in ausgerechnet auf die 220V-Phase
fiel. Blöd nur das das andere Ende an der Masse angeklemmt war.
A. K. schrieb:> Abdul K. schrieb:>>> Danke für die Typennummer. Das war doch dieser berühmte serielle>> Prozessor?? Ob man den noch heute sinnvoll verwenden könnte?>> Meines Erachtens konnte man den schon damals nicht sinnvoll verwenden.
Habe mir mal das Datenblatt angesehen. Anbetracht meiner erwarteten
Restjahre nehme ich sofort Abstand!
>>> Es sollen ja viele kleinere Prozessoren bei Motorola interns seriell>> arbeiten.>> Hab ich auch gehört, 6805 oder sowas in dem Nummernkreis
Ja.
>> Aber wenn dir der Sinn nach Musealem steht: Als ich vor wenigen Jahren> bei Segor über den CDP1802 gestolpert bin, da war mir klar: Mit dem muss> du was machen. Siehe Beitrag "Re: Zeigt her Eure Kunstwerke !">> Ganz stilecht ist er nicht, das RAM ist etwas zu neuzeitlich und die> UART-Pegelwandler sind MÄXchen weil ich zwar noch SN75188/89 rumliegen> habe, aber keine -12V. Und der gemeinsame Taktgenerator für UART (die> passt dazu: AY-3-1015) hat mehr Leistung als der 1802, weil Tiny45 ;-).>> Aber dafür gibt's bereits einen Bootloader drin. Komplett ohne ROM.
Der 1802 wird soweit ich weiß, noch radiation-harded verbaut. Da wären
wir ja gleich beim RTX2000.
Karl heinz Buchegger schrieb:> A. K. schrieb:>>> Ganz stilecht ist er nicht, das RAM ist etwas zu neuzeitlich und die>> UART-Pegelwandler sind MÄXchen weil ich zwar noch SN75188/89 rumliegen>> habe, aber keine -12V.>> Ich habe immer die MC1488/89 benutzt.
Der Konstrukteur dieser lebt übrigens immer noch.
>>> Und der gemeinsame Taktgenerator für UART (die>> passt dazu: AY-3-1015) hat mehr Leistung als der 1802, weil Tiny45 ;-).>
Jetzt noch der passende Soundgenerator...
A. K. schrieb:>> Jau. Dafür hat man damals nicht Omas Kasse geplündert, sondern hart> gearbeitet. Was bei mir auf ein 8-Zoll(!) Laufwerk rauslief. Gab's grad> günstig und es passte mehr drauf. Mit 220V-Motor.
Übertreib nicht. Das glauben dir die Jüngeren eh nicht!
Meine Oma hat mir ca. 1982 einen FX-602P gesponsert. War im Angebot:
250DM anstatt 300DM. Läuft immernoch und ist heilig! Na heilig ist gar
kein Ausdruck.
Oldie schrieb:> Statische RAMs sind doch für kleine Mädchen gewesen.>> Mein erster Z80 hatte 24 Intel 1103 dran (die mit den externen> Leseverstärkern).>
Hm. Das scheint wirklich alt. Dann hast du dem Z80 bestimmt das 8-te
Refresh-Bit beigebracht?
Abdul K. schrieb:> Der 1802 wird soweit ich weiß, noch radiation-harded verbaut.
Im Ernst? Mir tun die Leute leid, die dafür Programme schreiben müssen.
Das gibt keinen Lohn, das gibt Schmerzensgeld. Das ist die mit reichlich
Abstand kurioseste 8-Bit Architektur, die ich kenne (und da kommt was
zusammen). Allein schon, weil das Ding ohne Program Counter auskommt.
... schwelg ...
Schon erstaunlich, wie sehr Familie und Omas usw. damals die Technik der
Jüngeren unterstützt haben. Wenn man bedenkt, dass das heute mehr oder
weniger Schrott ist.
Die Bastelei hat mit den AVRs usw. inkl. PCs schon echten Auftrieb
erhalten. Sehr angenehm. :-)
Aber wir haben uns das bitweise erarbeitet. Heute fliegt einem das Zeug
ja mehr oder weniger in den Schoß.
A. K. schrieb:> Abdul K. schrieb:>>> Einmal kostete der 8255 ganze 70DM!>> Du verwechselst das nicht zufällig mit der EPROM/IO-Kombi 8755?
Nein! Tage zuvor hatte er noch seine 12DM gekostet. Da gab es wohl mal
eine zeitlang nur einen einzigen Hersteller, der gerade liefern konnte.
Und du weißt, wo die 8255 überall eingesetzt wurden...
Hatte das hier aber schonmal früher geschrieben. Aha, du wirst also alt.
Abdul K. schrieb:> Übertreib nicht. Das glauben dir die Jüngeren eh nicht!
Keine Übertreibung. Im Selbstbaugehäuse war neben reichlich Netzteil
(u.A. 5V/10A linear) noch Platz für ein zweites Laufwerk vorgesehen,
aber das erübrigte sich als die 5,25-er HDs kamen.
Bild gibt's leider keines, denn obwohl ich so Kram gern aufhebe - das
Dings war schlichtweg zu sperrig.
didadu schrieb:> Aber wir haben uns das bitweise erarbeitet. Heute fliegt einem das Zeug> ja mehr oder weniger in den Schoß.
Was heißt in den Schoß :-)
Wenn du mit einem heutigen Ramschladen-PC in einem damalgien
Rechenzentrum aufgekreuzt wärst, hätte der dortige Operator einen
Herzinfarkt bekommen.
Seine Maschine war in allen Punkten dem PC aber sowas von unterlegen.
Einziger Unterschied: die Maschine hat damals gut und gerne 60 bis 100
Terminals gleichzeitig bedient, ohne dass sich jemand über ausufernde
Wartezeit beschwert hätte. Ein Windows PC legt schon mal gerne ab und zu
ein Päuschen ein, obwohl die Hardware viele tausend male
leistungsfähiger ist als die damalige.
Ja, für Texteingabe, manuelle Datenerfassung und ed. Und die Zeichen
waren hardcoded in einem Grafik-Chip.
Das erscheint auch mit einem heutigen PC (oder AVR?) nicht schwer, aber
heute muss ja alles klicki-bunti sein. Das ist dann schon was anderes.
Karl heinz Buchegger schrieb:> Seine Maschine war in allen Punkten dem PC aber sowas von unterlegen.
Die heutigen PCs schon. Allerdings hat's noch etliche Jährchen gedauert,
bis die PCs leistungsmässig immerhin auf dem Stand der RZ-Brüder von
Mitte 60er waren.
A. K. schrieb:> Und als ROM wohl Signetic 25120?
Der Ururlader war ein 74154 mit ein paar Dioden dran.
Der richtige Urlader durfte wie damals bei Minicomputern nicht unüblich,
mit ein paar Tasten der Konsole eingetippt werden.
didadu schrieb:> ... schwelg ...>> Schon erstaunlich, wie sehr Familie und Omas usw. damals die Technik der> Jüngeren unterstützt haben. Wenn man bedenkt, dass das heute mehr oder> weniger Schrott ist.
Wurde als Investition in Bildung gesehen.
>> Die Bastelei hat mit den AVRs usw. inkl. PCs schon echten Auftrieb> erhalten. Sehr angenehm. :-)
Nö. Das siehst du viel zu einseitig.
>> Aber wir haben uns das bitweise erarbeitet. Heute fliegt einem das Zeug> ja mehr oder weniger in den Schoß.
Manches ja. Wenn dann z.B. das Iphone per Internet und WLAN die Drohne
steuern soll...
Wie oben schon angedeutet: Mein 1802-Dings hat seinen Bootloader
komplett ohne Programm in Hardware implementiert. Ist eine Spezialität
der 1802 und ihrem DMA(!). Wenn man eine UART wie die AY-3-1015
verwendet, die nicht per Programm sondern per Pins konfiguriert wird,
dann landen empfangene Daten ab Reset automatisch dort wo sie hin soll.
Mit dem nächsten Reset geht's dann dort los.
A. K. schrieb:> Wie oben schon angedeutet: Mein 1802-Dings hat seinen Bootloader> komplett ohne Programm in Hardware implementiert. Ist eine Spezialität> der 1802 und ihrem DMA(!). Wenn man eine UART wie die AY-3-1015> verwendet, die nicht per Programm sondern per Pins konfiguriert wird,> dann landen empfangene Daten ab Reset automatisch dort wo sie hin soll.> Mit dem nächsten Reset geht's dann dort los.
Ja. Laß mich raten: Mit dreimal '+' gabs einen Reset?? So konntest du
direkt per Fernschreiber Fernwartung betreiben?
> Nö. Das siehst du viel zu einseitig.
??
Du meinst, das Basteln ist durch die neue Technik erschwert und
unangenehmer geworden und hat weniger praktische Möglichkeiten als
früher?
Nö, nix Protokoll weil nix Programm. Das Board ist erst ein paar Jahre
alt und aus Jux entstanden. Kleiner Nachteil dieser Technik ist
freilich, dass man dieses DMA nicht abstellen kann, nur aussuchen wo die
Daten landen.
didadu schrieb:> Du meinst, das Basteln ist durch die neue Technik erschwert und> unangenehmer geworden und hat weniger praktische Möglichkeiten als> früher?
Nein, aber weniger handfest. Ist die gleiche Entwicklung wie in der
RZ-Technik, wo man früher Rechner schleppte, Bänder wechselte und
irgendwo auf eine Konsole sehen musste um schliesslich doch nen IPL
auszulösen. Heute ist alles virtualisiert und man hockt vor den
Management-Programmen am PC. Und in der Hardware hat man jetzt jede
Freiheit, viel mehr ls früher, aber diese Freiheit steckt leider
irgendwie unsichtbar im FPGA, kann man schlecht anfassen.
A. K. schrieb:> Wie oben schon angedeutet: Mein 1802-Dings hat seinen Bootloader> komplett ohne Programm in Hardware implementiert. Ist eine Spezialität> der 1802 und ihrem DMA(!). Wenn man eine UART wie die AY-3-1015> verwendet, die nicht per Programm sondern per Pins konfiguriert wird,> dann landen empfangene Daten ab Reset automatisch dort wo sie hin soll.> Mit dem nächsten Reset geht's dann dort los.
Hmm, einem EPROM-Emulator hab ich dann auch ein Hardware-Diphase-Dekoder
spendiert.
Damit konnte man ihn direkt vom Tape laden.
Hätt ich eigentlich beim Z80 auch machen können...
didadu schrieb:>> Nö. Das siehst du viel zu einseitig.>> ??> Du meinst, das Basteln ist durch die neue Technik erschwert und> unangenehmer geworden und hat weniger praktische Möglichkeiten als> früher?
Gute Frage, warum bastelt Mensch?
Gerade PC-Technik ist absurd billig geworden. Noch mehr kann man sparen,
wenn man gezielt gebrauchte Sachen kauft.
Andererseits hängt die Latte höher. Wenn man auffallen will, muß man
schon beachtliches leisten. Allein schon durch die Globalisierung durchs
Internet, ist man nicht mehr dörflich abgeschottet und meist hat einer
in USA schon besseres geleistet.
Was mich persönlich besonders nervt, ist die ausufernde Notwendigkeit
zur Dokumentation - meist weil die Architektur einen Knacks hat,
ineffizient ist.
Deswegen beurteile ich Chips nach der Länge der Doku. Mehr Doku
bedeutet, der Chip taugt eher nicht. Ist ja nicht unüblich, wenn allein
die Beschreibung ohne groß Erläuterungen heute für einen Mikrocontroller
gerne 500-1000 Seiten hat.
Das Gleiche gilt für Software!
> Das Board ist erst ein paar Jahre alt
Lustige Idee, Retro-Computing mit neuen Ideen und alten Teilen.
Habe auch noch manche Z80-Komponenten und Sonstiges rumliegen. Auch noch
Timer 8253.
Ich hab' mir damals ausgehend von so einem Elektor-Teil einen Compi
gebaut und dann mit der Zeit eine ganze Menge Kram dazugefädelt, bis es
CP/M-fähig war. Was sind das für Kupferdrahtverhaue!
Man könnte auch gemischte Geräte bauen: Z80 mit 64kB RAM, der über einen
AVR mit USB geladen wird. :-)
Ein Kumpel interessierte sich damals für Programm-Battles im Speicher.
Also Programme, die laufen, und sich verschieben dürfen, sich reparieren
können usw., und das andere Programm zerschießen müssen. (Z.B. mit zwei
CPUs, die abwechselnd auf den Speicher zugreifen dürfen.)
> ausufernde Notwendigkeit zur Dokumentation
Ich frage mich auch, was in 10 Jahren passiert, wenn die Speicher der
AVRs alle ihre Aussetzer kriegen.
Dann funktionieren haufenweise Geräte nicht mehr, auch bei den ganzen
Bastlern, die das überall im Hobbykeller stehen haben.
Wenn man dann die Daten nicht mehr hat, sauber sortiert und zugänglich,
und die Infrastruktur und Zugänglichkeit zum Draufladen, dann hat hier
eine keine Heizungssteuerung mehr, da einer keinen Signalgenerator mehr,
usw.
> Gute Frage, warum bastelt Mensch?
Der Mensch ist ein Schöpfer im Ebenbild des Schöpfers. Das kreative
Betätigen ist eine Grundfunktion des Menschseins.
Idealerweise zum Nutzen der Menschen.
didadu schrieb:> Ich hab' mir damals ausgehend von so einem Elektor-Teil einen Compi> gebaut und dann mit der Zeit eine ganze Menge Kram dazugefädelt, bis es> CP/M-fähig war. Was sind das für Kupferdrahtverhaue!
Allerdings.
Und dann erst die Ausgabegeräte.
Portabler Fernseher umgebaut um das Videosignal nicht erst noch auf HF
zu bringen. 6845 CRTC Drahtverhau.
Oldie schrieb:> A. K. schrieb:>> Und als ROM wohl Signetic 25120?A. K. schrieb:> Ich seh schon, dieser legendäre Signetics-Chip ist an dir vorüber> gegangen.
Steht auch in meinem Signetics Datenbuch 1977-89 nicht drin.
Da gibts so 2530 und ein paar 26XX.
Wären ja auch alles ROMs gewesen.
didadu schrieb:> Lustige Idee, Retro-Computing mit neuen Ideen und alten Teilen.
Diese Bootloader-Technik erinnert zwar eher an Minicomputer aufwärts,
aber das muss RCA damals schon ungefähr so auf der Rechnung gehabt
haben. Mich hat das nur ebendiese schon ewig rumliegende UART und einen
etwas seltsamen aber stilechten Logikchip CD4572 (1x 2-NAND, 1x 2-NOR
und ein paar Inverter) gekostet.
Der Tiny45 erzeugt aus seinem internen Takt den Prozessortakt, den
UART-Takt (ja ich weiss) und einen zyklischen Interrupt. Ginge alles
auch mit einem CD4060 plus Flipflop, aber ich fand es lustiger,
mittendrin einen 8-Pinner sitzen zu haben, der an die 2 Grössenordnungen
schneller ist als der grosse Bruder daneben.
Oldie schrieb:>> Ich seh schon, dieser legendäre Signetics-Chip ist an dir vorüber>> gegangen.>> Steht auch in meinem Signetics Datenbuch 1977-89 nicht drin.> Da gibts so 2530 und ein paar 26XX.
Dein Pech. Ein paar Jahre vorher stand er drin.
Tante Gugel hilft. Es lohnt sich.
Gibt es in einer Bastelstube "halbwegs normale Bedingungen"??
Ich mein ja nur. So ist's nun mal spezifiziert, und besser ist, man hat
die Daten vorrätig und zugreifbar (und auch sein Wissen), und gibt es
auch an die Nachkommenschaft weiter. ;-)
didadu schrieb:> Gibt es in einer Bastelstube "halbwegs normale Bedingungen"??
In diesem Sinn schon. Oder bastelst du gern bei 85°C? Mach dir lieber
sorgen über welche, die dort sitzen wo es heiss wird.
Den von NS kannte ich noch gar nicht. Dank! Der andere wird wohl der
schreib-only sein, oder?
Um mal auf die andere Aussage zurückzukommen:
Wenn ich mich das letzte Mal in die Horizontale bewege, dann wird das
Zeug hier vermutlich größtenteils weggeschmissen. Und das wird bei den
meisten Bastlern eher genauso sein.
Selbst wenn sich ein 'Fachmann' der Ding annehmen würde, er würde sehr
lange brauchen überall durchzusteigen. Geht mir doch genauso: Oft
schreibe ich Sachen neu bevor ich mich durch den Müll anderer
durchackere. Meist ist der intellektuelle Wert eh niedrig oder nicht
mehr nachvollziehbar. Die letzten Bits im Arbeitsspeicher eingespart,
wäre ein typisches Beispiel.
OK, wir sind wie immer recht weit OT :-)
Naja, der AVR-Kern hat ca. 4000 Gatter. So viel weniger wird ne Z80 auch
nicht haben. Klar, theoretisch kann man auch einen 386 auf einem Z80
emulieren.
Abdul K. schrieb:> Naja, der AVR-Kern hat ca. 4000 Gatter. So viel weniger wird ne Z80 auch> nicht haben.
Naja, aber ein AVR-Kern ist deutlich schneller. Der läuft auf der
4-fachen Taktfrequenz und schafft sogar so richtig viel Arbeit pro
Taktzyklus. Wenn Du bedenkst, dass ein 486ger noch mehr als 10
Taktzyklen für eine 32x32->32 Multiplikation braucht ist das schon recht
gut.
Christian Berger schrieb:> Naja, aber ein AVR-Kern ist deutlich schneller. Der läuft auf der> 4-fachen Taktfrequenz
Öhm... Wo gibt's den 80MHz AVR denn?
Die auch schon zig Jahre alte CMOS-Version (das Original war NMOS) von
Zilog taktet mit bis zu 20MHz. Was wahrscheinlich nicht das technische
Limit ist, aber als separater Prozessor wird das irgendwann sinnlos,
weil Bus zu schnell für alles was man gern anschliessen würde.
Klar, ein 16MHz AVR ist fixer als eine 20MHz Z80. Aber dir ging es ja um
den Takt.
Christian Berger schrieb:> Wenn Du bedenkst, dass ein 486ger noch mehr als 10> Taktzyklen für eine 32x32->32 Multiplikation braucht ist das schon recht> gut.
der AVR braucht dafür auf jeden Fall länger.
Tschuldigung, da hab ich mich ungünstig ausgedrückt. Ist halt noch zu
früh.
Ich meinte ein AVR ist deutlich schneller als die typischen Z80 die so
verbaut wurden. Die liefen typischerweise mit 4 MHz.
Christian Berger schrieb:> Taktzyklus. Wenn Du bedenkst, dass ein 486ger noch mehr als 10> Taktzyklen für eine 32x32->32 Multiplikation braucht ist das schon recht> gut.
Bleiben wir lieber in der gleichen Grössenordnung, denn ein
32bit-Multiplier ist ein bischen aufwendiger, kombinatorisch wächst das
grob quadratisch.
Der 30 Jahre alte 8051 von 1980 multipliziert und dividiert in 4
Befehlszyklen. Ein AVR multipliziert in 2 Befehlszyklen und dividieren
kann er garnicht. Also sooo riesig ist der Fortschritt nicht.
A. K. schrieb:> Der 30 Jahre alte 8051 von 1980 multipliziert und dividiert in 4> Befehlszyklen.
Ich glaube damals war ein Befehlszyklus aber 16 Taktzyklen (oder so)
lang.
Christian Berger schrieb:> Ich glaube damals war ein Befehlszyklus aber 16 Taktzyklen (oder so)> lang.
12. Aber das war vor 30 Jahren. Die meisten 8-Bitter hatten überhaupt
keine Multiplikation und Division, das kam beim 8051 eher überraschend.
Aber schon simple 51er wie diverse Atmel AT89 takten heute mit 30MHz,
bei 1 Takt = 1 Befehlszyklus.
Ich kann mir irgend wie nicht helfen. Aber der Ganze Z80 Hokuspokus ist
bis auf ein bisserl Specki+ beim Schwager komplett an mir
vorbeigerauscht. Obwohl im Osten hoch bejubelt, fand ich die Architektur
immer nur umständlich.
Speziell Speicherverwaltung mit Segmentadressierung ist mir noch heute
ein graus. Vom Z8 ganz zu schweigen. Ich sag nur umgekehrt polnische
Notation (ldy , ldx, /= ) wer denkt sich so etwas aus. O.k. Register
waren rar auf dem TR1 128 Programm~ und 128 Datenregister, aus die Maus.
Damit haben wir Navigationsaufgaben gelöst. Oh mei! Auf Papp-Magnetkarte
gespeicherte Programme. ???
Mein 8-Bit Atari war da ein Traumschiff mit HW Peripherie zum austoben.
Und einer Speicherverwaltung der "unbegrenzten Möglichkeiten" dank
Bankmapping. Nicht so ein Chaos im Bildschirmspeicher wie beim Specki,
sondern ein gescheiter Graphikchip
Ja, lacht nur aber einen PoKey hatten auch weder die Z80 Derivate noch
die Comodore-Gemeinde zu bieten und auch nichtsvergleichbares und die
kaskadierbaren PPs mit Interrupteingang waren Klasse. Alles
übersichtlich geordnet, auch ohne Flieskomma. Das lag dann eben im Rom.
Dafür war der Befehlssatz spektakulär überschaubar. Und solange man den
Stack nicht mordete stürzte auch nichts ab. Ich liebe die 6502 und wäre
froh die AVR gäbe es auch in Neumann mit ausreichend RAM um mal den
Kreis zum Topic zu schließen.
Ach ja eine gescheiten seriellen Master-Master-Slave-Peripheriebus gab
es auch schon. Da stinkt USB noch heute ab wenn gleich heute schneller,
so war der doch kaskadierbar, eben mit Konzept
Winfried J. schrieb:> vorbeigerauscht. Obwohl im Osten hoch bejubelt, fand ich die Architektur> immer nur umständlich.
Ich auch.
> Speziell Speicherverwaltung mit Segmentadressierung ist mir noch heute> ein graus.
Was hat Z80 mit Segmentierung zu tun? Abgesehen vielleicht von
vereinzelten externen Implementierungen davon.
> Vom Z8 ganz zu schweigen. Ich sag nur umgekehrt polnische> Notation (ldy , ldx, /= ) wer denkt sich so etwas aus.
Z8 war einer der elegantesten 8-Bit Controller. Als allerdings die 256
Bytes Datenadressraum zu wenig waren und eZ8 auf 4K erweiterte war's aus
mit der Eleganz.
Aber was hat das mit umgekehrt polnischer Notation zu tun?
> froh die AVR gäbe es auch in Neumann
Yep. Als ich sah, dass Atmel bei den Xmegas bis auf das EEPROM Mapping
nichts an der ISA repariert hatte war's für mich aus. Wie man das
richtig macht zeigt Microchip mit der PIC30-Familie - getrennte
Adressräume aber 32KB ROM-Mapping in den Datenadressraum.
A. K. schrieb:> Winfried J. schrieb:>>> vorbeigerauscht. Obwohl im Osten hoch bejubelt, fand ich die Architektur>> immer nur umständlich.>> Ich auch.>>> Speziell Speicherverwaltung mit Segmentadressierung ist mir noch heute>> ein graus.>
ich meinte mich zu erinnern das der auch schon so einen komplizierten
adressraum besasß und man steets aufpassen musste keine egmentadressen
zu übersreiten und son gedöns aber vielleicht verwechsle ich das ja
schon mit den 386ern
> Was hat Z80 mit Segmentierung zu tun? Abgesehen vielleicht von> vereinzelten externen Implementierungen davon.>>> Vom Z8 ganz zu schweigen. Ich sag nur umgekehrt polnische>> Notation (ldy , ldx, /= ) wer denkt sich so etwas aus.>
ich meinte das wäre prozessorspezifich gewesen wir hatten da so einen
dämlichen tischrechner wo mann die register so bescheuert füllen muste
um anschließend in einen befehl die opeation zu bestimmen und das
ergebnis zu erhalten.
> Z8 war einer der elegantesten 8-Bit Controller. Als allerdings die 256> Bytes Datenadressraum zu wenig waren und eZ8 auf 4K erweiterte war's aus> mit der Eleganz.>> Aber was hat das mit umgekehrt polnischer Notation zu tun?>>> froh die AVR gäbe es auch in Neumann>> Yep. Als ich sah, dass Atmel bei den Xmegas bis auf das EEPROM Mapping> nichts an der ISA repariert hatte war's für mich aus. Wie man das> richtig macht zeigt Microchip mit der PIC30-Familie - getrennte> Adressräume aber 32KB ROM-Mapping in den Datenadressraum.
Du meinst das lohnt sich die Pic doch nochmal anzufassen? ich hatte die
nach dem studium der 12er und ihrer Preise gebannt
Winfried J. schrieb:>>> Speziell Speicherverwaltung mit Segmentadressierung ist mir noch heute>>> ein graus.>>> ich meinte mich zu erinnern das der auch schon so einen komplizierten> adressraum besasß und man steets aufpassen musste keine egmentadressen> zu übersreiten und son gedöns aber vielleicht verwechsle ich das ja> schon mit den 386ern
Das verwechselst du.
Der Z80 hatte, so wie sein Intel Vorgänger 8080, einen linearen 64KB
Adressraum.
Einzelne Computer haben das dann aufgebohrt, so dass man auch mehr als
64KB über Umwege adressieren konnte, aber das war keine Eigenschaft der
Z80 an sich. Das lief aber über externe Hardware, die an die Z80
angeflanscht wurde.
> ich meinte das wäre prozessorspezifich gewesen
Nö.
Eine Z80 ist eine Registermaschine.
Was du meinst sind Stackmaschinenen. Zb gab es spezielle
Forth-Prozessoren, die so etwas implementierten.
> wir hatten da so einen> dämlichen tischrechner wo mann die register so bescheuert füllen muste> um anschließend in einen befehl die opeation zu bestimmen und das> ergebnis zu erhalten.
Ob die Systematik (durch die HP Taschenrechner in der breiten Masse
populär geworden) bescheuert ist oder nicht, sei erst mal dahingestellt.
Tatsache ist aber, dass die UPN von der du hier sprichst, durch die
Programmierung erzeugt wurde und keine Eigenschaft des Prozessors ist.
UPN ist wenigstens konsequent :-)
Zuerst wird immer eingegeben womit eine Operation durchgeführt wird und
erst dann die Operation. Das wars.
Bei den üblichen Taschenrechnern ist das lange nicht so konsequent
durchgezogen. Oder tippst du zuerst auf sin und erst dann die Zahl, von
der du den Sinus haben willst? In diesem Sinne benutzen die üblichen
Taschenrechner einen Bedien-Mischmasch, der auch UPN beinhaltet :-)
>>> froh die AVR gäbe es auch in Neumann
Ob man Atmel das wohl noch einmal schmackhaft machen kann?
Winfried J. schrieb:> Du meinst das lohnt sich die Pic doch nochmal anzufassen? ich hatte die> nach dem studium der 12er und ihrer Preise gebannt
Wäre noch besser, wenn Microchip die Dinger erst rausbrächte, nachdem
sie die gröbsten Böcke bereinigt haben. Die Architektur dieser 16-Bitter
(PIC24, dsPIC33, anfangs dsPIC30 aber die heizen doch sehr) ist völlig
OK, mit leicht kuriosen Anwandlungen wie einer Multiplikation als
schnellstem Weg, zwei Register zu nullen. Zwar getrennte Adressräume,
aber ohne die Nachteile derselben. Nette Gehäuse, mehr als bei denen
kriegt man nirgendwo in 18 und 28 Pins.
Ohne das auszuwalzen der TR1 war kein Taschenrechner, sondern ein
programierbarer Tischrecner. Man musst das Programm vor der Ausführung
handschriftlich schreiben eingeben und abspeichern, dann in den
Arbeitsspeicher laden und starten, die Eingaben tätigen und das Ergebnis
abwarten!
Leider habe ich von dem Gerät noch kein Foto gefunden.
Das gleich beherschten zu der Zeit (1983) schon Taschenrechner von
Casio, TI und Privileg nebst tinybasic und einige sogar graphischer
Funktionsausgabe.
A. K. schrieb:> Nette Gehäuse, mehr als bei denen> kriegt man nirgendwo in 18 und 28 Pins.
naja ich hab lieber einige pins mehr wenn es nicht schadet und kann mit
dem 128er Atmega ganz gut leben. Allerdins sollte ich noch mal eine
andere (eigene) Breakout_Platine designen. ;-)
@A.K. (prx)
Der CDP1802 ist z.T. heute noch im Einsatz. Ich pflege noch heute
Programme für das Teil, so schlecht ist die Architektur des Burschen
nicht,
vor allem wenn man das Alter kennt.
Und der frei bestimmbare Programmzähler war das wirklich so doof?
Ich meine nein.
Damals Ende 70 Anfang der 80 war es der einzige µP der Sinnvollerweise
in
Batterie-Betrieben Geräten einsetzbar war. Der war echtes CMOS! und
konnte auch ein paar V mehr. Leider nicht die externen Eproms 2708 usw.
2732 waren damals gerade am Horizont zu sehen......
Und die ganze Entwicklungsumgebung war schon sehr recht nervig.........
Da macht es mit AVR und CO (nix PIC!) schon mehr Spass.
Schönen Sonntag
Alter Hase schrieb:> Der CDP1802 ist z.T. heute noch im Einsatz. Ich pflege noch heute> Programme für das Teil, so schlecht ist die Architektur des Burschen> nicht,
Schon die Hardware ist etwas seltsam. Busmultiplex ist ja nett, aber
Adresse mit Adresse kostet Zeit. Ergibt m.E. nur dann Sinn, wenn man
familienkompatible Mask-ROMs mit integrierter Dekodierung im Auge hat.
7 I/O-Ports sind auch nicht so der Brüller.
Sprungbefehle vorwiegend auf eine 256-Byte Bank zu beziehen erinnert
mich an ähnlichen transistorsparenden aber den Programmierer nervenden
Unsinn bei diversen PICs.
> vor allem wenn man das Alter kennt.
Dem Alter rechne ich das gemächliche Tempo zu. Nicht die schräge
Architektur.
> Und der frei bestimmbare Programmzähler war das wirklich so doof?
Ganz nett für schnelle Interrupts, aber worin liegt sonst der Vorteil?
Ein Unterprogrammaufruf wäre indes ganz nützlich gewesen. Ohne einen
halben Interpreter für Pseudocode implementieren zu müssen.
Hab noch selten eine Maschine gesehen, bei der Makros im Assembler so
wichtig waren wie bei dem., um die Umständlichkeit auch nur ganz
normaler Datenadressierung zu reduzieren. 5 Befehle um ein Byte von
einer bestimmten Adresse zu laden, brrr.
Mein erster Eindruck vom 1802 war, dass man sich schleunigst ein FORTH
oder sowas ähnliches draufsetzen sollte. Um dann darin weiter zu machen.
Oder, wenn das nicht drin ist, einen Rattenschwanz von
halbinterpretiertem Pseudocode zu implementieren (SEP mit "opcode"
dahinter), der eine sowas wie eine Stackmaschine daraus macht.
Alter Hase schrieb:> Damals Ende 70 Anfang der 80 war es der einzige µP der Sinnvollerweise> in Batterie-Betrieben Geräten einsetzbar war.
Yep. Zumindest für die 70er stimmt das wohl. Danach hätte ich eher auf
beispielsweise NSC800 gesetzt (Z80 Befehlssatz, andere Implementierung,
anderer Bus).
A. K. schrieb:> Karl heinz Buchegger schrieb:>> Zero-Page, wer braucht das schon?> Lass das bloss unseren lieben Iwan nicht hören. Sein STM8 hat die auch ;-).
Ich höre alles ;-)
Die Nullseite hatte sogar der vorgänger, der ST7 schon. Ihr könnt euch
ja denken, was ich vom Patentsystem halte, aber 1997 haben wieder welche
zugeschlagen:
United States Patent 6012128:
"A microcontroller with a page zero mode where a memory address space is
restricted to one page of a multiple page address space to produce
improved performance."
Wenn das mal nicht "prior art" ist.
LG, euer Iwan
Christian Berger schrieb:> Abdul K. schrieb:>> Naja, der AVR-Kern hat ca. 4000 Gatter. So viel weniger wird ne Z80 auch>> nicht haben.>> Naja, aber ein AVR-Kern ist deutlich schneller. Der läuft auf der> 4-fachen Taktfrequenz und schafft sogar so richtig viel Arbeit pro> Taktzyklus. Wenn Du bedenkst, dass ein 486ger noch mehr als 10> Taktzyklen für eine 32x32->32 Multiplikation braucht ist das schon recht> gut.
Spätestens jetzt kenn ich den Unterschied zwischen Äpfeln und Birnen.
So langsam war der Z80 gar nicht. Mit seinen 4MHz und sowieso nur
Assemblerprogramierung ging das recht gut ab. Klar, ein GUI gabs damals
nicht. Das GUI hieß damals oft 6845.
Und dann gabs von Hitachi noch schnellere Varianten. Übrigens auch von
der 6809 - die viel eleganter ist.
Abdul K. schrieb:> So langsam war der Z80 gar nicht. Mit seinen 4MHz und sowieso nur> Assemblerprogramierung ging das recht gut ab.
Wieso "sowieso nur Assembler"? C war damals zwar nicht so bedeutend,
bischen Tiny C gabe es. Aber dafür Pascal, Fortran, Cobol, PL/I, ...
Grad der PL/I Compiler war vor Turbo Pascal recht interessant, auch wenn
ich PL/I nicht wirklich mag.
Karl heinz Buchegger schrieb:> Nope. Ich hab natürlich schon darauf bestanden, 8 Stück von den Dingern> zu kriegen :-)
Apropos: Ein Sparfuchs hatte mal eine DCF77-Uhr gebaut, Z80, ein EPROM,
ein 2114 RAM, und viel Wärme dank vollständiger LED-Anzeige.
Wohlgemerkt: nur ein RAM-Chip, d.h. das RAM war nur 4 Bit breit! Muss
eine spassige Programmierung gewesen sein.
Auch wenn es ein alter Thread ist......
Schreib das Programm ganz einfach ins Flash des µc.
Ist am einfachsten.
Und keine Angst wegen der Anzahl der Flashzyklen.
So ein Flash hält etliche 10000 Lösch/Schreibzyklen aus bevor er kaputt
geht.
Die genaue Zahl gibt es im Datenblatt des µC und ist auch an Bedingungen
wie zb Temperatur und Spannung gekoppelt.
So viele Programmversionen wirst du wohl nicht brauchen bis die Software
mal stabil steht.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Daß dieser Thread schon seit weit über einem Jahr brachliegt, ist Dir> nicht aufgefallen?
doch schon, aber es war ursprünglich sogar mal mein Thread und bevor ich
den gleichen nochmal aufmach um nochmal nachzufragen..
Ralph schrieb:> So viele Programmversionen wirst du wohl nicht brauchen bis die Software> mal stabil steht.
das ganze is eigentlich weniger zum Prototyping gedacht, von daher kanns
schon sein, dass ich den Flash damit zerstöre. Ich denk ich implementier
einfach nen kleinen Interpreter.
Mittlerweile kann man sogar ansehnlichen Code in Brainfu ck
runterkompilieren und ein passender Interpreter schreibt sich schnell.