Chris D. schrieb:> Klar, schön ist das nicht. Aber "explodieren" ist dann doch etwas> anderes.
Ist aber trotzdem lustig, wie manche Leute diese Beitragssteigerung
schön reden und wild mit unterschiedlichen Zahlen-Basen jonglieren. Über
die regelmäßige Erhöhung der Beitragsbemeßungsgrenzen liest man auch
nichts.
Aber anscheinend wirken derartige Beruhigungsartikel noch immer auf
einige Mitmenschen überzeugend. Leider wurde überhaupt nichts über die
Gegenleistung für die Beiträge gesagt, erfahrungsgemäß geht die Tendenz
ja schon deutlich in Richtung weniger Leistung für die Versicherten.
Ich selbst bin als Grenzgänger zur Schweiz quasi auch in Deutschland
gesetzlich versichert und zahle mehr oder weniger die Gesundheitskosten
die für diese Grenzgänger anfallen solidarisch.
Der monatliche Versicherungsbeitrag ist mit 278.10 CHF (aktuell also ca.
260 EUR) seit mehreren Jahren stabil. In der Schweiz gibt es keinen
Arbeitgeberanteil. In Deutschland würde ich bei identischer
Gegenleistung inzwischen monatlich wohl so um die 700 EUR bei von meinem
Gesamt-Bruttolohn abdrücken müssen.
> Ich wußte, daß die GKV Amalgamfüllungen zuzahlungsfrei erstattet und> habe um eine Amalgamfüllung gebeten> Der Zahnarzt meinte daraufhin, daß er grundsätzlich keine> Amalgamfüllungen mehr verwendet. Da tut man sich dann schwer mit einem> schmerzhaften Loch im Zahn die Praxis ohne Behandlung zu verlassen.> Ich mußte für eine Kunststoffüllung eines Backenzahnes ca. 30€ zuzahlen.
Zahnärtze, die kein Amalgam verwenden, müssen im Seitenzahnbereich
eine zuzahlungsfreie Alternative anbieten!
> Beim Zahnersatz wird man übrigens von den Ärzten ab und an über den> Tisch gezogen.
Nein, nicht ab und an, sondern mit schöner Regelmässigkeit! Man sollte
nie vergessen, dass Zahnärtzte selbständige Unternehmer sind. In aller
Regel knallharte Geschäftsleute, die Schwächen ihrer Kunden konsequent
ausnutzen zu ihrem eigenen Vorteil. Ohne moralische Skrupel und
irgendein Unrechtsbewusstsein.
Patienten mit Verhandlungsgeschick können übrigens mit ihrem Zahnarzt
meist gut ins Geschäft kommen und bessere Konditionen für eine
Behandlung herausholen.
Karl schrieb:> Der monatliche Versicherungsbeitrag ist mit 278.10 CHF (aktuell also ca.> 260 EUR) seit mehreren Jahren stabil. In der Schweiz gibt es keinen> Arbeitgeberanteil. In Deutschland würde ich bei identischer> Gegenleistung inzwischen monatlich wohl so um die 700 EUR bei von meinem> Gesamt-Bruttolohn abdrücken müssen
Immer wieder schön wie hier von Desinformaten das Blaue vom Himmel
heruntergelogen wird. Warum ? um dich selbst zu belügen ?
Deine 287 CHF pro Person (wahrscheinlich bist du arbeitslos, denn
Durchschnitt sind 411 CHF pro Erwachsenem, 380 CHF unter 25 und 100 CHF
unter 18) Grundversicherung zahlt erst mal gar nicht,
bis du 300 CHF aus eigener Tasche zahlen musstest.
Eine Familie (2 Kinder 2 Erwachsene) zahlt also 1020 EUR
Krankenversucherung für leistungen die geringer sind als in
Deutschland).
Zudem zahlt die nur 90% der Kosten (die in der Schweiz deutlich höher
sind als in Deutschland, also von 1000 EUR Kosten nur 900 EUR, WENN du
in deinem Wohnkanton zum Arzt gehst. Musst du wonaders zum Arzt, darfst
du den selbst bezahlen.)
Zahnarztkosten sind gar nicht drin.
http://www.comparis.de/krankenversicherung.htm
Kurz gesat: "Weltweit ist das Gesundheitssystem nur in den USA teurer
als in der Schweiz"
http://www.oeffentliche-krankenkasse.ch/krankenversicherung-schweiz/
Aber schön daß du uns einen Bären aufbinden wolltest.
Karl schrieb:> Chris D. schrieb:>> Klar, schön ist das nicht. Aber "explodieren" ist dann doch etwas>> anderes.>> Ist aber trotzdem lustig, wie manche Leute diese Beitragssteigerung> schön reden und wild mit unterschiedlichen Zahlen-Basen jonglieren. Über> die regelmäßige Erhöhung der Beitragsbemeßungsgrenzen liest man auch> nichts.
Ich denke, man muss da einfach sachlich bleiben. Mit "Explosion" ist
jedenfalls niemandem gedient, wenn es sich bei 2000 brutto offenbar um
satte 6 Euro monatlich handelt.
Man darf natürlich auch nicht übersehen, dass in der PKV die
Steigerungen teilweiser erheblich höher ausgefallen sind. Dadurch, dass
die erwirtschafteten Kapitalerträge in den letzten Jahren massiv
geschmolzen sind, steht da bei vielen (nicht bei allen) PKVs die
Kalkulation auf sehr wackligen Beinen.
Man muss im Vergleich also auch schauen, wo die PKV-beiträge 2017-2019
stehen werden.
> Aber anscheinend wirken derartige Beruhigungsartikel noch immer auf> einige Mitmenschen überzeugend. Leider wurde überhaupt nichts über die> Gegenleistung für die Beiträge gesagt, erfahrungsgemäß geht die Tendenz> ja schon deutlich in Richtung weniger Leistung für die Versicherten.
Erfahrungsgemäß habe ich bisher alles erhalten, was ich benötigte - ohne
Zuzahlung. Leistungskürzungen habe ich in den letzten Jahren nicht
festellen können. Kann aber natürlich sein, wirklich alle kann man als
Normalsterblicher kaum im Blick behalten.
> Ich selbst bin als Grenzgänger zur Schweiz quasi auch in Deutschland> gesetzlich versichert und zahle mehr oder weniger die Gesundheitskosten> die für diese Grenzgänger anfallen solidarisch.>> Der monatliche Versicherungsbeitrag ist mit 278.10 CHF (aktuell also ca.> 260 EUR) seit mehreren Jahren stabil. In der Schweiz gibt es keinen> Arbeitgeberanteil. In Deutschland würde ich bei identischer> Gegenleistung inzwischen monatlich wohl so um die 700 EUR bei von meinem> Gesamt-Bruttolohn abdrücken müssen.
Das ist allerdings wirklich sehr günstig. Ich kenne das Schweizer Modell
leider nicht - wie ist das leistungsmäßig bzw. von der
Familienmitversicherung her aufgestellt?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kosten des Gesundheitssystems
der Schweiz pro Versichertem nur die Hälfte von DE betragen.
Oder sind die Schweizer wegen der Bergluft alle so gesund? :-)
>In Deutschland würde ich bei identischer>Gegenleistung inzwischen monatlich wohl so um die 700 EUR bei von meinem>Gesamt-Bruttolohn abdrücken müssen.
"Die Krankenversicherung übernimmt Abklärungen, Behandlungen und
Arzneimittelkosten im Falle von Krankheit, Unfall, Entbindungen und
Abtreibungen. Dagegen ist sie nur in speziellen Ausnahmefällen für
zahnärztliche Behandlungen zuständig."
Interessant auch der Teil zur Selbstbeteiligung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Krankenversicherung_in_der_Schweiz#Selbstbeteiligung
Auch in der Schweiz fließen also nicht nur Milch und Honig.
> Beim Zahnersatz wird man übrigens von den Ärzten ab und an über den> Tisch gezogen.
Wenn der hohle Zahn eben noch so fest drin sitzt, dann passiert das
schon mal -vor Allem, wenn Ärzte im Verbund dran ziehen.
:)
MfG Paul
IchGlaubeEsNicht schrieb:>>Wenn der hohle Zahn eben noch so fest drin sitzt>> Kannst du dir deine hohlen Phrasen nicht mal sparen? Oder bist du zu> hohl in der Birne?
Würdest du bitte keine rhetorischen Fragen mehr stellen?
MaWin schrieb:> Immer wieder schön wie hier von Desinformaten das Blaue vom Himmel> heruntergelogen wird. Warum ? um dich selbst zu belügen ?
Nö, Du hast hier eher ein Prolbem. Nimm gefälligst die Tabellen, die
auch zutreffen. Da kann man von der Schweiz doch einiges lernen. Dein
selbstverständliches Bashing ist dagegen langweilig.
> Deine 287 CHF pro Person (wahrscheinlich bist du arbeitslos, denn> Durchschnitt sind 411 CHF pro Erwachsenem, 380 CHF unter 25 und 100 CHF> unter 18) Grundversicherung zahlt erst mal gar nicht,> bis du 300 CHF aus eigener Tasche zahlen musstest.
Wie gesagt bin ich Grenzgänger, ich werde wohl kaum arbeitslos sein. Ich
habe das obligatorische Modell (aka GKV) und wenn ich nur zu deutschen
Ärzten gehe muss ich auch nicht die 300 ChF Franchise bezahlen.
> Eine Familie (2 Kinder 2 Erwachsene) zahlt also 1020 EUR> Krankenversucherung für leistungen die geringer sind als in> Deutschland).
Nein und Nein.
> Kurz gesat: "Weltweit ist das Gesundheitssystem nur in den USA teurer> als in der Schweiz"
Jo, da darfst Du mal kurz raten warum das so ist. Aber das ist doch der
Gag an dieser Geschichte. Ich habe jetzt mal ein Beispiel gebracht.
Chris D. schrieb:> Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kosten des Gesundheitssystems> der Schweiz pro Versichertem nur die Hälfte von DE betragen.>> Oder sind die Schweizer wegen der Bergluft alle so gesund? :-)
Wie gesagt, ich bin Grenzgänger und nutze hauptsächlich deutsche Ärzte.
Bei mir werden halt viele Kosten von der Schweitzer-Krankenversicherung
transparent gemacht.
Der hauptsächliche Unterschied ist wohl auf den Unterschied arbeitende
und nicht-arbeitende Teilnehmer zurückzuführen. Diesen Kinder-Anteil
gibt es bei Grenzgänger ohnehin nicht und der vermutete Anteil bei dem
typischen arbeitenden Mitteleuropaer ist wohl statistisch
vernachlässigbar.
IchGlaubeEsNicht schrieb:> Auch in der Schweiz fließen also nicht nur Milch und Honig.
Dass hat doch hier auch keiner behauptet.
Woher kommen eigentlich immer diese ganzen Postings von Neidingen (Chris
nehme da ich jetzt audrücklich raus)? In der Schweiz wird einem
sicherlich nichts geschenckt und als Grenzgänger muß man da
gegebenenfalls jedes Jahr mit einem ganz üblen Finanzamt kämpfen.
Also ehrlich, ich suche mir demnächst eher einen anderen Standort.
>Woher kommen eigentlich immer diese ganzen Postings von Neidingen
Wer ist denn hier bitte schön neidisch? Ich bin mit meiner deutschen GKV
ausdrücklich zufrieden.
genervt schrieb:http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-07/krankenkassen-gesetzliche-krankenversicherung-aerzte-beitraege-anstieg
"Die Zusatzbeiträge für Arbeitnehmer werden 2017 erneut angehoben. Die
Kassen begründen das unter anderem mit den Kosten für Hartz-IV-Empfänger
und Flüchtlinge."
Soll heißen: Anstatt die gesamtgesellschaftlichen Kosten gleichmäßig
oder gar leistungsgerecht zu schultern, werden die GKV Versicherten
(durch Beitragserhöhung) zur Kasse gebeten. 'Überraschenderweise'
reichen nämlich die staatl. Zahlungen (von lediglich knapp 150€+PV mtl.)
für o.g. Gruppe nicht aus.
Die durchschnittliche Zahlung pro Versicherten lag 2015 in der GKV bei
250€ mtl. Draus ergibt sich, dass Arbeitnehmer mit einem Bruttoeinkommen
von mehr als 1.600€ (GKV Beitrag 134€ AN + 117€ AG) als
'Besserverdiener' die GKV finanzieren.
PKV Versicherte wie Beamte oder Arbeitnehmer (mit Jahreseinkommen über
ca. 50K€) sind hingegen "befreit". Interessantes System. :-(
Mikro 7. schrieb:> "Die Zusatzbeiträge für Arbeitnehmer werden 2017 erneut angehoben. Die> Kassen begründen das unter anderem mit den Kosten für Hartz-IV-Empfänger> und Flüchtlinge.">> Soll heißen: Anstatt die gesamtgesellschaftlichen Kosten gleichmäßig> oder gar leistungsgerecht zu schultern, werden die GKV Versicherten> (durch Beitragserhöhung) zur Kasse gebeten. 'Überraschenderweise'> reichen nämlich die staatl. Zahlungen (von lediglich knapp 150€+PV mtl.)> für o.g. Gruppe nicht aus.
Soll heißen: Man spricht lieber nicht über die wahren Gründe, sondern
spielt Geringverdiener unter Beitragsbemessungsgrenze gegen Hartzies
gegen Flüchtlinge aus.
Bei 4,3 Millionen H4 Empfängern zahlt der Bund also pro Jahr rund 2,3
Milliarden Euro zu wenig. Selbst wenn plötzlich eine Million Flüchtlinge
dazu kommen, fehlten im Topf der GKV ~500 Millionen.
https://www.gkv-spitzenverband.de/media/grafiken/gkv_kennzahlen/kennzahlen_gkv_2016_q1/300dpi/GKV-Kennzahlen_Leistungsausg_insg_B_2015.jpg
Seit 4 Jahren steigen die Ausgaben der GKV jährlich um rund 10
Milliarden, etwas über 5% pro Jahr. Die 500 Millionen Euro von oben
(0,25% der Gesamtausgaben) fallen da doch gar nicht ins Gewicht. Einen
direkten Zusammenhang zur Anzahl der H4ler, seit Jahren annähernd
konstant bzw. sogar fallend, oder der Flüchtlinge kann ich beim besten
Willen nicht finden.
Tom S. schrieb:> Bei 4,3 Millionen H4 Empfängern zahlt der Bund also pro Jahr rund 2,3> Milliarden Euro zu wenig.
Ja.
Bei 5 Millionen Geringverdienern zahlt dieser auch zu wenig in die
Krankenkasse ein um seine eigenen Krankheitskosten zu decken,
dafür zahlen die 5 Millionen Gutverdiener mehr als die Krankenkasse für
ihre Arztbesuche ausgibt.
Nennt man Solidarprinzip.
Es gibt natürlich Leute, die das nicht verstanden haben. Die wählen dann
Politiker mit Kopfpauschale.
Und weil die Leute das GAR NICHT verstanden haben daß 500 EUR pro Kopf
für die 4-köpfige Familie einer Verkäuferin mit einer Summe von 2000 EUR
schlicht nicht finanzierbar sind, setzt man die Kopfpauschale auf
verträgliche 100 EUR und bezuschusst den Rest per Steuergeld. Und weil
die Verkäuferin eher keine Steuern zahlt, kommt dann eben der
Kopfpauschalenzuschuss vom Gutverdiener, der 50% Steuern auf sein
Einkommen bezahlt.
So wird der asoziale Depp, der lieber den Politiker mit Kopfpauschale
wählte, auch gleich noch besser gemolken.
----
Ja, man kann darüber nachdenken, ob Steuern wirklich progressiv sein
sollten und Krankenkassenbeiträge wirklich einkommenabhängig. Es ergibt
sich halt einfach eine gesamtgesellschaftich andere Rechnung. Und weil
die Arbeitnehmer von ihrem Netto leben, müsste man eben das Brutto
anpassen. Dann gibt es kein 8.50 EUR Mindestlohn mehr, sondern eher 25
EUR Mindestlohn, und weil die gesamte Gesellschaft nur eine konstante
Menge Geld zur Verfügung hat, bekommt dann der Vorstandsvorsitzende eben
weniger, statt 10 Mio nur noch 5 Mio, und der Besserverdiener keine 120k
mehr sondern nur noch 100k.
Kann man alles machen, ändert aber in der Summe nichts, also kann man es
auch lassen.
Tom S. schrieb:> Bei 4,3 Millionen H4 Empfängern zahlt der Bund also pro Jahr rund 2,3> Milliarden Euro zu wenig.
Bei einem Finanzbedarf von 3T€/Versicherten (siehe URL) und einer
Zahlung von lediglich 150€ mtl. komme ich auf eine Differenz von 5,16
Mrd €.
http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Downloads/Statistiken/GKV/Kennzahlen_Daten/KF2015Bund_Juni_2016.pdf> Selbst wenn plötzlich eine Million Flüchtlinge> dazu kommen, fehlten im Topf der GKV ~500 Millionen.
Hier komme ich auf 1,2 Mrd € Differenz.
> Seit 4 Jahren steigen die Ausgaben der GKV jährlich um rund 10> Milliarden, etwas über 5% pro Jahr.
Ca. 3,5% im Durchschnitt über die letzten 12 Jahre (3,476%).
> Die 500 Millionen Euro von oben> (0,25% der Gesamtausgaben) fallen da doch gar nicht ins Gewicht.
Da du Prozentrechnung so magst: Würden die Kosten diesmal um 4,1%
(zusätzlich 1,2 Mrd €) statt um 3,5% steigen, dann ist dass eine
Erhöhung von 17%.
Das zur Mathematik. Interpretation der Zahlen ist eine (ganz) andere
Sache. Und da habe ich keine Ahnung was du sagen willst. Willst du
sagen, dass die GKV Beiträge eh steigen, und dass darum alles andere
egal ist?! Wer wird gegen wen "ausgespielt"?
Ich wollte eigentlich sagen, dass die (gesamtgesellschaftlichen) Lasten
ungerecht verteilt sind. (Mögliche Lösungen dafür sind imho: Die
öffentlichen Kassen zahlen die Differenz; PKV zahlt die Differenz;
Abschaffung PKV.) Hat dein Posting einen Bezug darauf?
Mikro 7. schrieb:> Tom S. schrieb:>>> Bei 4,3 Millionen H4 Empfängern zahlt der Bund also pro Jahr rund 2,3>> Milliarden Euro zu wenig.>> Bei einem Finanzbedarf von 3T€/Versicherten (siehe URL) und einer> Zahlung von lediglich 150€ mtl. komme ich auf eine Differenz von 5,16> Mrd €.>> http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Downloads/Statistiken/GKV/Kennzahlen_Daten/KF2015Bund_Juni_2016.pdf>
Wir sprechen von H4 Empfängern und Flüchtlingen. Bei diesen Gruppen
liegt der Bedarf niedriger (laut Zeit Artikel bei 136€/Monat), aus dem
einfachen Grund heraus, da diese Menschen im Schnitt jünger sind.
>> Selbst wenn plötzlich eine Million Flüchtlinge>> dazu kommen, fehlten im Topf der GKV ~500 Millionen.>> Hier komme ich auf 1,2 Mrd € Differenz.>
Siehe oben.
>> Seit 4 Jahren steigen die Ausgaben der GKV jährlich um rund 10>> Milliarden, etwas über 5% pro Jahr.>> Ca. 3,5% im Durchschnitt über die letzten 12 Jahre (3,476%).>>> Die 500 Millionen Euro von oben>> (0,25% der Gesamtausgaben) fallen da doch gar nicht ins Gewicht.>> Da du Prozentrechnung so magst: Würden die Kosten diesmal um 4,1%> (zusätzlich 1,2 Mrd €) statt um 3,5% steigen, dann ist dass eine> Erhöhung von 17%
Toll, ich schreibe von den letzten 4 Jahren, du rechnest über 12 mit
falschen (siehe oben) Zahlenwerten. Ich bleib dabei: 10 Milliarden
Mehrkosten pro Jahr die letzten 4 Jahre, 500 Millionen zu wenig Zuschuss
vom Bund bei angenommenen einer Million Flüchtlingen -> der fehlende
Zuschuss ist im Vergleich ein Witz und ganz sicher nicht der
Kostentreiber, wie das in allen Artikeln zu dem Thema dargestellt wird.
> Das zur Mathematik. Interpretation der Zahlen ist eine (ganz) andere> Sache. Und da habe ich keine Ahnung was du sagen willst. Willst du> sagen, dass die GKV Beiträge eh steigen, und dass darum alles andere> egal ist?! Wer wird gegen wen "ausgespielt"?>
Ich finde es einfach nur sehr schade, dass in einem Forum mit durchaus
mathematisch begabten Personen anscheinend kaum einer mal seinen Grips
benutzt und stattdessen völlig unreflektiert die Standardsätze
"Flüchtlinge und H4-Bezieher treiben die Gesundheitskosten in die Höhe"
zitiert werden.
> Ich wollte eigentlich sagen, dass die (gesamtgesellschaftlichen) Lasten> ungerecht verteilt sind. (Mögliche Lösungen dafür sind imho: Die> öffentlichen Kassen zahlen die Differenz; PKV zahlt die Differenz;> Abschaffung PKV.) Hat dein Posting einen Bezug darauf?
Nö, darauf habe ich mich nicht bezogen und ich gebe dir Recht, dass die
Lasten ungerecht verteilt sind. Lediglich bei der Einschätzung, was
diese Lasten sind, liegen wir auseinander, wozu ich meinen Kommentar
abgegeben habe.
Tom S. schrieb:> Wir sprechen von H4 Empfängern und Flüchtlingen. Bei diesen Gruppen> liegt der Bedarf niedriger (laut Zeit Artikel bei 136€/Monat), aus dem> einfachen Grund heraus, da diese Menschen im Schnitt jünger sind.
Für den tatsächlichen Bedarf liegen, so weit ich es sehe, keine
belastbaren Zahlen vor. Im Artikel wird 136€ "geschätzt". Ein anderer
"Erfahrungswert" liegt bei 180€-200€
(https://www.iwkoeln.de/presse/iw-nachrichten/beitrag/krankenversicherung-fuer-fluechtlinge-sprengstoff-fuer-das-solidaritaetsprinzip-267769).
Keine Ahnung woher die die Zahlen nehmen. Daher würde ich den
Durchschnitt von 250€ ansetzen.
Was mir bisher allerdings nicht bewußt war: Die öffentlichen Kassen
("Staat") zahlen lediglich 90€. Also nicht einmal den "Mindestbeitrag"
(knapp 150€). Somit müssen die restlichen GKV Versicherten gar für
(gesamtgesellschaftl. Kosten von) 160€/Person aufkommen.
> Ich finde es einfach nur sehr schade, dass in einem Forum mit durchaus> mathematisch begabten Personen anscheinend kaum einer mal seinen Grips> benutzt und stattdessen völlig unreflektiert die Standardsätze> "Flüchtlinge und H4-Bezieher treiben die Gesundheitskosten in die Höhe"> zitiert werden.
Aso. Du wolltest lediglich auf die (reißerische) Wortwahl aufmerksam
machen: "Flüchtlinge und H4-Bezieher sind schuld!". Sowas fällt mir kaum
noch auf da es inzwischen imho alle machen (auch SZ und FAZ). Da kann
man nur hoffen, dass die Leser zwischen (belastbaren) Inhalt und Polemik
unterscheiden können. Bin ich auf deiner Seite. :-)
Mikro 7. schrieb:> Für den tatsächlichen Bedarf liegen, so weit ich es sehe, keine> belastbaren Zahlen vor. Im Artikel wird 136€ "geschätzt". Ein anderer> "Erfahrungswert" liegt bei 180€-200€
Alle Menschen 'verbrauchen' im Schnitt weit weniger
Krankenkassenbeiträge als sie einzahlen - bis auf die letzten 2 Jahre
ihres Lebens. Das ganze Arbeitsleben lang wird also zubezahlt, damit im
Alter dann mal die anderen zuzahlen, wenn man zur Krebstherapie auf der
Intensiv landet etc.
Dank dem Umlagesystem der GKV muss das eingezahlte Geld nicht über die
ca. 70 Jahre gerettet werden. Die PKV hat jahrzehntelang ihre niedrigen
Beiträge dadurch finanziert, daß sie die Alten in die GKV abgeschoben
hat, denn wenn man alt wird und Selbständige nicht mehr verdienen,
sackten sie meisst unter die Einkommensgrenze oder landeten gleich bei
Sozialhilfe.
Dieser elegante Trick, die Kosten der Allgemeinheit aufzubürden um die
Gewinne ganz privat für sich behalten zu können klappt nun nicht mehr,
damit bricht das System der PKV aber auch zusammen. Bloss dem Arzt mehr
bezahlen, mehr Leistungen anbieten, die Werbung und Gewinne deer
Anteilseigner zu erwirtschaften und TROTZDEM niedrigere Beiträge zu
kassieren ist halt unmöglich.
Damit die GKV für die später alt werdenden Leute genügend Einzahler hat,
sollten es allerdings nicht weniger Junge sein. Die Deutchen bekommen
aber keine Kinder, sie sagen sie können sich die nicht leisten, dann
wäre der SUV und das iPhone nicht mehr erschwinglich. So importieren wir
die jungen Leute eben aus dem Ausland, inzwischen 10 Millionen. Und wem
das nicht passt, der kann ja gehen, in ein Land in dem er dann im Alter
versorgt wird damit er unserem ohne Nachwuchs nicht zu finanzierenden
Renten- und Gesundheitssystem nicht auf er Tasche liegt.
Michael B. schrieb:> Die Deutchen bekommen> aber keine Kinder, sie sagen sie können sich die nicht leisten, dann> wäre der SUV und das iPhone nicht mehr erschwinglich.
Nur gut, daß Du die Ursachen so objektiv beurteilst. Genau daran liegt
das.
Die Mindestlöhner und Minijob-Ausüber sind die Schlimmsten...
-Paul-
Michael B. schrieb:> Alle Menschen 'verbrauchen' im Schnitt weit weniger> Krankenkassenbeiträge als sie einzahlen - bis auf die letzten 2 Jahre> ihres Lebens. Das ganze Arbeitsleben lang wird also zubezahlt, damit im> Alter dann mal die anderen zuzahlen, wenn man zur Krebstherapie auf der> Intensiv landet etc.
Ich glaube auch schon, dass mit zunehmenden Alter die Kosten im
Durchschnitt steigen. Allerdings: "Weit weniger"? "Bis auf die letzten 2
Jahre"? Zeig' mal deine Quelle.
> ...Die PKV hat jahrzehntelang ihre niedrigen> Beiträge dadurch finanziert...
Das ist die eine Seite.
Aber selbst ohne diese "Tricks" könnte die PKV systembedingt im
Durschnitt geringere Prämien als die GKV bei gleicher Leistung anbieten.
Einfach weil ihr System nicht einkommensabhängig ist.
Beitrag "Re: Gesetzlich oder privat krankenversichern?"
D. I. schrieb:> http://www.welt.de/finanzen/article157689052/Exper...>> Und weiter gehts. Wie wird die Antwort der Privaten sein? Wird man dort> ebenfalls Steigerungen erwarten können, wo doch kaum noch junge Leute in> die PKV wechseln?
Überraschung!
Überraschung? Neee... das war klar, dass es so kommen muss!
Jetzt lasst mal eine mittlere Wirtschaftskrise kommen, dann rauschen die
Beiträge infolge steigender Arbeitslosigkeit richtig nach oben...
genervt schrieb:> Jetzt lasst mal eine mittlere Wirtschaftskrise kommen, dann rauschen die> Beiträge infolge steigender Arbeitslosigkeit richtig nach oben...
Und wovon soll ich das noch bezahlen?
Gibt es eigentlich irgendeinen Grund als Junger nicht in die private
Krankenkasse zu wechseln?
http://www.bild.de/geld/wirtschaft/krankenkassen/beitrags-schock-bei-krankenkassen-47335592.bild.html
(jetzt bitte keine Diskussion um die Bild Zeitung)
Mir geht's um die Tabelle dort.
Jemand der 4237.50 EUR brutto verdient darf 2017 418.45 EUR zahlen?
Hört sich noch recht ok an, aber dann nehmen wir noch den
Arbeitgeberteil hinzu, nochmal 418.45 EUR dann sind wir bei fast 840
EUR/Monat für einen Familienvater + Kind.
Die Gesetzliche Krankenkasse rechnet sich wohl eher nur für jene mit
niedrigen Einkommen, für Selbstständige die hier mehr verdienen
anscheinend bei weitem nicht.
Außerdem wer wieder unter die ca 58.000 EUR und Angestellter ist kann ja
anscheinend ohnehin wieder zurück in die gesetzliche springen.
Rechnen tut sich die private für Junge die gut verdienen allemal.
mikro schrieb:> Gibt es eigentlich irgendeinen Grund als Junger nicht in die private> Krankenkasse zu wechseln?
Ich mag mich irren, aber ein Wechsel in die gesetzliche KV ist im Alter
nicht so einfach möglich.
In der gesetzlichen KV ist die gesamte Familie versichert, egal welche
Vorerkrankungen.
mikro schrieb:> Rechnen tut sich die private für Junge die gut verdienen allemal.
Nur die Jungen werden auch mal alt und dann ist es nicht mehr so
günstig.
Aber, wenn Du eh nicht heiraten möchtest, deine Eltern, Großeltern alle
bis ins hohe Alter gesund blieben, warum nicht privat versichern.
Rick M. schrieb:> mikro schrieb:>> Gibt es eigentlich irgendeinen Grund als Junger nicht in die private>> Krankenkasse zu wechseln?>> Ich mag mich irren, aber ein Wechsel in die gesetzliche KV ist im Alter> nicht so einfach möglich.>http://www.finanztip.de/pkv-rueckkehr-gkv/
das hört sich ehrlich gesagt nicht so schwierig an.
> In der gesetzlichen KV ist die gesamte Familie versichert, egal welche> Vorerkrankungen.>
in meinem Fall ohnehin egal meine Frau ist in einem Drittland
versichert.
> mikro schrieb:>> Rechnen tut sich die private für Junge die gut verdienen allemal.>> Nur die Jungen werden auch mal alt und dann ist es nicht mehr so> günstig.>
Wer unter 30 einspringt hat gut 20 Jahre Zeit.
Die GKV ist laut der oberen Tabelle überhaupt nicht günstiger als die
Private.
Man sagt das die Privaten bei 1000 EUR/Monat und mehr enden können, na
klar die GKV genau so wenn man die subventionierte Hälfte vom
Arbeitgeber mitzählt.
Ich hab mit 23 inkl. Arbeitgeberbeitrag 600 EUR/Monat in die GKV
bezahlt, danach bei der Selbstständigkeit aber nur noch 200 EUR.
> Aber, wenn Du eh nicht heiraten möchtest, deine Eltern, Großeltern alle> bis ins hohe Alter gesund blieben, warum nicht privat versichern.
Was hat das mit den Eltern zu tun? Die haben eine eigene
Krankenversicherung.
Ob die Ärzte meine Großeltern am Grab besuchen bezweifle ich mal.
Bei mir ist es aber auch nicht sicher ob ich überhaupt in Deutschland
bleiben werde, gibt auch noch genug schöne Länder um Deutschland herum -
und dann würde ich mich ohnehin wieder in anderen Systemen befinden.
Dank EU sollte das auch alles mehr oder weniger ohne größere Nachteile
machbar sein.
Das Problem sind genau die Leute welche die PKV als billigere
alternative sehen. Warum das nicht stimmt wurde hier schon mehrfach
gesagt.
EIGENTLICH ist die PKV für Leute die sich eine teurere KV leisten
können. Also denen >1000 EUR / Monat für eine KV eben nichts ausmacht.
So war das ja mal gedacht.
Aber heute will jeder der mal kurz über der nötigen Wechselgrenze
rumkrebst in die PKV um zu sparen. Das ist eigentlich der falsche
Ansatz.
Cyblord -. schrieb:> Das Problem sind genau die Leute welche die PKV als billigere> alternative sehen. Warum das nicht stimmt wurde hier schon mehrfach> gesagt.
Wo wurde das geschrieben? Die PKV ist doch die billigere Alternative,
allein schon deshalb, weil alle Arbeitslosen/Niedriglöhner/sonstige
Kostentreiber rausfallen und bei der GKV querfinanziert werden.
Tom S. schrieb:> Wo wurde das geschrieben? Die PKV ist doch die billigere Alternative,> allein schon deshalb, weil alle Arbeitslosen/Niedriglöhner/sonstige> Kostentreiber rausfallen und bei der GKV querfinanziert werden.
Solange bis keine Jungen mehr nachkommen, welche die Alten
querfinanzieren.
mikro schrieb:> Was hat das mit den Eltern zu tun? Die haben eine eigene> Krankenversicherung.> Ob die Ärzte meine Großeltern am Grab besuchen bezweifle ich mal.
Wenn deine Eltern etc. bis ins hohe Alter halbwegs gesund sind, waren,
ist die Wahrscheinlichkeit groß, das bei dir nichts großartiges anfällt.
Als Angestellter müssen Sie Ihr Bruttoeinkommen unter die
Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) von 56.250 Euro (Stand: 2016) drücken.
Mehr hierzu bei:
http://www.finanztip.de/pkv-rueckkehr-gkv/#ixzz4HVo39mtX
Will man das?
"Über Zusatzversicherungen können Sie schlechtere Leistungen der GKV
ausgleichen."
Naja, manchmal zahlt im Alter die GKV mehr als die Private.
mikro schrieb:> in meinem Fall ohnehin egal meine Frau ist in einem Drittland> versichert.
Das ist aber sicher nicht die Regel.
Oft sitzen Frau und Kinder zu Hause und Papa ist der das Geld rein
bringt.
D. I. schrieb:> Tom S. schrieb:>> Wo wurde das geschrieben? Die PKV ist doch die billigere Alternative,>> allein schon deshalb, weil alle Arbeitslosen/Niedriglöhner/sonstige>> Kostentreiber rausfallen und bei der GKV querfinanziert werden.>> Solange bis keine Jungen mehr nachkommen, welche die Alten> querfinanzieren.
Das ist der springende Punkt, warum das System PKV mit jedem Jahr weiter
massiv an die Wand fährt. Mittlerweile hat sich eben auch bei den Jungen
herumgesprochen, dass die PKV im Alter extrem teuer wird und nur in
jungen Jahren mit günstigen Beiträgen gelockt wird.
Es müssen ja die größtenteils besseren Leistungen als in der GKV, die
viel höheren Gebührensätze der Ärzte für Privatpatienten sowie eine
Gewinnmarge für die Versicherungsgesellschaft irgendwie bezahlt werden.
Dass in der PKV immer weniger junge Leute nachrücken, ergibt dann
irgendwann den Todesstoß für das PKV-System, denn je älter die
Versichertengemeinschaft, umso höher die Ausgaben. Da sind die o.g.
Arbeitslosen/Niedriglöhner/sonstige Kostentreiber bei der GKV gar nichts
dagegen.
Wer heutzutage - außer er ist Beamter - noch in die PKV wechselt, dem
ist echt nicht mehr zu helfen. Zumindest, wenn er es tut, um angeblich
Kosten zu sparen. Das tut er langfristig nämlich garantiert nicht. Die
unsolidarischen, asozialen Elemente, die später wieder geplant in die
GKV zurückwechseln wollen, fallen dann hoffentlich massiv auf die
Schnauze, weil der Gesetzgeber bis dahin die letzten Schlupflöcher
gestopft hat.
2 Millionen neue Flüchtlinge von denen teils auch ältere, kranke
Menschen dabei sind. Keiner von ihnen zahlt wirklich ein - Der
obligatorische Mindestbeitrag vom Bund deckt ja nichtmal die
Verwaltungskosten ab. Prost Mahlzeit GKV...
Dieses scheiss Sozialsystem indem arbeitsunmotivierte Leute mitversorgt
werden müssen kotzt mich nur noch an.
Wenn man sich sicher ist dass man im Job unverzichtbar ist also nicht
arbeitslos wird, das gesparte Geld anlegt (nicht verprassen), ist die
PKV mit Sicherheit die bessere Variante.
Autor schrieb:> 2 Millionen neue Flüchtlinge von denen teils auch ältere, kranke> Menschen dabei sind. Keiner von ihnen zahlt wirklich ein - Der> obligatorische Mindestbeitrag vom Bund deckt ja nichtmal die> Verwaltungskosten ab. Prost Mahlzeit GKV...> Dieses scheiss Sozialsystem indem arbeitsunmotivierte Leute mitversorgt> werden müssen kotzt mich nur noch an.
Warum haust du nicht einfach ab? Dich braucht hier keiner.
Autor schrieb:> 2 Millionen neue Flüchtlinge von denen teils auch ältere, kranke> Menschen dabei sind. Keiner von ihnen zahlt wirklich ein - Der> obligatorische Mindestbeitrag vom Bund deckt ja nichtmal die> Verwaltungskosten ab. Prost Mahlzeit GKV...
Die meisten sind gesunde, junge Männer, zwar größtenteils schlecht
qualifiziert, aber das lässt sich ja in wenigen Jahren aufholen.
> Dieses scheiss Sozialsystem indem arbeitsunmotivierte Leute mitversorgt> werden müssen kotzt mich nur noch an.
Du zeigst hiermit deutlich auf, wie asozial und unsolidarisch du bist.
Wenn du mal hilfsbedürftig wirst, dann änderst du deine Meinung schnell,
stimmt's?
> Wenn man sich sicher ist dass man im Job unverzichtbar ist also nicht> arbeitslos wird
Ach ja, wie soll man sich da sicher sein, wenn man nicht auf Lebenszeit
verbeamtet ist? Woher weißt du, was in 5 oder 10 Jahren mit deinem Job
ist?
Schlaubi schrieb:> Du zeigst hiermit deutlich auf, wie asozial und unsolidarisch du bist.> Wenn du mal hilfsbedürftig wirst, dann änderst du deine Meinung schnell,> stimmt's?
Bitte genau lesen. Ich rede ganz klar von arbeitsunmotiviert. Das
trifft gleichermaßen aur die gesamte Bevölkerung zu.
Wer versucht Arbeit zu bekommen bzw nicht nur bewusst auf der faulen
Haut liegt den unterstützt man allzu gerne. Dann wird noch massiver
Sozialbetrug betrieben aber der deutsche zahlt anscheinend noch nicht
genug.
Achja GKV Zusatzbeitrag soll bis 2020 natürlich wieder steigen. Wen
wunderts?
Schlaubi schrieb ...
> Du zeigst hiermit deutlich auf, wie asozial und unsolidarisch du bist.> Wenn du mal hilfsbedürftig wirst, dann änderst du deine Meinung schnell,> stimmt's?
Solidarität hebt man sich heutzutage für Verwandte und Freunde auf, der
Rest ist ein politisches Luftschloss, zu dem es zum Glück keine
uneingeschränkte Verpflichtung gibt.
Autor schrieb:> Schlaubi schrieb:>> Du zeigst hiermit deutlich auf, wie asozial und unsolidarisch du bist.>> Wenn du mal hilfsbedürftig wirst, dann änderst du deine Meinung schnell,>> stimmt's?>> Bitte genau lesen. Ich rede ganz klar von arbeitsunmotiviert. Das> trifft gleichermaßen aur die gesamte Bevölkerung zu.
Das ist aber nur deine belanglose Meinung, die mit der Realität nichts
zu tun hat.
> Wer versucht Arbeit zu bekommen bzw nicht nur bewusst auf der faulen> Haut liegt den unterstützt man allzu gerne. Dann wird noch massiver> Sozialbetrug betrieben aber der deutsche zahlt anscheinend noch nicht> genug.
Aus welchem Universum sendest du zur Zeit? Das ist allenfalls dummes
Zeug was du schreibst.
> Achja GKV Zusatzbeitrag soll bis 2020 natürlich wieder steigen. Wen> wunderts?
Nach deinen Einlassungen zu urteilen gehe ich davon aus, dass du die
Gründe nicht kennst.
Noch einmal: Warum haust du nicht ab? Gute Reise und bitte nicht
wiederkommen.
Ach Achmed, mein sozialer Kollege? Dieses Jahr schon was gespendet? Ich
schon; 20€ pro Monat an eine Tierschutzorganisation. Klar nicht viel,
aber immerhin etwas.
Wie du siehst suche ich mir gerne selbst aus welchen Leuten ggü ich mich
sozial verhalte und welchen nicht. Manche haben es verdient - andere
wiederrum nicht.
Viele Grüße
Schlaubi schrieb:> D. I. schrieb:>> Tom S. schrieb:>>> Wo wurde das geschrieben? Die PKV ist doch die billigere Alternative,>>> allein schon deshalb, weil alle Arbeitslosen/Niedriglöhner/sonstige>>> Kostentreiber rausfallen und bei der GKV querfinanziert werden.>>>> Solange bis keine Jungen mehr nachkommen, welche die Alten>> querfinanzieren.>> Das ist der springende Punkt, warum das System PKV mit jedem Jahr weiter> massiv an die Wand fährt. Mittlerweile hat sich eben auch bei den Jungen> herumgesprochen, dass die PKV im Alter extrem teuer wird und nur in> jungen Jahren mit günstigen Beiträgen gelockt wird.>
Diese Argumentation kann ich nicht nachvollziehen. Die Ausgaben für
jeden Menschen übers Leben sind doch erstmal immer gleich*, egal ob GKV
oder PKV. Zugegeben, bei der PKV geht etwas mehr in Verwaltung und
Gewinn für die Versicherung ab, aber das sind doch Kleckerbeträge
verglichen mit den Mindereinnahmen von Geringverdienern. Mit den
Beiträgen von einem Gehalt knapp über der Bemessungsgrenze muss die GKV
drei Mindestlöhner versorgen, die PKV eine Person. Wie soll den die PKV
am Ende teurer sein?
*Ja, bei der PKV sind bessere Leistungen möglich, die selbstverständlich
auch mehr kosten. Das ist an der Stelle aber nicht relevant, den
Basistarif mit GKV Leistungen für GKV Beiträge kann man in der PKV ja
auch wählen.
> Es müssen ja die größtenteils besseren Leistungen als in der GKV, die> viel höheren Gebührensätze der Ärzte für Privatpatienten sowie eine> Gewinnmarge für die Versicherungsgesellschaft irgendwie bezahlt werden.> Dass in der PKV immer weniger junge Leute nachrücken, ergibt dann> irgendwann den Todesstoß für das PKV-System, denn je älter die> Versichertengemeinschaft, umso höher die Ausgaben. Da sind die o.g.> Arbeitslosen/Niedriglöhner/sonstige Kostentreiber bei der GKV gar nichts> dagegen.
Bessere medizinische Versorgung = höhere Beiträge, das ist doch kein
Argument, sondern logisch?
Tom S. schrieb:> Die Ausgaben für> jeden Menschen übers Leben sind doch erstmal immer gleich*, egal ob GKV> oder PKV.
Wie kann man nur so ein Unsinn behaupten? GKV und PKV sind zwei völlig
unterschiedliche Systeme, jede mit ihren Vor- und Nachteilen, aber die
Ausgaben dafür sind für jeden Menschen übers Leben immer gleich?
Es gibt natürlich auch Berechnungen dazu, aber auch der gesunde
Menschenverstand müsste es dir bereits nahelegen, dass die PKV am Ende
immer teurer sein muss als die GKV. Allein schon die Gebührenordnung der
Ärzte, die für Privatpatienen einen bis zu 3,5 fachen Satz vorsieht.
Aber die Kosten sind ja für jeden Menschen übers Leben immer gleich...
kopfschüttel
Wenn der Arzt ein höheres Honorar erhält und ich dafür ohne Wartezeit
direkt drankomme, dann fällt das doch unter "mehr Beitrag=bessere
Leistung" oder?
Tom S. schrieb:> Wenn der Arzt ein höheres Honorar erhält und ich dafür ohne> Wartezeit> direkt drankomme, dann fällt das doch unter "mehr Beitrag=bessere> Leistung" oder?
Nein. Du zahlst ja in der PKV bzw. indirekt dem Arzt nicht mehr für eine
kürzere Wartezeit, sondern für die Behandlung.
Leider ist es sogar so, dass der Arzt alles versuchen wird, an dir über
möglichst viele teure Behandlungen die Kasse klingeln zu lassen, egal ob
es Sinn macht oder mehr Schaden als Nutzen anrichtet. Die goldene Kuh
will ja gemolken werden. Das ist ein weiterer Nachteil, Mitglied in der
PKV zu sein.
Tom S. schrieb:> Wenn der Arzt ein höheres Honorar erhält und ich dafür ohne Wartezeit> direkt drankomme, dann fällt das doch unter "mehr Beitrag=bessere> Leistung" oder?
Wenn man das so sieht ist auch alles in Ordnung. Nur wenn man bessere
Leistung + mehr Geld für den Arzt (was ja Zusammenhängt) und dann aber
noch billiger als GKV erwartet, dann fällt man halt zu 99% nach ein paar
Jahren auf die Schnauze. Zurecht aber natürlich.
Im Prinzip muss man bei der PKV bereit sein, alle anfallenden
Gesundheitskosten komplett selbst zu tragen. Also eigentlich gar keine
KV zu benötigen. Vorteil der PKV ist nur, dass man eben große Batzen
nicht auf einmal zahlen muss. Aber die Gesamtkosten entsprechen den
eigenen Kosten + Verwaltung + Gewinn für die PKV.
Bei der GKV zahlt man als Besserverdiener mehr als man selbst braucht
und als Geringverdiener weniger. Das ganze dann noch über die
Generationen ausgeglichen, also die Jungen zahlen für die Alten usw.
Und der Besserverdiener den Vorteil der Beitragsbemessungsgrenze.
Also wenn man bis ins Alter genug Kohle für die eigenen
Gesundheitskosten hat und haben wird, dann spricht absolut nichts gegen
PKV.
Elektron schrieb:> Leider ist es sogar so, dass der Arzt alles versuchen wird, an dir über> möglichst viele teure Behandlungen die Kasse klingeln zu lassen, egal ob> es Sinn macht oder mehr Schaden als Nutzen anrichtet. Die goldene Kuh> will ja gemolken werden. Das ist ein weiterer Nachteil, Mitglied in der> PKV zu sein.
Meine Frau ist in einem Drittland versichert und somit in Deutschland
Barzahlerin.
5 Minuten beim Augenarzt ergab 56 EUR (und einen Rattenschwanz an
Untersuchungen laut Abrechnung .. aber wie erwähnt alles in 5 Minuten)
Lustigerweise wurde dieser Rattenschwanz an Untersuchungen auch von der
Krankenkasse gefordert.
Meiner Ansicht nach hätte man nur das Problem untersuchen müssen und die
sinnlosen Untersuchungen hätte man streichen können. Dann hätte man die
Lösungen aber wohl auch über Google finden können.
So seriös ist das Gesundheitssystem dann aber anscheinend auch wieder
nicht.
Warum bitte fordert die Krankenkasse Untersuchungen? Die aus dem
Drittland? Ich dachte Ihre Frau wäre Selbstzahler hier.
Der Privatpatient wird von der Politik gerne als mündiger Bürger
tituliert. Dieser muss dann eben auch mit den Leistungserbringern
sprechen können - du kannst stets sagen was du an Leistungen und was
nicht. Aber das muss man dann halt auch tun bzw. können.
nur so schrieb:> Der Privatpatient wird von der Politik gerne als mündiger Bürger> tituliert. Dieser muss dann eben auch mit den Leistungserbringern> sprechen können - du kannst stets sagen was du an Leistungen und was> nicht. Aber das muss man dann halt auch tun bzw. können.
Wie willst du denn als Nicht-Mediziner immer beurteilen können, was
wirklich sinnvoll ist und was nicht?
Elektron schrieb:> Wie willst du denn als Nicht-Mediziner immer beurteilen können, was> wirklich sinnvoll ist und was nicht?
Auch als Nicht-Mediziner kann man sich über den Nutzen der diversen
<insert iGel-Leistung here> informieren und sich überlegen ob das Risiko
für einen akut ist. Bei Schwangeren wird gern mal zugelangt und sonst
was schwadroniert.
Hi,
Tom S. schrieb:> Diese Argumentation kann ich nicht nachvollziehen. Die Ausgaben für> jeden Menschen übers Leben sind doch erstmal immer gleich*, egal ob GKV> oder PKV.> *Ja, bei der PKV sind bessere Leistungen möglich, die selbstverständlich> auch mehr kosten. Das ist an der Stelle aber nicht relevant, den> Basistarif mit GKV Leistungen für GKV Beiträge kann man in der PKV ja> auch wählen.
Es wurde oben ja schon angedeutet, aber mit deiner Einschätzung liegst
du da völlig falsch! Denn die Zahlungen der KAsse an den Arzt für ein
und dieselbe Leistung unterscheiden sich teilweise ERHEBLICH!
Für einen gesetzlich versicherten erhält der Arzt Zahlungen nach dem
sogenannten einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM).
http://www.kbv.de/html/online-ebm.php
Für einen Selbstzahler bzw. privatversicherten wird der Arzt Zahlungen
nach der GOÄ in Rechnung stellen. In dieser GOÄ gibt es einen Grundsatz
(einfacher Satz)und einen Multiplikator bis zum 3,5 fachen Satz.
Die "Durchschnittsleistung" entspricht dabei dem 2,3 fachen Satz.
Wird also z.b. bei einem normal verständigen, fitten Patienten der den
Anweisung der Arthelferin problemlos ohne mithilfe folgen kann ein EKG
gemacht, so wird das bereits mit dem 2,3 fachen Satz abgerechnet.
ISt das ein älterer Patient der Hilfe braucht oder ein kleines Kind oder
wenn dem Arzt eine sonstige Begründung einfällt kann es auch der 3,5
fache Satz sein.
http://www.e-bis.de/goae/defaultFrame.htm
Die Zahlungen die der Arzt für eine Untersuchung erhält unterscheiden
sich dabei manchmal nur wenig, meist aber erheblich!
Mal als Beispiel ein Belastungs-EKG (Fahrradfahren...)
Nach dem EBM bekommt der Arzt bei einem GKV versicherten dafür 20,85
Euro (sofern nicht durch sonstige Maßnahmen noch weniger)
NAch der GOÄ 59,66 Euro bei einem Durchschnittspatienten.
(Ziffer 652)
(Wobei die Untersuchung hier WENIGER Leistungen beinhalten darf als beim
GKV Patienten. (Beim Privatpatienten müssen nur neun Ableitungen gemacht
werden beim GKV Patienten mindstens 12! - Ist aber im Zeitalter der PC
basierten EKG Geräte mit kontinuierlicher Aufzeichnung der Rohdaten eher
irrelevant)
Also zahlt die PKV für ein und dieselbe Leistung hier das DREIFACHE!
(Und unter Umständen noch mehr wenn der 3,5 Fache satz zur Anwendung
kommt)
Weiteres Beispiel EEG (Normales in der Praxis)
Für den GKV versicherten PAtienten erhält der Arzt 26,19 Euro INKLUSIVE
Auswertung!
Bei einem PKV Patienten kann dieser abrechnen.
EEG Untersuchung selbst 81,10 Euro (Ziffer 827)
WENN dann noch gleichzeitig -wie oft üblich- ein EKG Kanal (an den
Handgelenken) mit abgeleitet wird kann diese Messung als Zifer 650 mit
15,95 Euro abgerechnet werden.
DA in der GÖA die Befunderhebung nicht ausdrücklich enthalten kann der
Arzt, das entsprechende Gesprch auch noch zumindest einmal pro
Besuchtermin abrechnen. (Natürlich nicht für jede Untersuchung einzeln,
aber halt einmal pro Besuch - wenn dann nur eine Untersuchung emacht
wird...)
Möglich ist da beispielsweise Ziffer 804 mit 20,10 Euro.
Im Endergebnis also 117,15 Euro bei einem DURSCHNITTLICHEN Patienten im
Vergleich zu 26,16 Euro für einen GKV Patienten. Bei Kindern oder z.b.
dementen Personen o.ä. ist der Unterschied noch größer!
Als Zusatz kommt dann noch dazu das bei den GKV Versicherten ein
Aufzeichnungsdauer von MINESTENS 20 Minuten vorgeschrieben ist um die
Wahrscheinlichkeit einer Erfassung von Unregelmßigkeiten zu erhöhen.
Bei PKV Versicherten gibt es überhaupt keine Vorschrift, da wird dann
auch schon mal nur 5 oder 10 Minuten abgeleitet.
Und es macht dabei überhaupt keinen Unterschied ob der Versicherte im
Normaltarif oder Basistarif der PKV ist. Der Arzt berechnet IMMER
DASSELBE.
Der Unterschied liegt darin WELCHE LEISTUNGEN überhaupt bezahlt werden.
Aber abgerechnet wird pro Leistung immer gleich. Den Arzt hat DEIN
VERSICHERUNGSVERTRAG nicht zu interessieren.
Und der Fallstrick liegt darin, das DU SELBST wissen musst welche
Leistungen dir zustehen. Der Arzt will das Geld wenn er eine Leistung
erbringt VON DIR.
Ist die Leistung aber nicht Inhalt der Basisversicherung sagt die Kasse
-zahlen wir nicht-, der Arzt sagt -ist mir egal, du bis Vertragspartner,
nicht deine Kasse - und du zahlst komplett aus eigener Tasche!
Tom S. schrieb:> Wenn der Arzt ein höheres Honorar erhält und ich dafür ohne Wartezeit> direkt drankomme, dann fällt das doch unter "mehr Beitrag=bessere> Leistung" oder?
Könnte man so sehen - bzw. wird im Moment von den privaten KAssen so
"verkauft".
Nur ist es so: Wie Elektron schon geschrieben hat bekommt der Arzt für
die kürzere Wartezeit kein Geld, sondern du wirst "bevorzugt" behandelt
weil du mehr Geld bringst!
Auf Deutsch: Weil du in seinen Augen ein GOLDESEL bist!
Ein Arzt bei dem Privatpatienten bevorzugt werden priorisiert also seine
Patienten einzig und allein nach dem zu erwartenden Gewinn.
Es ist daher recht offensichtlich das es ein Arzt ist, der seinen Beruf
NICHT als "Berufung" sieht mit der Absicht den Patienten -für eine immer
noch überschnittliche Entlohnung- zu helfen,
sondern das dieser Arzt seine Tätigkeit als Job zum Geldverdienen nutzt
und jede Möglichkeit der Profitmaximierung ausnutzt.
Und zu so einem Arzt soll ich Vertrauen haben?
Warum sollte dieser Arzt, der derart offensichtlich an der
Profitmaximierung interessiert ist, ausgerechnet BEI MIR eine Ausnahme
machen und seine Entscheidungen plötzlich alleine vom Gedanken an mein
Wohl statt an seine Brieftasche ausrichten?
In wahrheit ist das keine "bessere Leistung" sondern es ist die
Reibungswärme die man beim "über den Tisch gezogen werden" als Nestwärme
fehlinterpretiert.
Ja, mir ist bekannt das die Situation in einigen Gegenden wirklich
problematisch ist. Und ich kann sogar verstehen das ein Arzt mit einer
Praxis in München vielleicht sogar eher genötigt ist für einen
Mindestanteil an Privatpatienten zu sorgen als einer der in einer
Niedersächsischen Mittelstadt praktiziert.
Aber im Großen und Ganzen gibt es immer noch mehr als genug Ärzte die
KEINEN Unterschied machen zwischen PKV und GKV Patienten wo man bei
seinem HAusarzt auch als GKV Patient noch am selben Tag -bzw bei
Fachärzten in nicht ganz akuten Fällen innerhalb der nächsten 10 Tage-
vorbeikommen kann.
(Zumindest wenn man nicht in gewissen Großstädten leben muss)
Und zu diesen Ärzten kann ich dann auch vertrauen haben...
Gruß
Carsten
D. I. schrieb:> Elektron schrieb:>> Wie willst du denn als Nicht-Mediziner immer beurteilen können, was>> wirklich sinnvoll ist und was nicht?>> Auch als Nicht-Mediziner kann man sich über den Nutzen der diversen> <insert iGel-Leistung here> informieren und sich überlegen ob das Risiko> für einen akut ist. Bei Schwangeren wird gern mal zugelangt und sonst> was schwadroniert.
Und das weißt du alles als Nicht-Mediziner ad hoc beim Arzt? Wenn er
fragt, ob er jetzt dies oder jenes bei der Behandlung machen soll, sagst
du: "Moment, da muss ich eben erst googlen, ob das wirklich sinnvoll
ist"? So läuft das nicht in der Praxis.
Übrigens, IGeL gibt es nur bei GKV-Versicherten, aber das nur am Rande.
Bei PKV-Versicherten ist es dem Arzt egal, was deine Krankenkasse dir
vielleicht erstattet, denn du bist sein direkter Kunde, der ja erst mal
alles zahlen muss.
Die Arbeitgeber, die vor ca. einem Jahr offiziell noch händeringendst
nach den "neuen Fachkräften" (Synonym für Lohndrücker?) suchten, warfen
soeben der Politik vor, nicht genug für die Ausbildung der Refugees zu
tun.
Fr. Merkel warf eben diesen Arbeitgebern zum Ausgleich vor, nicht genug
einzustellen.
> Die meisten sind gesunde, junge Männer, zwar größtenteils schlecht> qualifiziert, aber das lässt sich ja in wenigen Jahren aufholen.
Tatsächlich? Wie lange soll's denn dauern?
6 Monate Schnellkurs synchron in Fasi, Arabisch, ... übersetzt, für
Leute, die wenig Schule gesehen haben, wofür Nicht-Migranten satte 8
Semester brauchten ?
Wenn diese Leute z.B. mit 30 (im Wortsinne 'ausgerechnet') hier Zuflucht
finden, wohl eher 7 Jahre (Erst-)Ausbildung brauchen und dann sofort lt.
SPD-Gesundheits"experte" Lauterbach das GKV-System erretten sollen,
hätten sie dafür immerhin noch 30 Jahre Zeit ...
http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/politik/nachricht-detail-politik/spd-gesundheitsexperte-karl-lauterbach-langfristig-staerken-fluechtlinge-gesundheitssystem/?L=0%253Ft%253Ftx_ttnews%255Bttnews%255D%253D23904%253Ftx_ttnews%255Bttnews%255D%253D27007%253Ft%253D1
Wofür wurde seinerzeit das G8-Abitur "unbedingt" gebraucht?
Die Absolventen hätten sonst nach 20 Jahren Praktika und befristeten
Stellen einfach zu wenig Lebenszeit, um den Wirtschaftsstandort D
endlich 'konkurrenzfähig' zu machen ...
"Und morgen liebe Kinder erzähle ich Euch ein neues Märchen." -
Schliesslich drohen alsbald wieder lästige Wahlen. ;-)
Wäre der Zusatzbeitrag paritätisch auch von den Arbeitgebern zu tragen,
würde er abgeschafft.
Dafür würden "unsere" Politker inkl. der Arbeitnehmerverräter ihre ganze
Kreativität zusammennehmen, um dafür eine neue, 'alternativlose' Lösung
zu finden, die die Stabilität der Lohnnebenkosten nicht gefährdet.
Wie schon geschrieben, ist die grosse Mehrheit der Legislative
persönlich nicht von den Widerwärtigkeiten der GKV befasst, auch wenn
sie immerhin solidarisch gucken ...
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundestagsabgeordnete-haeufiger-als-waehler-privat-krankenversichert-a-922756.html
Elektron schrieb:> Übrigens, IGeL gibt es nur bei GKV-Versicherten, aber das nur am Rande.> Bei PKV-Versicherten ist es dem Arzt egal, was deine Krankenkasse dir> vielleicht erstattet, denn du bist sein direkter Kunde, der ja erst mal> alles zahlen muss.
Wobei ein IGeL nie dringend notwendig ist.
Unterschied Privat - Kasse:
Beispiel: Laktose-Intoleranz
Kasse: Milchzucker-Lösung trinken, etwas warten, pusten (H2-Atemtest)
Privat: Blutabnahme für Gentest. Teurer, aber wenig aussagekräftig, da
nur die genetische Vorbelastung erkannt wird, keine sonstige Ursache.
Ob das die PKV immer zahlt, egal, Du machst das ja auf jeden Fall.
Kasse zahlt das nötigste, der PKV-Patient zahlt alles mögliche, was der
Arzt für medizinisch sinnvoll hält.
Kopfschmerzen: MRT, CT, ...
Elektron schrieb:> Und das weißt du alles als Nicht-Mediziner ad hoc beim Arzt? Wenn er> fragt, ob er jetzt dies oder jenes bei der Behandlung machen soll, sagst> du: "Moment, da muss ich eben erst googlen, ob das wirklich sinnvoll> ist"? So läuft das nicht in der Praxis.
Im Zweifel: "Hierzu würde ich gerne noch eine zweite Meinung einholen"
oder ähnliches.
Man sitzt ja normalerweise nicht mit einem akuten Notfall beim Arzt.
Medizinische Eingriffe sind ja auch meist mit Risiken verbunden, daher
schadet es sicher nicht sich entsprechend zu informieren. Im Speziellen
ist mir das jetzt nur während der Schwangerschaft aufgefallen, wobei es
dabei geblieben ist, dass uns der Frauenarzt den igel-Katalog samt
Broschüre zwar vorgestellt hat aber uns keine davon aktiv andrehen
wollte und er für Rückfragen zur Verfügung stünde.
Was ich bei der ganzen Ärzteschafft problematisch erachte, ist dass der
Prozess der Diagnose schlichtweg unverschämt teuer verkauft wird, obwohl
der Patient in der Regel ganz genau weiß, was ihm fehlt und dank Google
auch sehr gut selber recherchieren kann, was im konkreten Fall helfen
würde.
Wenn ich z.B. ein Grippe habe, dann besuche ich den Arzt ja nicht, um
die Diagnose Grippe zu erhalten, sondern um einen gelben Schein zu
bekommen... Antibiotika gibt es sowieso nicht mehr und was bleibt ist
dann die Aussage, sich mal zwei Wochen zu schonen, Hustensaft zu trinken
und Lutschpastillen zu nehmen. Dank des Arztbesuchs dauert die Heilung
dann zwei Wochen, ohne Arztbesuch wären es 14 Tage.
Und schwupp hat der Arzt seine 30 Euro verdient und wenn man mal einen
Blick durch das übrige Wartezimmer schweifen lässt, alles schnieft und
schnauft und die Patienten werden im 3-4 Minutentakt in das
"Untersuchungs"-Zimmer gerufen, dann wird schnell klar, dass der Arzt
gerade dabei ist, schlappe 500 Euro Stundenlohn um zu setzen...
Einfach unverschömt und frech, was da abläuft!
Kassenpatient schrieb:> Dank des Arztbesuchs dauert die Heilung> dann zwei Wochen, ohne Arztbesuch wären es 14 Tage.> Und schwupp hat der Arzt seine 30 Euro verdient und wenn man mal einen> Blick durch das übrige Wartezimmer schweifen lässt, alles schnieft und> schnauft und die Patienten werden im 3-4 Minutentakt in das> "Untersuchungs"-Zimmer gerufen, dann wird schnell klar, dass der Arzt> gerade dabei ist, schlappe 500 Euro Stundenlohn um zu setzen...>> Einfach unverschömt und frech, was da abläuft!
Naja - Bei einem grippale Infekt, gibt es nach einer Untersuchung den
gelben Schein, ein Rezept ev. Kodein und ein paar guten Tipps (viel
trinken, Tee, ..)
Das dauert im Behandlungsraum ca. 3,5 Minuten.
Dafür ausreichend, egal ob privat oder gesetzlich versichert.
Bei anderen Problemen dauert das was länger und ist aufwändiger.
Ob man als Privatpatient da immer besser aufgehoben ist, als ein
gesetzlich versicherter Patient, fraglich.
Beispiel: Privatpatient:
Arzt - Ohh Ihr Gallengang ist vermutlich zu eng, das sollten wir mal
untersuchen.
Untersuchung: Ja - wie vermutet - Ihr Gallengang ist zu eng!
Patient: Was kann man dagegen tun?
Arzt: Gar nichts!
Gut zu wissen, aber sinnlos.
Als GKV-Versicherter:
Arzt: Ihr Gallengang ist vermutlich zu eng, aber da kann man nichts dran
machen, sie sollten bei der Ernährung aufpassen.
Schneller, Effektiver.
ja, das meinte ich doch.
Bei dem Arzt wird generell sehr viel sinnlos diagnostiziert und insofern
wird es Zeit, dass moderne Wege der Wissensvermittlung auf Seiten des
mündigen Patienten in diese Bereiche Einzug halten, und zwar unabhängig
ob privat oder gesetzlich versichert.
Heutzutage ist der Wissensstand der Patienten einfach um längen besser,
als er noch vor 20 Jahren gewesen war, einfach weil es für den Patienten
einfach geworden ist, Erfahrungen von ähnlichen Krankenbildern mit
anderen Patienten online auszutauschen.
Der Patient von heute beschäftigt sich stundenlang mit seinen Symptomen
und gleicht Krankenbilder mit anderne Betroffenen ab. Das kann ein Arzt
in wenigen Minuten garnicht soweit diagnostizieren, wie es für den
Patienten heutzutage möglich ist. Alleine der zeitliche Rahmen erlaubt
es dem Patienten wesentlich genauer seine Leiden mit exakten
Krankenbildern ab zu gleichen, als es einem Arz jemals möglich sein
könnte.
Es wirsd insofern einfach Zeit, dass die Selbstdiagnose des Patienten
sich auch in der Rechnung des Arztes wieder findet und zwar massiv
kostenmindernd!
Beispielsweise benötigt der bereits angesprochene grippale Infekt zur
Diagnose eben keinen Arzt. Den brauche ich nur für den gelben Schein.
Ebenso Scharlach oder Masern werden in aller Regel von den Betroffenen
oder den Eltern zutreffend diagnostiziert, warum also sollte der Arzt,
der nur noch ein "ja stimmt ist Scharlach" oder "ja stimmt sind Masern"
von sich gibt, hierfür noch eine Vergütung jenseits des Mindestlohnes
erhalten?
Das hätte dann zwar zur Folge, dass in solchen Fällen eine drei minütige
Kontrolle nur noch wenige Cents an Vergütung ausmachen würde, aber die
darf ja gerne höher ausfallen, wenn der Arzt den Verdacht der Eltern
oder des Patienten verneint und eine richtig oder weitere Diagnose
erstellt.
Entlonung eben nur für das, was für den Patienten nicht offensichtlich
ist, Entlohnung nur für das, wofür man einen Fachmann auch wirklich
benötigt.
> Heutzutage ist der Wissensstand der Patienten einfach um längen besser,> als er noch vor 20 Jahren gewesen war, einfach weil es für den Patienten> einfach geworden ist, Erfahrungen von ähnlichen Krankenbildern mit> anderen Patienten online auszutauschen.> Der Patient von heute beschäftigt sich stundenlang mit seinen Symptomen> und gleicht Krankenbilder mit anderne Betroffenen ab. Das kann ein Arzt> in wenigen Minuten garnicht soweit diagnostizieren, wie es für den> Patienten heutzutage möglich ist. Alleine der zeitliche Rahmen erlaubt> es dem Patienten wesentlich genauer seine Leiden mit exakten> Krankenbildern ab zu gleichen, als es einem Arz jemals möglich sein> könnte.
Sie glauben also wirklich, dass sie durch Google und Vergleichen mit
Anderen (wie viele Menschen kennen sie denn so gut, dass sie für alle
beliebigen Symptome eine ausreichender große Vergleichsgruppe haben?)
eine bessere Diagnose stellen können als einein Fachkraft die jahrelang
für solche Dinge ausgebildet wurde? Oder Neider hier nicht viel eher
einer das, gute aber nicht wirklich übertriebene, Gehalt der Hausärzte?
Anonym schrieb:> Sie glauben also wirklich, dass sie durch Google
In DE glauben sehr sehr viele Leute an kleine Gespenster ("Geistartige
Heilkräfte"), die auf Zuckerkügelchen leben, und umso mächtiger werden,
je öfter man sie durch Verdünnen, Schütteln, und Klopfen des
Mischgefäßes gegen den Ledereinband des Necronomicons ärgert.
Dagegen ist mir der "Glaube an Google" um Welten lieber. Weniger
abgedreht, billiger & besser für die Gesundheit.
>Antibiotika gibt es sowieso nicht mehr
Bei viralen Infekten wie z.B. "Grippe" helfen Antibiotika überhaupt
nicht. Nur so als Beispiel für die medinzinische Bildung unseres
Kassenpatienten.
Ein weiterer Vorteil von medizinischer Googelei ist, daß man nach
spätestens drei weiteren Links ziemlich sicher an unheilbarem Krebs
erkrankt ist.
Da hier wohl viele nicht verstehen, was ich als Problem ansehe gehe ich
die Sache mal andersherum an:
Wann wart ihr denn an etwas erkrankt, wo ihr selber nicht in der Lage
wart, eure Symptoime soweit selber zu klassifizieren, dass ihr mit
dieser Kassifikation nicht hättet eine Suchmaschine bedienen können und
damit exakt eure Krankheit im Netz wiedergfunden hättet?
Schonmal auf die Idee gekommen, dass ein Arzt im wesentlichen anhand
eurer eigenen Schilderung, also nur anhand eurer eigenen Worte auf genau
die richtige Fährte geführt wird?
Das fängt doch schon mit der Wahl des Arztes an. Habe ich Schmerzen im
Bewegungsapparat, dann gehe ich zu einem Orthopäden und nicht zu einem
Augenarzt. Schon an dieser Stelle hat der Patient doch entscheidend an
der Diagnose mitgewirkt.
Gegenüber dem Arzt stellt man sich ja nicht stumm, sondern schildert, wo
Schmerzen welcher Art liegen und genau darauf aufbauend wird der Arzt in
seiner Matrix entscheiden, wo die größten Überschneidungen des
Krankheitsbildes mit bekannten Krankheiten liegen. Nichts anderes tut
eine Suchmaschine, nur oftmal wesentlich treffender, einfach weil der
Patient hier viel mehr Zeit verbringen kann und viel genauer den
Abgleich mit anderen Erfahrungsberichten durchführen kann.
Würde ein Arzt eine ernsthafte Diagnosen erstellen, dann müsste er für
jede Grippe einen Abstrich machen lassen, Blut und Urin ins Labor
schicken und eine Untersuchung veranlassen und zwar am besten, ohne dass
der Patient ein einziges Wort mit dem Arzt gewechselt hätte, denn sonst
bestünde immer die Gefahr, dass der Arzt durch die subjektive
Schilderung in seinem Urteil beeinflusst würde.
Das Netz ist übrigens voll von Erfahrungsberichten, in welchen die
Patienten nach einem Arztbesuch keineswegs Besserung erfahren, sondern
erst nach Verschlimmerung des Krankheitbildes eigene Recherchen
anstossen und der Arzt erst nach Konfrontation mit diesen weiteren
Möglichkeiten zu einer fundierteren Untersuchung bewegen können.
Der Arzt handelt nämlich i.d.R. betriebswirtschaftlich und versucht
erstmal mit sowenig Aufwand wie möglich irgendeine mögliche Erklärung
für eine Erkrankung zur Deckung zu bringen.
Ein Verhalten, welches in den Grundzügen jeder Suchmaschine bereits
implementiert ist, nämlich die bestmögliche Übereinstimmung von
Suchbegriff, Symptom und Lösung zusammen zu bringen.
>Schonmal auf die Idee gekommen, dass ein Arzt im wesentlichen anhand>eurer eigenen Schilderung, also nur anhand eurer eigenen Worte auf genau>die richtige Fährte geführt wird?
Es ist ein Unterschied, ob man dem Arzt ausführlich seine Symptome
schildert oder bereits mit einer fertigen Google-Diagnose kommt.
Schon mal daran gedacht, daß du mit deiner selbst erstellten Diagnose
unbewußt deine Symptome darauf anpasst und den Arzt auf eine falsche
Fährte lockst?
>ohne dass der Patient ein einziges Wort mit dem Arzt gewechselt hätte,
Die Anamnese ist eines der wichtigsten Diagnosehilfsmittel. Aber wer
Antibiotika bei der Behandlung grippaler Infekte fordert, der ist
medizinisch mit Blindheit geschlagen.
>Das Netz ist übrigens voll von Erfahrungsberichten
Ja, die gute alte Schwarmintelligenz.
Kassenpatient schrieb:> Es wirsd insofern einfach Zeit, dass die Selbstdiagnose des Patienten> sich auch in der Rechnung des Arztes wieder findet und zwar massiv> kostenmindernd!
Das tut sie doch längst, und zwar massiv kostensteigernd! Denn viele
Ärzte verbringen inzwischen viel unnötige Zeit damit, ihren Patienten
den Unsinn auszureden, den sie im Netz gelesen haben. Ein Arzt hat
ungefähr zehn Jahre Ausbildung hinter sich. Ernsthaft zu glauben, man
könne mit ein paar Stunden Googeln eine bessere Diagnose erstellen als
ein Arzt ist einfach nur eine maßlose Selbstüberschätzung. Wer aber
nicht einmal sich selbst richtig einschätzen kann, dem fehlt eine
wichtige Kernkompetenz und Kompetenz ist die Grundlage jeder Mündigkeit.
Solche Patienten sind nicht mündig, die müsste man eigentlich vor sich
selbst schützen.
Ich habe mich mittlerweile entschieden, ich bleibe weiterhin gesetzlich
krankenversichert. Es geht mir dabei sowohl ums Geld als auch ums
Prinzip. Wo es mir wichtig und sinnvoll erscheint, habe ich eine private
Zusatzversicherung, z.B. fürs Krankenhaus.
Ich hoffe darauf, dass das System der Zwei-Klassen-Medizin möglichst
bald reformiert wird, so dass mehr Menschen als bisher ins gesetzliche
System einzahlen. Bei der nächsten Bundestagswahl werde ich eine Partei
wählen, die für das Prinzip einer Bürgerversicherung kämpft.
Sonja schrieb:> dank der vielen privatversicheten profitieren auch Kassenpatienten> davon..ansonsten gäbe es deutlich weniger kernspinsthomographe z.b
Das ist ja nun so ziemlich das unsinnigste Argument, was man in dieser
Diskussion bringen kann. Jeder, der mir bisher eine private
Krankenversicherung verkaufen wollte, tat das mit dem Argument der
niedrigeren Beiträge bei gleichzeitig besseren Leistungen. Ich
unterstelle mal, dass das nur bei wenigen privat Versicherten anders
ist. Wie können Leute, die weniger zahlen und dafür mehr bekommen den
die Stütze des Systems sein? Für mich entspricht das eher dem, was ich
als einen Schmarotzer definieren würde.
A. H. schrieb:> Wie können Leute, die weniger zahlen und dafür mehr bekommen den> die Stütze des Systems sein? Für mich entspricht das eher dem, was ich> als einen Schmarotzer definieren würde.
Diese Argumente sind ja auch eine dreiste Lüge der Vermittler, "weniger
zahlen" gilt ausschließlich in jungen Jahren. "Mehr bezahlen und mehr
bekommen" passt da eher, wobei Letzteres auch nicht immer von Vorteil
ist, das würde ja weiter oben schon diskutiert.
Zu dem, was Sonja schrieb: Am meisten würden die GKV-Mitglieder davon
profitieren, wenn es gar keine PKV mehr gäbe und Alle in nur ein System
einzahlen würden. Wer mehr Leistung will, kann dann oben drauf noch
private Zusatzversicherungen abschließen. Das wäre meiner Meinung nach
gerecht.
Elektron schrieb:> Ich hoffe darauf, dass das System der Zwei-Klassen-Medizin möglichst> bald reformiert wird, so dass mehr Menschen als bisher ins gesetzliche> System einzahlen. Bei der nächsten Bundestagswahl werde ich eine Partei> wählen, die für das Prinzip einer Bürgerversicherung kämpft.
Darüber kann man ja nur schallend lachen!
Wer soll das sein? Die Verräterpartei etwa?
>Darüber kann man ja nur schallend lachen!>Wer soll das sein? Die Verräterpartei etwa?
Was ist jetzt dein konkretes Problem? Angst um dien vermeintlichen
PKV-Vorteile
IchGlaubeEsNicht schrieb:>>Darüber kann man ja nur schallend lachen!>>>Wer soll das sein? Die Verräterpartei etwa?>> Was ist jetzt dein konkretes Problem? Angst um dien vermeintlichen> PKV-Vorteile
Mich belustigt nur die Vorstellung, eine politische Partei würde an
etwas wie einer Bürgerversicherung interessiert sein.
Die Verräterpartei hat das ja mal angetäuscht, aber pffffff...
Selbst wenn eine Partei da was triftiges ändern wollte, wie soll das
aussehen? Das gibt nur ein Schlachtfest für die Rechtsanwälte.
Carsten S. schrieb:> Ein Arzt bei dem Privatpatienten bevorzugt werden priorisiert also seine> Patienten einzig und allein nach dem zu erwartenden Gewinn.> Es ist daher recht offensichtlich das es ein Arzt ist, der seinen Beruf> NICHT als "Berufung" sieht mit der Absicht den Patienten -für eine immer> noch überschnittliche Entlohnung- zu helfen,> sondern das dieser Arzt seine Tätigkeit als Job zum Geldverdienen nutzt> und jede Möglichkeit der Profitmaximierung ausnutzt.
Das eine schließt das andere ja nicht aus, ich sehe meinen Job auch als
"Berufung" an, aber dennoch strebe ich auch die "Gewinnmaximierung" an.
Zudem, was nützt es einem, wenn man einen "selbstlosen" und "berufenen"
Mediziner hat, der aber fachlich ne Niete ist?
Unterm Strich sind Ärzte auch nur Menschen und dementsprechend verhalten
die sich auch. Wenn die einen Privatpatienten behandeln, dann kümmern
die sich auch anders drum, wenn mehr Gewinn im Spiel ist, dann ist die
Motivation auch höher.
genervt schrieb:> Da handelt sich der GKV-Patient ja die Nachteile der PKV-Patienten ein> und ahnt es noch nicht mal! muhahaha!
Was genau ist daran jetzt so lustig?
genervt schrieb:> Mich belustigt nur die Vorstellung, eine politische Partei würde an> etwas wie einer Bürgerversicherung interessiert sein.
Die Grünen sind schon seit Jahren für diesen Vorschlag. Was soll daran
so lustig sein? Warum sollen denn nicht alle in einen Topf zahlen, wenn
es sich doch um ein Solidarsystem handelt?
Elektron schrieb:> genervt schrieb:>> Da handelt sich der GKV-Patient ja die Nachteile der PKV-Patienten ein>> und ahnt es noch nicht mal! muhahaha!>> Was genau ist daran jetzt so lustig?
Es wird ja sonst der PKV nachgesagt, dass man solange untersucht wird,
bis man was findet und in der GKV läuft man nun Gefahr, chronisch krank
zu werden.
Elektron schrieb:> genervt schrieb:>> Mich belustigt nur die Vorstellung, eine politische Partei würde an>> etwas wie einer Bürgerversicherung interessiert sein.>> Die Grünen sind schon seit Jahren für diesen Vorschlag. Was soll daran> so lustig sein?
Die Ökofaschisten sind doch nicht in der Lage das durchzuboxen.
Aber mal SiFi im Kopfkino: Die Grünen holen die absolute Mehrheit und
wollen Bürgerversicherung: Wie soll das in der Praxis umsetzbar sein?
> Warum sollen denn nicht alle in einen Topf zahlen, wenn> es sich doch um ein Solidarsystem handelt?
Solidarsystem? Es soll eines sein, aber ist es das wirklich?
Vor langer Zeit wars Ok, da gabs auch noch Zahnersatz, aber so wie das
heute ist, will ich nicht mehr zurück.
> Solidarsystem? Es soll eines sein, aber ist es das wirklich?
Wie gesagt, die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten ist PKV-versichert.
VOR jeder Wahl gibt es leichtverständliche, völlig unverbindliche
Propaganda-Sprüche
- zwar nicht einfach:
"Wir sind besser, wir wollen Euch entlasten
(wenn die 'Sachzwänge' etc. es zulassen d.h. das alles auch den ca.
400 Lobby-Institutionen im Bundestag in den Kram passt)."
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-11/lobbyismus-bundestag-parlament-liste-lobbyisten-firmen
- sondern:
"Wir sind auf jeden Fall voll solidarisch mit Euch, den
verantwortungsvollen Bürgern; wenn Ihr aber die anderen wählt,
seid Ihr (vor allem aber: 'wir') leider verloren."
NACH der Wahl wird der Quatsch dann entsorgt, dann kennt man auch keine
PKV-Mitglieder mehr ...
genervt schrieb:> Wie soll das in der Praxis umsetzbar sein?
Einfach: Man rechnet für Politiker und Beamte aus, was deren
Krankenkassen- Leistung entspricht, und weist auf der Abrechnung der
Bezüge die entsprechende Beitragshöhe aus. Selbständige die in der PKV
sind bekommen die GKV Leistung (dafür zahlt die PKV den Beitrag an die
GKV) und die PKV übernimmt nur noch die darüberhinausgehende Leistung.
Bürgerversicherung heisst aber mehr: Keine Beitragsgrenze sondern strikt
nach Einkommen, auch Rente von Selbständigen damit die im Alter nicht H4
Vollversorgter werden.
MaWin schrieb:> genervt schrieb:> Wie soll das in der Praxis umsetzbar sein?>> Einfach: Man rechnet für Politiker und Beamte aus, was deren> Krankenkassen- Leistung entspricht, und weist auf der Abrechnung der> Bezüge die entsprechende Beitragshöhe aus. Selbständige die in der PKV> sind bekommen die GKV Leistung (dafür zahlt die PKV den Beitrag an die> GKV) und die PKV übernimmt nur noch die darüberhinausgehende ....
Lol!
Wie gesagt, das würde ein Schlachtfeld für die Juristen, die würden das
in Schutt und Asche klagen.
Aber das wird ohnehin nicht passieren, wo kämen wir denn hin, wenn die
Politik was für die Mehrheit der Bevölkerung tun würde?
Carsten S. schrieb:> *snip*>> Gruß> Carsten
Danke für die ausführlichen Antworten. Noch ne Frage: Wie sieht das den
mit dem Basistarif in der PKV aus, der wohl dieselben Leistungen wie die
GKV mit sich bringt bei gleichem Beitrag? Und was hindert mich daran bis
Ende 40 die billigere PKV Versicherung zu nehmen und wenn die Beiträge
dann steigen in die GKV bzw. den Basistarif zu wechseln?
Tom S. schrieb:> Und was hindert mich daran bis> Ende 40 die billigere PKV Versicherung zu nehmen und wenn die Beiträge> dann steigen in die GKV bzw. den Basistarif zu wechseln?
Du musst glaub für 1 Jahr unter eine bestimmte Einkommensgrenze fallen,
dann darfst du freiwillig wieder zurück. Ich kenn die Details nicht,
aber Tante google weißt da mehr.
Das ist die derzeitige praktizierte Methode um Geld zu sparen. Natürlich
ist das bis zu einem gewissen Grad unsozial, aber das fällt in der GKV
natürlich nicht auf.
Hi,
Tom S. schrieb:> Danke für die ausführlichen Antworten. Noch ne Frage: Wie sieht das den> mit dem Basistarif in der PKV aus, der wohl dieselben Leistungen wie die> GKV mit sich bringt bei gleichem Beitrag?
JA, den Basistarif gibt es. Und für einige -meist im höheren Alter- ist
das auch die einzige Möglichkeit trotz teilweise "wirklich guter Rente"
nicht zum Sozialfall zu werden.
Das mit den identischen Leistungen stimmt weitgehend. Wobei das aber
auch auf die Arztwahl zutrifft. Die PKV erstattet für im Basistarif
versicherte nämlich NICHT den normalen Satz (GOÄ bis 3,5 fach) sondern
nur einen reduzierten Satz von 0,9 bis 1,2 der GOÄ.
Das bedeutet, das der Basistarifversicherte nicht wie ein
"Privatversicherter" agieren darf, sondern er muss den Arzt aktiv darauf
hinweisen das er im Basistarif versichert ist und nur Abrechnungen nach
den Sätzen des Basistarifs akzeptiert.
Der Arzt muss dann aber auch noch akzeptieren diese "geringeren"
Rechnungen zu schreiben. Viele "Privatärzte" akzeptieren dies aber
NICHT.
Ärzte mit Kassenzulassung, also diejenigen die über die Kassenärztliche
Vereinigung abrechnen, die MÜSSEN allerdings auch diese Bedingungen
akzeptieren.
Versäumt man es seinen Arzt darauf hinzuweisen oder lässt man sich von
einem Arzt Behandeln der nicht darauf eingehen muss und das auch
ablehnt, dann muss man die Differenz zwischen dem erstattungsfähigen
Betrag und der tatsächlichen Rechnung komplett aus eigener Tasche
Bezahlen.
Das mit dem selben Preis stimtm aber nur für ganz spezielle Fälle. Für
viele die den Basistarif in Anspruch nehmen müssen ist der ERHEBLICH
teurer als wenn diese noch in der GKV wären.
Die Beiträge des Basistarifs orientieren sich am MAXIMALBEITRAG der GKV.
Aber es gibt KEINE kostenlose Mitversicherung von Familienmitgliedern!
Identisch sind die Beiträge also nur für diejenigen die ein Einkommen
größer/gleich der Beitragsbemessungsgrenze haben und die entweder
alleinstehend sind oder deren Familienangehörigen nicht für eine
Mitversicherung in Frage kommen.
Jemand mit weniger Einkommen als die Beitragsbemessungsgrenze (Oft ja
bei REntnern) oder jemand dessen Familienangehörige in der GKV kostenlos
mitversichert sein könnten (z.b. Ehefrau die sich nur um die
Kindererziehung und Haushalt gekümmert hat) zahlen damit teilweise
DEUTLICH mehr als in der GKV.
Die Basisversicherung ist ein sehr sehr unbequemes Auffangnetz...
Ein Rettungsanker von dem es gut ist das es ihn gibt - aber von dem man
hofft das den niemals braucht.
Letztendlich ist die Basisversicherung nur interessant für Personen die
entweder auf Grund ihres Lebensalters und ungünstiger Versicherungswahl
derart hohe Beiträge zahlen müssten das die Basisversicherung dennoch
deutlich günstiger ist -
Oder für PErsonen die aus ihren "normalen" Verträgen geflogen sind und
aufgrund Alter oder Vorerkrankung keinen "normalen" Vertrag mehr
Bekommen.
(Aus den Vertrag geflogen sind ja schon viele! Z.B. weil die Beiträge
nicht gezahlt wurden, bis vor wenigen JAhren reichten ja schon zwei
Monatsbeiträge Rückstand für eine Kündigung aus - bei Chronisch Kranken
oder Älteren damals üblicherweise von vielen KAssen sofort am ersten Tag
nach Eintritt der Kündigungsmöglichkeit unwiederruflich ausgesprochen)
Letztendlich die NAchteile der GKV mit denen der PKV kombiniert. Ausser
der Beitragsbegrenzung ist das wirklich keine sehr wünschenswerte
Option.
Allerdings gibt es einen kleinen Lichtblick für diejenigen die bereits
lange versichert waren, noch in ihren alten Tarifen sind, aber einen
günstigeren Tarif suchen. Diese PErsonengruppe hat ja Rückstellungen
aufgebaut und darauf auch noch Anspruch.
Bei einem Wechsel in den Basistarif können diese Rückstellungen voll
mitgenommen werden. Dadurch kann der efektiv zu zahlenden Beitrag noch
deutlich sinken (muss aber nicht).
Wie viel das im Einzelfall ausmacht muss immer im Einzelfall berechnet
werden.
(Diese Rücknahme der Rückstellungen auch in den Basistarif ist neben dem
Kontrahierungszwang einer der Punkte der den PKV wirklich Bauchschmerzen
bereitet da das alte GEschäftsmodell -Anlocken und wenn im Alter
gefangen Abstossen oder gnadenlos auspressen- massivst ausgebremst
wurde)
Wenn die Rückstellungen hoch genug sind, kann der Basistarif vielleicht
wirklich attraktiv sein...
> Und was hindert mich daran bis> Ende 40 die billigere PKV Versicherung zu nehmen und wenn die Beiträge> dann steigen in die GKV bzw. den Basistarif zu wechseln?
Nach DERZEITIGER Rechtslage hindert dich am Wechsel in den Basistarif
niemand, zumindest wenn der Vertrag nicht vor ~2009 geschlossen wurde.
Ist er Älter, dann müssen noch ein paar Bedingungen erfüllt sein.
Der Wechsel zurück in die GKVgeht aber nur wenn du:
1. Als Hauptjob Sozialversicherungspflichtig beschäftigt bist
und
2. weniger als die Beitragsbemessungsgrenze verdienst !
(Aktuell ~57.000 Euro/ Jahr)
Und das für mindestens 1 Jahr!
Die Beitragsbemessungsgrenze wird in den nächsten Jahren wohl definitiv
steigen. Wie es sich mit den sonstigen Rahmenbedingungen verhält kann
man nur spekulieren. Vielleicht gibt es mal eine Bügerversicherung wo
alle einzahlen und dein Problem ist damit automatisch gelöst.
Vielleicht wird es eine Art "Amnestie-Frist" geben wo jeder bis zu einem
bestimmten Alter einfach so wechseln kann wenn er will.
Vielleicht aber schafft man plötzlich jede Wechselmöglichkeit ab und
alle bleiben in dem System in dem sie gerade sind, alle neu ins
Erwerbsleben startenden kommen und bleiben auf ewig in der GKV bzw.
Bürgerversicherung.
Dieser Punkt ist die große Unbekannte und damit das allergrößte Risiko
an der Sache. Es könnte passieren das man plötzlich durch eine
Rechtsänderung doch feststeckt. Wenn dann die Beiträge steigen und/oder
das Einkommen absinkt hat man die Arschkarte gezogen!
Gruß
Carsten
Carsten S. schrieb:> Hi,> Tom S. schrieb:>> Danke für die ausführlichen Antworten. Noch ne Frage: Wie sieht das den>> mit dem Basistarif in der PKV aus, der wohl dieselben Leistungen wie die>> GKV mit sich bringt bei gleichem Beitrag?>> JA, den Basistarif gibt es. Und für einige -meist im höheren Alter- ist> das auch die einzige Möglichkeit trotz teilweise "wirklich guter Rente"> nicht zum Sozialfall zu werden.
Definiere wirklich gute Rente? Die Beiträge der PKV steigen je nach
Versicherungsdauer und Versicherung um das doppelte bis dreifache bis
zum Rentenalter. Dafür fallen mit Renteneintritt die Zahlungen für das
Krankentagegeld und die Alterrücklage weg.
Ein günstiger Grund-Tarif (Der mehr Leistung bietet als der Basistarif)
kostet dann ca. 400-800€/Monat. Das ist als in der selben Größenordnung
wie die GKV bei Max. Beitrag.
Hier kommt der Punkt wo sie die Spreu vom Weizen trennt.
Ein AN der mit 30 eingetreten ist und bis 67 gearbeitet hat lag sein
ganzes Berufsleben bei fast 2 RV punkten/Jahr und hat damit mindestens
eine Rente von 2000€/Monat. Außerdem zahlt die Rentenkasse min. 140€ für
die KV.
Als langjähriger Beitragszahler hat er ein dickes Rücklagenpolster
(>10000€). Dadurch steigen seine Beiträge nur um Faktor 2 . Bleiben also
400€-140€=260€/Monat, die der ehemalige AN selber zahlen muss.
Das ist selbst ohne nennenswerte Rücklagen machbar.
Schwieriger wir es wenn man erst mit 40 oder später in die Pkv eintritt.
Dann bleiben auch gerne mal 400 oder 500€ an einem selbst hängen.
Hier muss man eben die 1000-2000€/Jahr die man in der PKV spart selber
fürs Alter anlegen .
Worst case sind ehem. Selbstständige, die wenig Rücklagen fürs Alter
gebildet haben. Die haben dann hohe Beiträge, keine Rentenkasse die
etwas beisteuert und kaum Ersparnisse. Sieht man erschreckend häufig,
nachdem die meisten Selbstständigen alle Einnahmen als Spielgeld
verbuchen, anstatt Rücklagen zu bilden. Wenn der Betrieb nicht
Phänomenal gut läuft wirds dann eng im Alter. Hätte man den 5. X5-
Neuwagen vielleicht doch besser sein lassen....
Nicht zuletzt entscheidet auch die Wahl der PKV darüber, wie viel die
Beiträge steigen. Es gibt Versicherer, die junge Leute mit extrem
niedrigen Beiträgen ködern, die dafür später extrem steigen. Andere
Versicherer haben sich Beitragsstabilität auf die Fahnen geschrieben.
Die kosten dann aber auch mehr, oder bieten ansonsten weniger
Leistungen.
> Das bedeutet, das der Basistarifversicherte nicht wie ein> "Privatversicherter" agieren darf, sondern er muss den Arzt aktiv darauf> hinweisen das er im Basistarif versichert ist und nur Abrechnungen nach> den Sätzen des Basistarifs akzeptiert.> Versäumt man es seinen Arzt darauf hinzuweisen oder lässt man sich von> einem Arzt Behandeln der nicht darauf eingehen muss und das auch> ablehnt, dann muss man die Differenz zwischen dem erstattungsfähigen> Betrag und der tatsächlichen Rechnung komplett aus eigener Tasche> Bezahlen.
Das gilt generell für Privatversicherte. Viele meinen das wäre eine Art
Sorglos-Paket, wo man zu jeder Zeit zu jedem Arzt rennen kann. Der Arzt
kann einen nicht an der Nasenspitze ablesen was die KV übernimmt, dass
muss man dem schon sagen. Wenns zu komplex ist, lässt man sich einen
Heil-/Kostenplan erstellen. Viele Beschwerden von PKV-Versicherten über
ihre "bösen" Kassen basieren darauf, dass sie sich nicht an die
Vertragsbedingungen gehalten haben. Ich hab von meiner KV eine
Broschüre, wo drinsteht, was sie zahlen. Die hab ich meinen Hausarzt
gegeben und hatte noch nie Probleme mit den Rechnungen.
> Identisch sind die Beiträge also nur für diejenigen die ein Einkommen> größer/gleich der Beitragsbemessungsgrenze haben und die entweder> alleinstehend sind oder deren Familienangehörigen nicht für eine> Mitversicherung in Frage kommen.
Als Rentner hat man hoffentlich keine Kinder mehr, die man noch
versichern muss :-)
Aber ja, generell ist die PKV nur was für extrem gut Verdiener, wenn
Kind und Kegel mit versichert werden sollen. Arbeitet die Frau selbst,
ist es auch eine Option für weniger betuchte.
> Die Basisversicherung ist ein sehr sehr unbequemes Auffangnetz...> Ein Rettungsanker von dem es gut ist das es ihn gibt - aber von dem man> hofft das den niemals braucht.
Und meistens auch unnötig. die meisten Versicherer haben einen
"Economy"-Tarif, der bis zu 2,5-GOÄ zahlt, aber z.B. im Krankenhaus
keine Sonderbehandlung bietet. der ist meistens nur unwesentlich
teurer(oder sogar billiger) als der Basis-Tarif.
>> Tom S. schrieb:>> Und was hindert mich daran bis>> Ende 40 die billigere PKV Versicherung zu nehmen und wenn die Beiträge>> dann steigen in die GKV bzw. den Basistarif zu wechseln?
Wenig, außer, dass man ein widerlicher Schmarotzer ist. Ich gönne jedem
die PKV (Bis ich ja selber auch), aber außer im absoluten Notfall sollte
der Wechsel zurück in die GKV unmöglich sein...
> Die Beitragsbemessungsgrenze wird in den nächsten Jahren wohl definitiv> steigen. Wie es sich mit den sonstigen Rahmenbedingungen verhält kann> man nur spekulieren. Vielleicht gibt es mal eine Bügerversicherung wo> alle einzahlen und dein Problem ist damit automatisch gelöst.
Ich denke vielmehr die Bürgerversicherung kommt letztlich, wenn die GKVs
wg. der Demographie kollabieren. Ab dann werden alle gezwungen in die
"Bürgerversicherung" einzuzahlen. Die GKV ist ein sinkendes Schiff. Ist
auch der Hauptgrund, warum ich in der PKV bin. Solange es geht bringe
ich meine Schäfchen in trockene. Der Staat will mir schon noch
rechtzeitig an den Geldbeutel...
> Dieser Punkt ist die große Unbekannte und damit das allergrößte Risiko> an der Sache. Es könnte passieren das man plötzlich durch eine> Rechtsänderung doch feststeckt. Wenn dann die Beiträge steigen und/oder> das Einkommen absinkt hat man die Arschkarte gezogen!
Vermutlich werden die Beiträge der GKV aber auch explodieren, wenn
erstmal auf jeden AN ein Rentner kommt. Das ist dann der Punkt wo man
besser auswandert, nachdem dann keine KV mehr sicher ist...
Mich wundert's, dass hier fast alle contra-PKV sind und noch nicht mal
pro-GKV.
Ich habe mich schon für die PKV entschieden,weil ich den Staat soweit
wie möglich aus meinem Leben fernhalten möchte. Hatte aber auch das glu,
dass ich mich bei Berufseinstieg direkt privat versichern könnte.
looonat schrieb:> Ich habe mich schon für die PKV entschieden,weil ich den Staat soweit> wie möglich aus meinem Leben fernhalten möchte.
Meist wollen das nur die jungen und gesunden mit guten Einkommen. Trifft
einen dann mal das Schicksal, kommt einem Hilfe vom "Staat" oder eben
einer Solidargemeinschaft auf einmal gar nicht mehr so blöd vor.
Siehe diese ganzen PKV->GKV Wechsler und natürlich die tapferen
Auswanderer die Deutschland mit Schimpf und Schande den Rücken kehren
und dann bei Krankheit wieder hier aufschlagen, weil man im Ausland
tatsächlich für den Doc und die OP selbst bezahlen muss.
Cyblord -. schrieb:> looonat schrieb:>>> Ich habe mich schon für die PKV entschieden,weil ich den Staat soweit>> wie möglich aus meinem Leben fernhalten möchte.>> Meist wollen das nur die jungen und gesunden mit guten Einkommen. Trifft> einen dann mal das Schicksal, kommt einem Hilfe vom "Staat" oder eben> einer Solidargemeinschaft auf einmal gar nicht mehr so blöd vor.
Asoziale Schmarotzer gibt's überall, deswegen sollte ja der wechsel
PKV->GKV unmöglich sein. Für Notfälle sollte man die Versicherer in die
Pflicht nehmen. Kann nicht sein, dass sich die Unternehmen die Rosinen
rauspicken und dann ausspucken, wenn sie gammelig werden. Der einzige
Fall wo ich einen wechsel von PKV->GKV akzeptieren würde, ist wenn der
Versicherer Pleite geht.
> Siehe diese ganzen PKV->GKV Wechsler und natürlich die tapferen> Auswanderer die Deutschland mit Schimpf und Schande den Rücken kehren> und dann bei Krankheit wieder hier aufschlagen, weil man im Ausland> tatsächlich für den Doc und die OP selbst bezahlen muss.
Ich weiß ja nicht in was für 3. Welt Länder die ganzen Auswanderer
gehen, die du wohl kennst, aber ich hatte sowohl in China, als auch in
Japan eine KV als ich dort gearbeitet habe...
Fabian F. schrieb:> Ich weiß ja nicht in was für 3. Welt Länder die ganzen Auswanderer> gehen, die du wohl kennst, aber ich hatte sowohl in China, als auch in> Japan eine KV als ich dort gearbeitet habe...
Ist wohl was anderes ob man da mal ne Zeit arbeitet und voll versichert
ist oder dort hin auswandert um zu sparen.
Meist wollen die dortigen Rentner keine Herz-OP in China oder Thailand
oder wo es sonst so "Paradiesisch" ist. Oder es kostet richtig Geld, was
deren dortige KV (wenn sie eine haben) nicht zahlt. Dann sind die
schnell wieder hier.
Cyblord -. schrieb:> Fabian F. schrieb:>> Ich weiß ja nicht in was für 3. Welt Länder die ganzen Auswanderer>> gehen, die du wohl kennst, aber ich hatte sowohl in China, als auch in>> Japan eine KV als ich dort gearbeitet habe...>> Ist wohl was anderes ob man da mal ne Zeit arbeitet und voll versichert> ist oder dort hin auswandert um zu sparen.> Meist wollen die dortigen Rentner keine Herz-OP in China oder Thailand> oder wo es sonst so "Paradiesisch" ist. Oder es kostet richtig Geld, was> deren dortige KV (wenn sie eine haben) nicht zahlt. Dann sind die> schnell wieder hier.
Das ist ja wohl der Trick bei der Sache, man behält die GKV hier in
Deutschland und kommt zurück, wenn es Ernst werden sollte. Denn die KV
als Rentner ist wohl auch in Thailand unbezahlbar.
Nur Pech, wenn man nicht mehr in den Flieger kommt.
Gruss
Axel
meine Erfahrungen:
Privat ist nett solange die Kosten unter der GKV liegen.
Ab 50 Jahren sollte man "sofort" in der GKV sein!
Wr heute als Ü50 in der PKV ist, der darf def. nicht "normaler"
Arbeitnehmer sein!
Cha-woma M. schrieb:> meine Erfahrungen:> Privat ist nett solange die Kosten unter der GKV liegen.> Ab 50 Jahren sollte man "sofort" in der GKV sein!> Wr heute als Ü50 in der PKV ist, der darf def. nicht "normaler"> Arbeitnehmer sein!
"normale" AN sind eh nicht in der PKV. Nur solche mit einem deutlich
überdurchschnittlichen Einkommen(Und damit auch mit einer
überdurchschnittlichen Rente und Überdurschnittlich hohen Ersparnissen.
Klar, kostet der Super-Luxus Tarif in der PKV über 1000€/Monat, wenn man
alt ist. Ein weniger extravaganter Tarif kostet aber nur 400-600€.
Sollte für jemanden der den größten Teil seines Lebens fast das doppelte
vom Durchschnittsverdiener kassiert hat kein Problem darstellen.
Probleme kriegen in der Regel die gering verdienenden PKVler (Künstler,
unerfolgreiche Firmengründer)
Cyblord -. schrieb:> Fabian F. schrieb:>> Ist wohl was anderes ob man da mal ne Zeit arbeitet und voll versichert> ist oder dort hin auswandert um zu sparen.> Meist wollen die dortigen Rentner keine Herz-OP in China oder Thailand> oder wo es sonst so "Paradiesisch" ist. Oder es kostet richtig Geld, was> deren dortige KV (wenn sie eine haben) nicht zahlt. Dann sind die> schnell wieder hier.
Eine Voll-KV in Thailand kostet für einen 70-Jährigen Rentner ca.
400€/Monat. Nachdem die generellen Lebenserhaltungskosten da viel
niedriger sind, sollte das keine Problem sein. Wer keine oder eine
unzureichende Versicherung abschließt, weil er zu geizig ist, sollte
halt einfach krepieren. Aktuell lässt die Gesetzgebung einfach zu viele
Lücken zum zurückkehren offen. Wer sich für eine PKV und mit der damit
verbundenen Mehrleistung oder Minderkosten entscheidet, soll das gerne
tun, aber eben auch die Konsequenzen tragen.
Das Problem der GKV ist damit hausgemacht. Indem man alle möglichen
nicht-Zahler zurück in die GKV lässt, steigen die Beiträge für die
anderen immer weiter, was dann wiederrum die fleißigsten Zahler aus der
GKV treibt...
Fabian F. schrieb:> Eine Voll-KV in Thailand kostet für einen 70-Jährigen Rentner ca.> 400€/Monat.
Wie gesagt, in günstigen Ländern wie Thailand geht's nicht um die
Kosten, sondern da will eigentlich niemand lange in KH liegen oder gar
operiert werden. Und ob in deiner "Voll-KV" eine Deluxe Unterbringung in
der Privatklinik für Ausländische Millionäre inbegriffen ist, bleibt
wohl offen.
Fabian F. schrieb:> Das Problem der GKV ist damit hausgemacht. Indem man alle möglichen> nicht-Zahler zurück in die GKV lässt, steigen die Beiträge für die> anderen immer weiter, was dann wiederrum die fleißigsten Zahler aus der> GKV treibt...
meinst du wirklich, dass die paar Leute, die kurz vor 55 wieder in die
GKV gehen, die Beiträge merklich in die Höhe treiben? Oder erkenne ich
da doch etwas Neid und Frust zwischen den Zeilen?
11% der Versicherten sind in der PKV. Wenn davon 10% zurück wechseln,
ist das gerade mal 1% der Versicherten. Die haben zwar keine Beiträge in
die GKV bezahlt, aber auch keine Leistungen in Anspruch genommen. Ich
glaube kaum, dass die das größte Problem der GKV darstellen.
Earl S. schrieb:> 11% der Versicherten sind in der PKV. Wenn davon 10% zurück wechseln,> ist das gerade mal 1% der Versicherten. Die haben zwar keine Beiträge in> die GKV bezahlt, aber auch keine Leistungen in Anspruch genommen.
Aber die hätten Beiträge gezahlt und aufgrund ihres Alter auch fast
keine Leistungen in Anspruch genommen. Und das fehlt. Und jetzt zahlen
sie zwar, brauchen aber jetzt auch sehr teure Leistungen im Alter. Das
kann nicht ausgehen. Ob es in relativen Zahlen nun viel ausmacht oder
nicht.
Earl S. schrieb:> Die haben zwar keine Beiträge in> die GKV bezahlt, aber auch keine Leistungen in Anspruch genommen.
Doch ab 55 werden die ganz gehörig Leistungen in Anspruch nehmen.
D. I. schrieb:> Doch ab 55 werden die ganz gehörig Leistungen in Anspruch nehmen.
das würden sie auch, wenn sie die ganze Zeit in der GKV gewesen wären.
Es geht also letztlich nur um die Differenz zwischen dem, was sie in der
Zeit der PKV nicht in die GKV einbezahlt haben und dem, was sie nicht in
Anspruch genommen haben.
Cyblord -. schrieb:> Das> kann nicht ausgehen. Ob es in relativen Zahlen nun viel ausmacht oder> nicht.
also verletztes Gerechtigkeitsempfinden
Earl S. schrieb:> das würden sie auch, wenn sie die ganze Zeit in der GKV gewesen wären.
Da waren sie aber noch jung und knackig und solche brauchen sehr wenig
Geld. Warum kapierst du das nicht endlich mal?
> also verletztes Gerechtigkeitsempfinden
Genau. Geh woanders trollen.
Wir sind uns wohl alle einig, dass sowohl die GKV als auch die PKV in
Zukunft Schwierigkeiten haben werden. Wie, wann und was dann passiert,
kann keiner absehen.
MMn werden die privaten Versicherer mit allen Mitteln für ihre
Interessen kämpfen und auch die Gruppe der privat Versicherten werden da
wohl nicht so schlecht wegkommen. Schon alleine, weil die Politiker und
Beamten privat versichert sind.
Als junger, lediger, gesunder Gutverdiener zocke ich diesbezüglich halt.
Mal schauen, ob das gut geht...
Earl S. schrieb:> Fabian F. schrieb:>> Das Problem der GKV ist damit hausgemacht. Indem man alle möglichen>> nicht-Zahler zurück in die GKV lässt, steigen die Beiträge für die>> anderen immer weiter, was dann wiederrum die fleißigsten Zahler aus der>> GKV treibt...>> meinst du wirklich, dass die paar Leute, die kurz vor 55 wieder in die> GKV gehen, die Beiträge merklich in die Höhe treiben?
Das KV-System lebt davon, dass die meisten Menschen die meiste Zeit
gesund sind. Diejenigen, die mit 54 aus der PKV flüchten, tun das im
allgemeinen weil sie schwer krank sind und ihre Beiträge astronmisch.
Die kommen dann also in die GKV, zahlen kaum einen Beitrag und kosten
Fünf- bis Sechsstellige Beträge pro Jahr. Ein todkranker PKV-Rückkehrer
konsumiert dann also die Beiträge von 10-15 durschnittszahlern. Das
macht sich durchaus in den Kosten bemerkbar auch wenn es "nur" einige
10.000 sind die so was machen.
> Oder erkenne ich> da doch etwas Neid und Frust zwischen den Zeilen?
Wieso Neid? Ich bin selber in der PKV und könnte das auch machen. Käme
mir aber nie in den Sinn.
> 11% der Versicherten sind in der PKV. Wenn davon 10% zurück wechseln,> ist das gerade mal 1% der Versicherten. Die haben zwar keine Beiträge in> die GKV bezahlt, aber auch keine Leistungen in Anspruch genommen.
Die meisten GKV-ler nehmen in jungen Jahren auch kaum Leistungen in
Anspruch. Als ich noch in der GKV war, hatte ich einen SB-Tarif, und hab
damit also einen überblick über die Kosten die ich verursache. Im
Schnitt ca. 120€ pro Jahr.
> Ich> glaube kaum, dass die das größte Problem der GKV darstellen.
Das größte Problem der KVs ist der Medizinische Fortschritt, der er zu
immer absurderen Kosten erlaubt das Leben um wieder ein paar Monate zu
verlängern (Selbst wenn man das gar nicht will). Mein Opa musste sich zu
tode hungern um dem Irrsinn zu entgehen, weil die Ärzte ihm nicht helfen
durften sein Leben zu beenden..
looonat schrieb:> Wir sind uns wohl alle einig, dass sowohl die GKV als auch die PKV in> Zukunft Schwierigkeiten haben werden. Wie, wann und was dann passiert,> kann keiner absehen.> MMn werden die privaten Versicherer mit allen Mitteln für ihre> Interessen kämpfen und auch die Gruppe der privat Versicherten werden da> wohl nicht so schlecht wegkommen. Schon alleine, weil die Politiker und> Beamten privat versichert sind.
Die Interessen der privaten Versicherer sind nicht identisch mit den
Interessen ihrer Versicherten.
>> Als junger, lediger, gesunder Gutverdiener zocke ich diesbezüglich halt.> Mal schauen, ob das gut geht...
Wenn Du das gesparte Geld zurücklegst, sollte es passen.
Gruss
Axel
Fabian F. schrieb:> Eine Voll-KV in Thailand kostet für einen 70-Jährigen Rentner ca.> 400€/Monat.
Da gibt es doch bestimmt auch eine Thail-Kasko?
MfG Paul
Fabian F. schrieb:> Diejenigen, die mit 54 aus der PKV flüchten, tun das im> allgemeinen weil sie schwer krank sind und ihre Beiträge astronmisch.> Die kommen dann also in die GKV, zahlen kaum einen Beitrag und kosten> Fünf- bis Sechsstellige Beträge pro Jahr. Ein todkranker PKV-Rückkehrer> konsumiert dann also die Beiträge von 10-15 durschnittszahlern.
warum sollten gerade die Kranken in die GKV wechseln wollen?
die Beiträge sind ja nicht vom Gesundheitszustand (außer zum Zeitpunkt
des Eintritts) abhängig.
Er will also genau dann raus, wenn er die Leistungen der PKV in Anspruch
nimmt, und in die GKV wechseln?
Earl S. schrieb:> Er will also genau dann raus, wenn er die Leistungen der PKV in Anspruch> nimmt, und in die GKV wechseln?
Das Problem ist nur, dass die PKV die versprochenen Leistungen zum
versprochenen Beitrag nicht mehr erbringen kann. Da das Kürzen von
Leistungen keine Option ist müssen die Beiträge steigen und das nötigt
viele zur Flucht. Steigende Beiträge sind übrigens keinesfalls Teil des
Geschäftsmodells der privaten Krankenkassen, sondern ganz im Gegenteil
ein Zeichen des Versagens ihres Geschäftsmodells. Denn wie berechnet
sich denn eigentlich der Beitrag?
Wenn ich heute eine private Krankenversicherung abschließe, dann weiß
die Kasse auf Grund meiner Krankengeschichte und ihren eigenen
Patientendaten ziemlich genau, wie alt ich statistisch gesehen werden
werde, welche Krankheiten ich bis dahin noch bekomme und was das ganze
kostet. Diese Kosten rechnet sie zusammen, addiert ihre eigenen Kosten –
dazu gehören unter anderem auch die Provisionen, von denen Leute wie ein
gewisser Maschmeyer reich geworden sind – und den Gewinn, den sie mit
mir machen möchte. Abgezogen werden die Kapitalerträge, die die zu
bildenden Rücklagen erwirtschaften sollen. Was dann unterm Strich bleibt
wird durch die Anzahl der bis zu meinem statistischen Lebensende
verbleibenden Beitragsmonate geteilt und was dabei dann herauskommt ist,
vereinfacht gesagt, mein monatlicher Beitrag. Der sollte dann
inflationsbereinigt über die gesamte Laufzeit des Vertrages eigentlich
konstant bleiben. So weit die Theorie.
In der Praxis kann das natürlich nur funktionieren, wenn die Prognosen,
die der Versicherer zu Beginn der Laufzeit macht, am Ende auch
zutreffen. Krankenversicherungen laufen aber über mehrere Jahrzehnte,
gerne auch mal über ein halbes Jahrhundert oder mehr. Nun sollte aber
jedem klar sein, dass der Versuch, die wirtschaftliche, soziale und
demographische Entwicklung über ein halbes Jahrhundert vorhersagen zu
wollen, nicht mehr sein kann als blanke Kaffeesatzleserei. Das kann
niemand seriös tun und genau das fällt den privat Versicherten heute auf
die Füße. Die privaten Kassen leiden genauso wie die gesetzlichen unter
dem demographischen Wandel, zusätzlich aber noch unter der Finanzkrise.
Auch privat Versicherte werden immer älter und verursachen im Alter
immer höhere Kosten, die aber nie in die Beiträge eingepreist wurden.
Zusätzliche bringen die Rücklagen längst nicht mehr die Zinsen, mit
denen mal kalkuliert wurde. Steigende Kosten bei sinkenden Einnahmen,
das kann natürlich nicht lange gut gehen. Anders als der gesetzlich
Versicherte hat der privat Versicherte aber keine Solidargemeinschaft,
die die Lasten schultern könnte. Er muss die einst zu niedrig
kalkulierten Beiträge jetzt aus eigener Tasche nachzahlen und das bricht
vielen das Genick.
Das Problem ist aber auch das der Selbstbedienung im Gesundheitssystem:
Nehmen wir mal folgendes Beispiel, das letztens bei Bekannten
hochgekommen ist und das zeigt, wie innovativ Firmen und Ärzte mit dem
Geld umgehen:
Man gründet eine Gemeinschaftspraxis, stellt sich einen Radiologen in
Teilzeit an, der die Berechtigung hat, Diagnosen auf der Basis von
Magnet-Resonanz-Tomographen und Röntegengeräten zu stellen. Der Arzt
muss nicht Teilhaber oder Gründer sein, sondern nur auf der Gehaltsliste
stehen und offiziell beratend tätig sein. Es muss auch nicht ständig
vorort sein und etwa echte Diagnosen machen. Die Arbeit machen die
Schwestern!
Nun braucht man nur noch eine MR-Anlage! Die bekommt man preisgünstig
von Firma X, deren Namen ich nicht nennen darf. Die Firma X liefert eine
sogenanntes "refurbished system" zum Preis von 2.3 Mio Euro, die über
die hauseigene Bank finanziert werden. Der Gegenwert der Anlage betrug
mal fast 4 Mio Euro, als sie ausgeliefert wurde. Auf der Webseite des
Unternehmens ist die Anlage bei den alten Systemen auch noch genannt und
genau beschrieben, was sie kann. Mit dieser veralteten Anlage macht man
dann bei den Patienten Reihenuntersuchungen zu exakt demselben
Kostensatz der Krankenkasse, wie er auch für neue Anlagen bezahlt würde,
hat aber weniger Investition.
Und es kommt noch besser:
In den 2,3 Mio Euro stecken rund 200.000 an goodies, die den Ärzten
zuteil werden. Neben aufwändigen Reisen ins Ausland zu angeblichen
Schulungen mit kostenloser Unterbringung und Verpflegung stecken da auch
andere Geschenke drin, die der Konzern sonst noch so produziert, die die
Ärzte offiziell in der Praxis verwenden und real aber daheim dem
Frauchen überreichen. Auch Möbel und Praxisausstattung wird da offiziell
mitgeliefert, nur findet sich die 3800,- Euro teure Couch nicht im
Wartezimmer, sondern im heimatlichen Wohnzimmer. Diese Kosten stecken
aber alle in der Finanzierung der Grossanalage und werden steuerlich
verrechnet. Da ist es dann auch einfach, sich von den ganzen
eingenommenen Geldern, gleich zwei Porsche Cayenne vor die Haustüre zu
stellen und für den Radiologen, der mehr durch Abwesenheit glänzt und
dessen Parkplatz so gut wie nie belegt ist, fällt auch noch was ab.
So läuft das hier in der neuen Praxis für Radiodiagnostik, deren Namen
ich ebenfalls nicht nennen kann.
Ein Bekannter hat mir sogar mal gesteckt, daß besagte Firma jedem
Entscheider, der sich beim Kauf einer solchen Anlage für diese Firma
entscheidet, noch eine schweizer Uhr oben drauf packt!
Da ist es klar, dass wegen jedem blauen Fleck gleich eine MR gemacht
wird! Und damit der Hausarzt auch schön brav überweist, kriegt der auch
noch das eine oder andere Geschenk zugeschanzt.
Braucht man sich nicht wundern, wenn wieder die Kassenbeiträge steigen!
A. H. schrieb:> Jeder, der mir bisher eine private> Krankenversicherung verkaufen wollte, tat das mit dem Argument der> niedrigeren Beiträge bei gleichzeitig besseren Leistungen.
Das stimmt nur, wenn man allein ist. Als Familie muss jede Person extra
versichert werden, das wird dann wahrscheinlich teurer sein als die GKV.
Ärzte rechnen mit PKV versicherte meist zum 2,5 fachen ab (bekommen also
mehr für die gleiche Leistung). Für das "mehr" kann dann auch mal das
ein oder andere teure Gerät angeschafft werden, das dann natürlich auch
für die GKV versicherten verwendet wird.
Cyblord -. schrieb:> Aber die hätten Beiträge gezahlt und aufgrund ihres Alter auch fast> keine Leistungen in Anspruch genommen. Und das fehlt.
Warum soll das fehlen? Die GKVs sparen kein Geld, bzw. wenn tatsächlich
mal zuviel Geld da ist, dann bedienen sich die Politiker und verwenden
es für etwas anderes.
xxx schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Aber die hätten Beiträge gezahlt und aufgrund ihres Alter auch fast>> keine Leistungen in Anspruch genommen. Und das fehlt.>> Warum soll das fehlen? Die GKVs sparen kein Geld, bzw. wenn tatsächlich> mal zuviel Geld da ist, dann bedienen sich die Politiker und verwenden> es für etwas anderes.
Das ist ja jetzt Quatsch, merkste selber, ne?
Earl S. schrieb:> warum sollten gerade die Kranken in die GKV wechseln wollen?> die Beiträge sind ja nicht vom Gesundheitszustand (außer zum Zeitpunkt> des Eintritts) abhängig.> Er will also genau dann raus, wenn er die Leistungen der PKV in Anspruch> nimmt, und in die GKV wechseln?
Das nicht, aber viele Verträge haben einen hohen Selbstbehalt.
Man kann übrigens mit der PKV verhandeln, ob die einem eine günstige
Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung anbieten, sofern man
freiwillig in die GKV wechselt.
Das ist für den Versicherten und die PKV eine Win-Win Situation,
besonders wenn teure Medikamente/sonstige Behandlungen benötigt werden.
Schreiber schrieb:> Man kann übrigens mit der PKV verhandeln, ob die einem eine günstige> Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung anbieten, sofern man> freiwillig in die GKV wechselt.
?????
Was soll da mit der PKV verhandelt werden, um in die GKV
einzutreten???
Chris D. schrieb:> Man darf natürlich auch nicht übersehen, dass in der PKV die> Steigerungen teilweiser erheblich höher ausgefallen sind. Dadurch, dass> die erwirtschafteten Kapitalerträge in den letzten Jahren massiv> geschmolzen sind, steht da bei vielen (nicht bei allen) PKVs die> Kalkulation auf sehr wackligen Beinen.>> Man muss im Vergleich also auch schauen, wo die PKV-beiträge 2017-2019> stehen werden.
So wie es aussieht, hatte ich nicht ganz Unrecht. Die Niedrigzinsen
beginnen jetzt offenbar durchzuschlagen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/private-krankenversicherung-beitraege-sollen-um-mehr-als-11-prozent-steigen-a-1114438.html
"Nach Informationen der "Stuttgarter Nachrichten" und der "Stuttgarter
Zeitung" werden die Sätze zum 1. Januar 2017 im Schnitt zwischen elf und
zwölf Prozent steigen. Betroffen seien rund zwei Drittel der fast neun
Millionen privat Versicherten."
Vermutlich ist das noch nicht das Ende der Fahnenstange - die
Kapitalanlagen der PKVs sind ja eher langfristig angesiedelt. In den
nächsten Jahren laufen immer mehr Altzinsverträge aus und diese finden
kein Äquivalent mehr.
Diese Gefahren kapitalgedeckter Versicherungen (gilt ja auch für die
Rente) spricht komischerweise kein Vertreter an ...
Chris D. schrieb:> Diese Gefahren kapitalgedeckter Versicherungen (gilt ja auch für die> Rente) spricht komischerweise kein Vertreter an ...
Tjo, dass die Privaten früher oder später ordentlich gemolken werden war
abzusehen, aber wir GKV'ler kommen auch nicht ungeschoren davon, ... :/
Schreiber schrieb:> Man kann übrigens mit der PKV verhandeln, ob die einem eine günstige> Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung anbieten, sofern man> freiwillig in die GKV wechselt.> Das ist für den Versicherten und die PKV eine Win-Win Situation
Was für einen Käse die Leute schreiben bloss um sich Schreiber zu
nennen.
Angeblich war PKV doch der Gewinn, besser und billiger. Die GKV für die
zwar sozial denkenden, aber für die Kapitalismusgier zu Dummen.
Die europäischen Südstaaten lassen Grüßen!
Wenn die Wirtschaft gut läuft müssten eigentlich auch die Zinsen
dementsprechend sein. Dem ist aber nicht so.
Es wäre für gesamt Europa besser wenn diese EU rückabgewickelt werden
würde - vor allem der EURO.
Im EU Parlament sind nur Idioten, und in der deutschen Politik sind
nicht weniger Idioten unterwegs. Überwiegend Leute die noch nie etwas in
ihrem Leben gearbeitet haben und überhaupt nicht wissen was das Wort
bedeutet.
Marco schrieb:> Wenn die Wirtschaft gut läuft müssten eigentlich auch die Zinsen> dementsprechend sein. Dem ist aber nicht so.
Was noch?
Putin zum Ehrenbundespräsidenten ernennen?
Echt, hier gibt`s Leute im Forum!
Wir haben 0,0% Inflation, ein Wirtschaftswachstum von ca. 1,0% und da
wollen einige Zinsen sehen die über der Inflationsrate und dem
Wirtschaftswachstum liegen?
Echt ökonomische Genie`s sind die def. nicht!
Chris D. schrieb:> Vermutlich ist das noch nicht das Ende der Fahnenstange - die> Kapitalanlagen der PKVs sind ja eher langfristig angesiedelt. In den> nächsten Jahren laufen immer mehr Altzinsverträge aus und diese finden> kein Äquivalent mehr.>> Diese Gefahren kapitalgedeckter Versicherungen (gilt ja auch für die> Rente) spricht komischerweise kein Vertreter an ...
Wobei man sagen muss, dass die gesetzlichen auch immer teurer werden.
11% von 400€ sind 44€ mehr
Zusatzbeitrag von 0,2 auf 1% auch ca. 40€ ausmacht. Soo weil liegen da
PKV und GKV also nicht auseinander.
Marco schrieb:> Es wäre für gesamt Europa besser wenn diese EU rückabgewickelt werden> würde - vor allem der EURO.> Im EU Parlament sind nur Idioten, und in der deutschen Politik sind> nicht weniger Idioten unterwegs. Überwiegend Leute die noch nie etwas in> ihrem Leben gearbeitet haben und überhaupt nicht wissen was das Wort> bedeutet.
Sehe ich absolut genau so. Was als eine ganz romantische Idee began die
Frieden unter Europas Völker bringen sollte, entpuppt sich jetzt immer
mehr zum grässlichen Selbstbedienungsladen der Lobbyisten, die auch noch
gegen Demokratie und Menschenrechte wettern. Und da sollen sich die
Bürger mit Reisefreiheit und dem allgemein gültigen Währung zufrieden
geben.
Ach ja, falls es jemand nicht weiß: in EU ist die Todestrafe übrigens
erlaubt, lest es selbst nach.
Gästchen schrieb:> Was als eine ganz romantische Idee began die> Frieden unter Europas Völker bringen sollte
Das Problem meiner Meinung nach ist die fehlende Idee, wo denn die Reise
hingehen soll(te).
Wollen wir ein richtiges "Vereinigte Staaten von Europa" mit zentraler
Regierung nach Washingtoner Vorbild oder wollen wir eine Freihandelszone
mit Freizügigkeit?
Für ersteres haben wir zu schnell zu viele Länder aufgenommen mit zu
unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Ansichten.
Sowas würde nur mit einer Hand voll Länder klappen die einigermasen die
selben Werte vertreten und wirtschaftlich ungefähr auf Augenhöhe sind.
(Frankreich, England, Deutschland, Skandinavien etc).
Osteuropa hätte in so einem Konstrukt eher keinen Platz.
Für zweiteres haben die EU-Organe und Lobbyisten zu viel Einfluss. Wenn
ich nur einen großen Binnenmarkt schaffen will kann ich ruhig viele
kleine Länder, vor allem Osteuropäer dazu nehmen. Dadurch wird auch der
Frieden gewahrt, aber ich hab nicht das Problem das "Nehmerstaaten" und
politische Hardliner die ganze EU blockieren, wie jüngst oft geschehen.
Die Nationalen Parlamente hätten weiterhin volle Befugnisse.
Wir haben jetzt aber eine EU die irgendwie alles sein will, und das
macht bei den inhomogenen Staaten eben Probleme.
Aber ich drifte ab... ;-)
Benji schrieb:> Wollen wir ein richtiges "Vereinigte Staaten von Europa" mit zentraler> Regierung nach Washingtoner Vorbild oder wollen wir eine Freihandelszone> mit Freizügigkeit?
Es ist gleichgültig, was WIR wollen. Eben so gut könnten wir wollen, daß
ein Perpetuum Mobile Wirklichkeit wird.
MfG Paul
Hans-Peter schrieb:> Es sind mindestens 56.250 Euro. Das bekommt man nicht direkt am Anfang.> Und wenn doch, dann stimmt deine Aussage "weil sie relativ wenig> verdienen" nicht.
Doch, denn ich beziehe mich auf die, hier zu 55.000 entlohnt werden,
während Gleichwertige 60k und mehr haben.
S. K. schrieb:> Hans-Peter schrieb:>> Es sind mindestens 56.250 Euro. Das bekommt man nicht direkt am Anfang.>> Und wenn doch, dann stimmt deine Aussage "weil sie relativ wenig>> verdienen" nicht.>> Doch, denn ich beziehe mich auf die, hier zu 55.000 entlohnt werden,> während Gleichwertige 60k und mehr haben.
Aber 55k ist doch bereits längst nicht mehr in der Kategorie "relativ
wenig". 35k - 40k ist wenig!
Joe2 schrieb:> Frag deine GKV nach einem Zusatztarif für alle Privatleistungen.
Gibt es nicht. Nur fürs Krankenhaus.
> Ich bin damit am besten gefahren.
Aha. Inwiefern? 700€ GKV + x€ Zusatzversicherung....
Gibt es sehr wohl, wobei ich nicht "alle Privatleistungem" schreiben
würde.
Du solltest dich mal über das ambulante Kostenerstattungsverfahren
informieren - Kostenerstattungsprinzip nach § 13 SGB V.
Dann schließt man einen ambulanten Kostenerstattungstarif ab (nicht bei
der GKV sonder bei einem privaten Versicherer) und schon ist man im
ambulanten Bereich Privatpatient.
Wutbürger schrieb:> Und wann gehen wir dagegen auf die Straße und zünden Autos an?
Garnicht, im Gegensatz zur schwarz vermummten Berliner Division zum
Erhalt der Autokonzerngewinne durch Wärmesanierung, sehe ich Gewalt
nicht als adäquates Mittel zur Meinungsäußerung.
Ich grundsätzlich auch nicht.
Die Atom-Gegner der 70er und die TTIP-Gegner der neuen 10er waren mit
die größten Demoszenen die Deutschland je gesehen hat. Und haben nen
müden Furz gebracht.*
Die französische Revolution dagegen hatte Erfolg.
*Atomstrom und wahrscheinlich TTIP haben sich zwar mittlerweile
erledigt, aber das war nicht den Demos und Protesten zu verdanken.
Wutbürger schrieb:> D. I. schrieb:> Welch Wunder, dass es nur die gesetzlich Versicherten trifft:> http://www.achgut.com/artikel/fluechtlingskosten_d...>> Und wann gehen wir dagegen auf die Straße und zünden Autos an?
Garnicht, wir diskutieren hier schön brav weiter, warum die GKV viel
besser ist.
genervt schrieb:> Garnicht, wir diskutieren hier schön brav weiter, warum die GKV viel> besser ist.
Nun ja, man sollte schon unterscheiden zwischen dem System und der
Pervertierung desselbigen. Ist ja nicht so, dass die PKVler mangels
genügender junger dummer Neuzugänge nicht auch zur Kasse gebeten werden.
Fabian F. schrieb:> Der einzige> Fall wo ich einen wechsel von PKV->GKV akzeptieren würde, ist wenn der> Versicherer Pleite geht.
warum denn das, er kann ja in eine andere PKV
D. I. schrieb:> man sollte schon unterscheiden zwischen dem System und der> Pervertierung desselbigen
Du meinst, so wie zwischen dem Sozialismus und der DDR ?
Elektron schrieb:> Wer mehr Leistung will, kann dann oben drauf noch> private Zusatzversicherungen abschließen. Das wäre meiner Meinung nach> gerecht.
Aber das, was man 2-Klassen-Medizin nennt. Wer es sich leisten kann,
bekommt die bessere Behandlung. Nicht, daß das nicht schon heute so
wäre, wer es sich leisten kann bekommt sogar eine Niere aus Indien.
Sonja schrieb:> dank der vielen privatversicheten profitieren auch Kassenpatienten> davon..ansonsten gäbe es deutlich weniger kernspinsthomographe z.b
Wow, wie verdreht sind offensichtlich die Gehirne mancher
Werbelügengläubigen. Wie viele Besuche beim Gehirnklemptner muss man
dafür von der PKV bezahlt bekommen ?
Walter S. schrieb:> Fabian F. schrieb:>> Der einzige>> Fall wo ich einen wechsel von PKV->GKV akzeptieren würde, ist wenn der>> Versicherer Pleite geht.>> warum denn das, er kann ja in eine andere PKV
Nur zahlt der den die Altersrückstellungen nochmal!
Allgemein:
Die PKV ist tot.
Für AN ist sie im Alter ein zusätzliches Armutsrisiko!
Wer kann haut selbst als Lediger U50`er aus der PKV ab!
Und viel wichtiger ist gesund Leben und schauen das man mit Rente plus
kleinen Nebenjob schnellstmöglich sich aus dem Netz der Muttikratie
befreit.
genervt schrieb:> Cha-woma M. schrieb:>> Die PKV ist tot.>> Da reden wir dann in 5 Jahren noch mal drüber, wenn der GKV-Beitrag die> 20%-Hürde durchschlägt.
in den letzten Jahren ist er nicht Mal um einen Prozentpunkt gestiegen,
was genau passiert in den nächsten 5 Jahren damit er bis dahin um 5%
steigt?
genervt schrieb:> Dazu braucht keine 5% mehr, der Beitagssatz liegt teilweise schon bei> 16% und mehr.
bei der größten (AOK) sind es noch unter 16%, aber von mir aus:
warum 4 Prozentpunkte mehr in den nächsten 4 Jahren?
genervt schrieb:> Da reden wir dann in 5 Jahren noch mal drüber, wenn der GKV-Beitrag die> 20%-Hürde durchschlägt.
Von deinen fiktiven 20% würde dann der Rentner 10% seiner Rente in die
GKV einzahlen und die Rentenversicherung, eingesprungen für den
Arbeitgeber, die anderen 10%.
Als Rentner zahlst du 600 EUR (+Inflation) in die PKV pro Person:
https://schlemann.com/wp-content/uploads/Beitragsentwicklung-PKV-SI-durschnittliche-Bestandsbeitr%C3%A4ge-2013.jpg
Auch dort zahlt die Rentenversicherung 10% deiner Beiträge so daß du
noch 300 Eigenanteil zahlen musst.
Du müsstest also mehr als 3000 EUR Rente netto beziehen, bevor die PKV
billiger wäre als die GKV.
No way, als Angestellter kannst du keine so hohe Rente erzielen auch
wenn du dein Leben lang mit exorbitant hohem Einkommen durcharbeitest,
weil die Rentebeitragsgrenze nur maximal 2336 EUR (+Inflation) zulässt.
http://www.finanzen.de/altersvorsorge/rente-berechnen
Aber schön, daß wir darüber gsprochen haben, wie du dir selbst in die
Tasche lügst.
Die Seite schlemann.com (welche da oben verlinkt ist) hat natürlich ein
absolutes Interesse möglichst viele PKV Vollversicherungen zu verkaufen!
Der Vermittler bekommt schließlich an die 9 Monatsbeiträge (Bei 600 Euro
/ Monat für einen leistungsstarken Tarif sprechen wir hier von 5.400
Euro!!!!). Dementsprechend wird auf der Seite natürlich diese Story
erzählt.
Habe mich vor einiger Zeit mit der PKV beschäftigt und jetzt wieder. Die
Stimmungslage hat sich komplett gewandelt. War vor 10 Jahren noch vom
Ende der GKV die Rede, ist jetzt überall vom Ende der PKV zu lesen.
Hierzu auch mal das Dokument von wikileaks zum Zustand der PKV lesen
(google is your friend).
Ich kenne in meinem Umfeld sehr viele Gutverdiener - da haben maximal
10% von den "jüngeren" noch eine PKV Vollversicherung abgeschlossen
(meist vom Versicherer angedreht von wegen "ist billiger"). Der Rest
macht GKV plus Zusatzversicherung nach Wunsch.
Davon sind übrigens 3 Ärzte unterschiedlicher Disziplinen auch noch
dabei. Grundtenor von allen dreien war: Sie haben Überversorgungen
gesehen, welche nicht nötig war und nicht zum wohle des Patienten sind.
GKV ausreichend ihrer Meinung nach.
genervt schrieb:> - mehr Rentner> - geringere Rente> - stagnierende Löhne bei den GKV Versicherten> - Versorgung der Flüchtlinge> - nächste Entlassungswelle
das war aber in den letzten 12 Jahren auch nicht anders (bis auf die
Flüchtlinge für die aber auch der Steuerzahler in Form von Zuschüssen
des Bundes zahlt), daher auch eine Steigerung, aber eben 1% in 12
Jahren, warum also so urplötzlich 4% in 4 Jahren?
Das es langfristig so kommen wird mag sein, aber deine Zahlen sind
einfach ohne Grund aus den Fingern gesaugt.
Wieviel wettest Du auf deine Prognose, ich würde mir gerne in 4 Jahren
ein Zubrot verdienen.
Walter S. schrieb:> genervt schrieb:> - mehr Rentner> - geringere Rente> - stagnierende Löhne bei den GKV Versicherten> - Versorgung der Flüchtlinge> - nächste Entlassungswelle>> das war aber in den letzten 12 Jahren auch nicht anders (bis auf die> Flüchtlinge für die aber auch der Steuerzahler in Form von Zuschüssen> des Bundes zahlt), daher auch eine Steigerung, aber eben 1% in 12> Jahren, warum also so urplötzlich 4% in 4 Jahren?> Das es langfristig so kommen wird mag sein, aber deine Zahlen sind> einfach ohne Grund aus den Fingern gesaugt.> Wieviel wettest Du auf deine Prognose, ich würde mir gerne in 4 Jahren> ein Zubrot verdienen.
Kannst ja mal eine Gegenprognose machen und wir schauen dann am 1.1.2022
nach, wo wir wie gelandet sind.
Was denkst du, wie hoch der Beitragssatz steigt?
MaWin schrieb:> Du müsstest also mehr als 3000 EUR Rente netto beziehen, bevor die PKV> billiger wäre als die GKV.>> No way, als Angestellter kannst du keine so hohe Rente erzielen auch> wenn du dein Leben lang mit exorbitant hohem Einkommen durcharbeitest,> weil die Rentebeitragsgrenze nur maximal 2336 EUR (+Inflation) zulässt.>> http://www.finanzen.de/altersvorsorge/rente-berechnen>> Aber schön, daß wir darüber gsprochen haben, wie du dir selbst in die> Tasche lügst.
Man hat ja nicht nur die GRV im Alter, da wäre man ja erledigt.
Walter S. schrieb:> das war aber in den letzten 12 Jahren auch nicht anders (bis auf die> Flüchtlinge für die aber auch der Steuerzahler in Form von Zuschüssen> des Bundes zahlt), daher auch eine Steigerung, aber eben 1% in 12> Jahren, warum also so urplötzlich 4% in 4 Jahren?
Der Bund zahlt soviel wie er für einen Harzie zahlt!
"
nach dem SGB V ist der Beitrag pro ALG II-Empfänger aufgrund von 20, 6 %
der Bezugsgröße, d.h. im Jahre 2016 von 2905 EUR, also ca. 600 EUR zu
berechnen. Für diese ca. 600 EUR gilt der ermäßigte Beitragssatz von 14%
(statt 14,6%). Hinzu kommt der durchschnittliche Zusatzbeitrag von zzt.
1,1 %. Also: das Amt zahlt an die Kasse ca. 15,6% von 600 EUR , also ca.
94 EUR/Monat.
"
Also, dann kannste dir ausrechnen was die GKV dann umlegen muß von den
gesetzlich Versicherten auf die "Refugees"!
MaWin schrieb:> genervt schrieb:>> Da reden wir dann in 5 Jahren noch mal drüber, wenn der GKV-Beitrag die>> 20%-Hürde durchschlägt.>> Von deinen fiktiven 20% würde dann der Rentner 10% seiner Rente in die> GKV einzahlen und die Rentenversicherung, eingesprungen für den> Arbeitgeber, die anderen 10%
Btw. Dir ist schon klar, dass das in der Summe recht wenig ist? Kleine
Rente und hohe Gesundheitskosten, das treibt die Beiträge hoch.
genervt schrieb:> Man hat ja nicht nur die GRV im Alter, da wäre man ja erledigt
Au weia wie blöd ist das denn...
Wenn man im Alter auch noch selbstangesparte Rücklagen hat von denen man
leben kann, dann zahlt man für die 0.0% GKV.
Damit bleiben die Kosten der PKV im Alter (bei dem für die PKV
Versicherer sicher nicht schlechten Beispiel der Signal-Iduna, stammt ja
von einer Werbeseite von denen) immer noch höher als jeder GKV Beitrag.
Und das bei nur einer Person. Mit Ehefrau sieht das natürlich noch
schlimmer aus. Hast du aber nicht, daher nicht eingerechnet.
MaWin schrieb:> genervt schrieb:>> Man hat ja nicht nur die GRV im Alter, da wäre man ja erledigt>> Au weia wie blöd ist das denn...>> Wenn man im Alter auch noch selbstangesparte Rücklagen hat von denen man> leben kann, dann zahlt man für die 0.0% GKV.
Betriebsrente.... voller Satz bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
Aber was will ich schon erwarten von einem, der ein eingefahrenes
Weltbild hat.
genervt schrieb:> Aber was will ich schon erwarten von einem, der ein eingefahrenes> Weltbild hat.
Solange dein Weltbild eine Scheibe ist, ist ja alles Banane!
Fairerweise muss man natürlich zugestehen, dass bei konstanter
Prozentzahl der Beitragssatz in der GKW trotzdem steigt, weil von jeder
Lohnerhöhung automatisch um die 14% in der GKV landen. Die PKV muss
dafür die Beträge formal erhöhen.
Damit war es auch möglich, die Beitragssätze in der GKV konstant zu
halten, die Gehälter sind in den letzten Jahren eben doch absolut
gestiegen.
Gruss
Axel
Axel L. schrieb:> Fairerweise muss man natürlich zugestehen, dass bei konstanter> Prozentzahl der Beitragssatz in der GKW trotzdem steigt, weil von jeder> Lohnerhöhung automatisch um die 14% in der GKV landen.
Aber nur, wenn man noch nicht den Spitzensatz zahlt. Und für jemanden
der in die PKV wechseln kann trifft das zu.
tivvhbuohzbhff schrieb:> Dafür werden die Beitragsbemessungsgrenzen jedes Jahr erhöht,> meist übrignes auch deutlich über Inflationsniveau
Die BBG der gesetzlichen Krankenversicherung werden aber nicht
willkürlich oder nach Inflationsrate erhöht, sondern nach der
allgemeinen Entwicklung der Löhne. Im Jahr 2007 blieb sie zum Beispiel
unverändert, und 2011 wurde sie sogar einmal um 450€ herunter gesetzt.
Also die letzten 10 Jahre lag ich mit meinen Lohnsteigerungen immer
deutlich über dem Prozentsatz der BBG-Erhöhung. Die durchschnittliche
jährliche Erhöhung der letzten 10 Jahre beträgt 1,92% (die 2,42% für
2017 bereits eingerechnet).
MaWin schrieb:> http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/private-krankenkassen-verloren-in-fuenf-jahren-189-000-versicherte-a-1125815.html
Der Text stützt sich doch darauf, dass so viele von der PKV in die GKV
"gewechselt" wären. Da so ein Wechsel nicht einfach so möglich ist, ist
es für mich keinesfalls ein Indiz dafür, dass die PKV-Versicherten das
System fluchtartig verlassen. Es könnte z.B. viel eher sein dass
Personen die Arbeitslos geworden sind aufgrund der Lohndrückerei und dem
Überangebot an Arbeitskräften keine adäquat bezahlte Anstellung mehr
gefunden haben und somit in die GKV wechseln MUSSTEN.
Was eigentlich ne Sauerei ist.
Erst sparen wollen bzw. günstig bessere Leistungen abgreifen und dann
von der Solidaritätsgemeinschaft, von der man sich ausgeklinkt hat,
wieder unterstützen lassen.
MaWin schrieb:> No way, als Angestellter kannst du keine so hohe Rente erzielen auch> wenn du dein Leben lang mit exorbitant hohem Einkommen durcharbeitest,> weil die Rentebeitragsgrenze nur maximal 2336 EUR (+Inflation) zulässt.>> http://www.finanzen.de/altersvorsorge/rente-berechnen>> Aber schön, daß wir darüber gsprochen haben, wie du dir selbst in die> Tasche lügst.
Komischer Rechner, laut meinem DRV Bescheid werden mir >2800€ Rente mit
67 prognostiziert.
Und die maximale Rente kann definitiv über 2336 EUR liegen, da sie an
die Rentenpunkte gekoppelt ist. Aktuell gibt es bis zu 2,05 p.a., d.h.
wenn ein Punkt aktuell 30,45 EUR wert ist, dann bedeuten 2336 EUR ~38
Jahre über der BBG.
Bei mir ist es so, dass ich 32 bin und seit dem 27ten über der BBG für
die GRV bin und damit über 2 Pkte p.a. bekomme. Das bedeutet theoretisch
82 Pkte. Dazu habe ich bereits mit 19 in die GRV eingezahlt, da ich dual
studiert habe, was vielleicht nochmal >10 Pkte ausmacht. Auch als
Schüler habe ich schon SV-Beiträge gezahlt aufgrund von mehreren
Nebenjobs. Ergo glaube ich eher der DRV als deinem Rechner.
Ansonsten finde ich deine Rechnung interessant. Ich habe neben der Rente
noch eine Betriebsrente (aktuell ~100k gebildetes Kapital erwartet) und
eine Riesterrente (min. 80k eingezahlt) sowie eine Privatrente
(Einzahlung ~60k). D.h. ohne Zinsen sollte sich da 240k sammeln, was auf
30 Jahre >650 EUR mtl. Entnahme ergibt. Damit hätte ich ~3400 EUR Brutto
Einnahmen, was Netto so 2000 EUR für die PKV ausmacht (ich rechne mit
hohen Abgaben im Alter aufgrund hoher Gesamteinnahmen). Mit Zinsen
entsprechend mehr. Sollte das nicht für die PKV reichen, habe ich wohl
wirklich Pech gehabt.
Ansonsten zum Leben als Rentner selbst bin ich sowieso schon mietfrei
unterwegs und baue seit ein paar Jahren ordentlich Vermögen auf. Dagegen
sind die o.g. Zahlen eher klein. Mein Ziel ist es als Rentner Millionär
zu sein und das als Angestellter zu erreichen. Mit dem IGM Unternehmen
im Nacken und dem richtigen Umgang mit Geld sehe ich da keine
Hindernisse. Nach aktueller Hochrechnung schaffe ich es selbst ohne
Zinsen, aber da ich an der Börse investiere, erwarte ich entsprechend
exponentielles Wachstum auf die nächsten Jahrzehnte.
Daher bin ich bzgl. Alter sehr gelassen und das selbst mit der achso
schlimmen PKV. In diese habe ich übrigens schon mit 26 gewechselt und ja
ich gebe zu dies aus finanziellen Gründen gemacht zu haben.
Dementsprechend werden allein schon die Rückstellungen ordentlich
abfedern und aus der Differenz habe ich den Riestervertrag abgeschlossen
mit der vollen Absicht daraus die PKV zu bedienen. Die Steuererstattung
der Riesterrente wird dann wiederum in das Dividenden-Depot investiert.
Die PKV selbst ist selbst jetzt noch ziemlich günstig, da Eigenbeitrag
~200€ (voller Beitrag 400€) und ich 5x Monatsbeiträge + Grunderstattung
zurück erhalte. In 2015 gab es >2400€ zurück, so dass mich die PKV
unterm Strich in Hinblick auf den AG-Beitrag nichts gekostet hat.
Allerdings hatte ich natürlich Kosten, wobei diese sich so auf ~600€
p.a. bzw. dann 50€ pro Monat beliefen, das sind mal eben >300€ weniger
als GKV.
Ich bin übrigens bei der SIGNAL IDUNA falls das interessiert. Noch habe
ich meinen Beitrag für 2017 nicht erhalten, d.h. da könnte noch eine
böse Überraschung kommen. Aber selbst wenn es um >10% steigt, die
Erstattung steigt ja mit, so gesehen halb so wild :P
Cha-woma M. schrieb:> meine Erfahrungen:> Privat ist nett solange die Kosten unter der GKV liegen.> Ab 50 Jahren sollte man "sofort" in der GKV sein!> Wr heute als Ü50 in der PKV ist, der darf def. nicht "normaler"> Arbeitnehmer sein!
Dazu müsste ich ja weniger verdienen, was für ein Quatsch. Ich verdiene
ja Stand heute schon deutlich über der BBG. Und ich behaupte mal, dass
IGM Löhne schneller steigen als die allgemeine KV BBG. In 20 Jahren
müsste ich dann vermutlich auf >50% meines Gehalts verzichten, um in die
GKV zu wechseln. Welcher Vollidiot macht denn sowas?!
Jlagreen schrieb:> Dazu müsste ich ja weniger verdienen, was für ein Quatsch. Ich verdiene> ja Stand heute schon deutlich über der BBG. Und ich behaupte mal, dass> IGM Löhne schneller steigen als die allgemeine KV BBG.
Aber was passiert, wenn dein tolles IGM Unternehmen deinen Bereich
morgen dicht macht, weil die Rendite nicht mehr stimmt? Dann stehst du
auf der Straße und darfst als Konzern-Soldat, der seit er 27 ist nur mit
PP und Doors gewurschtelt hat dich beim Verleiher für ein drittel deines
bisherigen Lohnen einreihen.
Jlagreen schrieb:> Komischer Rechner, laut meinem DRV Bescheid werden mir >2800€ Rente mit> 67 prognostiziert.
Wahrscheinlich liest du fälschlicherweise die Zahlen unter Einberechnung
einer angenommenen Inflation.
Jlagreen schrieb:> Bei mir ist es so, dass ich 32 bin...> ...(aktuell ~100k gebildetes Kapital erwartet) und> eine Riesterrente (min. 80k eingezahlt) sowie eine Privatrente> (Einzahlung ~60k)....> ... Leben als Rentner selbst bin ich sowieso schon mietfrei
Merkwürdige Zahlen, mit 32 also schon ein Haus, dazu 1/4 Million
Vermögen, sorry, das klingt absolut unglaubwürdig, und sicher nicht als
realistisches Beispiel für den Rest der deustchen Bevölkerung. Die halt
als abgeschlossener Student eher mal 32000 EUR Schulden....
> Mein Ziel ist es als Rentner Millionär zu sein
Bist du wahrscheilich auch, so wie Draghi die Billionen druckt, bloss
was dein und mein Geld dann noch wert ist...
tivvhbuohzbhff schrieb:> Dafür werden die Beitragsbemessungsgrenzen jedes Jahr erhöht,> meist übrignes auch deutlich über Inflationsniveau
Man muss die Leute ja davon abhalten, abzuhauen.
Richtiger Selbständiger schrieb:> Wolfgang S. schrieb:>> Oder mit 45 Jahren, verheiratet und zwei Kinder?>> Ich habe das vor 3 Jahren gemacht: 428,- monatlich ohne Kinder. Die> gingen extra. Da ich keine habe, wäre das noch ein gutes Geschäft.>> Letzter Wert heute: 517 Euro monatlich. Wenn ich nicht krank werde,> bekomme ich 2 Monate zurück. Ich zahlte also 5170 im Jahr. Da ich aber> sehr wohl krank werde, zahle ich wohl die vollen 6500,- und ich habe> noch die Verwaltung mit dem Vorstrecken und dem Einreichen, also nochmal> einige Stunden Arbeit.>> Momentan zahle ich 7800,- KV/PV - aber das geht nur noch maximal 15> Jahren, danach ist Rente! Da ich im Alter kaum Rente kriege als> Selbständiger, zahle ich den Minimalsatz und spare bis zum Lebensende> Tausende im Jahr.
Der Beitrag ist zwar schon alt, aber ich befürchte, daß du einem
schwerwiegenden Irrtum erliegen bist. Und das ist auch für andere
PKV-Versicherte sehr wichtig, bzw. für jene, die einen Wechsel
überlegen.
Wahrscheinlich hat dir der Versicherungsvertreter diesen angeblichen
Trick augenzwinkernd verraten. Das ist eine häufig benutzte Lüge dieser
Provisionsgeier.
Welchen "Minimalsatz" meinst du? Meinst du den Basistarif, den die PKV
den 55+ Versicherten anbieten müssen - Monatsbeitrag ca. 550€ pro
Person?
Oder hat dir der Versicherungsheini weismachen wollen, daß du als
Rentner ganz einfach zur GKV wechseln kannst und dann nur den geringen
Beitrag aus der Rente bezahlen mußt?
Grundsätzlich darf man nur bis vor dem 55. Geburtstag zur GKV zurück
wechseln, wenn man die Voraussetzungen erfüllt, GVK-pflichtversichert zu
sein, also als Arbeitnehmer weniger als die GKV-Einkommensgrenze zu
verdienen. Selbst dann darf man als Rentner nicht im
einkommensbemessenen GKV-System verbleiben ("Krankenversicherung der
Rentner", KVdR), sondern kann nur die freiwillige GKV mit einem
Mindestbeitrag von z.Z. ca. 170€ nutzen. Der Beitrag berechnet sich nach
dem Gesamteinkommen, also inkl. evtl. Mieteinnahmen, Kapitalerträge,
Betriebsrente, etc..
Im Regelfall wird ein PKV-Versicherter auch während der Rentenzeit in
der PKV verbleiben müssen. Abgesehen vom bereits genannten Basistarif
kostet einem 65-Jährigen die PKV rund 700€ Monatsbeitrag pro Person,
aber nur dann, wenn man >30 Jahre bei der selben Versicherung war und
entsprechen hohe Altersrückstellungen angesammelt hat. Ohne diese muß
man mit 1000€ Beitrag je Person rechnen. Da im PKV-System nach dem
Risiko (Alter) kalkuliert wird, steigen die Beiträge im Alter stark an.
Die PKV ist für Ältere ein Existenzrisiko!
Es wurden bereits hunderttausende Menschen in den Ruin getrieben, weil
sie die horrenden Beiträge im Alter nicht mehr bezahlen konnten. In
Deutschland haben wir die Versicherungspflicht, d.h., man muß die
PKV-Beiträge bezahlen, weil man nicht mehr in die GKV zurück kann. Man
haftet für die Beiträge mit dem gesamten Einkommen und Vermögen.
Das Risiko ist den meisten Leuten nicht bewußt und die
Versicherungsgauner sind geschult, um Bedenken zu zerstreuen. Das sind
alles Lügen, die aber quasi legal sind, weil alles was der Profitgeier
sagt, später nicht bewiesen werden kann.
Weil das Thema für PKV-Versicherte und -Interessierte sehr wichtig ist,
habe ich den Beitrag etwas ausführlich dargelegt. Überlegt euch den
Wechsel zur PKV gründlich! In der Regel rentiert sich das für einfache
Angestellte (Tarifbeschäftigte) nicht.
Ausnahmen: Man ist Beamter und als Privatversicherter
beihilfeberechtigt, d.h., daß der Staat bei Pensionären etwa 70% bis 80%
der Kosten übernimmt. Die PKV-Beiträge bleiben dadurch auch im Alter
bezahlbar (weil´s der Steuerzahler trägt). Oder man ist top fit und
gesund und bleibt das auch ;) und bleibt Single und wandert im Ruhestand
ins Ausland aus (dort gilt die dt. Krankenversicherungspflicht nicht,
aber landesspezifische Gesetze, die meistens günstigere
Versicherungsbedingungen bieten).
Laßt euch nicht von den anfangs geringen Beiträgen blenden! Das ist PKV
systembedingt, weil nach Risikoklassen kalkuliert wird. Junge haben ein
geringes Kostenrisiko und entsprechend gering sind die Beiträge. Diese
steigen mit dem Alter immer weiter an. Die Versicherungsvertreter
(=Verkäufer mit sehr hohen Provisionen) argumentieren mit den
Alterungsrückstellungen, mit deren Hilfe die Beiträge auch im Alter
gering bleiben sollen. Das sind Lügen!
Fazit: Für die meisten ist die PKV-Vollversicherung ungünstiger, als die
GKV. Wer meint, einzelne Risiken zusätzlich absichern zu wollen, soll
dafür eine private Zusatzversicherung abschließen. Die kann man einfach
wieder kündigen. Eine PKV-Vollversicherung kann man nicht einfach
kündigen, weil man dem Versicherer eine lückenlose Weiterversicherung
nachweisen muß, andernfalls ist die Kündigung wirkungslos. Das ist die
Falle!
Für PKV-Versicherte, die aus dieser Falle wieder möglichst schadlos
heraus kommen wollen, habe ich einige Tipps, die ich aber nicht
öffentlich preisgeben werde. Nur per Mail!
Und noch einmal: Eine PKV bedeutet rund 500.000€ gesetzlich erzwungene
Zahlungsverpflichtungen pro Person. Meistens wird der Verbleib in der
GKV die intelligentere Lösung sein.
Wünsche besinnliche und vernünftige Entscheidungen und
ein schönes und hoffentlich sonniges Wochenende!
Viele Grüsse Jo S.
Thomas O. schrieb:> Im meinem Umfeld gibts einen haufen Beamte und> da arbeiten die Frauen auf 450€ damit dann die Frau(und Kinder) nicht in> die teurer PKV einzahlen müssen sondern die Familienversicherung nutzen.
Halb richtig.
Die Ehefrau ist ab 451€ mtl. versicherungspflichtig und somit Mitglied
in der GKV. Die Kinder aber nicht, die müssen privat versichert werden,
weil das Versicherungssystem des Ehepartners gilt, der das höhere
Einkommen hat. Im Beispiel also der Beamte.
Sitis schrieb:> ... ist es immer noch besser als dieses> Ausgeliefert sein an eine Versicherung, und zwar aus folgenden Gründen:>> 1. Man kann mit einer PKV kein Geld sparen, im besten Fall kommt man> ähnlich wie bei der GKV raus.
Nein, die PKV ist im Regelfall immer teuerer.
> Die Leistungen sind nicht wirklich besser,
Die medizinisch sinnvollen Leistungen sind nicht besser. Die Ärzte
kassieren nur noch mehr ab.
> 4. Die Versicherungen stellen häufig> jede Behandlung in Frage, ob wirklich medizinisch notwendig. Vertraglich> festgelegte Leistungen werden somit immer auf die gleiche Weise in Frage> gestellt, was nur gerichtlich zu klären ist und viel Zeit und Nerv> kostet.
Das ist ein großes Problem, das vielen nicht bewußt ist. Als
PKV-Versicherter ist man Vertragspartner einerseits mit den Behandlern
(Ärzte und Kliniken) und andererseits mit der Versicherungsgesellschaft.
Zunächst muß der Patient die Rechnungen bezahlen und kann dann
versuchen, das Geld von der Versicherung zurück zu bekommen.
Es kommt häufig vor, daß die Versicherung den Betrag entweder überhaupt
nicht, oder nur teilweise bezahlen will. Mit der Gewissheit, daß der
Versicherte ihnen ausgeliefert ist, weil er weder zur GKV, noch zu einer
anderen PKV wechseln kann, nutzen sie diese unfairen Methoden ausgiebig.
> 5. Ärzte wollen einem alles "verkaufen" und man muss regelrecht ablehnen> um eine bestimmte Untersuchung nicht bezahlen zu müssen.
Das Medizinwesen ist ein sehr lukratives Gewerbe. Bei Kassenpatienten
können die Ärzte ohne Kontrolle anonym abrechnen. Und bei
Privatpatienten sind die Kostensätze höher, das verleitet zu
überflüssigen Untersuchungen und Behandlungen.
> Zum Glück kenne> ich medizinisch gut aus, so dass ich dies selber beurteilen konnte.
Aber die Ärzte kennen sich besser aus und wissen, wie sie dich zum
regelmäßig wieder kommenden Stammkunden machen können. ;)
>> Alles in Allem kann ich keinem eine PKV empfehlen, dann lieber> Leistungskürzung und bestimmte Dinge privat bezahlen. BEsser pro Monat> 100€ privat für die Gesundheit zurücklegen, statt auf ein> unkalkulierbare Zukunft zuzusteuern, bei der man seiner Versicherung für> immer ausgeliefert ist.
Volle Zustimmung!
Michael B. schrieb:> Du schummelst aber auch.
Nein!
Der Zuschuß der RV zur KV ist betragsmäßig gleich und hängt vom
Beitragssatz und der Rentenhöhe ab, egal ob:
- KV der Rentner, KVdR
- freiwillige GKV
- PKV
Bei der KVdR unterliegt nur die Rente der Beitragspflicht.
Bei der freiwilligen GKV werden alle Einkommen herangezogen.
Und der PKV-Beitrag ist einkommensunabhängig.
Bei z.B. 2.000€ Rente beträgt der maximale Zuschuß rund 150€ für jeden
der drei genannten Fälle.
Bei der freiwilligen GKV entspricht die Beitragshöhe dem der KVdR
bezogen auf die Rente. Für weitere Einkommen (auch Betriebsrenten) muß
der Versicherte 15,5% aus eigener Tasche bezahlen.
PKV: 550€ - 150€ Zuschuß der RV = 400€ Monatsbeitrag des Versicherten.
PS Für die KVdR muß man in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens zu
>90% gesetzlich versichert gewesen sein.
Jo S. schrieb:> Der Zuschuß der RV zur KV ist betragsmäßig gleich
Ja, das wurde nicht bestritten, was heisst deiner Meinung nach wohl
"Denselben Zuschuss".
Jo S. schrieb:> PKV: 550€ - 150€ Zuschuß der RV = 400€ Monatsbeitrag des Versicherten.
So ist's richtig (exemplarisch).
Du hast zuvor halte die (hier 150) unterschlagen.
Jo S. schrieb:> Bei der KVdR unterliegt nur die Rente der Beitragspflicht.
Und wieviel werden den in der KVdR versichert sein?
Denke es dürften nur 10% der Rentner sein!
@Jo S.
Also ich wäre an dem Trick schonungslos wieder herauszukommen
interessiert. Als akademischer Rat auf Zeit habe ich mich für die PKV
entschieden. Jetzt sieht es aber nicht so aus, dass ich auf Lebemszeit
verbeamtet bleibe. Was nun?
Als Angestellter werde ich sicherlich nicht einfach so unter der
Beitragsbemessungsgrenze landen...
Jo S. schrieb:> PS Für die KVdR muß man in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens zu>>90% gesetzlich versichert gewesen sein.
Das werden sie wohl in den nächsten Jahren streichen, um die GKV zu
sanieren.
Wissenschaftler schrieb:> @Jo S.>> Also ich wäre an dem Trick schonungslos wieder herauszukommen> interessiert. Als akademischer Rat auf Zeit habe ich mich für die PKV> entschieden. Jetzt sieht es aber nicht so aus, dass ich auf Lebemszeit> verbeamtet bleibe. Was nun?>> Als Angestellter werde ich sicherlich nicht einfach so unter der> Beitragsbemessungsgrenze landen...
Ohne Trick: Die Beitragsbemessungsgrenze ist nicht entscheidend, sondern
die Versicherungspflichtgrenze, die beträgt in 2017 57.600 €. Wird
auch als Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) bezeichnet. Wenn dein
vertragliches regelmäßiges Einkommen diesen Wert nicht überschreitet,
bist du in der GKV pflichtversichert.
Als Rat bist du in A13, als Angestellter in E13.
Beispiel TV-L West, E13 Stufe 4 --> 56.500 € ==> pflichtversichert
Erst ab Stufe 5 (63.500€) ist man versicherungsfrei und du müßtest in
der PKV bleiben. Da du aber diese Dienstaltersstufe noch nicht erreicht
haben wirst, ist für dich der Fall klar: Du wirst pflichtversichert in
der GKV.
und wie es es dann mit der Renterversicherungsthematik: Darf er dann in
die GdR eintreten? Das ist ja der dicke Batzen!
Ich habe es mir erspart, in die PKV zu wechseln, wiel Ich spät in den
Beruf gekommen bin und dann im Alter etwas mehr arbeiten muss, wenn die
RV hoch ist. Ich würde mich privat dumm und dämlich zahlen. Ich bin
jetzt gerade 50 und schon jetzt habe Ich Vorschläge der PKV die in
Richtung 550,- gehen!
Gesetztlich zahle ich momentan die Maxgrenze von 770,-! Die Differenz
von 220,- halbiert sich werden der Steuer schon auf 130,- also 1500 im
Jahr.
Ich werde wohl bis 63 arbeiten und mir mit 60 die privaten Rente
auszahlen lassen. Dann kriege ich aus der privaten II und der
gesetzlichen insgesamt nur 1800,- von der nicht viel zu versteuern sein
wird.
Claus M. schrieb:> Der Vorteil der PKV ist doch nicht die Chefarztbehandlung im KH. Die> kann man sich auch per billiger Zusatzversicherung kaufen. Der Vorteil> ist, dass ich morgen bei jedem Beliebigen Facharzt einen Termin bekommen> kann, während der Kassenpatient 8 Wochen wartet. Ebenso für MRT und so> weiter.
Ist doch blödsinn, den kriegt man mit AOK und Co auch.
Sollte ein Arzt sich weigern macht man den Termin über die
kassenärztliche Vereinigung aus. Die helfen einen dann den
entsprechenden Fachärzten einen Termin kurzfristig zu verpassen.
genervt schrieb:> Jo S. schrieb:> PS Für die KVdR muß man in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens zu> 90% gesetzlich versichert gewesen sein.>> Das werden sie wohl in den nächsten Jahren streichen, um die GKV zu> sanieren.
Das ist Kaffeesatzleserei; genauso könnte man mutmaßen, dass mit Kanzler
Schulz die PKV abgeschafft und eine Bürgerversicherung eingeführt wird.
Zumindest die Gruppe der Beitragszahler soll wohl erweitert werden, was
ich unterstütze. Es kann nicht sein, dass sich ein paar privilegierte
Eliten aus dem System ausklinken und auf Kosten der Anderen ihr eigenes
Süppchen kochen.
GV-Versicherter schrieb:> und wie es es dann mit der Renterversicherungsthematik: Darf er> dann in die GdR eintreten? Das ist ja der dicke Batzen!
Das hängt an den bereits erwähnten 90%, hier ein Artikel, der das gut
erklärt, inklusive Beispiel eines Ingenieurs, der sich zwischenzeitlich
selbständig gemacht hat:
http://www.finanztip.de/gkv/krankenversicherung-der-rentner/
Matthias W. schrieb:> Die helfen einen dann den> entsprechenden Fachärzten einen Termin kurzfristig zu verpassen.
Die schicken Dich aber dann zu den Ärzten, die nicht ausgelastet sind
und das sind die, wo keine hin will, weil sich Patienten auf Jameda oder
Sanego hinreichend über sie beschwert haben und das meist zurecht!
Wie in der Bundesliga gibt es auch unter Ärzten gute, sehr gute und
ausgezeichnete!
Es gibt nicht ohne Grund eine Reihe von Ärzten, die nur Privatpatienten
nehmen. Bei uns hier im Ort gibt es Haus mit HNO, Kieferspezialist und
Orthopädie! Das sind alles Fachärzte die ausschlißelich Private nehmen.
Zu denen hätte Ich 5min Fussweg. Stattdessen muss Ich schon für den
Hausarzt in den Nachbarort und beim Orthopäden 6-8 Wochen warten.
Weichbirne schrieb:> Bei uns hier im Ort gibt es Haus mit HNO, Kieferspezialist und> Orthopädie! Das sind alles Fachärzte die ausschlißelich Private nehmen.> Zu denen hätte Ich 5min Fussweg. Stattdessen muss Ich schon für den> Hausarzt in den Nachbarort und beim Orthopäden 6-8 Wochen warten.
Na dann zieh halt um, du Weichbirne! Oder bleib halt einfach gesund.
Qwertz schrieb:> genervt schrieb:>> Jo S. schrieb:>> PS Für die KVdR muß man in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens zu>> 90% gesetzlich versichert gewesen sein.>>>> Das werden sie wohl in den nächsten Jahren streichen, um die GKV zu>> sanieren.>> Das ist Kaffeesatzleserei; genauso könnte man mutmaßen, dass mit Kanzler> Schulz die PKV abgeschafft und eine Bürgerversicherung eingeführt wird.
Irgendwoher wird man das Geld holen müssen, ich sehe es am effektivsten,
wenn man die zusätzlichen Einkommen der Rentner hinzuzieht, da tut es
nicht weh (Es kann ja nicht sein, dass diese Teil des Einkommens dem
Solidarsystem entzogen bleibt ;) ). Die Rentner werden eh mehr und
zahlen wenig ein, in die PKV abhauen werden die auch nicht.
Was bleiben für Alternativen?
Beitragssatz hoch? => Mehr Kunden für die PKV.
Beitragsbemessunggrenze hoch? => Mehr Kunden für die PKV.
Jo S. schrieb:> Ohne Trick: Die Beitragsbemessungsgrenze ist nicht entscheidend, sondern> die Versicherungspflichtgrenze, die beträgt in 2017 57.600 €. Wird> auch als Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) bezeichnet. Wenn dein> vertragliches regelmäßiges Einkommen diesen Wert nicht überschreitet,> bist du in der GKV pflichtversichert.
Hallo Jo S.
ohne Trick wird es nicht gehen! Ich stimmt dir mit A13 und E13 soweit
zu. Allerdings werde ich sicherlich nicht im öffentl. Dienst angestellt
bleiben. Der Punkt ist: Wenn mein Vertrag als Beamter nicht verlängert
wird schaue ich mich in der freien Wirtschaft nach Alternativen um.
Das A13 Gehalt liegt ja netto in StK. I und nach Abzug der PKV bei ca.
3000 Euro netto pro Monat. Als Angestellter werde ich demnach ca. 5000
Euro brutto pro Monat verlangen. Das macht also ca. 60.000 Euro pro Jahr
und damit liege ich bereits oberhalb der JAEG. Rechnen wir noch
Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld dazu, wird der Unterschied noch
deutlicher.
Und davon mal ganz abgesehen als Promovierter mit erweiterter
Berufserfahrung halte ich ein Gehalt von über 5000 Euro brutto nicht für
unrealisitisch.
Um aufs Thema zurückzukommen: Steige ich irgendwo mit 60000 Euro ein,
dann muss ich ja in der PKV bleiben, auch als Angestellter. Also welche
Alternativen habe ich? Ein Konzern wird sich kaum darauf einlassen mir
erstmal weniger zu zahlen und im 2. Jahr dann deutlich mehr... Ich weiß
auch nicht, ob es ausreicht, wenn ich einfach 1-2 Monate mich arbeitslos
melden würde... Was ist dein Rat?
Du bist nicht der erste Verbeamtete auf Zeit der von der Uni als
Postdoc/o.ä. in die Privatwirtschaft wechselt. Da würde ich mich mal bei
einer Krankenkasse informieren, was für Möglichkeiten es gibt.
Wissenschaftler schrieb:> Ich weiß> auch nicht, ob es ausreicht, wenn ich einfach 1-2 Monate mich arbeitslos> melden würde
Arbeitslose bleiben auch in der PKV, so dumm ist der Staat dann dochh
nicht.
Wissenschaftler schrieb:> Als Angestellter werde ich demnach ca. 5000> Euro brutto pro Monat verlangen. Das macht also ca. 60.000 Euro pro Jahr> und damit liege ich bereits oberhalb der JAEG. Rechnen wir noch> Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld dazu, wird der Unterschied noch> deutlicher.>
Dein Ziel muß sein, unter die JAEG von 57.600€ zu kommen.
Beispiel
Annahme A13 Stufe 5, 4.200 € Monatsgehalt, kpl. Urlaub nehmen
Wechsel zum 1.8.17, 5.000 € " . kein Anspruch auf Sonderzahlung
7 * 4200€ = 29.400€
5 * 5000€ = 25.000€
--------
54.400€ (oder mehr bis nahe 57.600€) ----> GKV
Im Arbeitsvertrag eine Gehaltserhöhung nach der Probezeit (üblich 6
Monate) auf z.B. 5.500€ festschreiben.
Rechnung in 2018:
5.000€ + 55.000€ + ca. 5.500€ = 71.000€ (=übliches Doktorgehalt zum
Start)
> Steige ich irgendwo mit 60000 Euro ein,> dann muss ich ja in der PKV bleiben, auch als Angestellter.> Ein Konzern wird sich kaum darauf einlassen mir> erstmal weniger zu zahlen und im 2. Jahr dann deutlich mehr...
Wenn du mit einem Bruttoeinkommen so um die JAEG rechnest, dann regle
das so, daß du den Grenzwert unterschreitest. Das ist eine einfache,
unproblematische Lösung.
Selbstverständlich kannst du bei der Firma den Wunsch äußern, der PKV
entkommen zu wollen. Dann wird man dir auch entgegen kommen. Kann man
alles regeln!
> Ich weiß> auch nicht, ob es ausreicht, wenn ich einfach 1-2 Monate mich arbeitslos> melden würde... Was ist dein Rat?
Auch das ist möglich, aber davon rate ich dir ab. Die unschöne Lücke im
Lebenslauf ist das nicht wert.
Markus W. schrieb:> Mal so eine Frage:>> Kann man eigentlich die PKV-Beiträge auch voll von der Steuer absetzen,> oder kann man nur das absetzen, was auch die GKV wäre?
Man kann den Anteil der PKV absetzen den die Versicherung als den
ausweist, der nötig ist, um den Versicherungsschutz zu bieten, den eine
GKV bieten würde.
Wenn die PKV einem allerdings was von den Beiträgen zurückerstattet
greift Vater Staat gerne nachträgliche Steuern auf den vollen Betrag ab.
Markus W. schrieb:> Mal so eine Frage:>> Kann man eigentlich die PKV-Beiträge auch voll von der Steuer absetzen,> oder kann man nur das absetzen, was auch die GKV wäre?
Auch privat Versicherte können ihre Beiträge bei der Steuererklärung als
Vorsorgeaufwendungen absetzen, bei Beamten und Angestellten aber nur bis
zu einem Maximalbetrag von 1.900 Euro für Kranken- und
Pflegeversicherungsbeiträge (siehe Bürgerentlastungsgesetz von 2010).
Qwertz schrieb:> Markus W. schrieb:>> Mal so eine Frage:>>>> Kann man eigentlich die PKV-Beiträge auch voll von der Steuer absetzen,>> oder kann man nur das absetzen, was auch die GKV wäre?>> Auch privat Versicherte können ihre Beiträge bei der Steuererklärung als> Vorsorgeaufwendungen absetzen, bei Beamten und Angestellten aber nur bis> zu einem Maximalbetrag von 1.900 Euro für Kranken- und> Pflegeversicherungsbeiträge (siehe Bürgerentlastungsgesetz von 2010).
Eben nicht! Seit 2010 kann man in unbegrenzter Höhe absetzen. Das mit
den 1900 war vorher. Wohl auf die schnelle beim googeln nur
oberflächlich gelesen?!
Claus M. schrieb:> Eben nicht! Seit 2010 kann man in unbegrenzter Höhe absetzen. Das mit> den 1900 war vorher. Wohl auf die schnelle beim googeln nur> oberflächlich gelesen?!
Nein, die Absetzbarkeit ist auf 1.900 Euro pro Jahr für angestellte
Arbeitnehmer, die den Arbeitgeberzuschuss erhalten, gedeckelt (2.800
Euro im Jahr für Selbständige und Freiberufler).
Qwertz schrieb:> SelbständigeQwertz schrieb:> Claus M. schrieb:> Eben nicht! Seit 2010 kann man in unbegrenzter Höhe absetzen. Das mit> den 1900 war vorher. Wohl auf die schnelle beim googeln nur> oberflächlich gelesen?!>> Nein, die Absetzbarkeit ist auf 1.900 Euro pro Jahr für angestellte> Arbeitnehmer, die den Arbeitgeberzuschuss erhalten, gedeckelt (2.800> Euro im Jahr für Selbständige und Freiberufler).
Schwachsinn. Ist es nicht.
Igor schrieb:> Schwachsinn. Ist es nicht.
Wenn die reinen Kosten einer Basisabsicherung für KV+PV über dem
Maximalbetrag liegen, dann gilt dieser höhere Betrag für die
Absetzbarkeit.
Wissenschaftler schrieb:> Als Angestellter werde ich sicherlich nicht einfach so unter der> Beitragsbemessungsgrenze landen...
Mach Teilzeit für ein oder zwei Jahre.
Dann könntest du unter die BB-Grenze fallen!
Cha-woma M. schrieb:> Weichbirne schrieb:>> Bei uns hier im Ort>> Wo soll der Ort liegen wie drei Fachärzte in einem Haus residieren?
Ist nicht ungewöhnlich, hier sind es sogar weit mehr als 3, nennt sich
Facharztzentrum.