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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Gesetzlich oder privat krankenversichern?


Autor: looonat (Gast)
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Wir sind uns wohl alle einig, dass sowohl die GKV als auch die PKV in 
Zukunft Schwierigkeiten haben werden. Wie, wann und was dann passiert, 
kann keiner absehen.
MMn werden die privaten Versicherer mit allen Mitteln für ihre 
Interessen kämpfen und auch die Gruppe der privat Versicherten werden da 
wohl nicht so schlecht wegkommen. Schon alleine, weil die Politiker und 
Beamten privat versichert sind.

Als junger, lediger, gesunder Gutverdiener zocke ich diesbezüglich halt. 
Mal schauen, ob das gut geht...

Autor: Fabian F. (fabian_f55)
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Earl S. schrieb:
> Fabian F. schrieb:
>> Das Problem der GKV ist damit hausgemacht. Indem man alle möglichen
>> nicht-Zahler zurück in die GKV lässt, steigen die Beiträge für die
>> anderen immer weiter, was dann wiederrum die fleißigsten Zahler aus der
>> GKV treibt...
>
> meinst du wirklich, dass die paar Leute, die kurz vor 55 wieder in die
> GKV gehen, die Beiträge merklich in die Höhe treiben?

Das KV-System lebt davon, dass die meisten Menschen die meiste Zeit 
gesund sind. Diejenigen, die mit 54 aus der PKV flüchten, tun das im 
allgemeinen weil sie schwer krank sind und ihre Beiträge astronmisch. 
Die kommen dann also in die GKV, zahlen kaum einen Beitrag und kosten 
Fünf- bis Sechsstellige Beträge pro Jahr. Ein todkranker PKV-Rückkehrer 
konsumiert dann also die Beiträge von 10-15 durschnittszahlern. Das 
macht sich durchaus in den Kosten bemerkbar auch wenn es "nur" einige 
10.000 sind die so was machen.

> Oder erkenne ich
> da doch etwas Neid und Frust zwischen den Zeilen?
Wieso Neid? Ich bin selber in der PKV und könnte das auch machen. Käme 
mir aber nie in den Sinn.

> 11% der Versicherten sind in der PKV. Wenn davon 10% zurück wechseln,
> ist das gerade mal 1% der Versicherten. Die haben zwar keine Beiträge in
> die GKV bezahlt, aber auch keine Leistungen in Anspruch genommen.
Die meisten GKV-ler nehmen in jungen Jahren auch kaum Leistungen in 
Anspruch. Als ich noch in der GKV war, hatte ich einen SB-Tarif, und hab 
damit also einen überblick über die Kosten die ich verursache. Im 
Schnitt ca. 120€ pro Jahr.
> Ich
> glaube kaum, dass die das größte Problem der GKV darstellen.

Das größte Problem der KVs ist der Medizinische Fortschritt, der er zu 
immer absurderen Kosten erlaubt das Leben um wieder ein paar Monate zu 
verlängern (Selbst wenn man das gar nicht will). Mein Opa musste sich zu 
tode hungern um dem Irrsinn zu entgehen, weil die Ärzte ihm nicht helfen 
durften sein Leben zu beenden..

Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
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looonat schrieb:
> Wir sind uns wohl alle einig, dass sowohl die GKV als auch die PKV in
> Zukunft Schwierigkeiten haben werden. Wie, wann und was dann passiert,
> kann keiner absehen.
> MMn werden die privaten Versicherer mit allen Mitteln für ihre
> Interessen kämpfen und auch die Gruppe der privat Versicherten werden da
> wohl nicht so schlecht wegkommen. Schon alleine, weil die Politiker und
> Beamten privat versichert sind.

Die Interessen der privaten Versicherer sind nicht identisch mit den 
Interessen ihrer Versicherten.

>
> Als junger, lediger, gesunder Gutverdiener zocke ich diesbezüglich halt.
> Mal schauen, ob das gut geht...

Wenn Du das gesparte Geld zurücklegst, sollte es passen.

Gruss
Axel

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Fabian F. schrieb:
> Eine Voll-KV in Thailand kostet für einen 70-Jährigen Rentner ca.
> 400€/Monat.

Da gibt es doch bestimmt auch eine Thail-Kasko?

MfG Paul

Autor: Earl S. (Gast)
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Fabian F. schrieb:
> Diejenigen, die mit 54 aus der PKV flüchten, tun das im
> allgemeinen weil sie schwer krank sind und ihre Beiträge astronmisch.
> Die kommen dann also in die GKV, zahlen kaum einen Beitrag und kosten
> Fünf- bis Sechsstellige Beträge pro Jahr. Ein todkranker PKV-Rückkehrer
> konsumiert dann also die Beiträge von 10-15 durschnittszahlern.

warum sollten gerade die Kranken in die GKV wechseln wollen?
die Beiträge sind ja nicht vom Gesundheitszustand (außer zum Zeitpunkt 
des Eintritts) abhängig.
Er will also genau dann raus, wenn er die Leistungen der PKV in Anspruch 
nimmt, und in die GKV wechseln?

Autor: A. H. (ah8)
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Earl S. schrieb:
> Er will also genau dann raus, wenn er die Leistungen der PKV in Anspruch
> nimmt, und in die GKV wechseln?

Das Problem ist nur, dass die PKV die versprochenen Leistungen zum 
versprochenen Beitrag nicht mehr erbringen kann. Da das Kürzen von 
Leistungen keine Option ist müssen die Beiträge steigen und das nötigt 
viele zur Flucht. Steigende Beiträge sind übrigens keinesfalls Teil des 
Geschäftsmodells der privaten Krankenkassen, sondern ganz im Gegenteil 
ein Zeichen des Versagens ihres Geschäftsmodells. Denn wie berechnet 
sich denn eigentlich der Beitrag?

Wenn ich heute eine private Krankenversicherung abschließe, dann weiß 
die Kasse auf Grund meiner Krankengeschichte und ihren eigenen 
Patientendaten ziemlich genau, wie alt ich statistisch gesehen werden 
werde, welche Krankheiten ich bis dahin noch bekomme und was das ganze 
kostet. Diese Kosten rechnet sie zusammen, addiert ihre eigenen Kosten – 
dazu gehören unter anderem auch die Provisionen, von denen Leute wie ein 
gewisser Maschmeyer reich geworden sind – und den Gewinn, den sie mit 
mir machen möchte. Abgezogen werden die Kapitalerträge, die die zu 
bildenden Rücklagen erwirtschaften sollen. Was dann unterm Strich bleibt 
wird durch die Anzahl der bis zu meinem statistischen Lebensende 
verbleibenden Beitragsmonate geteilt und was dabei dann herauskommt ist, 
vereinfacht gesagt, mein monatlicher Beitrag. Der sollte dann 
inflationsbereinigt über die gesamte Laufzeit des Vertrages eigentlich 
konstant bleiben. So weit die Theorie.

In der Praxis kann das natürlich nur funktionieren, wenn die Prognosen, 
die der Versicherer zu Beginn der Laufzeit macht, am Ende auch 
zutreffen. Krankenversicherungen laufen aber über mehrere Jahrzehnte, 
gerne auch mal über ein halbes Jahrhundert oder mehr. Nun sollte aber 
jedem klar sein, dass der Versuch, die wirtschaftliche, soziale und 
demographische Entwicklung über ein halbes Jahrhundert vorhersagen zu 
wollen, nicht mehr sein kann als blanke Kaffeesatzleserei. Das kann 
niemand seriös tun und genau das fällt den privat Versicherten heute auf 
die Füße. Die privaten Kassen leiden genauso wie die gesetzlichen unter 
dem demographischen Wandel, zusätzlich aber noch unter der Finanzkrise. 
Auch privat Versicherte werden immer älter und verursachen im Alter 
immer höhere Kosten, die aber nie in die Beiträge eingepreist wurden. 
Zusätzliche bringen die Rücklagen längst nicht mehr die Zinsen, mit 
denen mal kalkuliert wurde. Steigende Kosten bei sinkenden Einnahmen, 
das kann natürlich nicht lange gut gehen. Anders als der gesetzlich 
Versicherte hat der privat Versicherte aber keine Solidargemeinschaft, 
die die Lasten schultern könnte. Er muss die einst zu niedrig 
kalkulierten Beiträge jetzt aus eigener Tasche nachzahlen und das bricht 
vielen das Genick.

Autor: Ingenieur de Luxe (Gast)
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Das Problem ist aber auch das der Selbstbedienung im Gesundheitssystem:

Nehmen wir mal folgendes Beispiel, das letztens bei Bekannten 
hochgekommen ist und das zeigt, wie innovativ Firmen und Ärzte mit dem 
Geld umgehen:

Man gründet eine Gemeinschaftspraxis, stellt sich einen Radiologen in 
Teilzeit an, der die Berechtigung hat, Diagnosen auf der Basis von 
Magnet-Resonanz-Tomographen und Röntegengeräten zu stellen. Der Arzt 
muss nicht Teilhaber oder Gründer sein, sondern nur auf der Gehaltsliste 
stehen und offiziell beratend tätig sein. Es muss auch nicht ständig 
vorort sein und etwa echte Diagnosen machen. Die Arbeit machen die 
Schwestern!

Nun braucht man nur noch eine MR-Anlage! Die bekommt man preisgünstig 
von Firma X, deren Namen ich nicht nennen darf. Die Firma X liefert eine 
sogenanntes "refurbished system" zum Preis von 2.3 Mio Euro, die über 
die hauseigene Bank finanziert werden. Der Gegenwert der Anlage betrug 
mal fast 4 Mio Euro, als sie ausgeliefert wurde. Auf der Webseite des 
Unternehmens ist die Anlage bei den alten Systemen auch noch genannt und 
genau beschrieben, was sie kann. Mit dieser veralteten Anlage macht man 
dann bei den Patienten Reihenuntersuchungen zu exakt demselben 
Kostensatz der Krankenkasse, wie er auch für neue Anlagen bezahlt würde, 
hat aber weniger Investition.

Und es kommt noch besser:

In den 2,3 Mio Euro stecken rund 200.000 an goodies, die den Ärzten 
zuteil werden. Neben aufwändigen Reisen ins Ausland zu angeblichen 
Schulungen mit kostenloser Unterbringung und Verpflegung stecken da auch 
andere Geschenke drin, die der Konzern sonst noch so produziert, die die 
Ärzte offiziell in der Praxis verwenden und real aber daheim dem 
Frauchen überreichen. Auch Möbel und Praxisausstattung wird da offiziell 
mitgeliefert, nur findet sich die 3800,- Euro teure Couch nicht im 
Wartezimmer, sondern im heimatlichen Wohnzimmer. Diese Kosten stecken 
aber alle in der Finanzierung der Grossanalage und werden steuerlich 
verrechnet. Da ist es dann auch einfach, sich von den ganzen 
eingenommenen Geldern, gleich zwei Porsche Cayenne vor die Haustüre zu 
stellen und für den Radiologen, der mehr durch Abwesenheit glänzt und 
dessen Parkplatz so gut wie nie belegt ist, fällt auch noch was ab.

So läuft das hier in der neuen Praxis für Radiodiagnostik, deren Namen 
ich ebenfalls nicht nennen kann.

Ein Bekannter hat mir sogar mal gesteckt, daß besagte Firma jedem 
Entscheider, der sich beim Kauf einer solchen Anlage für diese Firma 
entscheidet, noch eine schweizer Uhr oben drauf packt!

Da ist es klar, dass wegen jedem blauen Fleck gleich eine MR gemacht 
wird! Und damit der Hausarzt auch schön brav überweist, kriegt der auch 
noch das eine oder andere Geschenk zugeschanzt.

Braucht man sich nicht wundern, wenn wieder die Kassenbeiträge steigen!

Autor: xxx (Gast)
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A. H. schrieb:
> Jeder, der mir bisher eine private
> Krankenversicherung verkaufen wollte, tat das mit dem Argument der
> niedrigeren Beiträge bei gleichzeitig besseren Leistungen.

Das stimmt nur, wenn man allein ist. Als Familie muss jede Person extra 
versichert werden, das wird dann wahrscheinlich teurer sein als die GKV.

Ärzte rechnen mit PKV versicherte meist zum 2,5 fachen ab (bekommen also 
mehr für die gleiche Leistung). Für das "mehr" kann dann auch mal das 
ein oder andere teure Gerät angeschafft werden, das dann natürlich auch 
für die GKV versicherten verwendet wird.

Autor: xxx (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> Aber die hätten Beiträge gezahlt und aufgrund ihres Alter auch fast
> keine Leistungen in Anspruch genommen. Und das fehlt.

Warum soll das fehlen? Die GKVs sparen kein Geld, bzw. wenn tatsächlich 
mal zuviel Geld da ist, dann bedienen sich die Politiker und verwenden 
es für etwas anderes.

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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xxx schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Aber die hätten Beiträge gezahlt und aufgrund ihres Alter auch fast
>> keine Leistungen in Anspruch genommen. Und das fehlt.
>
> Warum soll das fehlen? Die GKVs sparen kein Geld, bzw. wenn tatsächlich
> mal zuviel Geld da ist, dann bedienen sich die Politiker und verwenden
> es für etwas anderes.

Das ist ja jetzt Quatsch, merkste selber, ne?

Autor: Schreiber (Gast)
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Earl S. schrieb:
> warum sollten gerade die Kranken in die GKV wechseln wollen?
> die Beiträge sind ja nicht vom Gesundheitszustand (außer zum Zeitpunkt
> des Eintritts) abhängig.
> Er will also genau dann raus, wenn er die Leistungen der PKV in Anspruch
> nimmt, und in die GKV wechseln?

Das nicht, aber viele Verträge haben einen hohen Selbstbehalt.

Man kann übrigens mit der PKV verhandeln, ob die einem eine günstige 
Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung anbieten, sofern man 
freiwillig in die GKV wechselt.
Das ist für den Versicherten und die PKV eine Win-Win Situation, 
besonders wenn teure Medikamente/sonstige Behandlungen benötigt werden.

Autor: Mar. Wa. (elektrowagi78) Benutzerseite
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Schreiber schrieb:
> Man kann übrigens mit der PKV verhandeln, ob die einem eine günstige
> Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung anbieten, sofern man
> freiwillig in die GKV wechselt.

?????

Was soll da mit der PKV verhandelt werden, um in die GKV 
einzutreten???

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Chris D. schrieb:
> Man darf natürlich auch nicht übersehen, dass in der PKV die
> Steigerungen teilweiser erheblich höher ausgefallen sind. Dadurch, dass
> die erwirtschafteten Kapitalerträge in den letzten Jahren massiv
> geschmolzen sind, steht da bei vielen (nicht bei allen) PKVs die
> Kalkulation auf sehr wackligen Beinen.
>
> Man muss im Vergleich also auch schauen, wo die PKV-beiträge 2017-2019
> stehen werden.

So wie es aussieht, hatte ich nicht ganz Unrecht. Die Niedrigzinsen 
beginnen jetzt offenbar durchzuschlagen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/private-...

"Nach Informationen der "Stuttgarter Nachrichten" und der "Stuttgarter 
Zeitung" werden die Sätze zum 1. Januar 2017 im Schnitt zwischen elf und 
zwölf Prozent steigen. Betroffen seien rund zwei Drittel der fast neun 
Millionen privat Versicherten."

Vermutlich ist das noch nicht das Ende der Fahnenstange - die 
Kapitalanlagen der PKVs sind ja eher langfristig angesiedelt. In den 
nächsten Jahren laufen immer mehr Altzinsverträge aus und diese finden 
kein Äquivalent mehr.

Diese Gefahren kapitalgedeckter Versicherungen (gilt ja auch für die 
Rente) spricht komischerweise kein Vertreter an ...

Autor: D. I. (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Diese Gefahren kapitalgedeckter Versicherungen (gilt ja auch für die
> Rente) spricht komischerweise kein Vertreter an ...

Tjo, dass die Privaten früher oder später ordentlich gemolken werden war 
abzusehen, aber wir GKV'ler kommen auch nicht ungeschoren davon, ... :/

Autor: MaWin (Gast)
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Schreiber schrieb:
> Man kann übrigens mit der PKV verhandeln, ob die einem eine günstige
> Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung anbieten, sofern man
> freiwillig in die GKV wechselt.
> Das ist für den Versicherten und die PKV eine Win-Win Situation

Was für einen Käse die Leute schreiben bloss um sich Schreiber zu 
nennen.

Angeblich war PKV doch der Gewinn, besser und billiger. Die GKV für die 
zwar sozial denkenden, aber für die Kapitalismusgier zu Dummen.

Autor: Marco (Gast)
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Die europäischen Südstaaten lassen Grüßen!

Wenn die Wirtschaft gut läuft müssten eigentlich auch die Zinsen 
dementsprechend sein. Dem ist aber nicht so.

Es wäre für gesamt Europa besser wenn diese EU rückabgewickelt werden 
würde - vor allem der EURO.
Im EU Parlament sind nur Idioten, und in der deutschen Politik sind 
nicht weniger Idioten unterwegs. Überwiegend Leute die noch nie etwas in 
ihrem Leben gearbeitet haben und überhaupt nicht wissen was das Wort 
bedeutet.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Marco schrieb:
> Wenn die Wirtschaft gut läuft müssten eigentlich auch die Zinsen
> dementsprechend sein. Dem ist aber nicht so.

Was noch?
Putin zum Ehrenbundespräsidenten ernennen?

Echt, hier gibt`s Leute im Forum!

Wir haben 0,0% Inflation, ein Wirtschaftswachstum von ca. 1,0%  und da 
wollen einige Zinsen sehen die über der Inflationsrate und dem 
Wirtschaftswachstum liegen?

Echt ökonomische Genie`s sind die def. nicht!

Autor: Fabian F. (fabian_f55)
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Chris D. schrieb:

> Vermutlich ist das noch nicht das Ende der Fahnenstange - die
> Kapitalanlagen der PKVs sind ja eher langfristig angesiedelt. In den
> nächsten Jahren laufen immer mehr Altzinsverträge aus und diese finden
> kein Äquivalent mehr.
>
> Diese Gefahren kapitalgedeckter Versicherungen (gilt ja auch für die
> Rente) spricht komischerweise kein Vertreter an ...

Wobei man sagen muss, dass die gesetzlichen auch immer teurer werden.
11% von 400€ sind 44€ mehr
Zusatzbeitrag von 0,2 auf 1% auch ca. 40€ ausmacht. Soo weil liegen da 
PKV und GKV also nicht auseinander.

Autor: Gästchen (Gast)
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Marco schrieb:
> Es wäre für gesamt Europa besser wenn diese EU rückabgewickelt werden
> würde - vor allem der EURO.
> Im EU Parlament sind nur Idioten, und in der deutschen Politik sind
> nicht weniger Idioten unterwegs. Überwiegend Leute die noch nie etwas in
> ihrem Leben gearbeitet haben und überhaupt nicht wissen was das Wort
> bedeutet.

Sehe ich absolut genau so. Was als eine ganz romantische Idee began die 
Frieden unter Europas Völker bringen sollte, entpuppt sich jetzt immer 
mehr zum grässlichen Selbstbedienungsladen der Lobbyisten, die auch noch 
gegen Demokratie und Menschenrechte wettern. Und da sollen sich die 
Bürger mit Reisefreiheit und dem allgemein gültigen Währung zufrieden 
geben.
Ach ja, falls es jemand nicht weiß: in EU ist die Todestrafe übrigens 
erlaubt, lest es selbst nach.

Autor: Benji (Gast)
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Gästchen schrieb:
> Was als eine ganz romantische Idee began die
> Frieden unter Europas Völker bringen sollte

Das Problem meiner Meinung nach ist die fehlende Idee, wo denn die Reise 
hingehen soll(te).

Wollen wir ein richtiges "Vereinigte Staaten von Europa" mit zentraler 
Regierung nach Washingtoner Vorbild oder wollen wir eine Freihandelszone 
mit Freizügigkeit?

Für ersteres haben wir zu schnell zu viele Länder aufgenommen mit zu 
unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Ansichten.
Sowas würde nur mit einer Hand voll Länder klappen die einigermasen die 
selben Werte vertreten und wirtschaftlich ungefähr auf Augenhöhe sind.
(Frankreich, England, Deutschland, Skandinavien etc).
Osteuropa hätte in so einem Konstrukt eher keinen Platz.

Für zweiteres haben die EU-Organe und Lobbyisten zu viel Einfluss. Wenn 
ich nur einen großen Binnenmarkt schaffen will kann ich ruhig viele 
kleine Länder, vor allem Osteuropäer dazu nehmen. Dadurch wird auch der 
Frieden gewahrt, aber ich hab nicht das Problem das "Nehmerstaaten" und 
politische Hardliner die ganze EU blockieren, wie jüngst oft geschehen. 
Die Nationalen Parlamente hätten weiterhin volle Befugnisse.

Wir haben jetzt aber eine EU die irgendwie alles sein will, und das 
macht bei den inhomogenen Staaten eben Probleme.

Aber ich drifte ab... ;-)

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Benji schrieb:
> Wollen wir ein richtiges "Vereinigte Staaten von Europa" mit zentraler
> Regierung nach Washingtoner Vorbild oder wollen wir eine Freihandelszone
> mit Freizügigkeit?

Es ist gleichgültig, was WIR wollen. Eben so gut könnten wir wollen, daß 
ein Perpetuum Mobile Wirklichkeit wird.

MfG Paul

Autor: S. K. (medberata) Benutzerseite
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Hans-Peter schrieb:
> Es sind mindestens 56.250 Euro. Das bekommt man nicht direkt am Anfang.
> Und wenn doch, dann stimmt deine Aussage "weil sie relativ wenig
> verdienen" nicht.

Doch, denn ich beziehe mich auf die, hier zu 55.000 entlohnt werden, 
während Gleichwertige 60k und mehr haben.

Autor: Elektron (Gast)
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S. K. schrieb:
> Hans-Peter schrieb:
>> Es sind mindestens 56.250 Euro. Das bekommt man nicht direkt am Anfang.
>> Und wenn doch, dann stimmt deine Aussage "weil sie relativ wenig
>> verdienen" nicht.
>
> Doch, denn ich beziehe mich auf die, hier zu 55.000 entlohnt werden,
> während Gleichwertige 60k und mehr haben.

Aber 55k ist doch bereits längst nicht mehr in der Kategorie "relativ 
wenig". 35k - 40k ist wenig!

Autor: Joe (Gast)
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Frag deine GKV nach einem Zusatztarif für alle Privatleistungen.

Ich bin damit am besten gefahren.

Joe

Autor: Joe2 (Gast)
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Frag deine GKV nach einem Zusatztarif für alle Privatleistungen.

Ich bin damit am besten gefahren.

Joe

Autor: fürn Hugo (Gast)
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es wird höchste Zeit für einen Generalstreik!

Autor: genervt (Gast)
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Autor: D. I. (Gast)
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Welch Wunder, dass es nur die gesetzlich Versicherten trifft:

http://www.achgut.com/artikel/fluechtlingskosten_d...

Autor: Claus M. (energy)
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Joe2 schrieb:
> Frag deine GKV nach einem Zusatztarif für alle Privatleistungen.

Gibt es nicht. Nur fürs Krankenhaus.

> Ich bin damit am besten gefahren.

Aha. Inwiefern? 700€ GKV + x€ Zusatzversicherung....

Autor: nur so (Gast)
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Gibt es sehr wohl, wobei ich nicht "alle Privatleistungem" schreiben 
würde.
Du solltest dich mal über das ambulante Kostenerstattungsverfahren 
informieren - Kostenerstattungsprinzip nach § 13 SGB V.
Dann schließt man einen ambulanten Kostenerstattungstarif ab (nicht bei 
der GKV sonder bei einem privaten Versicherer) und schon ist man im 
ambulanten Bereich Privatpatient.

Autor: genervt (Gast)
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D. I. schrieb:
> Welch Wunder, dass es nur die gesetzlich Versicherten trifft:
>
> http://www.achgut.com/artikel/fluechtlingskosten_d...

Was für eine Überraschung aber auch, damit konnte ja niemand rechnen!

Autor: Wutbürger (Gast)
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D. I. schrieb:
> Welch Wunder, dass es nur die gesetzlich Versicherten trifft:
>
> http://www.achgut.com/artikel/fluechtlingskosten_d...

Und wann gehen wir dagegen auf die Straße und zünden Autos an?

Autor: D. I. (Gast)
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Wutbürger schrieb:
> Und wann gehen wir dagegen auf die Straße und zünden Autos an?

Garnicht, im Gegensatz zur schwarz vermummten Berliner Division zum 
Erhalt der Autokonzerngewinne durch Wärmesanierung, sehe ich Gewalt 
nicht als adäquates Mittel zur Meinungsäußerung.

Autor: Wutbürger (Gast)
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Ich grundsätzlich auch nicht.

Die Atom-Gegner der 70er und die TTIP-Gegner der neuen 10er waren mit 
die größten Demoszenen die Deutschland je gesehen hat. Und haben nen 
müden Furz gebracht.*

Die französische Revolution dagegen hatte Erfolg.

*Atomstrom und wahrscheinlich TTIP haben sich zwar mittlerweile 
erledigt, aber das war nicht den Demos und Protesten zu verdanken.

Autor: genervt (Gast)
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Wutbürger schrieb:
> D. I. schrieb:
> Welch Wunder, dass es nur die gesetzlich Versicherten trifft:
> http://www.achgut.com/artikel/fluechtlingskosten_d...
>
> Und wann gehen wir dagegen auf die Straße und zünden Autos an?

Garnicht, wir diskutieren hier schön brav weiter, warum die GKV viel 
besser ist.

Autor: D. I. (Gast)
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genervt schrieb:
> Garnicht, wir diskutieren hier schön brav weiter, warum die GKV viel
> besser ist.

Nun ja, man sollte schon unterscheiden zwischen dem System und der 
Pervertierung desselbigen. Ist ja nicht so, dass die PKVler mangels 
genügender junger dummer Neuzugänge nicht auch zur Kasse gebeten werden.

Autor: Walter S. (avatar)
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Fabian F. schrieb:
> Der einzige
> Fall wo ich einen wechsel von PKV->GKV akzeptieren würde, ist wenn der
> Versicherer Pleite geht.

warum denn das, er kann ja in eine andere PKV

Autor: MaWin (Gast)
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D. I. schrieb:
> man sollte schon unterscheiden zwischen dem System und der
> Pervertierung desselbigen

Du meinst, so wie zwischen dem Sozialismus und der DDR ?

Elektron schrieb:
> Wer mehr Leistung will, kann dann oben drauf noch
> private Zusatzversicherungen abschließen. Das wäre meiner Meinung nach
> gerecht.

Aber das, was man 2-Klassen-Medizin nennt. Wer es sich leisten kann, 
bekommt die bessere Behandlung. Nicht, daß das nicht schon heute so 
wäre, wer es sich leisten kann bekommt sogar eine Niere aus Indien.

Sonja schrieb:
> dank der vielen privatversicheten profitieren auch Kassenpatienten
> davon..ansonsten gäbe es deutlich weniger kernspinsthomographe  z.b

Wow, wie verdreht sind offensichtlich die Gehirne mancher 
Werbelügengläubigen. Wie viele Besuche beim Gehirnklemptner muss man 
dafür von der PKV bezahlt bekommen ?

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Walter S. schrieb:
> Fabian F. schrieb:
>> Der einzige
>> Fall wo ich einen wechsel von PKV->GKV akzeptieren würde, ist wenn der
>> Versicherer Pleite geht.
>
> warum denn das, er kann ja in eine andere PKV

Nur zahlt der den die Altersrückstellungen nochmal!

Allgemein:

Die PKV ist tot.

Für AN ist sie  im Alter ein zusätzliches Armutsrisiko!

Wer kann  haut selbst als Lediger U50`er  aus der PKV  ab!

Und viel wichtiger ist gesund Leben und schauen das man mit Rente plus 
kleinen Nebenjob schnellstmöglich sich aus dem Netz der Muttikratie 
befreit.

Autor: genervt (Gast)
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Cha-woma M. schrieb:
> Die PKV ist tot.

Da reden wir dann in 5 Jahren noch mal drüber,  wenn der GKV-Beitrag die 
20%-Hürde durchschlägt.

Autor: Vino (Gast)
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> Wer kann  haut selbst als Lediger U50`er  aus der PKV  ab!

Das geht nur bis 55 - danach ist Essig.

Autor: Walter S. (avatar)
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genervt schrieb:
> Cha-woma M. schrieb:
>> Die PKV ist tot.
>
> Da reden wir dann in 5 Jahren noch mal drüber,  wenn der GKV-Beitrag die
> 20%-Hürde durchschlägt.

in den letzten Jahren ist er nicht Mal um einen Prozentpunkt gestiegen,
was genau passiert in den nächsten 5 Jahren damit er bis dahin um 5% 
steigt?

Autor: genervt (Gast)
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Dazu braucht keine 5% mehr, der Beitagssatz liegt teilweise schon bei 
16% und mehr.

Autor: Walter S. (avatar)
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genervt schrieb:
> Dazu braucht keine 5% mehr, der Beitagssatz liegt teilweise schon bei
> 16% und mehr.

bei der größten (AOK) sind es noch unter 16%, aber von mir aus:
warum 4 Prozentpunkte mehr in den nächsten 4 Jahren?

Autor: genervt (Gast)
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- mehr Rentner
- geringere Rente
- stagnierende Löhne bei den GKV Versicherten
- Versorgung der Flüchtlinge
- nächste Entlassungswelle
http://www.focus.de/finanzen/boerse/siemens-eon-vo...

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, es dürfte klar sein, wohin die Reise 
geht. Nach der Bundestagswahl kommen dann völlig überraschend die 
alternativlosen Erhöhungen.

Autor: MaWin (Gast)
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genervt schrieb:
> Da reden wir dann in 5 Jahren noch mal drüber,  wenn der GKV-Beitrag die
> 20%-Hürde durchschlägt.

Von deinen fiktiven 20% würde dann der Rentner 10% seiner Rente in die 
GKV einzahlen und die Rentenversicherung, eingesprungen für den 
Arbeitgeber, die anderen 10%.

Als Rentner zahlst du 600 EUR (+Inflation) in die PKV pro Person:

https://schlemann.com/wp-content/uploads/Beitragse...

Auch dort zahlt die Rentenversicherung 10% deiner Beiträge so daß du 
noch 300 Eigenanteil zahlen musst.

Du müsstest also mehr als 3000 EUR Rente netto beziehen, bevor die PKV 
billiger wäre als die GKV.

No way, als Angestellter kannst du keine so hohe Rente erzielen auch 
wenn du dein Leben lang mit exorbitant hohem Einkommen durcharbeitest, 
weil die Rentebeitragsgrenze nur maximal 2336 EUR (+Inflation) zulässt.

http://www.finanzen.de/altersvorsorge/rente-berechnen

Aber schön, daß wir darüber gsprochen haben, wie du dir selbst in die 
Tasche lügst.

Autor: dask8933 (Gast)
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Die Seite schlemann.com (welche da oben verlinkt ist) hat natürlich ein 
absolutes Interesse möglichst viele PKV Vollversicherungen zu verkaufen!

Der Vermittler bekommt schließlich an die 9 Monatsbeiträge (Bei 600 Euro 
/ Monat für einen leistungsstarken Tarif sprechen wir hier von 5.400 
Euro!!!!). Dementsprechend wird auf der Seite natürlich diese Story 
erzählt.

Habe mich vor einiger Zeit mit der PKV beschäftigt und jetzt wieder. Die 
Stimmungslage hat sich komplett gewandelt. War vor 10 Jahren noch vom 
Ende der GKV die Rede, ist jetzt überall vom Ende der PKV zu lesen. 
Hierzu auch mal das Dokument von wikileaks zum Zustand der PKV lesen 
(google is your friend).

Ich kenne in meinem Umfeld sehr viele Gutverdiener - da haben maximal 
10% von den "jüngeren" noch eine PKV Vollversicherung abgeschlossen 
(meist vom Versicherer angedreht von wegen "ist billiger"). Der Rest 
macht GKV plus Zusatzversicherung nach Wunsch.

Davon sind übrigens 3 Ärzte unterschiedlicher Disziplinen auch noch 
dabei. Grundtenor von allen dreien war: Sie haben Überversorgungen 
gesehen, welche nicht nötig war und nicht zum wohle des Patienten sind. 
GKV ausreichend ihrer Meinung nach.

Autor: Walter S. (avatar)
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genervt schrieb:
> - mehr Rentner
> - geringere Rente
> - stagnierende Löhne bei den GKV Versicherten
> - Versorgung der Flüchtlinge
> - nächste Entlassungswelle

das war aber in den letzten 12 Jahren auch nicht anders (bis auf die 
Flüchtlinge für die aber auch der Steuerzahler in Form von Zuschüssen 
des Bundes zahlt), daher auch eine Steigerung, aber eben 1% in 12 
Jahren, warum also so urplötzlich 4% in 4 Jahren?
Das es langfristig so kommen wird mag sein, aber deine Zahlen sind 
einfach ohne Grund aus den Fingern gesaugt.
Wieviel wettest Du auf deine Prognose, ich würde mir gerne in 4 Jahren 
ein Zubrot verdienen.

Autor: genervt (Gast)
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Walter S. schrieb:
> genervt schrieb:
> - mehr Rentner
> - geringere Rente
> - stagnierende Löhne bei den GKV Versicherten
> - Versorgung der Flüchtlinge
> - nächste Entlassungswelle
>
> das war aber in den letzten 12 Jahren auch nicht anders (bis auf die
> Flüchtlinge für die aber auch der Steuerzahler in Form von Zuschüssen
> des Bundes zahlt), daher auch eine Steigerung, aber eben 1% in 12
> Jahren, warum also so urplötzlich 4% in 4 Jahren?
> Das es langfristig so kommen wird mag sein, aber deine Zahlen sind
> einfach ohne Grund aus den Fingern gesaugt.
> Wieviel wettest Du auf deine Prognose, ich würde mir gerne in 4 Jahren
> ein Zubrot verdienen.

Kannst ja mal eine Gegenprognose machen und wir schauen dann am 1.1.2022 
nach, wo wir wie gelandet sind.

Was denkst du, wie hoch der Beitragssatz steigt?

Autor: genervt (Gast)
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MaWin schrieb:
> Du müsstest also mehr als 3000 EUR Rente netto beziehen, bevor die PKV
> billiger wäre als die GKV.
>
> No way, als Angestellter kannst du keine so hohe Rente erzielen auch
> wenn du dein Leben lang mit exorbitant hohem Einkommen durcharbeitest,
> weil die Rentebeitragsgrenze nur maximal 2336 EUR (+Inflation) zulässt.
>
> http://www.finanzen.de/altersvorsorge/rente-berechnen
>
> Aber schön, daß wir darüber gsprochen haben, wie du dir selbst in die
> Tasche lügst.

Man hat ja nicht nur die GRV im Alter, da wäre man ja erledigt.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Walter S. schrieb:
> das war aber in den letzten 12 Jahren auch nicht anders (bis auf die
> Flüchtlinge für die aber auch der Steuerzahler in Form von Zuschüssen
> des Bundes zahlt), daher auch eine Steigerung, aber eben 1% in 12
> Jahren, warum also so urplötzlich 4% in 4 Jahren?

Der Bund zahlt soviel wie er für einen Harzie zahlt!
"
nach dem SGB V ist der Beitrag pro ALG II-Empfänger aufgrund von 20, 6 % 
der Bezugsgröße, d.h. im Jahre 2016 von 2905 EUR, also ca. 600 EUR zu 
berechnen. Für diese ca. 600 EUR gilt der ermäßigte Beitragssatz von 14% 
(statt 14,6%). Hinzu kommt der durchschnittliche Zusatzbeitrag von zzt. 
1,1 %. Also: das Amt zahlt an die Kasse ca. 15,6% von 600 EUR , also ca. 
94 EUR/Monat.
"

Also, dann kannste dir ausrechnen was die GKV dann umlegen muß von den 
gesetzlich Versicherten auf die "Refugees"!

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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genervt schrieb:
> Man hat ja nicht nur die GRV im Alter, da wäre man ja erledigt.

Bei dir rückt das Ende der Fahnenstange immer näher!

Autor: genervt (Gast)
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MaWin schrieb:
> genervt schrieb:
>> Da reden wir dann in 5 Jahren noch mal drüber,  wenn der GKV-Beitrag die
>> 20%-Hürde durchschlägt.
>
> Von deinen fiktiven 20% würde dann der Rentner 10% seiner Rente in die
> GKV einzahlen und die Rentenversicherung, eingesprungen für den
> Arbeitgeber, die anderen 10%

Btw. Dir ist schon klar, dass das in der Summe recht wenig ist? Kleine 
Rente und hohe Gesundheitskosten, das treibt die Beiträge hoch.

Autor: MaWin (Gast)
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genervt schrieb:
> Man hat ja nicht nur die GRV im Alter, da wäre man ja erledigt

Au weia wie blöd ist das denn...

Wenn man im Alter auch noch selbstangesparte Rücklagen hat von denen man 
leben kann, dann zahlt man für die 0.0% GKV.

Damit bleiben die Kosten der PKV im Alter (bei dem für die PKV 
Versicherer sicher nicht schlechten Beispiel der Signal-Iduna, stammt ja 
von einer Werbeseite von denen) immer noch höher als jeder GKV Beitrag.

Und das bei nur einer Person. Mit Ehefrau sieht das natürlich noch 
schlimmer aus. Hast du aber nicht, daher nicht eingerechnet.

Autor: genervt (Gast)
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MaWin schrieb:
> genervt schrieb:
>> Man hat ja nicht nur die GRV im Alter, da wäre man ja erledigt
>
> Au weia wie blöd ist das denn...
>
> Wenn man im Alter auch noch selbstangesparte Rücklagen hat von denen man
> leben kann, dann zahlt man für die 0.0% GKV.

Betriebsrente.... voller Satz bis zur Beitragsbemessungsgrenze.

Aber was will ich schon erwarten von einem, der ein eingefahrenes 
Weltbild hat.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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genervt schrieb:
> Aber was will ich schon erwarten von einem, der ein eingefahrenes
> Weltbild hat.

Solange dein Weltbild eine Scheibe ist, ist ja alles Banane!

Autor: Mar. Wa. (elektrowagi78) Benutzerseite
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Was bin ich doch so froh, dass ich keine PKV habe. Was bin ich doch so 
froh!

Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
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Fairerweise muss man natürlich zugestehen, dass bei konstanter 
Prozentzahl der Beitragssatz in der GKW trotzdem steigt, weil von jeder 
Lohnerhöhung automatisch um die 14% in der GKV landen. Die PKV muss 
dafür die Beträge formal erhöhen.

Damit war es auch möglich, die Beitragssätze in der GKV konstant zu 
halten, die Gehälter sind in den letzten Jahren eben doch absolut 
gestiegen.

Gruss
Axel

Autor: Claus M. (energy)
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Axel L. schrieb:
> Fairerweise muss man natürlich zugestehen, dass bei konstanter
> Prozentzahl der Beitragssatz in der GKW trotzdem steigt, weil von jeder
> Lohnerhöhung automatisch um die 14% in der GKV landen.

Aber nur, wenn man noch nicht den Spitzensatz zahlt. Und für jemanden 
der in die PKV wechseln kann trifft das zu.

Autor: tivvhbuohzbhff (Gast)
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Dafür werden die Beitragsbemessungsgrenzen jedes Jahr erhöht, meist 
übrignes auch deutlich über Inflationsniveau

Autor: Elektron (Gast)
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tivvhbuohzbhff schrieb:
> Dafür werden die Beitragsbemessungsgrenzen jedes Jahr erhöht,
> meist übrignes auch deutlich über Inflationsniveau

Die BBG der gesetzlichen Krankenversicherung werden aber nicht 
willkürlich oder nach Inflationsrate erhöht, sondern nach der 
allgemeinen Entwicklung der Löhne. Im Jahr 2007 blieb sie zum Beispiel 
unverändert, und 2011 wurde sie sogar einmal um 450€ herunter gesetzt.

Also die letzten 10 Jahre lag ich mit meinen Lohnsteigerungen immer 
deutlich über dem Prozentsatz der BBG-Erhöhung. Die durchschnittliche 
jährliche Erhöhung der letzten 10 Jahre beträgt 1,92% (die 2,42% für 
2017 bereits eingerechnet).

Autor: MaWin (Gast)
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Autor: Claus M. (energy)
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MaWin schrieb:
> 
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/priva...

Der Text stützt sich doch darauf, dass so viele von der PKV in die GKV 
"gewechselt" wären. Da so ein Wechsel nicht einfach so möglich ist, ist 
es für mich keinesfalls ein Indiz dafür, dass die PKV-Versicherten das 
System fluchtartig verlassen. Es könnte z.B. viel eher sein dass 
Personen die Arbeitslos geworden sind aufgrund der Lohndrückerei und dem 
Überangebot an Arbeitskräften keine adäquat bezahlte Anstellung mehr 
gefunden haben und somit in die GKV wechseln MUSSTEN.

Autor: Masl (Gast)
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Was eigentlich ne Sauerei ist.
Erst sparen wollen bzw. günstig bessere Leistungen abgreifen und dann 
von der Solidaritätsgemeinschaft, von der man sich ausgeklinkt hat, 
wieder unterstützen lassen.

Autor: Jlagreen (Gast)
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MaWin schrieb:
> No way, als Angestellter kannst du keine so hohe Rente erzielen auch
> wenn du dein Leben lang mit exorbitant hohem Einkommen durcharbeitest,
> weil die Rentebeitragsgrenze nur maximal 2336 EUR (+Inflation) zulässt.
>
> http://www.finanzen.de/altersvorsorge/rente-berechnen
>
> Aber schön, daß wir darüber gsprochen haben, wie du dir selbst in die
> Tasche lügst.

Komischer Rechner, laut meinem DRV Bescheid werden mir >2800€ Rente mit 
67 prognostiziert.

Und die maximale Rente kann definitiv über 2336 EUR liegen, da sie an 
die Rentenpunkte gekoppelt ist. Aktuell gibt es bis zu 2,05 p.a., d.h. 
wenn ein Punkt aktuell 30,45 EUR wert ist, dann bedeuten 2336 EUR ~38 
Jahre über der BBG.

Bei mir ist es so, dass ich 32 bin und seit dem 27ten über der BBG für 
die GRV bin und damit über 2 Pkte p.a. bekomme. Das bedeutet theoretisch 
82 Pkte. Dazu habe ich bereits mit 19 in die GRV eingezahlt, da ich dual 
studiert habe, was vielleicht nochmal >10 Pkte ausmacht. Auch als 
Schüler habe ich schon SV-Beiträge gezahlt aufgrund von mehreren 
Nebenjobs. Ergo glaube ich eher der DRV als deinem Rechner.

Ansonsten finde ich deine Rechnung interessant. Ich habe neben der Rente 
noch eine Betriebsrente (aktuell ~100k gebildetes Kapital erwartet) und 
eine Riesterrente (min. 80k eingezahlt) sowie eine Privatrente 
(Einzahlung ~60k). D.h. ohne Zinsen sollte sich da 240k sammeln, was auf 
30 Jahre >650 EUR mtl. Entnahme ergibt. Damit hätte ich ~3400 EUR Brutto 
Einnahmen, was Netto so 2000 EUR für die PKV ausmacht (ich rechne mit 
hohen Abgaben im Alter aufgrund hoher Gesamteinnahmen). Mit Zinsen 
entsprechend mehr. Sollte das nicht für die PKV reichen, habe ich wohl 
wirklich Pech gehabt.

Ansonsten zum Leben als Rentner selbst bin ich sowieso schon mietfrei 
unterwegs und baue seit ein paar Jahren ordentlich Vermögen auf. Dagegen 
sind die o.g. Zahlen eher klein. Mein Ziel ist es als Rentner Millionär 
zu sein und das als Angestellter zu erreichen. Mit dem IGM Unternehmen 
im Nacken und dem richtigen Umgang mit Geld sehe ich da keine 
Hindernisse. Nach aktueller Hochrechnung schaffe ich es selbst ohne 
Zinsen, aber da ich an der Börse investiere, erwarte ich entsprechend 
exponentielles Wachstum auf die nächsten Jahrzehnte.

Daher bin ich bzgl. Alter sehr gelassen und das selbst mit der achso 
schlimmen PKV. In diese habe ich übrigens schon mit 26 gewechselt und ja 
ich gebe zu dies aus finanziellen Gründen gemacht zu haben. 
Dementsprechend werden allein schon die Rückstellungen ordentlich 
abfedern und aus der Differenz habe ich den Riestervertrag abgeschlossen 
mit der vollen Absicht daraus die PKV zu bedienen. Die Steuererstattung 
der Riesterrente wird dann wiederum in das Dividenden-Depot investiert. 
Die PKV selbst ist selbst jetzt noch ziemlich günstig, da Eigenbeitrag 
~200€ (voller Beitrag 400€) und ich 5x Monatsbeiträge + Grunderstattung 
zurück erhalte. In 2015 gab es >2400€ zurück, so dass mich die PKV 
unterm Strich in Hinblick auf den AG-Beitrag nichts gekostet hat. 
Allerdings hatte ich natürlich Kosten, wobei diese sich so auf ~600€ 
p.a. bzw. dann 50€ pro Monat beliefen, das sind mal eben >300€ weniger 
als GKV.

Ich bin übrigens bei der SIGNAL IDUNA falls das interessiert. Noch habe 
ich meinen Beitrag für 2017 nicht erhalten, d.h. da könnte noch eine 
böse Überraschung kommen. Aber selbst wenn es um >10% steigt, die 
Erstattung steigt ja mit, so gesehen halb so wild :P

Cha-woma M. schrieb:
> meine Erfahrungen:
> Privat ist nett solange die Kosten unter der GKV liegen.
> Ab 50 Jahren sollte man "sofort" in der GKV sein!
> Wr heute als Ü50 in der PKV ist, der darf def. nicht "normaler"
> Arbeitnehmer sein!

Dazu müsste ich ja weniger verdienen, was für ein Quatsch. Ich verdiene 
ja Stand heute schon deutlich über der BBG. Und ich behaupte mal, dass 
IGM Löhne schneller steigen als die allgemeine KV BBG. In 20 Jahren 
müsste ich dann vermutlich auf >50% meines Gehalts verzichten, um in die 
GKV zu wechseln. Welcher Vollidiot macht denn sowas?!

Autor: Claus M. (energy)
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Jlagreen schrieb:
> Dazu müsste ich ja weniger verdienen, was für ein Quatsch. Ich verdiene
> ja Stand heute schon deutlich über der BBG. Und ich behaupte mal, dass
> IGM Löhne schneller steigen als die allgemeine KV BBG.

Aber was passiert, wenn dein tolles IGM Unternehmen deinen Bereich 
morgen dicht macht, weil die Rendite nicht mehr stimmt? Dann stehst du 
auf der Straße und darfst als Konzern-Soldat, der seit er 27 ist nur mit 
PP und Doors gewurschtelt hat dich beim Verleiher für ein drittel deines 
bisherigen Lohnen einreihen.

Autor: MaWin (Gast)
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Jlagreen schrieb:
> Komischer Rechner, laut meinem DRV Bescheid werden mir >2800€ Rente mit
> 67 prognostiziert.

Wahrscheinlich liest du fälschlicherweise die Zahlen unter Einberechnung 
einer angenommenen Inflation.

Jlagreen schrieb:
> Bei mir ist es so, dass ich 32 bin...
> ...(aktuell ~100k gebildetes Kapital erwartet) und
> eine Riesterrente (min. 80k eingezahlt) sowie eine Privatrente
> (Einzahlung ~60k)....
> ... Leben als Rentner selbst bin ich sowieso schon mietfrei

Merkwürdige Zahlen, mit 32 also schon ein Haus, dazu 1/4 Million 
Vermögen, sorry, das klingt absolut unglaubwürdig, und sicher nicht als 
realistisches Beispiel für den Rest der deustchen Bevölkerung. Die halt 
als abgeschlossener Student eher mal 32000 EUR Schulden....

> Mein Ziel ist es als Rentner Millionär zu sein

Bist du wahrscheilich auch, so wie Draghi die Billionen druckt, bloss 
was dein und mein Geld dann noch wert ist...

Autor: genervt (Gast)
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tivvhbuohzbhff schrieb:
> Dafür werden die Beitragsbemessungsgrenzen jedes Jahr erhöht,
> meist übrignes auch deutlich über Inflationsniveau

Man muss die Leute ja davon abhalten, abzuhauen.

Autor: Jo S. (joo)
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Richtiger Selbständiger schrieb:
> Wolfgang S. schrieb:
>> Oder mit 45 Jahren, verheiratet und zwei Kinder?
>
> Ich habe das vor 3 Jahren gemacht: 428,- monatlich ohne Kinder. Die
> gingen extra. Da ich keine habe, wäre das noch ein gutes Geschäft.
>
> Letzter Wert heute: 517 Euro monatlich. Wenn ich nicht krank werde,
> bekomme ich 2 Monate zurück. Ich zahlte also 5170 im Jahr. Da ich aber
> sehr wohl krank werde, zahle ich wohl die vollen 6500,- und ich habe
> noch die Verwaltung mit dem Vorstrecken und dem Einreichen, also nochmal
> einige Stunden Arbeit.
>
> Momentan zahle ich 7800,- KV/PV - aber das geht nur noch maximal 15
> Jahren, danach ist Rente! Da ich im Alter kaum Rente kriege als
> Selbständiger, zahle ich den Minimalsatz und spare bis zum Lebensende
> Tausende im Jahr.

Der Beitrag ist zwar schon alt, aber ich befürchte, daß du einem 
schwerwiegenden Irrtum erliegen bist. Und das ist auch für andere 
PKV-Versicherte sehr wichtig, bzw. für jene, die einen Wechsel 
überlegen.

Wahrscheinlich hat dir der Versicherungsvertreter diesen angeblichen 
Trick augenzwinkernd verraten. Das ist eine häufig benutzte Lüge dieser 
Provisionsgeier.

Welchen "Minimalsatz" meinst du? Meinst du den Basistarif, den die PKV 
den 55+ Versicherten anbieten müssen - Monatsbeitrag ca. 550€ pro 
Person?

Oder hat dir der Versicherungsheini weismachen wollen, daß du als 
Rentner ganz einfach zur GKV wechseln kannst und dann nur den geringen 
Beitrag aus der Rente bezahlen mußt?

Grundsätzlich darf man nur bis vor dem 55. Geburtstag zur GKV zurück 
wechseln, wenn man die Voraussetzungen erfüllt, GVK-pflichtversichert zu 
sein, also als Arbeitnehmer weniger als die GKV-Einkommensgrenze zu 
verdienen. Selbst dann darf man als Rentner nicht im 
einkommensbemessenen GKV-System verbleiben ("Krankenversicherung der 
Rentner", KVdR), sondern kann nur die freiwillige GKV mit einem 
Mindestbeitrag von z.Z. ca. 170€ nutzen. Der Beitrag berechnet sich nach 
dem Gesamteinkommen, also inkl. evtl. Mieteinnahmen, Kapitalerträge, 
Betriebsrente, etc..

Im Regelfall wird ein PKV-Versicherter auch während der Rentenzeit in 
der PKV verbleiben müssen. Abgesehen vom bereits genannten Basistarif 
kostet einem 65-Jährigen die PKV rund 700€ Monatsbeitrag pro Person, 
aber nur dann, wenn man >30 Jahre bei der selben Versicherung war und 
entsprechen hohe Altersrückstellungen angesammelt hat. Ohne diese muß 
man mit 1000€ Beitrag je Person rechnen. Da im PKV-System nach dem 
Risiko (Alter) kalkuliert wird, steigen die Beiträge im Alter stark an.

Die PKV ist für Ältere ein Existenzrisiko!

Es wurden bereits hunderttausende Menschen in den Ruin getrieben, weil 
sie die horrenden Beiträge im Alter nicht mehr bezahlen konnten. In 
Deutschland haben wir die Versicherungspflicht, d.h., man muß die 
PKV-Beiträge bezahlen, weil man nicht mehr in die GKV zurück kann. Man 
haftet für die Beiträge mit dem gesamten Einkommen und Vermögen.

Das Risiko ist den meisten Leuten nicht bewußt und die 
Versicherungsgauner sind geschult, um Bedenken zu zerstreuen. Das sind 
alles Lügen, die aber quasi legal sind, weil alles was der Profitgeier 
sagt, später nicht bewiesen werden kann.

Weil das Thema für PKV-Versicherte und -Interessierte sehr wichtig ist, 
habe ich den Beitrag etwas ausführlich dargelegt. Überlegt euch den 
Wechsel zur PKV gründlich! In der Regel rentiert sich das für einfache 
Angestellte (Tarifbeschäftigte) nicht.

Ausnahmen: Man ist Beamter und als Privatversicherter 
beihilfeberechtigt, d.h., daß der Staat bei Pensionären etwa 70% bis 80% 
der Kosten übernimmt. Die PKV-Beiträge bleiben dadurch auch im Alter 
bezahlbar (weil´s der Steuerzahler trägt). Oder man ist top fit und 
gesund und bleibt das auch ;) und bleibt Single und wandert im Ruhestand 
ins Ausland aus (dort gilt die dt. Krankenversicherungspflicht nicht, 
aber landesspezifische Gesetze, die meistens günstigere 
Versicherungsbedingungen bieten).

Laßt euch nicht von den anfangs geringen Beiträgen blenden! Das ist PKV 
systembedingt, weil nach Risikoklassen kalkuliert wird. Junge haben ein 
geringes Kostenrisiko und entsprechend gering sind die Beiträge. Diese 
steigen mit dem Alter immer weiter an. Die Versicherungsvertreter 
(=Verkäufer mit sehr hohen Provisionen) argumentieren mit den 
Alterungsrückstellungen, mit deren Hilfe die Beiträge auch im Alter 
gering bleiben sollen. Das sind Lügen!

Fazit: Für die meisten ist die PKV-Vollversicherung ungünstiger, als die 
GKV. Wer meint, einzelne Risiken zusätzlich absichern zu wollen, soll 
dafür eine private Zusatzversicherung abschließen. Die kann man einfach 
wieder kündigen. Eine PKV-Vollversicherung kann man nicht einfach 
kündigen, weil man dem Versicherer eine lückenlose Weiterversicherung 
nachweisen muß, andernfalls ist die Kündigung wirkungslos. Das ist die 
Falle!

Für PKV-Versicherte, die aus dieser Falle wieder möglichst schadlos 
heraus kommen wollen, habe ich einige Tipps, die ich aber nicht 
öffentlich preisgeben werde. Nur per Mail!

Und noch einmal: Eine PKV bedeutet rund 500.000€ gesetzlich erzwungene 
Zahlungsverpflichtungen pro Person. Meistens wird der Verbleib in der 
GKV die intelligentere Lösung sein.

Wünsche besinnliche und vernünftige Entscheidungen und
ein schönes und hoffentlich sonniges Wochenende!

Viele Grüsse        Jo S.

Autor: Jo S. (joo)
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Thomas O. schrieb:
> Im meinem Umfeld gibts einen haufen Beamte und
> da arbeiten die Frauen auf 450€ damit dann die Frau(und Kinder) nicht in
> die teurer PKV einzahlen müssen sondern die Familienversicherung nutzen.

Halb richtig.

Die Ehefrau ist ab 451€ mtl. versicherungspflichtig und somit Mitglied 
in der GKV. Die Kinder aber nicht, die müssen privat versichert werden, 
weil das Versicherungssystem des Ehepartners gilt, der das höhere 
Einkommen hat. Im Beispiel also der Beamte.

Autor: Jo S. (joo)
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Sitis schrieb:
> ... ist es immer noch besser als dieses
> Ausgeliefert sein an eine Versicherung, und zwar aus folgenden Gründen:
>
> 1. Man kann mit einer PKV kein Geld sparen, im besten Fall kommt man
> ähnlich wie bei der GKV raus.

Nein, die PKV ist im Regelfall immer teuerer.

> Die Leistungen sind nicht wirklich besser,

Die medizinisch sinnvollen Leistungen sind nicht besser. Die Ärzte 
kassieren nur noch mehr ab.

> 4. Die Versicherungen stellen häufig
> jede Behandlung in Frage, ob wirklich medizinisch notwendig. Vertraglich
> festgelegte Leistungen werden somit immer auf die gleiche Weise in Frage
> gestellt, was nur gerichtlich zu klären ist und viel Zeit und Nerv
> kostet.

Das ist ein großes Problem, das vielen nicht bewußt ist. Als 
PKV-Versicherter ist man Vertragspartner einerseits mit den Behandlern 
(Ärzte und Kliniken) und andererseits mit der Versicherungsgesellschaft. 
Zunächst muß der Patient die Rechnungen bezahlen und kann dann 
versuchen, das Geld von der Versicherung zurück zu bekommen.

Es kommt häufig vor, daß die Versicherung den Betrag entweder überhaupt 
nicht, oder nur teilweise bezahlen will. Mit der Gewissheit, daß der 
Versicherte ihnen ausgeliefert ist, weil er weder zur GKV, noch zu einer 
anderen PKV wechseln kann, nutzen sie diese unfairen Methoden ausgiebig.

> 5. Ärzte wollen einem alles "verkaufen" und man muss regelrecht ablehnen
> um eine bestimmte Untersuchung nicht bezahlen zu müssen.

Das Medizinwesen ist ein sehr lukratives Gewerbe. Bei Kassenpatienten 
können die Ärzte ohne Kontrolle anonym abrechnen. Und bei 
Privatpatienten sind die Kostensätze höher, das verleitet zu 
überflüssigen Untersuchungen und Behandlungen.

> Zum Glück kenne
> ich medizinisch gut aus, so dass ich dies selber beurteilen konnte.

Aber die Ärzte kennen sich besser aus und wissen, wie sie dich zum 
regelmäßig wieder kommenden Stammkunden machen können.   ;)
>
> Alles in Allem kann ich keinem eine PKV empfehlen, dann lieber
> Leistungskürzung und bestimmte Dinge privat bezahlen. BEsser pro Monat
> 100€ privat für die Gesundheit zurücklegen, statt auf ein
> unkalkulierbare Zukunft zuzusteuern, bei der man seiner Versicherung für
> immer ausgeliefert ist.

Volle Zustimmung!

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Jo S. schrieb:
> Welchen "Minimalsatz" meinst du? Meinst du den Basistarif, den die PKV
> den 55+ Versicherten anbieten müssen - Monatsbeitrag ca. 550€ pro Person?
Jo S. schrieb:
> kann nur die freiwillige GKV mit einem Mindestbeitrag von z.Z. ca. 170€ nutzen

Du schummelst aber auch.

https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenka...

Die 170 sind vermutlich 393,82 von denen der Rentenversicherer knapp die 
Hälfte bezahlt.
Denselben Zuschuss gibt er aber auch zu PKV Beiträgen, dann bleibt nicht 
die Hälfte an dir hängen aber trotzdem noch so 380 pro Monat.

Natürlich ist die PKV dennoch untragbar, es sei denn, man hat sich einen 
lukrativen Posten zuschanzen lassen

http://www.swr.de/marktcheck/kommentar-zur-abfindu...

Autor: Jo S. (joo)
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Michael B. schrieb:
> Du schummelst aber auch.

Nein!

Der Zuschuß der RV zur KV ist betragsmäßig gleich und hängt vom 
Beitragssatz und der Rentenhöhe ab, egal ob:
- KV der Rentner, KVdR
- freiwillige GKV
- PKV

Bei der KVdR unterliegt nur die Rente der Beitragspflicht.
Bei der freiwilligen GKV werden alle Einkommen herangezogen.
Und der PKV-Beitrag ist einkommensunabhängig.

Bei z.B. 2.000€ Rente beträgt der maximale Zuschuß rund 150€ für jeden 
der drei genannten Fälle.

Bei der freiwilligen GKV entspricht die Beitragshöhe dem der KVdR 
bezogen auf die Rente. Für weitere Einkommen (auch Betriebsrenten)  muß 
der Versicherte 15,5% aus eigener Tasche bezahlen.

PKV: 550€ - 150€ Zuschuß der RV = 400€ Monatsbeitrag des Versicherten.

PS  Für die KVdR muß man in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens zu 
>90% gesetzlich versichert gewesen sein.

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Jo S. schrieb:
> Der Zuschuß der RV zur KV ist betragsmäßig gleich

Ja, das wurde nicht bestritten, was heisst deiner Meinung nach wohl 
"Denselben Zuschuss".

Jo S. schrieb:
> PKV: 550€ - 150€ Zuschuß der RV = 400€ Monatsbeitrag des Versicherten.

So ist's richtig (exemplarisch).
Du hast zuvor halte die (hier 150) unterschlagen.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Jo S. schrieb:
> Bei der KVdR unterliegt nur die Rente der Beitragspflicht.

Und wieviel werden den in der KVdR versichert sein?

Denke es dürften nur 10% der Rentner sein!

Autor: Wissenschaftler (Gast)
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@Jo S.

Also ich wäre an dem Trick schonungslos wieder herauszukommen 
interessiert. Als akademischer Rat auf Zeit habe ich mich für die PKV 
entschieden. Jetzt sieht es aber nicht so aus, dass ich auf Lebemszeit 
verbeamtet bleibe. Was nun?

Als Angestellter werde ich sicherlich nicht einfach so unter der 
Beitragsbemessungsgrenze landen...

Autor: genervt (Gast)
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Jo S. schrieb:
> PS  Für die KVdR muß man in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens zu
>>90% gesetzlich versichert gewesen sein.

Das werden sie wohl in den nächsten Jahren streichen, um die GKV zu 
sanieren.

Autor: Jo S. (joo)
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Wissenschaftler schrieb:
> @Jo S.
>
> Also ich wäre an dem Trick schonungslos wieder herauszukommen
> interessiert. Als akademischer Rat auf Zeit habe ich mich für die PKV
> entschieden. Jetzt sieht es aber nicht so aus, dass ich auf Lebemszeit
> verbeamtet bleibe. Was nun?
>
> Als Angestellter werde ich sicherlich nicht einfach so unter der
> Beitragsbemessungsgrenze landen...

Ohne Trick: Die Beitragsbemessungsgrenze ist nicht entscheidend, sondern 
die Versicherungspflichtgrenze, die beträgt in 2017   57.600 €. Wird 
auch als Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) bezeichnet. Wenn dein 
vertragliches regelmäßiges Einkommen diesen Wert nicht überschreitet, 
bist du in der GKV pflichtversichert.

Als Rat bist du in A13, als Angestellter in E13.

Beispiel TV-L West, E13 Stufe 4 --> 56.500 € ==> pflichtversichert

Erst ab Stufe 5 (63.500€) ist man versicherungsfrei und du müßtest in 
der PKV bleiben. Da du aber diese Dienstaltersstufe noch nicht erreicht 
haben wirst, ist für dich der Fall klar: Du wirst pflichtversichert in 
der GKV.

Autor: GV-Versicherter (Gast)
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und wie es es dann mit der Renterversicherungsthematik: Darf er dann in 
die GdR eintreten? Das ist ja der dicke Batzen!

Ich habe es mir erspart, in die PKV zu wechseln, wiel Ich spät in den 
Beruf gekommen bin und dann im Alter etwas mehr arbeiten muss, wenn die 
RV hoch ist. Ich würde mich privat dumm und dämlich zahlen. Ich bin 
jetzt gerade 50 und schon jetzt habe Ich Vorschläge der PKV die in 
Richtung 550,- gehen!

Gesetztlich zahle ich momentan die Maxgrenze von 770,-! Die Differenz 
von 220,- halbiert sich werden der Steuer schon auf 130,- also 1500 im 
Jahr.

Ich werde wohl bis 63 arbeiten und mir mit 60 die privaten Rente 
auszahlen lassen. Dann kriege ich aus der privaten II und der 
gesetzlichen insgesamt nur 1800,- von der nicht viel zu versteuern sein 
wird.

Autor: Matthias W. (matthias_w40)
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Claus M. schrieb:
> Der Vorteil der PKV ist doch nicht die Chefarztbehandlung im KH. Die
> kann man sich auch per billiger Zusatzversicherung kaufen. Der Vorteil
> ist, dass ich morgen bei jedem Beliebigen Facharzt einen Termin bekommen
> kann, während der Kassenpatient 8 Wochen wartet. Ebenso für MRT und so
> weiter.

Ist doch blödsinn, den kriegt man mit AOK und Co auch.
Sollte ein Arzt sich weigern macht man den Termin über die 
kassenärztliche Vereinigung aus. Die helfen einen dann den 
entsprechenden Fachärzten einen Termin kurzfristig zu verpassen.

Autor: Qwertz (Gast)
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genervt schrieb:
> Jo S. schrieb:
> PS  Für die KVdR muß man in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens zu
> 90% gesetzlich versichert gewesen sein.
>
> Das werden sie wohl in den nächsten Jahren streichen, um die GKV zu
> sanieren.

Das ist Kaffeesatzleserei; genauso könnte man mutmaßen, dass mit Kanzler 
Schulz die PKV abgeschafft und eine Bürgerversicherung eingeführt wird. 
Zumindest die Gruppe der Beitragszahler soll wohl erweitert werden, was 
ich unterstütze. Es kann nicht sein, dass sich ein paar privilegierte 
Eliten aus dem System ausklinken und auf Kosten der Anderen ihr eigenes 
Süppchen kochen.

Autor: Qwertz (Gast)
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GV-Versicherter schrieb:
> und wie es es dann mit der Renterversicherungsthematik: Darf er
> dann in die GdR eintreten? Das ist ja der dicke Batzen!

Das hängt an den bereits erwähnten 90%, hier ein Artikel, der das gut 
erklärt, inklusive Beispiel eines Ingenieurs, der sich zwischenzeitlich 
selbständig gemacht hat:
http://www.finanztip.de/gkv/krankenversicherung-der-rentner/

Autor: Weichbirne (Gast)
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Matthias W. schrieb:
> Die helfen einen dann den
> entsprechenden Fachärzten einen Termin kurzfristig zu verpassen.

Die schicken Dich aber dann zu den Ärzten, die nicht ausgelastet sind 
und das sind die, wo keine hin will, weil sich Patienten auf Jameda oder 
Sanego hinreichend über sie beschwert haben und das meist zurecht!

Wie in der Bundesliga gibt es auch unter Ärzten gute, sehr gute und 
ausgezeichnete!

Es gibt nicht ohne Grund eine Reihe von Ärzten, die nur Privatpatienten 
nehmen. Bei uns hier im Ort gibt es Haus mit HNO, Kieferspezialist und 
Orthopädie! Das sind alles Fachärzte die ausschlißelich Private nehmen. 
Zu denen hätte Ich 5min Fussweg. Stattdessen muss Ich schon für den 
Hausarzt in den Nachbarort und beim Orthopäden 6-8 Wochen warten.

Autor: Qwertz (Gast)
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Weichbirne schrieb:
> Bei uns hier im Ort gibt es Haus mit HNO, Kieferspezialist und
> Orthopädie! Das sind alles Fachärzte die ausschlißelich Private nehmen.
> Zu denen hätte Ich 5min Fussweg. Stattdessen muss Ich schon für den
> Hausarzt in den Nachbarort und beim Orthopäden 6-8 Wochen warten.

Na dann zieh halt um, du Weichbirne! Oder bleib halt einfach gesund.

Autor: genervt (Gast)
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Qwertz schrieb:
> genervt schrieb:
>> Jo S. schrieb:
>> PS  Für die KVdR muß man in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens zu
>> 90% gesetzlich versichert gewesen sein.
>>
>> Das werden sie wohl in den nächsten Jahren streichen, um die GKV zu
>> sanieren.
>
> Das ist Kaffeesatzleserei; genauso könnte man mutmaßen, dass mit Kanzler
> Schulz die PKV abgeschafft und eine Bürgerversicherung eingeführt wird.

Irgendwoher wird man das Geld holen müssen, ich sehe es am effektivsten, 
wenn man die zusätzlichen Einkommen der Rentner hinzuzieht, da tut es 
nicht weh (Es kann ja nicht sein, dass diese Teil des Einkommens dem 
Solidarsystem entzogen bleibt ;) ). Die Rentner werden eh mehr und 
zahlen wenig ein, in die PKV abhauen werden die auch nicht.

Was bleiben für Alternativen?

Beitragssatz hoch? => Mehr Kunden für die PKV.
Beitragsbemessunggrenze hoch? => Mehr Kunden für die PKV.

Autor: Wissenschaftler (Gast)
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Jo S. schrieb:
> Ohne Trick: Die Beitragsbemessungsgrenze ist nicht entscheidend, sondern
> die Versicherungspflichtgrenze, die beträgt in 2017   57.600 €. Wird
> auch als Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) bezeichnet. Wenn dein
> vertragliches regelmäßiges Einkommen diesen Wert nicht überschreitet,
> bist du in der GKV pflichtversichert.

Hallo Jo S.

ohne Trick wird es nicht gehen! Ich stimmt dir mit A13 und E13 soweit 
zu. Allerdings werde ich sicherlich nicht im öffentl. Dienst angestellt 
bleiben. Der Punkt ist: Wenn mein Vertrag als Beamter nicht verlängert 
wird schaue ich mich in der freien Wirtschaft nach Alternativen um.
Das A13 Gehalt liegt ja netto in StK. I und nach Abzug der PKV bei ca. 
3000 Euro netto pro Monat. Als Angestellter werde ich demnach ca. 5000 
Euro brutto pro Monat verlangen. Das macht also ca. 60.000 Euro pro Jahr 
und damit liege ich bereits oberhalb der JAEG. Rechnen wir noch 
Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld dazu, wird der Unterschied noch 
deutlicher.
Und davon mal ganz abgesehen als Promovierter mit erweiterter 
Berufserfahrung halte ich ein Gehalt von über 5000 Euro brutto nicht für 
unrealisitisch.

Um aufs Thema zurückzukommen: Steige ich irgendwo mit 60000 Euro ein, 
dann muss ich ja in der PKV bleiben, auch als Angestellter. Also welche 
Alternativen habe ich? Ein Konzern wird sich kaum darauf einlassen mir 
erstmal weniger zu zahlen und im 2. Jahr dann deutlich mehr... Ich weiß 
auch nicht, ob es ausreicht, wenn ich einfach 1-2 Monate mich arbeitslos 
melden würde... Was ist dein Rat?

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Du bist nicht der erste Verbeamtete auf Zeit der von der Uni als 
Postdoc/o.ä. in die Privatwirtschaft wechselt. Da würde ich mich mal bei 
einer Krankenkasse informieren, was für Möglichkeiten es gibt.

Autor: Wurzelpeter (Gast)
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Wissenschaftler schrieb:
> Ich weiß
> auch nicht, ob es ausreicht, wenn ich einfach 1-2 Monate mich arbeitslos
> melden würde

Arbeitslose bleiben auch in der PKV, so dumm ist der Staat dann dochh 
nicht.

Autor: Jo S. (joo)
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Wissenschaftler schrieb:
> Als Angestellter werde ich demnach ca. 5000
> Euro brutto pro Monat verlangen. Das macht also ca. 60.000 Euro pro Jahr
> und damit liege ich bereits oberhalb der JAEG. Rechnen wir noch
> Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld dazu, wird der Unterschied noch
> deutlicher.
>

Dein Ziel muß sein, unter die JAEG von 57.600€ zu kommen.

Beispiel
Annahme A13 Stufe 5, 4.200 € Monatsgehalt, kpl. Urlaub nehmen
Wechsel zum 1.8.17, 5.000 €    "   . kein Anspruch auf Sonderzahlung

7 * 4200€ = 29.400€
5 * 5000€ = 25.000€
           --------
            54.400€ (oder mehr bis nahe 57.600€) ----> GKV

Im Arbeitsvertrag eine Gehaltserhöhung nach der Probezeit (üblich 6 
Monate) auf z.B. 5.500€ festschreiben.

Rechnung in 2018:
5.000€ + 55.000€ + ca. 5.500€ = 71.000€ (=übliches Doktorgehalt zum 
Start)

> Steige ich irgendwo mit 60000 Euro ein,
> dann muss ich ja in der PKV bleiben, auch als Angestellter.
> Ein Konzern wird sich kaum darauf einlassen mir
> erstmal weniger zu zahlen und im 2. Jahr dann deutlich mehr...

Wenn du mit einem Bruttoeinkommen so um die JAEG rechnest, dann regle 
das so, daß du den Grenzwert unterschreitest. Das ist eine einfache, 
unproblematische Lösung.

Selbstverständlich kannst du bei der Firma den Wunsch äußern, der PKV 
entkommen zu wollen. Dann wird man dir auch entgegen kommen. Kann man 
alles regeln!

> Ich weiß
> auch nicht, ob es ausreicht, wenn ich einfach 1-2 Monate mich arbeitslos
> melden würde... Was ist dein Rat?

Auch das ist möglich, aber davon rate ich dir ab. Die unschöne Lücke im 
Lebenslauf ist das nicht wert.

Autor: genervt (Gast)
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Autor: Mar. Wa. (elektrowagi78) Benutzerseite
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Mal so eine Frage:

Kann man eigentlich die PKV-Beiträge auch voll von der Steuer absetzen, 
oder kann man nur das absetzen, was auch die GKV wäre?

Autor: Claus M. (energy)
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Markus W. schrieb:
> Mal so eine Frage:
>
> Kann man eigentlich die PKV-Beiträge auch voll von der Steuer absetzen,
> oder kann man nur das absetzen, was auch die GKV wäre?

Man kann den Anteil der PKV absetzen den die Versicherung als den 
ausweist, der nötig ist, um den Versicherungsschutz zu bieten, den eine 
GKV bieten würde.

Wenn die PKV einem allerdings was von den Beiträgen zurückerstattet 
greift Vater Staat gerne nachträgliche Steuern auf den vollen Betrag ab.

Autor: Qwertz (Gast)
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Markus W. schrieb:
> Mal so eine Frage:
>
> Kann man eigentlich die PKV-Beiträge auch voll von der Steuer absetzen,
> oder kann man nur das absetzen, was auch die GKV wäre?

Auch privat Versicherte können ihre Beiträge bei der Steuererklärung als 
Vorsorgeaufwendungen absetzen, bei Beamten und Angestellten aber nur bis 
zu einem Maximalbetrag von 1.900 Euro für Kranken- und 
Pflegeversicherungsbeiträge (siehe Bürgerentlastungsgesetz von 2010).

Autor: Claus M. (energy)
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Qwertz schrieb:
> Markus W. schrieb:
>> Mal so eine Frage:
>>
>> Kann man eigentlich die PKV-Beiträge auch voll von der Steuer absetzen,
>> oder kann man nur das absetzen, was auch die GKV wäre?
>
> Auch privat Versicherte können ihre Beiträge bei der Steuererklärung als
> Vorsorgeaufwendungen absetzen, bei Beamten und Angestellten aber nur bis
> zu einem Maximalbetrag von 1.900 Euro für Kranken- und
> Pflegeversicherungsbeiträge (siehe Bürgerentlastungsgesetz von 2010).

Eben nicht! Seit 2010 kann man in unbegrenzter Höhe absetzen. Das mit 
den 1900 war vorher. Wohl auf die schnelle beim googeln nur 
oberflächlich gelesen?!

Autor: Qwertz (Gast)
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Claus M. schrieb:
> Eben nicht! Seit 2010 kann man in unbegrenzter Höhe absetzen. Das mit
> den 1900 war vorher. Wohl auf die schnelle beim googeln nur
> oberflächlich gelesen?!

Nein, die Absetzbarkeit ist auf 1.900 Euro pro Jahr für angestellte 
Arbeitnehmer, die den Arbeitgeberzuschuss erhalten, gedeckelt (2.800 
Euro im Jahr für Selbständige und Freiberufler).

Autor: Igor (Gast)
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Qwertz schrieb:
> Selbständige

Qwertz schrieb:
> Claus M. schrieb:
> Eben nicht! Seit 2010 kann man in unbegrenzter Höhe absetzen. Das mit
> den 1900 war vorher. Wohl auf die schnelle beim googeln nur
> oberflächlich gelesen?!
>
> Nein, die Absetzbarkeit ist auf 1.900 Euro pro Jahr für angestellte
> Arbeitnehmer, die den Arbeitgeberzuschuss erhalten, gedeckelt (2.800
> Euro im Jahr für Selbständige und Freiberufler).

Schwachsinn. Ist es nicht.

Autor: Qwertz (Gast)
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Igor schrieb:
> Schwachsinn. Ist es nicht.

Wenn die reinen Kosten einer Basisabsicherung für KV+PV über dem 
Maximalbetrag liegen, dann gilt dieser höhere Betrag für die 
Absetzbarkeit.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Wissenschaftler schrieb:
> Als Angestellter werde ich sicherlich nicht einfach so unter der
> Beitragsbemessungsgrenze landen...

Mach Teilzeit für ein oder zwei Jahre.
Dann könntest du unter die BB-Grenze fallen!

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Weichbirne schrieb:
> Bei uns hier im Ort

Wo soll der Ort liegen wie drei Fachärzte in einem Haus residieren?

Autor: Claus M. (energy)
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Cha-woma M. schrieb:
> Weichbirne schrieb:
>> Bei uns hier im Ort
>
> Wo soll der Ort liegen wie drei Fachärzte in einem Haus residieren?

Ist nicht ungewöhnlich, hier sind es sogar weit mehr als 3, nennt sich 
Facharztzentrum.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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>> Wo soll der Ort liegen wie drei Fachärzte in einem Haus residieren?
Claus M. schrieb:
> Ist nicht ungewöhnlich, hier sind es sogar weit mehr als 3, nennt sich
> Facharztzentrum.

Das ist auch gut so, denn schließlich kann auch ein Arzt mal krank 
werden und freut sich dann darüber, daß er nicht extra zum Arzt gehen 
muß. Der ist ja schon da.
:)

MfG Paul

Autor: genervt (Gast)
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Ist hier jemand bei der Techniker?

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Versichert...

Autor: LTI (Gast)
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Jo S. schrieb:
> Auch das ist möglich, aber davon rate ich dir ab. Die unschöne Lücke im
> Lebenslauf ist das nicht wert.

Das nennst du eine Lücke? So ein Quatsch.

Autor: Jo S (Gast)
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Wenn zwischen der ersten und der folgenden Anstellung ein paar Monate 
Arbeitslosigkeit liegen, dann nenne ich das eine "unschöne Lücke", ja.

Und das nur, um aus der PKV heraus zu kommen ... auf keinen Fall!

Autor: Geo Med (geomed)
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Jo S. schrieb:
> Beispiel
> Annahme A13 Stufe 5, 4.200 € Monatsgehalt, kpl. Urlaub nehmen
> Wechsel zum 1.8.17, 5.000 €    "   . kein Anspruch auf Sonderzahlung
>
> 7 * 4200€ = 29.400€
> 5 * 5000€ = 25.000€
>            --------
>             54.400€ (oder mehr bis nahe 57.600€) ----> GKV
>
> Im Arbeitsvertrag eine Gehaltserhöhung nach der Probezeit (üblich 6
> Monate) auf z.B. 5.500€ festschreiben.
>
> Rechnung in 2018:
> 5.000€ + 55.000€ + ca. 5.500€ = 71.000€ (=übliches Doktorgehalt zum
> Start)

Hallo Jo S.

ich habe auch schon versucht dich per Mail zu erreichen. Die 
Beispielrechnung von dir unterschreibe ich soweit. Das funktioniert aber 
nur, wenn man keine Zuschläge als Beamter erhält. Mit Stufe 6, 
verheiratet und zwei Kinder kratzt man schon sehr stark an der Marke von 
60.000 Euro. Wenn die anstehenden Erhöhungen von ca. 2 % in den nächsten 
Jahren mit einrechnet, kommt man also über 60.000 Euro und damit über 
die beschriebenen 57.600 Euro.

Hast du noch weitere Alternativvorschläge? Im Beitrag vom 4.2. hast du 
gemeint, du hast noch Tricks auf Lager, die du nicht öffentlich posten 
möchtest. Deshalb habe ich dir eine Mail geschrieben ;)

Viele Grüße und Danke im Voraus.

Autor: EU4Ever (Gast)
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Geo M. schrieb:
> Hast du noch weitere Alternativvorschläge?

Hilft in deinem Fall nicht wirklich weiter, ist aber evtl. für andere 
von Interesse:

Um die deutsche Versicherungspflicht zu erfüllen reicht auch, 
EU-Regulierung sei Dank, eine Krankenversicherung aus einem Nachbarland 
(EUKV).

Die haben zum Teil speziell auf die Nöte deutscher PKV-Aussteiger 
zugeschnittene Tarife aufgelegt, für Junge deutlich günstiger, und vor 
allem eine Möglichkeit um Nachzahlungen für unversicherte Lebensphasen 
zu umgehen.

Aber: Auch hier zahlst du für Frau und Kinder separat.

Autor: Jo S (Gast)
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Wurzelpeter schrieb:
> Arbeitslose bleiben auch in der PKV, so dumm ist der Staat dann dochh
> nicht.

Wer Arbeitslosengeld bezieht, wird per Gesetz in der GKV 
pflichtversichert. Wer dennoch in der PKV bleiben möchte, kann sich 
durch Antrag von der Versicherungspflicht befreien lassen. 
Unterschreitet er im Kalenderjahr die JAEG, so muß bzw. darf er in der 
GKV bleiben. Andernfalls muß oder darf er in PKV bleiben.

Autor: Jo S (Gast)
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Geo M. schrieb:
> Das funktioniert aber
> nur, wenn man keine Zuschläge als Beamter erhält. Mit Stufe 6,
> verheiratet und zwei Kinder kratzt man schon sehr stark an der Marke von
> 60.000 Euro.

Als Beamter bleibt man sowieso in der PKV. In der GKV müßte man den 
vollen Beitrag selbst bezahlen, der Dienstherr übernimmt nicht die 
Hälfte davon, weil er Beihilfe gewährt. Als Beamter in der GKV macht 
keinen Sinn.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Jo S schrieb:
> Und das nur, um aus der PKV heraus zu kommen ... auf keinen Fall!

Wie wär`s mit Pflege für einen Angehörigen?

Würde doch genaus gehen!
Oder mal eine Weiterbildung reinschieben mit reduzierten Gehalt!

Und ich bin nicht mehr in der PKV!

Autor: Jo S. (joo)
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Beispiel

Beamter (A14, Stufe 6) wechselt zum 1.7. ins Angestelltenverhältnis.
JAEG 2017:  57.600 €, bis zu diesem Wert ist man GKV-pflichtversichert

Jan.-Juni:      29.957,52 € brutto
Juli-Dez.: max. 27.640€, um unter der JAEG zu bleiben

Das entspricht einem kargen Monatsgehalt von 4.600€, wenn man bedenkt, 
daß das Beamtenbrutto 4.990€ einem Angestelltenbrutto von 5.700€ 
entspricht (PKV-Beitrag unberücksichtigt).

Besser wäre, wenn es sich so regeln läßt, bis Nov. im Beamtenverhältnis 
zu bleiben, anschließend pro forma einen 450€-Job 
(sozialversicherungspflichtig) zu machen und darauf achten, unter der 
JAEG zu bleiben. Das Bruttoarbeitseinkommen vom 1.1. bis zum 31.12. muß 
unter dieser Grenze bleiben. Ab 1.1.18 ein neues Arbeitsverhältnis 
aufnehmen und in der GKV verbleiben. Das Gehalt darf nun unbegrenzt hoch 
sein, weil man zuvor GKV-pflichtversichert war und ab 1.1. als 
freiwilliges Mitglied in der GKV bleibt. Die JAEG spielt nun keine Rolle 
mehr, es sei denn, man möchte doch wieder in die PKV wechseln.  ;)  :)

Den pro-forma-450€-Job kann ein Freund oder Verwandter schaffen, evtl. 
auch die Ehefrau. er dient nur dazu, in die GKV zu müssen.

Der Weg über die JAEG ist der einfachste! Der minimale Einkommensverlust 
relativiert sich, wenn man die hohen Kosten kalkuliert, die beim 
Verbleiben in der PKV bis zum Lebensende anfallen werden.

Die weiter oben angeführte Europäische KV (EUKV) ist keine Alternative, 
da sie mWn nicht die Anforderungen der dt. Versicherungspflicht erfüllt.

Wer einen Wechsel von der PKV zur GKV plant, soll sich unbedingt bei 
mehreren Krankenkassen diesbezüglich beraten lassen! Die kennen alle 
Mittel und Wege, wie man der PKV-Falle entkommt. Und die möchten gerne 
gut verdienende Neumitglieder aufnehmen.   ;)

Wenn das Unternehmen eine BKK hat, dann dort anfragen. Zusätzlich alle 
großen Ersatzkassen kontaktieren (Techniker KK, Barmer, ...). Immer 
gleich erwähnen, daß man ein Einkommen oberhalb der JAEG hat, dann ist 
man geliebt.  ;)

Sich nie auf nur eine oder zwei Aussagen verlassen. Die Kassen arbeiten 
unterschiedlich und die Sachbearbeiter unterscheiden sich auch 
qualitativ.

Der weiter oben genannte Tipp mit einer kurzzeitigen Arbeitslosmeldung 
ist für Beamte ohne Bedeutung, weil sie nicht sozialversichert sind und 
deshalb keinen Arbeitslosengeldanspruch haben. Nur wer Arbeitslosengeld 
bezieht, wird in der GKV pflichtversichert. Die Arbeitslosmeldung 
alleine reicht nicht aus. Der Beamte müßte in der PKV verbleiben, weil 
ihn die PKV per Gesetz nicht aus den Vertrag lassen darf.

Bei NichtBeamten PKV-Versicherten wird während der Arbeitslosigkeit der 
Vertrag ruhend gestellt und lebt anschließend automatisch wieder auf. 
D.h., der Vertrag wird nicht beendet. Insgesamt zählt dann auch wiederum 
nur die JAEG, ob man in die GKV zurück kommen darf.

Die PKV läßt ihre "Opfer", die ihr einmal in die Falle getappt sind, so 
leicht nicht mehr entkommen. Wenn man aus deren Blickfeld entkommen 
will, kann ein kurzzeitiger Umzug ins Ausland hilfreich sein.

Das Gesetz zur KV Versicherungspflicht endet an den deutschen 
Außengrenzen. Der Vertrag mit der PKV setzt in der Regel einen deutschen 
Wohnsitz voraus (Vertragsbedingungen beachten!). D.h., wenn man sich 
beim Einwohnermeldeamt abmeldet, endet mit dem letzten Tag auch der 
PKV-Vertrag. Man darf keinen Wohnsitz (genau: "gewöhnlicher Aufenthalt") 
im Inland haben. Man schließt im EU-Ausland eine KV mit Geltungsbereich 
Schengenraum ab. Empfehlen kann ich Ost EU-Länder, wo man sich schon ab 
30€ Monatsbeitrag versichern kann.
Z.B. 
https://cizinci.pvzp.cz/Controllers/FormSteps/_Web...

Zweck dieser Übung ist es, der Überwachung der PKV zu entkommen, denn 
der Versicherte trägt die Beweislast gegenüber der PKV.

Nach einer Weile meldet man sich in D wieder an. Die PKV erfährt nichts 
von der Rückkehr. Eigentlich müßte man wieder in das KV-System 
eintreten, in dem man zuletzt in D war - also wieder zu einer PKV. Man 
sucht sich eine wohlwollende GKV, die bei der Problemlösung behilflich 
ist.

Solche Spielchen nur dann machen, wenn´s keinen anderen Weg gibt. Besser 
ist es, die JAEG zu unterschreiten, um der GKV beitreten zu müssen, das 
ist die einfachste und sauberste Lösung.

Wünsche allen Wechslern viel Erfolg!

       Jo S

Autor: Jo S. (joo)
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EU4Ever schrieb:
> Geo M. schrieb:
> Um die deutsche Versicherungspflicht zu erfüllen reicht auch,
> EU-Regulierung sei Dank, eine Krankenversicherung aus einem Nachbarland
> (EUKV).
>
Vorsicht!
Nach meinem Wissen erfüllen die EUKV die Bedingungen der dt. 
Versicherungspflicht Nicht!
Zwar besteht Kostenübernahme auch in D, aber laut Gesetz hat man gegen 
die Versicherungspflicht verstoßen. Will man wieder zur dt. GKV oder 
PKV, so kann man die geforderte lückenlose Vorversicherungszeit nicht 
nachweisen, muß Beiträge nachzahlen und Geldstrafe leisten.

Nur Leute, die sicher wissen, daß sie nie wieder in die GKV bzw. PKV 
eintreten werden, können das Risiko auf sich nehmen - aber wer weiß so 
etwas mit Sicherheit? Eben! Deshalb kann ich vor solchen Glückspielen 
nur dringend abraten.

> Die haben zum Teil speziell auf die Nöte deutscher PKV-Aussteiger
> zugeschnittene Tarife aufgelegt, für Junge deutlich günstiger, und vor
> allem eine Möglichkeit um Nachzahlungen für unversicherte Lebensphasen
> zu umgehen.
>
Das ist ein Rettungsanker für Personen, die lange Zeit nicht versichert 
waren, weil sie mit einer EUKV eine Kostenübernahme bekommen können.
Als Rentner ist man z.B. schon wieder GKV-pflichtversichert - was macht 
man dann? Flucht ins Ausland, weil dort die dt. Versicherungspflicht 
nicht gilt. Keine gute Lösung.   :)

> Aber: Auch hier zahlst du für Frau und Kinder separat.

Ja, und der Arbeitgeber muß sich auch nicht am Beitrag beteiligen. Man 
zahlt also alles selber. Und die Beiträge werden mit höherem Lebensalter 
auch rasant ansteigen, weil die EUKV meistens keine oder nur geringe 
Alterungsrückstellungen bilden. Die hohen Kostensteigerungen müssen die 
Versicherten in voller Höhe selbst leisten ---> ein Verbon-Spiel.

: Bearbeitet durch User
Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Vor fünf Jahren wurde schon gewarnt!
http://www.sueddeutsche.de/geld/wege-aus-der-priva...

"
Gatzer: Bei Beitragssteigerungssätzen, die derzeit zwischen fünf und 20 
Prozent im Jahr liegen, können wir es niemandem mehr mit gutem Gewissen 
empfehlen. Eine Ausnahme sind Beamte, die beihilfeberechtigt sind. Für 
sie lohnt es sich, weil für sie spezielle Tarife gelten. Privat 
versichern sollte sich nur, wer es sich wirklich langfristig finanziell 
leisten kann - sie ist eine Luxusleistung. Man erhält mehr Leistung, 
aber man muss auch deutlich mehr dafür bezahlen. Dessen muss man sich 
bewusst sein.
"

Alles Klarß

Autor: Claus M. (energy)
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Cha-woma M. schrieb:
> Alles Klarß

Das muss man natürlich gleich nochmal aufwärmen, einen bereits 5 Jahre 
alten Artikel.

Autor: Qwertz (Gast)
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Claus M. schrieb:
> Cha-woma M. schrieb:
>> Alles Klarß
>
> Das muss man natürlich gleich nochmal aufwärmen, einen bereits 5 Jahre
> alten Artikel.

Immerhin ist er heute noch genauso aktuell und wahr.

Autor: genervt (Gast)
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Cha-woma M. schrieb:
> Bei Beitragssteigerungssätzen, die derzeit zwischen fünf und 20
> Prozent im Jahr liegen, können wir es niemandem mehr mit gutem Gewissen
> empfehlen.

Schön, bei mir war es dieses Jahr 0%. Nur die Pflegeversicherung ging 
geringfügig nach oben.

Autor: genervt (Gast)
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Und weiterhin gibts in der GKV viele chronisch kranke:

https://www.welt.de/wirtschaft/article163535271/Ka...

Autor: genervt (Gast)
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Ohhh... und jemand bei der Techniker?:

https://www.welt.de/vermischtes/article162642436/T...

Autor: genervt (Gast)
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Nächster Witz: Man stampft die elektronische Gesundheitskarte wohl ein:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektronis...

Milliarden für den A.... und das natürlich völlig überraschend.

Aber gut, die Patientendaten der GKV sind jetzt erst mal zentral 
gespeichert - mission accomplished!

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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genervt schrieb:
> Nächster Witz: Man stampft die elektronische Gesundheitskarte wohl ein:
>
> 
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektronis...
>
> Milliarden für den A.... und das natürlich völlig überraschend.
>
> Aber gut, die Patientendaten der GKV sind jetzt erst mal zentral
> gespeichert - mission accomplished!

Und was sagt der Gröhe dazu:

"Nein,nein solche  Pläne haben wir nicht!..."


Und gewählt wird wieder der gleiche Beamtenklüngel im September!

Beitrag #5108783 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: genervt (Gast)
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Für AOK und TK sind die Patientendaten wohl zu wertvoll, als das man den 
Fisch von der Angel lassen will:

https://www.welt.de/wirtschaft/article169897704/Kr...

Autor: Geo Med (Gast)
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Hallo,

ich habe nochmals eine Frage als Beamter auf Zeit! Ich habe mich vor 
zwei Jahren auf eine PKV eingelassen und jetzt läuft mein Vertrag aus. 
Evtl. könnte ich nochmals verlängern, aber ich habe auch andere 
Möglichkeiten (Angebote aus der Industrie). Mein Beamtengehalt liegt 
bereits oberhalb dieser Bemessungsgrenzen und auch beim nächsten Job 
wäre ich nicht versicherungspflichtig und käme dann ja nur sehr 
schwierig aus der PKV raus.

Gibt es dennoch ein Schlupfloch? Wie wäre es z.B. wenn ich zwischen den 
beiden Tätigkeiten ein Monat Sabbatical einlege und mich dabei nicht 
arbeitssuchend melde. Würde das reichen, um wieder in die GKV zu 
wechseln?
Ich könnte mich ja in diesem Monat bei meiner Frau familienversichern, 
die in der GKV ist...

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Geo Med schrieb:
> Gibt es dennoch ein Schlupfloch? Wie wäre es z.B. wenn ich zwischen den
> beiden Tätigkeiten ein Monat Sabbatical einlege und mich dabei nicht
> arbeitssuchend melde. Würde das reichen, um wieder in die GKV zu
> wechseln?

Nein die Krankenkassen sind nicht blöd. Du musst ein dauerhaft 
niedrigeres Gehalt haben und dein Arbeitsvertrag muss das entsprechend 
ausweisen, da reicht auch kein einzelnes Sabbatjahr.
Dazu gab es erst neulich einen längeren Artikel in der Welt.
Wenn du schlau gewesen wärst, hättest du die 2 Jahre die Kröte als 
Beamter auf Zeit gefressen und wärst in der GKV geblieben, auch wenn das 
teurer ist und wärst erst in die PKV gegangen wenn du Lebenszeitbeamter 
geworden wärst. Aber du hast dich aus Gewinnmaximierungssicht nun für 
die PKV entschieden und jetzt lebst du mit dieser Entscheidung oder 
kümmerst dich um einen Job der unter der Bemessungsgrenze liegt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Le X. (lex_91)
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Geo Med schrieb:
> Würde das reichen, um wieder in die GKV zu
> wechseln?
> Ich könnte mich ja in diesem Monat bei meiner Frau familienversichern,
> die in der GKV ist...

Du hast dich entschieden unsre Solidargemeinschaft zu verlassen, jetzt 
leb mit den Konsequenzen und bleib wo du bist.

: Bearbeitet durch User
Autor: Geo Med (Gast)
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Ganz ehrlich: Natürlich hat die Gewinnmaximierungssicht eine Rolle 
gespielt. Ich denke, dagegen ist auch nicht Verwerfliches zu sagen. Wenn 
ich jetzt zurück in die GKV kommen würde, würde ich ja auch den 
Maximalbetrag abdrücken! Das Problem ist doch einfach die Beihilfe. 
Warum hätte ich darauf verzichten sollen?

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Geo Med schrieb:
> Ganz ehrlich: Natürlich hat die Gewinnmaximierungssicht eine Rolle
> gespielt. Ich denke, dagegen ist auch nicht Verwerfliches zu sagen. Wenn
> ich jetzt zurück in die GKV kommen würde, würde ich ja auch den
> Maximalbetrag abdrücken! Das Problem ist doch einfach die Beihilfe.
> Warum hätte ich darauf verzichten sollen?

Damit du in der GKV geblieben wärst, darum hättest du verzichten können 
für diese Zeitspanne als Zeitbeamter und natürlich spricht nichts gegen 
Gewinnmaximierung. Aber jetzt jammerst du weil du in der teuren PKV 
hängen bleibst und das ist die Kritik die du zurecht einsteckst. Der GKV 
Maximalbetrag ist ein Witz im Vergleich zu dem was du in der PKV zahlen 
wirst, nachdem ein paar Runden Beitragserhöhungen durch sind. 
Frischfleisch kommt kaum mehr, die Rentabilität der möglichen Anlagen 
liegt am Boden und die Politik fängt schon an den Beamten die Wahl zur 
GKV zu ermöglichen. Wer heute noch in die PKV geht als 
nicht-Lebenszeitbeamter muss schon mit dem Klammerbeutel gepudert sein.
Man kann sich halt nicht immer den vermeintlich billigsten Weg 
raussuchen und hinterher feststellen, dass man scheiße entschieden hat. 
Man muss halt vorher denken.

: Bearbeitet durch User
Autor: Zocker_52 (Gast)
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> Fabian F. schrieb:
> > Eine Voll-KV in Thailand kostet für einen 70-Jährigen Rentner ca.
> > 400€/Monat.

Unsinn !

Die könnte sich fast keiner leisten. Außerdem sollte berücksichtigt 
werden welche Leistungen damit abgedeckt sind. Mit Sicherheit gibt es in 
Thailand eine Krankenversicherung für 400,- € im Monat, da das 
Monatseinkommen eines Landarbeiters bei 200,- € liegt dürfte der 
Personenkreis der so was in Anspruch nehmen kann vernachlässigbar sein.

Bin mit was von dort verheiratet und weiß von was ich rede.

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Zocker_52 schrieb:
> Mit Sicherheit gibt es in
> Thailand eine Krankenversicherung für 400,- € im Monat

Man leistet sich nicht unbedingt eine KV vorort sondern eine 
internationale KV, wie Allianz WorldCare oder ähnliches, die liegen in 
dem Bereich je nach Leistung.

Autor: genervt (Gast)
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Geo Med schrieb:
> Ganz ehrlich: Natürlich hat die Gewinnmaximierungssicht eine Rolle
> gespielt.

Ernsthaft? Wenn es dir darum geht, warum denkst du dann so kurzfristig?

In die PKV geht man nicht, weil es (vermeintlich) billiger ist, sondern 
weil das Preis/Leistungsverhältnis besser ist.

Le X. schrieb:
> Geo Med schrieb:
>> Würde das reichen, um wieder in die GKV zu
>> wechseln?
>> Ich könnte mich ja in diesem Monat bei meiner Frau familienversichern,
>> die in der GKV ist...
>
> Du hast dich entschieden unsre Solidargemeinschaft zu verlassen, jetzt
> leb mit den Konsequenzen und bleib wo du bist.

Das ist auch bemerkenswert: Leute, die die "Solidargemeinschaft" 
verlassen werden stärker verachtet, als Leute, die diese ausnutzen.

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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genervt schrieb:
> Das ist auch bemerkenswert: Leute, die die "Solidargemeinschaft"
> verlassen werden stärker verachtet, als Leute, die diese ausnutzen.

Definiere Ausnutzen: legales oder illegales Ausnutzen?

Für ersteres ist die Politik verantwortlich, wenn jeder dahergelaufene 
Hinz und Kunz die Segnungen für sich und die erweiterte Verwandschaft 
nutzen kann, unschön, aber dort ist der Ärger an die Politiker zu 
richten, ich würde die Möglichkeiten ebenso nutzen wenn sie sich mir 
bieten würden. Zweitere bekommen mitnichten weniger Verachtung als Leute 
die sich freiwillig bewusst entscheiden auszusteigen und fortan auf 
eigene Rechnung weitermachen. Wenn so jemand aber wieder zurück will, 
weil <xy>, nun da darf er nicht mit viel Gegenliebe rechnen.

Ansonsten wie du sagst, PKV wenn man die Leistungen möchte und 
entsprechend dafür bezahlt, dafür ist sie da, aber sicherlich nicht als 
Geldsparer für die jungen Jahre.

: Bearbeitet durch User
Autor: genervt (Gast)
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Abradolf L. schrieb:
> Wenn so jemand aber wieder zurück will,
> weil <xy>, nun da darf er nicht mit viel Gegenliebe rechnen.

Das wäre dann aber auch bei der Politik abzuladen - ist ja legal.

Wobei ich mir da keine Hoffnung bei der Politik mache.

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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genervt schrieb:
> Das wäre dann aber auch bei der Politik abzuladen - ist ja legal.

Sicherlich, insofern diese Löcher existieren, natürlich. Unabhängig 
davon, kann ich aber trotzdem die Geisteshaltung des Nutzers dahinter 
kritisieren. Trotz der Schwächen des Systems, finde ich es nachwievor 
eine positive Errungenschaft eine verpflichtende gesetzliche KV zu 
haben.

Autor: Qwertz (Gast)
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Abradolf L. schrieb:
> Man kann sich halt nicht immer den vermeintlich billigsten Weg
> raussuchen und hinterher feststellen, dass man scheiße entschieden hat.
> Man muss halt vorher denken.

Danke Abradolf, du sprichst mir mit deinen Beiträgen in Richtung Geo Med 
sowas von aus der Seele!

Auch ich finde es legitim, wenn sich jemand - aus welchen Gründen auch 
immer - für die PKV entscheidet. Aber dann soll er auf keinen Fall 
später wimmernd angekrochen kommen, dass er doch wieder zurück in die 
GKV will. Wer diese Entscheidung trifft, soll dann bitte auch mit den 
positiven oder negativen Konsequenzen leben, aber nicht irgendwelche 
Schlupflöcher suchen, um von beiden Systemen das Optimum abzusahnen.

Autor: Geo Med (Gast)
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Also sorry, wer kommt denn hier angekrochen? Ich bin gerade mal 2 Jahre 
in der PKV. Warum? Bestimmt nicht weil die Leistung besser ist oder ich 
mich für etwas Bessere halte. Es ist nun mal schlicht weg so, dass es um 
500€ netto im Monat ging und ich eine Familie habe. Ein A13 Gehalt kann 
jeder nachschlagen. Vom Nettolohn ist ja noch die GKV bzw PKV zu tragen. 
Wenn man bei 3700€ netto (StK III) noch die GKV komplett bezahlen darf, 
dann liegt man bei 2900€ ca. Und dann ist doch der Job gar nicht mehr 
attraktiv. Also war es finanziell fast schon ein Zwang in die PKV zu 
wechseln. Ich bin kein Fan davon und werde auch keiner mehr. Alleine der 
ganze Verwaltungsaufwand hängt mir dermaßen zum Hals raus.

Wie gesagt jetzt hätte ich die Chance zu gehen und damit möchte ich auch 
die PKV los werden! Ich finde es legitim. Ich bin ja keine 55 und habe 
das System 30 Jahre geprellt... also bleibt mal locker.

Mir bleibt es ein Rätsel weshalb sich der Staat bei Beamten auf Zeit 
nicht einfach an der GKV beteiligt. Ich wäre niemals gegangen.

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Geo Med schrieb:
> Wenn man bei 3700€ netto (StK III) noch die GKV komplett bezahlen darf,
> dann liegt man bei 2900€ ca

Harte Sache, da ist man quasi schon kurz vorm Verhungern. Wie soll man 
mit knapp 3k netto nur klarkommen, vor allem auf so einem überschaubaren 
Zeitraum von 2 Jahren.

Geo Med schrieb:
> Wie gesagt jetzt hätte ich die Chance zu gehen und damit möchte ich auch
> die PKV los werden!

Dann such dir nen Job unter der Beitragsbemessungsgrenze.

Geo Med schrieb:
> Ich finde es legitim.

Du merkst nichts mehr, oder?

: Bearbeitet durch User
Autor: Qwertz (Gast)
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Abradolf L. schrieb:
> Geo Med schrieb:
>> Wie gesagt jetzt hätte ich die Chance zu gehen und damit möchte ich auch
>> die PKV los werden!
>
> Dann such dir nen Job unter der Beitragsbemessungsgrenze.

Das ist so nicht richtig, ausschlaggebend ist hier nicht die 
Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung, sondern die 
Jahresarbeitsentgeltgrenze. Diese beträgt für das Jahr 2018 59.400 € 
p.a. (die BBG nur 53.100 €).

Autor: genervt (Gast)
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Geo Med schrieb:
> Ich finde es legitim. Ich bin ja keine 55 und habe
> das System 30 Jahre geprellt... also bleibt mal locker.

Vergiß es!

Das ist schlimmer, als H4 zu beziehen und nebenher schwarz zu 
arbeiten.

Du darfst hier erzählen, dass du ab und zu krank feierst.
Du darfst hier erzählen, dass dich deine Gesundheit nicht kümmert 
(ungesundes Essen, Rauchen, Alkohol), die Kasse zahlt es ja.
Du darfst hier erzählen, dass du nach Feierabend an und zu schwarz was 
machst
Du darfst hier auch erzählen, dass es toll ist, dass deine Ehefrau 
arbeitet und du kostenlos mitversichert bist und ihr keine Kinder habt.
Usw....

Aber niemals, nienicht! Das du wieder in der GKV Beiträge zahlen 
willst!11! Das ist Blasphemie!

Autor: nur so (Gast)
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Was ich nicht verstehe: warum soll denn den Vertrag bei der PKV 
„auslaufen“? Eine private Krankenversicherung läuft doch nicht einfach 
so aus, er wird vielleicht umgestellt von einem Quotentarif in einen 100 
Prozent Tarif, da du evtl. deine Beihilfeberechtigung verlierst wenn Du 
dich entscheiden solltest die Beamtenlaufbahn nicht fortzuführen und in 
die Industrie gehst.

Ich würde mir eher mal Gedanken machen das korrekt abzuwickeln, denn Du 
solltest prüfen ob Du ohne erneute Gesundheitsprüfung in Ihnen 100 
Prozent Tarif umstellen kannst. Wenn Du da evtl. Fristen verpasst dann 
fällst Du oder wer auch immer zwischen allen Stühlen durch sofern der 
Gesundheitszustand es nicht ermöglicht eine neue Risikoprüfung in der 
PKV zu überstehen. Da wäre ich wirklich mal ganz vorsichtig und würde 
mir professionelle Beratung besorgen bevor das Kind in den Brunnen 
gefallen ist... selbst wenn du in die GKV kommst willst ja vielleicht in 
Zusatzversicherungen umstellen, ohne erneute Gesundheitsprüfung. Da Du 
aber Ross und Reiter nicht genannt hast kann man nicht mehr viel dazu 
sagen als das hier. Kümmere dich drum, nicht mit dem Hörensagen-Ansatz 
sondern professionell und rechtssicher.

Autor: Qwertz (Gast)
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genervt schrieb:
> Aber niemals, nienicht! Das du wieder in der GKV Beiträge zahlen
> willst!11! Das ist Blasphemie!

Was soll der Quatsch, genervt?
GKV-Rückkehrer sind nun einmal nicht gerne gesehen, wenn sie vorher aus 
dem System heraus gegangen sind, um Kosten zu sparen. Ist das so schwer 
zu verstehen?

Autor: genervt (Gast)
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Qwertz schrieb:
> GKV-Rückkehrer sind nun einmal nicht gerne gesehen, wenn sie vorher aus
> dem System heraus gegangen sind, um Kosten zu sparen.

Soweit nachvollziehbar.

Qwertz schrieb:
> Ist das so schwer
> zu verstehen?

Was so schwer zu verstehen ist: Warum sind diese Leute mehr geächtet, 
als die, die das System betrügen?

Autor: Markus M. (soarmaster)
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Es ist überhaupt keine Schande, privat krankenversichert zu sein. Die 
pKV fördert mit ihren höheren Vergütungen der Leistungserbringer in viel 
stärkerem Maß den medizinisch-technischen Fortschritt als es die 
gesetzlichen Kassen tun. Gesetzlich versicherte profitieren davon. Manch 
ein Arzt schafft sich modernste Gerätschaften nur an, weil er genügend 
Privatpatienten in seiner Praxis betreut, die den Großteil des 
Equipments finanzieren.

Als  Rückkehrer in die gkV bis du gern gesehen, wenn du dann lebenslang 
den Höchstbeitrag zahlst!

Auch sollte nicht unterschlagen werden, dass der Beitrag in der gKV 
jährlich  steigt. Die Rede ist nicht vom Beitragssatz. Gerade halbwegs 
gut verdienende, die sich im Korridor zwischen Beitragsbemessungs- und 
Versicherungspflichtgrenze bewegen, sind davon betroffen. In den letzten 
Jahren wurden beide Grenzen jährlich um etwa 1000€ nach oben geschoben. 
Das bedeutet, dass der Beitrag um ca 150€ jählich steigt. Der AN zahlt 
davon gut die hälfte selbst. In 10 Jahren ...? Und darin ist die 
Steigerung des Beitragssatzes noch nicht mal enthalten.

Klar ist die kostenfreie Mitversicherung von Familienmitgliedern ohne 
eigenes Einkommen erst mal ein Vorteil. Allerdings würde der AG im Falle 
privat Versicherter AN an den Kosten für die privat versicherten Kinder 
bis zum gesetzlich zu zahlenden Höchstsatz beteiligt. Und irgendwann 
sind die Kinder auch mal raus.

Wer sich für die freiwillig gesetzliche Mitgliedschaft entscheidet (oder 
entscheiden muss), sollte beim Vergleich berücksichtigen, dass er im 
Rentenalter auf alle seine Einkünfte (Mieteinnahmen, Zinsen) bis zur 
Höchstgrenze Versicherungsbeiträge zahlen muss.

Alles hat eben sein Für und Wider.
Probleme bekommen die, die sich irgend eine kleine Krauter pKV gesucht 
haben, die regelmäßig neue (günstige) Tarife öffnet und alte vergreisen 
lässt. Wählt man allerdings eine mitgliederstarke Versicherung (zb 
Debeka) muss man nicht mit solchen Spielchen rechnen und die Beiträge 
bleiben auf lange Sicht stabil. Mäßige Steigerungen gibt es dennoch, 
genau so wie Beitragssenkungen.

Wenn du raus willst, muss du gesetzlich versicherungspflichtig werden. 
D.h., du musst als Angestellter unterhalb der JAEG verdienen oder dich 
von der JAEG überholen lassen.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Qwertz schrieb:
> Auch ich finde es legitim, wenn sich jemand - aus welchen Gründen auch
> immer - für die PKV entscheidet. Aber dann soll er auf keinen Fall
> später wimmernd angekrochen kommen, dass er doch wieder zurück in die
> GKV will. Wer diese Entscheidung trifft, soll dann bitte auch mit den
> positiven oder negativen Konsequenzen leben, aber nicht irgendwelche
> Schlupflöcher suchen, um von beiden Systemen das Optimum abzusahnen.

Du sprichst die Sprache der Neider!

Autor: Qwertz (Gast)
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Cha-woma M. schrieb:
> Du sprichst die Sprache der Neider!

So ein Quatsch, ich könnte mich schon seit Jahren privat 
krankenversichern, aber so blöd bin ich nicht. Ich habe nur was gegen 
Schmarotzer.

Markus M. schrieb:
> Wählt man allerdings eine mitgliederstarke Versicherung (zb Debeka) muss
> man nicht mit solchen Spielchen rechnen und die Beiträge bleiben auf
> lange Sicht stabil. Mäßige Steigerungen gibt es dennoch, genau so wie
> Beitragssenkungen.

Stabile Beiträge, sogar Senkungen? Das haut langfristig mal so gar nicht 
hin, die privat Versicherten werden spätestens im Alter noch ihr blaues 
Wunder erleben. Da sind die GKV-Abgaben auf alle Einkunftsarten nichts 
dagegen.

Autor: Markus M. (soarmaster)
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Qwertz schrieb:
> Stabile Beiträge, sogar Senkungen? Das haut langfristig mal so gar nicht
> hin, die privat Versicherten werden spätestens im Alter noch ihr blaues
> Wunder erleben. Da sind die GKV-Abgaben auf alle Einkunftsarten nichts
> dagegen.

Nicht immer alles nachplappern..
https://www.debeka.de/unternehmen/presse/presse/de...

Autor: Gästchen (Gast)
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Ich kenne einen im Rentneralter der sich jetzt beschwert dass er in 
jungen Jahren privatversichert war. Seiner Aussage nach zahlt er jetzt 
knapp 500€ monatlich. Ich habe ihm aber gesagt, er wäre selbst schuld 
und hätte sich früher Gedanken darüber machen müssen.

Autor: Gästchen (Gast)
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Qwertz schrieb:
> die privat Versicherten werden spätestens im Alter noch ihr blaues
> Wunder erleben.

Und ich habe übersehen dass es sogar schon im Thread steht.

Autor: Markus M. (soarmaster)
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Einige Lebensrisiken sind ja vorhersehbar, zumindest das das Alterns;-)
Üblicherweise hat man ja mehrere Jahrzehnte Zeit, sich auf die Zeit nach 
Erwerbsleben vorzubereiten. Tut man das nicht, hat man eben ein Problem 
wenn die Alterseinkünfte zu gering ausfallen. Spiel mit Ansage, oder 
eben Lebensplanung.

Bleiben wir mal beim Angestellten. Wenn er sich für die pKV entscheidet, 
die idR vom Beitrag unter dem gesetzlichen Höchstbeitrag in der gKV 
liegt den der Angestellte definitiv zahlen müsste, dann kann er das 
ersparte Geld entweder verjubeln oder als Altersentlastung für sich 
selbst ansparen (Arbeitgeber-mitfinanziert!).
Und nochmal: niemand wird gezwungen, das Solidarsystem der gKV zu 
verlassen!
Das ist ja auch aus gutem Grund erst ab einem überdurchschnittlichen 
Einkommen möglich. Dem Gutverdienendem traut der Gesetzgeber eben zu, 
dass er in der Lage ist, für sich selbst vorzusorgen. Besitzt er diese 
Fähigkeit nicht, bleibt er (als freiwillig ges. Versicherter) im System 
und alle sind glücklich.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Markus M. schrieb:
> Qwertz schrieb:
>> Stabile Beiträge, sogar Senkungen? Das haut langfristig mal so gar nicht
>> hin, die privat Versicherten werden spätestens im Alter noch ihr blaues
>> Wunder erleben. Da sind die GKV-Abgaben auf alle Einkunftsarten nichts
>> dagegen.
>
> Nicht immer alles nachplappern..
> https://www.debeka.de/unternehmen/presse/presse/de...

Wobei der Beitrag von Anfang 2012 ist - die großen Probleme der Privaten 
begannen ja erst danach, einfach weil die Zinsen zur Zeit gnadenlos 
niedrig sind und das alte Modell der Kapitalanlage der Beiträge nicht 
mehr wirklich funktioniert.

> Und nochmal: niemand wird
> gezwungen, das Solidarsystem der gKV zu verlassen! Das ist ja auch aus
> gutem Grund erst ab einem überdurchschnittlichen Einkommen möglich. Dem
> Gutverdienendem traut der Gesetzgeber eben zu, dass er in der Lage ist,
> für sich selbst vorzusorgen. Besitzt er diese Fähigkeit nicht, bleibt er
> (als freiwillig ges. Versicherter) im System und alle sind glücklich.

Richtig - allerdings sollte dann auch kein Rückwechseln mehr möglich 
sein, bzw. nur bei Nachzahlung. Soviel Fairness gegenüber denjenigen, 
die brav ihre Altersrückstellung aufgebaut haben, sollte dann auch sein.

Wobei man schon die Frage stellen muss, warum es überhaupt zwei Systeme 
gibt und warum der Staat seine Beamten mit einer eigenen Beamtenkasse 
nicht selbst vorsorgen kann. Letzteres dürfte deutlich günstiger sein, 
als vielen privaten Anbietern Gewinn zu verschaffen.

Ich hab mich damals ganz bewusst für die GKV entschieden, auch wenn es 
mich als recht jungem Selbstständigen (kerngesund) damals und auch heute 
viel Geld gekostet hat. Leider fallen da viele meiner Kollegen auf die 
"€99-Angebote" herein, weil natürlich anfangs das Geld nicht in Massen 
fließt.

Das Abwandern der Selbstständigen zu den Privaten hin könnte man schon 
massiv einschränken, wenn endlich die Mindestbemessungsgrenzen (und zwar 
in beiden Richtungen) abgeschafft würden. Wir haben eine 
Solidarversicherung, und wer 10000€ im Monat nach Hause bringt, von dem 
darf erwartet werden, dass er 1500€ davon einzahlt. Und wer nur 1000€ 
verdient, zahlt auch nur €150 (und nicht wie jetzt über €300) ein. Aber 
da kam schon damals vom Ministerium auf meine Anfragen hin nix zurück.

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Markus M. schrieb:
> Als  Rückkehrer in die gkV bis du gern gesehen, wenn du dann lebenslang
> den Höchstbeitrag zahlst!

Das ist teilweise falsch! Als PKV-Versicherter kommst du nichtmehr 
zurück in die GKV, wenn du älter als 55J. bist.
Darunter kommst du auch nur dann nochmal zurück in die GKV, wenn du dich 
nicht hast befreien lassen und wenn dein Einkommen wieder unter die 
Bemessungsgrenze gesunken ist.


Markus M. schrieb:
> Wer sich für die freiwillig gesetzliche Mitgliedschaft entscheidet (oder
> entscheiden muss), sollte beim Vergleich berücksichtigen, dass er im
> Rentenalter auf alle seine Einkünfte (Mieteinnahmen, Zinsen) bis zur
> Höchstgrenze Versicherungsbeiträge zahlen muss.

Klar, und zwar nichtnur den halben Beitragssatz, wie bei der Rente von 
der Deutschen Rentenversicherung, sondern den vollen Beitragssatz. Das 
gilt übrigens auch für jede Art von Betriebsrente. Dieser Beitragsatz 
liegt im Mittel um 15%.

Ob GKV oder PKV, ist eine rein persönliche Entscheidung. Die hängt von 
so vielen Faktoren ab, die man unmöglich in einem Forum alle erörtern 
kann.

Eines möchte ich jedoch noch dazu sagen: Das Schreckensszenario, das die 
GKV den Leuten bezüglich Beiträge in der Rente auftischt, um sie als 
Mitglieder zu behalten, ist falsch.

Ein Beispiel, in welchem ich die Beträge mal so hoch ansetze, weil für 
Leute mit geringem Einkommen eine PKV eher nicht in Frage käme:

Du hast eine stattliche Rente von der Deutschen Rentenversicherung von 
2000€. Dazu hast du noch eine Betriebsrente von 1000€.
In der GKV zieht dir die Deutsche Rentenversicherung 7,5% als 
Krankenkassen beitrag ab, die andere Hälfte zahlt die RV. Das sind 
150.-€ mntl.

Für die Betriebsrente kriegst du die vollen 15% abgezogen, das sind 
nochmal 150.-€.

Der GKV-Versicherte zahlt somit 300.-€ Krankenkassenbeiträge = 2700€ 
verbleibende Rente.

Der PKV-Versicherte bekommt nun nichtnur nichts abgezogen, von seiner
Rente aus der DRV, sondern er bekommt den halben Krankenkassenbeitrag 
der GKV als Zuschuss zur PKV ausgezahlt.
Die Betriebsrente wird ohne jeden Abzug ausgezahlt.

Somit bekommt der PKV-Versicherte eine Rente von 2150 + 1000.-€ = Summe: 
3150.-€ ausbezahlt

Er bekommt also 450€ mehr aufs Konto, als wäre er in der GKV!
Klar, jetzt muss er den Beitrag für die PKV noch zahlen.

Dennoch, ob sich das lohnt oder nicht, ist eine Frage der Betrachtung.

Autor: micha54 (Gast)
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Hallo,

also PKV-Betroffener will ich hier mal eine andere Seite beleuchten:

Ich habe nämlich gedacht, PKV und Chefarzt-Behandlung wäre was 
ausgesprochen positives.
Und dann stehe ich am Bett meines kranken Sohnes und da sagt mir das 
Klinik-Personal: Sie sind PKV, da dürfen wir ihnen leider keine 
Auskünfte geben, da müssen Sie mit dem Chef sprechen, nein, der ist erst 
morgen früh wieder im Haus.

Gruß,
Michael

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Lothar M. schrieb:
> Er bekommt also 450€ mehr aufs Konto, als wäre er in der GKV!
> Klar, jetzt muss er den Beitrag für die PKV noch zahlen.

Genau, und die kann dann schon mal locker bei >1000 EUR liegen. Was 
denkst du warum so viele PKVler im Alter dann in den Basistarif hecheln. 
Dann hast du nur noch ~700 EUR bei einem Bruchteil der GKV Leistungen.

> Dennoch, ob sich das lohnt oder nicht, ist eine Frage der Betrachtung.

Ja das muss jeder selber wissen ob er das will. PKV macht dann Spaß wenn 
man nicht auf Geld gucken muss, und so war das auch mal gedacht.

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Lothar M. schrieb:
> Klar, jetzt muss er den Beitrag für die PKV noch zahlen.

Der dann ziemlich sicher höher als 450€ ist.

Autor: Qwertz (Gast)
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Lothar M. schrieb:
> Der PKV-Versicherte bekommt nun nichtnur nichts abgezogen, von seiner
> Rente aus der DRV, sondern er bekommt den halben Krankenkassenbeitrag
> der GKV als Zuschuss zur PKV ausgezahlt.

Diesen "Luxus" gibt es aber auch für gesetzlich Versicherte, die zu 90% 
der zweiten Hälfte des Erwerbslebens gesetzlich versichert waren 
(Krankenversicherung der Rentner). Dann übernimmt die DRV für die Rente 
sozusagen den Arbeitgeberanteil der GKV.
Für private Einkünfte wie Mieteinnahmen, Privatrenten oder Zinsen sind 
dann übrigens keinerlei Krankenkassenbeiträge zu zahlen (das gilt 
allerdings nicht für Betriebsrenten).

Das kann man alles hier schön nachlesen:
http://www.finanztip.de/gkv/krankenversicherung-der-rentner/

Autor: Sebastian H. (sebh)
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Abradolf L. schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Klar, jetzt muss er den Beitrag für die PKV noch zahlen.
>
> Der dann ziemlich sicher höher als 450€ ist.

Und wie viel hätte man die ersten 20Jahre pKV zur Seite legen können? 
Selbst ohne Verzinsung sollten da einige Jahre Beitragsdifferenz 
ausgeglichen werden können.

Ich bin auch am überlegen in die pKV zu wechseln (bin u30). Wieso? Wenn 
ich ab und an Mal zum Spezialisten muss soll ich froh sein wenn ich in 
3-6 Wochen einen Termin bekomme. Wenn dann 2 Wochen vorher ein Termin 
von der Arbeit dazwischen kommt warte ich wieder 3-6 Wochen. Jetzt gehe 
ich aber erst zum Arzt wenn es weh tut und sich eigentlich nicht mehr 
vermeiden lässt...

Beim Hausarzt das gleiche, oftmals 60+ Minuten Wartezeit weil erst der 
ganze Rentner Verein drankommt und ich aus irgendwelchen Gründen nicht 
1-2 Wochen vorher schon weiß das ich krank werde. Und dafür zahle ich 
200-300€ mehr als ein Privater?

Zum Thema Kosten: seien wir Mal ehrlich, mit der Auseinanderklaffung der 
Schere Arm - Reich werden auch die Kosten für die gKV auf Seite der 
Reichen (und damit ist jeder gemeint der >55k€ im Jahre verdient) immer 
weiter steigen, in Form von Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze (von 
der Politik die letzten Jahre stark präferiert, denn dann müssen nur die 
"Reichen" mehr bezahlen) oder der Beitragssätze.

Das einzige was mich noch davon abhält: das ich mir überlege nicht öfter 
Mal ein bisschen längeren Urlaub zu machen. 6 Monate zwischen einem 
Jobwechsel kosten Progression sei Dank ja nicht viel. Ich würde auch 
eine Reduktion der Arbeitszeit einer Gehaltserhöhung vorziehen, mein 
Geld reicht mir und bei fast 50% Abzügen macht das Geld verdienen auch 
keinen Spaß.

Autor: Qwertz (Gast)
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Sebastian H. schrieb:
> Ich bin auch am überlegen in die pKV zu wechseln (bin u30).

Mas soll Reisende ja nicht aufhalten, aber überlege es dir wirklich gut!

Aus meiner Sicht gibt es derzeit nur zwei sinnvolle Anwendungsfälle für 
die PKV:
1. Du bist Beamter auf Lebenszeit.
2. Geld spielt überhaupt keine Rolle mehr in deinem Leben, weil reich 
geerbt oder was auch immer.

Autor: Geo Med (Gast)
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Als PKV'ler halte ich es für ein Märchen, dass man schneller irgendwo 
drangenommen wird. Ich muss bei meinem Zahnarzt und bei den Kinderärzen 
genauso lange warten wie andere auch. Ich habe bisher keinen Arzt 
erlebt, der hier eine Unterscheidung gemacht hat. Auch ein Punkt weshalb 
ich so enttäuscht bin. Es wird einem immer erzählt, dass man nicht 
warten muss, aber ich kann es nicht bestätigen. Klar kommt jetzt wieder 
jemand um die Ecke und sagt ich habe die falschen Ärzte...

Und selbst mein Kumpel (Lehrer, verbeamtet auf Lebenszeit) war mit einer 
OP in einem Zweitbettzimmer. Am Anfang hieße er müsse zwei Nächte im KH 
bleiben. Allerdings wurde er bereits nach einer Nacht am nächsten Tag 
entlassen. Sein Frau konnte ihn jedoch erst nachmittags abholen - das 
End vom Lied war, dass er ab 10 Uhr draußen am Gang mit einem Gipsbein 
sitzen durfte und hat gewartet bis ihn jemand abholt. Sie haben einfach 
das Bett benötigt und da frägt keine alte Sau danach, ob man nun in der 
PKV oder GKV ist. Das ist ein Märchen! Ich persönlich kann Jedem nur 
davon abraten. Wer das nötige Kleingeld hat, sollte vielleicht ein paar 
Zusatzversicherungen abschließen, aber das war es auch schon!

Autor: Nur so (Gast)
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Es gibt Unterschiede! Informiert euch mal zum Thema Budgetierung / 
Regelleistungsvolumen (Arzt bekommt pro Quartal 20€ für alles was er 
beim GKV Patient macht - nur mal als Beispiel). Ausreichend, medizinisch 
notwendig etc. Jetzt kommt der PKVler und wird eben zu Spezialisten 
vorgelassen, die ein reiner GKV Patient nie zu Gesicht bekommt. Er muss 
natürlich die Musik bezahlen die er bestellt aber wenn es um die Wurst 
geht und die PKV als Kostenerstatter funktioniert dann hast du Vorteile 
(es geht nicht um 20 Minuten weniger Wartezeit, ihr diskutiert die 
Bagatellen).

Als GKVler kann man aber auch das Kostenerstattungsprinzip wählen und 
mit Zusatzversicherung Ambulant zum Privatpatient mutieren. Ausweg aus 
Budgetierung etc.

Es ist wie mit allem, man muss es regeln können und wollen. Aufwand ist 
es und evtl. teurer als Voll PKV aber es gibt eben Wege zu optimieren.

Autor: Markus M. (soarmaster)
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Ich habe da gegenteiliges erlebt. Sowohl beim Allgemeinen, als auch beim 
Kinderarzt. Irgendwie habe ich mich dabei etwas geschämt. Die meisten 
anderen sitzen auch nicht zum Spaß im Wartezimmer und mussten nun auch 
noch länger warten.

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Ich will garkeine Versicherungsart empfehlen oder bevorzugen.

Ich will nurmal die Aspekte darlegen, weshalb ich vor langer Zeit in die 
PKV gewechselt bin und was mittlerweile Fakten sind:

Im jungen Alter von etwa 30Jahren wechselte ich in die PKV. Der Grund 
war, dass ich mittlerweile gut verdiente und über der Bemessungesgrenze 
lag. Die PKV lockt/beginnt in diesem Alter mit niedrigen Beiträgen und 
wenn man ein Jahr und mehr die Versicherung nicht in Anspruch nimmt, 
bekommt man bis zu 3 Monatbeiträge incl. dem Arbeitgeberanteil, also 
faktisch 6 Beiträge, wieder erstattet.
Dadurch kostete mich damals die PKV weniger als die Hälfte der 
gesetzlichen, wo ich ja den Höchstsatz hätte zahlen müssen.
Ich war Junggeselle und wollte es auch bleiben, weshalb eine 
Familienversicherung für mich nicht interessant gewesen wäre.

Im Laufe der Jahre stiegen aber die Beiträge rasant, sodass irgendwann 
meine Beitragsanteile grösser wurden als bei den gesetzlichen.

Dadurch, dass die PKV Rücklagen bildet und selbige nicht ausbezahlen 
oder weitergeben braucht bei einem Versicherungswechsel, bist du so 
ziemlich mit deiner Krankenkasse verheiratet. Eine Scheidung ginge nur 
unter erheblichen finanziellen Einbussen.

Mittlerweile bin ich berentet und komme auch nichtmehr raus, ich zahle 
knapp über 700€ monatl.
Wem das zuviel ist, kann entweder in den Basistarif wechseln, oder die 
Versicherungsleistungen etwas zusammenstreichen lassen.
Basistarif ist ein Tarif der dem der gesetzlichen gleich gestellt ist 
und auch die Leistungen sind gleichgestellt.

Zusammenstreichen heisst: Man muss nicht unbedingt im 1-Bettzimmer 
liegen, man muss sich nicht unbedingt nur vom Chefarzt behandeln lassen, 
die Zuzahlung zu Medizinischen Hilfsmitteln wie z.B. Brillen, Hörgeräte, 
Gehhilfen, Zahnprothesen und überhaupt Prothesen u.s.w. kann man denen 
der gesetzlichen anpassen.

Durch solche Massnahmen kann man den monatl. Beitrag erheblich senken.

Nungut, ich will auch garnichtmehr raus, denn:
Meine Versicherung bezahlt alle medizinischen Massnahmen, unabhängig 
davon wo auf der Welt die Leistung erbracht wird. Da ich mich immer 
einige Monate im Jahr in Australien aufhalte, war mir das besonders 
wichtig.

Prothesen ist ein ganz grosses Thema. Etwas das im Alter mit Sicherheit 
auf einem zukommt, sind Zahnprothesen, eventl. Hörgeräte, Brillen, 
oftmals Gelenkprothesen bei Arthrose, ohne die zu benennen die durch 
einen eventuellen Unfall notwendig werden.
In diesen Situationen ist der PKV-Versicherte wieder auf der Win-Seite.

Es gibt noch unzählige andere Betrachtungswinkel, die kann man garnicht 
alle aufzählen.

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Lothar M. schrieb:

> Basistarif ist ein Tarif der dem der gesetzlichen gleich gestellt ist
> und auch die Leistungen sind gleichgestellt.

Leider nicht die Leistungen. Die meisten Basistarifleistungen liegen 
deutlich unter denen der GKV, weshalb auch viele Arzte solche Patienten 
gar nicht mehr annehmen.

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Cyblord -. schrieb:
> weshalb auch viele Arzte solche Patienten
> gar nicht mehr annehmen.

Das wäre illegal! Ein Arzt mit Kassenzulassung muss den PKVler 
behandeln!

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Lothar M. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> weshalb auch viele Arzte solche Patienten
>> gar nicht mehr annehmen.
>
> Das wäre illegal! Ein Arzt mit Kassenzulassung muss den PKVler
> behandeln!

Ärzte nehmen immer wieder keine Patienten an, egal ob GKV oder eben 
schlechte PKV. Ob illegal oder nicht, es wird gemacht. Er muss eben 
nicht unendlich viele Patienten behandeln. Im Zweifel ist kein Termin 
frei.

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Hier ein paar aktuelle Artikel, einmal wie man Prämien sparen/reduzieren 
kann und einmal wie man in die Rentnerversicherung kommt:

https://www.welt.de/finanzen/versicherungen/articl...

https://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article17...

Autor: Mikro 77 (mikro77)
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Wie bereits ausgeführt... (nochmal zum Zusammenfassen):

GKV: Die Beiträge in der GKV richten sich prinzipiell nach dem Einkommen 
(Leistungsfähigkeitsprinzip). Mitglieder mit "hohem" Einkommen 
finanzieren die Mitglieder mit "niedrigem" Einkommen. Die GKV Ausgaben 
pro Mitglied liegen bei monatlich ca. 250€ [1] über alle Alter 
gemittelt. In der GKV ist der Großteil der Bevölkerung mit geringem oder 
ohne Einkommen versichert. Für diesen Teil der Bevölkerung springt der 
Sozialstaat mit lediglich 90€ [1] ein. Den Rest müssen die die übrigen 
Mitglieder (mit dem "hohen" Einkommen) tragen. Was "hohes" Einkommen 
bedeutet, darf sich jeder selbst ausrechnen (bei bspw. 250€ Kosten pro 
Mitglied und 15% Beitrag).

[1] 
https://www.iwkoeln.de/presse/iw-nachrichten/beitr...

PKV: Der Zugang zur PKV setzt (mehrheitlich) ein (im Vergleich zur GKV) 
"sehr" hohes Einkommen voraus (Versicherungspflichtgrenze). Die Beiträge 
sind einkommensunabhängig (halt ähnlich wie bei einer 
Haftpflichtversicherung). Das Interessante an der PKV: Man muss den Teil 
der Bevölkerung ohne Einkommen oder mit geringen Einkommen nicht 
mitfinanzieren! Man wird also aufgrund des hohen Einkommens vom 
Leistungsfähigkeitsprinzips befreit! Pikantes Detail: Für einen 
Versicherten in der PKV muss das "Sozialsystem" einspringen (Basistarif 
~600€ [2]), wenn er die Beiträge nicht mehr zahlen kann (GKV dagegen: 
90€). Das System PKV kann man daher imho als "Schmarotzer" betrachten.

[2] 
https://arbeitskreis-krankenversicherungen.de/priv...

Da stellt sich die Frage, wie sich die PKV trotz SPD 
Regierungsverantwortung über Jahrzehnte in dieser Form halten konnte: 
Das sollte doch ein gefundenes Fressen sein.

Eine wesentliche Ursache liegt imho in einer Systemschwäche: Der Wechsel 
der Beamten vom jetzigen PKV basierten System in das GKV System wäre für 
die Beamten selbst teuer (werden ins Leistungsfähigkeitsprinzip 
eingebunden) als auch für den Staat (Arbeitgeberanteil). Die Initiative 
einer Änderung müsste daher von den Wählern kommen. Den meisten Wählern 
ist das Problem aber nicht bewusst.

Markus M. schrieb:
> Und nochmal: niemand wird gezwungen, das Solidarsystem der gKV zu
> verlassen!
> Das ist ja auch aus gutem Grund erst ab einem überdurchschnittlichen
> Einkommen möglich. Dem Gutverdienendem traut der Gesetzgeber eben zu,
> dass er in der Lage ist, für sich selbst vorzusorgen.

Der Gesetzgeber denkt sich imho: Würde ein Teil der GKV Nettozahler in 
die PKV wechseln, dann würde die GKV ohne staatliche Zahlungen 
zusammenbrechen.

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Abradolf L. schrieb:
> wie man in die Rentnerversicherung kommt:

Die "Krankenversicherung der Rentner" (KVdR) ist nichts weiter als eine 
stinknormale Gesetzliche Krankenversicherung. Es ist keine eigenständige 
Versicherung.
Ein Vorteil der KVdR ist, dass auf private Einkünfte wie Mieteinnahmen, 
Privatrenten oder Zinsen keine Krankenkassenbeiträge zu zahlen sind.

Auch ist z.B. bei der AOK der Beitrag um etwa 1% niedriger, weil für 
Rentner kein Karankengeld bei Arbeitsunfähigkeit mehr bezahlt werden 
muss.

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Lothar M. schrieb:
> Die "Krankenversicherung der Rentner" (KVdR) ist nichts weiter als eine
> stinknormale Gesetzliche Krankenversicherung. Es ist keine eigenständige
> Versicherung.

Ja, das ist bekannt, aber genau darum geht es doch, wie kommt man als 
privater möglicherweise da rein.

Autor: genervt (Gast)
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Lothar M. schrieb:
> Ein Vorteil der KVdR ist, dass auf private Einkünfte wie Mieteinnahmen,
> Privatrenten oder Zinsen keine Krankenkassenbeiträge zu zahlen sind.

Noch, in absehbarer Zeit wird man das Privileg abschaffen und dagegen 
lässt sich auch schlecht argumentieren.

Autor: Qwertz (Gast)
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genervt schrieb:
> Lothar M. schrieb:
> Ein Vorteil der KVdR ist, dass auf private Einkünfte wie Mieteinnahmen,
> Privatrenten oder Zinsen keine Krankenkassenbeiträge zu zahlen sind.
>
> Noch, in absehbarer Zeit wird man das Privileg abschaffen und dagegen
> lässt sich auch schlecht argumentieren.

Pessimist! Woher willst du denn wissen, was irgendwann mal abgeschafft 
wird oder nicht? Kann sein, kann aber auch nicht sein. Du kennst auch 
nicht deinen zukünftigen Steuersatz etc. Und echte Argumente sehe ich da 
nicht, es ist ja auch nicht so, dass jeder Hinz und Kunz im Alter noch 
monatlich zusätzlich Tausende von Euros an Mieteinnhamen und Dividenden 
einstreicht.

Autor: IchGlaubeEsNicht (Gast)
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>...wie kommt man als privater möglicherweise da rein.

Verstehe ich nicht, die Privaten sind doch angeblich so toll und 
kostengünstig.

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Geo Med schrieb:
> Als PKV'ler halte ich es für ein Märchen, dass man schneller irgendwo
> drangenommen wird. Ich muss bei meinem Zahnarzt und bei den Kinderärzen
> genauso lange warten wie andere auch.
Genau so ist es!

> Ich habe bisher keinen Arzt
> erlebt, der hier eine Unterscheidung gemacht hat. Auch ein Punkt weshalb
> ich so enttäuscht bin.
Ansichtssache!
> Es wird einem immer erzählt, dass man nicht
> warten muss, aber ich kann es nicht bestätigen. Klar kommt jetzt wieder
> jemand um die Ecke und sagt ich habe die falschen Ärzte...
100%!

Autor: genervt (Gast)
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Qwertz schrieb:
> Pessimist! Woher willst du denn wissen, was irgendwann mal abgeschafft
> wird oder nicht?

Das ist kein Pessimismus, man muss sich nur die immer weiter ausufernden 
Gesundheitskosten ansehen, was liegt da näher als die Einkünfte 
heranzuziehen?

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Abradolf L. schrieb:
> Passt ja grad thematisch:
>
> 
https://www.welt.de/wirtschaft/article170501331/Wi...

Guter Artikel!

Dazu muss ich jetzt mal etwas ketzerisch anmerken:
Die Deutschen sind in Bezug auf Medizin reichlich ungebildet.
Das habe ich in anderen Ländern anders erlebt.
Im deutschen Schulsystem sind Fächer wie Religion und Sport wichtiger 
als medizinisches Basiswissen zu vermitteln.

Dieser Mangel an medizinischer Bildung lädt die Pharmaindustrie und 
medizinische Einrichtungen geradezu ein, ein riesiges Geschäft zu 
machen.

Der Doktor hat gesagt.... ist ein Dogma für viele Menschen. Sie können 
es auch garnicht in Frage stellen, weil die Bildung fehlt.

Also werden munter Pillen geschluckt die kein Mensch braucht, 
Operationen durchgeführt die niemandem helfen, Hilfsmittel verordnet die 
später irgendwo verstauben u.s.w.

Egal was es kostet, die Krankenkasse bezahlt es ja.
....und die Krankenkassen interessiert es auch nicht wirklich, wenn die 
Ausgaben steigen, werden eben die Beiträge angehoben.

Ein Selbstbedienungsladen sondergleichen!

Noch ein Beispiel aus meiner langjährigen Zugehörigkeit zur PKV:
Solange ich in der PKV bin und irgendwann, irgendwie mal einen Arzt 
gebraucht habe, war die anschliessende Rechnung nie korrekt.
Da wurden immer Leistungen mit abgerechnet die nie erbracht wurden.
Ich weiss, das ist ein schlimmer Vorwurf, aber ich kann das belegen.

Bei einem diesbezüglichen Kontakt mit meiner PKV wurde mir gesagt, wegen 
so kleiner Beträge unternehmen sie nichts.

Tja, 100.000 kleine Beträge sind eben auch Peanuts.

Ein höchst krankes Gesundheitssystem!

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Lothar M. schrieb:
> Dazu muss ich jetzt mal etwas ketzerisch anmerken:
> Die Deutschen sind in Bezug auf Medizin reichlich ungebildet.
> Das habe ich in anderen Ländern anders erlebt.
> Im deutschen Schulsystem sind Fächer wie Religion und Sport wichtiger
> als medizinisches Basiswissen zu vermitteln.
>
> Dieser Mangel an medizinischer Bildung lädt die Pharmaindustrie und
> medizinische Einrichtungen geradezu ein, ein riesiges Geschäft zu
> machen.

Selten genug, aber da stimme ich dir in weiten Teilen zu. 
Naturwissenschaften sind halt uncool. Einen anderen Aspekt, den ich dazu 
noch anbringen würde: Gesundheit kostet Geld und es ist ein 
Wirtschaftszweig, nur nimmt man das hier kaum so wahr bzw. es ist kaum 
Bewusstsein dafür vorhanden, weil die Beträge ja automatisch vom 
Gehaltszettel abwandern. In den USA ist die Wahrnehmung diesbezüglich 
anders. Vor- und Nachteil gleichzeitig ist, dass in den USA ein deutlich 
angebotsreicherer Markt bezüglichen Krankenversicherungen besteht. 
Nachteilig daran ist, dass es deutlich komplexer ist eine für sich 
passende Police zu finden oder zusammen zu stellen. Vorteilig ist, dass 
ich die Police feingranularer auf meine persönliche Situation 
zuschneiden kann.
Sicherlich ist jetzt USA kein Leuchtturm für gelungenes 
Gesundheitswesen, aber etwas mehr Marktbewusstsein wäre hier durchaus 
angebracht, um zum Beispiel diese Abrechnungen genauer unter die Lupe zu 
nehmen, etc.

Autor: genervt (Gast)
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Lothar M. schrieb:
> Noch ein Beispiel aus meiner langjährigen Zugehörigkeit zur PKV:
> Solange ich in der PKV bin und irgendwann, irgendwie mal einen Arzt
> gebraucht habe, war die anschliessende Rechnung nie korrekt.
> Da wurden immer Leistungen mit abgerechnet die nie erbracht wurden.
> Ich weiss, das ist ein schlimmer Vorwurf, aber ich kann das belegen.

Ach? So eine Überraschung!

So ziemlich jeder Berufszweig hat eine erschreckend hohe Fehlerquote in 
dieser Richtung, vor allem dann wenn es nicht an das Geld des Kunden 
geht. Aber auch Handwerker und Autowerkstätten irren sich oft zu eigenen 
Gunsten.

Irgendwie tendieren da nur Ingenieure und Artverwandte zur Korrektheit. 
Blos keine Privaten Themen während der Arbeitszeit und Überstunden ohne 
groß zu murren mit dem Gehalt abgegolten.

Autor: Claus M. (energy)
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Geo Med schrieb:
> Als PKV'ler halte ich es für ein Märchen, dass man schneller irgendwo
> drangenommen wird. Ich muss bei meinem Zahnarzt und bei den Kinderärzen
> genauso lange warten wie andere auch. Ich habe bisher keinen Arzt
> erlebt, der hier eine Unterscheidung gemacht hat.

Dann versuch mal einen Termin beim Augenarzt oder Orthopäden zu 
bekommen. GKV -> Monate. PKV -> morgen. Es geht um Fachärzte. Nicht um 
dem Wald-und Wiesen-Arzt. Als GKVler darfst du dann auch noch zuerst zum 
Hausarzt dir ne Überweisung holen, weil man dir nicht zutraut selber zu 
wissen, zu welchem Facharzt du musst.

Autor: Claus M. (energy)
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genervt schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Noch ein Beispiel aus meiner langjährigen Zugehörigkeit zur PKV:
>> Solange ich in der PKV bin und irgendwann, irgendwie mal einen Arzt
>> gebraucht habe, war die anschliessende Rechnung nie korrekt.
>> Da wurden immer Leistungen mit abgerechnet die nie erbracht wurden.
>> Ich weiss, das ist ein schlimmer Vorwurf, aber ich kann das belegen.
>
> Ach? So eine Überraschung!

Und du glaubst bei der GKV wäre das anders? Da merkt es nur keiner, weil 
der Patient die Rechnungen gar nicht in die Hand bekommt. Was meint ihr, 
warum die Beiträge zur GKV so hoch sind (neben dem Lobbyismus der 
Pharmas)

Autor: genervt (Gast)
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Claus M. schrieb:
> Und du glaubst bei der GKV wäre das anders?

Da wird es noch schlimmer sein, weil es keiner kontrollieren kann.

Autor: Nautilus (Gast)
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Bastler schrieb:
> Ich bin heilfroh, dass ich noch frühzeitig genug den Absprung von der
> Privaten in die Gesetzliche noch hinbekommen habe.

Erst die Vorteile der PKV genießen und später auf Kosten der langjährig 
Versicherten der GKV auf deren Tasche liegen. Gerechtigkeit?

Autor: genervt (Gast)
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Nautilus schrieb:
> Erst die Vorteile der PKV genießen und später auf Kosten der langjährig
> Versicherten der GKV auf deren Tasche liegen. Gerechtigkeit?

Die GKV wird trotzdem von ihm profitieren, weil er mehr einzahlt, als 
der Durchschnitt. Er liegt niemandem auf der Tasche.

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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genervt schrieb:
> Ach? So eine Überraschung!
>
> So ziemlich jeder Berufszweig hat eine erschreckend hohe Fehlerquote in
> dieser Richtung, vor allem dann wenn es nicht an das Geld des Kunden
> geht. Aber auch Handwerker und Autowerkstätten irren sich oft zu eigenen
> Gunsten.

Solches Verhalten als "Fehlerquote" und/oder "irren" abzutun ist 
schlichtweg die Verharmlosung von Betrug.

Dieser Tatbestand ändert sich auch nicht dadurch, dass er von einem 
ganzen Berufsstand systematisch durchgeführt wird.

Der PKV-Versichterte darf sich auch darüber wundern, dass er den 2,3 
fachen Satz eines GKV-Versicherten bezahlen muss....für die gleiche 
Leistung.

Die Leistungsbeschreibung solch einer Rechnung versteckt sich meist auch 
hinter Ziffern der GOÄ, welche den Ärzten einen grossen Spielraum in der 
Rechnungsgestaltung zugesteht. Dadurch, dass diese GOÄ-Ziffern für viele 
Versicherte quasi einer Chiffrierung gleich kommt, wird eine Prüfung 
zusätzlich erschwert.

An diesem System wird sich auch so schnell nichts ändern, einfach weil 
zu viele Institutionen sehr viel daran verdienen.
Die Lobbyisten werden das zu verhindern wissen.

Der Dumme ist, wie so oft, der Endverbraucher.

Autor: Rick McGlenn (rick-nrw)
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Claus M. schrieb:
> Dann versuch mal einen Termin beim Augenarzt oder Orthopäden zu
> bekommen. GKV -> Monate. PKV -> morgen. Es geht um Fachärzte. Nicht um
> dem Wald-und Wiesen-Arzt. Als GKVler darfst du dann auch noch zuerst zum
> Hausarzt dir ne Überweisung holen, weil man dir nicht zutraut selber zu
> wissen, zu welchem Facharzt du musst.

OK, es dauert als gesetzlich versicherter länger mit dem Termin beim 
Facharzt.

Als Privater schaut der Arzt, was er so alles mit dir anstellen kann, 
welche Untersuchungen er so alles für halbwegs sinnvoll hält, um seine 
teure Apparaturen einzusetzen.
Die Untersuchung dauert mindestens 3 Stunden.

Als Gesetzlicher bekommst du das was die Krankenkasse maximal zahlt.
Die Untersuchung dauert max. 10 Minuten.

Ob Du als Privater danach gesünder bist, fraglich.

Autor: genervt (Gast)
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Rick M. schrieb:
> Als Privater schaut der Arzt, was er so alles mit dir anstellen kann,
> welche Untersuchungen er so alles für halbwegs sinnvoll hält, um seine
> teure Apparaturen einzusetzen.
> Die Untersuchung dauert mindestens 3 Stunden.
>
> Als Gesetzlicher bekommst du das was die Krankenkasse maximal zahlt.
> Die Untersuchung dauert max. 10 Minuten.
>
> Ob Du als Privater danach gesünder bist, fraglich.

Nur mal so grundsätzlich: Der Unterschied zwischen Untersuchung und 
Behandlung ist dir geläufig?

Bei einer ausführlichen Untersuchung findet man auch mal was im 
Frühstadium, muss ich jetzt in die Details gehen, warum das 
ausgesprochen vorteilhaft sein kann?

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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genervt schrieb:
> Bei einer ausführlichen Untersuchung findet man auch mal was im
> Frühstadium, muss ich jetzt in die Details gehen, warum das
> ausgesprochen vorteilhaft sein kann?

Das ist die positive Seite der Medaille, die negative Seite ist: "Hat 
man nichts gefunden, hat man nur noch nicht lange genug gesucht" :-) 
alte Arztweisheit.

Autor: genervt (Gast)
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Rick M. schrieb:
> Als Gesetzlicher bekommst du das was die Krankenkasse maximal zahlt.
> Die Untersuchung dauert max. 10 Minuten.

Und btw. Wie lange braucht ihr im Mittel um einen Softwarebug oder 
Hardwarefehler zu diagnostizieren?

Mal drüber nachdenken!

Autor: genervt (Gast)
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Abradolf L. schrieb:
> genervt schrieb:
>> Bei einer ausführlichen Untersuchung findet man auch mal was im
>> Frühstadium, muss ich jetzt in die Details gehen, warum das
>> ausgesprochen vorteilhaft sein kann?
>
> Das ist die positive Seite der Medaille, die negative Seite ist: "Hat
> man nichts gefunden, hat man nur noch nicht lange genug gesucht" :-)
> alte Arztweisheit.

Ein bißchen Eigenverantwortung sollte man schon mitbringen, aber das 
traut sich je keiner den Göttern in Weiß gegenüber. Erst recht nicht, 
wenn man Hypochonder ist.

Autor: genervt (Gast)
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Lothar M. schrieb:
> Im deutschen Schulsystem sind Fächer wie Religion und Sport wichtiger
> als medizinisches Basiswissen zu vermitteln.

Und das, obwohl man im Arbeitsleben einen Tag in der Woche der 
Krankenkasse/Gesundheit opfern muß.

Autor: Qwertz (Gast)
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genervt schrieb:
> Irgendwie tendieren da nur Ingenieure und Artverwandte zur Korrektheit.

Nein, der Eindruck trügt. Der Unterschied könnte sein, dass Dinge 
nüchterner gesehen werden, da Fakten hier mehr zählen als Emotionen. 
Aber auf den eigenen Vorteil schaut diese Gruppe genauso wie alle 
anderen auch.

> Blos keine Privaten Themen während der Arbeitszeit und Überstunden ohne
> groß zu murren mit dem Gehalt abgegolten.

Beides kenne ich so nicht. Bei uns wird auch viel Privates besprochen, 
und Überstunden werden genau erfasst.

Autor: genervt (Gast)
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Qwertz schrieb:
>> Blos keine Privaten Themen während der Arbeitszeit und Überstunden ohne
>> groß zu murren mit dem Gehalt abgegolten.
>
> Beides kenne ich so nicht. Bei uns wird auch viel Privates besprochen,
> und Überstunden werden genau erfasst.

Du warst doch bei dem anderen Thread auch dabei und weißt, dass es nicht 
überall so ist.

Autor: Qwertz (Gast)
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genervt schrieb:
> Du warst doch bei dem anderen Thread auch dabei und weißt, dass es nicht
> überall so ist.

Ja, in Klitschen sieht das gewiss anders aus, da hast du recht. Aber ist 
das jetzt repräsentativ für alle Ingenieure und Informatiker? Ich denke 
nicht, die sind wohl eher die Ausnahme von der Regel.

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