Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Gesetzlich oder privat krankenversichern?


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von D. I. (Gast)


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genervt schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Davon merke ich noch nicht viel. Die Erhöhungen waren in den letzten
>> fünfzehn Jahren sehr moderat.
>
> Schon nachgerechnet? Um wieviel % wird sich deine GKV zum Jahreswechsel
> verteuern?

von 15,5% auf 15,7% also um sagenhafte 1,2%

von genervt (Gast)


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D. I. schrieb:
> von 15,5% auf 15,7% also um sagenhafte 1,2%

das sind 2,4%, da der 0,2%-Anstieg nur am Arbeitgeber hängen bleibt.

Und du hast den Anstiegt durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze 
unterschlagen.

von genervt (Gast)


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genervt schrieb:
> am Arbeitgeber hängen bleibt.

sollte heißen: Arbeitnehmer hängen bleibt.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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genervt schrieb:
> D. I. schrieb:
>> von 15,5% auf 15,7% also um sagenhafte 1,2%
>
> das sind 2,4%, da der 0,2%-Anstieg nur am Arbeitgeber hängen bleibt.
>
> Und du hast den Anstiegt durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze
> unterschlagen.

Eine Explosion ist für mich trotzdem nicht erkennbar, zumal man da noch 
die ESt.-Ersparnis abziehen muss.

von Axel L. (axel_5)


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Earl S. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Man sollte nicht vergessen, dass die meisten jungen Leute nicht so
>> fuchtbar viel verdienen und deswegen in der GKV vergleichsweise wenig
>> bezahlen.
>>
>> PKV ist nur für die interessant, die deutlich über der
>> Beitragsbemessungsgrenze verdienen, weil die eben relativ hohe
>> GKV-Beiträge zahlen. Und selbst von denen wechseln nicht so richtig
>> viele.
>
> nicht jeder, der sich privat versichert, macht das um Geld zu sparen.
> Oder meinst du, dass jemand, der seine ganze Familie privat versichert,
> glaubt, dass er damit billiger wegkommt, als in der GKV?
> Es sind auch Leute, die genug Geld haben, um die Beiträge auch im Alter
> problemlos bezahlen zu können. Denen geht es um die bessere und
> bevorzugte Behandlung.
> Dass da durchaus was dran ist, zeigt z.B. dieser Bericht:
> 
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/arzttermin-darf-man-sich-als-privatpatient-ausgeben-a-1064882.html

Kann das natürlich nur aus meinem Bekanntenkreis beurteilen, aber die 
sind alle als junge Ings vor allem wegen des Geldes gewechselt und 
würden jetzt mit Familie sehr gerne wieder zurück. Ich kenne auch Fälle, 
wo die Frau arbeiten gehen MUSS, weil die dann darüber gesetzlich 
versichert ist und somit die teure PKV nicht anfällt.

Gruss
Axel

von genervt (Gast)


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Axel L. schrieb:
> Ich kenne auch Fälle,
> wo die Frau arbeiten gehen MUSS, weil die dann darüber gesetzlich
> versichert ist und somit die teure PKV nicht anfällt.

Das ist auch so ein Unsinn in der GKV, der nicht mehr zeitgemäß ist. Der 
Ehepartner wird kostenlos mitversichert unabhängig davon, ob Kinder zu 
versorgen sind, oder nicht.

von Earl S. (Gast)


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Axel L. schrieb:
> Kann das natürlich nur aus meinem Bekanntenkreis beurteilen, aber die
> sind alle als junge Ings vor allem wegen des Geldes gewechselt

dein Bekanntenkreis ist offensichtlich nicht repräsentativ für den 
besserverdienenden Teil der Bevölkerung.
Fahren die einen Porsche (als Zweitwagen) und wohnen in einer besseren 
Lage einer Großstadt?
Die Immobilienpreise dort sind nur so hoch, weil es genug Leute gibt, 
die in der Lage und bereit sind, sie zu bezahlen. Allerdings sind nur 
wenige Ings darunter.

von MaWin (Gast)


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genervt schrieb:
> Das ist auch so ein Unsinn in der GKV, der nicht mehr zeitgemäß ist. Der
> Ehepartner wird kostenlos mitversichert unabhängig davon, ob Kinder zu
> versorgen sind, oder nicht.

Niemand ist bei der GKV kostenlos mitversichert.

Das ist ein Mäörchen der PKVler.

Die GKV nimmt sich 15.5% von DEINEM Einkommen.

Wenn du single bist, von den 2000 die du verdienst.

Wenn das eine Familie ist, die von den 2000 leben muss weil kein anderer 
verdient, dann teilt sich das Geld erst mal auf,
500 für den Verdiener, 500 für die Frau, 500 für die Tochter, 500 für 
den Sohn, und DANN werden 15.5% von jedem für die GKV verlangt.

Achsoja, da kommt genau dasselbe raus, als wenn ich gleich 15.5% 
abziehe. Das ist so elegant am prozentualen Beitrag der GKV, die  müssen 
sich gar nicht drum kümmern, ob du 1/4 von deinem Einkommen an deinen 
Sohn abgibst.


Wenn allerdings der Ehemann als selbständiger in der PKV ist und die 
Frau als Angestellte in der GKV, dann muss aufgerechnet werden.

Gut, daß solche Tricks wie: "Zuerst wenn man jung ist und nicht krank 
ist die niedrigen Lockbeiträge der PKV zu zahlen, und wenn man älter 
wird dann auf die quersubventionierten Beiträge der GKV 
zurückzuwechseln." inzwischen erschwert wurden. Auch wenn der Mann seine 
Selbständigkeit aufgibt, fällt er noch nicht in die GKV der Frau die 
dann das ganze Familieneinkommen bestreitet.

Wer eine PKV abschliesst, ist also doppelt angeschissen,

von genervt (Gast)


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MaWin vögelt mal wieder das Milchmädchen.

Warum nimmt die GKV dann von nicht mehr Familienversicherten Studenten 
ohne Einkommen Geld? 15,5%  von 0€ sind 0€, aber trotzdem dürfen die 
knapp 80€/Monat für KV und PV abdrücken.

Warum steigt dann nicht die Beitragsbemessungsgrenze, wenn die Frau kein 
Einkommen hat? Die müsste dann ja folgerichtig beim doppelten liegen.

von Der Andere (Gast)


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MaWin schrieb:
> ut, daß solche Tricks wie: "Zuerst wenn man jung ist und nicht krank
> ist die niedrigen Lockbeiträge der PKV zu zahlen, und wenn man älter
> wird dann auf die quersubventionierten Beiträge der GKV
> zurückzuwechseln." inzwischen erschwert wurden.

100% Zustimmung!

Chris D. schrieb:
> Das ist in einer Solidargemeinschft eben so: die Stärkeren stehen auch
> für die Schwächeren ein.
>
> Die andere Lösung wäre dann, diese Leute im schlimmsten Fall verrecken
> zu lassen.
>
> Die Frage ist, ob man das möchte.
>
> Ich möchte das nicht.

Das ist der springende Punkt!

Gerecht wäre eine BasisKV in die ALLE einzahlen müssen die irgendein 
Einkommen haben, also auch Einkommen von Vermögen.
Dann könnte jeder der mehr will eine zusätzliche private Versicherung 
abschliessen.
Statt dessen dürfen sich alle die genug verdienen aus der 
Solidargemeinschaft rausziehen und jammern dann lautstark wenn sie ab 50 
auf einmal mehr zahlen müssen.

von Der Andere (Gast)


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genervt schrieb:
> Warum steigt dann nicht die Beitragsbemessungsgrenze, wenn die Frau kein
> Einkommen hat? Die müsste dann ja folgerichtig beim doppelten liegen.

Du bist das Milchmädchen! Ist denn da ein doppeltes Einkommen?

Du wirst auch so einer werden der wenn er älter ist dann über seine 
hohen Beiträge jammert und versucht sich in jetzt so verdammte 
gesetzliche reinzuschummeln.

von Axel L. (axel_5)


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Earl S. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Kann das natürlich nur aus meinem Bekanntenkreis beurteilen, aber die
>> sind alle als junge Ings vor allem wegen des Geldes gewechselt
>
> dein Bekanntenkreis ist offensichtlich nicht repräsentativ für den
> besserverdienenden Teil der Bevölkerung.
> Fahren die einen Porsche (als Zweitwagen) und wohnen in einer besseren
> Lage einer Großstadt?
> Die Immobilienpreise dort sind nur so hoch, weil es genug Leute gibt,
> die in der Lage und bereit sind, sie zu bezahlen. Allerdings sind nur
> wenige Ings darunter.

Wenn ich das so überblicke, sind es vor allem die Ings und BWLer die 
relativ jung in die PKV wegen der Kosten gewechselt sind. Andere haben 
die Beitragsbemessungsgrenze nicht rechtzeitig übersprungen, wenn man 
das erst mit 45 schafft, bringt die PKV nichts mehr.

Dann gibt es noch Freiberufler und Selbstständige, die früh in der PKV 
waren, weil sie sich damals die GKV nicht leisten konnten. Und natürlich 
Beamte.

Die restlichen Leute mit Porsche als Zweitwagen (typischerweise leitende 
Angestellte, darunter einige Ings) sind häufig GKV versichert mit 
privater Zusatzversicherung. Kenne auch Leute, die GKV versichert sind 
und die Privatbehandlung einfach selbst bezahlen.

Gruss
Axel

von genervt (Gast)


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Der Andere schrieb:
> genervt schrieb:
>> Warum steigt dann nicht die Beitragsbemessungsgrenze, wenn die Frau kein
>> Einkommen hat? Die müsste dann ja folgerichtig beim doppelten liegen.
>
> Du bist das Milchmädchen! Ist denn da ein doppeltes Einkommen?

Wenn jemand in entsprechender Position 100.000€ verdient, zahlt er in 
der GKV trotzdem nur bis 50.000€ (Bemessungsgrenze) die Beiträge - egal 
ob verheiratet oder nicht.

MaWins "Argument" folgend wären bei Verheirateten jetzt bis 
2*Bemessungsgrenze fällig, die die GKV einzieht, das passiert aber 
nicht....

Der Andere schrieb:
> Du wirst auch so einer werden der wenn er älter ist dann über seine
> hohen Beiträge jammert und versucht sich in jetzt so verdammte
> gesetzliche reinzuschummeln.

Wenn andere Leute versuchen mir so die Zukunft vorherzusagen, obwohl sie 
so gut wie nichts über mich wissen, was sagt was wohl über deren Psyche 
aus?

von Der Andere (Gast)


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genervt schrieb:
> Wenn andere Leute versuchen mir so die Zukunft vorherzusagen, obwohl sie
> so gut wie nichts über mich wissen, was sagt was wohl über deren Psyche
> aus?

Oh, jetzt spricht Freud der II.
Ganz einfach, ich kenne eine Handvoll, die in der PKV sind und über 60, 
und ALLE jammern. Aber du bist natürlich gaaaannnz anders :-)

von genervt (Gast)


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Der Andere schrieb:
> Ganz einfach, ich kenne eine Handvoll, die in der PKV sind und über 60,
> und ALLE jammern. Aber du bist natürlich gaaaannnz anders :-)

Ich weis, das meine Beiträge eine entsprechende Höhe erreichen werden 
und ich wusste das beim Abschluss der PKV, warum sollte ich dann 
jammern?

von MaWin (Gast)


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genervt schrieb:
> Warum nimmt die GKV dann von nicht mehr Familienversicherten Studenten
> ohne Einkommen Geld? 15,5%  von 0€ sind 0€, aber trotzdem dürfen die
> knapp 80€/Monat für KV und PV abdrücken.
>
> Warum steigt dann nicht die Beitragsbemessungsgrenze, wenn die Frau kein
> Einkommen hat? Die müsste dann ja folgerichtig beim doppelten liegen.

Beides völlig richtig, und hättest du meine Kommentare zur GKV auch in 
diesem Forum gelesen, dann wüsstest du, daß ich unbedingt die Aufhebung 
der Grenzen - nach oben wie unten - fordere.

Schliesslich bringt die GKV auch eine beitragsabhängige Leistung: 
Nämlich beim Verdienstausfall (der derzeit nach oben gedeckelt ist, was 
er dann natürlich auch nicht mehr wäre).

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Earl S. schrieb:
> Denen geht es um die bessere und
> bevorzugte Behandlung.
> Dass da durchaus was dran ist, zeigt z.B. dieser Bericht:
> 
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/arzttermin-darf-man-sich-als-privatpatient-ausgeben-a-1064882.html

Wer es sich leicsten kann ist in der GKV und schließt eine private 
Zusatzversicherung ab.
Bei Selbstständigen gibt es ja keinen Arbeitgeber Anteil. Deshalb sind 
Unternehmer immer in der GKV-familienversicherung plus 
Zusatzversicherung.
Die fahren dadurch günstiger, als wenn sie in der PKV íhre ganze Sippe 
versichern müßten.

von genervt (Gast)


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MaWin schrieb:
> Beides völlig richtig, und hättest du meine Kommentare zur GKV auch in
> diesem Forum gelesen, dann wüsstest du, daß ich unbedingt die Aufhebung
> der Grenzen - nach oben wie unten - fordere.

Und ich hab dir vorgeworfen das Milchmädchen zu vögeln - du rechnest dir 
da was gnadenlos schön, was schlicht und ergreifend nicht zutrifft.

von Jodel (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Ja, und man zahlt auch für diejenigen, die sich sonst keine
> medizinischen Behandlung leisten könnten.
>
> Das ist in einer Solidargemeinschft eben so: die Stärkeren stehen auch
> für die Schwächeren ein.
>
> Die andere Lösung wäre dann, diese Leute im schlimmsten Fall verrecken
> zu lassen.

Du bist doch sonst keiner von den Polemikern? Als ob es sonst keine 
Alternativen gaebe. Andernorts ist die KV auch eine Solidargemeinschaft, 
aber eben nur eine unter Kranken & Gesunden.

Da muss auch keiner verrecken, weil er sich eine KV nicht leisten 
koennte, genauso wie in Deutschland keiner verrecken muss, weil er sich 
keine Wohnung oder kein Essen leisten koennte, denn es gibt noch eine 
weitere Solidargemeinschaft: Die derer mit und ohne Einkommen.

Ich halte es ueberhaupt nicht fuer sinnvoll und schon gar nicht fuer 
alternativlos, wenn die verschiedenen Solidarsysteme vermischt werden. 
Im Gegenteil, es sorgt fuer Kostenverschleierung und damit 
Kostenexplosion bei allen Beteiligten.

Deutschland ist sowieso ein trauriger Fall: Der Durchschnittsbuerger 
jammert ueber die KV-Kosten, traegt die Kosten fuer ein KFZ aber 
klaglos. Gesundheit hat wohl keinen hohen Stellenwert...

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Jodel schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Ja, und man zahlt auch für diejenigen, die sich sonst keine
>> medizinischen Behandlung leisten könnten.
>>
>> Das ist in einer Solidargemeinschft eben so: die Stärkeren stehen auch
>> für die Schwächeren ein.
>>
>> Die andere Lösung wäre dann, diese Leute im schlimmsten Fall verrecken
>> zu lassen.
>
> Du bist doch sonst keiner von den Polemikern?

Bin ich auch nicht :-)

Der Genervte schreibt: "Und man zahlt für die kranke Oma, die keine 
Nachkommen hat auch"

Wenn ich nicht für die zahlen möchte, die nicht eingezahlt haben - was 
ist die Alternative?

Irgendwoher muss das Geld für diese Leute kommen - oder eben nicht. Was 
dann recht eindeutig heisst: "Keine medizinische Versorgung für Euch."

> Als ob es sonst keine
> Alternativen gaebe.

Die da wären? Ich sehe nicht, wie man ohne Umlageprinzip für jeden eine 
kostenlose medizinische Versorgung gewährleisten könnte.

> Andernorts ist die KV auch eine Solidargemeinschaft,
> aber eben nur eine unter Kranken & Gesunden.

Und wodurch unterscheidet sich diese von der GKV?

> Da muss auch keiner verrecken, weil er sich eine KV nicht leisten
> koennte, genauso wie in Deutschland keiner verrecken muss, weil er sich
> keine Wohnung oder kein Essen leisten koennte, denn es gibt noch eine
> weitere Solidargemeinschaft: Die derer mit und ohne Einkommen.

Richtig. Aber hier ging es ja um die Krankenversicherung.

> Ich halte es ueberhaupt nicht fuer sinnvoll und schon gar nicht fuer
> alternativlos, wenn die verschiedenen Solidarsysteme vermischt werden.
> Im Gegenteil, es sorgt fuer Kostenverschleierung und damit
> Kostenexplosion bei allen Beteiligten.

Eben. Genau das meine ich auch. Daher: alle zahlen ihren Beitrag nach 
Einkommen (ohne Unter- und Obergrenzen) und daraus wird das System 
finanziert. Wer €500 verdient, zahlt €75 ein. Wer €10000 verdient, zahlt 
€1500.

> Deutschland ist sowieso ein trauriger Fall: Der Durchschnittsbuerger
> jammert ueber die KV-Kosten, traegt die Kosten fuer ein KFZ aber
> klaglos. Gesundheit hat wohl keinen hohen Stellenwert...

Auch das sehe ich so - nur jeden siebten Euro für meine medizinische 
Versorgung anzulegen empfinde ich wirklich nicht als viel.

Hmm, wo genau waren jetzt die Differenzen zwischen uns? :-}

von genervt (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Der Genervte schreibt: "Und man zahlt für die kranke Oma, die keine
> Nachkommen hat auch"
>
> Wenn ich nicht für die zahlen möchte, die nicht eingezahlt haben - was
> ist die Alternative?

Der genervte wollte eigentlich nur drauf hinaus, dass ein 
Umlageverfahren nur solange funktioniert, solange Nachkommen da sind, 
die die Leistungsberechtigten versorgen können. Da die Gesellschaft 
gerade aufgrund einer bescheidenen Geburtenrate überaltert, kommt es 
hier zu einem Missverhältnis was in steigende Krankenkassenbeiträge 
führt (Oder geringeren Leistungsumfang, das soll es ja auch schon 
gegeben haben ;) ).

Chris D. schrieb:
> Davon merke ich noch nicht viel. Die Erhöhungen waren in den letzten
> fünfzehn Jahren sehr moderat.

Alleine die Verteuerung um die 0,2% des Beitragssatzes dieses Jahr führt 
zu 2,4% Mehrkosten (Meinetwegen rechne noch deinen Streusatz raus) aber 
spätestens die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze um 2,73% 
(Wikipedia) katapultiert die Mehrkosten deutlich über die Inflation.

in den letzten 15 Jahren ist der Beitragssatz von ca. 12% auf 15,3-15,5% 
gestiegen und es ist absehbar, dass die Beitragssätze weiter Steigen 
werden, da sonst die Kosten nicht mehr gedeckt werden können.

von Justus M. (Firma: ./.) (justus18)


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Johannes P. schrieb:
> Wie würdet ihr an meiner Stelle entscheiden?

Ist wohl voreilend den neuen Plänen der Bundesregierung
bezüglich der Pläne mehrerer Krankheitsstati zur Senkung
der Kosten nach Krankschreibungen mit mehr als 6 Wochen
geschuldet.
Außerdem habe ich persönlich den Bundestagspräsidenten
Herrn Dr. Lammert angemailed, wer derzeit Herrn Edathy
finanziert. Er sich selbst oder der Schlafmichel.

Werde berichten.

Wer sich zwischendurch die Zeit vertreiben möchte, kann
neben µC.net auch mal bei pi-news.net vorbeischauen.

Frohes Entwickeln - auch über die Weihnachtstage!

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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genervt schrieb:
> Der genervte wollte eigentlich nur drauf hinaus, dass ein
> Umlageverfahren nur solange funktioniert, solange Nachkommen da sind

Die ärztliche Versorgung der Kranken, Alten und Rentner funktioniert 
nur, so lange Nachkommen da sind, Geld alleine reicht nicht, denn wer 
soll denn sonst die Arbeit machen wenn nicht die jüngeren Gesunden ? 
Geld ist immer nur ein Tauschmittelt für Arbeitsleistung, und wenn 
wenige Arbeitende da sind, ist es halt teurer und dein schönen Geld 
schnell weg.

> Da die Gesellschaft
> gerade aufgrund einer bescheidenen Geburtenrate überaltert, kommt es
> hier zu einem Missverhältnis was in steigende Krankenkassenbeiträge
> führt

Daher ist Merkel schlau und lädt 1 Mio Neuankömmlinge ein. Wenn die 
Deutschen schon nicht für ihre eigene Zukunft sorgen, dann nimmt die 
Physikerin eben Ausländer.

> katapultiert die Mehrkosten deutlich über die Inflation.

Inflation. Scheint mir bei 10% zu liegen.
http://www.finanzen.net/devisen/euro-renminbi_yuan-kurs
Das passt auch zu den Hauspreisen
http://www.tagesspiegel.de/berlin/bauen-und-wohnen-in-berlin-immobilienpreise-steigen-im-schnitt-um-zehn-prozent/12536986.html
Ich meine, hallo, die EZB druckt Billionen, quasi monatlich, das Geld 
sind doch bloss noch Papierschnipsel die nach belieben vermehrt werden.

> in den letzten 15 Jahren ist der Beitragssatz von ca. 12% auf 15,3-15,5%
> gestiegen

Nö:
http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Finanzierung/Datensammlung/PDF-Dateien/abbII8.pdf

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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genervt schrieb:

> Der genervte wollte eigentlich nur drauf hinaus, dass ein
> Umlageverfahren nur solange funktioniert, solange Nachkommen da sind,
> die die Leistungsberechtigten versorgen können. Da die Gesellschaft
> gerade aufgrund einer bescheidenen Geburtenrate überaltert, kommt es
> hier zu einem Missverhältnis was in steigende Krankenkassenbeiträge
> führt (Oder geringeren Leistungsumfang, das soll es ja auch schon
> gegeben haben ;) ).

Ah ok - dann habe ich das missverstanden.

Ja, das ist grundsätzlich ein Problem, das aber alle Kassenformen und 
natürlich auch die anderen Umlagesysteme trifft.

Das könnte man durch eine vernünftige (bzw. überhaupt erst mal eine) 
Einwanderungspolitik vermutlich zeitnah lösen - man tut es aber nicht 
:-/

> Chris D. schrieb:
>> Davon merke ich noch nicht viel. Die Erhöhungen waren in den letzten
>> fünfzehn Jahren sehr moderat.
>
> Alleine die Verteuerung um die 0,2% des Beitragssatzes dieses Jahr führt
> zu 2,4% Mehrkosten (Meinetwegen rechne noch deinen Streusatz raus) aber
> spätestens die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze um 2,73%
> (Wikipedia) katapultiert die Mehrkosten deutlich über die Inflation.

Das trifft aber nur die, die bisher auch an der Grenze waren. Bei allen 
anderen bleibt es bei den 2,4% minus ESt. Bei 30% Steuersatz wären das 
nur noch etwa 1,7% Erhöhung. Bei denen an der Obergrenze liegt der 
Steuersatz nochmal höher.

Und: bisher gibt es bei 95% der Kassen für das nächste Jahr keine 
Beitragserhöhung, also nicht einmal die 0,2%.

> in den letzten 15 Jahren ist der Beitragssatz von ca. 12% auf 15,3-15,5%
> gestiegen und es ist absehbar, dass die Beitragssätze weiter Steigen
> werden, da sonst die Kosten nicht mehr gedeckt werden können.

Edit: Laut Michaels Tabelle geht es von 13,2 auf 15,5%. Es sind also nur 
2,3 Prozentpunkte, allerdings innerhalb von 20(!) Jahren ;-)

Wenn ich mir meinen Einkommenszuwachs im gleichen Zeitraum ansehe: 
Peanuts

Eine Explosion sehe ich immer noch nicht.

Aber: ja, es wird teurer werden - wenn man nicht endlich gezielte 
Einwanderungspolitik betreibt.

Was mich interessieren würde: wie sehen eigentlich die Zuwächse in dem 
Zeitraum in der PKV aus? Die haben ja dasselbe Problem der 
Alterspyramide.
Also mal die Bitte an alle PKVler: die Beitragsrechnungen von 1995 
rauskramen :-)

: Bearbeitet durch Moderator
von Gästchen (Gast)


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Johannes P. schrieb:
> Hallo Leute,
>
> heute kam in den Nachrichten, dass die gesetzliche Krankenversicherung
> mal wieder im Schnitt um 0,3% erhöht werden soll - natürlich einseitig
> nur für die Arbeitnehmer. Außerdem steigt ab 1.1.2016 noch die
> Beitragsbemessungsgrenze, also sind es gleich zwei Beitragserhöhungen.

Viel einfacher wäre es doch Politiker zu wählen die solche Schweinereien 
erst nicht zu lassen als nach dem nächsten Problem wieder nach 
Alternativen zu suchen. So wäre auch private Krankenversicherung 
Geschichte und es gäbe keine Zwei-Klassen-Medizin mehr.
Alles was Arbeitnehmer vor Jahrzehnten erkämpft haben, wird jetzt 
Schritt für Schritt abgebaut, eine Enteignung der Errungenschaften. 
Nehmen wir z.B. 8 Stunden Arbeitstag. Das ist den Arbeitnehmern nicht in 
den Schoß gefallen sondern hat lange Arbeitskämpfe bis aufs Blut 
gekostet. Leider ist der Michel zu blöd um das zu verstehen und er gibt 
an gierige Hälse ab was seine Vorfahren mit solcher Mühe erkämpft haben.

von Sitis (Gast)


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Ich frag mich immer wieviele Leute hier mal privte versichert waren, die 
hier posten. Bis vor 3 Monaten war ich privat versichert (von 30-38) und 
bin heilfroh wieder draussen zu sein. Auch wenn ich jetzt ca 410€ mit 
Zusatzversicherung zahle, ist es immer noch besser als dieses 
Ausgeliefert sein an eine Versicherung, und zwar aus folgenden Gründen:

1. Man kann mit einer PKV kein Geld sparen, im besten Fall kommt man 
ähnlich wie bei der GKV raus. Die Leistungen sind nicht wirklich besser, 
ausser man zahlt schon jetzt einen hohen Beitrag.
2. Die Versicherungen sind sehr intransparent. Auf Anfragen nach den 
Versicherungstechnischen Kalkulationspunkten (siehe auch 3) bekam ich 
nur Antworten, dass dies Betriebsgeheimnis ist. Insofern konnte ich nur 
mit Zahlen aus dem Branchendurchschnitt rechnen.
3. Es ist völlig unabsehrbar wie sich der Preis entwickelt. Ich habe 
mich sehr lange mit der Versicherungsmathematik beschäftigt und bei 
einer Kalkulation von 3-4% jährlicher Gesundheitsinflation lag ich als 
Rentner bei Preisen jenseits von Gut und Böse.
4. Die Versicherungen versuchen überall zu sparen und stellen häufig 
jede Behandlung in Frage, ob wirklich medizinisch notwendig. Vertraglich 
festgelegte Leistungen werden somit immer auf die gleiche Weise in Frage 
gestellt, was nur gerichtlich zu klären ist und viel Zeit und Nerv 
kostet.
5. Ärzte wollen einem alles "verkaufen" und man muss regelrecht ablehnen 
um eine bestimmte Untersuchung nicht bezahlen zu müssen. Zum Glück kenne 
ich medizinisch gut aus, so dass ich dies selber beurteilen konnte.

Alles in Allem kann ich keinem eine PKV empfehlen, dann lieber 
Leistungskürzung und bestimmte Dinge privat bezahlen. BEsser pro Monat 
100€ privat für die Gesundheit zurücklegen, statt auf ein 
unkalkulierbare Zukunft zuzusteuern, bei der man seiner Versicherung für 
immer ausgeliefert ist.

von MaWin (Gast)


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Gästchen schrieb:
> es gäbe keine Zwei-Klassen-Medizin mehr.

Es gibt immer eine 2-Klassen Medizin:

Diejenigen, die nur das machen lassen, was bezahlt wird,

und diejenigen, die selber zahlen (den Spender der Niere aus Indien, die 
Genanalyse und Konstruktion von Antikörpern in den USA, ihre 
Implantatzähne, die sich Heilwässerchen und Psychomassagen leisten, ...) 
weil Geld keine Rolle spielt bzw. es ihnen wert ist.

von Anfänger (Gast)


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Hallo,

interessanter Thread!

Ich werde bald in einen Job antreten. Welche GKV wäre denn zu empfehlen? 
Macht das überhaupt einen Unterschied?

Habe gutes über die Techniker Krankenkasse gehört. Aber auch BKK soll 
"gut" sein. Irgendwelche Vorschläge? Danke.

Gruß,

Anfänger

von MaWin (Gast)


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Anfänger schrieb:
> Irgendwelche Vorschläge?

Nimm die in deiner Region zugänglich billigste, du bist sowieso gesund 
und brauchst keinen guten Kontakt zur Kasse.

von Jodel (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Hmm, wo genau waren jetzt die Differenzen zwischen uns? :-}

Da musst du das nochmal nachlesen, ich bin klar gegen eine 
einkommensabhaengige KV und du bist dafuer.

von Heinrich (Gast)


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Anfänger schrieb:
> Habe gutes über die Techniker Krankenkasse gehört.

Die erhöht 2016 mal gleich ihre Beiträge um 0,2 Prozentpunkte nach oben 
(betrifft natürlich nur der Arbeitnehmeranteil, danke CDU!).

von genervt (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Edit: Laut Michaels Tabelle geht es von 13,2 auf 15,5%. Es sind also nur
> 2,3 Prozentpunkte, allerdings innerhalb von 20(!) Jahren ;-)

Mein Fehler, ich hatte damals eine günstige Krankenkasse, da waren es um 
12%.

Michael B. schrieb:
> Daher ist Merkel schlau und lädt 1 Mio Neuankömmlinge ein. Wenn die
> Deutschen schon nicht für ihre eigene Zukunft sorgen, dann nimmt die
> Physikerin eben Ausländer.

Wissen das die Neuankömmlinge auch? Warum verlässt man sich eigentlich 
drauf, dass die nix besseres zu tun haben, als für "unsere" Zukunft zu 
sorgen?

von genervt (Gast)


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von genervt (Gast)


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Es ist mal wieder Realsatiere pur:

Da heult der Bsirske rum, dass die Erhöhung nur von den AN getragen 
wird, konnte je KEINER ahnen!

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/erhoehung-der-kassenbeitraege-loest-heftigen-streit-aus-a-1069410.html

Im Gegenzug rütteln die grade an der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Jetzt kann man jeder in seine Glaskugel schauen und sehen was passieren 
wird: Rückkehr zur vollständigen paritätischen Aufteilung? Anpassungen 
bei der Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall?

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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genervt schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Edit: Laut Michaels Tabelle geht es von 13,2 auf 15,5%. Es sind also nur
>> 2,3 Prozentpunkte, allerdings innerhalb von 20(!) Jahren ;-)
>
> Mein Fehler, ich hatte damals eine günstige Krankenkasse, da waren es um
> 12%.
>
> Michael B. schrieb:
>> Daher ist Merkel schlau und lädt 1 Mio Neuankömmlinge ein. Wenn die
>> Deutschen schon nicht für ihre eigene Zukunft sorgen, dann nimmt die
>> Physikerin eben Ausländer.
>
> Wissen das die Neuankömmlinge auch? Warum verlässt man sich eigentlich
> drauf, dass die nix besseres zu tun haben, als für "unsere" Zukunft zu
> sorgen?

Was Merkel zu ihrer Geste der offenen Grenze bewogen hat, wird erst in 
40 Jahren rauskommen. (MMn def. nicht "Nächstenliebe"!)
Allerdings muss man alles im Kontext einer Einwanderungspolitik sehn.
Ziel ist dem "Staat" (quasi Eigentum der Beamten), eine 
Bevölkerungsbasis zu sichern die auch in Zukunft die Pensionen für die 
"Staatseigentümer" erwirtschaften kann.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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genervt schrieb:
> Jetzt kann man jeder in seine Glaskugel schauen und sehen was passieren
> wird: Rückkehr zur vollständigen paritätischen Aufteilung? Anpassungen
> bei der Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall?

Ich sags jetzt gleich: NIX!

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Heinrich schrieb:
> Die erhöht 2016 mal gleich ihre Beiträge um 0,2 Prozentpunkte nach oben
> (betrifft natürlich nur der Arbeitnehmeranteil, danke CDU!).

Die FDP hat damals denBundesgesundheitsminister gestellt!
Der ist heute im 'Vorstand der Allianz PKV.

von Gästchen (Gast)


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Claus M. schrieb:
> Der Vorteil
> ist, dass ich morgen bei jedem Beliebigen Facharzt einen Termin bekommen
> kann, während der Kassenpatient 8 Wochen wartet. Ebenso für MRT und so
> weiter.

Richtig, das entspricht der Realität sollte aber so langsam abgeschafft 
werden wie z.B. in der Schweiz. Dort spielt es keine Rolle was man für 
eine Versicherung hat: es gibt keine Vorzugsbehandlung weil es keine 
Zweiklassenmedizin gibt. Dieses Überbleibsel der feudalen Zeiten ist 
nicht mehr Zeitgemäß.

von Beinhart (Gast)


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> Dieses Überbleibsel der feudalen Zeiten ist nicht mehr Zeitgemäß.

Ob das aus feudaler Zeit stammt kann ich nicht beurteilen. Aber als 
privat Versicherter, erwarte und bekomme ich eine Vorzugsbehandlung.

von Gästchen (Gast)


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Cha-woma M. schrieb:
> Was Merkel zu ihrer Geste der offenen Grenze bewogen hat, wird erst in
> 40 Jahren rauskommen.

Ist doch schon jetzt bekannt. Man muss sich nur bischen anstrengen und 
lesen: davon profitiert eine Minderheit da oben und die Mehrheit wird 
Verluste tragen. Im Grunde wollen sie dem sozialen System den Rest geben 
und den Arbeitsmarkt, der besonders auf Mindestlohn angewiesen ist, mit 
billigen Arbeitskräften überschwämmen und versuchen Mindestohn 
abzuschaffen. Und es gibt noch weitere Gründe wie Abstrafung für die 
Gegenwehr gegen TTIP usw, usw. Sie ist nur eine Befehlsempfängerin von 
USA und erklärt nichts weiter was sie tut.

Zu den Krankheitskosten: zu uns kommen derzeit Menschen mit gefährlichen 
Krankheiten wie AIDS oder Tuberkulose. Die Anzahl der HIV-Infektionen 
ist stark gestiegen in Deutschland:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/hiv-zahl-der-neudiagnosen-steigt-a-1042360.html
Es sei z.B. nur erwähnt dass die Tuberkulosebehandlung ca. 12.000€ im 
Monat kostet und mehrere Jahre dauert:
http://zuerst.de/2015/09/30/zahl-der-tuberkulose-erkrankungen-bei-asylanten-steigt-rasant/

von Cyblord -. (cyblord)


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Beinhart schrieb:
>> Dieses Überbleibsel der feudalen Zeiten ist nicht mehr Zeitgemäß.
>
> Ob das aus feudaler Zeit stammt kann ich nicht beurteilen. Aber als
> privat Versicherter, erwarte und bekomme ich eine Vorzugsbehandlung.

Tja wenn man sonst nichts hat um sich wichtig zu fühlen. Es sei dir 
gegönnt.

von genervt (Gast)


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Gästchen schrieb:
> Es sei z.B. nur erwähnt dass die Tuberkulosebehandlung ca. 12.000€ im
> Monat kostet und mehrere Jahre dauert:
> http://zuerst.de/2015/09/30/zahl-der-tuberkulose-e...

Das wird dann eben auch die Solidargemeinschaft der GKV tragen müssen.

von Gästchen (Gast)


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Beinhart schrieb:
> Aber als
> privat Versicherter, erwarte und bekomme ich eine Vorzugsbehandlung.

Aber nur solange sich die Ärzte kaufen lassen. Alles nur eine Frage der 
Zeit.

von Claus M. (energy)


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Gästchen schrieb:
> Beinhart schrieb:
>> Aber als
>> privat Versicherter, erwarte und bekomme ich eine Vorzugsbehandlung.
>
> Aber nur solange sich die Ärzte kaufen lassen. Alles nur eine Frage der
> Zeit.

Sich kaufen lassen ist eine der ältesten Eigenschaften der Menschheit. 
Was solle sich da ändern?????

von genervt (Gast)


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Krankenkassen rechnen mit Verdopplung der Zusatzbeiträge:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article151202854/Krankenkassen-rechnen-mit-Verdopplung-der-Zusatzbeitraege.html

Zusammen mit der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze bedeutet das 
einen Preisanstieg von etwa 6% pro Jahr und das wohn nur, wenn die 
Wirtschaftliche Lage gut bleibt.

von Gästchen (Gast)


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Claus M. schrieb:
> Sich kaufen lassen ist eine der ältesten Eigenschaften der Menschheit.
> Was solle sich da ändern?????

Was sich ändern soll?
Der Staat soll es so regeln dass dieses "sich kaufen lassen" die 
Lebensqualität der Bürger nicht zu stark beeinflußt bzw. entsprechende 
Politiker müssen gewählt werden, dafür ist die Regierung da. Ist kein 
Unrechtsbewußtsein vorhanden, muss der Staat eingreifen. Wie der Markt 
es "regelt" haben wir es schon zu genüge gesehen, bei vielen Ärzten gibt 
es 2 Monate Wartezeit weil so viele Privatpatienten bevorzugt werden; 
hier erkauft sich jemand Vorteile auf Kosten der Gesundheit der 
Kasstenpatienten deren Termine nach hinten geschoben werden.
In der Schweiz z.B. werden alle Patienten (ganz egal ob privat) 
terminlich gleich behandelt, ein Privatpatient hat hier keine Vorteile. 
Wie man sieht funktioniert es wunderbar ganz ohne den bösen Kommunismus. 
Man muss es nur wollen aber es steht schon im Grundgesetzt dass alle 
Menschen gleich sind.

von genervt (Gast)


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Gästchen schrieb:
> Man muss es nur wollen aber es steht schon im Grundgesetzt dass alle
> Menschen gleich sind.

Sind nur manche gleicher, als die anderen. Wir haben hier mittlerweile 
so ein richtiges Kastensystem am laufen.

von Gästchen (Gast)


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genervt schrieb:
> Sind nur manche gleicher, als die anderen. Wir haben hier mittlerweile
> so ein richtiges Kastensystem am laufen.

Du hast Recht, die Entwicklung haben wir der Politik der letzten 
Jahrzehnte zu verdanken; es heißt aber nicht dass man dieses 
Kastensystem alternativlos ist oder weiter so betrieben werden muss. Das 
Grundgesetz ist schließlich nicht zum Spaß da.

von Karl (Gast)


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Gästchen schrieb:
> Du hast Recht, die Entwicklung haben wir der Politik der letzten
> Jahrzehnte zu verdanken; es heißt aber nicht dass man dieses
> Kastensystem alternativlos ist oder weiter so betrieben werden muss. Das
> Grundgesetz ist schließlich nicht zum Spaß da.

Das es alternativen gibt sieht man z.B. in Österreich. Aber wenn man in 
Deutschland ein einheitliches System fordert, dann ist das ja immer 
gleich Sozialismus und führt in den Abgrund.

von Karl (Gast)


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Beinhart schrieb:
> Ob das aus feudaler Zeit stammt kann ich nicht beurteilen. Aber als
> privat Versicherter, erwarte und bekomme ich eine Vorzugsbehandlung.

Ich erwarte von einem Arzt, dass er alle Patienten gleich behandelt. 
Wenn du stolz auf einen Arzt bist, der dich nicht als Patient und Mensch 
sieht, sondern als Geldquelle, dann ist das dein Problem.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Karl schrieb:
> Das es alternativen gibt sieht man z.B. in Österreich. Aber wenn man in
> Deutschland ein einheitliches System fordert, dann ist das ja immer
> gleich Sozialismus und führt in den Abgrund.

Mich würde interessieren, wie man dort verfährt.
Könntest Du das System kurz erläutern? Besten Dank :-)

Karl schrieb:
> Ich erwarte von einem Arzt, dass er alle Patienten gleich behandelt.
> Wenn du stolz auf einen Arzt bist, der dich nicht als Patient und Mensch
> sieht, sondern als Geldquelle, dann ist das dein Problem.

Ja - und solche Ärzte gibt es durchaus: Menschen, die den Beruf ergiffen 
haben, weil sie helfen möchten. Meine Zahnärztin bspw. zähle ich dazu. 
Absolut seriös, kein überflüssiger, teurer Schnickschnack,  und 
selbstredend dieselbe Terminvergabe für privat und gesetzlich 
Versicherte. Dazu kommt ihre Ruhe. Es gab nie ein Gefühl des 
"Durchschleusens" (sie nimmt nur eine gewisse Anzahl an Patienten mit 
großzügig bemessenen Zeiten) - im Gegenteil haben wir uns schon öfter 
verquatscht, so dass meine Termine jetzt immer am Ende ihres 
Arbeitstages liegen ;-)

Und: sie ist aus Prinzip gesetzlich(!) versichert.

So geht es also auch.

von Ingenieur (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Und: sie ist aus Prinzip gesetzlich(!) versichert.

Richtig, so halte ich es auch, allein schon aus Prinzip.

Man hat ja auch die Möglichkeit, die GKV mit privaten 
Krankenzusatzversicherungen aufzumöbeln. So bleibt man auch flexibel, 
d.h. selbst wenn das Leben nicht wie geplant verläuft und man im Alter 
sehr wenig Geld haben sollte, kann man die Zusatzversicherungen zur Not 
kündigen und bezahlt nur einen geringen, einkommensabhängigen Beitrag 
zur Krankenversicherung. Bei einer PKV ist man in so einem Fall 
angeschmiert.

von genervt (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Karl schrieb:
>> Das es alternativen gibt sieht man z.B. in Österreich. Aber wenn man in
>> Deutschland ein einheitliches System fordert, dann ist das ja immer
>> gleich Sozialismus und führt in den Abgrund.
>
> Mich würde interessieren, wie man dort verfährt.
> Könntest Du das System kurz erläutern? Besten Dank :-)

In Ösiland sind die Ärzte auch billiger und daran würde es bei uns 
scheitern. Deren Lobby ist zu stark, die können den 
Bürgerversicherungs-Gabriel nach belieben umfallen lassen.

von M. W. (elektrowagi78) Benutzerseite


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Auch in Ösiland ist das Krankensystem nicht mehr gesundt. War da mal zur 
Behandlung und kenne Kollegen von dort. Die Beiträge schiessen da auch 
hoch.

von Össi Kenner (Gast)


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Markus W. schrieb:
> Auch in Ösiland ist das Krankensystem nicht mehr gesundt. War da mal zur
> Behandlung und kenne Kollegen von dort. Die Beiträge schiessen da auch
> hoch.

Mglw. ist ja nicht das gesundheitssystem krank sondern die Bevölkerung:

*Überalterung,
*Alpenmorphologisch bedingte Inzucht der Talbevölkerung
*Winter- und Funsportunfälle


Mehr krank -> mehr behandlung  -> mehr beitrag

von Neutraler Beobachter (Gast)


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Ich hoffe, daß heute niemand mehr auf die Idee kommt, sich noch privat 
krankzuversichern. Das WAR vor 20 und noch vor 10 Jahren DIE 
Möglichkeiten, als Jungverdiener Kosten zu sparen. Das ist nun vorbei!

Man muss schon jetzt als 20 Jähriger einsteigen und dann mit 35 
aussteigen, um noch einen Vorteil zu haben, weil die Beiträge steigen 
und steigen.

Der Grund ist einfach:

1. Man kann den Alten nicht mehr soviel abzocken, weil sie einen 
Basistarif eingeführt haben. Daher müssen neue Junge mehr zahlen.

2. Die Krankenkasse ist absetzbar geworden, wodurch sich der Nachteil 
für viele halbiert. Als angestellter Besserverdiener hat man früher den 
kompletten gesparten Anteil, also rund 1500,- im Jahr (inklusive 
Rückzahlungen) in die Tasche gesteckt. Als Selbständiger war es knapp 
doppelt so viel, weil man alles selber zahlt. Nun sind die Beträge 
absetzbar und man hat netto nur noch den halben Nachteil. Diejenigen, 
die ab und an mal krank sind, können keine Rückforderungen erhalten und 
die Summe schrumpft weiter zusammen. Da bleiben viele lieber gesetzlich 
versichert und sparen sich als Rentner die hohen Beiträge! Also gibt es 
weniger potente Einzahler.

von Autor (Gast)


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Mit 24 rein, den Rest auf die Seite legen und mit 54 Sabbatical machen 
un automatisch zurückzufallen?

von Oliver S. (phetty)


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genervt schrieb:
> Ehepartner wird kostenlos mitversichert unabhängig davon, ob Kinder zu
> versorgen sind, oder nicht.

Und wird von einigen auch zum Kassenbetrug verwendet weil sie 
selbstständig dicke Rechnungen schreiben aber eben NICHT eigene Beiträge 
zahlen.

Aber mal ehrlich, die beste Krankheit taugt nichts! Egal ob gesetzlich 
oder privat. Am Ende sind doch alle gleich.
David Bowie, Steve Jobs... die waren sicher nicht gesetzlich versichert. 
Genützt hat es nichts.

: Bearbeitet durch User
von Hans-Peter (Gast)


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Autor schrieb:
> Mit 24 rein, den Rest auf die Seite legen und mit 54 Sabbatical
> machen un automatisch zurückzufallen?

Kommst du mit 24 bereits über die Jahresentgeltgrenze?
Woher weißt du, wie stabil die gesetzlichen Rahmenbedingungen für ein 
Zurückwechseln in die GKV sind?
Was ist mit der GKV der Rentner, die nur den Arbeitgeberanteil 
übernimmt, wenn man lange genug GKV-versichert war?
Was ist mit dem berechtigten Vorwurf, auf diese Weise stark amoralisch 
und parasitär zu handeln?

Wer heutzutage als normaler Angestellter noch in die PKV wechselt, dem 
ist nicht mehr zu helfen.

von Gästchen (Gast)


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Jedenfalls ist es spannend: für Ärzte wird es schwieriger sein die 
Privatpatienen zu bevorzugen:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/arzttermin-so-werden-kassenpatienten-rasch-behandelt-a-1073455.html

PS: War auch langsam Zeit dass man dort eingreift: ich bin auch gegen 
den bösen Kommunismus und böse staatliche Regulierung, aber wenn man 
dermaßen übertreibt dann muss der Staat eingreifen. Mein Arbeitkollege 
der ein ersthaftes Problem mit seinem Rücken hatte (konnte nicht mehr 
Arbeiten) bekam nur Termine mit 2 Monaten Wartezeit. Die haben nicht 
alle Tassen im Schrank.

von Thomas O. (kosmos)


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es gab sonst immer die Lücke sich als Renter einen Job(450€) zu suchen 
damit man wieder in die GKV wechseln kann. Keine Ahnung ob diese Lücke 
schon geschlossen wurde. Im meinem Umfeld gibts einen haufen Beamte und 
da arbeiten die Frauen auf 450€ damit dann die Frau(und Kinder) nicht in 
die teurer PKV einzahlen müssen sondern die Familienversicherung nutzen.

Das mit der Erhöhung sehe ich nicht ganz so schlimm, einmal 
Krankengymnastik (Massage) und man hat das wieder draußen. Hört sich 
unsolidarisch an aber das Geld versumpft doch ganz wo anderst.

Arzt zum Handwerker: "GKV oder PKV"?
Handwerker:"GKV"
Arzt:"Hier nehmen sie diese Tabletten und wenns nicht besser wird kommen 
Sie am Montang nochmal vorbei".
Am Wochenende Anruf vom Arzt beim Handwerker: "Kommen Sie bitte schnell 
unser Keller steht unter Wasser".
Handwerker kommt sieht sich das ganze an wirft einen Dichtring in die 
Fluten und sagt:"Wenns nicht besser wird rufen Sie am Montag nochmal 
an."

von Ingenieur (Gast)


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Hans-Peter schrieb:
> Autor schrieb:
>> Mit 24 rein, den Rest auf die Seite legen und mit 54 Sabbatical
>> machen un automatisch zurückzufallen?
>
> Kommst du mit 24 bereits über die Jahresentgeltgrenze?

Nein, kam ich nicht,da war ich sogar noch Student. Es wird wohl den 
allermeisten Mitbürgern so gehen, dass sie erst mit 30+ darüber kommen 
(oder auch gar nicht).

> Woher weißt du, wie stabil die gesetzlichen Rahmenbedingungen für ein
> Zurückwechseln in die GKV sind?

Weiß ich nicht, vermutlich werden immer mehr Lücken geschlossen und die 
Regeln gegen Missbrauch verschärft.

> Was ist mit der GKV der Rentner, die nur den Arbeitgeberanteil
> übernimmt, wenn man lange genug GKV-versichert war?

Die kommt dann nicht in Frage, daher wird man bei diesem Vorgehen als 
Rentner den vollen Beitrag (Arbeitnehmer und -geberanteil) zahlen 
müssen.

> Was ist mit dem berechtigten Vorwurf, auf diese Weise stark amoralisch
> und parasitär zu handeln?

Der Vorwurf ist wohl mehr als berechtigt.

> Wer heutzutage als normaler Angestellter noch in die PKV wechselt, dem
> ist nicht mehr zu helfen.

Ich fürchte, dem muss ich zustimmen.

von Der Andere (Gast)


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Dabei wäre ein gerechtes System ziemlich einfach.
Eine gesetzliche Basisversicherung in die ALLE einzahlen, auch für 
Vermögensgewinne, und beliebige privat Zusatzversicherungen für die die 
den Ärzten den 3fachen Satz in den Rachen werfen wollen.
Aber heute ziehen sich Gutverdiener aus der Solidargemeinschaft und 
zahlen nur für sich und jammern dann rum, wenn sie mit 50-60 nicht mehr 
von der Solidargemeinschaft aufgenommen werden.

Ist mit Rentenversicherung genau das gleiche.

von Über Links gedacht (Gast)


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Der Andere schrieb:
> Dabei wäre ein gerechtes System ziemlich einfach.
> Eine gesetzliche Basisversicherung in die ALLE einzahlen,

> Aber heute ziehen sich Gutverdiener aus der Solidargemeinschaft und
> zahlen nur für sich und jammern dann rum, wenn sie mit 50-60 nicht mehr
> von der Solidargemeinschaft aufgenommen werden.

Die Gutverdiener wie Freeberufler zahlen zwar nicht ein, kassieren aber 
auch keine Rente. Das verändert also nix an der Bilanz. Das Problem sind 
Zahlungen/Leistungen die die jeweiligen Einzahlung überschreitet. Das 
macht das Solidarsystem im Kern kaputt. Und leider sind es eben die 
Geringstverdiener, die nicht in das System einzahlen, aber darüber 
abgesichert sind.

von Wolfgang S. (wsm)


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Hat schon mal jemand nachgefragt, was die PKV kostet, wenn man 60 ist?

Oder mit 45 Jahren, verheiratet und zwei Kinder?

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Bitte beim Thema GKV/PKV bleiben.

Danke.

von Richtiger Selbständiger (Gast)


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Wolfgang S. schrieb:
> Oder mit 45 Jahren, verheiratet und zwei Kinder?

Ich habe das vor 3 Jahren gemacht: 428,- monatlich ohne Kinder. Die 
gingen extra. Da ich keine habe, wäre das noch ein gutes Geschäft.

Letzter Wert heute: 517 Euro monatlich. Wenn ich nicht krank werde, 
bekomme ich 2 Monate zurück. Ich zahlte also 5170 im Jahr. Da ich aber 
sehr wohl krank werde, zahle ich wohl die vollen 6500,- und ich habe 
noch die Verwaltung mit dem Vorstrecken und dem Einreichen, also nochmal 
einige Stunden Arbeit.

Momentan zahle ich 7800,- KV/PV - aber das geht nur noch maximal 15 
Jahren, danach ist Rente! Da ich im Alter kaum Rente kriege als 
Selbständiger, zahle ich den Minimalsatz und spare bis zum Lebensende 
Tausende im Jahr.

von Carsten S. (dg3ycs)


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Thomas O. schrieb:
> es gab sonst immer die Lücke sich als Renter einen Job(450€) zu suchen
> damit man wieder in die GKV wechseln kann. Keine Ahnung ob diese Lücke
> schon geschlossen wurde.

Nee, die Lücken sind schon sehr sehr lange dicht... Und als Rentner geht 
schon einmal gar nichts mehr! Ausser man hat tatsächlich kein Einkommen 
oberhalb 450 Euro (Zusammengerechnet Rente, evtl. Mieteinnahmen, 
Zinsen... ALLES Zählt) und kann über den Ehepartner Familienversichert 
sein.

Ab 55 ist fast Sense mit dem Wechsel. Bis 55 geht schon etwas, aber nur 
als Angestellter wenn der Arbeitgeber mitspielt (und man bereit ist auf 
Gehalt zu verzichten). Aber das ist der derzeitige Stand. Es kann sich 
schnell etwas ändern und man ist plötzlich doch "gefangen", auch lange 
vor dem 55LJ.

BTW: 450 Euro reichen im Übrigen nicht um ein Versicherungspflichtiges 
Arbeitsverhältnis zu begründen. Es müssen mindestens 450,01 Euro sein!
Also ein ganz normales Arbeitsverhältnis. Allerdings spielen da viele 
der "Nebenjobanbieter" merkwürdigerweise nicht mit, obwohl das erstens 
für diese sogar billiger wäre und zweitens - entgegen dem allgemeinen 
Glauben- damit gerade NICHT mehr Reschte des AN verbunden sind. (Denn 
viele wissen  gar nicht das auch 450Euro Kräften alle Arbeitnehmerrechte 
wie Urlaub un dLohnfortzahlung zustehen)

>Im meinem Umfeld gibts einen haufen Beamte und
> da arbeiten die Frauen auf 450€ damit dann die Frau(und Kinder) nicht in
> die teurer PKV einzahlen müssen sondern die Familienversicherung nutzen.

Also auf 450 Euro Basis können die gerne Arbeiten, das ändert aber 
nichts am Versicherungsstatus. Es muss mindestens noch 1 Ct. mehr sein.
Aber: Selbst wenn man z.B. für 455 Euro im Monat arbeiten geht, so wird 
der Arbeitnehmer zwar damit selbstverständlich voll GKV 
versicherungspflichtig, kann auch meist erst einmal die Kinder dort 
anmelden, ABER das ist ein RISKANTES SPIEL!

Denn: Vorgegeben ist das die Regeln des Elternteils mit dem HÖHEREN 
EINKOMMEN gelten! Im REgelfall bedeutet dies also, ist der Mann als 
Gutverdiener über der Pflichtversicherungsgrenze in der PKV und die Frau 
arbeitet irgendwo als Bürokraft für 1800 Euro Brutto (Oder auch 500, 
meinetwegen auch 3500 Euro, alles egal) im Angestelltenverhältniss, so 
ist die Frau zwar gesetzlich versichert, das Kind MUSS aber im REgelfall 
dennoch Beitragspflichtig versichert werden. (NAtürlich auch bei 
umgekehrter Rollenverteilung genauso)
Entweder mit in der PKV des Besserverdienenden oder aber in der GKV, 
aber hier halt als Beitragspflichtiges "freiwilliges Mitglied" und 
gerade nicht als über die Mutter Familienversichert!
(Es gibt einige wenige spezielle Ausnahmen... Aber das führt dann hier 
zu weit)

Wenn eine solche Trickserei also auffliegt, so hat man im besten Fall 
mit größeren NAchforderungen zu rechnen. Läuft es schlecht kommt noch 
ein strafrechtliches Betrugsverfahren hinzu!

Über Links gedacht schrieb:
> Und leider sind es eben die
> Geringstverdiener, die nicht in das System einzahlen, aber darüber
> abgesichert sind.

JA, das ist in der Tat eine große Ursache für eine gewisse Schieflage.
Und dies sollte auch geändert werden.
DAmit meine ich nicht das diese Gruppe keine/weniger/andere Leistungen 
bekommen soll, sondern einfach das die Versicherung dieser Gruppe nicht 
mit dem "normalen" Arbeitnehmertopf gemischt werden darf.

Eine Lösung könnte sein:
Es gibt einmal den Topf des normalen Versicherungssystems wo alle 
Arbeitnehmer mit Einkommen über grenze X, z.b. 1000 Euro incl. Familie 
drin versichert sind - und es gibt den Topf für die Geringverdiener, 
H4ler , Grundsicherungsempfänger usw. Diese zahlen natürlich auch 
denselben Prozentualen von ihrem Einkommen -sofern ein solches vorhanden 
ist- da das aber nicht reicht entsteht natürlich eine 
Finanzierungslücke.
Diese Finanzierungslücke wird dann durch Steuern die ALLE mit Einkommen 
und BESONDERS alle Einkommensarten betrifft gedeckt.

Wenn man (die Politik) das wollte könnte man das ja sogar so machen das 
die Verwaltung über dieselben Kassen (zumindest den größten) läuft und 
für aussenstehende wie Ärzte, Apotheken usw. überhaupt nicht erkennbar 
ist aus welchem der beiden Töpfe nun die Leistung bezahlt wird. Also 
auch überhaupt keine "Stigmatisierung" befürchtet werden muss.
Das würde die einseitige Belastung des Einkommens der durchschnittlichen 
angestellten Bevölkerung zuverlässig verhindern, dazu noch Kosten 
einsparen weil man im Gegenzug das hin und herbuchen von Beiträgen aus 
dem H4 Topf, aus dem Sozialamtstopf usw. einfach unterlassen könnte 
(wird auch auch steuerfinanziert) und die Versorgung dieser Gruppe wäre 
auch nicht schlechter als die aller anderen.

Aber das will man ja nicht!

Gruß
Carsten

von Carsten S. (dg3ycs)


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Richtiger Selbständiger schrieb:
> Wolfgang S. schrieb:
>> Oder mit 45 Jahren, verheiratet und zwei Kinder?
>
> Ich habe das vor 3 Jahren gemacht: 428,- monatlich ohne Kinder. Die
> gingen extra. Da ich keine habe, wäre das noch ein gutes Geschäft.
>
> Letzter Wert heute: 517 Euro monatlich.

Also rund 25% Steigerung in 3 Jahren!
Und das bei Prognosen die ja bekanntlich meist "sehr optimistisch" 
ausfallen...
Vor allem wenn das mit den Zinsen so weitergeht werden sich noch sehr 
viele gewaltiug umschauen, denn es ist ja nicht nur so das die 
erwarteten Beiträge schon recht optimistisch ausgerechnet sind, nein 
diese Rechnungen legen zudem noch Zinsgewinne auf die Rückstellungen an 
der oberen Grenze des damals noch irgendwie reell begründbaren zugrunde.
Da die Zinsen heute aber deutlich tiefer sind geht es nicht nur um 
einige zehntel Prozent die fehlen (was durch Zinseszins schon arg genug 
wäre) nein, es fehlen volle Prozentpunkte!

Dazu kommt noch das dies ja auch nur der Beitrag mit 60 ist! Geht ja 
noch weiter... 70 Jahre, 80 Jahre usw.
OK, es gibt mittlerweile als Rettungsanker noch den Basistarif. Also GKV 
Leistungen zum Luxuspreis! Und das macht den PKV ebenfalls gewaltig zu 
schaffen weil die dadurch die Preisspirale gerade nicht mehr unendlich 
anziehen können.

> Momentan zahle ich 7800,- KV/PV - aber das geht nur noch maximal 15
> Jahren, danach ist Rente! Da ich im Alter kaum Rente kriege als
> Selbständiger, zahle ich den Minimalsatz und spare bis zum Lebensende
> Tausende im Jahr.

Hier musste ich zweimal lesen.
Aber OK, habe verstanden: Du bist immer noch GKV zahlst jetzt etwas 
mehr, dafür hast du dann ja das Anrecht auf die geringen Beiträge. Falls 
du die ganze (fast die ganzen) ZEit deines Berufslebens (bzw. der 
zweiten Hälfte) in der GKV warst kommt zudem noch dazu das ja (bis auf 
geringe Ausnahmen) wirklich nur die Rente zählt...

Das sind schon ettliche tausend Euro Ersparnis, 5kEuro++/anno können das 
schon sein. Und das in einer Phase wo das Einkommen gerade nicht mehr so 
hoch ist, da schmerzt eine solche Summe ja gleich ein vielfaches im 
Vergleich zu den Mehrbeiträgen während der Phase des hohen Einkommens...
Naja, da zeigt sich wer Rechnen kann! ;-)

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
von Claus M. (energy)


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Carsten S. schrieb:
> Also rund 25% Steigerung in 3 Jahren!
> Und das bei Prognosen die ja bekanntlich meist "sehr optimistisch"
> ausfallen...

Also bei meiner PKV war die Steigerung in den letzten 3 Jahren genau 
0,0%.

von S. K. (Gast)


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Ich berate Firmen im Bezug auf Personal- und Arbeitsprozesse, sowie 
Investment. Bei denen sind junge Akademiker deshalb sehr beliebt, weil 
sie relativ wenig verdienen und sich haben von der PKV ködern lassen. 
Damit zahlen sie nur geringe Beiträge und die G eine noch geringere 
Hilfe. Hinzu kommt, dass Junge oft von der Möglichkeit Gebrauch machen, 
sich Beiträge nicht zurückerstatten zu lassen, sondern sie in 
verringerte Beiträge zu investieren und den Aufwand von der Steuer 
absetzen, wovon auch der AG weiter profitiert. Der Staat wird hier sehr 
stark ausgenutzt.

Den Angestellten kann ich nur raten, sich das genau zu überlegen: Wenn, 
muss man das in jungen Jahren angehen und sparen, um dann rechtzeitig 
zurückzukehren.

Wenn es noch geht.

von Hans-Peter (Gast)


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S. K. schrieb:
> Ich berate Firmen im Bezug auf Personal- und Arbeitsprozesse,
> sowie Investment. Bei denen sind junge Akademiker deshalb sehr beliebt,
> weil sie relativ wenig verdienen und sich haben von der PKV ködern
> lassen. Damit zahlen sie nur geringe Beiträge und die G eine noch
> geringere Hilfe.

Wie können sie eine PKV abschließen, wenn sie doch wenig verdienen? 
Stichwort Jahresentgeltgrenze.

> Hinzu kommt, dass Junge oft von der Möglichkeit
> Gebrauch machen, sich Beiträge nicht zurückerstatten zu lassen, sondern
> sie in verringerte Beiträge zu investieren und den Aufwand von der
> Steuer absetzen, wovon auch der AG weiter profitiert. Der Staat wird
> hier sehr stark ausgenutzt.

Klingt für den Angestellten gut, ist aber eine Mogelpackung. Mit 
regelmäßigem Anlegen der Erstattung (sofern gesund) kommt er immer 
besser weg.

> Den Angestellten kann ich nur raten, sich das genau zu überlegen: Wenn,
> muss man das in jungen Jahren angehen und sparen, um dann rechtzeitig
> zurückzukehren.

Das ist in höchstem Maße unsolidarisch. Wenn sich jemand schon aus der 
Gemeinschaft verabschiedet und privat krankenversichert, dann aber bitte 
auch bis zum Ende.

von Hans-Peter (Gast)


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Claus M. schrieb:
> Also bei meiner PKV war die Steigerung in den letzten 3 Jahren genau
> 0,0%.

Dann mach dich auf was gefasst die nächsten Jahre. Glaubst du denn, das 
wird so bleiben?

von MaWin (Gast)


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Hans-Peter schrieb:
> Wie können sie eine PKV abschließen, wenn sie doch wenig verdienen?
> Stichwort Jahresentgeltgrenze.

An unlogischem sachlich Falschen erkennst du unsere Faker- Trolle am 
leichtesten.

von Henry G. (gtem-zelle)


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genervt schrieb:
>> Der genervte wollte eigentlich nur drauf hinaus, dass ein
>> Umlageverfahren nur solange funktioniert, solange Nachkommen da sind

Was für ein Schwachsinn! Das hat doch nix mit den Nachkommen zu tun, 
nicht mal im entferntesten. Die Produktivität des Arbeiters ist durch 
den technischen Fortschritt massiv gestiegen, aber nur die Entlohnung 
nicht. DAS ist das Problem und nix anderes! Das Geld sammelt sich dort, 
wo am wenigsten dafür gearbeitet wird und landet am wenigsten dort wo am 
meisten für gearbeitet wird, nämlich beim Arbeitenden. Diese ganze 
Dummbeutelpropaganda der neoliberalen Schmarotzerbewegung scheint ja 
immer noch hoch im Kurs zu stehen. Der demografische Wandel ist nicht 
das Problem, die Verteilung der Werte aus der Produktivität stimmt 
nicht. Wenn wir jetzt noch 'ne halbe Million Lohndrücker ins Land holen, 
wird sich das Problem noch weiter verschärfen. Das will der Finanzadel 
natürlich, denn er kann sich dann in Ruhe das Geld in die Tasche 
stopfen. Wie man nur auf diesen abenteurlichen Unsinn reinfallen kann, 
es läge an den Nachkommen. Wer eins und eins richtig addieren kann, 
merkt das sofort, es ergibt null Sinn. Es ist genügend Geld da um drei 
mal so viele alte Leute prächtig durchs Alter zu bringen. Da könnte man 
auch die Arbeitslosenzahl mit senken. Aber nöööö, lieber das Geld 
sinnfrei in den Bankentürmen bunkern und dem debilen Pöbel was vom 
Pferd...äääh...demografischen Wandel erzählen. Lasst euch doch nicht 
immer jeden Bären aufbinden.

von S. K. (Gast)


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Guten Abend, Hans Peter

Hans-Peter schrieb:
> Wie können sie eine PKV abschließen, wenn sie doch wenig verdienen?
> Stichwort Jahresentgeltgrenze.

Die Grenze ab der man sich freiwillig oder privat versichern kann, wird 
jedes Jahr neu bemessen und liegt für 2016 bei gut 50.000 Euro. Dies 
wird sogar von den meisten Anfängern - spätestens aber Berufswechslern 
im 2. Jahr erreicht, wenn sie über eine gute Qualifikation verfügen.

Unsere Mandanten im Raum Stuttgart stellen derzeit qualifizierte 
Absolventen (Master an Uni, mit Auslandserfahrung und passender Quali) 
mit über 60 TDEpa ein, Promovierte über 65k. Durchschnittliche liegen 
bei 55k, bachelor bei 45, haben die 50 aber meist nach einem Jahr.


Hans-Peter schrieb:
> Das ist in höchstem Maße unsolidarisch. Wenn sich jemand schon aus der
> Gemeinschaft verabschiedet und privat krankenversichert, dann aber bitte
> auch bis zum Ende.

Da stimme ich zu. Aber die Gesetze macht die Politik. Die Menschen 
werden immer dazu tendieren, die Gesetze auszunutzen.

Solange die GRV offen ist, wird man so lange wie möglich PKV bleiben 
wollen, wenn es sich lohnt.

von Hans-Peter (Gast)


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S. K. schrieb:
> Hans-Peter schrieb:
>> Wie können sie eine PKV abschließen, wenn sie doch wenig verdienen?
>> Stichwort Jahresentgeltgrenze.
>
> Die Grenze ab der man sich freiwillig oder privat versichern kann, wird
> jedes Jahr neu bemessen und liegt für 2016 bei gut 50.000 Euro. Dies
> wird sogar von den meisten Anfängern - spätestens aber Berufswechslern
> im 2. Jahr erreicht, wenn sie über eine gute Qualifikation verfügen.

Es sind mindestens 56.250 Euro. Das bekommt man nicht direkt am Anfang. 
Und wenn doch, dann stimmt deine Aussage "weil sie relativ wenig 
verdienen" nicht.

von Sepp (Gast)


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Henry G. schrieb:
> Was für ein Schwachsinn! Das hat doch nix mit den Nachkommen zu tun,
> nicht mal im entferntesten. Die Produktivität des Arbeiters ist durch
> den technischen Fortschritt massiv gestiegen, aber nur die Entlohnung
> nicht. DAS ist das Problem und nix anderes! Das Geld sammelt sich dort,
> wo am wenigsten dafür gearbeitet wird und landet am wenigsten dort wo am
> .........

ACK! Endlich mal einer, der's versteht!

von Walter S. (avatar)


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genervt schrieb:
> Und man zahlt für die kranke Oma, die keine Nachkommen hat auch

aha, eine Oma die keine Nachkommen hat.
Also früher gab's sowas nicht ...

von lalala (Gast)


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Meiner Meinung nach ist Privatversicherung sinnvoll für die Leute, die 
es sich wirklich leisten könnten. Also nicht ab wann man darf 
(Beitragsbemessungsgrenze, sondern ab so 500.000€/a. Das sind dann 
irgendwie 20k/Monat Netto; dann ist es auch egal, ob die Versicherung 
später im schlimmsten Fall mal 2-4k/Monat kostet. (Man sollte jedoch den 
einen oder anderen Euro zurücklegen)

von Cyblord -. (cyblord)


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lalala schrieb:
> Meiner Meinung nach ist Privatversicherung sinnvoll für die Leute, die
> es sich wirklich leisten könnten. Also nicht ab wann man darf
> (Beitragsbemessungsgrenze, sondern ab so 500.000€/a. Das sind dann
> irgendwie 20k/Monat Netto; dann ist es auch egal, ob die Versicherung
> später im schlimmsten Fall mal 2-4k/Monat kostet. (Man sollte jedoch den
> einen oder anderen Euro zurücklegen)

So war das ja auch mal gedacht. Heute meint jeder der 2 Euro über Grenze 
liegt, er wäre was bessere und verdiene eine PKV. Nun gut, die Rechnung 
bekommt er dann ja auch. Wem es das Wert ist soll es sich leisten. Nur 
bitte hinterher nicht meckern und nicht mit irgendwelchen Tricks zurück 
in die GKV kriechen.

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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lalala schrieb:
> Meiner Meinung nach ist Privatversicherung sinnvoll für die Leute, die
> es sich wirklich leisten könnten.

Gerade die kommen mit der GKV ja besonders billig weg. Denn die hat 
einen Maximalbetrag. Je mehr man über der Beitragsbemessungsgrenze 
verdient, um so weniger nimmt sich die GKV. Wer das doppelte verdient 
zahlt nicht mehr 15.5% wie die anderen sondern 7.75, wer das 4-fach 
verdient bloss noch 3.875%.

von lalala (Gast)


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Michael B. schrieb:
> lalala schrieb:
>> Meiner Meinung nach ist Privatversicherung sinnvoll für die Leute, die
>> es sich wirklich leisten könnten.
>
> Gerade die kommen mit der GKV ja besonders billig weg. Denn die hat
> einen Maximalbetrag.

Stimmt auch. Mein Punkt ist: es geht da nicht ums Geld sparen, sondern 
darum eine bessere Leistung zu bekommen (die üblicherweise auch mehr 
kostet.). Und wenn die bessere Leistung vielleicht auch nur darin 
besteht wenig Wartezeit zu haben. Zudem gibt es auch Ärzte, die nur 
Privatpatienten nehmen (keine Kassenzulassung beantragt).

von SloJo (Gast)


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Ist schon ulkig, wie hier die gleichen Leute den Leuten, die in die PKV 
gehen vorwerfen, sie waehren unsolidarisch, weil sie auf Kosten der 
Allgemeinheit Geld sparen und gleichzeitig erklaeren, die PKV waere in 
Wirklichkeit teurer als die GKV. Beides kann nun nicht wahr sein.

von Monsterrechner (Gast)


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Michael B. schrieb:
> um so weniger nimmt sich die GKV. Wer das doppelte verdient
> zahlt nicht mehr 15.5% wie die anderen sondern 7.75, wer das 4-fach
> verdient bloss noch 3.875%.


Es ist auch irgendwo nicht einzusehen, dass man in beliebigem Umfang 
mehr einzahlen soll. Wozu? Man bekommt auch keinen besseren 
Versicherungsschutz.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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SloJo schrieb:
> Ist schon ulkig, wie hier die gleichen Leute den Leuten, die in die PKV
> gehen vorwerfen, sie waehren unsolidarisch, weil sie auf Kosten der
> Allgemeinheit Geld sparen und gleichzeitig erklaeren, die PKV waere in
> Wirklichkeit teurer als die GKV. Beides kann nun nicht wahr sein.

Doch, das stimmt beides.

Frage Dich einfach, wofür im einen Fall Überschüsse verwendet werden und 
wofür im anderen Fall.

von Michael B. (laberkopp)


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SloJo schrieb:
> Ist schon ulkig, wie hier die gleichen Leute den Leuten, die in
> die PKV gehen vorwerfen, sie waehren unsolidarisch, weil sie auf
> Kosten der Allgemeinheit Geld sparen und gleichzeitig erklaeren,
> die PKV waere in Wirklichkeit teurer als die GKV.
> Beides kann nun nicht wahr sein.

Wenn sie in jungen Jahren ohne Kinder und Partner in die PKV flüchten,
aber dann, wenn die Preise steigen, in die GKV zurück wollen, dann 
stimmt das sehr wohl, und genau gegen diese Leute hat man was.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kassenvergleich-von-stiftung-warentest-privat-wirds-teuer-1.1937859

von Henry G. (gtem-zelle)


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Monsterrechner schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> um so weniger nimmt sich die GKV. Wer das doppelte verdient
>> zahlt nicht mehr 15.5% wie die anderen sondern 7.75, wer das 4-fach
>> verdient bloss noch 3.875%.
>
> Es ist auch irgendwo nicht einzusehen, dass man in beliebigem Umfang
> mehr einzahlen soll. Wozu? Man bekommt auch keinen besseren
> Versicherungsschutz.

Die PVK ist ja auch da, um Dummköpfe über den Tisch zu ziehen. Noch 
nicht gewusst?

von genervt (Gast)


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Carsten S. schrieb:
> Hier musste ich zweimal lesen.
> Aber OK, habe verstanden: Du bist immer noch GKV zahlst jetzt etwas
> mehr, dafür hast du dann ja das Anrecht auf die geringen Beiträge. Falls
> du die ganze (fast die ganzen) ZEit deines Berufslebens (bzw. der
> zweiten Hälfte) in der GKV warst kommt zudem noch dazu das ja (bis auf
> geringe Ausnahmen) wirklich nur die Rente zählt...
>
> Das sind schon ettliche tausend Euro Ersparnis, 5kEuro++/anno können das
> schon sein. Und das in einer Phase wo das Einkommen gerade nicht mehr so
> hoch ist, da schmerzt eine solche Summe ja gleich ein vielfaches im
> Vergleich zu den Mehrbeiträgen während der Phase des hohen Einkommens...
> Naja, da zeigt sich wer Rechnen kann! ;-)

Das setzt vorraus, dass das System so bleibt.

Schon drollig, wie hier manche orakeln, dass die PKV-Versicherten mit 
einer Beitragsexplosion im Alter zu rechnen haben und man sich selbst 
sicher wähnt.

Ihr glaubt doch nicht ernst, dass ihr in der GKV davon verschont bleibt? 
Die Rente wird sinken und die Rentner werden immer mehr und irgendwie 
wird man die Ausgaben finanzieren müssen, das werden die Rentner, welche 
außerhalb der Rente noch Einkommen haben zur Kasse gebeten werden.

Die nächsten paar Jahre gibts zudem noch satte erhöhungen des 
Zusatzbeitrages, unterm Strich sind das die gleichen Teurungsraten wie 
in der PKV.

von Cyblord -. (cyblord)


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genervt schrieb:
> Schon drollig, wie hier manche orakeln, dass die PKV-Versicherten mit
> einer Beitragsexplosion im Alter zu rechnen haben und man sich selbst
> sicher wähnt.

Es ist ein Unterschied ob es eine Beitragsexplosion GEBEN KÖNNTE oder ob 
man sehenden Auges in die PKV geht, wo eine Beitragsexplosion im Alter 
als gegeben angesehen werden kann. Außerdem was ist die Alternative? Als 
AN muss man irgendwo versichert sein. Also ist GKV das kleinere Übel. In 
die PKV kann man immer noch. Andersrum eher nicht.

Henry G. schrieb:
> Die PVK ist ja auch da, um Dummköpfe über den Tisch zu ziehen. Noch
> nicht gewusst?
Die meisten wissen das. Aber bei dir hats ja wohl geklappt. Jeden Tag 
steht ein Dummer auf, als PKV muss man den halt finden. Die ganz Doofen 
werden dann auch noch glühende Verfechter der PKV.

: Bearbeitet durch User
von SloJo (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Frage Dich einfach, wofür im einen Fall Überschüsse verwendet werden und
> wofür im anderen Fall.

In beiden Faellen fuer dicke Gehaelter von Fuehrungskraeften?

von genervt (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Es ist ein Unterschied ob es eine Beitragsexplosion GEBEN KÖNNTE

Die Beiträge in der GKV werden noch deutlich steigen, anders gehts 
nicht. Das Umlagesystem funktioniert nur, wenn man das einnimmt, was man 
ausgibt und die Ausgaben steigen aufgrund der steigenden Rentnerzahlen 
entsprechend an.

von SloJo (Gast)


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Cyblord -. schrieb:

> Es ist ein Unterschied ob es eine Beitragsexplosion GEBEN KÖNNTE oder ob
> man sehenden Auges in die PKV geht, wo eine Beitragsexplosion im Alter
> als gegeben angesehen werden kann.

Als gegeben kann angesehen werden, was Cyblord und MaWin (sonst eher ein 
ungleiches Paar) als gegeben ansehen.

> Außerdem was ist die Alternative? Als
> AN muss man irgendwo versichert sein. Also ist GKV das kleinere Übel. In
> die PKV kann man immer noch. Andersrum eher nicht.

Spaeter noch in die PKV kann man eher nicht. Haettest du dich ernsthaft 
damit beschaeftigt, wuesstest du das. Hast du aber eher nicht.

> Die meisten wissen das. Aber bei dir hats ja wohl geklappt. Jeden Tag
> steht ein Dummer auf, als PKV muss man den halt finden. Die ganz Doofen
> werden dann auch noch glühende Verfechter der PKV.

Die ganz Doofen glauben, sie wuessten ganz genau was laeuft und vor 
allem, wie die KV-Landschaft in 10, 20 oder 30 Jahren aussieht. Und die 
Hinterlistigen verschweigen zum Beispiel die Zuzahlungen in der GKV, 
die im Alter auch schnell mal die ganze Rente auffressen koennen.

von genervt (Gast)


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Henry G. schrieb:
> genervt schrieb:
>>> Der genervte wollte eigentlich nur drauf hinaus, dass ein
>>> Umlageverfahren nur solange funktioniert, solange Nachkommen da sind
>
> Was für ein Schwachsinn! Das hat doch nix mit den Nachkommen zu tun,
> nicht mal im entferntesten. Die Produktivität des Arbeiters ist durch
> den technischen Fortschritt massiv gestiegen, aber nur die Entlohnung
> nicht. DAS ist das Problem und nix anderes!

Noch mal für ganz unbedarft: 0 Nachkommen = 0 Beitragszahler und noch 
schlimmer: Niemand der die Arbeit macht, für die die Rentner Geld 
bezahlen würden.

Die Produktivität mag ja gestiegen sein und die Löhne nicht. Bei den 
Ärtzten kannst du die Produktivität schlecht steigern und deren Löhne, 
zumindest die der Praxisbetreiber, sind entsprechend gestiegen.

Da ist auch kein Trend zur Umkehr zu erkennen.

von Pumperl (Gast)


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>  Und die Hinterlistigen verschweigen zum Beispiel die Zuzahlungen in der
> GKV, die im Alter auch schnell mal die ganze Rente auffressen koennen.

Das wirst du nicht belegen können.

von genervt (Gast)


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Henry G. schrieb:
> Die PVK ist ja auch da, um Dummköpfe über den Tisch zu ziehen. Noch
> nicht gewusst?

Das ist wie mit den Porschefahrern, die haben sich auch über den Tisch 
ziehen lassen, Golf wäre vieeeel Billiger gewesen!

von Mikro 7. (mikro77)


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Bei der Zeit die hier einige ins Posting schreiben gesteckt haben...

...wäre es da nicht interessant etwas sinnvoller vorzugehen?

Präsentiert ein Modell an dem ihr die Vor- und Nachteile der beiden 
Systeme beschreibt (und die anderen prüfen können). Solch ein Modell 
kann man als Diskussiongrundlage nehmen und an der Realität messen. 
Allerdings muss man dann auch ein bisschen Recherchieren und sogar 
Nachdenken...

Wäre das nicht besser als ein Thread mit kaum nachvollziehbaren 
Behauptungen wo jeder einfach nur redet um sich reden zu hören?!

btw: Ist echt nicht böse gemeint. Aber wenn ihr schon so viel Zeit 
reinsteckt, warum nicht was Sinnvolles machen?

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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SloJo schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Frage Dich einfach, wofür im einen Fall Überschüsse verwendet werden und
>> wofür im anderen Fall.
>
> In beiden Faellen fuer dicke Gehaelter von Fuehrungskraeften?

Nö. Im einen Fall landen Überschüsse bei den Aktionären, im anderen Fall 
wandern sie auf die hohe Kante für schlechtere Zeiten (so wie kürzlich 
geschehen).

von Axel L. (axel_5)


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Das Finanzmodel der PKV ist ja nun durchaus bekannt. Es werden Gruppen 
aus jungen, gesunden Versicherten gebildet, somit haben diese niedrige 
Kosten und niedrige Beiträge, niedriger als bei der GKV, die Alte und 
Kranke mit versorgen muss. Das kompensiert sogar die drei-vierfach 
höheren Kosten bei den Ärzten.

Wenn diese Kunden dann aber alt werden, werden neue Tarife/Gruppen 
aufgelegt, in die die alten nicht mehr wechseln können, so dass die 
jetzt alten und zunehmend kranken nicht mehr die Preise versauen. Weil 
aber die Mischung der älteren Tarife jetzt immer schlechter wird, gehen 
die Kosten immer weiter hoch, es kommen in die Tarife aber keine jungen, 
gesunden nach. Somit steigen die Preise.

Dazu kommt noch, dass die PKV den Ärzten deutlich mehr zahlt als die 
GKV.  Das ist bei den Gruppen der jungen Versicherten noch egal, aber 
bei den älteren wirkt die Gesundenselektion nicht mehr, die sind genauso 
oft krank wie in der GKV. Damit steigen die Kosten in der PKV dramatisch 
an, was sich eben auch in den Preisen widerspiegelt.

Somit bleibt die PKV im Alter immer teurer als die GKV, schlicht, weil 
sie den Ärzten mehr bezahlt und das im Alter nicht mehr über 
Ausselektion der Kranken kompensieren kann.

Das ganze Verfahren hat der Gesetzgeber allerdings zunehmend gekappt, 
weswegen die PKV zunehmend Probleme hat, Leute zu ködern.

Gruss
Axel

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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genervt schrieb:
> was man
> ausgibt und die Ausgaben steigen aufgrund der steigenden Rentnerzahlen
> entsprechend an.

Wieso?

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Axel L. schrieb:
> Das ganze Verfahren hat der Gesetzgeber allerdings zunehmend gekappt,
> weswegen die PKV zunehmend Probleme hat, Leute zu ködern.

Ja, die PKV wird zur Falle für die die ned rechtzeitig aus der 
aussteigen!

von genervt (Gast)


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Cha-woma M. schrieb:
> genervt schrieb:
>> was man
>> ausgibt und die Ausgaben steigen aufgrund der steigenden Rentnerzahlen
>> entsprechend an.
>
> Wieso?

Weil im Alter die Gesundheitskosten steigen.

Du hast zum einen mehr alte Mitgliederund weniger junge Mitgliederund 
dann zahlen die Alten auch noch weniger Beiträge, als die Jungen.

Das soetwas nicht ohne Anpassungen funktioniert, leuchtet ein?

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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genervt schrieb:
> Das ist wie mit den Porschefahrern, die haben sich auch über den Tisch
> ziehen lassen, Golf wäre vieeeel Billiger gewesen!

Rein von den Daten her würde ich den Vergleich eher so machen:

"Mercedes-Benz R 170 vs Chrysler Crossfire"

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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genervt schrieb:
> Die nächsten paar Jahre gibts zudem noch satte erhöhungen des
> Zusatzbeitrages, unterm Strich sind das die gleichen Teurungsraten wie
> in der PKV

Ja, und die Beamten sind fein raus!

von Henry G. (gtem-zelle)


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genervt schrieb:
> Henry G. schrieb:
>> Die PVK ist ja auch da, um Dummköpfe über den Tisch zu ziehen. Noch
>> nicht gewusst?
>
> Das ist wie mit den Porschefahrern, die haben sich auch über den Tisch
> ziehen lassen, Golf wäre vieeeel Billiger gewesen!

Du meinst Golffahren zum Porschepreis vs Golffahren zum Golfpreis. ;-)

von Michael B. (laberkopp)


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Monsterrechner schrieb:
> Es ist auch irgendwo nicht einzusehen, dass man in beliebigem Umfang
> mehr einzahlen soll. Wozu? Man bekommt auch keinen besseren
> Versicherungsschutz.

Natürlich möchte schon das Bundesverfassungsgericht, daß zwischen 
Leistung und Beitrag ein gewisser Zusammenhang besteht. Einfach mehr 
Beitrag bei gleicher Leistung wäre nicht in Ordnung.

Daher hat man heute, wo der Beitrag nach oben begrenzt ist, auch eine 
Grenze bei der Höhe der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall auf genau 
diese Kappungsgrenze.

Würde man den Beitrag strikt prozentual halten, müsste man auch die 
Lohnfortzahlung an das dann höhere Einkommen anpassen, wer also 1 Mio im 
Monat bekommt und gesetzlich mit 15.5% versichert wäre also 155000 
Beitrag zahlt, der bekäme dann im Krankheitsfall auch die Million weiter 
ausbezahlt, statt wie bisher nur 4125 EUR.

Allerdings: der Mensch ohne Einkommen, der bei der GKV bisher trotzdem 
den Mindestbeitrag von ca. 140 EUR zahlen muss, bekommt im 
Krankheitsfall TROTZDEM nicht die 975 EUR ausbezahlt, die dem 
Mindestbeitrag als gelogenes angebliches Einkommen zu Grunde gelegt 
wurden.

Die verfassungswidrige Ungerechtigkeit besteht also vor allem bei 
Geringverdienen, die sich nicht mal eine Klage leisten können.

von Jonathan (Gast)


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> Michael Bertrandt (laberkopp)

> Die verfassungswidrige Ungerechtigkeit besteht also vor allem bei
> Geringverdienen, die sich nicht mal eine Klage leisten können.

Man muss es mal wieder schreiben, das obige gehört zum üblichen Quatsch, 
den du hier tagtäglich verzapfst.

Es gibt genau zwei gesellschaftliche Gruppen die sich Klagen leisten 
können:

- die Reichen
- die Armen

von Interessierter (Gast)


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Man darf ohnehin nicht nachdenken ob das System gerecht ist oder nicht.
Jene die zwischen 50-100k verdienen denen sei's gegönnt sie zahlen so 
viel Steuern das dann auch nicht mehr übrigbleibt (und darüber sollte 
sich auch überhaupt niemand aufregen). Noch dazu haben so einige davon 
auch viel Verantwortung ob das zur Lebensqualität beiträgt? Ich weiß 
nicht.

Man sollte eher Preis Leistung der Politiker ansprechen und da einmal 
hart durchgreifen. Von der Monarchie zur deutschen parlamentarischen 
Demokratie war's wirklich kein großer Schritt. Wer die Politiker die 
heute am Werkeln sind genauer betrachtet sieht das dort zum Teil 
irgendwelche Witzfiguren tätig sind... zum Teil sogar 69'er 
Steinewerfer... und von denen lässt man sich das System zurechtbiegen.

von genervt (Gast)


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Henry G. schrieb:
> Du meinst Golffahren zum Porschepreis vs Golffahren zum Golfpreis. ;-)

Spar dir das getrolle, die Vorteile der PKV hatten wir doch schon 
hinreichend geklärt.

Unterm Strich bleibt doch nur übrig, dass die Gesundheitskosten für 
beide Parteien deutlich steigen werden und dass die PKV auf lange Sicht 
nicht zum Geldsparen taugt.

von Mikro 7. (mikro77)


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Axel L. schrieb:
> ...

Wow. Jetzt "nur noch" belastbare Quellen und dann formal beschreiben. 
Ich bin gespannt. :-)

Ich hatte da eher einfache Modelle im Kopf. Ich versuch mich Mal...

System A: Die Kosten werden pro Kopf gleich aufgeteilt. Jeder zahlt den 
gleichen Betrag in Höhe der Durchschnittskosten.

Bewertung: Funktioniert für all diejenigen, die es sich leisten können.

System B: Die Kosten werden pro Kopf prozentual vom "Einkommen" 
aufgeteilt. Jeder zahlt den gleichen Prozentsatz.

Bewertung: Es gibt zwei Gruppen: B.1 zahlt die Durchschnittskosten oder 
weniger; B.2 zahlt mehr.

Alle Personen befinden sich anfangs im System B. Jedem ist es dann aber 
freigestellt in das System A zu wechseln. Wir nehmen an, dass es 
ausreichend Wechsler gibt (für ein "statistisch" stabiles 
Versicherungssystem) und dass die Durchschnittskosten in beiden Systemen 
identisch sind.

Die Folge wäre, dass die Gruppe B.2 in das System A wechselt. Im System 
B, das auf Einkommen basiert, wird sich der Prozentsatz erhöhen und aus 
der Gruppe B.1 die beiden Gruppen B.1' und B.2' entstehen. B.1' zahlt 
die Durchschnittskosten oder weniger. B.2' zahlt mehr und wechselt daher 
auch in das System A. Das wiederholt sich bis der Beitragssatz 100% 
erreicht hat. Danach bricht das System B zusammen.

Der Zusammenbruch des System B kann verhindert werden: Der Wechsel wird 
einfach erschwert: Es dürfen nun nur noch Personen von B nach A 
wechseln, die ein bestimmtes Mindesteinkommen haben. Offensichtlich muss 
das Mindesteinkommen so hoch sein, dass der Beitrag im System B bei 
Erreichen des Mindesteinkommens (wesentlich) über den 
Durchschnittskosten liegt.

Ergebnis: Die Gruppe B.1 zahlt die Durchschnittskosten oder weniger. 
Gruppe A zahlt die Durchschnittskosten. Gruppe B.2 zahlt (teils 
wesentlich) mehr als die Durchschnittskosten, obwohl das Einkommen 
geringer als das der Gruppe A ist.

Warum sollte man solch ein System trotzdem einführen?

von Jonathan (Gast)


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> ... zum Teil sogar 69'er Steinewerfer...

Was sind denn das für Leute? Wo lebst du? Taka-Tuka-Land? Hinterm Mond?

von SloJo (Gast)


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Chris D. schrieb:

> Nö. Im einen Fall landen Überschüsse bei den Aktionären, im anderen Fall
> wandern sie auf die hohe Kante für schlechtere Zeiten (so wie kürzlich
> geschehen).

Das ist mal wieder eine reine Behauptung, ohne jede Grundlage. Es gibt 
auch PKV, die sind Genossenschaften -> keine Aktionaere.

von genervt (Gast)


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SloJo schrieb:
> Das ist mal wieder eine reine Behauptung, ohne jede Grundlage. Es gibt
> auch PKV, die sind Genossenschaften -> keine Aktionaere.

Beispiel:

https://de.wikipedia.org/wiki/Debeka

von genervt (Gast)


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Und Gegenbeispiel als AG:

https://de.wikipedia.org/wiki/DKV_Deutsche_Krankenversicherung

Das sind die, die bei denem man mit FDP-Mitgliedsausweis Rabatt bekommen 
hat.

von Axel L. (axel_5)


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S. J. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> ...
>
> Warum sollte man solch ein System trotzdem einführen?

Historisch war das schon ganz logisch. Als es noch keine 
Krankenversicherung gab, hat man sie vor allem für die Armen eingeführt, 
damit die zum Arzt konnten. Diese besondere Leistung hat man den Reichen 
versagt, weil die sich den Arzt auch so leisten konnten.
Böse Stimmen könnten auch behaupten, dass die Reichen eh nicht als 
Kanonenfutter taugten, es reichte also, wenn der Staat nur die 
benötigten potentiellen Soldaten versorgte. Es gab wohl damals ziemliche 
Probleme mit dem Gesundheitszustand der Rekruten.

Es war also genau umgekehrt als heute, nur wer unterhalb der 
Beitragsbemessungsgrenze lag, durfte in die GKV, die anderen mussten den 
Arzt selbst bezahlen.

Gruss
Axel

von Monsterrechner (Gast)


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genervt schrieb:
> 0 Nachkommen = 0 Beitragszahler

Dann hätte aber auch die PKV keine EInzahler! Denk mal nach:

Momentan HAT sich noch Einzahler, aber die Tendenz ist: WENIGER!

Ergo ist die Steigerung in der PKV sicher höher!


Rechnen wir mal in 20 Jahren, wenn Ich in Rente gehe:

Bemessungsgrenze bei 65.000! Beitragssatz für den AN 8% + 3% PV.
-> Basistarif PKV: 700!

Renterbetrag GKV hochgerechnet von heute 10%!

Ich mit 1500 Euro Altersrente (der Rest liegt auf der Bank):
-> 150 KVPV

Wenn es knapp wird mit dem Geld, dann schieben die sowohl die Beiträge, 
als auch die BMG nach oben! Damit steigt der Min-Tarif in der PKV.

Ich habe aber locker 500 Euro Reserve um den Onkel Dr, was Privates 
zuzustecken, mir IGEL-Leistungen und Chefarztzuzahlung zu leisten.

Und das bis 90 vielleicht 30 Jahre lang!

von Interessierter (Gast)


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Jonathan schrieb:
>> ... zum Teil sogar 69'er Steinewerfer...
>
> Was sind denn das für Leute? Wo lebst du? Taka-Tuka-Land? Hinterm Mond?

http://www.tagesspiegel.de/politik/joschka-fischer-der-aussenminister-bekennt-wir-haben-steine-geworfen/190976.html

Man nennt sie zum Teil auch Politiker.

Ich wohne im Taka-Tuka-Land damit hast du wohl recht, dachte früher es 
wäre Deutschland aber so richtig stimmen kann das auch nicht.

von Sheeva P. (sheevaplug)


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Johannes P. schrieb:
> heute kam in den Nachrichten, dass die gesetzliche Krankenversicherung
> mal wieder im Schnitt um 0,3% erhöht werden soll - natürlich einseitig
> nur für die Arbeitnehmer.

Für wen denn sonst? Wenn Du wirklich glaubst, den "Arbeitgeberanteil" 
würde der Arbeitgeber bezahlen, dann denk' doch bitte mal darüber nach, 
wovon der "seinen" Anteil wohl bezahlt. ;-)

von Cyblord -. (cyblord)


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Sheeva P. schrieb:
> Johannes P. schrieb:
>> heute kam in den Nachrichten, dass die gesetzliche Krankenversicherung
>> mal wieder im Schnitt um 0,3% erhöht werden soll - natürlich einseitig
>> nur für die Arbeitnehmer.
>
> Für wen denn sonst? Wenn Du wirklich glaubst, den "Arbeitgeberanteil"
> würde der Arbeitgeber bezahlen, dann denk' doch bitte mal darüber nach,
> wovon der "seinen" Anteil wohl bezahlt. ;-)

Im Endeffekt zahlt der Endverbraucher ALLES in einem Staat, sei es durch 
Steuern oder durch Konsum. Wer auch sonst. Alle Industrie arbeitet 
entweder auf ein Konsumgut hin oder verkauft Dinge an die Gemeinschaft, 
also den Staat, was dann durch Steuern bezahlt wird.
Manchen scheint dieser Sachverhalt nicht klar, wenn ich so oft lesen 
muss "Das zahlt wieder der Bürger".

von Lu R. (clancy688)


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Axel L. schrieb:
> Es war also genau umgekehrt als heute, nur wer unterhalb der
> Beitragsbemessungsgrenze lag, durfte in die GKV, die anderen mussten den
> Arzt selbst bezahlen.

So sah das System in den USA bis vor "Obamacare" aus. Wie super das 
funktioniert hat, hat man ja gesehen. Und mittlerweile müssen die 
anderen nicht den Arzt selbst bezahlen, sondern ihre 
Krankenversicherung. Das führt dann zu so abstrusen Ergebnissen, dass 
Geringverdiener gezwungen werden, eine KV zu bezahlen die sie sich 
eigentlich gar nicht leisten können, sie allerdings gleichzeitig noch zu 
viel verdienen um die GKV (Medicaid) subventioniert zu kriegen.

von Gästchen (Gast)


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Der Andere schrieb:
> Dabei wäre ein gerechtes System ziemlich einfach.
> Eine gesetzliche Basisversicherung in die ALLE einzahlen, auch für
> Vermögensgewinne, und beliebige privat Zusatzversicherungen für die die
> den Ärzten den 3fachen Satz in den Rachen werfen wollen.
> Aber heute ziehen sich Gutverdiener aus der Solidargemeinschaft und
> zahlen nur für sich und jammern dann rum, wenn sie mit 50-60 nicht mehr
> von der Solidargemeinschaft aufgenommen werden.

Gut auf den Punkt gebracht. Ein Solidarsystem wo wirklich ALLE einzahlen 
gibt es sogar in mehreren Ländern in Europa. Was man daran sieht dass 
die Beitragskosten für jeden Einzelnen viel niedriger sind als bei uns. 
Das liegt daran dass wirklich ALLE einzahlen und das Risiko/Kosten der 
schweren Krankheiten viel besser geteilt werden. Und was passiert bei 
uns? Genau der Gegenteil dazu. Wie man es besser machen könnte ist 
nahezu jedem bekannt und das ist nicht die Frage, die Frage ist wann 
dieses faule und ungerechte 2-Klassensystem abgeschafft wird? Ausgehend 
von diesen Missständen ist Deutschland nicht gerade Hochburg für 
Gerechtigkeit und Gleichheit.

PS: Selbst bei Organspende hat eine Versicherung für alle große Vorteile 
da es keine besser gestellten Patienten gibt. Was die Meisten Menschen 
in diesem Land von der Organspende abhält ist genau diese 
Ungerechtigkeit.

von Lu R. (clancy688)


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Gästchen schrieb:
> Gut auf den Punkt gebracht. Ein Solidarsystem wo wirklich ALLE einzahlen
> gibt es sogar in mehreren Ländern in Europa. Was man daran sieht dass
> die Beitragskosten für jeden Einzelnen viel niedriger sind als bei uns.

Na ja, aber was willste machen...

Du kannst nicht über Nacht eine Industrie mit hunderttausenden von 
Arbeitnehmern einstampfen. Das ist so als ob du von heute auf morgen 
alle Autohersteller verstaatlichst und den Angestellten erklärst, dass 
sie von nun an nach TvÖ bezahlt werden und Traktoren bauen.

von Henry G. (gtem-zelle)


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Lu R. schrieb:

> Du kannst nicht über Nacht eine Industrie mit hunderttausenden von
> Arbeitnehmern einstampfen. Das ist so als ob du von heute auf morgen
> alle Autohersteller verstaatlichst und den Angestellten erklärst, dass
> sie von nun an nach TvÖ bezahlt werden und Traktoren bauen.

lol...bitte was?

von Christian (Gast)


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Gästchen schrieb:

> Gut auf den Punkt gebracht. Ein Solidarsystem wo wirklich ALLE einzahlen
> gibt es sogar in mehreren Ländern in Europa. Was man daran sieht dass
> die Beitragskosten für jeden Einzelnen viel niedriger sind als bei uns.

Soso, dann kannst Du sicher auch ein Beispiel (Land) nennen und Deine 
Aussage mit Zahlen unterfüttern.

> Das liegt daran dass wirklich ALLE einzahlen und das Risiko/Kosten der
> schweren Krankheiten viel besser geteilt werden.

Ob nun 90 % oder 100 % einzahlen, kann so einen großen Unterschied nicht 
machen. Viele vergessen nämlich, dass nur ca. 10 % der Deutschen 
überhauptz privat versichert sind und der Rest gesetzlich. Selbst wenn 
diese 10 % nun auch noch in die gesetzliche einzahlen und mal rein 
angenommen überhaupt keine Leistungen in Anspruch nehmen würden, könnten 
die Beiträge dadurch maximal um 10 % sinken. Das ist nach meinem 
Verständnis kein "großer" Unterschied.

von Claus M. (energy)


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Christian schrieb:
> Ob nun 90 % oder 100 % einzahlen, kann so einen großen Unterschied nicht
> machen. Viele vergessen nämlich, dass nur ca. 10 % der Deutschen
> überhauptz privat versichert sind und der Rest gesetzlich. Selbst wenn
> diese 10 % nun auch noch in die gesetzliche einzahlen und mal rein
> angenommen überhaupt keine Leistungen in Anspruch nehmen würden, könnten
> die Beiträge dadurch maximal um 10 % sinken. Das ist nach meinem
> Verständnis kein "großer" Unterschied.

Milchmädchenrechnung.

Sagen wir es handelt sich um 90 GKVler die im Schnitt 150,- zahlen. 10 
PKVler, die 700 zahlen müssten bei GKV Versicherung. Wären die nun GKV 
versichert, dann könnte man die anderen 90 um ca. 30% entlasten. also 
nix mit 10%.

Außerdem gehört die Beitragsbemessungsgrenze weg, DANN sind nochmal 
richtig Ersparnisse für den kleinen Mann drin.

von Michael B. (laberkopp)


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Christian schrieb:
> Ob nun 90 % oder 100 % einzahlen, kann so einen großen Unterschied nicht
> machen

Milchmädchen.

Die oberen 10% der Bundesdeutschen zahlen bekanntlich 50% des 
Einkommensteueraufkommens, werden also auch 50% des Einkommens für sich 
einsacken.

Wenn die prozentual genau so viel in die gesetzliche Krankenkasse 
bezahlen müssten, wie die Geringverdiener, nämlich ihre 15.5%, dann 
hätten die gesetzlichen Kassen plötzlich doppelt so hohe Einnahmen bei 
nur 10% mehr Kranken, oder andersrum: Die Beiträge könnten von 15.5% auf 
8.6% sinken.

Das Problem in Deutschland ist die Einkommensungleichverteilung. Klar 
ist eine gerechte Versicherung nicht erwünscht, dann könnten die Reichen 
nicht ständig noch reicher werden.

: Bearbeitet durch User
von Interessierter (Gast)


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Lu R. schrieb:
> Na ja, aber was willste machen...
>
> Du kannst nicht über Nacht eine Industrie mit hunderttausenden von
> Arbeitnehmern einstampfen. Das ist so als ob du von heute auf morgen
> alle Autohersteller verstaatlichst und den Angestellten erklärst, dass
> sie von nun an nach TvÖ bezahlt werden und Traktoren bauen.

Du musst aber davon ausgehen das Versicherungsmakler nicht diejenigen 
sind welche dich im Notfall operieren.
Jedem Bürger einfach von Geburt an eine Steuernummer verpassen und daran 
die Krankenkasse koppeln.

Das Gesundheitssystem hat nichts im privaten Sektor zu suchen. Selbst 
die vielen gesetzlichen Krankenkassen sind alle nur einem Müllsystem 
entsprungen.

Ich bin in der PKV, aber wer weiß wie lange da ich nicht auf ewig in DE 
bleibe.

von genervt (Gast)


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von M. W. (elektrowagi78) Benutzerseite


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Össi Kenner schrieb:
> Alpenmorphologisch bedingte Inzucht der Talbevölkerung

:-)

von M. W. (elektrowagi78) Benutzerseite


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Claus M. schrieb:
> Außerdem gehört die Beitragsbemessungsgrenze weg

Das wird bald kommen, fürchte ich, aber dann werden viele ins Ausland 
gehen.

Die kostenlose Kindermitversicherung gehört weg! Die ist komplett 
unsolidarisch!

Kinder sollten als Belastung absetzbar sein, und von allen über die 
Einkommensteuer finanziert werden.

Die Reichen machen das, in dem sie ihren Kindern Firmen übertragen und 
damit die EKST auf die Kinder verlagern. Da die noch in Studienddarlehen 
einzahlen, die abgesetzt werden, zahlen die für rund 50.000 im Jahr fast 
keine Steuern!!!!!! Und die Kinder bekommen es irgendwann mal in den 
Hintern gestopft!

Der normale Arbeitnehmer muss alles, was die Kinder kosten selber 
zahlen.

Umgekehrt könnten dann nicht mehr so viele hier im Lande billig 
arbeiten, um die Kinder mitzuversichern, was viele mit Blue Card tun.

von Michael B. (laberkopp)


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Markus W. schrieb:
> Die kostenlose Kindermitversicherung gehört weg! Die ist komplett
> unsolidarisch!

Wo gibt es eine kostenlose Kinderversicherung ?

Bieten das die Luxus-Privatkassen an ?

Wer bei der Gesetzlichen versichert ist, zahlt vom Einkommen ca. 8.2% 
und der Arbeitgeber 7.3%, und versichert damit alle, die von diesem 
Einkommen leben müssen.

FÜR JEDEN werden vom seinem Einkommensanteil also in Summe ca. 15.5% 
entrichtet. Welchen Anteil das Kind oder die Ehefrau erhält, muss dazu 
gar nichta susgerechnet werden, das ist das nette am prozentualen 
Beitrag.


Was weg muss, ist der Mindestbeitrag, denn der überfordert Singles, 
insbesondere die versuchen sich selbständig durchs Leben zu schlagen. Da 
sind als freiwillig versicherter Student locker 110% des Einkommens als 
Krankenkassenbeitrag drin, DAS nenne ich Überforderung.

von Walter S. (avatar)


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Markus W. schrieb:
> Die Reichen machen das, in dem sie ihren Kindern Firmen übertragen und
> damit die EKST auf die Kinder verlagern. Da die noch in Studienddarlehen
> einzahlen, die abgesetzt werden, zahlen die für rund 50.000 im Jahr fast
> keine Steuern!!!!!!

Wie geht denn das genau?
Und was ist "Einzahlung in ein Studiendarlehen"?

von Sepp (Gast)


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Christian schrieb:
> Soso, dann kannst Du sicher auch ein Beispiel (Land) nennen und Deine
> Aussage mit Zahlen unterfüttern.

Österreich

von Lu R. (clancy688)


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http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/private-krankenversicherung-dkv-erhoeht-monatsbeitrag-um-bis-zu-130-euro_id_5330359.html

> Das berichtet der Berliner "Tagesspiegel". Ohne den Einsatz von fast einer
> halben Milliarde Euro aus Rückstellungen wäre der Anstieg demnach sogar
> noch höher ausgefallen.

> Über alle Tarife würden sich die Beiträge um 7,8 Prozent erhöhen, sagte
> DKV-Sprecherin Sybille Schneider der Zeitung. Betroffen seien 59,2 Prozent
> der etwa 880.000 Vollversicherten. Die Steigerungen seien auf 129,90 Euro
> im Monat begrenzt worden, für über 65-Jährige auf 79,90 Euro. Aus
> Rückstellungen würden 439 Millionen Euro eingesetzt, um einen noch
> heftigeren Beitragssprung zu vermeiden.

von Gästchen (Gast)


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Michael B. schrieb:
> Wenn die prozentual genau so viel in die gesetzliche Krankenkasse
> bezahlen müssten, wie die Geringverdiener, nämlich ihre 15.5%, dann
> hätten die gesetzlichen Kassen plötzlich doppelt so hohe Einnahmen bei
> nur 10% mehr Kranken, oder andersrum: Die Beiträge könnten von 15.5% auf
> 8.6% sinken.

Genau so ist es. Man muss kein Professor sein um zu sehen dass wenn 
jeder einzahlen würde (nennt sich Solidargemeinschaft) würde die GKV 
heute in Geld schwimmen und hätte auch den Zahnersatz komplett bezahlen 
können. Weil aber jeder mit höherem Einkommen sich aus GKV fernhält, und 
jeder mit schlechter Gesundheit aber geringen Einkommen reinkommt, sind 
die GKV-Leistungen schlecht. Hier muss eine Bürgerversicherung her die 
alle deckelt. Dann hätten wir keine 2-Klassen-Medizin, auch nicht 8 
Wochen Terminwartezeiten für GKV-Patienten, keinen Engpass bei 
Spendeorganen und auch keine Skandale durch Bevorzugungen der Reichen. 
Wie viel Ärger, Bürokratie und Mühe hätte man sich erspart. Das Prinzip 
funktioniert auch in anderen europäischen Ländern wunderbar und die 
haben sogar keinen kommunistischen Diktator an der Macht. Na so was aber 
auch.

von Karl (Gast)


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Markus W. schrieb:
> Claus M. schrieb:
>> Außerdem gehört die Beitragsbemessungsgrenze weg
>
> Das wird bald kommen, fürchte ich, aber dann werden viele ins Ausland
> gehen.

Ja, so kennen wir den abenteuerlustigen Deutschen, wegen 200 € mehr 
KV-Beitrag zieht er ins schöne Ausland, es gibt zwar nicht soviel 
Ausland wo es besser ist und in einigen sind die Steuern deutlich höher, 
aber Realität ist irrelevant.

> Die kostenlose Kindermitversicherung gehört weg! Die ist komplett
> unsolidarisch!

Oh ja, diese raffgierigen jungen Familien, die einfach so Kinder in die 
Welt setzen. Ist total unsolidarisch, Kinder die 0 € verdienen, sollen 
gefälligst auch ordentlich Beitrag bezahlen!

> Kinder sollten als Belastung absetzbar sein, und von allen über die
> Einkommensteuer finanziert werden.

Aha, nur dass der kinderbekommende Normalverdiener fast keine 
Einkommenssteuer bezahlt. Die bezahlen nur die Gutverdiener.


> Der normale Arbeitnehmer muss alles, was die Kinder kosten selber
> zahlen.

Und dann forderst du noch dass auch die KV bezahlt wird? Ich verstehe 
nicht worauf du hinaus willst.

> Umgekehrt könnten dann nicht mehr so viele hier im Lande billig
> arbeiten, um die Kinder mitzuversichern, was viele mit Blue Card tun.

Was willst du uns damit sagen? Die Anzahl der Leute, die eine Blue Card 
haben ist verschwindend gering. Außerdem arbeiten die Leute, ganz billig 
sind sie auch nicht, weil es ein Mindesteinkommen braucht.

von Michael B. (laberkopp)


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von genervt (Gast)


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Bei der DKV scheint etwas gewaltig aus dem Ruder gelaufen zu sein und 
das waren nicht nur Parteispenden an die FDP...

von lalala (Gast)


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Karl schrieb:
> Aha, nur dass der kinderbekommende Normalverdiener fast keine
> Einkommenssteuer bezahlt.

Naja, der 'Normalverdiener' vielleicht nicht, aber wir sind hier auch in 
einem Technik-Forum. Wenn man mal sagt Ingenieur, ein paar Jahre 
Berufserfahrung, auch gut sich selbst zu verkaufen (sonst wäre er ja 
nicht verheiratet :-) ). Bei 60k€ Bruttojahreseinkommen STkl 3 sinds 
noch 9k€ Steuern. Kindergeld wird technisch als (direkter) Steuerabzug 
gewertet, d.h. so ab 4 Kinder + Fahrtkosten zur Arbeit zahlt der keine 
Steuern mehr. Die Frage ist natürlich was man mit 'fast keine' meint.

von Huber000 (Gast)


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Mal ne Frage zur PKV im Alter. Wenn man eine beitragsstabile PKV wählt, 
dann sollte man mit einer durchschnittlichen Beitragssteigerung von ca. 
5% pro Jahr gut hinkommen, d.h. in 20 Jahren hat sich dann der Beitrag 
in etwa verdoppelt.
Sagen wir ich steige mit 30 Jahren und einem Beitrag von 450 Euro pro 
Monat ein. Dann wären es im Alter von 50 Jahren ca. 900 Euro und im 
Alter von 70 Jahren ca. 1350 Euro. Diese habe ich ja zu zahlen 
unabhängig von meiner Rente.

Wenn jetzt meine Rente irgendwo zwischen 2000 und 3000 Euro liegen 
sollte, dann geht ja schon ein gehöriger Batzen für die PKV drauf, so 
dass kaum noch Geld für Miete übrig hätte. Würde ich dagegen in der GKV 
sein, müsste ich doch von meiner Rente nur ca. 15 % oder von mir aus 
auch 20 % für die GKV abdrücken. Diese Werte würden sich dann zwischen 
400 und 600 Euro bewegen und dadurch viel humaner sein.

Ist meine Argumentation dahingehend korrekt oder habe ich einen 
Denkfehler? Ich kenn mich mit der Materie nicht so aus, bin allerdings 
gezwungen in die PKV zu wechseln, da ich auf Zeit verbeamtet werde...

von genervt (Gast)


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Huber000 schrieb:
> Ist meine Argumentation dahingehend korrekt oder habe ich einen
> Denkfehler? Ich kenn mich mit der Materie nicht so aus, bin allerdings
> gezwungen in die PKV zu wechseln, da ich auf Zeit verbeamtet werde...

Denkfehler #1: Beamte bekommen Pension, keine Rente
Denkfehler #2: Du bist nicht gezwungen, aber PKV ist als Beamter 
durchaus sinnvoll, vor allem im gehobenen und höheren Dienst ect...
Denkfehler #3: Du bekommst beihilfe auch im Ruhestand, kannst dich ja 
mal erkundigen, wie hoch die ist.
Denkfehler #4: Du weist nicht, was in 40 Jahren ist.

von Karl (Gast)


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lalala schrieb:
> Naja, der 'Normalverdiener' vielleicht nicht, aber wir sind hier auch in
> einem Technik-Forum. Wenn man mal sagt Ingenieur, ein paar Jahre
> Berufserfahrung, auch gut sich selbst zu verkaufen (sonst wäre er ja
> nicht verheiratet :-) ). Bei 60k€ Bruttojahreseinkommen STkl 3 sinds
> noch 9k€ Steuern. Kindergeld wird technisch als (direkter) Steuerabzug
> gewertet, d.h. so ab 4 Kinder + Fahrtkosten zur Arbeit zahlt der keine
> Steuern mehr. Die Frage ist natürlich was man mit 'fast keine' meint.

Das Durchschnittseinkommen aller gesetzl. Rentenversicherten betrug 2015 
ca. 36.000 €. Gehen wir davon aus, dass die Frau ne halbe Stelle hat 
mach das 54.000 €. Lohnsteuer darauf sind 6500 € minus 2 x Kindergeld 
macht ca. 2000 € Lohnsteuer. Das sind ca. 4 %, was ich als fast keine 
bezeichnen würde.

von Claus M. (energy)


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Karl schrieb:
> Das Durchschnittseinkommen aller gesetzl. Rentenversicherten betrug 2015
> ca. 36.000 €. Gehen wir davon aus, dass die Frau ne halbe Stelle hat
> mach das 54.000 €. Lohnsteuer darauf sind 6500 € minus 2 x Kindergeld
> macht ca. 2000 € Lohnsteuer. Das sind ca. 4 %, was ich als fast keine
> bezeichnen würde.

Das Durchschnittliche Einkommen eines Ing. mit halbtagsstellen-Frau 
liegt eher bei 100k€ als bei 54k€.

von Huner000 (Gast)


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genervt schrieb:
> Denkfehler #1: Beamte bekommen Pension, keine Rente
> Denkfehler #2: Du bist nicht gezwungen, aber PKV ist als Beamter
> durchaus sinnvoll, vor allem im gehobenen und höheren Dienst ect...
> Denkfehler #3: Du bekommst beihilfe auch im Ruhestand, kannst dich ja
> mal erkundigen, wie hoch die ist.
> Denkfehler #4: Du weist nicht, was in 40 Jahren ist.

Gut ich rede von einem normalen Angestellten der aufgrund dessen dass er 
irgendwann mal Beamter a. Z. war in PKV ist. Wie gesagt die Verbeamtung 
ist auf Zeit und danach kann es ja ganz anders weitergehen. Die PKV hat 
man aber an der Backe. Deshalb nochmals meine Frage von oben! Danke

von Claus M. (energy)


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Huner000 schrieb:
> Deshalb nochmals meine Frage von oben! Danke

prinzipiell korrekt. Trotzdem Blödsinn, da lesen in der Glaskugel.

von Philipp K. (philipp_k59)


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Also ich kenne da auch einen Fall.. PV immer gern genommen da die 
gesetzlichen bei Selbständigen eher teuer sind.. Als es dann so ab dem 
55 Lebensjahr mit der PV sehr teuer wurde konnte man nicht mehr in die 
GV zurück.

: Bearbeitet durch User
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Wenn das hier stimmt:
http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article152914400/Privatpatienten-sind-die-neuen-Opfer-der-EZB-Zinspolitik.html

Dann kommt es für die PKV ganz dick, ich meine für die Versicherten!

von genervt (Gast)


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Das ist nun schon der dritte Link diese Woche, der auf das gleiche 
Problem bei der DKV hinweist...

von Andreas F. (chefdesigner)


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Soll jeder selber sehen, was er macht. Wenn die PKV im Alter zu teuer 
ist, muss man eben als Rentner ins Ausland. Dort ist die PKV für alle 
gleich: Es gibt keine! Man geht nach Florida und zahlt seinen Arzt 
selber. Oder man wohnt im billigen Slovenien und lässt sich in der 
Steiermark versorgen.

Keine Panik!

von genervt (Gast)


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Und jetzt wird der Bock zum Gärtner gemacht:

Krankenkassen könnten bald Aktien kaufen

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/krankenkassen-koennten-wegen-niedrigzinsen-bald-aktien-kaufen-a-1093215.html

von Mikro 7. (mikro77)


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von genervt (Gast)


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Und was passiert, wenn die Investmentprofis ins Klo greifen? 
Altersvorsorge runter oder Beiträge rauf?

von Mikro 7. (mikro77)


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Das ist genau der richtige Zeitpunkt und Platz für ein "Freitagsthema". 
Mit einem Ein- oder Zweizeiler polarisieren und warten was passiert... 
;-)

Würde ich das Thema ernsthaft diskutieren wollen, würde ich einen 
neuen Thread aufmachen (womöglich in einem "besser" geeigneten Forum). 
Für diejenigen die nur ein wenige neugierig sind, ist der o.g. FAZ 
Artikel zu empfehlen.

von Andreas F. (chefdesigner)


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genervt schrieb:
> Und was passiert, wenn die Investmentprofis ins Klo greifen?
> Altersvorsorge runter oder Beiträge rauf?

Beides! Daher keine PKV nehmen!

von Bundel (Gast)


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Johannes P. schrieb:
> Wie würdet ihr an meiner Stelle entscheiden?

Wie hast Du dich den entschieden ?

von otto (Gast)


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--------------------
Denkfehler #3: Du bekommst beihilfe auch im Ruhestand, kannst dich ja
mal erkundigen, wie hoch die ist.
--------------------

70% Beihilfe und für 30% Restkosten-Privatversichert....

von otto (Gast)


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Öhmmm... ohne Anwartschaft wird ca 450 Euro für die 30% fällig.

von NXL (Gast)


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Man kann hier sowieso niemandem trauen.
Gesetzliche Krankenkassen sollen künftig einen Teil ihrer 
Finanzrücklagen in Aktien investieren dürfen, um für langfristige 
Anlagen eine bessere Verzinsung zu erzielen.

Dort steht das die GKV jetzt auch noch zocken darf.

Wer die Möglichkeit hat sollte sich so jung wie möglich bei der PKV 
versichern lassen und später wenn es sich wirklich auszahlt (es wird 
sich nicht bei jedem auszahlen!) wieder in die GKV zurückmelden.

Wenn's um Geld geht dann heißt es beim Staat sowieso nur bescheissen 
oder beschissen werden.

von NXL (Gast)


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Laut einer Berechnung kann das Rentenniveau nur gehalten werden, wenn 
sich das Eintrittsalter in den kommenden Jahren erhöht. Bis 2035 soll es 
demnach auf 73 steigen.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/iw-studie-rentenalter-steigt-laenger-arbeiten.

Ich sag nur viel Spass!

von Claus M. (energy)


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NXL schrieb:
> Laut einer Berechnung kann das Rentenniveau nur gehalten werden,

Also nach einer meiner Berechnung kann das Rentennivea um 1000% 
gesteigert werden wenn bis 2045 die Erbschaftssteuer auf 100% erhöht 
wird. Grund: Siehe Alterspyramide, es gibt immer mehr zu vererben!

von Luxan (Gast)


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Claus M. schrieb:
> NXL schrieb:
>> Laut einer Berechnung kann das Rentenniveau nur gehalten werden,
>
> Also nach einer meiner Berechnung kann das Rentennivea um 1000%
> gesteigert werden wenn bis 2045 die Erbschaftssteuer auf 100% erhöht
> wird. Grund: Siehe Alterspyramide, es gibt immer mehr zu vererben!

Nach meiner Rechnung lässt sich die Rente nur dann steigern, wenn der 
Kapitalismus zu 100 Prozent abgeschafft wird.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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NXL schrieb:
> Laut einer Berechnung kann das Rentenniveau nur gehalten werden, wenn
> sich das Eintrittsalter in den kommenden Jahren erhöht. Bis 2035 soll es
> demnach auf 73 steigen.
Soland die Blondine ned älter als 30 ist, ist das wohl zu verschmerzen!
>
> 
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/iw-studie-rentenalter-steigt-laenger-arbeiten.
>
> Ich sag nur viel Spass!

von Fabian F. (fabian_f55)


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NXL schrieb:
> Laut einer Berechnung kann das Rentenniveau nur gehalten werden, wenn
> sich das Eintrittsalter in den kommenden Jahren erhöht. Bis 2035 soll es
> demnach auf 73 steigen.
>
> 
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/iw-studie-rentenalter-steigt-laenger-arbeiten.
>
> Ich sag nur viel Spass!

Dafür braucht es keine Studie, nur einen Taschenrechner.
Wenn Otto Normalverbraucher von 25-67 jedes Jahr 19% RV-Beitrag zahlt, 
dann sind das am Ende 8 (42*0,19) "Renteneinheiten".
Jetzt verbringt der Normrentner aktuell im Schnitt 15 Jahre in Rente, 
bis 2050 wahrscheinlich eher 17 Jahre. Die 8 Einheiten teilen sich also 
auf 17 Jahre auf. Das sind dann 47% vom durschnittlichen Lebenslohn. 
Nachdem es eine erhebliche Anzahl Leute (ca. 20%) gibt, die wenig oder 
gar nichts in die RV einzahlen, aber trotzdem durchgefüttert werden 
müssen, fällt die reale Rente einige Prozent niedriger aus.
Selbst ohne "Reibungsverluste" im System, bekommt der Durschnittsrentner 
(36.000 Gehalt) dann 1000-1200€ Brutto im Monat, was ziemlich genau dem 
entspricht, was jetzt gezahlt wird. Wenn jetzt die Lebenserwartung 
erheblich ansteigt, wird es ziemlich dünn für die Rentner von morgen. 
Dagegen hilft nur mehr zhalen, oder länger arbeiten..

von Karl (Gast)


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Deine Zahlen sind teilweise ziemlich willkürlich durcheinandergewürfelt. 
Wenn ich (heute 30) bis 67 arbeite und dann 17 Jahre in der Rente 
bleiben möchte, dann müsste ich 84 Jahre werden. Meine statistische 
Restlebenserwartung liegt aber nur bei 48,55 Jahren. Ich werde 
statistisch also nur 9 Jahre in der Rente bleiben! Als Frau bleibt man 
zwar noch 5 Jahre länger, im Durchschnitt macht es aber trotzdem nur 
11,5 Jahre! Bei den 11,5 Jahren müsste das Rentenniveau also bei 69 % 
liegen!

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1783/umfrage/durchschnittliche-weitere-lebenserwartung-nach-altersgruppen/

von Axel L. (axel_5)


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Karl schrieb:
> Deine Zahlen sind teilweise ziemlich willkürlich durcheinandergewürfelt.
> Wenn ich (heute 30) bis 67 arbeite und dann 17 Jahre in der Rente
> bleiben möchte, dann müsste ich 84 Jahre werden. Meine statistische
> Restlebenserwartung liegt aber nur bei 48,55 Jahren. Ich werde
> statistisch also nur 9 Jahre in der Rente bleiben! Als Frau bleibt man
> zwar noch 5 Jahre länger, im Durchschnitt macht es aber trotzdem nur
> 11,5 Jahre! Bei den 11,5 Jahren müsste das Rentenniveau also bei 69 %
> liegen!
>
> 
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1783/umfrage/durchschnittliche-weitere-lebenserwartung-nach-altersgruppen/

Wenn Du heute 30 bist und eine Restlebenerwartung von 48,55 Jahren hast, 
und ich mich nicht verrechnet habe, wirst Du 78,55 Jahre, was dann 11,5 
Jahre Rente entspricht. Bei Frauen entsprechend mehr, was dann im 
Schnitt 14 Jahren entspricht.

Damit liegt die Wahrheit dann genau zwischen euch beiden.

Gruss
Axel

: Bearbeitet durch User
von Fabian F. (fabian_f55)


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Karl schrieb:
> Deine Zahlen sind teilweise ziemlich willkürlich durcheinandergewürfelt.
> Wenn ich (heute 30) bis 67 arbeite und dann 17 Jahre in der Rente
> bleiben möchte, dann müsste ich 84 Jahre werden. Meine statistische
> Restlebenserwartung liegt aber nur bei 48,55 Jahren. Ich werde
> statistisch also nur 9 Jahre in der Rente bleiben! Als Frau bleibt man
> zwar noch 5 Jahre länger, im Durchschnitt macht es aber trotzdem nur
> 11,5 Jahre! Bei den 11,5 Jahren müsste das Rentenniveau also bei 69 %
> liegen!
>
> 
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1783/umfrage/durchschnittliche-weitere-lebenserwartung-nach-altersgruppen/

Schau mal genau hin in der Statistik die du selbst gepostet hast. Die 70 
Jährigen haben eine Restlebenserwartung von ~15 jahren, werden also ca. 
85. Die 80 jährigen sogar bis 87. Die durschnittliche Lebenerwartung 
beinhaltet natürlich auch diejenigen, die sich mit 30 mit dem Motorrad 
um den Baum wickeln, die spielen aber für das RV-system keine Rollen. 
Man muss betrachten wie lange die Pensionäre/rentner leben.

von Paul B. (paul_baumann)


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Fabian F. schrieb:
> Man muss betrachten wie lange die Pensionäre/rentner leben.

Seit mehreren Jahren beobachte ich, daß es immer mehr Leute der Baujahre 
1955-1970 durch Krebs und Herz/Kreislauf-Krankheiten dahinrafft.
Weiterhin wird die Automatisierung immer weiter vorangetrieben. 
Maschinen zahlen aber weder Rentenversicherung, noch erzeugen sie 
Nachkommen.
(Wir sind hier nicht bei Isaac Asimov) Was dann noch übrigbleibt, wird 
in andere Länder ausgelagert. Selbst die Erzeuger von 
Grundnahrungsmitteln (Bauern) werden nach Kräften virtuell in die Fresse 
geschlagen.
:-((

Da soll man seinen Kindern allen Ernstes raten, für die Rente 
vorzusorgen?
Es ist vorbei. Das war's vom Mars.

-Paul-

von hink (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Karl schrieb:
>> Das es alternativen gibt sieht man z.B. in Österreich. Aber wenn man in
>> Deutschland ein einheitliches System fordert, dann ist das ja immer
>> gleich Sozialismus und führt in den Abgrund.
>
> Mich würde interessieren, wie man dort verfährt.
> Könntest Du das System kurz erläutern? Besten Dank :-)
Kann hier für die Krankenversicherung ganz gut nachgelesen werden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Krankenversicherung_in_%C3%96sterreich

So groß ist der Unterschied gar nicht.
-Beamte macht der Staat.
-Selbstständige haben eine eigene KK.
-Rente scheinen alle einzuzahlen, siehe FAZ-Artikel.

So toll ist das da auch nicht:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/was-wird-aus-der-rente/altersvorsorge-gefaehrliches-rentenvorbild-oesterreich-14187715.html
Wobei sich die FAZ nicht ganz hiermit verträgt:
https://www.bmf.gv.at/finanzmarkt/altersvorsorge/ueberblick-altersvorsorge.html

Wer Österreich kennt, der weiß aber dass es da nicht besser laufen kann. 
;-)

von NXL (Gast)


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hink schrieb:
> Wer Österreich kennt, der weiß aber dass es da nicht besser laufen kann.
> ;-)

In Österreich haben Selbstständige einen Selbstbehalt zu tragen und das 
auch in der Pension.
Kenne hier 2 Situationen:
1. Mann/Frau verheiratet, Frau bekommt nahezu keine Pension ihr wird der 
Selbstbehalt automatisch von der Pension abgezogen sie war nie 
arbeitslos. Soweit ich gesehen habe bekommt sie 500 EUR/Monat Rente (=> 
ich würd auf Österreich so etwas von scheissen, wenn dann darf man dort 
nur Angestellter sein, auch sind die Jahresfreigrenzen bei Unternehmern 
niedriger als bei Angestellten -- ist doch klar oder?).

2. Mann/Frau nicht verheiratet, Frau bekommt Mindestpension, Mann 
bekommt ebenfalls seine Pension - deutlich bessere Entscheidung. Sie 
heiraten nicht aus wirtschaftlichen Gründen.

Wenn ich Deutschland und Österreich aus der Sicht von in der Wirtschaft 
tätigen benoten müsste (also jenen die Arbeit haben):
Deutschland 5-
Österreich 6+

Müsste ich die Gesundheitssysteme aus Sicht von Arbeitslosen, 
Sozialhilfeempfänger, Flüchtlingen bewerten:
Deutschland 1+
Österreich 1+

von Henry G. (gtem-zelle)


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Claus M. schrieb:
> Karl schrieb:
>> Das Durchschnittseinkommen aller gesetzl. Rentenversicherten betrug 2015
>> ca. 36.000 €. Gehen wir davon aus, dass die Frau ne halbe Stelle hat
>> mach das 54.000 €. Lohnsteuer darauf sind 6500 € minus 2 x Kindergeld
>> macht ca. 2000 € Lohnsteuer. Das sind ca. 4 %, was ich als fast keine
>> bezeichnen würde.
>
> Das Durchschnittliche Einkommen eines Ing. mit halbtagsstellen-Frau
> liegt eher bei 100k€ als bei 54k€.

Quelle?

von Claus M. (energy)


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Henry G. schrieb:
> Quelle?

persönlicher Lohnsteuerbescheid 2015.

von Henry G. (gtem-zelle)


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Claus M. schrieb:
> Henry G. schrieb:
>> Quelle?
>
> persönlicher Lohnsteuerbescheid 2015.

Du bist nur einer.

von Strumpfklumpf (Gast)


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> Das Durchschnittliche Einkommen eines Ing. mit halbtagsstellen-Frau
steht auf deinem persönlichen Lohnsteuerbescheid 2015?

von Claus M. (energy)


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Henry G. schrieb:
> Claus M. schrieb:
>> Henry G. schrieb:
>>> Quelle?
>>
>> persönlicher Lohnsteuerbescheid 2015.
>
> Du bist nur einer.

Dann nimm noch die ganzen Kollegen dazu, bei denen ich das weiß. Ich 
kenne keinen einzigen Ingenieur mit Familie der gemeinsam mit Frau nur 
54k€ verdient.

von Henry G. (gtem-zelle)


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Claus M. schrieb:
> Henry G. schrieb:
>> Claus M. schrieb:
>>> Henry G. schrieb:
>>>> Quelle?
>>>
>>> persönlicher Lohnsteuerbescheid 2015.
>>
>> Du bist nur einer.
>
> Dann nimm noch die ganzen Kollegen dazu, bei denen ich das weiß. Ich
> kenne keinen einzigen Ingenieur mit Familie der gemeinsam mit Frau nur
> 54k€ verdient.

Und wieviele Ingenieure mit Familie und deren Lohnsteuerbescheide kennst 
du so, 200000 oder doch eher 300000?

von genervt (Gast)


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Wo ist das Problem, Henry?

Wenn ich mich so in meinem Bekanntenkreis umschaue, dann fällt mir auf 
Anhieb kein Pärchen mit Ing. ein, dass unter 100k liegt...

von Henry G. (gtem-zelle)


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Ihr zeigt euch untereinander eure Lohnsteuerbescheide? Alles klar!

von genervt (Gast)


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Henry G. schrieb:
> Ihr zeigt euch untereinander eure Lohnsteuerbescheide? Alles klar!

Wenn ich weiß,  welche Jobs die Leute haben, brauche ich das nicht....

von genervt (Gast)


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von Earl S. (Gast)


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genervt schrieb:
> Konnte ja keiner ahnen, das mit der Wartezeitverkürzung von Terminen
> klappt überhaupt nicht:

Der Bericht kann gar nicht stimmen, hier im thread wurde doch 
nachgewiesen, dass Kassenpatienten genau so behandelt werden, wie 
Privatpatienten. Teilweise sogar besser, weil ihnen keine unnötige und 
nutzlose Behandlungen aufgezwungen werden.
Das Ganze muss eine Verschwörung der Privaten Krankenkassen sein, um 
dumme Leute in die Falle zu locken.

von Höhlentroll (Gast)


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genervt schrieb:
> Konnte ja keiner ahnen, das mit der Wartezeitverkürzung von
> Terminen
> klappt überhaupt nicht:
>
> http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/kranke...

Und das ist auch gut so! Dann hat man wenigstens genugnZeit, die ganzen 
Zeitschriften aus dem Lesezirkel zu lesen. Kostenlos versteht sich :-)

von genervt (Gast)


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von Adrenalinfabrik (Gast)


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genervt schrieb:
> Wie erwartet fangen die Beiträge in der GKV an zu explodieren:

Wieso erwartet? Das konnte doch NIEMAND ahnen. Schuld sind die bösen 
Hartzer, die in großer Zahl akut erkranken -und nur die. Eine andere 
Ursache KANN es nicht geben. Basta.

von Karsten B. (kastenhq2010)


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Und leider fallen >95% der Deutschen auf die billige Hetze der 
Systemmedien rein.

von Long Dong Silver (Gast)


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Aktuell Bekannter in PKV: Zahlen Schulter-OP (Verkalkung von irgendwas) 
nicht. Vor ein paar Jahren hatte er das selbe in der anderen Schulter, 
wurde damals noch problemlos gezahlt. Jetzt darf er komplett selber 
blechen weil er die Schmerzen nicht mehr aushält und die bisherigen 
Quaksalbereien nicht (mehr) helfen. PKV sagt: nö mach erst die 
Quaksalbereien weiter, OP gibts nicht.

Ein Hoch auf die PKV.

von genervt (Gast)


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Long Dong Silver schrieb:
> Jetzt darf er komplett selber
> blechen weil er die Schmerzen nicht mehr aushält und die bisherigen
> Quaksalbereien nicht (mehr) helfen.

Wenns schon die PKV nicht zahlt, braucht du dir bei der GKV erst recht 
keine Hoffnungen zu machen, vor allem, wenn der Patient selbst in der 
Lage ist, etwas zu bezahen.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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genervt schrieb:
> Wie erwartet fangen die Beiträge in der GKV an zu explodieren:
>
> 
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-07/krankenkassen-gesetzliche-krankenversicherung-aerzte-beitraege-anstieg

Zitat:
"Für das kommende Jahr sagte der Spitzenverband der gesetzlichen 
Krankenkassen einen Anstieg der Zusatzbeiträge von bis zu 0,3 
Prozentpunkten voraus. Dies wären im Schnitt 1,4 Prozent des 
Monatseinkommens. Bei einem Bruttoeinkommen von 2.000 Euro wären das 
sechs Euro mehr im Monat.

Verbandschefin Doris Pfeiffer sagte, 2019 werde der Zusatzbeitrag dann 
wohl im Schnitt bei 1,8 Prozent liegen. Derzeit beträgt der 
Zusatzbeitrag im Schnitt 1,1 Prozent"

Also 0,7 Prozentpunkte bis 2019.

Klar, schön ist das nicht. Aber "explodieren" ist dann doch etwas 
anderes.

von IchGlaubeEsNicht (Gast)


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>braucht du dir bei der GKV erst recht
>keine Hoffnungen zu machen, vor allem, wenn der Patient selbst in der
>Lage ist, etwas zu bezahen.

Bist du in einer Drücker-Kolonne für PKVs? Oder woher kommt deine 
Aversion gegen die GKVs?

von genervt (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Klar, schön ist das nicht. Aber "explodieren" ist dann doch etwas
> anderes.

Also wenn die PKV derartige Teuerungsraten hat, spricht man von 
"Explodieren". Mir aber egal, wie man das betitelt, die GKV hält grad 
locker mit der PKV schritt. Wenn da nicht irgendwie gegengesteuert wird, 
läuft das völlig aus dem Ruder.

Notier dir das mit mit den 0,7 Prozentpunkte Zuwachs mal für 2019 im 
Kalender und wirf dann 2019 einen Blick zurück, ob das nicht zu 
optimistisch war...

von genervt (Gast)


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IchGlaubeEsNicht schrieb:
> Bist du in einer Drücker-Kolonne für PKVs? Oder woher kommt deine
> Aversion gegen die GKVs?

Das ist nur eine Feststellung. Die GKV ist in der Beziehung ja alles 
andere als großzügig, wenn du nicht grad H4 hast, darfst allen sch... 
großzügig zuzahlen.

Das ist ne schlichte Tatsache, viel Spass beim Zahnersatz.

von IchGlaubeEsNicht (Gast)


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>darfst allen sch... großzügig zuzahlen.

Ich bin als freiwillig versichertes Mitglied seit Jahrzehnten bei der 
GKV und habe noch nie großzügig nachzahlen müssen.

Letztens 50Euro nach einem 5tägigen Krankenaufenthalt. Zum Vergleich: 
das Essen bei uns in der Kantine kostet im Schnitt 6-7€.

Mein Vater war in der PKV. Der hatte an seinem Lebensende viel Spaß 
seiner PKV die Notwendigkeit von Chemotherapien zu erklären.

Du bist offenbar in der PKV, was ist also dein Problem? Oder doch 
Drücker-Kundenaquise.

von genervt (Gast)


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IchGlaubeEsNicht schrieb:
> Ich bin als freiwillig versichertes Mitglied seit Jahrzehnten bei der
> GKV und habe noch nie großzügig nachzahlen müssen.

Zahnersatz?

IchGlaubeEsNicht schrieb:
> Oder doch Drücker-Kundenaquise.

Wie muss man drauf sein, um zu gauben, dass hier PKV_Drücker rumlungern?

von Adrenalinfabrik (Gast)


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genervt schrieb:
> Die GKV ist in der Beziehung ja alles
> andere als großzügig, wenn du nicht grad H4 hast, darfst allen sch...
> großzügig zuzahlen.

AUCH, wenn Du H4 hast, mußt Du bis zur Belastungsgrenze zuzahlen:


Bei Hartz IV ALG II Empfängern wird die Belastungsgrenze auf der 
Grundlage der Regelleistung des jeweiligen Jahres berechnet. Die 
Belastungsgrenze von 2% (chronisch Kranke 1%) bezieht sich auf das 
Jahreseinkommen eines Hartz 4 ALG II Empfänger und beträgt nach heutigem 
Stand: 12 x 391,00 Euro= 4.692 Euro , also ist die Belastungsgrenze bei 
93,84 Euro bzw. chronisch Kranken 46.92 Euro erreicht.

Es ist also nicht so, daß die einheimischen Empfänger komplett befreit 
sind.

von IchGlaubeEsNicht (Gast)


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>Wie muss man drauf sein, um zu gauben, dass hier PKV_Drücker rumlungern?

Nochmal, was ist dein Problem mit der GKV?

von genervt (Gast)


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Adrenalinfabrik schrieb:
> Es ist also nicht so, daß die einheimischen Empfänger komplett befreit
> sind.

Das ist aber eher akademischer Natur, was kriegst für den Betrag beim 
Arzt oder gar beim Zahnartzt.

von genervt (Gast)


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IchGlaubeEsNicht schrieb:
>>Wie muss man drauf sein, um zu gauben, dass hier PKV_Drücker
> rumlungern?
>
> Nochmal, was ist dein Problem mit der GKV?

Sie wird in der Form als bezahlbar und Sozial verkauft und die Politik 
(Auch der Wähler) hat es versäumt die Konstruktionsfehler, die ja 
teilweise noch wo anders liegen, zu beseitigen.

von Adrenalinfabrik (Gast)


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genervt schrieb:
> Das ist aber eher akademischer Natur, was kriegst für den Betrag beim
> Arzt oder gar beim Zahnartzt.

Akademischer Natur? Dann frage mal einen der H4-Empfänger, wie weh dem 
das finanziell tut.

von IchGlaubeEsNicht (Gast)


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>hat es versäumt die Konstruktionsfehler, die ja
>teilweise noch wo anders liegen, zu beseitigen.

PKV-Lobby?

Es gibt übrigens nicht wenige Rentner, die mit den PKV-Beiträgen 
finanziell überfordert sind, da sich die Beiträge nicht nach dem 
Einkommen wie in der GKV richten

Beim Zahnersatz wird man übrigens von den Ärzten ab und an über den 
Tisch gezogen. Ich mußte für eine Kunststoffüllung eines Backenzahnes 
ca. 30€ zuzahlen.

Ich wußte, daß die GKV Amalgamfüllungen zuzahlungsfrei erstattet und 
habe um eine Amalgamfüllung gebeten - nein, wir müssen jetzt nicht über 
die vermeintlich gesundheitlichen Folgen von Amalgamfüllungen 
diskutieren.

Der Zahnarzt meinte daraufhin, daß er grundsätzlich keine 
Amalgamfüllungen mehr verwendet. Da tut man sich dann schwer mit einem 
schmerzhaften Loch im Zahn die Praxis ohne Behandlung zu verlassen.

von genervt (Gast)


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IchGlaubeEsNicht schrieb:
> hat es versäumt die Konstruktionsfehler, die ja >teilweise noch wo
> anders liegen, zu beseitigen.
>
> PKV-Lobby?
> Beim Zahnersatz wird man übrigens von den Ärzten ab und an über den
> Tisch gezogen. Ich mußte für eine Kunststoffüllung eines Backenzahnes
> ca. 30€ zuzahlen.

Zahnersatz... was steckt wohl hinter dem Wort?

von IchGlaubeEsNicht (Gast)


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>Zahnersatz... was steckt wohl hinter dem Wort?

Auch beim Zahnersatz gibt es kostengünstigere, allerdings optisch 
weniger attraktivere  Alternativen, die von Zahnärzten nicht freiwillig 
angeboten werden.

Ich bin mit meiner GKV zufrieden. Wenn du weiterhin genervt sein willst, 
meinen Segen hast du.

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