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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Gesetzlich oder privat krankenversichern?


Autor: Johannes P. (Gast)
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Hallo Leute,

heute kam in den Nachrichten, dass die gesetzliche Krankenversicherung 
mal wieder im Schnitt um 0,3% erhöht werden soll - natürlich einseitig 
nur für die Arbeitnehmer. Außerdem steigt ab 1.1.2016 noch die 
Beitragsbemessungsgrenze, also sind es gleich zwei Beitragserhöhungen.

Bei dem in Teilen (nach meinem Geschmack) mageren Leistungsumfang der 
GKV mit ständig steigenden Beiträgen frage ich mich langsam, ob es nicht 
doch sinnvoll ist, mich aus diesem System zu verabschieden und eine 
private Krankenversicherung abzuschließen. Ich bin 35 Jahre alt und 
gesund, daher ist es vermutlich noch nicht zu spät? Verheiratet bin ich 
nicht, daher habe ich auch keine Vorteile einer Familienversicherung in 
der GKV.

Im Prinzip fände ich eine Bürgerversicherung gut, in die wirklich alle 
einzahlen (auch Beamte und Selbständige), aber ob dieses Modell 
irgendwann mal kommt, steht in den Sternen. Daher muss ich mich eben mit 
der aktuellen Realität befassen.

Mir geht es nicht primär um kurzfristiges Geld sparen (ich weiß, dass 
eine PKV langfristig teuer ist), aber ich hätte fürs gleiche Geld wie 
jetzt wenigstens ordentliche Leistungen. Ich bin auch gewillt, selbst 
ordentlich Rücklagen fürs Alter zu bilden bzw. die vorhandenen weiter 
aufzustocken. Außerdem, das klingt jetzt vielleicht unsolidarisch, 
möchte ich mit meinen GKV-Mitgliedsbeiträgen auch nicht unbedingt noch 
die Gesundheitsversorgung aller jetzigen und kommenden Flüchtlinge 
mitbezahlen (sorry, ist halt nun mal meine Meinung, ich hoffe, die darf 
ich hier äußern ohne gleich in die rechte Ecke gestellt zu werden).

Wie würdet ihr an meiner Stelle entscheiden?

Autor: xXx (Gast)
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Johannes P. schrieb:
> Ich bin 35 Jahre alt und
> gesund, daher ist es vermutlich noch nicht zu spät?

Das ist schon recht spaet und dementsprechend teuer. Tip: Such dir eine 
genossenschaftliche KV und schliesse dazu einen Beitragssenkungsplan ab 
um die Kosten im Alter im Griff zu halten.

Kostensteigerungen entgehst du aber auch in der PKV nicht, die liegen 
schlicht an den stetig steigenden Gesundheitskosten. Und du musst immer 
damit rechnen, dass die PKV frueher oder spaeter enteignet werden um die 
GKV nochmal ueber die Runden zu bringen.

Autor: genervt (Gast)
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xXx schrieb:
> Und du musst immer
> damit rechnen, dass die PKV frueher oder spaeter enteignet werden um die
> GKV nochmal ueber die Runden zu bringen.

Wie soll das gehen?

Autor: wendelsberg (Gast)
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genervt schrieb:
> xXx schrieb:
>> Und du musst immer
>> damit rechnen, dass die PKV frueher oder spaeter enteignet werden um die
>> GKV nochmal ueber die Runden zu bringen.
>
> Wie soll das gehen?

Das Enteignen oder das Ueberdierundenbringen?

wendelsberg

Autor: genervt (Gast)
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das mit dem Enteigen.

Wie soll das gehen, ohne Kuba 2.0?

Autor: Claus M. (energy)
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Johannes P. schrieb:
> Wie würdet ihr an meiner Stelle entscheiden?

Ich hab mich schon entschieden. Und zwar mit 30 Jahren -> für die 
Private. Hab es nicht bereut und bin bisher sehr, sehr zufrieden. Evtl. 
wäre ich als Kassenpatient schon überm Jordan...

Mach es jetzt! Mit 35 und gesund sollte es noch keine Probleme geben. 
Lass dir einfach Angebote machen.

Autor: Sesam-Tofu-Spieß (Gast)
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Habe das früher als Single auch in Erwägung gezogen, aber ich bin jetzt 
heilfroh über die kostenlose Familienversicherung für meine Frau und 
Sohn.

Wenn du jetzt schon sicher weißt, dass du die nie brauchen wirst 
(unfruchtbar, schwul, zu hässlich) ist es eine Option. Sonst nicht.

Autor: MaWin (Gast)
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Johannes P. schrieb:
> Wie würdet ihr an meiner Stelle entscheiden?

a) die Private zahlt dieselben Leistungen, aber sie zahlt den Ärzten 
mehr, das 2.3/1.8= 1.3-fache

b) die Private zahlt mehr Leistungen

c) die Private macht Gewinne die sie ihren Anteilseignern auszahlt

Preisfrage: Wie kann die PKV billiger sein ?

Erklärung: Wir alle zahlen mehr in die GKV ein als wir Kosten, AUSSER 
statistisch IN DEN LETZTEN BEIDEN LEBENSJAHREN, die sind, wenn man Pech 
hat, dank Krebs und Intensivstation so unverschämt teuer, daß sie alle 
vorherigen Überbezahlungen auffrisst.

Die Private hat dich einfach vorher rausgeschmissen. Dazu musste sie 
nichts besonderes tun, weil dein Einkommen sowieso nach der Rente ohne 
Arbeit als ehemals Selbständiger mit inzwischen mangels deines 
Arbeitseinsatzes insolventer Firma unter die Beitragsbemessungsgrenze 
fiel und der Rückfall in Sozialhilfe etc. auch zum Rückfall in die GKV 
führte.

Damit ist seit einigen Jahren Schluss, die privaten Versicherungen 
KÖNNEN seit dem auf die Lebenszeit berechnet nicht mehr billiger sein, 
es sei denn, sie streichen die Leistung zusammen, so wie in den USA. 
Achso: In den USA zahlt ab der Rente die Medicare, also der Staat. Die 
Jahre mit den hohen Kosten müssen die privaten Versicherer dort gar 
nicht zahlen. Trotzdem sind die Leistungen legendär abgespeckt, z.B. 
Selbstbehalt 12000 US$/Jahr etc.

Nur wer blöd ist geht in die PKV, zahlt im Alter mehr als er an 
Einkommen hat und wird mit gekürzten Leistungen Rechtsstreite mit der 
Versicherer anfangen müssen, und darf niemals Ehefrau und Kinder haben, 
denn für die muss er auch noch zahlen.

Autor: genervt (Gast)
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MaWin mal wieder mit seinen Binsenweisheiten...

MaWin schrieb:
> Preisfrage: Wie kann die PKV billiger sein ?

Ganz einfach: Dort bekommen nur Leute Leistungen, die einzahlen, das ist 
bei der GKV nicht der Fall, hier bekommen auch Leute Leistungen, die 
nicht einzahlen.

Autor: Claus M. (energy)
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MaWin schrieb:
> und darf niemals Ehefrau und Kinder haben,
> denn für die muss er auch noch zahlen.

Sesam-Tofu-Spieß schrieb:
> aber ich bin jetzt
> heilfroh über die kostenlose Familienversicherung für meine Frau und
> Sohn.


Jaja, immer die Leier. Wer sucht sich denn schon als Akademiker eine 
Frau die ihr Leben lang nicht selber arbeitet (während Elternzeiten 
bleibt Frau in der GKV) und somit mitversichert werden muss? Kinder 
kosten auch nicht die Welt. ca. 100€ im Monat extra, hälfte zahlt der 
AG. Wer sich das nicht leisten kann, für den ist eine PKV allerdings 
wirklich nicht zu empfehlen.

Autor: genervt (Gast)
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Claus M. schrieb:
> Kinder
> kosten auch nicht die Welt. ca. 100€ im Monat extra, hälfte zahlt der
> AG.

Aber nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze.

Autor: WL (Gast)
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MaWin schrieb:
> Nur wer blöd ist geht in die PKV, zahlt im Alter mehr als er an
> Einkommen hat und wird mit gekürzten Leistungen Rechtsstreite mit der
> Versicherer anfangen müssen, und darf niemals Ehefrau und Kinder haben,
> denn für die muss er auch noch zahlen.

Nur wer blöd ist, der glaubt auch, dass beispielsweise das prestige-
trächtige Recht des Privatversicherten auf Chefarztbehandlung
automatisch für Qualität bürgt.

Einem erfahrenen Oberarzt traue ich fachlich mehr zu als einem
älteren Chef, dessen Wissenstand oft nicht mehr auf dem neuesten
Stand ist. Er muss sich nun kaum noch weiteren beruflichen
Herausforderungen stellen und geniesst jetzt vor allem seinen enormen
Wohlstand, den ihm das kranke deutsche Chefarztwesen beschert hat...

Autor: Claus M. (energy)
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WL schrieb:
> Nur wer blöd ist, der glaubt auch, dass beispielsweise das prestige-
> trächtige Recht des Privatversicherten auf Chefarztbehandlung
> automatisch für Qualität bürgt.

Der Vorteil der PKV ist doch nicht die Chefarztbehandlung im KH. Die 
kann man sich auch per billiger Zusatzversicherung kaufen. Der Vorteil 
ist, dass ich morgen bei jedem Beliebigen Facharzt einen Termin bekommen 
kann, während der Kassenpatient 8 Wochen wartet. Ebenso für MRT und so 
weiter.

Autor: Reinhard ## (gruebler)
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Johannes P. schrieb:
> Wie würdet ihr an meiner Stelle entscheiden?

Entscheiden musst du dich selbst.
Ich bin in der GKV und habe für
stationären Krankenhausaufenthalt
eine private Zusatzversicherung.
(Chefarztbehandlung, Einzelzimmer, freie
Krankenhauswahl)

Im Anhang noch was zum Lesen.

Autor: Bastler (Gast)
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MaWin schrieb:
> Nur wer blöd ist geht in die PKV, zahlt im Alter mehr als er an
> Einkommen hat und wird mit gekürzten Leistungen Rechtsstreite mit der
> Versicherer anfangen müssen, und darf niemals Ehefrau und Kinder haben,
> denn für die muss er auch noch zahlen.

Genau so ist es!
Ich bin heilfroh, dass ich noch frühzeitig genug den Absprung von der 
Privaten in die Gesetzliche noch hinbekommen habe.

Autor: genervt (Gast)
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Bastler schrieb:
> MaWin schrieb:
>> Nur wer blöd ist geht in die PKV, zahlt im Alter mehr als er an
>> Einkommen hat und wird mit gekürzten Leistungen Rechtsstreite mit der
>> Versicherer anfangen müssen, und darf niemals Ehefrau und Kinder haben,
>> denn für die muss er auch noch zahlen.
>
> Genau so ist es!
> Ich bin heilfroh, dass ich noch frühzeitig genug den Absprung von der
> Privaten in die Gesetzliche noch hinbekommen habe.

Bis zum Alter von 55 Jahren gibts es Wege zurück in die GKV zu gehen, 
sofern man das überhaupt will.

Autor: MaWin (Gast)
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genervt schrieb:
> Ganz einfach: Dort bekommen nur Leute Leistungen, die einzahlen

LOL.

http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht...

Wer krank ist, bekommt immer noch Leistungen..

Autor: Andreas H. (ahz)
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MaWin schrieb:
> Wer krank ist, bekommt immer noch Leistungen..

Ne MaWin. Lies den Artikel: Nur Notfallbehandlung !

Die bekommst Du aber immer. Auch ohne irgend eine Versicherung. 
Ansonsten wäre das unterlassene Hilfeleistung (lt. Aussage eines 
Juristen, der gerade auf einem ähnlichen Gebiet promoviert und mit dem 
ich vor ein paar Wochen mal darüber geplauscht hatte).

Man sollte sich aber auch klar machen, was Notfallbehandlung bedeutet.
Eine "handelsübliche" Erkrankung ist kein Notfall. Ein Beinbruch ist ein 
Notfall, das entfernen des Gipses aber nicht. Also viel Spass beim 
aufsägen ;-)

Grüße
Andreas

Autor: W7 (Gast)
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genervt schrieb:
> MaWin schrieb:
>> Preisfrage: Wie kann die PKV billiger sein ?
>
> Ganz einfach: Dort bekommen nur Leute Leistungen, die einzahlen, das ist
> bei der GKV nicht der Fall, hier bekommen auch Leute Leistungen, die
> nicht einzahlen.

Wie sollten denn auch anders die ganzen neuen Millionen Mitbürger, die 
niemals zuvor in das System eingezahlt haben ihre mannigfaltigen 
Krankheiten (Krätze, TBC. etc.) kurieren? Die PKVen würden diese Kohorte 
glatt verelenden lassen, schließlich werfen die kaum absehbare Zeit 
keinerlei Gewinne für die Shareholder ab.

Autor: MaWin (Gast)
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Andreas H. schrieb:
> Nur Notfallbehandlung

Wozu brauchst du sonst einen Arzt ?

Nase korrigieren ? Potenzmittel verschrieben bekommen ?

Für alles, für das man keinen Arzt braucht, wie der Schnupfen der von 
alleine wieder weg geht, muss man nicht zum Arzt.

Und alles andere ist ein Notfall, weil es um's Leben geht, das ohne 
ärztliche Behandlung zu Ende wäre.

Das aufsägen vom Gips kann jeder machen.

Autor: W7 (Gast)
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MaWin schrieb:
> Für alles, für das man keinen Arzt braucht, wie der Schnupfen der von
> alleine wieder weg geht, muss man nicht zum Arzt.
>
> Und alles andere ist ein Notfall, weil es um's Leben geht, das ohne
> ärztliche Behandlung zu Ende wäre.

Wenn Leute hierzulande nur in (echten) Notfällen den Arzt aufsuchen 
würden, hätten wir niemals Wartezeiten in Facharztpraxen.

Gängige Praxis bei unseren lieben Mitbürgern ist aber immer öfter 
anstatt Wochen bis Monate auf einen Facharzttermin zu warten einfach die 
Notaufnahme der Krankenhäuser zu verstopfen.

> Das aufsägen vom Gips kann jeder machen.

Handwerklich unbegabte, Mitbürger mit Gelenkerkrankungen, ältere 
Menschen etc. können das eher nicht.

Schon das simple Blutdruckmessen kann zur Herausforderung werden.

Autor: genervt (Gast)
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MaWin macht dann die nächste Gesundheitsreform! ;)

Autor: genervt (Gast)
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W7 schrieb:
> Wie sollten denn auch anders die ganzen neuen Millionen Mitbürger, die
> niemals zuvor in das System eingezahlt haben ihre mannigfaltigen
> Krankheiten (Krätze, TBC. etc.) kurieren?

Laut Mutti wird das vollständig aus Steuermitteln beglichen.

Autor: W7 (Gast)
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genervt schrieb:
> Laut Mutti wird das vollständig aus Steuermitteln beglichen.

Woher sollen nur alle die Steuermilliarden kommen? Laut Ökonom Matthias 
Lücke vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) sprechen wir hier 
über 45 Milliarden per anno.

Und Steuererhöhungen soll es ja nicht geben. Das was die KK'en gerade 
erhöhen werden es jedenfalls nicht wuppen.

Allein mir fehlt der Glauben!

Autor: Tobias (Gast)
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Ich bin in der privaten Versicherung vor allem da ich annehme im Alter 
nach Österreich zu gehen, dann werde ich in Österreich wohl versichert 
sein da ich ein Haus von meinen Eltern erben werde.

Sobald mir die Versicherung in DE zu teuer werden würde könnte ich 
ohnehin jeder Zeit nach AT oder alternativ in das Land aus dem meine 
Frau kommt gehen.
In Deutschland alt werden, ich weiß nicht ... Urlaub und die schönen 
Zeiten im Jahr kann ich auch im Alter hier genießen (die Hälfte des 
Jahres ist ja effektiv ein versifftes Wetter).
Als Angestellter hab ich mit 23 600 EUR/Monat (AN+AG Beitrag) bezahlt. 
In der Privaten jedoch nur 170 EUR/Monat.
Wir sind beide zum Glück erfolgreich selbstständig und auch flexibel.
Es macht doch einen Unterschied ob man 7200 EUR/Jahr oder 2040 EUR/Jahr 
und das 10 Jahre lang bezahlt.

Man muss sich halt im Klaren sein wie man sein Leben in etwa planen 
möchte.
Per se sind die Privaten sicher nicht schlechter!

Autor: genervt (Gast)
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W7 schrieb:
> Woher sollen nur alle die Steuermilliarden kommen?

Aber, aber Mutti hat doch gesagt........

Autor: Andreas H. (ahz)
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MaWin schrieb:
> Andreas H. schrieb:
>> Nur Notfallbehandlung
>
> Wozu brauchst du sonst einen Arzt ?

Verschreibungspflichtige Medikamente (bei Mädels z.B. oft die Pille)?
Sportverletzungen checken?
Vorsorgeuntersuchungen, auch gelegentlich mal Check beim Zahnarzt ?

Untersuchungen zur Abgrenzung von Diagnosen damit Du das "g" hinter die 
ICD10 Nummer bekommst auf die Du dann behandelt wirst?

Eine Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung - N10) kann (afaik) z.B. 
durch Bakterien oder Nierensteine entstehen.
Tut wohl gut weh. Und sollte entsprechend der Ursache (!) behandelt 
werden. Und ist (aktute Schmerzlinderung mal beiseite)  KEIN Notfall.

Die Liste kann Dir jeder Hausarzt beliebig verlängern - falls Du mal 
fragst. Ist aber auch kein Notfall^^

Grüße
Andreas

Autor: Bastler (Gast)
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Tobias schrieb:
> Man muss sich halt im Klaren sein wie man sein Leben in etwa planen
> möchte.
> Per se sind die Privaten sicher nicht schlechter!

Wie die Meisten verfällst Du dem Irrglauben Dein Leben wirklich planen 
zu können. Dir wird noch früh genug auffallen, dass es oft/immer anders 
kommt als man denkt. Im Alter wirst Du die Entscheidung für die Private 
noch bitter bereuen.

Autor: Tobias (Gast)
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Bastler schrieb:
> Tobias schrieb:
>> Man muss sich halt im Klaren sein wie man sein Leben in etwa planen
>> möchte.
>> Per se sind die Privaten sicher nicht schlechter!
>
> Wie die Meisten verfällst Du dem Irrglauben Dein Leben wirklich planen
> zu können. Dir wird noch früh genug auffallen, dass es oft/immer anders
> kommt als man denkt. Im Alter wirst Du die Entscheidung für die Private
> noch bitter bereuen.

Ich komme ursprünglich nicht aus Deutschland, und werde auch ein schönes 
Haus in Österreich erben. Wozu soll ich dann noch eines für mich 
irgendwo bauen? Meine Frau kommt gar von außerhalb der EU.
Mir ist es im Grunde wirklich egal wo auf der Welt ich wohne, meine Frau 
hat eine Wohnung nahe dem Meer (und das Gesundheitssystem wo sie 
herkommt ist ähnlich dem deutschen) wozu also in Deutschland alt werden?
Meine Situation kann man so oder so nicht mit anderen vergleichen.

Autor: Andreas H. (ahz)
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Tobias schrieb:
> Ich bin in der privaten Versicherung vor allem da ich annehme im Alter
> nach Österreich zu gehen, dann werde ich in Österreich wohl versichert
> sein da ich ein Haus von meinen Eltern erben werde.

Nur mal aus Neugier: Bist Du Dir sicher, dass Du daraus einen Anspruch 
auf eine GKV hast ?
In D hättest Du die nämlich nicht, nur weil Du hier ein Haus geerbt 
hast. SGB §2 (?) hat da eine ziemlich genau definierte Liste, wer in die 
GKV darf.

Tobias schrieb:
> Per se sind die Privaten sicher nicht schlechter!
Naja, mal ehrlich: JEDER GKV Versicherte kann zum Arzt gehen und eine 
Untersuchung auf Privatrechnung machen lassen wenns ganz eilig ist.

Afaik hat läuft das auch nicht über das Kassenbudget des Arztes, so dass 
auch die Wartezeiten entfallen.

Grüße
Andreas

Autor: Normalverdiener (Gast)
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Hallo

bleib bei der gesetzlichen.
-Bist du dir 100% sicher das du immer genug Rücklagen bilden kannst um 
die hohen Beitäge im Alter leisten zu können?
Wenn du Beispielsweise in einigen Jahren 20000 Euro an Rücklagen für die 
Rentenbeiträge im Alter gebildet hast und du brauchst in einer Situation 
unbedingt diese 20000 Euro, bist du dann sicher das du lieber einen 
Konsumentenkredit aufnimmst, der selbst bei den jetzigen niederigen 
Zinsen letztendlich teuer ist?
Wirklich ganz sicher..?
-Akademiker heiratet immer und nur eine gut gebildete Frau mit 
"Jobgarantie" und hoher Entlohnung?
-Wie lange sind bei der PV Kinder auch Kinder,bis 18 oder zu den selben 
bedingungen wie bei der GV?
-Die generell schlechte Versorgung bzw. lange Wartezeiten bei der GV 
sind Vorurteile - das hängt viel mehr von der Region ab wo man lebt. 
Wenn man in der schlechten Region lebt kann es vielleicht sein das man 
bei der PV in diesen einen Punkt Vorteile hat.
-Wenn keiner mehr, in Solidarsysteme ganz allgemein, einzahlen will dann 
haben wir bald bedingungen wie (immer noch)in den USA  oder 
irgendwelchen armen Ländern. Willst du das wirklich..?
Nachbarschaftswachen, abgeschlossene Wohnviertel, Angst das an einer 
roten Ampel dir dein "normales" Auto mit Waffengewalt geklaut wird, 
Schuputzer, Kinder die dir Taschentücher an der schon erwähnten roten 
Ampel verkaufen wollen, gute Bildung nur noch für die Wohlhabenden usw.

Und als leicht OT noch folgende Bemerkung:

Ja, mir geht es auch langsam auf die Nerven das in den Medien andauernd 
über Flüchtlingsschicksale, Spendenaufrufe, und über "Grüne Öko 
Gutmensch Flüchtlingsstreichelgruppen" berichtet wird.
Aber wenn ich hier (und woanders) so manch vorurteilsgeladene bis ins 
rassistisch gehende  Kommentare lese, dann reicht es wohl immer noch 
nicht aus...

mfg

 Normalverdiener

Autor: Tobias (Gast)
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Andreas H. schrieb:
> Nur mal aus Neugier: Bist Du Dir sicher, dass Du daraus einen Anspruch
> auf eine GKV hast ?
> In D hättest Du die nämlich nicht, nur weil Du hier ein Haus geerbt
> hast. SGB §2 (?) hat da eine ziemlich genau definierte Liste, wer in die
> GKV darf.

In Österreich gibt's ebenfalls eine Versicherungspflicht, und dort 
gibt's ausschließlich eine GKV.
Auch in der Rente muss man dort natürlich einzahlen. Na klar hab ich 
dann auch Anspruch auf Leistungen.

Autor: Privatversichert (Gast)
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Johannes P. schrieb:
> heute kam in den Nachrichten, dass die gesetzliche Krankenversicherung
> mal wieder im Schnitt um 0,3% erhöht werden soll - natürlich einseitig
> nur für die Arbeitnehmer. Außerdem steigt ab 1.1.2016 noch die
> Beitragsbemessungsgrenze, also sind es gleich zwei Beitragserhöhungen.

Und - wie üblich - verschweigen unsere gleichgeschalteten Systemmedien 
(um den hässlichen Begriff L..enpresse zu vermeiden) mal wieder allesamt 
kollektiv die wahre Ursache für die geplante Beitragserhöhung. Ein 
Schelm, ...

Autor: Andreas H. (ahz)
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Tobias schrieb:
> Auch in der Rente muss man dort natürlich einzahlen. Na klar hab ich
> dann auch Anspruch auf Leistungen.

Na, dann :)

In D kannst Du da u.U. böse auf die Nase fallen. Z.B. gilt die GKV nur 
dann über den Renteneintritt hinaus, wenn Du vorher X+1 Jahre der 
zweiten Lebenshälfte (!) in der GKV versichert warst.

Im Zweifelsfall würde ich das dreifach gegenchecken (evtl. auch direkt 
bei der KV)

Grüße
Andreas

Autor: W7 (Gast)
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Bastler schrieb:
> Wie die Meisten verfällst Du [Tobias] dem Irrglauben Dein Leben wirklich planen
> zu können. Dir wird noch früh genug auffallen, dass es oft/immer anders
> kommt als man denkt. ..

Genau das ist der Punkt, inzwischen kann man sich auf überhaupt nichts 
mehr verlassen, was gestern noch galt. Gestern gab's noch Zinsen aufs 
Sparbuch, heute nix mehr. Gestern waren Lebensversicherungen noch 
lukrativ, heute geben die Verträge nix mehr her. Gestern galten noch 
Grenzabkommen, heute alles außer Kraft gesetzt. Gestern noch, 
Einwand'rung, das lassen wir sein. Heute dürfen se alle rein. Gestern 
war noch der Diesel TOP, heute ist der DieselFlop. Gestern war noch 
Sicherheit, heute kommen wir sicher nicht mehr weit.

Warum trifft's eigentlich nicht mal die PKVen? Wäre doch ein guter 
Zeitpunkt die nun zwangsweise in GKVen umzuwandeln, so das Geld ins 
System gespült wird, anstatt an die Shareholder. Irgendwoher müssen die 
Milliarden schließlich beschafft werden, die bald gebraucht werden.

Autor: g. k. (jlagreen)
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MaWin schrieb:
> Nur wer blöd ist geht in die PKV, zahlt im Alter mehr als er an
> Einkommen hat und wird mit gekürzten Leistungen Rechtsstreite mit der
> Versicherer anfangen müssen, und darf niemals Ehefrau und Kinder haben,
> denn für die muss er auch noch zahlen.

Dem erwidere ich, dass nur wer blöd ist, plant im Alter weniger 
Einkommen zu haben. Und in dieser Hinsicht sieht das Thema PKV anders 
aus. Für Rechtsstreits gibt es auch Versicherungen und da in der PKV 
eher Besserverdienende vertreten sind, werden sie sich die Ehefraus 
sowie Kinder in einer PKV auch leisten können. Es macht aber natürlich 
einen Unterschied, ob man knapp über der Beitragsbemessungsgrenze liegt 
oder deutlich darüber, denn bei Letzterem ist das zusätzliche Versichern 
von Familie weniger problematisch.

PS:
Mein erster Satz ist bewusst provokativ gewählt, denn beim Thema GKV/PKV 
sowie Einkommen im Alter sind Pauschalaussagen deplatziert!

Johannes P. schrieb:
> Bei dem in Teilen (nach meinem Geschmack) mageren Leistungsumfang der
> GKV mit ständig steigenden Beiträgen frage ich mich langsam, ob es nicht
> doch sinnvoll ist, mich aus diesem System zu verabschieden und eine
> private Krankenversicherung abzuschließen. Ich bin 35 Jahre alt und
> gesund, daher ist es vermutlich noch nicht zu spät? Verheiratet bin ich
> nicht, daher habe ich auch keine Vorteile einer Familienversicherung in
> der GKV.

Ganz ehrlich, wer in jungen Jahren zur PKV wechselt, macht das nicht 
wegen der Leistungen, denn die braucht man da theoretisch (noch) gar 
nicht. Es geht einfach nur ums Geld, das sollte man schon zugeben. Wobei 
die Leistungen insbesondere beim Zahnersatz nicht außer Acht gelassen 
werden sollten. Ich habe erblich bedingt, große Probleme mit den Zähnen 
und habe bereits mit 31 schon vier Implantate und eine Krone. Gezahlt 
habe ich für diese ca. 40% Eigenanteil (gemischt GKV+PKV), da ich mit 26 
in eine PKV eingetreten bin. Mein primärer Grund waren aber nicht die 
Zähne, sondern das Geld, das gebe ich ungeniert zu. Damals war ich 
unsicher, ob ich eine Riester-Rente abschließen sollte und als mir mein 
Vermittler die PKV vorschlug, habe ich auch die Riester-Rente 
abgeschlossen, da sie damals genau der Differenz zur GKV entsprach. Die 
Riester-Rente soll dann später auch die höheren PKV Beiträge abfedern 
und die aktuelle Steuererstattung aus dem Vertrag investiere ich in 
Aktien, um sorgenlos für immer in der PKV zu bleiben.

Denn die PKV kann teuer werden, meine hat z.B. für dieses Jahr die 
Beiträge um 7% erhöht, dafür gab es die Jahre zuvor keine Erhöhung. 
Zufrieden bin ich dennoch, da die Beitragserstattung sehr ordentlich 
ausfällt. 2014 habe ich ca. 4800€ Gesamtbeitrag für die PKV bezahlt und 
habe nun 2300€ zurück erhalten. Meine medizinischen Ausgaben betrugen 
~400€ in 2014 (bei den Zähnen ist seit ein paar Jahren zum Glück Ruhe), 
so dass mich meine PKV letztes Jahr 240€ pro Monat gekostet hat. Wenn 
man bedenkt, dass 200€ davon vom AG kamen, war ich wohl sehr günstig 
versichert.

genervt schrieb:
> Bastler schrieb:
>> MaWin schrieb:
>>> Nur wer blöd ist geht in die PKV, zahlt im Alter mehr als er an
>>> Einkommen hat und wird mit gekürzten Leistungen Rechtsstreite mit der
>>> Versicherer anfangen müssen, und darf niemals Ehefrau und Kinder haben,
>>> denn für die muss er auch noch zahlen.
>>
>> Genau so ist es!
>> Ich bin heilfroh, dass ich noch frühzeitig genug den Absprung von der
>> Privaten in die Gesetzliche noch hinbekommen habe.
>
> Bis zum Alter von 55 Jahren gibts es Wege zurück in die GKV zu gehen,
> sofern man das überhaupt will.

Es gibt sicher Fälle, bei denen es passiert. Wer aber wirklich versucht 
wieder in die GKV zu kommen, hätte vielleicht nicht in die PKV gehen 
sollen, denn da sieht es finanziell wohl doch nicht so gut aus. Die 
Chancen stehen gut, dass ich mit Mitte 30 bereits das Doppelte der 
Beitragsbemessungsgrenze verdienen werde und mit 55 sollte es das 
Dreifache sein. Da müsste ich dann mein Gehalt auf ein Drittel 
reduzieren, um in die GKV zu wechseln. Von der Differenz könnte ich 
vermutlich ziemlich lange die höheren PKV Beiträge zahlen.

Und was die höheren Beiträge im Alter angeht, werden sich einige 
Freiwillige in der GKV auch noch wundern, denn die GKV greift gerne bei 
vielen Produkten zur Altersvorsorge zu und rechnet da mit ab. Gerade 
Auszahlungen aus Versicherungen oder Betriebsrenten werden angerechnet, 
da kann es passieren, dass man auch in der GKV als Rentner ein paar 
Jahre Höchstbeitrag zahlt.

Autor: genervt (Gast)
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g. k. schrieb im Beitrag
> Und was die höheren Beiträge im Alter angeht, werden sich einige
> Freiwillige in der GKV auch noch wundern, denn die GKV greift gerne bei
> vielen Produkten zur Altersvorsorge zu und rechnet da mit ab. Gerade
> Auszahlungen aus Versicherungen oder Betriebsrenten werden angerechnet,
> da kann es passieren, dass man auch in der GKV als Rentner ein paar
> Jahre Höchstbeitrag zahlt.

Uberraschung!

Zudem werden die Beitragssätze noch satt ansteigen, das von den Rentnern 
nicht viel zu holen ist und das werden immer mehr.

Autor: Andreas H. (ahz)
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genervt schrieb:
> Zudem werden die Beitragssätze noch satt ansteigen, das von den Rentnern
> nicht viel zu holen ist und das werden immer mehr.

Autsch. Das ist in der PKV aber noch deutlich schlimmer.
Während in der GKV alle in einen Topf einzahlen werden in der PKV nur 
einzelne Jahrgänge in in einem Pool zusammengefasst. D.h. der Pool 
altert mit.

Wenn Du also irgendwann in das Alter kommst wo es teuer wird, dann ist 
ein Grossteil des Pools auch in diesem Alter. Und die Kosten werden nur 
innerhalb dieses Pools umgelegt, nicht innerhalb aller Pools der PKV.
Darum explodieren ja auch die Preise so extrem.

Dazu kommt noch das Problem, dass PKV Versicherte immer den gesamten 
Beitrag bezahlen. Und wenn (im Rentnerstatus) der AG-Anteil nicht mehr 
vom AG bezahlt wird, dann eben vom Mitglied^^

In der GKV hast Du halt immer Deine Grundsicherung und kannst ggf. 
irgendwelche Optionen über Zusatzversicherungen abdecken. 
Geschmackssache^^

Und natürlich kann man sich vornehmen, im Alter immer mehr zu verdienen. 
Aber ob das klappt ist eine andere Geschichte. Und ob man davon seine KV 
Versorgung abhängig machen will ?

Grüße
Andreas

Autor: MaWin (Gast)
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W7 schrieb:
> Woher sollen nur alle die Steuermilliarden kommen? Laut Ökonom Matthias
> Lücke vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) sprechen wir hier
> über 45 Milliarden per anno.

Also 53500 EUR pro Flüchtling. Für die Krankenbehandlung ? Für die 
Grundversorgung ?

Da hat dir aber jemand einen dicken Bären aufgebunden, und du tust 
nichts lieber, als ihn zu glauben weil du zu dumm bist es selber 
auszurechnen.

Denk dran, nach dem krieg sind 12 Mio Flüchtlinge gekommen, und von 
denen leben noch einige, die wissen was es heisst auf der Flucht zu 
sein. Du weisst es offenbar nicht.

Autor: W7 (Gast)
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MaWin schrieb:
> W7 schrieb:
>> Woher sollen nur alle die Steuermilliarden kommen? Laut Ökonom Matthias
>> Lücke vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) sprechen wir hier
>> über 45 Milliarden per anno.
>
> Also 53500 EUR pro Flüchtling. Für die Krankenbehandlung ? Für die
> Grundversorgung ?

Natürlich nicht nur für die KV. Hier nur an die Beiträge zur KV zu 
denken greift ja auch viel zu kurz. Leider bist du MaWin hier der Dumme, 
weil du anscheinend nicht in der Lage bist die Situation in der wir sind 
realistisch einzuschätzen oder bist du der Papst, der heute schon weiß, 
dass ab 2016 niemand mehr kommt? Ich halte die Zahlen von Professor 
Matthias Lücke vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel zudem eher noch 
für geschönt, weil sie den Nachzug der Familienangehörigen nicht mal 
berücksichtigt und diese werden auf jeden Fall kommen, da sie einen 
Rechtsanspruch darauf haben. Schlaf und Träume ruhig weiter, MaWin.

Autor: Holger R. (holgerr)
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Das ganze Thema hatten wir hier schon.

Meine Meinung :
die GKV gehört abgeschafft. Aber es ist ein beliebtes Ziel unserer
Politiker diese am Leben zu erhalten.

Wenn Du als Selbständiger in  der GVK wochenlang/oder monatelang
auf einen Arzttermin wartet und nicht arbeiten kannst, ist diese
ganzschön teuer.

Ich kenne beide Seiten und sage als Selbststängiger ist die PKV
erheblich günstiger bei besseren Leitungen als die GKV.

Wochenlang auf einen Krankenhaus Termin warten und im 5 Bett-Zimmer
als Freiwilligversichter mit Höchstsatz in der GKV. Nie wieder.

Und da gibt es noch die KVdR ( Krankenversicherung der Rentner )
auch da kommt nicht jeder als Rentner rein, z.B. Du hast nebenbei
Mieteinnahmen oder Pachten hast. Dann kannste Dich zum Höhstsatz
in der GKV versichern.

Schöne heile Welt.

Holger

Autor: Mikro 77 (mikro77)
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MaWin schrieb:
> Preisfrage: Wie kann die PKV billiger sein ?

Tip: Die PKV basiert auf dem klassischen Versicherungsprinzip (wie 
Hausrat, Haftpflict, etc): Aus dem Versicherungsrisiko ergibt sich die 
Höhe der Prämie.

Die GKV ist dagegen ein Sozialsystem und keine klassische Versicherung! 
Alle erhalten die gleiche Leistung. Die Beiträge sind unabhängig vom 
Risiko. Und wichtiger: Die Beiträge richten sich nach dem Einkommen 
(Solidarsystem nach Leistungsfähigkeit).

In der GKV tragen die Last die "Besserverdiener" (die Gänsefüsschen sind 
beabsichtigt) zusammen mit den Arbeitgebern. Sie tragen die "Last" für 
diejenigen, die unter dem Schnitt liegen.

Selbständige und AN ab der Freigrenze können sich aus dem GKV 
Solidarsystem verabschieden und in die PKV wechseln. Dadurch entsteht 
ein Problem in der GKV, weil die verbliebenen "Besserverdiener" eine 
zusätzliche Last tragen müssen (für die Abwanderer).

Leute die aber nicht mehr die PKV Beiträge zahlen können, fallen zurück 
in's Solidarsystem (ob GKV oder weiter PKV durch Sozialamt). Nett, oder?

Der Gesetzgeber hat wenig Interesse diese "Ungleichheit" zu bereinigen 
("Ungleichheit" im solidarischen System nach Leistungsfähikeit). Er hat 
nämlich vor einigen (vielen) Jahren entschieden, den Haushalt zu 
entlasten (Beamte werden privat versichert, was den AG Anteil 
verringert). Zu wessen Lasten das wohl ging?

BTW: Für solche Diskussionen gibt es bessere Foren.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

Im Prinzip kann man die Eigenschaften von PKV und GKV doch so 
zusammenfassen:

GKV - Viel Zahlen wenn man viel hat, wenig Zahlen wenn man wenig hat.

PKV - wenig Zahlen wenn man viel hat, viel Zahlen wenn man wenig hat.

Was tut einem wohl mehr weh?


Aber zum REst:

g. k. schrieb:
> Dem erwidere ich, dass nur wer blöd ist, plant im Alter weniger
> Einkommen zu haben. Und in dieser Hinsicht sieht das Thema PKV anders
> aus.

Planen ist das eine, tatsächlich HABEN ist da andere.
Da haben sich schon so manche derbe verkalkuliert. Klar, wer im Alter 
5kEuro im Monat zur Verfügung hat, der hat auch kein Problem mit 1000 
Euro PKV Beitrag pro Person.
Aber für ein Ehepaar das zusammen 3500 Euro Nettozahlungen erhält - was 
als Rentner ja durchaus ein guter Schnitt ist, liegen dann welten im 
Lebensstandard je nachdem ob diese in der "GKV der Rentner" für zusammen 
rund 400 Euro oder aber in der PKV für zusammen 2000 Euro bei normalen 
Leistungen oder nach wechsel in den Grundtarif mit nur Grundleistungen 
1300 Euro im Monat bezahlen müssen.

Noch schlimmer ist es wenn irgendetwas in den Planungen schief läuft und 
man sogar deutlich weniger zur Verfügung hat. Gibt nicht wenige 
PKV-Versicherte Ruheständler die nur wegen der hohen PKV Beiträge am 
Existenzminimum rumkratzen.

Wenn ich sehe das sich bei meiner Schwester (verbeamtet, 30j) die PKV 
Beiträge in den letzten 10 Jahren um rund 50% erhöht haben... Die Zahlt 
aktuell Prozentual gesehen jetzt in etwa dasselbe wie ich. (Bei besseren 
Leistungen im Bereich KH und Zahnersatz, ok)
HAt aber noch 35 Jahre im Beruf und dann noch die Zeit im Ruhestand vor 
sich!

In der GKV sind in den letzten 18 Jahren (Beginn meiner Ausbildung) die 
Beitragssätze gerade mal um INSGESAMT ca. 4% gestiegen...

So hoch war der DURCHNITTSCHLICHE Beitragsanstieg in der PKV von 2002 
bis 2012 PRO JAHR !!!
http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/vers...

g. k. schrieb:
> Und was die höheren Beiträge im Alter angeht, werden sich einige
> Freiwillige in der GKV auch noch wundern, denn die GKV greift gerne bei
> vielen Produkten zur Altersvorsorge zu und rechnet da mit ab. Gerade
> Auszahlungen aus Versicherungen oder Betriebsrenten werden angerechnet,
> da kann es passieren, dass man auch in der GKV als Rentner ein paar
> Jahre Höchstbeitrag zahlt.

Naja, wenn man aber in 9/10 der Zeit der zweiten Hälfte des 
Arbeitslebens in der GKV war (Egal ob Pflicht- oder freiwillig, wichtig 
ist nur GKV), dann hat man aber dem Renteneintritt anspruch auf die GKV 
für Rentner.
Da zahlt man dann (derzeit glaube ich) 7,3% - bis zur 
Beitragsbemessungsgrenze. Worst Case also : 297,50 Euro!

Wie viel Zahlt der durchschnittliche PKVler im Rentenalter noch einmal?

Schlechter sieht es natürlich aus wenn man zwischenzeitlich mal in der 
PKV war und die 9/10 nicht voll bekommt. Dann ist es immer das doppelte!

W7 schrieb:
> genervt schrieb:
>> Laut Mutti wird das vollständig aus Steuermitteln beglichen.
>
> Woher sollen nur alle die Steuermilliarden kommen? Laut Ökonom Matthias
> Lücke vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) sprechen wir hier
> über 45 Milliarden per anno.

Diese Summen KÖNNEN nur aus Steuermitteln kommen. Wollte man die auch 
nur annähernd auf die GKV begrenzen mit den nicht vorhandenen 
Überschüssen und begrenzten Einzahlerkreis würde das System 
zusammenbrechen (und der Dampfkessel definitv hochgehen)
Es werden definitv vollständig getrennte Kassen sein aus denen gezahlt 
wird (ist ja jetzt in Bremen schon so, das soll ja ausgeweitet werden).
Es wird lediglich die Verwaltungsstruktur der GKV mitbenutzt.

Bei Steuern hingegen ist der "Kundenkreis" VIEL größer und es gibt keine 
Beitragsbemessungsgrenze. DAs die Steuererhöhungen derzeit

Evtl. könnte es aber sein das die dadurch entstehten MEhrkosten im 
Verwaltungsbereich dann "nur" durh die GKV Versicherten getragen werden.
ISt zwar nicht so viel, aber wäre immer noch eine Schweinerei wenn 
gewisse TEile da nicht mitziehen müssen.

Claus M. schrieb:
> Der Vorteil
> ist, dass ich morgen bei jedem Beliebigen Facharzt einen Termin bekommen
> kann, während der Kassenpatient 8 Wochen wartet. Ebenso für MRT und so
> weiter.

DAs ist wie von anderen geschrieben wohl definitiv von REgion zu REgion 
unterschiedlich. Hier in der Region kannst du das mit der 
"besserbehandlung als GKVler" bei "JEDEM" Facharzt definitv vergessen.
Ja, es gibt hier natürlich Ärzte wo dies der Fall ist (Haus- und 
Fachärzte). Genauso gibt es Ärzte die nur Privatpatienten behandeln.

Aber es gibt viele die da gerade keinen Unterschied machen.
(Ich habe ja den direkten Vergleich)
Zumal hier in der Region die Wartezeiten auch nicht so lang sind.
MRT je nach Grund so zwischen direkt vorbeikommen mit Wartezeit -wenn 
direkt von Praxis angerufen- bis zu zwei Wochen für ne Untersuchung am 
Knie wo es auch psychisch keine Belastung sit zu warten...
Wobei meine Ma letztens nicht mal eine Woche warten musste.
Schwierig wird es aber natürlich wenn man überhaupt nur einen TErmin an 
zwei Tagen die Woche, ab 17.30 frühestens Annehmen kann. Aber schon die 
"Frühtermine" vor Arbeitsbeginn sind wieder realistisch zu bekommen)

Sonst halt bei Dingen die nicht dringend sind je nach Fachrichtung so 
ein bis drei Wochen. Nur bei den Augenärzten scheint das für 
Routinedinge deutlich länger zu sein.

Und überhaupt: Was bedeutet das wenn ein Arzt da deutliche Unterschiede 
zwischen PKV und GKV macht.
Doch nichts weiter als das er den Beruf nicht aus Berufung sondern 
wirklich nur des Geldes wegen ausübt. Den sehr gut leben kann man auch 
von Kassenpatienten
(O-Ton mein (leider) ehemaliger Hausarzt. Wobei ich mit dem gesuchten 
"Ersatz" auch ganz zufrieden bin)

Und ehrlich: gerade wenn es um soetwas wichtiges wie meine Gesundheit 
geht, da möchte ich mich nicht in die Hände von jemanden begeben der als 
erstes einmal an die Höhe der REchnungssumme denkt!

BTW:
Es wird meistens, ja auch hier, sillschweigend unterstellt das die PKV 
bessere LEistungen als die GKV bietet. Aber das ist keineswegs so 
sicher. Es kommt immer auf den Vertrag an. Im "prestigeträchtigen" 
Bereich Krankenhauszimmer und Zahnersatz sind die Minimalleistungen 
tatschlich auch fast immer besser. Aber in anderen Dingen haben viele 
doch so einige Versorgungslücken die sie gar nicht auf dem Schirm haben.
Das erwachen kommt dann erst wenn die entsprechende Rechnung von der 
KAsse dann nicht bezahlt wird und man voll drauf sitzen bleibt.
DAs die öffentliche Wahrnehmung eine andere ist leigt am "guten" 
Marketing der PKV und natürlich auch daran das sich viele nicht 
eingestehen wollen das die tolle PKV dann auch nicht der 
Versorgungshimmel ist.

Aber letztendlich muss das jeder für sich entscheiden.
Nur sollte man sich vor einem Wechsel in die PKV sehr sehr genau 
Informieren und keinesfalls nur wegen ein paar Euro und schöne Worte 
vorschnell etwas Unterschreiben.
Denn die getroffene Entscheidung bindet einen in vielen Fällen für den 
Rest des Lebens. (Und selbst wenn man den Rücksprung vor der endgültigen 
Frist noch schafft, kann einem das unter Umständen noch 20 Jahre nach 
dem Rückwechsel einholen wenn man dann dadurch seine 9/10 nicht 
vollbekommt und dadurch für den REst des Lebens den doppelten Beitrag 
zahlen muss!

Gruß
Carsten

Autor: Tobias (Gast)
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Ich kann mir nicht vorstellen das die PKV sich wirklich noch 10 Jahre+ 
halten kann. Wenn die neuen Zuwanderer alle früher oder später in die 
GKV gehen wäre das wohl eine Kostenexplosion und die PKVs würden 
übervorteilt werden. Da wäre es für die Allgemeinheit zumindest etwas 
günstiger wenn die PKVs aufgelöst werden würden und eine 
Bürgerversicherung eingeführt werden würde.
Ja ein Teil würde dann sicherlich geringere Leistungen erhalten, aber so 
ist es dann halt.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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S. J. schrieb:
> Leute die aber nicht mehr die PKV Beiträge zahlen können, fallen zurück
> in's Solidarsystem (ob GKV oder weiter PKV durch Sozialamt). Nett, oder?

Wobei "diese" Leute für die PKV trotzdem ein Dorn im Auge sind.
Denn für "bedürftige" Mitglieder, wie es mittlerweile bei vielen 
Rentnern, aber auch Pensionären in unteren Laufbahnen der Fall ist, 
dürfen die PKV nur noch den halben Basistarif erheben. Also etwas unter 
300 Euro.
Gerade für diese Gruppe dann nicht mehr Kostendeckend, das muss dann 
auch durch die anderen Versicherten aufgefangen werden!

Und diese Gruppe wird wohl rasant größer!

Diese 300 Euro muss nach akueller Rechtsprechung das Sozialamt 
übernehmen,
genau wie bei den GKV Versicherten. Denn auch für bedürftige GKV Kunden 
werden selbstverständlich Beitrge vom Sozialamt/Jobcenter usw. 
abgeführt.
Allerdings sind die mit 150 Euro nur halb so hoch. Diese werden 
innerhalb der KAsse also stärker durch die anderen KAssenmitglieder 
subventioniert als es bei den PKV- Bedürftigen der Fall ist.

"Früher" hatte es die PKVda ja deutlich besser... Konnte jemand ie 
regulären Beiträge nicht mehr aufbringe wurde er Rausgeschmissen und er 
hatte plötzlich überhaupt keine KV mehr. Notfallbehandlungen wurden dann 
ab einsatz der Bedürftigkeit vollständig vom Sozialamt bezahlt, so lange 
noch vermögen da war musste aber alles voll aus eigener Tasche bezahlt 
werden.
Und zwar -sofern der Arzt kein Einsehen hatte und sich mit dem GKV satz 
zufrieden gab- mit 2,3 Satz nach GOÄ.

Ähnlich ging man mit denen um die "teuer" wurden.
Da hat man dann alle Unterlagen noch einmal genauestens geprüft und wehe 
da wurde beim Eintritt ein kleiner Fehler gemacht. Dann wurde gekündigt 
und das war es mit der KV.

Beides geht heute ja nicht mehr. Die PKV mussten alle ehemaligen PKV 
Versicheten wieder aufnehmen, bei bestimten PErsonengruppen den 
Basistarif oder sogar halben Basistarif anbieten usw.
DAS ist ja mit einer der Hauptgründe warum seit geraumer ZEit die Luft 
dort immer dünner wird. Die "Verallgemeimerung" der Gesundheitskosten 
möglichst vieler "teurer" Kunden ist weitgehend unterbunden und damit 
muss perspektivisch für wirklich alle Mitglieder über die Lebenszeit 
kostendeckend geplant werden. Das wie MaWin schon schrieb zu einem 
deutlich höheren Abrechnungssatz und dann sollen noch GEwinne 
sprudeln...

MAthe Mittelstufe sollte Ausreichen um sich ein Bild davon zu machen was 
das für die Zukunft bedeutet.

Wobei, wenn man eine Spielernatur ist könnte man natürlich auch darauf 
spekulieren das es irgendwann doch eine Bürgerversicherung für alle gibt 
und die PKV/GKV Trennung fällt. Einfach weil das PKV System wegen der 
Mitgliederentwicklung derart auf die Wand zudonnert.
Wenn man geillt ist das Risiko einzugehen könnte man natürlich im 
Erfolgsfall jetzt einige JAhre viel Geld sparen und wenn dann in 10/15 
Jahren tatsächlich die Bürgerversicherung kommt ist man auf den selbenn 
Stand wie alle, genau zu dem Zeitpunkt wo sich das erhältnis zwischen 
Erspparnis und Mehrbelastung bei den PKV Beiträgen sonst radikal 
verschlechtert hätte. (Ds ist ja was sich ein nicht kleiner Teil der 
älteren PKV Kunden sehnlichst herbeiwünscht)

Dumm nur wenn es dann doch anders kommen sollte.

Gruß
Carsten

Autor: Mikro 77 (mikro77)
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Carsten S. schrieb:

> Wobei "diese" Leute für die PKV trotzdem ein Dorn im Auge sind.
> Denn für "bedürftige" Mitglieder, wie es mittlerweile bei vielen
> Rentnern, aber auch Pensionären in unteren Laufbahnen der Fall ist,
> dürfen die PKV nur noch den halben Basistarif erheben. Also etwas unter
> 300 Euro.

Und? Die PKV hat pro Mitglied weit höhere Einnahmen als die GKV. Ok, sie 
zahlen auch GOÄ. Müßte man jetzt das Zahlenwerk nehmen und durchrechnen.

Aber das ist nicht das Thema.

Das Thema ist, dass man sich als Selbstständiger oder AN über 
Bemessungsgrenze aus dem Solidarsystem verabschieden kann. Wer trägt 
dann das Solidarsystem? Und auch daran denken, dass sie wieder ins 
Solidarsystem zurück fallen können (dass sie nicht finanzieren wollten).

Imho, ist das PKV System unsozial. Getragen durch kurzfristige "Denke" 
des Gesetzgebers ohne sich der Auswirkungen bewußt zu sein. Aber, hey, 
wo kein Kläger da kein Richter! Nicht nur Politiker denken bis zur 
nächsten Wiederwahl.

Und wir können es auch wie die Amis machen, vor Obamacare...

: Bearbeitet durch User
Autor: Tobias (Gast)
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Bezüglich der Bemessungsgrundlage hat bei mir kein Hahn gekräht als ich 
mich selbstständig gemacht habe! Das stimmt also schon mal überhaupt 
nicht (oder wurde nur bei mir anders gehandhabt?)

Kenne auch Selbstständige in Frankfurt am Main welche in der PKV sind 
(wohlgesagt laut deren Aussage nur aus dem Grund weil sie sich die GKV 
nicht leisten konnten). Und viele Ausgaben hatten die auch nicht.

Autor: MaWin (Gast)
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S. J. schrieb:
> Alle erhalten die gleiche Leistung.

Nein. Lohnfortzahlung richtet sich nach dem Lohn und weil die Beiträge 
prozentual vom Lohn sind entsprechen sie damit der Einzahlungshöhe.

Autor: MaWin (Gast)
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Tobias schrieb:
> Bezüglich der Bemessungsgrundlage hat bei mir kein Hahn gekräht als ich
> mich selbstständig gemacht habe! Das stimmt also schon mal überhaupt
> nicht (oder wurde nur bei mir anders gehandhabt?)

Na die PKV kräht nicht danach, du bis Neuer Kunde.

Daß es Harakiri ist, bei niedrigerem Einkommen sich eine so teure 
Versicherung aufschwatzen zu lassen, interessiert die PKV doch nicht.

Carsten S. schrieb:
> Genauso gibt es Ärzte die nur Privatpatienten behandeln.

Das sind die, die die kassenärztliche Zulassung verloren haben...

Autor: Mikro 77 (mikro77)
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Als Sebständiger mußte man sich bis vor einigen Jahren gar nicht 
krankenversichern.

Problem: Die Leute werden doch mal krank und manche könne nicht zahlen 
und fallen wieder ins Sozialsystem, in das sie nix einzahlen "wollten", 
dass sie dann aber "aus"nutzen.

Also hat der Gestzgeber entschieden (2010?), dass KV Pflicht besteht. 
Die Selbstständigen konnten sich dann für GKV oder PKV entscheiden.

GKV nach Einkommen wäre für viele praktikabel gewesen (auch wenn sie den 
AG Anteil selbst tragen müssen). Der gute Gesetzgeber hat aber eine 
zusätzliche Hürde eingebaut: Mindestbeitrag! Für Selbständige die nah am 
Existenzminimum leben, nicht finanzierbar (heute ca. 360€ bei 0€ estl. 
Gewinn). Da nimmt man lieber den günstigsten PKV Tarif (und noch lieber 
wenn man tatsächlich Gewinn macht, bei Beitragsbemessungsgrenze von 50T€ 
wären das ca. 7,5T€/Jahr).

MaWin schrieb:
>> Alle erhalten die gleiche Leistung.
>
> Nein. Lohnfortzahlung richtet sich nach dem Lohn und weil die Beiträge
> prozentual vom Lohn sind entsprechen sie damit der Einzahlungshöhe.

Was? Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nach 6 Wochen. Da ist jetzt 
dein Argument? Echt!?? Wir können auch das komplette SGB durchgehen... 
Da gibt es viele Sachen... ich bin raus. Gibt es bessere Foren mit 
kompetenteren Gesprächspartern als mich. :-)

: Bearbeitet durch User
Autor: W7 (Gast)
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MaWin schrieb:
> Carsten S. schrieb:
>> Genauso gibt es Ärzte die nur Privatpatienten behandeln.
>
> Das sind die, die die kassenärztliche Zulassung verloren haben...

Von wegen! Mein Nuklearmediziner (Prof. Dr. ..) kam von der DKD und 
eröffnete seine neue eigene Praxis für PP und Kassenpatienten. Das der 
gute Mann eine Kapazität auf seinem Gebiet ist, sprach sich schneller 
herum als ihm lieb war. Nun wollten plötzlich ALLE nur noch zu ihm (es 
gibt selbst in mittelgroßen Städten nicht allzu viele seines 
Fachgebiets) und seine Termine waren total überlaufen. Kurzer Hand kam 
ein Schreiben, ab jetzt nur noch für PRIVATPATIENTEN, weil Ansturm zu 
groß. Inzwischen sind sie derer zu dritt dort nun seit vielen Jahren und 
immer noch ausschließlich PP (gerade mal nachgeschaut).

Autor: genervt (Gast)
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Carsten S. schrieb:
> Wenn ich sehe das sich bei meiner Schwester (verbeamtet, 30j) die PKV
> Beiträge in den letzten 10 Jahren um rund 50% erhöht haben... Die Zahlt
> aktuell Prozentual gesehen jetzt in etwa dasselbe wie ich. (Bei besseren
> Leistungen im Bereich KH und Zahnersatz, ok)
> HAt aber noch 35 Jahre im Beruf und dann noch die Zeit im Ruhestand vor
> sich!
>
> In der GKV sind in den letzten 18 Jahren (Beginn meiner Ausbildung) die
> Beitragssätze gerade mal um INSGESAMT ca. 4% gestiegen...

Das ist ja wohl ein schlechter Witz. Der Anstieg von 12% Beitragssatz 
von 1997/1998(AOK hatte natürlich ihre 13,5%?) auf 15,5% Beitragssatz 
ist ja schon alleine eine Verteuerung um fast 30%.

Jetzt kannst du noch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze 
einrechnen.

Die Steigt beim Wechsel von 2015 auf 2016 alleine schon um 2,73%, 
zusammen mit den 0,3% mehr im Beitragssatz Arbeitnehmerseitig bist du 
dann schon bei fast 7%. Die GKV wird für alle, die über der 
Beitragsbemessungsgrenze liegen binnen Jahresfrist fast 7% teurer!

Die Beitragsbemessungsgrenze stieg in den Letzten 10 Jahren alleine auch 
um 20%.

So viel billiger, wie immer suggeriert, ist die GKV nicht und wenn man 
sieht, was man dafür bekommt... Das ist ein bisschen wie wenn man die 
Wahl hat, zwischen 20000€ für einen Trabbi und 30000€ für einen Golf, 
beides zu teuer, aber man kriegt für das Geld eben auch einen anderen 
Gegenwert.

Autor: hamburger (Gast)
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Ich bin GKV versichert und werde einen Teufel tun, in eine PKV zu 
wechseln. Ich kenne unzählige Beispiele, wo die PKV im Alter unbezahlbar 
geworden ist. Außerdem wird dir z.B. bei einer chronischen Krankheit 
vorgeworfen, dass notwendige Untersuchungen nicht notwenig waren. Man 
braucht also auch eine gute Rechtschutzversicheurng, um sich gegen die 
zu wehren. PKV gehört abgeschafft meiner Meinung nach. Jeder und 
wirklich Jeder sollte in eine GKV einzahlen und kann nach Bedarf 
zusäzliche private Leistungen einzukaufen.

Autor: genervt (Gast)
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hamburger schrieb:
> Ich kenne unzählige Beispiele, wo die PKV im Alter unbezahlbar
> geworden ist.

Ja, das sind diese Alibiselbständigen, die es nicht auf die Reihe 
gekriegt haben.

Autor: xxx (Gast)
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Ich habe mich in letzter Zeit ebenfalls etwas infomiert und folgendes 
herausgefunden:

- In die Krankenversicherung der Rentner kommt man nicht mehr wenn man 
z.B. mit 50 wieder zurück wechselt. Man bleibt aber trotzdem in der GKV 
wenn man bis spätesten 55 wieder in die GKV geht. Dann allerdings mit 
dem 'normalen' Beitrag von ca. 15,... %.

- In die GKV zurück kann man wechseln bis spätesten 55, und wenn das 
Einkommen < Höchstgrenze ist. z.B. durch Teilzeit, (mindestens 1 Tag) 
Arbeitslosigkeit (Ähm ich meinte natürlich Arbeitssuchend)

- In der GKV werden alle Zusatzeinkommen (Zinsen, Miete, Pacht, ...) zur 
Berechnung des Beitrages herangezogen

- Die Beiträge der PKV sind in den letzten Jahren teils stark erhöht 
worden (Beitragserhöhungen von 40€ oder mehr pro Monat). Schuld sind 
aber nicht immer die höheren Gesundheitskosten, auch die Politik hat 
ihren Anteil (z.B. Gleichstellungsgesetz)

- Normalerweise zahlt der Arbeitgeber (wenn man Angestellt ist) die 
hälfte des Beitrags, wenn man dann aber später in Rente ist zahlt der 
Rentenversicher die hälfte - aber nur bis zu dem Höchstsatz der GKV. 
Dieser letzte Teil wird meistens falsch interpretiert, es bedeutet z.B. 
wenn man eine Rente von sagen wir mal 1000€ hat und in der GKV dann z.B. 
150€ Beitrag zahlen müßte, bekommt man 75 € von der Rentenversicherung. 
Ist man nun PKV versichert und hat dann einen Beitrag von 1000€, dann
bekommt man trotzdem nur den (individuellen) Höchstsatz von 75 €.

=> da zahl ich dann lieber die 7% Aufschlag auf alle Einkommen (kann 
sich ja jeder selbst ausrechnen, das ist in jedem Fall billiger als 
1000€ PKV)

- Wenn man in der PKV in einen Basistarif wechselt, hat man das Problem 
einen Arzt zu finden, der einem dann mit diesem einfachen Satz (also wie 
ein GKV Versicherter) auch behandelt. Einen Anspruch darauf hat man 
nämlich nicht. Rechnet der Arzt zu einem höheren Satz ab (da PKV 
versichert), dann bleibt man auf den Kosten sitzen.

Mir scheint übrigens eine Rente mit ca. 1000 Euro auch für die jetzt 
besser verdienenden durchaus möglich, da bereits jetzt über 
Renteneintritt mit 70 geredet wird. Das bedeutet dann nichts anderes als 
Abzüge bei der Rente, denn wer schafft das schon?

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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xxx schrieb:
> - Wenn man in der PKV in einen Basistarif wechselt, hat man das Problem
> einen Arzt zu finden, der einem dann mit diesem einfachen Satz (also wie
> ein GKV Versicherter) auch behandelt.

Die meisten Basistarife der PKV sind deutlich schlechter als ein 
normaler GKV Tarif von den Leistungen her.

Autor: Joachim B. (jar)
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MaWin schrieb:
> Für alles, für das man keinen Arzt braucht, wie der Schnupfen der von
> alleine wieder weg geht, muss man nicht zum Arzt.

und die "Krankschreibung" da geht nix ohne Arzt! Mein Schnupfen (genauer 
gripaler Infekt mit Fieber) ist auch nie nach 3 Tagen weg, aber stimmt 
der Arzt kann da nicht helfen, aber ich brauche ihn trotzdem weil ich 
die AU an Kasse und AG schicken muss und wenn ich wegen Fieber nicht 
raus komme der med. Notfalldienst kann nicht mal eine AU ausstellen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Claus M. (energy)
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Carsten S. schrieb:
> Aber für ein Ehepaar das zusammen 3500 Euro Nettozahlungen erhält - was
> als Rentner ja durchaus ein guter Schnitt ist, liegen dann welten im
> Lebensstandard je nachdem ob diese in der "GKV der Rentner" für zusammen
> rund 400 Euro oder aber in der PKV

Und was bekommt der ach so fröhliche GKV Rentner an dann notwendigen, 
brauchbaren Hilfsmitteln von seiner GKV Erstattet? Wie sieht es aus mit 
Brille, Hörgerät und dritten Zähnen? Kann ich dir sagen: Der fröhliche 
GKV Rentner zahlt alles selber.

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Man bekommt den Eindruck, der Claus muss sich seine PKV sehr aggressiv 
schönreden. So dolle ist es wohl nicht. Im Alter werden alle klüger. Die 
PKV Mitglieder allerdings am schnellsten.

Autor: PKVler (Gast)
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>heute kam in den Nachrichten, dass die gesetzliche Krankenversicherung
>mal wieder im Schnitt um 0,3% erhöht werden soll.

0,3%, die GKV-Glücklichen!
Vor ca. 2 Wochen kam die Meldung, dass die PKV neue Tarife mit den 
Ärzten ausgehandelt haben (+10%). Diese 10% müssen die PKV an die Kunden 
weiterleiten, d.h. die PKV werden ihre Tarife nicht um 0,3% sondern um 
ca. 10% erhöhen!

Autor: MaWin (Gast)
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genervt schrieb:
> So viel billiger, wie immer suggeriert, ist die GKV nicht

Nö, sie ist ungefähr um fehlende Gewinne, niedrigere Erstattungen und 
ausbleibende Reklamekosten günstiger.

Viel ist es nicht, so 20%, aber die PKV lügt dir ja mit ihren zu 
Vertragsbeginn günstigen Dumpingtarifen die Hucke voll.

Entscheidend ist, dass die PKV entgegen der Werbung nicht günstiger ist.

Ich werd im Alter z.B. nicht so viel Rente haben, war lange selbständig, 
aber komme mit 15% von der niedrigen Rente als GKV aus. Ich würde mich 
im Grab umdrehen, wenn ich noch jeden Monat einen Tausender aus meinem 
Gesparten dazulegen müsste als PKVler.

Autor: Gästle (Gast)
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PKVler schrieb:
> Vor ca. 2 Wochen kam die Meldung, dass die PKV neue Tarife mit den
> Ärzten ausgehandelt haben (+10%). Diese 10% müssen die PKV an die Kunden
> weiterleiten, d.h. die PKV werden ihre Tarife nicht um 0,3% sondern um
> ca. 10% erhöhen!

Die 0,3% sind aber nur die Erhöhung des Beitragssatzes. Der 
Arbeitnehmeranteil des Beitrags erhöht sich damit ja um gute 3,5%. Und 
ggf. zusätzlich noch um das was sich durch die Anhebung der 
Beitragsbemessungsgrenze ergibt.

Autor: D. I. (Gast)
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Die GKV steigt um 0,3 Prozentpunkte, damit also um ca. 2% ;)

Autor: Claus M. (energy)
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MaWin schrieb:
> Nö, sie ist ungefähr um fehlende Gewinne, niedrigere Erstattungen und
> ausbleibende Reklamekosten günstiger.

Bitte? Keine Reklame? Keine Glaspaläste mit überbezahltem Personal?

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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D. I. schrieb:
> Die GKV steigt um 0,3 Prozentpunkte, damit also um ca. 2% ;)

Mit diesen Prozentpunkten kann man schön Sachverhalte verschleiern. Das 
ist schon eine prima Erfindung.
:-(

MfG Paul

Autor: Tobias (Gast)
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MaWin schrieb:
>

Sie wissen aber auch das wenn Sie in Rente gehen die Rente eventuell 
bereits voll versteuert werden muss?
Die KV kann von der Steuer abgesetzt werden. Somit zahlen Sie wohl nicht 
den gesamten Beitrag vom Nettoeinkommen.
Ok kommt nun wirklich drauf an wann Sie in Rente gehen.
Ich bin nicht so ganz in dem Thema drinnen, aber soweit ich gelesen habe 
geht es ja in diese Richtung.
Wenn 1 Mio (und mehr) Flüchtlinge in die GKV drücken dann wird das 
vergleichbar schlimmer sein als alles andere für PKV Kunden.
Sarah Connor hat ja eben eine Frau mit 5(!) Kindern aufgenommen, es 
mangelt so einigen syrischen Flüchtlingen offensichtlich an 
Verantwortungsbewusstsein. Menschlichkeit kann auch ausgenutzt werden 
das sollte man nicht vergessen.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Claus M. schrieb:
> MaWin schrieb:
>> Nö, sie ist ungefähr um fehlende Gewinne, niedrigere Erstattungen und
>> ausbleibende Reklamekosten günstiger.
>
> Bitte? Keine Reklame? Keine Glaspaläste mit überbezahltem Personal?

Wenn ich die GKV-Reklamen mit dem Vergleiche, was mir hier als 
Selbstständiger praktisch täglich auf den Tisch flattert, dazu die 
Call-Center-Anrufe usw., dann ist da schon ein deutlicher Unterschied 
bemerkbar. Faktor 10 dürfte noch zu wenig sein.

Glaspaläste gibt es wohl eher vereinzelt: die GKV-Stellen, die ich 
kennengelernt habe, waren bisher in ganz normalen Bürohäusern der 
Innenstädte untergebracht.

Ob die Leute dort überbezahlt waren/sind, kann ich nicht beurteilen. 
Offene Stellen der Barmer hier vor Ort sind jedenfalls immer länger 
ausgeschrieben - so außergewöhnlich scheint die Entlohnung nicht zu 
sein.

GKVs müssen allerdings keinen Gewinn machen (bzw. wird ein Überschuss 
zurückgelegt) - im Gegensatz zu den PKVs. Das ist auf jeden Fall ein 
Pluspunkt der GKV.

Da muss ich MaWin schon Recht geben.

Autor: xXx (Gast)
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MaWin schrieb:
> genervt schrieb:
>> So viel billiger, wie immer suggeriert, ist die GKV nicht
> Nö, sie ist ungefähr um fehlende Gewinne,

Es gibt genossenschaftliche PKV

> niedrigere Erstattungen und

Weniger Beitrag, aber dafuer mehr Zuzahlung - toll gespart.

> ausbleibende Reklamekosten günstiger.

Welche GKV macht denn keine Werbung? Schon mal die Glaspalaeste der AOK 
bewundert?

> Ich werd im Alter z.B. nicht so viel Rente haben, war lange selbständig,
> aber komme mit 15% von der niedrigen Rente als GKV aus. Ich würde mich
> im Grab umdrehen, wenn ich noch jeden Monat einen Tausender aus meinem
> Gesparten dazulegen müsste als PKVler.

Das ist natuerlich schick: Leuten, die in die PKV wollen vorwerfen, dass 
sie sich aus dem Solidarsystem verabschieden, aber selbst als 
Selbststaendiger dem Rentensystem den solidarischen Beitrag vorenthalten 
und dann noch damit angeben, dass man so im Alter eine billige GKV hat.

Autor: Rüdiger (Gast)
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Ich muss dem einen oder anderen Pros- und Contra- Recht geben, aber bei 
einem Punkt würde ich gerne mal einhaken: Die Achso teueren Beiträge 
werden im Alter durch eine Beitragsabsenkungsoption deutlich 
aufgefangen. Für aktuell ca. 45€ im Monat (von denen 50% der AG zahlt) 
habe ich im Alter eine 80% Beitragssenkung im Monat. Das lässt mich 
jetzt eigentlich ziemlich ruhig schlafen, wenn ich ehrlich bin.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Rüdiger schrieb:
> Für aktuell ca. 45€ im Monat (von denen 50% der AG zahlt)
> habe ich im Alter eine 80% Beitragssenkung im Monat. Das lässt mich
> jetzt eigentlich ziemlich ruhig schlafen, wenn ich ehrlich bin.

Mich nicht -weil ich nicht in der Lage bin, vorherzusagen, was schon 
nächsten Monat los sein wird, geschweige denn in einigen Jahren.

:-(

MfG Paul

Autor: Claus M. (energy)
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Rüdiger schrieb:
> Für aktuell ca. 45€ im Monat (von denen 50% der AG zahlt)
> habe ich im Alter eine 80% Beitragssenkung im Monat. Das lässt mich
> jetzt eigentlich ziemlich ruhig schlafen, wenn ich ehrlich bin.

Komm den PKV Bashern doch nicht mit sowas, das zerstört doch ihr ganzes 
Voruteilssystem. Haben doch auf Pro7 und RTL2 seriöse Reportagen 
gesehen, die immer wieder gezeigt wie teuer die PKV wird. Auch in der 
Bild Zeitung stand es schon. Damit sich das plumpe Volk mit ihrer GKV 
nicht so schlecht fühlt...

: Bearbeitet durch User
Autor: MaWin (Gast)
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Tobias schrieb:
> Sie wissen aber auch das wenn Sie in Rente gehen die Rente eventuell
> bereits voll versteuert werden muss?

Für einen wesentlichen Steuersatz ist die erwartete Höhe der Rente zu 
gering, und Erspartes ist bereits versteuert und mit Sozialabgaben 
belastet worden.

> Die KV kann von der Steuer abgesetzt werden. Somit zahlen Sie wohl nicht
> den gesamten Beitrag vom Nettoeinkommen.

Ich würde (wie die allermeisten anderen auch).

> Ich bin nicht so ganz in dem Thema drinnen, aber soweit ich gelesen habe
> geht es ja in diese Richtung.

Sie meinen, Sie hören eher auf Geschwätz weil Sie nicht selber 
nachrechnen?

> Wenn 1 Mio (und mehr) Flüchtlinge in die GKV drücken dann wird das
> vergleichbar schlimmer sein als alles andere für PKV Kunden.

Ja, Sie hören auf Geschwätz und sind leichtes Opfer für PeGiDa 
Bauernfänger wie man hört.

Flüchtlinge sind vor allem deshalb Flüchtlige weil sie nicht freiwillig 
gehen, sondern getrieben werden. Von 1 Mio gehen 900000 wieder zurück 
wenn in dem Land Frieden einkehrt, denen ist es hier einfach zu kalt und 
zu reglementiert, und sie sprechen die falsche Sprache. Gerade im Alter 
ist das nicht mehr so einfach. Selbst von freiwllig als Rentner ins 
Warme ziehenden Leuten kommen 50% wieder zurück, weil Ausland eben doch 
fremd ist. Un die Jüngeren, oh Wunder, finden Arbeit und stützen unser 
Sozialsystem als Ersatz für die nicht-geborenen Deutschen Kindern (deren 
Entern im kuscheligen wohlgenährten kriegsfreien Deutschland so viel 
Angst vor dem Leben haben, daß sie keine Kinder in diese Welt setzen 
wollen).

Aber Hauptsache ein Volksaufhetzer wie Bachmann konnte ein paar ewig 
Dumme zum Lamentieren bekommen.

Autor: MaWin (Gast)
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Rüdiger schrieb:
> Für aktuell ca. 45€ im Monat (von denen 50% der AG zahlt)
> habe ich im Alter eine 80% Beitragssenkung im Monat. Das lässt mich
> jetzt eigentlich ziemlich ruhig schlafen, wenn ich ehrlich bin.

https://geldratgeber.wordpress.com/2011/02/28/priv...

Autor: Rüdiger (Gast)
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Ja, das sind viele wenns und abers drin. Fakt ist, meine PKV mit 
Entlastungstarif müssten 100 % teurer werden, um von dem AG-Zuschuss in 
die Beitragsentlastung nicht mehr zu profitieren. Ich denke mal,das wird 
noch ein paar Jahre dauern, bis dies Beiträge soweit gestiegen sind.

Autor: Claus M. (energy)
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MaWin schrieb:
> Von 1 Mio gehen 900000 wieder zurück

Äh, klar. Genauso wie die Türken, Italiener und Co, die als Gastarbeiter 
gekommen sind und nur mal 2 Jahre Geld verdienen wollten?

Träum weiter! Nein, nein, wir müssen uns schon darauf einstellen, dass 
80% der Leute bleiben werden und dies entsprechend in Angriff nehmen.

Autor: W7 (Gast)
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MaWin schrieb:
> Tobias schrieb:
>> Wenn 1 Mio (und mehr) Flüchtlinge in die GKV drücken dann wird das
>> vergleichbar schlimmer sein als alles andere für PKV Kunden.

Nicht was die Beiträge angeht, hier muss der Bundeshaushalt zuschießen. 
Sehr teuer wird es aber allemal, siehe aktuelle Äußerungen von Bernd 
Raffelhüschen (ja, der Knabe, der uns früher immer so unangenehm auf den 
Magen schlug, aber hier hat er diesmal sogar recht).

> Ja, Sie hören auf Geschwätz und sind leichtes Opfer für PeGiDa
> Bauernfänger wie man hört.

Warum Bauernfänger? Sind größtenteils ganz normale Bürger, die dort 
ihren Unmut (zu recht) bekunden! Du liest wohl zuviel "Lügenpresse" 
(oder einfach die falschen Artikel, denn es gibt auch in unserer Presse 
noch Artikel die keinen Mumpitz verbreiten).

> Flüchtlinge sind vor allem deshalb Flüchtlige weil sie nicht freiwillig
> gehen, sondern getrieben werden.

Unsinn! Niemand hat diese Flüchtlinge, die bereits in sicheren 
Herkunftsländern waren von dort vertrieben. Sie wurden durch eine 
falsche Haltung unserer Regierung in Scharen hierher angelockt, der Rest 
macht Facebook und Konsorten. Warum wohl wollen alle ausgerechnet 
hierher und nicht in andere EU-Länder? Denk mal darüber nach!

> Von 1 Mio gehen 900000 wieder zurück
> wenn in dem Land Frieden einkehrt,

Ja ja, das ist die Wiederholung der alte Lüge "Gastarbeiter gehen 
wieder". Das kennen wir bereits aus den 60er Jahren. Träumer!

> denen ist es hier einfach zu kalt

Du musst es ja wissen.

> und
> zu reglementiert,

Über Regeln setzt man sich hinweg. Das ist das erste, was die Leute hier 
gelernt haben, beim illegalen Grenzübertritt.

> und sie sprechen die falsche Sprache.

Das wussten sie auch vorher und kommen dennoch.

> Gerade im Alter
> ist das nicht mehr so einfach.

80% derer die kommen sind jung und männlich.

> Selbst von freiwllig als Rentner ins
> Warme ziehenden Leuten kommen 50% wieder zurück, weil Ausland eben doch
> fremd ist.

Vergleiche hinken meistens.

> Un die Jüngeren, oh Wunder, finden Arbeit und stützen unser
> Sozialsystem als Ersatz für die nicht-geborenen Deutschen Kindern

Überlege lieber mal ernsthaft, warum deine Mitmenschen keine Kinder mehr 
in die Welt setzen (es hat u.a. was mit der Wahrnehmung von 
Verantwortung zu tun)und warum umgekehrt warum Flüchtlinge sich einen 
Dreck um diese Verantwortung scheren, wenn sie mit schwangeren Bäuchen 
hier in kaum beheizten Flüchtlingslagern aufschlagen.

Aber das Thema hier ist Krankenversicherung.

Autor: wendelsberg (Gast)
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Rüdiger schrieb:
> Ja, das sind viele wenns und abers drin. Fakt ist, meine PKV mit
> Entlastungstarif müssten 100 % teurer werden, um von dem AG-Zuschuss in
> die Beitragsentlastung nicht mehr zu profitieren. Ich denke mal,das wird
> noch ein paar Jahre dauern, bis dies Beiträge soweit gestiegen sind.

Das passiert automatisch, wenn Du in den Ruhestand gehst und keinen AG 
mehr hast und ab da den Zuschuss selbst bezahlen musst. Dann kommen noch 
die jaehrlichen Erhoehungen obendrauf.
Aber macht ja nichts, Du bekommst dann Aufstockung und wir bezahlen fuer 
Dich mit.

wendelsberg

Autor: Rüdiger (Gast)
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Vielleicht kann mir mal jemand helfen, mein Versicherungsvertreter 
konnte es (oh Wunder) nicht:

Ich bin angestellt, verdiene 58k€ im Jahr und bin bei einer PKV. Mein 
Gehalt die einzige Einkommensquelle, bin single, keine Kinder, keine 
sonstigen relevanten Versicherungen.

Im Vergleich zum letzten Jahr bezahle ich rd. 100€ mehr Lohnsteuer+Soli, 
da mein Gehalt ja durch Einsparungen bei den Beitragen GKV-->PKV mehr 
geworden ist.

Über die Höhe meiner monatlichen PKV Prämie weiß das Finanzamt ja also 
Bescheid, sonst wäre die Lohnsteuer ja nicht gestiegen.

Richtig soweit?

Macht es also Sinn, in der jährlichen Einkommenssteuererklärung auf 
meine monatlichen Prämienzahlungen hinzuweisen, oder sind die schon 
einberechnet worden, sodass ich nur noch auf die üblichen Erstattungen 
wie Werbungskosten etc. hoffen kann?

Ich könnte zwar einfach noch 4 Monate warten, bis ich die 
Steuerfestsetzung bekomme, ich würde es aber gerne vorher wissen :)

Autor: Christian (Gast)
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Johannes P. schrieb:

> Bei dem in Teilen (nach meinem Geschmack) mageren Leistungsumfang der
> GKV mit ständig steigenden Beiträgen frage ich mich langsam, ob es nicht
> doch sinnvoll ist, mich aus diesem System zu verabschieden und eine
> private Krankenversicherung abzuschließen.

Die Frage GKV oder PKV sollte man sich als Gutverdiener stellen, aber 
grundsätzlich und nicht wegen paar Prozent Beitragserhöhungen. Letztlich 
zahlt man in der PKV deutlich mehr, hat aber auch gewisse Vorzüge. Man 
kann zu allen Ärzten gehen und tendenziell kümmern sich die Ärzte auch 
mehr um einen. Auch wenn das medizinisch nicht unbedingt mehr bringt 
(auch in der GKV kriegt man alles was man braucht und was was bringt), 
gibt es einem unter Umständen ein besseres Gefühl und auch das kann zur 
Heilung beitragen. Ich selber bin aus Überzeugung in der PKV versichert.

> Ich bin 35 Jahre alt und
> gesund, daher ist es vermutlich noch nicht zu spät?

Zu spät ist es nie, gleichwohl ist es natürlich immer blöd, von der GKV 
in die PKV zu wechseln, da dann eine Gesundheitsprüfung stattfindet, die 
sich in der Regel beitragserhöhend auswirkt. Das Beste ist, wenn man von 
Geburt an in der PKV ist, dann entfällt diese natürlich und so war es 
auch bei mir. Ob ich von der GKV in die PKV gewechselt hätte? Glaube 
eher nicht, denn die GKV bietet wie gesagt auch alles, was man braucht.

> Verheiratet bin ich
> nicht, daher habe ich auch keine Vorteile einer Familienversicherung in
> der GKV.

Noch nicht, aber vielleicht kommen Heirat und Kinder ja noch mal. Mit 35 
kann man das noch nicht wissen.


> Im Prinzip fände ich eine Bürgerversicherung gut, in die wirklich alle
> einzahlen (auch Beamte und Selbständige),

Und was soll daran so toll sein? Wenn Beamte und Selbständige da auch 
einzahlen, haben die natürlich auch Anspruch auf Leistungen, prinzipiell 
also ein Nullsummenspiel. Und wenn man jetzt naiverweise annimmt, dass 
die mehr einzahlen als sie rausbekommen, weil Beamte und Selbständige ja 
so einkommensstark und gesund sind, dass alle anderen Mitglieder davon 
profitieren, dann sollte man sich vielleicht mal klar machen, dass nur 
10 % der Bevölkerung zu den Beamten und Selbständigen bzw. deren 
Familien gehören und dass das daher alleine schon keinen großen Effekt 
haben kann. Wenn 10 % etwas mehr bezahlen, können nicht 90 % davon 
nennenswert profitieren.
Ich finde die Bürgerversicherung grundsätzlich auch gut (Kopfpauschale 
für alle unabhängig vom Einkommen), nur es besteht nicht die 
Notwendigkeit da alle Gruppen mit reinzunehmen. Wenn 10 % außen vor 
sind, weil sie ihre eigenen Versorgungssysteme haben, hat das keinen 
nennenswerten Einfluss auf das System. Die Forderung, wirklich alle mit 
reinzunehmen ist nichts weiter als neidgeprägter Populismus.


> Mir geht es nicht primär um kurzfristiges Geld sparen (ich weiß, dass
> eine PKV langfristig teuer ist), aber ich hätte fürs gleiche Geld wie
> jetzt wenigstens ordentliche Leistungen.

Welche Leistungen vermisst Du denn und sollen die alle bekommen oder nur 
Du? So Sachen wie kürzere Wartezeiten bei Ärzten kann man natürlich nur 
durch Selektion realisieren (d.h. einige Leute bekommen das, andere 
nicht).


> Ich bin auch gewillt, selbst
> ordentlich Rücklagen fürs Alter zu bilden bzw. die vorhandenen weiter
> aufzustocken.

Ja, dann kannst Du doch das, was die GKV (angeblich) nicht leistet, 
einfach aus Deinen Rücklagen dazu bezahlen!?


> Außerdem, das klingt jetzt vielleicht unsolidarisch,,

Klingt nicht nur so, ist es auch :)

> möchte ich mit meinen GKV-Mitgliedsbeiträgen auch nicht unbedingt noch
> die Gesundheitsversorgung aller jetzigen und kommenden Flüchtlinge
> mitbezahlen (sorry, ist halt nun mal meine Meinung, ich hoffe, die darf
> ich hier äußern ohne gleich in die rechte Ecke gestellt zu werden).

Darf geäußert werden, wundere mich immer nur, dass alle Angst haben, 
durch die paar Flüchtlinge, die hier auflaufen ins finanzielle Unglück 
gestürzt zu werden. Habt Ihr so wenig Selbstvertrauen in Eure eigene 
finanzielle Leitungsfähigkeit? Und mit den Flüchtlingen glaube ich 
nicht, dass das unbedingt einseitig zu Lasten der GKV-Versicherten 
laufen wird, sondern dass man hier eine Lösung aus Steuermitteln findet. 
Das sollte also zumindest kein Grund sein, in die PKV zu wechseln.

Autor: Christian (Gast)
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MaWin schrieb:

> Preisfrage: Wie kann die PKV billiger sein ?

Gar nicht. Der durchschnittliche Beitrag pro Mitglied ist in der PKV 
deutlich höher, dafür haben die Mitglieder gewisse Vorteile. So einfach 
ist das. Wer glaubt, dass die PKV billiger ist, unterliegt einem 
Trugschluss.


WL schrieb:
> MaWin schrieb:

> Einem erfahrenen Oberarzt traue ich fachlich mehr zu als einem
> älteren Chef, dessen Wissenstand oft nicht mehr auf dem neuesten
> Stand ist. Er muss sich nun kaum noch weiteren beruflichen
> Herausforderungen stellen und geniesst jetzt vor allem seinen enormen
> Wohlstand, den ihm das kranke deutsche Chefarztwesen beschert hat...

Dann hast Du das Prinzip der wahlärztlichen Leistungen im Krankenhaus 
(so die offizielle Bezeichnung der "Chefarztbehandlung") nicht 
verstanden. Wahlärtzliche Leistungen bedeuten, dass sich die leitenden 
Ärzte eines Krankenhauses (das sind auch Oberärzte) persönlich um Dich 
kümmern. Es heißt keinesfalls, das man vom Chefarzt persönlich operiert 
wird. Wie Du richtigerweise sagst, beherrschen die auch oft gar nicht 
die aktuellen OP-Verfahren und es macht daher ein Oberarzt. Der Chefarzt 
kommt dann aber z.B. ggf. mal zur Visite vorbei.
Achso, wir reden hier immer nur von der eigentlichen OP, aufschneiden 
macht auch bei Patienten mit wahlärtzlichen Leistungen in der Regel ein 
Assistenzarzt und das Zunähen übernehmen zumindest an Unikliniken dann 
in der Regel Sudenten.

Ohne wahlärtzliche Leistungen wirst Du hingegen von irgendeinem Arzt 
operiert der grade Zeit hat, also in der Regel einem Assistenzarzt und 
keinem Oberarzt.

Und noch ein weitverbreiteter Irrtum ist, dass PKV-Patienten 
"Chefarztbehandlung" bezahlt bekommen und GKV-Patienten nicht. Dabei hat 
das damit gar nichts zu tun. Jeder GKV-Patient kann für geringes Geld 
diese Leistung zusätzlich versichern, genau wie jede PKV auch Tarife 
ohne wahlärtzliche Leistungen anbietet. Und unabhängig davon, wie man 
versichert ist, wird jeder Patient wenn er ins Krankenhaus kommt 
gefragt, ob er wahlärtzliche Leistungen möchte oder nicht und was für 
ein Zimmer er möchte. Denn auch wenn das nicht versichert ist, kann man 
das natürlich privat bezahlen.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Christian schrieb:
> Der Chefarzt
> kommt dann aber z.B. ggf. mal zur Visite vorbei.
> Achso, wir reden hier immer nur von der eigentlichen OP, aufschneiden
> macht auch bei Patienten mit wahlärtzlichen Leistungen in der Regel ein
> Assistenzarzt und das Zunähen übernehmen zumindest an Unikliniken dann
> in der Regel Sudenten.

Genau. Das Verfahre ist hier beschrieben:

https://www.youtube.com/watch?v=8iwC3Wl2drw

mfG Paul

Autor: Claus M. (energy)
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Rüdiger schrieb:
> Vielleicht kann mir mal jemand helfen, mein Versicherungsvertreter
> konnte es (oh Wunder) nicht:


Das ist auch nicht seine Aufgabe. Sondern die (d)eines Steuerberaters.


> Im Vergleich zum letzten Jahr bezahle ich rd. 100€ mehr Lohnsteuer+Soli,
> da mein Gehalt ja durch Einsparungen bei den Beitragen GKV-->PKV mehr
> geworden ist.
>
> Über die Höhe meiner monatlichen PKV Prämie weiß das Finanzamt ja also
> Bescheid, sonst wäre die Lohnsteuer ja nicht gestiegen.
>
> Richtig soweit?

Nö, falsch.

> Macht es also Sinn, in der jährlichen Einkommenssteuererklärung auf
> meine monatlichen Prämienzahlungen hinzuweisen, oder sind die schon
> einberechnet worden,

Normalerweise bekommst du von deiner PKV einen Wisch für den Arbeitgeber 
wo draufsteht, was er Steuerbegünstigt annehmen kann (nämlich den Teil, 
der der Grundabsicherung entspricht). Normalerweise berücksichtigt das 
der Arbeitgeber schon im Lohnsteuerabzugsverfahren, so dass du am 
Jahresende bei der Steuer +-0 kommst (KV technisch). Evtl. zahlst du 
deswegen höhere Steuern, weil dein AG zu doof dafür ist. Dann gibt's was 
zurück vom Finanzamt.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
Datum:

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Christian schrieb:
> Dann hast Du das Prinzip der wahlärztlichen Leistungen im Krankenhaus
> (so die offizielle Bezeichnung der "Chefarztbehandlung") nicht
> verstanden. Wahlärtzliche Leistungen bedeuten, dass sich die leitenden
> Ärzte eines Krankenhauses (das sind auch Oberärzte) persönlich um Dich
> kümmern. Es heißt keinesfalls, das man vom Chefarzt persönlich operiert
> wird. Wie Du richtigerweise sagst, beherrschen die auch oft gar nicht
> die aktuellen OP-Verfahren und es macht daher ein Oberarzt. Der Chefarzt
> kommt dann aber z.B. ggf. mal zur Visite vorbei.

JA, das ist meist richtig. Es gibt aber auch fälle wo dann bei den 
(gutzahlenden) Privatpatienten tatsächlich der Chefarzt Operiert. Um 
nicht ganz aus der Übung zu kommen natürlich dann bei den "dicksten 
Fischen".
Es liegt immer an den Verträgen welche die Ärtzte mit dem KH haben.

Es gibt diejenigen mit normalen Arbeitsverträgen und Festgehalt (ggf. 
mit Zuschlägen für Überstunden/Nachtarbeit wenn auch der Chef doch mal 
länger ran muss), aber es gibt auch Verträge mit Grundgehalt und Boni 
pro durchgeführte Behandlung, wobei die Boni bei Privatpatienten 
wesentlich üppiger ausfallen!

In wohl 99% der öffentlichen Krankenhäuser ist es im übrigen so das die 
Behandlung/Theraieabstimmung IMMER und bei JEDEM im vollen (Ärzte-)Team
der Station entschieden wird. Somit besteht der Unterschied in der 
Behandlung zwischen Wahlarzt und Normal oftmals wirklich nur darin ob 
der Chefarzt dir morgens die HAnd gibt oder nicht!

xxx schrieb:
> - In die GKV zurück kann man wechseln bis spätesten 55, und wenn das
> Einkommen < Höchstgrenze ist. z.B. durch Teilzeit, (mindestens 1 Tag)
> Arbeitslosigkeit (Ähm ich meinte natürlich Arbeitssuchend)

Äh.. Es reicht nicht nur einen Tag unter der Höchstgerenze mit dem 
Einkommen zu liegen. Es muss mindestens 1 JAHR sein. Wobei dies sowieso 
nur geht wenn du angestellt bist und auch nie einen Antrag auf Befreiung 
von der Versicherungspflicht gestellt hat.


Du musst 1 JAHR darunter liegen!

Christian schrieb:
> Ich finde die Bürgerversicherung grundsätzlich auch gut (Kopfpauschale
> für alle unabhängig vom Einkommen),

Also die "Kopfpauschale" wäre wohl die schlechteste aller Lösungen!
Die NAchteile der PKV gekoppelt mit den NAchteilen der PKV.
Gesundheitsfürsorge als zentraler Bestandteil der Daseinsürsorge gehört 
Solidarisch geregelt. Auch wenn das für mich bedeuet das ich jetzt mehr 
Zahle als bei der Kopfpauschale.

Aber:
> nur es besteht nicht die
> Notwendigkeit da alle Gruppen mit reinzunehmen. Wenn 10 % außen vor
> sind, weil sie ihre eigenen Versorgungssysteme haben, hat das keinen
> nennenswerten Einfluss auf das System.
Sehe ich auch so. Zudem wäre es zum derzeitigen Zeitpunkt das 
SCHLECHTESTE was der GKV passieren könnte. Denn jetzt kommen die 
Babyboomer und die große Beamtenblase in die TEUREN JAhre wo die Kassen 
richtig fette Summen  an Behandlungskosten zahlen müssen.

Wenn überhaupt Zusammenführen, dann so das man jetzt den SACK ZUMACHT 
und einfach keinen WEchsel GKV->PKV mehr zulässt. Bestehende PKV 
Verträge laufen weiter und müssen von den Versicherungen (bzw. deren 
Muttergesellschaften) auch zwangsweise weiter bedient werden.

Aber meinetwegen darf es auch bei den getrennten Systemen bleiben. Nur 
müsste es dann DREI Systeme geben. Einmal die PKV mit ihren 
Kopfbeiträgen, dann die GKV mit den Prozentbeiträgen in der alle AN 
sowie deren Familienmitglieder versichert sind wenn das 
Familieneinkommen das Existenzminium übersteigt.

Und dann aber als drittes ein weiteres GKV System (selbe LEistungen, 
selbe Abwicklung, nur getrennte KAsse) in dem alle Versichert sind deren 
Einkommen unter dem Existenzminimum liegt. Ebenfalls mit 
Einkommensabhängigen Beiträgen wo der Fehlbetrag in der KAsse dann durch 
von ALLEN Einkommensempfängern und Firmen gleichermaßen im Rahmen der 
Steuern abgeführte Gelder getragen wird.

Das wäre wohl die fairste Lösung.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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S. J. schrieb:
> GKV nach Einkommen wäre für viele praktikabel gewesen (auch wenn sie den
> AG Anteil selbst tragen müssen). Der gute Gesetzgeber hat aber eine
> zusätzliche Hürde eingebaut: Mindestbeitrag! Für Selbständige die nah am
> Existenzminimum leben, nicht finanzierbar (heute ca. 360€ bei 0€ estl.
> Gewinn).

Da bist du aber nicht richtig Informiert und wirfst auch noch etwas die 
Begriffe durcheinander!

JA, es gab mal eine Zeit da konnte man als Selbstständiger überhaupt 
nicht in die GKV und musste Zwangsweise in die PKV!
(Deshalb kann man ja auch nicht pasuchal allen denen die heute nur wegen 
der PKV am Existenzminimum leben einfach sagen -> Selber Schuld. Einige 
hatten keine Wahl und dann später nicht das nötige quentchen Glück in 
der Selbstständigkeit)

Dann wurde das geändert und auch Selbstständige konnten in die GKV. Aber 
hierfür mussten sie einen Beitrag entsprechend der 
Beitragsbemessungsgrenze zahlen.

Dann hat man vor Rund zehn JAhren auch bei der freiwilligen GKV die 
Verdienstabhängigen Beiträge eingeführt. Als Untergrenze hat man dabei 
ein fiktives Mindesteinkommen von etwas über 800 Euro definiert an dem 
sich die Beiträge mindestens orientieren müssen.
(Hintergrund: Wenn plötzlich zu viele Geringstverdiener nur winzigste 
Beiträge von 10 oder 20 Euro im Monat zahlen, dann würden dadurch die 
anderen GKV versicherten im Vergleich zu den PKVlern deutlich über 
Gebühr benachteiligt. Also hat man eine Untergrenze definiert um das zu 
verhindern. WEr das Geld nicht aufbringen kann bekommt das dann auf 
Steuermitteln (die ja von GKV und PKV versicherten gleichermaßen gezahlt 
werden) solidarisch zugeschossen...

Der sich daraus ergebende Mindestbeitrag liegt IMHO bei rund 170 
Euro/Monat!  Als ich mich vor JAhren dann selbstständig gemacht habe bin 
ich ohne irgendein Problem mit diesem Beitrag angefangen.

> Da nimmt man lieber den günstigsten PKV Tarif (und noch lieber
> wenn man tatsächlich Gewinn macht, bei Beitragsbemessungsgrenze von 50T€
> wären das ca. 7,5T€/Jahr).
Naja, ob man für 160 Euro (AG+AN Beiträge zusammen! da ja 
Selbstständig...) wirklich so einfach eine PKV findet wage ich mal zu 
bezweifeln. Aber wohl ganz sicher nicht mehr wenn man über 30 ist.

Und ob man die "hohen" Beiträge in der GKV als an der 
Beitragsbemessungsgrenze Verdienender bezahlt oder versucht doch durch 
PKV etwas zu sparen, das liegt auch an den Überlegungen für die Zukunft.
Die Beiträge in der PKV ziehen mit dem Alter stark an.
Und wer weiß wie sich das mit der Selbstständigkeit entwickelt.

Da kann man auch ganz ohne eigenes Verschulden schnell mal ernsthafte 
Probleme bekommen. Und ganz plötzlich reißen einen die Beitrge in den 
Abgrund...
Wie ich oben schon schrieb:
Bei der GKV zahlst du viel wenn du viel hast.
Bei der PKV zahlst du viel wenn du wenig hast!
Was von beiden ist allerhöchsen ein (mehr oder weniger kleines) 
Ärgerniss und was kann sich Existenzbedrohend auswirken?

genervt schrieb:
> Das ist ja wohl ein schlechter Witz. Der Anstieg von 12% Beitragssatz
> von 1997/1998(AOK hatte natürlich ihre 13,5%?) auf 15,5% Beitragssatz
> ist ja schon alleine eine Verteuerung um fast 30%.

Hast ja völlig recht!
Da war ich gestern schon nicht mehr so recht bei der Sache. Anstrenger 
Tag und späte Uhrzeit. Habe da wirklich Stuss geschrieben.

genervt schrieb:
> So viel billiger, wie immer suggeriert, ist die GKV nicht und wenn man
> sieht, was man dafür bekommt... Das ist ein bisschen wie wenn man die
> Wahl hat, zwischen 20000€ für einen Trabbi und 30000€ für einen Golf,
> beides zu teuer, aber man kriegt für das Geld eben auch einen anderen
> Gegenwert.

Sagen wir lieber GKV ist der Passat in Basisausstattung für 40.000 und 
die PKV ist die C-Klasse in Basisausstattung für 50.000 Euro. (Extras 
gegen Aufpreis möglich)
Nur das beim Passat noch Werkstatt-Vollservice, Pannenhilfe und 
Ersatzwagen während der Reparatur für volle 15 Jahre im Kaufpreis 
inbegriffen sind.
Auf den ersten Blick beides zu teuer, aber die C-Klasse scheint das 
etwas bessere Angebot zu sein. Schaut man aber genauer hin hat man beim 
ersten Angebot etwas wo man einigermaßen sicher sein kann die nächsten 
15 Jahre solide Autofahren zu können. Und wenn man ein schlechter 
Autofahrer ist oder einfach mehrmals PEch hatte ist es am Ende doch das 
DEUTLICH günstigere Angebot.
Wer aber ohne Unfall oder PAnne über die Zeit kommt hat zwar 
Rückblickend relativ viel gezahlt, aber war ebenfalls die volle Zeit 
mobil ohne dafür mehr zu bezahlen als er Anfangs eingeplant hat.

Nein, Für Guverdienende ist die GKV während des Erwerbslebens definitiv 
nicht wesentlich günstiger. (Aber sicher über die gesamte 
Berufstätigkeit gesehen auch nicht teurer). Als Rentner ändert sich das 
aber dramatisch!
Und in dem einen oder anderen Punkt ist die auch unbequemer als die PKV.
Aber man weiß das man alles bekommt was man benötigt und hat die 
Sicherheit das man das als "Normalverdiener" wie auch als Ruheständler 
bequem bezahlen kann.

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
Autor: Stefan (Gast)
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Carsten S. schrieb:
> Da kann man auch ganz ohne eigenes Verschulden schnell mal ernsthafte
> Probleme bekommen. Und ganz plötzlich reißen einen die Beitrge in den
> Abgrund...
> Wie ich oben schon schrieb:
> Bei der GKV zahlst du viel wenn du viel hast.
> Bei der PKV zahlst du viel wenn du wenig hast!
> Was von beiden ist allerhöchsen ein (mehr oder weniger kleines)
> Ärgerniss und was kann sich Existenzbedrohend auswirken?

Ich verdiene ca. 6000 EUR/Netto Monat. Die ersten 3 Jahre waren mau (die 
durfte ich in die Entwicklung (und meine eigene 
wirtschaftlich/praktische Ausbildung) stecken - ich bin zuhause 
geblieben und habe gelernt was mir gefehlt hat, selbst da war die 
private KK günstig) Die darauffolgenden 5 Jahre jedoch sehr gut und die 
Geschäfte haben sich entwickelt.
Da stellt sich die Frage bezüglich privat und gesetzlich nicht mehr.

Wenn jemand 3000 EUR Brutto verdient zahlt er monatlich bei der GK aber 
auch seine 600 EUR an die Krankenkasse (sein Anteil 300 der AG Anteil 
auch ca 300).
Wenn er hier eine private Krankenkasse hat und 200-300 EUR Überschuss 
auf die Seite legt dann kann ihm eigentlich auch nichts passieren.
Wer dies kalkuliert und wirklich einhält sollte keine Probleme haben 
selbst wenn die Krankenkasse in der Rente mal 1000 EUR kosten sollte.

Einfach nur zu sagen das die PKV in der Rente teuer wird ist zu kurz 
gesehen - man hatte ja auch jahrelang weniger Kosten zu tragen.

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Stefan schrieb:
> Da stellt sich die Frage bezüglich privat und gesetzlich nicht mehr.

Natürlich nicht, bei 10000 EUR brutto monatlich liegt man so weit über 
der Beitragsbemessungsgrenze, daß die gesetzliche GKV mit gerade mal 338 
EUR zum Witz verkommt, du zahlst bloss noch 5,6% deines Einkommens für 
die gesetzliche Krankenversicherung, quasi ein lächerlicher Beitrag.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Claus M. schrieb:
> Und was bekommt der ach so fröhliche GKV Rentner an dann notwendigen,
> brauchbaren Hilfsmitteln von seiner GKV Erstattet? Wie sieht es aus mit
> Brille, Hörgerät und dritten Zähnen? Kann ich dir sagen: Der fröhliche
> GKV Rentner zahlt alles selber.

BLÖDSINN hoch 10!!!

Bei der Brille hast du Recht. Erwachsene erhalten seit 2004 nur noch 
Zuschüsse wenn die korrigierte Sehkraft auf unter 30% liegt...

Für Hörgeräte gibt es Zuschüse bis zu einer Höhe von 1500 Euro.
Das wurde zuletzt wohl sogar angehoben.
(Wobei es ja auch immer weniger NEU- Schwersthörige gibt... Besserer 
GEsundheitsschutz am Arbeitsplatz und bessere Medizinische Versorgung 
sei Dank. Bei der Taubheit durch Ohrentzündungen in der Kindheit gibt es 
dank Antibiotika ja seit 60 Jahren nur minimalste Neufälle. Kein 
Vergleich zur Vorkiegszeit...)

Beim Zahnersatz richtet sich das nach Befund.
Für einen Fehlenden Backenzahn im Sichtbereich mit gut geführten 
Bonusheft sind es rund 600 Euro pro Zahn, bei geringen Einkommen auch 
mal über 800 (pro Zahn!)

Klar, ein Implatat bekommst du dafür noch lange nicht. Aber es ist doch 
DEUTLICH mehr als nichts...
Und wenn man dann die Beiträge die ein PKV Versicherter MIT diesen 
Leistungen im Vertrag bezahlt und die Beiträge die ein Versicherter in 
der GKV der Rentner zahlen muss dann in diese Rechnung einbezieht so 
macht dieser Unterschied so gut wie immer einiges mehr als eine 
"vernüftige" Brille im MONAT aus. Ja, mnanchmal sogar eine hochwertige 
Gleitsichtbrille pro Monat.

Da Zahnersatz, Brille und Hörgerät aber eher im Abstand von JAhren als 
im Monatrythmus fällig werden ist die Schlussbilanz da meist wohl 
eindeutig.

Zudem ist es bei der PKV hingegen  ja auch noch lange nicht so das die 
überhaupt so viel Zahlt. Es gibt sogar so einige Verträge mit weniger 
Leistung. Klar, man KANN alles versichern. aber gerade im Alter sind die 
Beiträge dann entsprechend.

Tobias schrieb:
> Kenne auch Selbstständige in Frankfurt am Main welche in der PKV sind
> (wohlgesagt laut deren Aussage nur aus dem Grund weil sie sich die GKV
> nicht leisten konnten). Und viele Ausgaben hatten die auch nicht.

Wie weiter oben geschrieben war das ja auch mal so... Vor vielen Jahren!
Selbstständige können heute frei wählen ob sie PKV oder freiwillig GKV 
versichert sein wollen.
In der GKV zahlen sie dabei (heute) mindestens ~170 Euro und maximal 650 
Euro ( beides +/- ein paar Euro, kenne die genauen Werte nicht mehr). 
Abhängig vom Einkommen!

So irgendwann bis ganz grob um die Jahrausendwende war es aber wirklich 
so das sich der Beitrag ausschließlich an der Höchstgrenze orientierte. 
Da waren das dann auch bei Minimaleinkommen mal kurz 800 DM die jeden 
Monat aufgebracht werden mussten, wärend der PKV -damals noch finanziell 
deutlich gesünder da noch keine Wiederaufnahme und Basistarifpflicht- 
mit 200 DM Einstiegsangeboten lockte.

Das heute mmer noch glauben das sei so, das liegt zum einen einfach an 
der Uninformiertheit, zum teil aber sicherlich auch daran das es von 
gewissen Kreisen des PKV Vertriebs immer noch suggeriert wird das dem so 
sei!

Gruß
Carsten

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Stefan schrieb:
> Wenn jemand 3000 EUR Brutto verdient zahlt er monatlich bei der GK aber
> auch seine 600 EUR an die Krankenkasse (sein Anteil 300 der AG Anteil
> auch ca 300).
> Wenn er hier eine private Krankenkasse hat und 200-300 EUR Überschuss
> auf die Seite legt dann kann ihm eigentlich auch nichts passieren.
> Wer dies kalkuliert und wirklich einhält sollte keine Probleme haben
> selbst wenn die Krankenkasse in der Rente mal 1000 EUR kosten sollte.

Stimme dir in deiner REchnung durchaus zu.
Keine Frage, wer das so macht und bis zum Schluss durchhält sollte mit 
den hohen Beiträgen wirklich keine Probleme haben.
(Ob es aufs Leben erechnet die summarisch bessere Entscheidung war wird 
man immer erst danach wissen, aber zumindest wwürde man so auf jeden 
Fall immer gut über die Runden kommen)

Nur du schreibst ja selber von der Bedingung "Durchhalten":
Ob man das aber durchhält hat man ja gar nicht komplett selbst in der 
Hand.
Kontrollieren kann man höchstens seinen eigenen inneren Schweinehund der 
einem Zuflüstert das man doch dieses oder jenes sich mal gönnen soll...
(Und selbst damit haben so einige schon enorme Probleme)

Was ist wenn dir oder deinen Angehörigen etwas Zustösst und das geschäft 
bei dir dadurch ins Trudeln kommt. ODer du jemanden falsches Vertraust.
Oder auch einfach nur einen kleinen Fehler mit schlimmen Folgen 
machst...

Sicher - Man MUSS immer positiv denken wenn man vorankommen will.
Wer vor allem Angst hat und sich nichts traut bleibt auf der Stelle 
stehen.
Aber dennoch sollte sich jeder sehr genau überlegen welche Risiken er 
eingehen will und muss.
Du schreibst du hast 6000 Euro netto. Das bedeutet wenn du in der GKV 
wärst hättest du einen Beitrag von 650 Euro. Das sind dann 5350 Euro 
netto.
Ich kenne dein Einstiegs- und dein Lebensalter in der PKV nicht. nehme 
jetzt einfach mal 400 Euro an (AG+AN Beitrag zusammen natürlich, wie bei 
der Summe für die GKV) Sind also 250 Euro im Monat die du derzeit in der 
PKV sparst (bei vielleicht tatsächlich etwas besseren Leistungen in 
gewissen Bereichen).

WEnn alles gut geht und dein Plan aufgeht vielleicht wirklich eine gute 
Entscheidung. Kann man jetzt einfach noch nicht sagen.
Geht es aber schief, kann es später im Ruhestand für dich den 
Unterschied zwischen Leben in guter Wohnlage mit 1-2 Fernreisen im Jahr 
oder Sozialbau mit Hilfe vom Amt ausmachen...

Die Frage die sich halt jeder in dieser Situation stellen muss ist 
einfach:
Lohnen sich für diese 250 Euro Unterschied zwischen 5350 Euro oder 5600 
Euro Nettoeinkommen nach KK bei dieser Einkommenshöhe WIRKLICH diese 
sehr ungewisse Wette in die Zukunft einzugehen?

Aber das ist eine Frage die wirklich jeder nur ganz alleine für sich und 
seine Situation beantworten kann.

> Einfach nur zu sagen das die PKV in der Rente teuer wird ist zu kurz
> gesehen - man hatte ja auch jahrelang weniger Kosten zu tragen.

Wie gesagt - einerseits stimme ich dir ja zu.
Andererseits ist es immer die frage wie lange "Jahrelang" wirklich ist.
Das aber hängt aber natürlich auch von den persöhnlichen Umständen ab.

Gruß
Carsten

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Stefan schrieb:
> Wenn jemand 3000 EUR Brutto verdient zahlt er monatlich bei der GK aber
> auch seine 600 EUR an die Krankenkasse (sein Anteil 300 der AG Anteil
> auch ca 300).
> Wenn er hier eine private Krankenkasse hat und 200-300 EUR Überschuss
> auf die Seite legt dann kann ihm eigentlich auch nichts passieren.

Ausser daß er sich verrechnet.

Die 300 EUR der GKVler werden als Krankenkassenabgabe nicht besteuert, 
ebensowenig die 300 EUR die der AG dazugibt.

Wennd er PKVler überhaupt mit bloss 300-400 EUR insgesamt auskommt (was 
unrealistisch ist, aber egal) um 200-300 EUR zurücklegen zu können, dann 
kommt erst mal die Steuer auf die 200-300 EUR, und weil er Gutverdiener 
ist, 42%. Bleiben nur 116-174 EUR übrig.

Das wird nichts, damit im Alter die 1000 EUR Krankenklassenbeitrag 
finanzieren zu könenn, wie lange eigentlich ? Lebst du 75, 85 odfer 95 
Jahre, musst du 10, 20 oder 30 Jahre deine PKV aus eigenen Rücklagen 
finanzieren ? 30 Jahre 1000 EUR sind 360000 EUR, da musst du 172 Jahre 
lang vorher zurückgelegt haben.

Alles Milchmädchen, die sich eine PKV aufschwatzen liessen, gelockt von 
der Gier, ein paar Euro der Gemeinschaft vorzuenthalten.

Autor: M.Sc. (Gast)
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Michael B. schrieb:
> Alles Milchmädchen, die sich eine PKV aufschwatzen liessen, gelockt von
> der Gier, ein paar Euro der Gemeinschaft vorzuenthalten.

Naja so schlimm ist es nicht, man spart schon mit einer PKV:
https://www.youtube.com/watch?v=_xLy9a-pekY

Autor: Freiberufler (Gast)
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Johannes P. schrieb:
> mit ständig steigenden Beiträgen frage ich mich langsam, ob es nicht
> doch sinnvoll ist, mich aus diesem System zu verabschieden und eine
> private Krankenversicherung abzuschließen.

Gfs bist Du in der Tat schon zu alt. Die PKV kann man nur nutzen, wenn 
man jung ist und sehr viel Geld verdient und das später auch der Fall 
ist. Wenn man älter wird, gehen die PKV-Beiträge enorm hoch und da spart 
man insgesamt nur, wenn man früh genug angefangen hat, zu sparen.

Inzwischen fährt man in der gesetzlichen finanziell kaum schlechter, 
weil man die Beiträge steuerlich absetzen kann. Der Mehraufwand zählt 
also nur halb! Daher gehen jetzt den Privaten die Neukunden aus. Zudem 
gibt es weniger Neukunden, weil die Privaten nun einen Billigtarif 
anbieten müssen, der Kosten verursacht. Daher ist sie weniger attraktiv. 
Das System der Privaten ist am Kippen!

Autor: Walter S. (avatar)
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xxx schrieb:
> - In die Krankenversicherung der Rentner kommt man nicht mehr wenn man
> z.B. mit 50 wieder zurück wechselt. Man bleibt aber trotzdem in der GKV
> wenn man bis spätesten 55 wieder in die GKV geht. Dann allerdings mit
> dem 'normalen' Beitrag von ca. 15,... %.

und bei den "normalen" Rentnern ist es doch so:
"Aus der gesetzlichen Rente tragen die Rentenversicherungsträger den 
halben Beitrag. Er wird direkt von der Rente einbehalten und an die 
Kassen abgeführt."

Verstehe ich das richtig dass damit der Rentner letzlich auch die 15% 
zahlt?

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Walter S. schrieb:
> Verstehe ich das richtig dass damit der Rentner letzlich auch die 15%
> zahlt?

Ja.

MfG Paul

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Paul B. schrieb:
> Walter S. schrieb:
>> Verstehe ich das richtig dass damit der Rentner letzlich auch die 15%
>> zahlt?
>
> Ja.
>
> MfG Paul

NEIN! Falsch!!!
Zumindest wenn die Vorversicherungszeiten erfüllt sind!
Sofern die Vorversicherungszeiten erfüllt sind (9/10 der zweiten Hälfte 
des Arbeitslebens gesetzlich versichert) gilt folgendes:

Es werden zwar für jeden Rentner die rund 15% an die Krankenkasse 
abgeführt,
ABER dem Rentner wird nur die HÄLFTE in "Rechnung gestellt".

Als Beispiel:
Nehmen wir an der Rentner erhält 1000 Euro Rente und der KV Beitrag 
liegt bei 15% (So ist es einfacher zu rechnen...)
Dann erhält die Krankenkasse 150 Euro von der Rentenversicherung.

Aber: Der persöhnliche Anteil des Rentners beträgt nur die Hälfte.
Also 75 Euro, die ihm auch direkt von der REnte abgezogen werden.
Die andere Hälfte stammt direkt aus dem Budget der RV.

Im Klartext: der REntner bekommt bei einer REnte von 1000 Euro nach 
Abzug der Krankenkassenbeiträge 925 Euro ausgezahlt.

Letztendlich ist es somit genau dieselbe Regelung wie bei normal 
angestellten. Nur das statt des Arbeitgebers hier die Rentenkasse den 
Arbeitgeberanteil trägt.

Anders sieht es aus wenn die Vorversicherungszeit nicht erfüllt ist. 
Dann ist man als Rentner nicht in der KV der Rentner wo die Teilung gilt 
sondern kann höchstens (freiwillig) in der "normalen" gesetzlichen 
Krankenkasse verbleiben.
Hier gilt dann: Der REntner zahlt komplett.
Statt das ihm also 75 Euro von seiner Rente abgezogen werden muss er 
dann die 150 Euro komplett aus eigener Tasche zahlen. Zudem gilt bei 
Freiwilliger Versicherung ja auch der fiktive Mindestbeitrag von derzeit 
glaube ich irgendetwas um 160Euro! Unterm Strich behält er also nur 840 
Euro. Und je weniger REnte er bekommt um so gravierender werden die 
Unterschiede - w.g. dem Mindestbeitrag!
(Und wenn er PKV versichert ist, dann sieht es noch übler aus, dann 
zahlt er den jeweilige Beitrag seiner Altersklasse mit Renteneintritt zu 
100%. Die Beteiligung des Arbeitgebers fällt ja weg.)

In beiden Fällen kann allerdings unter bestimmten Umständen ein 
"Zuschuss" durch die RV gewährt werden. Der liegt aber im allerbesten 
Fall bei dem Betrag den diese bei einem "normalen" Rentner zahlen würde.
Im schlechtesten Fall bei 0!

Gruß
Carsten

Autor: genervt (Gast)
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Freiberufler schrieb:
> Das System der Privaten ist am Kippen!

Seit wievielen Jahren nun schon?

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Carsten S. schrieb:
> NEIN! Falsch!!!
Schrei nicht so!

> Zumindest wenn die Vorversicherungszeiten erfüllt sind!
> Sofern die Vorversicherungszeiten erfüllt sind (9/10 der zweiten Hälfte
> des Arbeitslebens gesetzlich versichert) gilt folgendes:...

Siehst Du: Das ist der springende Punkt. Das trifft nämlich auf kaum 
jemanden zu. Deshalb habe ich auch die Frage oben bejaht.

MfG Paul

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Paul B. schrieb:
> Carsten S. schrieb:
>> NEIN! Falsch!!!
> Schrei nicht so!

Bei grob falschen Antworten muss man einfach deutlich werden...

Paul B. schrieb:
> Siehst Du: Das ist der springende Punkt. Das trifft nämlich auf kaum
> jemanden zu. Deshalb habe ich auch die Frage oben bejaht.

Hähh,
Das soll auf kaum jemanden Zutreffen?
Also mehr als 80% sind KAUM Jemand?

OK, aber ich übersetze es dir!
Damit du die Forderung auch verstehst sogar mit Beispiel:

Nehmen wir an jemand ist am 1.01.1950 gebohren, am 01.01.1970 mit 20 
Jahren in den Job eingestiegen und hat am 01.01.2015 nun mit 65 seine 
Rente angetreten. (Ok, mitlerweile sind es wohl schon ein paar Monate 
mehr die gefordert sind... Aber als Beispiel soll es reichen)
Sein Arbeitsleben war also 45 Jahre lang. (incl. evtl. Arbeitslosigkeit)

Damit ist er 22,5 Jahre nach seinem Arbeitsbeginn in die Zweite Hälte 
seines Arbeitslebens eingetreten. Also im Juni 1992.

Diese 1/10 von 22,5 Jahren bedeuten 2,25 Jahre also 2 Jahre und drei 
Monate.

Damit it er Anspruchsberechtigt wenn er seit Juni 1992 nicht länger als 
ingesamt 2 Jahre und drei Monate PRIVATVERSICHERT war (oder ganz ohne 
Versicherung weil aus der PKV rausgeflogen)

Alles andere ist Irrelevant.
Ob Arbeitslos, Familienversichert, freiwillig in der GKV usw. ist völlig 
egal! Er darf nur nicht länger als 2 Jahre und drei Monate in der PKV 
oder ganz Versicherungslos gewesen sein!

Damit ist klar das z.B. alle diejenigen die niemals in der PKV waren 
automatisch Anspruchsberechtig sind. Und das sind ganz sicher nicht die 
wenigsten!!!

Gruß
Carsten

Autor: genervt (Gast)
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Freiwillig Gkv ist ebenfalls nicht dabei.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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genervt schrieb:
> Freiwillig Gkv ist ebenfalls nicht dabei.

Doch!
Es verwechseln halt nur viele zwei Grundverschiedene Dinge:
1. die FREWILLIGE gesetzliche Krankenversicherung in der 
Vorversicherungszeit der GKV-R. (Also während des Arbeitslebens)

2. Und die Freiwillige Versicherung in der GKV-R bei nichterfüllen der 
notwendigen Vorversicherungszeit. (Also in der REntenzeit)

Für die Erfüllung der Vorversicherungszeit (also die 9/10 der zweiten 
Hälfte des Arbeitslebens) zählt die freiwillige Mitgliedschaft in der 
GKV genauso wie jede andere GKV Mitgliedschaft!

Das WIRKLICH einzige was Zählt ist also bei welcher Krankenkasse du 
warst.
Welcher Status ist dabei ABSOLUT unerheblich!

Erfüllst du die Vorversicherungszeit aber nicht, dann musst du dich 
Freiwillig in der GKV-R versichern und für diese JETZT in der GKV-R 
freiwillig Versicherten gelten die (finanziell) schlechteren 
Bedingungen.

Siehe z.B. die Informationen der deutschen Rentenversicherung, also der 
zuständigen Behörde!
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemei...
Zitat:

>Wann bin ich als Rentner pflichtversichert?
> [...]
> Die Vorversicherungszeit ist erfüllt, wenn Sie seit der erstmaligen
> Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Rentenantragstellung mindestens
> neun Zehntel der zweiten Hälfte dieses Zeitraums in der gesetzlichen
> Krankenversicherung pflichtversichert (zum Beispiel als Beschäftigter),
> freiwillig versichert oder familienversichert waren.

Gruß
Carsten

Autor: Thomas S. (thommi)
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W7 schrieb:
> Und Steuererhöhungen soll es ja nicht geben. Das was die KK'en gerade
> erhöhen werden es jedenfalls nicht wuppen.
>
> Allein mir fehlt der Glauben!

das wird dann als Sondersoli verpackt, denn ein Soli ist eine 
solidarische Abgabe, aber keine Steuer, bleibt dann aber wieder ewig 
erhalten.

Laut Kohl wurde die Wiedervereinigung ja auch ohne Steuererhöhung 
finanziert, der Soli ist ja keine Steuer, sondern eben ein Beitrag, was 
mir eigentlich egal war.

da wurde aber eben von inkompetenten Möchtegernpolitikern Kohle ohne End 
versenkt, was Heute noch nicht abgerissen ist: BBI (BER) Stuttgart21, 
Elbphilharmonie, die maroden Autobahnen, vergammelte Schulen etcpp.

Könnte da noch weitermachen, wäre dann aber zu politisch

Autor: Konrad (Gast)
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Carsten S. schrieb:
> Das WIRKLICH einzige was Zählt ist also bei welcher Krankenkasse du
> warst.
> Welcher Status ist dabei ABSOLUT unerheblich!

Vielen lieben Dank an Carsten für die Richtigstellung. Somit sollte man 
sich im Alter die Beiträge zur GKV relativ gut leisten können.

Das bestärkt mich in der Überzeugung, lieber in der gesetzlichen 
Krankenversicherung zu bleiben, denn auch ich hatte bereits mit dem 
Gedanken gespielt, in die PKV zu wechseln.

Aber da ich nicht weiß, was das Berufsleben noch an Überraschungen im 
Alter für mich bereit hält (ich bin ja kein Beamter), ist mir die 
PKV-Sache zu unsicher, nachher kann ich mir die exorbitant hohen 
Beiträge nicht mehr leisten und stehe dumm da. Dann schließe ich lieber 
eine Zusatzversicherung zur GKV ab, die kann ich wenn nötig einfach 
wieder kündigen.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Carsten S. schrieb:
> Bei grob falschen Antworten muss man einfach deutlich werden...

Ich weiß ja, daß Du gerne Recht hast und daß Du es Dir auch nimmst, 
falls das mal nicht so sein sollte. Selbst längste Texte kaschieren das 
nicht...

Carsten S. schrieb:
> Sein Arbeitsleben war also 45 Jahre lang.

Hallo!? Das ist Max Mustermann. Der hat mit der Realität nichts zu tun. 
Jemand, der das "Vergnügen" hatte, jemals ALG2 beziehen zu müssen, ist 
aus dem Rennen, weil für ihn keine SV-Beiträge mehr geleistet werden.
Das ist heute die Mehrheit. Zum Dank dafür, daß er vorzeitig in die 
Rente gezwungen wird, bekommt er damit noch einmal Eine drübergezogen.

MfG Paul

: Bearbeitet durch User
Autor: Kommt drauf an (Gast)
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Thomas S. schrieb:
> das wird dann als Sondersoli verpackt, denn ein Soli ist eine
> solidarische Abgabe, aber keine Steuer, bleibt dann aber wieder ewig
> erhalten.

Genauso wird es bei den Flüchtlingen auch kommen. Ich frage mich echt 
wie die CDU sich überhaupt als konservative Partei bezeichnen kann. Die 
einzigen die noch etwas koknservatives in der Union an sich haben ist 
die CSU. Sonst ist die CDU heute nur noch eine sehr linke Partei. Es 
werden Steuererhöhungen kommen weil:

- entweder man finanziert die zusätzlichen Kosten per zusätzlichen 
Steuern => Erhöhungen
- man nimmt Schulden auf => Steuern von morgen  also Erhöhungen
- man kürzt Leistungen massiv. Das ist immer am schwersten zu verkaufen 
und es ist für Politiker immer am einfachsten eine Wahl zu gewinnen in 
dem man Wahlgeschenke verteilt.

Wahrscheinlich könnte eine Kombination aus 2 und 3 kommen, also 
Erhöhungen und gleichzeitig bestimmte Kürzungen. Aber das wollen ja 
viele Leute so und insbesondere in diesem Forum wo es ja sehr viele 
Linke gibt.

Autor: Henry G. (gtem-zelle)
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Wenn man kann, sollte man IMMER in der GKV bleiben. Die PKV ist für 
Vollidioten, die sich gerne über den Tisch ziehen lassen.

Auch interessant:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=28081

Autor: Lalala (Gast)
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Carsten S. schrieb:
> Gruß
> Carsten

Danke für die guten Infos. Wie ist das mit ins Ausland gehen in der 2ten 
Hälfte des Berufslebens für ein paar Jahre? Rettet da eine Anwartschaft?

Autor: genervt (Gast)
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Carsten S. schrieb:
> genervt schrieb:
> Freiwillig Gkv ist ebenfalls nicht dabei.
>
> Doch!
> Es verwechseln halt nur viele zwei Grundverschiedene Dinge:
> 1. die FREWILLIGE gesetzliche Krankenversicherung in der
> Vorversicherungszeit der GKV-R. (Also während des Arbeitslebens)
>
> 2. Und die Freiwillige Versicherung in der GKV-R bei nichterfüllen der
> notwendigen Vorversicherungszeit. (Also in der REntenzeit)
>
> Für die Erfüllung der Vorversicherungszeit (also die 9/10 der zweiten
> Hälfte des Arbeitslebens) zählt die freiwillige Mitgliedschaft in der
> GKV genauso wie jede andere GKV Mitgliedschaft!
>
> Das WIRKLICH einzige was Zählt ist also bei welcher Krankenkasse du
> warst. Welcher Status ist dabei ABSOLUT unerheblich!
>
> Erfüllst du die Vorversicherungszeit aber nicht, dann musst du dich
> Freiwillig in der GKV-R versichern und für diese JETZT in der GKV-R
> freiwillig Versicherten gelten die (finanziell) schlechteren
> Bedingungen.
>

Steht hier aber anders:

http://www.finanztip.de/gkv/krankenversicherung-der-rentner/

Kümmert mich aber nicht, bin da raus.

Autor: Claus M. (energy)
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Konrad schrieb:
> Vielen lieben Dank an Carsten für die Richtigstellung. Somit sollte man
> sich im Alter die Beiträge zur GKV relativ gut leisten können.
>
> Das bestärkt mich in der Überzeugung, lieber in der gesetzlichen
> Krankenversicherung zu bleiben,

Dann hoffe mal, dass du überhaupt das fragliche Alter erreichtst! Nicht 
dass du nach 30 Jahren in der GKV Holzklasse einfach abtrittst bevor du 
in den Genuss der günstigen Altersverwahrung komsmt!

Autor: Mar. Wa. (elektrowagi78) Benutzerseite
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Claus M. schrieb:
> bevor du
> in den Genuss der günstigen Altersverwahrung komsmt!

dann isses wohl auch ziemlich egal, weil dann gar keine Beiträge mehr 
anfallen. Die gleiche Rechnung kann man auch für die Autoversicherung 
aufmachen. Die niedrigen Beiträge sind dann weg.

Was man im Alter verliert, sind die Rentenversicherungsbeiträge.

Wenn man als Selbständiger garnicht erst den Mist abgedrückt hat, kann 
man es im Alter steuern, was man bekommt. Wer dann mit 60 schwer krank 
wird und Medikamente nehmen muss, der kann sein Berufsleben vorzeitig 
abbrechen und die letzten Jahre geniessen und sein Geld ausgeben und den 
Rest den Kindern übertragen, während die eingezahlten Beiträge in de GRV 
weg sind!

Autor: Mar. Wa. (elektrowagi78) Benutzerseite
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Henry G. schrieb:
> http://www.nachdenkseiten.de/?p=28081

Der Anstieg der da gezeigt wird, sind 2900 Euro zu 3900 in 10 Jahren. 
Von diesen 35% Steigerung ist das Allermeiste die ganz normale Teuerung.

Zu dem Thema, ob man in die GKV-R darf, habe ich Folgendes rauskopiert:

**********************************************************************
Ein Ingenieur ist nach seinem Studium mit 25 erst einmal Angestellter 
und in der GKV. Nach ein paar Jahren macht er sich selbstständig und 
wechselt in die PKV. Mit 47 muss er seine Selbstständigkeit aufgeben und 
geht wieder in ein Angestelltenverhältnis. In diesem Zuge kehrt er in 
die GKV zurück. Mit 65 geht er in Rente.

Unser Ingenieur darf in die KVdR, da er die Vorversicherungszeit gerade 
so erfüllt: Er war 40 Jahre lang erwerbstätig. Die zweite Hälfte seines 
Erwerbslebens begann mit 45. Von den restlichen 20 Jahren war er ab 47 
18 Jahre lang in der GKV, was genau 90 Prozent dieser Zeit ausmacht.

**********************************************************************

Er darf also in die KVdR!

Ich bin mit 28 in den Job gekommen und könnte also bis zum 48. 
Lebemsjahr in der PKV bleiben!

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Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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genervt schrieb:
> Steht hier aber anders:
>
> http://www.finanztip.de/gkv/krankenversicherung-der-rentner/
>
> Kümmert mich aber nicht, bin da raus.

Nöö!
Steht dort GENAU SO wie von mir beschrieben:
Siehe:

Zitat FINANZTIP:
>Vorversicherungszeit

> In die KVdR darf, wer in der zweiten Hälfte seines Erwerbsleben zu 90
> Prozent gesetzlich versichert war. Dabei spielt es keine *Rolle*, ob Sie
> während des Erwerbslebens in der GKV pflichtversichert, *freiwillig*
> versichert oder *familienversichert+ waren - es genügt, dass Sie überhaupt
> in der GKV waren.

Noch einmal:
Du verwechselst Ursache und Wirkung!

Paul B. schrieb:
> Carsten S. schrieb:
>> Sein Arbeitsleben war also 45 Jahre lang.
>
> Hallo!? Das ist Max Mustermann. Der hat mit der Realität nichts zu tun.
> Jemand, der das "Vergnügen" hatte, jemals ALG2 beziehen zu müssen, ist
> aus dem Rennen, weil für ihn keine SV-Beiträge mehr geleistet werden.
> Das ist heute die Mehrheit. Zum Dank dafür, daß er vorzeitig in die
> Rente gezwungen wird, bekommt er damit noch einmal Eine drübergezogen.

NEIN NEIN NEIN!
Wie wäre es wenn du bei solch wichtigen Themen mit Tragweite für das 
gesamte restliche Leben, wo du ganz offensichtlich überhaupt keine 
Ahnung von hast, einfach mal die Klappe halten würdest anstatt 
HAARSTRÄUBEND FALSCHE Information zu posten?

Natürlich sind ALG2 Bezieher in der Regel gesetzlich versichert!
(Ja! es werden sogar Beiträge für diese abgeführt, aber das spielt keine 
Rolle, es kommt nur auf die Versicherung an)

Ausgenommen sind nur diejenigen, die bereits vor H4/ALG2 Bezug nicht 
gesetzlich versichert waren und auch keine Chance auf einen Rückwechsel 
mehr haben.

Also nochmal: Es ist völlig Egal ob du nach deinem ersten Bezahlten 
Arbeitstag 45 Jahre gearbeitet hast, als Hausmann über deine gesetzlich 
versicherte arbeitende Ehefrau kostenlos mitversichert oder 45 Jahre 
ALG2/H4 bezogen hast.
Sofern du nicht aktiv aus der GKV ausgetreten bist hast du Anspruch auf 
GKVR

Lalala schrieb:
> Danke für die guten Infos. Wie ist das mit ins Ausland gehen in der 2ten
> Hälfte des Berufslebens für ein paar Jahre? Rettet da eine Anwartschaft?

Also Auslandsaufenthalte unterbrechen die Zählung nicht.
Im besten Fall gefährden diese deinen Status nicht, im schlimmsten Fall 
kostet er dich jede Chance auf GKV-R!

Es zählt taggenau die Zeit (Kalendarisch) zwischen deinem ersten 
Arbeitstag und dem Rentenantrag. Es ist völlig egal was du dazwischen 
gemacht hat, wo du warst oder warum etwas so lief wie es lief.
Es wird nur geprüft: 9/10 der Zeit in der GKV oder nicht! Die Zeit im 
Ausland zählt also mit. Dies dürfte für die meisten Studierten (etwa 41 
Jahre Berufstätigkeit bis zur Rente) z.B. bedeuten: Es reichen drei 
Jahre USA Aufenthalt ab dem Alter von 45 -mit 
Bezahlung/Sozialversicherung nach US Recht- und die Chance auf GKVdR ist 
Ein für allemal dahin!

Aber es gibt Ausnahmen: Arbeitet man im EU-Ausland und ist dort bei der 
dortigen GKV "gesetzlich versichert", so zählen diese 
Versicherungszeiten genauso wie die Zeit bei der deutschen GKV.
Ist man aber in dieser Zeit Privatversichert gilt das als 
Nicht-GKV-Versichert bei der Prüfung der 9/10 Regel.

Und natürlich: Arbeitet man zwar im Ausland, wird aber nach deutschem 
Recht beschäftig und bezahlt, also Sozialabgaben fallen in DL an, so 
besteht keinerlei Unterschied zu einer Tätigkeit innerhalb der BRD 
Grenzen.

Gruß
Carsten

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Markus W. schrieb:
> Ich bin mit 28 in den Job gekommen und könnte also bis zum 48.
> Lebemsjahr in der PKV bleiben!

Ja, Aber auch nur dann wenn du tatschlich bis zum regulären 
Renteneintritt (Altersrente) durchhälst!
Wirst du Krank und dadurch Arbeitsunfähig oder fällst später in ALG2 und 
das Amt kann durch erzwungene Frühverrentung ein, zwei oder drei Jahre 
vor der regulären Altersgrenze etwas Geld sparen, dann könnte 48 für den 
Wechsel sich als ein paar Tage zu Alt herrausgestellen.

Wie gesagt, es zählen nur die tatsächlichen Zeiten! Und zwar Taggenau!

Claus M. schrieb:
> Dann hoffe mal, dass du überhaupt das fragliche Alter erreichtst! Nicht
> dass du nach 30 Jahren in der GKV Holzklasse einfach abtrittst bevor du
> in den Genuss der günstigen Altersverwahrung komsmt!

Ich fürchte fast das Märchen von der medizinisch schlechteren Versorgung 
in der GKV glaubst du wirklich...
Dabei hat sich gerade in den letzten Jahren gezeigt das in der Summe 
eher das Gegenteil der Fall ist.
Mag zwar auf den ersten Blick merkwürdig erscheinen, denn es ist in der 
Tat so das an vielen Stellen die PKVler scheinbar besonders getätschelt 
werden... Bessere Zimmer, bei einigen Ärzten schnellere Termine. Immer 
die neuesten Behandlungsmethoden...

Aber tatsächlich eht es dabei nur um eines "Geldverdienen!"
Und gerade da wo die Behandlung zwischen PKV und GKV sich am meisten 
Unterscheidet, gerade da kann man davon ausgehen das GELD ein 
bedeutendes Entscheidungskriterium ist. Manchmal leider auch wichtiger 
als die Gesundheit des Patienten...

Die PKV Patienten sind dem als alleinige Vertragspartner der 
Ärte/Krankenhäusern relativ ausgeliefert. Da darf ALLEs ungebremst auf 
die Patienten losgelassen werden was in Deutschland irgendwie eine 
Zulassung erhalten hat. Und dort wo das Geld im Vordergrund steht wird 
bei dann gerne das in genau der Reihenfolge gemacht das es am meisten 
einbringt.

Bei den GKV hingegen ist bei "Standarderkrankungen" für die es eine 
hinreichend wirksame "Standardbehandlung" gibt eine neue 
Behandlungsmethode ohne Vorliegen besonderer Gründe erst dann ein Thema 
wenn die Begutachtung hinsichtlich Wirkung und Langzeitprognose  für 
Folgekomplikationen erfolgreich und positiv abgeschlossen ist.

Ja, das wird manchmal als Benachteiligung aufgefasst und von den PKV 
erst recht als solche Verkauft, aber im Grunde ist es eine sehr wichtige 
SCHUTZMAßNAHME um folgenschwere Fehler möglichst weit zu verhindern.

Es geht dabei zwar auch, aber nicht in erster Linie ums Geld.
Die Methode muss zwar Wirtschaftlich sein, also bei deutlichen 
Mehrkosten auch deutliche Vorteile bringen, aber ist dies gegeben wird 
auch diese teure Methode unabhängig von den absoluten Kosten nach 
Abschluss der Prüfung ebenfalls GKV Leistung.

Geradezu ein Paradebeispiel (eines von vielen) ist hier der Fall ROBODOC
http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelwissen/d-65886423.html

Viele Jahre lang wurden Patienten mit der tollen neuen Methode (teuer) 
operiert. Ettliche tausend haben schwerste Langszeitschäden 
davongetragen.
Und das obwohl es schon länger Hinweise auf schwere Komplikationen gab.
Zum allergrößten Teil Privatpatienten. GKVler gibt es darunter auch, 
aber nur wenige. Denn auch was keine Regelleistung ist kann ein GKVler 
beanspruchen wenn der Arzt glaubhaft macht das dies deutliche Vorteile 
bringt.
Aufgeflogen ist das ganze dann im Rahmen der Bewertungsstudie der GKV wo 
es eigendlich darum gehen sollt die ROBODOC Operationen in den 
Leistungskatalog der GKV aufzunehmen.
Dort stellte man dann erstaunt fest wie viel mehr schwerste 
Komplikationen bis hin völligen Invalidität es im vergleich zur 
"Standardmethode" gibt.

Heute werden sowohl die GKV wie auch die PKV Patienten wieder nach der 
Standardmethode operiert. Von den selben Personen, in den selben OPs mit 
dem selben HAndwerkszeug. Nur die Zimmer der GKVler ohne 
Zusatzversicherung sind MANCHMAL schlechter...

Und das ist nur einer von vielen Fällen. WEnn auch gleich recht 
Spektakulär. Aber solche Beispiele gibt es einige. Ein anderes Thema, 
ebenfalls Orthopädie, sind Keramikgelenke anstelle von MEtallgelenken.

Insbesondere bei den ersten Generationen (die fast ausnahmslos an PKV 
versicherten AUSPROBIERT wurden) gab es massive Haltbarkeitsprobleme.
So ist es beispielswese zu sehr vielen Brüchen der Implatate gekommen 
die eine sofortige Entfernung und deutlich schwierigere Neuimplatation 
zur Folge hatten. Manchmal schon nach wenigen Monaten.
Statt nach 20-30 Jahren (für viele evtl. somit erst nach dem Ableben) 
musste bereits nach 1-2 Jahren nach der letzen großen OP an derselben, 
noch nicht einmal völlig abgeheilten, Stelle wieder eine große OP 
vorgenommen werden.
Was das für einen 70Jährigen bedeutet kann man sich ja mal ausmalen...

Man könnte also auch sagen: Die PKV Versicherten sind nur zu Oft die 
Versuchskaninchen für die GKVler... ;-)

Gruß
Carsten

P.S.: Nur um das nochmal klarzustellen:
Die beschränkung auf KATALOGLEISTUNGEN in der GKV gilt NUR DANN wenn es 
unter den KATALOGLEISTUNGEN eine Behandlung die eine "gleichwertige" 
Erfolgsaussicht hat oder die Beeinträchtigung nur "geringfügig" ist.
(OK, für einen pubertierenden Jugendlichen ist AKne nicht geringfügig, 
aber...)
Gibt es eine solche "gleichwertige" Behandlung im Katalog nicht und es 
droht das Risiko von bleibenden Schäden oder gar Lebensgefahr, so müssen 
die gesetzlichen Kassen JEDE Behandlung bezahlen die Erfolgschancen 
bietet.  Es muss nur wissenschaftlich belegbar sein...

Wenn also jemand eine Krebsprognose hat die bei Behandlung in DL eine 
Überlebenswarscheinlichkeit von 2% hat, es aber wissenschaftlich 
fundierte Hinweise gibt das eine Behandlung mit "neuer Therapie an 
Spitzenklinik in USA für 1000 000 USD" eine Überlebenswahrscheinlichkeit 
von 20 % bietet, so MUSS die GKV auch dieses Zahlen.
Das Problem ist nur das bei den tollen Lebensrettenden Therapien die den 
GKVlern angeblich vorenthalten werden oft einfach keine 
Wirksamkeitsnachweise erbracht werden können und wenn die dann nach 
Jahren wieder in der versenkung verschwunden sind herauskommt das die 
gerade einmal genausogut oder gar noch schlechter waren als das 
Altbekannte!

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Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Carsten S. schrieb:
> Wie wäre es wenn du bei solch wichtigen Themen mit Tragweite für das
> gesamte restliche Leben, wo du ganz offensichtlich überhaupt keine
> Ahnung von hast, einfach mal die Klappe halten würdest anstatt
> HAARSTRÄUBEND FALSCHE Information zu posten?

Jetzt pass mal gut auf, mein Freund...
Nimm Dir Deine Ratschläge selbst zu Herzen, Du Schwafler! Lies das:

http://tacheles-sozialhilfe.de/startseite/aktuelle...

Ab dafür
Paul

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Paul B. schrieb:
> Carsten S. schrieb:
>> Wie wäre es wenn du bei solch wichtigen Themen mit Tragweite für das
>> gesamte restliche Leben, wo du ganz offensichtlich überhaupt keine
>> Ahnung von hast, einfach mal die Klappe halten würdest anstatt
>> HAARSTRÄUBEND FALSCHE Information zu posten?
>
> Jetzt pass mal gut auf, mein Freund...
> Nimm Dir Deine Ratschläge selbst zu Herzen, Du Schwafler! Lies das:
>
> http://tacheles-sozialhilfe.de/startseite/aktuelle...

Was genau soll ein Artikel unter der Überschrift

"Welche Auswirkungen hat die Streichung von Rentenbeiträgen im Zuge des 
Haushaltsbegleitgesetzes 2011 für Arbeitslosengeld-II-Bezieher?"

mit der GKV-Regelung für Rentner zu tun haben?

Du bist doch selbstverständlich weiterhin über die GKV versichert und 
damit erfüllst Du natürlich das 9/10-Kriterium, wenn Du in Rente gehst.

Inhaltlich hat Carsten bisher jedenfalls komplett Recht gehabt (schreien 
muss er allerdings nicht, man kann ihn auch so verstehen :-)

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Chris D. schrieb:
> Inhaltlich hat Carsten bisher jedenfalls komplett Recht gehabt

Wenn Du der Ansicht bist -in Ordnung. Lösche dann bitte meine Beiträge 
hier.
Ich werde mich zum lieben Feiertag keinem Streit aussetzen und jeder, 
der Betroffenen wird die von mir o.g. Auswirkungen dann zu gegebener 
Zeit auf seinem Rentenbescheid sehen.

MfG Paul

Autor: genervt (Gast)
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Der Zusatzbeitrag steigt wohl auch:

http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/kranke...

Autor: Anstaltsleiter (Gast)
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Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
Datum: 01.11.2015 10:05
> Ich werde mich zum lieben Feiertag keinem Streit aussetzen

Der erste November ist kein Feiertag in Dunkeldeutschland.

Autor: Ingenieur (Gast)
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Habe mir nicht alles durchgelesen, aber von meiner Seite nur ein 
Fallbeispiel:

Ich bin seit 17 Jahren in der privaten Krankenkasse und habe bisher 
sicher Euro 30.000 Euro an Beiträgen gespart - bei besseren Leistungen! 
Ich habe nicht nur den geringeren Beitrag von durchschnittlich 20% 
weniger, sondern ich bekomme auch bis zu 3 Monate im Jahr zurück, wenn 
ich nicht krank war. Und ich bin bestenfalls alle 3 Jahre mal krank. Und 
wenn, reiche ich es einfach nicht ein, sondern zahle den Kleinkram 
selber. Bei den wenigen schweren Sachen waren es OPs und Unfälle, die 
ich immer im 1-Bett-Zimmer hinter mich gebracht habe, bei bestem Essen 
und gesundem Schlaf. Im letzten Jahre habe ich knapp 6000,- Euro gezahlt 
und davon 1500,- wieder bekommen. Als Freiwillliger hätte ich über 
7500,- gezahlt. Macht 3000,- gespart.

Ok, ich weiss, dass die Privaten in den frühen Jahren deshalb gut Kasse 
gemacht haben, weil immer mehr aus der gesetzlichen geflüchtet sind und 
sie es sich deshalb erlauben konnten, den Ärzten mehr zu zahlen. Die 
rechnen mehr ab und haben den Profit. Mir kann es recht sein, weil ich 
sofort einen Termin bekomme und nicht warten muss. Das ist ja inzwischen 
erwiesen und von den TV-Magazinen getestet, dass man schneller einen 
Termin bekommt.

Wenn jemand Kinder hat, dann ist die gesetzliche sicher der bessere Weg, 
aber sonst ist man doch das Schlachtschwein. Wenn es in D mal zuviel 
sein sollte, gehe ich ins Ausland in eine Kasse - null Problemo!

Und Rente ist für mich sowieso nicht das, was es für die meisten ist, 
nämlich ein Almosen vom Staat, sondern ein Miethaus und langzeitstabile 
Aktien. Von daher interessiert es mich nicht, was es an Rente geben 
könnte - ich habe eine private und die ist allemal effektiver, als die 
gesetzliche, weil dort keine Mindererwerbstätigen mitgefüttert werden 
müssen.

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Ingenieur schrieb:
> Habe mir nicht alles durchgelesen, aber von meiner Seite nur ein
> Fallbeispiel:
>
> Ich bin seit 17 Jahren in der privaten Krankenkasse und habe bisher
> sicher Euro 30.000 Euro an Beiträgen gespart - bei besseren Leistungen!
Bessere Leistungen = Vermutung, Höhrensagen, Spekulation.
Richtig ist, an dir wird jeder Quatsch gemacht. Zig Untersuchungen um 
die Geräte zu bezahlen. Neue Behandlungsmethoden welche die GKV noch 
nicht zahlt, weil nicht erwiesen dass sie besser sind, oder einfach 
überflüssig sind, DU bekommst sie natürlich. Na Danke. Wenn du auf so 
was stehst.

> Ich habe nicht nur den geringeren Beitrag von durchschnittlich 20%
> weniger, sondern ich bekomme auch bis zu 3 Monate im Jahr zurück, wenn
> ich nicht krank war. Und ich bin bestenfalls alle 3 Jahre mal krank. Und
> wenn, reiche ich es einfach nicht ein, sondern zahle den Kleinkram
> selber.
Super Trick. Einfach selber zahlen. Weil die KV so gut und billig ist. 
Merk ich mir.

> Bei den wenigen schweren Sachen waren es OPs und Unfälle, die
> ich immer im 1-Bett-Zimmer hinter mich gebracht habe, bei bestem Essen
> und gesundem Schlaf.
Boa. Ein Einzelzimmer kann man auch einfach so bezahlen wenn man es denn 
möchte. Die kosten nicht die Welt.

> Und Rente ist für mich sowieso nicht das, was es für die meisten ist,
> nämlich ein Almosen vom Staat, sondern ein Miethaus und langzeitstabile
> Aktien. Von daher interessiert es mich nicht, was es an Rente geben
> könnte - ich habe eine private und die ist allemal effektiver, als die
> gesetzliche, weil dort keine Mindererwerbstätigen mitgefüttert werden
> müssen.
Die fette Privatrente wirst du brauchen, weil deine KV sauteuer werden 
wird. Schon einiges vor der Rente allerdings. Dann kannst du noch in den 
Basistarif absteigen (wie so viele vor dir) aus reiner Verzweiflung. 
Dort zahlst du dann den GKV Höchstsatz und bekommst nur einen Bruchteil 
der GKV Leistungen und aus deiner KV kommst du nicht mehr raus. Viel 
Spass.
Btw. ich bin schon lange über der GKV Bemessungsgrenze, zahle also den 
Maximalsatz (natürlich nur die Hälfte als Angestellter) und fühle mich 
NICHT als Schlachtschwein, da die GKV bereits auf maximum ist und falls 
es Beruflich abwärts gehen sollte, sinken die Beiträge mit. Bei dir ist 
das leider nicht so.

: Bearbeitet durch User
Autor: genervt (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> Ingenieur schrieb:
>> Habe mir nicht alles durchgelesen, aber von meiner Seite nur ein
>> Fallbeispiel:
>>
>> Ich bin seit 17 Jahren in der privaten Krankenkasse und habe bisher
>> sicher Euro 30.000 Euro an Beiträgen gespart - bei besseren Leistungen!
> Bessere Leistungen = Vermutung, Höhrensagen, Spekulation.
> Richtig ist, an dir wird jeder Quatsch gemacht. Zig Untersuchungen um
> die Geräte zu bezahlen. Neue Behandlungsmethoden welche die GKV noch
> nicht zahlt, weil nicht erwiesen dass sie besser sind, oder einfach
> überflüssig sind, DU bekommst sie natürlich. Na Danke. Wenn du auf so
> was stehst.

Zahnersatz, Brille, Medikamente....

Alles Dinge, für die du dich in der GKV dusslig zahlst und das ist 
echter Mehrwert.

Die Schickimicki-Sachen brauchst du nicht machen, wenn du nicht willst.

Cyblord -. schrieb:
> Super Trick. Einfach selber zahlen. Weil die KV so gut und billig ist.
> Merk ich mir.

Du hast es nicht verstanden?

Autor: genervt (Gast)
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Carsten S. schrieb:
> genervt schrieb:
>> Steht hier aber anders:
>>
>> http://www.finanztip.de/gkv/krankenversicherung-der-rentner/
>>
>> Kümmert mich aber nicht, bin da raus.
>
> Nöö!
> Steht dort GENAU SO wie von mir beschrieben:
> Siehe:
>
> Zitat FINANZTIP:
>>Vorversicherungszeit
>
>> In die KVdR darf, wer in der zweiten Hälfte seines Erwerbsleben zu 90
>> Prozent gesetzlich versichert war. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie
>> während des Erwerbslebens in der GKV pflichtversichert, *freiwillig*
>> versichert oder *familienversichert+ waren - es genügt, dass Sie überhaupt
>> in der GKV waren.

Hallo Carsten,

du hast recht, da hab ich beim Lesen geschlampt und hauptsächlich auf 
die Tabelle weiter unten geschielt.

Mea Culpa!

Intuitiv kam mir das mit der Tabelle auch richtig vor, nach dem 
Solidarprinzip und der Überlegung, dass man irgendwie Geld in die Kasse 
bringen sollte...

Aber wenn das so ist, wird das noch spannend:

Der Mindestbeitrag soll ja bei 160€/Monat liegen? die Durchschnittsrente 
liegt glaub <1000€, von daher bringen die Rentner im Schnitt kaum über 
160€ in die Kasse rein und NOTWENDIG sind im Schnitt aber etwa 
220€/Beitragszahler.

Derzeit sind es 1/3 Rentner (die als wohlhabende Rentnergeneration 
gelten) und 2/3 Arbeitnehmer, wenn jetzt in den nächsten Jahrzehnten die 
Verteilung andres herum ist und die Rentensituation eher schlechter 
wird, dann wird sich da noch gewaltig was ändern!

Es wird immer gebetsmühlenartig wiederholt, dass die PKV im Alter teuer 
wird, aber so wie es aussieht, sitzt die GKV auch auf einem Pulverfass!

Autor: Anstaltsleiter & Trollhunter (Gast)
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Ingenieur schrieb:
> habe bisher sicher Euro 30.000 Euro
> knapp 6000,- Euro

Als 'Ingenieur' sollte man sich konsequenterweise für
eine einheitliche Schreibweise entscheiden können.

> Das ist ja inzwischen erwiesen und von den TV-Magazinen getestet

ROFL

> OPs und Unfälle, die ich immer im 1-Bett-Zimmer hinter mich gebracht
> habe bei bestem Essen und gesundem Schlaf.

'Gesunder Schlaf' als Schwerkranker in der Klinik
(Künstliches Koma nur für Privatpatienten?)  ROFL

Trollt hier etwa ein strammer BLICK-Leser
oder ist es doch nur ein (minderwüchsiger) Heiner?

Autor: Schiller72 (Gast)
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genervt schrieb:
> Es wird immer gebetsmühlenartig wiederholt, dass die PKV im Alter teuer
> wird, aber so wie es aussieht, sitzt die GKV auch auf einem Pulverfass!

Naja, eines war zumindest immer so: im Zweifel zur Deckung der 
GKV-Kosten setzt der Staat Steuermittel ein. Darauf würde ich mich in 
Zukunft auch nicht verlassen wollen, aber zumindest besteht diese 
Option, z.B. um "da Volk zu beruhigen". Bei einer PKV ist diese Option 
ausgeschlossen.
http://www.bmg.bund.de/themen/krankenversicherung/...

Ansonsten, ohne hier schon Gesagtes zu wiederholen ... PKV als Beamter 
JA, weil die Beihilfe ca. 50% + X der Versicherungsbeiträge zahlt. Als 
Angestellter und Selbstständiger - ganz klar GKV. In guten Zeiten mit 
gutem Einkommen kann man heutzutage fast Alles zur GKV hinzu versichern, 
wie bei einer Sachversicherung. Wer auf Chefarzt steht, Einzelzimmer, 
etc., kann das auch in der GKV "lösen" mit Zusatzversicherung bei der 
GKV selbst oder im Rahmen einer zusätzlichen PKV für gewisse Optionen. 
Zahnversicherungen gibt es z.B. auch eigenständig. Das hat aller IMO den 
Vorteil, dass man, vorausgesetzt man hat das GKV-System nicht verlassen, 
auch in finanziellen schwierigen Zeiten seine 
Krankenversicherungsbeiträge für BASICS (die deutlich besser als ein 
Basistarif der GKV sind) bezahlen kann (Luxus der GKV dann eben 
gekündigt) ... und das ist der Kern.

Es ist meiner Meinung schon schlimm genug, dass es im Bereich von 
Krankheiten bzw. Gesundheit überhaupt solch Unterscheidungen in Bezug 
auf die "Versicherung" gibt. VERSICHERN im Sinne einer ertragsgebundenen 
Versicherung (am besten mit Kapitalrendite) sollte man Sparguthaben, 
Sachwerte etc. aber mit Sicherheit keine Menschen oder deren Gesundheit. 
Andere Länder sind da deutlich weiter. Jedem Menschen sollte wohl eine 
adäquate Heilung im Krankheitsfall gewährleistet werden können. NIEMAND 
ist vor Krankheit gefeit auch kein PKV Millionär (mit "ach so" gesunder 
Lebensweise). Daher sollte ein Gesundheitswesen auch so angelegt sein, 
eben um kranken Menschen zu helfen und nicht um Renditen zu 
erwirtschaften. Beides schließt sich eigentlich von vorn herein aus. Und 
genau darin liegen die Probleme in D'schland's neoliberalen Gesundheits- 
AG's / GmbH's, dank großer Lobby. Eine Gesundheitsversorgung kann nur 
solidarisch funktionieren, ebenso wie ein Rentensystem per 
Generationenvertrag. Sachversichern kann man gern ein Auto, sein iPhone 
oder seine Hütte. Alles andere ist neoliberale Politik und Lobbyismus 
der Versicherungsanbieter.

Berufsunfähigkeit passt hier auch ganz gut ins Bild. In früheren Jahren 
war es Aufgabe des Staates aus Steuermitteln diesen Menschen zu helfen, 
und das ohne Klageweg gegen ihre BU-Versicherung (den heute, Einige 
bestreiten müssen, die eine solche überhaupt abgeschlossen haben und 
finanzieren können).

Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen. Von daher verstehe ich es 
überhaupt nicht, wie aktuell ein derartiges System Realitätit sein kann. 
Auch in der GKV herrscht sog. Wettbewerb zwischen Krankenhäusern um 
Bilanzen, auch dort soll der Gewinn stimmen. Das passt überhaupt nicht. 
Punktsystem etc. Teuere Medikamente mit fragwürdigen Nutzen und/oder 
Schäden, fragwürdige Operationen mit fragwürdigem Nutzen und/oder 
Schäden. Dies alles in der PKV durch Anreize der "Anbieter dieser 
Leistungen" noch verschärft. Schweden hat z.B. ein staatlich gelenktes 
Gesundheitssystem, im Kerngedanken dem der ehemaligen DDR entsprechend. 
Es gibt Ärzte, Krankenhauspersonal, Technik und Krankenhäuser, die der 
Staat aus Steuermitteln bezahlt. Diese haben das Ziel dem Kranken zu 
helfen und darum sollte es gehen, nicht um Bilanzen oder Gewinne von 
AG's oder GmbH's !
Bedenklich hierzulande, dass es das teuerste Gesundheitssystem eben 
häufig nicht auf "die Reihe bekommt" adäquat zu helfen, weil es 
Profit-orientiert und nicht Patienten-orientiert ausgelegt ist.

Autor: Schiller72 (Gast)
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Edit:
Das hat aller IMO den Vorteil, dass man, vorausgesetzt man hat das 
GKV-System nicht verlassen, auch in finanziellen schwierigen Zeiten 
seine Krankenversicherungsbeiträge für BASICS (die deutlich besser als 
ein Basistarif der P KV sind) bezahlen kann (Luxus der P KV 
Zusatzversicherung dann eben gekündigt) ... und das ist der Kern.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Schiller72 schrieb:
> genervt schrieb:
>> Es wird immer gebetsmühlenartig wiederholt, dass die PKV im Alter teuer
>> wird, aber so wie es aussieht, sitzt die GKV auch auf einem Pulverfass!
>
> Naja, eines war zumindest immer so: im Zweifel zur Deckung der
> GKV-Kosten setzt der Staat Steuermittel ein.

Ja, die PKV ist so gut wie Tod!
Und Leute vergeßt die Strukturen vor 20 Jahren in der BRD.
Die Zukunft heißt Europa!
Und daran werden die Strukturen der sozialen Absicherung sich 
orientieren.
Alles was in D-land war und noch ist, steht in Frage.
Und zwar alles was den oberen 10% ihre Rendite schmälert wird 
gestrichen!

Autor: Claus M. (energy)
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Cyblord -. schrieb:
> Ingenieur schrieb:
>> Habe mir nicht alles durchgelesen, aber von meiner Seite nur ein
>> Fallbeispiel:
>>
>> Ich bin seit 17 Jahren in der privaten Krankenkasse und habe bisher
>> sicher Euro 30.000 Euro an Beiträgen gespart - bei besseren Leistungen!
> Bessere Leistungen = Vermutung, Höhrensagen, Spekulation.
> Richtig ist, an dir wird jeder Quatsch gemacht. Zig Untersuchungen um
> die Geräte zu bezahlen. Neue Behandlungsmethoden welche die GKV noch
> nicht zahlt, weil nicht erwiesen dass sie besser sind, oder einfach
> überflüssig sind, DU bekommst sie natürlich. Na Danke. Wenn du auf so
> was stehst.

Ein Beispiel für diesen angeblichen "Quatsch", der einem als PKV Patient 
zusteht: Beim Hautarzt. Was zahlt die GKV? Die Untersuchtung mit einer 
Lupe, wie vor 100 Jahren. Was zahlt die PKV: Verwendung eines digitalen 
Mikroskops. Arzt sieht direkt auf einem Großbildschirm den Leberfleck. 
Kann ihn speichern um in 2 Jahren Veränderungen zu sehen. Die Software 
hat eine Bildauswertung und schlägt bei verdächtigen Strukturen sofort 
Alarm.

Was ist besser? Alles Unsinn und Spekulation, klar!

Autor: genervt (Gast)
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Claus M. schrieb:
> Was zahlt die GKV? Die Untersuchtung mit einer
> Lupe, wie vor 100 Jahren. Was zahlt die PKV: Verwendung eines digitalen
> Mikroskops.

Man zahlt in der GKV beim Hauarzt ggf. sogar noch eine Pauschale für die 
Lupe zu.

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Claus M. schrieb:
> Ein Beispiel für diesen angeblichen "Quatsch", der einem als PKV Patient
> zusteht: Beim Hautarzt. Was zahlt die GKV? Die Untersuchtung mit einer
> Lupe, wie vor 100 Jahren. Was zahlt die PKV: Verwendung eines digitalen
> Mikroskops. Arzt sieht direkt auf einem Großbildschirm den Leberfleck.
> Kann ihn speichern um in 2 Jahren Veränderungen zu sehen. Die Software
> hat eine Bildauswertung und schlägt bei verdächtigen Strukturen sofort
> Alarm.
>
> Was ist besser? Alles Unsinn und Spekulation, klar!

Typischer Fall. Der NUTZEN ist gar nicht erwiesen. Weniger Hautkrebs 
durch diese Methode? Gibt's da Studien? Natürlich nicht. Aber man gibt 
den Hautkrebs-Angstis ein gutes Gefühl da man angeblich mit Hightech 
arbeitet und kann dabei abkassieren. Immer dasselbe.

Und WENN man wirklich Wert darauf legen sollte, kann man die 60 Euro 
auch so berappen. DAS ist sicher kein Grund sich die PKV ans Bein zu 
binden.

: Bearbeitet durch User
Autor: genervt (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> Typischer Fall. Der NUTZEN ist gar nicht erwiesen. Weniger Hautkrebs
> durch diese Methode?

ACHDUSCHEISSE! Es geht um die Erkennung dessen! Und zwar um die 
Frühestmögliche! Wenn die Erkennung nix bringen würde, würde das die GKV 
auch garnicht zahlen.

Ist das soooo schwer zu verstehen?

Cyblord -. schrieb:
> Und WENN man wirklich Wert darauf legen sollte, kann man die 60 Euro
> auch so berappen. DAS ist sicher kein Grund sich die PKV ans Bein zu
> binden.

Es war nur ein Beispiel, eines von vielen....

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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genervt schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Typischer Fall. Der NUTZEN ist gar nicht erwiesen. Weniger Hautkrebs
>> durch diese Methode?
>
> ACHDUSCHEISSE! Es geht um die Erkennung dessen! Und zwar um die
> Frühestmögliche! Wenn die Erkennung nix bringen würde, würde das die GKV
> auch garnicht zahlen.
Machen die meist auch nicht. Die allerwenigsten Vorsorgeuntersuchungen 
bringen überhaupt was. Vor allem nicht bei sämtlichem Krebs. Im 
Gegenteil: Je früher er erkannt wird, desto weniger Lebensqualität 
bleibt noch. Da man sich früher mit Chemo und Co. kaputt macht und am 
Ende trotzdem nicht später stirbt.
Allerdings bei Hautkrebs ist die Früherkennung noch relativ 
nutzbringend. Aber ein einfaches "Ansehen" reicht. Es gibt keine Studien 
welche belegen dass mehr Hautkrebs durch deine Hightech erkannt wird, 
als mit der Lupe. DAS meinte ich.


> Es war nur ein Beispiel, eines von vielen....
Ja nur solche Einzelbeispiele rechtfertigen die PKV einfach nicht. 
Höchstens du bist Hypochonder, nimmst jede Untersuchung mit, willst 
jeden Quatsch haben, Angsti halt. Dann kommst vielleicht billiger. Aber 
wer will das schon?

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Autor: genervt (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> Allerdings bei Hautkrebs ist die Früherkennung noch relativ
> nutzbringend. Aber ein einfaches "Ansehen" reicht. Es gibt keine Studien
> welche belegen dass mehr Hautkrebs durch deine Hightech erkannt wird,
> als mit der Lupe. DAS meinte ich.

Warst du schon mal beim Hautarzt deswegen, oder bist du noch zu jung?

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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genervt schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Allerdings bei Hautkrebs ist die Früherkennung noch relativ
>> nutzbringend. Aber ein einfaches "Ansehen" reicht. Es gibt keine Studien
>> welche belegen dass mehr Hautkrebs durch deine Hightech erkannt wird,
>> als mit der Lupe. DAS meinte ich.
>
> Warst du schon mal beim Hautarzt deswegen, oder bist du noch zu jung?

Nein, ich habe aber auch praktisch keine Leberflecken. Und wie gesagt, 
Vorsorgeuntersuchungen bringen wirklich meist gar nichts. WENN ich was 
aufälliges irgendwo bemerken sollte, geh ich zum Arzt und lasse 
nachsehen. Eigentlich ist das normal. Aber diese Vollkaskomentalität ist 
ein Trugschluss. Gefühlte Sicherheit aber nicht mehr.

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Autor: genervt (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> Nein, ich habe aber auch praktisch keine Leberflecken. Und wie gesagt,
> Vorsorgeuntersuchungen bringen wirklich meist gar nichts.

Gut, dann hätte dir vllt. auffallen können, dass die Hautärzte bei 
Kassenpatienten teilweise recht unmotiviert untersuchen und da würde es 
mich nicht wundern, wenn Fehler passieren.

Zum einen braucht man für so offensichtliche Dinge keine Studie, um das 
nachvollziehen zu können und zum anderen würde die GKV das nicht zahlen, 
wenn es nichts bringen würde - wie schon gesagt. Zudem war es dein 
Argument, dass die GKV nur das zahlt, was notwendig ist.

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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genervt schrieb:
> Zum einen braucht man für so offensichtliche Dinge keine Studie, um das
> nachvollziehen zu können
Mit solchen Aussagen sollte man vorsichtig sein. Viele was 
"offensichtlich" scheint ist es bei näherer Betrachtung überhaupt nicht.

> und zum anderen würde die GKV das nicht zahlen,
Machen viele auch gar nicht. Nicht mal Lupe.

> wenn es nichts bringen würde - wie schon gesagt. Zudem war es dein
> Argument, dass die GKV nur das zahlt, was notwendig ist.

Jein. Viele GKV zahlen inzwischen auch grenzwertige bis absurde Dinge, 
weil die Kunden es wollen. z.B. einige auch Homöopathie usw. (Wobei das 
die Kassen anscheinend ja billiger kommt als echte Medikamente, von dem 
her ok).
Aber der Unterschied ist, GKV Patienten wird so was erst gar nicht 
aufgeschwatzt. Wahrscheinlich weil man nicht so einfach rausfinden kann, 
ob die GKV das nun zahlt oder nicht. Bei PKV wird einfach mal alles 
gemacht.

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Autor: genervt (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> genervt schrieb:
>> Zum einen braucht man für so offensichtliche Dinge keine Studie, um das
>> nachvollziehen zu können
> Mit solchen Aussagen sollte man vorsichtig sein. Viele was
> "offensichtlich" scheint ist es bei näherer Betrachtung überhaupt nicht.

Auf die Ausführung dieser Argumente freute ich mich jetzt schon!

Cyblord -. schrieb:
>> und zum anderen würde die GKV das nicht zahlen,
> Machen viele auch gar nicht. Nicht mal Lupe.

Wenn du dich vorher informieren würdest, anstatt nur Behauptungen 
aufzustellen: Zahlen tun sie ab dem 35. Lebensjahr, die Pautschale, die 
der Hautarzt dabei abkassiert sind 25€ und zusätzlich darf der GKVler 
noch 7€ für das Auflichtmikroskop aus eigener Tasche zahlen (Wenn er 
denn will).

Autor: genervt (Gast)
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Oh und btw: Für H4 in der GKV zahlt der Staat nur ca. 130€ in die GKV, 
oder täusche ich mich da?

Autor: Ingenieur (Gast)
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genervt schrieb:
> Oh und btw: Für H4 in der GKV zahlt der Staat nur ca. 130€ in die
> GKV,
> oder täusche ich mich da?

Seid ihr Ings oder Hartzer?

Autor: Claus M. (energy)
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Ingenieur schrieb:
> genervt schrieb:
>> Oh und btw: Für H4 in der GKV zahlt der Staat nur ca. 130€ in die
>> GKV,
>> oder täusche ich mich da?
>
> Seid ihr Ings oder Hartzer?

Die Krankenkassen erhalten vom Gesundheitsfonds eine einheitliche 
Grundpauschale pro Versichertem plus alters-, geschlechts- und 
risikoadjustierten Zu- und Abschlägen zur Deckung ihrer standardisierten 
Leistungsausgaben.


Es ist egal ob Hartzer oder Ing., die GKV bekommt für beide den gleichen 
Kostenbeitrag. Der Kasse kann es also egal sein, was das Mitglied 
verdient. Darum bekommt der Ing. auch nur die gleiche Leistung wie der 
Hartzer...

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Autor: Kolophonium (Gast)
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>Darum bekommt der Ing. auch nur die gleiche Leistung wie der
>Hartzer...

Welches Problem hast du damit, daß jedes GKV-Mitglied die gleiche 
Behandlung bekommt? Die Krankenversicherung ist nun mal eine 
SOLIDARVERSICHERUNG.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Kolophonium schrieb:
>>Darum bekommt der Ing. auch nur die gleiche Leistung wie der
>>Hartzer...
>
> Welches Problem hast du damit, daß jedes GKV-Mitglied die gleiche
> Behandlung bekommt? Die Krankenversicherung ist nun mal eine
> SOLIDARVERSICHERUNG.

eigentlich sollte die Krankenversicherung die Risiken abdecken, die ein 
einzelner nicht tragen kann. Zum Beispiel muß wohl jeder selber wissen 
wieviele Tabletten er haben will, also wie oft er zu Apotheke will 
(Fahrtkosten lassen wir aussen vor). Ob beim Zahnarzt es was besseres 
sein soll beim Zahnersatz(Beim Auto will ja  auch ned jedergleich die 
absoluten megateuren Superbreitschlappen!).
So kann man die Beiträge niedrig halten und die die mehr haben leisten 
sich halt mehr auf eigene Rechnung!

Autor: Kolophonium (Gast)
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>Zum Beispiel muß wohl jeder selber wissen wie viele Tabletten er haben
>will,

Ich weiß ja nicht, wie es bei dir ist. Ich nehme so viele Tabletten wie 
ich brauche, nicht wie viele ich will.

Wenn du als GKV-Patient was Besseres willst mußt du eben zuzahlen. Wo 
ist da dein Problem?
Oder möchtest du Probleme schaffen, wo keine sind?

Autor: Joachim B. (jar)
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Kolophonium schrieb:
> Ich weiß ja nicht, wie es bei dir ist. Ich nehme so viele Tabletten wie
> ich brauche, nicht wie viele ich will.

das mag bei dir so sein, schaue ich mir heute meine Genration bis Eltern 
so an, sehe ich Tabletten bis zum abwinken, ob die wirklich helfen?

Meine Oma ist 96 ohne viele Tabletten, mein Opa wurde 90 ohne diese 
heutige Menge an Tabletten, ob den Tablettensüchtigen das wirklich zu 
einem längeren Leben verhilft?

http://www.daserste.de/information/politik-weltges...

ich bezweifel ob die Menschen dort diese Menge Tabletten bekommen.

Mir wurden über 10 Jahre auch Tabletten empfohlen und sogar 
verschrieben, ich habe sie dann mal für 2 Jahre abgesetzt, an meinen 
Blutwerten und Gesundheitszustand hat sich dadurch nix verändert und man 
sagte mir auch diese Tabletten senken bloß das Risiko, eine Garantie 
sind die nicht.
So nun habe ich wohl Glück gehabt das in den 2 Jahren der Risikofall 
nicht eingetreten ist.

Das perverse ist doch, bei einer Zahn OP bekam ich vom Arzt genau 9 
paracetamol mit 100mg verschrieben bezahlte meine 5,- Gebühr und hätte 
für 3,50 eine 20er Packung mit 50mg bekommen hätte also locker für 
weniger Geld 2x 50mg nehmen können, man war ich hinterher sauer wie ich 
abgezockt wurde, Kommentar vom Arzt, ich weiss ja nicht was die sonst 
kosten.

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Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Mal was zum Schocken:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kassenvergle...

Wenn`s kommt da beschrieben, dann ist wohl ende im Kanal!

Autor: Mitleser (Gast)
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Seit 2010 kann man die Grundwerte der Krankenkasse, also die 
Pflichtbeiträge + Pflege-V ohne Zusatzleistungen komplett von der Steuer 
absetzen. Wer da also brav seine 38xx,- an Maximalbeitrag gezahlt hat, 
bekommt davon 1800,- von dem Finanzamt zurück. Die Krankenkasse kostet 
also  nur noch 2000,- im Jahr.  Selbst wenn die BMGs weiter steigen, 
bleibt das alles noch im Rahmen. Sagen wir in 20 Jahren 60.000 Euro BMG 
und 20% Beiträge. Macht 6000,- für den AN und steuerlich in Anrechnung 
gebracht 3000,- netto. Das sind nicht mal 250,- im Monat.

Ein Beispiel meines Versicherungsmaklers, der mir von der PKV abgeraten 
hat:

Momentan kann ich im Jahr 1940,- Euro brutto sparen. Das setzt sich fort 
bis etwa zum Jahr 2035, wenn die PKV ähnlich teuer sein wird, wie die 
gesetzliche, weil die Altersbeiträge kontinuierlich steigen. Bei etwa 
17,5% zahlt man dann etwa 11.000 Euro (nach zukünftigem Wert).

Also schon bei Renteneintritt mit 67 geht es schon rückwärts und die 
angehäufte Ersparnis von 57.000 - einschließlich der ersten Jahre, die 
ich hätte sparen können, baut sich ab. Mit 76 kippt es und die Ersparnis 
ist weg. Danach lege ich drauf!

Ein später Eintritt lohnt also garnicht und älter, als 80 sollte man 
nicht werden.

Autor: genervt (Gast)
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Cha-woma M. schrieb:
> Mal was zum Schocken:
> 
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kassenvergle...
>
> Wenn`s kommt da beschrieben, dann ist wohl ende im Kanal!

Wenn sich bei einem 35-Jähren bis zum Renteneintritt mit 67 die Beiträge 
verdreifachen, dann ist doch alles wie erwartet gelaufen.

Was soll da knallen??? Gibt doch keinen Anlass dazu!

Autor: Mitleser (Gast)
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Er meint, dass das System zusammenbricht. Die PKVs sind ja verpflichtet, 
einen Basistarif anzubieten und der bemisst sich an der Bemessungsgrenze 
x dem Beitragssatz. Der wird zwar steigen, aber trotzdem ist er ein 
hartes Limit! Die PKVs können also bei den Rentnern nicht mehr so viel 
absahnen - also können sie es den Jungen nicht mehr so billig anbieten, 
also fehlen die Neuzahler!

Ergebnis: Die Kassen machen pleite oder müssen die Leistungen kürzen 
oder gestützt werden. Irgendwann werden die PKV aufgelöst!

Fragt sich, ob man das noch mitnehmen sollte: Meine Rechnung zeigt für 
mich als 40-Jährigen "NEIN"! Klar "Nein".

Die Grundfrage ist die Folgende: Wieviel zahlt man im Alter mehr, als in 
der GKV, weil die Beiträge sehr hoch sind und man mutmasslich die 
Deckelgrenze zahlen muss. Das sind momentan 7800,- und die wird massiv 
steigen, weil die MBG hoch gehen wird und die Beiträge. Vorsicht 
geschätzt steigt die BMG locker um 2% im Jahr und die Beiträge auf 
sicher 18%!

Wer im Alter aber wenig Geld hat, weil er eine kleine Rente hat und auch 
einen geringen Steuersatz, der kann von den dann hohen Beiträgen nicht 
viel absetzen, bzw an Vorteil schöpfen, sondern sie gehen voll netto 
weg!

Fassen wir es mal zusammen: Die PKV ist lohnend, wenn:

- man nicht alt werden wird, weil man pro Jahr einige Tausende 
abschmelzen muss und bei hohem Alter das irgendwann kippt

- der Steuersatz im Alter hoch ist, weil man eine hohe Rente und 
Einnahmen im Bereich der BMG hat

- die Rente an sich hoch ist und man ohnehin einen hohen Beitrag hätte

- die Beitragsbemessungsgrenzen wenig steigen, weil dann der Grundsatz 
geringer ausfällt

- man früh in die PKV einsteigt und viel Erspartes angehäuft hat

- man sehr früh viel Geld verdient, aber lange unter der Deckelgrenze 
geblieben ist

- die Zinsen hochgehen, weil früh im Leben gespartes Geld damit mehr 
wert ist. Die Zinsen machen in der Rechnung sehr viel aus! Jedes Zehntel 
verschiebt das Jahr des Durchbruchs um 1-2 nach hinten


Umgekehrt lohnt sich die gesetzliche für alle die nicht früh 
eingestiegen wären oder sind (sofern sie noch wechseln können) und die 
keine Rückstellungen in der PLV haben müssen und die im Alter wenig Geld 
haben werden, was zu einem sehr geringen Steuersatz und zu einem kleinen 
GKV-Beitrag führt.

Die Nummer 1 dafür sind die Selbständigen, die jetzt deutlich über der 
Deckelgrenze verdienen und am Limit einzahlen und dann früh in die Rente 
gehen wollen. Denn sobald man nicht mehr viel verdient, z.B. mit 60J, 
geht der Krankenkassenbeitrag runter. Wer als Selbständiger noch eine 
Rente von 2000,- Euro hat, zahlt dann gerade noch rund 250,- also gerade 
ein Drittel von den 750,- und von den 500,- gehen kaum Steuerersparnis 
ab. Das sind locker 5000,- die man im Jahr verliert. Bei 25 Jahren 
jenseits der Rente kommt da viel zusammen.

Viele Selbständige, die jetzt in der PKV sind, werden im Alter früher 
oder später zum Sozialfall.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Mitleser schrieb:
> Viele Selbständige, die jetzt in der PKV sind, werden im Alter früher
> oder später zum Sozialfall.

Ja, denen kann es ganz schön eng am Lebensende werden.
Ansosnten sind auch in der PKV sehr viele, die nicht mehr einzahlen.
Ja, die müssen auch von den anderen durchgefütter werden.

Autor: Claus M. (energy)
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Cha-woma M. schrieb:
> Ansosnten sind auch in der PKV sehr viele, die nicht mehr einzahlen.

Häh? Nö!

Mitleser schrieb:
> Viele Selbständige, die jetzt in der PKV sind, werden im Alter früher
> oder später zum Sozialfall.

Viele Selbständige werden im Alter früher oder später zum Sozialfall. 
Auch ohne PKV.

Autor: Bernd (Gast)
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Claus M. schrieb:
> Cha-woma M. schrieb:
> Ansosnten sind auch in der PKV sehr viele, die nicht mehr einzahlen.
>
> Häh? Nö!

Er meint wohl, "die nur noch das Minimum einzahlen". Der Gesetzgeber hat 
die PKV dazu gezwungen, ein Basistarif anzubieten, allerdings verdient 
sie daran nichts.

> Mitleser schrieb:
> Viele Selbständige, die jetzt in der PKV sind, werden im Alter früher
> oder später zum Sozialfall.
>
> Viele Selbständige werden im Alter früher oder später zum Sozialfall.
> Auch ohne PKV.

Sicherlich, aber die PKV gibt ihnen mit ihren Monatsbeiträgen im Alter 
dann den Todesstoß.

Autor: Freiberufler (Gast)
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Bernd schrieb:
> Sicherlich, aber die PKV gibt ihnen mit ihren Monatsbeiträgen im Alter
> dann den Todesstoß.

Die beschleunigen nur den Niedergang. Am Ende zahlt es der Steuerzahler. 
Gewinner sind einige, die lange billig krankenversichert waren und die 
PKVs selber. Vor allem die Vermittler haben abkassiert. Aber das war 
wohl auch das Ziel der Herren Maschmeier, Riester und Rürup, die auch 
die PRV etabliert haben.

Autor: Schiller72 (Gast)
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Freiberufler schrieb:
> Vor allem die Vermittler haben abkassiert. Aber das war
> wohl auch das Ziel der Herren Maschmeier, Riester und Rürup, die auch
> die PRV etabliert haben.

Nicht zu vergessen: der Vertrieb und die MEG AG. ...

https://de.wikipedia.org/wiki/MEG_AG

http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/vers...

"Schlösser spricht von privaten Krankenversicherungen, die von den 
Göker-Truppen tausendfach verkauft worden sind. Dabei spielten die 
Versicherer eine wesentlich aktivere Rolle, als gemeinhin angenommen 
wird. Der Auftritt von Schlösser bei MEG zeigt dies. Und Göker bestätigt 
es selbst mit Sätzen: „Das war der Standardsatz der Axa: Mein lieber 
Herr Göker, was können wir denn tun, um noch mehr zu bekommen.?“

Mehr heißt: Mehr Verträge, mehr Abschlüsse von Kunden. Dafür taten Axa 
und andere Versicherer auch wesentlich mehr als üblich. „Auf Zuruf habe 
ich von Versicherern Millionen bekommen. Da war keine Unterschrift“, 
erzählt Göker. Dass Versicherer so freizügig Geld ihrer Kunden an einen 
Vertrieb überweisen, war bisher selten zu hören. " ...

Autor: TuL (Gast)
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Zocker_48 schrieb im Beitrag #4348332:
> Jung privat, alt gesetzlich.

Viel Spaß im alter...

Autor: Mar. Wa. (elektrowagi78) Benutzerseite
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Zocker_48 schrieb im Beitrag #4348332:
> Jung privat, alt gesetzlich.

Rechnen wir mal, dass wir frühestens mit 70 in die Rente gehen, werden 
wir eh um unser Geld betrogen. Die Rente der meisten dürfte wohl in 30 
Jahren auf H4 Niveau liegen. Da ist es also egal, was man einzahlt, man 
bekommt Stütze. Und in irgendeiner KV muss man ja dann sein. Wird sie 
halt vom Amt bezahlt.

Autor: genervt (Gast)
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Markus W. schrieb:
> Die Rente der meisten dürfte wohl in 30 Jahren auf H4 Niveau liegen.

Ja, vermutlich läuft es auf eine gesetzliche Einheitsrente raus, egal, 
wer was eingezahlt hat, raus kriegt jeder einen Hauch über H4.

Autor: Henry G. (gtem-zelle)
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Und bei wem sammelt sich das ganze Geld?

Autor: genervt (Gast)
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Henry G. schrieb:
> Und bei wem sammelt sich das ganze Geld?

Quant, Klatten, Albrecht, Schwarz, Würth... ect...

Autor: Henry G. (gtem-zelle)
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genervt schrieb:
> Henry G. schrieb:
>> Und bei wem sammelt sich das ganze Geld?
>
> Quant, Klatten, Albrecht, Schwarz, Würth... ect...

Yep. Und was wollen die damit? Sie werden es nicht ausgeben können. 
Ihren Reichtum können sie doch nur so lange genießen, wenn es in der 
Bevölkerung ruhig bleibt. Aber das Kapitel mache wir hier lieber nicht 
auf, im Offtopic läuft ja gerade ein Auskotzthread.

Autor: Fabian F. (fabian_f55)
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Das Grundproblem ist doch, das die Leute immer länger mit immer teureren 
OPs am leben gehalten werden. Wenn jeder alte x-Operationen á 30 000€ 
hat, in seinem gesamten Leben aber nur 100.000€ eingezhalt hat, wirds 
eben knapp mit dem Geld. Entweder man muss den ein oder andern 
Todkranken auch mal sterben lassen, oder die Beiträge werden immer 
weiter steigen... Egal ob bei der GKV oder PKV

Autor: Thomas H. (thoern)
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Fabian F. schrieb:
> Entweder man muss den ein oder andern
> Todkranken auch mal sterben lassen, oder die Beiträge werden immer
> weiter steigen...

Vielleicht haben wir ja alle Glück, wenn es bei dir soweit ist - 
vielleicht bist du schon morgen todkrank?! Wir danken es dir dann, wenn 
du dich rechtzeitig von dieser Welt verabschiedest, ohne größere Kosten 
zu verursachen...

Wie saublöd kann man eigentlich sein?

Gruß,
thoern

: Bearbeitet durch User
Autor: Fabian F. (fabian_f55)
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Thomas H. schrieb:
> Fabian F. schrieb:
>> Entweder man muss den ein oder andern
>> Todkranken auch mal sterben lassen, oder die Beiträge werden immer
>> weiter steigen...
>
> Vielleicht haben wir ja alle Glück, wenn es bei dir soweit ist -
> vielleicht bist du schon morgen todkrank?! Wir danken es dir dann, wenn
> du dich rechtzeitig von dieser Welt verabschiedest, ohne größere Kosten
> zu verursachen...
>
> Wie saublöd kann man eigentlich sein?
>
> Gruß,
> thoern

Wenn ich wüsste, das anstatt mein Leben um einige Wochen/Monate zu 
verlängern auch duzenden Patienten geholfen werden könnten, die ihr 
leben noch vor sich haben, würde ich die Exit-Pille schlucken, wenns 
denn legal wäre in D.
Die Menge an Medizinischer Leistung ist nun mal endlich. Und wenn der 
komplizierte Knochenbruch eines Kindes Schief zusammenwächst, weil der 
Arzt erstmal 3 Monate privatversicherte Metusalems durch den CT schieben 
muss, dann ist das ein beschissenes System.

Autor: mw (Gast)
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genervt schrieb:
> Quant, Klatten, Albrecht, Schwarz, Würth... ect...

Maschmeier und Rürup wären noch zu nennen. Der Rürup, weil er vom 
Maschmeier bezahlt wird, siehe Maschmeier-Rürup AG

Autor: genervt (Gast)
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mw schrieb:
> Maschmeier und Rürup wären noch zu nennen. Der Rürup, weil er vom
> Maschmeier bezahlt wird, siehe Maschmeier-Rürup AG

Maschmeier naja, der ist ja fast schon Mittelfeld und Rührup? Nie 
gesehen...

Autor: Thomas H. (thoern)
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Fabian F. schrieb:
> Wenn ich wüsste, das anstatt mein Leben um einige Wochen/Monate zu
> verlängern auch duzenden Patienten geholfen werden könnten, die ihr
> leben noch vor sich haben, würde ich die Exit-Pille schlucken, wenns
> denn legal wäre in D.

Ja, klar! Kann man auch leicht sagen, wenn man nicht selbst betroffen 
ist.
Wo wäre denn so die Grenze, ab wann man einen Menschen deiner Meinung 
nach verrecken lassen könnte? So ab 60, 70, 80? Vielleicht doch schon ab 
40?
Oder machen wir es einfach an den Kosten fest? Vielleicht sollte man 
auch diejenigen abkratzen lassen, die sowieso kein lebenswertes Leben 
mehr führen können? Was lebenswert ist und was nicht, entscheiden dann 
aber Leute wie du. Ne ne mein Junge, so was in der Art hatten wir schon 
mal.

Und noch was:

> Wenn ich wüsste, das anstatt mein Leben um einige Wochen/Monate zu
> verlängern

Genau diese Frage stellt sich nicht. In den Fällen, wo klar ist, dass es 
in wenigen Wochen zu Ende geht, werden keine teuren OPs/Behandlungen 
mehr durchgefürt. Diese bedauernswerten Menschen bekommen maximal noch 
Schmerzmittel um Ihr Leid bis zum endgültigen Ende erträglich zu machen.

Und bei allen anderen weiß man eben nicht, wie lange die Lebenserwartung 
noch ist. Die können es packen oder nicht. Wollen wir auf 
Krebsbehandlungen verzichten, weil es eh nur weniger als 50% (bei 
manchen Arten weniger als 20%) schaffen? Die anderen die es geschfft 
hätten, haben dann halt einfach Pech gehabt?

Bitte denk darüber nach, bevor du so einen profanen Unfug hier 
verbreitest.

Gruß,
thoern

: Bearbeitet durch User
Autor: Fabian F. (fabian_f55)
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Thomas H. schrieb:

>
> Ja, klar! Kann man auch leicht sagen, wenn man nicht selbst betroffen
> ist.

Ich hab keine Angst vorm Tod. Mein Großvater hat auch lieber den 
schnellen Ausweg gewählt anstatt Monate im Krankenhaus dahin zu siechen 
und er hatte völlig recht damit.
> Wo wäre denn so die Grenze, ab wann man einen Menschen deiner Meinung
> nach verrecken lassen könnte? So ab 60, 70, 80? Vielleicht doch schon ab
> 40?
> Oder machen wir es einfach an den Kosten fest?
Wenn man sich nicht frühzeitig darüber Gedanken macht wie man mit dem 
Geld der Krankenkassen haushaltet, wird genau das der Fall sein. Ist in 
den USA ja schon heute so. Aufwändige Ops können sich nur Gutverdiener 
Leisten. Selbst bei normalen Behandlungen wird's schon für viele Amis 
knapp.


> auch diejenigen abkratzen lassen, die sowieso kein lebenswertes Leben
> mehr führen können? Was lebenswert ist und was nicht, entscheiden dann
> aber Leute wie du. Ne ne mein Junge, so was in der Art hatten wir schon
> mal.
Ob dir das gefällt oder nicht spielt keine Rolle. Es geht um die 
Verteilung des Geldes der Kassen, nicht ob sie es überhaupt ausgeben. 
Wenn man sich für die Hüft-Op einer 80-Jährigen entscheidet, beschließt 
man gleichzeitig, dass der geringverdienende Asthmatiker einen Großteil 
seiner Medikamente selber zahlen muss. Die Bevölkerung wird immer älter 
und kränker, also wird sich das Problem zunehmend verschärfen.
Sich darüber aufregen bringt nichts.
> Und noch was:
>
>> Wenn ich wüsste, das anstatt mein Leben um einige Wochen/Monate zu
>> verlängern
>
> Genau diese Frage stellt sich nicht. In den Fällen, wo klar ist, dass es
> in wenigen Wochen zu Ende geht, werden keine teuren OPs/Behandlungen
> mehr durchgefürt. Diese bedauernswerten Menschen bekommen maximal noch
> Schmerzmittel um Ihr Leid bis zum endgültigen Ende erträglich zu machen.
>
> Und bei allen anderen weiß man eben nicht, wie lange die Lebenserwartung
> noch ist. Die können es packen oder nicht. Wollen wir auf
> Krebsbehandlungen verzichten, weil es eh nur weniger als 50% (bei
> manchen Arten weniger als 20%) schaffen? Die anderen die es geschfft
> hätten, haben dann halt einfach Pech gehabt?

Du verstehst das Grundargument immer noch nicht oder? Es wird nicht 
genug Geld da sein um alle Leiden zu behandeln, also muss man 
prioisieren. Das hat nix damit zu tun ob man alten Menschen ihre letzten 
Tage gönnt, sondern wie man die vorhandenen Ressourcen einsetzen kann um 
möglichst vielen zu helfen. Wenn man 90% des Budgets für wenige extrem 
kranke einsetzt, muss der Rest der Versicherten darunter leiden.

> Bitte denk darüber nach, bevor du so einen profanen Unfug hier
> verbreitest.

Wenn man rational darüber nachdenkt, kommt genau das raus. Nicht human, 
nicht moralisch, aber die einzige langfristige Lösung

Autor: Thomas H. (thoern)
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Fabian F. schrieb:
> Du verstehst das Grundargument immer noch nicht oder?

Damit hast du recht!

Autor: Joachim B. (jar)
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Fabian F. schrieb:
> Du verstehst das Grundargument immer noch nicht oder? Es wird nicht
> genug Geld da sein um alle Leiden zu behandeln,

och für ALLE Politiker ist bestimmt genug Geld da.

Wie sagte Blüm, die Rente ist sicher, ich bin nur der Meinung er konnte 
kaum über seine hinaus gucken, na ja groß ist er ja nicht.

Autor: Rick McGlenn (rick-nrw)
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Joachim B. schrieb:
> Wie sagte Blüm, die Rente ist sicher,

Die Rente ist sicher!
Du wirst irgendwann mal Rente vom Staat bekommen, viel wird es nicht 
sein.
Mit Glück wirst du vorher Vegetarier und beißt ins Gras.

Autor: IchGlaubeEsNicht (Gast)
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>Du wirst irgendwann mal Rente vom Staat bekommen, viel wird es nicht
>sein

Sag mal, fällt dir eigentlich nicht auf, daß man seit der Finanzkrise 
und der Nullzinspolitik fast gar nichts mehr von der angeblich so 
unschlagbaren Eigenvorsorge hört.

Woran könnte das wohl liegen? Wenn du ganz scharf nachdenkst kommst du 
vielleicht drauf und stellst vielleicht sogar fest, daß das 
Umlageverfahren zumindest von der Idee her unschlagbar ist.

Autor: Andreas E. (andreas_e_2)
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Claus M. schrieb:
> Der Vorteil
> ist, dass ich morgen bei jedem Beliebigen Facharzt einen Termin bekommen
> kann, während der Kassenpatient 8 Wochen wartet. Ebenso für MRT und so
> weiter.

Der Kassenpatient gibt bei der telefonischen Terminabsprache eine 
private Versicherung an. Wenn er dann zum Termin kommt, hat er sich eben 
vertan und der Arzt/Krankenhaus hat die Auswahl zwischen einem 
geplatzten Termin und der Behandlung des KP.

Funktioniert meistens...

Autor: Rick McGlenn (rick-nrw)
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IchGlaubeEsNicht schrieb:
> oran könnte das wohl liegen? Wenn du ganz scharf nachdenkst kommst du
> vielleicht drauf und stellst vielleicht sogar fest, daß das
> Umlageverfahren zumindest von der Idee her unschlagbar ist.

Die Idee ist unschlagbar, wenn die Idee konsequent umgesetzt wird.
Alle zahlen in einen Topf für die, die jetzt in Rente sind.
Alle, also nicht nur die Sozialversicherungspflichtigen.
Bei normalen Facharbeiten wird es mit Rücklagen für eine private 
Altersvorsorge schwierig, von den tollen Zinsen mal ganz abgesehen.

Unterschied Kasse - Privat?
Der Arzt macht beim Privaten das was profitabel ist, beim Kassenpatient, 
das was bezahlt wird.

Autor: Joachim B. (jar)
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Rick M. schrieb:
> Der Arzt macht beim Privaten das was profitabel ist, beim Kassenpatient,
> das was bezahlt wird.

wenn überhaupt, Bein OP meiner Frau, privat sofort vom Chefarzt 25.000 
DM
als wir über die Kasse ins KH kamen erklärte derselbe Arzt als Chefarzt 
und Leiter der Ortopädie, die OP sei nicht nötig und ihr Warteplatz war 
vertan, er schmiss sie einfach aus dem KH raus. Derselbe Arzt hatte 
einen anderen Professor und seine Landsleute kostenlos operiert, ich 
bezweifel sogar das er die Allgemeinkosten im KH dafür entrichtet hat, 
alles ein Sumpf.

Ich hatte dann doch noch Ärzte gefunden die es auf "Kasse" operieren.

: Bearbeitet durch User
Autor: Rick McGlenn (rick-nrw)
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Es gab vor einiger Zeit einen Bericht über einen Privatpatienten, der 
eine notwendige OP/Leistung nicht von seiner PKV bezahlt bekommt, obwohl 
diese OP/Leistung eine Gesetzliche Krankenkasse ohne weiteres übernimmt.
Stand eben nicht im Leistungskatalog der PKV.
Wer weiß schon mit Mitte 20, was er eventuell mal mit Ende 50 brauchen 
könnte.

Noch ein Beispiel, Laktoseunverträglichkeit.
Gesetzlich: Milchzuckerwasser trinken - warten - pusten.
Privat: Genuntersuchung für 450€ (?)

Autor: genervt (Gast)
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Grad die Post von meiner PKV aufgemacht: BEITRAGSERHÖHUNG für 2016, ich 
bin schockiert!11!!

Autor: Alter Sack (Gast)
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genervt schrieb:
> Grad die Post von meiner PKV aufgemacht: BEITRAGSERHÖHUNG für
> 2016, ich bin schockiert!11!!

Hättest du halt den Briefumschlag zu gelassen, selber Schuld!!!111elf

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Fabian F. schrieb:
> Wenn man sich für die Hüft-Op einer 80-Jährigen entscheidet, beschließt
> man gleichzeitig, dass der geringverdienende Asthmatiker einen Großteil
> seiner Medikamente selber zahlen muss.

Wenn ich mein Oma sehe, wie sie nach ihrer Hüft-OP endlich wieder 
aufrecht gehen kann und keine Schmerzen mehr hat: Der geringverdienende 
Asthmatiker braucht keine Hüft-OP.

Fabian F. schrieb:
> Du verstehst das Grundargument immer noch nicht oder? Es wird nicht
> genug Geld da sein um alle Leiden zu behandeln

Es ist in der Gesamtgesellschaft sogar genug Geld da, um Brüste zur 
vergrössern oder Mägen zu verkleinern. Am Geld liegt's nicht. Das reicht 
sogar, um Ärzte zu der bestverdienenden Berufsgruppe Deutschlands zu 
machen, zusammen mit Piloten, Politikern und Juristen. Und das bei eher 
unterdurchschnittlichen Leistungen, Stichwort MRSA.

http://www.gehaltsreporter.de/gehaelter-von-a-bis-z/89.html

Sorry, ein Arzt hat auch bloss studiert, da ist noch eine Menge Luft 
nach unten.

Autor: Marx W. (Gast)
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xXx schrieb:
> Und du musst immer
> damit rechnen, dass die PKV frueher oder spaeter enteignet werden um die
> GKV nochmal ueber die Runden zu bringen.

Davor haben die PKV`s ihre Versicherten enteignet (vulgo ausgeraubt)!
Und die Lobby der Versicherungen hat soviel Kohle, die können sich 10 
mal den Bundestag für 100 jahre auf ihre Paylist setzen.

Autor: Marx W. (Gast)
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Michael B. schrieb:
> Sorry, ein Arzt hat auch bloss studiert, da ist noch eine Menge Luft
> nach unten.

wobei die unms auch noch in der Ausbildung (vulgo Studium) so an die 
200000€ kosten!

Autor: D. I. (Gast)
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http://www.welt.de/finanzen/versicherungen/article...

Na dann mal sehen wies 2017 aussieht ob das ein Thema zur Wahl wird. 
Irgendwie muss man ja die GKV-Neuankämmlinge auch finanzieren.

Autor: Claus M. (energy)
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> Der schlechte Ruf der PKV könnte auch die Idee einer Bürgerversicherung > vor 
der Bundestagswahl 2017 neu entfachen. Das wäre das Ende der PKV wie > wir sie 
heute kennen.

Wunschdenken! Unsere geistigen Vordenker und Beamten sind doch selber 
alle privat versichert, als wenn die sich ein Bein abhacken würden... 
dann müssten sie ja mit den GKVlern in die Holzklasse...

Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
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Claus M. schrieb:
>> Der schlechte Ruf der PKV könnte auch die Idee einer Bürgerversicherung > vor
> der Bundestagswahl 2017 neu entfachen. Das wäre das Ende der PKV wie > wir sie
> heute kennen.
>
> Wunschdenken! Unsere geistigen Vordenker und Beamten sind doch selber
> alle privat versichert, als wenn die sich ein Bein abhacken würden...
> dann müssten sie ja mit den GKVlern in die Holzklasse...

Mit zunehmendem Durchschnittsalter leiden die aber auch unter den hohen 
PKV Beiträgen, da wird dann der eine oder andere doch gerne wieder in 
die Gesetzliche.

Gruss
Axel

Autor: genervt (Gast)
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D. I. schrieb:
> http://www.welt.de/finanzen/versicherungen/article...
>
> Na dann mal sehen wies 2017 aussieht ob das ein Thema zur Wahl wird.
> Irgendwie muss man ja die GKV-Neuankämmlinge auch finanzieren.

Das wird kein Thema bei der Wahl, dafür sorgt die Verräterpartei schon.

Die GKV wird sich dementsprechend verteuern.

Autor: Xoxo (Gast)
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Wäre interessant zu sehen wenn jeder einfach in PKV wechseln könnte, wie 
viele vor allem junge Leute noch in der GKV bleiben.

Autor: MaWin (Gast)
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Xoxo schrieb:
> Wäre interessant zu sehen wenn jeder einfach in PKV wechseln könnte,
> wie viele vor allem junge Leute noch in der GKV bleiben.

Wahrscheinlich alle, die sind doch nicht wahnsinnig, jeden auch nur 
Halbgebildeten leuchtet doch sofort ein, daß das Geschäftsprinzip der 
PKV nicht aufgehen kann, mehr ausgeben und weniger einnehmen passt nicht 
zusammen.

Und "Kopfpauschalen", also feste Beiträge unabhängig vom Einkommen, wird 
gerade bei Jüngeren mit den üblichen prekären Arbeitsverhältnissen 
(Aushilfsjobs, Praktika, Volontariat, ...) auch im günstigsten Tarif das 
Einkommen übersteigen.

Die AXA hat letztes Jahr nur ungefähr 1500 Asoziale mit ihrem 
Werbegeschwätz überzeugen können, das ist lächerlich, ein Laden der so 
wenig Kundschaft hat sollte zu machen.


Nein, ich halte auch nichts davon, daß in der GKV kein Beamte, Politiker 
und kaum Selbständige sind, und ich halte nichts davon, daß die GKV ihre 
Beiträge nicht strikt nach zu versteuerndem Einkommen 
(Lebensgemeinschaft - zusammen versteuert, zusammen versichert) bekommt, 
sondern Mindest- und Höchstbeiträge hat. Aber die Rentenkasse ist noch 
übler.

Autor: genervt (Gast)
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MaWin schrieb:
> Wahrscheinlich alle, die sind doch nicht wahnsinnig, jeden auch nur
> Halbgebildeten leuchtet doch sofort ein, daß das Geschäftsprinzip der
> PKV nicht aufgehen kann, mehr ausgeben und weniger einnehmen passt nicht
> zusammen.

Verdreh doch nicht immer alles...

MaWin schrieb:
> Die AXA hat letztes Jahr nur ungefähr 1500 Asoziale mit ihrem
> Werbegeschwätz überzeugen können, das ist lächerlich, ein Laden der so
> wenig Kundschaft hat sollte zu machen.

Selbst schuld, wenn man zu einem reinen Versicherungskonzern geht, der 
versucht mit billigsten Beiträgen verzweifelte Kunden zu locken.

Autor: Xoxo (Gast)
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Man kanns sehen wie es will, weder für PKV noch für GKV sieht die 
Zukunft rosig aus. Es gibt zu viele kranke Menschen. Einer, der sich mit 
gesunder
Ernährung und Sport fit hält ist der Dumme in diesem Land. Wie viele 
gibt es wohl, die nie eine Arztprazix von innen gesehen haben? Ich geh 
wenn überhaupt einmal im Jahr zum Arzt, und musst trotzdem diese 
überteuerten Beiträge zahlen.

Autor: Wurzelpeter (Gast)
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Xoxo schrieb:
> Man kanns sehen wie es will, weder für PKV noch für GKV sieht die
> Zukunft rosig aus. Es gibt zu viele kranke Menschen. Einer, der sich mit
> gesunder
> Ernährung und Sport fit hält ist der Dumme in diesem Land. Wie viele
> gibt es wohl, die nie eine Arztprazix von innen gesehen haben? Ich geh
> wenn überhaupt einmal im Jahr zum Arzt, und musst trotzdem diese
> überteuerten Beiträge zahlen.

Dann lass dir doch wenigstens ein paar Euro auszahlen:
https://www.bosch-bkk.de/de/bkk/mitgliedschaft_und...

Autor: MaWin (Gast)
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Xoxo schrieb:
> Es gibt zu viele kranke Menschen.

Verzerrte Wahrnehmung. Die Deutschen waren noch nie so gesund wie heute. 
Zumindest gehen sie selten zum Arzt und haben niedrige Fehlzeiten im 
Job.

Xoxo schrieb:
> Wie viele gibt es wohl, die nie eine Arztprazix von innen gesehen haben?

Keinen.
Als Kind muss er zu U1..U6, sonst kommt das Jugendamt gucken ob das Kind 
überhaupt noch lebt. Als Arbeitnehmer muss er zum Arzt um die 
Krankmeldung zu bekommen.

> und musst trotzdem diese überteuerten Beiträge zahlen.

Wie kommst du auf überteuert ? Weisst du denn schon, was dein Leben so 
kostet ? Weisst du, ob du die künstliche Hüfte oder ein neues Herz 
bekommst ? Egal was, dagegen sind die bisherigen Krankheitsausgaben für 
dich ein Fliegendreck. Alleine die letzten 2 Lebensjahre kosten in der 
medizinischen Versorgung mehr als das ganze Leben davor. Statistisch.


Ich stimme dir zu, daß Ärzte nicht zu den Bestverdienern Deutschland 
gehören müssten, und Medizinprodukte nicht zu denen mit der höchsten 
Gewinnspanne. Aber wer halbtot auf der Bahre liegt, fragt nicht mehr ob 
es nicht ein bischen billiger geht.

Autor: Earl S. (Gast)
Datum:

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Xoxo schrieb:
> Einer, der sich mit
> gesunder
> Ernährung und Sport fit hält ist der Dumme in diesem Land. Wie viele
> gibt es wohl, die nie eine Arztprazix von innen gesehen haben? Ich geh
> wenn überhaupt einmal im Jahr zum Arzt, und musst trotzdem diese
> überteuerten Beiträge zahlen.

ja das ist ungerecht und müsste geändert werden.
Ein kleiner Wermutstropfen wäre dann allerdings der doppelt so hohe 
Beitrag zur Rentenversicherung, den du aufgrund deiner höheren 
Lebenserwartung zahlen müsstest.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
Datum:

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Earl S. schrieb:
> Xoxo schrieb:
>> Einer, der sich mit
>> gesunder
>> Ernährung und Sport fit hält ist der Dumme in diesem Land. Wie viele
>> gibt es wohl, die nie eine Arztprazix von innen gesehen haben? Ich geh
>> wenn überhaupt einmal im Jahr zum Arzt, und musst trotzdem diese
>> überteuerten Beiträge zahlen.
>
> ja das ist ungerecht und müsste geändert werden.
> Ein kleiner Wermutstropfen wäre dann allerdings der doppelt so hohe
> Beitrag zur Rentenversicherung, den du aufgrund deiner höheren
> Lebenserwartung zahlen müsstest.

Und erst die Amerikaner:
Die wollen alle ewig leben und keine Steuern zahlen!
Da sind die Bürger der DDR 4.0 doch einfach lieb und nett.

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Cha-woma M. schrieb:

> Und erst die Amerikaner:
> Die wollen alle ewig leben und keine Steuern zahlen!
> Da sind die Bürger der DDR 4.0 doch einfach lieb und nett.

Denkst du eigentlich wirklich dieses ewige DDR 4.0 Gelaber wäre 
irgendwie cool? Hast du die Pubertät auch mal irgendwann hinter dir? Du 
machst dich lächerlich Bubi.

Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
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Xoxo schrieb:
> Wäre interessant zu sehen wenn jeder einfach in PKV wechseln könnte, wie
> viele vor allem junge Leute noch in der GKV bleiben.

Man sollte nicht vergessen, dass die meisten jungen Leute nicht so 
fuchtbar viel verdienen und deswegen in der GKV vergleichsweise wenig 
bezahlen.

PKV ist nur für die interessant, die deutlich über der 
Beitragsbemessungsgrenze verdienen, weil die eben relativ hohe 
GKV-Beiträge zahlen. Und selbst von denen wechseln nicht so richtig 
viele.

Gruss
Axel

Autor: Karl (Gast)
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Axel L. schrieb:
> PKV ist nur für die interessant, die deutlich über der
> Beitragsbemessungsgrenze verdienen, weil die eben relativ hohe
> GKV-Beiträge zahlen.

Nein! Beitragsbemessungsgrenze heißt ja Beitragsbemessungsgrenze, weil 
es die Obergrenze ist, für die der Beitrag bemessen wird. Wer deutlich 
über der Beitragsbemessungsgrenze verdient zahlt das gleiche wie der, 
der genau soviel wie die Beitragsbemessungsgrenze verdient.

Der maximale Beitragssatz liegt dieses Jahr bei ca. 340 €/Monat. Wenn 
man das auf 45 Berufsjahre hochrechnet, dann macht das etwa 200.000 €. 
Nun kann man mal vergleichen, was man dafür bekommt.

P.S. Wie alle gesetzlichen Versicherungen ist auch die KV ein 
umlagefinanziertes System. Man bezahlt also aktuell ehr für seine kranke 
Oma, als für sich selbst.

Autor: genervt (Gast)
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Karl schrieb:
> Der maximale Beitragssatz liegt dieses Jahr bei ca. 340 €/Monat. Wenn
> man das auf 45 Berufsjahre hochrechnet, dann macht das etwa 200.000 €.
> Nun kann man mal vergleichen, was man dafür bekommt.

Jetzt rechne noch den AG-Anteil mit rein und die Zahl wird noch größer. 
Das sind dann etwa 7.500€/Jahr oder auf 40 Beitragsjahre (realistischer) 
300.000€.

> P.S. Wie alle gesetzlichen Versicherungen ist auch die KV ein
> umlagefinanziertes System. Man bezahlt also aktuell ehr für seine kranke
> Oma, als für sich selbst.

Und man zahlt für die kranke Oma, die keine Nachkommen hat auch und das 
ist mit der Grund, warum die GKV grad preislich explodiert: Die 
Gesellschaft überaltert.

Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
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Karl schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> PKV ist nur für die interessant, die deutlich über der
>> Beitragsbemessungsgrenze verdienen, weil die eben relativ hohe
>> GKV-Beiträge zahlen.
>
> Nein! Beitragsbemessungsgrenze heißt ja Beitragsbemessungsgrenze, weil
> es die Obergrenze ist, für die der Beitrag bemessen wird. Wer deutlich
> über der Beitragsbemessungsgrenze verdient zahlt das gleiche wie der,
> der genau soviel wie die Beitragsbemessungsgrenze verdient.

Ok, streiche "deutlich". Ändert aber nichts an meiner Aussage.
>
> Der maximale Beitragssatz liegt dieses Jahr bei ca. 340 €/Monat. Wenn
> man das auf 45 Berufsjahre hochrechnet, dann macht das etwa 200.000 €.
> Nun kann man mal vergleichen, was man dafür bekommt.
>
> P.S. Wie alle gesetzlichen Versicherungen ist auch die KV ein
> umlagefinanziertes System. Man bezahlt also aktuell ehr für seine kranke
> Oma, als für sich selbst.

Ja, und wer nicht an der Beitragsbemessungegrenze verdient, sondern z. 
B. nur die Hälfte, zahlt nur 170€/Monat. Da wird die PKV schon ziemlich 
uninteressant.

Gruss
Axel

Autor: Earl S. (Gast)
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Axel L. schrieb:
> Man sollte nicht vergessen, dass die meisten jungen Leute nicht so
> fuchtbar viel verdienen und deswegen in der GKV vergleichsweise wenig
> bezahlen.
>
> PKV ist nur für die interessant, die deutlich über der
> Beitragsbemessungsgrenze verdienen, weil die eben relativ hohe
> GKV-Beiträge zahlen. Und selbst von denen wechseln nicht so richtig
> viele.

nicht jeder, der sich privat versichert, macht das um Geld zu sparen. 
Oder meinst du, dass jemand, der seine ganze Familie privat versichert, 
glaubt, dass er damit billiger wegkommt, als in der GKV?
Es sind auch Leute, die genug Geld haben, um die Beiträge auch im Alter 
problemlos bezahlen zu können. Denen geht es um die bessere und 
bevorzugte Behandlung.
Dass da durchaus was dran ist, zeigt z.B. dieser Bericht:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/arztterm...

Autor: genervt (Gast)
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Earl S. schrieb:
> nicht jeder, der sich privat versichert, macht das um Geld zu sparen.

Geld sparen ist nur ein netter Nebeneffekt, der auftreten könnte, wenn 
man nicht zu alt wird. Ich sehe das eher als "ich bin mir das 
wert-Investition", vor allem bei der Betrachtung dessen was ich bekommen 
würde, wenn ich in der GKV geblieben wäre.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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genervt schrieb:
> Und man zahlt für die kranke Oma, die keine Nachkommen hat auch

Ja, und man zahlt auch für diejenigen, die sich sonst keine 
medizinischen Behandlung leisten könnten.

Das ist in einer Solidargemeinschft eben so: die Stärkeren stehen auch 
für die Schwächeren ein.

Die andere Lösung wäre dann, diese Leute im schlimmsten Fall verrecken 
zu lassen.

Die Frage ist, ob man das möchte.

Ich möchte das nicht.

> ist mit der Grund, warum die GKV grad preislich explodiert

Davon merke ich noch nicht viel. Die Erhöhungen waren in den letzten 
fünfzehn Jahren sehr moderat.

> Die Gesellschaft überaltert.

Das geschieht aber auch eher langsam, wobei ich da die Probleme eher in 
der Renten- und vor allem in der Pflegefinanzierung sehe.

Es wird Zeit, dass wir uns wieder mehr umeinander kümmern und die 
generationen nicht nebeneinander her leben.

Eine allgemeine und für jeden gleiche medizinische Versorgung ohne 
Mindest- und Höchstbemessungsgrenze wäre ein erster Schritt dorthin.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Johannes P. schrieb:
> Ich bin 35 Jahre alt und
> gesund, daher ist es vermutlich noch nicht zu spät?

Ja, dann zögere nicht länger und geh in die PKV (ich geh davon aus alle 
übrigen Vorraussetzungen sind bei Dir erfüllt).

Autor: Wurzelpeter (Gast)
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Also ich würde mir PKV gut überlegen.
Meiner Meinung nach sollte man die BBG bei der KV gleich setzen wie bei 
der RV.
Drunter geht ggf. als gesunder Single gut, mit Familie, da brauch es 
nicht mal viele Kinder, wird es schnell teuer und im Alter dann erst.
Kenne eine ältere (~50) Selbstständige (die muss ja), die zahlt mit 1 
Kind monatlich 1000 Euro.
Ob einem das dann wert ist?

Also ich könnte auch in die PKV, werde da aber einen Teufel tun.

Autor: genervt (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Davon merke ich noch nicht viel. Die Erhöhungen waren in den letzten
> fünfzehn Jahren sehr moderat.

Schon nachgerechnet? Um wieviel % wird sich deine GKV zum Jahreswechsel 
verteuern?

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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genervt schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Davon merke ich noch nicht viel. Die Erhöhungen waren in den letzten
>> fünfzehn Jahren sehr moderat.
>
> Schon nachgerechnet? Um wieviel % wird sich deine GKV zum Jahreswechsel
> verteuern?

Die meisten Kassen legen den Zusatzbeitrag erst in den nächsten Tagen 
endgültig fest (so auch meine). Ich muss also noch warten. Allerdings 
fällt bei 95% der Kassen, die den Beitrag schon festgelegt haben, die 
Erhöhung komplett aus, der Beitrag bleibt also stabil.

Das ist verkraftbar, zumal letztes Jahr der Beitragsatz meiner Kasse 
sogar gesunken ist.

Von einer Explosion kann man da nicht reden.

Autor: D. I. (Gast)
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genervt schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Davon merke ich noch nicht viel. Die Erhöhungen waren in den letzten
>> fünfzehn Jahren sehr moderat.
>
> Schon nachgerechnet? Um wieviel % wird sich deine GKV zum Jahreswechsel
> verteuern?

von 15,5% auf 15,7% also um sagenhafte 1,2%

Autor: genervt (Gast)
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D. I. schrieb:
> von 15,5% auf 15,7% also um sagenhafte 1,2%

das sind 2,4%, da der 0,2%-Anstieg nur am Arbeitgeber hängen bleibt.

Und du hast den Anstiegt durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze 
unterschlagen.

Autor: genervt (Gast)
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genervt schrieb:
> am Arbeitgeber hängen bleibt.

sollte heißen: Arbeitnehmer hängen bleibt.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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genervt schrieb:
> D. I. schrieb:
>> von 15,5% auf 15,7% also um sagenhafte 1,2%
>
> das sind 2,4%, da der 0,2%-Anstieg nur am Arbeitgeber hängen bleibt.
>
> Und du hast den Anstiegt durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze
> unterschlagen.

Eine Explosion ist für mich trotzdem nicht erkennbar, zumal man da noch 
die ESt.-Ersparnis abziehen muss.

Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
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Earl S. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Man sollte nicht vergessen, dass die meisten jungen Leute nicht so
>> fuchtbar viel verdienen und deswegen in der GKV vergleichsweise wenig
>> bezahlen.
>>
>> PKV ist nur für die interessant, die deutlich über der
>> Beitragsbemessungsgrenze verdienen, weil die eben relativ hohe
>> GKV-Beiträge zahlen. Und selbst von denen wechseln nicht so richtig
>> viele.
>
> nicht jeder, der sich privat versichert, macht das um Geld zu sparen.
> Oder meinst du, dass jemand, der seine ganze Familie privat versichert,
> glaubt, dass er damit billiger wegkommt, als in der GKV?
> Es sind auch Leute, die genug Geld haben, um die Beiträge auch im Alter
> problemlos bezahlen zu können. Denen geht es um die bessere und
> bevorzugte Behandlung.
> Dass da durchaus was dran ist, zeigt z.B. dieser Bericht:
> 
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/arztterm...

Kann das natürlich nur aus meinem Bekanntenkreis beurteilen, aber die 
sind alle als junge Ings vor allem wegen des Geldes gewechselt und 
würden jetzt mit Familie sehr gerne wieder zurück. Ich kenne auch Fälle, 
wo die Frau arbeiten gehen MUSS, weil die dann darüber gesetzlich 
versichert ist und somit die teure PKV nicht anfällt.

Gruss
Axel

Autor: genervt (Gast)
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Axel L. schrieb:
> Ich kenne auch Fälle,
> wo die Frau arbeiten gehen MUSS, weil die dann darüber gesetzlich
> versichert ist und somit die teure PKV nicht anfällt.

Das ist auch so ein Unsinn in der GKV, der nicht mehr zeitgemäß ist. Der 
Ehepartner wird kostenlos mitversichert unabhängig davon, ob Kinder zu 
versorgen sind, oder nicht.

Autor: Earl S. (Gast)
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Axel L. schrieb:
> Kann das natürlich nur aus meinem Bekanntenkreis beurteilen, aber die
> sind alle als junge Ings vor allem wegen des Geldes gewechselt

dein Bekanntenkreis ist offensichtlich nicht repräsentativ für den 
besserverdienenden Teil der Bevölkerung.
Fahren die einen Porsche (als Zweitwagen) und wohnen in einer besseren 
Lage einer Großstadt?
Die Immobilienpreise dort sind nur so hoch, weil es genug Leute gibt, 
die in der Lage und bereit sind, sie zu bezahlen. Allerdings sind nur 
wenige Ings darunter.

Autor: MaWin (Gast)
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genervt schrieb:
> Das ist auch so ein Unsinn in der GKV, der nicht mehr zeitgemäß ist. Der
> Ehepartner wird kostenlos mitversichert unabhängig davon, ob Kinder zu
> versorgen sind, oder nicht.

Niemand ist bei der GKV kostenlos mitversichert.

Das ist ein Mäörchen der PKVler.

Die GKV nimmt sich 15.5% von DEINEM Einkommen.

Wenn du single bist, von den 2000 die du verdienst.

Wenn das eine Familie ist, die von den 2000 leben muss weil kein anderer 
verdient, dann teilt sich das Geld erst mal auf,
500 für den Verdiener, 500 für die Frau, 500 für die Tochter, 500 für 
den Sohn, und DANN werden 15.5% von jedem für die GKV verlangt.

Achsoja, da kommt genau dasselbe raus, als wenn ich gleich 15.5% 
abziehe. Das ist so elegant am prozentualen Beitrag der GKV, die  müssen 
sich gar nicht drum kümmern, ob du 1/4 von deinem Einkommen an deinen 
Sohn abgibst.


Wenn allerdings der Ehemann als selbständiger in der PKV ist und die 
Frau als Angestellte in der GKV, dann muss aufgerechnet werden.

Gut, daß solche Tricks wie: "Zuerst wenn man jung ist und nicht krank 
ist die niedrigen Lockbeiträge der PKV zu zahlen, und wenn man älter 
wird dann auf die quersubventionierten Beiträge der GKV 
zurückzuwechseln." inzwischen erschwert wurden. Auch wenn der Mann seine 
Selbständigkeit aufgibt, fällt er noch nicht in die GKV der Frau die 
dann das ganze Familieneinkommen bestreitet.

Wer eine PKV abschliesst, ist also doppelt angeschissen,

Autor: genervt (Gast)
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MaWin vögelt mal wieder das Milchmädchen.

Warum nimmt die GKV dann von nicht mehr Familienversicherten Studenten 
ohne Einkommen Geld? 15,5%  von 0€ sind 0€, aber trotzdem dürfen die 
knapp 80€/Monat für KV und PV abdrücken.

Warum steigt dann nicht die Beitragsbemessungsgrenze, wenn die Frau kein 
Einkommen hat? Die müsste dann ja folgerichtig beim doppelten liegen.

Autor: Der Andere (Gast)
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MaWin schrieb:
> ut, daß solche Tricks wie: "Zuerst wenn man jung ist und nicht krank
> ist die niedrigen Lockbeiträge der PKV zu zahlen, und wenn man älter
> wird dann auf die quersubventionierten Beiträge der GKV
> zurückzuwechseln." inzwischen erschwert wurden.

100% Zustimmung!

Chris D. schrieb:
> Das ist in einer Solidargemeinschft eben so: die Stärkeren stehen auch
> für die Schwächeren ein.
>
> Die andere Lösung wäre dann, diese Leute im schlimmsten Fall verrecken
> zu lassen.
>
> Die Frage ist, ob man das möchte.
>
> Ich möchte das nicht.

Das ist der springende Punkt!

Gerecht wäre eine BasisKV in die ALLE einzahlen müssen die irgendein 
Einkommen haben, also auch Einkommen von Vermögen.
Dann könnte jeder der mehr will eine zusätzliche private Versicherung 
abschliessen.
Statt dessen dürfen sich alle die genug verdienen aus der 
Solidargemeinschaft rausziehen und jammern dann lautstark wenn sie ab 50 
auf einmal mehr zahlen müssen.

Autor: Der Andere (Gast)
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genervt schrieb:
> Warum steigt dann nicht die Beitragsbemessungsgrenze, wenn die Frau kein
> Einkommen hat? Die müsste dann ja folgerichtig beim doppelten liegen.

Du bist das Milchmädchen! Ist denn da ein doppeltes Einkommen?

Du wirst auch so einer werden der wenn er älter ist dann über seine 
hohen Beiträge jammert und versucht sich in jetzt so verdammte 
gesetzliche reinzuschummeln.

Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
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Earl S. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Kann das natürlich nur aus meinem Bekanntenkreis beurteilen, aber die
>> sind alle als junge Ings vor allem wegen des Geldes gewechselt
>
> dein Bekanntenkreis ist offensichtlich nicht repräsentativ für den
> besserverdienenden Teil der Bevölkerung.
> Fahren die einen Porsche (als Zweitwagen) und wohnen in einer besseren
> Lage einer Großstadt?
> Die Immobilienpreise dort sind nur so hoch, weil es genug Leute gibt,
> die in der Lage und bereit sind, sie zu bezahlen. Allerdings sind nur
> wenige Ings darunter.

Wenn ich das so überblicke, sind es vor allem die Ings und BWLer die 
relativ jung in die PKV wegen der Kosten gewechselt sind. Andere haben 
die Beitragsbemessungsgrenze nicht rechtzeitig übersprungen, wenn man 
das erst mit 45 schafft, bringt die PKV nichts mehr.

Dann gibt es noch Freiberufler und Selbstständige, die früh in der PKV 
waren, weil sie sich damals die GKV nicht leisten konnten. Und natürlich 
Beamte.

Die restlichen Leute mit Porsche als Zweitwagen (typischerweise leitende 
Angestellte, darunter einige Ings) sind häufig GKV versichert mit 
privater Zusatzversicherung. Kenne auch Leute, die GKV versichert sind 
und die Privatbehandlung einfach selbst bezahlen.

Gruss
Axel

Autor: genervt (Gast)
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Der Andere schrieb:
> genervt schrieb:
>> Warum steigt dann nicht die Beitragsbemessungsgrenze, wenn die Frau kein
>> Einkommen hat? Die müsste dann ja folgerichtig beim doppelten liegen.
>
> Du bist das Milchmädchen! Ist denn da ein doppeltes Einkommen?

Wenn jemand in entsprechender Position 100.000€ verdient, zahlt er in 
der GKV trotzdem nur bis 50.000€ (Bemessungsgrenze) die Beiträge - egal 
ob verheiratet oder nicht.

MaWins "Argument" folgend wären bei Verheirateten jetzt bis 
2*Bemessungsgrenze fällig, die die GKV einzieht, das passiert aber 
nicht....

Der Andere schrieb:
> Du wirst auch so einer werden der wenn er älter ist dann über seine
> hohen Beiträge jammert und versucht sich in jetzt so verdammte
> gesetzliche reinzuschummeln.

Wenn andere Leute versuchen mir so die Zukunft vorherzusagen, obwohl sie 
so gut wie nichts über mich wissen, was sagt was wohl über deren Psyche 
aus?

Autor: Der Andere (Gast)
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genervt schrieb:
> Wenn andere Leute versuchen mir so die Zukunft vorherzusagen, obwohl sie
> so gut wie nichts über mich wissen, was sagt was wohl über deren Psyche
> aus?

Oh, jetzt spricht Freud der II.
Ganz einfach, ich kenne eine Handvoll, die in der PKV sind und über 60, 
und ALLE jammern. Aber du bist natürlich gaaaannnz anders :-)

Autor: genervt (Gast)
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Der Andere schrieb:
> Ganz einfach, ich kenne eine Handvoll, die in der PKV sind und über 60,
> und ALLE jammern. Aber du bist natürlich gaaaannnz anders :-)

Ich weis, das meine Beiträge eine entsprechende Höhe erreichen werden 
und ich wusste das beim Abschluss der PKV, warum sollte ich dann 
jammern?

Autor: MaWin (Gast)
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genervt schrieb:
> Warum nimmt die GKV dann von nicht mehr Familienversicherten Studenten
> ohne Einkommen Geld? 15,5%  von 0€ sind 0€, aber trotzdem dürfen die
> knapp 80€/Monat für KV und PV abdrücken.
>
> Warum steigt dann nicht die Beitragsbemessungsgrenze, wenn die Frau kein
> Einkommen hat? Die müsste dann ja folgerichtig beim doppelten liegen.

Beides völlig richtig, und hättest du meine Kommentare zur GKV auch in 
diesem Forum gelesen, dann wüsstest du, daß ich unbedingt die Aufhebung 
der Grenzen - nach oben wie unten - fordere.

Schliesslich bringt die GKV auch eine beitragsabhängige Leistung: 
Nämlich beim Verdienstausfall (der derzeit nach oben gedeckelt ist, was 
er dann natürlich auch nicht mehr wäre).

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Earl S. schrieb:
> Denen geht es um die bessere und
> bevorzugte Behandlung.
> Dass da durchaus was dran ist, zeigt z.B. dieser Bericht:
> 
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/arztterm...

Wer es sich leicsten kann ist in der GKV und schließt eine private 
Zusatzversicherung ab.
Bei Selbstständigen gibt es ja keinen Arbeitgeber Anteil. Deshalb sind 
Unternehmer immer in der GKV-familienversicherung plus 
Zusatzversicherung.
Die fahren dadurch günstiger, als wenn sie in der PKV íhre ganze Sippe 
versichern müßten.

Autor: genervt (Gast)
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MaWin schrieb:
> Beides völlig richtig, und hättest du meine Kommentare zur GKV auch in
> diesem Forum gelesen, dann wüsstest du, daß ich unbedingt die Aufhebung
> der Grenzen - nach oben wie unten - fordere.

Und ich hab dir vorgeworfen das Milchmädchen zu vögeln - du rechnest dir 
da was gnadenlos schön, was schlicht und ergreifend nicht zutrifft.

Autor: Jodel (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Ja, und man zahlt auch für diejenigen, die sich sonst keine
> medizinischen Behandlung leisten könnten.
>
> Das ist in einer Solidargemeinschft eben so: die Stärkeren stehen auch
> für die Schwächeren ein.
>
> Die andere Lösung wäre dann, diese Leute im schlimmsten Fall verrecken
> zu lassen.

Du bist doch sonst keiner von den Polemikern? Als ob es sonst keine 
Alternativen gaebe. Andernorts ist die KV auch eine Solidargemeinschaft, 
aber eben nur eine unter Kranken & Gesunden.

Da muss auch keiner verrecken, weil er sich eine KV nicht leisten 
koennte, genauso wie in Deutschland keiner verrecken muss, weil er sich 
keine Wohnung oder kein Essen leisten koennte, denn es gibt noch eine 
weitere Solidargemeinschaft: Die derer mit und ohne Einkommen.

Ich halte es ueberhaupt nicht fuer sinnvoll und schon gar nicht fuer 
alternativlos, wenn die verschiedenen Solidarsysteme vermischt werden. 
Im Gegenteil, es sorgt fuer Kostenverschleierung und damit 
Kostenexplosion bei allen Beteiligten.

Deutschland ist sowieso ein trauriger Fall: Der Durchschnittsbuerger 
jammert ueber die KV-Kosten, traegt die Kosten fuer ein KFZ aber 
klaglos. Gesundheit hat wohl keinen hohen Stellenwert...

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Jodel schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Ja, und man zahlt auch für diejenigen, die sich sonst keine
>> medizinischen Behandlung leisten könnten.
>>
>> Das ist in einer Solidargemeinschft eben so: die Stärkeren stehen auch
>> für die Schwächeren ein.
>>
>> Die andere Lösung wäre dann, diese Leute im schlimmsten Fall verrecken
>> zu lassen.
>
> Du bist doch sonst keiner von den Polemikern?

Bin ich auch nicht :-)

Der Genervte schreibt: "Und man zahlt für die kranke Oma, die keine 
Nachkommen hat auch"

Wenn ich nicht für die zahlen möchte, die nicht eingezahlt haben - was 
ist die Alternative?

Irgendwoher muss das Geld für diese Leute kommen - oder eben nicht. Was 
dann recht eindeutig heisst: "Keine medizinische Versorgung für Euch."

> Als ob es sonst keine
> Alternativen gaebe.

Die da wären? Ich sehe nicht, wie man ohne Umlageprinzip für jeden eine 
kostenlose medizinische Versorgung gewährleisten könnte.

> Andernorts ist die KV auch eine Solidargemeinschaft,
> aber eben nur eine unter Kranken & Gesunden.

Und wodurch unterscheidet sich diese von der GKV?

> Da muss auch keiner verrecken, weil er sich eine KV nicht leisten
> koennte, genauso wie in Deutschland keiner verrecken muss, weil er sich
> keine Wohnung oder kein Essen leisten koennte, denn es gibt noch eine
> weitere Solidargemeinschaft: Die derer mit und ohne Einkommen.

Richtig. Aber hier ging es ja um die Krankenversicherung.

> Ich halte es ueberhaupt nicht fuer sinnvoll und schon gar nicht fuer
> alternativlos, wenn die verschiedenen Solidarsysteme vermischt werden.
> Im Gegenteil, es sorgt fuer Kostenverschleierung und damit
> Kostenexplosion bei allen Beteiligten.

Eben. Genau das meine ich auch. Daher: alle zahlen ihren Beitrag nach 
Einkommen (ohne Unter- und Obergrenzen) und daraus wird das System 
finanziert. Wer €500 verdient, zahlt €75 ein. Wer €10000 verdient, zahlt 
€1500.

> Deutschland ist sowieso ein trauriger Fall: Der Durchschnittsbuerger
> jammert ueber die KV-Kosten, traegt die Kosten fuer ein KFZ aber
> klaglos. Gesundheit hat wohl keinen hohen Stellenwert...

Auch das sehe ich so - nur jeden siebten Euro für meine medizinische 
Versorgung anzulegen empfinde ich wirklich nicht als viel.

Hmm, wo genau waren jetzt die Differenzen zwischen uns? :-}

Autor: genervt (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Der Genervte schreibt: "Und man zahlt für die kranke Oma, die keine
> Nachkommen hat auch"
>
> Wenn ich nicht für die zahlen möchte, die nicht eingezahlt haben - was
> ist die Alternative?

Der genervte wollte eigentlich nur drauf hinaus, dass ein 
Umlageverfahren nur solange funktioniert, solange Nachkommen da sind, 
die die Leistungsberechtigten versorgen können. Da die Gesellschaft 
gerade aufgrund einer bescheidenen Geburtenrate überaltert, kommt es 
hier zu einem Missverhältnis was in steigende Krankenkassenbeiträge 
führt (Oder geringeren Leistungsumfang, das soll es ja auch schon 
gegeben haben ;) ).

Chris D. schrieb:
> Davon merke ich noch nicht viel. Die Erhöhungen waren in den letzten
> fünfzehn Jahren sehr moderat.

Alleine die Verteuerung um die 0,2% des Beitragssatzes dieses Jahr führt 
zu 2,4% Mehrkosten (Meinetwegen rechne noch deinen Streusatz raus) aber 
spätestens die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze um 2,73% 
(Wikipedia) katapultiert die Mehrkosten deutlich über die Inflation.

in den letzten 15 Jahren ist der Beitragssatz von ca. 12% auf 15,3-15,5% 
gestiegen und es ist absehbar, dass die Beitragssätze weiter Steigen 
werden, da sonst die Kosten nicht mehr gedeckt werden können.

Autor: Justus Maloch (Firma: ./.) (justus18)
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