ett schrieb:> Warum vergleicht ihr Bertrandt und Co. nicht mal mit dem Mittelständler> um die Ecke? Genau, weil der oft schlechter zahlt und mehr abverlangt> (Stress, Überstunden, etc.).
Es gibt einen riesigen Nachteil beim Dienstleister: Die quasi nicht
vorhandenen Aufstiegschancen. Die sind vermutlich gerade beim
Mittelständler doch deutlich besser.
Wohin willst du aufsteigen bei einem Dienstleister? Der einzig mögliche
"Aufstieg" ist die Übernahme durch den Entleiher. Wenn du Pech hast und
zwischen unterschiedlichen Arbeitsbereichen herumgereicht wirst alle
paar Jahre, bist du im Prinzip jahrelang immer wieder Anfänger beim
jeweiligen Entleiher, du gehst immer wieder auf "Start" und fängst von
vorne an.
Ich befürchte, dass diese ganze Zeitarbeitssch**ße zu einer
Zweiklassengesellschaft im Arbeitsleben führen wird. Es wird die geben,
die durch überragende Leistung oder auch ein bisschen
Glück/Beziehungen/was auch immer direkt fest in den Sattel bei einem
guten Unternehmen kommen. Und auf der anderen Seite wird es die (große
Masse) geben, die beim Dienstleister anheuern müssen und immer wieder
für die "Aushilfsjobs" herumgereicht werden, aber nie vorwärtskommen
oder erst nach Jahren. Es wird so eine Art "Konjunkturpool" entstehen,
aus dem man sich nach Lust und Laune bedienen kann, wenn das Unternehmen
gut läuft, und in den man überflüssige Mitarbeiter wieder
"hineinschütten" kann, wenn es der Firma beliebt. Das würde zu massiv
aufgeschaukelten Arbeitslosigkeitswellen führen, die periodisch
auftreten, wenn der Pool wieder überläuft bei schlechter Konjunktur. Ich
glaube, dass wir auf ein ganz übles Zeitalter in Sachen Arbeitswelt
zusteuern, wenn die Politik nicht (z. B. durch gesetzlich
vorgeschriebenes Equal-Pay) einen Riegel vorschiebt.
PostMortem schrieb:> wenn die Politik nicht (z. B. durch gesetzlich> vorgeschriebenes Equal-Pay) einen Riegel vorschiebt.
Wird auch nicht viel helfen, da viele Unternehmen Werksaufträge vergibt.
Da interessiert kein Equal-Pay.
Equal Pay zu was, wenn ich als Zeitarbeiter in einem ausgegliederten
Bereich eines großen DAX-Unternehmens einegstellt werde.
Dort gilt irgendwein Billig oder Haustarifvertrag, der sich von den BGZ
IGZ-Tarifen kaum unterscheidet.
PostMortem schrieb:> Ich befürchte, dass diese ganze Zeitarbeitssch**ße zu einer> Zweiklassengesellschaft im Arbeitsleben führen wird.
Wieso "wird" ?
Es ist doch bereits so.
@Ich:
Ja, du hast in beiden Punkten Recht, stimmt. Die Situation ist schon so,
aber es wird vermutlich noch schlimmer. Ich schätze, dass die festen
Belegschaften mit Tarifvertrag weiterhin abnehmen und die Zeitarbeiter
mit Billig-Tarifvertrag deutlich zunehmen werden.
Ich muss garnichts ins rechte Licht rücken und auch keine Werbung
machen. Ich bin auf dem Thread gestoßen BEVOR ich zu Bertrandt kam, weil
ich genau so wie Ihr wissen wollte, was das für ein Unternehmen ist. Vor
zwei Wochen hatte ich dieselben Fragen, wie ihr sie habt und bin dann,
nachdem ich den Thread gelesen habe zum Vorstellungsgespräch. Ich dachte
mir nur, dass ich über meine Erfahrungen berichte, mehr nicht. Aber es
gibt halt immer Querolanten, denen kann man es nicht recht machen.
Äußert man sich nicht, fehlt die Info, äußert man sich, macht man
Werbung. Dann sagt mir doch was ich tun soll, ich habe versucht zu
berichten, da ich mich noch vor 2 Wochen in der gleichen Situation
befunden habe wie ihr. Mehr nicht. Ich seh einfach wie es hier in
Ingolstadt abläuft, und es ist wirklich so, dass Audi früher oder später
das Angebot macht, so habe ich das mitbekommen, mehr kann ich nicht
sagen. Meine Aufgabe hat nichts mit recrutieren zu tun, ich schreibe
lediglich meine Masterarbeit über den belgischen Markt und Audi und
wollte eigentlich nur helfen, deswegen habe ich meine e mail
hinterlassen falls der eine oder andere noch Fragen hat.
Hier in Ingolstadt muss sich Bertrandt auch keine Sorgen über den Ruf
machen, hier kommen genug Anfragen an, da die Bindung zu Audi hier
größer zu sein scheint als in anderen Niederlassungen. Es ist doch ganz
allein eure Sache ob ihr den Job animmt oder nicht, was hat das den
bitte mit Sklavenarbeit zu tun?? Ich hatte vor 2 Wochen genau so die
Wahl zwischen verschiedene Unternehem zu wählen, keiner zwingt euch für
Bertrandt zu arbeiten.
Zu PostMorten kann mann nur den Kopf schütteln, weil wieder jemand redet
der absolut keine Ahnung hat und gerne seinen Sempf abgibt. Aufsteigen
kannst du bei Bertrandt genau so wie in jedem anderem Unternehmen auch.
(lead engineer,teamleiter,abteilungsleiter,...). Aber mehr kann ich ja
nicht sagen, sonst heist es ja gleich wieder ich mache hier Werbung.
Moin,
ich habe das Forum verfolgt und wollte hier mal meine Erlebnisse zu
Bertrandt abgeben.
Hatte vor kurzem ein Vorstellungsgespräch.
Ich hatte dort das Gefühl es wird alles abgefragt was man für
Qualifikationen hat um später Stellen anzubieten die ausserhalb der
Qualifikationen liegen um das Gehalt zudrücken.
Ich bin von meinen Gehaltsforderungen nicht abgewichen.
Habe über 5 Jahre Berufserfahrung vor meinem Studium plus diverse
Pratika und Werkstudenttätigkeiten. Also schon reichlich Erfahrungen
gesammelt im Automobilbereich.
Da ich stur auf meine Forderungen verhaarte bekam ich schon 2 Tage nach
dem Gespräch eine Absage, man könne mir keine Stelle anbieten.
Für mich nicht weiter tragisch, da ich mehrere Optionen besitze.
Die Bewerbung bei Bertrandt war für mich eher zum Üben von Verhalten in
Vorstellungsgesprächen und nur bei absolutem Top-Angebot wäre ich dort
hin gegangen.
Das Verhalten vor dem Gespräch war übrigens unterstes Nieveau keine
Übernahme der Anfahrtskosten, 30 Minuten Wartezeit inmitten der
Konstruktionsabteilung (bekommt man schnell einen Überblick wie dort
gearbeitet wird;)), keine Getränke angeboten bekommen, sehr kurze
Vorstellung der Gesprächspartner usw.
Also wer es unbedingt für nötig hält bei einem Dienstleister zu arbeiten
bitte schön, aber meine Sache ist es nicht besonders nach dieser
Erfahrung.
Grüße
halestorm schrieb:> Ich will auch mal meine Erfahrungen schildern. Ihr lauscht also nun dem> Bericht eines jenen, der das (für manche hier) Unmögliche vollbracht hat> und von Bertrandt zum OEM gewechselt ist. Und das nach einem Jahr.
...
Das liest sich doch eher so als hättest du Glück gehabt, die ganzen
anderen armen Schweine die du beschreibst hatten dieses Glück nicht,
sonst würden dort nicht so viele gefrustet "in den Seilen" hängen.
Bete 10 mal den Rosenkranz dass du über Bertrandt bei VW reingekommen
bist.
Das war wohl auch die Zeit wo VW/Audi angekündigt hat wieder mal ne
Ladung Feste einzustellen, hast halt das Zeitfenster gut erwischt und
schon ein Bein in der Türe gehabt. Wie gesagt Glück, bei den meisten
passiert das praktisch nie.
Neckarsulm/Heilbronn ist voll von Leihbuden und Dienstleistern die
treten sich hier auf die Füsse. Vor den Audi-Toren ringsum alle
Niederlassungen von den Sklaventreibern. Ich kenne auch keinen in der
Region der ein gutes Wort über die Leihbuden verliert, weil das dort wie
eine Pest ist. Wenn du mal siehst was ein Fester im Konzern bekommt und
so ein Edelleiharbeiter von Bertrandt dann bekommst du auch schnell den
Hass aber dafür warst du viel zu kurz bei denen sonst würdest du auch
anders denken.
@Gredi
Lass dich nicht unterkriegen. Ich finde deinen Beitrag gut. Viele hier
reagieren auf abweichende Meinungen aggressiv. Mir gefallen abweichende
Meinungen, weil man nur so ein realistisches Bild bekommt.
Aber nenn doch mal Zahlen. Was verdient ein Techniker, was ein Ing.?
Wieviel Stunden pro Woche, etc.? Mehr harte Fakten bitte!
neckarsulmer schrieb:> Wenn du mal siehst was ein Fester im Konzern bekommt und> so ein Edelleiharbeiter von Bertrandt dann bekommst du auch schnell den> Hass aber dafür warst du viel zu kurz bei denen sonst würdest du auch> anders denken.
Klar verdient man in Konzernen gut. Aber komm erst mal rein. Gerade
Konzerne nutzen die Dienstleister auch zur Rekrutierung. D. h. viele
Stellen im Konzern werden niemals ausgeschrieben, sondern direkt durch
einen Externen besetzt. Die Stellen entstehen regelrecht durch die
Ausgeliehenen.
Man kann sich auf viele Stellen also gar nicht bewerben, sondern muss
sich quasi erkundigen, welcher Dl beim Wunsch-Arbeitgeber aktiv ist.
Dort bewirbt man sich dann in der Hoffnung, dass man beim
Wunsch-Arbeitgeber eingesetzt wird. Auch das ist ja nicht sicher, weil
die Dl den Kunden in der Stellenanzeige nicht nennen und oftmals mehrere
Kunden "bedienen". Und erst wenn man beim Wunsch-Arbeitgeber eingesetzt
wird, kann man auf eine Übernahme hoffen. Ein durch und durch perfides
Spielchen.
Dennoch zahlen viele Dl zumindest ordentlich. Schaut euch mal diverse
KMUs an. Die liegen oft locker 40 % unter IGM-Niveau (auf Stundenlohn
bezogen).
Hallo "im Süden",
ich kann leider nur von hier in Ingolstadt berichten. Mein Vorgänger der
seine Bachlorarbeit bei bertrandt oder besser gesagt bei Audi über
Bertrandt geschrieben hatte wurde direkt übernommen und arbeitet jetzt
über Bertandt bei Audi.
Als ich Ihn gefragt hatte was er verdient und ausgehandelt hat, meinte
er gut über 40 k im Jahr. Mehr wollte er leider nicht sagen, aber ein
anderer Kollege meinte, dass Einstiegsgehälter von 3000 bis 3600 üblich
sind, kommt einfach drauf an was du mit dem teamleiter verhandelst.
Natürlich wird er dich versuchen für so billig wie möglich einzustellen,
aber ich denke, dass ist überall so. Die Arbeitszeit beträgt 40 std die
Woche aber man hat Gleitzeit, Überstunden werden natürlich bezahlt sowie
Urlaubs und Weihnachtsgeld. Ich werde mich mal morgen nochmal über die
üblichen Extraleistungen schlau machen, da ich mir nicht mehr ganz so
sicher bin.
Aber wenn man überlegt, ich hab nen Master und mein Vorgänger "nur" nen
Bachlor und hat schon einen festen Job arbeitet direkt bei Audi, dann
kann man sich ja vorstellen wo er mit seinen 22 in 2 bis drei Jahren
arbeiten wird wenn er da swieso schon ist. hinzu kommt noch, dass sein
einstiegsgehalt auch nicht schlecht ist und durchschnittlich laut
Staufenbiel oder Spiegel gehaltscheck. Wie gesagt, näheres kann ich dir
gerne über Email sagen, da ich selber erst 2 Wochen da bin und nicht
sicher bin ob über das Forum soviele Einzelheiten erählen sollte. Ich
mach mich morgen schlau, schreib mir dann einfach.
Gredi schrieb:> Zu PostMorten kann mann nur den Kopf schütteln, weil wieder jemand redet> der absolut keine Ahnung hat und gerne seinen Sempf abgibt. Aufsteigen> kannst du bei Bertrandt genau so wie in jedem anderem Unternehmen auch.> (lead engineer,teamleiter,abteilungsleiter,...).
Hinsichtlich der falschen Schreibweise von Senf empfehle ich, mal auf
Youtube nach "Rüdiger Hoffmann - Senf" zu suchen. Ist sehr lustig.
Und was macht man dann als Lead Engineer bei Bertrandt? Was passiert,
wenn man den Kunden wechselt und vom neuen Arbeitsgebiet null Ahnung
hat? Wie kann man dann Lead Engineer sein?
Wernichtsuchtderfindetnichts schrieb:> keine> Übernahme der Anfahrtskosten
In meiner Einladung steht aber das sie genau das tun wollen.
Da hier ja wirklich fast jeder die Dienstleister verteufelt, nehme ich
mich doch noch mal den "Mittelständischen Unternehem um die Ecke" an.
Mal sehen was da bei raus kommt.
@ postmortem: Hab ich mir angeschaut, tatsächlich lustig.
Als Lead Engineer ist man bei Projekten der Ansprechspartner für den
Kunden. Man hat halt seine Leute unter sich und organisiert das
jeweilige Projekt ( wer macht was, wann, wo) Ab Stufe Teamleiter hat man
dann auch Personal- und Recruitiung Aufgaben, auch Beschaffung von
Projekten, Verhandlungen, Budgetverantwortung etc. Der Abteilungsleiter
ist für eine ganze Abteilung tätig. Zum Beispiel sind wir hier E 8, das
entspricht bei Audi die gleiche Abteilung EG 8, Entwicklung
Gesamtfahrzeug. Was aber der Abteilungsleiter genau macht, weis ich
nicht, ich weis nur, dass er jeden morgen reinkommt und jeden die Hand
schüttelt :)
Nochmals zu dir Postmortem, ich kann dein Bedenken durchaus verstehen,
auch ich wusste nicht sicher, wo ich zusagen sollte, hab es mir
angeschaut und mich hierfür entschieden. Ich mein, natürlich ist es toll
direkt für Audi oder andere Hersteller zu arbeiten und wenn ihr dort
direkt reinkommt dann ist doch gut. Falls nicht, dann bleiben euch noch
die KMUs, die von den Konditionen her genauso oder schlechter als DLs
sind. Man darf ja auch nicht vergessen, hier in Ingolstadt ist Bertrandt
ein Unternehmen von mehr als 1200 Leuten und europaweit und in den USA
sind es insgesamt über 8000 Mitarbeiter. Das sind doch ganz andere
Dimensionen als bei kleinen KMUs.
Und von Sklaventreiber und andere hier oft benutzten Wörter kann doch
garnicht die rede sein. Ihr müsst doch selber wissen was ihr wollt, für
welche Kriterien Ihr arbeiten würdet, zwingen tut euch nimenad zu
nichts.(Gehalt, Aufgabenbereich, Position, Aufstiegsmöglichkeiten,
Reisen,...)
Ihr könnt auch nicht Spitzenunternhemen Audi, BMW, Mercedes, etc. als
Messlatte und Vergleich nehmen. Klar zahlen die besser, klar haben die
bessere Konditionen, aber dort bewerben sich doch Tausende im Monat auf
5-8 frei Stellen, ist doch dann verständlich, dass die sich nur die
Besten aussuchen. Um überhaupt eingeladen zu werden, müsst ihr einen
guten Schnitt haben, min. ein Auslandssemester und ein Praktikum in den
Bereich der gesucht wird, und dann werdet Ihr erstmal ins Assessment
Center geladen ( wenn überhaupt ).
Man muss natürlich auch bedenken, wenn Audi oder andere Hersteller eine
Stelle haben, und dort ist einer vom DL, arbeitet schon ein Jahr im
gleichen Team in der gleichen Abteilung und macht die gleiche Aufgabe,
für die eine interne Stelle gesucht wird, ist es doch dann auch logisch,
dass die sich nicht die Mühe machen nach jemand Anderem zu suchen. Die
kennen den Arbeiter, wissen was sie kaufen und stellen den ein. Ist
nunmal so, da kann werder der DL noch der Hersteller was, auch wenn euch
das nicht passt. So läufts in jedem Unternehmen, egal wo Ihr arbeitet.
Nochmal zu dem Thema Projektwechsel und neue Aufgabenbereiche zugeteilt
bekommen. Das kommt doch in jedem Unternehmen mindestens einmal im Jahr
vor. Heutzutage kannst du doch nicht sagen, ich mache eine zugeteilte
Aufgabe mein Leben lang, oder über Jahre hinweg. Das geht vielleicht als
Bandarbeiter, aber bei Akademikern in JEDER Branche und Fachrichtung
gibt es sowas schon lange nicht mehr.
Als Berufseinsteiger ist man natürlich sehr motiviert und
enthusiastisch.
Jetzt arbeite erst mal ein zwei Jahre dort und dann sprechen wir nochmal
drüber. Ich wünsche dir das zu nicht zu hart an die Realität
ranklatschst.
Gredi schrieb:> Das kommt doch in jedem Unternehmen mindestens einmal im Jahr> vor. Heutzutage kannst du doch nicht sagen, ich mache eine zugeteilte> Aufgabe mein Leben lang, oder über Jahre hinweg.
Nur die DL verkaufen dich beim Kunden als Experten, der das bereits
kann.
Als direkt Festangestellter, kenne ich bei neuen Aufgaben das
Unternehmen schon und weiß, wie der Hase läuft.
Die neue Aufgabe ist dann meistens im gleichen Haus und nicht ggf.
hunderte Kilometer entferrnt.
Mit überwiegend den gleichen Kollegen zusammenarbeiten macht mir
zumindest mehr Spass, als alle Nase lang komplett neue Kollegen zu
haben.
Jedes Gehalt mit dem eines bei Audi oder Porsche angestellten zu
vergleichen macht depressiv.
>Wernichtsuchtderfindetnichts>Das Verhalten vor dem Gespräch war übrigens unterstes Nieveau keine>Übernahme der Anfahrtskosten, 30 Minuten Wartezeit inmitten der>Konstruktionsabteilung (bekommt man schnell einen Überblick wie dort>gearbeitet wird;)), keine Getränke angeboten bekommen, sehr kurze>Vorstellung der Gesprächspartner usw.
Man braucht nur diesen Beitrag zu lesen (
Beitrag "Bertrandt gut?" ), dass sagt schon
alles, an welchen Fronten die Firma für gute PR kämpft.
Auf jeden Fall nicht auf der Seite der (potentiellen) Mitarbeiter.
Gredi schrieb:> Nochmal zu dem Thema Projektwechsel und neue Aufgabenbereiche zugeteilt>> bekommen. Das kommt doch in jedem Unternehmen mindestens einmal im Jahr>> vor. Heutzutage kannst du doch nicht sagen, ich mache eine zugeteilte>> Aufgabe mein Leben lang, oder über Jahre hinweg. Das geht vielleicht als>> Bandarbeiter, aber bei Akademikern in JEDER Branche und Fachrichtung>> gibt es sowas schon lange nicht mehr.
Sehr richtig!
Deshalb finde ich auch die oft gehörte Darstellung der Dienstleister,
sie brächten mehr Abwechslung, komplett unpassend.
Guast schrieb:>>Wernichtsuchtderfindetnichts>>Das Verhalten vor dem Gespräch war übrigens unterstes Nieveau keine>>Übernahme der Anfahrtskosten, 30 Minuten Wartezeit inmitten der>>Konstruktionsabteilung (bekommt man schnell einen Überblick wie dort>>gearbeitet wird;)), keine Getränke angeboten bekommen, sehr kurze>>Vorstellung der Gesprächspartner usw.>>>> Man braucht nur diesen Beitrag zu lesen (> Beitrag "Re: Bertrandt gut?" ), dass sagt schon> alles, an welchen Fronten die Firma für gute PR kämpft.> Auf jeden Fall nicht auf der Seite der (potentiellen) Mitarbeiter.
Wie kommst du denn drauf, dass die Anfahrtskosten nicht übernommen
werden. Das habe ich bis jetzt noch nie gehört.
PR macht hier auch keiner mehr, und ob man es glaubt oder nicht, täglich
bewerben sich im schnitt 100-150 Kandidaten (allein in Ingolstadt), und
die bekommen sogar,- jetzt halt dich fest,
"wernichtsuchtderfindetnichts"-, einen Kaffee angeboten. Aber ich denke
du bist da mit so ner Miene und negativen Einstellung rein, dass sie
dich absichtlich haben warten lassen, dir nichts zu trinken geben
wollten und sogar auf Bertrandt´s Vorschrift gepfiffen haben und dir
keine Anfahrtskosten bezahlt wurden.
Hakan schrieb:> Als Berufseinsteiger ist man natürlich sehr motiviert und> enthusiastisch.> Jetzt arbeite erst mal ein zwei Jahre dort und dann sprechen wir nochmal> drüber. Ich wünsche dir das zu nicht zu hart an die Realität> ranklatschst.
Welche Realität meinst du genau, Hakan. Bitte um Erklärung. Mit
Enthusiasmus hat das doch garnichts zu tun, ich berichte nur, was ich
hier direkt selber sehe und mitbekomme, mehr nicht. Ich glaub der
einzige, der wirklich was zu der Realität sagen kann, bin ich in diesem
Forum, alle anderen Beiträge hören sich an, als hätte mal einer
irgendwas gehört und der hätte dem anderem erzählt, dass bla bla bla.
Ich schrieb:> Jedes Gehalt mit dem eines bei Audi oder Porsche angestellten zu> vergleichen macht depressiv.
Das ist wohl wahr, die arbeiten 35 std die Woche und verdienen mehr als
jeder Andere, mittags ist dann aber erstmal "Würschtle Essen" angesagt,
da lassen sich die netten Ingenieure bei Audi besonders gerne viel Zeit.
Eigentlich ein Witz, was die da machen. Genau deshalb will ja jeder
dahin, wenig Arbeit, viel Kohle.
"Aber ich denke du bist da mit so ner Miene und negativen Einstellung
rein, dass sie dich absichtlich haben warten lassen, dir nichts zu
trinken geben wollten und sogar auf Bertrandt´s Vorschrift gepfiffen
haben und dir
keine Anfahrtskosten bezahlt wurden."
GREDI da siehste mal den Unterschied bei den Dienstleistern mag ja sein
dass es in Ingolstadt so geregelt wird.
Und wer geht den heute mit einer negativen Einstellung in ein
Vorstellungsgespräch, dann kann man ja gleich zuhause bleiben.
Ich bin wie zu jedem Gespräch mit Anzug hingegangen und hab mich gut
vorbereitet. Um es Dir nochmal genauer zu erklären, die Gesprächspartner
haben sich beim Verabschieden noch dafür entschuldigt, dass Sie mir
nichts angeboten haben, weil Sie es dann selber gemerkt haben. Ich mein
ich hätte ja zwischendurch fragen können, weil die Getränke neben dem
Tisch standen, aber nunja war es halt von vorherigen Gesprächen gewohnt
das sowas gang und gäbe ist und nicht nachgefragt werden muss. Für mich
war dieses Verhalten einfach nur unprofesionell und zeigte mir das Sie
sich nicht auf das Gespräch vorbereitet haben. Hinzukommt noch das die
Gesprächspartner nicht die waren, die in der Einladung angeben worden
sind.
Es kam mir so vor als wollten die mit meinen Daten und Qualifikationen
ihre potentielle Mitarbeiterdatei füllen. Daher hab ich am Anfang den
Zettel nicht unterschrieben indem ich Bertrandt genehmigen sollte die
Daten auch bei einer missglückten Bewerbung weiter zu verwenden.
Desweiterem hab ich mein Profil im Karriereportal deaktiviert und meine
Daten löschen lassen. In meiner Einladung stand auch nichts von
Übernahme von Anfahrtskosten.
Habe nachgehakt gehabt und die Antwort war erst ab weiteren Gesprächen
mit Teamleitern über die Projekte wird das bei Bertrandt so gehandhabt.
Solche standortabhängigen Unterschiede innerhalb eines Unternehmens sind
für mich nicht nachvollziehbar aber kommen auch in anderen Unternehmen
vor.
Und ich habe nur MEINE Situation beschrieben, verallgemeinern kann man
Sie nicht. Daher war mein Schlußsatz ja auch wer bei einem Dienstleister
arbeiten will kann dies gerne tun, nur ich werde es nicht tun...
Wernichtsuchtderfindetnichts schrieb:> In meiner Einladung stand auch nichts von> Übernahme von Anfahrtskosten.
Steht da auch meistens ned drin und bedeutet automatisch, dass sie
übernommen werden und auch müssen, Gesetzgebung. Nur eine schriftliche
Ausschließung vorher ist rechtgültig. Betrandt übernimmt aber die
Anfahrtskosten, selbst Ferchau. Allerdings muss man bei Ferchau im
Vorstellungsgespräch nachhaken wie die Erstattung läuft, von selber
kommen die nicht auf einen zu. Bei Bertrandt ist das anders. Gute
Unternehmen geben einem gleich einen Bogen mit den Angaben zu den
Kilometern, oder wollen die Fahrscheine sehen, dann noch Bankverbindung
angeben und die Kohle kommt innerhalb eines Monats.
Durch Zufall habe ich diesen Thread entdeckt.
Mehrfach wird hier der Name "Claudia" erwähnt und mit mir in Verbindung
gebracht.
Zum erwähnten Zeitpunkt habe ich bereits längere Zeit nicht mehr bei
Bertrandt gearbeitet und auch darüberhinaus keinerlei Marketing für
Bertrandt betrieben. Mein Name steht daher nicht Verbindung zu den oben
genannten Spekulationen.
Wer mich und meine Arbeitsweise kennt, wird dies ohnehin erkannt haben.
Claudia Remsing
Hallo zusammen,
Würde mich interessieren, ob hier jemanden von euch Erfahrung mit
Bertrandt in Rüsselsheim gemacht hat.
Wie läuft das Vorstellungsgespräch dort ab und wie sieht mit gehälter
aus?
gruß
BaQila
BaQila schrieb:> mit> Bertrandt in Rüsselsheim gemacht hat.
Eigentlich ungewöhnliches, nur es werden deine Englisch-Kenntnisse in
Form eines kurzen einfachen Gespräches getestet.
Denn es könnte sein das GM-Mitarbeiter mal vorbeischauen.
Hallo zusammen,
Ich schrieb:
>Eigentlich ungewöhnliches, nur es werden deine Englisch-Kenntnisse in>Form eines kurzen einfachen Gespräches getestet.>Denn es könnte sein das GM-Mitarbeiter mal vorbeischauen.
Es kommt auf die Stelle an oder wird allgemein Englisch während des
Gespräches getestet?
Das wird schon hart sein!
Ist das typisch bei Bertrandt in Rüsselsheim?
Gruß
BaQila
BaQila schrieb:> Es kommt auf die Stelle an oder wird allgemein Englisch während des> Gespräches getestet?>> Das wird schon hart sein!>> Ist das typisch bei Bertrandt in Rüsselsheim?
Keine Ahnung, ob das immer getestet wird.
Aber Bertrandt Rüsselsheim arbeitet wohl hauptsächlich für Opel- GM.
Da tauchen auch mal GM-Leute auf, etwas Englisch ist da wohl unerlässig.
Also, ein paar Worte auf Englisch solltest du halbwegs flüssig
rausbekommen.
Ich glaube nicht, daß man dort, je nach Stelle, einen Fachvortrag in
Englisch halten können muss.
Hallo zusammen,
Vielen Dank für deine Infos.
Eine Frage hätte ich noch und zwar wie läuft das Gespräch dort
allgemein?
Und vielen Dank nochmal.
Gruß
BaQila
BaQila schrieb:> Hallo zusammen,>>> Vielen Dank für deine Infos.>> Eine Frage hätte ich noch und zwar wie läuft das Gespräch dort> allgemein?
Ganz normal, als ich da war.
Man erzählt so, was man bisher so gemacht hat, Ausbildung, Studium,
Berufserfahrung, die erzählen so, was die machen und suchen.
Ich denke, es hängt sehr stark davon ab, als was man sich dort beworben
hat.
Meine Englischkenntnisse wurde sonst eher selten mal angetestet.
Übe einfach mal ein paar Sätze, falls Fragen zum letzten Urlaub oder
irgendwelchen Hobbys auf Englisch kommen sollten.
Hallo,
habe vor mich bei Bertrandt Services GmbH zu bewerben.
Es wurde hier viel über Gehalt geschrieben, allerdings nicht für meine
Region.
Wie viel, ungefähr, kann ich verlangen beim Vorstellungsgespräch?
Ich bin ein Dipl.-Ing mit 4 Jahre BE.
Region - Sachsen.
Danke voraus.
Lebenskünstler schrieb im Beitrag #2943400:
> Den Laden könnt ihr vergessen! Ist ja ein Kindergarten!
Deine Erwartungen wurden also zu 100% bestätigt?
Wobei Bertrandt sich gegenüber vielen anderen noch positiv hervorhebt.
bankok schrieb:> "Aktuell Berufseinsteiger bei Bertrandt :> Diplom Ing. oder Master Abschluss = 45 k bis 48 k">>>> Und nach Bachelor?>> komme ich mit 43k durch?
Ich kenne einen, der hat bei Bertrand 43k als Master geboten bekommen.
Der war 28 und hatte Auslandserfahrung und den Master von der TU.
Die Bertrandt-Aktie ist in der letzten Zeit stark gestiegen.
Da bin ich mal gespannt, ob sich das auch in den jährlichen
Gehaltsverhandlungen mit dem Chef bemerkbar machen wird.
Henry schrieb:> Die Bertrandt-Aktie ist in der letzten Zeit stark gestiegen.> Da bin ich mal gespannt, ob sich das auch in den jährlichen> Gehaltsverhandlungen mit dem Chef bemerkbar machen wird.
Nein, der Aktienkurs (besser gesagt: die aktuelle Marktkapitalisierung)
ist kein brauchbarer Gradmesser dafür. Aktienkurse schwanken stark und
geben eben oftmals nicht den inneren Wert eines Unternehmens an.
Besser: Die Firmenbilanz lesen, schauen ob Umsatz/Gewinn gestiegen sind.
Falls sie es sind, und der Vorgesetzte im Mitarbeitergespräch eine
Gehaltserhöhung verweigert, dann dezent darauf hinweisen dass das Geld
dafür doch offenbar vorhanden ist. Als Beweis auf eben die Jahresbilanz
bzw. die Quartalsberichte verweisen.
Ob es was nützt ist völlig ungewiss, aber zumindest versuchen kann man's
ja. Zumindest das Argument "für eine Gehaltserhöhung ist kein Geld da"
kann man damit wirksam entkräften, wenn die wirtschaftliche
Entwicklung der Firma das hergibt.
Henry schrieb:> Die Bertrandt-Aktie ist in der letzten Zeit stark gestiegen.> Da bin ich mal gespannt, ob sich das auch in den jährlichen> Gehaltsverhandlungen mit dem Chef bemerkbar machen wird.
Villeicht macht es sich wirklich bemerkbar. Wenn die Chefs die Gehälter
noch weiter drücken können kaufe ich mir auch Bertrandt Aktien :)
Ich sag nur:
:-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-)
Autor: Jan (Gast)
Datum: 16.06.2011 16:49
Hallo Claudia,
hier das neue Testimonial für die Internetforen. Bitte heute noch
bearbeiten. Falls nötig wie üblich auf 2 - 3 besonders negative
Statements eingehen.
Gruß, Alexander
Testimonial, Int.-Nr: 57261-11-06-16:
Ich möchte auch mal kurz über meine Erfahrungen mit Bertrandt berichten.
Zuerst einmal kann ich all das negative Gerede überhaupt nicht
verstehen. Ich bin nun schon seit über 3 Jahren hier beschäftigt und
gerade rückblickend kann ich sagen, dass es mir viel gebracht hat und
auch meistens Spass macht.
Meine Bewerbung wurde zügig bearbeitet, nach wenigen Tagen gleich eine
Einladung zum Gespräch. Die Leute bei Bertrandt waren freundlich und
kompetent. Es wurde mein Lebenslauf besprochen und meine Stärken
ermittelt. Bei der Projektvergabe wurden meine Wünsche auch
berücksichtigt. Gerade am Anfang hatte mein Ansprechpartner bei
Bertrandt immer ein offenes Ohr für mich.
Mittlerweile bearbeite ich erfolgreich mein 5. Projekt. Die Projekte
wurden mit der Zeit immer anspruchsvoller und komplexer. Gerade die
Erfahrung in verschiedenen Firmen hat mich enorm weitergebracht. Mir
liegt es einfach, mich schnell in neue Aufgaben und Strukturen
einzuarbeiten. Übernahmeangebote hatte ich übrigens auch schon. Aber ich
werde auf jeden Fall noch ein paar Jahre bei Bertrandt bleiben. So viel
und schnell kann man sonst nicht lernen!
Noch kurz zum Gehalt. Geld ist für mich zwar nicht alles, aber das
Gehalt hat hier von Anfang an gepasst. Es gab deutlich mehr, als bei den
meisten Mittelständlern. Leistung zahlt sich besonders aus, und so
konnte ich mein gutes Anfangsgehalt schon kräftig steigern.
Bertrandt ist ganz klar eine Empfehlung.
Gruß, Jan
|
Mark Brandis schrieb:>> Nein, der Aktienkurs (besser gesagt: die aktuelle Marktkapitalisierung)> ist kein brauchbarer Gradmesser dafür. Aktienkurse schwanken stark und> geben eben oftmals nicht den inneren Wert eines Unternehmens an.>> Besser: Die Firmenbilanz lesen, schauen ob Umsatz/Gewinn gestiegen sind.> Falls sie es sind, und der Vorgesetzte im Mitarbeitergespräch eine> Gehaltserhöhung verweigert, dann dezent darauf hinweisen dass das Geld> dafür doch offenbar vorhanden ist. Als Beweis auf eben die Jahresbilanz> bzw. die Quartalsberichte verweisen.>
Umsatz und Gewinn sind bei Bertrandt auch gestiegen.
jährliche Gehaltsverhandlung: Chef bot 2,5% (Inflationsausgleich)
letztendlich geeinigt auf ca. 5% Gehaltserhöhung
Lasst mich Arzt schrieb:> Villeicht macht es sich wirklich bemerkbar. Wenn die Chefs die Gehälter>> noch weiter drücken können kaufe ich mir auch Bertrandt Aktien :)
Noch besser:
du machst einen Ing.-Dienstleister auf und in 3-5 Jahren vertickts du
den Schuppen an eine int. tätige Zietarbeitsfirma!
da ich mich mit solchen Firmen erst gar nicht weiter beschäftige ( Siehe
Testmonial ) wusste ich gar nicht, dass die eine AG sind. Aber sind sie
anscheinend. Hab mir mal den Kurs angeschaut. Derzeit ist er extrem
hoch. Letzes Jahr war er erheblich niedriger, aber die Dividende echt
sehr gut, ca 5 %, inkl Kurssteigerung von ca. 60 auf 80 Euro ist das
natürlich bombig. Auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist sehr gut, liegt
besser als der Schnitt bei den DAX Unternehmen. Allerdings glaube ich,
dass es dieses Jahr etwas bergab mit allem zu tun hat was Autoindustrie
ist. Daher könnte es gut sein, dass die Aktie etwas sinkt. Wenn aber die
Gewinne gleich bleiben, ergibt sich wieder eine gute Dividene.
Jedenfalls danke für den Tipp, werde die Aktie weiter beobachten :-)
Bahnhofskneipenbesucher schrieb:> Wenn aber die> Gewinne gleich bleiben, ergibt sich wieder eine gute Dividene.> Jedenfalls danke für den Tipp, werde die Aktie weiter beobachten :-)
Dir ist aber klar, das die Bertrandt Aktie keine Substanz im Form von
Immobilien, Rechte, Beteiligungen oder Anlagen hat!
Also du schon hoffen mußt, dass der Kurs stabil bleibt und die Dividende
noch zulegt.
$$OoOoOoOoO$$ schrieb:> was haltet ihr von Bertrandt?
Nichts.
Gleiche Arbeit, weniger Geld. Die OEMs sollen endlich mal wieder direkt
einstellen ohne Zwischenhändler zu bezahlen.
Im Kölner Raum verseuchen sie mit ihren Niedriglohnangeboten für
Ingenieure die Stellenanzeigen.
Will für meine Arbeit ordentliches Geld ohne das ein Dritter dran
verdient, will für meine harten Jahre an der Uni eine ordentliche
Perspektive direkt beim OEM.
Verdammte Dienstleister, verdammte Trittbrettfahrer, die an meiner
Arbeit mitverdienen wollen. Echt eine Seuche in Deutschland.
Also, meidet Bertrandt und Co.!
Ich kann es nur aus meiner Sicht erzählen, einem Bachelor-Absolventen:
Ich hatte vor Kurzem ein Bewerbungsgespräch, dieses lief locker, damit
meine ich in einer angehmen Atmosphäre, ab.Es waren 3 Personen. Sie
waren auch gut vorbereitet, hatten sich Stellen im Lebenslauf makiert
und angsrochen.Tipp: Schreibt in den Lebenslauf eure erworbenen
Softskills mit rein (Team, -krtikfähig usw.). Außerdem wurden die Noten
angesprochen (warum manche nicht so gut waren wie sie gerne hätten)
sowie Fachliche Inhalte. Z.B. Osireferenzmodell, Can - Bus,
Regelunstechnik, Elektrischekenngrößen mit Hydraulischen vergleichen
(Druck = Elektr.Spannung, Volumenstrom = Elektr. Strom usw.)etc..Es ging
auch um mein Privatleben, Hobbys, Lebensgemeinsschaft, ob ich vorhabe
meinen Wohnort zu wechseln. Am besten kam es wohl an wenn man ein
bischen ungezwungen redet, also immer etwas mehr als man gefragt wurde
(aber natürlich keinen Blödsinn). Auf das Gehalt wurde auch eingegangen,
da habe ich so 40k+ € genannt.
Von deren Seite wurde Bertrandt nicht zuviel über den grünen Klee
gelobt, so das ich den Eindruck eines MA-Fishing hatte. Sie haben haben
mir, für die Auswertung des Gespäches und die daraus folgende
Entscheidung eine Woche genannt.
Zudem wollte ich hier gerne nochmal was los werden:
Wenn hier schon die Erfahrungen ausgetauscht werden, egal ob positiv
oder negativ, dann aber bitte mal etwas differenzierter! Bertrandt hat
viele Standtorte und ist noch unterteilt in AG und Service. Hier wird
meistens alles nur pauschal geschrieben, damit ist keine wirkliche
Meinungsbildung möglich.
Auch muss jeder selbst wissen wie er weitermachen möchte, da finde ich
es nicht angebracht die Menschen dumm zumachen, die sich für den Weg mit
einem Dienstleister entschieden haben.
Man kann nicht auf die perfekte Anstellung hoffen und warten. Wie schon
vorher angesprochen, denke ich auch das manche Vergleiche die hier
getroffen wurden hinken. Man kann keinen DL mit Bosch, VW, BMW oder Audi
vergleichen!
HK schrieb:> Ich kann es nur aus meiner Sicht erzählen, einem Bachelor-Absolventen:
Als Bachelor hat man nun auch nicht so die Wahl. Wer will einen denn da
sonst. Da muss man bei den Dienstleistern doch Schlange stehen.
gruß cyblord
Ich hatte mich mal bei Bertrandt in Köln beworben.
Wir waren 3 Leute: der Entwicklungsleiter, eine junge Dame aus der
Personalabteilung und ich.
Es war locker, und es kamen die üblichen Fragen: warum ich mich bei
Bertrandt beworben hätte, was ich zuvor gemacht habe, wie ich mir meine
Arbeit bei Bertrandt vorstellte und was ich verdienen wollte.
Ich legte los, ohne nun zum Dampfplauderer zu werden. In der
Ausschreibung stand der übliche Text, von wegen Leute mit Lust am
Entwickeln, Tüftler usw. wären bei Bertrandt richtig.
Nun gut, ich hatte mein Hobby zum Beruf gemacht und Nachrichtentechnik
an der Uni studiert und wollte unbedingt mit Mikrocontrollern
weitermachen. Zuvor hatte ich schon 3 Jahre in der Entwicklung
gearbeitet, u.a. Softwareentwicklung und Validation im Automotive.
Danach gefragt, erzählte ich dem Entwicklungsleiter von meinen
bisherigen Tätigkeiten. Er schaute gelangweilt in den Raum, manchmal
auch mich an. Gut, Ruhe bewahrt und freundlich auf seine Fragen
eingegangen, richtiges Interesse zeigte der gute Mann nicht.
Meine Gehaltsforderung lag mit den 3 Jahren Erfahrung und genügend
Elektronikkenntnissen im Bereich Mikrocontroller bei 42k brutto - ich
meine, nicht zuviel.
Als der gute Mann dann zu seinen Entwicklern ging, um sie auf meinen
Besuch vorzubereiten, sagte mir die Personaltante, dass meine
Gehaltsforderung etwas zu hoch sei, und fragte mich, wie weit ich denn
tählich zu fahren hätte. Ich antwortete ihr, ca. 50km pro Strecke, was
im Köln Bonner Raum nun wirklich normal ist. Wäre ja etwas weit. Hä? Nun
gut, sollte ja nicht ihr Problem sein, dachte ich mir.
Nach dem Besuch in der Entwicklung hörte ich von Bertrandt nichts mehr,
obwohl es auch hier recht angenehm lief - gut, die Entwickler schienen
schwer beschäftigt und genervt, von Bewerbern unterbrochen zu werden.
Wochen später rief ich an, um mich zu erkundigen, wie der Stand der
Dinge nun sei: Zusage oder Absage???
"Ja hat Sie Herr Bauer noch nicht zurückgerufen?", nein antwortete ich.
"Hmm, das wird er aber noch machen, er ist am Montag wieder da".
Tja, die Prozedur wiederholte sich 5mal, bis ich aufgab - resigniert und
schwer enttäuscht, einem Bewerber NOCH NICHT EINMAL ABZUSAGEN!!!
WAS IST DAS EIGENTLICH FÜR EIN BENEHMEN? Ist die Generation Facebook und
Dschungelcamp nun in den Personalabteilungen bei Bertrandt eingekehrt?
Ich meine, man ist ja Einiges gewöhnt, dass Anstand und Respekt zwar von
Unternehmen gerne gefordert, selten aber von deren Seite gezeigt werden!
Nach diesem Bertrandt-Desaster habe ich mich woanders beworben,
innerhalb weniger Monate weit mehr als 42k brutto an Jahresgehalt und
bin als erfolgreicher und begeisterter Entwickler tätig.
Bertrandt ist einfach zu blöd und unfähig, den Bewerbern erst einmal ein
Chance zu dem einzuräumen, was sie in ihren Standardausschreibungen so
alles ankündigen.
Der Laden ist der letzte Mist, typisch Dienstleister: viel verlangen,
wenig zahlen - aber dann über Fachkräftemangel jammern und die
Jobsuchmaschinen massenweise mit Stellenangeboten verseuchen.
Dem Laden wünsche ich, dass er keine Leute mehr bekommt, um zu
überleben. Mit Absagen kann man ja leben, aber Bewerber in der Luft
hängen zu lassen, ist eine Schweinerei und hat nichts mit einem seriösen
Unternehmen zu tun. Mein Arbeitgeber macht sowas jedenfalls nicht,
obwohl wir weitaus größer und finanziell besser situiert sind als diese
verkommene Dienstleisterklitsche.
Schönes Wochenende.
HK schrieb:> Auf das Gehalt wurde auch eingegangen,> da habe ich so 40k+ € genannt.
Boaah! Ist ja ein absolutes Supergehalt!
Halloooo, aufwachen, wir haben seit Anfang der 90er ca. 40% Inflation
hinnehmen müssen, die Nettogehälter sind seit Jahren gesunken! Da hat
ein Ingenieur in den 80ern ja inflationsbereiningt mehr gehabt als das,
was dieser Laden da heute zahlen will!!!
Manno Mann, was für eine Ausbeute das heute ist, und das für Akademiker,
die sicher in diesem Fachbereich ständig lernen und geistig schwer
arbeiten müssen.
Bertrandt ist eben ein Dienstleister, vergleichbar mit einem römischen
Schiff, wo die Sklaven unter Deck unter Leistungsdruck für Nichts rudern
dürfen, damit die Kiste von der Stelle kommt und die wenigen Feldherren
oben abkassieren und den Ruhm ernten.
Bertrandt = Arbeitgeber? Definitiv NEIN.
HK schrieb:> Wenn hier schon die Erfahrungen ausgetauscht werden, egal ob positiv> oder negativ, dann aber bitte mal etwas differenzierter! Bertrandt hat> viele Standtorte und ist noch unterteilt in AG und Service. Hier wird> meistens alles nur pauschal geschrieben, damit ist keine wirkliche> Meinungsbildung möglich.
Siehst du, genau das mache ich. 3x eine Antwort von mir, 3x
differenziert.
Und bitte: es ist die Aufgabe eines Unternehmens dafür zu sorgen, wie
sie in der Öffentlichkeit rüberkommen, und NICHT des Bewerbers.
Oder soll der Bewerber deiner Meinung nach durch halb Deutschland tigern
und sich bei sämtlichen Bertrandt-Niederlassungen bewerben? Wie bekloppt
müsste man da sein?
Wenn hier ich zum Beispiel hier meine Erfahrung mit dem Kölner Standort
nenne, und diese negativ ausfällt, ist es dann mein Problem, wenn
anschließend der ganze Laden einen negativen Touch bekommt? Sicher
nicht!
Um es mal klarzustellen: ich erwarte nicht mit jeder Bewerbung, dass ein
Arbeitgeber mir sofort zusagt (auch wenn's schön wäre), SONDERN dass er
mir innerhalb eines akzeptablen Zeitraums eine Rückmeldung über die Zu-
oder Absage gibt!
Wenn ich als Bertrandt-Manager einen Beitrag wie den ersten von mir
lesen würde, dann würde ich dem Personalverantwortlichen in der
entsprechenden Niederlassung einen Tritt verpassen und ihn
rausschmeissen, es sei denn, es wird von höchster Management-Ebene
akzeptiert oder ist so gewollt.
Warum? Weil solche Beiträge wie meiner für das Ansehen eines
Unternehmens sicher nicht gut sind, es zeigt eher deren arroganten
Umgang mit Bewerbern und regt manchen Kandidaten doch eher dazu an, es
lieber woanders zu versuchen.
Der genannte Personalfuzzi sitzt heute noch in Köln, es ist schon ein
paar Jährchen her.
Räumt euren Laden selber auf, denn am Ende siegt das wahre Gesicht, und
nicht ein differenziertes Bild.
@ cyblord:
Also Schlange stehen musste ich bis her noch nicht außer im Supermarkt
:0)
@ Ex-Bertrandt Bewerber:
Wenn ich das so lese kann ich deine Wut verstehen.
In WOB lief es gott sei dank nicht so schlimm ab.
Ex-Bertrandt Bewerber schrieb:> WAS IST DAS EIGENTLICH FÜR EIN BENEHMEN?
Es geht noch schlimmer. Sei froh, dass Du nicht bei einem der
potenziellen Kunden vorstellen müsstest, ohne Festanstellung
selbstverständlich. Erst wenn ein Kunde Ok gibt, kriegt man die Zusage.
Deswegen wird es gezögert, man kommt in ein Pool rein und je nach
Reihenfolge bieten Dich verschiedene Teamleiter ihren Kunden an. Alles
den Aktionären geschuldet, Profit, Rendite, bloß keinen Leerlauf, bzw.
interne Arbeit.
Ex-Bertrandt Bewerber schrieb:> Ich hatte mich mal bei Bertrandt in Köln beworben.>
...
>>> Schönes Wochenende.
@Ex-Bertrandt Bewerber: Das was du beschreibst, ist aus meiner Sicht
eher Stantort bedingt zu sehen. In Ehningen, Gaimersheim oder auch
Wolfsburg läuft das anders ab. In Wolfsburg haben sie mittlerweile in
einigen Bereichen Probleme, qualifiziertes Personal anzuwerben. Daher
haben Neueinsteiger dort die Chance, mit einem für den
Ing.-Dienstleistungssektor eher hohem Gehalt einzusteigen.
Auch bei der IAV zahlem sie sehr gut.
Rüdiger schrieb:> @Ex-Bertrandt Bewerber: Das was du beschreibst, ist aus meiner Sicht> eher Stantort bedingt zu sehen. In Ehningen, Gaimersheim oder auch> Wolfsburg läuft das anders ab. In Wolfsburg haben sie mittlerweile in> einigen Bereichen Probleme, qualifiziertes Personal anzuwerben.
Ja gut, dem Kölner Standort scheint's nicht viel besser zu gehen, sonst
würden sie die Suchmaschinen nicht mit Stellenangeboten zupflastern. Die
entscheidende Frage wäre, wie würden sich deine genannten Standorte in
Zeiten verhalten, in denen das Angebot der Jobsuchenden größer ist als
das der Arbeitgeber - so war's damals bei mir.
> Daher haben Neueinsteiger dort die Chance, mit einem für den> Ing.-Dienstleistungssektor eher hohem Gehalt einzusteigen.> Auch bei der IAV zahlem sie sehr gut.
Definiere bitte mal hohes Gehalt.
Abgesehen davon ist der ganze Dienstleistungssektor eh total missbraucht
worden. Von der Politik ursprünglich zum Ausgleich von Spitzenlasten
gedacht, wurde eine breite Masse an Dienstleister ausgelagert, um den
Kündigungsschutz oder mehrmonatige Kündigungszeiten zu umgehen, "Hire &
Fire" auf Deutsch eben.
Bertrandt ist da keine Ausnahme, auch wenn sie eigene
Entwicklungsabteilungen besitzen. Sie verdienen als Dritte an der Arbeit
des Ingenieurs mit, und das nicht schlecht.
Insider schrieb:> Es geht noch schlimmer. Sei froh, dass Du nicht bei einem der> potenziellen Kunden vorstellen müsstest, ohne Festanstellung> selbstverständlich. Erst wenn ein Kunde Ok gibt, kriegt man die Zusage.> Deswegen wird es gezögert, man kommt in ein Pool rein und je nach> Reihenfolge bieten Dich verschiedene Teamleiter ihren Kunden an. Alles> den Aktionären geschuldet, Profit, Rendite, bloß keinen Leerlauf, bzw.> interne Arbeit.
Solche Firmen gehören alle öffentlich an den Pranger gestellt, damit sie
von potentiellen Bewerbern gleich aussortiert werden können.
Das man sich als Bewerber erst beim Kunden vorstellen musst, bevor man
verliehen wird, ist doch völlig normal, egal ob der Dienstleister
Bertrandt, Ferchau oder wie auch immer heisst.
Dazu brauche ich keinen Pranger, da stehen dann eh alle vor.
Ex-Bertrandt Bewerber schrieb:> Rüdiger schrieb:>> @Ex-Bertrandt Bewerber: Das was du beschreibst, ist aus meiner Sicht>> eher Stantort bedingt zu sehen. In Ehningen, Gaimersheim oder auch>> Wolfsburg läuft das anders ab. In Wolfsburg haben sie mittlerweile in>> einigen Bereichen Probleme, qualifiziertes Personal anzuwerben.>>1. Ja gut, dem Kölner Standort scheint's nicht viel besser zu gehen, sonst> würden sie die Suchmaschinen nicht mit Stellenangeboten zupflastern. Die> entscheidende Frage wäre, wie würden sich deine genannten Standorte in> Zeiten verhalten, in denen das Angebot der Jobsuchenden größer ist als> das der Arbeitgeber - so war's damals bei mir.>>> Daher haben Neueinsteiger dort die Chance, mit einem für den>> Ing.-Dienstleistungssektor eher hohem Gehalt einzusteigen.>> Auch bei der IAV zahlem sie sehr gut.>> 2. Definiere bitte mal hohes Gehalt.>> Abgesehen davon ist der ganze Dienstleistungssektor eh total missbraucht> worden. Von der Politik ursprünglich zum Ausgleich von Spitzenlasten> gedacht, wurde eine breite Masse an Dienstleister ausgelagert, um den> Kündigungsschutz oder mehrmonatige Kündigungszeiten zu umgehen, "Hire &> Fire" auf Deutsch eben.>> 3. Bertrandt ist da keine Ausnahme, auch wenn sie eigene> Entwicklungsabteilungen besitzen. Sie verdienen als Dritte an der Arbeit> des Ingenieurs mit, und das nicht schlecht.
zu 1. Angebot und Nachfrage regelt nunmal auch die Gehaltshöhe. Das
Einstiegsgehalt bei Bertrandt in Wolfsburg ist z.B. für Ings. von 2009
(Krise) zu jetzt um ca. 20-25% gestiegen.
zu 2. Für einen Ing. (heute Bachelor) der ausser Schule und Studium
nichts weiter vorzuweisen hat, sind 42-45k als Einstiegsgehalt +
Weihnachts- und Urlaubsgeld + einmalige jährliche Erfolgsprämie + 30
Urlaubstage + 100% Bezahlung der Überstunden schon nicht verkehrt.
zu 3. Bertrandt verdient mit beim Mitarbeiter, der im externen Einsatz
arbeitet mit dazu. Im Gegensatz zu Brunel, Ferchau und Co. sind aber
gerade die Inhouseprojekte bei Bertrandt deren großer Vorteil.
Ich persönlih finde es besser, bei oder über einem Dienstleister wie
Bertrandt zu arbeiten und somit Berufserfahrung zu sammeln sowie ein
dennoch anständiges Einkommen zu erhalten, als auf "bockig" zu machen,
rumzujammern wie schlecht doch alles ist und vllt. monate oder jahrelang
auf eine Stelle beim OEM zu spekulieren und in der Zeit dem Steuerzahler
auf der Tasche zu sitzen.
Die Gehälter in mittelständischen Unternehmen sind auch nicht
vergleichbar mit VW, BMW, Siemens, Bayer und Co.
Wilhelm Ferkes schrieb im Beitrag #3082721:
> Rainer schrieb:>>> Wir haben immer noch zu viele Leute, denen es viel zu gut geht, obwohl>> sie nichts leisten ..>> Stimmt, Heiner. Z.B. manche, die gerade auf der Privatyacht im> Mittelmeer herum treiben, oder Schrottwohnungen an Hartzer vermieten.> ;-)
Das auch!
Aber auch Leute, die sagen:
"Wieso sollte ich einen Job für 900,00 €/Netto annehmen, wenn mir das
Amt alles (Miete, Essen, Betriebskosten, Krankenversicherung,
Rentenversicherung, ...) zahlt?"
Wenn die Leute eben eine schlechte Erziehung genossen haben und nicht
gelernt haben, dass man für sein eigenes Auskommen arbeitet, dann müssen
sie es eben auf dem harten Weg lernen. Ganz einfach.
Diese Leute haben keinen Stolz. Halten lieber die Hand auf, lassen sich
durchfüttern, anstatt (zumindest einen großen Teil) ihrer Haltungskosten
selbst zu finanzieren.
Pack halt, nicht wahr?
Rüdiger schrieb:> zu 2. Für einen Ing. (heute Bachelor) der ausser Schule und Studium> nichts weiter vorzuweisen hat, sind 42-45k als Einstiegsgehalt +> Weihnachts- und Urlaubsgeld + einmalige jährliche Erfolgsprämie + 30> Urlaubstage + 100% Bezahlung der Überstunden schon nicht verkehrt.
Ja, dieses Angebot kann man ohne Weiteres als gut bezeichnen - für einen
Anfänger. Und wie sieht's mit 45 aus? Bei Bertrandt ist da irgendwann
Feierabend, und die OEMs sind immer froh, wenn sie Ältere durch billige
Jüngere ersetzen können. Aufstiegschancen in jeder Hinsicht begrenzt.
Rüdiger schrieb:> zu 3. Bertrandt verdient mit beim Mitarbeiter, der im externen Einsatz> arbeitet mit dazu. Im Gegensatz zu Brunel, Ferchau und Co. sind aber> gerade die Inhouseprojekte bei Bertrandt deren großer Vorteil.
Richtig.
Rüdiger schrieb:> Ich persönlih finde es besser, bei oder über einem Dienstleister wie> Bertrandt zu arbeiten und somit Berufserfahrung zu sammeln sowie ein> dennoch anständiges Einkommen zu erhalten, als auf "bockig" zu machen,> rumzujammern wie schlecht doch alles ist und vllt. monate oder jahrelang> auf eine Stelle beim OEM zu spekulieren und in der Zeit dem Steuerzahler> auf der Tasche zu sitzen.
Davon war bei mir auch nicht die Rede. Und sicher gehöre ich auch nicht
zu dieser Gruppe. Kritik ist aber dennoch erlaubt.
Rüdiger schrieb:> Die Gehälter in mittelständischen Unternehmen sind auch nicht> vergleichbar mit VW, BMW, Siemens, Bayer und Co.
Kann mal pauschal nicht sagen, kommt auf das einzelne Unternehmen an,
wenn ich dir aber weitestgehend zustimme.
Wenn ich mich aber für ein mittelständiges Unternehmen direkt
entscheide, dann verdient aber auch kein Dritter mit, zudem zerstört er
auch nicht die Festeinstellung von Ingenieuren bei OEMs wie VW usw. Das
Klima dürfte auch persönlicher sein, also nicht vergleichhbar.
Mittelständler gab's schon immer, Dienstleister in der heutigen
Größenordnung sind das Desaster der Agenda 2010 unseres Gasmannes aus
Niedersachsen.
Dienstleister spekulieren immer bevorzugt auf junges billiges Personal,
die OEMs wollen ältere teurere Semester loswerden, die Symbiose zwischen
beiden ist perfekt. Der Preis zwischen dem, was der OEM zahlt und dem,
was der junge Ingenieur bei Bertrandt verdient ist jedenfalls hoch
genug, damit auch Bertrandt noch gut davon leben kann, kenne die
Verhältnisse recht gut. Der Ingenieur muss die gesamte Summer
erwirtschaften durch Know How und schnelles Arbeiten, die Tätigkeit von
Bertrandt begrenzt sich vorwiegend auf Verwaltung und Bereitstellung der
Mittel. Nun ja, wer hat mehr Streß?
Moderne Umgehung des Kündigungsschutzes mit billigem Personal. Jung wird
ausgequetscht, alt darf gehen.
Fachkräftemangel? Eher Mangel an jungem Fachpersonal mit Wissen eines
50Jährigen.
Sprich doch mal davon, wie viele 55 Jährige in deiner Abteilung
arbeiten, was die so verdienen, und welche Möglichkeiten sie haben!?
Noch nie gesehen/gehört, dass Bertrandt ältere Erfahrene sucht! Die OEMs
wollen diese Zielgruppe wenn auch nur in homöopatischen Dosen
beschäftigen - wie die meisten Unternehmen.
Ex-Bertrandt Bewerber schrieb:>> 1. Wenn ich mich aber für ein mittelständiges Unternehmen direkt> entscheide, dann verdient aber auch kein Dritter mit, zudem zerstört er> auch nicht die Festeinstellung von Ingenieuren bei OEMs wie VW usw. Das> Klima dürfte auch persönlicher sein, also nicht vergleichhbar.> Mittelständler gab's schon immer, Dienstleister in der heutigen> Größenordnung sind das Desaster der Agenda 2010 unseres Gasmannes aus> Niedersachsen.>> 2. Dienstleister spekulieren immer bevorzugt auf junges billiges Personal,> die OEMs wollen ältere teurere Semester loswerden, die Symbiose zwischen> beiden ist perfekt. Der Preis zwischen dem, was der OEM zahlt und dem,> was der junge Ingenieur bei Bertrandt verdient ist jedenfalls hoch> genug, damit auch Bertrandt noch gut davon leben kann, kenne die> Verhältnisse recht gut. Der Ingenieur muss die gesamte Summer> erwirtschaften durch Know How und schnelles Arbeiten, die Tätigkeit von> Bertrandt begrenzt sich vorwiegend auf Verwaltung und Bereitstellung der> Mittel. Nun ja, wer hat mehr Streß?>> Moderne Umgehung des Kündigungsschutzes mit billigem Personal. Jung wird> ausgequetscht, alt darf gehen.>> Fachkräftemangel? Eher Mangel an jungem Fachpersonal mit Wissen eines> 50Jährigen.>> 3. Sprich doch mal davon, wie viele 55 Jährige in deiner Abteilung> arbeiten, was die so verdienen, und welche Möglichkeiten sie haben!?>> Noch nie gesehen/gehört, dass Bertrandt ältere Erfahrene sucht! Die OEMs> wollen diese Zielgruppe wenn auch nur in homöopatischen Dosen> beschäftigen - wie die meisten Unternehmen.
zu 1. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass das Klima beim
Kunden vor Ort zw. Internen und Externen sehr gut war. Von interner
Seite hat man mit vereinzelten Ausnahmen nicht das Gefühl aufkommen
lassen, dass die externen Mitarbeiter 2. Klasse wären. Das ist allerings
auch stark abhängig von den Leuten in der jeweiligen Abteilung. Das ist
mir bewußt.
Und die Grundlage für diese ganze Dienstleistungs- Sklaventreiberbranche
hat ja die Politik gelegt, wie du schon richtig angemerkt hast. Ist doch
demzufolge logisch, dass sich Unternehmen dies zu Nutze machen.
zu 2. Ja das stimmt. Bei einem noh realtiv jungem Mitarbeiter im
externen Einsatz mit einem realtiv "normalen" Gehalt ist die Gewinnmarge
bei Bertrandt recht hoch. VW zahlt z.B. für Ings derzeit zw. 55 bis 60
Euro/Stunde. Bei 1800 Stunden macht das einen Umsatz pro Mitarbeiter für
Bertrandt von 99.000 bis 108.000 Euro. Dies entspricht der Summe bzw.
ist sogalr leicht höher, als VW ein Interner kostet. VW kauft den
Externen dennoch zu diesen Konditionen ein, weil man so das Recht hat,
diesen zum jeweiligen Quartal fristlos von seinen Aufgaben zu entbinden
und somit schnell wieder loszuwerden.
zu 3. Normale Ings im Alter von 55 Jahren findest du natürlich kaum bei
Bertrandt. Allerdings wurden aufgrund des Fachkräftemangels bzw. der
schlechten Ausbildung junger Bewerber tatsächlich Leute Ü50 eingestellt.
Die Bezahlung liegt doch im Bereich von 4,2 bis 4,5k Brutto pro Monat.
Aus meiner Sicht wird in vielen Bereichen auf hohem Niveau "gejammert"
Wie schonmal erwähnt, finde ich Bertrandt einen der besseren
Ing-Dienstleister aufgrund ihrer Inhouseprojekte ... sprich sie
verleihen eben nicht nur Manpower sondern produzieren/entwickeln
selbstständig. Und dies haben sie Brunel, Ferchau und Co., die für mich
Sklaventreiber sind, voraus.
Rüdiger schrieb:> Und die Grundlage für diese ganze Dienstleistungs- Sklaventreiberbranche> hat ja die Politik gelegt, wie du schon richtig angemerkt hast. Ist doch> demzufolge logisch, dass sich Unternehmen dies zu Nutze machen.
Klar, wenn auch überspitzt, aber wenn man für 70 Jahren Zwangsarbeiter
einstellte, dann war auch die Politik alleine daran schuld, dass man es
sich zu Nutzen machte, billiges Personal einzustellen. Also so einfach
ist es auch heute moralisch nicht, wobei der Vergleich sicher nicht
wörtlich zu nehmen ist.
Rüdiger schrieb:> zu 2. Ja das stimmt. Bei einem noh realtiv jungem Mitarbeiter im> externen Einsatz mit einem realtiv "normalen" Gehalt ist die Gewinnmarge> bei Bertrandt recht hoch. VW zahlt z.B. für Ings derzeit zw. 55 bis 60> Euro/Stunde. Bei 1800 Stunden macht das einen Umsatz pro Mitarbeiter für> Bertrandt von 99.000 bis 108.000 Euro. Dies entspricht der Summe bzw.> ist sogalr leicht höher, als VW ein Interner kostet. VW kauft den> Externen dennoch zu diesen Konditionen ein, weil man so das Recht hat,> diesen zum jeweiligen Quartal fristlos von seinen Aufgaben zu entbinden> und somit schnell wieder loszuwerden.
Genau, kenne ich alles. Moderne Umgehung des Kündigungsschutzes eben.
Verantwortung Mitarbeiter = sehr hoch, Verantwortung OEM = 0.
Rüdiger schrieb:> Normale Ings im Alter von 55 Jahren findest du natürlich kaum bei> Bertrandt.
Aha!
Rüdiger schrieb:> Allerdings wurden aufgrund des Fachkräftemangels bzw. der> schlechten Ausbildung junger Bewerber tatsächlich Leute Ü50 eingestellt.> Die Bezahlung liegt doch im Bereich von 4,2 bis 4,5k Brutto pro Monat.
Eben schlechte Bezahlung für einen Ü50er, Fachkräftemangel gibt es
nicht.
Traurig aber, wenn erst bei einzelnen Unternehmen ein Mangel entstehen
muss (klar, wer will schon zu Dienstleistern), damit man mal wieder die
Generation Ü50 entdeckt.
Rüdiger schrieb:> Aus meiner Sicht wird in vielen Bereichen auf hohem Niveau "gejammert"
Du wiederholst dich. Aber wenn für dich schon jede Meinung gegen die
Dienstleisterbranche als "Jammern" interpretiert wird, dann bitte. Ich
gehe übrigens als Entwickler mit weitaus mehr Brutto ohne
Leitungsfunktion nach Hause, ein Grund zum Jammern habe ich da sicher
nicht, eine Meinung zum Thema aber dennoch.
Rüdiger schrieb:> Wie schonmal erwähnt, finde ich Bertrandt einen der besseren> Ing-Dienstleister aufgrund ihrer Inhouseprojekte ... sprich sie> verleihen eben nicht nur Manpower sondern produzieren/entwickeln> selbstständig.
Weiss ich, ich war mehrere Jahre im Automotive bevor ich mich bei
Saftladen-Bertrandt bewarb (Delphi, Visteon, Ford). Nutzt dem Ing. aber
uach nichts, wenn er für sein Brainpower schlecht bezahlt wird wie bei
Betrandt.
Betrandt - nie wieder!
Hallo,
ich habe im Mai ein Gespräch bei B.
Situation ist folgende: Ich hab während des Studiums ab und zu bei einer
größeren Firma in BW gearbeitet (>1000 MA). Nachdem ich mein Studium in
diesem Jahr abgeschlossen habe (FH, Nachrichtentechnik, 1.4) teilte man
mir mit, dass man mich gerne über einen Dienstleister einstellen würden.
Die Firma hat Kontakt zum DL aufgenommen - daraufhin habe ich den Termin
für ein Gespräch im Mai bekommen.
Nach langer Recherche beträgt meine Gehaltsvorstellung 48k p.a.(40h).
Was könnte der DL mir da entgegensetzen? Immerhin hat er Null Arbeit, da
er mich nicht vermitteln muss. Ausserdem wäre ich mit einer Klausel im
Vertag einverstanden, dass der Vertrag nur solange Gültigkeit hat,
solange ich bei der Firma tätig bin. Ist es üblich solche Klauseln
zugunsten eines höheren Gehalts zu vereinbaren?
gruss
Baum schrieb:> Hallo,>> ich habe im Mai ein Gespräch bei B.>> Situation ist folgende: Ich hab während des Studiums ab und zu bei einer> größeren Firma in BW gearbeitet (>1000 MA). Nachdem ich mein Studium in> diesem Jahr abgeschlossen habe (FH, Nachrichtentechnik, 1.4) teilte man> mir mit, dass man mich gerne über einen Dienstleister einstellen würden.> Die Firma hat Kontakt zum DL aufgenommen - daraufhin habe ich den Termin> für ein Gespräch im Mai bekommen.>> Nach langer Recherche beträgt meine Gehaltsvorstellung 48k p.a.(40h).>> Was könnte der DL mir da entgegensetzen? Immerhin hat er Null Arbeit, da> er mich nicht vermitteln muss. Ausserdem wäre ich mit einer Klausel im> Vertag einverstanden, dass der Vertrag nur solange Gültigkeit hat,> solange ich bei der Firma tätig bin. Ist es üblich solche Klauseln> zugunsten eines höheren Gehalts zu vereinbaren?
Hier bestätigt sich wiedermal der alte Spruch:
Mit den Dummen treibt man die Welt um.
Wenn die Firma dich will soll sie dich direkt einstellen. Alles andere
ist doch die reine Verachtung. Die letzte Steigerung wäre wenn dir der
Personaler noch ins Gesicht spuckt. Aber wahrscheinlich würdest du das
für 48k auch hinnehmen. Das Gehalt ist schon ok, aber doch nicht so.
Was spricht dagegen einfach mal ein paar Bewerbungen an richtige Firmen
zu schreiben?
gruß cyblord
cyblord ---- schrieb:> Wenn die Firma dich will soll sie dich direkt einstellen. Alles andere> ist doch die reine Verachtung.
Das Spielchen sieht in der Realität anders aus.
Warum gibt es so viele Leihbuden, wobei Bertrandt zum oberen Drittel
gehören dürfte.
Alles nur Firmen, die kurzfristig Bedarf haben, als
Schwangerschaftsvertretung etc?
Wohl kaum. Viele arbeiten seit Jahren bei einem Kunden als Leih-Ing.
Mag sein, das das nicht immer die Super-High-End-Ings sind.
So schlecht können die aber auch nicht sein, um längerfristig sich bei
einem Kunden zu halten.
Ex-Bertrandt Bewerber schrieb:> Nutzt dem Ing. aber> uach nichts, wenn er für sein Brainpower schlecht bezahlt wird wie bei> Betrandt.>> Betrandt - nie wieder!
Da fallen mir einige DL ein, die schlimmer sind als Bertrandt.
Wichtig ist, aus welcher Position man sich bewirbt.
Als Arbeitsloser/Hartzer kann man kaum seine Gehaltsvorstellung
durchdrücken, Hartz IV gegenüber vielleicht sogar gerechtfertigen
48k€/a.
Dann lieber bei Bertrandt einstigen und sich weiter umschauen.
Ich schrieb:> Das Spielchen sieht in der Realität anders aus.> Warum gibt es so viele Leihbuden, wobei Bertrandt zum oberen Drittel> gehören dürfte.
In welcher Disziplin denn?
Wilhelm Ferkes schrieb:> Ich schrieb:>>> Das Spielchen sieht in der Realität anders aus.>> Warum gibt es so viele Leihbuden, wobei Bertrandt zum oberen Drittel>> gehören dürfte.>> In welcher Disziplin denn?
Na was ist Bertrandt denn?
Die meisten Angestellten sind froh, überhaupt in Lohn und Brot zu
kommen.
Ich schrieb:> cyblord ---- schrieb:>> Wenn die Firma dich will soll sie dich direkt einstellen. Alles andere>> ist doch die reine Verachtung.>> Das Spielchen sieht in der Realität anders aus.> Warum gibt es so viele Leihbuden
Ich bin noch nicht überzeugt ob die Antwort darauf nicht lautet: "Weil
es genug Dumme gibt die das mitmachen".
Vielleicht stimmt das ja auch nicht, vielleicht haben viele wirklich
keine Wahl. Aber warum gerade Ings.? Dort scheint die
Dienstleisterseuche ihr Epizentrum zu haben.
Ich weiß es nicht.
Als Inf. scheint man NOCH einigermaßen gut drum rum zu kommen.
Aber in diesem konkreten Fall versucht der TE ja noch nichtmal was
besseres zu finden. Was soll man davon halten? Dann braucht sich ja auch
niemand über die bösen DL zu beschweren.
gruß cyblord
cyblord ---- schrieb:> Ich bin noch nicht überzeugt ob die Antwort darauf nicht lautet: "Weil> es genug Dumme gibt die das mitmachen".
Sichelich gibt es solche dumme, ich habe selber einige gesehen. Leider
gibt es sehr wenige Stellen von echten Firmen, Sellenausschreibungen
musst du wirklich mit der Lupe suchen. Es ist wirklich so das viele
überhaupt nicht die Wahl haben.
cyblord ---- schrieb:> Aber warum gerade Ings.? Dort scheint die> Dienstleisterseuche ihr Epizentrum zu haben.> Ich weiß es nicht.
Das liegt wohl daran, dass Ing. oft
1. projektbezogen arbeiten (z. B. Entwicklung)
2. produktionsnah eingesetzt werden, was sehr konjunkturabhängig ist
Das sind Gründe, die mir einfallen würden.
Hinzu kommt, dass derzeit gerade in der Automobilindustrie
"Lean-Management" bzw. "Lean-Production" die Mega-Themen sind, also
Verschlankung, Abbau von Beständen (im Lager wie auch beim Personal),
strikte Vermeidung von Überkapazitäten, etc. Und in der
Automobilindustrie sind mit Abstand die meisten Dienstleister unterwegs.
Das ist also kein Zufall.
Erklärtes Ziel der OEMs ist es, 10 - 20 % der Belegschaft "flexibel" zu
halten. Und die Premium-Hersteller haben einen gigantischen
Arbeitskräftebedarf in Produktion und Entwicklung, der eben überwiegend
durch Dienstleister gedeckt wird. Vor allem im Tagesgeschäft gibt es
viel Arbeit (Auftragsbearbeitung, QM, Dispo, etc.).
Bei Audi und Co. laufen die Geschäfte aktuell sehr gut, was sich aber
sehr schnell ändern kann. Da wollen die nicht hunderte von Ingenieuren
und Technikern einstellen.
Wenn man also München, Ingolstadt oder Stuttgart bei den Stellenbörsen
eingibt, erscheinen Unmengen von Dienstleisterjobs, z. B. bei Bertrandt,
Brunel, Semcon, EDAG, usw.
In der Luft- und Raumfahrtindustrie kann man auch einen starken Anstieg
der Dienstleisterjobs beobachten. Im allgemeinen Anlagen- und
Maschinenbau gehts noch einigermaßen.
Ja, es ist traurig: Die Agenda 2010 hat für eine gigantische Schwemme
von Zeitarbeits- und Dienstleisterfirmen gesorgt. Leider wird das wohl
noch schlimmer werden, da auch andere Branchen verstärkt auf Externe
zurückgreifen werden.
Dennoch steht Dtl. gerade wegen dieser Flexibilisierung des
Arbeitsmarkts heute gut da. Beim nächsten Abschwung werden die
Arbeitslosenzahlen aber umso schneller steigen, da die Flexibilisierung
auch in die andere Richtung wirkt - nämlich nach unten!
Eine Lockerung des rigiden deutschen Kündigungsschutzes wäre für die
Arbeitnehmer wohl besser gewesen. Die ganzen Dienstleister wären so gar
nicht erst entstanden.
sumo schrieb:> Eine Lockerung des rigiden deutschen Kündigungsschutzes wäre für die> Arbeitnehmer wohl besser gewesen.
Sehe ich auch so. Was für Pfeifen hier teilweise im Konzern arbeiten und
die Projekte durch Unfähigkeit bremsen...
sumo schrieb:> Hinzu kommt, dass derzeit gerade in der Automobilindustrie> "Lean-Management" bzw. "Lean-Production" die Mega-Themen sind, also> Verschlankung, Abbau von Beständen (im Lager wie auch beim Personal),> strikte Vermeidung von Überkapazitäten, etc.
"Lean-Management"
"Lean-Production"
Das sind doch Uraltklamotten aus den 80`er.
sumo schrieb:> Eine Lockerung des rigiden deutschen Kündigungsschutzes wäre für die> Arbeitnehmer wohl besser gewesen. Die ganzen Dienstleister wären so gar> nicht erst entstanden.
Was ist da rigide, wenn ein Arbeitgeberverband mit einer Gewerkschaft
Kündigungsregeln aushandelt die über die gesetzlichen Vorgaben hinaus
gehen?
Wo sind den die rigiden gesetzlichen Regelungen?
Nenn sie doch mal!
> Autor: Wutbürger (Gast)> Datum: 24.03.2013 10:47> Mir geht es genauso. Ich muss mich ebenfalls mit lauter Deppen> herumärgern.
Vielleicht bist du selber einen.
Marx W. schrieb:> "Lean-Management"> "Lean-Production"> Das sind doch Uraltklamotten aus den 80`er.
Man merkt, dass du von Industrieproduktion keine Ahnung hast!
Schau mal in aktuelle Stellenanzeigen im Bereich Arbeitsvorbereitung und
Fertigungsplanung. "Lean" ist derzeit DAS Thema in der deutschen
Industrie. Das Outsourcen von Jobs passt auch perfekt zum Thema "Lean".
Marx W. schrieb:> Was ist da rigide, wenn ein Arbeitgeberverband mit einer Gewerkschaft> Kündigungsregeln aushandelt die über die gesetzlichen Vorgaben hinaus> gehen?>> Wo sind den die rigiden gesetzlichen Regelungen?> Nenn sie doch mal!http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__622.html
Für externe Bewerber sind gerade diese "Sondervereinbarungen" in
tarifgebundenen Unternehmen das Problem, denn die gelten nur für die
Stammbelegschaft.
Gleichzeitig sorgen diese Vereinbarungen für eine Hemmung bei
Unternehmen, überhaupt neue Stellen zu schaffen. Deswegen greifen ja
gerade Konzerne so stark auf Dienstleister und Zeitarbeit zurück.
Würde man den Kündigungsschutz lockern und gleichzeitig den Zugang zu
staatlichen Hilfen erleichtern, würde man den ganzen Dienstleistersumpf
trocken legen. Die Firmen würden bei Bedarf einfach selber einstellen
und die Arbeitnehmer würden nach Tarif bezahlt, ohne das ein Dritter an
ihrer Arbeitskraft mitverdient.
Mir schwebt eine Kündigungsfrist von 1 Woche vor - maximal. So würde man
etwas mehr Dynamik in den Arbeitsmarkt reinkriegen. Und ich rede hier ja
nicht von Hire-and-Fire-Methoden wie in den USA, sondern würde Dänemark
als Vorbild nennen. Das Sozialsystem muss natürlich entsprechend
angepasst werden, um bei kurzfristigen Entlassungen schnell einspringen
zu können.
Klar, die verwöhnten und etablierten Konzernangestellten könnten sich
nicht mehr so arrogant auf ihren Posten ausruhen und müssten in Zeiten
des Abschwungs auch mal zappeln. Das müssen aber Millionen andere AN
auch!
Es würde den Firmen natürlich selbst überlassen bleiben, ob sie längere
Kündigungsfristen anbieten wollen.
Hi zusammen,
ich möchte mal meine Erfahrung mit Bertrandt hier mit euch teilen.
Gleich mal vorweg,
ich bin bei Bertrandt seit 2 Jahren als Entwicklungsingenieur
beschäftigt.
Ich kriege hier meine 60€T mit 6 Jahren BE auf 40Stunden.
Ich arbeite an verschiedenen Projekten mit.
Was mir auch gefällt, da ich so viel Abwechslung im Job habe.
Die Arbeitsbedingungen und das Arbeitsklima sind auch sehr gut.
Ich habe zuvor mal bei einem kleineren Dienstleister und einem OEM
gearbeitet.
Von daher habe ich schon etwas Erfahrung mit dem Arbeitsmarkt gemacht.
Ich könnte auch zu einem der größeren OEMs, wie Porsche oder Daimler
wechseln.
Hab da auch schon mal ein Angebot erhalten.
Hätte da 20% mehr Gehalt gehabt.
Ich kenne die Teams dort
und bin heil froh das ich nur zeitweise mit diesen Leuten zusammen
arbeiten muss.
Gutes Arbeitsklima oder normaler Umgangston ist da eher ein Fremdwort.
Ähnlich zu ging es auch beim OEM bei den ich zuvor beschäftigt war.
Ich will jetzt auch nicht alle in einen Topf werfen,
natürlich ist jede Firma und Abteilung da anders und alle haben so ihre
"Spezialisten".
Ich will nur sagen, dass ich mich über Bertrandt nicht beklagen kann.
Realistische Darstellung, doch muss man sagen. 60k, hochzufrieden, und
nichtmal für 20% mehr würdest du zu einem OEM. Bisschen zu dick
aufgetragen. Versuchs nochmal und diesmal etwas weniger Bullsit.
gruß cyblord
Wemel schrieb:> Ich will nur sagen, dass ich mich über Bertrandt nicht beklagen kann.
Wir Zweifel ned dran, dass es bei Bertrandt auch glückliche Leute gibt!
Die sitzen aber im warmen Backoffice,
fahren Dienstwagen und bekommen üppig Boni.
Die Berufsbezeichnung ist: Personaldisponent.
Wemel schrieb:> Hi zusammen,>> ich möchte mal meine Erfahrung mit Bertrandt hier mit euch teilen.> Gleich mal vorweg,> ich bin bei Bertrandt seit 2 Jahren als Entwicklungsingenieur> beschäftigt.> Ich kriege hier meine 60€T mit 6 Jahren BE auf 40Stunden.>> Ich könnte auch zu einem der größeren OEMs, wie Porsche oder Daimler> wechseln.> Hab da auch schon mal ein Angebot erhalten.> Hätte da 20% mehr Gehalt gehabt.> Ich kenne die Teams dort> und bin heil froh das ich nur zeitweise mit diesen Leuten zusammen> arbeiten muss.> Gutes Arbeitsklima oder normaler Umgangston ist da eher ein Fremdwort.> Ähnlich zu ging es auch beim OEM bei den ich zuvor beschäftigt war.>>> Ich will nur sagen, dass ich mich über Bertrandt nicht beklagen kann.
60.000 Euro Gehalt, dann bist du aber eher Abteilungsleiter und kein
einfacher angestellter Ing.
Bzgl. deiner Anmerkung des Betriebsklimas beim OEM kann ich nur sagen,
dass ich die Erfahrung genau anders herum gemacht habe. Also beim OEM
angenehmes Klima und vor Ort bei Bertrandt eher rauher
"Bauarbeiterjargon".
Letztendlicht macht Dein ablehnen des 20%-igen Gehaltssprunges deinen
Beitrag eher unglaubwürdig. Zumal dann normalerweise die
Wochenarbeitszeit zusätzlich niedriger wäre.
Abteilungsleiter verdienen bei Bertrandt deutlich mehr als 60€T.
Das kannst du mir schon glauben.
Wie gesagt, es kommt auf die Abteilung an.
Bei Bertrandt gibt es auch so einige Abteilungen bei denen
"Bauarbeiterjargon" verwendet wird.
Nur in diesen Abteilungen arbeiten auch in der Regel vorwiegend keine
Ingenieure.
Und nur weil ich 20% mehr Gehalt ablehne macht das meinen Eintrag nicht
unglaubwürdig.
Ist ja nicht so das man ohne die 20% viel schlechter lebt.
Ab einem Gewissen Gehalt muss man sich eben fragen was einem wichtiger
ist.
Mir ist eben gutes Arbeitsklima und ein interessanter Job wichtig als
noch ein wenig mehr Geld am Monatsende.
unzufrieden bei b schrieb:> Hier ein interessanter Link>> http://m.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.autoher...Wilhelm Ferkes schrieb:> unzufrieden bei b schrieb:>>> Hier ein interessanter Link>> Nein. Ein hingerotzter Link ist nicht interessant.
Das Externe (bei Bertrandt, und wie die alle heissen) selbst nach Jahren
in einem großen Automobilkonzern keinen Boni oder Vergünstigungen
bekommen und zusätzlich schlechter bezahlt werden als Festangestellte
ist bekannt.
Das die Aussicht einer Festanstellung nichts weiter ist als die
Mohrrübe, damit der Leiharbeitsesel besser läuft, dürfte auch
hinreichend bekannt sein.
Der Artikel mag hingerotzt sein, sagt aber nichts neues aus.
Frohe Restostern, hier sogar mit Sonne.
Ich schrieb:>> Das Externe (bei Bertrandt, und wie die alle heissen) selbst nach Jahren> in einem großen Automobilkonzern keinen Boni oder Vergünstigungen> bekommen und zusätzlich schlechter bezahlt werden als Festangestellte> ist bekannt.>
Externe im Ingenieursbereich kosten dem OEM in etwa genauso viel wie
ihre Internen (mal abgesehen von den Bonis). Bertrandt behält abzüglich
des AG-Anteils zwischen 40-60% des Geldes, was der OEM überweist, ein.
Rüdiger schrieb:> Bertrandt behält abzüglich> des AG-Anteils zwischen 40-60% des Geldes, was der OEM überweist, ein.
Woher stammen die Zahlen?
40-60% halte ich für etwas sehr hoch.
Das die Geld für sich einbehalten dürfte klar sein.
Ich schrieb:> Woher stammen die Zahlen?> 40-60% halte ich für etwas sehr hoch.>> Das die Geld für sich einbehalten dürfte klar sein.
Na, dann mach halt mal deine Rechnung hier auf.
Leg los!
Persönliche Einschätzung.
Meine max.30% sind genauso glaubhaft, wie die 40-60% von was auch immer.
Was Firmen wie Bertrandt im Schnitt für Ihre Dienstleistung für sich
beanspruchen werden die uns kaum verraten.
Ich schrieb:> Persönliche Einschätzung.>> Meine max.30% sind genauso glaubhaft, wie die 40-60% von was auch immer.>> Was Firmen wie Bertrandt im Schnitt für Ihre Dienstleistung für sich>> beanspruchen werden die uns kaum verraten.
Wir können ja mal kurz ein Beispiel durchrechnen.
Hier in NRW nimmt ein Dienstleister für einen erfahrenen
Entwicklungsingenieur 65-70EUR/h.
Das macht bei einer 40h-Woche abzüglich einiger Krankheits- oder
Sonderurlaubstage rund 115k/Jahr.
Der Arbeitnehmer erhält einen Bruttolohn von 50k, zzgl. 5k Reisekosten
(km-Geld oder Zweitwohnsitz) netto. Der Arbeitgeberanteil an den
Sozialkosten beträgt 10k.
Macht zusammen 65k.
Beim Dienstleister verbleiben so 50k, was 43% vom Umsatz ausmacht.
Die 115k kann das ausleihende Unternehmen im Gegensatz zu den
Personalkosten von der Steuer absetzen. Es muss lediglich ca. 100k aus
eigener Tasche bezahlen.
Ein Festangestellter kostet das Unternehmen bei IGM-Tarif 70k. Hinzu
kommen Arbeitgeberanteil an den Sozialleistungen und etwaige
Bonuszahlungen, was unter dem Strich zu Gesamtkosten von 85-90k führt.
Ein Dienstleister ist also nur 10-15% teurer, kann aber bei Bedarf
jederzeit wieder entsorgt werden.
>Persönliche Einschätzung.>Meine max.30% sind genauso glaubhaft, wie die 40-60% von was auch immer.>Was Firmen wie Bertrandt im Schnitt für Ihre Dienstleistung für sich>beanspruchen werden die uns kaum verraten.
Du bist aber naiv.
In der Rechnung fehlen die Zeit ohne Einsatz, bzw. zwischen letztem
Einsatz und Kündigung.
Martin B. schrieb:> Hier in NRW nimmt ein Dienstleister für einen erfahrenen> Entwicklungsingenieur 65-70EUR/h.
Woher hast Du die Zahl?
Aber ob nun 30% oder 43%+, welche Leistung bringen die?
Vielfach sind Externe oft jahrelang bei einem Unternehmen, viel tun
müssen die dann nicht.
Ich schrieb:> Martin B. schrieb:>>> Hier in NRW nimmt ein Dienstleister für einen erfahrenen>>> Entwicklungsingenieur 65-70EUR/h.>>>> Woher hast Du die Zahl?
Indem man ab und zu mit den Mädels von der Personalabteilung einen
Kaffee trinkt. Da kann man unter Umständen einen Blick auf den Stapel
eingegangener Rechnungen der Dienstleister werfen ;o)
Natürlich sind die 50k kein Reingewinn, da Kosten durch Verwaltung,
Ausfallzeiten, Klinkenputzen der Vermittler, usw. entstehen.
Martin B. schrieb:> Indem man ab und zu mit den Mädels von der Personalabteilung einen> Kaffee trinkt. Da kann man unter Umständen einen Blick auf den Stapel> eingegangener Rechnungen der Dienstleister werfen ;o)
Aber ich nehme mal an, das war ein schon größerer Betrieb / Konzern,
indem die netten Mädels arbeiten.
Martin B. schrieb:> Natürlich sind die 50k kein Reingewinn, da Kosten durch Verwaltung,> Ausfallzeiten, Klinkenputzen der Vermittler, usw. entstehen.
Stimmt, trotzdem sehr gutes Geld, zumindest, wenn der Leih-Ing. länger
bei einem Kunden bleibt.
Meine Erfahrung im ANÜ-Geschäft ist folgende:
Februar 2011 mit 45000€ eingestiege bei 40h-Woche. (Berufseinsteiger -
Diplom (FH))
Der damalige Dienstleister hat mir dann nach 1,5 Jahren bissel was an
Gehalt mehr gezahlt (47500€ warens dann mitte 2012). Ende 2012 habe ich
mir dann auf eigene Faust nen neuen Dienstleister gesucht und diesen
quasi ins Unternehmen reingeholt.
Generell ists ja so, dass der OEM, genauer gesagt dann der Gruppenleiter
/ Abteilungsleiter eher an der Person (mir) interessiert ist und nicht
am Dienstleister.
D.h. nachdem der Jahresvertrag ende 2012 zwischen meinem damaligen
Dienstleister und dem OEM abgelaufen war, bin ich mit nem neuen
Dienstleister bei gleicher Arbeit wieder 2013 beim OEM aufgeschlagen.
Vorher natürlich beim alten Dienstleister ordentlich gekündigt usw.
Dadurch, dass ich den neuen Dienstleister mit ins Boot geholt habe, habe
ich auch entsprechend Gehalt gefordert. Hatte ja nichts zu verlieren.
Momentan ist noch nicht mit Festanstellung beim OEM zu rechnen und naja
dann hab ich halt 61000€ für 40h-Woche gefordert und auch bekommen, bei
gleicher Arbeit wie zuvor.
Reine Berufserfahrung war zu diesem Zeitpunkt - also 01.01.2013 - 23
Monate.
Wenn man als Ing. schon ausgenutzt wird, dann muss man selbst schauen wo
man bleibt und wenn der OEM Einstellungsstop hat, dann sollte man die
Dienstleister ausspielen. Es funktioniert defenitiv.
PS: Ich koste den OEM im Jahr 98000€. Hatte durch Zufall mal Einsicht
auf die Kostenverteilung in unserer Abteilung.
Ein anderer Beispiel aus ANÜ bei einem Großunternehmen:
Der Stundensatz, der an den Dienstleister geht, beträgt genau 59,- €.
Bei einer 38h/Woche sind es im Jahr insgesamt 112000,- € .
Der Ingenieur erhilt vom Dienstleiter 47000,- €/a allin. Zusätzlich
musste Dienstleister für den Arbeitnehmer Abgeben in Hohe von ca. 8000,-
€ leisten.
Zusammen waren es 55000,- € an reinen Kosten.
Der Rest behält der Dienstleister für sich. Das waren dann 57000,- € pro
Jahr bzw. 49% des Stundensatzes!
Anbei die Monatsabrechnung:
Grundgehalt nach ZA-TV (Zeitarbeitertarifentgelt): EG8
Plus entsprechend hohem Zuschlag (ÜT-Lohnbestandteil) damit mein
gefordertes Gehalt erreicht wird.
Plus VL
Bei 40h (173,33h / Monat) somit: 5083,29€ / Monat
12x ==> 60998,28€ p.a
damit auch Trolle und Heulsusen es schwarz auf weiß haben.
Wenn man sich bemüht, verdient man auch genug bei ANÜ-Verhältnis.
Anstatt rumzuheulen halt mal den Dienstleistern die Pistole auf die
Brust setzen.
Nächste Gehaltsverhandlung ist dann ende des Jahres.
>Der Rest behält der Dienstleister für sich. Das waren dann 57000,- € pro>Jahr bzw. 49% des Stundensatzes!
Sorry. Hab mir einen Kalkulationsfehler geleistet. Es sind 51%, nicht
49.
@Scherrar
Danke für deine sehr guten Beiträge! Endlich mal Zahlen, statt
Vermutungen.
Und hör nicht auf Marx W. Der gibt hier immer den Drecksack und hat doch
keine Ahnung.
Du hattest natürlich sehr viel Glück: Einen anderen Dienstleister
finden, der deutlich mehr bezahlt und dir quasi deine alte Stelle
anbietet.
Man kann auch bei ANÜ sehr gut verdienen. Das Problem ist nur, den
richtigen Dienstleister zu finden, der dich bei einem "guten" Kunden
einsetzt. Wo du landest, weißt du bei der Bewerbung nicht. Und die
Unsicherheit bleibt trotzdem immer.
Was ich bei dir auch sehr interessant finde: Dein eigentliches
Grundgehalt ist relativ niedrig (ca. 3000 €/Monat, EG8), aber die Zulage
ist enorm (> 2000 €). Das zeigt, dass die Tarifverträge bei den
Dienstleistern nix wert sind.
In deiner Abrechnung steht "BTV_IGM Metall- und Elektroindustrie". Was
hat es damit auf sich? Sind das die Zuschläge für Zeitarbeiter, die seit
letztem Jahr gezahlt werden (50 % Zuschlag nach 9 Monaten)?
Das Grundgehalt in das ich eingestuft wurde ist EG8, maximal ist es EG9
(siehe anhängende Datei).
Bei EG9 und 40h-Woche (173,33h / Monat) bekommt man als Grundgehalt
maximal 3154,61€ - mehr ist gar nicht drin. Ich liege da mit EG8 und den
2988,21€ schon weit im oberen Bereich.
Ich denke EG8 werden die meisten Ingenieure eingestuft sein, das
Ausschlaggebende sind eben die Zuschläge die gezahlt werden und bei
denen die meisten Ings abgezockt werden, weil es eben nur geringste
Zuschläge sind, die einem der Dienstleister zuspricht.
card schrieb:> In deiner Abrechnung steht "BTV_IGM Metall- und Elektroindustrie". Was> hat es damit auf sich? Sind das die Zuschläge für Zeitarbeiter, die seit> letztem Jahr gezahlt werden (50 % Zuschlag nach 9 Monaten)?
Genau, das sind die Zuschläge (ÜT Lohnbestandteil). Wobei man hier immer
nur maximal 90% des Stundenentgeltes eines vergleichbar tätigen
Mitarbeiters im Entleihbetrieb bekommt.
Allerdings wären 90% bei EG8 und einer 40h Woche immerhin
(17,24€ + 15,52€) * 173,33 = 5677,59€ / Monat
==> 68131,17€ p.a
Ist ja schonmal nicht zu verachten.
Ich bekomme aktuell mit 12,01€ knapp 70% Zuschlag zum Grundgehalt.
Über die 90%, also den maximalen Bezug wird entsprechend ende des Jahres
verhandelt. Dann ist aber auch schluss.
Meine bisherige Erfahrung mit dem Zeitarbeitstarifentgelt und den
entsprechenden Zuschlägen nach 7 Wochen, 4,Monaten, 6 Monaten usw. ist
die, dass das für Dienstleister wohl zweitrangig ist und die frei
Schnauze entscheiden. Klar wirst als Ingenieur in EG7 - EG9 engruppiert
werden, aber beim Zuschlag haben die Dienstleister freien Spielraum und
werden diese so stark wie möglich drücken, damit sie eben an einem
Mitverdienen.
Definierten Zuschlag nach den jeweiligen Monaten habe ich nie bekommen.
Es kommt einfach auf das Verhandlungsgeschick beim Vorstellungsgespräch
an.
Ich hab ab dem ersten Monat direkt 70% Zuschlag bekommen.
Die Gehaltserhöhung kommt dann wenn man sie selbst fordert und
argumentieren kann, vorher geht da nichts.
Einfach mal ne E-Mail an den VDI schreiben, dass Arbeit gesucht wird und
es nicht so einfach aussieht und ob er Angebote hätte.
Der VDI meinte ja erst wieder vor Kurzem, dass es bei Weitem nicht genug
Ingenieure gibt.
http://www.ingenieur.de/Politik-Wirtschaft/Konjunktur/Wir-Exzellenzinitiative-fuer-Lehre
"Wir brauchen weiterhin Ingenieure und wir brauchen weiterhin mehr
Ingenieure als wir heute haben. Wir müssen die Zahl der Absolventen
steigern. Es gibt viele Möglichkeiten, dies zu gestalten."
Sprich der VDI sitzt an der nur ihm zugänglichen Stellenquelle.
Scherrar schrieb:> card schrieb:>> In deiner Abrechnung steht "BTV_IGM Metall- und Elektroindustrie". Was>> hat es damit auf sich? Sind das die Zuschläge für Zeitarbeiter, die seit>> letztem Jahr gezahlt werden (50 % Zuschlag nach 9 Monaten)?>> Genau, das sind die Zuschläge (ÜT Lohnbestandteil). Wobei man hier immer> nur maximal 90% des Stundenentgeltes eines vergleichbar tätigen> Mitarbeiters im Entleihbetrieb bekommt.>> Allerdings wären 90% bei EG8 und einer 40h Woche immerhin>> (17,24€ + 15,52€) * 173,33 = 5677,59€ / Monat>> ==> 68131,17€ p.a>> Ist ja schonmal nicht zu verachten.
Hier muss ich mich selbst revidieren bzw. mal die Frag in die Runde:
Wenn der Entleihbetrieb einem vergleichbar tätigen Mitarbeiter ein
Tarifgrundentgelt von 4482€ / Monat zahlt, dann wäre das bei 40h-Woche
25,76€/h.
Wenn es also heißt, dass maximal 90% des Stundenentgeltes eines
vergleichbar tätigen Mitarbeiters als Zuschlag gezahl wird, ist damit
dann bei EG8 folgendes gemeint? :
(17,24€ + 23,18€ (90% von 25,76€) ) * 173,33 = 7006,73€
==> 84080,79€ p.a
Da würden wir schon von einem ganz anderen Gehalt sprechen!
Meinungen? Erfahrungen?
Ich schrieb:> Rüdiger schrieb:>> Bertrandt behält abzüglich>> des AG-Anteils zwischen 40-60% des Geldes, was der OEM überweist, ein.>> Woher stammen die Zahlen?> 40-60% halte ich für etwas sehr hoch.>> Das die Geld für sich einbehalten dürfte klar sein.
Die Zahlen stammen von Betrandt selber.
Bertrandt erhält 59 Euro/Stunde für seinen Ing. vom OEM.
40 Stundenwoche und 220 Arbeitstage (30 Tage Urlaub und 5-10 Arbeitstage
krank sind schon abgezogen) ca. 104.000 Euro.
Jahresgehalt einfacher Ing. inkl. Sonderzahlungen 48.000 (Jahresgehalt
bei Bertrandt ist stark Niederlassungsabhängig). Zusätzlich AG-Anteil
knapp 10.000. Macht zusammen 58.000 Euro. Verbleiben 46.000 Euro bei
Bertrandt (knapp 45%).
@Scherrar
Vielen Dank für deine super Antwort. Endlich gibts mal konkrete Zahlen
hier.
Scherrar schrieb:> Meine bisherige Erfahrung mit dem Zeitarbeitstarifentgelt und den> entsprechenden Zuschlägen nach 7 Wochen, 4,Monaten, 6 Monaten usw. ist> die, dass das für Dienstleister wohl zweitrangig ist und die frei> Schnauze entscheiden.
Das heißt, dass die Zuschläge nicht automatisch gemäß der Staffelung (7
Wochen, 4 Monate, ...) gezahlt werden? Wozu gibts die Staffelung dann?
Ich dachte, es wäre mit den Arbeitgebern und der IGM so vereinbart, dass
die Zuschläge ganz genau nach Ausleihdauer - wie in o. g. Tabelle -
bezahlt werden. Also wieder mal nur Betrug!
Ursprünglich hatte ich die Befürchtung, dass die Zeitarbeitsfirmen
einfach das Ausleihen unterbrechen, um so die Zuschläge zu umgehen. Es
zählt ja nur die ununterbrochene Ausleihdauer für die
Zuschlagsberechnung. Anscheinend gehts aber auch so.
Was noch hinzu kommt: Viele Ingenieurdienstleister sind ja gar nicht
beim Arbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP). Für die gelten
die o. g. Zuschläge garnicht. Die haben dann im besten Fall einen
ominösen "Haustarifvertrag", der nix taugt.
Als Arbeitnehmer hab ich jetzt doppelt Pech:
1. Ich muss einen "guten" Dienstleister finden, der überhaupt Zuschläge
zahlt (woher will man das wissen?)
2. Ich kann immer noch an einen Kunden ausgeliehen werden, für den die
o. g. Zuschläge nicht gelten (z. B. weil der Kunde nicht in der Metall-
& Elektrobranche ist).
Ich kann bei der Bewerbung also nur raten. Man verdient als Externer
nicht nur weniger, man hat auch absolut keine Ahnung wo man landet und
wie die Bezahlung ist. Der Zeitarbeitstarif ist azcg echt ein Witz.
Tolle Aussichten!
Ihr macht euch hier als Ingenieur Gedanken über die Zeitarbeit?
Ich sag euch mal was: Wenn Ihr als Ingenieur euch von diesen Vereinen
abziehen lässt, dann seit Ihr euren Titel nicht wert.
Nur wenn ihr dieses Spielchen mitspielt, funktioniert auch die
Ausbeutung.
Bevor ich meine Würde verliere und als Leiharbeiter ende, arbeite ich
lieber umsonst oder mach mich selbstständig.
Dipl.-Ing. schrieb:> Ihr macht euch hier als Ingenieur Gedanken über die Zeitarbeit?>> Ich sag euch mal was: Wenn Ihr als Ingenieur euch von diesen Vereinen> abziehen lässt, dann seit Ihr euren Titel nicht wert.>> Nur wenn ihr dieses Spielchen mitspielt, funktioniert auch die> Ausbeutung.>> Bevor ich meine Würde verliere und als Leiharbeiter ende, arbeite ich> lieber umsonst oder mach mich selbstständig.
Wir sprechen uns ins fuenf Jahren wieder!
http://www.ingenieur.de/Politik-Wirtschaft/Konjunktur/Wir-Exzellenzinitiative-fuer-Lehre
" Der VDI ist kein Verband, der aus Mitgliedsunternehmen und Vertretern
von Unternehmensinteressen besteht, sondern der Verein der Ingenieure
verschiedener fachlicher Prägung in unterschiedlichen Einrichtungen. "
Inzwischen dürfte es Allgemeingut sein das das eine glatte LÜGE ist ..
Dipl.-Ing. schrieb:> Ihr macht euch hier als Ingenieur Gedanken über die Zeitarbeit?>> Ich sag euch mal was: Wenn Ihr als Ingenieur euch von diesen Vereinen> abziehen lässt, dann seit Ihr euren Titel nicht wert.>> Nur wenn ihr dieses Spielchen mitspielt, funktioniert auch die> Ausbeutung.>> Bevor ich meine Würde verliere und als Leiharbeiter ende, arbeite ich> lieber umsonst oder mach mich selbstständig.
Naja, ich sags mal so... bei vielen OEMs / großen Konzernen ist es eben
schwer direkt reinzukommen, sofern man nicht schon dort seine
Abschlussarbeit geschrieben hat oder eben Vitamin B besitzt.
Warum dann nicht über ein Arbeitnehmerüberlasserverhältniss den Weg in
die Wunschfirma finden? Und mit verlorener Würde hat das Null zu tun.
Ich habe durch die ANÜ-Anstellung direkt eine Woche nach Abschluss
meines Studiums nen Job gehabt bei guter Bezahlung. Mittlerweile verdien
ich mehr als manch Festangestellter Kollege. Jeder ist eben seines
Glückes Schmied. Und bei deinen Aussagen habe ich nicht das Gefühl, dass
du weißt wie der Hase läuft.
Bist du schon fertig mit dem Studium und im Beruf? Dann musst du ja von
Haus aus genug Kohle besitzen wenn du umsonst arbeiten würdest ;)
Dipl.-Ing. schrieb:> Bevor ich meine Würde verliere und als Leiharbeiter ende, arbeite ich> lieber umsonst oder mach mich selbstständig.
Wie lange wilst du umsonst oder kostenfrei arbeiten, wie lange kannst du
das (1 Jahr, 5 Jahre?)
Selbstständig, eine gute Idee, wenn du genügend Berufserfahrung hast und
dich gut verkaufen kannst.
Der derzeitige Jobmarkt ist selbst im Süden (Stutttart etc.)
dienstleisterverseucht. Jobs werden dort reichlich angeboten.
Rüdiger schrieb:> Die Zahlen stammen von Betrandt selber.> Bertrandt erhält 59 Euro/Stunde für seinen Ing. vom OEM.> 40 Stundenwoche und 220 Arbeitstage (30 Tage Urlaub und 5-10 Arbeitstage> krank sind schon abgezogen) ca. 104.000 Euro.> Jahresgehalt einfacher Ing. inkl. Sonderzahlungen 48.000 (Jahresgehalt> bei Bertrandt ist stark Niederlassungsabhängig). Zusätzlich AG-Anteil> knapp 10.000. Macht zusammen 58.000 Euro. Verbleiben 46.000 Euro bei> Bertrandt (knapp 45%).
Und wo sind die 30 Tage Urlaub, 20 Krankheitstage, Verwaltungskosten
Verleihfirma etc....
Das Jahresgehalt mal 1.8 nehmen, dann erhält mann realistische Zahlen.
Alles was darüber liegt ist Gewinn.......
Die meisten haben hier einfach überhaupt keinen Durchblick!
Ich schrieb:> dienstleisterverseucht. Jobs werden dort reichlich angeboten.
Ja aber nur beschissene, in der beschissenen IGM-Betrieben:
Autozuliefer, Maschinenbau und der ganze Rotz der dort dran hängt, die
sind alle durchseucht mit Dienstleistern. Warum seid ihr alle so geil
darauf dort anzufangen, hoffend auf einen festen Platz? Was glaubt ihr
warum dort so eine hohe Durchseuchungsquote herrscht? Weil man dort hohe
Chancen hat einen festen Platz zu bekommen? Könnt ihr eigentlich klar
und logisch denken als Ingenieure?
Wenn ich höre EG8 wäre gut für einen Ing, Leute da hätte ich heute
deutlich mehr im Sack wenn ich damals nicht studiert hätte und nach der
Ausbildung in der Metallindustrie geblieben wäre. Das sind doch
Spassgehälter, sowas wird hier noch umjubelt. Ihr habt alle keine Ahnung
wie die Löhne seit zig Jahren runtergefahren werden und schaut einfach
mal in andere Branchen wie Banken, Pharma, Chemie oder Versicherungen.
Da verdient ein unstudierter Honk nach der Ausbildung das selbe was ihr
nach 5 Jahren Mathekonzentrationslagerstudim bekommt. Wie man sich so um
diese ERA-Peanuts prügeln kann werde ich nie verstehen. Steht halt
Audi/Daimler/Bosch drauf, das lockt halt die jungen dummen Naivlinge an.
Ihr werdet gnadenlos gef* von denen und merkt es nicht mal. Das meiste
Geld geht dann noch für das teure Leben in diesen Regionen drauf, eure
ERA-Gehälter sind doch lachhaft. Allein schon diese Zulagenschwindel und
undurchsichte Pseudoeinstufungen, der reinste Nepp. Hier wird mit
Begeisterung und ohne Hirn über diese Stufen diskutiert da langt sich
doch jeder geistig gesunde Mensch an die Rübe.
lo schrieb:> Warum seid ihr alle so geil> darauf dort anzufangen, hoffend auf einen festen Platz?
Wer dort anfängt in der Hoffnung mal fest eingestellt zu werden sollte
sich besser einweisen lassen (in die geschlossene psychiatrische
Abteilung)
lo schrieb:> llein schon diese Zulagenschwindel und> undurchsichte Pseudoeinstufungen, der reinste Nepp. Hier wird mit> Begeisterung und ohne Hirn über diese Stufen diskutiert da langt sich> doch jeder geistig gesunde Mensch an die Rübe.
Wer bewirbt sich bei Betrandt & Co.?
Absolventen und Arbeitslose, davon scheint es genügend zu geben.
Andere, die ev. bei solchen Firmen gezwungener Maßen arbeiten, werden
sich dort kaum bewerben.. Es herrscht also an "Mangel" an solchen
Bewerbern.
Wobei Bertrandt noch zu den Sahnestücke gehört, die sich auf diesem
Gebiet der Dienstleister tummeln.
Was sich dort teilweise noch so rum treibt spottet jeder Beschreibung.
Kenne da einige tolle Buden, bei denen bewirbt sich keiner, der nicht
muss oder besoffen ist.
lo schrieb:> Das meiste> Geld geht dann noch für das teure Leben in diesen Regionen drauf, eure> ERA-Gehälter sind doch lachhaft.
ERA-Gehälter sind also lachhaft? Du hast leider keine Ahnung!
Der Metalltarif ist der beste Tarif von allen! 35 h und dann noch die
hohen Gehälter, die bei 40 h nochmal gut 14 % höher liegen. Kein anderer
Tarif toppt das. Außerdem holt die IGM bei den Tarifrunden immer
ordentlich was raus, mehr als alle anderen. Die Metall- und
Elektroindustrie (M&E) ist daher immer noch die Topp-Branche in Dtl.
Du schreibst von "Banken, Pharma, Chemie oder Versicherungen". Deren
Tarifnivau liegt leider deutlich unter Metalltarif. Es mag dort Bereiche
geben, wo überdurchschnittlich gezahlt wird. Das betrifft aber eher die
"oberen" 10 % der Stellen dort (AT´ler). Der Rest verdient bei
vergleichbarer Tätigkeit weniger als in der M&E-Industrie.
Wenn Banken und Pharma die "besseren" Branchen sein sollen, kann ich nur
lachen. Gerade bei den Banken ist gerade großer Frühjahrsputz.
Ich kann nur jedem raten: Wenn ihr einen Job mit ERA-Tarif kriegen
könnt, greift zu!
Wer ERA bekommt, hat einen Lottogewinn mit sechs Richtigen. Gutes Geld,
gutes Arbeitsklima, zum großen Teil recht stressfrei. Die Kehrseite ist,
dass Millionen andere von Ingenieuren und Facharbeitern mit Nicht-ERA
die Zeche für diese gute Bezahlung blechen müssen. Die Unternehmen holen
sich die Gewinne durch Ausbeutung der Zulieferer und des kleinen
Mittelstandes wieder rein. Man kann nur hoffen, zu den ERA-Gewinnern zu
gehören, aber die Luft wird dünn, man stellt nur noch wenig dort fest
neu ein, selbst zu starken wirtschaftlichen Zeiten wie jetzt.
http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/sr/2013/agenda-2010-100.html
"Felix P. hat eine feste Anstellung. Seit Jahren arbeitet der Ingenieur
für einen Dienstleister, der ihn an andere Unternehmen verleiht. Er ist
immer auf dem Sprung. Privat wie beruflich ist das äußerst schwierig zu
organisieren.
Felix P. sagt, es könne jederzeit sein, dass man in eine andere Stadt
und in eine andere Firma müsse. Dementsprechend könne man sich nicht wie
Festangestellte richtig etablieren, weil man nie wisse, wie lange der
Job wirklich dauere.
Und das alles für weniger Geld und weniger Urlaub als die fest
angestellten Kollegen. Felix P. möchte das gerne ändern. Aber die Firmen
nutzen lieber die Leiharbeit und lassen die Leute so lange wie möglich
schmoren. Es seien „keine schönen Gefühle“, klagt er, aber mit der
Perspektive oder der Hoffnung, übernommen zu werden oder dementsprechend
einen Einstieg als Festangestellter zu haben, sei man dann doch
motiviert."
Da haben unsere Volksverräter wieder ganze Arbeit geleistet. Die
Avantgarde hat damals die SPD als Wolfs im Schafspelz gebildet, die
Schwarzen und das pseudoliberale gelbe Gesocks hauen den Dolch dann
endgültig in die Schlagader des Mittelstandes.
lo schrieb:>
lo hat absolut recht. Ich könnte mich aufregen, wenn junge Absolventen
da her labbern "Jeder ist seines Glueckes Schmied", während sich hinter
ihnen der Sklavenhändler über sie her macht. Wie kann man lächelnd und
kritiklos dem System der Sklavenhändler gegenüber stehen, welches das
komplette Sozialsystem aushebelt? Wie naiv ...
Lottogewinn schrieb:> Wer ERA bekommt, hat einen Lottogewinn mit sechs Richtigen. Gutes Geld,> gutes Arbeitsklima, zum großen Teil recht stressfrei.
Juhu dann hab ich ja endlich mal im Lotto gewonnen. ERA direkt nach dem
Studium (EG13/BW). ABER, im Raum Stuttgart oder allgemein in BW sind
solche Gehälter ganz normal. Hatte Angebote von Nicht-IGM Firmen welche
ausdrücklich nach ERA und somit identisch zahlen. Auch andere Angebote
kamen fast bis an die IGM Löhne ran. Wobei ich jetzt auch nicht
behaupten würde EG13 ist soo ein tolles Gehalt. Als Absolvent ok aber
lange wird man damit nicht glücklich.
Die wirklich tolle Sache an ERA ist die 35h Woche. Die findet man
außerhalb der Tarifgebundenen Unternehmen praktisch nirgends.
gruß cyblord
cyblord ---- schrieb:> Juhu dann hab ich ja endlich mal im Lotto gewonnen. ERA direkt nach dem> Studium (EG13/BW).
Sind die EG15 dann mit 3-5 Jahren drin, wie es im IGM-Flyer steht oder
ist das "Werbung"?
genervt schrieb:> cyblord ---- schrieb:>> Juhu dann hab ich ja endlich mal im Lotto gewonnen. ERA direkt nach dem>> Studium (EG13/BW).>> Sind die EG15 dann mit 3-5 Jahren drin, wie es im IGM-Flyer steht oder> ist das "Werbung"?
Keine Ahnung. Aber ERA richtet sich doch rein nach der Tätigkeit. Wenn
man nach 3-5 Jahren immernoch dasselbe macht dann wird sich da nicht
viel ändern.
Allerdings, Frage an die IGM Experten: Zu dem Grundgehalt + Urlaubsgeld
+ Jahressonderzahlung kommen hier noch 10-30% Leistungszulage oben
drauf. Hab das vorher gar nicht gewusst. Ist das ein Teil von den ERA-TV
(konnte nichts finden) oder ist das hier eine Extrawurst?
gruß cyblord
cyblord ---- schrieb:> kommen hier noch 10-30% Leistungszulage oben> drauf. Hab das vorher gar nicht gewusst. Ist das ein Teil von den ERA-TV> (konnte nichts finden) oder ist das hier eine Extrawurst?
Meines Wissens nach ist das Teil vom ERA-TV und der Betrieb diese
Leistungszulage so verteilen, dass im Schnitt 15% gezahlt werden.
D.h. je nach Leistungsbeurteilung bekommt man diese Zulage.
Ich formuliere mal um: Ist es so, dass EG15-Stellen überwiegend mit 3-5
Jahren BE besetzt sind, oder sind die Leute meist deutlich länger im
Job?
genervt schrieb:> cyblord ---- schrieb:>> kommen hier noch 10-30% Leistungszulage oben>> drauf. Hab das vorher gar nicht gewusst. Ist das ein Teil von den ERA-TV>> (konnte nichts finden) oder ist das hier eine Extrawurst?>> Meines Wissens nach ist das Teil vom ERA-TV und der Betrieb diese> Leistungszulage so verteilen, dass im Schnitt 15% gezahlt werden.
Ah ok. Danke für die Info.
> Ich formuliere mal um: Ist es so, dass EG15-Stellen überwiegend mit 3-5> Jahren BE besetzt sind, oder sind die Leute meist deutlich länger im> Job?
Kann ich dir echt nicht sagen. Niemand hier hat seine EG Einstufung auf
der Stirn stehen. Ich hab keine Ahnung ob die Vorgesetzten jetzt EG15
oder AT oder sonst was verdienen. Ich weiß auch nicht ob die Kollegen
welche schon 3-5 Jahre BE haben ne andere Einstufung haben. Es gibt
durchaus Leute die 3 Jahre dabei sind und genau dasselbe machen wie ich
und somit wohl auch diesselbe Einstufung haben. Aber im Ländle redet man
nicht über Geld. Weißt du doch.
Aber genau das meine ich, als Absolvent ist das Gehalt ok, aber wenn
sich nach 3 Jahren nix getan hat, dann ist es nicht mehr so prall.
gruß cyblord
Frank schrieb:> Rüdiger schrieb:>> Die Zahlen stammen von Betrandt selber.>> Bertrandt erhält 59 Euro/Stunde für seinen Ing. vom OEM.>> 40 Stundenwoche und 220 Arbeitstage (30 Tage Urlaub und 5-10 Arbeitstage>> krank sind schon abgezogen) ca. 104.000 Euro.>> Jahresgehalt einfacher Ing. inkl. Sonderzahlungen 48.000 (Jahresgehalt>> bei Bertrandt ist stark Niederlassungsabhängig). Zusätzlich AG-Anteil>> knapp 10.000. Macht zusammen 58.000 Euro. Verbleiben 46.000 Euro bei>> Bertrandt (knapp 45%).>>> Und wo sind die 30 Tage Urlaub, 20 Krankheitstage, Verwaltungskosten> Verleihfirma etc....>> Das Jahresgehalt mal 1.8 nehmen, dann erhält mann realistische Zahlen.> Alles was darüber liegt ist Gewinn.......>> Die meisten haben hier einfach überhaupt keinen Durchblick!
@Frank
Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Die Krankheits- und Urlaubstage hatte ich bei meinem Beispiel schon
berücksichtigt. Von daher trifft der letzte Satz Ihrer Aussage wohl eher
auf Sie zu ;-)
Rüdiger schrieb:> Wer lesen kann ist klar im Vorteil.> Die Krankheits- und Urlaubstage hatte ich bei meinem Beispiel schon> berücksichtigt. Von daher trifft der letzte Satz Ihrer Aussage wohl eher> auf Sie zu ;-)
Ja ?? Wo denn?
Nachdem ich mir die Konversation hier zu Gemüte geführt habe,
möchte ich mich auch einmal melden.
Habe kein Uni/FH-Diplom oder Bachelor,da ich in dem nach meiner
Ausbildung aufgenommenen Studium zu schlecht war und daher "nur"
Techniker,dafür Fachrichtung Fahrzeugbau und mit guten CATIA-Grundlagen
ausgestattet,geworden bin.Dadurch gelang der Einstieg in die
Autoentwicklung leicht.
Habe mittlerweile 6 Jahre Erfahrung in der Automotive- und
Nutzfahrzeugentwicklung und bin beim zweiten Dienstleister.
Den ersten habe ich aufgrund der doch eher mauen Bezahlung nach 2 Jahren
verlassen,habe meinen Platz in der Entwicklung einer Nutzfahrzeugtochter
eines OEM´s aber behalten,da dieser mich halten wollte.Somit war auch
beim Übergang zum anderen Dienstleister ein deutlich besseres Gehalt
drin,was ich dank sehr guter Leistung,in erster Linie aber aufgrund
meines Verhandlungsstiles im Mitarbeitergespräch im Jahr nach der
Einstellung noch einmal gut hochschrauben konnte.
Mittlerweile habe ich ein Fixum von knapp 52.000 € bei 13 Gehältern und
40 h/Woche,wobei ich allerdings seit 1 1/2 Jahren keine Lohnerhöhung
mehr hatte.
Das Gehalt hätte ich allerdings nicht,wenn ich nicht meinen Vorgesetzten
beharrlich beackert hätte.Nach meinem allerersten Mitarbeitergespräch
beim ersten Diensleister,wo ich aufgrund des niedrigen
Berufseinstiegsgehalts eine passable Erhöhung erwartet hatte,aber
untergebuttert wurde,wusste ich,dass man gerade in unserer Branche
nichts geschenkt bekommt.
Gut sein alleine reicht nicht,man muss sich auch entsprechend verkaufen
können.Wer darauf wartet,dass der Vorgesetzte sein Talent besonders
honoriert und von sich aus mit den großen Scheinen herausrückt,ist
selber schuld.
Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht,jedes Jahr,ungeachtet der
aktuellen beruflichen Perspektiven im eigenen Laden,Bewerbungen zu
schreiben und bei den daraus resultierenden Vorstellungsgesprächen auch
herauszufinden,was beruflich/pekuniär geht und wie es sonst anderswo
aussieht.
Wer nicht weiß,was andere Firmen für ihn bieten,kennt seinen Marktwert
nicht.
Wer glaubt,die Firma investiere groß in seine Bildung,ist leichtgläubig.
Ein Dienstleister (wie wahrscheinlich auch mittlerweile
OEM,Mittelständler usw.) investiert nur soviel in den Mitarbeiter wie
a)gerade nötig ist,um den Anschluß beim Kunden nicht zu verlieren
b)der Kunde als Eingangsvoraussetzung fordert
c)notwendig ist,um den Mitarbeiter zu einem höheren Preis/Stundensatz
anzupreisen
Wer auf eine interne Karriere beim Dienstleister oder gar eine Übernahme
beim OEM spekuliert,ist selbst schuld.
Ich habe meine jeweiligen Vorgesetzten immer wieder penetrant mit
Anrufen und e-mails dazu gebracht,dass ich wirklich halbjährlich meine
Mitarbeitergespräche hatte.Dort habe ich immer wieder zum Ausdruck
gebracht,dass mir nicht nur die finanzielle Situation,sondern auch ein
fachliches Weiterkommen wichtig ist.
Habe eigeninitiativ in Abendschule noch einige Weiterbildungen
gemacht,da keinerlei Schnittmengen mit dem Vorgesetzten in punkto
Weiterbildung zu erreichen waren.
Wenn ich sehe,mit welchen Einstiegsgehältern und beruflichen
Perspektiven einige trotz UNI/FH-Abschlusses hier zu rechnen haben,tut
es mir leid für sie.Als erste Stelle für den Berufseinstieg mag man
einiges hinnehmen,aber dann sollte man nach 2 Jahren woanders hingehen.
Anmerken möchte ich auch,dass ich nicht immer unglücklich darüber
bin,bei einem Dienstleister zu sein.
Hatte mich schon selbst bei einigen Zulieferern beworben und hätte dort
auch eine Stelle bekommen.
Wenn man dann aber sieht,welche teils stupide Arbeit man in den dortigen
Entwicklungsabteilungen macht (war auch schon an Zulieferer
"ausgeliehen"),bin ich froh drum,dass ich dort nicht dauerhaft bleiben
muss.
Natürlich gibt es aber auch gute Läden wo es Spaß macht.
Bei einem OEM fest übernommen zu werden ist eh illusorisch und
realistischerweise wird auch mein nächster Arbeitgeber,sollte ich meinen
derzeitigen verlassen,wieder Ingenieurdienstleister sein.
Zum Thema Stundensätze/Kalkulation muss ich anmerken,dass das mit den
Stundensätzen zwischen 50 und 60 € realistische Annahme ist.
Kannte auch Leute,die irgendwann ihren Dienstleister verließen und als
Freiberufler an selber Stelle weitermachten,um das Geld selbst zu
kassieren,mit allen Risiken/Nachteilen wie
versicherung,Folgeaufträge,Scheinselbständigkeit etc.
Risiken werden outgesourced,einfache Entwicklungsthemen werden auch nach
Polen oder Indien weitergegeben.
Andere Entwicklungsrisiken,die ich gut kenne:
-Stress und Frust,weil kurz vor Projektabgabe noch einmal alles über den
Haufen geworfen wird
-gesundheitliche Probleme infolge der Büro und exzessiven
Bildschirmarbeit:
-geistige Überlastung,körperliche Unterforderung
-die Sehleistung meiner Augen hat dank schlimmer Projektphasen
und CAD auch schon gut nachgelassen
In Anbetracht dieser Risiken und Probleme finde ich mein Gehalt nicht zu
hoch,denn hätte ich nach Abschluß meiner Berufsausbildung vor 11 Jahren
weitergearbeitet (IG-Metall-Tarif,35h-Woche,gute jährliche tarifliche
Erhöhungen,Altersvorsorge durch Arbeitgeber etc.),hätte ich ein deutlich
entspannteres Berufsleben mit minimal weniger Gehalt,aber viel weniger
Verantwortung und Arbeitszeit, und mehr Freizeit.
Ich hoffe,ich konnte mit meinen Ausführungen einen halbwegs
realistischen Einblick geben,was Absolventen und Berufseinsteiger
erwarten können und was nicht und dass nicht alles schlecht bei
Ingenieurdienstleistern ist,aber eben auch nicht alles gut.
Hallo zusammen,
ich haben nach meinem Studium (Inf. FH) 5 Jahre bei einem Dienstleister
im Süden gearbeitete. Beim Gehalt muss ich meinem Vorschreiber
zustimmen. Das war jedes mal ein harter Kampf, teilweise um 20 Euro mehr
oder weniger im Monat. Auf jedes Gespräch habe ich mich sehr lange
vorbereitet (mind. 15h), DINA4 Tabellen in Excel gemacht mit
verschiedenen Erhöhungsmöglichkeiten, für Festgehalt und Zulage, usw.
Dazu alle Statistiken zur Unternehmenslage, zur Inflation, zur
Branchenlage, Abteilungsumsatz mit meinem Anteil (kann man ja grob
errechnen), Bücher zum Thema gelesen, Foren durchstöbert, .... Habe mein
Gehalt in den 5 Jahren im Schnitt um 6%/Jahr erhöhen können. Ich habe
grundsätzlich Einmalzahlungen verneint, statt 1500€ einmalig lieber 50€
oder auch 30€ mehr im Monat. Das zahlt sich schon im 3. Jahr aus. Hat
immer geklappt. Nebenbei habe ich meinen Master gemacht und bin nun beim
OEM zu GANZ ANDEREN Zahlen und Bedingungen. Übrigens: Bei mir im Team
haben mind. 50% zuvor beim Dienstleister gearbeitet, allerdings in der
Regel nur max. 5 Jahre. Wenn bis dahin kein Angebot gekommen ist, wird
es wohl schwierig mit dem Übertritt. Also keine Illusion. Ohne die
Erfahrung beim Dienstleister hätte ich den aktuellen Job nie bekommen,
da bin ich mir sicher. OEM als Absolvent ist sehr sehr selten, mit viel
Glück nach einer Promotion und mit noch viel mehr Glück nach einer MA
oder BA. Beim Dienstleiter war auch eigentlich alles OK, nette Kollegen,
Chef OK, absolute Freiheit. Der Job (eher technisch) hat früher mehr
Spaß gemacht, heute muss ich die Dienstleister führen. Wie ich das aber
allgemein sehe, haben wir als Besucher dieses Forums eh eine sehr
glückliche und allgemein gut honorierte Berufswahl getroffen, im
Vergleich zum Gesundheits- und Pflegewesen, Einzelhandel und wie sie
alle heißen.
Dorian schrieb:> Habe mittlerweile 6 Jahre Erfahrung in der Automotive
Wenn du nach 6 Jahren nicht verstanden hast, dass du nur deswegen beim
Dienstleister bist, weill du billig bist, dann...
Tja, wach auf, der Techniker ist der billige Ingenieursersatz, zumindest
beim DL, da fällts nicht so auf und der DL kann kräftig Kasse machen.
Ingenieur Number one schrieb:> Dorian schrieb:>> Habe mittlerweile 6 Jahre Erfahrung in der Automotive>> Wenn du nach 6 Jahren nicht verstanden hast, dass du nur deswegen beim> Dienstleister bist, weill du billig bist, dann...>> Tja, wach auf, der Techniker ist der billige Ingenieursersatz, zumindest> beim DL, da fällts nicht so auf und der DL kann kräftig Kasse machen.
Als Dipl.Ing. würde ich beim Dienstleister auch nicht zwingend mehr
verdienen,es sei denn Führungsposition/Projektleitung etc.
Und ich habe bisher genügend Dipl.Ing/Bachelor/BA´ler beim Dienstleister
getroffen,die einfach nichts besseres bekommen,teilweise auch für nichts
anderes getaugt haben...und die sind für deutlich weniger Geld arbeiten
gegangen,eben weil sie sich zu billig verkauft haben.
Ich gebe Dir aber insoweit recht,dass ein Dipl.Ing/Bachelor/BA-Abschluss
wenigstens die Hälfte der Eintrittskarte zum Einstieg beim OEM ist,die
andere Hälfte bildet sich aus fachlichem Können,Berufserfahrung und
tollen Referenzprojekten;die habe ich zwar,aber bin halt "nur
Techniker",d.h. der weitere Weg führt zwangsläufig entweder zum
Dienstleister oder Zulieferer und die Tür beim OEM bleibt zu,hatte schon
genug (erfolglose)Bewerbungen an diverse OEM´s gerichtet.
Außerdem habe ich während meiner Tätigkeit für/beim OEM (Werk- bzw.
Dienstvertrag)beobachten können,dass sich der Einstieg mit steigendem
Alter noch schwieriger gestaltet und auch die Frauenquote eine Rolle
spielt.
Und so etwas wie einen Ingenieursmangel gibt es meiner Beobachtung nach
nicht.
1)habe ich das Gefühl,dass bei dieser These jede ausgeschriebene Stelle
berücksichtigt wird,wobei aber z.b. jeder zu besetzende
Werk-/Dienstvertrag von gefühlt 10 Dienstleistern ausgeschrieben wird
2)wird heute jede Meister-/Techniker-/Arbeitsplanungsstelle etc. mit
Dipl-Ing als Voraussetzung ausgeschrieben,wo früher "weniger
qualifizierte"
Arbeitnehmer voll und ganz ausreichten-und das hat m.E. nicht zwingend
mit steigender Komplexität des jeweiligen Arbeitsgebietes zu tun
3)tummeln sich gerade bei Dienstleistern viele faule oder ungeeignete
Angestellte,die sich im Windschatten der Arbeitskollegen erfolgreich
durchmogeln
4)wird dadurch,dass ein Großteil der Personalkosten nicht mehr über ein
fixes Budget,sondern über die jeweiligen Projekte mitlaufen,oftmals ein
viel zu hoher Personalbedarf angesetzt und entsprechend werden viel mehr
Leute über Werk-Dienstvertrag bzw. ANÜ geholt als wirklich notwendig
wären-dann kommen Leute,die 3 Monate angelernt werden und wenn sie dann
wirklich fit und von Nutzen sind,auch schon wieder gehen,da das
jeweilige Projekt bzw. Teilprojekt ausläuft...
vdi@vdi.de schrieb:> Sprich der VDI sitzt an der nur ihm zugänglichen Stellenquelle.
Der VDI hat und kennt weit und breit keine Stellen. Die Zahl der
hoffnungslosen Firmen, die trotz Stellenanzeigen, Einschalten von
Personalberatern und Mund-zu-Mund Propaganda keinen ihnen genehmen
Ingenieur finden, der für das Mickergehalt arbeiten möchte ist zwar
gross, aber nur wenige sind so arm dran, dass sie vur VDI-Plattform des
Dr. Lohan rennen, um sich dort nach Ingenieuren umzusehen, weil dort nur
die ganz Hoffnungslosen vorzufinden sind.
Ich habe mal eine Firma, die mir gegenüber verlauten liess, dort zu
inserieren, gefragt, was sie denn bezahlen und bekam zur Antwort, dass
sie ein gewisses Kontingent an Anfragen frei haben, mit denen sie die
Jobsuchenden dann traktieren können.
In über 5 Jahren Zugehörigkeit zu dieser Plattform habe ich nicht einmal
10 Anfragen bekommen. Soviele bekomme ich über Monster in der Woche und
diese sind wenigstens konkret, wenn auch schlecht bezahlt.
Die Firmen, die über den VDI gesucht haben, bieten so unfassbar
grottenschlechte Gehälter, dass sie keinen normalen Anfänger bekommen.
Beispiele waren ein Hersteller von Landwirtschaftsmschinen, der
Steuerungen baut und eine Firma für Schwimmbadtechnik, die
Temperaturmesstechnik konstruiert. Da kamen Angebote von unter 40k rein.
Einmal habe ich mit einem solchen Anbieter telefoniert: Er bietet mir so
"viel", weil das das Durchschnittsgehalt bei ihm in der Gegend sei
(Brandenburg). Warum er dann von dort niemanden nimmt und stattdessen zu
mir in den Westen telefoniert, konnte er mir nicht beantworten.
Wer beim VDI nach Stellen sucht, ist fehl am Platze. Wahrscheinlich
sucht da keiner und der VDI hat für seine 100 Anfragen nur 10 Leute und
kommt deshalb auf den Ingenieurmangel.
Ich frage mich wirklich, wie es der Vorsitzende Fuchs anstellt, zu
erwarten, dass ihn noch jemand ernst nimmt.
@ Dorian
Danke für deinen Bericht. War sehr hilfreich.
Ich habe einen ähnlichen Lebenslauf wie du und bin
Maschinenbautechniker.
Ich arbeite seit 2 Jahren bei bei einem Autozulieferer in München in der
Fertigungsplanung und habe lächerliche 37k € p. a. bei 39 h pro Woche.
Gleitzeit habe ich keine, meine Überstunden verfallen am Monatsende.
2012 habe ich deshalb über 2 Wochen komplett umsonst gearbeitet. Das
Gehalt wird dadurch noch mickriger. Wenigstens hab ich 30 Tage Urlaub.
Aufgrund meiner aktuellen Situation überlege ich mir ernsthaft, zum
Dienstleister zu wechseln, auch wenn ich dafür eine unbefristete
Festanstellung aufgeben müsste.
Du verdienst 52k € bei 40 h. Als Techniker würdest du auch bei einer
Firma mit IGM-Tarif kaum mehr verdienen. In Bayern sind Technikerstellen
mit ERA EG 8a/b bewertet. Das wären derzeit 3181/3315 € Monatsgehalt bei
35 h.
Finanziell gesehen sind die Dienstleister also nicht schlecht, in jedem
Fall besser als die sog. "Familienunternehmen" oder Mittelständler.
Natürlich stört es mich, wenn ein Dritter an meiner Arbeitskraft
mitverdient. Aber anscheinend bleibt zumindest bei den großen
Dienstleistern noch genug übrig, um einem Techniker >50k p. a. zu
zahlen.
Die Lohndrückerei bei Mittelständlern dient letztlich ja auch nur dazu,
den Firmeninhaber noch reicher zu machen. Bei großen Dienstleistern gibt
es hingegen konzern-ähnliche Strukturen, die für den einzelnen
Mitarbeiter immer bessere Konditionen bedeuten. Aktiengesellschaften und
Großkonzerne zahlen immer besser, auch wenn es sich um Dienstleister
handelt. Soviel zum "bösen" Shareholder-Value.
Ich würde sogar behaupten: Der Aktionär ist weniger gierig als der
Einzelunternehmer/Firmeninhaber.
a&o schrieb:> Finanziell gesehen sind die Dienstleister also nicht schlecht, in jedem> Fall besser als die sog. "Familienunternehmen" oder Mittelständler.
Du vergisst eins, bei einem Dienstleister hast du i.a. keinen festen
Arbeitsort.
Statt zum Mittelständler nach München zu düsen arbeitest du ggf. mal in
Stuttgart, Augsburg dann mal in Nürnberg, OHNE kostendeckende
Reisekostenbeteiligung durch den DL:
a&o schrieb:> Aufgrund meiner aktuellen Situation überlege ich mir ernsthaft, zum> Dienstleister zu wechseln, auch wenn ich dafür eine unbefristete> Festanstellung aufgeben müsste.
Wieso muss es ein Dienstleister (zB: Fa.Bertrandt) sein?
a&o schrieb:> Ich würde sogar behaupten: Der Aktionär ist weniger gierig als der> Einzelunternehmer/Firmeninhaber.
Deine Behauptung ist nur nichts wert.
[] Du hast Ahnung von Mikroökonomie.
Techniker bleibt bei deinen Leisten.
Dr.-Ing. schrieb:> Deine Behauptung ist nur nichts wert.>> [] Du hast Ahnung von Mikroökonomie.>> Techniker bleibt bei deinen Leisten.
Komisch nur, dass gerade Großkonzerne und AGs meist nach Tarif oder
besser zahlen und auch Mitbestimmung durch Gewerkschaften zulassen,
während der "ehrbare" Mittelständler von nebenan sich zwar bei jeder
Gelegenheit aufgeilt, wenn er dem lokalen Sportverein für 2.000 €
Trikots sponsert, seine eigenen Mitarbeiter aber 30 % unter Tarif
bezahlt.
Für mich steht fest:
Firmen, wo es die (gesetzliche) Mitbestimmung gibt, sind i. d. R.
deutlich großzügiger bei der Vergütung. Dass der
Mittelständler/Einzelunternehmer ein Problem damit hat, wenn ein
Betriebsrat mitbestimmt, ist klar. Problematisch ist nur, dass das quasi
immer zu schlechterer Bezahlung bei KMU führt.
Und ich behaupte mal: Viele KMU haben eine Umsatzrendite, von der
Großkonzerne nur träumen können.
Das Schreckgespenst "Shareholder-Value" malen nur die linken Medien an
die Wand. Natürlich gibt es bei Aktiengesellschaften gewisse Auswüchse,
aber KMU stehen dem in nix nach. Nur wird es da nicht publik.
Aktiengesellschaften und Großkonzerne sind die besseren Arbeitgeber!
a&o schrieb:> Aktiengesellschaften und Großkonzerne sind die besseren Arbeitgeber!
ja das stimmt. Wobei diese Firmen dann oft die höheren Löhne der
Stammbelegschaft wieder so rein kriegen, dass sie halt Zulieferer,
Lieferanten und Dienstleister ausquetschen !
Dr.-Ing. schrieb:> a&o schrieb:>> Ich würde sogar behaupten: Der Aktionär ist weniger gierig als der>> Einzelunternehmer/Firmeninhaber.
jaein.
das hängt immer vom UN ab. Ein Einzelunternehmer muss langfristig
denken, möchte dass die Firma nachhaltig gute Gewinne macht, er möchte
die Firma ggf. den Nachkommen vererben oder zumindest damit eine gute
Alterssicherung haben.
Ein Manager in einem Konzern dagegen hat eine kurze Halbwertszeit. Er
muss in Quartalszyklen denken und nicht wie ein Einzelunternehmer der
auf Jahre denkt. Auch ist ein Aktionär weit weniger an ein UN gebunden,
schon gar icht so emotional wie ein Einzelunternehmer dem sein
Lebenswerk daran hängt.
Ich z.B. würde Aktien verkaufen wenn sie langfristig zu wenig Rendite
bringen. Das geht binnen Sekunden auf Knopfdruck.
Hallo Leute,
habt ihr, die für Dienstleister angestellt seid, in eure Verträge
Klausel (oder was ähnliches) was lautet dass ihr zu derzeitigem Kunde
nicht wechseln dürfen???
Nur 2 Jahre nach die Kundigung.
me schrieb:> was lautet dass ihr zu derzeitigem Kunde> nicht wechseln dürfen???> Nur 2 Jahre nach die Kundigung.
Nein, hatte ich noch nie.
Das dürfte auch im Bereich Dienstleister schwierig sein rechtlich zu
begründen oder arbeitest Du im Bereich Verkauf von Dienstleistungen?
Hast Du so eine Klausel im Vertrag stehen?
Unbekannter schrieb:> vdi@vdi.de schrieb:>> Sprich der VDI sitzt an der nur ihm zugänglichen Stellenquelle.>>> Die Firmen, die über den VDI gesucht haben, bieten so unfassbar> grottenschlechte Gehälter, dass sie keinen normalen Anfänger bekommen.
Letztens hat Porsche Ingenieure gesucht.
Die müssen dann demzufolge lt. Deiner Aussage schlecht bezahlen. ;-)
Rüdiger schrieb:> Letztens hat Porsche Ingenieure gesucht.> Die müssen dann demzufolge lt. Deiner Aussage schlecht bezahlen. ;-)
So traurig es klingt,wahrscheinlich sind das keine gutbezahlten Stellen.
Ein Großteil der bei Porsche beworbenen Stellen wird nämlich nicht bei
der Dr.Ing.hc.F.Porsche AG besetzt,sondern bei der Porsche Engineering
Services,einem Porsche-eigenen Dienstleister.d.h.,Du bist
Fremdkraft,auch wenn auf deinem Arbeitsvertrag irgendwo Porsche steht.
Ähnliches Spiel z.B. MBTech bei Daimler,AutoVision bei VW etc.
Um zum Leitthema zurückzukommen:an Bertrandt hält Porsche auch einige
Prozent,anderer Anteilseigner von Bertrandt ist z.B. Boysen
(Autozulieferer).
me schrieb:> Hallo Leute,>> habt ihr, die für Dienstleister angestellt seid, in eure Verträge> Klausel (oder was ähnliches) was lautet dass ihr zu derzeitigem Kunde> nicht wechseln dürfen???> Nur 2 Jahre nach die Kundigung.
Also ich hatte so etwas nicht.
Und ich bin von einem Dienstleister zum anderen gewechselt und danach
für den gleichen Kunden mit dem gleichen Ansprechpartner und
Entwicklungsteam
weitergearbeitet.
Natürlich war der alte Dienstleister angesäuert.Aber solange man sich
noch selbst beim anderen Dienstleistern bewirbt und nicht gezielt und
offensichtlich abgeworben wird,gibt es da wenig Handhabe.
Falls Du Rechtschutz hast oder jemanden kennst,der im Arbeitsrecht
unterwegs ist,kannst Du ihn ja mal bitten,über deinen Vertrag zu
schauen-evtl. handelt es sich ja um eine nichtige Klausel...
Dorian schrieb:> Rüdiger schrieb:>> Letztens hat Porsche Ingenieure gesucht.>> Die müssen dann demzufolge lt. Deiner Aussage schlecht bezahlen. ;-)>> So traurig es klingt,wahrscheinlich sind das keine gutbezahlten Stellen.>> Ein Großteil der bei Porsche beworbenen Stellen wird nämlich nicht bei> der Dr.Ing.hc.F.Porsche AG besetzt,sondern bei der Porsche Engineering> Services,einem Porsche-eigenen Dienstleister.d.h.,Du bist> Fremdkraft,auch wenn auf deinem Arbeitsvertrag irgendwo Porsche steht.> Ähnliches Spiel z.B. MBTech bei Daimler,AutoVision bei VW etc.>
Die Stellen waren direkt bei der Dr.Ing.hc.F.Porsche AG ausgeschrieben.
Rüdiger schrieb:> Die Stellen waren direkt bei der Dr.Ing.hc.F.Porsche AG ausgeschrieben.
Wichtig ist nur was am Ende im Vertrag steht. Ausschreiben kann man
viel.
cyblord ---- schrieb:> Rüdiger schrieb:>> Die Stellen waren direkt bei der Dr.Ing.hc.F.Porsche AG ausgeschrieben.>> Wichtig ist nur was am Ende im Vertrag steht. Ausschreiben kann man> viel.http://www.ingenieurkarriere.de/stellenmarkt/basissuche.aspx?stmsource=jobmail&ID2=953905900602
Berechnungsingenieur/in Strukturauslegung Karosserie
"Berechnungen zur Strukturauslegung der Fahrzeugsicherheit; Erarbeitung
von technischen Optimierungsmaßnahmen
Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Weissach "
Ich glaube nicht, dass dies bei Porsche von irgendwelchen externen
Dienstleistern durchgeführt wird.
Rüdiger schrieb:> Berechnungsingenieur/in Strukturauslegung Karosserie> "Berechnungen zur Strukturauslegung der Fahrzeugsicherheit; Erarbeitung> von technischen Optimierungsmaßnahmen> Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Weissach ">> Ich glaube nicht, dass dies bei Porsche von irgendwelchen externen> Dienstleistern durchgeführt wird.
Nicht von irgendwelchen sondern von den internen Externen.
Ich bin nun seit einem Jahr als Projektingenieur bei Bertrandt und kann
(fast) nur gutes berichten:
Über das Gehalt kann ich mich nich beschweren: Als Berufsanfänger
3,6k/Monat bei 38h/Woche. Das ganze auch noch mit 13 Gehältern im Jahr.
Dazu Fahrtgeld, 30 Urlaubstage und eine sehr lockere Gleitzeitregelung.
Zwar bekomme ich am Ende des Jahres keine irrsinnigen
Gewinnbeteiligungen wie bei Audi, aber das zu erwarten wäre schon Gier.
Ein Manko ist jedoch die Qualität der Projekte, da es sich hierbei
meistens um Aufgaben handelt die die OEMs nicht selber machen wollen und
deshalb herausgeben. Dies ist aber auch nicht immer so, und wenn man
besonders Kompetent in irgendeinem Gebiet ist kann man durchaus auch
interessante Projekte bekommen.
Das nächste Manko ist das man beim Kunden in der Pampa landen kann. Zwar
zeigen die Vorgesetzten hier Verständnis und versuchen einem zu helfen
(z.B mit Fahrtpauschale, Hotel oder Mietwagen), die lange Fahrtzeit muss
man aber trotzdem schlucken.
Alles in Allem bin ich hier zufrieden und würde es auch allen
weiterempfehlen.
mal eine gaaaaaanz dumme Frage : wie spricht man Bertrandt eigentlich
aus ? eher so französisch ? ( Bertron ? ) oder deutsch wie man es
schreibt, also Bertrand ?
Techniker schrieb:> Absolute Apotheke!!> Ich wollte 48.000 p.a. und dafür hätten Sie 115.000 von der Firma> verlangt!> Mir fehlen die Worte......
Nein, dir fehlt betriebswirtschaftliches Verständnis.
Techniker schrieb:> Absolute Apotheke!!> Ich wollte 48.000 p.a. und dafür hätten Sie 115.000 von der Firma> verlangt!> Mir fehlen die Worte......
Laß mich rechnen 115/48 sind ca. 2,4 als Faktor.
Ganz normale Kalkulation, weis garnet was du hast?
Die Bertrandt AG
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-aktien/bertrandt-ag.htm
ist ein gewinnorientiertes Unternehmen
Er wird mit speziellem Know-how entsprechend seinen individuellen
Anforderungen bedient.
Durch das Erkennen von Optimierungspotenzialen und deren Umsetzung
können Zeit und Kosten eingespart werden.
Bertrandt AG: Kompetenter Partner
Der Bertrandt-Konzern ist an 30 Standorten in Europa und den USA
kompetenter Partner seiner Kunden aus technisch hochentwickelten
Branchen. Den unterschiedlichen Anforderungen begegnet Bertrandt mit
einem einheitlichen Anspruch: Für jeden Kunden die beste Lösung.
Wichtige Säulen für den nachhaltigen Unternehmenserfolg bilden eine
solide Finanzstruktur und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
im internen Netzwerk. Im Geschäftsjahr 2008/2009 erwirtschaftete das
börsennotierte Unternehmen 384,6 Mio. ¬ Umsatz. Das Betriebsergebnis
(EBIT) betrug 32,8 Mio. ¬ und das Ergebnis nach Ertragsteuern 24,6 Mio.
¬. Ehningen, Dezember 2009Bertrandt AG
Quelle:
http://www.de.sharewise.com/i/DE0005232805-aktie-bertrandt/stock_info
Das Unternehmen, die Aktionären wollen mit deiner Arbeitsleistung
möglichst hohe Gewinne machen, also müssen die Aktionäre ein schönen
angenehmen Teil deiner Arbeitsleistung haben, denn Bertrandt produziert
sonst nichts.
Marx W. schrieb:> Laß mich rechnen 115/48 sind ca. 2,4 als Faktor.>> Ganz normale Kalkulation, weis garnet was du hast?
richtig. Minimum ist Faktor 2. Wer das nicht erreicht, sitzt auf der
Abschussliste. Teilweise ist Faktor 3 oder 4 sogar drin.
Stefan schrieb:> richtig. Minimum ist Faktor 2. Wer das nicht erreicht, sitzt auf der> Abschussliste. Teilweise ist Faktor 3 oder 4 sogar drin.
Der Leistungsdruck, der Anspruch und die produktive Arbeitszeit ist
deshalb bei Dienstleistern extrem hoch. Das Gegenteil ist bei
Festangestellten in Konzernen der Fall, was die oft für ein
Arbeitnehmerlotterleben über Jahrzehnte führen dürfen, während die beim
Dienstleister oft wegen Burnout gelegentlich aus den Latschen kippen -
beneidenswert.
Lottermann schrieb:> Der Leistungsdruck, der Anspruch und die produktive Arbeitszeit ist> deshalb bei Dienstleistern extrem hoch. Das Gegenteil ist bei> Festangestellten in Konzernen der Fall, was die oft für ein> Arbeitnehmerlotterleben über Jahrzehnte führen dürfen, während die beim> Dienstleister oft wegen Burnout gelegentlich aus den Latschen kippen -> beneidenswert.
hab schon einige Läden gesehen. Also klar gibt auch DLs wo man hart ran
muss, aber ist nicht überall so. Auch ein Konzern muss Gewinne machen
und wegen sozialistischer 35h Woche muss oft sogar härter gearbeitet
werden als woanders.
Hier im Forum sagte ein Konzernmitarbeiter mal, dass man sich im
Großraumbüro auf einer Tafel "abmelden" muss wenn man mal 5 min vom
Arbeitsplatz aufsteht. Dagegen führe ich beim Dienstleister ein
Lotterleben. Zumal ich oft auch remote von zuhause aus arbeiten kann,
wenn beim Kunden keine Termine anstehen.
Je nach Kunde sind Projekte manchmal auch locker, da stört es keinen,
wenn keine Termine anstehen, wenn man mal 15 min nicht am Platz ist,
solange man per Handy erreichbar ist.
Ich schrieb:> also müssen die Aktionäre ein schönen> angenehmen Teil deiner Arbeitsleistung haben
Vergiß nicht die Personaldisponenten, die sacken ganz ordentlich über
Prämien ab. Die nächste Ebene will auch ihr Stückchen usw.. Die
Aktionäre sind da noch die Genügsamsten, die haben ja auch für ihre
Aktien von den Hr. Bertrand beim Börsengang gekauft.
Marx W. schrieb:> Vergiß nicht die Personaldisponenten, die sacken ganz ordentlich über> Prämien ab. Die nächste Ebene will auch ihr Stückchen usw.. Die> Aktionäre sind da noch die Genügsamsten, die haben ja auch für ihre> Aktien von den Hr. Bertrand beim Börsengang gekauft.
Es kann jeder Bertrand Aktien kaufen. Derzeit ist mir aber die
Dividendenrendite zu gering. Am Besten bis zur nächsten Krise warten und
dann kaufen. Die Krise trifft ja solche DLs oft sehr heftig, wenn sie im
Automotive Bereich tätig sind, weil die schmeissen erstmal die Externen
raus.
und glaubt mir, so viel verdient ein Disponent nicht. Als Leihing/inf
kann man bei anständigen Firmen auch auf 70-80 k kommen, ohne
Mitarbeiterverantwortung. Natürlich nicht zum Einstieg, aber nach ein
paar Jahren wenn man gute Leistung bringt.
Je nach Firma ist sogar noch ein Firmenwagen drin.
jeder der meint, dass die Margen von Bertrandt zu klein sind der sollte
mal nach Ehningen fahren und sich anschauen, was dort für
Entwicklungszentren aus dem Boden gestampft worden sind...und das ist
zwar das Größte, aber nicht das einzige Projekt investiert wird.
Irgendwo muss das Geld ja herkommen...
Fritz Mustermann schrieb:> Irgendwo muss das Geld ja herkommen...
Klar, von der Bank. Mit vorhandenem Eigenkapital können das die
wenigsten bauen, egal ob groß oder klein.
Fritz Mustermann schrieb:> jeder der meint, dass die Margen von Bertrandt zu klein sind der sollte> mal nach Ehningen fahren und sich anschauen, was dort für> Entwicklungszentren aus dem Boden gestampft worden sind...
Auf der anderen Straßenseite liegt IBM, keine Frage für wen die dort
arbeiten!
> ...und das ist> zwar das Größte, aber nicht das einzige Projekt investiert wird.> Irgendwo muss das Geld ja herkommen...
Geld ist heute so billig, weil die Euro-staaten ihre Schulden über die
Notenpresse finanzieren. Da wird jede Immobilien für fast Nix
(Miete=Rendite=Zins) vermiete, weil die Inflation schon für die
"Wertsteigerung" sorgt und die "risikolosen" Staatsanleihen mit
Mickerzinsen nur mehr Kapitalvernichtung sind!
Hallo zusammen,
würde gerne nochmal ein paar Meinungen zum eigentlichen Titel des
Thread's lesen (Bertrandt = gut?).
Habe ja schon einiges gelernt hier.
Verstehe nur nicht, warum sich hier alle so aufregen das ein DL mehr
bekommt als der dem Angestellten auszahlt...
Das ist doch das Ziel jeder Firma, mehr zu verdienen als auszugeben. Nur
das ein DL nichts produziert, sondern eben direkt mit den Mitarbeitern
verdient. Ich kann daran nichts unmoralisches erkennen, solange ich das
Geld bekomme, das ich mir vorstelle...
Ausserdem wird man doch auch nicht gezwungen, bei einem DL zu bleiben,
wenn einem der Job nicht passt oder man woanders mehr bekommt...
Diese Diskussionen sind für mich echt nicht zielführend, würde viel
lieber wissen, ob die Arbeit bei Bertrandt Spass macht, welche
Tätigkeiten ihr dort macht, wie das Klima ist usw...
Super-Ing. schrieb:> würde gerne nochmal ein paar Meinungen zum eigentlichen Titel des> Thread's lesen (Bertrandt = gut?).
Aha, OK!
Super-Ing. schrieb:> Habe ja schon einiges gelernt hier.
Scheinbar nicht! Siehe weiter im Text!
Super-Ing. schrieb:> Verstehe nur nicht, warum sich hier alle so aufregen das ein DL mehr> bekommt als der dem Angestellten auszahlt...
DARUM scheinbar nicht!
Super-Ing. schrieb:> Ausserdem wird man doch auch nicht gezwungen, bei einem DL zu bleiben,
Nicht nur dort zu bleiben, sondern erst dort anzufangen!
Super-Ing. schrieb:> Diese Diskussionen sind für mich echt nicht zielführend
Du brauchst erst ein gewisses Niveau für eine Ziehlführung!
Super-Ing. schrieb:> ob die Arbeit bei Bertrandt Spass macht
Spass machen wird es bzw. kann es! Das hängt ganz von dir ab. Gewisse
Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Kariere bzw. um als AN
bestand haben zu können, ist bei einem DL nicht gegeben. Kannst du
dammit umgehen?
Der DL ist nur da um als Absolvent Erfahrung zu sammeln. 1 bis 2 Jahre!
Ing. schrieb:> Der DL ist nur da um als Absolvent Erfahrung zu sammeln. 1 bis 2 Jahre!
Ich dachte immer die Lebensarbeitszeit in Deutschland ist etwas länger.
Aber praktisch stimmt es so. Arbeitssuchende werden vom Diebstleister
zum Projektgespräch mit genommen, wenn geeignet, befristet eingestellt.
Das sind dann die zwei Jahre die Erfahrung gesammelt werden kann.
Ing. schrieb:> Super-Ing. schrieb:>> würde gerne nochmal ein paar Meinungen zum eigentlichen Titel des>> Thread's lesen (Bertrandt = gut?).>> Aha, OK!>> Super-Ing. schrieb:>> Habe ja schon einiges gelernt hier.>> Scheinbar nicht! Siehe weiter im Text!
Komm schon, werd mal konkret, kein sinnfreies blabla...
> Super-Ing. schrieb:>> Verstehe nur nicht, warum sich hier alle so aufregen das ein DL mehr>> bekommt als der dem Angestellten auszahlt...>> DARUM scheinbar nicht!
Siehe oben. Werde konkret du Schlaumeier. Jede Firma nimmt
(idealerweise) mehr ein, als den Angestellten auszahlt wird. Sonst ist
es ein e.V. oder eine gemeinnützige Stiftung. Ist auch nicht meine Frage
gewesen.
> Super-Ing. schrieb:>> Ausserdem wird man doch auch nicht gezwungen, bei einem DL zu bleiben,>> Nicht nur dort zu bleiben, sondern erst dort anzufangen!
Das ist korrekt. Das obliegt jedem selbst, sehe ich genauso. Finds nur
komisch, das hier viele jammern, wie schlimm ihr DL ist und dennoch dort
bleiben.
> Super-Ing. schrieb:>> Diese Diskussionen sind für mich echt nicht zielführend>> Du brauchst erst ein gewisses Niveau für eine Ziehlführung!
Von Niveau reden aber Zielführung falsch schreiben. Das hat schon
Hartz4-Qualität. Mit Verlaub, dein Beitrag ist ein Paradebeispiel für
sinnfreie Postings. Wenn du echte Erfahrung mit einem DL als Ing. hast,
bin ich für deine ehrliche Meinung dankbar, dann aber bitte konkret und
mit Beispielen.
> Super-Ing. schrieb:>> ob die Arbeit bei Bertrandt Spass macht>> Spass machen wird es bzw. kann es! Das hängt ganz von dir ab. Gewisse> Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Kariere bzw. um als AN> bestand haben zu können, ist bei einem DL nicht gegeben. Kannst du> dammit umgehen?>> Der DL ist nur da um als Absolvent Erfahrung zu sammeln. 1 bis 2 Jahre!
Super-Ing. schrieb:> ob die Arbeit bei Bertrandt Spass macht, welche> Tätigkeiten ihr dort macht, wie das Klima ist usw...
Fall`s noch ned richtig verstanden:
Bei Bertrandt arbeiten die Personaldisponenten.
Das Dispositionsgut (Sklave) darf sich beim Entleiher knechten lassen.
Alles klar!
Hallo,
habe hier jetzt recht viel gelesen und würde gerne meine Erfahrungen
über Bertrandt schildern.
allgemein zu mir
29 Jahre
Dipl. Ing (fh) Produktionstechnik/Logistik
bei bertrandt: 2,5 jahre
bertrandt Niederlassung: Neckarsulm
Einsatzort: audi
Schwerpunkt: Planung
Gehalt aktuell: 4.400€/Monat (12 Monatsgehälter)
Zusatz: 600€ (300€ Weihnachtsgeld + 300€ Urlaubsgeld)
Bonus: je nachdem wie gut das Geschäftsjahr war
sonstiges: 4€ Spesen pro Tag, max. 72€ pro Monat
Summe: ca. 55.000€ + --> ist ok, aber mit den OEMs natürlich nicht zu
vergleichen
40h/Woche (theoretisch), eher 45h
Arbeitsklima ist ganz gut, da jeder für andere Projekte eingesetzt ist
und es die "Ellbogenmentalität" unter Kollegen so nicht gibt.
Schulungen hab ich eine wahrgenommen, mehr gibt das Projekt zeitlich
nicht her.
Negativ: als Externer musst du immer funktionieren, lächeln und
arbeiten. Fachliche Unterstützung gibt es seitens Bertrandt nicht/kaum,
man kämpft allein. Vorteil, man lernt extrem schnell da der Druck recht
hoch ist. Nachteil ist natürlich der Stress. Der Kunde kauft einen
"Profi" ein, dieser hat zu funktionieren.
DerW schrieb:> Der Kunde kauft einen> "Profi" ein, dieser hat zu funktionieren.
Direkt von der Hochschule bestimmt nicht. Da ist noch nie ein Profi
abgegangen.
Ist immer wieder lustig zu sehen, wie die festangestellten Konzernbubis
mit Samthandschuhen angefasst und langsam rangeführt werden während man
bei den Externen genau das Gegenteil erwartet und macht. Und die meisten
Externen kommen frisch von der Hochschule, andere gehen da nämlich nicht
hin und Bertrandt rekrutiert nicht aus dem Heer der arbeitsuchenden
Ingenieure.
DerW schrieb:> Autor:>> DerW (Gast)
Bist als ANÜ oder Werksvertragler dort?
Arbeitest du direkt bei Audi im Werk?
So gut ist die Info auch nicht. Es ist ganz normal, so wie es üblich
ist, beschrieben.
Das einzige für das es diese Firma gibt, ist es, den Ingenieur zu
versklaven. Sprich, arbeite bei einer Firma die dich ausbeuten kann und
werde bezahlt von einem anderen, mit der du nichts zu tun hast. Gesetze
und Betriebsräte werden umgangen, das Gehaltsgefüge sinkt, statt 6
können nun 10 Leute arbeiten. Merkel freut sich und erzählt was von
Vollbeschäftigung.
Eigentlich bist du in einer illegalen Tätigkeit. Niemand hat auf Dauer
bei einer Firma etwas zu suchen, wenn er dort nicht angestellt ist
(zumindest für diese Art der Tätigkeit). Du bist schließlich nicht der,
der mal kurz im Werk das Werkstor repariert.
Selber schuld, lasst euch versklaven und ausbeuten. Du solltest dich
schämen. Ein Schichtarbeiter verdient genauso viel wie du. Du als
wertvoller und intelligenter Ingenieur lässt dich von so einer Firma und
auch dem Staat, der beide Augen zudrückt, knechten. Diese Firma hat
keine Existenzberechtigung!
Die Verdienen doppelt soviel wie du, kassieren Subventionen,
Forschungsgelder für angebliche Forschung ab und verschieben das Geld
ins Ausland, damit der Boss mit seinen Models ein Leben in saus uns
braus führen kann.
Das ist die Realität!
Ing. schrieb:> Bist als ANÜ oder Werksvertragler dort?> Arbeitest du direkt bei Audi im Werk?>> So gut ist die Info auch nicht. Es ist ganz normal, so wie es üblich> ist, beschrieben.>> ...!
du hast natürlich recht, jedoch ist die anzahl offener stellen bei
audi,daimler,porsche etc. eher gering.
in summe sinds natürlich schon einige stellen, im dementsprechenden
wunschbereich siehts dann wieder anders aus. eine stelle, zig
bewerber...der großteil der stellen geht halt nicht den offiziellen weg
sondern über eine dienstleister-plattform...schade, aber leider
realität.
thema schichtarbeiter: selbst als direkteinsteiger bei einem oem ist dir
der schichtarbeiter gehaltsmäßig überlegen.
achja,ich sitz direkt im audiwerk
Solange es auch so viele Leute gibt, die das mitmachen, solange wird es
auch keine Stellen zum Direkteinstieg geben.
Was sind denn deine beruflichen Ziele? Das Wachstum der knechtenden
Firmen unterstützen? 500 € monatlich wenn überhaupt auf die hohe Kante
legen? Irgendwo braucht man doch einen stabilen Rückhalt, man muss doch
von seiner Arbeit glücklich sein können, wissen wofür man hart arbeitet,
daran glauben können, Zugehörigkeit in diesem großen Ganzen.
Ich könnte so nicht arbeiten. Da würden mir zu viele wichtige Grundlagen
fehlen.
Außer die zahlen mir die 10 bis 15 K monatlich. Dann sieht die Sache
wieder anders aus.
Zitat eines 0815er-GF:
Außerdem ist Zeitarbeit ein Mittel gegen den Fachkräftemangel bei
Ingenieuren und Technikern, aber auch bei Facharbeitern.
Hände weg von der Zeitarbeit! Wenn ein Zeitarbeiter – wie vom DGB
gewünscht – in allen Belangen mit einem festangestellten Arbeitnehmer
‚gleichbehandelt’ werden soll, dann wird die Flexibilität erstickt.
Kommen die Pläne der Regulierer durch, dann wird die Zeitarbeitsbranche
nicht mehr - wie in den vergangenen vier Jahren – im Jahresdurchschnitt
um 20 Prozent wachsen“.
Chef einer Klitsche!
Was unterscheidet den Zuhälter zwischen einem Ingenieurdienstleister?
Der Zuhälter gewährt wengistens eine Leistung: Schutz
Der Dienstleister hingegen überhaupt keine, er schmarotzt nur wie ein
Blutegel an seinen zig Ingenieuren herum. Was würde ich drum geben, wenn
diese Branche mal um ihr Überleben kämpfen würde. Kommt wahrscheinlich
nie, oder höchstens wenn die deutsche Exportwirtschaft hier dauerhaaft
abkackt bzw. sich vollständig in ihre neuen Märkte verkrümelt.
Profiloser schrieb:> Was unterscheidet den Zuhälter zwischen einem Ingenieurdienstleister?> Der Zuhälter gewährt wengistens eine Leistung: Schutz> Der Dienstleister hingegen überhaupt keine, er schmarotzt nur wie ein> Blutegel an seinen zig Ingenieuren herum. Was würde ich drum geben, wenn> diese Branche mal um ihr Überleben kämpfen würde. Kommt wahrscheinlich> nie, oder höchstens wenn die deutsche Exportwirtschaft hier dauerhaaft> abkackt bzw. sich vollständig in ihre neuen Märkte verkrümelt.
richtig! darum macht man sich doch einfach selbständig, wenn man sowieso
nichts vom Dienstleister bekommt! zum Einstieg OK da kann man mal etwas
BE sammeln beim DL, aber wenn man was drauf hat, macht man sich einfach
selbständi gund kassiert selbst die Margen vom Dienstleister. Oder wo
ist da das Problem?
Ing. schrieb:> Solange es auch so viele Leute gibt, die das mitmachen, solange wird es> auch keine Stellen zum Direkteinstieg geben.
dafür müssten sich alle absolventen und "zeitarbeiter"
zusammenschließen,streiken etc. ... schöne idee aber aber schwer
umsetzbar. rechnungen müssen bezahlt werden etc...
> Was sind denn deine beruflichen Ziele? Das Wachstum der knechtenden> Firmen unterstützen? 500 € monatlich wenn überhaupt auf die hohe Kante> legen? Irgendwo braucht man doch einen stabilen Rückhalt, man muss doch> von seiner Arbeit glücklich sein können, wissen wofür man hart arbeitet,> daran glauben können, Zugehörigkeit in diesem großen Ganzen.
ziele sind weg aus der automobilbranche nach meinem projekt (mitte 2015)
festanstellung abseits der automotive-welt.
> Ich könnte so nicht arbeiten. Da würden mir zu viele wichtige Grundlagen> fehlen.> Außer die zahlen mir die 10 bis 15 K monatlich. Dann sieht die Sache> wieder anders aus.
darf ich fragen was du arbeitest und was nach 2,5 jahren dein gehalt
war?
was hier viele nicht verstehen ist das die realität anders aussieht. es
ist nicht so das ein absolvent zu nem oem geht und 70k/80k bekommt.
ein audi-teamleiter/daimler-teamleiter liegt bei 80k - 120k, so hoch
kann ein "anständiges" gehalt eines normalen ing. anfangs nicht sein und
bei den meisten auch nicht in diese richtung gehen.
momentan bin ich ehrlich gesagt zufrieden. 5min zur arbeit, gute
kollegen, top-projekt mit langer laufzeit, die jährlichen gehaltsrunden
sind fair...
T. K. schrieb:> dafür müssten sich alle absolventen und "zeitarbeiter"> zusammenschließen,streiken etc. ... schöne idee aber aber schwer> umsetzbar. rechnungen müssen bezahlt werden etc...
nein wieso den? die sollen sich mit etwas BE einfach selbständig machen
und dann haben die DLs keine Chance mehr! man kann vieles auch mit
Mitteln des freien Marktes lösen!
Jetzt übertreibt mal nicht.
"DerW" ist 29 und verdient mit 2,5 J. BE 4400 € p. M. Das ist sehr
ordentlich, rund 2700 netto im Monat (Stkl. 1).
Ein Festangestellter Ing. in Bayern verdient nach IGM-Tarif in ERA EG 9b
wenns gut läuft rund 57k € p. a. (3779*1,14*13,25). In der Praxis ist es
eher weniger, da die Leistungszulage und das Weihnachtsgeld nach 2,5 J.
noch nicht bei 14 % bzw. 0,55 Gehältern liegt. Nur die 35 h Woche macht
hier den Unterschied.
Die meisten Mittelständler und selbst viele tariflose Konzerne würden
weniger Gehalt zahlen.
Ein Facharbeiter hat in Bayern übrigens max. EG 6b, also 2909 €
Grundgehalt. Durch diverse Zulagen und viele Nachtschichten kommt er
vielleicht auf 2700 € netto. Aber nur, weil Nachtarbeit in Deutschland
steuersubventioniert ist.
So schlecht scheint es bei Bertrandt nicht zu sein. Das Gehalt geht
jedenfalls voll in Ordnung, vor allem wenn man das Alter bedenkt.
Ich bin Freiberufler und sahne kräftig ab.
Als Absolvent benötigt man einen soliden Arbeitgeber. Das Gehalt kann
niedrig sein. Mit der Zeit wächst dieses.
Wenn man jetzt bedenkt, das ein OEM 120K+MwSt an so nen Dienstleister
bezahlt, für einen Absolventen, verstehe ich die Welt nicht mehr.
Ing. schrieb:> Wenn man jetzt bedenkt, das ein OEM 120K+MwSt an so nen Dienstleister> bezahlt, für einen Absolventen, verstehe ich die Welt nicht mehr.
12.000 bzw. 14.000 € im Monat ist eine normale Verguetung fuer einen
Absolventen. Und Audi u.a. verdienen noch ein Mehrfaches am Ing.
konservativer_Gesellschaftskritiker schrieb:> richtig! darum macht man sich doch einfach selbständig, wenn man sowieso> nichts vom Dienstleister bekommt! zum Einstieg OK da kann man mal etwas> BE sammeln beim DL, aber wenn man was drauf hat, macht man sich einfach> selbständi gund kassiert selbst die Margen vom Dienstleister. Oder wo> ist da das Problem?
Dass als Selbstständiger du heute schon fast auf Vermittler angewiesen
bist und der die Marge wieder wegfrisst.
Bis jetzt kam ich immer noch ohne dieses Geschmeiss aus aber wenn man
sich so umhört, gerade für klassische Ings ist es schwer ohne dieses
Schmarotzergesocks auszukommen.
> cyblord ---- schrieb:> Klingt leider ein bisschen nach bezahlter Bertrandt-Werbung. 1000> schlechte Beiträge und dann immer wieder ein super guter.
Hmmm ..
Wenn man auf die Zahlen schaut, sieht das ganze schon stimmig aus. Die
55k Brutto sollen ja nicht das einzige Kriterium in der Betrachtung
bleiben.
Bei 40h, ehe 45h, sind 55k nicht so viel. Um zu vergleichen:
- ein Audifesteingestellter würde nach 2,5 Jahren bei gleicher Stelle
nach EG14 bezahlt. 4641 * 13.15 * 1.09 = 66,5k Jahresbrutto (ohne
Audibonus) bei 35h/Woche. Auf 40h umgerechnet sind es 76k.
- der Kollege oben arbeitet für 55k die 45h/Woche. Das sind umgerechnet
auf eine 40h-Woche ca. 49k.
Und jetzt vergleichen 76k für einen Audi-Festangestellten, und 49k für
den Externen nach 2,5 Jahren im Unternehmen.
Das sind 35% weniger an Gehalt!
Und du interpretierst es als ein Positiv-Beitrag. Der Mann wird in
Wahrheit gemessen an IGM-Tarifen massiv unterbezahlt.
simsim schrieb:> Und du interpretierst es als ein Positiv-Beitrag. Der Mann wird in> Wahrheit gemessen an IGM-Tarifen massiv unterbezahlt.
Und ist ja nicht so so, dass man das Geld bei Betrandt geschenkt
bekommt. Audi und Betrandt verlangen zusammen konstante ingenieurmäßige
Höchstleistungen über 8 Zeitstunden pro Tag vom Verliehenen. Da ist
jeder Cent sauer verdient. Erst bedient sich Audi und dann kommt noch
Bertrandt und zieht seinen Zehnt ab. Gut, beim Zehnt bleibt es bei den
heutigen Halsabschneidern lange nicht.
Zeitarbeit redziziert die Arbeitslosigkeit, weil die Berufsgruppe des
Sklavenverwalters wieder eingeführt wurde, das ist auch schon der
einzige Vorteil. Wenn man natürlich zu der Gruppe der Durchgefütterten
gehört, hat man ein lockeres Leben, die Durchfütterer hingegen nicht.
simsim schrieb:> Hmmm ..> Wenn man auf die Zahlen schaut, sieht das ganze schon stimmig aus. Die> 55k Brutto sollen ja nicht das einzige Kriterium in der Betrachtung> bleiben.> Bei 40h, ehe 45h, sind 55k nicht so viel. Um zu vergleichen:> - ein Audifesteingestellter würde nach 2,5 Jahren bei gleicher Stelle> nach EG14 bezahlt. 4641 * 13.15 * 1.09 = 66,5k Jahresbrutto (ohne> Audibonus) bei 35h/Woche. Auf 40h umgerechnet sind es 76k.> - der Kollege oben arbeitet für 55k die 45h/Woche. Das sind umgerechnet> auf eine 40h-Woche ca. 49k.>> Und jetzt vergleichen 76k für einen Audi-Festangestellten, und 49k für> den Externen nach 2,5 Jahren im Unternehmen.>> Das sind 35% weniger an Gehalt!>> Und du interpretierst es als ein Positiv-Beitrag. Der Mann wird in> Wahrheit gemessen an IGM-Tarifen massiv unterbezahlt.
moment,so kann man das nicht darstellen. du vergleichst das best case
szenario des internen mit nem schlechten externen szenario
Audianer (meine Planungsabteilung):
35h/Woche, tatsächliche Arbeitszeit 45h+/Woche, meist noch Samstag oder
von daheim aus, es lebe TravelX. Urlaub oder Schulung --> Laptop ist
dabei.
Überstundenkonto weit über 200h, heißt man sollte daheim bleiben -->
Laptop wird mitgenommen und daheim gearbeitet
Externer:
40h/Woche, tatsächliche Arbeitszeit 45h/Woche
ab und an gehts hier auch hoch, ich nehme aber niemals Arbeit mit nach
Hause oder gehe nach 18 Uhr ans Handy (Fange gegen 6:30 an, von dem her
is das ok :) ).
Gehalt:
deine 4.641€ sind EG15, nicht EG14. Zudem liegt der Durchschnitt nach
2,5 Jahren eher bei EG 13, 4136€ (Absolvent Bachelor steigt mit
EG11/EG12 ein).
der Audianer liegt hier natürlich immer noch vorne, nimmt man den Bonus
noch dazu nochmals ein großes Stück weiter, aber 35% weniger Gehalt sind
es definitiv nicht.
klar gibt es bei uns auch Kandidaten die sich nach 2 Jahren mit
3300€/Monat zufrieden geben, aber dafür is jeder selber verantwortlich
und darf nicht als Maßstab für eine externe Vergütung genommen werden
simsim schrieb:> Und jetzt vergleichen 76k für einen Audi-Festangestellten, und 49k für> den Externen nach 2,5 Jahren im Unternehmen.>> Das sind 35% weniger an Gehalt!
Deine Kalkulation ist totaler Quatsch und viel zu positiv.
Als ob der Festangestellte keine Ü-Stunden macht und exakt 35 h
arbeitet. Außerdem gibt es auch beim Dienstleister sowas wie Gleitzeit.
Bei vielen Mittelständlern sind unbezahlte Ü-Stunden Standard. Da ist
nix mit abfeiern.
T.K. hat geschrieben: Die passende Entgeltgruppe in BaWü wäre wohl die
EG 13, also 4136 € Grundgehalt. Wie hoch die Leistungszulage nach 2,5
Jahren ist, lässt sich schwer sagen, dürfte aber unter 10 % liegen.
"DerW" hat schon ein gutes Gehalt, das er vielen Mittelständlern so
nicht erreichen würde. Festangestellt ist er bei Bertrandt auch, auch
wenn es einen Unterschied zur Festanstellung bei einer "normalen" Firma
gibt.
hallo,ich habe mir natürlich nicht alles durchgelesen was hier
steht,allerdings bekommt man ja angst -bei den Sachen die man hier lesen
muss.
Ich fange morgen bei bertrandt an, habe 2 jahre Berufserfahrung in
Werkstätten und eine abgeschlossene lehre als Mechatroniker,
gehalt wurde verhandelt auf :2300/mtl
fahrtkostenersatz gibt es keinen.
Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld nach 6 Monaten
einen bestimmten %satz an bonuszahlungen abhängig von der länge der
Betriebszugehörigkeit
ich hoffe die Firma entpuppt sich nicht als ausbeuterfirma-
hinsichtlich des bruttoverdienstes hoffe ich natürlich in 2 jahren 3k zu
bekommen.
Bin bei einem Auto-OEM, Ingenieur im 13. Berufsjahr. Verdiene mit EG13
und Leistungszulage weit weniger als du da oben schreibst.
Vor allem hast du Recht: Es gibt nach 2,5 Jahren schon Leute auf EG13
und mit 20 Jahren ebenfalls! Da gibt es nicht viel Steigerung!
Die Stellen werden immer weiter nach unten bewertet, was vor 10 Jahren
mindestens EG15 entsprach, wird nicht selten mit EG12 oder EG13
ausgeschrieben. Und dann ist Ende mit Gehaltszuwachs. Du musst dann eine
Stelle finden, die mehr Möglichkeit bietet, und die ist entsprechend
hart. Also mit globalen Reisen, krassem Projektmanagement und vielen
vielen anderen Stressoren.
Ihr habt echt Illusionen, was in einem Konzern so abgeht. Auch in dem
anderen Artikel, PC tagelang wieder beschaffen, das ich nicht lache.
Wart ihr schon mal in so einer Firma? Diese großen Organisationen sind
fast so weit, dein Blut direkt abzuzapfen über viele üble
Stellschrauben. Du wirst komplett in ein Korsett gepresst und wehren
geht nur über Krankheit und Kündigung.
Reihenweise fallen Leute aus mit diversen Stresskrankheiten, und ihr
schreibt hier vom Paradies für Angestellte. Das ist echt nicht lustig.
Habe vor kurzem einen guten Kollegen verloren.
also kann ich damit rechnen ab morgen "ausgebeutet " zu werden? kann
mir das ganze nicht so recht vorstellen.
was ich komisch finde das mein verdienst im Gegensatz zu euern genannten
fast schon lächerlich ist.
ich bin sehr gespannt wie sich meine zeit bei bertrandt in tappenbeck
gestalten wird.
megaman(gast) schrieb:> also kann ich damit rechnen ab morgen "ausgebeutet " zu werden? kann> mir das ganze nicht so recht vorstellen.
Als was bis du bei Betrandt für 2300 Euro brutto eingestellt worden, als
Hilfs- oder Facharbeiter?
megaman(gast) schrieb:>> Ich fange morgen bei bertrandt an, habe 2 jahre Berufserfahrung in> Werkstätten und eine abgeschlossene lehre als Mechatroniker,>> gehalt wurde verhandelt auf :2300/mtl
Als Mechatroniker mit 2 J BE sind 2.300 auch nicht viel. Waere
interessant, was Bertrandt pro Stunde kassiert. Wenn du das in Erfahrung
bringen koenntest, waere das toll. Fuer Techniker und Jungingenieure
werden so rund 60 € plus USt. verlangt.
im Gegensatz zu meinen alten berufen ist das eine brutto steierung von
500€ .(und ich war nicht schlecht in der Ausbildung/arbeit ^^ )
finde eure preisvorstellungen ziemlich hoch.
und wieso sollte bertrandt Geld von in meinem fall vw kassieren? es ist
doch keine zeitarbeitsfirma.
Hier sind alle ERA-Tabellen nach Tarifgebieten aufgelistet:
http://www.igmetall.de/metall-und-elektro-monatsentgelte-907.htm
Ihr habt bei eurer Berechnung die Betriebsrente vergessen. Bei den
Dienstleistern zahlt man in die bAV selbst ein. Es wird vom Brutto ein
bestimmter Anteil abgezogen. Bei den meisten OEMs bekommen die
Mitarbeiter 100% Lohn und es wird in die bAV vom Arbeitgeber eingzahlt.
Ja, es ist richtig. Die von mir genannten 4641,00 € gehören zu der
Tarifstufe EG15. Ich habe mich um die eine Zeile in der Tabelle verirrt.
Nichtdestotrotz ändert es nicht sonderlich viel an meiner Betrachtung.
Der Gehaltunterschied wird damit lediglich um 1,5% kleiner, und beträgt
damit immernoch 33,3%.
>T.K. schrieb>Audianer (meine Planungsabteilung):>35h/Woche, tatsächliche Arbeitszeit 45h+/Woche, meist noch Samstag oder>von daheim aus, es lebe TravelX. Urlaub oder Schulung --> Laptop ist>dabei.>Überstundenkonto weit über 200h, heißt man sollte daheim bleiben -->>Laptop wird mitgenommen und daheim gearbeitet
Das sind aber keine normalen Eingestellte von denen du da redest?
Solches Verhalten kenne ich nur von Gruppen- und Abteilungsleiter
aufwärts. Es gibt da noch übertariflich Eingestellte, diese sind nicht
selten gezwungen unbezahlten Überstunden zu schieben. Sie alle jedoch
tun das, um ihre Karriere vorwards zu treiben, nicht weil sie vom
Vertrag her dazu verplichtet sind. Die Normalo-Audianer werden für jede
Überstunde bezahlt oder dürfen diese später abfeiern.
In deinem Fall verhält sich die Sache etwas anders, oder?
>Externer:>40h/Woche, tatsächliche Arbeitszeit 45h/Woche>ab und an gehts hier auch hoch, ich nehme aber niemals Arbeit mit nach>Hause oder gehe nach 18 Uhr ans Handy (Fange gegen 6:30 an, von dem her>is das ok :) ).
Für deine 45h-Woche erhältst du aber diese 55k. Es gibt keine
Extrabezahlung für die Überstunden?
>Gehalt:>deine 4.641€ sind EG15, nicht EG14. Zudem liegt der Durchschnitt nach>2,5 Jahren eher bei EG 13, 4136€ (Absolvent Bachelor steigt mit>EG11/EG12 ein).
Hab mich schon oben korregiert. Die EG11/EG12 zum Einstieg für
Bachelorabsolventen kenne ich nur bei kaufmännisch Eingestellten. Die
technischen Absolventen steigen schon mit EG13 seltener EG12 ein. Damit
wären die EG14 für Ing-re nach 2,5 Jahren schon angebrach.
hy simsim,
also die mitarbeiter sind ganz normale ing. in der planung, keine team-
oder abteilungsleiter. klar, die überstunden können ausbezahlt werden,
aber vom pensum her kommt man niemals mit den 35h hin.
ich kann mir ebenfalls überstunden ausbezahlen lassen, wobei abfeiern
natürlich in erster linie gemacht werden soll.
genau,mir wurde gesagt das überstunden "gespart" werden sollen um einen
eventuelle "projektflaute " überbrücken zu können.
ich hoffe natürlich das nicht zuviele überstunden verlangt
werden,immerhin möchte man dann auch Geld bekommen.
alles in allen sehe ich 2300 für einen mittelhohen verdienst für einen
gelernten KFZler. bin gespannt wie mein weiterer Werdegang dort sein
wird.
Da man hier leider nix gutes liest.
Es wird nicht mehr zwischen technischen und kaufmännischen Einstiegen
unterschieden, alle steigen mit EG12 und gleichem Gehalt ein. Dazu gibt
es eine Betriebsvereinbarung, ganz einfach ist das.
Die 2,5 Jahre für EG14 kannst du bei einer Firma erkämpfen, die dich
halten will. Die üblichen Großen Autokonzerne haben Schlangen an Leuten
da draußen, die das Paradies in den Großraumbüros vermuten.
Die brauchen dir nirgends entgegen zu kommen. Machst du den Job nicht,
machen ihn zig andere lechzend gern.
Das wisst ihr doch alles, wieso vergesst ihr das jeden Tas aufs Neue?
megaman(gast) schrieb:> mir wurde gesagt das überstunden "gespart" werden sollen um einen> eventuelle "projektflaute " überbrücken zu können.
Das ist ein ueblicher Trick in der Zeitarbeitsbranche!
Der wahre Grund ist:
... dass überstunden "gespart" werden sollen um ... sich die Zeit der
Kuendigungsfrist aufzubauen. D.h., bei 2 Wochen sind von Anfang an
mindestens entsprechend viele Stunden anzusparen. So wird die
tatsaechliche Kuendigungsfrist auf Null reduziert. Man kann jeden Tag
zum Feierabend gekuendigt werden, anschliessend 2 Wochen lang die
Stunden abbauen und Schluss.
Du willst in einer Zeitarbeitsfirma/Dienstleister etwas "aufbauen"?
Was denn? Du arbeitest ja für Projekte in anderen Firmen und wirst
natürlich ständig bei 0 anfangen wenn du in ein neues Projekt und in
eine neue Firma kommst. Wie baut man damit was auf? Oder sehe ich das
falsch?
megaman(gast) schrieb:> das hört sich natürlich nicht gut an,ich hatte eigentlich vor dort zu> bleiben
Muss ja nicht passieren, aber es ist der Grund fuer den geforderten
Stundenaufbau.
Uebrigens hat Bertrandt einen sehr guten Ruf in der Automobilbranche.
Sie konstruieren den gesamten Antriebsstrang und das Fahrwerk fuer BMW
und Mercedes. Die Sicherheitstechnik machen die auch. Alles Komplizierte
und Riskante macht Bertrandt.
Horrorvorstellung: Das wuerden BMW, Mercedes und die anderen
Marketingfirmen selbst machen. :)
Schoene Vorstellung: Die wichtigsten Angestellten von Bertrandt und Co.
wuerden sich fest zusammen schliessen und mit den Autoherstellern
ernsthafte Verhandlungsgespraeche ueber die Arbeitskonditionen fuehren.