mikrocontroller.net

Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Bertrandt gut?


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
Autor: Hure vom Cheffe (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bei Bertrandt werden zu 80% oder mehr die Leute per Werkvertrag 
ausgeliehen.
Zumindest in der Flugzeugbranche. Gehalt bei 40k für 40h/Woche gegenüber 
52k für 35h/Woche bei OEM. OEM stellt kaum Mitarbeiter ein. Es wird 
ständig die Hoffnung geschürt bei diesem fest angestellt zu werden.
Für mich sind Dienstleister nur Parasiten die unsere Arbeitskraft 
ausnutzen.
Sprich die Schlipsträger bei Bertrandt können fachlich nichts nur Leute 
anwerben und für viel Geld an den Kunden vermitteln. Diese Wasserköpfe 
müssen ergo mitbezahlt werden.

Autor: Hure vom Cheffe (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ach so, watt vergessen.
Oem: Tarifvertrag (Eingruppierung mit BR), Betriebsrat
Bertrandt: kein Tarifvertrag, kein Betriebsrat

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich schrieb:
> OK, warum also unbedingt bei Siemens, ... als Leih-Ing anfangen und
>
> dauerhaft bleiben zu wollen, mit einer nur theoretischen Chancen
>
> übernommen zu werden?

Also wg. Übernahmen:

Faustformel:
Je höher der Anteil der AÜG-Kräfte an der  Gesamtbelegschaft, desto 
geringer ist die Wahrscheinlichkeit der Übernahme.
Ab einem Anteil von 5% sinkt die Quote der Übernahme rapide auf Null.
Ist der Anteil AÜG zu Stammbelegschaft mal bei über 10%, dann ist eine 
(vereinzelte) Übernahme nur mehr die Karotte, um den Rest der AÜG´ler 
bei Laune zu halten.

Ferner sind Stellen die nicht eindeutig auf der  offiziellen HP des 
Entleiherbetriebes  als vakant bezeichnet sind, auch keine Stellen für 
die eine Übernahme geplant ist. (Gibt halt der Stellenplan nicht her!)

Wer länger als 9 Monate beim Entleiherbetrieb ist, dort sich auf  offene 
Stelllen beworben hat und nicht eingestellt wird. Der wird auch nach 9 
Jahren bei der Firma nicht übernommen. In diesen Fall gilt es so schnell 
wie möglich was anderes suche! (Exit-Plan ist da gefragt)

Autor: 45455 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hure vom Cheffe schrieb:
> Gehalt bei 40k für 40h/Woche gegenüber
> 52k für 35h/Woche bei OEM.

Geh mal zu manch einem Mittelständler, die liegen z. T. nochmal >10% 
unter dem Dienstleistergehalt.

Ich sag ja: Die Schere geht immer weiter auseinander. Es geht nicht mehr 
nur um die Schere zw. Arm und Reich, sondern immer öfter auch um die 
Schere zw. Stammbelegschaft und Ausgeliehenen. Die Gesellschaft driftet 
immer weiter auseinander und die Gewerkschaften schauen zu. 
Zeitarbeitnehmer sollten sich endlich organisieren.

Marx W. schrieb:
> Faustformel:
> Je höher der Anteil der AÜG-Kräfte an der  Gesamtbelegschaft, desto
> geringer ist die Wahrscheinlichkeit der Übernahme.

Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wenn der Anteil der AÜ-Kräfte 
hoch ist, ist doch auch die Auftragslage gut => Höhere Chance auf 
Übernahme. Oder nicht?

Marx W. schrieb:
> Wer länger als 9 Monate beim Entleiherbetrieb ist, dort sich auf  offene
> Stelllen beworben hat und nicht eingestellt wird. Der wird auch nach 9
> Jahren bei der Firma nicht übernommen. In diesen Fall gilt es so schnell
> wie möglich was anderes suche! (Exit-Plan ist da gefragt)

Das stimmt nicht. Gerade die Konzerne haben mit den Gewerkschaften 
Abmachungen getroffen, denen zufolge Ausgeliehene nach 24 Monaten 
Einsatz zu übernehmen sind.

Für viele Leute bleibt eben nur der Dienstleister übrig. Selbst die 
Gehälter der Zeitarbeitsbranche sind nicht mehr so schlecht:

http://www.personaldienstleister.de/pdf/Entgelttabelle_BZA_DGB_Tarifgemeinschaft.pdf

Ein Techniker steigt dort mit EG 6/7 ein, ein FH-Absolvent mit EG 8 und 
Uni-Absolventen mit EG9. Zuordnung der Qualifikation s. Seite 19 ff.:

http://www.personaldienstleister.de/download/BZA_DGB_Tarifvertrag_2011.pdf

Das bedeutet etwa für den Techniker mindestens 2350 €/Monat, für den 
FH´ler 2900 €/Monat und für den Uni-Absolventen 3100 €/Monat bei 
40-h-Woche und 4,35 Wochen im Monat im West-Tarif.

Autor: tief im Westen (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
45455 schrieb:
> Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wenn der Anteil der AÜ-Kräfte
> hoch ist, ist doch auch die Auftragslage gut => Höhere Chance auf
> Übernahme. Oder nicht?

Wenn der Anteil der AÜ-Kräfte hoch ist dann lässt das nur einen Schluß 
zu: Dass der Betrieb überhaupt keine Leute selber einstellen will. 
Chance auf Übernahme = 0

Ich hab mal vor meinem Studium in einer Firma gearbeitet. Da war die 
Aufteilung ungefähr so
1unbefristet:1befristet:7leihkräfte

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
tief im Westen schrieb:

> Ich hab mal vor meinem Studium in einer Firma gearbeitet. Da war die
> Aufteilung ungefähr so
> 1unbefristet:1befristet:7leihkräfte

Das scheint richtig zu sein.

Es wird ja schon mal gesagt, daß 25% von Leihkraften übernommen werden. 
Aber das ist nur einer von 4. Was machen die anderen 3 auf Dauer???

Ein Personaldienstleister, wo ich kürzlich zum Gespräch war, der sagte 
mir noch, daß es beispielsweise bei Bosch interne Papiere gibt, nach 
denen eine Personaldienstleistungskraft garantiert nie übernommen wird. 
Er kannte dort einen aus Führungsetagen. Wobei da kein Job für mich zur 
Disposition stand. Sonst hätten wir nicht mal darüber gesprochen.

Autor: voodoofrei (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ein Personaldienstleister, wo ich kürzlich zum Gespräch war, der sagte
> mir noch, daß es beispielsweise bei Bosch interne Papiere gibt, nach
> denen eine Personaldienstleistungskraft garantiert nie übernommen wird.

Und du hast ihm das abgenommen, obwohl es offensichtlich kompletter 
Unsinn ist?

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ein Personaldienstleister, wo ich kürzlich zum Gespräch war, der sagte
> mir noch, daß es beispielsweise bei Bosch interne Papiere gibt, nach
> denen eine Personaldienstleistungskraft garantiert nie übernommen wird.

Das halte ich für Blödsinn.
Das soll eher heissen, sei froh das du überhaupt was hast.

Die Übernahmequote im Ingenieurbereich liegt aber trotzdem deutlich 
unter 25%.

Bosch wäre schön blöd einen richtig guten Ingenieur ziehen zu lassen, 
weil dieser keine Lust mehr auf Zeitarbeit hat, anstatt ihm/ihr ein 
Angebot zu machen (wenn was frei ist).

War der Personaldienstleister von Bertrandt, um beim Thema zu bleiben?

Autor: array (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sicher hat ihm der Willi das abgenommen. Je schlechter die 
Info./Nachricht über den deutschen Arbeitsmarkt desto glaubwürdiger für 
ihn, damit wird schließlich seine Meinung/Vorurteile weiter bestärkt. Is 
doch ganz normal.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
array schrieb:

> Sicher hat ihm der Willi das abgenommen. Je schlechter die
> Info./Nachricht über den deutschen Arbeitsmarkt desto glaubwürdiger für
> ihn, damit wird schließlich seine Meinung/Vorurteile weiter bestärkt. Is
> doch ganz normal.

Exakt! Auf dem Markt war ich nämlich. Und zwar auf dem deutschen 
Arbeitsmarkt. Nicht in Afrika.

Autor: voodoofrei (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich schrieb:
> Bosch wäre schön blöd einen richtig guten Ingenieur ziehen zu lassen,
> weil dieser keine Lust mehr auf Zeitarbeit hat, anstatt ihm/ihr ein
> Angebot zu machen (wenn was frei ist).

Das wäre ja vollkommen logisch - passt aber nicht ins Bild vom bösen AG, 
dessen einziges bestreben darin zu bestehen scheint, die fähigsten Leute 
in der Arbeitslosigkeit zu lassen, anstellt mit denen Geld verdienen zu 
wollen. ;)

Autor: array (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tolle Antwort.
Vor allem der indirekte Vergleich mit Afrika lässt tief blicken. Warum 
du arbeitslos bist wird mir immer mehr klar. Warum wanderst du 
eigentlich nicht aus? Viele Jammerlappen hier im Forum sind doch der 
Meinung das die BRD schei**e is und alle Arbeitgeber hier das pure Böse 
sind. Bin mir nich sicher ob du auch dazugehörst aber wenn, dann geh 
doch in die Schweiz da solls doch wie im Schlaraffenland sein, wenn man 
den frustrierten glauben schenkt.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Träumt weiter, Jungs.

Ich gönne es euch ja.

Autor: array (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wieder so ne tolle Antwort, ach ja...ich werd jetz hier rausgehn hab 
schließlich besseres zu tun als hier ewig zu posten, muss nämlich morgen 
früh raus in die ARBEIT. Du kannst weiter in Selbstmitleid baden.

Autor: Bolle (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
array schrieb:
> Viele Jammerlappen hier im Forum sind doch der
> Meinung das die BRD schei**e is und alle Arbeitgeber hier das pure Böse
> sind.

Das garantiert nicht der Fall das alle Scheiße sind..
und der Ärger, bzw. Frust, der in jeder Art verständlich ist, ist ebenso 
berechtigt, denn in letzten 10 Jahren wurden viele Arbeitnehmerrechte 
beschnitten und auch der Leistungsdruck wächst. Das ist so, Punkt aus.

Autor: Bolle (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
array schrieb:
> früh raus in die ARBEIT. Du kannst weiter in Selbstmitleid baden.

wie alt is denn der?

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bolle schrieb:
> Das garantiert nicht der Fall das alle Scheiße sind..

Stimmt ..

Autor: BarbaraH. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

ich hab mal ne Frage. Und zwar wollt ich ein Praktikum absolvieren, hab 
mich bei mehreren Unternehmen beworben.. Nun hab ich 2 Zusagen bekommen, 
unteranderem von Bertrandt.... was kommt eigentlich im Zeugnis besser an 
? Bertrandt, bei der man für ein anderesn Unternehmen arbeitet.... Oder 
gleich im anderen Unternehmen direkt eingestellt wird, also als 
Praktikum ??

Der Vorteil von Bertrandt is ja, das ich für ein sehr großes Unternehmen 
arbeiten werde.... wie schon gesagt bin ich ja nicht in dem Unternehmen 
sondern offiziell bei Bertrandt angestellt..
Und bei dem anderen Unternehmen bei der ich eine Zusage bekommen habe, 
ist recht kleinn...

Was würdet ihr mir empfehlen...??

Vielen Dank schonmal
MfG

Autor: wurst (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das Praktikum wird sicherlich bei Bertrandt direkt sein. Hab noch nie 
gehört, dass Praktikanten überlassen werden können.

Eventuell wirst du an nem internen Projekt für den "großen" Kunden 
arbeiten.

Autor: BarbaraH. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ja genau, ich arbeite dann am Großprojekt im anderen Unternehmen, also 
bin sozusagendie unterstützdene Kraft für die anderen 
Bertrandt-Mitarbeiter, die für das "Groß"-Unternehmen arbeiten. Aber die 
Tätigkeit findet nicht direkt bei Bertrandt statt, sondern direkt bei 
dem großen Unternehmen

ist bisschen umständlicher formuliert.. tut mir leid..

Autor: BarbaraH. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Was würdet ihr mir nun empfehlen ? Bertrandt oder das ehe kleinere 
Unternehmen?


VIelen Dank schonmall :)

Autor: wurst (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn Du die Projektarbeit keinnenlernen möchtest, würde ich in Deinenm 
Fall Bertrandt vorziehen.

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich schrieb:
> Datum: 09.01.2012 18:55
>
> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Ein Personaldienstleister, wo ich kürzlich zum Gespräch war, der sagte
>> mir noch, daß es beispielsweise bei Bosch interne Papiere gibt, nach
>> denen eine Personaldienstleistungskraft garantiert nie übernommen wird.

> Das halte ich für Blödsinn.
Wer so  redet, gibt Zeichen über seinem Charakter
> Das soll eher heissen, sei froh das du überhaupt was hast.
>
> Die Übernahmequote im Ingenieurbereich liegt aber trotzdem deutlich
>
> unter 25%.

Quelle?
>
> Bosch wäre schön blöd einen richtig guten Ingenieur ziehen zu lassen,
Denen ist sowas schei..eg.l:
> weil dieser keine Lust mehr auf Zeitarbeit hat, anstatt ihm/ihr ein
>
> Angebot zu machen (wenn was frei ist).
Das ist der Punkt, jeder der über Personaldienstleister  bei einer Firma 
ist, sollte jede Gelegenheit nutzen sich vom Entleiher abzusetztn.
Übernahme ist ein Myrhos, mehr nicht!
>
>

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
BarbaraH. schrieb:
> Was würdet ihr mir nun empfehlen ? Bertrandt oder das ehe kleinere
>
> Unternehmen?

Finger weg von Bertrandt, geh zur Klitsche!

Autor: voodoofrei (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Kann einer der Jammerlappen mal plausibel darlegen, warum die Übernahme 
eines guten Leiharbeiters ausgeschlossen ist?

Autor: Klaus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
voodoofrei schrieb:
> Kann einer der Jammerlappen mal plausibel darlegen, warum die Übernahme
> eines guten Leiharbeiters ausgeschlossen ist?

Sie ist nicht ausgeschlossen. Nur ziemlich unwahrscheinlich. Für so eine 
kleine Chance, jahre seines Berufslebens zu opfern ist ziemlich 
hinrissig.

Autor: voodoofrei (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Na dann lieber H4 oder wie?

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
voodoofrei schrieb:
> Kann einer der Jammerlappen mal plausibel darlegen, warum die Übernahme
> eines guten Leiharbeiters ausgeschlossen ist?

Völlig ausgeschlossen halte ich auch für ein Gerücht, aber eher 
unwahrscheinlich.
Die Übernahmequote selbst bei Siemens, Bosch etc. liegt über 0%, aber 
wohl auch unter 10%.
Die Übernahmemöglichkeit ist wie die Möhre vor der Nase des Esels, lauf, 
lauf, lauf.

Zum Praktikum, was heisst

BarbaraH. schrieb:
> ist recht kleinn...
?

Ein-Mann-Betrieb?

Bertrandt ist jetzt als Praktikumsplatz nicht soo schlecht, ich würde 
das kleine Unternehmen aber vorziehen.

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
voodoofrei schrieb:
> Na dann lieber H4 oder wie?

Warum nicht!
Und nebenbei einen Fernlehrgang belegen!

Autor: halestorm (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich will auch mal meine Erfahrungen schildern. Ihr lauscht also nun dem 
Bericht eines jenen, der das (für manche hier) Unmögliche vollbracht hat 
und von Bertrandt zum OEM gewechselt ist. Und das nach einem Jahr. 
Klingt komisch - ist aber so.

Im Sommer 2010 habe ich nach abgeschlossener Diplomarbeit bei VW in 
Wolfsburg bei Bertandt in Tappenbeck angefangen. Meine 
Gehaltsvorstellung von 45000 pro Jahr wurde anstandslos akzeptiert. Eine 
Woche nach dem Gespräch lag der unterschriebene Vertrag im Briefkasten. 
Ich konnte mir auch einen späteren Vertragsbeginn ausloben. Ein bisschen 
Urlaub wollte ich dann doch haben ;-) Bedingung der 
Vertragsverhandlungen war, dass ich bereit sein müsse, für "ein paar 
Monate, maximal ein halbes Jahr" entweder in Neckarsulm oder Rüsselsheim 
arbeiten zu müssen, um in meinem Fachgebiet weitergebildet zu werden. 
Eine Garantie, dass ich nach Wolfsburg auch wirklich zurückkomme, könne 
man mir nicht 100%ig zusichern. Das hänge davon ab, ob sie mich bei VW 
als extern eingesetzten Mitarbeiter "schmackhaft" machen können. Auf 
meine Frage, was passiert, wenn das nicht klappt, wurde gesagt, dass sie 
mich dann in einem anderen Bereich inhouse in Wolfsburg einsetzen 
würden. Schließlich sei ich für die Wolfsburger Niederlassung 
angestellt. Aber etwas Schriftliches hatte ich über diese ganzen 
Vorstellungen natürlich nicht vorliegen.

Da ich aber in der Wolfsburger Umgebung bleiben wollte, lies ich mich 
auf das Wagnis ein. Letzten Endes war ich vier Monate in Neckarsulm über 
Bertrandt eingesetzt. Mich so einzusetzen, wie es geplant war, ging 
erstmal nicht aufgrund von Abspracheproblemen mit dem OEM vor Ort. Daher 
wurde ich an einem inhouse Projekt in Neckarsulm eingesetzt. Kleine 
Randnotiz: Für die gesamte Zeit dort unten habe ich eine kleine 
möblierte Wohnung gestellt bekommen nebst Mietwagen, um jedes (!) 
Wochenende die Möglichkeit haben zu können, die 450km wieder hoch- und 
runtergondeln zu können. Spritkosten wurden von Bertrandt erstattet. Der 
gesamte Aufenthalt galt als Dienstreise, und ihr könnt jetzt selbst 
recherchieren, was man dafür pro Tag an extra Vergütung bekommt.

Im vierten Neckarsulmer Monat kam dann schließlich die Nachricht von 
meinem Teamleiter, dass ich bei VW aufmarschieren sollte zum 
Kennenlerngespräch. Die dortige Abteilung suchte zufällig jemanden, der 
genau das konnte, was ich während meiner Diplomzeit bei VW gemacht habe 
und lustigerweise auch das, an dem ich "aus der Not heraus" in 
Neckarsulm gearbeitet hatte. Insofern war alles klar. Seit Anfang 2011 
war ich also bei VW intern als "externer Mitarbeiter" von Bertrandt 
beschäftigt. Da ich mich offensichtlich ganz gut geschlagen hatte und 
die Nachbeben der bösen, bösen Krise die Personaler nicht mehr ganz so 
erschreckten, fragte mich mein UA bei VW, ob ich mir nicht vorstellen 
könnte, rüberzuwechseln. Gleiche Stelle, gleiche Kollegen, anderer 
Vertrag. Natürlich habe ich zugesagt. Meine VW-Probezeit ist nun auch 
schon vorbei.

Zum Thema Bertrandt als Arbeitgeber: Ich kann beim besten Willen nichts 
Negatives finden. Dass das Gehalt leicht unter dem des OEM liegt, sollte 
jedem bewusst sein. Mein Teamleiter und Abteilungsleiter dort waren 
zumindest mir gegenüber immer fair und unterstützend. Kosten, die 
entstanden sind durch die ganze Gurkerei nach Neckarsulm, wurden immer 
und im vollen Umfang erstattet. Während der externen Zeit bei VW habe 
ich sage und schreibe 3 Schulungen bekommen. 2 bertrandt-interne in 
Ingolstadt für jeweils 3 Tage und eine von einem Dritten in Stuttgart 
für 4 Tage. Die Anfrage für diese Schulungen habe ich selbst gestellt. 
Auch als ich meine Wechselabsichten bekannt gab, verhielt sich mein 
Teamleiter absolut korrekt und menschlich. Ich habe auch beim 
Niederlassungsleiter (Chef von ~1100 Leuten) zum Abschied im Büro 
vorbeigeschaut, das gehört für mich zum guten Ton.

Zum Thema Wechseln zum OEM: Dass es möglich ist, weiß ich besser als 
viele andere hier. Von einem bekomme ich glaube ich noch einen 
Lottoschein mit 6 Richtigen plus Zusatzzahl. Ich habe auch im Umfeld 
meiner jetzigen Abteilung als auch bei anderen gesehen, dass einige neue 
Mitarbeiter von extern eingestellt wurden. Manche waren wie ich direkt 
bei VW vor Ort, einige wenige nur beim Externen inhouse.

Das bringt mich zu meinem persönlichen Ratschlag: Wer vom Externen zum 
OEM wechseln möchte, hat die besten Chancen darauf, wenn er beim OEM 
präsent ist. Das kann einerseits ein Einsatz vor Ort sein (wie bei mir) 
oder regen Kontakt mit den OEM-Mitarbeitern auf direktem Wege. Am 
Wichtigsten nach meiner Erfahrung ist aber die Art und Weise, wie man 
sich selbst verhält. Ein aufgeschlossener, zielstrebiger aber vor allem 
auch selbstreflektierter Mensch kommt in der Regel besser rüber als ein 
dauerhaft meckernder, pseudokompetenter Hampel. Genau solche Leute 
durfte ich leider sowohl in Neckarsulm und in Wolfsburg kennenlernen. 
Deren Lieblingsthemen sind vorrangig, wie scheisse es ihnen geht, sie 
sowieso grundsätzlich unterbezahlt sind und an allem sie selbst 
überhaupt nicht Schuld sind. Ich habe auch erlebt, wie Bertrandtler zum 
OEM wechseln und im Zuge dessen ihren dadurch scheidenen 
Bertrandt-Vorgesetzten einen sprichwörtlichen Haufen zum Abschied auf 
den Tisch gelegt haben. Da sie diese Facette ihrer Persönlichkeit beim 
OEM-Übernahmegesrpäch sicherlich nicht gezeigt haben, habe ich schon ab 
und an mir überlegt, wie lustig es sein könnte, ihren jetzigen 
Vorgesetzten von diesen Vorkommnissen zu erzählen.

Ich denke, dass jeder maßgeblich selbst darüber bestimmen kann, wo es 
hingehen soll. Eigeninitiative ist meiner Meinung nach sehr wichtig, 
mindestens genau so ein gesundes, menschliches Auftreten. So banal das 
klingen mag, aber gerade wenn man sich hier umschaut, ist das nicht 
unbedingt Grundvoraussetzung.

So, ich bin stark auf die Herren zuckerle, willem ferkel und die, die 
ich vergessen habe, gespannt...

Autor: ddd (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
halestorm schrieb:
> Ich will auch mal meine Erfahrungen schildern. Ihr lauscht also nun dem
> Bericht eines jenen, der das (für manche hier) Unmögliche vollbracht hat
> und von Bertrandt zum OEM gewechselt ist. Und das nach einem Jahr.
> Klingt komisch - ist aber so.


Betrandt Personaler treiben sich mittlerweile auch in Foren herum, toll.

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
halestorm schrieb:
> Für die gesamte Zeit dort unten habe ich eine kleine
> möblierte Wohnung gestellt bekommen nebst Mietwagen, um jedes (!)
> Wochenende die Möglichkeit haben zu können, die 450km wieder hoch- und
> runtergondeln zu können. Spritkosten wurden von Bertrandt erstattet. Der
> gesamte Aufenthalt galt als Dienstreise, und ihr könnt jetzt selbst
> recherchieren, was man dafür pro Tag an extra Vergütung bekommt.

wow! Stand sowas im Vertrag, ich meine die Übernahme der Unterkunft 
etc.?

halestorm schrieb:
> Ein aufgeschlossener, zielstrebiger aber vor allem
> auch selbstreflektierter Mensch kommt in der Regel besser rüber als ein
> dauerhaft meckernder, pseudokompetenter Hampel. Genau solche Leute
> durfte ich leider sowohl in Neckarsulm und in Wolfsburg kennenlernen.

Klar gibt es die.

halestorm schrieb:
> Wer vom Externen zum
> OEM wechseln möchte, hat die besten Chancen darauf, wenn er beim OEM
> präsent ist.

Das ist auch richtig.

Nur ich kenne einige, die seit Jahren als Externe bei einem großen 
Unternehmen arbeiten und denen eine Festanstellung immer wieder in 
Aussicht gestellt wird.


halestorm schrieb:
> Ich denke, dass jeder maßgeblich selbst darüber bestimmen kann, wo es
> hingehen soll. Eigeninitiative ist meiner Meinung nach sehr wichtig,
> mindestens genau so ein gesundes, menschliches Auftreten.

Wäre das nicht so, wären die Externen nicht über Jahre entliehen / über 
Werkverträge angeheuert.

Bertrandt als Slavenhändler zu bezeichnen ist übertrieben, da gibt es 
Buden, die zu meiden sind.

Bertrandt gehört, was den Dienstleistungssektor angeht zu den besseren 
Firmen.


Aber bei einer Alternative zur Firma Bertrandt, die nichts mit AÜG zu 
tun hat, würde ich diese vorziehen.

Autor: blub (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Was ist der Unterschied zwischen Werkvertrag und 
Arbeitsnehmerüberlassung ?

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
blub schrieb:
> Was ist der Unterschied zwischen Werkvertrag und
Werkvertrag  wird im BGB geregelt!
Hier ein Link:http://www.derbauherr.de/kontrollbuch/Seite30-31.pdf

Wichtig ist halt, dass der Werkerbringer die Leistung in den 
Geschäftsräumen oder auf dem Gelände des Werkempfängers erbringen muß.

> Arbeitsnehmerüberlassung ?
Link:
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/a_g/gesamt.pdf

Ein Arbeitnehmer wird von Unternehmen A eingestellt und dem Unternehmen 
B überlassen.

Kurz und bündig:

Werkvertrag regelt was für Leistungen zu erbringen sind.
AÜG regelt welche Person überlassen wird.

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Marx W. schrieb:
> Ich will auch mal meine Erfahrungen...

Als was?
AÜG`ler?
Freelancer?
Dürfte wohl eher die Beschreibung für einen Personaldisponenten sein!

Selbst das fest eingestellte  IBN- ,Montage- und Service-Personal 
deutscher Anlagenbauer hat nicht solche Reiserichtlinie wie sie hier 
dargestellt werden!

Autor: halestorm (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Moin,

war dort als Ingenieur angestellt. Im Arbeitsvertrag stand übrigens 
"Vertrag für kaufmännische/technische Angestellte". Die 
Reisekostenvergütung richtet sich nach der Bertrandt 
Reisekostenrichtlinie. Wenn der Aufenthalt als Dienstreise zählt (und 
das war wie gesagt bei mir der Fall), kommt der Arbeitgeber für die 
Reisekosten und Logis auf. Ist bei VW übrigens auch so. Bei mir waren 
die 4 Monate als Dienstreise deklariert.

Meine Aussage ist nicht, dass man als Externer automatisch übernommen 
wird. Das kann man sowieso nur zu einem gewissen Anteil selbst 
bestimmen. Es gibt daneben auch äußere Umstände, die man selbst nicht 
beeinflussen kann. Es ist aber nicht selten möglich, und ich habe das 
nur aus dem Grund hier geschildert, weil die von vielen hier (mehr oder 
weniger sachlich) vertretene Meinung genau das Gegenteil schildert.

Autor: Jonathan Safrer (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
halestorm schrieb:

1) Dieses Hü und Hott das du zum Zeitpunkt deines Stellenantritts 
beschreibst ist typisch für solche Leihbuden. Tätigkeitsprofil, Ort, 
Bedürfnisse des AN sind relativ egal, Hauptsache der Kunde bekommt die 
Stelle besetzt.
2) 45.000 hast du bekommen weil die Auftragslage gut ist und du es 
GEFORDERT hast. Glück gehabt. Normalerweise steigen Berufsanfänger mit 
weniger ein weil sie weniger Verhandlungsgeschick beweisen. Dieses weiß 
Bertrandt und nutzt es idR zum Vorteil aus. Normale Einstiegsgehälter 
für BE sind immer noch < 40000pa
3) Auch wenn deine Schilderungen hier authentisch sein sollten (tut mir 
leid aber es liest sich einfach wie Personalersprech), das 
Geschäftsmodell von Ingenieurdienstleistern geht immer zu Lasten des AN. 
Dies wirst du mir auch nicht widerlegen können.

Grüße

Autor: BarbaraH (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Marx W. schrieb:
> BarbaraH. schrieb:
>> Was würdet ihr mir nun empfehlen ? Bertrandt oder das ehe kleinere
>>
>> Unternehmen?
>
> Finger weg von Bertrandt, geh zur Klitsche!


Klitsche ?? Was soll das sein ? Hab noch nie gehört...

Autor: wurst (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jonathan Safrer schrieb:
> Auch wenn deine Schilderungen hier authentisch sein sollten (tut mir
>
> leid aber es liest sich einfach wie Personalersprech), das
>
> Geschäftsmodell von Ingenieurdienstleistern geht immer zu Lasten des AN.

Wem das nicht passt, der muss selbständig arbeiten. Nur dort bekommt er 
100%. Alle anderen Angestellten / Arbeitnehmer bekommen langfristig 
immer weniger (Lohnbrutto + Lohnnebenkosten) als sie für ihren 
Arbeitgeber erwirtschaften.

Natürlich kann man auch Glück haben, wenn ein anderer die Arbeit macht.

Autor: Jonathan Safrer (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
wurst schrieb:
> Wem das nicht passt, der muss selbständig arbeiten. Nur dort bekommt er
> 100%. Alle anderen Angestellten / Arbeitnehmer bekommen langfristig
> immer weniger (Lohnbrutto + Lohnnebenkosten) als sie für ihren
> Arbeitgeber erwirtschaften.

Natürlich ist es legitim das ein Unternehmer Gewinne mit deiner 
Arbeitskraft erzielen will. Es ist aber ein Unterschied ob ich für einen 
oder zwei (Kunde + Dienstleister, beide wollen ja Profit erzielen) 
arbeite.

Die Premium Automobil OEMs machen alle Rekordgewinne dieses Jahr. Der 
Leih-Ing kann froh sein wenn er 2% mehr bekommt. So funktioniert 
Umverteilung von unten nach oben und schuld daran ist auch dieses 
Dienstleistertum.

Natürlich ist Selbstständigkeit eine Option, aber nicht für jeden. Das 
Unternehmen keine soziale Verantwortung mehr übernehmen müssen sondern 
hauptsächlich Profitmaximierung betreiben ist die Kernursache des 
Problems.

Autor: wurst (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jonathan Safrer schrieb:
> Es ist aber ein Unterschied ob ich für einen
> oder zwei (Kunde + Dienstleister, beide wollen ja Profit erzielen)
> arbeite.

Je nachdem wie lange die Wertschöpfungskette ist, können es durchaus 
noch mehr sein. Stell dir vor du arbeitest als ANÜ-Ing für den 
Zulieferer.

Lohnerhöhungen gibt es meiner Meinung nach nur aufgrund von 
Produktivitätssteigerungen und natürlich in Abhängigkeit der 
Verfügbarkeit des qualifizierten Personals.

Autor: 45455 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Schaut euch mal die Zahlen der Dienstleister an. Die großen Gewinnmargen 
haben die nicht. Im Gegenteil.

Eine interessante Größe ist dabei der Umsatz pro Mitarbeiter. Gute 
Firmen erzielen mehrere Hundertausend € pro Mitarbeiter und Jahr.

Die Dienstleister liegen größtenteils deutlich unter 100.000 € pro 
Mitarbeiter und Jahr. Einfach mal die Umsätze mit den Mitarbeiterzahlen 
vergleichen.

Ich finde es halt krass, dass man inzwischen sogar als 
Entwicklungsingenieur von der Prekarisierung des Arbeitsmarktes 
betroffen sein kann. Klar, man hat deutlich mehr als der Hilfsarbeiter, 
aber deutlich weniger als der Festangestellte aus der Stammbelegschaft.

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
BarbaraH schrieb:
> Klitsche ?? Was soll das sein ? Hab noch nie gehört...

http://de.wiktionary.org/wiki/Klitsche

45455 schrieb:
> Die Dienstleister liegen größtenteils deutlich unter 100.000 € pro
> Mitarbeiter und Jahr. Einfach mal die Umsätze mit den Mitarbeiterzahlen
> vergleichen.

Viele reine Ingenieurdienstleister liegen da bei einem Umsatz von 
70.000€/a und Mitarbeiter.
Wer da mit Gehaltsvorstellungen 50k€/a+ ankommt, wird wohl enttäuscht 
werden.

Autor: Rico (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> 45455 schrieb:
>> Die Dienstleister liegen größtenteils deutlich unter 100.000 € pro
>> Mitarbeiter und Jahr. Einfach mal die Umsätze mit den Mitarbeiterzahlen
>> vergleichen.
>
> Viele reine Ingenieurdienstleister liegen da bei einem Umsatz von
> 70.000€/a und Mitarbeiter.
> Wer da mit Gehaltsvorstellungen 50k€/a+ ankommt, wird wohl enttäuscht
> werden.


VW zahlt derzeit für einen Bertrand-Ing. 105.000 Euro pro Jahr (8750 pro 
Monat) an Bertrandt. Dies kann jedoch von Dienstleister zu Dienstleister 
abweichen, je nachdem was diese mit VW aushandeln.
Von den 8750 das Arbeitgeberbrutto abziehen (4000 brutto AN macht vllt. 
5500 brutto AG), dann beträgt die Gewinnmarge von Bertrandt ca. 30%.

Autor: wurst (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
45455 schrieb:
> Schaut euch mal die Zahlen der Dienstleister an. Die großen Gewinnmargen
> haben die nicht. Im Gegenteil.
> Eine interessante Größe ist dabei der Umsatz pro Mitarbeiter. Gute
> Firmen erzielen mehrere Hundertausend € pro Mitarbeiter und Jahr.

Ohne die wirtschaftliche Situation der Unternehmen genau zu kennen, darf 
man bitte Umsatz und Gewinn nicht durcheinander bringen. (Gewinn = 
Umsatz - Kosten, Umsatz = Preis * verkaufte Menge)

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rico schrieb:
> Von den 8750 das Arbeitgeberbrutto abziehen (4000 brutto AN macht vllt.
> 5500 brutto AG), dann beträgt die Gewinnmarge von Bertrandt ca. 30%.

Wenn Bertrandt den Mitarbeiter immer zu 100% (eher unwahrscheinlich) 
einsetzt und man die Verwaltungkostene, eigene Büros etc. abzieht, dann 
kommt das schon hin.

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jonathan Safrer schrieb:
> So funktioniert
>
> Umverteilung von unten nach oben und schuld daran ist auch dieses
>
> Dienstleistertum.

Und, wer hats möglich gemacht?
Rot-Grün!

Sollte  man sich gut merken!

Autor: Rico (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich schrieb:
> Rico schrieb:
>> Von den 8750 das Arbeitgeberbrutto abziehen (4000 brutto AN macht vllt.
>> 5500 brutto AG), dann beträgt die Gewinnmarge von Bertrandt ca. 30%.
>
> Wenn Bertrandt den Mitarbeiter immer zu 100% (eher unwahrscheinlich)
> einsetzt und man die Verwaltungkostene, eigene Büros etc. abzieht, dann
> kommt das schon hin.

Mit meinem Beispiel beziehe ich mich auf Bertrandt-Ings., die beim OEM 
im Einsatz sind. Und diese erwirtschaften Bertrandt pro extern 
eingesetztem Mitarbeiter dementsprechend ca. 30% Gewinn.
Diese Mitarbeiter sind daher aus meiner Sicht die tragenden Säulen 
bezüglich des Gesamtumsatzes und auch des Gewinns von Bertrandt.

Autor: Rico (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rico schrieb:
> Ich schrieb:
>> Rico schrieb:
>>> Von den 8750 das Arbeitgeberbrutto abziehen (4000 brutto AN macht vllt.
>>> 5500 brutto AG), dann beträgt die Gewinnmarge von Bertrandt ca. 30%.
>>
>> Wenn Bertrandt den Mitarbeiter immer zu 100% (eher unwahrscheinlich)
>> einsetzt und man die Verwaltungkostene, eigene Büros etc. abzieht, dann
>> kommt das schon hin.
>
> Mit meinem Beispiel beziehe ich mich auf Bertrandt-Ings., die beim OEM
> im Einsatz sind. Und diese erwirtschaften Bertrandt pro extern
> eingesetztem Mitarbeiter dementsprechend ca. 30% Gewinn.
> Diese Mitarbeiter sind daher aus meiner Sicht die tragenden Säulen
> bezüglich des Gesamtumsatzes und auch des Gewinns von Bertrandt.

Nachtrag ... derzeit sind ca. 50% der Mitarbeiter bei Bertrandt in 
Wolfsburg extern beim OEM eingesetzt. Nur mal zur Verdeutlichung, dass 
es der Niederlassung in Wolfsburg so schlecht bezüglich Gewinnen nicht 
gehen kann.

Autor: 4711 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
45455 schrieb:
> Ich finde es halt krass, dass man inzwischen sogar als
> Entwicklungsingenieur von der Prekarisierung des Arbeitsmarktes
> betroffen sein kann. Klar, man hat deutlich mehr als der Hilfsarbeiter,
> aber deutlich weniger als der Festangestellte aus der Stammbelegschaft

Das liegt fast immer an dem zu rigiden Kündigungsschutz. 
Fachingenieurtätigkeiten sind zu großen Teilen ein Konjunkturgeschäft, 
wo die Konzerne nie genau wissen, wann die wirtschaftliche Bombe 
einschlägt. Man will/muss sich von dieser Belegschaft von heute auf 
morgen trennen können und dürfen, wenn es mal mies läuft.
Genauso gut von heute auf morgen einstellen mit einer Fachkräftebasis 
rekrutierend aus ganz Deutschland.
Dies ist mit dem deutschen Kündigungsschutz nicht möglich. Sparen tut 
man über Dienstleister kaum, am Ende blecht der Konzern ungefähr genauso 
viel wie für einen nach Festangestellten mit IG-Tarif.
Die Sauerei ist, dass sich die Dienstleister wie die anderen 
Zeitarbeitsbranchen unverschämt viel in die eigene Tasche stecken, 
obwohl sie sehr wenig tun und sich mit 0 % an der Wertschöpfungskette 
beteiligen.

Autor: 45455 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rico schrieb:
> Mit meinem Beispiel beziehe ich mich auf Bertrandt-Ings., die beim OEM
> im Einsatz sind. Und diese erwirtschaften Bertrandt pro extern
> eingesetztem Mitarbeiter dementsprechend ca. 30% Gewinn.

Aber diese 30 % sind nicht der Gewinn von Bertrandt. Von den 30 % gehen 
noch Verwaltungs- und Rekrutierungskosten weg.

Bertrandt ist einer von den profitableren Dienstleistern. Daher zahlen 
die auch mit die höchsten Gehälter aller Dienstleister.

Der Umsatz pro Mitarbeiter ist jedenfalls eine interessante Kennzahl, 
mit der man gewisse Rückschlüsse ziehen kann. Und die DLs sind in dem 
Bereich weit entfernt von OEMs.

4711 schrieb:
> Das liegt fast immer an dem zu rigiden Kündigungsschutz.
> Fachingenieurtätigkeiten sind zu großen Teilen ein Konjunkturgeschäft,

Aber das waren sie früher auch schon, ohne das ein Dritter mitverdienen 
musste (DL).

Die DLs schießen ja derzeit wie Pilze aus dem Boden, ähnlich wie die 
Zeitarbeitsunternehmen vor 6, 7 Jahren. So werden auch die Bedingungen 
für Fachkräfte immer prekärer.

Wenn das so weiter geht, werden selbst Industriejobs - eine der letzten 
Perlen auf dem Arbeitsmarkt - geopfert. Dann bleibt nur noch der 
Öffentliche Dienst.

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
45455 schrieb:
> Aber diese 30 % sind nicht der Gewinn von Bertrandt. Von den 30 % gehen
>
> noch Verwaltungs- und Rekrutierungskosten weg.

Beim Dienstleister gilt immer den Faktor 2,3 zugrunde zu legen:
Also Rechnung:
MA-Umsatz beim OEM 105000€                     =230%
Bruttolohn des MA 45000€                    =100%
AG-Beiträge zu den Sozialversicherungen  = 20%
Div. nb.-Kosten z.B. Berufsgenossenschaft  = 10%
Verwaltungsaufwand für MA                    = 20%
Wagnis wg. Lohnfortzahlung im Krankh.-Fall  = 20%
Boni an Bertrandt-Vertriebler            = 10%
Spesen und Fahrtk.-zuschuss  steurf. Für MA  = 10%
Bruttogewinn pro MA an Bertrandt AG           = 40%

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
4711 schrieb:
> Das liegt fast immer an dem zu rigiden Kündigungsschutz.

Den gibt es in D-Land doch nicht mehr!
Für die AG ist der gesetzliche Kündigungsschutz doch nur eine 
Pappfigur, hinter der sich alle die von Leiharbeit, Minijobs und 
"Aufstockerjobs"  verstecken Um beim Kassemachen nicht beobachtet zu 
werden!

Autor: Fabian (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
B$§%"nd = B$W Zeitarbeit

Autor: Rico (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Marx W. schrieb:
> 45455 schrieb:
>> Aber diese 30 % sind nicht der Gewinn von Bertrandt. Von den 30 % gehen
>>
>> noch Verwaltungs- und Rekrutierungskosten weg.
>
> Beim Dienstleister gilt immer den Faktor 2,3 zugrunde zu legen:
> Also Rechnung:
> MA-Umsatz beim OEM 105000€                     =230%
> Bruttolohn des MA 45000€                    =100%
> AG-Beiträge zu den Sozialversicherungen  = 20%
> Div. nb.-Kosten z.B. Berufsgenossenschaft  = 10%
> Verwaltungsaufwand für MA                    = 20%
> Wagnis wg. Lohnfortzahlung im Krankh.-Fall  = 20%
> Boni an Bertrandt-Vertriebler            = 10%
> Spesen und Fahrtk.-zuschuss  steurf. Für MA  = 10%
> Bruttogewinn pro MA an Bertrandt AG           = 40%


Hallo Marx W.

interessante Aufstellung bzw. interessantes Beispiel.
Bei deinem Bruttogewinn pro MA würde ich aber zu bedenken geben, dass 
ich in meinem Beispiel von weiter oben, die 105.000 Euro als 
Ausgangsgröße, sprich zu 100% gesetzt hatte. Deine 100% beziehen sich 
aber auf den Bruttolohn des MA. Von daher müßte doch dann auch dein 
errechneter Bruttogewinn pro MA noch um den Faktor 2,3 geteilt werden, 
sodann der tatsächliche Gewinn dann bei wohlwollend aufgerundeten 20% 
liegt.

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Naja, mit dem Faktor 2,3 kann jeder Leihing. auch ungefähr abschätzen 
was sein Verleiher einnimmt. Kennt der AÜG auch noch den Stundensatz der 
für ihn beim Entleiher verlangt wird, kann er auch abschätzen inwieweit 
er unterbezahlt ist (Überzahlung ist wohl der krasse Ausnahmefall).
Ist also recht hilfreich, wenn wieder mehr Kohle verlangt werden muß!

Autor: 45455 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ Marx W.

Interessante Zahlen.

http://www.bertrandt.com/unternehmen/zahlendaten.html

Laut diesen Zahlen erzielt Bertrandt nur ca. 67.000 € Umsatz pro 
Mitarbeiter.

Gleichzeitig erzielt Bertrandt aber eine Umsatzrendite von ca. 10,5 % 
(60/576*100), was sehr ordentlich ist. Irgendwie passt das nicht 
zusammen.

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Was ist so ungewöhnlich?

Was passt nicht zusammen?

Gib mal deine "Gedanken" frei?

Oder ganz einfach, komm auf den Punkt!

Autor: Bertrandt Aktionär (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich als Aktionär bekomm als Dividenrendite nur 3,82%.
Vorne nimmt der Hr. Bertrandt 40%  ein, hinten gibt er 4% raus!

Da soll sich die Branche  ja ned beklagen wg. der Rendite. Für die 
Betreiber so einer Zeitarbeitsbude ist ein Raubcopieshop in 
Süd-Ost-Asien
noch ein armer Krämerladen.

Autor: Thomas1 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bertrandt Aktionär schrieb:
> Für die Betreiber so einer Zeitarbeitsbude ist ein Raubcopieshop in
> Süd-Ost-Asien
> noch ein armer Krämerladen.


Naja Kim Schmitz hat damit Millionen gemacht.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,810497,00.html

Autor: Rico (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
45455 schrieb:
> @ Marx W.
>
> Interessante Zahlen.
>
> http://www.bertrandt.com/unternehmen/zahlendaten.html
>
> Laut diesen Zahlen erzielt Bertrandt nur ca. 67.000 € Umsatz pro
> Mitarbeiter.
>
> Gleichzeitig erzielt Bertrandt aber eine Umsatzrendite von ca. 10,5 %
> (60/576*100), was sehr ordentlich ist. Irgendwie passt das nicht
> zusammen.

Du solltest vllt. noch bedenken, dass genügend Angestellte (z.B. 
Bürokräfte, Assistenten, einfache Techniker usw.) deutlich weniger 
verdienen als dein Durchschnittsbeispiel und als die Ingenieure. 
Weiterhin solltest du bedenken, dass von Bertrandt extern eingesetzte 
Mitarbeiter beim OEM  im Schnitt mehr einbringen, also die Leute, welche 
in Inhouse-Projekten arbeiten.

U.a. deswegen wird ja oftmals darüber diskutiert, dass 
Ingenieursdienstleister "Sklavenhändeler" wären, das sie für die gleiche 
Arbeit ihrer Ingeniere beim OEM vor Ort diesen jedoch nicht das gleiche 
Gehalt bezahlen, obwohl sie es könnten (siehe mein Beitrag vom 
19.01.2012 8:03 Uhr).

Autor: 45455 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Marx W. schrieb:
> Was ist so ungewöhnlich?
>
> Was passt nicht zusammen?
>
> Gib mal deine "Gedanken" frei?
>
> Oder ganz einfach, komm auf den Punkt!

In den 67k Umsatz/MA stecken sämtliche Kosten und der Gewinn von 
Bertrandt, die SV-Beiträge und das Gehalt des MA. Da wirds bei Gehältern 
von >50k p. a. schon eng.

Rico schrieb:
> Du solltest vllt. noch bedenken, dass genügend Angestellte (z.B.
> Bürokräfte, Assistenten, einfache Techniker usw.) deutlich weniger
> verdienen als dein Durchschnittsbeispiel und als die Ingenieure.

Aber Bertrandt wird doch wohl mehr Ingenieure beschäftigen als 
Verwaltungspersonal oder Techniker, die sind schließlich ja 
"Ingenieurdienstleister".

Wie gesagt: Bertrandt ist ein eher gut zahlender Dienstleister (DL). 
Daher dürfte das Verdienst-Niveau bei kleinere DL nochmal schlechter 
ausschauen.

Aber egal. Es ist jedenfalls traurig, dass sogar Entwicklungsingenieure 
zunehmend über DL eingestellt werden und sich vermehrt mit unsicheren 
Beschäftigungsverhältnissen rumschlagen müssen, während Verbände und 
Medien den Ingenieursberuf täglich als Karrieregrantie verkaufen.

Autor: Dipl.-Ing. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
45455 schrieb:
> Es ist jedenfalls traurig, dass sogar Entwicklungsingenieure
> zunehmend über DL eingestellt werden und sich vermehrt mit unsicheren
> Beschäftigungsverhältnissen rumschlagen müssen, während Verbände und
> Medien den Ingenieursberuf täglich als Karrieregrantie verkaufen.

Egal wie hoch die Summe sein mag - eher bring ich mich um, bevor ich zu
einem "Dienstleister" gehe, um mich versklaven zu lassen. So ein
Schmarotzer verdient an mir aus Prinzip keinen Cent! Entweder ein
richtiger Job in Festanstellung mit 35h-Woche oder gar keinen!

Autor: Rico (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
45455 schrieb:

...
>
> Aber Bertrandt wird doch wohl mehr Ingenieure beschäftigen als
> Verwaltungspersonal oder Techniker, die sind schließlich ja
> "Ingenieurdienstleister".
>
...

Also in Wob bei Bertrandt-Inhouse muss das nicht unbedingt so sein.
Dagegen "leiht" Extern Bertrandt extern dagegen fast ausschließlich 
Ingenieure aus, da dies vom OEM als "Ausleihkriterium" vorausgesetzt 
wird.

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
45455 schrieb:
> In den 67k Umsatz/MA stecken sämtliche Kosten und der Gewinn von
>
> Bertrandt, die SV-Beiträge und das Gehalt des MA. Da wirds bei Gehältern
>
> von >50k p. a. schon eng.

Beantworte nur mal folgende  Fragen:
Wieviel MA sind AZUBIS
Wieviel MA sind Halbtagskräfte?
Wieviel der MA arbeiten als 400€ Jobber?

Autor: Rico (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dipl.-Ing. schrieb:

...
>
> Egal wie hoch die Summe sein mag - eher bring ich mich um, bevor ich zu
> einem "Dienstleister" gehe, um mich versklaven zu lassen. So ein
> Schmarotzer verdient an mir aus Prinzip keinen Cent! Entweder ein
> richtiger Job in Festanstellung mit 35h-Woche oder gar keinen!

Also ist deine Meinung, dass du lieber der Allgemeinheit auf der Tasche 
(in Form von ALGI oder II) liegst, anstatt wenigstens übergangsweise bei 
einem Ingenieursdienstleister zu arbeiten, bis du aus dieser Position 
heraus deine gewünschte Festanstellung gefunden hast?

Wenn dem so ist, dann glückwunsch dazu bzw. viel Spaß beim weiteren 
trollen in diesem Forum.

Autor: 45455 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Marx W. schrieb:
> Beantworte nur mal folgende  Fragen:
> Wieviel MA sind AZUBIS
> Wieviel MA sind Halbtagskräfte?
> Wieviel der MA arbeiten als 400€ Jobber?

Hast ja Recht. Dennoch sind 67k Umsatz/MA nix im Vgl. zu den Umsätzen 
der OEMs. Dort werden mehrere Hundertausend pro MA umgesetzt.

Hier mal eine sehr interessante Doku zum Thema Zeitarbeit:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/1540078/ZDFzoom:-Jobmotor-oder-Ausbeutung?

Dort werden endlich mal Zahlen genannt. Festangestellte Leute bei 
Daimler (in der Produktion/Logistik) verdienen >20 €/h. Zeitarbeiter 
direkt bei Daimler bekommen immerhin noch 17 €/h.

In der Doku kommt auch rüber, wie man Stammbelegschaft und Zeitarbeiter 
gegeneinander ausspielt. Das sind schon perfide Spielchen, die an 
Stasi-Methoden erinnern.

Autor: Rico (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
45455 schrieb:

...
>
> Hast ja Recht. Dennoch sind 67k Umsatz/MA nix im Vgl. zu den Umsätzen
> der OEMs. Dort werden mehrere Hundertausend pro MA umgesetzt.
>
> Hier mal eine sehr interessante Doku zum Thema Zeitarbeit:
>
> http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sta...?
>
> Dort werden endlich mal Zahlen genannt. Festangestellte Leute bei
> Daimler (in der Produktion/Logistik) verdienen >20 €/h. Zeitarbeiter
> direkt bei Daimler bekommen immerhin noch 17 €/h.
>
> In der Doku kommt auch rüber, wie man Stammbelegschaft und Zeitarbeiter
> gegeneinander ausspielt. Das sind schon perfide Spielchen, die an
> Stasi-Methoden erinnern.

Dein Linkverweis hat doch aber nicht wirklich etwas mit Bertrandt zu 
tun.

Autor: halestorm (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jonathan Safrer schrieb:
> 3) Auch wenn deine Schilderungen hier authentisch sein sollten (tut mir
> leid aber es liest sich einfach wie Personalersprech), das
> Geschäftsmodell von Ingenieurdienstleistern geht immer zu Lasten des AN.
> Dies wirst du mir auch nicht widerlegen können.

Wahrscheinlich liest es sich so, weil es mit korrekter Rechtschreibung 
und Grammatik geschrieben wurde. Komisch, dass gerade die ewigen 
Meckerer das nicht können. Widerlegt habe ich deine Feststellung 
bezüglich der per se grundsätzlichen Lastenverteilung in Richtung des 
Arbeitsnehmers sowieso schon. Ob du das glaubst, ist mir herzlich egal.

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rico schrieb:
> Dein Linkverweis hat doch aber nicht wirklich etwas mit Bertrandt zu
>
> tun.

Was aber interresant ist, sind folgende Zahlen bzw. Einzelinfos`s:
Klebeeffekt  liegt bei 2,8%!
Der Faktor mit dem aus dem Lohn des AG der Stundensatz beim Entleiher 
berechnet wird (Beispiel Bera) soll bei 1,63 liegen!
Laut Bera-Inhaber soll Probearbeit verboten sein (Was eigentlich ned so 
stimmt, denn mit der Probearbeit stellt ein Facharbeitgeber  (z.B. 
Schweißer sicher , das der Probant über die nötigen Fertigkeitn verfügt. 
Wichtig dabei ist, das die Porbearbeit nicht gewerbsmäßig verwertet 
werden darf! Wenn nicht, dann ist die Probearbeit  als Probezeit im 
Sinne des Arbeitsrecht  zu werten.)
Die max. Grenze an Leihkräften darf bei der Daimler AG bei nur  8% 
betragen. Diese Grenze wird mittels Werkverträge  (Bertrandt, MBtech und 
Co) unterlaufen.

Also, so ohne Bezug  zur Bertrandt AG ist dr Beitrag wohl nicht!

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
45455 schrieb:
> Hast ja Recht. Dennoch sind 67k Umsatz/MA nix im Vgl. zu den Umsätzen
Beim Personaldienstleister rührt der Umsatz aus eigenen 
Geschäftsbetrieb!
Der OEM hat eine Zulieferkette die eigentlcih die Produkte herstellt. 
Der OEM ist nur mehr eine Montageabteilung, IQ von einem 
Ikea-Möbelaufbauer reicht für 90% der Tätigkeiten beim OEM!
Also, der Umsatz beim OEM wird da mehr zum Umsatz wie beim beim 
Handelskonzern!
> der OEMs. Dort werden mehrere Hundertausend pro MA umgesetzt.
Weiter:
Aus 1x1 der Börse, link : 
http://www.1x1-boerse.de/Umsatz-Definition.html
"
Kurz ausgedrückt ist der Umsatz dass, was ein Unternehmen in einem 
Geschäftsjahr an Waren oder Dienstleistungen verkauft. Zur Berechnung 
des Umsatzes wird die Menge der verkauften Waren oder Dienstleistungen 
mit dem "Stückpreis" der einzelnen Ware / Dienstleistung multipliziert. 
Der Umsatz stellt also im Grunde alle Einnahmen eines Unternehmens dar, 
wobei die Ausgaben noch nicht berücksichtigt sind. Wenn eine 
Gesellschaft also einen großen Umsatz erzielt, bedeutet das keineswegs 
automatisch, dass dieses Unternehmen auch hohe Gewinne erzielt, wobei 
zum Beispiel eine Steigerung des Umsatz dennoch als positives Zeichen 
gewertet wird. ...."

Aber bleiben wir beim Beitrag aus der ZDF-Videothek. Der Inhaber von 
BERA hat den Gewinn pro Arbeitsstunde bei 80 Cent angesetzt, macht  bei 
1700 h 1360€ bei einem Umsatz des MA von 28900€. Ergibt  eine 
Umsatzrendite von 4,7 % bime operativen MA beom Kunden!
Bei Bertrandt kann man mit den off. Zahlen (link: 
http://www.bertrandt.com/investor-relations/kennzahlen.html) ganz was 
anderers errechen
Ergebnis pro MA ist 7086€, der Umsatz beträgt 67k €. Macht eine 
Umsatzrendite von 10,5% pro MA (incl. die im Back-Office).
Also, Leutz gründet einen Personaldienstleister und ihr macht euch 
glücklich.
Die Rendite auf das  eingesetzt Eigenkapital des Hr. Bertrandt berechne 
ich nicht, denn dann bricht hier der Volksaufstand aus!

Autor: Rico (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
45455 schrieb:
> @ Marx W.
>
> Interessante Zahlen.
>
> http://www.bertrandt.com/unternehmen/zahlendaten.html
>
> Laut diesen Zahlen erzielt Bertrandt nur ca. 67.000 € Umsatz pro
> Mitarbeiter.
>
> Gleichzeitig erzielt Bertrandt aber eine Umsatzrendite von ca. 10,5 %
> (60/576*100), was sehr ordentlich ist. Irgendwie passt das nicht
> zusammen.

Hallo,

zum Gesamtergebnis gehören auch noch die erwirtschafteten 
Sachdienstleistungen. Damit meine ich Leistungen, welche von Maschinen 
(z.B. Festigkeitsprüfungen oder auch Klimaprüfungen mit Klimakammern) 
usw. erbracht werden, die im Dauerbetrieb (also Tag und Nacht) ohne 
"Aufsicht" laufen, aber pro Stunde abgerechnet werden.

Autor: 45455 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Marx W. schrieb:
> Wenn eine
> Gesellschaft also einen großen Umsatz erzielt, bedeutet das keineswegs
> automatisch, dass dieses Unternehmen auch hohe Gewinne erzielt

Das hab ich auch nie behauptet. Für mich ist der Umsatz/Mitarbeiter 
jedenfalls eine interessante Größe, wodurch man Rückschlüsse ziehen 
kann.
300k/MA sind jedenfalls "besser" als 67k/MA.

Marx W. schrieb:
> Der Inhaber von
> BERA hat den Gewinn pro Arbeitsstunde bei 80 Cent angesetzt,

Im Beitrag war vom Nettogewinn die Rede. Das ist nochmal ein ganz 
anderes Kaliber. S. Link bei 2:35

http://www.youtube.com/watch?v=zJEXQSfvNrE&feature=related

Marx W. schrieb:
> Der Faktor mit dem aus dem Lohn des AG der Stundensatz beim Entleiher
> berechnet wird (Beispiel Bera) soll bei 1,63 liegen!

Der Kunde zahlt übrigens den doppelten Stundenlohn. S. Link bei Minute 
2:35

http://www.youtube.com/watch?v=zJEXQSfvNrE&feature=related

Also rund 16 €/h. Für das Geld könnte der Kunde dem "Leiher" locker 11 
€/h zahlen.

Wir reden hier natürlich von Hilfsarbeitern. Doch bei Fachkräften wird 
die Lage auch immer prekärer. Allein eine 40-h-Woche (DL) statt einer 
35-h-Woche (IGM) bedeutet 14 % weniger - wenn da Gehalt gleich wäre. Das 
Gehalt ist aber selbst bei den besten Dl´s nochmal 10% niedriger, insg. 
also rund 25 % weniger bezogen auf die Stunde.

Und wo da der Fachkräftemangel sein soll, weiß ich nicht. Wie prekär 
soll der deutsche Arbeitsmarkt noch werden? Wann wird der Abwärtstrend 
gestoppt?

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
45455 schrieb:
> Und wo da der Fachkräftemangel sein soll, weiß ich nicht. Wie prekär
>
> soll der deutsche Arbeitsmarkt noch werden? Wann wird der Abwärtstrend
>
> gestoppt?


Wenn die 40 Mio. abhängig Beschäftigten kapieren sich im Parlament nicht 
von 30% Beamten, 30% Selbsständigen, 30% Funktionären und 10% Sonstigen 
vertreten lassen wollen.

Autor: halestorm (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dipl.-Ing. schrieb:
> So ein
> Schmarotzer verdient an mir aus Prinzip keinen Cent! Entweder ein
> richtiger Job in Festanstellung mit 35h-Woche oder gar keinen!

Schmarotzer? Klingt lustig, wenn das ein Profihartzer sagt.

Autor: berliner (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
wollt ihr nicht langsam einen anderen Tread aufmachen, anstatt ständig 
diese Leiche auszugraben?

Autor: Gredi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo zusammen,

habe mir jetzt den Thread komplett druchgelesen und wie über alle 
Unternehmen gibt es Gutes und Schlechtes zu berichten. ( Wobei das mit 
Claudia, Alex und Jan schon recht übel ist)

Kurz zu mir, ich bin derzeit bei Bertrandt in Ingolstadt als Masterand 
angestellt und den 3. Tag hier. Ich habe BWL studiert und einen Master 
im strategischen Marketing. Meine Aufgabe hier ist die Einführung von 
Bertrandt in Belgien (Brüssel bei Audi) mit zu gestallten. Darüber 
schreibe ich auch meine Masterarbeit. Ich muss natürlich sagen, dass ich 
nicht aus dem Ingenieursbereich komme und wenig mitreden kann, jedoch 
was man hier so mitbekommt sind Einstiegsgehälter von € 41.000 bis 
46.000 üblich. (Ich spreche hier ausschließlich von Bertrandt 
Ingolstadt!!)  Die meisten Ingenieure sind natürlich bei Audi tätig und 
wenn man sich gut anstellt werden hin und wieder einige in die Audi 
übernommen ( Aussage von Kollegen, die direkt bei Audi sind ) Ich bin 
erst drei Tage hier und begleite den Teamleiter am Montag mit nach 
Belgien, natürlich mit dem Audi Werksflieger :). Hat man ja auch nich 
alle Tage die Gelegenheit zu. Ich weiß auch, dass sowohl die Abteilung 
in Ingolstadt, als auch Audi in Brüssel über Bertrandt Ingenieure sucht, 
also falls Ihr Fragen habt oder weitere Infos braucht, schreibt mir: 
Gredi1986@googlemail.com

bis dann

Gruß gredi

Autor: sw1ft (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gredi schrieb:
> Ich weiß auch, dass sowohl die Abteilung
> in Ingolstadt, als auch Audi in Brüssel über Bertrandt Ingenieure sucht,
> also falls Ihr Fragen habt oder weitere Infos braucht, schreibt mir:
> Gredi1986@googlemail.com
>
> bis dann
>
> Gruß gredi

Aufgaben des neuen Masterand in der 1. Arbeitswoche, Vorschlag 
Freitagmittag:
Aquirierung von Ingenieuren für die Standorte Ingolstadt und Brüssel

Autor: sw1ft (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sorry, hab ein k in dem schönen Wort vergessen... das müsste mich für 
die angebotenen Stellen disqualifizieren :)

Autor: Hakan (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gredi schrieb:
> erst drei Tage hier und begleite den Teamleiter am Montag mit nach
> Belgien, natürlich mit dem Audi Werksflieger

Damit kommst du sicher bei deinen BWL Kommilitonen groß raus LOL. 
Außerdem bist du ein gar grauslicher Leichenfledderer.

Autor: sw1ft (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das Problem ist eher das er vermutlich "bertrandt meinung" unter google 
gesucht hat und dann mit dem 3. Treffer hier im Forum gelandet ist. Ich 
kann mir nicht vorstellen, dass a) Er normal hier unterwegs ist - und b) 
er auf das Erstellungs- oder last-post-Datum geschaut hat. Denn er muss 
ja den Ruf von Bertrandt ins rechte Licht rücken und nach neuen 
Mitarbeitern suchen.

Autor: Swift (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
sw1ft schrieb:
> Denn er muss
> ja den Ruf von Bertrandt ins rechte Licht rücken und nach neuen
> Mitarbeitern suchen.

Die kommen von alleine mehr als genug, jedenfalls die Absolventen, die 
sich gegenseitig auf den Füßen in Arbeitsmarktdingen stehen. Bei 
Berufserfahrenen, die sich durchgesetzt haben, läuft der Hase jedoch ein 
bisschen anders. Da muss man werben und viel Kohle bieten, dass die gar 
noch in Zeitarbeit wechseln  sollen.

Autor: jung, naiv, sucht...? (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

ich bin auch über die Google-Suche hier gelandet da ich in den nächsten 
Tagen ein Vorstellungsgespräch bei Bertrandt haben werde, wollte ich 
mich einfach mal unverbindlich über den Laden informieren.

Ich habe jetzt den ganzen Thread von vorne bis hinten durchgelesen, das 
hat mehrere Stunden Zeit gekostet, und am Ende bin ich nicht schlauer 
wie vorher...

Die Meinungen gehen so stark auseinander, das die Wahrheit vermutlich in 
der Mitte liegen muss. Auf jedenfall konnte ich Berufsquerulanten aber 
auch professionelle Werbetrommler identifizieren. Und wenn man deren 
Meinungen ausblendet scheint es so zu sein das ein DL für den Einstieg 
um Berufserfahrung zu bekommen gut geeignet ist, aber nicht um darin alt 
zu werden, und erst recht nicht Reich.

Allerdings mach ich mir ernsthaft Hoffnungen das nach 2-3 Jahren Arbeit 
bei einem "Dienstleister" (bin ja auch frischer absolvent) mir Tor und 
Tür in die "OEM"s offen stehen. Zumindest denke ich das ein DL eine gute 
chance darstellt sich im Hause eines "OEM" zu beweisen.

Warum mache ich mir diese Hoffnung?

Ich hatte bereits ein Vorstellungsgespräch bei einem anderen bekannten 
DL der hier auch bereits namentlich genannt wurde (werde ich aber nicht 
nennen, mache hier keine Werbung) und da habe ich was gehört was ich 
vielleicht nicht hätte hören sollen:
ES unterhielt sich ein DL-MA mit einem OEM-MA hinter vorgehaltener Hand 
quasi, und meinte der DL-MA das es wirklich schwierig sei Leute zu 
finden, und nach spätestens 5 Jahren werden die MA immer abgeworben von 
"OEM"s die machen einfach zu gute Angebote da könnten sie selber nicht 
mithalten.

Das sagt mir doch das die chancen vom DL zu einem "OEM" zu kommen nicht 
so schlecht stehen können, wenn das sogar schon da Diskussionsstoff ist.

Aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu jung und zu naiv...

Autor: Bauer sucht Ingenieur (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
jung, naiv, sucht...? schrieb:
> Das sagt mir doch das die chancen vom DL zu einem "OEM" zu kommen nicht
> so schlecht stehen können, wenn das sogar schon da Diskussionsstoff ist.

Es ist nicht unmöglich, aber auch kein Regelfall. Neben den persönlichen 
Leistungen spielen auch Beziehungen und die wirtschaftliche Situation 
eine gewichtige Rolle. Die meisten tauchen im Mittelstand dann ab und 
nicht beim OEM, da ist überhaupt nicht genug Kapazität für alle da.
Ich weiß ja nicht, ob die Gesprächspartner wussten, dass du da zuhören 
kannst oder nicht. Dann könnte es fingiert gewesen sein.
Verdrehte Tatsachen enthält es auf jeden Fall.
Für Dienstleister ist es überhaupt kein Problem neue Leute zu finden, 
sei es Absolventen oder arbeitslose Ingenieure. Es liegt einzig am 
Anspruch, denen ist keiner gut genug bzw. den Kunden. Und natürlich 
hauen die Mitarbeiter so schnell wie möglich ab, meistens wird sich 
schon nach 1 Jahr kontinuierlich beworben, denn eins ist jedem dort 
klar: Wenn es wirtschaftlich eng wird, ist man auf jeden Fall sein 
Projekt los und der Dienstleister entlässt einen spätestens nach 3 
Monaten, wenn er nichts Neues findet. Und er wird in 9 von 10 Fällen 
nichts finden, weil es dann rundherum auch schlecht aussieht.
Früher war das recht egal, da gab es mal Konjunkturdellen, aber 
heutzutage kann es durch die Überschuldung allerorten in einem Quartal 
so rappeln, dass die Dellen riesengroße Krater sind.

Autor: jung, naiv, sucht...? (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sorry habe das OEM extra in Anführungszeichen gesetzt, ich ging davon 
aus damit wären quasi die Nicht-Dienstleister gemeint, also Firmen die 
selber auch produzieren.

Worwörtlich haben die natürlich von ihren "Kunden" gesprochen, also die 
Firmen die bei denen das Personal "anmieten" oder wie man es nennen mag.

Ob sie das wussten das ich das höre weiss ich nicht, die standen ja 
beide mit dem Rücken zu mir.

Das Unternehmen wo ich dann untergebracht werden soll hat von vornerein 
aber mir gesagt das die mich  einige Monate anlernen werden, somit haben 
die doch gar nicht den oft genannten Vorteil an mir das diese 
anlern-Phase entfällt, und ehrlich gesagt kann ich mir nach monatelanger 
anlernphase nicht vorstellen das die einen dann quasi wieder nach Hause 
schicken werden, das hätte denen dann ja mehr gekostet wie genutzt.

Irgendwo muss ich ja mal anfangen, bei den "richtigen" Firmen wo ich 
Vorstellungsgespräche hatte gabs entweder ne Absage oder keine 
Rückmeldung. Dazu kommt natürlich das ich speziell in den Automotive 
Bereich möchte, was die Wahl weiter eingegrenzt hat.

Ich habe das Gefühl die suchen alle nur Leute die 22 sind aber schon 20 
Jahre Berufserfahrung mitbringen, die DL sind doch die einzigen die 
einem jungen Einsteiger wie mir überhaupt eine Chance geben wollen. Die 
anderen Laden einen zum Vorstellungsgespräch ein, erwarten das man 
bereits was weiss ich für Erfahrungen hat, am besten man spricht 
englisch fließend und man kann proEngineer und CATIA quasi so gut als 
wenn man Tag und Nacht dran arbeitet seit 10 Jahren.

Autor: Bauer sucht Ingenieur (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
jung, naiv, sucht...? schrieb:
> am besten man spricht
> englisch fließend und man kann proEngineer und CATIA quasi so gut als
> wenn man Tag und Nacht dran arbeitet seit 10 Jahren.

Bist du mit deinem Studienfach im Maschinenbaubereich angesiedelt? Da 
siehts eh ned so dolle aus als Absolvent, wenn man da nicht irgenwie 
positiv rausragt, geht man in der schieren Masse als Mauerblümchen unter 
und muss für jedes Angebot dankbar sein.

Autor: jung, naiv, sucht...? (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ja Mschinenbau Entwicklung bin ich, eingeladen werde ich ja zumindest 
schonmal zu den Vorstellungsgesprächen, aber scheinbar hab ich da dann 
nicht die performance die meine Bewerbung vermittelt hat, ich weiss es 
auch nicht.

Ok bei dem einen Gespräch hab ich auch mich dumm angestellt, der 
englische Teil war ansich ok, aber dann mal kurz was im Kopf rechnen und 
ich Idiot habe mich über die Jahre so mit dem Taschenrechner verwöhnt 
das ich das dann nicht auffe Reihe bekam, ich glaube ehrlich das es 
daran gescheitert ist, weil er meinte dann nur so "Ja englisch ist ja ok 
soweit, aber manchmal kommt es vor das ein Kunde das und das fragt und 
dann müssen Sie überschlägig sofort ne Zahl nennen können..." Ja das war 
dann wohl Game Over vermute ich mal, dabei wäre das echt die ideale 
Stelle gewesen für mich. Vorallem hiess es auch noch von 30 Bewerbern 
bin ich unter den 5 die in die enge Auswahl gekommen sind, normal hätte 
ich das doch schaffen müssen.
Naja gut ist jetzt leider so gelaufen, die Stelle hat jetzt ein anderer 
Glücklicher.

Die ganzen anderen Stellen die in diese Richtung zielen laufen nur über 
DL, egal wo ich guck, da stehen immer die selben Firmenlogos B. oder F. 
nochmal B. oder auch mal S. usw.
Bei Autovision hab ichs auch versucht, aber die antworten nichtmal.

Ich glaube echt erst wenn ich 3-5 Jahre Berufserfahrung vorweisen kann 
werden die meine Bewerbung auch "ernst" nehmen.

Naja gut, nichts für ungut, dann werde ich das mal auf mich zu kommen 
lassen.

Autor: ett (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
jung, naiv, sucht...? schrieb:
> Die ganzen anderen Stellen die in diese Richtung zielen laufen nur über
> DL, egal wo ich guck, da stehen immer die selben Firmenlogos B. oder F.
> nochmal B. oder auch mal S. usw.
> Bei Autovision hab ichs auch versucht, aber die antworten nichtmal.

Die ganzen Dienstleister-Stellen sind Posten, die die Konzerne früher 
selber besetzt hätten. Im Bereich Personalbeschaffung gabs jedoch einen
Kulturwandel.

Das Schlimme ist, dass die Konzerne nicht nur verstärkt auf 
Dienstleister zurück greifen, sondern immer mehr aus den Reihen des 
Dienstleister-Personals rekrutieren. Das ist logisch, denn die Externen 
kennen schon die Abläufe und die Software beim Kunden, sodass der Kunde 
nur noch auswählen braucht.

Mit dem "Klebeeffekt" wird immer geworben und es mag ihn auch geben 
(glaube so ca. 10 % werden übernommen). Das Problem ist aber, dass du 
darauf wenig Einfluss hast (Wirtschaftslage, Nasenfaktor, etc.).

Was hinzu kommt, ist, dass du vorher wissen musst, welcher Dl bei 
welchem Kunden (OEM, usw.) aktiv ist. Einfach bei Dl X bewerben und 
hoffen, dass man bei OEM Y landet, wo man irgendwann mal vielleicht 
übernommen wird, ist natürlich ähnlich wie Lotto spielen.

Autor: jung, naiv, sucht...? (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Naja auch wenn ich nicht übernommen werde, so machen einige Jahre 
Berufserfahrung im Lebenslauf mich sicher noch viel interessanter und 
bei einem Vorstellungsgespräch könnte ich dann mit Praxiswissen und 
Erfahrung glänzen, was die Chancen sicherlich positiv beeinflusst später 
mal eine "bessere" Stelle zu finden, wie bei einem DL.

Ich sehe das so das ich bei der ganzen DL-Geschichte so oder so nur 
"gewinnen" kann, ich werde durch die Firma bei der ich eingesetzt werde 
mehrere Monate eingelernt, werde den Umgang mit anderer Software lernen, 
die Abläufe usw. das ist auf jedenfall etwas was mein Wissen und meine 
Fähigkeiten effektiv erweitert, und das ist immer was Wert.
Auch wenn es den bitteren Beigeschmack des DL hat der als 3. im Bunde an 
meiner Arbeit quasi "mitverdient" so kann ich aber auf jedenfall sagen 
das der DL meinem Wunsch des Industriezweigs entsprochen hat.

Ich bin ja mal auf die Vertragskonditionen gespannt. Das 
Vorstellungsgespräch bei Bertrandt bleibt außerdem ja auch noch offen.

Hier wurde oft behauptet das Bertrandt besser wie Brunel, Ferchau und Co 
ist, was ist da dran, und wie ist diese Aussage sachlich begründet?

Autor: wurst (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
jung, naiv, sucht...? schrieb:
> Hier wurde oft behauptet das Bertrandt besser wie Brunel, Ferchau und Co
>
> ist, was ist da dran, und wie ist diese Aussage sachlich begründet?

Das hängt oftmals von der jeweiligen Niederlassung ab. Die Bezahlung 
dürfte sich ebenfalls kaum unterscheiden. Bertrandt Ingolstadt hebt sich 
oftmals aufgrund der eigenen Entwicklungstätigkeiten hervor.

Autor: Sklavenbefreier (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
NIEMALS ZEITRBEIT! AUS PRINZIP!

Lieber im Gemüsehandel arbeiten, als zu einer Zeitarbeitsklitsche.

Wie unfrei Menschen sein können, ist traurig. Die Menschheit neigt dazu, 
sich selbst versklaven zu lassen und wir lernen nicht aus unserer 
Geschichte ..

Werdet aktiv in den Gegenbewegungen, gründet Gruppen oder tretet welchen 
bei! SOFORT

Autor: Peter Zwegert (Paderborn) (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich war bei Bertrandt München auf einem Bewerbungsgespräch. 
Anfahrtkosten nur bis 100 Euro oder so bezahlt (war aber vorher 
abgeklärt), Stelle für die ich eigentlich angereist war existierte nicht 
(!) - es wurden mir aber zahlreiche andere Stellen angeboten. Bait and 
switch halt.

Sehr dreist, absolute Zeitverschwendung. Habe jetzt was in München mit 
IGM Vertrag und bin ganz froh drüber.

Autor: jung, naiv, sucht...? (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sklavenbefreier schrieb:
> Lieber im Gemüsehandel arbeiten, als zu einer Zeitarbeitsklitsche.
>
> Wie unfrei Menschen sein können, ist traurig. Die Menschheit neigt dazu,
> sich selbst versklaven zu lassen und wir lernen nicht aus unserer
> Geschichte ..

Wie kommt man eigentlich darauf das als Sklavenarbeit anzusehen? Diese 
Dienstleister bezahlen einen für deine Arbeit und du hast genauso 
Urlaubstage wie überall anders auch, Überstundenkonten gibt es auch.

Wo siehst du hier also Sklaverei? Zwingen können se einem auch zu nix, 
steht ja schließlich keiner mit der Peitsche hinter mir LOL

Peter Zwegert (Paderborn) schrieb:
> Sehr dreist, absolute Zeitverschwendung. Habe jetzt was in München mit
> IGM Vertrag und bin ganz froh drüber.

Du Glücklicher!

Aber ich meine das z.B. Ferchau doch auch nen Haustarifvertrag mit der 
IGM hat oder irre ich da?

Autor: Sklavenbefreier (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Informiere dich mal über die Menscheit, dann kannst wieder kommen, 
Kleiner.

Autor: jung, naiv, sucht...? (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Worüber soll ich mich den informieren, die Menschheit ist ein weit 
gefächerter Begriff, das ist so als würde ich sagen informier dich mal 
über Technik...

Ich bin der Ansicht, von dem ausgehend was ich über Sklaverei aus der 
Schule und vielleicht noch aus TV-Filmen weiss, das es sich dabei nicht 
um Sklaverei handelt. Desweitere würde ich mich da nicht als Sklave 
sehen, denn ich habe ja die Freiheit jederzeit zu gehen. Wie schon 
gesagt, der Mann mit der Peitsche in meinem Rücken fehlt, aber nicht nur 
der fehlt, die Ketten an Armen und Beinen sind auch nicht da, das 
einzige was da ist ist die verpflichtung meiner Arbeit nachzukommen, 
aber die habe ich ja nunmal in jedem Unternehmen.
Wer diese verpflichtung nicht haben will muss dann eben wie Arno Dübel 
leben, gibt es auch einige die das machen, ob du dazu gehörst weiss ich 
aber nicht. Deiner seltsam formulierten Aussage nach ist das aber nicht 
abwegig annzunehmen.

Autor: wurst (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
jung, naiv, sucht...? schrieb:
> Aber ich meine das z.B. Ferchau doch auch nen Haustarifvertrag mit der
>
> IGM hat oder irre ich da?Beitrag melden Bearbeiten Löschen

Das stimmt. Darüberhinaus gibts noch steuerfreie Spesen je nach 
Entfernung zwischen Wohnsitz und Arbeitsort.

Autor: ett (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@jung, naiv, sucht...

Bertrandt ist sicher nicht die schlechteste Adresse. Es handelt sich um 
eine Firma mit ca. 8.000 Mitarbeitern, die halten also gewisse Standards 
auf jeden Fall ein.

Du kannst mit >40k p. a., 40-h-Woche, Gleitzeit und 30 Tagen Urlaub 
rechnen. Das sind ordentliche Konditionen! Klar gibts beim OEM mehr, 
aber das ist ja so ziemlich das Optimum und für Einsteiger und selbst 
für viele Erfahrene in weiter Ferne.

Warum vergleicht ihr Bertrandt und Co. nicht mal mit dem Mittelständler 
um die Ecke? Genau, weil der oft schlechter zahlt und mehr abverlangt 
(Stress, Überstunden, etc.). Bei den Dl hingegen hat man ähnliche 
Arbeitsbedingungen wie der Konzernangestellte, also einen mehr oder 
weniger ruhigen Job mit einem kleinen Aufgabenbereich (wegen hoher 
Arbeitsteilung).

Niemanden gefällt es, wenn ein Dritter an der eigenen Arbeitskraft mit 
verdient. Aber die großen Dl bieten oft bessere Bedingungen als die 
vielgelobten Mittelständler. Auch der indirekte Einfluss der 
Gewerkschaften auf Kundenseite macht sich hier bemerkbar. Viele KMUs 
haben nicht mal einen Betriebsrat, weil die extrem Inhaber-zentriet 
sind.

Du kannst den Job also ruhig annehmen, wechseln kannst du später immer 
noch. Was zählt ist relevante Berufserfahrung. In der Industrie kommst 
du mit BE vom Gemüsemarkt nicht weit.

Autor: wurst (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ett schrieb:
> Niemanden gefällt es, wenn ein Dritter an der eigenen Arbeitskraft mit
>
> verdient.

Wem das nicht gefällt, der muss selbständig werden, denn das "Dritte" 
mit verdienen ist ansonsten überall so nicht nur beim DL. Ziel ist das 
der Mitarbeiter eine größere Wertschöpfung erbringt als er kostet.

Autor: jung, naiv, sucht...? (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ett schrieb:
> Du kannst den Job also ruhig annehmen, wechseln kannst du später immer
> noch. Was zählt ist relevante Berufserfahrung. In der Industrie kommst
> du mit BE vom Gemüsemarkt nicht weit.

Das denke ich allerdings auch! Deswegen verstehe ich den Vergleich auch 
nicht den hier jemand anstellt...

wurst schrieb:
> Wem das nicht gefällt, der muss selbständig werden, denn das "Dritte"
> mit verdienen ist ansonsten überall so nicht nur beim DL. Ziel ist das
> der Mitarbeiter eine größere Wertschöpfung erbringt als er kostet.

Naja normal seh ich das so das ein 2. mitverdient (Staat usw. hab ich 
mal ausgeblendet dabei) wenn man direkt bei einer Firma arbeitet, wenn 
man übber einem Dienstleister bei einer Firma mitarbeitet verdient noch 
einer mehr mit.

Autor: wurst (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
jung, naiv, sucht...? schrieb:
> Naja normal seh ich das so das ein 2. mitverdient (Staat usw. hab ich
>
> mal ausgeblendet dabei) wenn man direkt bei einer Firma arbeitet, wenn
>
> man übber einem Dienstleister bei einer Firma mitarbeitet verdient noch
>
> einer mehr mit.

Es verdient immer die Verwaltung mit. Ob das jetzt eine externe ist oder 
die interne spielt doch keine Rolle. Bei einem Dienstleister ist es eben 
nur sehr transparent.

Autor: PostMortem (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ett schrieb:
> Warum vergleicht ihr Bertrandt und Co. nicht mal mit dem Mittelständler
> um die Ecke? Genau, weil der oft schlechter zahlt und mehr abverlangt
> (Stress, Überstunden, etc.).

Es gibt einen riesigen Nachteil beim Dienstleister: Die quasi nicht 
vorhandenen Aufstiegschancen. Die sind vermutlich gerade beim 
Mittelständler doch deutlich besser.

Wohin willst du aufsteigen bei einem Dienstleister? Der einzig mögliche 
"Aufstieg" ist die Übernahme durch den Entleiher. Wenn du Pech hast und 
zwischen unterschiedlichen Arbeitsbereichen herumgereicht wirst alle 
paar Jahre, bist du im Prinzip jahrelang immer wieder Anfänger beim 
jeweiligen Entleiher, du gehst immer wieder auf "Start" und fängst von 
vorne an.

Ich befürchte, dass diese ganze Zeitarbeitssch**ße zu einer 
Zweiklassengesellschaft im Arbeitsleben führen wird. Es wird die geben, 
die durch überragende Leistung oder auch ein bisschen 
Glück/Beziehungen/was auch immer direkt fest in den Sattel bei einem 
guten Unternehmen kommen. Und auf der anderen Seite wird es die (große 
Masse) geben, die beim Dienstleister anheuern müssen und immer wieder 
für die "Aushilfsjobs" herumgereicht werden, aber nie vorwärtskommen 
oder erst nach Jahren. Es wird so eine Art "Konjunkturpool" entstehen, 
aus dem man sich nach Lust und Laune bedienen kann, wenn das Unternehmen 
gut läuft, und in den man überflüssige Mitarbeiter wieder 
"hineinschütten" kann, wenn es der Firma beliebt. Das würde zu massiv 
aufgeschaukelten Arbeitslosigkeitswellen führen, die periodisch 
auftreten, wenn der Pool wieder überläuft bei schlechter Konjunktur. Ich 
glaube, dass wir auf ein ganz übles Zeitalter in Sachen Arbeitswelt 
zusteuern, wenn die Politik nicht (z. B. durch gesetzlich 
vorgeschriebenes Equal-Pay) einen Riegel vorschiebt.

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
PostMortem schrieb:
> wenn die Politik nicht (z. B. durch gesetzlich
> vorgeschriebenes Equal-Pay) einen Riegel vorschiebt.

Wird auch nicht viel helfen, da viele Unternehmen Werksaufträge vergibt.
Da interessiert kein Equal-Pay.
Equal Pay zu was, wenn ich als Zeitarbeiter in einem ausgegliederten 
Bereich eines großen DAX-Unternehmens einegstellt werde.
Dort gilt irgendwein Billig oder Haustarifvertrag, der sich von den BGZ 
IGZ-Tarifen kaum unterscheidet.

PostMortem schrieb:
> Ich befürchte, dass diese ganze Zeitarbeitssch**ße zu einer
> Zweiklassengesellschaft im Arbeitsleben führen wird.

Wieso "wird" ?
Es ist doch bereits so.

Autor: PostMortem (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Ich:

Ja, du hast in beiden Punkten Recht, stimmt. Die Situation ist schon so, 
aber es wird vermutlich noch schlimmer. Ich schätze, dass die festen 
Belegschaften mit Tarifvertrag weiterhin abnehmen und die Zeitarbeiter 
mit Billig-Tarifvertrag deutlich zunehmen werden.

Autor: Gredi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich muss garnichts ins rechte Licht rücken und auch keine Werbung 
machen. Ich bin auf dem Thread gestoßen BEVOR ich zu Bertrandt kam, weil 
ich genau so wie Ihr wissen wollte, was das für ein Unternehmen ist. Vor 
zwei Wochen hatte ich dieselben Fragen, wie ihr sie habt und bin dann, 
nachdem ich den Thread gelesen habe zum Vorstellungsgespräch. Ich dachte 
mir nur, dass ich über meine Erfahrungen berichte, mehr nicht. Aber es 
gibt halt immer Querolanten, denen kann man es nicht recht machen. 
Äußert man sich nicht, fehlt die Info, äußert man sich, macht man 
Werbung. Dann sagt mir doch was ich tun soll, ich habe versucht zu 
berichten, da ich mich noch vor 2 Wochen in der gleichen Situation 
befunden habe wie ihr. Mehr nicht. Ich seh einfach wie es hier in 
Ingolstadt abläuft, und es ist wirklich so, dass Audi früher oder später 
das Angebot macht, so habe ich das mitbekommen, mehr kann ich nicht 
sagen. Meine Aufgabe hat nichts mit recrutieren zu tun, ich schreibe 
lediglich meine Masterarbeit über den belgischen Markt und Audi und 
wollte eigentlich nur helfen, deswegen habe ich meine e mail 
hinterlassen falls der eine oder andere noch Fragen hat.
Hier in Ingolstadt muss sich Bertrandt auch keine Sorgen über den Ruf 
machen, hier kommen genug Anfragen an, da die Bindung zu Audi hier 
größer zu sein scheint als in anderen Niederlassungen. Es ist doch ganz 
allein eure Sache ob ihr den Job animmt oder nicht, was hat das den 
bitte mit Sklavenarbeit zu tun?? Ich hatte vor 2 Wochen genau so die 
Wahl zwischen verschiedene Unternehem zu wählen, keiner zwingt euch für 
Bertrandt zu arbeiten.
Zu PostMorten kann mann nur den Kopf schütteln, weil wieder jemand redet 
der absolut keine Ahnung hat und gerne seinen Sempf abgibt. Aufsteigen 
kannst du bei Bertrandt genau so wie in jedem anderem Unternehmen auch. 
(lead engineer,teamleiter,abteilungsleiter,...). Aber mehr kann ich ja 
nicht sagen, sonst heist es ja gleich wieder ich mache hier Werbung.

Autor: Wernichtsuchtderfindetnichts (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Moin,

ich habe das Forum verfolgt und wollte hier mal meine Erlebnisse zu 
Bertrandt abgeben.
Hatte vor kurzem ein Vorstellungsgespräch.
Ich hatte dort das Gefühl es wird alles abgefragt was man für 
Qualifikationen hat um später Stellen anzubieten die ausserhalb der 
Qualifikationen liegen um das Gehalt zudrücken.
Ich bin von meinen Gehaltsforderungen nicht abgewichen.
Habe über 5 Jahre Berufserfahrung vor meinem Studium plus diverse 
Pratika und Werkstudenttätigkeiten. Also schon reichlich Erfahrungen 
gesammelt im Automobilbereich.
Da ich stur auf meine Forderungen verhaarte bekam ich schon 2 Tage nach 
dem Gespräch eine Absage, man könne mir keine Stelle anbieten.
Für mich nicht weiter tragisch, da ich mehrere Optionen besitze.
Die Bewerbung bei Bertrandt war für mich eher zum Üben von Verhalten in 
Vorstellungsgesprächen und nur bei absolutem Top-Angebot wäre ich dort 
hin gegangen.
Das Verhalten vor dem Gespräch war übrigens unterstes Nieveau keine 
Übernahme der Anfahrtskosten, 30 Minuten Wartezeit inmitten der 
Konstruktionsabteilung (bekommt man schnell einen Überblick wie dort 
gearbeitet wird;)), keine Getränke angeboten bekommen, sehr kurze 
Vorstellung der Gesprächspartner usw.
Also wer es unbedingt für nötig hält bei einem Dienstleister zu arbeiten 
bitte schön, aber meine Sache ist es nicht besonders nach dieser 
Erfahrung.

Grüße

Autor: neckarsulmer (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
halestorm schrieb:
> Ich will auch mal meine Erfahrungen schildern. Ihr lauscht also nun dem
> Bericht eines jenen, der das (für manche hier) Unmögliche vollbracht hat
> und von Bertrandt zum OEM gewechselt ist. Und das nach einem Jahr.
...
Das liest sich doch eher so als hättest du Glück gehabt, die ganzen 
anderen armen Schweine die du beschreibst hatten dieses Glück nicht, 
sonst würden dort nicht so viele gefrustet "in den Seilen" hängen.

Bete 10 mal den Rosenkranz dass du über Bertrandt bei VW reingekommen 
bist.
Das war wohl auch die Zeit wo VW/Audi angekündigt hat wieder mal ne 
Ladung Feste einzustellen, hast halt das Zeitfenster gut erwischt und 
schon ein Bein in der Türe gehabt. Wie gesagt Glück, bei den meisten 
passiert das praktisch nie.

Neckarsulm/Heilbronn ist voll von Leihbuden und Dienstleistern die 
treten sich hier auf die Füsse. Vor den Audi-Toren ringsum alle 
Niederlassungen von den Sklaventreibern. Ich kenne auch keinen in der 
Region der ein gutes Wort über die Leihbuden verliert, weil das dort wie 
eine Pest ist. Wenn du mal siehst was ein Fester im Konzern bekommt und 
so ein Edelleiharbeiter von Bertrandt dann bekommst du auch schnell den 
Hass aber dafür warst du viel zu kurz bei denen sonst würdest du auch 
anders denken.

Autor: im süden (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Gredi

Lass dich nicht unterkriegen. Ich finde deinen Beitrag gut. Viele hier 
reagieren auf abweichende Meinungen aggressiv. Mir gefallen abweichende 
Meinungen, weil man nur so ein realistisches Bild bekommt.

Aber nenn doch mal Zahlen. Was verdient ein Techniker, was ein Ing.? 
Wieviel Stunden pro Woche, etc.? Mehr harte Fakten bitte!

neckarsulmer schrieb:
> Wenn du mal siehst was ein Fester im Konzern bekommt und
> so ein Edelleiharbeiter von Bertrandt dann bekommst du auch schnell den
> Hass aber dafür warst du viel zu kurz bei denen sonst würdest du auch
> anders denken.

Klar verdient man in Konzernen gut. Aber komm erst mal rein. Gerade 
Konzerne nutzen die Dienstleister auch zur Rekrutierung. D. h. viele 
Stellen im Konzern werden niemals ausgeschrieben, sondern direkt durch 
einen Externen besetzt. Die Stellen entstehen regelrecht durch die 
Ausgeliehenen.

Man kann sich auf viele Stellen also gar nicht bewerben, sondern muss 
sich quasi erkundigen, welcher Dl beim Wunsch-Arbeitgeber aktiv ist. 
Dort bewirbt man sich dann in der Hoffnung, dass man beim 
Wunsch-Arbeitgeber eingesetzt wird. Auch das ist ja nicht sicher, weil 
die Dl den Kunden in der Stellenanzeige nicht nennen und oftmals mehrere 
Kunden "bedienen". Und erst wenn man beim Wunsch-Arbeitgeber eingesetzt 
wird, kann man auf eine Übernahme hoffen. Ein durch und durch perfides 
Spielchen.

Dennoch zahlen viele Dl zumindest ordentlich. Schaut euch mal diverse 
KMUs an. Die liegen oft locker 40 % unter IGM-Niveau (auf Stundenlohn 
bezogen).

Autor: Gredi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo "im Süden",

ich kann leider nur von hier in Ingolstadt berichten. Mein Vorgänger der 
seine Bachlorarbeit bei bertrandt oder besser gesagt bei Audi über 
Bertrandt geschrieben hatte wurde direkt übernommen und arbeitet jetzt 
über Bertandt bei Audi.
Als ich Ihn gefragt hatte was er verdient und ausgehandelt hat, meinte 
er gut über 40 k im Jahr. Mehr wollte er leider nicht sagen, aber ein 
anderer Kollege meinte, dass Einstiegsgehälter von 3000 bis 3600 üblich 
sind, kommt einfach drauf an was du mit dem teamleiter verhandelst. 
Natürlich wird er dich versuchen für so billig wie möglich einzustellen, 
aber ich denke, dass ist überall so. Die Arbeitszeit beträgt 40 std die 
Woche aber man hat Gleitzeit, Überstunden werden natürlich bezahlt sowie 
Urlaubs und Weihnachtsgeld. Ich werde mich mal morgen nochmal über die 
üblichen Extraleistungen schlau machen, da ich mir nicht mehr ganz so 
sicher bin.
Aber wenn man überlegt, ich hab nen Master und mein Vorgänger "nur" nen 
Bachlor und hat schon einen festen Job arbeitet direkt bei Audi, dann 
kann man sich ja vorstellen wo er mit seinen 22 in 2 bis drei Jahren 
arbeiten wird wenn er da swieso schon ist. hinzu kommt noch, dass sein 
einstiegsgehalt auch nicht schlecht ist und durchschnittlich laut 
Staufenbiel oder Spiegel gehaltscheck. Wie gesagt, näheres kann ich dir 
gerne über Email sagen, da ich selber erst 2 Wochen da bin und nicht 
sicher bin ob über das Forum soviele Einzelheiten erählen sollte. Ich 
mach mich morgen schlau, schreib mir dann einfach.

Autor: PostMortem (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gredi schrieb:
> Zu PostMorten kann mann nur den Kopf schütteln, weil wieder jemand redet
> der absolut keine Ahnung hat und gerne seinen Sempf abgibt. Aufsteigen
> kannst du bei Bertrandt genau so wie in jedem anderem Unternehmen auch.
> (lead engineer,teamleiter,abteilungsleiter,...).

Hinsichtlich der falschen Schreibweise von Senf empfehle ich, mal auf 
Youtube nach "Rüdiger Hoffmann - Senf" zu suchen. Ist sehr lustig.

Und was macht man dann als Lead Engineer bei Bertrandt? Was passiert, 
wenn man den Kunden wechselt und vom neuen Arbeitsgebiet null Ahnung 
hat? Wie kann man dann Lead Engineer sein?

Autor: jung, naiv, sucht...? (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wernichtsuchtderfindetnichts schrieb:
> keine
> Übernahme der Anfahrtskosten

In meiner Einladung steht aber das sie genau das tun wollen.


Da hier ja wirklich fast jeder die Dienstleister verteufelt, nehme ich 
mich doch noch mal den "Mittelständischen Unternehem um die Ecke" an. 
Mal sehen was da bei raus kommt.

Autor: Gredi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ postmortem: Hab ich mir angeschaut, tatsächlich lustig.

Als Lead Engineer ist man bei Projekten der Ansprechspartner für den 
Kunden. Man hat halt seine Leute unter sich und organisiert das 
jeweilige Projekt ( wer macht was, wann, wo) Ab Stufe Teamleiter hat man 
dann auch Personal- und Recruitiung Aufgaben, auch Beschaffung von 
Projekten, Verhandlungen, Budgetverantwortung etc. Der Abteilungsleiter 
ist für eine ganze Abteilung tätig. Zum Beispiel sind wir hier E 8, das 
entspricht bei Audi die gleiche Abteilung EG 8, Entwicklung 
Gesamtfahrzeug. Was aber der Abteilungsleiter genau macht, weis ich 
nicht, ich weis nur, dass er jeden morgen reinkommt und jeden die Hand 
schüttelt :)

Nochmals zu dir Postmortem, ich kann dein Bedenken durchaus verstehen, 
auch ich wusste nicht sicher, wo ich zusagen sollte, hab es mir 
angeschaut und mich hierfür entschieden. Ich mein, natürlich ist es toll 
direkt für Audi oder andere Hersteller zu arbeiten und wenn ihr dort 
direkt reinkommt dann ist doch gut. Falls nicht, dann bleiben euch noch 
die KMUs, die von den Konditionen her genauso oder schlechter als DLs 
sind. Man darf ja auch nicht vergessen, hier in Ingolstadt ist Bertrandt 
ein Unternehmen von mehr als 1200 Leuten und europaweit und in den USA 
sind es insgesamt über 8000 Mitarbeiter. Das sind doch ganz andere 
Dimensionen als bei kleinen KMUs.

Und von Sklaventreiber und andere hier oft benutzten Wörter kann doch 
garnicht die rede sein. Ihr müsst doch selber wissen was ihr wollt, für 
welche Kriterien Ihr arbeiten würdet, zwingen tut euch nimenad zu 
nichts.(Gehalt, Aufgabenbereich, Position, Aufstiegsmöglichkeiten, 
Reisen,...)

Ihr könnt auch nicht Spitzenunternhemen Audi, BMW, Mercedes, etc. als 
Messlatte und Vergleich nehmen. Klar zahlen die besser, klar haben die 
bessere Konditionen, aber dort bewerben sich doch Tausende im Monat auf 
5-8 frei Stellen, ist doch dann verständlich, dass die sich nur die 
Besten aussuchen. Um überhaupt eingeladen zu werden, müsst ihr einen 
guten Schnitt haben, min. ein Auslandssemester und ein Praktikum in den 
Bereich der gesucht wird, und dann werdet Ihr erstmal ins Assessment 
Center geladen ( wenn überhaupt ).

Man muss natürlich auch bedenken, wenn Audi oder andere Hersteller eine 
Stelle haben, und dort ist einer vom DL, arbeitet schon ein Jahr im 
gleichen Team in der gleichen Abteilung und macht die gleiche Aufgabe, 
für die eine interne Stelle gesucht wird, ist es doch dann auch logisch, 
dass die sich nicht die Mühe machen nach jemand Anderem zu suchen. Die 
kennen den Arbeiter, wissen was sie kaufen und stellen den ein. Ist 
nunmal so, da kann werder der DL noch der Hersteller was, auch wenn euch 
das nicht passt. So läufts in jedem Unternehmen, egal wo Ihr arbeitet.

Nochmal zu dem Thema Projektwechsel und neue Aufgabenbereiche zugeteilt 
bekommen. Das kommt doch in jedem Unternehmen mindestens einmal im Jahr 
vor. Heutzutage kannst du doch nicht sagen, ich mache eine zugeteilte 
Aufgabe mein Leben lang, oder über Jahre hinweg. Das geht vielleicht als 
Bandarbeiter, aber bei Akademikern in JEDER Branche und Fachrichtung 
gibt es sowas schon lange nicht mehr.

Autor: Hakan (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Als Berufseinsteiger ist man natürlich sehr motiviert und 
enthusiastisch.
Jetzt arbeite erst mal ein zwei Jahre dort und dann sprechen wir nochmal 
drüber. Ich wünsche dir das zu nicht zu hart an die Realität 
ranklatschst.

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gredi schrieb:
> Das kommt doch in jedem Unternehmen mindestens einmal im Jahr
> vor. Heutzutage kannst du doch nicht sagen, ich mache eine zugeteilte
> Aufgabe mein Leben lang, oder über Jahre hinweg.

Nur die DL verkaufen dich beim Kunden als Experten, der das bereits 
kann.
Als direkt Festangestellter, kenne ich bei neuen Aufgaben das 
Unternehmen schon und weiß, wie der Hase läuft.
Die neue Aufgabe ist dann meistens im gleichen Haus und nicht ggf. 
hunderte Kilometer entferrnt.
Mit überwiegend den gleichen Kollegen zusammenarbeiten macht mir 
zumindest mehr Spass, als alle Nase lang komplett neue Kollegen zu 
haben.

Jedes Gehalt mit dem eines bei Audi oder Porsche angestellten zu 
vergleichen macht depressiv.

Autor: Guast (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Wernichtsuchtderfindetnichts
>Das Verhalten vor dem Gespräch war übrigens unterstes Nieveau keine
>Übernahme der Anfahrtskosten, 30 Minuten Wartezeit inmitten der
>Konstruktionsabteilung (bekommt man schnell einen Überblick wie dort
>gearbeitet wird;)), keine Getränke angeboten bekommen, sehr kurze
>Vorstellung der Gesprächspartner usw.



Man braucht nur diesen Beitrag zu lesen ( 
Beitrag "Bertrandt gut?" ), dass sagt schon 
alles, an welchen Fronten die Firma für gute PR kämpft.
Auf jeden Fall nicht auf der Seite der (potentiellen) Mitarbeiter.

Autor: Robert K. (Firma: Medizintechnik) (robident)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gredi schrieb:
> Nochmal zu dem Thema Projektwechsel und neue Aufgabenbereiche zugeteilt
>
> bekommen. Das kommt doch in jedem Unternehmen mindestens einmal im Jahr
>
> vor. Heutzutage kannst du doch nicht sagen, ich mache eine zugeteilte
>
> Aufgabe mein Leben lang, oder über Jahre hinweg. Das geht vielleicht als
>
> Bandarbeiter, aber bei Akademikern in JEDER Branche und Fachrichtung
>
> gibt es sowas schon lange nicht mehr.

Sehr richtig!

Deshalb finde ich auch die oft gehörte Darstellung der Dienstleister, 
sie brächten mehr Abwechslung, komplett unpassend.

Autor: Gredi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Guast schrieb:
>>Wernichtsuchtderfindetnichts
>>Das Verhalten vor dem Gespräch war übrigens unterstes Nieveau keine
>>Übernahme der Anfahrtskosten, 30 Minuten Wartezeit inmitten der
>>Konstruktionsabteilung (bekommt man schnell einen Überblick wie dort
>>gearbeitet wird;)), keine Getränke angeboten bekommen, sehr kurze
>>Vorstellung der Gesprächspartner usw.
>
>
>
> Man braucht nur diesen Beitrag zu lesen (
> Beitrag "Re: Bertrandt gut?" ), dass sagt schon
> alles, an welchen Fronten die Firma für gute PR kämpft.
> Auf jeden Fall nicht auf der Seite der (potentiellen) Mitarbeiter.


Wie kommst du denn drauf, dass die Anfahrtskosten nicht übernommen 
werden. Das habe ich bis jetzt noch nie gehört.

PR macht hier auch keiner mehr, und ob man es glaubt oder nicht, täglich 
bewerben sich im schnitt 100-150 Kandidaten (allein in Ingolstadt), und 
die bekommen sogar,- jetzt halt dich fest, 
"wernichtsuchtderfindetnichts"-, einen Kaffee angeboten. Aber ich denke 
du bist da mit so ner Miene und negativen Einstellung rein, dass sie 
dich absichtlich haben warten lassen, dir nichts zu trinken geben 
wollten und sogar auf Bertrandt´s Vorschrift gepfiffen haben und dir 
keine Anfahrtskosten bezahlt wurden.

Hakan schrieb:
> Als Berufseinsteiger ist man natürlich sehr motiviert und
> enthusiastisch.
> Jetzt arbeite erst mal ein zwei Jahre dort und dann sprechen wir nochmal
> drüber. Ich wünsche dir das zu nicht zu hart an die Realität
> ranklatschst.

Welche Realität meinst du genau, Hakan. Bitte um Erklärung. Mit 
Enthusiasmus hat das doch garnichts zu tun, ich berichte nur, was ich 
hier direkt selber sehe und mitbekomme, mehr nicht. Ich glaub der 
einzige, der wirklich was zu der Realität sagen kann, bin ich in diesem 
Forum, alle anderen Beiträge hören sich an, als hätte mal einer 
irgendwas gehört und der hätte dem anderem erzählt, dass bla bla bla.

Ich schrieb:
> Jedes Gehalt mit dem eines bei Audi oder Porsche angestellten zu
> vergleichen macht depressiv.

Das ist wohl wahr, die arbeiten 35 std die Woche und verdienen mehr als 
jeder Andere, mittags ist dann aber erstmal "Würschtle Essen" angesagt, 
da lassen sich die netten Ingenieure bei Audi besonders gerne viel Zeit. 
Eigentlich ein Witz, was die da machen. Genau deshalb will ja jeder 
dahin, wenig Arbeit, viel Kohle.

Autor: Wernichtsuchtderfindetnichts (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
"Aber ich denke du bist da mit so ner Miene und negativen Einstellung 
rein, dass sie dich absichtlich haben warten lassen, dir nichts zu 
trinken geben wollten und sogar auf Bertrandt´s Vorschrift gepfiffen 
haben und dir
keine Anfahrtskosten bezahlt wurden."

GREDI da siehste mal den Unterschied bei den Dienstleistern mag ja sein 
dass es in Ingolstadt so geregelt wird.
Und wer geht den heute mit einer negativen Einstellung in ein 
Vorstellungsgespräch, dann kann man ja gleich zuhause bleiben.
Ich bin wie zu jedem Gespräch mit Anzug hingegangen und hab mich gut 
vorbereitet. Um es Dir nochmal genauer zu erklären, die Gesprächspartner 
haben sich beim Verabschieden noch dafür entschuldigt, dass Sie mir 
nichts angeboten haben, weil Sie es dann selber gemerkt haben. Ich mein 
ich hätte ja zwischendurch fragen können, weil die Getränke neben dem 
Tisch standen, aber nunja war es halt von vorherigen Gesprächen gewohnt 
das sowas gang und gäbe ist und nicht nachgefragt werden muss. Für mich 
war dieses Verhalten einfach nur unprofesionell und zeigte mir das Sie 
sich nicht auf das Gespräch vorbereitet haben. Hinzukommt noch das die 
Gesprächspartner nicht die waren, die in der Einladung angeben worden 
sind.
Es kam mir so vor als wollten die mit meinen Daten und Qualifikationen 
ihre potentielle Mitarbeiterdatei füllen. Daher hab ich am Anfang den 
Zettel nicht unterschrieben indem ich Bertrandt genehmigen sollte die 
Daten auch bei einer missglückten Bewerbung weiter zu verwenden. 
Desweiterem hab ich mein Profil im Karriereportal deaktiviert und meine 
Daten löschen lassen. In meiner Einladung stand auch nichts von 
Übernahme von Anfahrtskosten.
Habe nachgehakt gehabt und die Antwort war erst ab weiteren Gesprächen 
mit Teamleitern über die Projekte wird das bei Bertrandt so gehandhabt.
Solche standortabhängigen Unterschiede innerhalb eines Unternehmens sind 
für mich nicht nachvollziehbar aber kommen auch in anderen Unternehmen 
vor.
Und ich habe nur MEINE Situation beschrieben, verallgemeinern kann man 
Sie nicht. Daher war mein Schlußsatz ja auch wer bei einem Dienstleister 
arbeiten will kann dies gerne tun, nur ich werde es nicht tun...

Autor: Gute und schlechte Arbeitgeber (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wernichtsuchtderfindetnichts schrieb:
> In meiner Einladung stand auch nichts von
> Übernahme von Anfahrtskosten.

Steht da auch meistens ned drin und bedeutet automatisch, dass sie 
übernommen werden und auch müssen, Gesetzgebung. Nur eine schriftliche 
Ausschließung vorher ist rechtgültig. Betrandt übernimmt aber die 
Anfahrtskosten, selbst Ferchau. Allerdings muss man bei Ferchau im 
Vorstellungsgespräch nachhaken wie die Erstattung läuft, von selber 
kommen die nicht auf einen zu. Bei Bertrandt ist das anders. Gute 
Unternehmen geben einem gleich einen Bogen mit den Angaben zu den 
Kilometern, oder wollen die Fahrscheine sehen, dann noch Bankverbindung 
angeben und die Kohle kommt innerhalb eines Monats.

Autor: Claudia (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Durch Zufall habe ich diesen Thread entdeckt.
Mehrfach wird hier der Name "Claudia" erwähnt und mit mir in Verbindung 
gebracht.
Zum erwähnten Zeitpunkt habe ich bereits längere Zeit nicht mehr bei 
Bertrandt gearbeitet und auch darüberhinaus keinerlei Marketing für 
Bertrandt betrieben. Mein Name steht daher nicht Verbindung zu den oben 
genannten Spekulationen.
Wer mich und meine Arbeitsweise kennt, wird dies ohnehin erkannt haben.

Claudia Remsing

Autor: BaQila (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo zusammen,

Würde mich interessieren, ob hier jemanden von euch Erfahrung mit 
Bertrandt in Rüsselsheim gemacht hat.

Wie läuft das Vorstellungsgespräch dort ab und wie sieht mit gehälter 
aus?

gruß
BaQila

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
BaQila schrieb:
> mit
> Bertrandt in Rüsselsheim gemacht hat.

Eigentlich ungewöhnliches, nur es werden deine Englisch-Kenntnisse in 
Form eines kurzen einfachen Gespräches getestet.
Denn es könnte sein das GM-Mitarbeiter mal vorbeischauen.

Autor: BaQila (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo zusammen,

Ich schrieb:

>Eigentlich ungewöhnliches, nur es werden deine Englisch-Kenntnisse in
>Form eines kurzen einfachen Gespräches getestet.
>Denn es könnte sein das GM-Mitarbeiter mal vorbeischauen.

Es kommt auf die Stelle an oder wird allgemein Englisch während des 
Gespräches getestet?

Das wird schon hart sein!

Ist das typisch bei Bertrandt in Rüsselsheim?

Gruß
BaQila

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
BaQila schrieb:
> Es kommt auf die Stelle an oder wird allgemein Englisch während des
> Gespräches getestet?
>
> Das wird schon hart sein!
>
> Ist das typisch bei Bertrandt in Rüsselsheim?

Keine Ahnung, ob das immer getestet wird.
Aber Bertrandt Rüsselsheim arbeitet wohl hauptsächlich für Opel- GM.
Da tauchen auch mal GM-Leute auf, etwas Englisch ist da wohl unerlässig.

Also, ein paar Worte auf Englisch solltest du halbwegs flüssig 
rausbekommen.
Ich glaube nicht, daß man dort, je nach Stelle, einen Fachvortrag in 
Englisch halten können muss.

Autor: BaQila (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo zusammen,


Vielen Dank für deine Infos.

Eine Frage hätte ich noch und zwar wie läuft das Gespräch dort 
allgemein?

Und vielen Dank nochmal.

Gruß
BaQila

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
BaQila schrieb:
> Hallo zusammen,
>
>
> Vielen Dank für deine Infos.
>
> Eine Frage hätte ich noch und zwar wie läuft das Gespräch dort
> allgemein?

Ganz normal, als ich da war.
Man erzählt so, was man bisher so gemacht hat, Ausbildung, Studium, 
Berufserfahrung, die erzählen so, was die machen und suchen.

Ich denke, es hängt sehr stark davon ab, als was man sich dort beworben 
hat.
Meine Englischkenntnisse wurde sonst eher selten mal angetestet.
Übe einfach mal ein paar Sätze, falls Fragen zum letzten Urlaub oder 
irgendwelchen Hobbys auf Englisch kommen sollten.

Autor: Olaf (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

habe vor mich bei Bertrandt Services GmbH zu bewerben.
Es wurde hier viel über Gehalt geschrieben, allerdings nicht für meine 
Region.
Wie viel, ungefähr, kann ich verlangen beim Vorstellungsgespräch?
Ich bin ein Dipl.-Ing mit 4 Jahre BE.
Region - Sachsen.
Danke voraus.

Autor: bankok (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
"Aktuell Berufseinsteiger bei Bertrandt :

Diplom Ing. oder Master Abschluss = 45 k bis 48 k"

Und nach Bachelor?
komme ich mit 43k durch?

Autor: luis (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mit 8 Jahren Erfahrung, wieviel @ Audi als Extern?
Vielen dank

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
luis schrieb:

> Vielen dank

Bitte sehr. Gern geschehen.

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Lebenskünstler schrieb im Beitrag #2943400:
> Den Laden könnt ihr vergessen! Ist ja ein Kindergarten!

Deine Erwartungen wurden also zu 100% bestätigt?

Wobei Bertrandt sich gegenüber vielen anderen noch positiv hervorhebt.

Autor: Würfelratte (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
bankok schrieb:
> "Aktuell Berufseinsteiger bei Bertrandt :

> Diplom Ing. oder Master Abschluss = 45 k bis 48 k"
>
>
>
> Und nach Bachelor?
>
> komme ich mit 43k durch?

Ich kenne einen, der hat bei Bertrand 43k als Master geboten bekommen. 
Der war 28 und hatte Auslandserfahrung und den Master von der TU.

Autor: Homer (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ahmet Yildirim schrieb im Beitrag #2850257:
> Ahmetyildirim@gmx.net

hehe! @gmx.net
...scheint seriös zu sein

Autor: Henry (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die Bertrandt-Aktie ist in der letzten Zeit stark gestiegen.
Da bin ich mal gespannt, ob sich das auch in den jährlichen 
Gehaltsverhandlungen mit dem Chef bemerkbar machen wird.

Autor: Mark B. (markbrandis)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Henry schrieb:
> Die Bertrandt-Aktie ist in der letzten Zeit stark gestiegen.
> Da bin ich mal gespannt, ob sich das auch in den jährlichen
> Gehaltsverhandlungen mit dem Chef bemerkbar machen wird.

Nein, der Aktienkurs (besser gesagt: die aktuelle Marktkapitalisierung) 
ist kein brauchbarer Gradmesser dafür. Aktienkurse schwanken stark und 
geben eben oftmals nicht den inneren Wert eines Unternehmens an.

Besser: Die Firmenbilanz lesen, schauen ob Umsatz/Gewinn gestiegen sind. 
Falls sie es sind, und der Vorgesetzte im Mitarbeitergespräch eine 
Gehaltserhöhung verweigert, dann dezent darauf hinweisen dass das Geld 
dafür doch offenbar vorhanden ist. Als Beweis auf eben die Jahresbilanz 
bzw. die Quartalsberichte verweisen.

Ob es was nützt ist völlig ungewiss, aber zumindest versuchen kann man's 
ja. Zumindest das Argument "für eine Gehaltserhöhung ist kein Geld da" 
kann man damit wirksam entkräften, wenn die wirtschaftliche 
Entwicklung der Firma das hergibt.

Autor: Lasst mich A. (ich_bin_durch)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Henry schrieb:
> Die Bertrandt-Aktie ist in der letzten Zeit stark gestiegen.
> Da bin ich mal gespannt, ob sich das auch in den jährlichen
> Gehaltsverhandlungen mit dem Chef bemerkbar machen wird.

Villeicht macht es sich wirklich bemerkbar. Wenn die Chefs die Gehälter 
noch weiter drücken können kaufe ich mir auch Bertrandt Aktien :)

Autor: Testimonial (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich sag nur:

:-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-):-)


Autor:  Jan (Gast)
 Datum: 16.06.2011 16:49
Hallo Claudia,

hier das neue Testimonial für die Internetforen. Bitte heute noch
bearbeiten. Falls nötig wie üblich auf 2 - 3 besonders negative
Statements eingehen.

Gruß, Alexander




Testimonial, Int.-Nr: 57261-11-06-16:


Ich möchte auch mal kurz über meine Erfahrungen mit Bertrandt berichten.
Zuerst einmal kann ich all das negative Gerede überhaupt nicht
verstehen. Ich bin nun schon seit über 3 Jahren hier beschäftigt und
gerade rückblickend kann ich sagen, dass es mir viel gebracht hat und
auch meistens Spass macht.

Meine Bewerbung wurde zügig bearbeitet, nach wenigen Tagen gleich eine
Einladung zum Gespräch. Die Leute bei Bertrandt waren freundlich und
kompetent. Es wurde mein Lebenslauf besprochen und meine Stärken
ermittelt. Bei der Projektvergabe wurden meine Wünsche auch
berücksichtigt. Gerade am Anfang hatte mein Ansprechpartner bei
Bertrandt immer ein offenes Ohr für mich.

Mittlerweile bearbeite ich erfolgreich mein 5. Projekt. Die Projekte
wurden mit der Zeit immer anspruchsvoller und komplexer. Gerade die
Erfahrung in verschiedenen Firmen hat mich enorm weitergebracht. Mir
liegt es einfach, mich schnell in neue Aufgaben und Strukturen
einzuarbeiten. Übernahmeangebote hatte ich übrigens auch schon. Aber ich
werde auf jeden Fall noch ein paar Jahre bei Bertrandt bleiben. So viel
und schnell kann man sonst nicht lernen!

Noch kurz zum Gehalt. Geld ist für mich zwar nicht alles, aber das
Gehalt hat hier von Anfang an gepasst. Es gab deutlich mehr, als bei den
meisten Mittelständlern. Leistung zahlt sich besonders aus, und so
konnte ich mein gutes Anfangsgehalt schon kräftig steigern.

Bertrandt ist ganz klar eine Empfehlung.

Gruß, Jan

 |

Autor: Henry (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mark Brandis schrieb:


>
> Nein, der Aktienkurs (besser gesagt: die aktuelle Marktkapitalisierung)
> ist kein brauchbarer Gradmesser dafür. Aktienkurse schwanken stark und
> geben eben oftmals nicht den inneren Wert eines Unternehmens an.
>
> Besser: Die Firmenbilanz lesen, schauen ob Umsatz/Gewinn gestiegen sind.
> Falls sie es sind, und der Vorgesetzte im Mitarbeitergespräch eine
> Gehaltserhöhung verweigert, dann dezent darauf hinweisen dass das Geld
> dafür doch offenbar vorhanden ist. Als Beweis auf eben die Jahresbilanz
> bzw. die Quartalsberichte verweisen.
>


Umsatz und Gewinn sind bei Bertrandt auch gestiegen.
jährliche Gehaltsverhandlung: Chef bot 2,5% (Inflationsausgleich)
letztendlich geeinigt auf ca. 5% Gehaltserhöhung

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Lasst mich Arzt schrieb:
> Villeicht macht es sich wirklich bemerkbar. Wenn die Chefs die Gehälter
>
> noch weiter drücken können kaufe ich mir auch Bertrandt Aktien :)

Noch besser:
du machst einen Ing.-Dienstleister auf und in 3-5 Jahren vertickts du 
den Schuppen an eine int. tätige Zietarbeitsfirma!

Autor: Bahnhofskneipenbesucher (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
da ich mich mit solchen Firmen erst gar nicht weiter beschäftige ( Siehe 
Testmonial ) wusste ich gar nicht, dass die eine AG sind. Aber sind sie 
anscheinend. Hab mir mal den Kurs angeschaut. Derzeit ist er extrem 
hoch. Letzes Jahr war er erheblich niedriger, aber die Dividende echt 
sehr gut, ca 5 %, inkl Kurssteigerung von ca. 60 auf 80 Euro ist das 
natürlich bombig. Auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist sehr gut, liegt 
besser als der Schnitt bei den DAX Unternehmen. Allerdings glaube ich, 
dass es dieses Jahr etwas bergab mit allem zu tun hat was Autoindustrie 
ist. Daher könnte es gut sein, dass die Aktie etwas sinkt. Wenn aber die 
Gewinne gleich bleiben, ergibt sich wieder eine gute Dividene. 
Jedenfalls danke für den Tipp, werde die Aktie weiter beobachten :-)

Autor: Henry (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Es gibt 2 Euro pro Aktie als Dividende.
Rekordwert für eine Bertrandtaktie

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bahnhofskneipenbesucher schrieb:
> Wenn aber die
> Gewinne gleich bleiben, ergibt sich wieder eine gute Dividene.
> Jedenfalls danke für den Tipp, werde die Aktie weiter beobachten :-)

Dir ist aber klar, das die Bertrandt Aktie keine Substanz im Form von 
Immobilien, Rechte, Beteiligungen oder Anlagen hat!
Also du schon hoffen mußt, dass der Kurs stabil bleibt und die Dividende 
noch zulegt.

Autor: Anti Bertrandt (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
$$OoOoOoOoO$$ schrieb:
> was haltet ihr von Bertrandt?

Nichts.

Gleiche Arbeit, weniger Geld. Die OEMs sollen endlich mal wieder direkt 
einstellen ohne Zwischenhändler zu bezahlen.

Im Kölner Raum verseuchen sie mit ihren Niedriglohnangeboten für 
Ingenieure die Stellenanzeigen.

Will für meine Arbeit ordentliches Geld ohne das ein Dritter dran 
verdient, will für meine harten Jahre an der Uni eine ordentliche 
Perspektive direkt beim OEM.

Verdammte Dienstleister, verdammte Trittbrettfahrer, die an meiner 
Arbeit mitverdienen wollen. Echt eine Seuche in Deutschland.

Also, meidet Bertrandt und Co.!

Autor: HK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich kann es nur aus meiner Sicht erzählen, einem Bachelor-Absolventen:
Ich hatte vor Kurzem ein Bewerbungsgespräch, dieses lief locker, damit 
meine ich in einer angehmen Atmosphäre, ab.Es waren 3 Personen. Sie 
waren auch gut vorbereitet, hatten sich Stellen im Lebenslauf makiert 
und angsrochen.Tipp: Schreibt in den Lebenslauf eure erworbenen 
Softskills mit rein (Team, -krtikfähig usw.). Außerdem wurden die Noten 
angesprochen (warum manche nicht so gut waren wie sie gerne hätten) 
sowie Fachliche Inhalte. Z.B. Osireferenzmodell, Can - Bus, 
Regelunstechnik, Elektrischekenngrößen mit Hydraulischen vergleichen 
(Druck = Elektr.Spannung, Volumenstrom = Elektr. Strom usw.)etc..Es ging 
auch um mein Privatleben, Hobbys, Lebensgemeinsschaft, ob ich vorhabe 
meinen Wohnort zu wechseln. Am besten kam es wohl an wenn man ein 
bischen ungezwungen redet, also immer etwas mehr als man gefragt wurde 
(aber natürlich keinen Blödsinn). Auf das Gehalt wurde auch eingegangen, 
da habe ich so 40k+ € genannt.
Von deren Seite wurde Bertrandt nicht zuviel über den grünen Klee 
gelobt, so das ich den Eindruck eines MA-Fishing hatte. Sie haben haben 
mir, für die Auswertung des Gespäches und die daraus folgende 
Entscheidung eine Woche genannt.
Zudem wollte ich hier gerne nochmal was los werden:
Wenn hier schon die Erfahrungen ausgetauscht werden, egal ob positiv 
oder negativ, dann aber bitte mal etwas differenzierter! Bertrandt hat 
viele Standtorte und ist noch unterteilt in AG und Service. Hier wird 
meistens alles nur pauschal geschrieben, damit ist keine wirkliche 
Meinungsbildung möglich.
Auch muss jeder selbst wissen wie er weitermachen möchte, da finde ich 
es nicht angebracht die Menschen dumm zumachen, die sich für den Weg mit 
einem Dienstleister entschieden haben.
Man kann nicht auf die perfekte Anstellung hoffen und warten. Wie schon 
vorher angesprochen, denke ich auch das manche Vergleiche die hier 
getroffen wurden hinken. Man kann keinen DL mit Bosch, VW, BMW oder Audi 
vergleichen!

Autor: Ömer (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gähhhnnn. War heute mal wieder ein Testimonial fällig, Claudia?

Autor: Cyblord -. (cyblord)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
HK schrieb:
> Ich kann es nur aus meiner Sicht erzählen, einem Bachelor-Absolventen:

Als Bachelor hat man nun auch nicht so die Wahl. Wer will einen denn da 
sonst. Da muss man bei den Dienstleistern doch Schlange stehen.

gruß cyblord

Autor: Ex-Bertrandt Bewerber (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich hatte mich mal bei Bertrandt in Köln beworben.

Wir waren 3 Leute: der Entwicklungsleiter, eine junge Dame aus der 
Personalabteilung und ich.

Es war locker, und es kamen die üblichen Fragen: warum ich mich bei 
Bertrandt beworben hätte, was ich zuvor gemacht habe, wie ich mir meine 
Arbeit bei Bertrandt vorstellte und was ich verdienen wollte.

Ich legte los, ohne nun zum Dampfplauderer zu werden. In der 
Ausschreibung stand der übliche Text, von wegen Leute mit Lust am 
Entwickeln, Tüftler usw. wären bei Bertrandt richtig.

Nun gut, ich hatte mein Hobby zum Beruf gemacht und Nachrichtentechnik 
an der Uni studiert und wollte unbedingt mit Mikrocontrollern 
weitermachen. Zuvor hatte ich schon 3 Jahre in der Entwicklung 
gearbeitet, u.a. Softwareentwicklung und Validation im Automotive.

Danach gefragt, erzählte ich dem Entwicklungsleiter von meinen 
bisherigen Tätigkeiten. Er schaute gelangweilt in den Raum, manchmal 
auch mich an. Gut, Ruhe bewahrt und freundlich auf seine Fragen 
eingegangen, richtiges Interesse zeigte der gute Mann nicht.

Meine Gehaltsforderung lag mit den 3 Jahren Erfahrung und genügend 
Elektronikkenntnissen im Bereich Mikrocontroller bei 42k brutto - ich 
meine, nicht zuviel.

Als der gute Mann dann zu seinen Entwicklern ging, um sie auf meinen 
Besuch vorzubereiten, sagte mir die Personaltante, dass meine 
Gehaltsforderung etwas zu hoch sei, und fragte mich, wie weit ich denn 
tählich zu fahren hätte. Ich antwortete ihr, ca. 50km pro Strecke, was 
im Köln Bonner Raum nun wirklich normal ist. Wäre ja etwas weit. Hä? Nun 
gut, sollte ja nicht ihr Problem sein, dachte ich mir.

Nach dem Besuch in der Entwicklung hörte ich von Bertrandt nichts mehr, 
obwohl es auch hier recht angenehm lief - gut, die Entwickler schienen 
schwer beschäftigt und genervt, von Bewerbern unterbrochen zu werden.

Wochen später rief ich an, um mich zu erkundigen, wie der Stand der 
Dinge nun sei: Zusage oder Absage???

"Ja hat Sie Herr Bauer noch nicht zurückgerufen?", nein antwortete ich. 
"Hmm, das wird er aber noch machen, er ist am Montag wieder da".

Tja, die Prozedur wiederholte sich 5mal, bis ich aufgab - resigniert und 
schwer enttäuscht, einem Bewerber NOCH NICHT EINMAL ABZUSAGEN!!!

WAS IST DAS EIGENTLICH FÜR EIN BENEHMEN? Ist die Generation Facebook und 
Dschungelcamp nun in den Personalabteilungen bei Bertrandt eingekehrt? 
Ich meine, man ist ja Einiges gewöhnt, dass Anstand und Respekt zwar von 
Unternehmen gerne gefordert, selten aber von deren Seite gezeigt werden!

Nach diesem Bertrandt-Desaster habe ich mich woanders beworben, 
innerhalb weniger Monate weit mehr als 42k brutto an Jahresgehalt und 
bin als erfolgreicher und begeisterter Entwickler tätig.

Bertrandt ist einfach zu blöd und unfähig, den Bewerbern erst einmal ein 
Chance zu dem einzuräumen, was sie in ihren Standardausschreibungen so 
alles ankündigen.

Der Laden ist der letzte Mist, typisch Dienstleister: viel verlangen, 
wenig zahlen - aber dann über Fachkräftemangel jammern und die 
Jobsuchmaschinen massenweise mit Stellenangeboten verseuchen.

Dem Laden wünsche ich, dass er keine Leute mehr bekommt, um zu 
überleben. Mit Absagen kann man ja leben, aber Bewerber in der Luft 
hängen zu lassen, ist eine Schweinerei und hat nichts mit einem seriösen 
Unternehmen zu tun. Mein Arbeitgeber macht sowas jedenfalls nicht, 
obwohl wir weitaus größer und finanziell besser situiert sind als diese 
verkommene Dienstleisterklitsche.


Schönes Wochenende.

Autor: Ex-Bertrandt Bewerber (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
HK schrieb:
> Auf das Gehalt wurde auch eingegangen,
> da habe ich so 40k+ € genannt.

Boaah! Ist ja ein absolutes Supergehalt!

Halloooo, aufwachen, wir haben seit Anfang der 90er ca. 40% Inflation 
hinnehmen müssen, die Nettogehälter sind seit Jahren gesunken! Da hat 
ein Ingenieur in den 80ern ja inflationsbereiningt mehr gehabt als das, 
was dieser Laden da heute zahlen will!!!

Manno Mann, was für eine Ausbeute das heute ist, und das für Akademiker, 
die sicher in diesem Fachbereich ständig lernen und geistig schwer 
arbeiten müssen.

Bertrandt ist eben ein Dienstleister, vergleichbar mit einem römischen 
Schiff, wo die Sklaven unter Deck unter Leistungsdruck für Nichts rudern 
dürfen, damit die Kiste von der Stelle kommt und die wenigen Feldherren 
oben abkassieren und den Ruhm ernten.

Bertrandt = Arbeitgeber? Definitiv NEIN.

Autor: Ex-Bertrandt Bewerber (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
HK schrieb:
> Wenn hier schon die Erfahrungen ausgetauscht werden, egal ob positiv
> oder negativ, dann aber bitte mal etwas differenzierter! Bertrandt hat
> viele Standtorte und ist noch unterteilt in AG und Service. Hier wird
> meistens alles nur pauschal geschrieben, damit ist keine wirkliche
> Meinungsbildung möglich.

Siehst du, genau das mache ich. 3x eine Antwort von mir, 3x 
differenziert.

Und bitte: es ist die Aufgabe eines Unternehmens dafür zu sorgen, wie 
sie in der Öffentlichkeit rüberkommen, und NICHT des Bewerbers.

Oder soll der Bewerber deiner Meinung nach durch halb Deutschland tigern 
und sich bei sämtlichen Bertrandt-Niederlassungen bewerben? Wie bekloppt 
müsste man da sein?

Wenn hier ich zum Beispiel hier meine Erfahrung mit dem Kölner Standort 
nenne, und diese negativ ausfällt, ist es dann mein Problem, wenn 
anschließend der ganze Laden einen negativen Touch bekommt? Sicher 
nicht!

Um es mal klarzustellen: ich erwarte nicht mit jeder Bewerbung, dass ein 
Arbeitgeber mir sofort zusagt (auch wenn's schön wäre), SONDERN dass er 
mir innerhalb eines akzeptablen Zeitraums eine Rückmeldung über die Zu- 
oder Absage gibt!

Wenn ich als Bertrandt-Manager einen Beitrag wie den ersten von mir 
lesen würde, dann würde ich dem Personalverantwortlichen in der 
entsprechenden Niederlassung einen Tritt verpassen und ihn 
rausschmeissen, es sei denn, es wird von höchster Management-Ebene 
akzeptiert oder ist so gewollt.

Warum? Weil solche Beiträge wie meiner für das Ansehen eines 
Unternehmens sicher nicht gut sind, es zeigt eher deren arroganten 
Umgang mit Bewerbern und regt manchen Kandidaten doch eher dazu an, es 
lieber woanders zu versuchen.

Der genannte Personalfuzzi sitzt heute noch in Köln, es ist schon ein 
paar Jährchen her.

Räumt euren Laden selber auf, denn am Ende siegt das wahre Gesicht, und 
nicht ein differenziertes Bild.

Autor: HK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ cyblord:
Also Schlange stehen musste ich bis her noch nicht außer im Supermarkt 
:0)

@ Ex-Bertrandt Bewerber:
Wenn ich das so lese kann ich deine Wut verstehen.
In WOB lief es gott sei dank nicht so schlimm ab.

Autor: Insider (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ex-Bertrandt Bewerber schrieb:
> WAS IST DAS EIGENTLICH FÜR EIN BENEHMEN?

Es geht noch schlimmer.  Sei froh, dass Du nicht bei einem der 
potenziellen Kunden vorstellen müsstest, ohne Festanstellung 
selbstverständlich. Erst wenn ein Kunde Ok gibt, kriegt man die Zusage. 
Deswegen wird es gezögert, man kommt in ein Pool rein und je nach 
Reihenfolge bieten Dich verschiedene Teamleiter ihren Kunden an.  Alles 
den Aktionären  geschuldet, Profit, Rendite, bloß keinen Leerlauf, bzw. 
interne Arbeit.

Autor: Rüdiger (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ex-Bertrandt Bewerber schrieb:
> Ich hatte mich mal bei Bertrandt in Köln beworben.
>
...
>
>
> Schönes Wochenende.

@Ex-Bertrandt Bewerber: Das was du beschreibst, ist aus meiner Sicht 
eher Stantort bedingt zu sehen. In Ehningen, Gaimersheim oder auch 
Wolfsburg läuft das anders ab. In Wolfsburg haben sie mittlerweile in 
einigen Bereichen Probleme, qualifiziertes Personal anzuwerben. Daher 
haben Neueinsteiger dort die Chance, mit einem für den 
Ing.-Dienstleistungssektor eher hohem Gehalt einzusteigen.
Auch bei der IAV zahlem sie sehr gut.

Autor: Ex-Bertrandt Bewerber (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rüdiger schrieb:
> @Ex-Bertrandt Bewerber: Das was du beschreibst, ist aus meiner Sicht
> eher Stantort bedingt zu sehen. In Ehningen, Gaimersheim oder auch
> Wolfsburg läuft das anders ab. In Wolfsburg haben sie mittlerweile in
> einigen Bereichen Probleme, qualifiziertes Personal anzuwerben.

Ja gut, dem Kölner Standort scheint's nicht viel besser zu gehen, sonst 
würden sie die Suchmaschinen nicht mit Stellenangeboten zupflastern. Die 
entscheidende Frage wäre, wie würden sich deine genannten Standorte in 
Zeiten verhalten, in denen das Angebot der Jobsuchenden größer ist als 
das der Arbeitgeber - so war's damals bei mir.

> Daher haben Neueinsteiger dort die Chance, mit einem für den
> Ing.-Dienstleistungssektor eher hohem Gehalt einzusteigen.
> Auch bei der IAV zahlem sie sehr gut.

Definiere bitte mal hohes Gehalt.

Abgesehen davon ist der ganze Dienstleistungssektor eh total missbraucht 
worden. Von der Politik ursprünglich zum Ausgleich von Spitzenlasten 
gedacht, wurde eine breite Masse an Dienstleister ausgelagert, um den 
Kündigungsschutz oder mehrmonatige Kündigungszeiten zu umgehen, "Hire & 
Fire" auf Deutsch eben.

Bertrandt ist da keine Ausnahme, auch wenn sie eigene 
Entwicklungsabteilungen besitzen. Sie verdienen als Dritte an der Arbeit 
des Ingenieurs mit, und das nicht schlecht.

Autor: Ex-Bertrandt Bewerber (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Insider schrieb:
> Es geht noch schlimmer.  Sei froh, dass Du nicht bei einem der
> potenziellen Kunden vorstellen müsstest, ohne Festanstellung
> selbstverständlich. Erst wenn ein Kunde Ok gibt, kriegt man die Zusage.
> Deswegen wird es gezögert, man kommt in ein Pool rein und je nach
> Reihenfolge bieten Dich verschiedene Teamleiter ihren Kunden an.  Alles
> den Aktionären  geschuldet, Profit, Rendite, bloß keinen Leerlauf, bzw.
> interne Arbeit.

Solche Firmen gehören alle öffentlich an den Pranger gestellt, damit sie 
von potentiellen Bewerbern gleich aussortiert werden können.

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das man sich als Bewerber erst beim Kunden vorstellen musst, bevor man 
verliehen wird, ist doch völlig normal, egal ob der Dienstleister 
Bertrandt, Ferchau oder wie auch immer heisst.

Dazu brauche ich keinen Pranger, da stehen dann eh alle vor.

Autor: Rüdiger (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ex-Bertrandt Bewerber schrieb:
> Rüdiger schrieb:
>> @Ex-Bertrandt Bewerber: Das was du beschreibst, ist aus meiner Sicht
>> eher Stantort bedingt zu sehen. In Ehningen, Gaimersheim oder auch
>> Wolfsburg läuft das anders ab. In Wolfsburg haben sie mittlerweile in
>> einigen Bereichen Probleme, qualifiziertes Personal anzuwerben.
>
>1. Ja gut, dem Kölner Standort scheint's nicht viel besser zu gehen, sonst
> würden sie die Suchmaschinen nicht mit Stellenangeboten zupflastern. Die
> entscheidende Frage wäre, wie würden sich deine genannten Standorte in
> Zeiten verhalten, in denen das Angebot der Jobsuchenden größer ist als
> das der Arbeitgeber - so war's damals bei mir.
>
>> Daher haben Neueinsteiger dort die Chance, mit einem für den
>> Ing.-Dienstleistungssektor eher hohem Gehalt einzusteigen.
>> Auch bei der IAV zahlem sie sehr gut.
>
> 2. Definiere bitte mal hohes Gehalt.
>
> Abgesehen davon ist der ganze Dienstleistungssektor eh total missbraucht
> worden. Von der Politik ursprünglich zum Ausgleich von Spitzenlasten
> gedacht, wurde eine breite Masse an Dienstleister ausgelagert, um den
> Kündigungsschutz oder mehrmonatige Kündigungszeiten zu umgehen, "Hire &
> Fire" auf Deutsch eben.
>
> 3. Bertrandt ist da keine Ausnahme, auch wenn sie eigene
> Entwicklungsabteilungen besitzen. Sie verdienen als Dritte an der Arbeit
> des Ingenieurs mit, und das nicht schlecht.

zu 1. Angebot und Nachfrage regelt nunmal auch die Gehaltshöhe. Das 
Einstiegsgehalt bei Bertrandt in Wolfsburg ist z.B. für Ings. von 2009 
(Krise) zu jetzt um ca. 20-25% gestiegen.

zu 2. Für einen Ing. (heute Bachelor) der ausser Schule und Studium 
nichts weiter vorzuweisen hat, sind 42-45k als Einstiegsgehalt + 
Weihnachts- und Urlaubsgeld + einmalige jährliche Erfolgsprämie + 30 
Urlaubstage + 100% Bezahlung der Überstunden schon nicht verkehrt.

zu 3. Bertrandt verdient mit beim Mitarbeiter, der im externen Einsatz 
arbeitet mit dazu. Im Gegensatz zu Brunel, Ferchau und Co. sind aber 
gerade die Inhouseprojekte bei Bertrandt deren großer Vorteil.

Ich persönlih finde es besser, bei oder über einem Dienstleister wie 
Bertrandt zu arbeiten und somit Berufserfahrung zu sammeln sowie ein 
dennoch anständiges Einkommen zu erhalten, als auf "bockig" zu machen, 
rumzujammern wie schlecht doch alles ist und vllt. monate oder jahrelang 
auf eine Stelle beim OEM zu spekulieren und in der Zeit dem Steuerzahler 
auf der Tasche zu sitzen.

Die Gehälter in mittelständischen Unternehmen sind auch nicht 
vergleichbar mit VW, BMW, Siemens, Bayer und Co.

Autor: Rainer (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wilhelm Ferkes schrieb im Beitrag #3082721:
> Rainer schrieb:
>
>> Wir haben immer noch zu viele Leute, denen es viel zu gut geht, obwohl
>> sie nichts leisten ..
>
> Stimmt, Heiner. Z.B. manche, die gerade auf der Privatyacht im
> Mittelmeer herum treiben, oder Schrottwohnungen an Hartzer vermieten.
> ;-)

Das auch!

Aber auch Leute, die sagen:

"Wieso sollte ich einen Job für 900,00 €/Netto annehmen, wenn mir das 
Amt alles (Miete, Essen, Betriebskosten, Krankenversicherung, 
Rentenversicherung, ...) zahlt?"

Wenn die Leute eben eine schlechte Erziehung genossen haben und nicht 
gelernt haben, dass man für sein eigenes Auskommen arbeitet, dann müssen 
sie es eben auf dem harten Weg lernen. Ganz einfach.

Diese Leute haben keinen Stolz. Halten lieber die Hand auf, lassen sich 
durchfüttern, anstatt (zumindest einen großen Teil) ihrer Haltungskosten 
selbst zu finanzieren.

Pack halt, nicht wahr?

Autor: Ex-Bertrandt Bewerber (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rüdiger schrieb:
> zu 2. Für einen Ing. (heute Bachelor) der ausser Schule und Studium
> nichts weiter vorzuweisen hat, sind 42-45k als Einstiegsgehalt +
> Weihnachts- und Urlaubsgeld + einmalige jährliche Erfolgsprämie + 30
> Urlaubstage + 100% Bezahlung der Überstunden schon nicht verkehrt.

Ja, dieses Angebot kann man ohne Weiteres als gut bezeichnen - für einen 
Anfänger. Und wie sieht's mit 45 aus? Bei Bertrandt ist da irgendwann 
Feierabend, und die OEMs sind immer froh, wenn sie Ältere durch billige 
Jüngere ersetzen können. Aufstiegschancen in jeder Hinsicht begrenzt.

Rüdiger schrieb:
> zu 3. Bertrandt verdient mit beim Mitarbeiter, der im externen Einsatz
> arbeitet mit dazu. Im Gegensatz zu Brunel, Ferchau und Co. sind aber
> gerade die Inhouseprojekte bei Bertrandt deren großer Vorteil.

Richtig.

Rüdiger schrieb:
> Ich persönlih finde es besser, bei oder über einem Dienstleister wie
> Bertrandt zu arbeiten und somit Berufserfahrung zu sammeln sowie ein
> dennoch anständiges Einkommen zu erhalten, als auf "bockig" zu machen,
> rumzujammern wie schlecht doch alles ist und vllt. monate oder jahrelang
> auf eine Stelle beim OEM zu spekulieren und in der Zeit dem Steuerzahler
> auf der Tasche zu sitzen.

Davon war bei mir auch nicht die Rede. Und sicher gehöre ich auch nicht 
zu dieser Gruppe. Kritik ist aber dennoch erlaubt.

Rüdiger schrieb:
> Die Gehälter in mittelständischen Unternehmen sind auch nicht
> vergleichbar mit VW, BMW, Siemens, Bayer und Co.

Kann mal pauschal nicht sagen, kommt auf das einzelne Unternehmen an, 
wenn ich dir aber weitestgehend zustimme.

Wenn ich mich aber für ein mittelständiges Unternehmen direkt 
entscheide, dann verdient aber auch kein Dritter mit, zudem zerstört er 
auch nicht die Festeinstellung von Ingenieuren bei OEMs wie VW usw. Das 
Klima dürfte auch persönlicher sein, also nicht vergleichhbar. 
Mittelständler gab's schon immer, Dienstleister in der heutigen 
Größenordnung sind das Desaster der Agenda 2010 unseres Gasmannes aus 
Niedersachsen.

Dienstleister spekulieren immer bevorzugt auf junges billiges Personal, 
die OEMs wollen ältere teurere Semester loswerden, die Symbiose zwischen 
beiden ist perfekt. Der Preis zwischen dem, was der OEM zahlt und dem, 
was der junge Ingenieur bei Bertrandt verdient ist jedenfalls hoch 
genug, damit auch Bertrandt noch gut davon leben kann, kenne die 
Verhältnisse recht gut. Der Ingenieur muss die gesamte Summer 
erwirtschaften durch Know How und schnelles Arbeiten, die Tätigkeit von 
Bertrandt begrenzt sich vorwiegend auf Verwaltung und Bereitstellung der 
Mittel. Nun ja, wer hat mehr Streß?

Moderne Umgehung des Kündigungsschutzes mit billigem Personal. Jung wird 
ausgequetscht, alt darf gehen.

Fachkräftemangel? Eher Mangel an jungem Fachpersonal mit Wissen eines 
50Jährigen.

Sprich doch mal davon, wie viele 55 Jährige in deiner Abteilung 
arbeiten, was die so verdienen, und welche Möglichkeiten sie haben!?

Noch nie gesehen/gehört, dass Bertrandt ältere Erfahrene sucht! Die OEMs 
wollen diese Zielgruppe wenn auch nur in homöopatischen Dosen 
beschäftigen - wie die meisten Unternehmen.

Autor: Rüdiger (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ex-Bertrandt Bewerber schrieb:

>
> 1. Wenn ich mich aber für ein mittelständiges Unternehmen direkt
> entscheide, dann verdient aber auch kein Dritter mit, zudem zerstört er
> auch nicht die Festeinstellung von Ingenieuren bei OEMs wie VW usw. Das
> Klima dürfte auch persönlicher sein, also nicht vergleichhbar.
> Mittelständler gab's schon immer, Dienstleister in der heutigen
> Größenordnung sind das Desaster der Agenda 2010 unseres Gasmannes aus
> Niedersachsen.
>
> 2. Dienstleister spekulieren immer bevorzugt auf junges billiges Personal,
> die OEMs wollen ältere teurere Semester loswerden, die Symbiose zwischen
> beiden ist perfekt. Der Preis zwischen dem, was der OEM zahlt und dem,
> was der junge Ingenieur bei Bertrandt verdient ist jedenfalls hoch
> genug, damit auch Bertrandt noch gut davon leben kann, kenne die
> Verhältnisse recht gut. Der Ingenieur muss die gesamte Summer
> erwirtschaften durch Know How und schnelles Arbeiten, die Tätigkeit von
> Bertrandt begrenzt sich vorwiegend auf Verwaltung und Bereitstellung der
> Mittel. Nun ja, wer hat mehr Streß?
>
> Moderne Umgehung des Kündigungsschutzes mit billigem Personal. Jung wird
> ausgequetscht, alt darf gehen.
>
> Fachkräftemangel? Eher Mangel an jungem Fachpersonal mit Wissen eines
> 50Jährigen.
>
> 3. Sprich doch mal davon, wie viele 55 Jährige in deiner Abteilung
> arbeiten, was die so verdienen, und welche Möglichkeiten sie haben!?
>
> Noch nie gesehen/gehört, dass Bertrandt ältere Erfahrene sucht! Die OEMs
> wollen diese Zielgruppe wenn auch nur in homöopatischen Dosen
> beschäftigen - wie die meisten Unternehmen.

zu 1. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass das Klima beim 
Kunden vor Ort zw. Internen und Externen sehr gut war. Von interner 
Seite hat man mit vereinzelten Ausnahmen nicht das Gefühl aufkommen 
lassen, dass die externen Mitarbeiter 2. Klasse wären. Das ist allerings 
auch stark abhängig von den Leuten in der jeweiligen Abteilung. Das ist 
mir bewußt.
Und die Grundlage für diese ganze Dienstleistungs- Sklaventreiberbranche 
hat ja die Politik gelegt, wie du schon richtig angemerkt hast. Ist doch 
demzufolge logisch, dass sich Unternehmen dies zu Nutze machen.

zu 2. Ja das stimmt. Bei einem noh realtiv jungem Mitarbeiter im 
externen Einsatz mit einem realtiv "normalen" Gehalt ist die Gewinnmarge 
bei Bertrandt recht hoch. VW zahlt z.B. für Ings derzeit zw. 55 bis 60 
Euro/Stunde. Bei 1800 Stunden macht das einen Umsatz pro Mitarbeiter für 
Bertrandt von 99.000 bis 108.000 Euro. Dies entspricht der Summe bzw. 
ist sogalr leicht höher, als VW ein Interner kostet. VW kauft den 
Externen dennoch zu diesen Konditionen ein, weil man so das Recht hat, 
diesen zum jeweiligen Quartal fristlos von seinen Aufgaben zu entbinden 
und somit schnell wieder loszuwerden.

zu 3. Normale Ings im Alter von 55 Jahren findest du natürlich kaum bei 
Bertrandt. Allerdings wurden aufgrund des Fachkräftemangels bzw. der 
schlechten Ausbildung junger Bewerber tatsächlich Leute Ü50 eingestellt.
Die Bezahlung liegt doch im Bereich von 4,2 bis 4,5k Brutto pro Monat.

Aus meiner Sicht wird in vielen Bereichen auf hohem Niveau "gejammert"

Wie schonmal erwähnt, finde ich Bertrandt einen der besseren 
Ing-Dienstleister aufgrund ihrer Inhouseprojekte ... sprich sie 
verleihen eben nicht nur Manpower sondern produzieren/entwickeln 
selbstständig. Und dies haben sie Brunel, Ferchau und Co., die für mich 
Sklaventreiber sind, voraus.

Autor: Ex-Bertrandt Bewerber (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rüdiger schrieb:
> Und die Grundlage für diese ganze Dienstleistungs- Sklaventreiberbranche
> hat ja die Politik gelegt, wie du schon richtig angemerkt hast. Ist doch
> demzufolge logisch, dass sich Unternehmen dies zu Nutze machen.

Klar, wenn auch überspitzt, aber wenn man für 70 Jahren Zwangsarbeiter 
einstellte, dann war auch die Politik alleine daran schuld, dass man es 
sich zu Nutzen machte, billiges Personal einzustellen. Also so einfach 
ist es auch heute moralisch nicht, wobei der Vergleich sicher nicht 
wörtlich zu nehmen ist.

Rüdiger schrieb:
> zu 2. Ja das stimmt. Bei einem noh realtiv jungem Mitarbeiter im
> externen Einsatz mit einem realtiv "normalen" Gehalt ist die Gewinnmarge
> bei Bertrandt recht hoch. VW zahlt z.B. für Ings derzeit zw. 55 bis 60
> Euro/Stunde. Bei 1800 Stunden macht das einen Umsatz pro Mitarbeiter für
> Bertrandt von 99.000 bis 108.000 Euro. Dies entspricht der Summe bzw.
> ist sogalr leicht höher, als VW ein Interner kostet. VW kauft den
> Externen dennoch zu diesen Konditionen ein, weil man so das Recht hat,
> diesen zum jeweiligen Quartal fristlos von seinen Aufgaben zu entbinden
> und somit schnell wieder loszuwerden.

Genau, kenne ich alles. Moderne Umgehung des Kündigungsschutzes eben. 
Verantwortung Mitarbeiter = sehr hoch, Verantwortung OEM = 0.

Rüdiger schrieb:
> Normale Ings im Alter von 55 Jahren findest du natürlich kaum bei
> Bertrandt.

Aha!

Rüdiger schrieb:
> Allerdings wurden aufgrund des Fachkräftemangels bzw. der
> schlechten Ausbildung junger Bewerber tatsächlich Leute Ü50 eingestellt.
> Die Bezahlung liegt doch im Bereich von 4,2 bis 4,5k Brutto pro Monat.

Eben schlechte Bezahlung für einen Ü50er, Fachkräftemangel gibt es 
nicht.
Traurig aber, wenn erst bei einzelnen Unternehmen ein Mangel entstehen 
muss (klar, wer will schon zu Dienstleistern), damit man mal wieder die 
Generation Ü50 entdeckt.

Rüdiger schrieb:
> Aus meiner Sicht wird in vielen Bereichen auf hohem Niveau "gejammert"

Du wiederholst dich. Aber wenn für dich schon jede Meinung gegen die 
Dienstleisterbranche als "Jammern" interpretiert wird, dann bitte. Ich 
gehe übrigens als Entwickler mit weitaus mehr Brutto ohne 
Leitungsfunktion nach Hause, ein Grund zum Jammern habe ich da sicher 
nicht, eine Meinung zum Thema aber dennoch.

Rüdiger schrieb:
> Wie schonmal erwähnt, finde ich Bertrandt einen der besseren
> Ing-Dienstleister aufgrund ihrer Inhouseprojekte ... sprich sie
> verleihen eben nicht nur Manpower sondern produzieren/entwickeln
> selbstständig.

Weiss ich, ich war mehrere Jahre im Automotive bevor ich mich bei 
Saftladen-Bertrandt bewarb (Delphi, Visteon, Ford). Nutzt dem Ing. aber 
uach nichts, wenn er für sein Brainpower schlecht bezahlt wird wie bei 
Betrandt.

Betrandt - nie wieder!

Autor: Baum (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

ich habe im Mai ein Gespräch bei B.

Situation ist folgende: Ich hab während des Studiums ab und zu bei einer 
größeren Firma in BW gearbeitet (>1000 MA). Nachdem ich mein Studium in 
diesem Jahr abgeschlossen habe (FH, Nachrichtentechnik, 1.4) teilte man 
mir mit, dass man mich gerne über einen Dienstleister einstellen würden. 
Die Firma hat Kontakt zum DL aufgenommen - daraufhin habe ich den Termin 
für ein Gespräch im Mai bekommen.

Nach langer Recherche beträgt meine Gehaltsvorstellung 48k p.a.(40h).

Was könnte der DL mir da entgegensetzen? Immerhin hat er Null Arbeit, da 
er mich nicht vermitteln muss. Ausserdem wäre ich mit einer Klausel im 
Vertag einverstanden, dass der Vertrag nur solange Gültigkeit hat, 
solange ich bei der Firma tätig bin. Ist es üblich solche Klauseln 
zugunsten eines höheren Gehalts zu vereinbaren?

gruss

Autor: Cyblord -. (cyblord)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Baum schrieb:
> Hallo,
>
> ich habe im Mai ein Gespräch bei B.
>
> Situation ist folgende: Ich hab während des Studiums ab und zu bei einer
> größeren Firma in BW gearbeitet (>1000 MA). Nachdem ich mein Studium in
> diesem Jahr abgeschlossen habe (FH, Nachrichtentechnik, 1.4) teilte man
> mir mit, dass man mich gerne über einen Dienstleister einstellen würden.
> Die Firma hat Kontakt zum DL aufgenommen - daraufhin habe ich den Termin
> für ein Gespräch im Mai bekommen.
>
> Nach langer Recherche beträgt meine Gehaltsvorstellung 48k p.a.(40h).
>
> Was könnte der DL mir da entgegensetzen? Immerhin hat er Null Arbeit, da
> er mich nicht vermitteln muss. Ausserdem wäre ich mit einer Klausel im
> Vertag einverstanden, dass der Vertrag nur solange Gültigkeit hat,
> solange ich bei der Firma tätig bin. Ist es üblich solche Klauseln
> zugunsten eines höheren Gehalts zu vereinbaren?

Hier bestätigt sich wiedermal der alte Spruch:
Mit den Dummen treibt man die Welt um.

Wenn die Firma dich will soll sie dich direkt einstellen. Alles andere 
ist doch die reine Verachtung. Die letzte Steigerung wäre wenn dir der 
Personaler noch ins Gesicht spuckt. Aber wahrscheinlich würdest du das 
für 48k auch hinnehmen. Das Gehalt ist schon ok, aber doch nicht so.

Was spricht dagegen einfach mal ein paar Bewerbungen an richtige Firmen 
zu schreiben?

gruß cyblord

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
cyblord ---- schrieb:
> Wenn die Firma dich will soll sie dich direkt einstellen. Alles andere
> ist doch die reine Verachtung.

Das Spielchen sieht in der Realität anders aus.
Warum gibt es so viele Leihbuden, wobei Bertrandt zum oberen Drittel 
gehören dürfte.

Alles nur Firmen, die kurzfristig Bedarf haben, als 
Schwangerschaftsvertretung etc?

Wohl kaum. Viele arbeiten seit Jahren bei einem Kunden als Leih-Ing.
Mag sein, das das nicht immer die Super-High-End-Ings sind.
So schlecht können die aber auch nicht sein, um längerfristig sich bei 
einem Kunden zu halten.

Ex-Bertrandt Bewerber schrieb:
> Nutzt dem Ing. aber
> uach nichts, wenn er für sein Brainpower schlecht bezahlt wird wie bei
> Betrandt.
>
> Betrandt - nie wieder!

Da fallen mir einige DL ein, die schlimmer sind als Bertrandt.

Wichtig ist, aus welcher Position man sich bewirbt.

Als Arbeitsloser/Hartzer kann man kaum seine Gehaltsvorstellung 
durchdrücken, Hartz IV gegenüber vielleicht sogar gerechtfertigen 
48k€/a.

Dann lieber bei Bertrandt einstigen und sich weiter umschauen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich schrieb:

> Das Spielchen sieht in der Realität anders aus.
> Warum gibt es so viele Leihbuden, wobei Bertrandt zum oberen Drittel
> gehören dürfte.

In welcher Disziplin denn?

Autor: EyLeiherKommMalHer (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ich schrieb:
>
>> Das Spielchen sieht in der Realität anders aus.
>> Warum gibt es so viele Leihbuden, wobei Bertrandt zum oberen Drittel
>> gehören dürfte.
>
> In welcher Disziplin denn?

Na was ist Bertrandt denn?

Die meisten Angestellten sind froh, überhaupt in Lohn und Brot zu 
kommen.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich schrieb:
> cyblord ---- schrieb:
>> Wenn die Firma dich will soll sie dich direkt einstellen. Alles andere
>> ist doch die reine Verachtung.
>
> Das Spielchen sieht in der Realität anders aus.
> Warum gibt es so viele Leihbuden

Ich bin noch nicht überzeugt ob die Antwort darauf nicht lautet: "Weil 
es genug Dumme gibt die das mitmachen".

Vielleicht stimmt das ja auch nicht, vielleicht haben viele wirklich 
keine Wahl. Aber warum gerade Ings.? Dort scheint die 
Dienstleisterseuche ihr Epizentrum zu haben.
Ich weiß es nicht.
Als Inf. scheint man NOCH einigermaßen gut drum rum zu kommen.

Aber in diesem konkreten Fall versucht der TE ja noch nichtmal was 
besseres zu finden. Was soll man davon halten? Dann braucht sich ja auch 
niemand über die bösen DL zu beschweren.

gruß cyblord

Autor: Lasst mich A. (ich_bin_durch)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
cyblord ---- schrieb:
> Ich bin noch nicht überzeugt ob die Antwort darauf nicht lautet: "Weil
> es genug Dumme gibt die das mitmachen".

Sichelich gibt es solche dumme, ich habe selber einige gesehen. Leider 
gibt es sehr wenige Stellen von echten Firmen, Sellenausschreibungen 
musst du wirklich mit der Lupe suchen. Es ist wirklich so das viele 
überhaupt nicht die Wahl haben.

Autor: sumo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
cyblord ---- schrieb:
> Aber warum gerade Ings.? Dort scheint die
> Dienstleisterseuche ihr Epizentrum zu haben.
> Ich weiß es nicht.

Das liegt wohl daran, dass Ing. oft

1. projektbezogen arbeiten (z. B. Entwicklung)
2. produktionsnah eingesetzt werden, was sehr konjunkturabhängig ist

Das sind Gründe, die mir einfallen würden.

Hinzu kommt, dass derzeit gerade in der Automobilindustrie 
"Lean-Management" bzw. "Lean-Production" die Mega-Themen sind, also 
Verschlankung, Abbau von Beständen (im Lager wie auch beim Personal), 
strikte Vermeidung von Überkapazitäten, etc. Und in der 
Automobilindustrie sind mit Abstand die meisten Dienstleister unterwegs. 
Das ist also kein Zufall.

Erklärtes Ziel der OEMs ist es, 10 - 20 % der Belegschaft "flexibel" zu 
halten. Und die Premium-Hersteller haben einen gigantischen 
Arbeitskräftebedarf in Produktion und Entwicklung, der eben überwiegend 
durch Dienstleister gedeckt wird. Vor allem im Tagesgeschäft gibt es 
viel Arbeit (Auftragsbearbeitung, QM, Dispo, etc.).
Bei Audi und Co. laufen die Geschäfte aktuell sehr gut, was sich aber 
sehr schnell ändern kann. Da wollen die nicht hunderte von Ingenieuren 
und Technikern einstellen.

Wenn man also München, Ingolstadt oder Stuttgart bei den Stellenbörsen 
eingibt, erscheinen Unmengen von Dienstleisterjobs, z. B. bei Bertrandt, 
Brunel, Semcon, EDAG, usw.

In der Luft- und Raumfahrtindustrie kann man auch einen starken Anstieg 
der Dienstleisterjobs beobachten. Im allgemeinen Anlagen- und 
Maschinenbau gehts noch einigermaßen.

Ja, es ist traurig: Die Agenda 2010 hat für eine gigantische Schwemme 
von Zeitarbeits- und Dienstleisterfirmen gesorgt. Leider wird das wohl 
noch schlimmer werden, da auch andere Branchen verstärkt auf Externe 
zurückgreifen werden.
Dennoch steht Dtl. gerade wegen dieser Flexibilisierung des 
Arbeitsmarkts heute gut da. Beim nächsten Abschwung werden die 
Arbeitslosenzahlen aber umso schneller steigen, da die Flexibilisierung 
auch in die andere Richtung wirkt - nämlich nach unten!

Eine Lockerung des rigiden deutschen Kündigungsschutzes wäre für die 
Arbeitnehmer wohl besser gewesen. Die ganzen Dienstleister wären so gar 
nicht erst entstanden.

Autor: Mark B. (markbrandis)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
sumo schrieb:
> Eine Lockerung des rigiden deutschen Kündigungsschutzes wäre für die
> Arbeitnehmer wohl besser gewesen.

Sehe ich auch so. Was für Pfeifen hier teilweise im Konzern arbeiten und 
die Projekte durch Unfähigkeit bremsen...

Autor: Wutbürger (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mir geht es genauso. Ich muss mich ebenfalls mit lauter Deppen 
herumärgern.

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
sumo schrieb:
> Hinzu kommt, dass derzeit gerade in der Automobilindustrie
> "Lean-Management" bzw. "Lean-Production" die Mega-Themen sind, also
> Verschlankung, Abbau von Beständen (im Lager wie auch beim Personal),
> strikte Vermeidung von Überkapazitäten, etc.
"Lean-Management"
"Lean-Production"
Das sind doch Uraltklamotten aus den 80`er.

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
sumo schrieb:
> Eine Lockerung des rigiden deutschen Kündigungsschutzes wäre für die
> Arbeitnehmer wohl besser gewesen. Die ganzen Dienstleister wären so gar
> nicht erst entstanden.

Was ist da rigide, wenn ein Arbeitgeberverband mit einer Gewerkschaft 
Kündigungsregeln aushandelt  die über die gesetzlichen Vorgaben hinaus 
gehen?

Wo sind den die rigiden gesetzlichen Regelungen?
Nenn sie doch mal!

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wutbürger schrieb:
> Mir geht es genauso. Ich muss mich ebenfalls mit lauter Deppen
> herumärgern.

Dann mußt du Gott sein!

Autor: Zocker_06 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Autor: Wutbürger (Gast)
> Datum: 24.03.2013 10:47

> Mir geht es genauso. Ich muss mich ebenfalls mit lauter Deppen
> herumärgern.

Vielleicht bist du selber einen.

Autor: sumo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Marx W. schrieb:
> "Lean-Management"
> "Lean-Production"
> Das sind doch Uraltklamotten aus den 80`er.

Man merkt, dass du von Industrieproduktion keine Ahnung hast!

Schau mal in aktuelle Stellenanzeigen im Bereich Arbeitsvorbereitung und 
Fertigungsplanung. "Lean" ist derzeit DAS Thema in der deutschen 
Industrie. Das Outsourcen von Jobs passt auch perfekt zum Thema "Lean".

Marx W. schrieb:
> Was ist da rigide, wenn ein Arbeitgeberverband mit einer Gewerkschaft
> Kündigungsregeln aushandelt  die über die gesetzlichen Vorgaben hinaus
> gehen?
>
> Wo sind den die rigiden gesetzlichen Regelungen?
> Nenn sie doch mal!

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__622.html

Für externe Bewerber sind gerade diese "Sondervereinbarungen" in 
tarifgebundenen Unternehmen das Problem, denn die gelten nur für die 
Stammbelegschaft.
Gleichzeitig sorgen diese Vereinbarungen für eine Hemmung bei 
Unternehmen, überhaupt neue Stellen zu schaffen. Deswegen greifen ja 
gerade Konzerne so stark auf Dienstleister und Zeitarbeit zurück.

Würde man den Kündigungsschutz lockern und gleichzeitig den Zugang zu 
staatlichen Hilfen erleichtern, würde man den ganzen Dienstleistersumpf 
trocken legen. Die Firmen würden bei Bedarf einfach selber einstellen 
und die Arbeitnehmer würden nach Tarif bezahlt, ohne das ein Dritter an 
ihrer Arbeitskraft mitverdient.

Mir schwebt eine Kündigungsfrist von 1 Woche vor - maximal. So würde man 
etwas mehr Dynamik in den Arbeitsmarkt reinkriegen. Und ich rede hier ja 
nicht von Hire-and-Fire-Methoden wie in den USA, sondern würde Dänemark 
als Vorbild nennen. Das Sozialsystem muss natürlich entsprechend 
angepasst werden, um bei kurzfristigen Entlassungen schnell einspringen 
zu können.

Klar, die verwöhnten und etablierten Konzernangestellten könnten sich 
nicht mehr so arrogant auf ihren Posten ausruhen und müssten in Zeiten 
des Abschwungs auch mal zappeln. Das müssen aber Millionen andere AN 
auch!

Es würde den Firmen natürlich selbst überlassen bleiben, ob sie längere 
Kündigungsfristen anbieten wollen.

Autor: Wemel (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi zusammen,

ich möchte mal meine Erfahrung mit Bertrandt hier mit euch teilen.
Gleich mal vorweg,
ich bin bei Bertrandt seit 2 Jahren als Entwicklungsingenieur 
beschäftigt.
Ich kriege hier meine 60€T mit 6 Jahren BE auf 40Stunden.
Ich arbeite an verschiedenen Projekten mit.
Was mir auch gefällt, da ich so viel Abwechslung im Job habe.
Die Arbeitsbedingungen und das Arbeitsklima sind auch sehr gut.

Ich habe zuvor mal bei einem kleineren Dienstleister und einem OEM 
gearbeitet.
Von daher habe ich schon etwas Erfahrung mit dem Arbeitsmarkt gemacht.

Ich könnte auch zu einem der größeren OEMs, wie Porsche oder Daimler 
wechseln.
Hab da auch schon mal ein Angebot erhalten.
Hätte da 20% mehr Gehalt gehabt.
Ich kenne die Teams dort
und bin heil froh das ich nur zeitweise mit diesen Leuten zusammen 
arbeiten muss.
Gutes Arbeitsklima oder normaler Umgangston ist da eher ein Fremdwort.
Ähnlich zu ging es auch beim OEM bei den ich zuvor beschäftigt war.

Ich will jetzt auch nicht alle in einen Topf werfen,
natürlich ist jede Firma und Abteilung da anders und alle haben so ihre 
"Spezialisten".

Ich will nur sagen, dass ich mich über Bertrandt nicht beklagen kann.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Realistische Darstellung, doch muss man sagen. 60k, hochzufrieden, und 
nichtmal für 20% mehr würdest du zu einem OEM. Bisschen zu dick 
aufgetragen. Versuchs nochmal und diesmal etwas weniger Bullsit.

gruß cyblord

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wemel schrieb:
> Ich will nur sagen, dass ich mich über Bertrandt nicht beklagen kann.

Wir Zweifel ned dran, dass es bei Bertrandt auch glückliche Leute gibt!
Die sitzen aber  im warmen Backoffice,
fahren Dienstwagen und bekommen üppig Boni.
Die Berufsbezeichnung ist: Personaldisponent.

Autor: Rüdiger (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wemel schrieb:
> Hi zusammen,
>
> ich möchte mal meine Erfahrung mit Bertrandt hier mit euch teilen.
> Gleich mal vorweg,
> ich bin bei Bertrandt seit 2 Jahren als Entwicklungsingenieur
> beschäftigt.
> Ich kriege hier meine 60€T mit 6 Jahren BE auf 40Stunden.
>
> Ich könnte auch zu einem der größeren OEMs, wie Porsche oder Daimler
> wechseln.
> Hab da auch schon mal ein Angebot erhalten.
> Hätte da 20% mehr Gehalt gehabt.
> Ich kenne die Teams dort
> und bin heil froh das ich nur zeitweise mit diesen Leuten zusammen
> arbeiten muss.
> Gutes Arbeitsklima oder normaler Umgangston ist da eher ein Fremdwort.
> Ähnlich zu ging es auch beim OEM bei den ich zuvor beschäftigt war.
>
>
> Ich will nur sagen, dass ich mich über Bertrandt nicht beklagen kann.

60.000 Euro Gehalt, dann bist du aber eher Abteilungsleiter und kein 
einfacher angestellter Ing.
Bzgl. deiner Anmerkung des Betriebsklimas beim OEM kann ich nur sagen, 
dass ich die Erfahrung genau anders herum gemacht habe. Also beim OEM 
angenehmes Klima und vor Ort bei Bertrandt eher rauher 
"Bauarbeiterjargon".
Letztendlicht macht Dein ablehnen des 20%-igen Gehaltssprunges deinen 
Beitrag eher unglaubwürdig. Zumal dann normalerweise die 
Wochenarbeitszeit zusätzlich niedriger wäre.

Autor: Wemel (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Abteilungsleiter verdienen bei Bertrandt deutlich mehr als 60€T.
Das kannst du mir schon glauben.

Wie gesagt, es kommt auf die Abteilung an.
Bei Bertrandt gibt es auch so einige Abteilungen bei denen 
"Bauarbeiterjargon" verwendet wird.
Nur in diesen Abteilungen arbeiten auch in der Regel vorwiegend keine 
Ingenieure.

Und nur weil ich 20% mehr Gehalt ablehne macht das meinen Eintrag nicht 
unglaubwürdig.
Ist ja nicht so das man ohne die 20% viel schlechter lebt.
Ab einem Gewissen Gehalt muss man sich eben fragen was einem wichtiger 
ist.
Mir ist eben gutes Arbeitsklima und ein interessanter Job wichtig als 
noch ein wenig mehr Geld am Monatsende.

Autor: unzufrieden bei b (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
unzufrieden bei b schrieb:

> Hier ein interessanter Link

Nein. Ein hingerotzter Link ist nicht interessant.

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
unzufrieden bei b schrieb:
> Hier ein interessanter Link
>
> http://m.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.autoher...

Wilhelm Ferkes schrieb:
> unzufrieden bei b schrieb:
>
>> Hier ein interessanter Link
>
> Nein. Ein hingerotzter Link ist nicht interessant.

Das Externe (bei Bertrandt, und wie die alle heissen) selbst nach Jahren 
in einem großen Automobilkonzern keinen Boni oder Vergünstigungen 
bekommen und zusätzlich schlechter bezahlt werden als Festangestellte 
ist bekannt.

Das die Aussicht einer Festanstellung nichts weiter ist als die 
Mohrrübe, damit der Leiharbeitsesel besser läuft, dürfte auch 
hinreichend bekannt sein.

Der Artikel mag hingerotzt sein, sagt aber nichts neues aus.

Frohe Restostern, hier sogar mit Sonne.

Autor: Rüdiger (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich schrieb:


>
> Das Externe (bei Bertrandt, und wie die alle heissen) selbst nach Jahren
> in einem großen Automobilkonzern keinen Boni oder Vergünstigungen
> bekommen und zusätzlich schlechter bezahlt werden als Festangestellte
> ist bekannt.
>

Externe im Ingenieursbereich kosten dem OEM in etwa genauso viel wie 
ihre Internen (mal abgesehen von den Bonis). Bertrandt behält abzüglich 
des AG-Anteils zwischen 40-60% des Geldes, was der OEM überweist, ein.

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rüdiger schrieb:
> Bertrandt behält abzüglich
> des AG-Anteils zwischen 40-60% des Geldes, was der OEM überweist, ein.

Woher stammen die Zahlen?
40-60% halte ich für etwas sehr hoch.

Das die Geld für sich einbehalten dürfte klar sein.

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich schrieb:
> Woher stammen die Zahlen?
> 40-60% halte ich für etwas sehr hoch.
>
> Das die Geld für sich einbehalten dürfte klar sein.

Na, dann mach halt mal deine Rechnung hier auf.
Leg los!

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Max. 30%.

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Begründung?

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Persönliche Einschätzung.
Meine max.30% sind genauso glaubhaft, wie die 40-60% von was auch immer.
Was Firmen wie Bertrandt im Schnitt für Ihre Dienstleistung für sich 
beanspruchen werden die uns kaum verraten.

Autor: Martin B. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich schrieb:
> Persönliche Einschätzung.
>
> Meine max.30% sind genauso glaubhaft, wie die 40-60% von was auch immer.
>
> Was Firmen wie Bertrandt im Schnitt für Ihre Dienstleistung für sich
>
> beanspruchen werden die uns kaum verraten.

Wir können ja mal kurz ein Beispiel durchrechnen.

Hier in NRW nimmt ein Dienstleister für einen erfahrenen 
Entwicklungsingenieur 65-70EUR/h.
Das macht bei einer 40h-Woche abzüglich einiger Krankheits- oder 
Sonderurlaubstage rund 115k/Jahr.

Der Arbeitnehmer erhält einen Bruttolohn von 50k, zzgl. 5k Reisekosten 
(km-Geld oder Zweitwohnsitz) netto. Der Arbeitgeberanteil an den 
Sozialkosten beträgt 10k.
Macht zusammen 65k.

Beim Dienstleister verbleiben so 50k, was 43% vom Umsatz ausmacht.

Die 115k kann das ausleihende Unternehmen im Gegensatz zu den 
Personalkosten von der Steuer absetzen. Es muss lediglich ca. 100k aus 
eigener Tasche bezahlen.

Ein Festangestellter kostet das Unternehmen bei IGM-Tarif 70k. Hinzu 
kommen Arbeitgeberanteil an den Sozialleistungen und etwaige 
Bonuszahlungen, was unter dem Strich zu Gesamtkosten von 85-90k führt.

Ein Dienstleister ist also nur 10-15% teurer, kann aber bei Bedarf 
jederzeit wieder entsorgt werden.

Autor: simsim (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Persönliche Einschätzung.
>Meine max.30% sind genauso glaubhaft, wie die 40-60% von was auch immer.
>Was Firmen wie Bertrandt im Schnitt für Ihre Dienstleistung für sich
>beanspruchen werden die uns kaum verraten.

Du bist aber naiv.

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
In der Rechnung fehlen die Zeit ohne Einsatz, bzw. zwischen letztem 
Einsatz und Kündigung.

Martin B. schrieb:
> Hier in NRW nimmt ein Dienstleister für einen erfahrenen
> Entwicklungsingenieur 65-70EUR/h.

Woher hast Du die Zahl?

Aber ob nun 30% oder 43%+, welche Leistung bringen die?
Vielfach sind Externe oft jahrelang bei einem Unternehmen, viel tun 
müssen die dann nicht.

Autor: Martin B. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich schrieb:
> Martin B. schrieb:
>
>> Hier in NRW nimmt ein Dienstleister für einen erfahrenen
>
>> Entwicklungsingenieur 65-70EUR/h.
>
>
>
> Woher hast Du die Zahl?

Indem man ab und zu mit den Mädels von der Personalabteilung einen 
Kaffee trinkt. Da kann man unter Umständen einen Blick auf den Stapel 
eingegangener Rechnungen der Dienstleister werfen ;o)

Natürlich sind die 50k kein Reingewinn, da Kosten durch Verwaltung, 
Ausfallzeiten, Klinkenputzen der Vermittler, usw. entstehen.

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Martin B. schrieb:
> Indem man ab und zu mit den Mädels von der Personalabteilung einen
> Kaffee trinkt. Da kann man unter Umständen einen Blick auf den Stapel
> eingegangener Rechnungen der Dienstleister werfen ;o)

Aber ich nehme mal an, das war ein schon größerer Betrieb / Konzern, 
indem die netten Mädels arbeiten.

Martin B. schrieb:
> Natürlich sind die 50k kein Reingewinn, da Kosten durch Verwaltung,
> Ausfallzeiten, Klinkenputzen der Vermittler, usw. entstehen.

Stimmt, trotzdem sehr gutes Geld, zumindest, wenn der Leih-Ing. länger 
bei einem Kunden bleibt.

Autor: Scherrar (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Meine Erfahrung im ANÜ-Geschäft ist folgende:

Februar 2011 mit 45000€ eingestiege bei 40h-Woche. (Berufseinsteiger - 
Diplom (FH))
Der damalige Dienstleister hat mir dann nach 1,5 Jahren bissel was an 
Gehalt mehr gezahlt (47500€ warens dann mitte 2012). Ende 2012 habe ich 
mir dann auf eigene Faust nen neuen Dienstleister gesucht und diesen 
quasi ins Unternehmen reingeholt.

Generell ists ja so, dass der OEM, genauer gesagt dann der Gruppenleiter 
/ Abteilungsleiter eher an der Person (mir) interessiert ist und nicht 
am Dienstleister.

D.h. nachdem der Jahresvertrag ende 2012 zwischen meinem damaligen 
Dienstleister und dem OEM abgelaufen war, bin ich mit nem neuen 
Dienstleister bei gleicher Arbeit wieder 2013 beim OEM aufgeschlagen. 
Vorher natürlich beim alten Dienstleister ordentlich gekündigt usw.


Dadurch, dass ich den neuen Dienstleister mit ins Boot geholt habe, habe 
ich auch entsprechend Gehalt gefordert. Hatte ja nichts zu verlieren. 
Momentan ist noch nicht mit Festanstellung beim OEM zu rechnen und naja 
dann hab ich halt 61000€ für 40h-Woche gefordert und auch bekommen, bei 
gleicher Arbeit wie zuvor.

Reine Berufserfahrung war zu diesem Zeitpunkt - also 01.01.2013 - 23 
Monate.

Wenn man als Ing. schon ausgenutzt wird, dann muss man selbst schauen wo 
man bleibt und wenn der OEM Einstellungsstop hat, dann sollte man die 
Dienstleister ausspielen. Es funktioniert defenitiv.

PS: Ich koste den OEM im Jahr 98000€. Hatte durch Zufall mal Einsicht 
auf die Kostenverteilung in unserer Abteilung.

Autor: xeres (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ein anderer Beispiel aus ANÜ bei einem Großunternehmen:

Der Stundensatz, der an den Dienstleister geht, beträgt genau 59,- €.
Bei einer 38h/Woche sind es im Jahr insgesamt 112000,- € .

Der Ingenieur erhilt vom Dienstleiter 47000,- €/a allin. Zusätzlich 
musste Dienstleister für den Arbeitnehmer Abgeben in Hohe von ca. 8000,- 
€ leisten.
Zusammen waren es 55000,- € an reinen Kosten.
Der Rest behält der Dienstleister für sich. Das waren dann 57000,- € pro 
Jahr bzw. 49% des Stundensatzes!

Autor: Scherrar (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Anbei die Monatsabrechnung:

Grundgehalt nach ZA-TV (Zeitarbeitertarifentgelt): EG8

Plus entsprechend hohem Zuschlag (ÜT-Lohnbestandteil) damit mein 
gefordertes Gehalt erreicht wird.

Plus VL

Bei 40h (173,33h / Monat) somit: 5083,29€ / Monat


12x ==> 60998,28€ p.a


damit auch Trolle und Heulsusen es schwarz auf weiß haben.

Wenn man sich bemüht, verdient man auch genug bei ANÜ-Verhältnis.
Anstatt rumzuheulen halt mal den Dienstleistern die Pistole auf die 
Brust setzen.

Nächste Gehaltsverhandlung ist dann ende des Jahres.

Autor: xeres (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Der Rest behält der Dienstleister für sich. Das waren dann 57000,- € pro
>Jahr bzw. 49% des Stundensatzes!

Sorry. Hab mir einen Kalkulationsfehler geleistet. Es sind 51%, nicht 
49.

Autor: card (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Scherrar

Danke für deine sehr guten Beiträge! Endlich mal Zahlen, statt 
Vermutungen.

Und hör nicht auf Marx W. Der gibt hier immer den Drecksack und hat doch 
keine Ahnung.

Du hattest natürlich sehr viel Glück: Einen anderen Dienstleister 
finden, der deutlich mehr bezahlt und dir quasi deine alte Stelle 
anbietet.

Man kann auch bei ANÜ sehr gut verdienen. Das Problem ist nur, den 
richtigen Dienstleister zu finden, der dich bei einem "guten" Kunden 
einsetzt. Wo du landest, weißt du bei der Bewerbung nicht. Und die 
Unsicherheit bleibt trotzdem immer.

Was ich bei dir auch sehr interessant finde: Dein eigentliches 
Grundgehalt ist relativ niedrig (ca. 3000 €/Monat, EG8), aber die Zulage 
ist enorm (> 2000 €). Das zeigt, dass die Tarifverträge bei den 
Dienstleistern nix wert sind.

In deiner Abrechnung steht "BTV_IGM Metall- und Elektroindustrie". Was 
hat es damit auf sich? Sind das die Zuschläge für Zeitarbeiter, die seit 
letztem Jahr gezahlt werden (50 % Zuschlag nach 9 Monaten)?

Autor: Scherrar (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Das Grundgehalt in das ich eingestuft wurde ist EG8, maximal ist es EG9 
(siehe anhängende Datei).

Bei EG9 und 40h-Woche (173,33h / Monat) bekommt man als Grundgehalt 
maximal 3154,61€ - mehr ist gar nicht drin. Ich liege da mit EG8 und den 
2988,21€ schon weit im oberen Bereich.

Ich denke EG8 werden die meisten Ingenieure eingestuft sein, das 
Ausschlaggebende sind eben die Zuschläge die gezahlt werden und bei 
denen die meisten Ings abgezockt werden, weil es eben nur geringste 
Zuschläge sind, die einem der Dienstleister zuspricht.

card schrieb:
> In deiner Abrechnung steht "BTV_IGM Metall- und Elektroindustrie". Was
> hat es damit auf sich? Sind das die Zuschläge für Zeitarbeiter, die seit
> letztem Jahr gezahlt werden (50 % Zuschlag nach 9 Monaten)?

Genau, das sind die Zuschläge (ÜT Lohnbestandteil). Wobei man hier immer 
nur maximal 90% des Stundenentgeltes eines vergleichbar tätigen 
Mitarbeiters im Entleihbetrieb bekommt.

Allerdings wären 90% bei EG8 und einer 40h Woche immerhin

(17,24€ + 15,52€) * 173,33 = 5677,59€ / Monat

==> 68131,17€ p.a

Ist ja schonmal nicht zu verachten.

Ich bekomme aktuell mit 12,01€ knapp 70% Zuschlag zum Grundgehalt.
Über die 90%, also den maximalen Bezug wird entsprechend ende des Jahres 
verhandelt. Dann ist aber auch schluss.

Meine bisherige Erfahrung mit dem Zeitarbeitstarifentgelt und den 
entsprechenden Zuschlägen nach 7 Wochen, 4,Monaten, 6 Monaten usw. ist 
die, dass das für Dienstleister wohl zweitrangig ist und die frei 
Schnauze entscheiden. Klar wirst als Ingenieur in EG7 - EG9 engruppiert 
werden, aber beim Zuschlag haben die Dienstleister freien Spielraum und 
werden diese so stark wie möglich drücken, damit sie eben an einem 
Mitverdienen.

Definierten Zuschlag nach den jeweiligen Monaten habe ich nie bekommen. 
Es kommt einfach auf das Verhandlungsgeschick beim Vorstellungsgespräch 
an.

Ich hab ab dem ersten Monat direkt 70% Zuschlag bekommen.

Die Gehaltserhöhung kommt dann wenn man sie selbst fordert und 
argumentieren kann, vorher geht da nichts.

Autor: vdi@vdi.de (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Einfach mal ne E-Mail an den VDI schreiben, dass Arbeit gesucht wird und 
es nicht so einfach aussieht und ob er Angebote hätte.
Der VDI meinte ja erst wieder vor Kurzem, dass es bei Weitem nicht genug 
Ingenieure gibt.

http://www.ingenieur.de/Politik-Wirtschaft/Konjunktur/Wir-Exzellenzinitiative-fuer-Lehre

"Wir brauchen weiterhin Ingenieure und wir brauchen weiterhin mehr 
Ingenieure als wir heute haben. Wir müssen die Zahl der Absolventen 
steigern. Es gibt viele Möglichkeiten, dies zu gestalten."

Sprich der VDI sitzt an der nur ihm zugänglichen Stellenquelle.

Autor: Scherrar (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Scherrar schrieb:
> card schrieb:
>> In deiner Abrechnung steht "BTV_IGM Metall- und Elektroindustrie". Was
>> hat es damit auf sich? Sind das die Zuschläge für Zeitarbeiter, die seit
>> letztem Jahr gezahlt werden (50 % Zuschlag nach 9 Monaten)?
>
> Genau, das sind die Zuschläge (ÜT Lohnbestandteil). Wobei man hier immer
> nur maximal 90% des Stundenentgeltes eines vergleichbar tätigen
> Mitarbeiters im Entleihbetrieb bekommt.
>
> Allerdings wären 90% bei EG8 und einer 40h Woche immerhin
>
> (17,24€ + 15,52€) * 173,33 = 5677,59€ / Monat
>
> ==> 68131,17€ p.a
>
> Ist ja schonmal nicht zu verachten.

Hier muss ich mich selbst revidieren bzw. mal die Frag in die Runde:

Wenn der Entleihbetrieb einem vergleichbar tätigen Mitarbeiter ein 
Tarifgrundentgelt von 4482€ / Monat zahlt, dann wäre das bei 40h-Woche 
25,76€/h.

Wenn es also heißt, dass maximal 90% des Stundenentgeltes eines 
vergleichbar tätigen Mitarbeiters als Zuschlag gezahl wird, ist damit 
dann bei EG8 folgendes gemeint? :

(17,24€ + 23,18€ (90% von 25,76€) ) * 173,33 = 7006,73€

==> 84080,79€ p.a

Da würden wir schon von einem ganz anderen Gehalt sprechen!

Meinungen? Erfahrungen?

Autor: Rüdiger (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Ich schrieb:
> Rüdiger schrieb:
>> Bertrandt behält abzüglich
>> des AG-Anteils zwischen 40-60% des Geldes, was der OEM überweist, ein.
>
> Woher stammen die Zahlen?
> 40-60% halte ich für etwas sehr hoch.
>
> Das die Geld für sich einbehalten dürfte klar sein.

Die Zahlen stammen von Betrandt selber.
Bertrandt erhält 59 Euro/Stunde für seinen Ing. vom OEM.
40 Stundenwoche und 220 Arbeitstage (30 Tage Urlaub und 5-10 Arbeitstage 
krank sind schon abgezogen) ca. 104.000 Euro.
Jahresgehalt einfacher Ing. inkl. Sonderzahlungen 48.000 (Jahresgehalt 
bei Bertrandt ist stark Niederlassungsabhängig). Zusätzlich AG-Anteil 
knapp 10.000. Macht zusammen 58.000 Euro. Verbleiben 46.000 Euro bei 
Bertrandt (knapp 45%).

Autor: card (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Scherrar

Vielen Dank für deine super Antwort. Endlich gibts mal konkrete Zahlen 
hier.

Scherrar schrieb:
> Meine bisherige Erfahrung mit dem Zeitarbeitstarifentgelt und den
> entsprechenden Zuschlägen nach 7 Wochen, 4,Monaten, 6 Monaten usw. ist
> die, dass das für Dienstleister wohl zweitrangig ist und die frei
> Schnauze entscheiden.

Das heißt, dass die Zuschläge nicht automatisch gemäß der Staffelung (7 
Wochen, 4 Monate, ...) gezahlt werden? Wozu gibts die Staffelung dann?

Ich dachte, es wäre mit den Arbeitgebern und der IGM so vereinbart, dass 
die Zuschläge ganz genau nach Ausleihdauer - wie in o. g. Tabelle - 
bezahlt werden. Also wieder mal nur Betrug!

Ursprünglich hatte ich die Befürchtung, dass die Zeitarbeitsfirmen 
einfach das Ausleihen unterbrechen, um so die Zuschläge zu umgehen. Es 
zählt ja nur die ununterbrochene Ausleihdauer für die 
Zuschlagsberechnung. Anscheinend gehts aber auch so.

Was noch hinzu kommt: Viele Ingenieurdienstleister sind ja gar nicht 
beim Arbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP). Für die gelten 
die o. g. Zuschläge garnicht. Die haben dann im besten Fall einen 
ominösen "Haustarifvertrag", der nix taugt.

Als Arbeitnehmer hab ich jetzt doppelt Pech:
1. Ich muss einen "guten" Dienstleister finden, der überhaupt Zuschläge 
zahlt (woher will man das wissen?)
2. Ich kann immer noch an einen Kunden ausgeliehen werden, für den die 
o. g.  Zuschläge nicht gelten (z. B. weil der Kunde nicht in der Metall- 
& Elektrobranche ist).

Ich kann bei der Bewerbung also nur raten. Man verdient als Externer 
nicht nur weniger, man hat auch absolut keine Ahnung wo man landet und 
wie die Bezahlung ist. Der Zeitarbeitstarif ist azcg echt ein Witz. 
Tolle Aussichten!

Autor: Dipl.-Ing. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ihr macht euch hier als Ingenieur Gedanken über die Zeitarbeit?

Ich sag euch mal was: Wenn Ihr als Ingenieur euch von diesen Vereinen 
abziehen lässt, dann seit Ihr euren Titel nicht wert.

Nur wenn ihr dieses Spielchen mitspielt, funktioniert auch die 
Ausbeutung.

Bevor ich meine Würde verliere und als Leiharbeiter ende, arbeite ich 
lieber umsonst oder mach mich selbstständig.

Autor: OinkOink (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dipl.-Ing. schrieb:
> Ihr macht euch hier als Ingenieur Gedanken über die Zeitarbeit?
>
> Ich sag euch mal was: Wenn Ihr als Ingenieur euch von diesen Vereinen
> abziehen lässt, dann seit Ihr euren Titel nicht wert.
>
> Nur wenn ihr dieses Spielchen mitspielt, funktioniert auch die
> Ausbeutung.
>
> Bevor ich meine Würde verliere und als Leiharbeiter ende, arbeite ich
> lieber umsonst oder mach mich selbstständig.

Wir sprechen uns ins fuenf Jahren wieder!

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
http://www.ingenieur.de/Politik-Wirtschaft/Konjunktur/Wir-Exzellenzinitiative-fuer-Lehre

"  Der VDI ist kein Verband, der aus Mitgliedsunternehmen und Vertretern 
von Unternehmensinteressen besteht, sondern der Verein der Ingenieure 
verschiedener fachlicher Prägung in unterschiedlichen Einrichtungen. "

Inzwischen dürfte es Allgemeingut sein das das eine glatte LÜGE ist ..

Autor: Scherrar (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dipl.-Ing. schrieb:
> Ihr macht euch hier als Ingenieur Gedanken über die Zeitarbeit?
>
> Ich sag euch mal was: Wenn Ihr als Ingenieur euch von diesen Vereinen
> abziehen lässt, dann seit Ihr euren Titel nicht wert.
>
> Nur wenn ihr dieses Spielchen mitspielt, funktioniert auch die
> Ausbeutung.
>
> Bevor ich meine Würde verliere und als Leiharbeiter ende, arbeite ich
> lieber umsonst oder mach mich selbstständig.

Naja, ich sags mal so... bei vielen OEMs / großen Konzernen ist es eben 
schwer direkt reinzukommen, sofern man nicht schon dort seine 
Abschlussarbeit geschrieben hat oder eben Vitamin B besitzt.

Warum dann nicht über ein Arbeitnehmerüberlasserverhältniss den Weg in 
die Wunschfirma finden? Und mit verlorener Würde hat das Null zu tun. 
Ich habe durch die ANÜ-Anstellung direkt eine Woche nach Abschluss 
meines Studiums nen Job gehabt bei guter Bezahlung. Mittlerweile verdien 
ich mehr als manch Festangestellter Kollege. Jeder ist eben seines 
Glückes Schmied. Und bei deinen Aussagen habe ich nicht das Gefühl, dass 
du weißt wie der Hase läuft.

Bist du schon fertig mit dem Studium und im Beruf? Dann musst du ja von 
Haus aus genug Kohle besitzen wenn du umsonst arbeiten würdest ;)

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dipl.-Ing. schrieb:
> Bevor ich meine Würde verliere und als Leiharbeiter ende, arbeite ich
> lieber umsonst oder mach mich selbstständig.

Wie lange wilst du umsonst oder kostenfrei arbeiten, wie lange kannst du 
das (1 Jahr, 5 Jahre?)

Selbstständig, eine gute Idee, wenn du genügend Berufserfahrung hast und 
dich gut verkaufen kannst.


Der derzeitige Jobmarkt ist selbst im Süden (Stutttart etc.) 
dienstleisterverseucht. Jobs werden dort reichlich angeboten.

Autor: Frank (Gast)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Rüdiger schrieb:
> Die Zahlen stammen von Betrandt selber.
> Bertrandt erhält 59 Euro/Stunde für seinen Ing. vom OEM.
> 40 Stundenwoche und 220 Arbeitstage (30 Tage Urlaub und 5-10 Arbeitstage
> krank sind schon abgezogen) ca. 104.000 Euro.
> Jahresgehalt einfacher Ing. inkl. Sonderzahlungen 48.000 (Jahresgehalt
> bei Bertrandt ist stark Niederlassungsabhängig). Zusätzlich AG-Anteil
> knapp 10.000. Macht zusammen 58.000 Euro. Verbleiben 46.000 Euro bei
> Bertrandt (knapp 45%).


Und wo sind die 30 Tage Urlaub, 20 Krankheitstage, Verwaltungskosten 
Verleihfirma etc....

Das Jahresgehalt mal 1.8 nehmen, dann erhält mann realistische Zahlen.
Alles was darüber liegt ist Gewinn.......

Die meisten haben hier einfach überhaupt keinen Durchblick!

Autor: lo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich schrieb:
> dienstleisterverseucht. Jobs werden dort reichlich angeboten.

Ja aber nur beschissene, in der beschissenen IGM-Betrieben: 
Autozuliefer, Maschinenbau und der ganze Rotz der dort dran hängt, die 
sind alle durchseucht mit Dienstleistern. Warum seid ihr alle so geil 
darauf dort anzufangen, hoffend auf einen festen Platz? Was glaubt ihr 
warum dort so eine hohe Durchseuchungsquote herrscht? Weil man dort hohe 
Chancen hat einen festen Platz zu bekommen? Könnt ihr eigentlich klar 
und logisch denken als Ingenieure?

Wenn ich höre EG8 wäre gut für einen Ing, Leute da hätte ich heute 
deutlich mehr im Sack wenn ich damals nicht studiert hätte und nach der 
Ausbildung in der Metallindustrie geblieben wäre. Das sind doch 
Spassgehälter, sowas wird hier noch umjubelt. Ihr habt alle keine Ahnung 
wie die Löhne seit zig Jahren runtergefahren werden und schaut einfach 
mal in andere Branchen wie Banken, Pharma, Chemie oder Versicherungen. 
Da verdient ein unstudierter Honk nach der Ausbildung das selbe was ihr 
nach 5 Jahren Mathekonzentrationslagerstudim bekommt. Wie man sich so um 
diese ERA-Peanuts prügeln kann werde ich nie verstehen. Steht halt 
Audi/Daimler/Bosch drauf, das lockt halt die jungen dummen Naivlinge an. 
Ihr werdet gnadenlos gef* von denen und merkt es nicht mal. Das meiste 
Geld geht dann noch für das teure Leben in diesen Regionen drauf, eure 
ERA-Gehälter sind doch lachhaft. Allein schon diese Zulagenschwindel und 
undurchsichte Pseudoeinstufungen, der reinste Nepp. Hier wird mit 
Begeisterung und ohne Hirn über diese Stufen diskutiert da langt sich 
doch jeder geistig gesunde Mensch an die Rübe.

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
lo schrieb:
> Warum seid ihr alle so geil
> darauf dort anzufangen, hoffend auf einen festen Platz?

Wer dort anfängt in der Hoffnung mal fest eingestellt zu werden sollte 
sich besser einweisen lassen (in die geschlossene psychiatrische 
Abteilung)

lo schrieb:
> llein schon diese Zulagenschwindel und
> undurchsichte Pseudoeinstufungen, der reinste Nepp. Hier wird mit
> Begeisterung und ohne Hirn über diese Stufen diskutiert da langt sich
> doch jeder geistig gesunde Mensch an die Rübe.


Wer bewirbt sich bei Betrandt & Co.?
Absolventen und Arbeitslose, davon scheint es genügend zu geben.
Andere, die ev. bei solchen Firmen gezwungener Maßen arbeiten, werden 
sich dort kaum bewerben.. Es herrscht also an "Mangel" an solchen 
Bewerbern.

Wobei Bertrandt noch zu den Sahnestücke gehört, die sich auf diesem 
Gebiet der Dienstleister tummeln.

Was sich dort teilweise noch so rum treibt spottet jeder Beschreibung.
Kenne da einige tolle Buden, bei denen bewirbt sich keiner, der nicht 
muss oder besoffen ist.

Autor: immer wieder (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
lo schrieb:
> Das meiste
> Geld geht dann noch für das teure Leben in diesen Regionen drauf, eure
> ERA-Gehälter sind doch lachhaft.

ERA-Gehälter sind also lachhaft? Du hast leider keine Ahnung!

Der Metalltarif ist der beste Tarif von allen! 35 h und dann noch die 
hohen Gehälter, die bei 40 h nochmal gut 14 % höher liegen. Kein anderer 
Tarif toppt das. Außerdem holt die IGM bei den Tarifrunden immer 
ordentlich was raus, mehr als alle anderen. Die Metall- und 
Elektroindustrie (M&E) ist daher immer noch die Topp-Branche in Dtl.

Du schreibst von "Banken, Pharma, Chemie oder Versicherungen". Deren 
Tarifnivau liegt leider deutlich unter Metalltarif. Es mag dort Bereiche 
geben, wo überdurchschnittlich gezahlt wird. Das betrifft aber eher die 
"oberen" 10 % der Stellen dort (AT´ler). Der Rest verdient bei 
vergleichbarer Tätigkeit weniger als in der M&E-Industrie.

Wenn Banken und Pharma die "besseren" Branchen sein sollen, kann ich nur 
lachen. Gerade bei den Banken ist gerade großer Frühjahrsputz.

Ich kann nur jedem raten: Wenn ihr einen Job mit ERA-Tarif kriegen 
könnt, greift zu!

Autor: Lottogewinn (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wer ERA bekommt, hat einen Lottogewinn mit sechs Richtigen. Gutes Geld, 
gutes Arbeitsklima, zum großen Teil recht stressfrei. Die Kehrseite ist, 
dass Millionen andere von Ingenieuren und Facharbeitern mit Nicht-ERA 
die Zeche für diese gute Bezahlung blechen müssen. Die Unternehmen holen 
sich die Gewinne durch Ausbeutung der Zulieferer und des kleinen 
Mittelstandes wieder rein. Man kann nur hoffen, zu den ERA-Gewinnern zu 
gehören, aber die Luft wird dünn, man stellt nur noch wenig dort fest 
neu ein, selbst zu starken wirtschaftlichen Zeiten wie jetzt.

Autor: Lottogewinn (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/sr/2013/agenda-2010-100.html

"Felix P. hat eine feste Anstellung. Seit Jahren arbeitet der Ingenieur 
für einen Dienstleister, der ihn an andere Unternehmen verleiht. Er ist 
immer auf dem Sprung. Privat wie beruflich ist das äußerst schwierig zu 
organisieren.

Felix P. sagt, es könne jederzeit sein, dass man in eine andere Stadt 
und in eine andere Firma müsse. Dementsprechend könne man sich nicht wie 
Festangestellte richtig etablieren, weil man nie wisse, wie lange der 
Job wirklich dauere.

Und das alles für weniger Geld und weniger Urlaub als die fest 
angestellten Kollegen. Felix P. möchte das gerne ändern. Aber die Firmen 
nutzen lieber die Leiharbeit und lassen die Leute so lange wie möglich 
schmoren. Es seien „keine schönen Gefühle“, klagt er, aber mit der 
Perspektive oder der Hoffnung, übernommen zu werden oder dementsprechend 
einen Einstieg als Festangestellter zu haben, sei man dann doch 
motiviert."

Da haben unsere Volksverräter wieder ganze Arbeit geleistet. Die 
Avantgarde hat damals die SPD als Wolfs im Schafspelz gebildet, die 
Schwarzen und das pseudoliberale gelbe Gesocks hauen den Dolch dann 
endgültig in die Schlagader des Mittelstandes.

Autor: mannem (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
lo schrieb:
>

lo hat absolut recht. Ich könnte mich aufregen, wenn junge Absolventen 
da her labbern "Jeder ist seines Glueckes Schmied", während sich hinter 
ihnen der Sklavenhändler über sie her macht. Wie kann man lächelnd und 
kritiklos dem System der Sklavenhändler gegenüber stehen, welches das 
komplette Sozialsystem aushebelt? Wie naiv ...

Autor: Cyblord -. (cyblord)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Lottogewinn schrieb:
> Wer ERA bekommt, hat einen Lottogewinn mit sechs Richtigen. Gutes Geld,
> gutes Arbeitsklima, zum großen Teil recht stressfrei.
Juhu dann hab ich ja endlich mal im Lotto gewonnen. ERA direkt nach dem 
Studium (EG13/BW). ABER, im Raum Stuttgart oder allgemein in BW sind 
solche Gehälter ganz normal. Hatte Angebote von Nicht-IGM Firmen welche 
ausdrücklich nach ERA und somit identisch zahlen. Auch andere Angebote 
kamen fast bis an die IGM Löhne ran. Wobei ich jetzt auch nicht 
behaupten würde EG13 ist soo ein tolles Gehalt. Als Absolvent ok aber 
lange wird man damit nicht glücklich.
Die wirklich tolle Sache an ERA ist die 35h Woche. Die findet man 
außerhalb der Tarifgebundenen Unternehmen praktisch nirgends.

gruß cyblord

Autor: genervt (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
cyblord ---- schrieb:
> Juhu dann hab ich ja endlich mal im Lotto gewonnen. ERA direkt nach dem
> Studium (EG13/BW).

Sind die EG15 dann mit 3-5 Jahren drin, wie es im IGM-Flyer steht oder 
ist das "Werbung"?

Autor: Cyblord -. (cyblord)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
genervt schrieb:
> cyblord ---- schrieb:
>> Juhu dann hab ich ja endlich mal im Lotto gewonnen. ERA direkt nach dem
>> Studium (EG13/BW).
>
> Sind die EG15 dann mit 3-5 Jahren drin, wie es im IGM-Flyer steht oder
> ist das "Werbung"?

Keine Ahnung. Aber ERA richtet sich doch rein nach der Tätigkeit. Wenn 
man nach 3-5 Jahren immernoch dasselbe macht dann wird sich da nicht 
viel ändern.
Allerdings, Frage an die IGM Experten: Zu dem Grundgehalt + Urlaubsgeld 
+ Jahressonderzahlung kommen hier noch 10-30% Leistungszulage oben 
drauf. Hab das vorher gar nicht gewusst. Ist das ein Teil von den ERA-TV 
(konnte nichts finden) oder ist das hier eine Extrawurst?

gruß cyblord

Autor: genervt (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
cyblord ---- schrieb:
> kommen hier noch 10-30% Leistungszulage oben
> drauf. Hab das vorher gar nicht gewusst. Ist das ein Teil von den ERA-TV
> (konnte nichts finden) oder ist das hier eine Extrawurst?

Meines Wissens nach ist das Teil vom ERA-TV und der Betrieb diese 
Leistungszulage so verteilen, dass im Schnitt 15% gezahlt werden.

D.h. je nach Leistungsbeurteilung bekommt man diese Zulage.

Ich formuliere mal um: Ist es so, dass EG15-Stellen überwiegend mit 3-5 
Jahren BE besetzt sind, oder sind die Leute meist deutlich länger im 
Job?

Autor: Cyblord -. (cyblord)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
genervt schrieb:
> cyblord ---- schrieb:
>> kommen hier noch 10-30% Leistungszulage oben
>> drauf. Hab das vorher gar nicht gewusst. Ist das ein Teil von den ERA-TV
>> (konnte nichts finden) oder ist das hier eine Extrawurst?
>
> Meines Wissens nach ist das Teil vom ERA-TV und der Betrieb diese
> Leistungszulage so verteilen, dass im Schnitt 15% gezahlt werden.
Ah ok. Danke für die Info.

> Ich formuliere mal um: Ist es so, dass EG15-Stellen überwiegend mit 3-5
> Jahren BE besetzt sind, oder sind die Leute meist deutlich länger im
> Job?

Kann ich dir echt nicht sagen. Niemand hier hat seine EG Einstufung auf 
der Stirn stehen. Ich hab keine Ahnung ob die Vorgesetzten jetzt EG15 
oder AT oder sonst was verdienen. Ich weiß auch nicht ob die Kollegen 
welche schon 3-5 Jahre BE haben ne andere Einstufung haben. Es gibt 
durchaus Leute die 3 Jahre dabei sind und genau dasselbe machen wie ich 
und somit wohl auch diesselbe Einstufung haben. Aber im Ländle redet man 
nicht über Geld. Weißt du doch.

Aber genau das meine ich, als Absolvent ist das Gehalt ok, aber wenn 
sich nach 3 Jahren nix getan hat, dann ist es nicht mehr so prall.

gruß cyblord

Autor: Rüdiger (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Frank schrieb:
> Rüdiger schrieb:
>> Die Zahlen stammen von Betrandt selber.
>> Bertrandt erhält 59 Euro/Stunde für seinen Ing. vom OEM.
>> 40 Stundenwoche und 220 Arbeitstage (30 Tage Urlaub und 5-10 Arbeitstage
>> krank sind schon abgezogen) ca. 104.000 Euro.
>> Jahresgehalt einfacher Ing. inkl. Sonderzahlungen 48.000 (Jahresgehalt
>> bei Bertrandt ist stark Niederlassungsabhängig). Zusätzlich AG-Anteil
>> knapp 10.000. Macht zusammen 58.000 Euro. Verbleiben 46.000 Euro bei
>> Bertrandt (knapp 45%).
>
>
> Und wo sind die 30 Tage Urlaub, 20 Krankheitstage, Verwaltungskosten
> Verleihfirma etc....
>
> Das Jahresgehalt mal 1.8 nehmen, dann erhält mann realistische Zahlen.
> Alles was darüber liegt ist Gewinn.......
>
> Die meisten haben hier einfach überhaupt keinen Durchblick!

@Frank

Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Die Krankheits- und Urlaubstage hatte ich bei meinem Beispiel schon 
berücksichtigt. Von daher trifft der letzte Satz Ihrer Aussage wohl eher 
auf Sie zu ;-)

Autor: Frank (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rüdiger schrieb:
> Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
> Die Krankheits- und Urlaubstage hatte ich bei meinem Beispiel schon
> berücksichtigt. Von daher trifft der letzte Satz Ihrer Aussage wohl eher
> auf Sie zu ;-)

Ja ?? Wo denn?

Autor: Dorian (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Nachdem ich mir die Konversation hier zu Gemüte geführt habe,
möchte ich mich auch einmal melden.

Habe kein Uni/FH-Diplom oder Bachelor,da ich in dem nach meiner 
Ausbildung aufgenommenen Studium zu schlecht war und daher "nur" 
Techniker,dafür Fachrichtung Fahrzeugbau und mit guten CATIA-Grundlagen 
ausgestattet,geworden bin.Dadurch gelang der Einstieg in die 
Autoentwicklung leicht.

Habe mittlerweile 6 Jahre Erfahrung in der Automotive- und 
Nutzfahrzeugentwicklung und bin beim zweiten Dienstleister.

Den ersten habe ich aufgrund der doch eher mauen Bezahlung nach 2 Jahren 
verlassen,habe meinen Platz in der Entwicklung einer Nutzfahrzeugtochter 
eines OEM´s aber behalten,da dieser mich halten wollte.Somit war auch 
beim Übergang zum anderen Dienstleister ein deutlich besseres Gehalt 
drin,was ich dank sehr guter Leistung,in erster Linie aber aufgrund 
meines Verhandlungsstiles im Mitarbeitergespräch im Jahr nach der 
Einstellung noch einmal gut hochschrauben konnte.

Mittlerweile habe ich ein Fixum von knapp 52.000 € bei 13 Gehältern und 
40 h/Woche,wobei ich allerdings seit 1 1/2 Jahren keine Lohnerhöhung 
mehr hatte.
Das Gehalt hätte ich allerdings nicht,wenn ich nicht meinen Vorgesetzten 
beharrlich beackert hätte.Nach meinem allerersten Mitarbeitergespräch 
beim ersten Diensleister,wo ich aufgrund des niedrigen 
Berufseinstiegsgehalts eine passable Erhöhung erwartet hatte,aber 
untergebuttert wurde,wusste ich,dass man gerade in unserer Branche 
nichts geschenkt bekommt.

Gut sein alleine reicht nicht,man muss sich auch entsprechend verkaufen 
können.Wer darauf wartet,dass der Vorgesetzte sein Talent besonders 
honoriert und von sich aus mit den großen Scheinen herausrückt,ist 
selber schuld.


Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht,jedes Jahr,ungeachtet der 
aktuellen beruflichen Perspektiven im eigenen Laden,Bewerbungen zu 
schreiben und bei den daraus resultierenden Vorstellungsgesprächen auch 
herauszufinden,was beruflich/pekuniär geht und wie es sonst anderswo 
aussieht.

Wer nicht weiß,was andere Firmen für ihn bieten,kennt seinen Marktwert 
nicht.

Wer glaubt,die Firma investiere groß in seine Bildung,ist leichtgläubig.
Ein Dienstleister (wie wahrscheinlich auch mittlerweile 
OEM,Mittelständler usw.) investiert nur soviel in den Mitarbeiter wie

a)gerade nötig ist,um den Anschluß beim Kunden nicht zu verlieren
b)der Kunde als Eingangsvoraussetzung fordert
c)notwendig ist,um den Mitarbeiter zu einem höheren Preis/Stundensatz 
anzupreisen

Wer auf eine interne Karriere beim Dienstleister oder gar eine Übernahme 
beim OEM spekuliert,ist selbst schuld.

Ich habe meine jeweiligen Vorgesetzten immer wieder penetrant mit 
Anrufen und e-mails dazu gebracht,dass ich wirklich halbjährlich meine 
Mitarbeitergespräche hatte.Dort habe ich immer wieder zum Ausdruck 
gebracht,dass mir nicht nur die finanzielle Situation,sondern auch ein 
fachliches Weiterkommen wichtig ist.

Habe eigeninitiativ in Abendschule noch einige Weiterbildungen 
gemacht,da keinerlei Schnittmengen mit dem Vorgesetzten in punkto 
Weiterbildung zu erreichen waren.


Wenn ich sehe,mit welchen Einstiegsgehältern und beruflichen 
Perspektiven einige trotz UNI/FH-Abschlusses hier zu rechnen haben,tut 
es mir leid für sie.Als erste Stelle für den Berufseinstieg mag man 
einiges hinnehmen,aber dann sollte man nach 2 Jahren woanders hingehen.

Anmerken möchte ich auch,dass ich nicht immer unglücklich darüber 
bin,bei einem Dienstleister zu sein.
Hatte mich schon selbst bei einigen Zulieferern beworben und hätte dort 
auch eine Stelle bekommen.
Wenn man dann aber sieht,welche teils stupide Arbeit man in den dortigen 
Entwicklungsabteilungen macht (war auch schon an Zulieferer 
"ausgeliehen"),bin ich froh drum,dass ich dort nicht dauerhaft bleiben 
muss.
Natürlich gibt es aber auch gute Läden wo es Spaß macht.

Bei einem OEM fest übernommen zu werden ist eh illusorisch und 
realistischerweise wird auch mein nächster Arbeitgeber,sollte ich meinen 
derzeitigen verlassen,wieder Ingenieurdienstleister sein.


Zum Thema Stundensätze/Kalkulation muss ich anmerken,dass das mit den 
Stundensätzen zwischen 50 und 60 € realistische Annahme ist.
Kannte auch Leute,die irgendwann ihren Dienstleister verließen und als 
Freiberufler an selber Stelle weitermachten,um das Geld selbst zu 
kassieren,mit allen Risiken/Nachteilen wie 
versicherung,Folgeaufträge,Scheinselbständigkeit etc.

Risiken werden outgesourced,einfache Entwicklungsthemen werden auch nach 
Polen oder Indien weitergegeben.

Andere Entwicklungsrisiken,die ich gut kenne:
-Stress und Frust,weil kurz vor Projektabgabe noch einmal alles über den 
Haufen geworfen wird
-gesundheitliche Probleme infolge der Büro und exzessiven 
Bildschirmarbeit:
     -geistige Überlastung,körperliche Unterforderung
     -die Sehleistung meiner Augen hat dank schlimmer Projektphasen
      und CAD  auch schon gut nachgelassen

In Anbetracht dieser Risiken und Probleme finde ich mein Gehalt nicht zu 
hoch,denn hätte ich nach Abschluß meiner Berufsausbildung vor 11 Jahren 
weitergearbeitet (IG-Metall-Tarif,35h-Woche,gute jährliche tarifliche 
Erhöhungen,Altersvorsorge durch Arbeitgeber etc.),hätte ich ein deutlich 
entspannteres Berufsleben mit minimal weniger Gehalt,aber viel weniger 
Verantwortung und Arbeitszeit, und mehr Freizeit.

Ich hoffe,ich konnte mit meinen Ausführungen einen halbwegs 
realistischen Einblick geben,was Absolventen und Berufseinsteiger 
erwarten können und was nicht und dass nicht alles schlecht bei 
Ingenieurdienstleistern ist,aber eben auch nicht alles gut.

Autor: Marx W. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Also, als Personaldisponent beim Dienstleister kann man echt nicht 
meckern, wg Bezahlung, Boni, Benifits und Co.!

Autor: Hansi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo zusammen,

ich haben nach meinem Studium (Inf. FH) 5 Jahre bei einem Dienstleister 
im Süden gearbeitete. Beim Gehalt muss ich meinem Vorschreiber 
zustimmen. Das war jedes mal ein harter Kampf, teilweise um 20 Euro mehr 
oder weniger im Monat. Auf jedes Gespräch habe ich mich sehr lange 
vorbereitet (mind. 15h), DINA4 Tabellen in Excel gemacht mit 
verschiedenen Erhöhungsmöglichkeiten, für Festgehalt und Zulage, usw. 
Dazu alle Statistiken zur Unternehmenslage, zur Inflation, zur 
Branchenlage, Abteilungsumsatz mit meinem Anteil (kann man ja grob 
errechnen), Bücher zum Thema gelesen, Foren durchstöbert, .... Habe mein 
Gehalt in den 5 Jahren im Schnitt um 6%/Jahr erhöhen können. Ich habe 
grundsätzlich Einmalzahlungen verneint, statt 1500€ einmalig lieber 50€ 
oder auch 30€ mehr im Monat. Das zahlt sich schon im 3. Jahr aus. Hat 
immer geklappt. Nebenbei habe ich meinen Master gemacht und bin nun beim 
OEM zu GANZ ANDEREN Zahlen und Bedingungen. Übrigens: Bei mir im Team 
haben mind. 50% zuvor beim Dienstleister gearbeitet, allerdings in der 
Regel nur max. 5 Jahre. Wenn bis dahin kein Angebot gekommen ist, wird 
es wohl schwierig mit dem Übertritt. Also keine Illusion. Ohne die 
Erfahrung beim Dienstleister hätte ich den aktuellen Job nie bekommen, 
da bin ich mir sicher. OEM als Absolvent ist sehr sehr selten, mit viel 
Glück nach einer Promotion und mit noch viel mehr Glück nach einer MA 
oder BA. Beim Dienstleiter war auch eigentlich alles OK, nette Kollegen, 
Chef OK, absolute Freiheit. Der Job (eher technisch) hat früher mehr 
Spaß gemacht, heute muss ich die Dienstleister führen. Wie ich das aber 
allgemein sehe, haben wir als Besucher dieses Forums eh eine sehr 
glückliche und allgemein gut honorierte Berufswahl getroffen, im 
Vergleich zum Gesundheits- und Pflegewesen, Einzelhandel und wie sie 
alle heißen.

Autor: Ingenieur N. (ing)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dorian schrieb:
> Habe mittlerweile 6 Jahre Erfahrung in der Automotive

Wenn du nach 6 Jahren nicht verstanden hast, dass du nur deswegen beim 
Dienstleister bist, weill du billig bist, dann...

Tja, wach auf, der Techniker ist der billige Ingenieursersatz, zumindest 
beim DL, da fällts nicht so auf und der DL kann kräftig Kasse machen.

Autor: Zocker_08 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bertrandt gut?

Bertrand schlecht !

Scheint ein Kindergarten zu sein.

Autor: Dorian (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ingenieur Number one schrieb:
> Dorian schrieb:
>> Habe mittlerweile 6 Jahre Erfahrung in der Automotive
>
> Wenn du nach 6 Jahren nicht verstanden hast, dass du nur deswegen beim
> Dienstleister bist, weill du billig bist, dann...
>
> Tja, wach auf, der Techniker ist der billige Ingenieursersatz, zumindest
> beim DL, da fällts nicht so auf und der DL kann kräftig Kasse machen.

Als Dipl.Ing. würde ich beim Dienstleister auch nicht zwingend mehr 
verdienen,es sei denn Führungsposition/Projektleitung etc.
Und ich habe bisher genügend Dipl.Ing/Bachelor/BA´ler beim Dienstleister 
getroffen,die einfach nichts besseres bekommen,teilweise auch für nichts 
anderes getaugt haben...und die sind für deutlich weniger Geld arbeiten 
gegangen,eben weil sie sich zu billig verkauft haben.

Ich gebe Dir aber insoweit recht,dass ein Dipl.Ing/Bachelor/BA-Abschluss
wenigstens die Hälfte der Eintrittskarte zum Einstieg beim OEM ist,die 
andere Hälfte bildet sich aus fachlichem Können,Berufserfahrung und 
tollen Referenzprojekten;die habe ich zwar,aber bin halt "nur 
Techniker",d.h. der weitere Weg führt zwangsläufig entweder zum 
Dienstleister oder Zulieferer und die Tür beim OEM bleibt zu,hatte schon 
genug (erfolglose)Bewerbungen an diverse OEM´s gerichtet.

Außerdem habe ich während meiner Tätigkeit für/beim OEM (Werk- bzw. 
Dienstvertrag)beobachten können,dass sich der Einstieg mit steigendem 
Alter noch schwieriger gestaltet und auch die Frauenquote eine Rolle 
spielt.

Und so etwas wie einen Ingenieursmangel gibt es meiner Beobachtung nach 
nicht.
1)habe ich das Gefühl,dass bei dieser These jede ausgeschriebene Stelle 
berücksichtigt wird,wobei aber z.b. jeder zu besetzende 
Werk-/Dienstvertrag von gefühlt 10 Dienstleistern ausgeschrieben wird
2)wird heute jede Meister-/Techniker-/Arbeitsplanungsstelle etc. mit 
Dipl-Ing als Voraussetzung ausgeschrieben,wo früher "weniger 
qualifizierte"
Arbeitnehmer voll und ganz ausreichten-und das hat m.E. nicht zwingend 
mit steigender Komplexität des jeweiligen Arbeitsgebietes zu tun
3)tummeln sich gerade bei Dienstleistern viele faule oder ungeeignete 
Angestellte,die sich im Windschatten der Arbeitskollegen erfolgreich 
durchmogeln
4)wird dadurch,dass ein Großteil der Personalkosten nicht mehr über ein 
fixes Budget,sondern über die jeweiligen Projekte mitlaufen,oftmals ein 
viel zu hoher Personalbedarf angesetzt und entsprechend werden viel mehr 
Leute über Werk-Dienstvertrag bzw. ANÜ geholt als wirklich notwendig 
wären-dann kommen Leute,die 3 Monate angelernt werden und wenn sie dann 
wirklich fit und von Nutzen sind,auch schon wieder gehen,da das 
jeweilige Projekt bzw. Teilprojekt ausläuft...

Autor: Unbekannter (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
vdi@vdi.de schrieb:
> Sprich der VDI sitzt an der nur ihm zugänglichen Stellenquelle.

Der VDI hat und kennt weit und breit keine Stellen. Die Zahl der 
hoffnungslosen Firmen, die trotz Stellenanzeigen, Einschalten von 
Personalberatern und Mund-zu-Mund Propaganda keinen ihnen genehmen 
Ingenieur finden, der für das Mickergehalt arbeiten möchte ist zwar 
gross, aber nur wenige sind so arm dran, dass sie vur VDI-Plattform des 
Dr. Lohan rennen, um sich dort nach Ingenieuren umzusehen, weil dort nur 
die ganz Hoffnungslosen vorzufinden sind.

Ich habe mal eine Firma, die mir gegenüber verlauten liess, dort zu 
inserieren, gefragt, was sie denn bezahlen und bekam zur Antwort, dass 
sie ein gewisses Kontingent an Anfragen frei haben, mit denen sie die 
Jobsuchenden dann traktieren können.

In über 5 Jahren Zugehörigkeit zu dieser Plattform habe ich nicht einmal 
10 Anfragen bekommen. Soviele bekomme ich über Monster in der Woche und 
diese sind wenigstens konkret, wenn auch schlecht bezahlt.

Die Firmen, die über den VDI gesucht haben, bieten so unfassbar 
grottenschlechte Gehälter, dass sie keinen normalen Anfänger bekommen. 
Beispiele waren ein Hersteller von Landwirtschaftsmschinen, der 
Steuerungen baut und eine Firma für Schwimmbadtechnik, die 
Temperaturmesstechnik konstruiert. Da kamen Angebote von unter 40k rein. 
Einmal habe ich mit einem solchen Anbieter telefoniert: Er bietet mir so 
"viel", weil das das Durchschnittsgehalt bei ihm in der Gegend sei 
(Brandenburg). Warum er dann von dort niemanden nimmt und stattdessen zu 
mir in den Westen telefoniert, konnte er mir nicht beantworten.

Wer beim VDI nach Stellen sucht, ist fehl am Platze. Wahrscheinlich 
sucht da keiner und der VDI hat für seine 100 Anfragen nur 10 Leute und 
kommt deshalb auf den Ingenieurmangel.

Ich frage mich wirklich, wie es der Vorsitzende Fuchs anstellt, zu 
erwarten, dass ihn noch jemand ernst nimmt.

Autor: a&o (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ Dorian

Danke für deinen Bericht. War sehr hilfreich.

Ich habe einen ähnlichen Lebenslauf wie du und bin 
Maschinenbautechniker.

Ich arbeite seit 2 Jahren bei bei einem Autozulieferer in München in der 
Fertigungsplanung und habe lächerliche 37k € p. a. bei 39 h pro Woche. 
Gleitzeit habe ich keine, meine Überstunden verfallen am Monatsende. 
2012 habe ich deshalb über 2 Wochen komplett umsonst gearbeitet. Das 
Gehalt wird dadurch noch mickriger. Wenigstens hab ich 30 Tage Urlaub.

Aufgrund meiner aktuellen Situation überlege ich mir ernsthaft, zum 
Dienstleister zu wechseln, auch wenn ich dafür eine unbefristete 
Festanstellung aufgeben müsste.

Du verdienst 52k € bei 40 h. Als Techniker würdest du auch bei einer 
Firma mit IGM-Tarif kaum mehr verdienen. In Bayern sind Technikerstellen 
mit ERA EG 8a/b bewertet. Das wären derzeit 3181/3315 € Monatsgehalt bei 
35 h.

Finanziell gesehen sind die Dienstleister also nicht schlecht, in jedem 
Fall besser als die sog. "Familienunternehmen" oder Mittelständler.

Natürlich stört es mich, wenn ein Dritter an meiner Arbeitskraft 
mitverdient. Aber anscheinend bleibt zumindest bei den großen 
Dienstleistern noch genug übrig, um einem Techniker >50k p. a. zu 
zahlen.

Die Lohndrückerei bei Mittelständlern dient letztlich ja auch nur dazu, 
den Firmeninhaber noch reicher zu machen. Bei großen Dienstleistern gibt 
es hingegen konzern-ähnliche Strukturen, die für den einzelnen 
Mitarbeiter immer bessere Konditionen bedeuten. Aktiengesellschaften und 
Großkonzerne zahlen immer besser, auch wenn es sich um Dienstleister 
handelt. Soviel zum "bösen" Shareholder-Value.

Ich würde sogar behaupten: Der Aktionär ist weniger gierig als der 
Einzelunternehmer/Firmeninhaber.

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
a&o schrieb:
> Finanziell gesehen sind die Dienstleister also nicht schlecht, in jedem
> Fall besser als die sog. "Familienunternehmen" oder Mittelständler.

Du vergisst eins, bei einem Dienstleister hast du i.a. keinen festen 
Arbeitsort.
Statt zum Mittelständler nach München zu düsen arbeitest du ggf. mal in 
Stuttgart, Augsburg dann mal in Nürnberg, OHNE kostendeckende 
Reisekostenbeteiligung durch den DL:

a&o schrieb:
> Aufgrund meiner aktuellen Situation überlege ich mir ernsthaft, zum
> Dienstleister zu wechseln, auch wenn ich dafür eine unbefristete
> Festanstellung aufgeben müsste.

Wieso muss es ein Dienstleister (zB: Fa.Bertrandt) sein?

Autor: Dr.-Ing. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
a&o schrieb:
> Ich würde sogar behaupten: Der Aktionär ist weniger gierig als der
> Einzelunternehmer/Firmeninhaber.

Deine Behauptung ist nur nichts wert.

[] Du hast Ahnung von Mikroökonomie.

Techniker bleibt bei deinen Leisten.

Autor: a&o (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dr.-Ing. schrieb:
> Deine Behauptung ist nur nichts wert.
>
> [] Du hast Ahnung von Mikroökonomie.
>
> Techniker bleibt bei deinen Leisten.

Komisch nur, dass gerade Großkonzerne und AGs meist nach Tarif oder 
besser zahlen und auch Mitbestimmung durch Gewerkschaften zulassen, 
während der "ehrbare" Mittelständler von nebenan sich zwar bei jeder 
Gelegenheit aufgeilt, wenn er dem lokalen Sportverein für 2.000 € 
Trikots sponsert, seine eigenen Mitarbeiter aber 30 % unter Tarif 
bezahlt.

Für mich steht fest:
Firmen, wo es die (gesetzliche) Mitbestimmung gibt, sind i. d. R. 
deutlich großzügiger bei der Vergütung. Dass der 
Mittelständler/Einzelunternehmer ein Problem damit hat, wenn ein 
Betriebsrat mitbestimmt, ist klar. Problematisch ist nur, dass das quasi 
immer zu schlechterer Bezahlung bei KMU führt.

Und ich behaupte mal: Viele KMU haben eine Umsatzrendite, von der 
Großkonzerne nur träumen können.

Das Schreckgespenst "Shareholder-Value" malen nur die linken Medien an 
die Wand. Natürlich gibt es bei Aktiengesellschaften gewisse Auswüchse, 
aber KMU stehen dem in nix nach. Nur wird es da nicht publik.

Aktiengesellschaften und Großkonzerne sind die besseren Arbeitgeber!

Autor: Heiner M. (heiner_der_echte)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
a&o schrieb:
> Aktiengesellschaften und Großkonzerne sind die besseren Arbeitgeber!

ja das stimmt. Wobei diese Firmen dann oft die höheren Löhne der 
Stammbelegschaft wieder so rein kriegen, dass sie halt Zulieferer, 
Lieferanten und Dienstleister ausquetschen !

Dr.-Ing. schrieb:
> a&o schrieb:
>> Ich würde sogar behaupten: Der Aktionär ist weniger gierig als der
>> Einzelunternehmer/Firmeninhaber.

jaein.

das hängt immer vom UN ab. Ein Einzelunternehmer muss langfristig 
denken, möchte dass die Firma nachhaltig gute Gewinne macht, er möchte 
die Firma ggf. den Nachkommen vererben oder zumindest damit eine gute 
Alterssicherung haben.

Ein Manager in einem Konzern dagegen hat eine kurze Halbwertszeit. Er 
muss in Quartalszyklen denken und nicht wie ein Einzelunternehmer der 
auf Jahre denkt. Auch ist ein Aktionär weit weniger an ein UN gebunden, 
schon gar icht so emotional wie ein Einzelunternehmer dem sein 
Lebenswerk daran hängt.

Ich z.B. würde Aktien verkaufen wenn sie langfristig zu wenig Rendite 
bringen. Das geht binnen Sekunden auf Knopfdruck.

Autor: me (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Leute,

habt ihr, die für Dienstleister angestellt seid, in eure Verträge 
Klausel (oder was ähnliches) was lautet dass ihr zu derzeitigem Kunde 
nicht wechseln dürfen???
Nur 2 Jahre nach die Kundigung.

Autor: Ich (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
me schrieb:
> was lautet dass ihr zu derzeitigem Kunde
> nicht wechseln dürfen???
> Nur 2 Jahre nach die Kundigung.

Nein, hatte ich noch nie.
Das dürfte auch im Bereich Dienstleister schwierig sein rechtlich zu 
begründen oder arbeitest Du im Bereich Verkauf von Dienstleistungen?

Hast Du so eine Klausel im Vertrag stehen?

Autor: Rüdiger (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Unbekannter schrieb:
> vdi@vdi.de schrieb:
>> Sprich der VDI sitzt an der nur ihm zugänglichen Stellenquelle.
>

>
> Die Firmen, die über den VDI gesucht haben, bieten so unfassbar
> grottenschlechte Gehälter, dass sie keinen normalen Anfänger bekommen.

Letztens hat Porsche Ingenieure gesucht.
Die müssen dann demzufolge lt. Deiner Aussage schlecht bezahlen. ;-)

Autor: Dorian (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rüdiger schrieb:
> Letztens hat Porsche Ingenieure gesucht.
> Die müssen dann demzufolge lt. Deiner Aussage schlecht bezahlen. ;-)

So traurig es klingt,wahrscheinlich sind das keine gutbezahlten Stellen.

Ein Großteil der bei Porsche beworbenen Stellen wird nämlich nicht bei 
der Dr.Ing.hc.F.Porsche AG besetzt,sondern bei der Porsche Engineering 
Services,einem Porsche-eigenen Dienstleister.d.h.,Du bist 
Fremdkraft,auch wenn auf deinem Arbeitsvertrag irgendwo Porsche steht.
Ähnliches Spiel z.B. MBTech bei Daimler,AutoVision bei VW etc.

Um zum Leitthema zurückzukommen:an Bertrandt hält Porsche auch einige 
Prozent,anderer Anteilseigner von Bertrandt ist z.B. Boysen 
(Autozulieferer).


me schrieb:
> Hallo Leute,
>
> habt ihr, die für Dienstleister angestellt seid, in eure Verträge
> Klausel (oder was ähnliches) was lautet dass ihr zu derzeitigem Kunde
> nicht wechseln dürfen???
> Nur 2 Jahre nach die Kundigung.


Also ich hatte so etwas nicht.
Und ich bin von einem Dienstleister zum anderen gewechselt und danach 
für den gleichen Kunden mit dem gleichen Ansprechpartner und 
Entwicklungsteam
weitergearbeitet.

Natürlich war der alte Dienstleister angesäuert.Aber solange man sich 
noch selbst beim anderen Dienstleistern bewirbt und nicht gezielt und 
offensichtlich abgeworben wird,gibt es da wenig Handhabe.

Falls Du Rechtschutz hast oder jemanden kennst,der im Arbeitsrecht 
unterwegs ist,kannst Du ihn ja mal bitten,über deinen Vertrag zu 
schauen-evtl. handelt es sich ja um eine nichtige Klausel...