Hallo,
Kennt ihr einen guten Audio Verstärker Bausatz? Der soll von einem
Jugendlichen ohne viele Elektronik Kenntnisse zusammenbaubar sein.
Es sollte alles dabei sein, also auch Gehäuse, Trafo und Anleitung.
Der kann auch "etwas mehr" Kosten, wenn die Qualität stimmt.
Gruss,
Udo
Udo K. schrieb:> Kennt ihr einen guten Audio Verstärker Bausatz? Der soll von einem> Jugendlichen ohne viele Elektronik Kenntnisse zusammenbaubar sein.> Es sollte alles dabei sein, also auch Gehäuse, Trafo und Anleitung.
Das hier wäre ja wohl ungefähr das, was Jugendliche zusammenbauen
könnten
https://www.ebay.de/itm/233776425153
Bloss ist der halt schon fertig.
Selbst ELV hat keinen Komplettbausatz ausser diesem Ramsch
https://de.elv.com/sol-expert-aktiv-box-lautsprecher-bausatz-250515?fs=1733316126&c=0
Und Röhrenverstärker sind zu teuer, Class-D beherrscht man als
Jugendlicher nur mit Fertigplatine.
https://www.boomaudio.de/gremlin-ii-verstaerker/endstufen-bausatz?number=BSGREM.4
Also muss man wohl leider Platine,
https://de.elv.com/elv-2-x-38-w-audio-verstaerker-v76-bausatz-151486
(frecherweise geizig ohne Kühlkörper geliefert obwohl abgebildet man
bekommt nur die centwerten Bauteile)
(Klangregler), Netzteil, Gehäuse einzeln erwerben.
https://elektronik-klub.de/produkt-kategorie/audio/
Und wenn man dabei nicht günstig einkauft, wird es teurer als ein
Neugerät, und viel teurer, als ein guter Verstärker vom Gebrauchtmarkt.
Nur wenn man wirklich alles selber macht, Bauteile von Reichelt, Platine
belichten und ätzen, Gehäuse aus Glattblech aussägen und abkanten, ok,
den Trafo fertig gewickelt kaufen) wird ein 2 x LM1875 Verstärker mit 2
x 12V/2A Trafo billiger herstellbar als der CS PA1 von oben.
Lasst man andere arbeiten, kostet das halt Geld.
EIGENTLICH braucht man zum Verstärkerbau auch die geeigneten Messgeräte,
damit man überprüfen kann, ob der Aufbau nicht schwingt, den Ruhestrom
auf niedrigsten Klirrfaktor einstellen kann, und überhaupt nachmessen
kann ob der Verstärker hält was er versprochen hat. Eine fertige Platine
und IC Verstärkerchip sollte aber einen Nachbau auch ohne Messgerätepark
erlauben.
Man denke dran, dass Bausätzen oft der Lautsprecherschutz fehlt. Auch
das wird durch Verstärker-IC weniger kritisch
Michael M. schrieb im Beitrag #7141058:
> Onkel Hotte schrieb im Beitrag #7141052:>> Nicht provozieren lassen. Der Karsten ist strunzdumm, der kann nicht>> anders.>> Gut zu wissen. Ich habe mich inzwischen schon wieder etwas beruhigt.> Aber mir ist fast die Galle übergeschwappt!
Solche Idioten versuche ich zu ignorieren.
Aber zurück zum Thema. Kennt keiner einen qualitativ hochwertigen
Bausatz?
Meine (kurze) google Suche hat leider nur Schrott geliefert.
Michael M. schrieb im Beitrag #7141045:
> Pass mal auf Sportsfreund! Was ist denn jetzt plötzlich los?
Der tritt hier täglich unter wechselnden Namen auf. Hat vermutlich so
etwas ähnliches wie Tourette.
Udo K. schrieb:> Aber zurück zum Thema. Kennt keiner einen qualitativ hochwertigen> Bausatz?
Leider nicht. In den 90er Jahren war sowas noch handelsüblich.
MaWin schrieb:> EIGENTLICH braucht man zum Verstärkerbau auch die geeigneten Messgeräte,> damit man überprüfen kann, ob der Aufbau nicht schwingt, den Ruhestrom> auf niedrigsten Klirrfaktor einstellen kann, und überhaupt nachmessen> kann ob der Verstärker hält was er versprochen hat. Eine fertige Platine> und IC Verstärkerchip sollte aber einen Nachbau auch ohne Messgerätepark> erlauben.>> Man denke dran, dass Bausätzen oft der Lautsprecherschutz fehlt. Auch> das wird durch Verstärker-IC weniger kritisch
Ein paar Messgeräte sind vorhanden. Ein Verstärkerchip soll es nicht
sein, es geht auch um das lernen, und > 75 Watt sollten es schon sein.
Mein Wunsch wäre ein analoges Design, wo man da Prinzip verstehen kann
und wo man sich raussieht.
Einen Komplett-Bausatz kenne ich leider auch nicht. Man bekommt aber
alle Zutaten für einen Verstärker recht einfach z.B. in Ebay. Der
Schaltkreis LM3886 hat beispielsweise einen guten Ruf (mal unter
"Gainclone" im Internet suchen), leider ist der im Moment schwer zu
bekommen und sauteuer. Verfügbar und günstiger wäre der TDA7294. Beide
brauchen nur ein paar externe Bauteile, es gibt fertige Platinen für ein
paar Euro, dito Netzteilplatinen und DC-Schutz/Einschaltverzögerung.
Für den Verstärker selber findet man auch Layouts im Internet. Die sind
oft in Gerber, Eagle oder KiCAD Datenformat, das Platinenfertiger
unmittelbar einlesen können.
Auch Platinen (bestückt oder unbestückt) für diskret aufgebaute
Verstärker z.B. denSymAsym) oder Clones von bekannten kommerziellen
Verstärkern wie den Quad 405 findet man reichlich im Internet. Und zum
Schluss gibt es dort auch fertige und recht schöne Gehäuse, teilweise
auch schon mit den notwendigen Bohrungen/Ausbrüchen.
Man muss halt nur alles selber zusammen suchen und kaufen. Günstiger als
ein fertiger Verstärker aus China wird's wohl eher nicht. Das scheint
aber hier auch nicht das Ziel zu sein ....
Peter
Udo K. schrieb:> und > 75 Watt sollten es schon sein.
Das widerspricht aber völlig diesem hier:
Udo K. schrieb:> Der soll von einem> Jugendlichen ohne viele Elektronik Kenntnisse zusammenbaubar sein.
Leistung erfordert schon einiges an Wissen und Erfahrung. Selbst 5W sind
diskret aufgebaut nicht ohne. Da kann schnell der magische Rauch
entweichen.
Viele diskrete Schaltungen haben oft keinen wirksamen SOAR-Schutz. Auch
können sie leicht schwingen (Hochtöner brennt durch).
Nimm ein fertiges Endstufenmodul, für >=75W vorzugsweise Class-D.
H. H. schrieb:> Hans schrieb:>> Diskreter 160W Verstärker, Trafo sind auch mit aufgelistet>> https://www.hifi-archiv.info/Salhoefer/1987/Salhoefer87_018.jpg>> Und einfach per Time Warp Express bestelllen!
Erstens das, und dann wahrscheinlich noch TIPxxx im Ausgang. Örks.
Obwohl, 1987 könnten es auch BDV... gewesen sein.
Volker S. schrieb:> Bei Aliexpress sollte sich was finden lassen:
Warum hast du nichts gefunden ?
also einen Komplettbausatz mit löten (keine Fertig bestückte Platine)
mit über 75W und keine Röhren.
War dir zu viel Mühe, aber für dein Beitrag hat's gereicht.
Vielleicht ist das ja etwas:
https://sound-au.com/project3a.htm
Dazu gibt es auch eine Platine. Bauteile kann man sich ja selber
zusammensuchen. Die Seite zu durchstöbern lohnt sich, wird auch einiges
erklärt, halt in Englisch.
Gruß Stefan
> TIPxxx im Ausgang. Örks.> Obwohl, 1987 könnten es auch BDV...
Unuebertroffen im Klang sind natuerlich Transistoren aus Germanium.
In meinem aufgebautem Bausatz waren es die guten™ GD244.
Da klingen selbst die Uebernahmeverzerrungen, wenn die Endstufe
noch ganz kalt ist, viel angenehmer.
Hans schrieb:> Hättste einen Blick zur Konkurrenz geworfen. Voelkner Elektronik da da> was im Sortiment
Ich weiss, dass ihr schon alle Rentner seid, aber dass niemand von euch
mitgekriegt hat, dass sich die Welt und die Firmenangebote seit 1990
verändert hat...
MaWin schrieb:> aber dass niemand von euch> mitgekriegt hat, dass sich die Welt und die Firmenangebote seit 1990> verändert hat...
Hat sich für mich nicht gross geändert. Bei Voelkner stand
grossgeschrieben "DARLINGTON" und heutzutage: auch diskret und mit
DARLINGTON im downloadbaren Schaltplan
https://www.velleman.eu/products/view/?id=460656&country=de&lang=deHans schrieb:> da da
1981
"Aha, aha, aha
Aha
Aha
Aha"
Christian M. schrieb:> TBA-810
Ja, wenn man lernen will, wie man Platinen ätzt und möglichst kurze
Verbindungen verwendet (Routet). Das Ding schwingt doch sehr gerne mal.
In den 90ern wurde der recht günstig angeboten, als A210K (die DDR
Version).
Kann schon was, aber nix für Lochraster/Steckbrett ;)
Cartman schrieb:> Unuebertroffen im Klang sind natuerlich Transistoren aus Germanium.
War das Ironie? Also meine Verstärker mit GE-Transistoren (allerdings
weit weg von 75W !) klingen recht ordentlich. Hier läuft noch immer ein
Eigenbau mit 4x GD241 Werk VEB Anna Seeghers in
Quasikomplementär-Schaltung.
Aber es ist auch ein Unterschied: Selber bauen oder selber nachbauen?
Hans schrieb:> MaWin schrieb:>> Selbst ELV hat keinen Komplettbausatz ausser diesem Ramsch
So richtig viel gibt es da bei keinem Lieferanten mehr. Der Grund ist
auch klar: Die Zahl der Elektronikbastler sinkt und die, welche noch
etwas machen, kaufen häufiger Module.
Es gibt aus China alles fertig in allen Qualitäten zu kaufen. Ich habe
zum Testen einige S/PDIF-Wandler als Stereo-Audio + dekorativem Gehäuse
zu 20,- fix und fertig auf dem Tisch liegen. Das ist zu dem Preis kaum
zu beschaffen, geschweige denn zu bauen. Auch ein hochwertiger Wandler
ist als OEM-Platine zu 40,- zu bekommen. Ferner gibt es PreAmp und
digitale Verstärker, z.B. ebenfalls in Gehäusen.
Um das:
Beitrag "Audio Verstärker TDA7295"
oder das:
Beitrag "Elektret-Mikrofon Verstärker"
so zu bauen, um die Fertigteile aus Fernost zu (über-) treffen, musst
du schon eine gute Platine machen und mit guten Bauteilen bestücken und
wir alle wissen, was du an Zeit reinsteckst, um gute Bauteile zu suchen,
zu bestellen und dann einige wenige davon teuer zu kaufen.
Jürgen S. schrieb:> So richtig viel gibt es da bei keinem Lieferanten mehr. Der Grund ist> auch klar: Die Zahl der Elektronikbastler sinkt
Sicher nicht.
Millionen von Bastlermodulen die auch in Deutschland durch mehrere
Importeure reissenden Absatz finden zeigen, dass sich sehr viele mit
Elektronik befassen.
Natürlich brauchen die keine Elektor 'von Laien für Laien' mehr, und
greifen nicht zu ELV weil deren Sachen einfach zu teuer waren (und
qualitativ immer knapp an gut vorbei), aber die Vielfalt der angebotenen
Module zeigt, dass ein Markt da ist.
Auch für >75W Class AB Verstärker.
Nur sind diese Bastler schon so erfahren, dass sie nicht irgendeine
Schaltung sondern eine 'gute' haben wollen, und fähig sich Trafo und
Gehäuse selbst zusammenzusuchen je nach Geschmack. Oft geht es ja um den
Umbau eines defekten alten Verstärkers mit einer neuen Endstufe, da
braucht man weder Trafo noch Gehäuse.
Die Hälfte von den männlichen Jugendlichen die ich aus dem Freundes- und
Bekannten- und Nachbarkreis kenne, beschäftigt sich zumindest temporär
mit Arduino, rPi, Netzteilen, Reparaturen und wenden Module an für Smart
Home und Photovoltaik. Das sind deutlich mehr als in meiner Jugendzeit.
Fake MaWin, gell?!
Jugendliche mit eigener PV, nicht geschäftsfähig, aber eigenes Haus und
oben auf dem eigenen Dach Photovoltaik. Was basteln die Jugendlichen
denn so? Einspeisefähige Inverter mit allen Abnahmen und Prüfzeichen?
MaWin schrieb:> Jürgen S. schrieb:>> So richtig viel gibt es da bei keinem Lieferanten mehr. Der Grund ist>> auch klar: Die Zahl der Elektronikbastler sinkt>> Sicher nicht.
Sicher doch. Siehe die rapide sinkenden Zahlen von Fachzeitschriften und
Abos.
Heute gibt es viel weit gefächerte Hobbies unter den Jugendlichen. Auch
die Zahl der aktiven user in den Elektronik- Foren sinkt.
Nichtverzweifelter schrieb:> Jugendliche mit eigener PV, nicht geschäftsfähig, aber eigenes Haus und> oben auf dem eigenen Dach Photovoltaik. Was basteln die Jugendlichen> denn so?
Vor allem derzeit an Akkus.
Die PV wird von den Eltern bezahlt, aber der Spieltrieb kommt von deren
Kindern und derzeit ziehen Einsparungsargumente.
Einer baut 'was richtiges' (der hat auch schon das ganze Elternhaus
verSHELLYt) der andere recykelt seine 3 Hoverboardakkus (Hoverboard
stehen ist inzwischen uncool) mit Miniwechselrichter und 1 Panel.
Immerhin besser als Modelleisenbahn, wo der Spieltrieb nur bei Opa ist
und der Jugendliche mit dem PC helfen soll.
> War das Ironie? Also meine Verstärker mit GE-Transistoren (allerdings> weit weg von 75W !) klingen recht ordentlich. Hier läuft noch immer ein> Eigenbau mit 4x GD241
Sicher nicht. An billigen Breitbandsystemen wird man noch keinen
Unterschied ausmachen, aber mit guten Mehrwegesystemen gefaellt
der "Germaniium"-Verstaerker mit einer angehmeren Wiedergabe
gerade des Hochtonbereichs. Was einigermassen kurios wirkt.
Aber die mit steigender Frequenz rasch fallende Verstaerkung
tut da ein gutes Werk.
Fuer 10 - 15 W waren die GD24X schon gut.
Warum es unbedingt "75 W" je Kanal sein muessen, erschliesst
sich mir hingegen nicht. Konventionelle transformatorische
Netzteile fuer 150 W sind schon unbequem gross, schwer und
teuer. Wenn man sich mit 2 x 20 W bescheidet, faellt das
ganze sehr viel kleiner aus.
Wenn man seine Gartenfete beschallen will, braucht man in
erster Linie sowieso effiziente (grosse) Lautsprechersysteme.
75 W an kleinen Boxenschachteln machen diese rasch kaputt
und wenn nicht ordentlich gekuehlt, die Endstufen auch.
Cartman schrieb:> Fuer 10 - 15 W waren die GD24X schon gut.
Ich seh schon, wir sprechen die gleiche Sprache ;)
Mein damaliger Eigenbau hat 2x 8 Watt und das reichte bisher für jede
Party oder auch Wohnzimmer. Hab nie vertsanden, warum sowas wie 1000W
PMPO erlaubt ist, aber wer es nicht besser weiß, glaubt den Scheiß eben.
Btw. mein Bekannter hat einen echten(!) 2x 1000W Verstärker, aber das
Teil wiegt gefühlt ne Tonne, der Trafo hat 35cm Durchmesser und es gibt
mal eben 50(!) Transistoren in der Endstufe ;)
> der Trafo hat 35cm Durchmesser und es gibt> mal eben 50(!) Transistoren in der Endstufe
Etwas aehnliches hab ich hier auch noch aus meinen Musikerzeiten.
Ein Trafo auf einem LL180 Kern, mal gedacht fuer eine Uebersetzung
von 380 V auf 110 V sorgt fuer den noetige Leistung.
Statt 50 sind es bei mir aber "nur" 40 x 2N3772 auf dicken
Alubloecken. Treiber mal nicht mitgezaehlt.
Immerhin kann man an die Lautsprecherklemmen eine Bueroklammer
schrauben, und die dann "abtropfen" lassen :).
Dabei geht natuerlich, ausser der Bueroklammer, nicht kaputt.
Cartman schrieb:> Statt 50 sind es bei mir aber "nur" 40 x 2N3772 auf dicken> Alubloecken. Treiber mal nicht mitgezaehlt.
Ja, die schönen TO-3 vermisse ich auch.
Heute bekommt man 2x 1000W in Digital und ich muss leider sagen, die
sind echt gut. Klar, Schaltnetzteil mit PFC und Gewicht bei 3,5KG aber
Leistung ist ordentlich ;)
Leider hinkt die ELA-Technik (100V) da noch sehr hinterher.
E34 L. schrieb:> Mein damaliger Eigenbau hat 2x 8 Watt und das reichte> Hab nie vertsanden, warum sowas wie 1000W PMPO erlaubt ist
1000 Watt PMPO sind 8 Watt in echt. Oder noch weniger. PMPO ist eine
Phantasie-Einheit, die garantiert nicht nachvollziehbar oder
vergleichbar ist.
PMPO bedeutet auf deutsch "krass laut". Was genau der Unterschied
zwischen 1000 krass laut und 2000 krass laut ist, darfst du dir selber
ausdenken.
> Heute bekommt man 2x 1000W in Digital und ich muss leider sagen, die> sind echt gut. Klar, Schaltnetzteil mit PFC und Gewicht bei 3,5KG aber> Leistung ist ordentlich ;)
Wenn man als Musiker Technik benutzt, hat(te) man eine etwas
andere Vorstellung. Unser Gitarrist, der bei der Post Fernmeldetechnik
gelernt hatte, fasste das in der griffigen Formel:
"Amtliche Technik muss gross und schwer sein." gut zusammen.
Wichtig waren nur stable Griffe. Wenn zwei Griffe nicht reichten
dann eben vier.
Und auch heute geht doch nichts ueber einen brachialen Klotz
der an brachialen Lautsprechersystemen eine brachiale Lautstaerke
erzeugen kann. Ein PMPO-Meter wuerde es dabei wohl zerbroeseln.
Eine gute Endstufe darf auch ein "wenig" brummen :)
Das wuerde ich bei dem Digitalzeug wohl vermissen.
> Und auch heute geht doch nichts ueber einen brachialen Klotz> der an brachialen Lautsprechersystemen eine brachiale Lautstaerke> erzeugen kann. Ein PMPO-Meter wuerde es dabei wohl zerbroeseln.> Eine gute Endstufe darf auch ein "wenig" brummen :)
In der professionellen Tontechnik nutzt kein Mensch mehr class ab
Technik. Die haben alle verstanden dass es nur Nachteile hat und auch
kein roadie möchte sich mehr das Kreuz an den Endstufenracks kaputt
machen. Zusammen mit dem Thema multichannel + beam forming etc hat sich
das einfach überlebt.
Und leistungsmässig hat Class D eh die Nase vorn.
Was das Brummen angeht: selten so einen Mist gehört. Eine Endstufe darf
(muss) rauschen. Aber nicht Brummen, sonst ist sie scheisse. Und selbst
das Rauschen ist bei einer guten Endstufe nicht ohne weiteres zu hören
@SNR… also Ohr an Lautsprecher oder so einen unrealistischen Mist
Cartman schrieb:> Und auch heute geht doch nichts ueber einen brachialen Klotz> der an brachialen Lautsprechersystemen eine brachiale Lautstaerke> erzeugen kann.
Nun so ganz falsch ist die Haltung deines Gitarristen nicht: Ein
Lautsprecher oder ein Git-Amp, der sehr leicht ist, neigt in der Tat
dazu zu resonieren und zwar als Ganzes und nicht nur in seinen Wänden,
was ja klanggebend und gewünscht ist. Es ist dann ein echtes Problem,
richtig Leistung aus dem Gerät zu bekommen, wenn er zu leicht ist.
Es bleibt aber schon richtig: Tatsächlich wird groß und schwer mit gut
und wertig assoziiert. Davon muss man sich eben lösen.
Christoph K. schrieb:> In der professionellen Tontechnik nutzt kein Mensch mehr class ab> Technik.
Was Bühne angeht, ja. Da sind die Verstärker eh auf Leistung getrimmt
und auch die Lautsprecher. Das wirft beides mehr klangliche
Einschränkungen auf, als es an Unterschied am Verstärker machen könnte.
Das bisschen mehr Rauschen von digitalen Leistungs-AMPs und deren
Versorgung macht es dann nicht.
Im Studiobereich ist das aber anders:
Selbst die schnellsten und geschicktest modulierenden digitalen Stufen
produzieren immer noch hör- und vor allem messbare Artefakte. Der
derzeitige Stand der Technik liegt so im Bereich 200kHz-400kHz
(ungerasterte) PWM-Wechselfrequenz und das erzeugt eben Spektralanteile
im Hörbaren. Daher sind die Leistungsstufen für den Hochtöner oft in AB
ausgelegt. Das macht nicht so viel Mehrleistung, weil in den
Studiomonitoren selten mehr, als 100W im HT-Pfad anfallen - meistens
eher die Hälfte. Meine z.B. haben 45W als AB im HT-Pfad und 120W im
TT-Pfad. Das heißt: Class-D hat nicht soviel Sparpotenzial -
insbesondere nicht bei hochtaktenden PDM-Stufen - wegen der
Umschaltverluste. Wo man ein bisschen was machen kann, sind zwei
getrennte Verfahren / Frequenzen in den Stufen: Die HT höher getaktet,
mit mehr Verlusten bei geringer Leistung, die TT gröber und effektiver
bei mehr Leistung.
Was sich immer mehr durchsetzt, sind Mischformen, die mit PAM arbeiten,
also nicht nur stumpf +/- sondern parallel arbeitende, synchronisierte
Digitalstufen die z.B. in beide Richtungen 7 Amplitudenstufen
produzieren können oder auch teilgeregelte, wo eine niedriger taktet mit
viel Leistung und eine zweite parallel mit weniger Leistung drum herum
regelt. Das treibt halt den Aufwand hoch und erfordert mehr engineering,
ist aber in den Umsetzung - u.a. wegen der Automobiltechnik - inzwischen
super billig geworden. Leistungstransistoren, die 100W schalten können,
kriegt man hinterher geworfen.
Cartman schrieb:> Eine gute Endstufe darf auch ein "wenig" brummen
Nein.
Christoph K. schrieb:> Eine Endstufe darf (muss) rauschen.
Nein.
Allerdings gibt es bei Class-D das Quantisierungsrauschen.
Daher kann Class D nie so gut wie Class AB werden.
Ein auf Sollautstärke aufgedrehte Verstärkeranlage darf bei 0 Signal am
Eingang weder hörbar rauschen noch hörbar brummen. Und das konnte schon
eine Quad II. Messtechnisch wird man natürlich immer was sehen.
Christoph K. schrieb:> In der professionellen Tontechnik nutzt kein Mensch mehr class ab> Technik.
Bei PA nutzt man Class D.
Im Tonstudio oft genug Class AB.
Cartman schrieb:> Warum es unbedingt "75 W" je Kanal sein muessen, erschliesst> sich mir hingegen nicht. Konventionelle transformatorische> Netzteile fuer 150 W sind schon unbequem gross, schwer und> teuer. Wenn man sich mit 2 x 20 W bescheidet, faellt das> ganze sehr viel kleiner aus.
Und wenn der TO sein Junior den anheben soll, sagt er, das ist mir zu
schwer! Und dann noch einen ganzen Verstärker, den er mit seinen
schwächlichen Armen nicht vo einem Tisch zum anderen tragen kann.
Und dann der Leistungstest.
Selbst in einer Eigenheimsiedlung kriegt man Ärger.
Christoph K. schrieb:> Was das Brummen angeht: selten so einen Mist gehört. Eine Endstufe darf> (muss) rauschen. Aber nicht Brummen, sonst ist sie scheisse. Und selbst> das Rauschen ist bei einer guten Endstufe nicht ohne weiteres zu hören> @SNR… also Ohr an Lautsprecher oder so einen unrealistischen Mist
Sowas ist dazu da, Krach zu machen.
Nach kurzer Zeit ist die Meute besoffen und interessiert sich nicht für
Rausch und Brumm.
Jürgen S. schrieb:> Was sich immer mehr durchsetzt, sind Mischformen, die mit PAM arbeiten,> also nicht nur stumpf +/- sondern parallel arbeitende, synchronisierte> Digitalstufen die z.B. in beide Richtungen 7 Amplitudenstufen> produzieren können oder auch teilgeregelte, wo eine niedriger taktet mit> viel Leistung und eine zweite parallel mit weniger Leistung drum herum> regelt. Das treibt halt den Aufwand hoch und erfordert mehr engineering,> ist aber in den Umsetzung - u.a. wegen der Automobiltechnik - inzwischen> super billig geworden. Leistungstransistoren, die 100W schalten können,> kriegt man hinterher geworfen.
Danke an alle für die vielen Tipps. Ich habe zwar keinen fertigen
Bausatz gefunden, aber zumindest was neues gelernt.
Ich glaube nicht, dass heute weniger Basteln als früher, aber die Ebene
hat sich sicher verschoben. Heute machen mehr was mit fertigen Modulen,
als mit diskreten Bauelementen.
Der Charme von Class-D ist ja, das die Amplitude nur +1/-1 ist, und
damit
ist Class-D im Prinzip super linear, zumindest wenn es ideale Schalter
gäbe.
Wenn man jetzt aber auf 15 und mehr Amplitudenstufen geht, dann kann man
zwar mit der Schaltfrequenz runtergehen, hat aber die Nichtlinearitäten
der Amplitudenstufen wieder drinnen, weil 1/4 in Wirklichkeit 1/(4 +
0.02) ist.
Aber interessant, das Class-D auch Probleme hat, speziell bei höheren
Frequenzen.
Gruss,
Udo
Udo K. schrieb:> Danke an alle für die vielen Tipps. Ich habe zwar keinen fertigen> Bausatz gefunden, aber zumindest was neues gelernt.
Vielleicht koennte sowas als Projekt aus dem Thread entstehen. Mit Link
auf fertige Platine zum Bestellen und Warenkorb bei Mouser fuer Copy and
Paste.
Es gaebe noch Endstufenbausaetze mit 2N3055-Fakes.
Mich wundert, dass noch niemand etwas dazu gesagt hat, dass ein
Jugendlicher (ohne viel Ahnung) an einem Trafo werkeln soll, der an
Netzspannung angeschlossen wird.
Hmmm, irgendwie habe ich mal gelernt, dass Spannung auch mal gefährlich
werden könnte, wenn man nicht weiß, was man macht !
Dieter schrieb:> Aber wie wäre es mit diesem Bausatz:
Er will mit Gehäuse und Trafo, nicht gelesen ?
Ralph S. schrieb:> Mich wundert, dass noch niemand etwas dazu gesagt hat, dass ein> Jugendlicher (ohne viel Ahnung) an einem Trafo werkeln soll, der an> Netzspannung angeschlossen wird.
Du traust dich bis jetzt nicht ?
Die meisten Bastler hier werden genau so angefangen haben: als
Jugendliche mit Netzspannung. Und die Rentner hier gar am Röhrenradio
mit 350Vdc.
Ralph S. schrieb:> Mich wundert, dass noch niemand etwas dazu gesagt hat, dass ein> Jugendlicher (ohne viel Ahnung) an einem Trafo werkeln soll, der an> Netzspannung angeschlossen wird.
Aha, die Oberaufsicht für die Bewahrung der Unversehrtheit schlägt auf!
Was glaubst du wieviele Jugendliche mit einer Märklin-Eisenbahn groß
geworden sind, ohne sich einen Schaden eingefangen zu haben?
Jede elektrische Eisenbahn ist über einen Trafo ans Netz angeschlossen,
fast jede.
Aber du bleibst besser bei deiner Mutter unter der Schürze, da passiert
dir sicher nichts.
> wer gibt solche Werte raus?
Weil es 8 Stellen sind:
Vermutlich ein billiger wissenschaftlicher Sackzaehler.
Und der Knoepfedruecker ist wohl in der selber Region angesiedelt.
> der an Netzspannung angeschlossen wird.
Einfach die Sicherung fuer die Steckdosen im "Kinderzimmer" entfernen.
Dann geht das voellig gefahrlos.
Vermutlich faellt dir etwas besseres ein.
Oder auch nicht. Weil:
> irgendwie habe ich mal gelernt
Das hat irgendwie nicht viel gebracht.
Ralph S. schrieb:> Mich wundert, dass noch niemand etwas dazu gesagt hat, dass ein> Jugendlicher (ohne viel Ahnung) an einem Trafo werkeln soll, der an> Netzspannung angeschlossen wird.
Dann darf er auch sein Handyladegerät nicht anfassen, weil auch das in
die Steckdose kommt. Dass er an die 230 vorn nicht anpacken darf, wird
er wissen.
Udo K. schrieb:> Trafo
Muss das sein?
Gerade wenn keine Grundlagen vorhanden sind bitte nur etwas mit
Kleinspannung.
Netzspannung muss da echt nicht sein...
MaWin schrieb:> Cartman schrieb:>>> Eine gute Endstufe darf auch ein "wenig" brummen>> Nein.> Christoph K. schrieb:>>> Eine Endstufe darf (muss) rauschen.>> Nein.> Allerdings gibt es bei Class-D das Quantisierungsrauschen.> Daher kann Class D nie so gut wie Class AB werden.> Ein auf Sollautstärke aufgedrehte Verstärkeranlage darf bei 0 Signal am> Eingang weder hörbar rauschen noch hörbar brummen. Und das konnte schon> eine Quad II. Messtechnisch wird man natürlich immer was sehen.> Christoph K. schrieb:>>> In der professionellen Tontechnik nutzt kein Mensch mehr class ab>> Technik.>> Bei PA nutzt man Class D.> Im Tonstudio oft genug Class AB.
Zitiere mich wenigstens vollständig. Jeder Verstärker rauscht. Class ab
oder genauso class D. Ob man das hört hängt von der SNR, der spektralen
Verteilung des Rauschens und den Versuchsbedingungen ab.
Im class-D Bereich tut sich viel. Hohe Frequenzen, oft genug auch
variabel, spezielle modulationsarten etc. Mal abgesehen davon dass die
gesamte Aufnahmekette in nennenswert professionellen Studios digital ist
mit gleich mehreren Wandlungen. In der Regel Delta Sigma ( einige Class
d funktionieren auch nach dem Prinzip). Man muss sich einfach langsam
mal von den veralteten Dogmen lösen. Speziell in der Fraktion der alten
Herren die oberhalb von 7-10kHz eh taub sind.
Christoph K. schrieb:> Im class-D Bereich tut sich viel
Natürlich.
Auch die Hersteller wissen, dass noch Defizite zu überwinden sind.
Christoph K. schrieb:> Man muss sich einfach langsam mal von den veralteten Dogmen lösen
Tun sie doch, die Leute. Erst glaubten sie, dass eine Schallplatte nicht
notwendig ist sondern es 16bit mit 44ksps tun, dann glaubten sie, dass
MP3 für jeden ausreicht, und inzwischen hält man Lautsprecher für
verzichtbar und setzt auf Soundbars oder Bluetooth Boomboxen.
Die Leute haben sich von so viel gelöst, da halte ich lieber an meiner
Adam A5X mit JBL Sub612 am dbxDriverack fest, dann hört man wenigstens,
wenn die Quelle Scheisse ist.
MaWin schrieb:> Er will mit Gehäuse und Trafo, nicht gelesen ?
Schon. Bei ein paar der Angebot wurde unten auf der Homepage sowas wie
Trafo, Kühlkörper und Gehäuse eingeblendet. Das habe ich nicht mehr
verlinkt.
Zu den Vellmann Verstärkern soll es Vorlagen für gedruckte Gehäuse in
3D-Foren geben. Vielleicht wissen da andere mehr.
Komplett gäbe es eigentlich nur sowas, was oben schon gepostet wurde:
https://www.boomaudio.de/gremlin-ii-verstaerker/endstufen-bausatz
Ralph S. schrieb:> Mich wundert, dass noch niemand etwas dazu gesagt hat, dass ein> Jugendlicher (ohne viel Ahnung) an einem Trafo werkeln soll, der an> Netzspannung angeschlossen wird.>> Hmmm, irgendwie habe ich mal gelernt, dass Spannung auch mal gefährlich> werden könnte, wenn man nicht weiß, was man macht !
Unabhängig von der Netzspannung.
Bei 75W Verstärker sind auch Spannung und Ströme auf der Sekundärseite
gefährlich.
Papa kauft einfach so einen Verstärker, demontiert ihn restlos und lötet
die Bauelemente ab.
Schaltplan findet man bei tanya.
Die Kiste dann dem Junior vor die Füße stellen.
Nu mach mal!
Christoph K. schrieb:> Mal abgesehen davon dass die> gesamte Aufnahmekette in nennenswert professionellen Studios digital ist> mit gleich mehreren Wandlungen.
In sehr guten Tonstudios ist noch Vieles analog!
> In der Regel Delta Sigma ( einige Class d funktionieren auch> nach dem Prinzip).
Man kann das Kleinsignalverhalten eines Delta-Sigma-Wandlers im
Megahertzbereich nicht mit dem einer Endstufe im Kilohertzbereich
vergleichen. Die Audio-CD als 1-Bit Audio sind immerhin 2.5MBit. Class-D
Verstärker liegen 10mal tiefer. Jetzt erkläre uns mal wie du das
rüberbringen willst.
> Man muss sich einfach langsam> mal von den veralteten Dogmen lösen.
Aber nicht von der Physik, bitte.
> Speziell in der Fraktion der alten> Herren die oberhalb von 7-10kHz eh taub sind.
Doppelfehler! Erstens gibt es unter den "Jungen" mehr Hörgeschädigte
zweitens macht das Argument keinen Sinn, denn wenn bei jemandem Taubheit
in den Höhen zuschlagen würde, dann gabe es für ihn ja kaum einen
hörbaren Unterschied.
Es scheint mir eher so, als ob Du der Taube bist, der aufgrund eigener
Erfahrungen Class-D mit linearen Stufen gleichsetzen möchte.
Onkel Hotte schrieb:> https://www.likehifi.de/doityourself/hintergrund/experiment-bausatz-vs-high-end-warum-perfekter-klang-so-viel-kostet/> Mohandes H. schrieb:>>> Interessanter Artikel>> Nein, dummes Zeuch in viele, viele Worte gepackt.
Ja, hast Recht. Überhaupt eine schräge Idee, einen Bausatz mit einer
Hand voll Bauteilen mit einem 'HighEnd-Verstärker' zu vergleichen.
Schon die Aussage über den THD hätte mich stutzig machen sollen:
> Unsere Messungen haben Werte bis deutlich über 15% ergeben.> Und auch das hört man.
Achwas?
Überhaupt, Meßwerte in den Raum zu werfen ohne Angabe der
Randbedingungen? THD gemessen bei welcher Leistung? Jeden Verstärker
kann ich durch Übersteuerung zu zweistelligem Klirr bringen.
> Aber nicht Brummen
Es brummt nur gaaanz leise.
Der Trafo auf dem LL170 Kern ist auch nicht ganz geraeuschfrei :).
Von der Lautstaerke etwa so, wie ein von HP gebautes Messgeraet,
dass zwecks Erhaltungsladung seines Akkus auch im ausgeschalteten
Zustand den "Trafo" noch am Netz hat.
Die Endstufe ist auch nicht fuer den Betrieb im Wohnzimmer gedacht.
Aber Rauschen ist viel ekliger.
Und hoerbar rauschen tut sie nicht.
Audiomann schrieb:> Christoph K. schrieb:>> Mal abgesehen davon dass die>> gesamte Aufnahmekette in nennenswert professionellen Studios digital ist>> mit gleich mehreren Wandlungen.> In sehr guten Tonstudios ist noch Vieles analog!>>> In der Regel Delta Sigma ( einige Class d funktionieren auch>> nach dem Prinzip).> Man kann das Kleinsignalverhalten eines Delta-Sigma-Wandlers im> Megahertzbereich nicht mit dem einer Endstufe im Kilohertzbereich> vergleichen. Die Audio-CD als 1-Bit Audio sind immerhin 2.5MBit. Class-D> Verstärker liegen 10mal tiefer. Jetzt erkläre uns mal wie du das> rüberbringen willst.>>> Man muss sich einfach langsam>> mal von den veralteten Dogmen lösen.> Aber nicht von der Physik, bitte.>>> Speziell in der Fraktion der alten>> Herren die oberhalb von 7-10kHz eh taub sind.> Doppelfehler! Erstens gibt es unter den "Jungen" mehr Hörgeschädigte> zweitens macht das Argument keinen Sinn, denn wenn bei jemandem Taubheit> in den Höhen zuschlagen würde, dann gabe es für ihn ja kaum einen> hörbaren Unterschied.>> Es scheint mir eher so, als ob Du der Taube bist, der aufgrund eigener> Erfahrungen Class-D mit linearen Stufen gleichsetzen möchte.
Es ist physiologische Tatsache, dass die Empfindlichkeit des
menschlichen Ohres für hohe Töne mit dem Alter rapide nachlässt und sich
die „grenzfrequenz“ immer weiter nach unten verschiebt. Das hat mit
deinem unbegründeten und unbelegten Vergleich mit den Hörschäden nichts
zu tun. Und ja, genau das ist das Argument. Die alten Säcke und
goldohren können dir Unterschiede die sie gebetsmühlenartig beschwören
gar nicht Hören
In professionellen Tonstudios wird „analog“ primär im „front end“ vor
den ADC genutzt. Oder mal in einem Effektloop, und zwar hauptsächlich
zur Klangfärbung. Erwünscht abweichendes Verhalten von der „perfekten
Reproduktion“. Auf Bandmaschine oder Dat mit einer analogen Konsole
nehmen nur noch unverbesserliche retro-Juppies auf.
Was die Monitore angeht kommen auch da immer mehr Hersteller weg von
class ab. Genelec ist zum Beispiel oft vertreten in guten tonstudios.
Den Grund warum im high end so zögerlich umgestellt wird sehe ich eher
in folgendem:
Digital ist böse
Die Typen haben zu wenig know how um eigenes state of the art in class D
abzuliefern
Groß und schwer gleich gut bei den goldohren. Die nutzen ja auch noch
class a Open Loop und solchen Schwachsinn und trauern den „tollen Höhen
der Platte“
Hinterher.
Über die vor und Nachteile von class D im Audio kann man bei hyped oder
in den IEEE papers sehr viel lesen und beeidruckendes sehen. Beispiele
wurden im thread ja auch schon genannt.
Aktuelle Hardware ist übrigens eher 500kHz, speziell wenn hoher
Integrationsgrad. Oder der Ansatz mit einer Kombination aus hoch und
tieftonpfad ist auch eine tolle Idee.
Und um mal auf deine persönliche Diffamierung einzugehen. Ich nutze
beruflich beide Technologien ausführlich und bin mir um
Vor und Nachteile bewusst. Und class D im Audio ist besser als das was
auch sehr gute Lautsprecher draus machen.
Christoph K. schrieb:> Vor und Nachteile bewusst. Und class D im Audio ist besser als das was> auch sehr gute Lautsprecher draus machen.
Das ist die einzige wichtige Info von dir. Den Rest hättest du auch
weglassen können. Eigentlich wurde hier schon alles zum Thema gesagt.
Jeder ordentliche Verstärker ist besser als die meisten Lautsprecher,
egal was für eine Klasse. Ausnahmen gibt es auch, wie Röhrenamps, da ist
die Wechselwirkung gewollt, oder unterdimensionierte Verstärker.
Also bitte keine 5-25 Watt Designs mehr. Die Zeiten sind lange vorbei,
damals waren ja die Lautsprecher ganz andere, die haben mittels
Resonanzen die Effizienz in die Höhe getrieben auf Kosten des
Frequenzgangs und der Verzerrungen. Und jeder der mal die Infinity
gehört hat, will nicht mehr dorthin zurück.
Und das die Raumakustik einen wichtigen Einfluss hat, wissen wir ja.
Lautsprecher haben Verzerrungen im Prozentbereich, wenn Leistung
gefordert wird.
Also, ist es doch egal was für einen Verstärker man baut. Es soll Spaß
machen, und man soll stolz drauf sein und was dabei lernen ist auch
nicht schlecht. Es ist ein Herausforderung einen guten Amp zu bauen,
und man kann zu Recht stolz sein, wenn man das schafft.
Der echte Grund für Class-D ist einfach: Es ist billiger.
Keine schwerer Trafo, keine teuren Kühlkörper, und wenig Siliziumfläche.
Das erkauft man sich mit sehr viel Hirnschmalz und etlichen (oft faulen)
Kompromissen.
Und auch Class AB ist nicht tot. Inzwischen werden mehrere
Versorgungsspannungen verwendet, zwischen denen intelligent umgeschaltet
wird, und siehe da, man hat einen effizienten Verstärker und sehr gute
Messwerte.
Und es werden auch wieder vergessene Entwicklungen aus den 80'ern
hervorgeholt (non-switching AB), manche neueren Class-AB Amps fordern
die Messmöglichkeiten eines Audio Precision heraus.
Apropos Effizient: Wieder mal so eine Augenauswischerei, wenn jeder mit
seinem 2 Tonnen E-Auto zum Einkaufen fährt. Wollten wir wirklich ein
Klimaziel erreichen, dann müssten wir einfach nur Fahrrad fahren und die
Häuser ordentlich dämmen. Aber lassen wird das.
Bei HiFi geht es nicht in erster Linie um Effizienz oder Messwerte.
Das ist auch etwas für das Auge und die Dinger sollen auch schwer und
edel sein. Das ist so ähnlich wie bei Harley Davidson Fahrer... da geht
es nicht darum, dass man damit schneller fahren kann, oder das die nie
kaputt gehen, oder einfach nur günstig sind... Das ist ein Hobby (für
manche auch eine Lebenseinstellung), man trifft sich mit
Gleichgesinnten, tauscht sich aus, hat etwas Spass (was im Alter ja
nicht leichter wird).
Da ist es auch nicht so wichtig, dass man ab 10 kHz nicht mehr hört (was
übrigens auch schon viele Jugentliche Diskobesucher betrifft).
Ich finde es schon schade, dass es keinen anspruchsvollen HiFi
Komplettbausatz zum verschenken gibt.
Gruss,
Udo
Udo K. schrieb:> Ich finde es schon schade, dass es keinen anspruchsvollen HiFi> Komplettbausatz zum verschenken gibt.
Man muss die Dinger auch messen können, um zu sehen, ob das Gewünschte
draus geworden ist, oder der Ruhestrom zum Klirren führt, die Sache
schwingt, oder die Transistoren Fakes waren.
Und weil das Messequipment teurer ist als der Verstärker...
Udo K. schrieb:> Bei HiFi geht es nicht in erster Linie um Effizienz oder Messwerte.> Das ist auch etwas für das Auge und die Dinger sollen auch schwer und> edel sein
Doch, bei HiFi geht es um Messwerte, bei audiophil geht es um Anschein.
Udo K. schrieb:> Lautsprecher haben Verzerrungen im Prozentbereich, wenn Leistung> gefordert wird.
So schlecht sind Lautsprecher aber auch nicht, ein Neumann KG120A
https://de-de.neumann.com/kh-120-a-g#technical-data erreicht 0.5%, hier
ein paar Messwerte von 0.2% THD: http://pmacura.cz/speaker_dist.htmhttp://www.soundstage.com/index.php?option=com_content&view=article&id=16&Itemid=140
(Frequenzgang und Klirrfaktor einiger Lautsprecher)
http://www.linkwitzlab.com/mid_dist.htm (Distortion test of drivers)
Udo K. schrieb:> Wollten wir wirklich ein Klimaziel erreichen, dann müssten wir einfach> nur Fahrrad fahren und die Häuser ordentlich dämmen. Aber lassen wird> das.
Ein gedämmtes Haus hat in Deutschland 11.2 GradC innendrin, denn es
stellt sich die Durchschnittstemp ein, bei super Dämmung gar die
langjährige. Kaum gewünscht. Man muss immer heizen. Nur wenn man dämmt
UND Südfenster hat, muss man im Sommer auch noch kühlen
Udo K. schrieb:> Und auch Class AB ist nicht tot. Inzwischen werden mehrere> Versorgungsspannungen verwendet, zwischen denen intelligent umgeschaltet> wird
Wenn du "inzwischen" ernst meinst, hast du locker 30 Jahre gemütlich
verschlafen.
Udo K. schrieb:> Der Charme von Class-D ist ja, das die Amplitude nur +1/-1 ist, und> damit ist Class-D im Prinzip super linear, zumindest wenn es ideale Schalter> gäbe.
Das ist das Problem. Die Schalter sind ja Brückentransistoren, die GND
und VDD schalten und die sind weder ohmsch noch kapazitiv - und nicht
einmal in ihrem Verstärkungsverhalten linear. Das ist aber auch kein
Problem, weil das eben weggeregelt wird. Bzw DAS ist das Problem!
> Wenn man jetzt aber auf 15 und mehr Amplitudenstufen geht, dann kann man> zwar mit der Schaltfrequenz runtergehen,
Die Stufen an sich sind auch digital, also voll durchgeschaltet und
damit im Verhalten so gut und so schlecht, wie die 0,1 von oben. Es gibt
aber mehr Schaltoptionen. richtig hohe Leistungen z.B. für den
Automobilbereich, sind nur so - über kaskadierte Schalter zu generieren.
Das ist einfach Verlustärmer.
Und wenn man eine Hochleistungs- und eine Niederleistungsstufe
kaskadiert, dann kann man mit der Frequenz sogar hochgehen.
michael_ schrieb:> Unabhängig von der Netzspannung.> Bei 75W Verstärker sind auch Spannung und Ströme auf der Sekundärseite> gefährlich.
Der Laie würde jetzt rechnen: 20V x 5A wegen 4 Ohm. Da musst du aber
etwas weiter ausholen, um darzulegen, wieso das gefährlich ist.
MaWin schrieb:> So schlecht sind Lautsprecher aber auch nicht, ein Neumann KG120A> https://de-de.neumann.com/kh-120-a-g#technical-data erreicht 0.5%, hier> ein paar Messwerte von 0.2% THD: http://pmacura.cz/speaker_dist.htm
Ich habe die (die Passiven) und die sind in der Tat gut. Allerdings:
a) die Messungen zeigen durchaus 3% THD für tiefe Frequenzen (weil da
das volle Spektrum einfließt)
b) die verbauten für den Hochtöner in den aktiven Systemen auch
AB-Stufen für die Hochtöner.
c) Bei 0,5% THD kann man den Speaker gerade mit der halben Leistung
beauftragen. Das ist auch das was man üblicherweise tut.
Jürgen S. schrieb:> michael_ schrieb:>> Unabhängig von der Netzspannung.>> Bei 75W Verstärker sind auch Spannung und Ströme auf der Sekundärseite>> gefährlich.> Der Laie würde jetzt rechnen: 20V x 5A wegen 4 Ohm. Da musst du aber> etwas weiter ausholen, um darzulegen, wieso das gefährlich ist.
Ich bin zwar nicht Michael, aber hier mal eine kleine Rechnung. Gegeben
sei eine Leistung von P_eff von 75W an 8 Ohm die ein Verstaerker ohne
Brueckenschaltung liefern soll.
U_eff = sqrt( 75W * 8 Ohm) = 24,5V
Damit ein Verstaerker diese Effektivspannung abbilden kann, muss er
mindesten (ohne jegliche Verluste an U_ce oder U_ds je nach verwendetem
Transistortyp) mit der Spitze zu Spitze Spannung betrieben werden:
Ub_min_theoretisch = 24,5V * 1.414 * 2 = 69 V
Das liegt gerade mal so eben ueber der Hoehe der Schutzkleinspannung.
Praktische Spannungswerte fuer einen 75 Watt Verstaerker sind dann fuer
Ub irgendwo zwischen 80 und 90 Volt anzusiedeln.
Ob eine solche Spannung gefaehrlich ist soll mal jeder selbst beurteilen
(nachdem mir unterstellt wurde,, ich traue mich nicht an Netzspannung
heran... ich arbeite - auch dienstlich - bis 400V und frueher sogar bis
Mittelspannung).
Ralph S. schrieb:> Damit ein Verstaerker diese Effektivspannung abbilden kann, muss er> mindesten (ohne jegliche Verluste an U_ce oder U_ds je nach verwendetem> Transistortyp) mit der Spitze zu Spitze Spannung betrieben werden:> Ub_min_theoretisch = 24,5V * 1.414 * 2 = 69 V
DC geht die Kleinspannung bis 120V.
Zudem muss das nicht sein, siehe TDA1562...
Ralph S. schrieb:> Ich bin zwar nicht Michael, aber hier mal eine kleine Rechnung. Gegeben> sei eine Leistung von P_eff von 75W an 8 Ohm die ein Verstaerker ohne> Brueckenschaltung liefern soll.>> U_eff = sqrt( 75W * 8 Ohm) = 24,5V>> Damit ein Verstaerker diese Effektivspannung abbilden kann, muss er> mindesten (ohne jegliche Verluste an U_ce oder U_ds je nach verwendetem> Transistortyp) mit der Spitze zu Spitze Spannung betrieben werden:>> Ub_min_theoretisch = 24,5V * 1.414 * 2 = 69 V>> Das liegt gerade mal so eben ueber der Hoehe der Schutzkleinspannung.> Praktische Spannungswerte fuer einen 75 Watt Verstaerker sind dann fuer> Ub irgendwo zwischen 80 und 90 Volt anzusiedeln.
Ja, ohne extra nachzusehen, bei einem 25W Verstärker sind es wohl schon
2x 30V. Also 60V.
Und dann ein vershentlicher Kurzschluss über die Elkos, da geht die Post
ab.
michael_ schrieb:> Also 60V.> Und dann ein vershentlicher Kurzschluss über die Elkos, da geht die Post> ab.
Ja nun, ein paar 10k µF scheppern bei Schluss schon ordentlich, aber ein
unlöschbarer Großbrand wird i.d.R. nicht draus. So ein gepflegtes
"Rummmms" gehört zur Lernkurve dazu ;)
DC so ab ca. 70/80V ist je nach Feuchte der Griffel schon gut zu spüren.
Gehört IMO auch zur "jugendlichen Lernkurve".
Ralph S. schrieb:> aber hier mal eine kleine Rechnung.
Auf diese Überlegung wollte ich hinaus.
a) es wird niemand einsehen, warum auch "kleine" Leistungsverstärker
gefährlich sein könnten.
b) allerdings ist die Rechnung so nicht ganz richtig, weil der 75W-AMP
an 8Ohm nicht dasselbe leistet, wie an 4Ohm. Denn sonst führe ich sofort
16 Ohm ein und kriege eine noch höhere Spannung :-)
Die Audio-Verstärker werden nicht in Leistungsanpassung betrieben. Der
Ausgangswiderstand ist im Gegenteil in der Regel erheblich geringer.
Onkel Hotte schrieb:> michael_ schrieb:>> Also 60V.>> Und dann ein vershentlicher Kurzschluss über die Elkos, da geht die Post>> ab.>> Ja nun, ein paar 10k µF scheppern bei Schluss schon ordentlich, aber ein> unlöschbarer Großbrand wird i.d.R. nicht draus. So ein gepflegtes> "Rummmms" gehört zur Lernkurve dazu ;)
Diskutieren wir jetzt die Gefahr für den Nutzer oder die Gefahr für die
Restelektronik?
Jürgen S. schrieb:> Diskutieren wir jetzt die Gefahr für den Nutzer oder die Gefahr für die> Restelektronik?
Für den Nutzer. Amtlich zerstörte Schaltungen durch Unachtsamkeiten
gehören einfach dazu.
Wer als jugendlicher Anfänger nicht auch mal was qualmen lässt und in
Folge einer nicht unerheblichen Menge Taschengeld hinterherweint, macht
irgendwas falsch. Es mag insbesondere heute Kandidaten geben, für die
schon Vollkasko-Basteln unter Aufsicht und mit
rundum-glücklich-Bausätzen einer erkleckliche Herausforderung ist, das
ist leider sehr häufig zu beobachten. Diese Kandidaten werden aber
thematisch nie wirklich in die Tiefe gehen. Heute ist ja jeder, der ein
paar fertige China-Platinen mit Lüsterklemmen und ein paar Strippen
zusammenzimmert, ein "Entwickler".
Einen besseren Oszillator und/oder Rauchgenerator (nicht Rausch...!) als
den ersten falsch berechneten, naiv zusammengeklöppelten Verstärker wird
man nie wieder bauen ;)
Onkel Hotte schrieb:> Wer als jugendlicher Anfänger nicht auch mal was qualmen lässt und in> Folge einer nicht unerheblichen Menge Taschengeld hinterherweint, macht> irgendwas falsch.
Stimmt.
Aber wer vom Papa so ein Gefahren-Gerät mit 2x 75W aufs Auge gedrückt
kriegt, ist im Schadensfall doch etwas deprimiert.
Ein 3W Verstärker hat genau den gleichen Lerneffekt.
Wobei der Junior sicher schon einen Verstärker und Boxen mitb 75W im
Kiderzimmer hat.
Warum sollte er da seinen Arsch anheben?
E34 L. schrieb:> Heute bekommt man 2x 1000W in Digital und ich muss leider sagen, die> sind echt gut. Klar, Schaltnetzteil mit PFC und Gewicht bei 3,5KG aber> Leistung ist ordentlich ;)>> Leider hinkt die ELA-Technik (100V) da noch sehr hinterher.
Ja, die ELA Technik hinkt da hinterher. Deshalb betreibe ich seit vielen
Jahren eine Behringer iNuke 6000 als ELA Verstärker. Voll ausgesteuert
bringt die ca. 100 Volt an beiden Ausgängen😀 Da in Summe nur ca. 600
Watt Boxen angeschlossen sind, lacht die darüber. Absolut stabil.
michael_ schrieb:> Aber wer vom Papa so ein Gefahren-Gerät mit 2x 75W aufs Auge gedrückt> kriegt, ist im Schadensfall doch etwas deprimiert.>> Ein 3W Verstärker hat genau den gleichen Lerneffekt.> Wobei der Junior sicher schon einen Verstärker und Boxen mitb 75W im> Kiderzimmer hat.> Warum sollte er da seinen Arsch anheben?
Deine Posts tragen nichts zum Thema dazu, und das ewige Aufwärmen ohne
relevanten Inhalt nervt mich schön langsam.
Warum machst du nicht einen eigenen Thread auf? Da kannst du den ganzen
Tag lang über Gott und die Welt und über die Gefahren denen die heutige
Jugend ausgesetzt wird jammern. Da finden sich sicher etliche
Mitstreiter, die lieber quatschen als basteln.
Das kann der Moderator dann nach Sonstiges verschieben, für das Forum
wäre es eine Wohltat.
Gruss,
Udo
michael_ schrieb:> Aber wer vom Papa so ein Gefahren-Gerät mit 2x 75W aufs Auge gedrückt> kriegt, ist im Schadensfall doch etwas deprimiert.
Unglaublich, welche Helikopter-Eltern hier mitreden. Jugendliche fahren
(frisierte) Mopeds, rauchen allerlei (drogenenthaltendes) Zeug,
hantieren mit sonstwas, aber killen sich mit ihren HIFI-GEräten.
Audiomann schrieb:> Unglaublich,
Trotzdem eine notwendige Warnung. Was meinst Du wie die
Helikopter-Eltern auf der Matte stehen, wenn der Verstärker von Dir war
und Du der Onkel des Kindes bist. Da wärest Du froh, wenn Du bereits am
Vortage irgendwo Tod über dem Zaun hängen würdest.
Udo K. schrieb:> Und auch Class AB ist nicht tot. Inzwischen werden mehrere> Versorgungsspannungen verwendet, zwischen denen intelligent umgeschaltet> wird, und siehe da, man hat einen effizienten Verstärker und sehr gute> Messwerte.
Das rechne ich aber jetzt schon in Richtung Schaltnetzteil- weil es ja
dort passiert. Es bleibt ein AB-Verstärker.
MaWin schrieb:> Ist es denn so schwer und unzumutbar, die Frage zu lesen
Ist es denn so falsch, Alternativen vorzuschlagen, wenn der
ursprüngliche Wunsch des TO unmöglich zu erfüllen ist?
Bewirbst du dich nur auf Job-Angebote, deren Anforderungen du
vollständig erfüllst?
Stefan ⛄ F. schrieb:> Ist es denn so falsch, Alternativen vorzuschlagen, wenn der> ursprüngliche Wunsch des TO unmöglich zu erfüllen ist?
Ja, warum verschenkt der TO an den Jugendlichen nicht ein
Modelleisenbahnstarterkit, da ist alles dabei inklusive Anleitung, das
könnte man doch auch mal vorschlagen.
Es ist FÜR IHN unmöglich eine Antwort zu geben, weil ER nichts passendes
kennt, trotzdem kippt er seine Antwort ab.
Bevor er seine gewünschte Leistungsangabensalamischeibe nachgeschoben
hatte, gab es durchaus eine passende Antwort
https://diyaudiostore.com/collections/frontpage/products/amp-camp-amp-kit?variant=39678364024905
und viele Röhrenamps.
Thomas R. schrieb:> E34 L. schrieb:>>> Heute bekommt man 2x 1000W in Digital und ich muss leider sagen, die>> sind echt gut. Klar, Schaltnetzteil mit PFC und Gewicht bei 3,5KG aber>> Leistung ist ordentlich ;)>> Leider hinkt die ELA-Technik (100V) da noch sehr hinterher.>> Ja, die ELA Technik hinkt da hinterher. Deshalb betreibe ich seit vielen> Jahren eine Behringer iNuke 6000 als ELA Verstärker. Voll ausgesteuert> bringt die ca. 100 Volt an beiden Ausgängen😀 Da in Summe nur ca. 600> Watt Boxen angeschlossen sind, lacht die darüber. Absolut stabil.
Eigentlich nicht. Ela-Anlagen brauchen tw. erdfreie Lautsprecherkreise,
das geht nun mal nicht ohne Ausgangsübertrager.
Udo K. schrieb:> Der soll von einem> Jugendlichen ohne viele Elektronik Kenntnisse zusammenbaubar sein.> Es sollte alles dabei sein, also auch Gehäuse, Trafo und Anleitung.> Der kann auch "etwas mehr" Kosten, wenn die Qualität stimmt.Udo K. schrieb:> Ein Verstärkerchip soll es nicht> sein, es geht auch um das lernen, und > 75 Watt sollten es schon sein.Udo K. schrieb:> Ich finde es schon schade, dass es keinen anspruchsvollen HiFi> Komplettbausatz zum verschenken gibt.
Das erstmal ich berücksichtigen
MaWin schrieb:> Es ist FÜR IHN unmöglich eine Antwort zu geben, weil ER nichts passendes> kennt, trotzdem kippt er seine Antwort ab.>> Bevor er seine gewünschte Leistungsangabensalamischeibe nachgeschoben> hatte, gab es durchaus eine passende Antwort> https://diyaudiostore.com/collections/frontpage/products/amp-camp-amp-kit?variant=39678364024905> und viele Röhrenamps.
Man kann nicht einen erhobenen Zeigefinger präsentieren und gleichzeitig
die Faust ballen. Ich passe die Faust aufs Auge passend, denn ich
präsentiere den diskreten, kompletten, mos-fetten
https://secure.ultracart.com/cgi-bin/UCEditor?merchantId=DIY
Bild: https://www.decware.com/newsite/images/ZKIT60manual.jpg
Kleingedruckt: 2x 60Watt ,sind ca 90% von 2x75 Watt. Er ist ein wenig
teuer mit 600Euro+200 Versand. Ob der montiert werden kann von
Jugendlichen, das ist fraglich. Leider seh ich weder Daten noch
Schaltplan
Hans schrieb:> Ich passe die Faust aufs Auge passend, denn ich> präsentiere den diskreten, kompletten, mos-fetten
voll coole Sprache du haben ...
> Er ist ein wenig> teuer mit 600Euro+200 Versand.
Ja, das könnte man so sagen. 800,- Ocken!
Mein Voll-Amp mit 2x180 kostete in Material gerade ein Drittel.
Ich glaube, Angesichts des Wissens des "U.nbekannten D.esignenden
O.bjektes" sollte man einen einfach aufzubauenden Bausatz ins Auge
fassen.
Udo K. schrieb:> Meine (kurze) google Suche hat leider nur Schrott geliefert.
Das muss eine sehr kurze Suche gewesen sein. Für Bausätze ist eigentlich
Elektor die erste Adresse und die haben einen sehr guten Ansatz, wie man
oben lesen kann.
Elektor ist deshalb der Richtige, weil diesen Bausatz mehrere Personen
aufgebaut haben dürften und daher Hilfe im Netz zu bekommen ist.
Christian M. schrieb:> Wie bekommt der INuke 6000 diese Leistung über den Kaltgerätestecker?
Bei Musik: Crest-Faktor, dicke Kondensatoren, träger Sicherungsautomat.
Bei Dauer-Sinus leistet der Verstärker dann vmtl. "nur" noch 1/10tel
davon.
Christian M. schrieb:> Wie bekommt der INuke 6000 diese Leistung über den Kaltgerätestecker?
Gar nicht. Aber Beschiss ist heute normal.
Ich habe einen HiFi Verstärker namens CS-PA1 im Keller, der hat einen 12
Volt 12 Watt Trafo. Laut Datenblatt vom verwendeten TDA 2004 Chip
liefert er 2·6 Watt an 4 Ohm mit einem scheußlichen Klirrfaktor. Bei der
Leistung ist er von HiFi weit entfernt.
Im Laufe der vergangenen Jahre wird er mit immer phantastischeren Zahlen
beworben. 2x 60 Watt habe ich gerade in einem Angebot gelesen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Ich habe einen HiFi Verstärker namens CS-PA1 im Keller, der hat einen 12> Volt 12 Watt Trafo. Laut Datenblatt vom verwendeten TDA 2004 Chip> liefert er 2·6 Watt an 4 Ohm mit einem scheußlichen Klirrfaktor. Bei der> Leistung ist er von HiFi weit entfernt.>> Im Laufe der vergangenen Jahre wird er mit immer phantastischeren Zahlen> beworben. 2x 60 Watt habe ich gerade in einem Angebot gelesen.
Das ist die Wärmeleistung wenn er abbrennt...
Stefan ⛄ F. schrieb:> TDA 2004
Da gibt es aber Besseres, das durchaus 60W kann. Natürlich nicht mit 12V
Speisung. So ein Zeug kann man natürlich auch als Bausatz nehmen. Hat
auch der Reichelt.
Audiomann schrieb:> voll coole Sprache du haben ...
Warum der Fehdeschlag gegen jemanden, der einen zu
99%(impulsspitzenprozent) passenden Link präsentiert hat. Wenn du keine
Reime magst, dann wirst du Rilkes Gedichte auch nicht mögen, aber
vielleicht frohlocket dich eine Rikle Kurzgeschichte, die eine
offenkundig freundliche Sprachkultur aufzeigt,und eine für Udo passende
Kulisse, in der die Kinder noch ihre eigenen Gehäuse in der
Militärschule zusammengestellt hatten.
https://gedichte.xbib.de/kurzgeschichte_Rilke_Pierre+Dumont.htm
Christian M. schrieb:> Wie bekommt der INuke 6000 diese Leistung über den Kaltgerätestecker?
Wahrscheinlich gar nicht. Da ich den aber mit erheblich weniger
Ausgangsleistung betreibe ist das für den 100 Volt ELA Fall egal. Im
Einsatz ist immer ein analoger Spannungsmesser angeschlossen, da kann
man ganz gut sehen was geht.
Es gab auch mal eine 10.000 Watt Ausführung, die hatte wenigstens einen
25A Speakon Stecker.
Sorry, völlig off-topic.
MaWin schrieb:>> Ist es denn so falsch, Alternativen vorzuschlagen, wenn der>> ursprüngliche Wunsch des TO unmöglich zu erfüllen ist?>> Ja, warum verschenkt der TO an den Jugendlichen nicht ein> Modelleisenbahnstarterkit, da ist alles dabei inklusive Anleitung, das> könnte man doch auch mal vorschlagen.
Weil er etwas mit Elektronik machen wollte. Ist das so schwer zu
verstehen?
Aber eventuell geht auch ein Chemiebaukasten. Die kann man wenigstens
noch kaufen.
> Bevor er seine gewünschte Leistungsangabensalamischeibe nachgeschoben> hatte, gab es durchaus eine passende Antwort> https://diyaudiostore.com/collections/frontpage/products/amp-camp-amp-kit?variant=39678364024905> und viele Röhrenamps.
Du hättest auch einfach nachfragen können. Der Amp soll nachher auch
verwendet werden, und nicht nur in Zimmerlautstärke. Da passen 75 Watt
schon. Wenn es nur 50 Watt sind, geht die Welt auch nicht unter.
Wenn ich das gewünschte nicht kenne, dann schreibe ich einfach nicht.
Oder frage halt einfach nach.
Aber 344 Euro ohne Versand aus Übersee für schlappe 8 Watt
Ausgangsleistung?
Und nicht mal eine Andeutung von einem Schaltplan, muss ja sehr geheim
sein.
Aber OK, dafür gibt es ein schickes Alu Gehäuse.
Also der Link vom Hans ist leider auch zu vergessen, 700 Dollar für 2x
60 Watt ohne Versand...
Elektor hat auch keine Komplettbausätze, wo man einfach loslegen kann.
Aber gut, ist halt so. Auch Chemie ist interessant.
Oder ich muss halt die Bauteile und den Schaltplan + Gehäuse selber
zusammensuchen, müsste ja wohl mit 150 Euro machbar sein.
Gruss,
Udo
Udo K. schrieb:> Oder ich muss halt die Bauteile und den Schaltplan + Gehäuse selber> zusammensuchen, müsste ja wohl mit 150 Euro machbar sein.
Oder man macht einen Meta-Bausatz, der aus je einen Bausatz für
Netzteil, Gehäuse und Verstärker besteht, welcher wiederum aus je einem
Bausatz für linken und rechten Kanal besteht, ...
Udo K. schrieb:> Elektor hat auch keine Komplettbausätze, wo man einfach loslegen kann.> Aber gut, ist halt so. Auch Chemie ist interessant.
Mit den meisten Elektorbausätzen kann man sehr gut arbeiten. Es geht bei
dem Lernen ja auch darum die Schaltung zu verstehen, die Bauteile zu
kennen, sie zu beschaffen und richtig herum einzusetzen und sie in der
richtigen Reihenfolge in der richtigen Art und Weise zu verlöten und das
Ganze dann Stück für Stück zum Laufen zu bekommen.
Sonst ist das Ganze nämlich nur Zusammenstecken wie Lego ohne Verstand.
Also die Kosmos Lehrbaukästen wie Radiomann oder Elektromann waren zu
ihrer Zeit vor ca 50 Jahren auch ganz schön teuer für die paar
gelieferten Bauteile darin.
Udo K. schrieb:> Wenn man jetzt aber auf 15 und mehr Amplitudenstufen geht, dann kann man> zwar mit der Schaltfrequenz runtergehen, hat aber die Nichtlinearitäten> der Amplitudenstufen wieder drinnen, weil 1/4 in Wirklichkeit 1/(4 +> 0.02) ist.
Hier mal ein Beispiel eines Schaltschemas (m)eines PAM-Verstärkers mit
verteilten Leistungen: Das Schalten erfolgt so, dass die Stufe mit der
höchsten Leistung selten schaltet und nur die kleinste Stufe mit der
vollen Schaltfrequenz von damals bis zu 300kHz arbeitet. Damit sind die
hohen Umschaltverluste in der Brücke in der hohen Stufe noch erträglich
gering. Vor allem ermöglicht es die Technik, die Brücken auf Z zu
schalten und Querströme in den Transistoren auf ein Minimum zu
reduzieren. Die kleine und schnelle Stufe regelt auch die Verzerrungen
der hohen Stufen mit weg.
*grüne Kurve = Eingang
*rechter Bereich = die Modulationpfade mit H-Brücken
*rote Kurve = Ausgang
Stefan ⛄ F. schrieb:> Ich habe einen HiFi Verstärker namens CS-PA1 im Keller, der hat einen 12> Volt 12 Watt Trafo. Laut Datenblatt vom verwendeten TDA 2004 Chip> liefert er 2·6 Watt an 4 Ohm mit einem scheußlichen Klirrfaktor. Bei der> Leistung ist er von HiFi weit entfernt.
Kam mir irgendwie bekannt vor.
Siehe da, ich habe das Teil auf meinem Computertisch.
Klein und schnuckelich.
Dazu Boxen B3010 und in 1m Abstand genau im Stereodreieck.
Perfekt. Die 5W sind mir da zu laut.
> Im Laufe der vergangenen Jahre wird er mit immer phantastischeren Zahlen> beworben. 2x 60 Watt habe ich gerade in einem Angebot gelesen.
Habe ich auch gedacht.
Aber bei Pollin gab es einen im ähnlichen Gehäuse mit geschätzt 2x15W.
Die Hälfte im Inneren war ein Trafo.
Die werbewirksame 60W Spitzenleistung passt da durchaus.
Mark S. schrieb:> Also die Kosmos Lehrbaukästen wie Radiomann oder Elektromann waren zu> ihrer Zeit vor ca 50 Jahren auch ganz schön teuer für die paar> gelieferten Bauteile darin.
So habe ich auch mal über Philips Baukästen gedacht. Aber man bezahlt ja
nicht nur die Bauteile sondern hauptsächlich das Lehrbuch.
Udo K. schrieb:> Oder ich muss halt die Bauteile und den Schaltplan + Gehäuse selber> zusammensuchen, müsste ja wohl mit 150 Euro machbar sein.
Den Link für das 3D-Druck Vertärkergehäuse habe ich nicht mehr gefunden.
Aber vielleicht kann das itx-Gehäuse von dem Link hierzu modifiziert
werden.
https://www.igorslab.de/3d-gedrucktes-itx-gehaeuse/
Udo K. schrieb:> Du hättest auch einfach nachfragen können.
Ach jetzt verstehe ich erst, du bist der TO.
Du kannst sehr wohl gleich das in deine Anfrage schreiben, was dir
wichtig ist, und wenn da keine Leistung steht, ist sie dir wohl
unwichtig.
> Aber 344 Euro ohne Versand> 700 Dollar für 2x 60 Watt ohne Versand...
So so, erst:
Udo K. schrieb:> Der kann auch "etwas mehr" Kosten, wenn die Qualität stimmt
und jetzt über den Preis jammern ?
Stefan ⛄ F. schrieb:> So habe ich auch mal über Philips Baukästen gedacht. Aber man bezahlt ja> nicht nur die Bauteile sondern hauptsächlich das Lehrbuch
Aber das darf nichts kosten, siehe Udos Gejammer.
Audiomann schrieb:> Sonst ist das Ganze nämlich nur Zusammenstecken wie Lego ohne Verstand.
Das war für das Kind wohl gewünscht, und ist als Einstieg nicht so
verkehrt, sondern das Prinzip von jedem Bausatz.
MaWin schrieb:>> Sonst ist das Ganze nämlich nur Zusammenstecken wie Lego ohne Verstand.>> Das war für das Kind wohl gewünscht, und ist als Einstieg nicht so> verkehrt, sondern das Prinzip von jedem Bausatz.
MaWin wie er leibt und lebt :-)
Es geht um kein Kind, sondern um einen Jugendlichen mit etwas Ahnung.
Das Interesse ist ja schon da. Es geht nicht ums reine Zusammenlöten,
die Schaltung soll verstehbar sein. Da soll auch eine Anleitung dabei
sein, die eine ordentliche Erklärung beinhaltet.
MaWin schrieb:>> Aber 344 Euro ohne Versand>> 700 Dollar für 2x 60 Watt ohne Versand...>> So so, erst:>> Udo K. schrieb:>> Der kann auch "etwas mehr" Kosten, wenn die Qualität stimmt>> und jetzt über den Preis jammern ?
Ja da jammere ich über den Preis. Das ist mir zu viel für 2x 8 Watt
ohne irgendwelche Infos was man da kauft.
Das ganze darf schon etwas mehr kosten, aber dann muss auch die Qualität
stimmen, und die bestimmt nicht die Dicke der Alu Frontplatte, sondern
der Inhalt.
Gruss,
Udo
Jürgen S. schrieb:> Udo K. schrieb:>> Wenn man jetzt aber auf 15 und mehr Amplitudenstufen geht, dann kann man>> zwar mit der Schaltfrequenz runtergehen, hat aber die Nichtlinearitäten>> der Amplitudenstufen wieder drinnen, weil 1/4 in Wirklichkeit 1/(4 +>> 0.02) ist.>> Hier mal ein Beispiel eines Schaltschemas (m)eines PAM-Verstärkers mit> verteilten Leistungen: Das Schalten erfolgt so, dass die Stufe mit der> höchsten Leistung selten schaltet und nur die kleinste Stufe mit der> vollen Schaltfrequenz von damals bis zu 300kHz arbeitet. Damit sind die> hohen Umschaltverluste in der Brücke in der hohen Stufe noch erträglich> gering. Vor allem ermöglicht es die Technik, die Brücken auf Z zu> schalten und Querströme in den Transistoren auf ein Minimum zu> reduzieren. Die kleine und schnelle Stufe regelt auch die Verzerrungen> der hohen Stufen mit weg.>> *grüne Kurve = Eingang> *rechter Bereich = die Modulationpfade mit H-Brücken> *rote Kurve = Ausgang
Danke für das Info, das veranschaulicht die Idee gut. Verstehe ich das
richtig, dass alle vier H-Brücken an derselben Versorgung hängen, und
die Amplitudeninformation in der Pulsdauer codiert ist?
Ich würde mich freuen, wenn du noch etwas mehr von dem Verstärker zeigen
magst.
Mit so einem Verfahren könnte man eventuell die Probeme der aktuellen
Class-D Verstärker ausbügeln.
Etwa das grausliche 10 kHz Rechtecksignal.
In Messungen von Schaltverstärkern schaut ein einfaches 10 kHz
Rechtecksignal ohne zusätzlichen Filter "zum fürchten" aus.
Ähnlich wie im Bild 13 eines 75000 Euro des Bel Canto Kastens hier:
https://www.stereophile.com/content/bel-canto-design-black-amplification-system-measurements
Oder hier Bild 2:
https://www.stereophile.com/content/anthem-statement-m1-monoblock-power-amplifier-measurements
Inzwischen zeigen die Tests nur mehr das Rechtecksignal nach der
Zusatzfilterung durch den steilen Tiefpass vom Audio Precision.
Da passt dann alles wieder.
Meist zeigt das Impulsverhalten speziell bei niedrigen Pegeln auch noch
leichte Überschwinger, aber das sieht man oft auch bei der analogen
Spezies.
Das THD ist gerade bei einstelligen Wattzahlen (die in der Praxis
wichtig sind) auf 60'er Jahre Niveau.
Jedenfalls kann ich mich noch nicht damit anfreunden das jetzt ein
Pilotton bei 450 kHz mit einem halben Volt bis 1 Volt RMS zur HiFi
Grundausstattung dazugehört.
Aber die Technik verbessert sich ja ständig.
Probier doch mal einen Selbstschwinger aus. Für mich klingt das sehr
gut. Meiner schwang im Leerlauf bei 1,3MHz. Komparator, digitale
Endstufe, Rückkopplungsnetzwerk aus 2 Widerständen und einem
Kondensator, ferrtisch.
Udo K. schrieb:> Das THD ist gerade bei einstelligen Wattzahlen (die in der Praxis> wichtig sind) auf 60'er Jahre Niveau.
Bei den beiden Verstärkern, die du verlinkt hast:
0.02-0.05% THD+N
und
0.005-0.015% THD+N
Rein Interessehalber: Welcher 60er-Jahre-Verstärker hat im Bereich 1-10
Watt da bessere Werte?
Εrnst B. schrieb:> Bei den beiden Verstärkern, die du verlinkt hast:> 0.02-0.05% THD+N> und> 0.005-0.015% THD+N>> Rein Interessehalber: Welcher 60er-Jahre-Verstärker hat im Bereich 1-10> Watt da bessere Werte?
Ich lese da bei 1 Watt 63 dB (M1) und 74 dB (Bel Canto) THD @ 4R.
Nichts mit dem ich 2022 Werbung machen würde.
Also ca so gut wie der Quad 303 aus dem Jahre 1965 mit 68 dB THD,
wobei das die Messgrenze war, und der Quad 303 bei 1 Watt besser sein
dürfte.
Zugegeben gab es damals keine 4R Lautsprecher.
Siehe hier:
https://www.hifi-wiki.de/index.php/Quad_303
Den gab es damals um 998 DM, keine Ahnung was das heute wert ist.
Abdul K. schrieb:> Probier doch mal einen Selbstschwinger aus. Für mich klingt das sehr> gut. Meiner schwang im Leerlauf bei 1,3MHz. Komparator, digitale> Endstufe, Rückkopplungsnetzwerk aus 2 Widerständen und einem> Kondensator, ferrtisch.
Haste du da eine funktionierende Schaltung zum ausprobieren?
MaWin schrieb:> Udo K. schrieb:>> Du hättest auch einfach nachfragen können.>> Ach jetzt verstehe ich erst, du bist der TO.>> Du kannst sehr wohl gleich das in deine Anfrage schreiben, was dir> wichtig ist, und wenn da keine Leistung steht, ist sie dir wohl> unwichtig.>>> Aber 344 Euro ohne Versand>> 700 Dollar für 2x 60 Watt ohne Versand...
Da wird wieder der einzige Vorschag(insofern sich kein anderer im Thread
versteckt) , der den Kriterien des TO standhalten kann, durch den
Schmutz gezogen! 700 sind es für den zusammengebauten Verstärker. Für
"Include parts & chassis" sind es 581,30 € +231€ Versand. Also
vergleichsweise günstiger.
Hans schrieb:> Für> "Include parts & chassis" sind es 581,30 € +231€ Versand. Also> vergleichsweise günstiger.
Nein, eine Empfehlung meinerseits für den Erwerb ist nicht vorhanden
Udo K. schrieb:> Verstehe ich das> richtig, dass alle vier H-Brücken an derselben Versorgung hängen,
Nö. Das ist ja der Punkt: Die mit der hohen Spannung schaltet fast
doppelt so viel, wie die darunter und so weiter.
> und die Amplitudeninformation in der Pulsdauer codiert ist?
Nö, das ist schon die Spannung.
Die Spannungen addieren sich. Nur eben nicht einfach binär zerlegt. Das
ist der Trick dabei, mit einer geschickten Strategie bei den Übergängen,
die Schaltvorgänge zu reduzieren und dies eben bei den oberen Stufen
besonders, weil die pro Schaltvorgang mehr Verlustleistung erzeugen. Man
muss halt aufpassen, dass die Strat nicht dazu führt, dass man oben ein
bischen einspart und dafür unten mehr generiert. Zu den Frequenzen ist
zu sagen, dass man damit eben einen Teil der Regelleistung in der
Frequenz weit nach oben schieben kann.
Jürgen S. schrieb:> Hier mal ein Beispiel eines Schaltschemas (m)eines PAM-Verstärkers mit> verteilten Leistungen
Boh ey, jetzt weiss ich, warum ein Class AB so viel besser klingt.
Michael B. schrieb:> Boh ey, jetzt weiss ich, warum ein Class AB so viel besser klingt.
... wobei man sagen muss, dass in dem Beispiel oben eine Frequenz von
10kHz dargestellt ist. D.h. das "ZickZack" liegt deutlich im Unhörbaren.
Es gibt da einen recht einfachen Bausatz aus Polen (deutscher Händler)
mit einer 3-Stufigen AB-Endstufe. Schaltung ist natürlich etwas
abgehangen, aber zum lernen sehr schön. Man sollte die 100W nicht
furchtbar ernst nehmen, 50W bei entsprechender Kühlung sind realistisch.
Allerdings muß man Netzteil, Kühlkörper und Gehäuse seperat beschaffen.
https://www.uk-electronic.de/onlineshop/product_info.php?products_id=3039
Michael X. schrieb:> Schaltung ist natürlich etwas> abgehangen,
abgehangen ist gut. Das Ding hat ja sogar eine Lochung für die Halter im
Baumarkt. Oder gibt es die dort im Supermarkt?
Das Schalten erfolgt so, dass die Stufe mit der
höchsten Leistung selten schaltet und nur die kleinste Stufe mit der
vollen Schaltfrequenz von damals bis zu 300kHz arbeitet.
Gibt es diesbezüglich ein spezielles Schema, das sich mathematisch formulieren läßt?