Einfache Spannungsanzeige die wenig Strom verbraucht

OP #6135172
Hallo,
ich würde gerne für eine kleine Schaltung mit Batteriebetrieb eine 
Batterie Status Anzeige einbauen, die möglichst wenig Strom benötigt. 
Eine einfache LED würde ausreichen, die bei erreichen einer bestimmten 
Spannung anfängt zu leuchten und damit anzeigt das die Batterie 
"gewechselt" werden sollte. Im normalen Betrieb wenn die Batterie noch 
ausreichend Spannung hat, sollte die Schaltung möglichst wenig Strom 
verbrauchen.
Ich dachte an irgendwas mit TL431(den hab ich noch hier).
Wenn der geeignet ist, wie müsste ich die Schaltung mit möglichst wenig 
Bauteilen bauen?

Grüsse
Joachim
Gast
Sind Deine exakten Anforderungen hochgeheim?

Was fehlt sind die Spannungen an der Batterie, die Schaltschwelle, der 
maximale Strom für die Schaltung und die Farbe der Leuchtdiode.
Darf die LED auch blinken?
OP
Hallo,

hinz schrieb:
> Um was für eine Batterie gehts denn?

es geht um 4 AAA Zellen, und die LED soll bei ca. 4,5V anfangen zu 
leuchten, evtl auch etwas früher oder später, wär gut wenn man da noch 
etwas variieren könnte.

prop schrieb:
> Sind Deine exakten Anforderungen hochgeheim?
>
> Was fehlt sind die Spannungen an der Batterie, die Schaltschwelle, der
> maximale Strom für die Schaltung und die Farbe der Leuchtdiode.
> Darf die LED auch blinken?

sorry, hab wohl nicht alle daten gepostet.
batterie hat 6V und soll bei ca. 4,5V die LED triggern.
einen maximalen strom gibts eig nicht, aber eben so gering wie möglich.
farbe der LED wär mir egal, am besten die farbe, die am hellsten bei 
geringstem strom wär.
blinken wär kein problem, dann braucht sie noch weniger strom, oder ?

Grüsse und danke für die Hilfe!
Joachim
Gast
Am einfachsten bekommt man so eine Anzeige sparsam, indem man sie nur 
per Tastendruck aktiviert.

Ich würde die Schaltung ganz primitiv halten:
1
      ___
2
+ o---o o---[===]---|<|---|>|---| GND
3

4
   Taster   100Ω  Zener   LED
5
                  Diode   grün
6
                  2,5V

So kann man an der Helligkeit grob den Ladezustand der Batterie ablesen. 
Die LED wird ungefähr ab 4,3V leuchten. Falls dir das nicht gefällt, 
verwende eine andere Zenerdiode.

Falls du eine harte Schwelle zwischen an und aus haben willst, verwende 
einen TL-431 nach dieser Anleitung: 
http://electronicshub.blogspot.com/2007/06/tl431-battery-voltage-monitor.html
Gast
Alex R. schrieb:

> es geht um 4 AAA Zellen, und die LED soll bei ca. 4,5V anfangen zu
> leuchten, evtl auch etwas früher oder später, wär gut wenn man da noch
> etwas variieren könnte.

Der kleinste ATtiny, der eine ADC besitzt. Und als Anzeige keine LED, 
sondern ein "naked" LCD, irgendwo ausgeschlachtet. Davon benutzt du 
genau nur ein Segment. Idealerweise ist es natürlich ein LCD, das 
irgendwo ein Batteriesymbol enthält. Zur Not geht aber auch nur einfach 
irgendein Segment eines Siebensegment-Displays. Malt man halt ein 
Batteriesymbol daneben, um klarzustellen, worauf das Blinken sich 
bezieht.

Schaltungsaufwand außer Tiny und LCD: ein 100nF-Kondensator. 
Stromverbrauch (sehr deutlich) unter 100µA.

Der Rest ist Software.
Gast
Alex R. schrieb:
> welche bauteile bräuchte ich da?

Den IC, Widerstände, deine LED und zwei Kondensatoren, einen für die 
Blitzfrequenz, den anderen zum Abblocken der Versorgungsspannung. 
Dimensionierung im Datenblatt.

Cool wäre natürlich, die Blitzfrequenz mit weiter sinkender Spannung zu 
steigern. Leider ergibt sich beim einfachen (Schmitt-)Oszillator (mit 
1.3V Referenz) genau das Gegenteil.
Gast
Hallo,

Mit 10 uA schafft man auch eine 2stellige Spannungsanzeige:
siehe: Batteriewächter

Ich verstehe immer nicht daß man eine LED einschalten will wenn die 
Batterie leer ist. Ich würde eher die Einschaltdauer mit fallender 
Spannung verkürzen oder die Blitzperiodendauer vergrößern.

Gruß Anja
Gast
Matthias S. schrieb:
> Eine sehr genaue Spannungsanzeige kann man auch analog machen,

Früher gab es runde Drehspulinstrumente um 10..15 mm als 
Batterieanzeiger, einfach nur grün-rot skaliert. Will heute scheinbar 
niemand mehr fertigen, seit Elektronik billiger als Fenmechanik geworden 
ist.
Angehängte Dateien:
Gast
Teo D. schrieb:
>> Wo bekommst Du sowas aktuell gekauft?
>
> 
https://www.reichelt.de/Messwerke-Drehspul-analog-/2/index.html?ACTION=2&LA=514&GROUPID=5870&nbc=1

Nicht gelesen und verstanden - setzen, sechs!
Eine analoge Anzeige über große Instrumente hat Matthias S. schon um 
21:13 dargestellt.

Manfred schrieb:
> Früher gab es runde Drehspulinstrumente um 10..15 mm
> als Batterieanzeiger

- rund und 10..15mm sehe ich bei Reichelt nicht.
Gast
Manfred schrieb:
> Will heute scheinbar niemand mehr fertigen, seit Elektronik billiger als
> Fenmechanik geworden ist.

Will heute vor allem niemand mehr bezahlen, würde wohl so 20 EUR kosten 
und die armen Kinder jammern schon über den Preis eines 7665.

Ein LCD mit Spannungsanzeige aus China kostet keine 5 EUR.
https://www.ebay.de/itm/LCD-Batterie-Kapazitaetsanzeige-Digital-Voltmeter-Voltage-Meter-Moni-Tester-Q0V8-/293424988807?nav=SEARCH
Dummerweise wegen Hinterbeleuchtung ein Stromfresser, müsste man 
unbeleuchtet bauen und lebt dass wie eine LCD Uhr 10 Jahre aus einer 
Knopfzelle.
OP
Stefan ⛄ F. schrieb:
> Am einfachsten bekommt man so eine Anzeige sparsam, indem man sie nur
> per Tastendruck aktiviert.

gute idee mit dem taster, aber eine led müsste dauerhaft leuchten wenn 
die spannung kritisch wird, weil mans sonst übersehen könnte.

c-hater schrieb:
> Der kleinste ATtiny, der eine ADC besitzt. Und als Anzeige keine LED,
> sondern ein "naked" LCD, irgendwo ausgeschlachtet. Davon benutzt du
> genau nur ein Segment. Idealerweise ist es natürlich ein LCD, das
> irgendwo ein Batteriesymbol enthält. Zur Not geht aber auch nur einfach
> irgendein Segment eines Siebensegment-Displays. Malt man halt ein
> Batteriesymbol daneben, um klarzustellen, worauf das Blinken sich
> bezieht.
>
> Schaltungsaufwand außer Tiny und LCD: ein 100nF-Kondensator.
> Stromverbrauch (sehr deutlich) unter 100µA.

auch ne coole idee, aber programmieren kann ich diesen chip leider nicht 
und eine LCD ist leider auch ungeeignet, da ich die batteriewarnung auch 
im dunkeln wahrnehmen sollte. um eine herkömmliche led komt man dann 
wohl nicht herum ...

Dieter schrieb:
> Dazu Dimensioniere die Schaltung des ewigen Blinkers um.
> Durch geeignete Wahl von Dual LED & ZD wechselt die Farbe von gruen
> ueber gelb nach rot.

hättest du da ein schaltungsbeispiel ? würde die blinkende led farbe die 
spannung der batterie darstellen?(also grün=voll und rot=leer) und 
wieviel strom würd das brauchen ?

MaWin schrieb:
> Den IC, Widerstände, deine LED und zwei Kondensatoren, einen für die
> Blitzfrequenz, den anderen zum Abblocken der Versorgungsspannung.
> Dimensionierung im Datenblatt.
>
> Cool wäre natürlich, die Blitzfrequenz mit weiter sinkender Spannung zu
> steigern. Leider ergibt sich beim einfachen (Schmitt-)Oszillator (mit
> 1.3V Referenz) genau das Gegenteil.

hab grad das datenblatt durchgelesen, aber dort seh ich nur "dual" 
voltage beispiele und keine LED usw. hättest du evtl ein konkretes 
schaltungsbeispiel für deine idee, auch wie man den blinker baut? (mir 
wär egal wenns blinken statt schneller langsamer werden würde)

Anja schrieb:
> Ich verstehe immer nicht daß man eine LED einschalten will wenn die
> Batterie leer ist. Ich würde eher die Einschaltdauer mit fallender
> Spannung verkürzen oder die Blitzperiodendauer vergrößern.

eine led die blinkt oder blitzt würde auch gehen. hauptsache das was 
helles zu sehen ist, wenn die batterie zu ende geht und bevor das 
passiert sollte die schaltung die batterie nicht allzusehr belasten

Manfred schrieb:
> Mit Beschaltung etwas mehr und leider ist der Kumpel recht teuer.
>
> Sowas in der Art habe ich letztes Jahr gemacht, das auf 4,5V anzupassen
> und auf den Pieper zu verzichten, sollte kein Problem sein:
>
> Beitrag "Bastelaktion: Akkuüberwachung mit ICL7665"

deine schaltung hat aber recht viele bauteile.

Matthias S. schrieb:
> Eine sehr genaue Spannungsanzeige kann man auch analog machen, mit
> passendem Vorwiderstand:
> https://www.pollin.de/p/einbau-messinstrument-0-100-a-830878
>
> Der Stromverbrauch der Anzeige kann hier übrigens direkt abgelesen
> werden :-P

ja cool sind diese analog anzeigen auf alle fälle, aber leider zu gross 
und sie leuchten nicht im dunkeln.

Tubus schrieb:
> LCD-Anzeigen gibts seit über 50 Jahren ~1968.  Das geht sogar ohne
> Batterie elektrostatisch mit Händereiben aber nur ohne Schweiss.

ich brauch etwas was auch im dunkeln gut zu sehen ist.
Gast
Tubus schrieb:
> LCD-Anzeigen gibts seit über 50 Jahren ~1968.  Das geht sogar ohne
> Batterie elektrostatisch mit Händereiben aber nur ohne Schweiss.

Die gehen aber langfristig kaputt, wenn sie mit Gleichspannung 
angesteuert werden. Will sagen: Sie sind nicht so einfach anzusteuern, 
die LEDs und Drehspul-Messwerke.
Gast
Alex R. schrieb:
> gute idee mit dem taster, aber eine led müsste dauerhaft leuchten wenn
> die spannung kritisch wird, weil mans sonst übersehen könnte.

Das kannst du mit einem TL-431 und einem Transistor erreichen: 
https://e2e.ti.com/support/power-management/f/196/t/386970

Aber ist das wirklich eine gute Idee? Das Ding nimmt möglichst wenig 
Strom auf, aber wenn die Batterie schwach wird, steigt die Stromaufnahme 
auf ein Vielfaches, wodurch die Batterie noch schneller entladen wird.
Gast
michael_ schrieb:
> ann nimm einen Piezo, der da Krach macht. Braucht auch wenig Strom.

Keine Ahnung, warum du dafür einen -1 bekommen hast. Offenbar ist das 
eine praktikable Lösung, da jeder gewöhnliche Rauchmelder so 
funktioniert.

Man könnte einen fertigen Piezo Summer mit einem CD4060 als 
Intervalltimer ansteuern, damit er piep.......piep.......piep macht.
Gast
Stefan ⛄ F. schrieb:
> Keine Ahnung, warum du dafür einen -1 bekommen hast. Offenbar ist das
> eine praktikable Lösung, da jeder gewöhnliche Rauchmelder so
> funktioniert.

Manche Handy machen das auch.
Da piept es aller paar Minuten.

Oder man dreht die Logik der Anzeige um.

Wenn genug Spannung, da leuchtet/blinkt es.
Wenn zu wenig, nichts mehr.
Alex R. schrieb:
> hättest du evtl ein konkretes
> schaltungsbeispiel für deine idee, auch wie man den blinker baut?

Das sollte so gehen, ist ja ein normaler Schmitt-Oszillator:
1
 
2
       |                  |
3
       R1                 |
4
       |             +---------+
5
       |      +--R4--|HYST1    |
6
       |      |      |         |     LED
7
       +--R3--+------|SET1 OUT1|--+--|<|--R-- VCC
8
       |             +---------+  |
9
       |                  |       |
10
OUT2|--+--R2----|>|-------(-------+
11
       |      1N4148      |
12
       C                  |
13
       |                  |
14
      GND                GND
R1 langsames aufladen von C um 0.5V, R2 schnelles Entladen also deutlich 
kleiner als R1, R3 so hochohmig daß SET1 noch genau genau (10mV? also 
1M) messen kann, R4 noch hochohmiger um 0.5V draufzulegen, OUT2 
verhindert Blinken wenn Spannung noch hoch genug ist.

Ob es eine Beschaltung gibt, die weniger Strom (als durch R1 nach Masse) 
braucht, wäre noch zu klären.
OP
A. S. schrieb:
> Ein Reset-Baustein. Und die LED halt so herum, dass sie im Reset
> leuchtet.
>
> die gibt es mit wenige µA und genau (falls Du so einen irgendwo hasst
> oder drankommst)

Georg M. schrieb:
> Ja, das wäre die einfachste Lösung (leider ohne Blinken).

ja das wären mal echt wenig bauteile! ich kann diesen chip aber nirgends 
finden zu kaufen, gibts da evtl auch alternativen ?

michael_ schrieb:
> Welche Salamischeibe kommt nun noch?
> Dann nimm einen Piezo, der da Krach macht. Braucht auch wenig Strom.

krach machen muss die schaltung nicht, lediglich auffällig leuchten.

H. H. schrieb:
> Ablic S-808xxC, ist in TO-92. In SMD gibts noch viel mehr Auswahl.

smd wär kein problem, hättest du ein schaltungsbeispiel mit led ?

Dieter schrieb:
> Blinkerergaenzung zu George:
> 
https://www.petervis.com/GCSE_Design_and_Technology_Electronic_Products/led-blinker-flasher-using-bc547-bc557/led-flasher-blinker.html
> Hier LED ist es eine mit integriertem Vorwiderstand.
> http://www.elsniwiki.de/index.php/Main/EwigerBlinker

ja, ist schön einfach zu bauen.

Michael B. schrieb:
> R1 langsames aufladen von C um 0.5V, R2 schnelles Entladen also deutlich
> kleiner als R1, R3 so hochohmig daß SET1 noch genau genau (10mV? also
> 1M) messen kann, R4 noch hochohmiger um 0.5V draufzulegen, OUT2
> verhindert Blinken wenn Spannung noch hoch genug ist.
>
> Ob es eine Beschaltung gibt, die weniger Strom (als durch R1 nach Masse)
> braucht, wäre noch zu klären.

wie würde die komplette schaltung für die spannungsüberwachung aussehen?

grüsse und danke für die hilfe!
joachim
Gast
Alex R. schrieb:
> hättest du ein schaltungsbeispiel mit led

Hast du dir den Link auf die Seite von TI angeschaut? 
(https://e2e.ti.com/support/power-management/f/196/t/386970)

Diese Bauteile sind leicht erhältlich und billig. Da kannst du auch 
gerne eine blinkende LED einsetzen, wenn du willst. Ich würde eher eine 
weiße LED nehmen, die sind auch bei relativ wenig Strom schön hell. 
Berechne den Spannungsteiler (R1/R2) wie im Datenblatt des TL-431 
beschrieben.
Gast
MaWin schrieb:
> Stefan ⛄ F. schrieb:
>> Hast du dir den Link auf die Seite von TI angeschaut?
>
> Warum sollte er ?
>
> Der TL431 zieht erheblich Strom (Mindeststrom laut Datenblatt 1mA damit
> die 2.5V geregelt werden) und ist daher zur Akkuüberwachung eher
> ungeeignet.

Im selben Artikel wird eine Variante von dem Chip genannt, die weniger 
Strom aufnimmt.
Gast
Alex R. schrieb:

> programmieren kann ich diesen chip leider nicht

Keine Arme -> keine Kekse.

> und eine LCD ist leider auch ungeeignet, da ich die batteriewarnung auch
> im dunkeln wahrnehmen sollte.

Wenn das so ist, dann hättest du diese Anforderung spezifizieren müssen.

Eine gegenüber einer LED immer noch stromsparende Alternative wäre dann 
die (ggf. zusätzliche) Signalisierung über Audio. Sprich: ein 
Piezo-Piepser.

Mit einem Tiny wäre es auch kein Problem, beim (oder ab) Eintreten des 
Signalisierungsfalls zu prüfen, ob genug Licht für die stromsparende 
Meldung via LCD verfügbar ist, oder ob auf die weniger stromsparende 
Audio-Meldung ausgewichen werden muss. Man könnte das auch kombinieren. 
Alles reine Software (abgesehen natürlich vom zusätzlich nötigen Sensor 
für das Umgebungslicht).

Fakt ist: selbst wenn man nur Audio macht und den Stromverbrauch dadurch 
in Kauf nimmt, ist es immer noch energetisch billiger als eine LED. Denn 
die muss einigermaßen hell leuchten, um auch beim Gegenteil von 
Dunkelheit noch wahrnehmbar zu sein. Die blöde Sonne kann nämlich mal 
eben mit 100000 lux in's Zimmer leuchten. Um dagegen anzustinken, muss 
eine LED ordentlich Strom verheizen...
Alex R. schrieb:
> ja das wären mal echt wenig bauteile! ich kann diesen chip aber nirgends
> finden zu kaufen, gibts da evtl auch alternativen ?

Ein Komparator mit Referenzspannung wäre noch eine Möglichkeit (z.B. 
MCP65R46).

https://www.reichelt.de/komparator-1-fach-sot-23-6-mcp-65r46t-1202e-p109805.html

Dann ist die Schaltung aber nicht mehr so kompakt, und der 
Stromverbrauch etwas höher.
OP
c-hater schrieb:
> Wenn das so ist, dann hättest du diese Anforderung spezifizieren müssen.
>
> Eine gegenüber einer LED immer noch stromsparende Alternative wäre dann
> die (ggf. zusätzliche) Signalisierung über Audio. Sprich: ein
> Piezo-Piepser.
>

> Fakt ist: selbst wenn man nur Audio macht und den Stromverbrauch dadurch
> in Kauf nimmt, ist es immer noch energetisch billiger als eine LED. Denn
> die muss einigermaßen hell leuchten, um auch beim Gegenteil von
> Dunkelheit noch wahrnehmbar zu sein. Die blöde Sonne kann nämlich mal
> eben mit 100000 lux in's Zimmer leuchten. Um dagegen anzustinken, muss
> eine LED ordentlich Strom verheizen...

ja sorry, hätte ich vorher angeben müssen.
die leds brauchen schon viel strom, aber wenn sie binkt, dann wärs nicht 
so wild. ausserdem soll die schaltung in erster line dann "keinen" strom 
verbrauchen, wenn die batterie noch ok ist, wenn die batterie zu rneige 
geht ist es nicht mehr so wichtig das der stromverbrauch etwas höher 
wäre, denn die batterie wird dann ja eig sofort ausgetauscht, also 
sobald sie leuchtet.

MaWin schrieb:
> Ja, ein TLV431 käme mit 30uA aus  aber wenn man sowieso einen Chip
> kaufen muss, warum nicht gleich einen nehmen dem 3uA reichen, der
> blinkt, und mit weniger Bauteilen auskommt

du meinst den icl7665, oder? den gibts schon noch zu kaufen, aber ich 
weiss leider nicht genau wie meine schaltung dann genau aussehen soll 
damit. der blink part ist weiter oben beschrieben, aber ich bräuchte ein 
komplettes schaltbild, das ich einfach nachbauen könnte.

Stefan ⛄ F. schrieb:
> Er hatte ja Schwierigkeiten bei der Beschaffung gemeldet.

nur dieser reset baustein war nicht zu finden, der wär aber genial 
gewesen!

Georg M. schrieb:
> Ein Komparator mit Referenzspannung wäre noch eine Möglichkeit (z.B.
> MCP65R46).
>
> https://www.reichelt.de/komparator-1-fach-sot-23-6-mcp-65r46t-1202e-p109805.html
>
> Dann ist die Schaltung aber nicht mehr so kompakt, und der
> Stromverbrauch etwas höher.

kompakt wär schon nicht unwichtig.

grüsse und danke für die hilfe!
joachim
Gast
Eine Variante für den TO aus Standardbauteilen wäre aber auch wiederum 
nicht besonders kompakt:

1) Diese Schaltung nehmen:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/praxis/bausatz_spannungswaechter.htm

2) Statt der Diode den TL431 verwenden, oder was besseres.

Das ganze nimmt natürlich zu viel Strom auf.

3) Mit der Blitzschaltung gemäß Posts 08.02.2020 10:24 diese nur für 
kurze Flashes unter Strom setzen.

Wenn alle 1s ein Impuls mit 5mA 10ms Dauer erzeugt würde, wäre der 
Durchschnittsverbrauch bei ca. 5mA*0.01s/1s rund 50µA.
Gast
Alex R. schrieb:
>> Beitrag "Bastelaktion: Akkuüberwachung mit ICL7665"
>
> deine schaltung hat aber recht viele bauteile.

Deine Shift-Taste ist kaputt!

Meine Schaltung ist als Anregung zu verstehen, die man für den 
gewünschten Zweck abspecken könnte. Ich habe zwei Stufen gebaut: 
Unterhalb xx Volt Blinken, noch weiter runter zusätzlich Piepen.

Stefan ⛄ F. schrieb:
> Man könnte einen fertigen Piezo Summer mit einem CD4060 als
> Intervalltimer ansteuern, damit er piep.......piep.......piep macht.

Anstatt dieses Exoten habe ich das mit einem 4093 gemacht. Hat den außer 
RCA überhaupt jemand den 4060 gefertigt?

Alex R. schrieb:
> die leds brauchen schon viel strom, aber wenn sie binkt,
> dann wärs nicht so wild.

Aus genau diesem Grund habe ich meine LED in Reihe mit einem Kondensator 
geschaltet: Sie startet relativ hell und klingt dann langsam aus, das 
kann ich sehr gut sehen und habe dennoch einen erträglichen Verbrauch.

Der Vorschlag von Michael B. (laberkopp) sieht sehr interessant aus, 
sollte man sich mal real angucken!

Dieter schrieb:
> 3) Mit der Blitzschaltung gemäß Posts 08.02.2020 10:24 diese nur für
> kurze Flashes unter Strom setzen.

Suche bitte noch exotischere Bauelemente, die kaum jemand kennt und für 
den Bastler unbeschaffbar sind. Das Blitzen (Buzzword Flashen) einer LED 
kann man mit üblicheren Teilen erreichen.

-----

Wenn ich das richtig einschätze, suchst Du eine fertig direkt 
nachbaubare Schaltung, das wird schwierig und ich glaube kaum, dass die 
hier geboten werden wird.
OP
Manfred schrieb:
> Wenn ich das richtig einschätze, suchst Du eine fertig direkt
> nachbaubare Schaltung, das wird schwierig und ich glaube kaum, dass die
> hier geboten werden wird.

leider brauch ich eine schaltung zum nachbauen, da ich nicht genug 
verständnis der materie habe. ich kann gut löten und basteln, aber eine 
schaltung entwerfen, dazu brauch ich hilfe!

ich habe mal eine beispiel schaltung aus dem datenblatt des icl7665 
angehängt(bild), kann man bei dieser nicht einfach an einen ausgang eine 
led mit vorwiderstand geben und v+ und Vin miteinander verbinden? (die 
widerstände berechnen ist ja im datenblatt beschrieben)

grüsse
joachim
Angehängte Dateien:
Gast
Manfred schrieb:
> Am 08.02.2020 10:24 sehe ich den:

Jetzt sehe ich das auch. Da sind zwei Posts mit dem gleichen 
Zeitstempel. Stimmt, einer der Posts verwendet Spezialbauteile.

Der TO meint nicht entwerfen zu koennen. Bist Du in der Lage aus einem 
Schaltplan das Layout fuer die Platine abzuleiten?

Versuche mit der Formel im Datenblatt die Widerstaende fuer die Schwelle 
4.5V auszurechnen. Ob Dein Ergebnis passt, wird Dir hier sicherlich 
beantwortet werden.
Gast
Manfred schrieb:
> Dieter schrieb:
>> Au weia, BC547 und BC557 sind exotisch.
> Nein.
>
> Am 08.02.2020 10:24 sehe ich den:
> H. H. schrieb:
>> Ablic S-808xxC, ist in TO-92. In SMD gibts noch viel mehr Auswahl.
>
> Geht es noch exotischer?

Weils den beim Bastel-Wastel nicht zu kaufen gibt?
Gast
Manfred schrieb:
> Am 08.02.2020 10:24 sehe ich den:
> H. H. schrieb:
>> Ablic S-808xxC, ist in TO-92. In SMD gibts noch viel mehr Auswahl.
>
> Geht es noch exotischer?

Gibts bei Mouser. Zusammen mit dem Mitbestellservice hier im Forum also 
lösbar ;-)
Gast
Manfred schrieb:
> Anstatt dieses Exoten

Den kann man wirklich überall kaufen.

Hell blitzende LEDs gibt es übrigens fertig als Zweibeiner: 
https://www.led-tech.de/de/Flashing-LED-gelb-588

Alex, offenbar möchtest oder kannst du keine Schaltungen anhand von 
Schaltplänen aufbauen. In diesem Fall muss ich Dir leider sagen, dass du 
hier falsch bist, denn du brauchst ein fertiges Produkt. Solche Dinge 
findet man am ehesten bei Aliepress. Und wenn nicht - Pech gehabt. Dann 
musst du eben jemanden bezahlen, der das für dich baut.
Gast
Alex R. schrieb:
> kann man bei dieser nicht einfach an einen ausgang eine led mit
> vorwiderstand geben und v+ und Vin miteinander verbinden

Ja, LED vom Ausgang nach Plus, blinkt dann halt nicht.

Berechnung der Widerstandswerte steht drin, Grundschulmathematik.
Gast
Dieter schrieb:
> Bei den Blitz LED gibt es Unterschiede, die beim Experimentkaesten ein
> paar Versuche vereiteln.

Kenn' ich. Deswegen landete vor ein paar Jahren eine ganze Charge 
Baubücher von Franzis im Restpostenprogramm von Pollin. Dort wurden 
Blink-LEDs als Taktgeber missbraucht. Pollin hatte den Mangel leider 
nicht angegeben. Mit Ersatzteilen von Conrad klappte es dann aber.

Soweit ich den Alex verstanden habe, ist die Stromaufnahme beim Blinken 
aber nur noch sekundär wichtig. Im Zweifelsfall kann man eine Blitz-LED 
auswählen, wo der Händler ein zufriedenstellendes Datenblatt bereit 
stellt.
Gast
Alex R. schrieb:
> wie würde die komplette schaltung für die spannungsüberwachung aussehen
1
Bat --+------+-----15M--------+
2
      |      |                |
3
    100k +-------+            |
4
      |  |   OUT1|--150k------+
5
      +--|HYST2  |            |
6
      |  |   SET1|------------+
7
     3M2 |ICL7665|           1uF
8
      |  |  HYST1|--2k2--|>|--+
9
      +--|SET2   |       LED  |
10
      |  |   OUT2|--1k--------+
11
     1M3 +-------+
12
      |      |
13
GND --+------+
Blitzt eine LED mit 1mA (Tastverhältnis 1%, durch 15M/150k) wenn die 
Spannung unter 4.5V sinkt und stoppt wenn die Spannung wieder über 4.6V 
steigt.
OP
MaWin schrieb:
> Bat --+------+-----15M--------+
>       |      |                |
>     100k +-------+            |
>       |  |   OUT1|--150k------+
>       +--|HYST2  |            |
>       |  |   SET1|------------+
>      3M2 |ICL7665|           1uF
>       |  |  HYST1|--2k2--|>|--+
>       +--|SET2   |       LED  |
>       |  |   OUT2|--1k--------+
>      1M3 +-------+
>       |      |
> GND --+------+
> Blitzt eine LED mit 1mA (Tastverhältnis 1%, durch 15M/150k) wenn die
> Spannung unter 4.5V sinkt und stoppt wenn die Spannung wieder über 4.6V
> steigt.

super, genau sowas brauch ich! vielen dank! ich werd dann gleich mal das 
IC bestellen und dann zusammenbauen. ich würde 2 versionen basteln, eine 
mit und eine ohne blitzen(also nur leuchten).

aus interesse, wie schnell blitzt die led? kann ich das bei bedarf 
verändern? wenn ja wie?

welche LED soll ich verwenden, welche ist am hellsten beim geringsten 
strom?

Teo D. schrieb:
> Welche Kondensatortype soll er den nehmen? Mit ~4,5V/15MOhm ist man da
> ja schon nahe an Reststrom o. sogar darunter.

hinz schrieb:
> Folie ist angesagt.

ok ich bestell einen folien kondensator dazu.

grüsse und danke für die hilfe!
joachim
OP
MaWin schrieb:
> Ca. 1 Sekunde.
>
> 1uF Kondensator, 15M und 150k Widerstand.

also der kondensator macht die frequenz und das verhältnis von 15M zu 
150K ist die pulslänge, korrekt?

als beispiel, wenn ich den kondensator auf 100nF ändere, ist dann die 
frequenz ca 10Hz?

und wenn ich z.B. das verhältnis auf 15M und 1,5M ändere, wird die 
pulslänge dann 10x länger ?


MaWin schrieb:
> Ich habe es mit 1uF/63V Wima MKS2 ausprobiert.
auch aus interesse als vergleich von datenblatt und echter schaltung, 
könntest du bei deiner steckbrett schaltung mal den strom messen? also 
im ruhe zustand und im blitzmodus ? (sofern du uA messen kannst)

ist superinteressant!
grüsse und danke für die hilfe!
joachim
Gast
Alex R. schrieb:
> könntest du bei deiner steckbrett schaltung mal den strom messen

11.2uA im Schnitt und 3.2uA wenn die LED aus ist.

Alex R. schrieb:
> und wenn ich z.B. das verhältnis auf 150M und 1,5M ändere, wird die
> pulslänge dann 10x länger

Wahrscheinlich nicht, weil, wie die anderen schon bemerken, die 15M 
schon an der Grenze des Leckstroms vom Kondensator kratzen. Langsamer 
Blitzen also eher durch grösseren Kondensator.
Aber bei verkleinerung wirds schneller, passt schon. Bei ungünstigen 
Werten (vor allem der 1k (Hysterese) und 2k2 (Strom für Hysterese) 
bleibt es auch einfach mal stehen.
OP
MaWin schrieb:
> 11.2uA im Schnitt und 3.2uA wenn die LED aus ist.

also deine schaltung ist echt genial, 11uA bei blitzmodus ist fast 
"nix".
ich habe die schaltung mal ins eagle eingegeben und einige werte 
geändert, ich möchte sie so klein wie möglich bauen. einen 15M 
Widerstand konnt ich nicht finden in 0204 grösse, ausserdem wär eine 
höhere frequenz besser sofort sichtbar und auch der kondensator von der 
baugrösse her kleiner. auch den spannungsteiler hab ich etwas 
verkleinert, weil ich da bereits einige widerstände da hab, oder 
verbrauchen diese kleineren werte zuviel strom im ruhemodus?
könntest du kurz mal drüberschauen(bild) ob ich einigermassen brauchbare 
werte verwendet habe? der stromverbrauch darf im blitzmodus ruhig ein 
wenig höher sein.
grüsse und danke für die hilfe!
joachim
Angehängte Dateien:
Gast
Alex R. schrieb:
> weil ich da bereits einige widerstände da hab, oder verbrauchen diese
> kleineren werte zuviel strom im ruhemodus

Das 13-fache, 13uA statt 1uA, in Summe also 24uA und 15.2uA.
Der LED Strom ändert sich durch schnelleres Blinken nicht, allerdings 
hängt das Blinktempo von der Hysterese und diese vom Strom durch die LED 
ab und der von der Spannung der LED. Bei nicht-gelben 2.1V LEDs muss man 
also ggf. den 2k2 anpassen, sonst bekommt man andere Blinkfrequenzen 
wenn sich der Kondensator nur um 0.2V statt 0.5V umladen muss.
Gast
Bedenke, dass Blinkfrequenzen schneller als 1Hz fuer Personen unangenehm 
ist, weil es nervoes macht, wenn diese sich in der Naehe im Sichtbereich 
des Blinkens, auch erhellte Waende, aufhalten.

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