Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Bastelaktion: Akkuüberwachung mit ICL7665


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von Manfred (Gast)


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Mir kam die dusselige Idee, mal wieder etwas ohne µC zu machen.

Ein älteres Autoradio wird hier stationär betrieben, ohne Versorgung 
vergisst es seine Senderspeicher, ich will es aber nicht ständig am Netz 
haben. Für diesen Zweck hat es einen BleiGel-Akku, der leider bei 
seltener Nutzung in die Tiefentladung gerät und das verübelt. Die 
Netzversorgung, so sie denn eingeschaltet ist, kommt aus einen 
Trafo-Länsregler-Netzteil und ist auf 13,8 Volt begrenzt.

Der ICL7665 hat zwei Komparatoren für Über- und Unterspannung. Bei 
erreichen der ersten Schwelle 12,0 Volt soll die LED blinken, weiter 
runter bei 11 Volt zusätzlich eine akustische Signalisierung erfolgen.

Die Schaltung selbst soll nicht nennenswert zur Entladung des Akkus 
beitragen.

Der 4093 U3.1 schwingt mit einer Peridendauer von etwa 8 Sekunden, das 
Tastverhältnis ist per Poti einstellbar.

Der 4093 U3.2 erzeugt etwa eine Sekunde.

Aus der Kombination der beiden leitet sich ein asymmetrisches Blinken 
ab, z.B. zweimal blinken, 6s Pause, zweimal blinken ...

Set2 Undervoltage wird auf 12 Volt eingestellt und schaltet bei 
Unterschreiten dieser die Stromversorgung des 4093 ein.

Set1 Overvoltage wird so eingestellt, dass Out1 oberhalb 11 Volt low 
ist.
Out1 ist also noch low und sperrt damit U3.3 / U3.4. Unterhalb dieser 
Schwelle wird Out1 hochohmig und es soll akustisch signalisieren.

Der 4093 U3.3 ist der Oszillator um den Signalgeber mit etwa 2,2 kHz 
piepen zu lassen.

---------

Die Stromaufnahme bei 13 Volt (Ruhe) beträgt ca. 6 µA.
Die LED zieht in der Spitze 0,5 mA, aber nur, bis der 2,2µ-C geladen 
ist.
Bei aktivem Pieper sind es 5,5 mA.

---------

Die Auswahl der Bauelemente folgete im wesentlichen dem vorhandenen 
Bastelbestand:

Die Schaltung sollte in ein vorhandenes Gehäuse, diese Plastikdinger in 
der Bauform einer Leuchtstofflampendrossel gab es mal billig beim 
Pförringer Max.

Der P-FET NDP6020P darf nur 8V UGS und ist gnadenlos überdimensioniert, 
liegt hier aber in Menge in der Schublade. Mit einem anderen FET kann 
R17 entfallen, jeder beliebige P-FET mit 1 Ohm @ 10V UGS wäre brauchbar.

R14 sollte als Trimmpoti ausgelegt werden, mein Pieper hat bei ca. 2,2 
kHz eine akustische Resonanz, könnte man damit justieren und der 
nachgebastelte C9 entfiele dann.

Das Trimmpoti U6 muß kein Mehrgangpoti sein, habe ich hier aus 
Platzgründen verwendet.

Abhängig von der gewünschten Lautstärke ist das Trimmpoti R16 
verzichtbar.

Den P-FET Q3 habe ich nicht eingebaut, damit könnte man bei 
Unterspannung die Last abwerfen.

Damit ich mal nach der Spannung gucken kann, habe ich ein DVM-Modul vom 
Chinesen eingebaut, gibt es unter einem Euro. Das Ding will etwa 16 mA, 
von daher musste ein Schalter dazu.

Als LED habe ich eine pinkfarbene gewählt, leuchtet sehr gut und kam 
auch günstig aus Fernost.

Das Gebilde soll servitierbar sein, also muß die Übergabe zum Deckel 
eine Steckverbindung bekommen. Dafür braucht es drei Leitungen, Plus, 
GND und LED. Ich habe 6 Stifte gesetzt, von denen einer fehlt / 
blockiert ist, um verdrehsicher zu sein.

*So, fertig - und nun verhaut mich für meinen Unfug* .

von Hennes (Gast)


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Hallo

sieht zwar aus wie irgendwann aus den 80er Jahren - aber wenn es seinen 
Zweck erfüllt warum nicht?!
Vor allem schön anschaulich und recht leicht verständlich.
Mir persönlich würde allerdings eine SMD Variante und ein deutlich 
kompakteres Design gefallen - ohne das es dafür einen "harte" Begründung 
gibt.
Mag es halt gerne klein und optisch etwas mehr nach 2019 hin - auch wenn 
es in ein Gehäuse verschwindet und von der eigentlichen Funktion schnurz 
egal ist.

Hennes

von MaWin (Gast)


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Manfred schrieb:
> Die Auswahl der Bauelemente folgete im wesentlichen dem vorhandenen
> Bastelbestand

Hmm, Datecodes 1988 und 1990, seit 30 Jahren nicht mehr gebastelt ?

Manfred schrieb:
> nun verhaut mich für meinen Unfug

Für dich geht's ja, ist ja schön, aber wenn es jemand nachbauen will: C6 
und C7 weg, nicht ohne Grund stehen die in keinem Datenblatt, das 
oszilliert ggf. HYST vom ICL7665 nutzen, die Megaohmwiderstände von den 
MOSFET Gates reduzieren, da können schon Gate-Leckströme grösser sein, 
C5 auf 100nF reduzieren.

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