Marek N. schrieb:> ich bin grad sehr verwirrt.> Warum dieser Zusatzaufwand?
Geht mir genau so.
Sollte dann ja eigentlich funktionieren.
Ich hab noch eine kreisrunde 90cm Schüssel ( kein Offset )rumliegen, und
ein für 10GHz ATV umgestrickten LNB ( LO frequenz geändert ).
Schön dass ich es aufgehoben habe.
Das werde ich mal zusammenfrickeln und testen.
Auf so ein Projekt hatte ich ja schon zu den Zeiten von analog ATV
gewartet.
Ach mist, jetzt hab ich es rausgefunden.
Auf der FA-Seite ist ein Tippfehler. Die LO-Frequenz des LNB ist 9,75
GHz und damit mischt der das Sat-Signal zu tief runter, so dass es mit
einem normalen Sat-Receiver nicht empfangbar ist.
Schade.
Marek N. schrieb:> Die LO-Frequenz des LNB ist 9,75> GHz und damit mischt der das Sat-Signal zu tief runter, so dass es mit> einem normalen Sat-Receiver nicht empfangbar ist
... und wenn man auf die Pille des 9,75 GHz LO noch die Pille des nicht
benötigten 10,6 GHz LO draufklebt?
Der dann entstehende Resonator sollte tiefer schwingen.
Ausprobieren und Messen dürfte schneller gehen als simulieren ;-)
Marek N. schrieb:> Digitalraugliche LNBs haben aber keinen DRO mehr, sondern sind> PLL-basiert.
Habe ich auch gerade an einem Zender BX21 festgestellt :(
Da ist ein 25MHz Quarz drin.
Ich hatte hier aber noch die Platine eines alten JUNO II AE, der noch
nichtmal einen zweiten LO hat. Die Dinger gabs mal fürn Euro oder so
beim Pollin.
Auf der nackten Platine komplett ohne Gehäuse etc und 10V Speisung
schwingt dessen LO bei etwa 9,59GHz.
Durch das Annähern des Gehäusedeckels und der Abgleichschraube erhöht
sich die Frequenz und dann würde er wohl auch auf 9,75 schwingen.
Meine neue Überlegung war den Dielektrischen Resonator durch Hinzufügen
von einem dämpfungsarmen Dielektrium etwas zu vergrößern und so die
Frequenz zu senken.
Dazu kam mir die Idee einen dicken Tropfen Paraffin von einem Teelicht
zu verwenden. Dessen Dielektrizitätskonstante wird etwas über 2 liegen,
während die Keramik der Pille in der Gegend von 40 liegen dürfte.
Man kann also schon einiges an Paraffin nehmen um eine bescheidene
Frequenzänderung zu bewirken.
Gedacht getan.
Etwas von dem geschmolzenen Paraffin des Telichts auf die Pille getropft
und schon lief der LO nach dem Abkühlen bei 9,25 GHz, also tatsächlich
ca. 340MHz tiefer.
Allerdings ist die Frequenzkonstanz schlechter geworden. Vermutlich weil
beim Tropfen auch Paraffin in den Spalt unter der Pille eingedrungen ist
und die Kopplung zur Stripline erhöht hat.
Das sollte man also vermeiden und sauber arbeiten.
Wer will und die mechanischen Möglichkeiten dafür hat, kann ja auch ein
eng anliegendes Häubchen für die Pille aus PE oder PTFE basteln.
Ein Frequenzmesser oder Spekki ist für die Bestimmung der erreichten
Frequenz nicht unbedingt erforderlich, weil man dafür ja die scheinbare
Verschiebung der bekannten Astra-Frequenzen am Fernseher verwenden kann.
Umquarzen ist natürlich auch eine elegante Möglichkeit.
Mit einem handelsüblichen 24MHz Quarz sollte man bei 9,35GHz landen.
nachtmix schrieb:> Mit einem handelsüblichen 24MHz Quarz sollte man bei 9,35GHz landen.
Vertippt!
9,75 * 24/25 = 9,36GHz ist richtig.
Der besagte LNB mit dem 25MHz Quarz ist ein Zender BX21-03 mit einer
angeblichen Rauschzahl von 0,2dB.
Von Michael Kuhne gibt es noch etwas fertiges.
Zur Frage, ob ein LNB mit dielektrischem oder PLL-Oszillator läuft gibt
es leider keine Angaben beim Händler. Anscheinend sind neuere generell
mit PLL. Für den Schmalband-Transponder soll es sinnvoll sein, den Quarz
durch einen GPS stabilisierten Oszillator zu ersetzen.
Am Minitiouner fehlt noch ein DiSEqC Encoder, um einen normale
TV-Empfang zu ermöglichen. Es gibt anscheinend ein paar kleine
Mikrocontroller-Projekte, die das teilweise beherrschen. Meistens nur
für Rotorsteuerungen, nicht für den Multiswitch und die LNBs.
Auf der Seite
http://www.afug-info.de/WebSDR/
ist noch eine andere websdr Station für Es´hail2, die imho einen
klareren Empfang hat. Mit MULTIPSK kann ich damit CW einwandfrei
mitschreiben.
Ich nutze dne Link auch für den Olympiaturm München, einfach weil man
sich´s leichter merken kann als diese fürchterlich komplizierten
Direkt-URLs.
73 55 Ilja
So jetzt habe ich einen PLL-LNB.
In der CQ-DL 1-2019 ab S.16 wird der Umbau von zwei LNBs für Es'Hail-2
beschrieben, den einen gibt es von Reichelt, (steht aber nicht im
Papierkatalog), Megasat DIAVOLO TWIN für 10,95€. Die zweite F-Buchse
wird zur externen Takteinspeisung aus dem GPS-Oszillator umfunktioniert.
Im neuen "Funkamateur" 3-2019 S. 209 ist der Minitiouner kurz
vorgestellt. Die Aussage neben dem Foto ist allerdings nicht ganz
richtig, die Bauteile gibt es nur teilweise bei Conrad und Reichelt.
Für Nachbauer meine Tips dazu:
Die very-low-drop (nur 0,25V) Regler MCP1826S-3302 in TO220 hat Reichelt
nicht und sind wie gesagt bei Conrad aus dem Programm gefallen. Google
findet vor allem Mouser und Digikey. Direkte Ersatztypen sind selten,
man könnte LM/LT1086 nehmen und die Pins umverdrahten.
Den 74HC10 in DIL hat Reichelt, Conrad nur in SO-14.
Die gute alte Valvo-6-Loch-Drossel scheint ausgestorben zu sein, die
Stückliste nennt einen stehenden Ersatz "Laird 28c0236-0jw-10" Den
bieten nur die großen Distributoren, Digikey, Mouser, Arrow, Farnell.
Auch die Laird-Webseite "has moved". Würth hat ähnliche:
https://katalog.we-online.de/de/pbs/WE-UKW
Reichelt ähnliches von Fastron:
https://www.reichelt.de/breitbanddrosselspule-0-85kohm-06h-85-p1104.html
Die kleine Schaltreglerplatine soll man sich ergooglen mit "MP1584 step
down buck regulator", Lieferant nach Stückliste "ebay".
Der einzige Händler "mit ladungsfähiger Adresse" den ich gefunden habe
ist Watterott.
https://www.watterott.com/de/MP1584-Buck-/-Step-Down-3A-Adjustable-Regulator-Module
Das Hammond-Gehäuse kostet bei Conrad fast das doppelte, der Preis hängt
außerdem von der Farbe ab. Da auch die Bauanleitung vermerkt "die Farbe
hat keinen Einfluß auf die elektrischen Daten", habe ich die Alu-blank
für 16,10€ genommen.
In der Rückwand wäre noch genug Platz für Erweiterungen, z.B. für ein
Display zur DiSEqC-Bedienung.
Christoph db1uq K. schrieb:> So jetzt habe ich einen PLL-LNB.> In der CQ-DL 1-2019 ab S.16 wird der Umbau von zwei LNBs für Es'Hail-2> beschrieben, den einen gibt es von Reichelt, (steht aber nicht im> Papierkatalog), Megasat DIAVOLO TWIN für 10,95€. Die zweite F-Buchse> wird zur externen Takteinspeisung aus dem GPS-Oszillator umfunktioniert.
Ich habe hier ein Octagon Single-LNB gekauft und diesen ohne Umbau mal
an den Spiegel geschraubt. Der SSB-Bereich geht schonmal perfekt.
Was man da aber sehrschön sieht ist nicht nur die stabilität der LNB
sondern auch des SDR-Sticks
Christoph db1uq K. schrieb:> Die very-low-drop (nur 0,25V) Regler MCP1826S-3302 in TO220 hat Reichelt> nicht und sind wie gesagt bei Conrad aus dem Programm gefallen. Google> findet vor allem Mouser und Digikey. […]> Die gute alte Valvo-6-Loch-Drossel scheint ausgestorben zu sein, die> Stückliste nennt einen stehenden Ersatz "Laird 28c0236-0jw-10" Den> bieten nur die großen Distributoren, Digikey, Mouser, Arrow, Farnell.
Nur als Erinnerung:
Unter
https://www.mikrocontroller.net/articles/Sammelbestellungen(Mouser) gibt
es einen mittlerweile dauerhaften Service eines Forennutzers, wenn man
bei Mouser Kleinkram kaufen möchte.
Auch ein guter Vorschlag. Ich habe meine Bauteile soweit zusammen, aber
es wäre ja auch eine Idee für ein Bastelprojekt im Ortsverband. Dann
rentiert sich die Sammelbestellung auch eher.
Mal sehen, ob die BATC auch mal einen kompletten Bausatz herausbringt.
Es gibt übrigens noch eine größere Version, den "Minitiouner pro". Der
NIM-Tuner ist eigentlich ein Doppeltuner, von dem bisher nur eine Hälfte
benutzt wird. Der andere Ausgang ist nur auf eine Stiftleiste geführt.
Der PC wird via USB an dem Tuner angeschlossen, da steckt ein FTDI-Chip
drin der nur das Videosignal aus einer der beiden Tunerhälften von
parallel auf USB wandelt. Die USB-Klasse ist aber soweit ich weiß immer
noch ein Serial-Port. Da laufen also HDTV-Signale im Prinzip über eine
aufgebohrte RS232-Leitung in den PC.
Der Doppeltuner besteht im wesentlichen aus zwei Chips von ST, dem
Direct Conversion ZIF Tuner STV6120 und einem Channel Decoder STV0910A.
Einstellungen über I2C-Bus, beide Videodatenströme über je 11 Bit
parallel, davon 8 Datenbits, der Rest sind Handshake und Takt.
https://www.st.com/en/digital-set-top-box-ics/stv6120.htmlhttps://www.st.com/en/digital-set-top-box-ics/stv0910.html
Christoph db1uq K. schrieb:> NIM-Tuner ist eigentlich ein Doppeltuner
Wo würdet ihr den Tuner kaufen? Ich habe bisher nur die Serit-Seite in
.hk gefunden als Lieferquelle. Weder Mouser, Farnell, Digikey noch RS
können die liefern.
Oder gibt es eine alternative Quelle für die Tuner mit den von dir
angegebenen Chips?
Wäre cool.
Könnte mal bitte jemand allgemeinverständlich für Laien erklären, was
man mit dem Satelliten anfangen kann?
Elektronik know how ja, Funk know how marginal. Würde die Möglichkeiten
gerne mal verstehen.
Danke
https://de.wikipedia.org/wiki/Es%E2%80%99hail-2
Der Satellit ist erst mal ein normaler TV-Satellit für den arabischen
Staat Qatar, gebaut von Mitsubishi, im November mit einer SpaceX-Rakete
hochgeschossen. Da in Qatar ein hochrangiger Politiker Funkamateur ist,
haben Seine Excellenz beschlossen, dort auch eine kleine
Amateurfunk-Nutzlast zu installieren. Und wenn der das verlangt, wird es
auch ausgeführt.
Dieser Amateurfunk-Umsetzer hat einen schmalbandigen Bereich (250kHz
breit) und einen breitbandigen von 8 MHz. Senden muss man hier unten auf
2,4 GHz und Empfang ist auf 10,5 GHz. Für den Empfang soll eine übliche
Schüssel von 80cm..1m ausreichen, Senden ist auch mit amateurmäßiger
Ausrüstung möglich, für TV-Übertragung allerdings schon mit etwas
größeren Antennen und Sendeleistungen.
Für Sprechfunk in SSB auf 10 GHz sollte der empfangende LNB ausreichend
stabil sein, daher der Aufwand mit dem GPS-stabilisierten Oszillator.
Der Einzugsbereich reicht vom Osten Brasiliens incl Rio de Janeiro bis
östlich von Indien. USA und Japan liegen außerhalb.
Zum Minitiouner: ein Teilbausatz incl. NIM-Tuner ist von der BATC zu
bekommen: https://batc.org.uk/category/minitiouner/
Also schnell noch vor dem harten Brexit bestellen.
Das war quasi ein Zitat aus DUBUS 3-2016
"Aufgrund der Bemühungen der Regierung Katars und vor allem Deputy
Premier, HE Abdullah bin Hamad Al Attiyah, A71AU, Präsident der Qatar
Amateur Radio Society, wurde die Amateurfunk-Nutzlast für Es’hail 2
genehmigt."
HE = His Excellency
Einer der ersten Artikel zum Thema. Mit Maßzeichnungen, Simulationen und
Messungen für den Antennenfeed
Axel R. schrieb:> Könnte mal bitte jemand allgemeinverständlich für Laien erklären, was> man mit dem Satelliten anfangen kann?> Elektronik know how ja, Funk know how marginal. Würde die Möglichkeiten> gerne mal verstehen.>> Danke
Normale Satelliten mit einem niedrigen Orbit sind nur für einige Minuten
über dem Horizont sichtbar und decken nur einen relativ kleinen Bereich
ab.
Bsp.: ISS Umlaufdauer ca. 93 Minuten. Maximale Sichtbarkeit überm
Horizont ca. 10-12 Minuten. Maximal 3 bis 4 sinnvoll nutzbare Überflüge
pro Tag. Ausleuchtung nur ca. Europa.
Als geostationärer Satellit "sieht" er (Es'hail2 / QO-100) fast die
halbe Erdkugel und kann von diesen Gebieten gesehen, empfangen und
angefunkt werden.
D.h. von Brasilien bis Malaysia, von der Antarktis bis Grönland.
Und all das mit minmalem Aufwand an Hardware. Man braucht keine
nachführbare Antenne, sondern eine normale Satelliten-Schüssel mit ca.
80 cm Durchmesser, die man einmal auf 26°E ausrichtet und dann kann man
den Sat rund um die Uhr empfangen.
Die Amateurfunk-Transponder sind knapp unterhalb des kommerziellen
Bereichs.
Als Konverter reicht ein Standard-LNB (dann braucht man aber einen
Receiver, der runter bis ca. 750 MHz empfängt, z.B. SDR) oder man
modifiziert den LNB und kann dann einen normalen Satelliten-Receiver
benutzen, weil der Wideband-Downlink in DVB-S2-Format statt findet.
Uplink ist im 13-cm-Band knapp unterhalb des WLAN-Bereichs, so dass auch
hier wahrscheinlich Consumer-Hardware verwendet werden kann.
Ich hab am 14. Februar mal im WebSDR reingehorcht, wie die Bodenstation
aus Quatar mit Brasilien gefunkt hat. Telefonqualität!
Infos und Quellen:
https://amsat-uk.org/satellites/geosynchronous/eshail-2/
Christoph db1uq K. schrieb:> Zum Minitiouner: ein Teilbausatz incl. NIM-Tuner ist von der BATC zu> bekommen: https://batc.org.uk/category/minitiouner/> Also schnell noch vor dem harten Brexit bestellen.
Das Problem ist, dass man nur als Mitglied der BATC dort bestellen kann.
Also man muss sich 1 Jahr Mitgliedschaft erkaufen. Ich z.B. möchte das
nicht! Zumindest nicht wegen einem RX.
Die Abkürzung RHCP bedeutet "right hand circular polarization" also
zirkular rechtsdrehend polarisiert. Das zitierte Antennenfeedhorn kann
mit derselben Schüssel auf 2,4 GHz senden und auf 10 GHz empfangen, die
Polarisationen müssen entsprechend des Bandplans eingerichtet sein. Für
den Empfang reicht die übliche Sat-TV-Antennentechnik.
Zu den Entfernungen ein einfacher Vergleich:
Wenn man einen Globus von 24cm Durchmesser hat, dann entsprechen
2cm=1000 km (Erddurchmesser 12000km).
Die ISS und andere niedrig umlaufende Satelliten sind nur etwa 2cm über
diesem Globus zu denken, die geostationären dagegen drei
Globus-Durchmesser (36000km), im Modell 72 cm über dem Äquator.
Alex: Ich bin nicht in der BATC, allerdings seit vielen Jahren in der
AGAF, dem deutschen ATV-Club. Vielleicht konnte ich deshalb auf der
HamRadio Friedrichshafen am AGAF-Stand den Teilbausatz kaufen, ich weiß
nicht mehr ob das gefragt wurde. Der britische OM hat sich jedenfalls
mein Call notiert.
Im neuen "Funkamateur" 3-2019 S.288 werden noch weitere Web-SDR Links
genannt, ich habe den Text mal OCR-gescannt:
"In Zusammenarbeit mit AMSAT-DL installierte der British Amateur
Television Club (BATC) einen WebSDR für beide Transponder an der
Goonhilly Earth Station in Cornwall (1070jb), erreichbar unter
https://eshail.batc.org.uk
Weitere WebSDR sind in Dolianova auf Sardinien (JM490oj) unter:
http://websdr.is0grb.it:8901
ein WebSDR in Belgien (JO21hc) unter
http://188.210.92.22
und ein brasilianischer (GG56tv) unter
http://appr.org.br:8902
erreichbar."
Hier wird auch der oben genannte Politiker nochmal genauer erwähnt:
"Die Eröffnungzeremonie erfolgte durch seine Exzellenz Abdullah bin
Hamad Al Attiyah, den ehemaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten
von Qatar. Abdullah, A71AU, ist auch der Vorsitzende der Qatar Amateur
Radio Society (QARS) und Initiator des ersten katarischen
Amateurfunksatelliten."
(Ob unser Beinahe-Bundeskanzler F. Merz DK7DQ auch soviel Einfluß hätte?
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Amateurfunk-Pers%C3%B6nlichkeiten)
Christoph db1uq K. schrieb:> "Die Eröffnungzeremonie erfolgte durch seine Exzellenz Abdullah bin> Hamad Al Attiyah, den ehemaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten> von Qatar. Abdullah, A71AU, ist auch der Vorsitzende der Qatar Amateur> Radio Society (QARS) und Initiator des ersten katarischen> Amateurfunksatelliten."
Der Schreiber dieses Textes ist wohl beim Verbeugen nach vorne auf den
Kopf gefallen?
Der Schreiber des FA-Artikels ist Schweizer, die haben die Monarchie
schon zur Zeit von Wilhelm Tell abgeschafft.
Ja der Dienstweg bis zur Entscheidungsfindung ist in autoritär regierten
Staaten sehr kurz. Trotzdem freuen wir uns doch über das unverhoffte
Geschenk an die Amateurfunkgemeinde. Vielleicht macht es ja Schule und
es finden sich weitere Sponsoren für andere Ausleuchtzonen.
Ich kann die Web-SDR-Seiten nur empfehlen, die Bedienung ist sehr
einfach. Bisher ist die Belegung des Schmalbandkanals noch recht
übersichtlich, aber das wird sich bestimmt ändern.
PS. Die Wikipedia-Liste berühmter Funkamateure kannte ich vorher noch
nicht. Neben vielen Astro-/Kosmonauten und Leuten aus der
Elektronikbranche sind doch einige weitere Promis darunter.
Marlon Brando hatte ich schon gelesen, er soll in einer Talkshow mal den
Vorzug dieses Hobbies für Prominente genannt haben, man kann sich ohne
Bodyguard unter wildfremde Leute begeben.
Ich melde mich schon wieder...
Der Artikel in CQ-DL 1-2019 ab S.16 lässt noch ein paar "niederohmige
Fragen" offen, wie es ein Kollege gelegentlich formuliert. Wie öffne ich
das LNB, sodass ich es anschließend wieder wasserdicht verschließen
kann.
Hier Fotos vom Innenleben.
Das Kunststoffgehäuse besteht aus zwei Hälften und einem Spritzschutz
für die F-Stecker, der nach der Montage nach unten geschoben wird. Acht
Haltenasen/Schlaufen muss man aufbekommen, ohne sie abzureißen, was mir
nicht ganz gelungen ist. Weitere acht Spitzen sorgen für zusätzlichen
Halt.
Das Metallgehäuse ist mit sechs Torx-Schrauben Größe TX 8 verschraubt
und anschließend mit zäher weißer Pampe versiegelt. Ich habe diese Masse
mit dem 0,8mm HSS Spiralbohrer aus dem Torx-Loch gebohrt und Reste mit
einer feinen Messerspitze entfernt. Der Deckel ist auch ringsum mit
derselben Masse abgedichtet, mit dem Messer kann man ihn stückweise
heraushebeln.
Der Tuner/PLL-Oszillator ist ein "Rafael Micro RT320M", der anscheinend
auch in dem anderen beschriebenen LNB von Octogon eingebaut ist. Mit dem
Suchbegriff findet man noch mehr Es'Hailsat-Baubeschreibungen.
http://www.rafaelmicro.com/product/76http://www.pabr.org/radio/lnblineup/lnblineup.en.html#lnbtable
eine Tabelle, die Angaben zu PLL/DRO enthält
Der Quarz ist ein vierpoliges SMD-Teil, anscheinend die übliche
Pierce-Schaltung mit zwei Kondensatoren nach GND.
Ein Vergleich mit den Fotos aus der CQ-DL zeigt leider, dass hier eine
andere Platine verbaut ist. Die Information, welche Seite des Quarzes
der Oszillatoreingang ist, ist damit noch ungelöst, die Aussage im
Artikel "der untere Quarzanschluss" ist auch nicht hilfreich. Das
Datenblatt bekommt man vermutlich nur als Großkunde.
Ich habe mal 12V an der F-Buchse angelegt und mit dem Oszilloskop an den
beiden Quarzkondensatoren gemessen.
Pin 14 des RT320 oder auch der Quarzanschluß am Platinenrand haben einen
etwas verbogenen Sinus von 900mVss.
Pin 13 bzw. Quarz zur Mitte hin hat 980mVss mit sauberem Sinus.
Nicht sehr eindeutig, der Tastkopf verändert ja auch noch die
Bedingungen, aber das größere Signal müßte der Ausgang sein, also eher
Pin 13.
Noch ein sehr einfacher Umbauvorschlag nur für den TV-Empfang:
Den 25MHz-Quarz ersetzen durch 24MHz. Reichelt hat fünf verschiedene
SMD-Größen im Katalog, da sollte einer genau passen.
Die PLL vervielfacht die Frequenz um den Faktor 390, d.h. die
Zwischenfrequenzen wandert um 390 MHz nach oben, von ca. 740 auf 1130
MHz, das liegt gut im Empfangsbereich eines TV-Satellitenempfängers.
Für SSB reicht die Stabilität natürlich nicht.
Blöde Frage, aber darf Klasse 3 eigentlich über Es'hail-2 funken?
Im Netz finde ich leider widersprüchliche Angaben.
Der sagt, 13 cm ist Tabu für DO-ler:
http://dh2mic.darc.de/afu-kurs/pdffiles/qrg.pdf
Ah cool, danke!
Sorry, meine Prüfung ist 20 Jahre her, damals gabs gerade den Übergang
von C-Lizenz zur Klasse 3 und geprüft wurde noch nach dem Fragenkatalog
von 1988. Da durfte ich noch Landeskenner von Ostblockstaaten lernen,
die es gar nicht mehr gab ;-)
Frauchen arbeitet nämlich in der Raumfahrt und ich wollte ihr damit die
Klasse "E" schmackhaft machen nach unseren regelmäßigen
ISS-Empfangsversuchen.
Gut 5 W werden nicht für DATV reichen, aber für die
Schmalband-Transponder alle Mal.
Außerdem soll ja so ein WLAN-Korb [1] bis zu 24 dBi haben, damit kann
man zumindest ordentlich Kabeldämpfung kompensieren.
73!
[1]
https://www.wlan-shop24.de/24GHz-WLAN-24dBi-Grid-Richtantenne-Wetterfest
So eine linear polarisierte WLAN-Antenne habe ich auch noch, aber leider
ist die Empfangsantenne am Satelliten rechtsdrehend zirkular
polarisiert, man hat also 3dB Verluste zusätzlich. Ob es ausreicht, dem
Gitter einen Zirkularstrahler vorzusetzen? Die Gitterstäbe sehen dafür
nicht so gut aus.
Mit meinen Empfangsversuchen bin ich noch nicht viel weitergekommen. Auf
dem Spektrumanalyzer ist der Rauschsockel vom LNB bei 740 MHz schon
ziemlich abgefallen. Ich vermute, das ZF-Filter im LNB ist da etwas zu
steilflankig, ich sollte es also mindestens auf den 24MHz-Quarz umändern
oder gleich den GPSDO benutzen.
Im Spektrum gibt es übrigens eine gute Frequenzmarke. Der obere LO des
LNB mischt sich mit dem unteren auf etwa 865 MHz (?) herunter und ist
deutlich zu sehen.
Christoph db1uq K. schrieb:> Ob es ausreicht, dem Gitter einen Zirkularstrahler vorzusetzen?
Eine Helix vielleicht? Die ist ja relativ einfach aufzubauen.
Das Gitter ist für die "falsche" Polarisationsebene ziemlich
weitmaschig.
Ich überlege gerade, wo der obere LO genau schwingt, zum Rafael-Tuner
gibt es ja leider keine Unterlagen. Der untere LO hat 390*25MHz=9750MHz,
der obere müsste bei ganzzahligem PLL-Teiler entweder 424*25=10600 oder
425*25=10625 haben, das wären 850 oder 875 MHz als Mischprodukt.
Vielleicht liegt er auf halber Strecke dazwischen, oder die
Frequenzanzeige an meinem Analyzer ist zu ungenau. Die Anzeige ist
eigentlich nur aus der YIG-Spannung abgeleitet.
Mich würde vor allem schmalbandiges TV interessieren. Auf dem Webradio
im Breitbandspektrum war neulich neben der ständigen breitbandigen Bake
noch ein Signal mit der Angabe "250kS/s" beschriftet zu sehen.
Für die Sendeausrüstung am Boden wird eine Schüssel von 2,4 m
Durchmesser und 100 Watt Sendeleistung empfohlen, aber das gilt
vermutlich für breites DVB-S2.
Zur minimalen Ausstattung habe ich noch keine Angaben gelesen. Das
schmalbandigste Signal, das auch der Minitiouner noch darstellt, scheint
125kS/s zu sein.
Ich hätte eine Schüssel von 1,2 m und eine ATV-Endstufe mit ca. 10 Watt,
allerdings damals für FM-TV benutzt, ob die linear genug ist weiß ich
nicht. Da wäre wahrscheinlich eine größere Investition nötig.
Einen IQ-modulierbaren 13cm-Oszillator habe ich noch, hier ist er
beschrieben:
http://www.df9ic.de/doc/2002/dorsten_2002/dorsten02.pdf
Die zugehörige DVB-S-Aufbereitung von SR-Systems ist auch schon über 15
Jahre alt und vermutlich nicht so weit herunter skalierbar.
Marek N. schrieb:> Normale Satelliten mit einem niedrigen Orbit sind nur für einige Minuten> über dem Horizont sichtbar und decken nur einen relativ kleinen Bereich> ab.> Als geostationärer Satellit "sieht" er (Es'hail2 / QO-100) fast die> halbe Erdkugel und kann von diesen Gebieten gesehen, empfangen und> angefunkt werden.> D.h. von Brasilien bis Malaysia, von der Antarktis bis Grönland.
Hmm, "normale" Fernsehsatelliten verwenden m.W. eine Antenne, die grob
gesehen nur auf ein einzelnes Land wie z.B. Deutschland zielen. Natür-
lich hat man da einen weichen Übergang im Randbereich, aber der Pegel
wird immer niedriger je grösser der Abstand zur Grenze ist. Ist das
beim "Amateurfunksatelliten" anders?
Harald W. schrieb:> Ist das> beim "Amateurfunksatelliten" anders?
Offensichtlich hat man sich Mühe gegeben, den gesamten „ausleuchtbaren“
Bereich abzudecken. Es wurde jedenfalls von Verbindungen zwischen bspw.
Brasilien gleich zu Anfang berichtet, welches schon arg am Rand des
erreichbaren Bereichs liegt.
Wenn ich mir den I/Q-Modulator so ansehe, damit ließe sich ein sehr
einfacher SSB-Sender für den Schmalbandbereich von QO-100 bauen. Ich
muss endlich meinen Breitbandphasenschieber fertig entwickeln:
https://www.mikrocontroller.net/articles/Hilbert-Transformator_(Phasenschieber)_mit_ATmega
heute würde ich "Arduino" schreiben, der sollte das genauso können wie
damals ein ATmega 48.
den müsste man nur noch an die beiden Modulatoreingänge anschließen und
hätte einen SSB-Sender nach der Phasenmethode direkt auf der
Endfrequenz.
Im "Funkamateur 1/2019 S.60-63 gab es ebenfalls einen I/Q-Modulator mit
demselben Modulatorchip AD8346 den Henning schon 2002 benutzte. Als
Oszillator wird eine Einchip-Lösung mit ADF4351 vorgeschlagen (nicht auf
der Platine), Damals waren es noch ein PLL-Chip LMX2331 und ein
integrierter VCO MAX2753.
Als Software für den TV-Sender benutzt er "Portsdown":
https://wiki.batc.org.uk/The_Portsdown_Transmitter
der mit einem Raspberry Pi 3 arbeitet.
Oben abgebildet die beiden IQ-Modulatorplatinen.
Mittlerweile habe ich "Portsdown" näher betrachtet. Die Sampleraten
reichen von 88kS/s bis 4MS/s. Hier einige Bilder zu 88kS/S:
http://www.vivadatv.org/viewtopic.php?f=78&t=457
120 kHz Signalbandbreite, das geht sogar noch im 2m-Band.
Der Raspi kann anscheinend Video-Testbilder erzeugen und als I/Q-Daten
an den Modulator abgeben, ausserdem kann man die Raspi-Kamera benutzen.
Die Version von 2018 hatte einen eigenen IQ-Modulator, 2019 wird ein
"LimeSDR" benutzt, der digitales Video vom 2m-Band bis >3 GHz ausgeben
kann.
Hallo Christoph.
und Oscar-100 Enthusiasten.
Ich spiele gerade mit dem ADAML-Pluto
und kann mir vorstellen das damit DVB-S
für den Es'hail2 mittels GnuRadio gut
erzeugbar ist.
In diesem Zusammenhang ist das u.g. YT
Videos interessant.
https://www.youtube.com/watch?v=idW3ysqvMno
wie auch die GRC github URL for DATV-Empfang
https://github.com/LamaBleu/Pluto-DATV-test.
Was mir noch fehlt ist ein Entsprechender
13cm Verstärker der 2-4W RF Leistung nacht.
Habe auf die schnelle noch nichts in der
Bucht für kleines Geld beim China-Mann gefunden.
Markus
Nachtrag,
für die die mit Docker vertraut sind, bietet
sich ein Schnelleinstig zum ADALM-Pluto über
die beiden Links:
https://github.com/va1da5/docker-gqrx-plutohttps://github.com/va1da5/docker-gnuradio-pluto
Hallo Christoph,
danke für die Infos zu den Halbleitern.
https://www.mouser.de/Search/Refine?Keyword=TQP91https://www.mouser.de/ProductDetail/Qorvo/TQP9111-PCB2600?qs=sGAEpiMZZMsnnjF5aXV%2FXnE3eCdjC97pvAwjr2ipc3w%3Dhttps://www.mouser.de/Search/Refine?Keyword=MMZ25
Zu dem TQP9111 gibt es auch ein Dev Board.
Zwei von dieser Sorte (2x 115€+MwSt.) und man hätte
3-4Watt bei 13cm.
Ansonsten muss man sich selber eine PCB nach dem
Vorbild des Dev-Boards designen und könnte
bei zwei Stück für ca. 40€ + PCB-Kosten eine kleine
PA für 13cm realisieren.
Hat jemand eine bessere und preisgünstigere Alternative
parat?
Für die Anhebung der < 0dBm des ADAML-Pluto gibt es kleine
Platinchen in der Bucht, die für 13cm geeignet sind.
Der Empfang kann ja über die diversen Web-SDRs gemacht
werden, für die ersten Versuche.
Hat eigentlich schon jemand Versuche zur Frequenzstabilität
des Pluto-Boards gemacht?
Markus
Die Abkürzung ACPR aus den Datenblättern von NXP musste ich erst
ergooglen:
"Adjacent Channel Power Ratio" also Abschwächung der Nebenaussendungen
im Nachbarkanal, hier mit -48dBc angegeben.
Es wäre interessant, wie weit man unter dem 1dB-compression-point
bleiben muss, um ein halbwegs sauberes SSB- oder Digital-TV-Signal zu
erhalten. Beim TV wird soweit ich weiß erst mal der Rauschsockel neben
dem digitalen Nutzsignal höher.
Im oben genannten "dorsten02.pdf" ist das auf Seite 12 zu sehen
"Einseitiges Leistungsspektrum ohne und mit nichtlinearer Verzerrung"
Danke für den Verweis auf die Drift des ADALM-Pluto.
Hat noch keiner den Oszillator getauscht um bessere
Ergebnisse zu erzielen?
Aber das ist wohl eher ein Thema für einen separaten
Thread.
Markus
Ich habe mal die oben erwähnte Zweibandantenne aus DUBUS 3-2016 genauer
angeschaut.
Die scheint "aus dem Vollen gefräst" zu sein, mit Wandstärken von 6mm,
das muss doch etwas amateurmäßiger möglich sein. Für 13cm hat das Rohr
einen Innendurchmesser von 112 mm, koaxial darin untergebracht ein Rohr
mit 20 mm innen.
Es gibt (z.B. im Bauhaus 2m lang, gebraucht werden knapp 20cm)
Regenfallrohr aus Alu mit 100 mm außen, das könnte noch passen, die
Wandstärke ist gering. Ein Alurohr mit 20,5mm innen / 23,5 außen gibt es
dort auch.
Im Artikel wird ein LNB von SPC (SPCR5300F) benutzt, dessen
Gesamtverstärkung (mit Umsetzung auf ZF) von 60dB bei 10,8 GHz auf nur
noch 20dB bei 10,55 GHz abfällt. Das entspricht auch meiner Beobachtung
des Rauschsockels auf dem Spektrumanalyzer beim Megasat-LNB. Ich hoffe,
dass das meiste davon auf ZF-Ebene passiert, das wird durch den anderen
Quarz beseitigt. Sollte allerdings ein Eingangshochpass schuld sein,
wäre dort ein Umbau nötig, was hier bei SPC tatsächlich nötig war.
Der Artikel aus DUBUS ist mit "SPCR5300F" zu finden auf "researchgate",
aber Firefox zensiert die Seite.
Hier ist es als PDF nachzulesen:
https://mafiadoc.com/a-simple-s-x-dual-band-coaxial-feed-for-satellite-communication-_5a5c71471723dd0b6a3dbd14.html
So, die Alurohre habe ich gekauft. Das Regenfallrohr ist ziemlich dünn,
im Regal hatten mehrere Exemplare Dellen.
Diese Konstruktion mit zwei Hornstrahlern ineinander scheint nicht so
weit verbreitet zu sein. Wenn man das PDF auf DIN A3 ausdruckt, sind die
Zeichnungen sehr maßgenau 1:1.
Meine Rohrdurchmesser stimmen nicht ganz mit dem Vorbild überein, das
Innenrohr im Original 33mm hat jetzt 35 und das Außenrohr hat innen
nicht 112mm sondern etwa 99. Damit verändert sich die
Hohlleiterwellenlänge, und ich muss die Einspeisepunkte und Gesamtlänge
ändern. Nur der innere Rundhohlleiter für 10,4 GHz hat fast die
korrekten 20mm. Ich vermute, statt vier Einspeisungen könnten auch zwei
ausreichen, damit kann man die 90 Grad Phasenunterschied nur mit
Kabelstücken erreichen. Die Rundheit der zirkularen Polarisation dürfte
sich verschlechtern.
Meine Messtechnikausstattung für Antennen ist sehr überschaubar.
Ich kann die Eingangsreflexion mit dem mini-VNA messen, der Abgleich
dürfte bei der Wobbelgeschwindingkeit etwas länger dauern.
Eine Messung des Richtdiagramms könnte ich mit Signalgenerator und
Spektrumanalyzer über ein paar Meter Meßstrecke versuchen.
Ich schon wieder - es wäre schön, auch die Erfahrungen anderer zu lesen.
Es muss ja noch nicht alles funktionieren, das Thema hat so viele
Aspekte.
Zur Sendeendstufe habe ich nochmal gesucht. Transistoren für C-Band
Linearendstufen um die 10 Watt sind anscheinend immer noch eine teure
Angelegenheit. Typische Abnehmer sitzen eher beim Militär oder im
Mobiltelefonmarkt. Hohe Ausgangsleistungen findet man noch für Radar,
aber das sind nur Impulsaussendungen mit relativ langen Sendepausen
dazwischen. Aktuelle Typen "auf Anfrage", selten mal Einzelpreise um 300
Dollar. Da sind die oben genannten 2 Watt um die 20 € noch billig.
https://www.tech-inter.eu/products/composants-component/amplificateurs/
Ein französischer Gemischtwarenladen für Hochfrequenzbauteile.
die führen z.B. Macom
MAAP-010169 10 W Power Amplifier 2 - 6 GHz +41 dBm Saturated Output
Power, also etwas über 10 Watt Sättigungsleistung
MAAM26100-P1 GaAs MMIC Power Amplifier 2 - 6 GHz P1dB=28dBm etwas mehr
als 5 Watt
FLM2527L-20F L-Band Internally Matched FET, schon älter (2002 ?): P1dB =
43.0dBm (Typ.) Broad Band: 2.5 ~ 2.7GHz Impedance Matched Zin/Zout =
50Ω
usw.
http://www.sedi.co.jp/products/download.html?version=en
ein japanischer Hersteller z.B. "GaN auf SiC", klingt wie ein
Gourmet-Rezept. Sämtliche Preise auf Anfrage.
FÜr meine 120cm-Schüssel muss ich noch ein paar Euro in
Edelstahlschrauben und Alu-Profil anlegen, der hat noch keine Halterung.
Ob Rastislavs Feed auch für eine Cassegrain-Antenne taugt?
Beitrag "Re: Suche Wellen Adapter "ding" ?"
hier mein Versuch vor einigen Jahren dazu, aber ich werde das Feed doch
eher vor die Schüssel setzen.
Ich will mal provisorisch ein "Polarmount" aus Gerüstmaterial
zusammenstellen. Dazu muss die Drehachse für die Schüssel parallel zur
Erdachse stehen. Bei meinem Breitengrad sind das 49,5 Grad Schräge in
Nord-Süd-Richtung, also etwas steiler als 45 Grad.
The story continues...
Wie befestigen die Profis so eine Schüssel? Ich habe das mal so geplant,
ein Sechseck aus Alu-U-Profil mit 3mm Wandstärke mit M8-Schrauben und
dahinter ein großes Alublech (6mm Riffelblech), was ich beides gestern
gekauft habe. Auf das Blech wird dann mit zwei Mastschellen ein 42mm
Antennenmastrohr geklemmt, dann sehe ich weiter.
Die Multiplikation Länge mal Breite mal Quadratmeterpreis war an der
Kasse ein Problem, das erst nach zwei Stornierungen klappte. Die
Schlange hinter mir wurde immer länger. Dem Quadratmeterpreis nach muss
das Blech aus mindestens 24-karätigem Aluminium bestehen.
Um mir die Cassegrain-Lösung offenzuhalten, muss ich in das Blech noch
ein 10cm-Loch beißen, das wird noch etwas Zeit kosten.
Inspiriert von den vielen Berichten, habe ich bei meiner letzten
Bestellung einfach mal ein Megasat HD-Profi Single LNB für ein paar Euro
mit in den Warenkorb gelegt.
Öffnen ließ sich das Gehäuse leider nicht zerstörungsfrei. Wie haben die
das da nur hineinbekommen? Die Kappe vorn ist einfach mit Silikon
fixiert.
Die Elektronik ist mit drei Schrauben ohne lästigen Kleber befestigt.
Der Mixer ist ein 3566E DQ512 und eben der 25 MHz Quarz.
Welchen Quarz muss ich nun vorsehen, um die gewünschte Änderung zu
erzeugen?
Ich habe am Sonntag ein QSO von Micha DL2DC mitgehört als er mit einem
HB9er fachsimpelte da ging es um Frequenzstabilität. Und ich muss sagen
für mich kam er klar und deutlich und ohne störende SSB typische
Geräusche. Eventull hab ich noch den Mittschnitt auf dem Mac.
ich glaube wenn da einer Ahnung hat dann der.
73
GQRX war bisher ok, aber seit es gqrx-sdr heißt, stürzt es bei mir mit
einer Fehlermeldung ab (Ubuntu 18.10). Mit derselben Hardware unter Win
7 und mit SDR-sharp funktioniert es noch wie gewohnt.
Ichg habe hier keinen SDR, daher kann ich es auch nicht nachvollziehen,
aber zuhause kommt auf dem Netbook eine Fehlermeldung und auf dem großen
PC klappt auch etwas nicht mehr.
Hier wenigstens die Auswahlliste:
getDeviceList : Available input devices:
"RFSPACE SDR-IQ Receiver"
"RFSPACE SDR-IP Receiver"
"RFSPACE NetSDR Receiver"
"RFSPACE Cloud-IQ Receiver"
"hw:HDA Intel,0"
"hw:HDA Intel,2"
"default"
"RTL-SDR Spectrum Server"
"Red Pitaya Transceiver Server"
"Complex Sampled (IQ) File"
und zwischen LNB und SDR-Stick muss eine Einspeiseweiche, ich habe sowas
von Reichelt, Axing mit drei F-Buchsen.
Moin Christoph,
bemühe mal die Google-Bildersuche mit "mount parabolic dish" - da
findest Du einige Anregungen für Halterungen auch größerer
Parabolspiegel.
Ein 42mm-Mastrohr ist nach meiner Erfahrung zu dünn für einen Spiegel
mit 120cm Durchmesser: so fest lassen sich die Mastklemmen kaum
anziehen, daß nicht bei etwas kräftigerem Wind sich der Spiegel
verdreht. Bei größeren Einspannlängen wird die Antenne zudem
möglicherweise im Wind schwanken. Ein 60mm-Vierkantrohr wäre besser
geeignet.
Ja das mit dem Verdrehschutz muss ich mir noch genauer überlegen. Es
muss ja nicht gleich das Drehgestell eines Baggers oder Panzers sein,
wie es in den letzten Funkamateur- und CQ/DL-Heften mit
EME-Yagi-Antennen zu sehen war.
Für die genaue Polar-Mount Ausrichtung habe ich eine kleine
Winkelwasserwaage, die sich aber höchstens auf ein bis zwei Grad genau
einstellen läßt, und für die Südrichtung werde ich das Satellitenbild
von Google-Earth benutzen. Der Winkel zwischen Hauswand und Ost-West
läßt sich da gut ausmessen. Statt der Wasserwaage ginge noch ein
Senkblei, ein rechter Winkel und das Klappmeter. Pythagoras und ebene
Trigonometrie des rechtwinkligen Dreiecks sollte ich noch hinbekommen.
Da wir hier etwa 4000km oberhalb der Äquatorebene liegen (der
Nordpol-Radius ist ca. 6100km) würde die Schüssel auch um den Betrag
über den Satelliten weg zielen, wenn sie genau parallel zur Erdachse
befestigt ist. aber auf 38000 km Entfernung muss dieser Fehler ein
kleiner Winkel sein, den man einfach ausgleichen kann.
Wenn du vor deiner Hütte parkst frag dein Navi nach den Koordinaten.
Dann nimm Dir ein Stück Papier und male es 1 / 200 000 auf
einmal aus Polarer Sicht, so erhältst du den horizontalen Winkel
und
einmal aus äquatorialer Sicht (von 90° zu deinem Längengrad) geblickt,
dann erhältst du den vertikalen Winkel.
Namaste
Hier ist ein Artikel mit dem theoretischen Rüstzeug:
https://www.yumpu.com/de/document/read/10981619/polarmount-antennen-dreh-antennen-fur-satelliten-tele-satellite-/3
.
In einer Ausgabe der cqDL irgendwann in den Jahren 1985 bis 1987 haben
zwei Funkamateure ihr Projekt einer 3m-Parabolantenne mit Polarmount für
den Empfang geostationärer TV-Satelliten beschrieben. Ich kann mich aber
nicht erinnern, ob dort etwas über die Ausrichtng der Drehachse stand.
Es war aber eine Grafik enthalten, die den jeweiligen Winkelfehler beim
Schwenk der Antenne über den "geostationären Ring" von Horizont zu
Horizont beschrieb.
Danke für den Link, aber Yumpu ist fies, kein Druck möglich.
http://www.tele-satellite.com/deu/TELE-satellite-1207/files/assets/basic-html/toc.html
hier kann man sich es seitenweise (ab Seite 140 unter "Inhalt" zu
finden) anschauen und zumindest als Einzelseite in PDF ausdrucken. Die
CQ-DL werde ich mal suchen.
Ich überlege, ob ein Zaunpfahl aus 40mm verzinktem Vierkantrohr
ausreicht. Zur Materialdicke ist leider nichts gesagt, ich werde ihn
nachher mal anschauen.
https://www.bauhaus.info/zaunpfosten/kraus-zaunpfahl/p/23795066
Aber wie befestige ich den wieder am Rest? Der verdreht sich jedenfalls
nicht gegenüber der Schüssel, eher reißt etwas ab.
Winfrieds Navi-Verfahren verstehe ich nicht ganz, ein Navi im Stillstand
kann keine Himmelsrichtung aus den GPS-Daten ermitteln. Entweder ist
noch ein Kompasssensor eingebaut (im metallenen Auto vermutlich
ungenau), oder man muss ihn ein paar Meter bewegen, um aus den
Standortunterschied die Bewegungsrichtung zu errechnen.
> Winfrieds Navi-Verfahren verstehe ich nicht ganz, ein Navi im Stillstand> kann keine Himmelsrichtung aus den GPS-Daten ermitteln. Entweder ist> noch ein Kompasssensor eingebaut (im metallenen Auto vermutlich> ungenau), oder man muss ihn ein paar Meter bewegen, um aus den> Standortunterschied die Bewegungsrichtung zu errechnen.
Das GPS liefert den eigenen Standort mit geografischer Länge und Breite.
Mehr nicht, aber damit sind zwei wichtige Winkel festgelegt, die des
eigenen Standortes.
Fehlen die des Satelliten, geostationär bedeutet senkrecht über dem
Äquator die Länge ist teil der Satellitenparametern.
Die Differenzen zwischen Satellitenstandort und eigenem Standort sind
die
Winkel welche die Basis zur geometrischen Berechnung der
Antennenausrichtung bilden.
Mit einem Winkel und 2 Seiten ist ein Dreieck definiert.
Zwei Dreiecke werden benötigt Zusammen mit Erdradius und Satellitenhöhe
haben wir die Seiten.
so können beide Dreiecke massstabgerecht konstruiert werden und die
beiden gewünschten Winkel gemessen oder errechnet werden
Ich würde zeichnen und den Winkelmesser nehmen bevor ich rechnen wollte.
Namaste
Ein paar Fotos zu meiner Schüsselhalterung.
Die Polarmount-Achse, hier ein 42mm Antennenrohr, muss wie gesagt
parallel zur Erdachse stehen, bei mir also 49,5 Grad (mein Breitengrad)
bezogen auf den Boden, etwas steiler als 45 Grad, und in
Nord-Süd-Richtung, das sind bei mir etwa 15-17 Grad nach Osten laut
Google-Hausansicht von oben.
Laut satlex.de brauchen die beiden Satelliten auf 8 und 9 Grad Ost
(meine Südrichtung und der höchste Punkt auf der Kurve über dem
Horizont, auf dem die Satelliten aufgereiht sind) 33,3 Grad Elevation.
Für die Schüsselfläche und Halterung rechne ich einfacher mit (90 Grad
minus 33,3 =) 56,7 Grad. Damit muss die Schüssel (56,7-49,5 =) 7,2 Grad
steiler als die Polarmount-Achse stehen.
Um das Dual-Feedhorn zu montieren habe ich zwei Schellen für
Regenfallrohre mit Schrumpfschlauch (Akkupack-Größe) übereinander
verbunden und mit vier Aluprofilen etwa 5 cm über dem Brennpunkt
befestigt (3* T-Profil 15,5*15,5mm und ein U-Profil, darin soll das
Koaxkabel verlaufen). Den Vierkant-Nagel an den Schellen habe ich
abgeflext.
Den Brennpunkt habe ich schon vor Jahren mit 43cm über dem Schüsselboden
vermessen. Dazu sind hier noch zwei Aluklebestreifen auf der Schüssel zu
sehen. Mit einem Laserpointer in Antennenstrahlrichtung auf die Antenne
leuchtend quer darüberbewegt muss sich auf einem Stab in Antennenmitte
irgendwo treffen.
Zunächst werde ich nur ein LNB zum Empfang provisorisch anbringen.
Die 7 Grad Unterschied habe ich teilweise durch die Montage der
Halteschellen oben und unten auf unterschiedlichen Seiten den beiden
schmalen Bleche gelöst. Nachmessen mit der Winkelwasserwaage ergab aber
immer noch 6cm die aufzufüttern waren, hier meine Lösung mit einem
Reststück Alu-Rechteckprofil. Das hatte ich mal für
23cm-Interdigitalfilter benutzt.
Die Winkelangaben sind nur mit der Irfanview-Zeichenfunktion aus dem
Foto ausgemessen, ebenso habe ich das Google-Bild auf Südrichtung
ausgemessen.
Durch die krummen Kurven des Parabols und die Winkel sind die meisten
Schrauben irgendwie schräg montiert. Langlöcher und Unterlegscheiben
lösen das Problem. Die beiden verzinkten 40mm Quadratrohre stammen von
einem halbierten Zaunpfahl 175cm lang.
So könnte ich immer noch auf Cassegrain umsteigen, ich fürchte aber,
dass der Reflektor für 13cm etwas klein ist. Der ist eher für 10 GHz
geeignet.
Ich bin zwar immer noch mit Antenne und Empfänger beschäftigt, will aber
schon mal erste Ideen für einen Sender skizzieren.
Dabei denke ich an einen Einplatinen-SSB-Sender für 13cm, Mikrofon rein,
Antenne raus, das ganze auf einer Europakarte.
Fangen wir mal am Ausgang an.
Die Idee zu zwei 2-Watt ICs parallel finde ich auch gut. Je einen
Rat-race als powersplitter/-combiner und zwei der NXP-Teile. Eine
Kühlung über das exposed-Pad auf der Unterseite muss sein, für den
handgelöteten Aufbau wäre ein großes Lötauge mit bis zu 2,5mm
Durchmesser das einfachste. Für maschinelle Bestückung ist das
allerdings ungünstig, üblich sind hier viele Vias nebeneinander zur
GND-Unterseite. Das ist aber mit Lötkolben sehr schlecht zu löten.
Um die Leiterbahnen schmal zu halten wäre dünnes FR4 zweckmäßig, solange
man keine Microstrip-Filter plant. Eine kurze Berechnung mit einem
Microstrip-Web-Rechner ergab für eine 50 Ohm-Leitung bei 1 mm dickem FR4
immer noch 1,85mm Breite, 0,8mm-Material braucht 1,47mm und für 0,5mm
Dicke noch 0,9mm. Das ganze für ein Epsilon von 4,3 und 35µm Cu. Die ICs
haben einen Pinabstand von 0,5mm.
NXP hat auch noch eine Detektordiode drin, damit könnte man eine
Aussteuerungsanzeige bauen. (z.B. LM3916+10er-LED-Balken).
Der IQ-Modulator AD8346 hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, AD hat
inzwischen auch durch den Kauf von Hittite und Linear Technology einige
im Programm. In der Tabelle sind elf Typen für >2,5GHz zu finden. Der
ADL5375 hat einen größeren Frequenzbereich, bessere Werte für Rauschen
und Seitenbandunterdrückung, allerdings auch eine zehnfache
Stromaufnahme. Aber Batteriebetrieb mit großer Schüssel auf einem
Fieldday dürfte die Ausnahme sein. Auch die etwa 15 dB mehr
Ausgangsleistung sind nicht zu verachten. Preise sind etwa gleich,
Einzelstück irgendwo unter 10€ plus Zusatzkosten.
Als Oszillator dürfte der ADF4350 oder 4351 noch aktuell sein. Für eine
sehr schnelle Frequenzabstimmung sollte man aber vielleicht etwas
anderes nehmen. Zum Wobbeln soll er zu langsam sein. Reichelt hat den
ADF4350 im Programm. Für die Einstellung via SPI wäre damit ein
Mikrocontroller mit Drehgeber und Textdisplay nötig.
Am Eingang des IQ-Modulators kommt dann je nach Einsatzzweck ein
DATV-IQ-Signal z.B. aus dem Raspi mit dem Portsdown-Projekt, oder ein
Mikrofonsignal das mit einem Breitbandphasenschieber aufgesplittet wird.
Die Schnittstelle könnte man umschaltbar ausführen.
Für den Phasenschieber gibt es die altbekannten analogen Methoden, z.B.
RC-Polyphasen-Netzwerk oder die "Dritte Methode" nach Weaver mit
zweifacher Umsetzung auf eine niedrige Zwischenfrequenz und
Rückumsetzung, also vier Mischer und ein sin/cos-Generator.
Oder eben die digitale Signalverarbeitung, ich denke das müsste mit dem
ATMega328 machbar sein, der so nebenbei noch Drehgeber, Display und SPI
übernimmt. Aber wenn jemand so etwas auf ARM oder ähnlichem
programmieren möchte, bitteschön her damit.
Für das Mikrofon habe ich bei Reichelt noch den SSM2166 gefunden, mit
Dynamikkompressor und Noisegate, das verhindert eine Übersteuerung des
Senders.
Aber wann das Realität wird - ich bitte um weitere Vorschläge.
Zwischendurch will ich mal zeigen, wie das Spektrum vom LNB aussieht,
mit dem "RF-Explorer" gemessen. Der kann maximal 600 MHz breit anzeigen,
reicht aber bis 2,7 GHz.
Hier das LNB an einem normalen 60cm-Offsetspiegel und noch um 2,4 Grad
zu weit östlich. Wenn man das mal geschafft hat, findet man auch
EsHailSat2.
Das Amateurband wäre ganz links bei etwa 740MHz.
Diese Winkelanzeige habe ich mir groß ausgedruckt, die Horizontale
verläuft parallel zum Balkongeländer oder der Hauswand.
Im Spektrum sieht man für 14V Betriebsspannung die einzelnen vertikal
polarisierten Transponder als Buckel, und darunter mit 18V die dazu
versetzten horizontal polarisierten, beides etwa zwischen 950 MHz und 2
GHz. Für den oberen Empfangsbereich müsste man noch 22 kHz einspeisen
oder DiSEqC verwenden.
Da ein RTL-SDR maximal etwa 3 MHz als Spektrum zeigt, findet man damit
weniger als einen Transponder. Man muss ihn daher zum Ausrichten der
Schüssel auf eine bekannte Sendefrequenz einstellen. Auf EsHailSat
bietet sich z.B. der Breitbandbeacon oder eine der Baken im
Schmalbandbereich an.
Es gibt auch eine Software zu RTL-SDR, die langsam gewobbelt ein
breiteres Spektrum darstellt.
https://www.rtl-sdr.com/tag/spectrum-analyzer-2/
Stefan M. schrieb:> Auf so ein Projekt hatte ich ja schon zu den Zeiten von analog ATV> gewartet.
Was passiert wenn man über EsHail2 ein analoges TV-Signal senden würde
anstatt diesem DVB-S? Das muss der Sat doch problemlos umsetzen können?
Dann ist aber der eine Breitbandkanal fast vollständig belegt. 8 MHz war
früher die Kanalbandbreite für AM-TV im UHF-Bereich. FM-TV ist noch
breiter.
Wieso lässt sich mit der großen Schüssel so schwer ein Signal finden?
Ein Grund könnte der schmalere Öffnungswinkel sein
https://en.wikipedia.org/wiki/Parabolic_antenna#Beamwidth
Der 3dB-Winkel ist gleich "ca 70 * Wellenlänge / Durchmesser"
Für 10,4 GHz und 60cm Durchmesser also:
Wellenlänge = 300/10,4 = 28,85mm
Öffnungswinkel = 70 * 28,85 / 600 = 3,36°
und für 1,2m Durchmesser die Hälfte = 1,68°
Da die Signale im Spektrum nur wenige dB über dem LNB-Rauschen liegen,
muss man also schon ziemlich genau zielen.
Im "Funkamateur" 5/2019 S. 492 steht ein kurzer Artikel "OSCAR-100
fotografiert"
Die Fotos gibt es hier, etwas weiter unten auf der Seite:
https://www.qrz.com/db/dk6ae
"In einer sternenklaren Nacht wollte ich mal versuchen den Satellit
ES'HAIL 2 zu fotografieren."
An dieser Position stehen wie üblich mehrere Satelliten, die mit dem
Teleskop als einzelne Punkte zu erkennen sind.
An zwei Tagen im Jahr kreuzt die Sonne die Äquatorebene, an Frühlings-
und Herbstanfang. Dann stehen Sonne, Erde und Satellit auf einer Linie
und es gibt eine "Satellitenfinsternis". Da die Satelliten etwa 1/10 der
Mondentfernung haben, muss auch der Erdschatten dort etwa die 10-fache
Mondgröße haben. Haben diese Satelliten dafür Pufferakkus an Bord? Die
Solarzellen sind ja dann abgedunkelt.
So, ich habe mich entschieden, erst mal eine Art Probeaufbau mit den
alten Baugruppen zu versuchen. Arduino und IQ-Modulator mit Display und
Drehgeber sollen ein paar Milliwatt auf 2,4 GHz produzieren.
Außerdem will ich mich in Kicad einarbeiten, ein erster Versuch sieht
schon ganz gut aus. Da Reichelt überraschenderweise einen Vorteiler bis
26 GHz hatte (ADF5000, "nur begrenzte Stückzahl") und noch ein HMC363
(Teiler /8 bis 12 GHz) in der Bastelkiste lag, habe ich eine Platine
dazu angefangen.
https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/ADF5000.pdfhttps://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/hmc363.pdf
Ich habe nochmal versucht, das Portsdown-Projekt zu begreifen. Die
Entwicklung scheint ursprünglich auch von einem französischen OM zu
stammen. Auf Github dürfte dazu mehr zu finden sein.
https://github.com/F5OEO/rpidatvhttps://wiki.batc.org.uk/RpiDATV
Das BATC-Wiki beschreibt kaum etwas zur technischen Funktion. Da erfährt
man hauptsächlich, was man kaufen und wie einrichten soll. Ein paar
Schaltpläne sind das einzig hilfreiche. Anscheinend kommen mit der
Software aus dem Raspi3 PWM-modulierte I/Q-Signale auf zwei GPIO-Ports
heraus, alle anderen Anschlüsse dienen nur zur Bedienung der
umfangreichen Einstellmöglichkeiten. Die I/Q-Signale werden nur noch
tiefpassgefiltert und gehen dann auf den Modulator.
Die ursprüngliche "2018"- Version konnte ohne Zusatzhardware maximal 1,3
GHz bedienen, und entpricht im wesentlichen den älteren Entwicklungen
für D-ATV mit I/Q-Modulator.
Die "2019"-Version hat alles geändert, das meiste erledigt jetzt ein
Lime-SDR mini für ca. 200€. Der kann etwa 30 -3800 MHz durchgehend
erzeugen und wird nur über USB angesprochen, anscheinend auch die
I/Q-Signale. Davor sitzt wie bisher ein Raspi3.
Als Kamera dient entweder die "originale" Raspi-Kamera oder man nimmt
einen Video-Grabber mit analoger TV-Kamera, den man am Raspi über USB
anschließt.
Im Wiki steht die Info, ein 13cm-Sendeendstufe, die in SSB 50 Watt
liefert, solle für TV maximal mit 15 Watt ausgesteuert werden, sonst
sind die Verzerrungen zu groß. https://wiki.batc.org.uk/Power_amplifiers
Christoph db1uq K. schrieb:> Das BATC-Wiki beschreibt kaum etwas zur technischen Funktion. Da erfährt> man hauptsächlich, was man kaufen und wie einrichten soll. Ein paar> Schaltpläne sind das einzig hilfreiche. Anscheinend kommen mit der> Software aus dem Raspi3 PWM-modulierte I/Q-Signale auf zwei GPIO-Ports> heraus, alle anderen Anschlüsse dienen nur zur Bedienung der> umfangreichen Einstellmöglichkeiten. Die I/Q-Signale werden nur noch> tiefpassgefiltert und gehen dann auf den Modulator.
Ich habe vor einigen Monaten einem Beitrag von Hubertus, DC1OP
beigewohnt, der auch den Beitrag im FA 1/19 verfasst hat.
So wie ich verstanden habe, erzeugt der Raspberry bzw. die Software
darin nur einen Bitstrom für I und Q. Dabei gibt es nur 0 (bzw. -1) und
1, da DVB-S nur BPSK und QPSK unterstützt. Die nachgeschalteten Filter
dienen der Impulsformung, um aus den "rechteckigen" Bits spektral
geschmeidige Symbole zu erzeugen.
Das muss ja dann eine ziemlich hohe Bitrate sein.
Das BPSK oder QPSK braucht aber auf jeden Fall lineare Endstufen, da es
eine Phasen- und Amplitudenmodulation darstellt. Die Filter sollten etwa
Gausscharakter haben.
In der Beschreibung zu der Software wundert mich, dass man das Bild
schon aus dem Bitstrom eines der beiden Signale auf 430 MHz empfangen
kann, wie funktioniert das denn?
"Plug a wire on GPIO 12, means Pin 32 of the GPIO header : this act as
the antenna. Length depend on transmit frequency, but with few
centimeters it works for local testing." Pin 32 ist laut Schaltplan der
I-Ausgang.
Aber der wird anscheinend umgeschaltet auf RF-output
https://wiki.batc.org.uk/PTT_and_band_switching#Summary_of_GPIO_connections
Pin 32: "I output / "Ugly" and RPITX RF output"
Für eine einzige Samplerate wäre es also möglich, den Raspberry ohne den
Rest zu betreiben und nach zwei Tiefpässen einen eigenen IQ-Modulator zu
benutzen. Den Touchscreen für die Bedienung sollte man schon haben. Es
gibt aber auch einen "console mode", der den Touchscreen ersetzt.
Im letzten TV-Amateur war ein Artikel zur einfachen Erzeugung eines
Testbilds, das dann der Rapsberry gesendet hat, die Hardware dazu war
schon aus älterer Zeit vorhanden. Der Minitiouner empfing das ganze
wieder.
Testbilder gibt es auf Wikipedia da fehlt nur das eigen Rufzeichen, z.B.
https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Television_test_patterns?uselang=de#/media/File:Philips_PM5544.svg
Den Link zum Raspi-Testbildprogramm sollte ich noch nennen:
https://github.com/saarbastler/TestPatternGenerator
Aus dem Artikel von Hans-Jochen Fries DK1MG im "TV-Amateur" Nr.192
S.13-16
Er hat sich auf der selben HamRadio Friedrichshafen den
Minitiouner-Teilbausatz gekauft wie ich. In der nächsten Version soll
das Testbild noch einen nervigen 800Hz Ton bekommen, wie es sich für ein
ordentliches Testbild gehört.
Demnächst ist wieder HamRadio:
https://www.hamradio-friedrichshafen.de/
21.-23.Juni, ich werde wie immer dort sein. Es gibt mehrere Vorträge zum
Thema EsHailSat.
Christoph db1uq K. schrieb:> Das BPSK oder QPSK braucht aber auf jeden Fall lineare Endstufen, da es> eine Phasen- und Amplitudenmodulation darstellt.
Nö.
BPSK ist FM in Reinform, QPSK ist auch nicht so weit weg (nur die
Phasenumschaltung passiert nicht nur bei 0 und 180° sondern auch
dazwischen).
so hatte ich das in Erinnerung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Quadraturphasenumtastung#%CF%80/4-QPSK
"Bei herkömmlicher QPSK besteht das Problem, dass der Übergang zwischen
zwei diagonalen Sendesymbolpunkten in der komplexen Ebene durch den
Nullpunkt führt. Das bedeutet im Übergang zwischen diesen diagonalen
Sendesymbolen eine Absenkung der Amplitude, der sogenannten
Einhüllenden, auf praktisch null."
Christoph db1uq K. schrieb:> so hatte ich das in Erinnerung:
Weshalb man normalerweise ja auch eine O-QPSK implementiert, die hat das
Problem nicht, und die Endstufe muss auch nicht (allzu) linear sein. Die
Phasensprünge will man sowieso nicht 1:1 haben, denn sie würden eine
sehr große Bandbreite benötigen, ein Filter ist also sowieso danach
Pflicht.
Full-Ack!
So habe ich das auch in Erinnerung, dass man bei QPSK die Symbole für I
und Q zeitversetzt ausgibt, damit das komplexe Symbol nur auf dem
Einheitskreis rotiert und eben nicht "durch Null springt".
Wird ja auch bei GSM und EDGE so gemacht und da sind sie die Endstufen
in den Handies aus Effizientgründen alles andere als linear.
Oh Mann, eigentlich hatte ich den Kammeyer schon ganz weit nach hinten
im Regal gestellt ;)
Marek N. schrieb:> Wird ja auch bei GSM und EDGE so gemacht und da sind sie die Endstufen> in den Handies aus Effizientgründen alles andere als linear.
Das müssen sie dann erst für die schnelleren Modulationen wieder werden,
OFDM oder QAM codieren halt ganz viel Information in der Amplitude.
> Oh Mann, eigentlich hatte ich den Kammeyer schon ganz weit nach hinten> im Regal gestellt ;)
Ich habe sowas nie ernsthaft gelehrt bekommen, aber so allmählich
verstehe ich zumindest die Grundbegriffe davon. ;-)
Ja den Kammeyer habe ich auch als sehr praxisgerecht in Erinnerung.
https://www.google.com/search?tbm=bks&q=kammeyer
jedenfalls eine Empfehlung wenn man das lernen soll.
Auf dem Einheitskreis ist aber Wunschdenken (tschuldigung Jörg), 70,7%
stimmt eher. Ich dachte, die HDTV-Normen hätten das längst zugunsten
effizienterer Modulationsarten beiseite geräumt.
Christoph db1uq K. schrieb:> Wunschdenken (tschuldigung Jörg),
Steht mir halt zu. :)
> Ich dachte, die HDTV-Normen hätten das längst zugunsten effizienterer> Modulationsarten beiseite geräumt.
Ist halt die Frage, was du als „effizient“ ansiehst. Die kann man ja
einerseits als Wunsch nach hohen Bitraten bei geringer Bandbreite
ansehen, dann bist du beim dem, was WLAN oder LTE machen. Oder aber du
willst möglichst gute Empfindlichkeit haben, dann benutzt du eben keine
Amplitudenkomponente (FSK, BPSK, QPSK) und ggf. noch eine Spreizung
(zusätzliche Redundanz).
Disclaimer: von D-ATV habe ich nicht die leiseste Ahnung. Allerdings bin
ich beruflich QPSK-Anwender.
KDK war mein Prof!
Ich war das letzte Semester, welches bei ihm Diplomarbeit geschrieben
hat xD
Mittlerweile hat er sogar nen eigenen Wikipedia-Artikel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Dirk_Kammeyer
MIMO und OFDM fand ich sogar einfacher, als Entzerrer.
Im neuen DUBUS-Heft 2-2019 S. 11-21 wird ein weiterer Dual-Band Feed
beschrieben, hier ist der Artikel im Web nachzulesen:
https://uhf-satcom.com/blog/patch_antenna
"designed and modelled with CST Studio (student edition)"
Wieder in der Mitte der Hohlleiter für das 10GHz-LNB, außen dieses Mal
eine zirkular polarisierte Patchantenne, wie sie auch Gunthard Kraus
beschrieben hat:
http://www.gunthard-kraus.de/Vortrag_Weinheim/Bensheim_2011.pdf
Christoph db1uq K. schrieb:> Im neuen DUBUS-Heft 2-2019 S. 11-21 wird ein weiterer Dual-Band Feed> beschrieben, hier ist der Artikel im Web nachzulesen:> https://uhf-satcom.com/blog/patch_antenna> "designed and modelled with CST Studio (student edition)"
Könnt ihr mir mal bitte auf die Sprünge helfen, welche Kantenlänge hat
der Patch? 55,3 oder 65,5?
> Wieder in der Mitte der Hohlleiter für das 10GHz-LNB, außen dieses Mal> eine zirkular polarisierte Patchantenne, wie sie auch Gunthard Kraus> beschrieben hat:> http://www.gunthard-kraus.de/Vortrag_Weinheim/Bensheim_2011.pdf
Das ist laut Zeichnung ein Quadrat von 65,5 mm Kantenlänge, an dem zwei
Ecken abgeschrägt sind. Was ist daran mißverständlich?
Gunthards Antenne ist auf Teflon-Platinenmterial mit Epsilon_r 3,38
gebaut, während hier Luftdielektrikum und ein größerer Abstand zur
Massefläche besteht. Außerdem ist die Massefläche nicht viel größer als
das Patch. Aus diesen Unterschieden folgen anscheinend fast doppelt so
große Abmessungen.
Er hat es mit Sonnet berechnet, und modelliert das Patch aus drei
Rechtecken und zwei Dreiecken.
Um mit der alten IQ-Modulatorplatine weiterzukommen habe ich den SPI-Bus
zur PLL angeschaut.
Die Frequenzeinstellung lief damals mit einem Windows-Programm
"fwtool.exe" und einer Konfigurationsdatei über eine Batchdatei oder
Kommandozeile. Die Konfigurationsdatei ist ähnlich unübersichtlich wie
xml, irgendwo wird die Frequenz in MHz eingetragen, derzeit noch
1291MHz.
Da zwar die Hardware veröffentlicht ist (siehe oben "dorsten02.pdf),
aber zur Software nichts bekannt ist, möchte ich aus den SPI-Bits vor
allem ablesen, mit welcher Vergleichsfrequenz die PLL benutzt wurde.
Der LMX2331 hat vier Register zu je 20 Bit Nutzdaten plus zwei zur
Adressierung des Registers. Der Chip enthält zwei PLLs, davon ist nur
eine benutzt, also wären nur 2*20Bit nötig. Hier ist unten das Datenbit
und oben der Übernahmeimpuls zu sehen, ich muss noch herausfinden, wozu
8 Übernahmepulse dienen.
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen...
Ich werde wohl doch den alten Logikanalyzer HP1660 aus der Gruft holen
müssen, mit dem Digitalscope ist das sehr langwierig.
Jedenfalls wird der 4MHz-Quarztakt durch 16 geteilt, damit ist die
Vergleichsfrequenz 250 kHz, viel zu grob für SSB.
Phasendetektorpolarität positiv, hoher Ladestrom, und der 1-Bit Ausgang
ist als Lock-detect benutzt.
Wenn du willst, kannst du mir das Ding auch gern in einen Briefumschlag
stecken und zusenden. Die Deutsche Post hat ja eine Brieflaufzeit von
einem Tag. Ich sichere dir zu, dass ich es sofort nach Erhalt an einen
LA klemme, die Impulsfolge für dich aufzeichne und ihn danach umgehend
zurücksende. Da ich von dir schon viel nettes Engagement im Forum
gesehen habe, würde ich auch ein normales Briefporto übernehmen –
lediglich Kosten für Einschreiben oder Paket nicht mehr, falls du das
wünschst.
Danke, aber ich denke die bisher erlangte Info reicht mir erst mal.
Ich merke immer deutlicher dass eine PLL eben kein DDS ist. Die Stufen
für SSB sollten ja maximal etwa 100 Hz betragen und das geht eben nicht
ohne DDS.
Aus dem Datenblatt folgt, dass ich mit einer Phasenvergleichsfrequenz
von 10kHz schon das Ende der Möglichkeiten erreiche, der maximale
RF-Teiler (durch 262143) erlaubt für die QO100-Frequenzen 9,191kHz bzw.
9,156kHz (nur Schmalbandbereich) als Phsenvergleichsfrequenz. Der
Ref-Teiler macht dann etwa 6MHz-Sufen, ist also auch keine Hilfe. Selbst
wenn der Quarz auf die zulässigen 40 MHz erhöht würde wären das immer
noch 600kHz-Stufen.
Das einzige Hilfsmittel wäre, einen DDS-Generator anstelle des Quarzes
einzuspeisen.
Kann der ADF4350 eine höhere Auflösung, oder habe ich da dasselbe
Problem?
So langsam verstehe ich auch die geniale Schaltung meines Icom IC245E
von 1977/78. Die PLL machte 10kHz-Stufen, für 100Hz SSB-Stufen war ein
DA-Wandler aus einzelnen Widerständen zusammengebaut, ich meine im
BCD-Code angesteuert. Eines der ersten PLL-Amateurfunkgräte damals. Die
Stufe von 9,9 kHz auf die nächste 10 kHz PLL-Stufe wurde mit einem
Trimmpoti abgeglichen. Der DA-Wandler zog den Mischerquarz, mit dem das
Oszillatorsignal auf 0,5...2,5MHz heruntergemischt wurde (ohne
Frequenzteiler). Da das MOS-IC der PLL nicht mehr als 2,5 MHz konnte,
wurde für das doppelt so breite amerikanische 2m_Band ein zweiter
Mischerquarz umgeschaltet.
Andererseits: 10kHz/2,4GHz sind 4ppm, da muss ich zum Feinabgleich den
Quarz nur mit dem Fön anpusten.
Christoph db1uq K. schrieb:> Die Stufen für SSB sollten ja maximal etwa 100 Hz betragen und das geht> eben nicht ohne DDS.
Sollte schon gehen, aber man braucht eine fractional-N-PLL.
> Kann der ADF4350 eine höhere Auflösung
Der hat meiner Erinnerung nach genau eine solche. Ich müsste aber auch
nochmal ins Datenblatt gucken.
Stimmt,
https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/ADF4350.pdf
"Fractional-N synthesizer and integer-N synthesizer"
Wird vermutlich etwas Rechenarbeit im Arduino erfordern, um die Frequenz
im Klartext anzuzeigen.
Bleibt trotzdem die Temperaturabhängigkeit. Die stört also nicht nur
beim Empfang auf 10 GHz sondern auch beim Sender, wenn auch nur 1/4
davon. Ein GPS-Normal ist nicht unbedingt nötig, wenn man einen guten
TCXO hat.
Christoph db1uq K. schrieb:> Ein GPS-Normal ist nicht unbedingt nötig, wenn man einen guten TCXO hat.
Sofern man den TCXO nicht gerade an der Antenne in der Sonne
unterbringen muss.
Andererseits sollte ein GPS-basiertes Normal auch kein Problem mehr groß
sein. Habe mir mal paar billige u-blox-basierte GPS-Module aus China
bestellt: du kannst den PPS-Ausgang problemlos auf andere Frequenzen
einstellen. Sinnvollerweise sollte die eingestellte Frequenz sich durch
ganzzahlige Teilung von 24 MHz ableiten lassen, also 10 MHz geht nicht
(viel Jitter), 1 MHz geht problemlos. Damit könntest du dann bei Bedarf
einen VCTCXO nachziehen.
Ja den Umbauvorschlag mit einem TCXO im LNB habe ich irgendwo gelesen,
das scheint mir auch nicht sinnvoll. Die Idee, ein Twin-LNB zu nehmen
und in die zweite F-Buchse das Oszillatorsignal aus dem wohltemperierten
Haus heraus einzuspeisen, ist zweckmäßiger.
Damit stehen die nächsten Schritte fest. Ich werde den LMX2331 auf 10
kHz Vergleichsfrequenz einstellen, und das Loopfilter entsprechend etwa
um den Faktor 25 tieferlegen. Statt 470nF also etwa 10µF und statt
2*220pF jetzt 10 nF, das wird schon stimmen.
Die Teilerwerte kann ich binär berechnen und nur für die Anzeige dezimal
umrechnen, damit ist der Arduino nicht überfordert.
Mit einem Sinus oder besser zwei sin/cos-Schwingungen (Zweitonmessung)
könnte ich schon die Träger- und Seitenbandunterdrückung ausmessen.
Ich habe einen C-Band.Konverter, der setzt 2,4 GHz in den
Empfangsbereich eines Satellitenempfängers um, damit ließen sich die
Signale von 13cm auf dem HP-Spektrumanalyzer betrachten, der hat
schmalbandigere Filter als der RF-Explorer.
And now for something completely different...
Ich habe mir das Portsdown 2018 Projekt nochmal angeschaut, also den
Raspi3 als Digital-TV-Encoder, für terrestrische Aussendung oder auch
für den Breitbandbereich von QO100.
Man braucht dazu noch die Raspi-Kamera und einen Touchscreen, den
"offiziellen" 7 inch oder einen 3,5 inch von Waveshare:
https://wiki.batc.org.uk/Portsdown_Displays
Dazu gibt es eine Hardware, die aus Tiefpassfiltern und anschließendem
IQ-Modulator besteht. Der Schaltplan besteht aus drei PDFs:
https://wiki.batc.org.uk/images/5/5b/PdFM_V2_Sht_1.pdfhttps://wiki.batc.org.uk/images/3/35/PdFM_V2_Sht_2.pdfhttps://wiki.batc.org.uk/images/8/88/PdFM_V2_Sht_3.pdf
Das digitale I und Q Signal aus dem GPIO wird zunächst mit (über
Analogschalter umschaltbaren) Tiefpässen gefiltert. Die schmalbandigen
Bitraten mit zwei LTC1269-7:
https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/15697fs.pdf
ein linearphasiger, mit Widerstand auf eine Grenzfrequenz einstellbarer
Tiefpass 10.Ordnung, und die breiteren Bitraten mit passiven LC-Filtern.
Im Schaltplan stehen zwei Tabellen dazu.
Dann muss man auf der SD-Karte des Raspi ein Raspbian Stretch Lite
installieren und nach einer Anleitung darauf noch weiteres Daten von
Github. Das soll etwa 1 Stunde dauern, danach sendet der Raspi auf 437
MHz aus einem GPIO-Pin ein Testbild, das z.B. zur ersten
Funktionskontrolle eines Minitiouner dienen kann. Das Readme.MD ist
angehängt.
Für Digital-TV über EsHailSat ist etwas mehr Aufwand nötig als für SSB.
Eine grobe Abschätzung:
SSB benötigt etwa 3 kHz, für das schmalbandigste TV schreibt F6DZP im
oben genannten Link:
"SR 88kS/s= 120 kHz de bande passante!"
das wäre also die 40-fache Bandbreite. Hat man für SSB eine
60cm-Schüssel und 1 Watt Sendeleistung, dann bräuchte man z.B. 10 Watt
und eine 120cm-Schüssel (vierfache Fläche) für 88kS/s
Noch eine Idee: "Echokompensation"
https://de.wikipedia.org/wiki/Echokompensation
Wenn man das in SSB ausgesendete Sprachsignal um die Laufzeit von etwa
1/4 Sekunde verzögert vom Empfangssignal subtrahieren könnte, wäre es
möglich während der Aussendung Zwischenrufe zu erkennen.
Es ist sehr störend, wenn man sein eigenes Geschwätz mit dieser
Verzögerung im Kopfhörer anhören muß.
Falls noch von Interesse,
habe den WLAN Booster aus CN mittlerweile bekommen.
"2.4GHz 8 Watt EP-AB003 Wifi Wireless Breitband Verstärker"
Siehe angehängtes PDF.
Bekomme z.Z. mit meiner Testansteuerung nur ca. 2W am Output.
Der Booster braucht ca. -7dBm am Eingang, damit er in den TX
Modus umschaltet (LED leuchtet im TX Fall grün, im RX Fall rot).
Mit -3dBm (meines SA und einem 20dB VV liefert das Teil die
besagten 2W HF. Die Gain liegt bei ca. 13-16dB je nach Frequenz.
Der Aufbau sieht sehr professionell aus, siehe Bild von dem
Innenleben.
Falls jemand auch damit experimentieren möchte, ist die Ebay-Id
im PDF Header zu finden.
Das Teil hat 40€ gekostet und kommt in meinem Fall aus Belgien.
Markus
Im Funkamateur 8/2019 Seite 787 steht "...der bekannte chinesische
8W-WiFi-Breitbandverstärker nur 10 dB Verstärkung erbrachte..." (der
Konverter davor hatte auch nur 10mW statt angeblichen 100mW).
Ich meine, in Achims Vortrag auf der HamRadio hatte er auch ein Foto des
8W-Verstärkers gezeigt.
Verstehe ich Deine Angaben richtig: -3dBm plus 20dB wären +17 dBm am
PA-Eingang und 2Watt sind 33 dBm am Ausgang, also 16 dB Verstärkung,
immerhin 6dB mehr als der OM im FA.
Hallo Christoph, Wolfgang und Mitleser,
ja das verstehst Du soweit richtig!
Ich bin heute etwas weiter gegangen und habe noch einen
Pre-Amp. vorgeschaltet. (siehe Anhang)
Konnte damit und mit Hilfe des TG im SA (-20dBm - 0dBm)
ein Signal für den Booster von bis zu +27dBm erzeugen, wobei
der TG mit einem 10dB ATT abgeschlossen war.
Beide Gainblocks (SBB5089Z) bringen kaskadiert mit +5V Versorgung
+37 bis 40dB Verstärkung (bei 2,4GHz sind es 37dB).
Bei 2,2GHz liefert der Booster 43dBm bei 2,4GHz knapp 40dBm.
Allerdings fängt ab Pegeln von -5dBm am TG die Kompression an,
will heißen eine Erhöhung vom Eingangspegel um 1dB führt nicht
zum gleichen Anstig am Booster-Ausgang. Das sind -5-10+37=+22dBm
am Booster Eingang. Somit liegen die brauchbaren Ausgangs-Pegel
bei +33dBm bis +36dBm mit einer gewissen spektralen Reinheit.
Die Oberwellen muss ich im QLR ermitteln, da ich meinen 26GHz
SA nicht noch aus dem Keller hervor kramen wollte.
Der Booster besitzt eine pegelabhängige RX/TX-Umschaltung, die
ab ca. -7dBm bis -5dBm (frequenzabhängig 2,3GHz+-200MHz) in den
TX-Mode umschaltet.
Mit höheren Eingangspegeln wird auch bei < 2,1GHz und > 2,5GHz
in den TX-Mode geschaltet. Allerdings sinkt dort die Gesamt-
verstärkung.
Diese Umschaltung verwendet ein 2.3GHz+- SMD Filter, so daß sie nur
innerhalb dieses Filterbereiches die RX/TX-Umschaltung veranlasst.
Diesen Schaltungsteil muss man deaktivieren, damit er dass
CW/SSB Signal nicht verstümmelt, wenn der Pegel gerade geringer ist.
Ich wollte gerade meine Messkurven dranhängen, muss das aber auf
Morgen verschieben, da ich mir gerade meinen USB-Stick zerschossen
habe auf dem die PNG's drauf waren.
Scheinbar zerschießt mein SA das Filesystem vom Stick, wenn man
Bilder abspeichert und der Stick zu voll ist.
Mein Recovery läuft gerade, vielleicht kann ich die Bilder noch retten,
dann kommen sie noch heute Abend.
Markus
Ich arbeite gerade an einem komplett-Transverter.
Also auf der einen Seite mit einem 2m Gerät (max. 10W) rein, auf der
anderen Seite gibts dann einen 13cm Ausgang (2-3W) und einen Eingang für
ein LNB.
Der Umbau mittels TCXO (0.5ppm) funktioniert übrigens super, kein
Problem dsbzgl.
LG
Arno, was für Filter verwendest Du um die Spiegel-ZF
zu unterdrücken.
Sind 70cm nicht eventuell besser geeignet, sofern man beide
Bänder in SSB bedienen kann?
144MHz(Tx+ATT) + 2256MHz(Lo) ==> 2.4GHz (aber auch 2112MHz)
Sind die 2112MHz ausreichend weit weg um z.B. das TX-Signal
auf den o.g. Booster zu geben, oder hast Du ein mehrstufige
Umsetzung im Kopf.
Hast Du paar Bilder zur Hand.
Markus
Anbei die versprochenen Messungen zum Thread von 22 Uhr.
Eingangsleistungen am Booster von +27 bis +17 dBm
Das letzte Bild hat einen Span von 1000MHz.
Die beiden VV (SBB5089Z) wurden mit 5V/80mA betrieben.
Der Booster bekam 12V, wobei zwischen 10V und 14V durch
den internen Regler der Output unverändert bleigt.
Die Oberwellen muss ich noch messen (wahrscheinlich Morgen,
wenn im QRL Zeit verfügbar wird). Kann daheim nur bis etwas
über 3GHz messen.
Markus
Hallo
Vielen Dank!
Sollte ich wirklich mehr Leistung benötigen werde ich mir wohl diese PA
kaufen:
https://www.sg-lab.com/AMP2400/amp2400.html
Ein Bekannter OM hat sie bestellt, kostet wohl ca. 130 Euro, allerdings
mit ca. 6 Wochen Lieferzeit.
Ich denke aber nicht, dass man tatsächlich 20W benötigt, immerhin hieß
es vor einigen Jahren auch, dass man mindestens einen 1m Spiegel
benötigt, wurde mir jedenfalls gesagt.
Am WebSDR hört man auch immer wieder Leute mit 2-5W.
Leidergottes gibt es fast keine PA ICs oder FETs für diesen Bereich die
mit 5 oder 12V auskommen, das Segment über 1W sind fast nur mehr FETs
für Basistationen die 32V und mehr benötigen.
LG
scala dei (lat.) = Leiter Gottes
Von den Bulgaren (oben steht am Tab "Stoyanov & Gramatikov Ltd.") habe
ich bisher schon von den 23cm-Geräten gelesen, jetzt also auch was für
den Satellit für 13cm. Einen Transverter von 70cm auf 13cm gibt es schon
etwas länger:
https://www.sg-lab.com/TR2300/2300%20MHzTransverter_V1.4b.pdf
Die Leistung braucht man eher für DATV, vor allem wenn man wirklich
breites HD-TV senden möchte.
Die 2Watt-ICs von NXP oder Qorvo scheinen die Leistung nur sehr kurz
abgeben zu können, das ist eher ein theoretischer Wert, auch wenn im
Datenblatt nicht direkt etwas dazu steht. Die Diagramme hören spätestens
bei ein paar hundert Milliwatt auf. Aus 5V mehr Leistung an 50 Ohm zu
liefern ist auch ohne Transformation (mit entsprechend höherem Strom)
kaum möglich.
Ich meine, das ist genau der Sender der in Funkamateur 8/2019 Seite 787
zur Ansteuerung diente und laut Autor nur 1/10 der angegebenen Leistung
hatte.
Ich zitiere mal wörtlich, es ist alles etwas knapp formuliert:
"Bereits Anfang Juni gelang Bernd Hannemann, DHI1ND ... eine Verbindung
über den Transponder QO-100 mit lediglich 100 mW...Obwohl der
eingesetzte portugiesische Converter von DXpatrol statt den
spezifizierten 100 mW nur 10 mW lieferte und auch der bekannte
chinesische 8-W-WiFi-Breitbandverstärker nur 10 dB Verstärkung
erbrachte, kam eine Verbindung ... zustande.
Ein fünfminütiges, zusammen mit DD7LP erstelltes Video über die
Aktivität kann man bei YouTube unter http://youtu.be/gqrb1rQW9Uw
anschauen."
Kann also eine Fehlmessung, bedauerliches Einzelschicksal oder zu
optimistische Herstellerangaben bedeuten.
Der 8W Verstärker hat 2x 2,5W ICs drin. Er kann also nur max. 5W
liefern. Vielleicht haben die Chinesen einfach die Antennengain
dazuaddiert für ihre 8W.
Bei meinem ist nur eine rote dauerleuchtende LED drin. Da muß ich ja
gleich das Werkzeug holen....
@Abdul,
schau Dir bitte mal mein PDF von Thread "23.07.2019 15:04"
an, falls nicht schon passiert, da kannst Du dass Innenleben
des Boosters sehen.
Hast Du eventuell einen Chip-Namen/Typen von den Endstufen
parat?
Markus
Anmerkung:
Habe noch einen Fehler in meinem letzten PDF Schaubild/Messung
gefunden. Dort ist der externe Att. von 10dB/8W/4GHz am SA Eingang
nicht im SA als Addon-Pegel auf den gemessenen Booster-Pegel
eingestellt.
Die violette Boster-Mass-Kurve muss um 10db nach ober verschoben
werden. Sorry für die Verwirrung. Die Messungen im Thread vom
"24.07.2019 09:51" haben dies im SA eingetragen und da habe ich einen
20dB/10W/4GHz Att. am SA Eingang verwendet.
https://tbspace.de/qo100eshail2.html
"The EDUP EP-AB003 has a claimed output power of 8W and realistically
delivers about 2W."
https://www.george-smart.co.uk/2019/03/limesdr-edup-pa/
Modifikationsvorschlag
"to achieve a theoretical +39 dBm (8 W) output, we would need to input
+26 dBm (0.4 W) input."
Aber noch nirgends eine Typangabe zu den 16pol. quadratischen ICs.
Abdul, wie heißen die?
Anscheinend gibt es auf Twitter noch Diskussionen mit Messungen, von Jan
SP5GDM und Rico PA3RVG.
Es sind jedenfalls dieselben Verstärker YP242034, eventuell ein
Vorläufermodell. Damals war man noch etwas bescheidener, 5 Watt soll es
abgeben:
https://detail.1688.com/offer/44966240002.html
unten immerhin Messkurven, ein Foto des Messaufbaus und das gezeigte
Blockschaltbild.
@Christoph,
ausgehend von den 1,5A Verbrauch bei 12V würde
die Schaltung 18W Pwr verbraten. Bei 35% WG wären
das immer noch 6,3W HF (wahrscheinlich übersteuert).
Less es 5W sein, dann habe ich eine Erklärungsproblem,
was ich da gemessen habe 10W+X.
Werde heute nochmals messen. Diesmal krame ich meinen
HP8562B SA herus um einen Vergleich zu der Siglent
Messung mit dem SSA3000X zu haben.
Da ich noch keinen Slot am Messplatz im QRL bekommen habe,
werde ich es vorerst mal mit meinem Equipment messen.
Markus
Ich habe Deine Messungen noch nicht so genau angesehen, kommt
tatsächlich mal mehr heraus als behauptet?
Achim hat auf der HamRadio auch berichtet, dass einige Leute über QO100
mit ordentlicher Leistung senden, aber schwer verständlich seien, weil
ihre Endstufe übersteuert. Ich stelle mir die eigene Kontrolle etwas
mühsam vor, weil alles eine viertel Sekunde später zurückkommt.
Ich weiß von einem anderen OM, dass 2W an einer WLan Yagi absolut
ausreichend sind.
Immerhin gibt es ja noch das Bodengestützte LEILA(?) System welches zu
starke Träger auch wegpiepen könnte, ich weiß allerdings nicht, ob das
derzeit aktiviert ist.
LG
Hab ihn aufgemacht und eine Zweifarben LED gefunden, daraufhin die
Eingangsleistung erhöht und siehe da, ein Farbwechsel von rot auf grün
erfolgt.
Also hatte das Ding nie genug Eingangspower und das erklärt, warum meine
Versuche immer schiefgingen den Verstärker am WLAN-Router zu betreiben.
Ich habe keine genauen Meßmittel für Absolutpegel, aber mit 80mW reicht
es nicht für eine Sendeumschaltung.
Da die Router alle auf 100mW begrenzt sind, stellt sich die Frage wie
das Ding überhaupt am Markt untergebracht werden sollte??
Mittlerweile habe ich einen China D6 SNA. Der liefert irgendwas um die
0dBm als Testsignal. Dahinter steckte ich einen 20dB
Breitbandverstärker, dann den 8W Verstärker, dann über einen 30dB
Attenuator zurück zum D6. Der D6 hat (noch) einen Designfehler in der
Eingangsstufe, da hat er nur 25ohm. Als Ergebnis zeigt er eine
Gesamtverstärkung von knapp unter 0dB. Der D6 war
Kabeldurchgangskalibriert.
Beim Dauertest wird der Verstärker dann aber unangenehm warm!!
Ne so gute Lupe um die Chipbezeichner abzulesen, hab ich auch nicht. Ich
las das mal irgendwo im Internet. Da war der Typ angegeben.
Das werden Wilkinsonsplitter sein und dann kommen noch die Verluste für
die TX/RX Umschalter hinzu.
Komischerweise sieht das Innenleben wirklich sehr professionell aus!
Da neuere WLAN-Modi auf linearer Modulation basieren und wegen der
Oberwellen, darf das Teil auch nicht über dem üblichen Kompressionspunkt
betrieben werden. Also ist dessen Eigenverstärkung für volle Ausnutzung
deutlich zu niedrig.
Vielleicht ist er für 250mW WiFi ausgelegt?
Wie sieht die Verstärkung im Empfangsweg aus? Die meisten Router sind
relativ taub.
Abdul K. schrieb:> Da die Router alle auf 100mW begrenzt sind, stellt sich die Frage wie> das Ding überhaupt am Markt untergebracht werden sollte??
Wer sagt, dass sie das sind?
Außerdem ist das dem Chinamann egal...
LG
Christoph db1uq K. schrieb:> Es sind jedenfalls dieselben Verstärker YP242034, eventuell ein> Vorläufermodell. Damals war man noch etwas bescheidener, 5 Watt soll es> abgeben:> https://detail.1688.com/offer/44966240002.html> unten immerhin Messkurven, ein Foto des Messaufbaus und das gezeigte> Blockschaltbild.
Da muß man sich einloggen. Mach bitte ne Kopie.
Danke. Übersetzen lassen geht bei jpg natürlich nicht so leicht.
Komisches China. Haben die kein Englisch in den Schulen?
Wozu wohl der Attenuator im Blockschaltbild ist?
So Ihr Lieben,
habe nun einen Teil meiner Messungen verifiziert
und zwar mit meiner CMU200, die ja auch dafür geeignet ist.
Es bestätigt sich schon mal, dass Messen auch mit Mist ver-
bandelt sein kann.
Ich habe in den Ersten Bilden den Aufbau abgelichtet und
dann folgen die In/Out Pegel vom Booster bis zur Begrenzung
bei einer Frequenz von 2,4GHz.
Die Kabel sind länger, da die CMU neben den Tisch stand und
haben in der Summe knapp 4dB Dämpfung. Am CMU eingang #1 ist
ein externer 10dB/6W Att. von Radial vorgeschaltet.
Morgen hänge ich noch Bilder vom Booster-Spektrum bei AM und
SSB Modulation als Input an.
Habe diese schon aufgenommen aber noch nicht zugeschnitten und
minimiert auf 1024x Größe.
Habe nicht alle Bilder vollständig beschriftet, da immer das
selbe Prinzip angewendet wurde mit jeweils einer Pegelerhöhung
um +1dB.
Jetzt geht's aber ins Bett.
Markus
PS.: die Foren-SW ersetzt ein '+' durch ein '_' bei den Filenamen.
Booster-8W-with-CMU200-Meas-_25dBm_-Inp.jpg
sollte eigentlich
Booster-8W-with-CMU200-Meas-_25dBm+-Inp.jpg für größer +25dBm
heißen.
Und die Erkenntnis ist?
Ich denke das Teil lohnt nicht, da zu teuer, zu hoher Stromverbrauch, zu
wenig Output.
Bei Dauerbetrieb muß da ein Lüfter drauf! Selbst im reinen
Empfangsbetrieb wird er handwarm.
Für Außenmontage auch nicht geeignet.
Nun die Bilder für den AM und SSB Betrieb.
Meine Erkenntnis ist dass wohl mehr wie 2W
nicht Drin sind, was der Booster halbwegs
Linear abgeben kann.
Zudem muss die RX/TX Umschaltung deaktiviert
werden, da diese sonst bei geringeren Pegeln
zu Flattern anfängt, was das Spektrum verstümmelt.
Die ersten drei Bilder zeigen ein AM-Signal mit
3kHz/90% Modulation bei den drei Pegeln 18/19/20
dBm Bei zu viel Pegel fangen die Verzerrungen stark
zuzunehmen, bei zu wenig Pegel fängt der RX/TX
Umschalter zu spinnen an. Diese Gränze liegt sehr
nahe beisammen.
Auf den Bildern 4-8 ist die SSB Modulation (3kHz/90%)
um den Kompressionspunkt zu sehen.
Die letzten drei Bilder Zeigen die maximale Booster-
Ausgangsleistung oberhalb der Schwelle der Kompression.
Hoffe heute noch zu den Oberwellen-Messungen zu
kommen, wie versprochen.
Was mich noch wundert und irritiert, ist, wie ich
die +40dBm mit dem Siglent SA messen konnte.
Aber das ist eine andere Geschichte der ich nachgehen
muss. Zwar habe ich im UNCAL Betrieb gemessen, aber
eine Abweichung von 10dB ist doch aber heftig.
Markus
> muß da ein Lüfter drauf
ich dachte, der lüfterförmig geschwungene Kühlkörper reicht, um die Luft
in Zirkulation zu versetzen.
https://reflector.sota.org.uk/t/eshail-2-now-operational/19529/94
(weiter unten auf der Seite)
So eine bunte Regenschirmantenne wie sie G3CWI zeigt will ich auch
haben. Zuerst zeigt er noch eine andere für Fotografen zum Ausleuchten,
aber die regenbogenfarbene sieht hübscher aus. Elektrisch leitfähig
sollte sie aber auch sein.
Nachtrag zu meinen UNCAL Messungen mit dem SSA3000X
Habe das im Web gefunden.
"I note all your screenshots show UNCAL at the top.
FYI (and this may be obvious) this originates from a settings
change after Normalization to warn the user that sweep results
may be affected by post-Normalize adjustments."
Will heißen, dass nach der Normierung bei der Messung mit TG
manche Einstellungen nicht verändert werden dürfen z.B. Span
oder dB/div oder Sweeptime.
Werde nochmals meine Messungen mit dem SSA durchführen und
reinstellen.
Wobei sich ja schon weiter oben abzeichnete, das der Booster
gerade so für den QO-100 Betrieb gehen könnte aber vom
Preis/Leistungs-Verhältniss nicht die beste Lösung ist.
Markus
Ich habe schon in den Achtzigern mit dem HP Storage-Normalizer
gearbeitet (sagenhafte 1k Speicher für die Korrekturkurve), daher kenne
ich das. Man darf keine Einstellung mehr ändern und Temperaturdrift des
Wobblers hat das auch nach einiger Zeit verschoben. Später waren die
Speicher größer, dann konnte das vermutlich beim Hereinzoomen noch
interpolieren.
Ich habe den Eindruck, egal welcher Hersteller des PA-ICs, die können
alle etwa dasselbe erreichen, solange das Gehäuse so winzig sein muß und
die Betriebsspannung nur 5V beträgt. Und alle messen bei +25°C, ein
unrealistischer Betriebszustand. Ob die dazu flüssigen Stickstoff nehmen
oder nur schnell genug messen?
NXP MMZ25332B4 oder BT1
Qorvo TQP9111
Skyworks SKY66292-11
RFMD SZM-2066Z
oder wie hier Innotion YP242034
@Christoph,
für die Änderung des SPAN kann ich das noch nachvollziehen
aber ich habe mit einer Ausnahme nur den TG Pegel verändert.
Dies sollte doch halbwegs frequenzunabhängig sein.
Und ich rede nicht von +-1dB sondern +-5dB.
Bei meinem Maximalwert von +42dBm sind es über 10dB Differenz
zu den Werten die ich mit der CMU200 gemessen habe.
Oder ich werde schon tatterhaft und habe mit 10dB ex. Att
gemessen aber 20dB Amp-Ref Korrektur am SA eingestellt.
Das wäre eigentlich die plausibelste Fehler-Ursache.
Das mit den genannten Halbleitern ist eine Andere Sache.
Anscheinend können die wirklich bei den Betriebsparametern
nicht mehr Leistung abgeben.
Ohne Transformation bei 5V/1A n von 40% sind halt nur 2W drin.
Da aber der Booster zwei Treiber verbaut hat, sind eventuell
4W möglich. Mein maximaler Strom-Verbrauch war ja knapp 1,5A
wobei das die Anzeige (analog) am R&S NT anzeigte, die ja nicht
so genau sein wird (Vollauschlag ist bei 3A, also halber Skalen-
bereich des I-Instruments).
Markus
Haha
1620 Euronen kann ich mir kaum vorstellen, damit will man eher Bestand
halten.
Eine "richtige" Firma zahlt sicher nicht so viel.
Bei dem Dingens im Goldgehäuse wunderts mich aber eh nicht, wird ja
schon mit "Electronic Warfare" angepriesen, da wird Onkel Sam halt
abgezockt.
Es wundert mich aber generell, dass man schon bei 2.4Ghz Probleme hat
Verstärker zu finden.
Am sinnvollsten wird wohl die oben von mir verlinkte PA sein, wenn man
wirklich so viel Leistung benötigt.
Ich werde jedenfalls darauf zurückgreifen, wenn ich mit meinem Sky 66292
nicht rüberkomme.
Unter 100 Euro baut man sowas sowieso nicht, auch wenn man Zugang zu
einer Fräse fürs Gehäuse hat, eine Selbstentwicklung einer FET Endstufe
mit den ganzen Schwierigkeiten kommt für mich nicht in Frage, das lohnt
nur wenn man es dann veröffentlicht/vermarktet.
LG
@Arno,
Man baut so was vielleicht nicht selber
aber man kann z.B. auf einem Flohmarkt
(z.B. diesjährige HR2019) für 20-40€
eine komerzielle 2,4GHz Endstufe bekommen.
War leider dieses Jahr zu spät dran.
Der Holländer hatte eine ganze Schachtel
davon und die letzte habe ich knapp verpasst.
Kleiner Nachteil, war 24V oder 48V Technik,
aber auf kommerziellem Keramik Substhrat auf-
gebaut.
Vielleicht nächstes Jahr auf der HR oder falls
ich dazu komme auf der Weinheimer UKW-Tagung.
Markus
Das klingt ja so als wäre da jetzt ein richtiger Hype drum und der Markt
wird geleert.
Meine Gedankengänge bezogen sich auf WLAN und da eben auf den 8W
Booster.
@Christoph:
Die Luft zirkuliert nicht von alleine. Dafür muß von irgendwo Energie
herkommen. Also aktiv vom Lüfter oder z.B. per Hohendruckdifferenz in
einem Schacht
Glücklicherweise oaßt das Gittermuster auf dem Deckel gut zu einem
kleinen OC-Lüfter. Theoretisch, hab keinen draufgebaut.