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Forum: HF, Funk und Felder Es'hail2 - erster geosationärer Amateurfunk-Satellit


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Autor: Marek N. (bruderm)
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Moin,

seit heute sind die Transponder auf Es'hail2 (Quatar Oscar 100) 
freigegeben.
Im Web-SDR https://eshail.batc.org.uk/nb/ konnte ich schon ein paar QSOs 
hören. A71A hatte eben sogar ein QSO mit einer Brazilianischen Station.

So wie ich das vertanden habe, reicht einfacher 80 cm Offset-Spiegel, 
ein Standard-LNB und ein DVB-S2-fähiger Sat-Receiver, um den 
WB-Transponder in D-ATV zu empfangen.

Es juckt mich ja schon, die Antenne auf 26°E zu drehen.

Infos: https://www.funkamateur.de/nachrichtendetails/items/QO100-4.html 
und 
https://www.funkamateur.de/nachrichtendetails/items/qo-100_websdr.html

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Genau dazu baue ich mir gerade den "Minitiouner" auf (Wird so 
geschrieben, von einem französischen OM entwickelt).

https://wiki.batc.org.uk/MiniTiouner_hardware_Version_2

Die BATC hatte auf der letzten Ham-Radio am Stand der AGAF die 
Teilbausätze angeboten. Leerplatine, T(io)uner, ein programmierter FTDI 
USB-Wandler und einen seltenen Spanungsregler. Für den Rest gibt es nur 
DigiKey-Bestellnummern. Die anderen low-drop Regler hatte Conrad - ich 
habe die letzten Exemplare gekauft. Den Rest bekommt man irgendwie von 
Reichelt zusammen.

Die Software (nur für Windows) gibts nach Anmeldung hier:
http://www.vivadatv.org/viewtopic.php?f=60&t=521

Der Tiouner umfasst den Frequenzbereich 2m-Band bis 13cm.

Eine Alternative ist noch der Empfangsumsetzer der Amsat
https://amsat-dl.org/universeller-empfangsmischer-fuer-eshail-2-amsat-phase-4a
passender Sendeumsetzer:
https://amsat-dl.org/s-band-sendemischer-fuer-eshail-2-phase-4a

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Autor: Marek N. (bruderm)
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hi,

ich bin grad sehr verwirrt.
Warum dieser Zusatzaufwand?
Der WB-Transponder sendet von 10,491 ... bis 10,499 GHz. Wenn das Signal 
in einem Standard-LNB mit einem LO von 9,5 GHz gemischt wird, dann 
landet man bei einer ZF von 991 ... 999 MHz.

Bsp. der XORO 8660 [1] geht von 950 – 2150MHz und macht auch noch gleich 
die Polarisationsumschaltung über die Versorgungsspannung.

[1] 
https://www.amazon.de/Xoro-HRS-8660-digitaler-Satelliten-Receiver/dp/B0168ZZD4S?SubscriptionId=AKIAJQHJTV7RRNO7B4LQ&tag=kaufberater-io-1711-21&linkCode=xm2&camp=2025&creative=165953&creativeASIN=B0168ZZD4S

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Marek N. schrieb:
> ich bin grad sehr verwirrt.
> Warum dieser Zusatzaufwand?

Geht mir genau so.
Sollte dann ja eigentlich funktionieren.

Ich hab noch eine kreisrunde 90cm Schüssel ( kein Offset )rumliegen, und 
ein für 10GHz ATV umgestrickten LNB ( LO frequenz geändert ).

Schön dass ich es aufgehoben habe.
Das werde ich mal zusammenfrickeln und testen.

Auf so ein Projekt hatte ich ja schon zu den Zeiten von analog ATV 
gewartet.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Ach mist, jetzt hab ich es rausgefunden.
Auf der FA-Seite ist ein Tippfehler. Die LO-Frequenz des LNB ist 9,75 
GHz und damit mischt der das Sat-Signal zu tief runter, so dass es mit 
einem normalen Sat-Receiver nicht empfangbar ist.
Schade.

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Autor: nachtmix (Gast)
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Marek N. schrieb:
> Die LO-Frequenz des LNB ist 9,75
> GHz und damit mischt der das Sat-Signal zu tief runter, so dass es mit
> einem normalen Sat-Receiver nicht empfangbar ist

... und wenn man auf die Pille des 9,75 GHz LO noch die Pille des nicht 
benötigten 10,6 GHz LO draufklebt?

Der dann entstehende Resonator sollte tiefer schwingen.
Ausprobieren und Messen dürfte schneller gehen als simulieren ;-)

Autor: Marek N. (bruderm)
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Digitalraugliche LNBs haben aber keinen DRO mehr, sondern sind 
PLL-basiert. Da müsste man nen anderen Quartz reinschummeln.
Würde ja auch gemacht.

Autor: nachtmix (Gast)
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Marek N. schrieb:
> Digitalraugliche LNBs haben aber keinen DRO mehr, sondern sind
> PLL-basiert.

Habe ich auch gerade an einem Zender BX21 festgestellt :(
Da ist ein 25MHz Quarz drin.

Ich hatte hier aber noch die Platine eines alten JUNO II AE, der noch 
nichtmal einen zweiten LO hat. Die Dinger gabs mal fürn Euro oder so 
beim Pollin.
Auf der nackten Platine komplett ohne Gehäuse etc und 10V Speisung 
schwingt dessen LO bei etwa 9,59GHz.
Durch das  Annähern des Gehäusedeckels und der Abgleichschraube erhöht 
sich die Frequenz und dann würde er wohl auch auf 9,75 schwingen.

Meine neue Überlegung war den Dielektrischen Resonator durch Hinzufügen 
von einem dämpfungsarmen Dielektrium etwas zu vergrößern und so die 
Frequenz zu senken.
Dazu kam mir die Idee einen dicken Tropfen Paraffin von einem Teelicht 
zu verwenden. Dessen Dielektrizitätskonstante wird etwas über 2 liegen, 
während die Keramik der Pille in der Gegend von 40 liegen dürfte.
Man kann also schon einiges an Paraffin nehmen um eine bescheidene 
Frequenzänderung zu bewirken.

Gedacht getan.
Etwas von dem geschmolzenen Paraffin des Telichts auf die Pille getropft 
und schon lief der LO nach dem Abkühlen bei 9,25 GHz, also tatsächlich 
ca. 340MHz tiefer.

Allerdings ist die Frequenzkonstanz schlechter geworden. Vermutlich weil 
beim Tropfen auch Paraffin in den Spalt unter der Pille eingedrungen ist 
und die Kopplung zur Stripline erhöht hat.
Das sollte man also vermeiden und sauber arbeiten.

Wer will und die mechanischen Möglichkeiten dafür hat, kann ja auch ein 
eng anliegendes Häubchen für die Pille aus PE oder PTFE basteln.

Ein Frequenzmesser oder Spekki ist für die Bestimmung der erreichten 
Frequenz nicht unbedingt erforderlich, weil man dafür ja die scheinbare 
Verschiebung der bekannten Astra-Frequenzen am Fernseher verwenden kann.

Umquarzen ist natürlich auch eine elegante Möglichkeit.
Mit einem handelsüblichen 24MHz Quarz sollte man bei 9,35GHz landen.

Autor: nachtmix (Gast)
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nachtmix schrieb:
> Mit einem handelsüblichen 24MHz Quarz sollte man bei 9,35GHz landen.

Vertippt!
9,75 * 24/25 = 9,36GHz ist richtig.

Der besagte LNB mit dem 25MHz Quarz ist ein Zender BX21-03 mit einer 
angeblichen Rauschzahl von 0,2dB.

Autor: Marc Horby (Gast)
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Gibt es infos welche Hardware man zum Empfang kaufen kann?
Man sollte die 0,5MS bzw 333kS manuell einstellen können.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Von Michael Kuhne gibt es noch etwas fertiges.

Zur Frage, ob ein LNB mit dielektrischem oder PLL-Oszillator läuft gibt 
es leider keine Angaben beim Händler. Anscheinend sind neuere generell 
mit PLL. Für den Schmalband-Transponder soll es sinnvoll sein, den Quarz 
durch einen GPS stabilisierten Oszillator zu ersetzen.

Am Minitiouner fehlt noch ein DiSEqC Encoder, um einen normale 
TV-Empfang zu ermöglichen. Es gibt anscheinend ein paar kleine 
Mikrocontroller-Projekte, die das teilweise beherrschen. Meistens nur 
für Rotorsteuerungen, nicht für den Multiswitch und die LNBs.

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Autor: Ilja (Gast)
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Auf der Seite

http://www.afug-info.de/WebSDR/

ist noch eine andere websdr Station für Es´hail2, die imho einen 
klareren Empfang hat. Mit MULTIPSK kann ich damit CW einwandfrei 
mitschreiben.
Ich nutze dne Link auch für den Olympiaturm München, einfach weil man 
sich´s leichter merken kann als diese fürchterlich komplizierten 
Direkt-URLs.

73 55 Ilja

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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So jetzt habe ich einen PLL-LNB.
In der CQ-DL 1-2019 ab S.16 wird der Umbau von zwei LNBs für Es'Hail-2 
beschrieben, den einen gibt es von Reichelt, (steht aber nicht im 
Papierkatalog), Megasat DIAVOLO TWIN für 10,95€. Die zweite F-Buchse 
wird zur externen Takteinspeisung aus dem GPS-Oszillator umfunktioniert.

Im neuen "Funkamateur" 3-2019 S. 209 ist der Minitiouner kurz 
vorgestellt. Die Aussage neben dem Foto ist allerdings nicht ganz 
richtig, die Bauteile gibt es nur teilweise bei Conrad und Reichelt.

Für Nachbauer meine Tips dazu:

Die very-low-drop (nur 0,25V) Regler MCP1826S-3302 in TO220 hat Reichelt 
nicht und sind wie gesagt bei Conrad aus dem Programm gefallen. Google 
findet vor allem Mouser und Digikey. Direkte Ersatztypen sind selten, 
man könnte LM/LT1086 nehmen und die Pins umverdrahten.

Den 74HC10 in DIL hat Reichelt, Conrad nur in SO-14.

Die gute alte Valvo-6-Loch-Drossel scheint ausgestorben zu sein, die 
Stückliste nennt einen stehenden Ersatz "Laird 28c0236-0jw-10" Den 
bieten nur die großen Distributoren, Digikey, Mouser, Arrow, Farnell. 
Auch die Laird-Webseite "has moved". Würth hat ähnliche:
https://katalog.we-online.de/de/pbs/WE-UKW
Reichelt ähnliches von Fastron:
https://www.reichelt.de/breitbanddrosselspule-0-85kohm-06h-85-p1104.html

Die kleine Schaltreglerplatine soll man sich ergooglen mit "MP1584 step 
down buck regulator", Lieferant nach Stückliste "ebay".
Der einzige Händler "mit ladungsfähiger Adresse" den ich gefunden habe 
ist Watterott. 
https://www.watterott.com/de/MP1584-Buck-/-Step-Down-3A-Adjustable-Regulator-Module

Das Hammond-Gehäuse kostet bei Conrad fast das doppelte, der Preis hängt 
außerdem von der Farbe ab. Da auch die Bauanleitung vermerkt "die Farbe 
hat keinen Einfluß auf die elektrischen Daten", habe ich die Alu-blank 
für 16,10€ genommen.

In der Rückwand wäre noch genug Platz für Erweiterungen, z.B. für ein 
Display zur DiSEqC-Bedienung.

: Bearbeitet durch User
Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Zur Breitbanddrossel nochmal, da es verschiedene Typen gibt:

Im Datenblatt bei Digikey fehlt die Impedanzskala, hier ist sie 
gezeichnet:
https://pm.lairdtech.com/sites/default/files/styles/product_thumbnail/public/2018-11/28C0236-0EW-10-IC.gif?itok=UFDyAn3t
https://pm.lairdtech.com/emc-components/ferrite-beads-wire/axial-lead-beads-power-filtering/28c0236-ferrite-beads-wire

Ich habe mich schon immer gefragt, wie man Schaltreglerstörungen, die 
eine Grundfrequenz von 50kHz...1MHz haben, mit einer Drossel aussperren 
kann, die ihr Dämpfungsmaximum bei 100 MHz hat. Aber egal. Meine 
Drosseln aus der Bastelkiste haben ca 6µH bei 100kHz gemessen und eine 
Güte um 50.

Autor: Alex W. (a20q90)
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Christoph db1uq K. schrieb:
> So jetzt habe ich einen PLL-LNB.
> In der CQ-DL 1-2019 ab S.16 wird der Umbau von zwei LNBs für Es'Hail-2
> beschrieben, den einen gibt es von Reichelt, (steht aber nicht im
> Papierkatalog), Megasat DIAVOLO TWIN für 10,95€. Die zweite F-Buchse
> wird zur externen Takteinspeisung aus dem GPS-Oszillator umfunktioniert.

Ich habe hier ein Octagon Single-LNB gekauft und diesen ohne Umbau mal 
an den Spiegel geschraubt. Der SSB-Bereich geht schonmal perfekt.

Was man da aber sehrschön sieht ist nicht nur die stabilität der LNB 
sondern auch des SDR-Sticks

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Christoph db1uq K. schrieb:

> Die very-low-drop (nur 0,25V) Regler MCP1826S-3302 in TO220 hat Reichelt
> nicht und sind wie gesagt bei Conrad aus dem Programm gefallen. Google
> findet vor allem Mouser und Digikey. […]

> Die gute alte Valvo-6-Loch-Drossel scheint ausgestorben zu sein, die
> Stückliste nennt einen stehenden Ersatz "Laird 28c0236-0jw-10" Den
> bieten nur die großen Distributoren, Digikey, Mouser, Arrow, Farnell.

Nur als Erinnerung:

Unter 
https://www.mikrocontroller.net/articles/Sammelbestellungen(Mouser) gibt 
es einen mittlerweile dauerhaften Service eines Forennutzers, wenn man 
bei Mouser Kleinkram kaufen möchte.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Auch ein guter Vorschlag. Ich habe meine Bauteile soweit zusammen, aber 
es wäre ja auch eine Idee für ein Bastelprojekt im Ortsverband. Dann 
rentiert sich die Sammelbestellung auch eher.
Mal sehen, ob die BATC auch mal einen kompletten Bausatz herausbringt.

Es gibt übrigens noch eine größere Version, den "Minitiouner pro". Der 
NIM-Tuner ist eigentlich ein Doppeltuner, von dem bisher nur eine Hälfte 
benutzt wird. Der andere Ausgang ist nur auf eine Stiftleiste geführt.

Der PC wird via USB an dem Tuner angeschlossen, da steckt ein FTDI-Chip 
drin der nur das Videosignal aus einer der beiden Tunerhälften von 
parallel auf USB wandelt. Die USB-Klasse ist aber soweit ich weiß immer 
noch ein Serial-Port. Da laufen also HDTV-Signale im Prinzip über eine 
aufgebohrte RS232-Leitung in den PC.

Der Doppeltuner besteht im wesentlichen aus zwei Chips von ST, dem 
Direct Conversion ZIF Tuner STV6120 und einem Channel Decoder STV0910A. 
Einstellungen über I2C-Bus, beide Videodatenströme über je 11 Bit 
parallel, davon 8 Datenbits, der Rest sind Handshake und Takt.

https://www.st.com/en/digital-set-top-box-ics/stv6120.html
https://www.st.com/en/digital-set-top-box-ics/stv0910.html

Autor: Alex W. (a20q90)
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Christoph db1uq K. schrieb:
> NIM-Tuner ist eigentlich ein Doppeltuner

Wo würdet ihr den Tuner kaufen? Ich habe bisher nur die Serit-Seite in 
.hk gefunden als Lieferquelle. Weder Mouser, Farnell, Digikey noch RS 
können die liefern.

Oder gibt es eine alternative Quelle für die Tuner mit den von dir 
angegebenen Chips?

Wäre cool.

Autor: Axel R. (axelroro)
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Könnte mal bitte jemand allgemeinverständlich für Laien erklären, was 
man mit dem Satelliten anfangen kann?
Elektronik know how ja, Funk know how marginal. Würde die Möglichkeiten 
gerne mal verstehen.

Danke

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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https://de.wikipedia.org/wiki/Es%E2%80%99hail-2

Der Satellit ist erst mal ein normaler TV-Satellit für den arabischen 
Staat Qatar, gebaut von Mitsubishi, im November mit einer SpaceX-Rakete 
hochgeschossen. Da in Qatar ein hochrangiger Politiker Funkamateur ist, 
haben Seine Excellenz beschlossen, dort auch eine kleine 
Amateurfunk-Nutzlast zu installieren. Und wenn der das verlangt, wird es 
auch ausgeführt.

Dieser Amateurfunk-Umsetzer hat einen schmalbandigen Bereich (250kHz 
breit) und einen breitbandigen von 8 MHz. Senden muss man hier unten auf 
2,4 GHz und Empfang ist auf 10,5 GHz. Für den Empfang soll eine übliche 
Schüssel von 80cm..1m ausreichen, Senden ist auch mit amateurmäßiger 
Ausrüstung möglich, für TV-Übertragung allerdings schon mit etwas 
größeren Antennen und Sendeleistungen.
Für Sprechfunk in SSB auf 10 GHz sollte der empfangende LNB ausreichend 
stabil sein, daher der Aufwand mit dem GPS-stabilisierten Oszillator.

Der Einzugsbereich reicht vom Osten Brasiliens incl Rio de Janeiro bis 
östlich von Indien. USA und Japan liegen außerhalb.

Zum Minitiouner: ein Teilbausatz incl. NIM-Tuner ist von der BATC zu 
bekommen: https://batc.org.uk/category/minitiouner/
Also schnell noch vor dem harten Brexit bestellen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Belgacom (Gast)
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Christoph db1uq K. schrieb:

> Da in Qatar ein hochrangiger Politiker Funkamateur ist,
> haben Seine Excellenz beschlossen, ...

Über deine Unterwürfigkeit wird der sich ganz bestimmt freuen.

https://www.duden.de/suchen/dudenonline/unterw%C3%BCrfig

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Das war quasi ein Zitat aus DUBUS 3-2016

"Aufgrund der Bemühungen der Regierung Katars und vor allem Deputy 
Premier, HE Abdullah bin Hamad Al Attiyah, A71AU, Präsident der Qatar 
Amateur Radio Society, wurde die Amateurfunk-Nutzlast für Es’hail 2 
genehmigt."

HE = His Excellency

Einer der ersten Artikel zum Thema. Mit Maßzeichnungen, Simulationen und 
Messungen für den Antennenfeed

Autor: Marek N. (bruderm)
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Axel R. schrieb:
> Könnte mal bitte jemand allgemeinverständlich für Laien erklären, was
> man mit dem Satelliten anfangen kann?
> Elektronik know how ja, Funk know how marginal. Würde die Möglichkeiten
> gerne mal verstehen.
>
> Danke

Normale Satelliten mit einem niedrigen Orbit sind nur für einige Minuten 
über dem Horizont sichtbar und decken nur einen relativ kleinen Bereich 
ab.
 Bsp.: ISS Umlaufdauer ca. 93 Minuten. Maximale Sichtbarkeit überm 
Horizont ca. 10-12 Minuten. Maximal 3 bis 4 sinnvoll nutzbare Überflüge 
pro Tag. Ausleuchtung nur ca. Europa.

Als geostationärer Satellit "sieht" er (Es'hail2 / QO-100) fast die 
halbe Erdkugel und kann von diesen Gebieten gesehen, empfangen und 
angefunkt werden.
D.h. von Brasilien bis Malaysia, von der Antarktis bis Grönland.
Und all das mit minmalem Aufwand an Hardware. Man braucht keine 
nachführbare Antenne, sondern eine normale Satelliten-Schüssel mit ca. 
80 cm Durchmesser, die man einmal auf 26°E ausrichtet und dann kann man 
den Sat rund um die Uhr empfangen.
Die Amateurfunk-Transponder sind knapp unterhalb des kommerziellen 
Bereichs.
Als Konverter reicht ein Standard-LNB (dann braucht man aber einen 
Receiver, der runter bis ca. 750 MHz empfängt, z.B. SDR) oder man 
modifiziert den LNB und kann dann einen normalen Satelliten-Receiver 
benutzen, weil der Wideband-Downlink in DVB-S2-Format statt findet.
Uplink ist im 13-cm-Band knapp unterhalb des WLAN-Bereichs, so dass auch 
hier wahrscheinlich Consumer-Hardware verwendet werden kann.

Ich hab am 14. Februar mal im WebSDR reingehorcht, wie die Bodenstation 
aus Quatar mit Brasilien gefunkt hat. Telefonqualität!

Infos und Quellen: 
https://amsat-uk.org/satellites/geosynchronous/eshail-2/

Autor: Alex W. (a20q90)
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Christoph db1uq K. schrieb:
> Zum Minitiouner: ein Teilbausatz incl. NIM-Tuner ist von der BATC zu
> bekommen: https://batc.org.uk/category/minitiouner/
> Also schnell noch vor dem harten Brexit bestellen.

Das Problem ist, dass man nur als Mitglied der BATC dort bestellen kann. 
Also man muss sich 1 Jahr Mitgliedschaft erkaufen. Ich z.B. möchte das 
nicht! Zumindest nicht wegen einem RX.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Die Abkürzung RHCP bedeutet "right hand circular polarization" also 
zirkular rechtsdrehend polarisiert. Das zitierte Antennenfeedhorn kann 
mit derselben Schüssel auf 2,4 GHz senden und auf 10 GHz empfangen, die 
Polarisationen müssen entsprechend des Bandplans eingerichtet sein. Für 
den Empfang reicht die übliche Sat-TV-Antennentechnik.

Zu den Entfernungen ein einfacher Vergleich:
Wenn man einen Globus von 24cm Durchmesser hat, dann entsprechen 
2cm=1000 km (Erddurchmesser 12000km).
Die ISS und andere niedrig umlaufende Satelliten sind nur etwa 2cm über 
diesem Globus zu denken, die geostationären dagegen drei 
Globus-Durchmesser (36000km), im Modell 72 cm über dem Äquator.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Alex: Ich bin nicht in der BATC, allerdings seit vielen Jahren in der 
AGAF, dem deutschen ATV-Club. Vielleicht konnte ich deshalb auf der 
HamRadio Friedrichshafen am AGAF-Stand den Teilbausatz kaufen, ich weiß 
nicht mehr ob das gefragt wurde. Der britische OM hat sich jedenfalls 
mein Call notiert.

Autor: Axel R. (axelroro)
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Danke für die Erläuterungen, jetzt ists klarer.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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https://www.agaf-ev.org/index.php/355-qo-100-teleport
anscheinend gibt es da gestreamte ATV-Videos von Es'Hail-2, die man mit 
dem VLC anschauen kann, hab es aber noch nicht versucht.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Im neuen "Funkamateur" 3-2019 S.288 werden noch weitere Web-SDR Links 
genannt, ich habe den Text mal OCR-gescannt:
"In Zusammenarbeit mit AMSAT-DL installierte der British Amateur 
Television Club (BATC) einen WebSDR für beide Transponder an der 
Goonhilly Earth Station in Cornwall (1070jb), erreichbar unter

https://eshail.batc.org.uk

Weitere WebSDR sind in Dolianova auf Sardinien (JM490oj) unter:

http://websdr.is0grb.it:8901

ein WebSDR in Belgien (JO21hc) unter

http://188.210.92.22

und ein brasilianischer (GG56tv) unter

http://appr.org.br:8902

erreichbar."

Hier wird auch der oben genannte Politiker nochmal genauer erwähnt:
"Die Eröffnungzeremonie erfolgte durch seine Exzellenz Abdullah bin 
Hamad Al Attiyah, den ehemaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten 
von Qatar. Abdullah, A71AU, ist auch der Vorsitzende der Qatar Amateur 
Radio Society (QARS) und Initiator des ersten katarischen 
Amateurfunksatelliten."

(Ob unser Beinahe-Bundeskanzler F. Merz DK7DQ auch soviel Einfluß hätte?
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Amateurfunk-Pers%C3%B6nlichkeiten)

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Autor: Alex W. (a20q90)
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Christoph db1uq K. schrieb:
> "Die Eröffnungzeremonie erfolgte durch seine Exzellenz Abdullah bin
> Hamad Al Attiyah, den ehemaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten
> von Qatar. Abdullah, A71AU, ist auch der Vorsitzende der Qatar Amateur
> Radio Society (QARS) und Initiator des ersten katarischen
> Amateurfunksatelliten."

Der Schreiber dieses Textes ist wohl beim Verbeugen nach vorne auf den 
Kopf gefallen?

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Der Schreiber des FA-Artikels ist Schweizer, die haben die Monarchie 
schon zur Zeit von Wilhelm Tell abgeschafft.

Ja der Dienstweg bis zur Entscheidungsfindung ist in autoritär regierten 
Staaten sehr kurz. Trotzdem freuen wir uns doch über das unverhoffte 
Geschenk an die Amateurfunkgemeinde. Vielleicht macht es ja Schule und 
es finden sich weitere Sponsoren für andere Ausleuchtzonen.

Ich kann die Web-SDR-Seiten nur empfehlen, die Bedienung ist sehr 
einfach. Bisher ist die Belegung des Schmalbandkanals noch recht 
übersichtlich, aber das wird sich bestimmt ändern.

PS. Die Wikipedia-Liste berühmter Funkamateure kannte ich vorher noch 
nicht. Neben vielen Astro-/Kosmonauten und Leuten aus der 
Elektronikbranche sind doch einige weitere Promis darunter.
Marlon Brando hatte ich schon gelesen, er soll in einer Talkshow mal den 
Vorzug dieses Hobbies für Prominente genannt haben, man kann sich ohne 
Bodyguard unter wildfremde Leute begeben.

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Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Ich melde mich schon wieder...

Der Artikel in CQ-DL 1-2019 ab S.16 lässt noch ein paar "niederohmige 
Fragen" offen, wie es ein Kollege gelegentlich formuliert. Wie öffne ich 
das LNB, sodass ich es anschließend wieder wasserdicht verschließen 
kann.

Hier Fotos vom Innenleben.

Das Kunststoffgehäuse besteht aus zwei Hälften und einem Spritzschutz 
für die F-Stecker, der nach der Montage nach unten geschoben wird. Acht 
Haltenasen/Schlaufen muss man aufbekommen, ohne sie abzureißen, was mir 
nicht ganz gelungen ist. Weitere acht Spitzen sorgen für zusätzlichen 
Halt.

Das Metallgehäuse ist mit sechs Torx-Schrauben Größe TX 8 verschraubt 
und anschließend mit zäher weißer Pampe versiegelt. Ich habe diese Masse 
mit dem 0,8mm HSS Spiralbohrer aus dem Torx-Loch gebohrt und Reste mit 
einer feinen Messerspitze entfernt. Der Deckel ist auch ringsum mit 
derselben Masse abgedichtet, mit dem Messer kann man ihn stückweise 
heraushebeln.

Der Tuner/PLL-Oszillator ist ein "Rafael Micro RT320M", der anscheinend 
auch in dem anderen beschriebenen LNB von Octogon eingebaut ist. Mit dem 
Suchbegriff findet man noch mehr Es'Hailsat-Baubeschreibungen.
http://www.rafaelmicro.com/product/76

http://www.pabr.org/radio/lnblineup/lnblineup.en.html#lnbtable
eine Tabelle, die Angaben zu PLL/DRO enthält

Der Quarz ist ein vierpoliges SMD-Teil, anscheinend die übliche 
Pierce-Schaltung mit zwei Kondensatoren nach GND.

Ein Vergleich mit den Fotos aus der CQ-DL zeigt leider, dass hier eine 
andere Platine verbaut ist. Die Information, welche Seite des Quarzes 
der Oszillatoreingang ist, ist damit noch ungelöst, die Aussage im 
Artikel "der untere Quarzanschluss" ist auch nicht hilfreich. Das 
Datenblatt bekommt man vermutlich nur als Großkunde.

: Bearbeitet durch User
Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Ich habe mal 12V an der F-Buchse angelegt und mit dem Oszilloskop an den 
beiden Quarzkondensatoren gemessen.
Pin 14 des RT320 oder auch der Quarzanschluß am Platinenrand haben einen 
etwas verbogenen Sinus von 900mVss.
Pin 13 bzw. Quarz zur Mitte hin hat 980mVss mit sauberem Sinus.
Nicht sehr eindeutig, der Tastkopf verändert ja auch noch die 
Bedingungen, aber das größere Signal müßte der Ausgang sein, also eher 
Pin 13.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Hier gibt es eine Modifikation an einem RT340, die Quad-Version zum 320. 
Da wird der Quarz beidseitig abgetrennt und das externe Signal am Pin 14 
eingespeist, das würde meinem Befund entsprechen:

https://wiki.batc.org.uk/Es%27hail-2_LNBs_and_Antennaes#Locking_the_Quad_Octagon_LNB_to_a_25_MHz_Reference

Wirklich ungeschickt, dass man nicht wenigstens eine Pinbelegung 
bekommt.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Noch ein sehr einfacher Umbauvorschlag nur für den TV-Empfang:
Den 25MHz-Quarz ersetzen durch 24MHz. Reichelt hat fünf verschiedene 
SMD-Größen im Katalog, da sollte einer genau passen.
Die PLL vervielfacht die Frequenz um den Faktor 390, d.h. die 
Zwischenfrequenzen wandert um 390 MHz nach oben, von ca. 740 auf 1130 
MHz, das liegt gut im Empfangsbereich eines TV-Satellitenempfängers.
Für SSB reicht die Stabilität natürlich nicht.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Blöde Frage, aber darf Klasse 3 eigentlich über Es'hail-2 funken?
Im Netz finde ich leider widersprüchliche Angaben.
Der sagt, 13 cm ist Tabu für DO-ler: 
http://dh2mic.darc.de/afu-kurs/pdffiles/qrg.pdf

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Marek N. schrieb:
> Blöde Frage, aber darf Klasse 3 eigentlich über Es'hail-2 funken?

Es gibt gar keine Klasse 3 mehr. :-)

Es gibt eine Ausnahmeregelung für Klasse E und 13 cm, derzeit befristet 
bis Ende 2019:

https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/Amateurfunk/AmtsblattverfuegungenAFu/Mitt_695_Amateurfunkdienst_Nutzung_der_Frequenzbereiche_2320%E2%80%932450_MHz_und_5650%E2%80%935850_MHz_durch_Klasse_E.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Inwiefern allerdings 5 W PEP ausreichend sind, vermag ich nicht zu 
beurteilen.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Ah cool, danke!
Sorry, meine Prüfung ist 20 Jahre her, damals gabs gerade den Übergang 
von C-Lizenz zur Klasse 3 und geprüft wurde noch nach dem Fragenkatalog 
von 1988. Da durfte ich noch Landeskenner von Ostblockstaaten lernen, 
die es gar nicht mehr gab ;-)

Frauchen arbeitet nämlich in der Raumfahrt und ich wollte ihr damit die 
Klasse "E" schmackhaft machen nach unseren regelmäßigen 
ISS-Empfangsversuchen.
Gut 5 W werden nicht für DATV reichen, aber für die 
Schmalband-Transponder alle Mal.
Außerdem soll ja so ein WLAN-Korb [1] bis zu 24 dBi haben, damit kann 
man zumindest ordentlich Kabeldämpfung kompensieren.

73!

[1] 
https://www.wlan-shop24.de/24GHz-WLAN-24dBi-Grid-Richtantenne-Wetterfest

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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So eine linear polarisierte WLAN-Antenne habe ich auch noch, aber leider 
ist die Empfangsantenne am Satelliten rechtsdrehend zirkular 
polarisiert, man hat also 3dB Verluste zusätzlich. Ob es ausreicht, dem 
Gitter einen Zirkularstrahler vorzusetzen? Die Gitterstäbe sehen dafür 
nicht so gut aus.

Mit meinen Empfangsversuchen bin ich noch nicht viel weitergekommen. Auf 
dem Spektrumanalyzer ist der Rauschsockel vom LNB bei 740 MHz schon 
ziemlich abgefallen. Ich vermute, das ZF-Filter im LNB ist da etwas zu 
steilflankig, ich sollte es also mindestens auf den 24MHz-Quarz umändern 
oder gleich den GPSDO benutzen.

Im Spektrum gibt es übrigens eine gute Frequenzmarke. Der obere LO des 
LNB mischt sich mit dem unteren auf etwa 865 MHz (?) herunter und ist 
deutlich zu sehen.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Christoph db1uq K. schrieb:
> Ob es ausreicht, dem Gitter einen Zirkularstrahler vorzusetzen?

Eine Helix vielleicht? Die ist ja relativ einfach aufzubauen.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Das Gitter ist für die "falsche" Polarisationsebene ziemlich 
weitmaschig.

Ich überlege gerade, wo der obere LO genau schwingt, zum Rafael-Tuner 
gibt es ja leider keine Unterlagen. Der untere LO hat 390*25MHz=9750MHz, 
der obere müsste bei ganzzahligem PLL-Teiler entweder 424*25=10600 oder 
425*25=10625 haben, das wären 850 oder 875 MHz als Mischprodukt. 
Vielleicht liegt er auf halber Strecke dazwischen, oder die 
Frequenzanzeige an meinem Analyzer ist zu ungenau. Die Anzeige ist 
eigentlich nur aus der YIG-Spannung abgeleitet.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Mich würde vor allem schmalbandiges TV interessieren. Auf dem Webradio 
im Breitbandspektrum war neulich neben der ständigen breitbandigen Bake 
noch ein Signal mit der Angabe "250kS/s" beschriftet zu sehen.

Für die Sendeausrüstung am Boden wird eine Schüssel von 2,4 m 
Durchmesser und 100 Watt Sendeleistung empfohlen, aber das gilt 
vermutlich für breites DVB-S2.
Zur minimalen Ausstattung habe ich noch keine Angaben gelesen. Das 
schmalbandigste Signal, das auch der Minitiouner noch darstellt, scheint 
125kS/s zu sein.

Ich hätte eine Schüssel von 1,2 m und eine ATV-Endstufe mit ca. 10 Watt, 
allerdings damals für FM-TV benutzt, ob  die linear genug ist weiß ich 
nicht. Da wäre wahrscheinlich eine größere Investition nötig.
Einen IQ-modulierbaren 13cm-Oszillator habe ich noch, hier ist er 
beschrieben:
http://www.df9ic.de/doc/2002/dorsten_2002/dorsten02.pdf
Die zugehörige DVB-S-Aufbereitung von SR-Systems ist auch schon über 15 
Jahre alt und vermutlich nicht so weit herunter skalierbar.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Marek N. schrieb:

> Normale Satelliten mit einem niedrigen Orbit sind nur für einige Minuten
> über dem Horizont sichtbar und decken nur einen relativ kleinen Bereich
> ab.

> Als geostationärer Satellit "sieht" er (Es'hail2 / QO-100) fast die
> halbe Erdkugel und kann von diesen Gebieten gesehen, empfangen und
> angefunkt werden.
> D.h. von Brasilien bis Malaysia, von der Antarktis bis Grönland.

Hmm, "normale" Fernsehsatelliten verwenden m.W. eine Antenne, die grob
gesehen nur auf ein einzelnes Land wie z.B. Deutschland zielen. Natür-
lich hat man da einen weichen Übergang im Randbereich, aber der Pegel
wird immer niedriger je grösser der Abstand zur Grenze ist. Ist das
beim "Amateurfunksatelliten" anders?

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Harald W. schrieb:
> Ist das
> beim "Amateurfunksatelliten" anders?

Offensichtlich hat man sich Mühe gegeben, den gesamten „ausleuchtbaren“ 
Bereich abzudecken. Es wurde jedenfalls von Verbindungen zwischen bspw. 
Brasilien gleich zu Anfang berichtet, welches schon arg am Rand des 
erreichbaren Bereichs liegt.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Wenn ich mir den I/Q-Modulator so ansehe, damit ließe sich ein sehr 
einfacher SSB-Sender für den Schmalbandbereich von QO-100 bauen. Ich 
muss endlich meinen Breitbandphasenschieber fertig entwickeln:
https://www.mikrocontroller.net/articles/Hilbert-Transformator_(Phasenschieber)_mit_ATmega
heute würde ich "Arduino" schreiben, der sollte das genauso können wie 
damals ein ATmega 48.
den müsste man nur noch an die beiden Modulatoreingänge anschließen und 
hätte einen SSB-Sender nach der Phasenmethode direkt auf der 
Endfrequenz.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Im "Funkamateur 1/2019 S.60-63 gab es ebenfalls einen I/Q-Modulator mit 
demselben Modulatorchip AD8346 den Henning schon 2002 benutzte. Als 
Oszillator wird eine Einchip-Lösung mit ADF4351 vorgeschlagen (nicht auf 
der Platine), Damals waren es noch ein PLL-Chip LMX2331 und ein 
integrierter VCO MAX2753.

Als Software für den TV-Sender benutzt er "Portsdown":
https://wiki.batc.org.uk/The_Portsdown_Transmitter
der mit einem Raspberry Pi 3 arbeitet.

Oben abgebildet die beiden IQ-Modulatorplatinen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Mittlerweile habe ich "Portsdown" näher betrachtet. Die Sampleraten 
reichen von 88kS/s bis 4MS/s. Hier einige Bilder zu 88kS/S:
http://www.vivadatv.org/viewtopic.php?f=78&t=457
120 kHz Signalbandbreite, das geht sogar noch im 2m-Band.

Der Raspi kann anscheinend Video-Testbilder erzeugen und als I/Q-Daten 
an den Modulator abgeben, ausserdem kann man die Raspi-Kamera benutzen. 
Die Version von 2018 hatte einen eigenen IQ-Modulator, 2019 wird ein 
"LimeSDR" benutzt, der digitales Video vom 2m-Band bis >3 GHz ausgeben 
kann.

Autor: Markus W. (dl8mby)
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Hallo Christoph.
und Oscar-100 Enthusiasten.

Ich spiele gerade mit dem ADAML-Pluto
und kann mir vorstellen das damit DVB-S
für den Es'hail2 mittels GnuRadio gut
erzeugbar ist.

In diesem Zusammenhang ist das u.g. YT
Videos interessant.

Youtube-Video "CAT17 ADALM-PLUTO for DATV"

wie auch die GRC github URL for DATV-Empfang

https://github.com/LamaBleu/Pluto-DATV-test.

Was mir noch fehlt ist ein Entsprechender
13cm Verstärker der 2-4W RF Leistung nacht.
Habe auf die schnelle noch nichts in der
Bucht für kleines Geld beim China-Mann gefunden.

Markus


Nachtrag,

für die die mit Docker vertraut sind, bietet
sich ein Schnelleinstig zum ADALM-Pluto über
die beiden Links:

https://github.com/va1da5/docker-gqrx-pluto

https://github.com/va1da5/docker-gnuradio-pluto

: Bearbeitet durch User
Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Die PA fehlt mir auch noch. Was ich aus meinen FM-ATV-Tagen via 
ATV-Relais Hornisgrinde DB0OFG noch habe ist eine Treiberstufe mit CLY5 
und eine Endstufe aus zwei parallelen MGF905 oder so ähnlich. Ewald 
bietet sowas noch an, aber zur Linearität kann ich nichts sagen. Für FM 
reicht auch C-Betrieb:
http://www.id-elektronik.de/produkte/atv/pa/
Michael Kuhne hat natürlich auch etwas:
https://shop.kuhne-electronic.de/kuhne/de/shop/leistungsverstaerker/MKU+PA+13CM10W+A++GaAsLeistungsverstaerker/?card=15


Mal kurz gesucht, was heute an Bauteilen so erhältlich ist:

https://www.nxp.com/docs/en/data-sheet/MMZ25332B4.pdf
MMZ25332B4 1500–2700 MHz, 26.5 dB, 33 dBm InGaP HBT LINEAR AMPLIFIER

http://www.qorvo.com/products/d/da005717
TQP9111 linear amplifier 1.8 – 2.7 GHz 2 Watt Power Amplifier $17.39

: Bearbeitet durch User
Autor: Markus W. (dl8mby)
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Hallo Christoph,

danke für die Infos zu den Halbleitern.

https://www.mouser.de/Search/Refine?Keyword=TQP91

https://www.mouser.de/ProductDetail/Qorvo/TQP9111-PCB2600?qs=sGAEpiMZZMsnnjF5aXV%2FXnE3eCdjC97pvAwjr2ipc3w%3D

https://www.mouser.de/Search/Refine?Keyword=MMZ25

Zu dem TQP9111 gibt es auch ein Dev Board.
Zwei von dieser Sorte (2x 115€+MwSt.) und man hätte
3-4Watt bei 13cm.

Ansonsten muss man sich selber eine PCB nach dem
Vorbild des Dev-Boards designen und könnte
bei zwei Stück für ca. 40€ + PCB-Kosten eine kleine
PA für 13cm realisieren.

Hat jemand eine bessere und preisgünstigere Alternative
parat?

Für die Anhebung der < 0dBm des ADAML-Pluto gibt es kleine
Platinchen in der Bucht, die für 13cm geeignet sind.


Der Empfang kann ja über die diversen Web-SDRs gemacht
werden, für die ersten Versuche.

Hat eigentlich schon jemand Versuche zur Frequenzstabilität
des Pluto-Boards gemacht?


Markus

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Die Abkürzung ACPR aus den Datenblättern von NXP musste ich erst 
ergooglen:
"Adjacent Channel Power Ratio" also Abschwächung der Nebenaussendungen 
im Nachbarkanal, hier mit -48dBc angegeben.
Es wäre interessant, wie weit man unter dem 1dB-compression-point 
bleiben muss, um ein halbwegs sauberes SSB- oder Digital-TV-Signal zu 
erhalten. Beim TV wird soweit ich weiß erst mal der Rauschsockel neben 
dem digitalen Nutzsignal höher.
Im oben genannten "dorsten02.pdf" ist das auf Seite 12 zu sehen
"Einseitiges Leistungsspektrum ohne und mit nichtlinearer Verzerrung"

Autor: Hinweisgeber (Gast)
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Nun, Matthias (DD1US) hat da was zum Thema Pluto und Stabilität:

http://www.dd1us.de/Downloads/drift%20measurements%20Adalm-Pluto%20rev1.pdf

Autor: Markus W. (dl8mby)
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Danke für den Verweis auf die Drift des ADALM-Pluto.
Hat noch keiner den Oszillator getauscht um bessere
Ergebnisse zu erzielen?

Aber das ist wohl eher ein Thema für einen separaten
Thread.

Markus

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Ich habe mal die oben erwähnte Zweibandantenne aus DUBUS 3-2016 genauer 
angeschaut.
Die scheint "aus dem Vollen gefräst" zu sein, mit Wandstärken von 6mm, 
das muss doch etwas amateurmäßiger möglich sein. Für 13cm hat das Rohr 
einen Innendurchmesser von 112 mm, koaxial darin untergebracht ein Rohr 
mit 20 mm innen.

Es gibt (z.B. im Bauhaus 2m lang, gebraucht werden knapp 20cm) 
Regenfallrohr aus Alu mit 100 mm außen, das könnte noch passen, die 
Wandstärke ist gering. Ein Alurohr mit 20,5mm innen / 23,5 außen gibt es 
dort auch.

Im Artikel wird ein LNB von SPC (SPCR5300F) benutzt, dessen 
Gesamtverstärkung (mit Umsetzung auf ZF) von 60dB bei 10,8 GHz auf nur 
noch 20dB bei 10,55 GHz abfällt. Das entspricht auch meiner Beobachtung 
des Rauschsockels auf dem Spektrumanalyzer beim Megasat-LNB. Ich hoffe, 
dass das meiste davon auf ZF-Ebene passiert, das wird durch den anderen 
Quarz beseitigt. Sollte allerdings ein Eingangshochpass schuld sein, 
wäre dort ein Umbau nötig, was hier bei SPC tatsächlich nötig war.

Der Artikel aus DUBUS ist mit "SPCR5300F" zu finden auf "researchgate", 
aber Firefox zensiert die Seite.
Hier ist es als PDF nachzulesen:
https://mafiadoc.com/a-simple-s-x-dual-band-coaxial-feed-for-satellite-communication-_5a5c71471723dd0b6a3dbd14.html

: Bearbeitet durch User
Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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hier ist der Artikel direkt zu lesen, ohne Zebrastreifen identifizieren 
zu müssen (Captcha):
http://om6aa.eu/A_Simple_S_X_Dual_Band_Coaxial_Feed_for_Satellite_Communication_FV.pdf

Das angegebene Aluminiummaterial "AlMg4,5Mn0,7" nach Europanorm AW 5083 
ist ein Standardprodukt, korrosionsfest und für Seewasser tauglich.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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So, die Alurohre habe ich gekauft. Das Regenfallrohr ist ziemlich dünn, 
im Regal hatten mehrere Exemplare Dellen.

Diese Konstruktion mit zwei Hornstrahlern ineinander scheint nicht so 
weit verbreitet zu sein. Wenn man das PDF auf DIN A3 ausdruckt, sind die 
Zeichnungen sehr maßgenau 1:1.

Meine Rohrdurchmesser stimmen nicht ganz mit dem Vorbild überein, das 
Innenrohr im Original 33mm hat jetzt 35 und das Außenrohr hat innen 
nicht 112mm sondern etwa 99. Damit verändert sich die 
Hohlleiterwellenlänge, und ich muss die Einspeisepunkte und Gesamtlänge 
ändern. Nur der innere Rundhohlleiter für 10,4 GHz hat fast die 
korrekten 20mm. Ich vermute, statt vier Einspeisungen könnten auch zwei 
ausreichen, damit kann man die 90 Grad Phasenunterschied nur mit 
Kabelstücken erreichen. Die Rundheit der zirkularen Polarisation dürfte 
sich verschlechtern.

Meine Messtechnikausstattung für Antennen ist sehr überschaubar.
Ich kann die Eingangsreflexion mit dem mini-VNA messen, der Abgleich 
dürfte bei der Wobbelgeschwindingkeit etwas länger dauern.
Eine Messung des Richtdiagramms könnte ich mit Signalgenerator und 
Spektrumanalyzer über ein paar Meter Meßstrecke versuchen.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Es gibt noch einen kleine Zweibandstrahler zu kaufen:

https://www.darc.de/der-club/distrikte/h/ortsverbaende/24/projekte-und-selbstbau/duoband-antenne-24-10-ghz/
https://www.bamatech.net/product_info.php?language=en&switch_country=DE&info=p962_duoband-feed-fuer-es---hail-2-p4-a.html&no_boost=1
" > 70 dB ausreichend gut entkoppelt"

da gefällt mir das Argument aus Rastislavs Artikel besser: der lange 
Rundhohlleiter unterdrückt das Sendesignal um >100dB, (rechnerisch 
260dB). Die vierfache Sendefrequenz kommt natürlich durch, die sollte 
gut unterdrückt sein.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Ich hatte es völlig übersehen, im Artikel steht der Link:
Die Dualfeed-Antenne gibt es auch fertig zu kaufen, Preis auf Anfrage:
http://www.btv.cz/en/Dual-Band-Coaxial-Feed-en-2016

Autor: Funkzeugnis Klasse A (Gast)
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Nun kann man ja mal einen Zeitpunkt für ein QSO ausmachen. Mit den OMs 
hier im Forum.
Gruß vom A39

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Ich schon wieder - es wäre schön, auch die Erfahrungen anderer zu lesen. 
Es muss ja noch nicht alles funktionieren, das Thema hat so viele 
Aspekte.

Zur Sendeendstufe habe ich nochmal gesucht. Transistoren für C-Band 
Linearendstufen um die 10 Watt sind anscheinend immer noch eine teure 
Angelegenheit. Typische Abnehmer sitzen eher beim Militär oder im 
Mobiltelefonmarkt. Hohe Ausgangsleistungen findet man noch für Radar, 
aber das sind nur Impulsaussendungen mit relativ langen Sendepausen 
dazwischen. Aktuelle Typen "auf Anfrage", selten mal Einzelpreise um 300 
Dollar. Da sind die oben genannten 2 Watt um die 20 € noch billig.

https://www.tech-inter.eu/products/composants-component/amplificateurs/
Ein französischer Gemischtwarenladen für Hochfrequenzbauteile.
die führen z.B. Macom
MAAP-010169 10 W Power Amplifier 2 - 6 GHz +41 dBm Saturated Output 
Power, also etwas über 10 Watt Sättigungsleistung
MAAM26100-P1 GaAs MMIC Power Amplifier 2 - 6 GHz P1dB=28dBm etwas mehr 
als 5 Watt
FLM2527L-20F L-Band Internally Matched FET, schon älter (2002 ?): P1dB = 
43.0dBm (Typ.) Broad Band: 2.5 ~ 2.7GHz  Impedance Matched Zin/Zout = 
50Ω
usw.
http://www.sedi.co.jp/products/download.html?version=en
ein japanischer Hersteller z.B. "GaN auf SiC", klingt wie ein 
Gourmet-Rezept. Sämtliche Preise auf Anfrage.

FÜr meine 120cm-Schüssel muss ich noch ein paar Euro in 
Edelstahlschrauben und Alu-Profil anlegen, der hat noch keine Halterung. 
Ob Rastislavs Feed auch für eine Cassegrain-Antenne taugt?
Beitrag "Re: Suche Wellen Adapter "ding" ?"
hier mein Versuch vor einigen Jahren dazu, aber ich werde das Feed doch 
eher vor die Schüssel setzen.
Ich will mal provisorisch ein "Polarmount" aus Gerüstmaterial 
zusammenstellen. Dazu muss die Drehachse für die Schüssel parallel zur 
Erdachse stehen. Bei meinem Breitengrad sind das 49,5 Grad Schräge in 
Nord-Süd-Richtung, also etwas steiler als 45 Grad.

: Bearbeitet durch User
Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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The story continues...
Wie befestigen die Profis so eine Schüssel? Ich habe das mal so geplant, 
ein Sechseck aus Alu-U-Profil mit 3mm Wandstärke mit M8-Schrauben und 
dahinter ein großes Alublech (6mm Riffelblech), was ich beides gestern 
gekauft habe. Auf das Blech wird dann mit zwei Mastschellen ein 42mm 
Antennenmastrohr geklemmt, dann sehe ich weiter.
Die Multiplikation Länge mal Breite mal Quadratmeterpreis war an der 
Kasse ein Problem, das erst nach zwei Stornierungen klappte. Die 
Schlange hinter mir wurde immer länger. Dem Quadratmeterpreis nach muss 
das Blech aus mindestens 24-karätigem Aluminium bestehen.
Um mir die Cassegrain-Lösung offenzuhalten, muss ich in das Blech noch 
ein 10cm-Loch beißen, das wird noch etwas Zeit kosten.

Autor: Denny A. (oe1dea)
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Inspiriert von den vielen Berichten, habe ich bei meiner letzten 
Bestellung einfach mal ein Megasat HD-Profi Single LNB für ein paar Euro 
mit in den Warenkorb gelegt.
Öffnen ließ sich das Gehäuse leider nicht zerstörungsfrei. Wie haben die 
das da nur hineinbekommen? Die Kappe vorn ist einfach mit Silikon 
fixiert.
Die Elektronik ist mit drei Schrauben ohne lästigen Kleber befestigt.
Der Mixer ist ein 3566E DQ512 und eben der 25 MHz Quarz.
Welchen Quarz muss ich nun vorsehen, um die gewünschte Änderung zu 
erzeugen?

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Ich habe am Sonntag ein QSO von Micha DL2DC mitgehört als er mit einem 
HB9er fachsimpelte da ging es um Frequenzstabilität. Und ich muss sagen 
für mich kam er klar und deutlich und ohne störende SSB typische 
Geräusche. Eventull hab ich noch den Mittschnitt auf dem Mac.

ich glaube wenn da einer Ahnung hat dann der.

73

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Autor: fr (Gast)
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Guten Morgen,
Welches Programm für Linux ist geeignet um mit einem SDR-Stick den 
Satellit zu empfangen? Also LNB->SDR-Stick->Programm.
fr

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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GQRX war bisher ok, aber seit es gqrx-sdr heißt, stürzt es bei mir mit 
einer Fehlermeldung ab (Ubuntu 18.10). Mit derselben Hardware unter Win 
7 und mit SDR-sharp funktioniert es noch wie gewohnt.

Ichg habe hier keinen SDR, daher kann ich es auch nicht nachvollziehen, 
aber zuhause kommt auf dem Netbook eine Fehlermeldung und auf dem großen 
PC klappt auch etwas nicht mehr.

Hier wenigstens die Auswahlliste:
getDeviceList : Available input devices:
   "RFSPACE SDR-IQ Receiver"
   "RFSPACE SDR-IP Receiver"
   "RFSPACE NetSDR Receiver"
   "RFSPACE Cloud-IQ Receiver"
   "hw:HDA Intel,0"
   "hw:HDA Intel,2"
   "default"
   "RTL-SDR Spectrum Server"
   "Red Pitaya Transceiver Server"
   "Complex Sampled (IQ) File"

und zwischen LNB und SDR-Stick muss eine Einspeiseweiche, ich habe sowas 
von Reichelt, Axing mit drei F-Buchsen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Mikrowilli (Gast)
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Moin Christoph,

bemühe mal die Google-Bildersuche mit "mount parabolic dish" - da 
findest Du einige Anregungen für Halterungen auch größerer 
Parabolspiegel.

Ein 42mm-Mastrohr ist nach meiner Erfahrung zu dünn für einen Spiegel 
mit 120cm Durchmesser: so fest lassen sich die Mastklemmen kaum 
anziehen, daß nicht bei etwas kräftigerem Wind sich der Spiegel 
verdreht. Bei größeren Einspannlängen wird die Antenne zudem 
möglicherweise im Wind schwanken. Ein 60mm-Vierkantrohr wäre besser 
geeignet.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Ja das mit dem Verdrehschutz muss ich mir noch genauer überlegen. Es 
muss ja nicht gleich das Drehgestell eines Baggers oder Panzers sein, 
wie es in den letzten Funkamateur- und CQ/DL-Heften mit 
EME-Yagi-Antennen zu sehen war.

Für die genaue Polar-Mount Ausrichtung habe ich eine kleine 
Winkelwasserwaage, die sich aber höchstens auf ein bis zwei Grad genau 
einstellen läßt, und für die Südrichtung werde ich das Satellitenbild 
von Google-Earth benutzen. Der Winkel zwischen Hauswand und Ost-West 
läßt sich da gut ausmessen. Statt der Wasserwaage ginge noch ein 
Senkblei, ein rechter Winkel und das Klappmeter. Pythagoras und ebene 
Trigonometrie des rechtwinkligen Dreiecks sollte ich noch hinbekommen.

Da wir hier etwa 4000km oberhalb der Äquatorebene liegen (der 
Nordpol-Radius ist ca. 6100km) würde die Schüssel auch um den Betrag 
über den Satelliten weg zielen, wenn sie genau parallel zur Erdachse 
befestigt ist. aber auf 38000 km Entfernung muss dieser Fehler ein 
kleiner Winkel sein, den man einfach ausgleichen kann.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Wenn du vor deiner Hütte parkst frag dein Navi nach den Koordinaten.

Dann nimm Dir ein Stück Papier und male es 1 / 200 000 auf

einmal aus Polarer Sicht, so erhältst du den horizontalen Winkel
und
einmal aus äquatorialer Sicht (von 90° zu deinem Längengrad) geblickt, 
dann erhältst du den vertikalen Winkel.


Namaste

: Bearbeitet durch User
Autor: Mikrowilli (Gast)
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Hier ist ein Artikel mit dem theoretischen Rüstzeug: 
https://www.yumpu.com/de/document/read/10981619/polarmount-antennen-dreh-antennen-fur-satelliten-tele-satellite-/3 
.

In einer Ausgabe der cqDL irgendwann in den Jahren 1985 bis 1987 haben 
zwei Funkamateure ihr Projekt einer 3m-Parabolantenne mit Polarmount für 
den Empfang geostationärer TV-Satelliten beschrieben. Ich kann mich aber 
nicht erinnern, ob dort etwas über die Ausrichtng der Drehachse stand.
Es war aber eine Grafik enthalten, die den jeweiligen Winkelfehler beim 
Schwenk der Antenne über den "geostationären Ring" von Horizont zu 
Horizont beschrieb.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Danke für den Link, aber Yumpu ist fies, kein Druck möglich.
http://www.tele-satellite.com/deu/TELE-satellite-1207/files/assets/basic-html/toc.html
hier kann man sich es seitenweise (ab Seite 140 unter "Inhalt" zu 
finden) anschauen und zumindest als Einzelseite in PDF ausdrucken. Die 
CQ-DL werde ich mal suchen.

Ich überlege, ob ein Zaunpfahl aus 40mm verzinktem Vierkantrohr 
ausreicht. Zur Materialdicke ist leider nichts gesagt, ich werde ihn 
nachher mal anschauen. 
https://www.bauhaus.info/zaunpfosten/kraus-zaunpfahl/p/23795066
Aber wie befestige ich den wieder am Rest? Der verdreht sich jedenfalls 
nicht gegenüber der Schüssel, eher reißt etwas ab.

Winfrieds Navi-Verfahren verstehe ich nicht ganz, ein Navi im Stillstand 
kann keine Himmelsrichtung aus den GPS-Daten ermitteln. Entweder ist 
noch ein Kompasssensor eingebaut (im metallenen Auto vermutlich 
ungenau), oder man muss ihn ein paar Meter bewegen, um aus den 
Standortunterschied die Bewegungsrichtung zu errechnen.

: Bearbeitet durch User
Autor: fr (Gast)
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@Christoph db1uq
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
fr

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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> Winfrieds Navi-Verfahren verstehe ich nicht ganz, ein Navi im Stillstand
> kann keine Himmelsrichtung aus den GPS-Daten ermitteln. Entweder ist
> noch ein Kompasssensor eingebaut (im metallenen Auto vermutlich
> ungenau), oder man muss ihn ein paar Meter bewegen, um aus den
> Standortunterschied die Bewegungsrichtung zu errechnen.

Das GPS liefert den eigenen Standort mit geografischer Länge und Breite.

Mehr nicht, aber damit sind zwei wichtige Winkel festgelegt, die des 
eigenen   Standortes.

Fehlen die des Satelliten, geostationär bedeutet senkrecht über dem 
Äquator die Länge ist teil der Satellitenparametern.

Die Differenzen zwischen Satellitenstandort und eigenem Standort sind 
die
Winkel welche die Basis zur geometrischen Berechnung der 
Antennenausrichtung bilden.
Mit einem Winkel und 2 Seiten ist ein Dreieck definiert.

Zwei Dreiecke werden benötigt  Zusammen mit Erdradius und Satellitenhöhe 
haben wir die Seiten.

so können beide Dreiecke massstabgerecht konstruiert werden und die 
beiden gewünschten Winkel gemessen oder errechnet werden

Ich würde zeichnen und den Winkelmesser nehmen bevor ich rechnen wollte.

Namaste

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