> Eigentlich kennt der Herr Beck, das ist der Kopf hinter der digitalStrom> Firma, sich mit kleiner Hardware aus.
Der war mal der Kopf. Aber weil die in Wetzlar über mehrere Jahre nix zu
Stande bekommen haben, haben das irgendwann die Schweizer (einer der
Investoren) übernommen. Beck ist jetzt nur noch Ideengeber und er hält
die windigen Patente rund um Digitalstrom.
Wenn sich Digitalstrom so toll durchsetzt wie der x86-Webserver (wo sich
Beck ebenfalls rausgezogen hat, bevor der Kram überhaupt mal ans Laufen
kam - technisch wie wirtschaftlich), dann würde ich mir das lieber nicht
einbauen. ;-)
Naja, schauen wir mal ob die jetzt wenigstens ihre VDE schaffen. Sonst
kann man das alles wohl sowieso begraben.
VDE ist nicht CE. Und bei CE kann man immer ein paar dB nachhelfen,
wenn's klemmt. Das schaffen die schon, nach so vielen Jahren
Entwicklung. Ob das dann marktfähig ist, ist aber noch eine andere
Sache.
@Hans Meyer
>Wenn sich Digitalstrom so toll durchsetzt wie der x86-Webserver (wo sich>Beck ebenfalls rausgezogen hat, bevor der Kram überhaupt mal ans Laufen>kam - technisch wie wirtschaftlich), dann würde ich mir das lieber nicht>einbauen. ;-)
also wir haben bereits 2001 erfolgreich den SC12 von Beck eingesetzt und
sind bis heute mit dem x86-Webserver sehr zufrieden. Wir bestellen heute
noch welche und wo geht das nach 9 Jahren noch! Wo ist dein Problem?
Gruss Anwender
Unsere 3 hat bei allem was mit digitalstrom zutun hat ein Problem.
Der x86-Webserver ist scheinbar ein Nischenprodukt und kein
Massenprodukt mit dickem Umsatz - was es scheinbar mal werden sollte (so
wie DS es auch werden soll).
Mich persönlich würde es aber überhaupt nicht stören wenn DS ein
Nischenprodukt bleibt/wird solange es funktioniert und preislich
deutlich unter EIB und Konsorten bleibt...
4
@Vier:
Ich hab' ein Problem mit halbgarem Zeug, unausgegorenem
Marketinggeschrei, Desinformation und Schrottpatenten.
Der Informationsstand zu DS gibt leider bisher nicht mehr her.
Du hast ein Problem mit deinem Marktverständnis. Wenn DS funktioniert
(was zu hoffen wäre) und der Preis deutlich unter EIB und Konsorten
bleibt (was zu hoffen wäre) dann ist es auch kein Nischenprodukt mehr
(was ebenfalls zu hoffen wäre).
Nischentechnologien nützen in der Installationstechnik nichts. Und
Produktverfügbarkeiten über 9 Jahre sind in der Hausinstallation
garnichts, da reden wir über 30 Jahre und mehr.
Nur wissen tun wir von alledem leider nichts. Und was die Vorredner von
der CeBIT-Demo zu berichten wussten, hat leider auch nicht
weitergeholfen, sondern eher Zweifel an der Marktreife geweckt. Nun
warten wir also gespannt auf die nächste Messevorführung. Dass die an
einem fehlenden CE-Zeichen scheitert, kann ich mir allerdings nicht
vorstellen. That's all.
Wobei man unterscheiden muss dass auf der Cebit 1-2 Stände Digitalstrom
für ihr Projekt genutzt haben. Auch auf Nachfrage wussten die nix von DS
ausser dass es eine offene API gibt. Zudem habe ich auf der Cebit keine
DS Koponenten zu Gesicht bekommen. Und bei dem Lautstärke Pegel der auf
so einer Messer herrscht, wundert es mich sehr, dass man dort eine DS
Klemme hat summen hören wollen.
Auf der kommenden L+B hingegen hat DS einen eigenen Stand und erst dort
werden wir die Informationen bekommen, über die in diesem Thread schon
seit Jahren spekuliert wird.
Vielleicht hat ja garnicht die Klemme gesummt, sondern sonstwas. Meine
diesbezügliche Nachfrage blieb leider unbeantwortet.
Desinformation überall, auch hier im Forum.
Hey Nr 3
Ist das vielleicht das GUI welches deiner Meinung nach Zukunft hat:
http://www.home-pad.com/
PS: Der neue DS Newsletter ist raus
Darin schreiben Sie, dass Digitstrom an sich, ein DS BWM, obige HomePad
GUI bzw alternativ Mivune auf der L+B 2010 vorgestellt werden.
Ich bin mal sehr auf die Preise gespannt...
Für mich sieht das alles ziemlich windig aus.
Hörte sich erstmal alles ganz schlüssig an, aber wenn dann die
Wunder-Lüsterklemme aufgetaucht ist konnt ich mir das Lachen nich
verkneifen.
Ich hab mir doch viel von diesem Thread durchgelesen, aber weder hier
noch bei Digitalstrom findet man wie es gehen soll ne 100W glühbirne mit
nem Chip der dem einer Kreditkarte sehr ähnlich sein soll ein und
auszuschalten und dann auchnoch zu dimmen, über ne Waschmaschine reden
wir jetzt besser nich ...
Vlt wurd ja eine neue Generation FET entwickelt in der ein Chip sitzt xD
Auserdem ist doch alles sehr widersprüchlich, zuerst erzählt der Prof
dass alles einfach sein soll und dann wird über die Farbe des Tasters
entschieden was gesteuert wird, aber sicher ...
Iwie sieht auch die Website sehr auf Kaffeefahrt getrimmt aus, also ich
stand dem ganzen erstmal sehr neutral gegenüber, aber wenn ein
nochnichtmal vorzeibares Produkt schon mit (R) geschützt wird und sehr
auf wichtig und innovativ getan wird und es auser einer ominösen
Lüsterklemme nix zu sehen gibt ...
Im Ersten Video mit den 3 Glühbirnen erzählt er dass nur die
Lüsterklemmen vor den Endgeräten zu tauschen seien, aber auf einmal ein
Schalter präsentiert wird der seine aktuelle Funktionalität über eine
RGB-Led anzeigt scheint etwas nich zu stimmen.
Mein jetziges Fazit: Tolle Ideen, Seriöse Partner, wobei ich ehrlich
gesagt nicht glauben kann das die ETH das wirklich unterstüzt, tolle
TV-Auftritte aber keine wissenschaftlichen Aussagen ...
Ideen hab ich auch viele, Demos könnt ich bestimmt auch tolle bauen und
wenns dran geht wirklich was zu zeigen mauer ich einfach weil das
geschützt is ...
Gruss
David
Intressante Seite mit geschätzten Preisen und Produkte die ab Herbst
2010 erhältlich sein sollen.
http://www.digitalstrom.org/beziehen
Naja, vielleicht fängt die Revolution ja tatsächlich an :)
Und wo stehen da Preise, außer der völlig vagen Angabe:
"Als unverbindliche Richtangabe können Sie von mit Installationskosten
von ca. € 1000.- für den ersten Raum und € 500.- bis 800.- für jeden
weiteren Raum rechnen."
Was soll es denn für das Geld geben? Einen DS-Controller und eine Klemme
für die Lampe an der Zimmerdecke? Oder Steuerung für 20 Steckdosen, mit
Bluetooth-Interface für den steuernden PC? Was man als Ausstattung für
einen "Raum" definieren kann, ist ja ein beliebig weites Feld. Für eine
Deckenlampe fände ich 1000 Euro jedenfalls heftig. Wenn ich das Geld
dafür ausgeben wollte, da würde ich dann doch lieber eine ganz tolle
Design-Leuchte kaufen und auf Digitalstrom verzichten.
Da das Ganze ja Energie sparen soll: wieviel Strom muss man eigentlich
einsparen, um bei einer Dreizimmerwohnung 2.000 bis 2.600 Euro zu
sparen, damit es sich auch rechnet?
David S. schrieb:> Ich hab mir doch viel von diesem Thread durchgelesen, aber weder hier> noch bei Digitalstrom findet man wie es gehen soll ne 100W glühbirne mit> nem Chip der dem einer Kreditkarte sehr ähnlich sein soll ein und> auszuschalten und dann auchnoch zu dimmen, über ne Waschmaschine reden> wir jetzt besser nich ...
Schon mal in ein Gehäuse von einem "fetten" MOSFET reingeschaut? Da ist
auch nur ein winzig kleiner Chip drin, rest Gehäuse.
> aber keine wissenschaftlichen Aussagen ...
Du kannst dir sämtliche Patente ansehen!
> Um digitaISTROM-Installationen machen zu können, muss ein Betrieb von der >
digitaISTROM-Allianz akkreditiert sein.
Na da werden sich die Installateure aber gleich drauf stürzen. Wozu
braucht man Schulung und Akkreditierung, wo das ganze doch so
unglaublich narrensicher sein soll? Achja, damit keiner privat den
Plunder kauft und einbaut.
abend,
komme grade von der L+B und hatte kurz (morgen wohl mehr) zeit mir den
ds-stand anzuschauen.
was gezeigt wird sind 4 panels mit jeweils dem gleichen aufbau:
3 taster (normal, haus verlassen, klingeln) an je 3 leuchten (alles bald
illegales glühobst).
die leuchten schalten leicht verzögert an (für mich grade noch
erträglich, bin aber auch sehr pingelig. zusammen mit einem
energiesparobst für mich indiskutabel).
dimmen geht nur in einer geschwindigkeit, lampe flackert etwas beim
dimmen, dimmen nur schubweise.
über mehrfachbedienung lassen sich szenen abrufen, gleich schnell wie
unicast. (gruppenadressen sind möglich, werden über die szenen im
browser implizit definiert)
haus verleassen schaltet alles aus.
klingeln lässt lampen blinken.
VDE zulassung ist durch. das sagt aber nichts (nicht viel) über emv
verhalten aus. auf dem chip ist keine drossel verbaut.
wie man hört sind die teile noch nicht wirklich langlebig.
"wie man hört sind die teile noch nicht wirklich langlebig"
Wie haben wir das zu verstehen? Was soll denn kaputt gehen? Und wie
sieht der weitere Zeitplan aus? Solange die Teile nicht betriebsfest
sind, ist an eine Vermarktung ja nicht zu denken.
"haus verleassen schaltet alles aus"
Was soll das? Wenn ich das Haus verlasse, möchte ich im Gegenteil, dass
eine definierte Minimalbeleuchtung eingeschaltet ist, gekoppelt mit
Helligkeitssensor und ggf. Zeitsteuerung. Geht sowas?
> "wie man hört sind die teile noch nicht wirklich langlebig">> Wie haben wir das zu verstehen? Was soll denn kaputt gehen? Und wie> sieht der weitere Zeitplan aus? Solange die Teile nicht betriebsfest> sind, ist an eine Vermarktung ja nicht zu denken.
es wird leider kaum möglich sein da an nähere infos zu kommen.
ds-standpersonal hat dazu wohl gesagt, dass sie ja noch bei den erste
chargen wären und die chips immer zuverlässiger würden. was man als
klares "ja, sie sterben wie die fliegen" interpretieren könnte, wenn man
wollte, will ich aber natürlich nicht.
>> "haus verleassen schaltet alles aus">> Was soll das? Wenn ich das Haus verlasse, möchte ich im Gegenteil, dass> eine definierte Minimalbeleuchtung eingeschaltet ist, gekoppelt mit> Helligkeitssensor und ggf. Zeitsteuerung. Geht sowas?
nein, die haben nur eine "Abwesenheitssimulation" (zitat "leitfaden für
elektroinstallateure und planer")
... im erst, natülich geht das. du kannst ja eine beliebige szene
abrufen. alle leuchten auszuschalten ist aber nicht unüblich.
(bissl teuer das ganze, nicht ??)
>über mehrfachbedienung lassen sich szenen abrufen, gleich schnell wie>unicast. (gruppenadressen sind möglich, werden über die szenen im>browser implizit definiert)
heißt das, eine "szene" die mehrere lichter einschaltet, schaltet diese
nicht zugleich ein, sondern nacheinander ?!?
ich dachte mir das wäre genau der "trick" hinter diesen szenen?!!?
Hallo,
ich habe von DS schon vor langer Zeit gehört und beobachte diesen Thread
schon eine ganze Weile.
Gestern hatte ich Gelegenheit mir den Stand der Entwicklung einmal in
real zu betrachten.
Die Preise wurden hier ja schon mitgeteilt. 40 Euro für die
Lüsterklemme. Sie ist so, wie ich sie mir vorgestellt habe, groß, sehr
groß!
Neben einer kleinen Halogenlampe mit kleinem Gehäuse lag der "Klotz" von
Klemme. Kaum höher als das Lampengehäuse ;-). Hineingefummelt bekommt
man sie da nicht. Ob die Klemme warm wird konnte ich feststellen, da
alles in einem Glaskasten untergebracht war.
Nach Auskunft des Standpersonals kann das Ding 150W schalten und dimmen.
Allerdings ist es kein Universaldimmer, wie es heute bei anderen
Herstellern üblich ist. Was genau gedimmt oder nicht gedimmt werden kann
blieb offen.
Für Motoren, wie zum Beispiel Rohrmotoren für Rollläden konnte man eine
Entwicklungsstudie betrachten. Sie war noch etwas weit vom Produkt
entfernt.
Morgen soll die VDE Zulassung für die Komponenten im Verteilerkasten
kommen.
Um die EMV in den Griff zu bekommen wurde ein Doktor eingestellt, der
aus den ehemals rechteckigen Impulsen etwas Abgerundetes gemacht hat.
Nun ist die Abstrahlung vermutlich nicht größer als bei Funkschaltern,
sagte man mir.
Fazit, da liegt noch ein langer Weg vor DS, bis das ganze sich im Markt
und bei den Installateuren ausgebreitet hat. Da man für die
Kommunikation der Klemmen untereinander auf jeden Fall eine Komponente
im Verteilerkasten benötigt, wird der versprochene Komfort nur mit einem
Fachmann zu erreichen sein.
Bei der Durchsicht der Unterlagen ist mir aufgefallen, dass es eine
wahre Flut von Modulen in Verteilerkasten gibt. Der in den Unterlagen
dargestellte Kasten ist proppe voll und hat nicht einmal Platz für einen
ordentlichen 3 Phasen FI-Schalter, von einem Klasse II Überstromschutz
ganz zu schweigen. Wer heute so viel Geld für Komfort übrig hat sollte
sich auch einen ordentlichen Klasse II Überstromschutz leisten.
Vom Funktionsumfang von KNX, LCN oder enocean ist DS noch Meilen weit
entfernt und für einfache Funktionen wie Licht an und aus oder dimmen
sind Komponenten von Intertechno wesentlich preisgünstiger.
DS täte gut daran, schon jetzt an Gateways für diese Systeme zu
arbeiten.
ja, ich war auf der L&B und habe dort fast nur mit Leuten von
Hausautomationen gesprochen.
Das Angebot ist riesig. Man braucht einen guten Plan, um das zu sehen,
was man für interessant hält. Besser sind zwei Tage, Pflicht und Kür.
Die Messehallen sind anstrengend. Es gibt keine Ruhezonen oder Bänke
zwischen den Hallen, eine Zumutung ist das! Auch sind die Stände
mangelhaft mit Nummern versehen.
OK, weis nich so richtig was ich davon halten soll.
Erst ist alles total einfach, jetzt dürfen das nur speziell geschulte
Elektriker einbauen, und vor allem Einrichten ...
Und der Sicherungskasten der bei dem komischen Doktor in dem einen Video
gezeigt wurd war ja auch nur die Halbe Miete wie man hört, alles in
allem sehe ich in dem ganzen einen netten Ansatz, aber bezweifle dass
das ganze innerhalb absehbarer Zeit Marktreif und vor allem bezahlbar
wird.
Gruss
David
flow schrieb:> Fazit, da liegt noch ein langer Weg vor DS, bis das ganze sich im Markt> und bei den Installateuren ausgebreitet hat. Da man für die> Kommunikation der Klemmen untereinander auf jeden Fall eine Komponente> im Verteilerkasten benötigt, wird der versprochene Komfort nur mit einem> Fachmann zu erreichen sein.
Wie lange arbeiten ("forschen") die schon daran? 4 Jahre? 5 Jahre?
Seit wieviel Jahren wird die Markteinführung immer zunächst auf das
Jahresende und dann auf das Folgejahr verschoben?
Das wäre nicht die erste Technologie, die vom technischen Fortschritt
überholt wird, bevor sie fertig wird.
Und was ist von der ursprünglichen Idee geblieben? Es sollte günstig
sein (10 Euro pro Lampe wurden anfangs genannt - einen teuren dS Meter
gab es nicht) und einfach sollte es sein. Jetzt kostet es 3000 Euro für
eine 3-Zimmer-Wohnung und nicht mal ein normaler Elektriker darf den
Kram einbauen - er muss akkreditiert sind (für normale Elektriker ist
der Kram wohl zu kompliziert).
Wenn ich die Kosten auf mein Haus hochrechne (wer baut so einen Luxus
schon in eine 3-Zimmer-Mietwohnung?), dann bin ich locker bei 10.000
Euro. Für das Geld bekommt ich jetzt schon auf Basis von solider und
bewährter Technik mindestens den gleichen Komfort.
Also, ich war auf der Messe und habe bei ds mit einem Unteraussteller
gesprochen. Dort war das Hauptthema die Erfassung des aktuellen
Stromverbrauchs am Zähler (hat nichts mit ds zu tun), im zweiten Schritt
die gruppenweise Erfassung (mit den ds-Modulen) und im dritten Schritt
die geräteweise Erfassung (mit den ds-Klemmen bzw. eingebaut im Gerät).
Einen Hauptmarkt sah man bei gewerblichen Kunden zur Erfassung des
innerbetrieblichen Stromverbrauchs.
Das Systems hat leider einige Probleme, die es als noch nicht praxisreif
erscheinen lassen: 1. Pro Stromkreis ein ds-Modul im Verteiler.
Nachrüstung bei bestehenden Anlagen daher in der Regel wegen
Platzproblemen unmöglich. Ob es ds-Module für mehrere Stromkreise geben
wird, war nicht bekannt. Zur Zeit könnte es daran scheitern, dass ein
ds-Modul nur für maximal 16A ausgelegt ist. 2. Das ds-Modul selbst
benötigt gut 1,5 W. Im typischen Einfamilienhaus bedeutet das bei
kompletter ds-Ausstattung eine Ruhelast von 20 bis 30 Watt, je nach Zahl
der vorhandenen Klemmen/Geräte mehr. Das ist im Sinne der
Energieeinsparung kontraproduktiv. Bis zur Markteinführung im Herbst
soll der Ruhestromverbrauch allerdings noch deutlich verringert werden.
Bei der Klemme fiel mir auf, dass die installierten Muster eine andere
Größe hatten als die Leergehäuse, die als Spielzeug verteilt wurden.
Offenbar ist man da noch heftig am Umkonstruieren.
Ferner fiel mir auf der Messe auf, dass im Leuchten-Bereich so etwa jede
zweite Neuvorstellung LED-basiert war. Wenn Digitalstrom als
Zukunfts-Technologie da mithalten will, wird man wohl mehr anbieten
müssen als nur einen Glühlampen-Dimmer.
Frage 1, hier schon mehrfach gestellt, aber ich sehe bisher keine
wirkliche Antwort: welche vernünftigen Alternativen gibt es für Systeme
zur Haussteuerung auf Powerline-Basis? Den Aspekt der stromkreis- oder
gerätebezogenen Verbrauchserfassung lassen wir dabei mal außer Betracht
(das ist zwar ein nettes Feature bei ds, macht das ganze aber unnötig
kompliziert in der Installation). Mit "vernünftig" meine ich: halbwegs
standardisiert und zukunftssicher, nachrüsttauglich für
Altinstallationen, bezahlbar.
Frage 2: weiß jemand etwas über Digitalstrom und LED-Leuchten? Ich habe
leider vergessen, auf der Messe zu fragen.
>Frage 2: weiß jemand etwas über Digitalstrom und LED-Leuchten? Ich habe>leider vergessen, auf der Messe zu fragen.
Verstehe nicht ganz was das eine mit dem anderen zutun hat. Die LED
Leuchten Hersteller werden doch nicht so blöd sein eine Lampe zu bauen
die sich dann nicht Standard Dimmern dimmen lässt.
Robert L. schrieb:> praktisch keine LED leuchte (die als ersatz für z.b. 12V spot, 230V> spot, 230V birnene usw. ) gedacht sind, lässt sich dimmen...
NXP hat Chips dafuer...
Nachtrag:
ich habe eben in den "Leitfaden für Digitalstrom-Installationen"
geschaut. Der wendet sich ja an Fachleute. Und da bin ich faziniert. Da
ist überall die Rede von "Leistungs-Schutzschaltern". Gibt es sowas in
der Schweiz? In Abb. 3 ist das Digitalstrom-Filter pro Phase einmal
zwischen L und PE geschaltet, mit zusätzlichem Leistungs-Schutzschalter.
In Abb. 19 ist es ähnlich gezeichnet. Das finde ich wirklich
erstaunlich, ein eigens abgesichertes Pulsableitungsfilter gegen PE pro
Phase, macht zusammen 9 TE im Verteiler. Was ist denn, wenn man die
Leistungs-Schutzschalter ausschaltet? Da ist ja niemand dran gehindert.
Funktioniert dann Digitalstrom nicht mehr, kann die ganze Nachbarschaft
mithören, oder erlischt die VDE-Zulassung durch Umlegen eines Schalters?
Das Beispiel Abb 19. stattet 8 Stromkreise mit Digitalstrom aus und
benötigt für die dS-Komponenten insgesamt 19 TE im Verteiler. Dabei wird
davon ausgegangen, dass die Räume je einen LS für Licht + Steckdosen
gemeinsam haben. Das ist so gerade die Mindestausstattung für Wohnräume.
Außerdem verbraucht ein dSM sogar 2 bis 3 W. Dafür soll dann ein
Fernseher o. ä. abgeschaltet werden. Der verbraucht allerdings, wenn er
modern ist, im Standby weniger als 1 W. Um den abzuschalten, braucht man
aber wieder eine dS-Klemme. Macht 0,3W.
In den Preisen ist aber wohl noch Luft. Ein Zwischenstecker mit Relais
(Kopp) kostet auch nicht mehr als die Klemme allein. Kopp kalkuliert
wohl schärfer.
@david:
nxp hat also chips mit denen ich nicht dimmbare LED-spot trotzdem
dimmen kann ?? oder was meinst du?
(es gibt natülich auch dimmbare zu kaufen, nur teurer, aber irgendwie
hat das alles mit digitalstrom nix zu tun ...)
Robert L. schrieb:> @david:>> nxp hat also chips mit denen ich nicht dimmbare LED-spot trotzdem> dimmen kann ?? oder was meinst du?>> (es gibt natülich auch dimmbare zu kaufen, nur teurer, aber irgendwie> hat das alles mit digitalstrom nix zu tun ...)
NXP hat Chips, mit denen man ein dimmbares LED-Leuchtmittel bauen kann.
Oh, ist das schwierig. Also noch mal gaaanz langsam:
Meine Frage war, ob jemand von einem Hersteller eines LED-Leuchtmittels
oder einer LED-Leuchte gehört hat, welches/welche per Digitalstrom
dimmbar wäre, wenn Digitalstrom auf den Markt kommt, also etwa im Herbst
dieses Jahres. Und ob es auf dem Digitalstrom-Stand Informationen dazu
gibt. Ich hatte, wie gesagt, vergessen, zu fragen.
Ich kann die Frage nun noch erweitern: welche LED-Leuchtmittel (konkret,
mit Herstellerangabe und/oder Typ) sind denn mit Standard-Dimmern
dimmbar (ich dachte bisher, gar keine)?
also 1. bester google treffer sagt z.b. :
http://www.beleuchtung-mit-led.de/product_info.php/info/p391_Dimmbarer-GU10-LED-Spot---3-x-1-Watt-Power-LEDs-Warm-Weiss.html
vermutlich !! ist es denen egal ob an- oder abschnitt dimmer..
d.h. der digitalstrom dimmer wird (vermutlich!) funktionieren ...
wobei natürlich das problem hast, dass praktisch kein "handelsüblichen"
dimmer unterhalb von 3W funkioniert..
d.h. du musst vermutlich eine ganze menge socher led anschließen, dass
der dimmer selber mal funktioniert...
Naja, ich hatte an ernsthafte Produkte gedacht und nicht diesen
China-Importkrams. Mein eigene Erfahrung mit einem solchen Produkt
(nicht dimmbar) ist jedenfalls so, dass ich es keinem weiterempfehlen
möchte. Zugegeben, ist nur eine Einzelerfahrung, kein statistisch
abgesicherter Dauertest.
>Meine Frage war, ob jemand von einem Hersteller eines LED-Leuchtmittels>oder einer LED-Leuchte gehört hat, welches/welche per Digitalstrom>dimmbar wäre,...
Was hat das denn mit dS zu tun? dS ist ein Kommunikationsbus der mit
einem MOSEFT Dimmer kommuniziert.
Wenn es ein LED Leuchtmittel gibt was dimmbar ist, dann funktioniert vom
Prinzip her auch der DS Dimmer.
Es hat mit Digitalstrom zu tun, dass die überwiegende Zahl der seriösen
Hersteller von LED-Leuchten KEINE LED-Leuchtmittel in Standardbauform
nutzt, sondern die LEDs direkt in die Leuchte einbaut. Meist zusammen
mit passender Optik, was ohnehin mit Standard-Leuchtmitteln nicht gehen
würde.
Grund: thermisches Management. Deshalb sterben die
Nachrüst-LED-Leuchtmittel ja auch wie die Fliegen, jedenfalls zum Teil,
je nach Einbausituation und Qualität des Produkts.
Also müsste der Hersteller seine Leuchte mit integriertem dS-Chip
ausstatten. Genau das WILL Digitalstrom ja auch, erklärtes Ziel ist es,
dass deren Chip direkt im Gerät ist.
LED-Leuchtmittel in Standardbauform herkömmlicher Glühlampen sind ein
Randmarkt, Baumarkt-Ware, mehr oder weniger eine Notlösung.
Professionelle LED-Leuchten sind etwas ganz anderes. Zu sehen auf der
Light + Building.
> Genau das WILL Digitalstrom ja auch
die wollen sehr, viel, das wissen wir schon;-)
in den TV und in der kaffeemaschine , herd, waschmaschine soll ja alles
gleich mit ds-chip ausgestattet werden...
die LED "dimmer" in diesen "profesionenllen" lampen wäre ja wesentlich
unproblematischer als normale 230V an/abschnittdimmer...
nachdem man aber (meistens) mehrere LED brauchen wird, für genügend
lichtstärke (+ einfachere wärmeverteilung) könnt man ja auch "einfach"
ein paar LED ausschalten, dann wärs auch dunkler...
Wieso glauben die Digitalstromer eigentlich, dass jeder plötzlich den
Stromverbrauch seiner Kaffeemaschine wissen will und jede Lampe nun
dimmen möchte?
Zu 1.: Weil seit diesem Jahr die EVUs den Kunden mindestens die
moantliche Verbrauchserfassung anbieten müssen. Und zukünftig wird es
tageszeit- und verbrauchsabhängige Tarife geben. Wann und wie das genau
sein wird, weiß noch keiner. Dass es irgendwie ein Zukunftsmarkt wird,
glauben aber alle. Mit Atomstrom vermutlich später, mit Wind- und
Solarstrom vermutlich eher.
Zu 2.: Frag' ich mich auch. Deshalb ja auch meine Frage nach
zukunftsträchtigeren Varianten (z. B. LEDs und entsprechende
Lichtszenarien). Man sollte dabei nicht nur an das traute Heim denken,
sondern auch an Büros, tageszeitabhängige Beleuchtung, Konferenzräume,
Lichtklima je nach Nutzung (Vortrag, Bühne, Projektion,
Gruppenveranstaltung, ...). Da ist mehr gefragt als bloß eine
100-Watt-Glühbirne zu dimmen.
dfhhr schrieb:> Es hat mit Digitalstrom zu tun, dass die überwiegende Zahl der seriösen> Hersteller von LED-Leuchten KEINE LED-Leuchtmittel in Standardbauform> nutzt, sondern die LEDs direkt in die Leuchte einbaut. Meist zusammen> mit passender Optik, was ohnehin mit Standard-Leuchtmitteln nicht gehen> würde.>> Also müsste der Hersteller seine Leuchte mit integriertem dS-Chip> ausstatten.
Die LED Leuchte wird doch wohl auch mit 230V betrieben oder nicht? Wenn
der Hersteller dafür sorgt das sich das Ding dann auch dimmen lässt, ist
alles gut. Dann kann man auch den dS Dimmer vorschalten.
aus heise online:
Die zum Nachrüsten vorhandener Elektrogeräte benötigten intelligenten
"Lüsterklemmen" wird es nicht frei zu kaufen geben, da sie nur
rudimentäre Funktionen nachrüsten und beispielsweise ein dimmbares Radio
keinen Sinn ergeben würde. Für Bastler hat dies zur Folge, dass sich
alte Elektrogeräte doch nicht so unproblematisch an digitalStrom-Netz
anbinden lassen wie ursprünglich erhofft.
Hier der Link auf den ganzen Artikel:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Guenstige-Heimautomatisierung-dank-digitalStrom-979944.html
Das heisst also, wenn man Digitalstrom installiert, kann das gesamte
vorhandene Equipment vergessen. Und damit eignet sich das Ganze
überhaupt nur noch für Wohnungen und Häuser, die komplett neu
eingerichtet werden. Und dann muss man sich halt beim Einrichten auf das
Beschränken, was Digitalstrom-fähig ist.
Noch ein Nachtrag:
Meine persönliche Vermutung, warum die Klemmen nicht einzeln verkauft
werden, ist, dass die Dinger die VDE-Prüfungen nicht bestehen. VDE war
ja zur L+B versprochen.
Wenn man den Chip direkt in Geräte integriert, hat man die Möglichkeit
durch externe Beschaltung das ganze VDE-konform zu machen. In der Klemme
reicht der Platz vermutlich nicht aus.
Ein Nachrüstschalter für die Lampe ist vermutlich technisch machbar,
aber das wird dann wohl keine "Lüsterklemme", sondern eine kleine Box,
so wie man das von anderen Nachrüstsystemen kennt. Genauso groß und
genau so teuer.
laut standpersonal auf der L+B ist VDE auch für die klemmen durch.
aber: das sagt nichts über EMV aus und die dimmer haben keine drossel.
und: dass die klemmen nicht frei verkauft werden stimmt zwar, aber der
elektriker kann die kaufen und damit vorhandene leuchten nachrüsten.
Die dS-Filter ist primär nicht gegen Störungen von aussen, sondern um
die einzelnen Polleiter untereinander auf der Zuleitungsseite gegen
Übersprechen der dS-Signale zu entkoppeln. Also ein technisches Problem,
das dS nicht eleganter lösen konnte! Und für diese Filter lässt sich dS
nun auch noch fürstlich bezahlen! Darüber hinaus hat es im
Sicherungskasten oder Wohnungsverteilung sowieso nicht genug Platz.
Fazit: In einer Neuinstallation ist die getrennte Führung der
230V-Leitung als Leistung und der Busleitung ganz klar im Vorteil,
sprich dies ist technisch die weit sauberere Lösung. In einer
Altinstallation hat dS eine geringe Daseinsberechtigung, dürfte aber
entgegen der Vorankündigung viel zu teuer sein.
Der Geschäftsführer der dS besticht eher durch Polemik und Esoterik als
durch technisch fundiertes Know How. Auf mich macht dS alles Andere als
eine seriösen und professionellen Eindruck! Mit grossen Worten allein
wird's wohl schwierig...
Ihr Deutschen macht euren Ruf wiedermal allen Namen!
Ihr könnt einfach nichts anderes, als den ganzen Tag zu meckern,
dämliche Vermutungen anstellen und zum Schluss kommen, dass das alles
sowiso nicht funktioniert!
Diese Einstellung ist der Hemmschuh des Fortschritts.
Wartet doch verdammtnochmal einfach ab bis sich das entwickelt hat!
Und wie lange "verdammtnochmal" soll noch gewartet werden? Die wenigsten
hier haben grundsätzlich was gegen dieses Produkt (falls es jemals
wirklich ein solches wird), sondern gegen die Kombination aus lauthalsen
Ankündigungen, leeren Versprechungen und Worthülsen, die das Projekt
seit Jahren (!) umgeben.
Eben. Wenn z. B. Apple ein Produkt ankündigt, dann ist das wenige Monate
später auf dem Markt und funktioniert. Da wird erst angekündigt, wenn
das Produkt eigentlich schon fertig ist und keine technischen Risiken
mehr bestehen. Ist doch klar, dass da keiner meckert - weder Deutsche
noch Ausländer.
Bei Digitalstrom würden auch jeder Ausländer (der die Geschichte von
Anfang an mitverfolgt hat) meckern. Da bin ich mir sicher.
Von den anfänglichen Versprechungen (billig, einfach, von jedem
installierbar und einfach nachzurüsten) ist nichts, aber auch gar nichts
übrig geblieben.
Jetzt ist es ein hochpreisiges Spezialprodukt, das überhaupt nur an
akkreditierte Firmen abgegeben wird und kostet minimum 1000 Euro.
Da soll man nicht meckern? Wer weiss, was da rauskommt, wenn die nochmal
3 Jahre weiterentwickeln? (Ende 2010 sind die bestimmt noch nicht
fertig). Vielleicht kostet es dann ab 2000 Euro und wird auch nicht mehr
an Handwerker verkauft sondern nur noch an OEMs. Von der bisherigen
Entwicklung her wäre das durchaus denkbar.
Hier noch zwei Nachträge:
Wieso sollte ich den Strom/Verbrauch jedes einzelnen Gerätes messen
können??? Steht ja auf jedem Gerät gratis drauf!
Eigentlich war geplant, die 150W-Klemme in das kleine Gehäuse (wie
Werbeklemme) einzubauen und die 350W-Klemme in das grössere Gehäuse, wie
es jetzt in der 150W-Version verwendet wird. Dies ist nur eine
Notlösung, da die dS-Entwickler es nicht wie geplant umsetzen konnten.
Die 10A-Variante kann übrigens nicht dimmen, hier ist einfach ein
Zwischenrelais eingebaut.
Das Aufrufen der Szenen mit mehrfachem Drücken hat sich in der Praxis
als unzumutbar erwiesen!
> Geni (Gast)
auf deinem PC steht 450W
d.h. er braucht 450W ;-)
strommessen pro verbraucher WÄRE also sehr interessant, ABER der aufwand
(egal wie man es macht) KANN nur größer sein, als jeglicher nutzen..
wo du recht hast: die "lüsterklemme" ist meistens für verbrauchen mit
konstantem stromverbrauch, dort braucht man keine strommessung..
(da genügt es wenn die steuerung weiß wann das ding läuft, und das tut
sie ja..)
größe der klemme find ich "zweitrangig"
(dimmen find ich auch "zweitrangig")
Geni schrieb:> Das Aufrufen der Szenen mit mehrfachem Drücken hat sich in der Praxis> als unzumutbar erwiesen!
Das war mir schon klar, als ich das vor einigen Jahren zum erstmal in
einem der Digitalstrom-Werbevideos gesehen habe. Ich stelle mir da immer
meine Frau vor: "Kann ich nicht wieder einen normalen Schalter haben, wo
ich einfach nur das Licht ein- und ausschalten kann!"
Wer braucht eigentliche Szenen? Und warum soll ich eine Stehlampe in der
Ecke zentral schalten wollen? Ich schalte die dann, wenn ich drunter
sitze, um ein Buch zu lesen.
Diesen ganzen Designer-Stimmungs-Beleuchtungs-Quatsch brauchen doch
gerade mal die paar Leute, die sich ihre Wohnungseinrichtung vom
Innenarchitekten planen lassen. Dazu passt dann auch wieder der Preis
für Digitalstrom.
Was mich dabei nur ärgert ist, dass für so einen Luxuskram dann auch
noch Fördergelder abgegriffen werden.
Kommt immer auf die Leuchten an, die du einsetzt. z.B. so ein dummer
Deckenfluter, den man in eine stecksose stecken kann. Das bedienelement
ist an einem Kabel hinterm Sofa versteckt. Bedeutet zum ein und
ausschalten hinters sofa greifen. und dann im dunkeln zur Tür laufen.
(oder umständlich, erst deckenlicht an, zurücklaufen deckenfluter aus,
zurück zur tür, ...)
Die idea z.B. den Deckenfluter mit über den Schalter neben der tür
schalten zu können ohne grossen verkabelungsaufand treiben zu müssen,
könnte sicher einige Leute überzeugen. vorallem, wenn ich das wonzimmer
umräume, kann ich den deckenfluter auch an einer anderen Steckdose im
wohnzimmer anschliesen.
mal eine technische frage:
wie kommen eigentlich uc und dimmer auf der schlauen lüsterklemme an
ihre betriebsspannung?
klar, die nehmen die von der netzspannung, aber wie geht das so klein
(und mit anscheinend <0.3W verlust)
gerd schrieb:> und: dass die klemmen nicht frei verkauft werden stimmt zwar, aber der>> elektriker kann die kaufen und damit vorhandene leuchten nachrüsten.
Es ist ja noch nicht einmal so, dass ein Elektriker die Dinger kaufen
kann. Der soll erst einmal eine Schulung machen und ein Zertifikat
erwerben, bevor er DS einbauen darf.
Ich kann mir zwar vorstellen, eine Schulung bei LCN, HomeWay o.ä. zu
machen, aber da gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Komponenten
und verschiede Anwendungsmöglichkeiten.
Für einen Dimmer, oder einen Wechselstromzähler - die es auch heute
schon in manigfaltiger Ausführung gibt - brauche ich werden Schulung
noch Zertifikat. Auch habe ich schon etliche enocean-Komponenten ohne
Schulung eingebaut.
Entweder, bei DS ist etwas geheimes drann oder die glauben, sie können
die Hauselektrik beherschen wie Monsanto die Landwirtschaft
mitGentechnik Soja und Baumwolle.
>klar, die nehmen die von der netzspannung, aber wie geht das so klein>(und mit anscheinend <0.3W verlust)
Was ist denn bitte an 300 mW wenig für's (beinahe) Nichtstun? Ich halte
das für viel!
pankratz regenweald schrieb:> wie kommen eigentlich uc und dimmer auf der schlauen lüsterklemme an>> ihre betriebsspannung?>> klar, die nehmen die von der netzspannung, aber wie geht das so klein
Wenn man eine kleine Spannung ohne Transformator erzeugen will nimmt man
in der Regel einen Kondensator und einen Widerstand. Der Kondensator
muss die auf dem Netz vorhandenen Strom- und Spannungssitzen / Impulse
vertragen können, also recht robust sein, was ihn groß macht.
Die Entwicklung bringt zwar immer kleinere Bauteile hervor, aber das
drückt sich auch im Preis aus.
Da der verbaute Chip sicher mit sehr wenig Strom auskommt ist es auch
denkbar, dass in der Lüsterklemme nur ein Wiederstand ist, der die
Leistung in Wärme umsetzt. Das währe für die Lebendauer nicht sehr gut,
aber machbar.
Auf der L&B konnte ich das nicht nachprüfen, da alles in einem Kasten
unter einer Glasplatte aufgebaut war. Bei nächster Gelegeheit werde ich
ein Infrarotthermometer mitnehmen ;-).
Immerhin hat ein moderner Fernseher auch keinen höheren
Standbyverbrauch. Da ist allerdings mehr Platz drinn und man kauft ihn
nicht als Energiespargerät.
aber der uc braucht doch 3v-5v dc...
wie bekomme ich die mit nur einem R (oder R und C) aus 230V~
und eine nicht verschleissfreie lösung wäre bei dem einsatzgebiet doch
wohl mehr als fahrlässig!?
wie machen das denn die TVs und co die beliebig platz zur verfügung
haben?
flow schrieb:> Morgen soll die VDE Zulassung für die Komponenten im Verteilerkasten> kommen.
Öh ja.
>> Um die EMV in den Griff zu bekommen wurde ein Doktor eingestellt, der> aus den ehemals rechteckigen Impulsen etwas Abgerundetes gemacht hat.> Nun ist die Abstrahlung vermutlich nicht größer als bei Funkschaltern,> sagte man mir.
Ha ha. Selten so einen Blödsinn gehört.
Nix gegen flow, aber die Nachrichten sind einfach nur lächerlich. Das
klingt ja nach Berufschulniveau.
pankratz regenweald schrieb:> aber der uc braucht doch 3v-5v dc...> wie bekomme ich die mit nur einem R (oder R und C) aus 230V~
Na einfach durch eine Reihenschaltung. Guckst du Kondensatornetzteil.
Manche Automationssysteme legen auch eine zusätzliche Ader bei.
Man kann auch mit dem einem Hochspannungs-MOSFET die Sekundärspannung
nur in der Nähe des Phasendurchgangs nachladen.
>> und eine nicht verschleissfreie lösung wäre bei dem einsatzgebiet doch> wohl mehr als fahrlässig!?
Irgendwann geht alles kaputt. Die Kunst ist es nur:
1. aus der Haftung zu kommen
2. dem Kunden glauben zu machen, das er den Schaden selbst verursacht
hat.
>> wie machen das denn die TVs und co die beliebig platz zur verfügung> haben?
Die Röhrengeräte haben eine zweistufige Wandlung:
1. Sperrwandler mit Vielfachabgrifftrafo, da sehr unterschiedliche
Spannungen benötigt werden.
2. Lineare Postregler, die die Regelgenauigkeit und die teilweise
Abschaltung ermöglichen.
Wenn der TV aus ist, läuft der Sperrwandler in einem speziellem
Stromsparmodus. Von den Postreglern sind nur die für den Prozessor,
IR-Empfänger usw. an. Der Rest wird abgeschaltet.
Macht dann ca. 3W Stromverbrauch.
Bei neueren Geräten LCD, Plasma dürfte es ähnlich sein.
Die Montage des Systems und die Module werden Ihren Preis haben.
Die Technik lohnt sich nur in alten Hütten mit alten E-Geräten.
Ansonsten ist es ein Mitläufer der nie amortisierenden "Grünen-Welle"
eco, blue, green - bus solar batterie "2000"....
Rentabilität Kosten/Nutzen ist sehr zweifelhaft.
>aber der uc braucht doch 3v-5v dc...>wie bekomme ich die mit nur einem R (oder R und C) aus 230V~
Mit Z-Diode, wie es bei etlichen anderen Dimmern auch gemacht wird.
300 mW sind schon 10% von richtig viel LED Licht.
Es drängt also langsam die Zeit.
Und wenn für Fragestellungen, die bisher nie ein Problem waren (EMV),
plötzlich ein Dr. eingestellt werden muß, dann scheinen die Skeptiker
nicht so stark daneben zu liegen.(ist aus Sicht des Produkts hoffentlich
ein Dr.Ing. und kein Dr.Marketing)
Wenn das alles so gehen würde, wie versprochen, dann dürfte man das auch
ausprobieren. Es gibt Patentschutz, der auch dazu führt, das die
Verfahren bekannt werden. Die Chips könnte man zwar kopieren lassen,
aber da geht es ja auch um (Hochvolt-)Analog-Technik, wo man mit
abphotographieren nicht unbedingt weit kommt.
Bis das für einen Masseneinsatz taugt, existiert der Markt im
Beleuchtungsbereich nicht mehr.
Vielleicht geht das aber auch so:
Das EVU muß, aber will keine teueren elektronischen Zähler bezahlen, an
die wir dann den Verbrauch mitschneiden könnten. Also sollen wir für ein
paar Riesen eine "Hausautomation" einbauen, die nebenbei die neuen
Zähleranforderungen erfüllt.
neuer 100€ Zähler * 35.000.000 Haushalte
dafür kann man schon etwas Show machen.
Das ist einfach ALLES Show. Begreift es doch einfach. Wenig
Stromverbrauch aber viel Funktionalität, ist technisch sehr aufwändig
und mit "300mW" inkompatibel.
Das dafür extra ein schlecht zu kopierender Chip entwickelt wird, hat
eigentlich genau nur einen wirklich wichtigen Grund: Monopolstellung!
pankratz regenweald schrieb:> wie kommen eigentlich uc und dimmer auf der schlauen lüsterklemme an> ihre betriebsspannung?
sie nennen ihr bauteil ja hochvolt chip... soweit ich das verstanden hab
ist die betriebsspannung = netzspannung...
ich bin gerade auf der Google-Suche nach Digitalstrom in dieser
Diskussion gelandet (Googletrefferliste Platz 4 ;-)).
Und dann habe ich www.aizo.ag aufgerufen und dachte erstmal, das Projekt
ist tod - wegen der abgespeckten neuen Homepage. Aber auf www.aizo.com
findet man dann wieder den gewohnten Inhalt. Weitere Veränderung: als
Firmenstandort wird auf www.aizo.com nur noch Zürich genannt und
Wilfried Beck (der "Erfinder") taucht überhaupt nicht mehr auf.
Stattdessen hat jetzt Hovestadt den "Chief Technology Officer"
übernommen.
Ich finden die Firmenpolitik ist genauso undurchsichtig wie das Produkt.
Ebenso bedenklich ist es, was man per Google noch so findet, alles auf
der Website von aizo.com:
aizo ist 2001 ... entstanden ...
gründeten ... 2004 die aizo ag.
2007 .... digitalSTROM.org
...soll 2010 die Markteinführung ...
aizo ... beschäftigt gegenwärtig rund 30 in Zürich (CH)
Idee seit 9 Jahren, gebastelt wird seit 6 Jahren, inzwischen mit
angeblich 30 Leuten in Zürich (über Wetzlar erfährt man aktuell nichts),
aber die wesentlichen Norm-Anforderungen werden immer noch nicht
erfüllt. In einer aktuellen Publikation (www.tab.de 4 2010) heißt es:
"Im Moment wird digitalSTROM im Labor und in Pilotprojekten auf
Herz und Nieren geprüft und die Serienfabrikation des digitalSTROM-Chips
vorbereitet. Elektrische Geräte, und damit auch
digitalSTROM-Komponenten,
müssen verschiedenen Normen ... erfüllen, z. B. EN 55 011. Weiter ... z.
B. EN 61 000-2-2. Gelingt es digitalSTROM, die normativen Anforderungen
zu erfüllen, wird die Technologie den Markt für Hausautomation und
Smart-Metering wohl neu aufmischen."
Klartext: die Normen werden auch nach jahrelanger Entwicklung nicht
erfüllt. Selbst ein Konzern wie Siemens würde in eine solche Entwicklung
nicht Dutzende von Mannjahren stecken, bevor nicht die Normkonformität
nachgewiesen ist. Aizo hat das angeblich getan. Entweder hat da jemand
ungeheure Geldmengen zum Verbrennen übrig, oder die Angaben sind
hochgestapelt.
Ein Hochschulprojekt, dass kurz vor Markteinfuhrung noch ein paar
laestige Normen erfuellen muss ... aergerlich, dass niemand ein Ahnung
hat. Weder von den Normen, noch wie man sie erfuellen kann. Dann muss
man das eben auch noch erarbeiten ... 30 Mann am Lohn geht ins Geld.
Der Professor aus den Werbe-Videos als CTO ???
Echt schade, daß momentan g'rad kein neuer Markt am kochen ist.
Mir ist auch egal, wie viele Mannjahre in ein Produkt investiert sein
sollen, wenn es nur in kontrolliertem Umfeld funktioniert.
Man sollte sich auch nicht durch Patente verwirren lassen. Die gibt es
nämlich zuerst mal gegen Gebühr und erst dann wird völliger Blödsinn
aussortiert. Ein Patent ist eben keine Funktionsgarantie, sondern ein
Ideenschutz.
Newsletter digitalSTROM.org Mai 2010
Sehr geehrter Herr Messe
Der Auftritt der digitalSTROM-Allianz an der Light+Building sorgte für
ein grosses Echo. Der Messestand entwickelte sich zum Publikumsmagnet
und Vertreter und Partner der Technologie wurden nicht müde, die
interessierten Besucher über Einzelheiten zu digitalSTROM und zur
Markteinführung im Herbst 2010 zu informieren. Wenn auch Sie die
Gelegenheit genutzt haben, digitalSTROM live zu erleben, bedanken wir
uns für Ihren Besuch. Ansonsten finden Sie das Wichtigste in Kürze im
aktuellen Newsletter.
• digitalSTROM live
• Weitere Partner der digitalSTROM-Allianz an der Light+Building
• ZVEH bekräftigt Zusammenarbeit für Schulung der Elektroinstallateure
• Zertifikat VDE
• Neue Mitglieder
• English Summary
digitalSTROM live
Die zahlreichen Besucher am Messestand erlebten live per Tastendruck,
wie einfach und intuitiv sich digitalSTROM bedienen lässt. Drei
Exponate, die je eine Wohnung mit ihren verschiedenen Zimmern
darstellten, waren mit digitalSTROM vernetzt und zeigten mögliche
Anwendungen von digitalSTROM im Alltag. Dazu zählten beispielsweise das
Aufrufen und das Programmieren von individuellen Szenen sowie die
Interaktion der elektrischen Geräte bei gewissen Ereignissen. So
schaltete sich beispielsweise der Staubsauger aus, wenn die Türglocke
klingelte. Mit am Stand waren auch Partner der digitalSTROM-Allianz
darunter aizo, Granny&Smith, Hermes SoftLab, IEQualize und mivune.
Partner der digitalSTROM-Allianz an der Light+Building
Nicht nur auf dem Stand der digitalSTROM-Allianz sondern auch in anderen
Hallen der Light+Building zeigten Partner Anwendungen der
digitalSTROM-Technologie. Kopp, Hersteller von
Elektroinstallationsmaterial, präsentierte einen Tastersockel und einen
Zwischenstecker-Adapter (Bild). serien.lighting führte die ersten
Leuchten mit integriertem digitalSTROM-Chip vor und auch bei der ABN
Braun AG war zu sehen, wie die Partner digitalSTROM in ihren
Geschäftsbereichen einsetzen.
ZVEH bekräftigt Zusammenarbeit für Schulung der Elektroinstallateure
Am Mitglieder-Apéro am Messe-Dienstag erhielt die digitalSTROM-Allianz
Besuch. Im Namen des ZVEH bekräftigte Walter Tschischka (links im Bild)
die Zusammenarbeit mit der digitalSTROM.org Association für die Schulung
der Elektroinstallateure. Das Training und die Zertifizierung ist für
Installateure eine Voraussetzung für den Bezug von
digitalSTROM-Produkten und deren Installation.
Im Bild: Walter Tschischka, Präsident des ZVEH (links) und Jan
Zakrzewski, Geschäftsführer digitalSTROM.org (Bild: Richard Staub)
Zertifikat des VDE
Als Vertreter des VDE bestätigte Wolfgang Niedziella (links im Bild) vor
den versammelten Mitglieder der digitalSTROM-Allianz, dass digitalSTROM
alle Voraussetzungen zur Erlangung der relevanten Zertifikate VDE und
CE-Zertifikate besitzt.
Rechts im Bild: Jan Zakrzewski, Geschäftsführer digitalSTROM.org (Bild:
Richard Staub)
Neue Mitglieder der digitalSTROM.org
Wir freuen uns, folgende Organisationen als neue Mitglieder in der
digitalSTROM Association begrüssen zu dürfen:
Forschungseinrichtungen
• Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO
Anwender
• ABN Braun AG
• Gutknecht Elektroplanung AG
• Mettler + Partner AG
• Hans K. Schibli AG
• Serien Raumleuchten GmbH
Kurzporträts der Firmen finden Sie in Kürze auf unserer Website unter
Mitglieder.
Mit den vielen Eindrücken aus den Gesprächen auf der Light+Building und
dem ausserordentlich grossen Interesse an digitalSTROM sind wir nun mit
vollem Tatendrang dabei, den letzten Schritt zur Markteinführung von
digitalSTROM im Herbst 2010 anzupacken.
Vielen Dank für Ihr Interesse
digitalSTROM.org
Jan Zakrzewski
Managing Director
Für wie blöd hält dS eigentlich den durchschnittlichen
Elektro-Installateur, dass man dem nicht mal zutraut, das "einfach und
intuitiv" zu bedienende und zu installierende Zeugs ohne Schulung
zusammenzubauen?
Und für wie leidensfähig hält dS den typischen Kunden, dass man ihm
zumutet, nach einem zertifizierten Installateur zu suchen, oder besser
nach zwei oder drei für ein Alternativangebot?
Außerdem ist es richtig, der Stand auf der L+B hat viel Publikum
angezogen. Das Interesse an derartigen Lösungen ist wohl hoch. Ich hatte
allerdings den subjektiven Eindruck, dass sich die Begeisterung des
Publikums über das, was dort gezeigt wurde, eher in Grenzen hielt.
Chancen hat das alles nach meiner Meinung nur, wenn der Preis auf
weniger als die Hälfte sinkt und die Komponenten frei verfügbar werden.
Training und Zertifizierung der Installateure... uuuuiiiiiii. Zuerst mal
5555 Euro fuer 3 Tage Schulung im Luxushotel abdruecken ... am Besten im
Pyramidensystem. Am Meisten kann man kassieren wenn man weitere Dumme
reinziehen kann... Je mehr, je besser.
Hast du denn was Positives zum Thema beizutragen? Oder kennst du ein
erfolgversprechendes Alternativprodukt?
Ich WAR auf der L+B und habe mich ausgiebig am dS-Stand informiert. Ich
weiß, warum mich der dort gezeigte Status überhaupt nicht positiv
beeindruckt hat. Und ich bin genervt davon, dass man nach jahrelangen
Ankündigungen und eigenen Lobhudeleien so ein überteuertes, aufwendiges,
unausgereiftes und funktionsarmes Produkt vorzeigt, das außerdem immer
noch nicht marktreif ist. DAS finde ich erbärmlich.
Wenn du einen besseren Eindruck hast, bittesehr, dann sag das doch und
begründe es. Ich bin gespannt, das Thema interessiert mich nämlich.
Es geht weniger um dS Bashing, wie um das Abzockmuster, das
durchscheint. Installateure trainieren & zertifizieren ... sorry. So
kompliziert kann's nicht sein. Ein Training & Zertifizierung gibt's
allenfalls wenn man ein Atomkraftwerk kauft aber nicht bei einem
Lichtschalter. Da wird Ramsch PS maessig aufgeblaeht um satt
abzukassieren. Ich wuerd meine Meinung aendern, wenn ich die Teile fuer
5 euro bei Schuricht (oder so) kaufen kann.
Dazu kann ich noch einen interessanten Gesprächseindruck von der L+B
beisteuern. Der Elektrogroßhandel ist nämlich sehr daran interessiert,
Produkte wie die von dS in den Vertrieb aufzunehmen.
Wie will dS aber den Vertrieb durchführen, wenn nur an zertifizierte
Installateure geliefert wird? Direkt an den Installateur, unter Umgehung
des eingeführten Großhandels?
Der Installateur unterhält heutzutage kein eigenes Lager, er ist es
gewohnt, dass per Lieferwagen Just-In-Time geliefert wird, oft direkt an
die Baustelle. Macht dS das auch? Oder soll der örtliche Großhandel
"Polizei" für dS spielen und nur den Installateur beliefern, der ein
Zertifikat vorweist?
Das klingt so, als habe man sich bei dS über den Vertrieb noch nicht
viel Gedanken gemacht. Oder man kennt die Lieferstrukturen im deutschen
Elektrogroßhandel nicht.
a) Abzockmuster...
so ein schmarn, wenns ein anders/besseres/günstigeres produkt gibt,
kauft (oder verkauft) man das andere, wenn nicht, wo ist da die abzocke
??
b) lizenzierung und trainig wäre ja mal ein SEGEN ! dann weiß man
wenigstens dass derjenige der es installiert, ahnung hat... (wobei ich
es in 2 teile aufteilen würde, EINBAUEN kann das ja "jeder", endgültig
inbetriebnehmen nur lizenzierte.. (der überprüft alles, und macht
gegebenfalls die programmierung, ...)
c) wie das gehen soll? ganz einfach: hardware kann jeder kaufen, des
Ds-hutschienenteil nur mit 30-tage-demo version ausliefern, und einen
freischaltcode nur an lizenzierte partner liefern..
>c) wie das gehen soll? ganz einfach: hardware kann jeder kaufen, des>Ds-hutschienenteil nur mit 30-tage-demo version ausliefern, und einen>freischaltcode nur an lizenzierte partner liefern..
Solchen Unfug wuerde ich mir nie einbauen lassen. Die sollen das
Gehirnschmalz in das Produkt stecken, nicht in die Verhinderung dessen
Nutzung.
Gast
Was soll man den vom Großhandel erwarten? Daß er sagt: "Ne, das
potentielle neue Marktsegment interessiert uns nicht"?
Ich finde ja die dS (Grund-)Idee eigentlich ganz gut, aber bei der
Umsetzung stößt man offensichtlich auf genau die Probleme, die die
"Erbärmlichen" in diesem Thread aufgeworfen haben. Läuft nur unter
Laborbedingungen und nur wenn von geschultem Personal bedient. Braucht
Extra-Ausbildung derer, die sich eigentlich mit Haus-Elektrik auskennen.
Darf von den meistem nicht gekauft werden, da keine Extra-Ausbildung.
Darf ich meine Oma dann an den Licht-(Morse-)Taster lassen, da sie nicht
mal eine Elektro-Grundausbildung hat. Wenn das Zeug so sensibel ist,
dann bitte noch 5 Jahre weiterforschen und hoffen, daß es dann noch den
Markt noch gibt.
@lrlr:
Es wäre mir neu, dass dS Freischaltcodes benötigt. Wenn man das JETZT in
die Hardware/Firmware einbauen wollte, dann müsste man sicher noch mal
ein Jahr länger entwickeln. Du hättest deine "tolle" Idee den dS-Leuten
mal früher erzählen sollen.
Außerdem findet Fa. Kopp die Idee sicher nicht so toll:
Steckdosen-Dimmer mit Freischaltcode!?
Übrigens funktioniert Echelon wohl so ähnlich (korrigiert mich, falls
ich daneben liege). Das könnte einer der Gründe sein, warum es sich
bisher bei Endkunden-Installationen nicht durchgesetzt hat.
>Ich WAR auf der L+B und habe mich ausgiebig am dS-Stand informiert. Ich>weiß, warum mich der dort gezeigte Status überhaupt nicht positiv>beeindruckt hat. Und ich bin genervt davon, dass man nach jahrelangen>Ankündigungen und eigenen Lobhudeleien so ein überteuertes, aufwendiges,>unausgereiftes und funktionsarmes Produkt vorzeigt, das außerdem immer>noch nicht marktreif ist. DAS finde ich erbärmlich.
Warum kaufst du dann nicht einfach ein anderes Alternativprodukt? Warum
wartest du darauf das dS fertig wird? Und wer hat dich dazu verpflichtet
alle paar Tage einen neuen Zwischenstand zur Entwicklung bei dS
abzugeben?
Es erkennt doch jeder das du eine Vorgefasste Meinung hast und die nun
jeden Tag selbst bestätigen musst. Dir geht es nicht um eine objektive
Diskussion, sondern nur um reine Häme, sonst nichts.
Dieser Beitrag zu dS hätte schon seit Jahren in den untiefen des Forums
verschwinden können, einige selbsternannte Experten halten es aber für
angebracht die anderen Foren User ungefragt mit ihren Hasstiraden
beglücken zu müssen.
>Es geht weniger um dS Bashing, wie um das Abzockmuster, das>durchscheint.
Als ob es keine Alternativen gäbe. Wer zwingt einen dazu dS zu kaufen,
es gibt doch tausende andere Bussysteme. Wenn's zu teuer ist kauf es
halt keiner, und?
Wieso kostet z.B. die ETS3 Pro Version für EIB 1000€? Ist doch auch
Abzocke. Da gibt es seltsamerweise aber keinen Beitrag hier im Forum wo
man sich täglich drüber aufregt.
@ genervter (Gast) :
Tja, was dS so interessant macht (bzw. machen sollte/würde), ist dessen
(ursprünglich) versprochene Einmaligkeit: ein kostengünstiges, einfach
aufgebautes (Singlechip-Lösung) Powerline-System mit breiter
Unterstützung durch eine Vielzahl von Anbietern, nachrüstbar in
bestehenden Installationen, dazu eine integrierte Leistungsüberwachung
bis hinunter zum einzelnen Verbraucher.
Ich kenne bisher KEINE Alternative dazu. Da du ja offenbar besser
informiert bist, nenne mir doch bitte Alternativen. Vielleicht, falls du
dich ERNSTHAFT mit dem Thema befassen und nicht nur rumbrüllen willst,
mit jeweiliger Gewichtung der Eigenschaften und Vor- und Nachteile.
Wie soll eigentlich die Leistungsüberwachung funzen? Das ist doch
sicherlich kein echter Leistungsmesser drinnen!? Werden die Geräte der
Reihe nach mal eingeschaltet, und dann am zentralen Stromzähler jeweils
die Differenz gemessen? Also Mogelpackung, denn nur die wenigstens
Geräte werden einen konstanten Verbrauch haben.
Nein, es wird über den dS-Chip der Strom des einzelnen Verbrauchers
gemessen und zurückgemeldet. Die Spannung sicher auch. Irgendwo in den
dS-Unterlagen stand das. Die Messgenauigkeit liegt so um 10%, vielleicht
auch 20%, genau erinnere ich mich nicht. Sowieso stand da nicht,
inwieweit die Kurvenform berücksichtigt wird.
Es taugt zur Grobmessung und ist sicherlich ein nettes Feature, wenn man
es als Abfallprodukt dabei hat. Eine genauere Messung der Gesamtleistung
erfolgt am zentralen elektronischen Stromzähler. Über ein Web-Interface
wird dem Kunden dann beides angezeigt, Gesamtleistung/Verbrauch und
Anteil der einzelnen Verbraucher. Sinnig ist das natürlich erst, wenn
die Mehrzahl der Verbraucher erfasst wird. Darauf bauen ja die
Zukunftsszenarien von dS auf, jeder Verbraucher mit dS-Chip. Für ein
paar Cent pro Chip sicher ein hübscher Traum, aber so wie jetzt
vorgestellt???
Danke für die Info. Paßt ins Szenario eines Monopols.
Ich glaube das wird eine Totgeburt. Es gibt einfach eine Reihe breits
eingeführter Systeme, die nicht wirklich weniger können. Für den breiten
Massemarkt ist es gerade in der heutigen Zeit zu teuer. Während es der
Elite mit massig Kohle eh eher egal ist, was es kostet. Da gibt es dann
größere Kostenträger in einem Haus zu verbuchen. Die schicken Fliesen
z.B.
Also bleibt nur eine schmale Lücke dazwischen und das drückt auf den
Umsatz.
Von daher sehe ich zumindest dS in ein paar Jahren sang und klanglos
verschwinden.
digitalSTROM ist wohl das beste Beispiel, was man aus einer genialen
Idee mit einem paar grossmäuligen Managern und einem Handvoll
Theoretikern solch einen Schwachsinn auf den Markt bringen kann...
Nein, ich war das eben nicht, da hat sich jemand meine Initialen
geklaut, und ich wüsste auch nicht, wofür ich mich entschuldigen sollte.
Ich beglückwünsche doch gerne jeden, der es zu etwas gebracht hat. Und
sei es der 500. Beitrag.
Robert L. schrieb:> wieso die manager..>> hier wird doch immer behauptet, es wäre technisch gar nicht möglich, was> die vor haben..
Ich denke, dass hier die Entwickler versagt haben und das was
ursprünglich geplant war, nicht umsetzen konnten. Wenn ich mir die
ersten Pressemeldungen anschaue, dann erkennt man, dass die damals
ziemlich naiv rangegangen sind - VDE? Was ist das? Störungen auf dem
Hausnetz? Kann man ignorieren. Was theoretisch und unter
Laborbedingungen funktioniert, wird sich ja wohl auch irgendwie
umsetzten lassen.
So einfach ist das aber leider nicht. Vermutlich haben die die letzten
Jahre nur noch damit zugebracht, das ganze System unter realen
Bedingungen stabil zu bekommen. Und sind dabei einen Kompromiss nach dem
anderen eingegangen. Zuerst kamen die anfangs gar nicht geplanten
dS-Meter. Dann wurde die Klemme immer größer. Dann stellte sich heraus,
dass selbst normale Elektriker mit der Installation überfordert sind.
Und jetzt ist der Preis explodiert.
Natürlich hat auch das Management versagt. 2008 ein riesen
Marketing-Bohai mit vielen Fachartikeln und TV-Berichten (beispielsweise
Spiegel-TV). Alles verpufft. Weil nix fertig war.
Alle waren voller Erwartung:
1. Einfach zu installieren
2. Kostengünstig
3. Vielseitig
4. Schon recht bald..
Und Nun:
1. Das wird es wohl, trotzdem müssen sich die "unausgebildeten"
Installationsfirmen ein Zertifikat kostenpflichtig geben lassen..
2. Kostengünstig? Im Gegenteil: Kabel neu ziehen und andere Module
installieren, geht schon jetzt und ist nicht teurerer und vielseitiger.
3. Vielseitig? Nicht mehr als andere Module
3. Schon recht bald, ist jetzt auch egal. Technik Preis/Leistung - will
keiner haben. Und Neubau legt einfach eine Busleitung (EMV verträglich)
Zur Technik allgemein: Eine weiterentwickelte schulische
Abschlussarbeit.
Ich glaube nicht das diese Technik zum Erfolg führt. Altbausanierung ist
meistens auch mit neuer Verlegung der E-Installation. Wer da noch viele
Geld, nach gründlicher Planung, in dieser Technik investiert ist selber
Schuld.
Für alle, die Posting Nr. 8 (Danke an Fly) inzwischen vergessen haben,
hier noch einmal der Link auf das Video mit der Original-Ankündigung,
mit der alles mal anfing:
http://www.youtube.com/watch?v=nG1JqgQno5Y
Vorgeführt wird die Klemme, etwa in Größe einer normalen Lüsterklemme,
Herr Hovestadt erklärt, dass die Klemme ohne Schulung zu installiern
ist, 2008 soll der Masseneinsatz beginnen, in Milliarden (!) von Geräten
soll es eingebaut werden, und alles spart so viel Strom, dass es mit
Digitalstrom durch den eingesparten Stromverbrauch billiger wird als
ohne.
Dazu siehe auch der 2. Beitrag (Danke an Danny P.):
http://www.youtube.com/watch?v=cbHtwiqsQB8
Die dort (bei 3:34) kurz gezeigte Verteilung hat noch keine zentralen
Bauteile (dS-Master o. ä.).
Und an die Wichtigtuer hier, die mittlerweile (warum wohl?) das Forum
mit ihren sinnlosen Postings überfluten: man muss schon mal 12 Minuten
aufmerksam zuhören und zusehen und das gehörte und gesehene verarbeiten.
An dem Anspruch der Ankündigungen in diesen beiden Videos muss man wohl
das jetzt Erreichte messen. Oder anders gesagt: die ursprüngliche Idee
war wirklich großartig, hätte es so geklappt, dann hätte man die Chance
gehabt, damit den gesamten Markt zu überrollen. Leider hat es aber nicht
geklappt.
Wer vom Fach ist und sich nur ein bißchen mit der Technik
auseinandersetzte, wie man Daten auf der Stromleitung überträgt, dem war
doch gleich klar das das ne Totgeburt ist. In dem Fall übrigens das
Armutszeugnis an die technischen Entwickler gehend, weniger an die
Manager!
Also ab in die Rundablage und anderen Themen widmen. Gibt genug zu
lästern irgendwo...
>An dem Anspruch der Ankündigungen in diesen beiden Videos muss man wohl>das jetzt Erreichte messen.
Ja genau, eine Technik muss immer VOR der Markteinführung abschliessend
beurteilt werden :)
>1. Das wird es wohl, trotzdem müssen sich die "unausgebildeten">Installationsfirmen ein Zertifikat kostenpflichtig geben lassen..
Wenn man am Produkt nicht reich wird, versucht man es eben mit
Schulungen...
Gast
>Ja genau, eine Technik muss immer VOR der Markteinführung abschliessend>beurteilt werden :)
vielleicht nicht "abschiessend" (aber das hat/kann ja keiner) aber
"beurteilen..":
ja, und das ist auch üblich so, ..
schau dir den PC sektor an, grafikkarten, samt beta driver usw. wird
alles VOR dem marktstart "bewertet" ... oder das iPad usw. usw.
oder noch besser das WePad.. (bei der 1. präsentation mit falschem
betriebssystem das nochdazu abgestürtzt ist usw. usw.)
die firmen WOLLEN das ja, und machen (absichtlich) produkt
"vorstellungen/präsentationen" auf deren homepage usw.
oder gehen damit sogar auf messen ... usw.
damit man deren produkt bewerten kann..
Sicher koennen wir die Technologie und die Markteinfuehrung vor der
Markteinfuehrung bewerten. Schliesslich sind wir auch Spezialisten auf
irgendwas. Wenn das urspruenglich geplante Geraet einfach und guenstig
sein sollte, und dann langsam auf teuer und zertifizierte Installateure
benoetigend wechselt, so bedeutet das : Der Karren ist im Dreck.
Datenübertragung über die Stromleitung (230V) ist eh ein Murx oder eine
Notlösung, da dies viele Störungen sprich Oberwellen/Übersprecher
produziert und eine sehr langsame Datenübertragung darstellt. Das heisst
konkret, dass diese Technologie höchstens in bestehenden Installationen
eine gewisse Chance hat. In Mietwohnungen wird sowieso niemand dieses
Zeug einbauen, da es im Wohnungsverteiler viel zu wenig Platz hat, und
da man es bei einem Wohnungswechsel wieder rausreissen muss!
Wohnungsbesitzer, die Technik-Freaks sind haben ihre Wohnung schon lange
automatisiert, die welche es nicht sind, lässt dS sowieso kalt...
Übrigens, tut mir leid, dass ich Eure optimistischen Hoffnungen
zerstöre, wird kein OEM wie z.B. Lampen- oder Ferseh-Hersteller auf dS
aufspringen, solange sich diese Technologie auf dem Markt nicht
durchgesetzt hat, und ohne OEM wird sich dS nie durchsetzen... seht Ihr
das Problem? Nun bin ich gespannt auf Gegenargumente!
Geni schrieb:> Nun bin ich gespannt auf Gegenargumente!
Da dürfte es eigentlich keine rationalen Gegenargumente geben.
Würde heute Einer einen neuen Tread mit der aktuellen Situation und
geplanten Vorhaben von dS eröffnen, würde es wahrscheinlich nicht mal 20
Einträge geben, weil "die Technik" einfach in der Praxis nicht zu
gebrauchen ist.
Weswegen wir hier bei gefühlten 870.000 Einträgen immer noch diskutieren
ist doch nur das "Anfangsversprechen" von dS welches definitiv so wohl
nicht eingehalten werden kann/wird.
Ich wäre ja fast dafür, diesen Thread zu schließen, wenn er nicht so
unheimlich amüsant wäre.
Powerline Uebertragungen sind kein Murks. Ich hab da verschiedene
Projekte durchgezogen. Mit einem 55kHz FSK System mit 1200 Baud kamen
wir sehr zuverlaessig auf Hunderte von Metern. Mit einem Spread Spektrum
System zwischen 100 und 400kHz mit 19.2kBit Nutzdatenrate liefen wir
bei einigen hundert Metern in Probleme mit Signalausloeschung. Bei
kleineren Reichweiten gabs aber keine Probleme und auch das System war
sehr zuverlaessig. Fuer einen Hausbus passt das schon. Ein Powerline
Modul in eine Steckdose einzubauen ist eher ambitioes, aber durchaus
machbar.
Ich kann Mumpitz nur zustimmen. Machbar ist sowas. Mein System läuft
auch stabil. Ich befürchte, ich kann mich im ganzen Dorf empfangen.
Müßte vielleicht die Endstufe a bisserl aufdrehen...
Allerdings brauch man dann schon gute Entwickler. Mit Zugriff auf
Chiptechnologie wäre das sicherlich noch sehr expandierbar in Richtung
Größe, Kosten, Interoperabilität.
Andererseits kann man aber auch ein RFM12 nehmen, oder Ethernet (CAN,
RS485) legen.
Die absolute Billiglösung die dS anstrebte in Form extremer Asymmetrie
zwischen Einzelgerät(en) und zentraler Box im Zählerkasten, können sie
eh nicht mehr halten. Sie haben schlicht zu kurz gedacht. Powerline ist
nunmal keine Spielzeugwiese für Anfänger.
dS ist kein Powerline-System im herkömmlichen Sinn. Es wird kein Signal
höherer Frequenz auf die Grundfrequenz überlagert, sondern es wird der
Sinus der Grundfrequenz verformt und ausgewertet. Daraus resultiert dann
die kleine Datenrate.
drei - der echte schrieb:> @ Abdul K.:>> welches System verwendest du denn? Selbstgemacht (mit welchem> Chip/welcher Technologie), oder gekauft (welcher Anbieter/Hersteller)?
Tut mir leid. Da stecken monatelange Arbeit drinnen und die besten
Sachen behält man für sich. Allenfalls als vergossenes Fertigmodul
denkbar.
Geni schrieb:> dS ist kein Powerline-System im herkömmlichen Sinn. Es wird kein Signal> höherer Frequenz auf die Grundfrequenz überlagert, sondern es wird der> Sinus der Grundfrequenz verformt und ausgewertet. Daraus resultiert dann> die kleine Datenrate.
Nach dieser Nomenklatur ist es ein X-10 Abkömmling.
"Tut mir leid. Da stecken monatelange Arbeit drinnen und die besten
Sachen behält man für sich. Allenfalls als vergossenes Fertigmodul
denkbar."
Ach Gottchen. Ein Geheimprojekt. IC auch selbst entwickelt? Oder warum
darf man nicht mal danach fragen? Wann kommt es denn auf den Markt und
verpustet dS?
Abdul K. schrieb:> Tut mir leid. Da stecken monatelange Arbeit drinnen und die besten> Sachen behält man für sich. Allenfalls als vergossenes Fertigmodul> denkbar.
süss
drei - der echte schrieb:> "Tut mir leid. Da stecken monatelange Arbeit drinnen und die besten> Sachen behält man für sich. Allenfalls als vergossenes Fertigmodul> denkbar.">> Ach Gottchen. Ein Geheimprojekt. IC auch selbst entwickelt? Oder warum> darf man nicht mal danach fragen? Wann kommt es denn auf den Markt und> verpustet dS?
dS besteht aus primär einer Marketingmaschinerie. In der Liga spiele ich
nicht. Und Geld für ein eigenes IC habe ich auch nicht. Wäre aber
interessant.
Fragen darfst du doch!
Ich habe nur keine Lust für umsonst zu arbeiten. Andere machen das auch
nicht. Brauche nur in den Briefkasten zu sehen.
drei - der echte schrieb:> Ach Gottchen. Ein Geheimprojekt. IC auch selbst entwickelt? Oder warum> darf man nicht mal danach fragen? Wann kommt es denn auf den Markt und> verpustet dS?
Im Netz findet man zahlreiche Dokumentationen, ein Techniker der sich
mit dem Thema ausgiebig befasst, kann durchaus zu einer brauchbaren
Lösung kommen.
Für ein Ing. ist die Entwicklung von Modulaktionsarten bzw. die
Übertragung von Daten über das Netz ebenfalls eine Nebensache.
Denn wie Geni schon richtig bemerkte:
Geni schrieb:> Datenübertragung über die Stromleitung (230V) ist eh ein Murx oder eine> Notlösung, da dies viele Störungen sprich Oberwellen/Übersprecher> produziert und eine sehr langsame Datenübertragung darstellt. Das heisst> konkret, dass diese Technologie höchstens in bestehenden Installationen> eine gewisse Chance hat.
Wozu also sich mit dem Thema weiter beschäftigen, ausser zu
Studienzwecken bzw. Notlösung?
Wer ein bisschen googelt findet ähnliche Lösungsansätze (in
verschiedenen Sprachen) im Netz und fragt hier nicht nach
Musterlösungen.
Für diese Leute ist wohl DS gedacht... Ihr müsst das Material und Wissen
schon selbst zusammenkratzen oder viel Geld für DS bezahlen..
Ja, sehe ich auch so. Wenn neu gebaut wird, dann legt man sowieso extra
Ethernet-Kabel. Das ist jetzt mein Vorschlag.
Die langsame Übertragung ist aber nicht das Problem - für eine
Rollladensteuerung reichts.
In der Wahrnehmungspsychologie geht man von einer Akzeptanzverzögerung
von 0,2 Sekunden aus. Das ist viel Zeit wenn der Bus eher frei ist.
Wer Lust hat kann diese Zahl ja mit den üblichen UIs diverser Geräte
vergleichen...
Als 'Nebensache' würde ich das Thema aber wahrlich nicht bezeichnen. Da
ist die ganze Bandbreite der Ingenieurskunst notwendig:
- gefährliche Spannungen
- massive Störsignale
- unkontrollierte Impedanzverhältnisse
- Fehlerkorrektur/-erkennung
- Powermanagement
- Normung/Zulässigkeit/Abnahme für Paragraphenreiter (ganz viel
aufwändig&teuer)
- fehlt bestimmt noch was...
Ich würde einfach mal frech behaupten, das das gerne ein kleines Team
beschäftigen kann. Also mit 20 hätte ich das Projekt sicherlich in den
Sand gesetzt. Ja ich weiß, hier sind bestimmt viele die es noch nie
probiert haben aber ganz sicher supertoll abschließen würden lol...
Und was ist mit Bauelementen in 20 Jahren? Bei Blitzeinwirkung? Und eine
ganz besondere Herausforderung ist die Miniaturisierung besonders bei
niedriger Trägerfrequenz...
Bevor ihr dS reich macht, überweist lieber mir :-) Allerdings kann ich
Anfragen erst in 6 Wochen beantworten, da mal kurzer
Krankenhausaufenthalt dazwischen. dS hat also noch etwas Zeit grins
Na, die Zielsetzung ist unterschiedlich. Ich steuere damit die ca. 100m
entfernte Gartenpumpe zum Spaß. Wirkliche Verwendung habe ich keine,
aber den Großeltern gefällts wenn sie nicht durch den ganzen Garten
latschen müssen. Ist halt purer Luxus!
Der Shorty schrieb:> Ich wäre ja fast dafür, diesen Thread zu schließen, wenn er nicht so> unheimlich amüsant wäre.
Genau! Schliesslich wollen wir ja alle zusehen, wie der nächste Termin
platzt (Markteinführung im Herbst) und hier genüsslich unsere Kommentare
abgeben.
fefe würde sagen: Mehr Popcorn!!! ;-)
drei - der echte schrieb:> Für alle, die Posting Nr. 8 (Danke an Fly) inzwischen vergessen haben,> hier noch einmal der Link auf das Video mit der Original-Ankündigung,> mit der alles mal anfing:>> http://www.youtube.com/watch?v=nG1JqgQno5Y
Das ist ja wirklich peinlich, wenn man vergleicht, was inzwischen dabei
herausgekommen ist.
Mumpitz 2 schrieb:> Der Shorty schrieb:>> Ich wäre ja fast dafür, diesen Thread zu schließen, wenn er nicht so>> unheimlich amüsant wäre.>> Genau! Schliesslich wollen wir ja alle zusehen, wie der nächste Termin> platzt (Markteinführung im Herbst) und hier genüsslich unsere Kommentare> abgeben.>> fefe würde sagen: Mehr Popcorn!!! ;-)>
Eben , ist doch fast wie Bildzeitung hier ;-)
Kurz ein paar Zeilen lesen oder schreiben, sich köstlich amüsieren und
weiterblättern.
Also ich werd weiterhin mitlesen .....
Vom Fachlichen sind wir hier doch wohl meilenweit entfernt, oder ?
Der Shorty schrieb:> Vom Fachlichen sind wir hier doch wohl meilenweit entfernt, oder ?
Naja, ich würde sagen: ungefähr so weit entfernt wie Digitalstrom von
der Markteinführung oder wie die Digitalstromidee von derzeitigen
Realisierung. ;-)
Hab da mal in den FAQs geschmökert:
F: Eine typische Hausinstallation ist mit 25A abgesichert. Der dSM darf
aber max. nur mit 16A abgesichert werden.
A: Im Moment wird digitalSTROM auf 1phasige Anwendungen wie Licht,
Jalousien usw. ausgerichtet. 3phasige Gruppen wie für Backofen, Boiler
etc. laufen noch nicht auf digitalSTROM. Sie könnten aber über
Joker-Klemmen und Schütz geschaltet werden.
Häh? Das ist doch überhaupt nicht die Antwort zur Frage? Bei uns wird
jede Phase mit 35A abgesichert. Jeder Stromkreis (Zimmer) üblicherweise
mit 16A. D.h. wenn das dSM nur 16A kann, brauch ich für jedes Zimmer
eins? Spinnen die?
Nein das war schon immer klar dass für jeden Stromkreis (zB 16A
Sicherung) ein DSM gebraucht wird. Was heisst schon immer. Also seit
bekannt ist dass ein DSM benötigt wird (einige Jahre).
Der DSM ist Master für die Kommunikation und misst den verbrauchten
Strom rel. genau.
Was du für jede Phase brauchen könntest ist der DSF. EIn Filter.
Warum macht man die nicht für 40A, dann reicht einer pro Phase?
Ist doch Schwachfug, wenn ich 20 Stromkreise mit 16A absichere, brauch
ich 20 dSM? Oder ist es in der Schweiz üblich, eine Sicherung fürs ganze
Haus zu haben?
Sven schrieb:> Warum macht man die nicht für 40A, dann reicht einer pro Phase?
Gute Frage, die haben sich auf der L+B auch andere gestellt. Eventuell
deshalb, weil die Steuerimpulse nicht sicher durch die
Leitungsschutzschalter kommen? Da könnte man natürlich Lösungen finden,
aber die Digitalstrom-Macher sind wohl noch nicht drauf gekommen.
> Ist doch Schwachfug, wenn ich 20 Stromkreise mit 16A absichere, brauch> ich 20 dSM?
Ja. Genau dieses Problem wird hier seit längerer Zeit diskutiert.
Außerdem braucht man noch diverses anderes Geraffel, um alles
miteinander zu verbinden.
> Oder ist es in der Schweiz üblich, eine Sicherung fürs ganze> Haus zu haben?
Nein. Wäre mit 16A wohl auch ein bisschen wenig.
Insider Info: Aizo oder war es wohl dS (Hersteller oder Verein?) hatte
Mal einen 3-phasigen dSM mit 3x25A in der Planung. Üblicherweise ist
eine Wohnung in der Schweiz mit 3x25A abgesichert. Wie so viele gute
Ideen ist auch diese auf der Strecke geblieben... Jetzt braucht es halt
für jeden Kreis einen einphasigen dSM, was in einer grösseren Wohnung
locker mal 10 Stk. dSM bedeutet.
Geni schrieb:> Jetzt braucht es halt> für jeden Kreis einen einphasigen dSM, was in einer grösseren Wohnung> locker mal 10 Stk. dSM bedeutet.
Ist in dem dSM jetzt eigentlich die Sicherung integriert?
Also: Sicherungskasten auf, alle Sicherungen durch dSM ersetzt, fertig?
Oder brauch ich die zusätzlich?
Also: Wand aufstemmen, Sicherungskasten aufs doppelte Vergrößern, jedem
Stromkreis nach der Sicherung ein dSM nachschalten, fertig?
Wie sieht es denn jetzt mit der VDE-Zulassung aus? Die war ja für Mai
angekündigt
(http://www.heise.de/newsticker/meldung/Open-Source-Heimautomatisierung-mit-digitalSTROM-911854.html).
Wenn man mal genau liest findet man bei Digitalstrom dazu folgendes:
1. Medienmitteilung digitalstrom.org vom 11. April 2010
(http://www.digitalstrom.org/fileadmin/USERS/ABLAGE/ablage/20100411_mm_digitalSTROM_Web.rtf)
"Gemäss VDE ist die digitalSTROM-Technologie konform zu allen relevanten
Normen und Standards zur Erlangung der VDE- und CE-Zertifikate."
heisst nicht: Wir haben eine VDE-Zulassung.
2. Aizo Media-Archiv Januar 2009:
(http://www.aizo.com/de/media/documents/D_2009-01D_000.pdf)
"Bild 1: Durch Nachrüsten dieser Klemme macht man die Geräte
Digitalstrom-fähig; in der hier gezeigten, VDE-geprüften Klemme steckt
ein 120-W-Dimmer"
heisst: Wir haben schon lange eine VDE-Zulassung (warum also die
Ankündigung für Mai 2010?)
3. Auf digitalstrom.org
(http://www.digitalstrom.org/beziehen/elektrohandwerker.html)
"digitalSTROM ist als System konform zu allen relevanten Normen und
Standards zur Erlangung der VDE- und CE-Zertifikate:
Schalter für Haushalt und ähnliche ortsfeste elektrische Installationen
EN 60669
Ergänzungsnorm - Schalter und ähnliches Installationsmaterial zur
Verwendung in elektronischer Systemtechnik für Heim und Gebäude (ESHG)
EN 50428
Im Herbst werden alle dann verfügbaren Komponenten über die CE- und
VDE-Zulassung verfügen."
Weiss jemand was genaues?
Gerry E. schrieb:> Am besten ist bisher dieser Thread: an Unterhaltungswert kaum zu> überbieten, und für DS selber ein Werbeträger par Excellance.
Achso. Du fuehlst dich wohl auch vom Musikantenstadl und Mario Barth
unterhalten? Wenn du jetzt Nein sagst, musst du zugeben dass du nur
trollen wolltest...
Ausserdem moechte ich nicht Chef deiner Firma sein, wenn du ne Bibel
voll Kritik als Werbung siehst.
David ... schrieb:> Gerry E. schrieb:>> Am besten ist bisher dieser Thread: an Unterhaltungswert kaum zu>> überbieten, und für DS selber ein Werbeträger par Excellance.>> Achso. Du fuehlst dich wohl auch vom Musikantenstadl und Mario Barth> unterhalten? Wenn du jetzt Nein sagst, musst du zugeben dass du nur> trollen wolltest...> Ausserdem moechte ich nicht Chef deiner Firma sein, wenn du ne Bibel> voll Kritik als Werbung siehst.
Was ist denn überhaupt ein Troll?
Einer, der sich über etwas lustig macht, den Smily vergisst, und daher
von einem Einzelnen als Troll bezeichnet wird?
Zur Werbewirksamkeit braucht man übrigens nur Google zu fragen.
Das ist ja heutzutage die Standardmethode, um Webseiten zu finden.
Gerry E. schrieb:> Am besten ist bisher dieser Thread: an Unterhaltungswert kaum zu> überbieten, und für DS selber ein Werbeträger par Excellance.
Was nutzt der beste Werbeträger, wenn man nix hinbekommt, was man
liefern könnte. ;-)
Die hatten schon Berichte in Spiegel-TV zur besten Sendezeit. Alles
sinnlos verpufft, weil's nicht fertig wird.
"digitalSTROM ist ab Herbst 2010 in Deutschland und in der Schweiz
erhältlich. Ab 2011 sollte die Technologie auch in Österreich verfügbar
sein. Weitere Länder werden schrittweise folgen."
"Astronomisch beginnt er mit dem Herbst-Äquinoktium:
- auf der Nordhemisphäre am 22. oder 23. September,
- auf der Südhemisphäre am 20. März oder in der Nacht zum 21. März,
- und endet mit der Wintersonnenwende (21. oder 22. Dezember auf der
Nordhalbkugel, bzw. am 21. Juni im Süden)"
Jetzt aber ... keinen internationalen Versand, kein Webshop ? Dann isses
eh Schrott von Gestern mit Marketingkonzepten von Vorgestern. Und wo
bleiben die Samples vor der Markteinfuehrung ?
Hey noch Was schrieb:> Jetzt aber ... keinen internationalen Versand, kein Webshop ? Dann isses> eh Schrott von Gestern mit Marketingkonzepten von Vorgestern. Und wo> bleiben die Samples vor der Markteinfuehrung ?
Kann man soch sowieso nicht kaufen. Auch nicht ab Herbst. Der Termin
bedeutet doch nur, dass man soweit sein möchte, dass man OEMs beliefern
könnte, wenn es denn welche gibt.
Produkte mit dS integriert gibt es vielleicht in 2-3 Jahren.
Das Zeugs für den Schaltschrank liefern sie vielleicht schon ab Herbst.
Und der geschulte und zertifizierte Handwerker darf das dann auch
installieren und konfigurieren (weil die Technik wohl zu kompliziert und
zu anfällig ist für normale Elektriker). Aber ohne Produkte, die man
ein- und ausschalten kann (Endgeräte) und ohne Produkte, mit denen man
ein- und ausschalten kann (Schalter) verbraucht das dS-Gesummse nur
sinnlos Platz und Strom im Schaltschrank.
Wenn es aktive Kooperationen mit einer der großen
Elektroinstallationsfirmen gäbe, hätte man das werbewirksam verkündet.
Sie haben es ja nicht mal in den Yellow-Stromzähler geschafft - trotz
angeblicher Kooperation.
Das übliche Henne-Ei-Problem und die selbst aufgebauten Marktbarrieren
(Zertifizierung) werden das Projekt dahinraffen, sobald die
Investorengelder aufgebraucht sind. Von der überholten Technik und den
Preisen möchte ich gar nicht erst sprechen. ;-)
Geade habe ich eine interessante Meldung gelesen und dabei musste ich
sofort an DS denken.
"Münchener Studenten entwickeln intelligente Steckdose" lautet die
Schlagzeile.
Unter Anderem steht da zu lesen:
"Ausgangspunkt für die Entwicklung der intelligenten Steckdose war eine
Lehrveranstaltung zum Thema "Die Steckdose der Zukunft" des Centers for
Digital Technology and Management (CDTM), einer Gemeinschaftsinstitution
der beiden Münchener Universitäten. In nur sechs Tagen – gewöhnlich
dauert die Entwicklung solcher Produkte mehrere Monate – konzipierten
die Studierenden Prototypen und entwarfen ein Geschäftsmodell."
Erstaunlich, wie fix manche Leute sind.
Hier der Link zum ganzen Artikel:
http://www.silicon.de/lifestyle/produkte/0,39038975,41533211,00/muenchener+studenten+entwickeln+intelligente+steckdose.htm
Naja, auch hier wird der Weg zum Produkt und letztlich in die Wand im
Wohnzimmer keine Abkürzung haben.
Ach, bevor ich es vergesse, Digitale Stromzähler samt Software zum
Auswerten und kleinen unabhängigen Anzeigegeräten gibt bei Eltako und
Finder. Die können vor oder hinter dem Leitungsschutzschalter eingebaut
werden. Die gibt von 16A bis 65A für eine oder drei Phasen. Da braucht
der Elektiker noch nicht einmal eine Zertifizierung um die Dinger zu
kaufen und einzubauen.
Das Zeugs kann man wirklich kaufen.
Robert L. schrieb:> die "intelligente" steckdose ...> und integriertem "powerline modem" ...
Ja, und damit sind wir wieder bei dem hier seit drei (!) Jahren
diskutierten Henne-Ei-Problem: mit welcher Powerline-Technologie soll
das denn arbeiten? Mit Digitalstrom?
Solche Produkte kann ich mir auch ganz fix ausdenken, dafür brauche ich
weder 6 Tage noch mehrere Monate. Was fehlt, ist eine standardisierte
und einfach zu implementierende Powerline-Technologie, ohne aufwendige
zentrale Installation, so wie dS das ursprünglich mal mit der "Klemme"
versprochen hatte.
Engländer sind da weiter, denn sie sind klüger:
Die Belastung des Stromnetzes äussert sich direkt in der Frequenz, bei
mehr Last sinkt diese:
http://www.dynamicdemand.co.uk/grid.htm
Wenn man also als Gerät erkennen will, ob man sich zum Netz zuschalten
sollte oder nicht, aus Freundlichkeit zum Stromambieter der eh schon
Schwierigkeiten hat die Leistung zur Verfügung zu stellen, so muss man
nur die Frequenz des Netzes messen und mit einer Quartzfrequenz
vergleichen. Die Information, ob das Stromnetz Kapazitäten frei hat,
kommt ganz ohne PowerLine und DigitalKram über die unbelastetet
Netzleitung.
Wenn man nicht nur aus nett und freundlichen Gründen seine Last nur
zuschalten will, wenn das Netz nicht überlastet ist, dann kann man auch
einen digitalen Stromzähler so umbauen, daß Strom mit einer Frequenz von
unter 50 Hz teurer ist als Strom mit eine Frequenz über 50 Hz.
Dazu braucht auch dieser Stromzähler keine Internetverbindung und kein
PowerLineModem, sondern kann selbst erkennen, wann der
Tarifumschaltmoment vorliegt - an der Frequenz der aktuellen
Netzleitung.
DigitalStrom ist also bloss grobe Kundenverarschung der man was teures
und dafür Untaugliches für viel Geld andrehen will.
Vielleicht geht das in England. Kontinentaleuroüpa hat aber meines
Wissens ein Verbundnetz. Da geht die Frequenz in Kopenhagen runter, wenn
in Madrid das Netz überlastet ist. Oder auch nicht, denn vorher wird der
überlastete Netzbereich abgeschaltet. Das hatten wir zuletzt vor einigen
Jahren bei der Überführung eines Schiffes der Meyer-Werft, allerdings
ungeplant.
Ein "intelligentes" Netzmanagement stellt man sich eigentlich anders
vor. Da sollen je nach Laststatutus die Verbraucher abgeschaltet (oder
auch zugeschaltet) werden und nicht ganze Teile des Netzes.
Zählt wohl mehr unter englische Skurrilitäten, da hatten die auf der
Insel schon immer ein Faible für.
Erstaunlich, was in England so möglich ist:
> ... so muss man nur die Frequenz des Netzes messen> und mit einer Quartzfrequenz vergleichen.
Kann ja sein, das es heute Rechenmethoden gibt, mit denen so etwas
möglich ist. Meine Anfang der 70 er Jahre gebaute Digitaluhr läuft
jedenfalls mit Netzfrequenz (50Hz) genauso richtig, wie meine DCF Uhr.
Na ja, sie zeigt ja auch nur Sekunden an.
Aber mal im ernst, Schwankungen der Frequenz, ausgelößt durch meinen
Kühlschrank, 350W gegen ein 1500MW Kraftwerk, oder genauer 0,0002
Promille Leistungsabnahme das ist eine sportliche Messleistung! Das
Messgerät muss natürlich besser sein als der zu messende Wert. Und es
gibt viele Kraftwerke, die im Verbund laufen. Damit ist das
Leistungsverhältnis um Faktoren größer.
Und dann herausfiltern, das es mein Kühlschrank war, der die Frequenz
verändert hat. Ich habe mindestens 12 Geräte in meiner Küche, einige mit
verschiedenen Leistungsstufen. Das macht ohne Leistungsstufen 479001600
Kombinationsmöglichkeiten (die Anzahl der Kombinationen einer Menge von
Elementen ist n! (n Fakultät)).
Na ja, ich lebe zeitweise in angelsächsicschen Ländern, da kommt es
schon mal vor, dass das EVU 20 Minuten zum Umschalten der Generatoren
braucht. Vielleicht wird die Frequent ja auch nicht "quartzgenau"
gehalten.
@flow:
du (Egoist) hast was falsch verstanden
(du gehst vermutlich auch nicht wählen, weil deine "mickrige" stimme ja
nur 0,0002% ausmacht, und somit bedeutungslos ist ;-) )
es geht in diesem Fall hier nicht um DEINEN Stromverbrauch, ..
(ok, in diesem tread wird sowieso schon vielzuviel kreuz und quer
durcheinander gemischt, da kann man schon man was durcheinander bringen)
1. ist ein Kühlschrank ein schlechtes Beispiel (weil der wenig Strom
braucht und sich nicht beliebig ein/auschalten lässt, sonder das ja
temperaturgesteuert zu erfolgen hat..)
2. weil: es geht (in diesem eher theoretischen fall) darum dass
Verbraucher bei denen es (im Gegensatz zum Kühlschrank) egal ist ob sie
um 10:00 oder erste um 12:00 Uhr laufen (z.b. das aufladen eines
nachtspeichers, eines elektroautos, usw mehr fällt mir nicht ein,
deshalb eher "theoretischer Fall..") diese Geräte sollen sich
einschalten wenn die Frequenz (in ganz great britain ) über 50Hz ist,
(weil sich z.b. gerade ein paar Windkrafträder eingeschaltet haben, und
das Atomkraftwerk noch 1 stunde braucht bis es runtergefahren ist..)
ich glaube allerdings dass das (nur) über die frequenz nicht
funktioniert..
Robert L. schrieb:> ich glaube allerdings dass das (nur) über die frequenz nicht> funktioniert..
Hast du dir die britische Website angesehen? Das wichtigste daran ist
der Link auf Joeshort, der einem gerne auch so eine Animation für die
eigene Website programmiert.
Den übrigen Blödsinn kann man vergessen.
Das Thema des intelligenten Netzmanagements ist natürlich wichtig und
zukunftsträchtig, deshalb ist Digitalstrom ja auch darauf gesprungen.
Das kann man aber nicht so lösen, dass man europaweit die Kraftwerke an
die Leistungsgrenze treibt, damit dann irgendwo ein paar Verbraucher
Mitleid bekommen und bei nachlassender Frequenz vom Netz gehen. Wenn das
funktionieren soll, dann muss das standardisiert sein und regional
gesteuert werden. Auch ganz England als "Region" ist da entschieden zu
groß, und Verbraucher, die selbst entscheiden, wie sie den Netzzustand
interpretieren, sind dafür untauglich.
Ich denke mal, Standards bekommen wir dann, wenn es in nennenswerter
Zahl Elektroautos gibt. Dann wird das einfach ein "Muss", da dies die
eleganteste Lösung ist, die (schon jetzt vorhandenen)
Windkraft-Überschüsse zu vermarkten. Ob dabei Digitalstrom als Standard
auf unterer Ebene (d. h. bis zum einzelnen Verbraucher) dann ein Rolle
spielen wird, werden wir sehen.
in Tirol haben "wir" das Problem eh nicht ..
und in Deutschland werden auch (immer mehr) reine Speicherkraftwerke
gebaut..
(die "kaufen" die Windenergie dann wenn der preis ins negative fällt)
und solarthermische werden auch (alle) diese salz-speicher haben..
Robert L. schrieb:> 1. ist ein Kühlschrank ein schlechtes Beispiel (weil der wenig Strom> braucht und sich nicht beliebig ein/auschalten lässt, sonder das ja> temperaturgesteuert zu erfolgen hat..)
Der ist sogar ein sehr gutes Beispiel (zusammen mit der kühltruhe).
Das System Kühlschrank ist so träge...
Wenn Strom billig -> Kühlung um 2-5K unter gewünschten Kühlgrad
einstellen
Wenn Strom teuer -> NUR dann einschalten wenn Temp. 2-5K über
gewünschten Temperatur
So bleibt alles kühl und der "Stromverbrauch" sinkt in Zeiten wo der
Strom teuer ist.
Robert L. schrieb:> in Tirol haben "wir" das Problem eh nicht ..
Tirol weiß ich nicht, aber Österreich ist Netto-Elektrizitätsimporteur.
Da stellt sich also sehr wohl das Problem der Laststeuerung in
Abhängigkeit vom Angebot der umliegenden Exportländer.
Speicherkraftwerke sind übrigens allesamt investitionsintensiv und
wirkungsgradschwach. Das ist eine Notlösung, um das konstante
Energieangebot schlecht regelbarer (Atom-)Kraftwerke zwischenspeichern
zu können.
Da ist es allemal günstiger, Ökostrom (Windenergie) dann zu verbrauchen,
wenn viel davon da ist. Die Sache mit den negativen Preisen ist dabei
Augenwischerei. Die zahlen nämlich die gleichen Energiekonzerne, die
vorher den Windstrom teuer einkaufen mussten. Wenn die dafür dann teure
Speicherkraftwerke betreiben müssen, wo hinterher nur noch zwei Drittel
(oder noch weniger, je nach Technologie) herauskommt, dann wird weder
die finanzielle noch die Ökobilanz besser. Was hilft, ist intelligentes
Lastmanagement. Soweit hat das Digitalstrom ja richtig erkannt.
@docean: Dass ein Kühlschrank ein sehr GUTES Beipiel für einen
intelligent steuerbaren Verbraucher ist, ist sicher richtig. Leider
verbraucht der zu wenig Strom, um das gesamte Netz wirkungsvoll zu
beeinflussen. Deshalb hoffen ja alle auf die Elektroautos, die bringen
richtig was.
Achja, und solarthermische Speicher (größerer Kapazität) gibt es
praktisch nicht. Das ist ein Dauerthema wie die Kernfusion. Der einzige
Unterschied ist, dass Solarspeicher seit 50 Jahren kurz vor der
unmittelbaren Markteinführung stehen, und die Kernfusion steht seit 50
Jahren 30 Jahre vor der Markteinführung.
@lrlr:
> du (Egoist) hast was falsch verstanden>> (du gehst vermutlich auch nicht wählen, weil deine "mickrige" stimme ja> nur 0,0002% ausmacht, und somit bedeutungslos ist ;-) )
Ja, ich bin ein Egoist. Ich möchte dann Licht anmachen, wenn es mir zu
dunkel ist und kochen, wenn ich Hunger habe und nicht weil das EVU
gerade meint wir sollten mal essen kochen.
Spaß bei Seite. Es geht mir nicht um meinen "mickerigen" Anteil, sondern
ich bezweifle die Methode. Bisher hatte ich großes Vertrauen in die
Frequenzstabilität. Die Frequenz wird meinem Wissen nach nicht mehr mit
mechanischen Fliehkraftreglern (das sind die beiden Kugeln oben auf der
Dampfmaschine) hergestellt, sondern sehr genau eingehalten.
Was sich sehr Stark ändert ist die Spannung. Ich messe oft große
Unterschiede, je nach Uhrzeit und Wochentag. Leider lässt sich daraus
keine Netzbelastung sicher ableiten, da auch der Ausbauzustand des
Netzes die Spannung beeinflusst.
Einfacher, praktikabler währe da ein "globaler digital Strom". Etwa so,
das EVU sendet ein broadcast Datagram mit dem Inhalt: in der Region 4711
bitte alle Verbraucher der Klasse nn (z.B. Elektroauto) auf halbe
Ladeleistung runter regeln. Oder: Region 0815 habe noch Kapazitäten
frei, schaltet mal die Gehwegheizung (so etwas gibt es tatsächlich in
kalten Ländern) ein. Mit so einem System brauchte man nicht in der
Privatsphäre der Nutzer herumzuspionieren. Nur Geräte mit
Klassifizierung nehmen Teil. Ein Backofen braucht zwar viel Strom, es
währe jedoch schade, wenn das EVU ihn abschaltet, wenn der Kuchen half
fertig ist.
Ich bin übrigens Fan von vernetzten Systemen, also viele Kleine ergeben
ein Großes. Da braucht man gute Regelung und Kommunikation aller
Beteiligten.
So etwas sollte aber für die Nutzer transparent sein.
Robert L. schrieb:> http://portal.mytum.de/pressestelle/meldungen/news...>> die "intelligente" steckdose schaut eher aus wie ein energiekostenmesser> (adli 10€?) und integriertem "powerline modem" (oder ähnliches) ...>> nicht wirklich klein, nicht wirklich innovativ.
Sie verwenden wohl nen Arduino mit Wifi Shield, wobei sie die
Strommessung selbst dazu gebaut haben.
Dort geht's aber eh nicht primär um die Hardware, sondern die Studenten
sollen lernen wie sie die Zusammenarbeit zwischen verschieden
Fachbereichen funktioniert und wie man das am besten managet. CDTM steht
für Center for Digital Technology and Management.
... ... schrieb:> Das System Kühlschrank ist so träge...> Wenn Strom billig -> Kühlung um 2-5K unter gewünschten Kühlgrad> einstellen> Wenn Strom teuer -> NUR dann einschalten wenn Temp. 2-5K über> gewünschten Temperatur> So bleibt alles kühl und der "Stromverbrauch" sinkt in Zeiten wo der> Strom teuer ist.
Genau. Und wenn im heissen Sommer mal die Kühlung mit günstigem Strom
nicht ausreicht, wird die Kühlschranktür automatisch verriegelt, damit
die Kühlung erhalten bleibt. Sobald wieder günstiger Strom zur Verfügung
steht, wird die
Tür wieder freigegeben. Übergangsweise futtert man sich beim
digialstromlosen Nachbarn durch. ;-)
Und die Waschmaschine läuft, wenn der Strom günstig ist und nicht, wenn
ich frische Wäsche brauche.
Schöne neue Welt! ;-)
ja, und mein superduper E-Auto darf ich auch nur laden wenn an der
Nordsee gerade mal ordentlich Strom ist.Solange nehme ich dann meinen
Chevy mit dem guten alten V8 oder rufe meinen Chef an weil ich nicht zur
Arbeit kommen kann weil kein Wind ist. Diese Ökofaschisten gehen mir
sowas von auf die Nerven.
Das wird nix schrieb:> Und die Waschmaschine läuft, wenn der Strom günstig ist und nicht, wenn> ich frische Wäsche brauche.
Wie oft schmeist du die Waschmaschine an damit du in ner Stunde frische
hasst? Das sind ja sonderfäller, oder vor allem der Trockner, der MUSS
vlt ganz selten angeschmissen werden weil jemand was ganz dringend
braucht, ansonsten könnt man die Dinger auch locker auch nachts laufen
lassen.
ttl schrieb:> Diese Ökofaschisten gehen mir> sowas von auf die Nerven.
Solche Alles dreht sich um mich - Faschisten gehen mir auf die Nerven.
Und dann nichtmal die Eier haben unter nem richtigen Benutzernamen zu
schreiben...
Glaub du an Atomkraftwerke und ich freu mich wenn du über nem Endlager
wohnst.
David S. schrieb:> Das wird nix schrieb:
...
> Wie oft schmeist du die Waschmaschine an ...
Ach, bloß nicht aufregen. Der schmeißt überhaupt nicht die Waschmaschine
an, der weiß nicht mal, wo der Schalter ist. Der ist dreizehn und das
macht alles Mutti für ihn.
David S. schrieb:> Glaub du an Atomkraftwerke und ich freu mich wenn du über nem Endlager> wohnst.
Meinst du, das ist ein Problem? Menschen ziehen auch in Flughafennähe
obwohl Lärm nachweislich krank macht. Einzig die Grundstückspreise sind
hier ausschlaggebend.
Ausserdem gibt es derzeit noch keine sinnvolle Alternative zur
Atomkraft. Wer das nicht einsehen will der kann in den Wald ziehen ohne
fliessend "Wasser aus Wand" und Strom, dann kommt er zumindest ohne aus.
Die restliche Zivilisation wird das jedoch nicht schaffen. Atomstrom ist
immer noch besser als die letzten Ölreserven für n paar h Fernsehen zu
vergeuden. Systeme wie DS können durchaus dazu beitragen, daß Strom aus
regenerativen Energien, der idR nicht Grundlastfähig ist, einen größeren
Stellenwert bekommen als das derzeit der Fall ist. Jedoch wird das noch
einige Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern. Da brauchen wir uns nichts
vormachen. Selbst wenn die Systeme ab morgen im Handel währen und es nur
noch Geräte mit einer derartigen Ausstattung gäbe würde es bis zu 25
Jahre dauern bis die Letzte Waschmaschine und der letzte Kühlschrank
ausgetauscht ist. D.h. so schnell wirds noch keine Möglichkeit geben auf
den Atomstrom zu verzichten, esseidenn wir kaufen den Strom aus Polen
und Tschechien, dort wächst er nämlich auf Bäumen. (Zumindest scheinen
eben dies unsere Bündnis 90 Freunde zu glauben wenn man deren Programme
und Äusserungen so liest, aber das gehört nicht hier her)
Um mal wieder zurück zum eigentlichen Thema zu kommen:
Hab mich neulich mal mit jemanden von der ETH unterhalten:
Er meinte es das an dem ganzen Digitalstrom Projekt kein einziger
Informatik und E-Technik Lehrstuhl beteiligt ist. Hovestadt ist
Professor in Computer Aided Architectural Design (CAAD), also Architekt.
Und die Architekten sind da immer etwas eigen, das kenn ich schon von
meiner Uni...
Ich finde es immer noch eine nette Idee, schauen wir mal wann es das
Zeug endlich auf dem normalen Markt gibt, ob es technisch das hält was
verspochen wird und bis wann die DS Chips zu dem angezielten, günstigen
Preis zu haben sind.
Christian B. schrieb:> .. aber das gehört nicht hier her
Genau, das ist der einzig sinnvolle Satz in deinem Beitrag, das gehört
alles nicht hier her, denn wir reden hier über Hausautomatisierung unter
besonderer Berücksichtigung intelligenter Laststeuerung.
Weil dieser Thread aber zusehends von dümmlichen Äußerungen über
alternative Energiequellen (alternativ zu Öl und Atom) überflutet wird,
fühle ich mich bemüßigt, so knapp wie möglich den größten Blödsinn zu
kommentieren. Nutzen hat es wahrscheinlich keinen, die menschliche
Ignoranz ist unbezwingbar.
> Ausserdem gibt es derzeit noch keine sinnvolle Alternative zur> Atomkraft.
Was ist denn "derzeit"? Wir reden bei Strukturveränderungen über
Zeiträume von Jahrzehnten. Du sagst es selbst, ignorierst aber die
Schlussfolgerung: wenn man in 30 Jahren etwas ändern will, dann muss man
jetzt (!) anfangen. Das Zauberwort heißt "exponentielles Wachstum". Wenn
man z. B. in 30 Jahren mehr Windenergie haben will, dann muss man jetzt
Windkraftwerke bauen. Wenn man z. B. in 30 Jahren mehr Kernfusion haben
will, dann muss man jetzt Fusionskraftwerke bauen. Wo ist also die real
existierende Alternative?
> Strom aus regenerativen Energien, der idR nicht grundlastfähig ist, ...
Das klingt so, als wäre "Grundlastfähigkeit" ein Gütekriterium.
Atomkraftwerke sind allerdings eher in dem Sinne "grundlastfähig", dass
man sie schlecht regeln kann. Gemeint ist hier aber, dass zu jedem
beliebigen Zeitpunkt die Erzeuger elektrischer Energie imstande sein
sollen, einen beliebigen Momentanbedarf zu decken. Das ist mit
regenerativen Energiequellen, die nicht zu beliebigen Zeitpunkten in
beliebiger Leistung zur Verfügung stehen, natürlich nicht möglich und
dient dann als KO-Kriterium. Allerdings ist dieses Postulat schon
fraglich, denn man kann erstens (das ist ja gerade das Thema) mit
intelligenten Systemen die Nachfrage steuern. Und zweitens kann man
natürlich auch unabhängig von Wind und Wetter aus regenerativen Quellen
elektrische Energie erzeugen: Wasserkraft, Strom aus Biogas und tagsüber
aus der Sahara sind da nur drei Beispiele. Und drittens kann man für
eine (durchaus lange) Übergangszeit schnell regelbare Gaskraftwerke
einsetzen. Das tut man ja schon heute.
Kraft-Wärme-Kopplung ist ein weiteres Beispiel, wie man in großem Umfang
Energie sinnvoll bei der Stromerzeugung einsetzen kann statt den größten
Teil als Abwärme verpuffen zu lassen - nicht unbedingt regenerativ, aber
ohne weiteren Primärenergieeinsatz. Das ist allerdings mit
Atomkraftwerken schlecht machbar, es sei denn, zukünftig wird das Umfald
von Atomkraftwerken vermehrt besiedelt. Die Grundstücke sind da bestimmt
billig.
Zukünftige Szenarien gehen gerade davon aus, dass wir einen Energiemix
haben werden und eben nicht eine Öl- und Atom-Monokultur. Das passt
allerdings den großen EVUs nicht, weil sie dann zwangsläufig einen Teil
ihres Monopols verlieren. Und ewig werden deren Argumente von willigen
Stammtischbrüdern nachgeplappert.
Andi schrieb:> Hovestadt ist Professor in Computer Aided Architectural Design (CAAD),> also Architekt.
Ich hab' mir eben mal seine Doktorarbeit heruntergeladen und angefangen,
hineinzugucken. Auf Seite 6 faselt er über jährliche Baufolgekosten bei
Kindergärten von 30%. Da hat er zwar eine Quelle für, seriös kann die
aber nicht sein, mit einem Minimum von Sachverstand hätte er das auch
selbst merken können. Nach Seite 9, wo er vom "Paolo Aalto Research
Center" schwafelt, hatte ich dann allerdings genug ...
Zur Erinnerung: Alvar Aalto war ein berühmter finnischer Designer und
Architekt. Der war allerdings schon tot, als Ludger Hovestadt seine
Doktorarbeit hinschluderte.
Peinlich. Hoffentlich hat er von dem, was er jetzt betreibt, jedenfalls
ein bisschen mehr Ahnung.
@ Dieter: im Grunde stimme ich dir ja zu! Allerdings kann man nicht,
auch wenn manche das so sehen, einfach einen Teil der Kraftwerke jetzt
abschalten und hoffen, daß das keine Folgen hat weil das Verbundnetz den
Verlust schon irgendwie auffangen wird.
Windkrafträder: gibt es, werden ständig mehr. Allerdings laufen die
nicht immer, da sie nur in einem bestimmten Windgeschwindigkeitsbereich
arbeiten können. Ist der Wind zu stark: abschalten, ist er zu schwach:
ineffizient. Das größte KO Kriterium jedoch bringen Umweltaktivisten die
gegen neue Anlagen protestieren, da die ja die Landschaft verunstalten.
Dies oder Ähnliches kann man für jede regenerative Anlage vorbringen!
Bei uns hier ist gerade ein Heidentumult im Gange weil ein Investor eine
Biogasanlage errichten will. Ob Die je gebaut wird ist fraglich. Die
Bevölkerung will durchaus regenerative Energieversorgung aber nur unter
der Vorraussetzung, daß sie von deren Erzeugung ja nichts mitbekommt.
Soviel zu meiner Verteidigung, nun aber BTT:
Initiativen wie die zugrundeliegende Idee von DS sind sinnvoll und
werden über kurz oder lang in der ein oder anderen Form ihre
Markteinführung bekommen. Da aber Hausinstallationen idR für 50 Jahre
Lebensdauer ausgelegt sind kommen große Installationsänderungen für
solch ein Projekt nicht so leicht in Frage. Die Idee mit der Klemme ist
somit schon sehr Zukunftsorientiert, hat nur einen Haken: Mit
derzeitigen Mitteln kann das nicht funktionieren wenn man die wirklich
zugrundeliegenden Ziele zusammennimmt (betreffend Leistungsumfang und
Kosten). Mittlerweile scheinen das ja selbst die Macher von DS zu
bemerken. Fakt ist: es war eine großartige Idee, die so, oder so ähnlich
früher oder später kommen wird. Nur mit Sicherheit nicht von DS.
Zur Steuerung an sich:
Bleiben wir bei dem Beispiel Waschmaschine:
Jede bessere moderne Waschmaschine ist heute bereits mit mind. einem
Controller ausgerüstet. Die Leistung des Antriebsmotors und der Pumpen
sind bekannt ebenso deren Laufzeiten während einzelner Programme,
vielmals ist sogar die aktuelle Uhrzeit im System hinterlegt. Was also
noch fehlt ist die Verbindung zum Kraftwerk um die Daten von verfügbarer
und benötigter Energiemenge abzugleichen. Da nahezu jeder Haushalt heute
einen Telefon oder besser DSL Zugang besitzt währe eine passende
Netzstruktur vorhanden, man müsste sich nur auf ein Protokoll eingien
und die Maschinen mit entsprechenden Schnittstellen ausstatten.
Imho währe solches viel Sinnvoller und einfacher als in einer
bestehenden Installation herumzupfuschen. Und wenn die klemmen in die
Geräte eingebaut werden sollen sehe ich keinen Sinn mehr darin, wie
gesagt, oftmals haben die Geräte bereits eigene Rechenleistung an Board
die sicher die Funktionen der Klemme mit übernehmen könnte...
Christian B. schrieb:> eigene Rechenleistung an Board> die sicher die Funktionen der Klemme mit übernehmen könnte...
Ja/Nein. Die Rechenleistung ist natürlich vorhanden und kostet nichts.
Was fehlt, ist das Interface. Genau das, ein universell verwendbares
Interface, nachrüstbar in bestehenden Installationen (50 Jahre, du weißt
...), sollte die ds-"Klemme" sein. Natürlich würde in der Waschmaschine
nicht physisch eine gelbe Klemme sitzen, sondern nur der dS-Chip im
Waschmaschinen-Netzteil, und außen drauf der "dS-ready"-Aufkleber.
Und genau das, ein standardisiertes (!) Interface, kostengünstig
(wirklich kostengünstig für Masseneinsatz, also unter einem Euro für den
Chip!), tauglich für Altinstallationen (!), fehlt immer noch. Und so,
wie es aussieht, wird Digitalstrom das nicht werden, nicht mit der
Technologie, die sie auf der L+B vorgezeigt haben.
Eigentlich eine traurige Sache, denn es wird wirklich Zeit, dass mal
sowas kommt. Ich kann einfach nicht glauben, dass eine brauchbare
Problemlösung so schwer sein soll. Irgendwie sitzen die falschen Leute
dran.
PS.: ich glaube nicht, dass wirkliche Umweltaktivisten gegen Windenergie
oder Biomassekraftwerke agitieren. Es ist vielmehr leicht, sich als
Ewig-Gestriger ein Mäntelchen als "Umweltaktivist" umzuhängen und damit
gegen alles und jedes zu sein - und den Monopolisten in die Hände zu
spielen. Die freuen sich über jeden dieser selbsternannten
Pseudo-Aktivisten. Und unterstützen ihn sicher nur zu gern.
PPS.: gebt mir zwei oder drei Jahre und ein Dutzend Leute, damit lösen
wir das Problem. Und sobald wir was haben, ein paar Marketingfuzzis
dazu, dann verkaufen wir das Zeugs auch. Kontakt gerne per PM.
Dieter R. schrieb:> Ach, bloß nicht aufregen. Der schmeißt überhaupt nicht die Waschmaschine> an, der weiß nicht mal, wo der Schalter ist. Der ist dreizehn und das> macht alles Mutti für ihn.
Genau. Gaaaaaanz ruhig bleiben. DER ist >40 und hat zwei Plagen, die
ziemlich übelgelaunt sind, wenn morgens nichts das Lieblings-T-Shirt
oder die Lieblingshose gewaschen, getrocknet und anziehbereit sind.
Waschmaschine und Trockner lauft täglich, um den Wäschebedarf des
4-Personen-Haushalts zu decken.
Der abendlich Ablauf ist: Um 20 Uhr die Waschmaschine befüllen und
starten. Um 22 Uhr die Waschmaschine in den Trockner umladen und
starten.
Morgens um 6 Uhr den Trockner ausräumen.
Und ich weiss aus sicherer Quelle, dass das in anderen
4-Personen-Haushalten nicht anders läuft, wenn beide Ehepartner
arbeiten.
Diesen Ablauf möchte ich jetzt mal sehen, wenn der Stromversorger
bestimmt, wann unsere Waschmaschine oder unser Wäschetrockner zu laufen
hat. ;-)
Aber bei dem Preisniveau ist Digitalstrom sowie eher was für Familien
mit privater Vollzeit-Haushälterin und -Kinderbetreuung. Die kenne die
Probleme nicht - passt also! ;-)
Dieter R. schrieb:> Genau, das ist der einzig sinnvolle Satz in deinem Beitrag, das gehört> alles nicht hier her, denn wir reden hier über Hausautomatisierung unter> besonderer Berücksichtigung intelligenter Laststeuerung.
Nö. Wir reden hier über Digitalstrom, aizo AG, Hovestadt und Beck.
Wenn du über Hausautomatisierung und Laststeuerung im Allgemeinen
schwafeln willst, dann bist du hier falsch. Deine Beiträge sind zu 100%
am Thema vorbei.
Andi schrieb:> Er meinte es das an dem ganzen Digitalstrom Projekt kein einziger> Informatik und E-Technik Lehrstuhl beteiligt ist. Hovestadt ist> Professor in Computer Aided Architectural Design (CAAD), also Architekt.
Der ganze Informatik- und E-Technik-Kram kam anfangs ja auch aus Wetzlar
und nicht aus der Schweiz. Außer Hovestadt war von der ETH niemand
involviert. Entwicklungsstandort war Wetzlar.
Erst seit die Schweizer im Vorstand das Sagen haben (weil die in Wetzlar
über Jahre nichts zustandegebracht haben) wurden immer mehr Ressourcen
nach Wien verlagert.
Hi,
also diese ganze Geschichte mit der lastabhängigen Steuerung von Geräten
in Privathaushalten klingt immer wieder toll, macht sich gut in
PowerPointPräsentationen und eignet sich super um Fördergelder zu
kassieren, aber:
In der Realität wird sich das auf absehbare Zeit einfach nicht
durchsetzen lassen.
Auch wenn einige das anders sehen, aber wer mal ruhig ohne Scheuklappen
nachdenkt wird das selber sehr schnell erkennen...
Es ist ja einfach so, das es in Privathaushalten einfach nicht viele
Geräte gibt, wo eine lastabhängige Steuerung überhaupt machbar wäre.
Licht, Computer, TV benötigt man wenn man es braucht, Essen sollte auch
planbar sein.
Somit blieben Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler und vielleicht
Elektrospeicheröfen.
Wobei Elektrospeicheröfen eine aussterbende Gattung sind und wohl kaum
in Haushalten anzutreffen währen die sonst auf modernes
Energiemanagemant setzen. Können also vernachlässigt werden!
Einige Beispiele zur Waschmaschine wurden ja aschon genannt. Und ich
kann mich nur anschließen: eine Steuerung rein von der Netzlast abhängig
kommt nur für die allerwenigsten in Betracht!
Warum ?
Zuerst einmal fallen ALLE Haushalte heraus die in einem Mehrfamilienhaus
wohnen und wo die WaMA nicht in einem sehr gut schallisolierten Keller
steht! Bei uns, als junger zwei Personen Haushalt läuft die WaMa nur
alle paar Tage, Lastabhängige Steuerung währe daher denkbar. Ich möchte
aber nicht die Reaktion meiner Nachbarn (und ich wohne in einem kleinen
Haus) erleben wenn die Maschine dann nachts um drei in den Schleudergang
geht. Obwohl das Haus wirklich nicht hellhörig ist, DAS hört man unter
mir! -> Kommt also NICHT in Frage!
Dasselbe gilt dann auch für den Geschirrspüler und vielleicht auch für
den Trockner. (Wobei es da schon sehr leise Geräte gibt.)
Hat man sein eigenes Häuschen ist das vieleicht kein Problem, nur:
Die Anzahl der zwei Personen Haushalte unter den Häuslebesitzern ist
vergleichsweise gering. Und selbst wenn sich doch mal ein Pärchen schon
vor dem ersten Kind das eigene Haus leistet, folgen die ersten Kinder
dann doch meist wenig später.
Wirklich nennenswert ist nur die Zahl derer bei denen alle Kinder dann
das "Nest" verlassen haben.
Ist es aber nun ein Haushalt mit mehr Personen, so muss auch öfter
gewaschen werden. Mal ganz abgesehen von der Tatsache das gerade wenn
Kinder da sind, es nicht nur auf die Gesamtmenge der Wäsche ankommt,
sondern es dann die "Fein/Bunt/ Helle/ Dunkle und Kochwäsche" gibt.
Beliebig lange kann man die schmutzigen Klamotten aber nun auch nicht
liegen lassen... Da reicht dann das "irgendwann" in der Nach nicht!
Und für das kleine Grüppchen das dann noch übrigbleibt, lohnt ein Aufbau
einer Signalisierung/getrennter Gebührenüberwachung durch den
Netzbetreiber einfach nicht...!
Aber das oben geschriebene waren noch nicht mal alle Kritikpunkte, hätte
da noch ein paar wo zumindest noch Klärungsbedarf besteht:
1. Nasse Wäsche: Ich frage mich wieviele der Diskussionsteilnehmer die
eine Netzbedarfssteuerung der WaMa als Sinnvoll ansehen tatsächlich
SELBER waschen. Es ist auf jeden Fall mal interessant feuchte Wäsche, am
besten im Hochsommer, einfach mal 8-10 std. oder länger in der Maschine
zu lassen! Im besten Fall darf man halt noch einmal waschen, im
schlechtesten kann man die wegwerfen. Es sein den man stört sich nicht
an einem gewissen "Mief" o.ä.
Muss nicht jedesmal vorkommen, KANN es aber jederzeit! Toll wenn die
Maschine dann am Samstagabend ausnahmsweise mal schon um 20.30
loslegt... Muss ich mir dann jedesmal einen Wecker stellen?
2. Versicherung: Es empfiehlt sich auch immer mal einen Blick in die
Policen der Haftpflicht-, Hausrats- und ggf. Wohngebäudeversicherung zu
werfen. So manch ein Anbieter hat recht interessante Ansichten zu den
Sorgfaltspflichten beim Betreiben dieser Maschinen. Da sind dann so
Dinge wie "beaufsichtigt" gefordert. In den Bedienungsanleitungen steht
ähnliches. Ein verlassen des Haushaltes scheidet fast immer aus, auch
zum Thema "schlafen" hat es interessante Urteile gegeben. Während das
ungeplante Nickerchen auf dem Sofa sicher Diskussionswürdig ist, so kann
von "Aufsicht" beim tiefen Nachtschlaf durchaus keine Rede mehr sein!
3. Gefahr: Thematisch passend zu Punkt zwei:
Hat jemand mal eine Statistik zu Bränden durch entsprechende
Haushaltsgeräten? Gefühlt ist es bei mir in der Umgebung so, das zwei
von drei Bränden durch heißgelaufene Trockner oder defekte
Waschmaschinen zu stande gekommen sind. Selber habe ich auch schon einen
"heißen" Trockner gehabt der durch "einen schmorigen" Geruch auf sich
aufmerksam machte. (große Ladung Handtücher nach der allerersten Wäsche,
da saß das Sieb trotzt Reinigung beim Starten schon nach einigen Minuten
zu - Die Frontplatte war richtig Heiß! und es waren erst 20min von 80
rum - da hätte nicht mehr viel gefehlt...)
Natürlich, es gibt Rauchmelder, aber trotzdem hätte ich kein gutes
Gefühl beim Gedanken an mein Familie wenn fast jede Nacht das Ding
laufen würde. Die Gefahr steigt mit Häufigkeit!
Und all das zusammen wird dann sicher dazu führen das sich DAS nicht
durchsetzen wird.
Etwas anderers ist es ja Industriebereichen mit großem Energiebedarf -
Nur braucht man da so keine tollen neuen Dinge wie DS - Da geht es
anders und ist teilweise, je nach Gewerbezweig, schon sehr lange
Standart.
In Privathaushalten wird man nur durch Aufklärung (umweltbewusstes
Verhalten) und Reduzierung des Energieverbrauchs der eingesetzten Geräte
einen Sinnvollen Beitrag erreichen! (Aber bitte Sinnvoll, nicht mit so
einem Schwachsinn wie Konv. Steckernetzteile zu verbieten und
stattdessen Schaltnetzteile vorzuschreiben die dann -da sie billigst
sein müssen- gefährlich unterdimensioniert sind und massiv HF-Müll
herauspusten, zudem schnell den Hitzetod sterben und alle zwei Jahre
ersetzt werden müssen. (Während es bei Konventionellen Netzteilen eher
die Regel als die Ausnahme ist das diese 10J+ ohne Probs laufen - Das
geht bei SNT nur mit wirklich guten Geräten...)
Aber Genug für heute!
Gruß
Carsten
habe mal ein paar hausfrauen in meiner umgebung interviewt.
waschmaschine und trockner lastabhängig zu steuern ist problematisch:
- wenn wama fertig ist muss die wäsche zeitnah raus, denn sie
zerknittert sehr schnell und müsste dann zwingend gebügelt werden
(worauf man bei vielen stücken getrost verzichten kann wenn sie sofort
aufgehängt werden). bleibt sie länger liegen fängt sie ausserdem an zu
stinken. die wama müsste also so anlaufen, dass wenn sie fertig ist zeit
ist sie aufzuhängen. das fanden alle sehr unkomfortabel diesen zeitpunkt
nicht selbst bestimmen zu können.
- trockner ist ähnlich: bleibt die nasse wäsche vor dem lauf liegen
verknittert sie und fängt an zu stinken. trockene wäsche nach dem lauf
verknittert auch wenn ise im t. liegen bleibt, aber nicht so stark.
aber was ist mit kühltruhen, das müsste doch gehen.
Mannomann, seid ihr alle phantasielos.
Nur ein gaaanz einfaches Beispiel: Man kann sicher ein Trocknerprogramm
schreiben, das die Wäsche erst ein bisschen vortrocknet, damit sie nicht
müffelt, aber mit dem eigentlichen Trockenvorgang erst zwei Stunden
später loslegen, wenn der Strom reichlich und billig ist. Oder man kann
den Trockenvorgang dynamisch halten: schnell und mit viel Leistung, wenn
viel Strom da ist. Oder langsam und mit wenig Leistung, um Lastspitzen
zu vermeiden. Wenn das eine Million Trockner gleichzeitig machen, kommt
da schon was zusammen. Nämlich rund 2 Gigawatt.
Und wenn wir die zukünftigen E-Autos einbeziehen, dann sind es noch ein
paar Gigawatt mehr. Und schon sind wir dabei, dass sich das Auto und die
Waschmaschine abstimmen müssen (oder abgestimmt werden müssen), weil der
Hausanschluss oder die Netzverfügbarkeit nicht für alle gleichzeitig
reicht. Und schon sind wir bei Laststeuerung im Allgemeinen und dS im
Besonderen.
Was entwickelt ihr eigentlich, Programme für Finanzmathematik?
Vielleicht sollte man doch nicht Hausfrauen (=Anwender) nach Embedded
Control befragen, sondern Leute, die sich mit den technischen
Möglichkeiten auskennen. Genau so, wie ich schon vor Jahren gelernt
habe, dass es völlig unsinnig ist, Vertriebsleute zu fragen. Die
antworten nur, dass sie genau das selbe wie die Konkurrenz wollen (die
vielleicht jahrelang daran entwickelt hat), aber billiger und bitte
sofort. Über Entwicklungsperspektiven kann man mit denen nicht reden.
@ wirrnix: äh, Wien???
Dass Wien nicht in der Schweiz liegt ist ja offensichtlich.
Und dass man nicht währe, sondern wäre schreibt auch.
Aber der Sinn der DS-Sachen erschließt sich mir (wie anscheinend anderen
auch) nicht. Was bitte kann ich damit effektiver einsetzen? Ihr kennt
die BWL-ler, die sagen dazu "sparen".
Carsten Sch. (DG3YCS) schrieb:> 2. Versicherung: Es empfiehlt sich auch immer mal einen Blick in die> Policen der Haftpflicht-, Hausrats- und ggf. Wohngebäudeversicherung zu> werfen.
Sehr guter Punkt bei Schäden durch unbeaufsichtige laufende Geräte (egal
ob Brand- oder Wasserschaden) zahlen viele Versicherungen nicht.
Und das Lärmargument ist auch nicht schlecht. Bei vielen steht die
Waschmaschine in der Küche oder im Bad. Das kommt gut, wenn die nachts
plötzlich loslegt.
Ansonsten kann ich mich nur anschließen. Ich glaube nicht, dass
irgendjemand, der hier über lastabhängige Waschmaschinensteuerung
theorestisiert, selber schonmal in einem Vierpersonenhaushalt für
saubere Wäsche sorgen musste.
Kühl- und Gefrierschränke kann man auch nicht einfach so lastgesteuert
betreiben. Wenn man z.B. einen Kühlschrank neu befüllt, dann muss der
zeitnahm runterkühlen. Noch drastischer ist das beim Gefrierschrank.
Mein Gefrierschrank hat dafür extra ein Power-Kühlprogramm, damit er
schnellstmöglich wieder seine Solltemperatur erreicht. Wie soll das
funktionieren, wenn er vom Stromversorger ferngesteuert wird?
MaWin schrieb:> Die Belastung des Stromnetzes äussert sich direkt in der Frequenz, bei> mehr Last sinkt diese:>> http://www.dynamicdemand.co.uk/grid.htm
Hallo, ich hatte auch mal eine Seite wo man das für das deutsche Netz
sehen konnte (sogar mit einer anzeige um wie viel Minuten das Netz
falsch läuft). Wenn jemand die Seite kennt bitte Posten. Ich finde sie
nicht mehr :(
Danke
Ja, klar, elektrische Haushaltsgeräte sind brandgefährlich. Das hat
sogar das "ifs Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der
öffentlichen Versicherer e. V." festgestellt, ein Propagandaverein der
Versicherungsunternehmen. Originalzitat Dr. Rolf Voigtländer,
Geschäftsführer dieses Vereins: „Dass durch diese Geräte ein Brand
verursacht wird, ist wesentlich wahrscheinlicher, als sechs Richtige im
Lotto zu haben“.
Na toll, wie wahrscheinlich ist doch gleich ein Sechser im Lotto?
Zur Erinnerung: Auch die Klima "katastrophe" ist Schuld an zunehmenden
Schadensfällen, die Überalterung der Gesellschaft sowieso,
komischerweise weisen die Versicherungen dann aber jedes Jahr auf's neue
blendende Bilanzen auf. Jammern gehört wohl zum Geschäft.
Rechtsprechung, die hier zitiert wird, hat übrigens was mit Gesetzen zu
tun, wenn auch manchmal nur wenig. Gesetze kann man ändern, wenn andere
Prioritäten das erfordern. Dafür werden sich die EVUs gegebenenfalls
schon stark machen. Müssen halt die Versicherungsprämien ein bisschen
steigen. Oder Brandmelder installiert werden, kostet nicht viel.
Merke: kein Argument ist zu dümmlich, um in diesem Thread nicht von
irgendeinem Bedenkenträger gebracht zu werden.
Aber gut, verlassen wir halt das müffelnde Feld der Waschmaschinen,
nehmen wir einen Geschirrspüler als Beispiel. Der läuft bei uns in der
Regel nachts, und wann er das tut, ist völlig egal. Im Mittel
(4-Personen-Haushalt) läuft er ca. alle 1 1/2 Tage, er könnte also auch
am nächsten Tag vormittags laufen, alles wurscht. Der ist auch so leise,
dass sich keiner dran stört. Reicht das jetzt als Beispiel, oder müssen
wir da unbedingt auch wieder ein Suppenhaar finden?
@ nix: wie oft brauchst du das drastische Power-Programm deines
Gefriermonsters? Stündlich, täglich, wöchentlich, monatlich? Kannst du
dir eventuell vorstellen, dass ein intelligentes Lastmanagement dir
ausnahmsweise gelegentlich erlauben würde, manuell die Super-Power-Taste
zu drücken? Nein, kannst du nicht? Ich schon. Ich könnte mir sogar
vorstellen, dass wir in diesem Thread wieder zu ernsthafter
Argumentation zurückfinden. Irgendwann, in ferner Zukunft vielleicht
einmal.
@ friedrich: es gibt kein "deutsches" Netz. Hatte ich weiter oben schon
mal geschrieben. Du musst es mir nicht glauben, aber vielleicht liest du
trotzdem mal in Wikipedia nach.
Dieter R. schrieb:> Aber gut, verlassen wir halt das müffelnde Feld der Waschmaschinen,> nehmen wir einen Geschirrspüler als Beispiel. Der läuft bei uns in der> Regel nachts, und wann er das tut, ist völlig egal. Im Mittel> (4-Personen-Haushalt) läuft er ca. alle 1 1/2 Tage, er könnte also auch> am nächsten Tag vormittags laufen, alles wurscht. Der ist auch so leise,> dass sich keiner dran stört. Reicht das jetzt als Beispiel, oder müssen> wir da unbedingt auch wieder ein Suppenhaar finden?
Mit dem Suppenhaar kann ich gerne dienen. ;-)
Der Geschirrspüler steht bei uns in der offenen Küche, die direkt (offen
eben) in den Flur übergeht von dem die Schlaf- und Kinderzimmer abgehen.
Das stelle ich mir spassig vor, wenn da nachts der Geschirrspüler
loslärmt. Vor allem im Sommer, wenn alle Türen offenstehen.
Und natürlich soll der nicht erst am nächsten Vormittag laufen. Denn
sauberes Geschirr wird bereits zum Frühstück benötigt. Oder wird unsere
Frühstückszeit demnächst auch vom Enegieversorger bestimmt?
Gerade moderne und gehobene Haushalte, die sich den
Digitalstrom-Schnickschnack überhaupt leisen können (und um dS geht es
in diesem Thread) haben sicher nicht die klassisch abgeschlossene Küche.
In modernen Haushalten ist die Küche gleichzeitig Wohnraum oder sogar
Wohnungsmittelpunkt.
Bekannte habe eine noch extremere Wohnung. Da geht die Küche (als
Wohnungsmittelpunkt) offen über zwei Etagen. Da hat dann auch noch das
Obergeschoss was von der nachts loslärmenden Spülmaschine.
Aber wenn moderne Haushaltstechnik nur für altmodische Wohnungen mit
separater Küche konzipiert wird - von mir aus. Technik, die darauf
ausgelegt ist, mich zu schikanieren und meinen Tagesablauf zu bestimmen,
kommt mir sowieso nicht ins Haus.
Schöne neue Welt!
Wie ich die Leute liebe die soviel Komfort haben möchten wie möglich,
Strom ohne Ende verbrauchen und am besten Atomkraft für die Ewigkeit
sehen.
Niemand darf ihnen etwas vorschreiben, und schon garnicht dass die
Spülmaschine dann läuft wenn Strom am billigsten ist oder es gerade
Strom im Überschuss gibt, allerdings darf Strom nur soviel kosten wie
vor 10 Jahren, Sprit am besten auchnoch und jeder bleibt schön auf sich
selber fixiert, blos nich an die anderen denken!
Ganz einfach Lösung für dein Problem:
Da die Spülmaschine eh schon "intelligent" ist, kann man ihr auch
bestimmt sagen dass die nicht zwischen 21 und 6 Uhr laufen soll. Wenn
der Strom nachts deutlich billiger als Tagsüber ist, pechgehabt, spart
man halt nix.
Oder ist dir das auchnoch zuviel Einschränkung?
Könnte's sein dass du ein iPhone hast sehr geehrter Herr das wird nix?
Lachhaft. Großzügige Wohnung mit offener Küche, hat aber kein Geschirr
für zwei Tage, sondern muss aus dem Geschirrspüler leben.
Außerdem, ich wies schon darauf hin: moderne Geschirrspüler, sogar
Billigmodelle, sind so leise, dass sie selbst in der geschilderten
Wohnsituation nicht stören. Ja, lieber Wirrnix, ich spreche da aus
Erfahrung. Unsere Wohnung ist zwar nicht ganz so hypermodern, die
Anordnung aber ähnlich - ein paar Meter Luftlinie vom Geschirrspüler zum
Schlafzimmer.
@David S.: Keine Sorge, jedenfalls nicht deswegen - Atomkraft für die
Ewigkeit ist nicht abzusehen. Weltweit ist die Aufarbeitungs- und
Endlagerfrage ungeklärt, die potenziellen Kosten dafür explodieren, ohne
dass überhaupt was gebaut wäre. Wahrscheinlich werden wir es eines Tages
erleben, dass rein aus Kostengründen erneuerbare Energien der Atomkraft
den Rang ablaufen. Und wenn (was sehr unwahrscheinlich ist) beliebig
weiter AKWs gebaut werden, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis es
irgendwo ein RICHTIG großes Unglück gibt. Dann ist diese Episode
hoffentlich wirklich zu Ende. Three Mile Island war die Warnung (nicht
die erste, aber die deutlichste), Tschernobyl war das Menetekel, aber
die Menschheit lernt nur langsam, wie hier gerade anschaulich
demonstriert wird.
Hi,
David S. schrieb:> Wie ich die Leute liebe die soviel Komfort haben möchten wie möglich,> Strom ohne Ende verbrauchen und am besten Atomkraft für die Ewigkeit> sehen.>> Niemand darf ihnen etwas vorschreiben, und schon garnicht dass die> Spülmaschine dann läuft wenn Strom am billigsten ist oder es gerade> Strom im Überschuss gibt, allerdings darf Strom nur soviel kosten wie> vor 10 Jahren, Sprit am besten auchnoch und jeder bleibt schön auf sich> selber fixiert, blos nich an die anderen denken!>> Ganz einfach Lösung für dein Problem:> Da die Spülmaschine eh schon "intelligent" ist, kann man ihr auch> bestimmt sagen dass die nicht zwischen 21 und 6 Uhr laufen soll. Wenn> der Strom nachts deutlich billiger als Tagsüber ist, pechgehabt, spart> man halt nix.>> Oder ist dir das auchnoch zuviel Einschränkung?>> Könnte's sein dass du ein iPhone hast sehr geehrter Herr das wird nix?
Auch wenn du jetzt nicht mich angesprochen hast, antworte ich mal.
Dein Beitrag hat für mich irgendwie einen ziemlich heftigen ÖKO-Fundi
Beigeschmack ohne wirklich Argumente zu liefern, bzw. auf die
aufgeworfenen Probleme einzugehen.
Um es mal klar zustellen:
Ich bin FÜR sinnvolles Energiemanagement und Ausnutzung sinnvoller!
Energiesparmöglichkeiten.
Außerdem bin ich FÜR Forschung und Entwicklung von sinnvollen
wirtschaftlichen Methoden zur Nutzung regenerativer Energien.
Hier aber geht die Diskussion um DS. Wobei sich mein Beitrag nur mit dem
gerade am meisten diskutierten "Feature" als Möglichkeit zur last
gesteuerten Gerätesteuerung befasst.
Nun, wenn ein Konzept schwachsinnig ist, dann muss man das auch sagen
dürfen OHNE gleich als egoistischer Umweltverpester zu gelten.
Und da bleibe ich bei meiner Meinung: Dieses ist SCHWACHSINN!
UND: Wenn es bedeutet, das man nicht gewillt ist, mehrere tausend Euro
zu investieren, nur damit ich Gefahr laufe, das ich oder "meine (noch
theoretischen) Kinder" nicht mehr nachts in Ruhe durch schlafen können,
meine Wäsche vielleicht zweimal gewaschen werden muss, stinkt oder gar
modert, ich keine Lust auf Stress mit den Nachbarn möchte die sich -zu
recht- beschweren, ich kein Risiko eines von der Versicherung nicht
gedeckten Wasserschadens eingehen will und zu guter Letzt nicht einsehe
das meine Freundin (oder ich) mit der Wäsche gleich doppelt oder
dreifach soviel Arbeit haben weil eben alles Gebügelt werden muss, ja -
Dann bin ich auch ein Umweltverschmutzer.
Zumal der angebliche Vorteil: Billiger Nachtstrom - einfach nicht
existent ist. Dies gibt es nur bei Großverbraucher mit speziellen
Zählern! Natürlich könnte man nun auch noch dafür Sorgen das alle
Privathaushalte ebenfalls intelligente Zähler bekommen, nur das kostet
noch mehr - Im Endeffekt muss der Kunde die Zähler ja bezahlen.
Und da bezweifle ich einfach - selbst wenn doch ein Teil der Anwender
trotz aller bestehenden Probleme Interesse an diesem System hat die EVUs
da überhaupt Interesse dran haben.
Zumal ich auch Umweltsicht gar keinen wirklichen Vorteil erkennen kann.
Nur die Netzbetreiber könnten ein weniger "ruhiger" leben.
Im Gegenteil, eine Last abhängige Steuerung käme gerade den
Großkraftwerken insbesondere AKW zu gute! Diese könnte man dann schön
mit voller Auslastung durchfahren. Die "kleinen" Kraftwerke, welche
durch Gasbefeuerung, oft mit Kraft-Wärme Kopplung und der Option als
erstes von (dosierbaren) regenerativen Energien profitieren zu können
wie es bereits mit Biogas der Fall ist und vielleicht mal mit
Brenstoffzellen weitergehen wird, sind genau dann weg vom Fenster.
Denn diese sind schnell Regelbar und werden heute Problemlos zum
Ausgleich der Netzlastschwankungen verwendet. Und genau diese
Netzlastschwankungen sind der Grund warum die "großen" überhaupt
nennenswerte Summen in diese "kleinen und mittleren" Kraftwerke
investieren (Betrieb/Bau/Forschung).
Weiter oben wurde dazu darüber gemeckert das hier dieses Problem aus
Sicht der "Hausfrauen"(=Anwender!) betrachtet wird und man sich
gefälligst nur an der Machbarkeit orientieren soll!
Sorry, aber das ist doch wohl der beste Weg ein Projekt in den Sand zu
setzen. Wenn ich irgendetwas am Markt etablieren will, dann brauche ich
die Akzeptanz der Anwender. Was nützt mir die tollste Machbarkeit wenn
ich keinen Bedarf habe! Natürlich kann man versuchen einen Bedarf zu
"erfinden", aber das geht nur oft genug schief.
Aber um mal wieder auf die eingeworfenen Beispiele zurückzukommen.
Natürlich ist es kein Problem ein Gerät mit einem Zusatztimer zu
versehen, der ein "einschalten" zu bestimmten Zeiten verhindert. Aber
genau dann mache ich mir doch den Vorteil wieder kaputt. Kann ich es
auch gleich sein lassen. Denn wie viele Tarifzeiten wird es wohl geben?
Bestimmt keine Zwanzig. Und mit Blick auf die Industrie: Wenn man
Stromverbrauch zur Kostensenkung steuern möchte, dann lohnt es sich NUR
wenn ich das in die Nacht legen kann...
Zudem ist es ja nun so, das sich die Latenz von befüllen der Maschine
bis zur Entnahme der fertigen Wäsche nun noch weiter vergrößert. Jetzt
kann ich schon nicht mehr am nächsten Morgen mit der Wäsche rechnen,
nein es können Tage sein. Wobei das Problem das eine zeitnahe Entnahme
der Wäsche UNBEDINGTE NOTWENDIGKEIT ist und die Maschine nicht
unbeaufsichtigt laufen darf weiterhin existent sind. (WaMa hier als
Beispiel, Für Trockner oder Spülmaschine gilt selbiges)
Und zumindest hinsichtlich eines Wasserschadens denke ich ist die Gefahr
nicht nur Theoretisch! Ich kann mich bei meinen Eltern an mindestens
zwei defekten bei der WaMa und einem bei der Spülmaschine erinnern die
fleißig Wasser sprudeln ließen. Dank raschem Eingreifen durch schnelles
Bemerken aber nur mit kleinen Folgen.
Hinsichtlich der Brandgefahr halte ich die oben zitierte Aussage
"häufiger als ein sechser im Lotto" für extrem unglücklich. Für mein
Lebensumfeld (Wohngebiet mit ca. 40 EFH/ZFH und einer Handvoll Häuser
mit 4-6 Wohnparteien) kann ich aber sagen das wir hier in den letzten
ca. 15 Jahren mehrere Brände durch entsprechende Geräte hatten. Die
meisten waren dank raschem eingreifen nur mit kleinen Folgen. Ein Haus
wo die Bewohner nicht Anwesend wahren brannte das gesamte OG incl.
Dachstuhl kpl. aus. Bei einem Kumpel (im selben Ort, aber nicht in dem
Wohngebiet) war ich bei Brandausbruch dabei wir konnten dank
Feuerlöscher schlimmeres Verhindern als ein Ansengen der
Küchenarbeitsplatte/Oberschrank. Zu vernachlässigen ist das also auch
nicht.
Und Rauchmelder sind auch kein Allheilmittel - sollten aber trotzdem
unabhängig von dieser Diskussion in jeder Wohnung Vorschrift werden!
Dann wurde hier das Laden der kommenden Elektroautos genannt. Aber auch
das ist meiner Ansicht nach, zumindest wenn sich im Bereich der
Ladegeschwindigkeit nicht enorm! was tut, Praxisfern.
Zumal ich beim momentanen Stand der Technik sowieso nicht an den
Durchbruch der "Steckdosenautos" glaube. Das werden Exoten bleiben,
Nicht das man mich falsch versteht: An den elektrischen Antrieb glaube
ich schon, das wird kommen und ich halte das für richtig, nur nicht auf
Akkubasis! Und zwar -unter anderem- aus genau den Gründen warum auch
eine DS gesteuerte Ladung dieser Autos nicht in Frage kommt.
Es ist nun einmal so. Wenn ich mir ein Auto leiste, dann entweder weil
ich es brauche oder weil ich es will. Und wenn ich unbedingten Bedarf an
einem Auto habe, dann bedeutet dies das dieses Auto fahren muss, wenn
ich es WILL! Dazu ist aber beim heutigen Stand der Technik eine
sofortige Nachladung notwendig.
Wenn ich den Luxus habe, das ich mich danach richten kann, das mein Auto
geladen wird wenn es dem Energieversorger gerade passt, dann brauche ich
kein Auto, dann kann ich gleich ÖPNV nehmen. Natürlich gibt es hier auch
die Gruppe derjenigen die tatsächlich nur das Auto haben weil sie es
wollen - Aber genau diese Gruppe will dann ebenfalls fahren wenn Sie es
will.
Diejenigen die theoretisch bereit sind solche Einschränkungen in Kauf
nehmen zu können oder zu wollen werden wohl aus Überzeugung sowieso
möglichst viel auf ÖPNV ausweichen. Eine echte Chance auf "Last
gesteuerte Ladung" würde ich nur sehen wenn es möglich wird ein Auto das
deswegen nicht geladen ist und dann doch plötzlich gebraucht wird,
notfalls innerhalb einer Zeit zu laden die vielleicht maximal 10min
beträgt. (Das ist meiner Meinung nach sowieso eine Grundvoraussetzung
für die "Breite Verbreitung" von Akku betriebenen Fahrzeugen - neben den
Kosten und Gewicht für den Akku, verbunden mit einer Verlängerung der
Lebenszeit des Akkublocks. Und da ist noch viel Entwicklungsbedarf!)
Daher sehe ich die Zukunft wie schon beschrieben eher in Fahrzeugen die
z.B. mit einer Brennstoffzelle betrieben werden und die Möglichkeit der
schnellen Energieaufnahme in "Flüssiger Form" bieten. (Alkohol oder
gleich Flüssiger Wasserstoff) Dieser Energieträger könnte dann
hervorragend mit Hilfe der nicht konstanten regenerativen Energien, wie
Windkraft, umweltfreundlich erzeugt werden. Das würde zwei Fliegen mit
einer Klappe schlagen...
Um aber wieder zurück auf DS zu kommen.
Klar, da steckt eine Firma dahinter und die will Geld verdienen. Was
diese dazu entwickelt und verkauft müssen die selber wissen. Aber die
öffentlichen Mittel und Forschungen sollten besser auf Bereiche
Fokussiert werden wo langfristig echte Vorteile zu erwarten sind.
Damit das ein paar Waschmaschinen statt tagsüber Nachts waschen (alle
Nachteile außer acht gelassen) wird man trotzdem kaum den "Kampf"
gewinnen. Mit effektiven Solarthermischen Kraftwerken, die am besten
auch noch in unseren Breiten wirtschaftlich funktionieren und mit
"Speichermöglichkeiten" gekoppelt sind, wahrscheinlich schon!
Ach ja, da die Frage nach dem Handy aufkam: (warum eigentlich, was hat
das mit dem Thema zu tun?)
Ich bin ein echter Vieltelefonierer und habe ein "Nokia 6300" bietet
alles was ich brauche* und ist ohne Fingerverdreherei zu bedienen, dazu
bestimmt schon 100mal runter gefallen -ohne Schäden-. Davor habe ich
Jahrelang ein Siemens S35, Davor C25 verwendet. Mehrmals bei VV lieber
die Gutschrift anstelle eines neuen Handys gewählt Das Nachfolgehandy
aus der Vertragsverlängerung letztes Jahr (Nokia 6600i ) hat meine
Freundin für ihre PP Karte... Für Iphone und Co. habe ich nichts übrig.
Brauche ich mehr als mein Handy kann nutze ich halt mein Netbook... Vor
allem musste ich da keiner "Überwachung" zustimmen ;-)
(* Was ich brauche: Telefonieren, seltener mal eine SMS
senden/empfangen, ganz selten mal ein "Doku-Foto" machen. Alles andere
ist Schnickschnak)
Gruß
Carsten
das problem mit den ÖKOs ist doch folgendes:
man will seinen teil dazu beitragen die welt zu retten. das geht am
einfachsten durch CO2-, also energie-, also stromsparen. soweit schön.
dazu haben sich aber einige dinge im ÖKO-kopf festgesetzt, wie zb der
böse standbyverbrauch. da wird dann zb das TV (highend, weil geld hat
man ja) an die mehrfachsteckdose gehängt.
für eine lächerlich geringe energieeinsparung*** wird ein enormer
komfortverlust in kauf genommen (eine der wichtigsten funktionen der
fernbedienung fällt weg und die ist ja unbestritten einer der grössten
technologischen fortschritte des 20. jhdt.)
bei einem durchschnittsfernsehschauer sind das sicher 2500
"komforteinheiten" im jahr die für diesen stromsparluxus inverstiert
werden müssen. wenn wir jetzt davon ausgehen, das sich familie ÖKO im
gleichen jahr eine bollonfahrt die jedem mitfahrer 2500 komfortpunkte
einbringt sehen wir das problem. (ich will jetzt nicht nachrechnen, aber
ich denke der ballon braucht mehr energie als der TV im standby pro
jahr)
im endeffekt ist es doch so: es ist relativ egal wie eine privatperson
ihr geld ausgibt, je mehr sie konsumiert - EGAL WAS - ihr CO2
fussabdruck steigt. daher bringt auch die investition in das teuere ds
nichts: dieses geld was durch den konsum dieses gewissensboosters in
umlauf gebracht wird zerstört die umwelt.
---
***die wahrscheinlich nicht existiert, da die lebensdauer des TV sinkt
und die herstellung des neuen deutlcih mehr energie benötigt als
eingespart wurd
@Friedrich
Friedrich schrieb:> Hallo, ich hatte auch mal eine Seite wo man das für das deutsche Netz> sehen konnte (sogar mit einer anzeige um wie viel Minuten das Netz> falsch läuft). Wenn jemand die Seite kennt bitte Posten. Ich finde sie> nicht mehr :(
Ist zwar eine Seite aus der Schweiz, aber wir fahren ja im Verbund :-)
http://www.swissgrid.ch/power_market/operationsdata/frequency/
MfG
@CarstenSch: du legst extrem wortreich dar, dass du keine Ahnung hast.
Ohne mich mit deinem gesamten Wortschwall auseinander zu setzen, zwei
Ergänzungen/Richtigstellungen:
1. Es geht nicht um billigen Nachtstrom, sondern um Spitzenstrom.
Bereits heute gibt es ein zeitweiliges Überangebot von elektrischer
Energie (aus Windkraftanlagen), Stichwort negative Strompreise. Das
sinnvoll einzusetzen, erfordert Lastmanagement beim Endverbraucher.
Wichtigster Hoffnungsträger ist dabei natürlich das E-Auto.
Windstrom ist, das vergisst du völlig, nicht regelbar, steht aber
zeitweilig in enormen Mengen zur Verfügung. Deshalb wird es keine festen
Tarifzeiten geben, sondern ad-hoc-Tarife. So wie es jetzt eine
Strombörse mit ad-hoc-Preisen gibt.
2. Bereits "heutige" (also die, die in ein paar Jahren auf den Markt
kommen sollen) E-Autos haben in der Mehrzahl eine Akkukapazität, die für
die 2- bis 3- fache Tagesstrecke des typischen Nutzers reicht. Da kann
man also durchaus flexibel nachladen. Und niemand geht davon aus, dass
das die allein selig machende Lösung für 100% der Bevölkerung ist. 10,
20, 30% wären ja schon mal wichtige Schritte. Und dazu dann noch 30, 40,
50% der Kühlschränke und Geschirrspüler. Und zum Schluss wird Miele auch
noch was einfallen, wie man das mit den Waschmaschinen macht - nicht für
jeden, aber für viele.
@pankratz:
1. Mit dem Bezug auf Verringering des Standby-Stromverbrauchs macht sich
dS angesichts moderner Geräte zweifellos lächerlich. Der Rest deiner
Ausführungen ist genauso lächerlich.
2. Der CO2-Fußabdruck des typischen Einwohners wird langfristig mit
Sicherheit NICHT steigen können, dagegen ist schon die Endlichkeit aller
fossilen Ressourcen. Bereits mittelfristig muss er sinken.
Abschließende Fragen:
1. Wäre es vielleicht möglich, wieder back to topic zu kommen und hier
über dS, die technichen Eigenschaften von dS und Alternativen dazu zu
diskutieren, statt über die Vor- und Nachteile der Verbesserung der
Welt?
2. Wäre es vielleicht außerdem möglich, wenn man Wissenslücken im
Bereich Elektrizitätsversorgung hat, zumindest zu versuchen, diese durch
einen vorherigen Blick in Wikipedia zu verringern? Danke, das würde
schon sehr helfen.
pankratz schrieb:> ***die wahrscheinlich nicht existiert, da die lebensdauer des TV sinkt> und die herstellung des neuen deutlcih mehr energie benötigt als> eingespart wurd>> Beitrag melden | Bearbeiten | Löschen |
Warum soll denn die Lebensdauer sinken? Bestimmt nicht durch richtiges
Abschalten. Die Bauteile werden nicht besser wenn sie die Ganze Zeit an
sind.
Außerdem sinkt das Risiko das das Gerät bei einem Überspannungsschaden
kaputt geht.
Und Komfort Verlust gibst da auch keinen. Wenn ich in das Zimmer komme
(und fernsehen will) schalte ich das Teil an. Wenn ich keine Lust mehr
habe schalte ich es aus (per Fernbedienung) und wenn ich das Zimmer
wieder verlasse mache ich das Teil aus.
Bsp.: Fernseher im Schlafzimmer. 22Uhr gehe ich ins Bett Fernseher an,
24Uhr (Standby) 8Uhr morgens stehe ich auf und mache den Fernseher
wieder aus. Wenn das Gerät 5W im Standby benötigt Spare ich im Jahr ca.
25kWh Strom
Bsp.: Fernseher im Wohnzimmer. 18Uhr - 24Uhr Betrieb oder Standby.
restliche Zeit aus. 32kWh Ersparnis.
Wo hab ich denn bitte Komfort wenn ich auf der Arbeit bin und die
Fernbedienung zu hause auf dem Tisch liegt?
Einige Fernseher hatten auch mal die Funktion sich selbständig vom Netz
zu trennen. Druck auf der Fernbedienung Standby, nochmal ganz aus. Top
Idee fand ich.
PS.: in was werden die Komfortpunkte gemessen? In Gramm Fett am Bauch?
Tommy schrieb:> Wenn das Gerät 5W im Standby benötigt ...
Wenn. Tut es aber nicht. Moderne Fernseher haben einen
Stand-By-Stromverbrauch der etwa genau so hoch wie der des dS-Chips ist.
Das ist also ein Nullsummenspiel. Dieses Thema wurde in diesem Thread
schon x-mal erörtert.
Offizielle Angabe Digitalstrom: 0,3W
Offizielle Angabe eines willkürlich angeklickten 55"-Fernsehers von
Toshiba: 0,4W
Dieter R. schrieb:> @CarstenSch: du legst extrem wortreich dar, dass du keine Ahnung hast.> Ohne mich mit deinem gesamten Wortschwall auseinander zu setzen, zwei> Ergänzungen/Richtigstellungen:>> 1. Es geht nicht um billigen Nachtstrom, sondern um Spitzenstrom.> Bereits heute gibt es ein zeitweiliges Überangebot von elektrischer> Energie (aus Windkraftanlagen), Stichwort negative Strompreise. Das> sinnvoll einzusetzen, erfordert Lastmanagement beim Endverbraucher.> Wichtigster Hoffnungsträger ist dabei natürlich das E-Auto.>> Windstrom ist, das vergisst du völlig, nicht regelbar, steht aber> zeitweilig in enormen Mengen zur Verfügung. Deshalb wird es keine festen> Tarifzeiten geben, sondern ad-hoc-Tarife. So wie es jetzt eine> Strombörse mit ad-hoc-Preisen gibt.
Hi,
Also ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber mir scheint du hast meinen
Beitrag entweder nicht richtig gelesen oder nicht richtig verstanden.
OK, jeder -davon nehme ich mich jetzt auch nicht aus- hat seine
vorgefasste Meinung und dadurch auch einen unbewussten Einfluss auf die
selektive Wahrnehmung.
Das Windkraft so überhaupt nicht regelbar ist, das ist mir sehr wohl
bekannt. Nur halte ich die lastabhängige Steuerung beim Endverbraucher
nun wirklich nicht für die Lösung. OK - als Denkansatz vielleicht
geeignet. Aber die technische Realisierung wird so lange auf sich warten
lassen bis wir (hoffentlich) überhaupt nicht mehr auf fossile
Energieträger angewiesen sind und sich damit dann wieder als Überflüssig
erweisen.
Ich habe in meinem Beitrag der Einfachheit halber die Regenerativen
Energien ganz Laienhaft in die Gruppe der "Regelbaren" (wie Biogas z.B.)
und "nicht Regelbaren" wie Windkraft oder Gezeitenkraftwerke
eingeteilt.
Warum ich der Meinung bin das die lastabhängige Steuerung aus meiner
Sicht eben NICHT geeignet ist habe ich ja schon zu genüge dargelegt.
Aber gerne hier noch einmal ein paar Argumente:
Wenn man wirklich ein Multitarifsystem einführen wollte, wie willst du
dies -mal völlig von der Realisierung der Geräte beim Endverbraucher
abgesehen- denn realisieren? Es fängt ja schon bei der
Verbrauchserfassung beim Endverbraucher an.
Man müsste ja zu jeder Zeit den aktuellen Verbrauch erfassen, nicht mehr
wie bisher die Summenleistung über den Zeitraum x.
Dazu müsste man also entweder eine dauerhafte Rückmeldung des
Momentanverbauchs jedes Haushalts zum Energieversorger -oder aber
intelligente Stromzähler die jederzeit im Kontakt zum EVU stehen und
statt des Verbrauchs direkt in Tarifeinheiten rechnen einführen. Wie dem
auch sei: Die erfordert in jedem Fall eine Datenverbindung zum EVU, also
eine Telefonleitung zum Zähler, die bei vielen nur mit massiven
Baumaßnahmen zu realisieren ist. Eine Datenverbindung via PLC auf der
Strecke EVU - Kunde scheidet aus, das hat sich bereits als nicht
Praxistauglich erwiesen...
Mal ganz abgesehen von den Kosten für Zähler, Infrastruktur usw. die
umgerechnet pro Haushalt sicher bei einem vielfachen einer
Jahresstromrechnung liegen! Und dann noch die Problematik wie es
Aussieht wenn die Verbindung gestört ist und der Zähler dann auf dem
teuersten Tarif hängen bleibt?
Außerdem, was nutzt überhaupt eine völlig flexible Laststeuerung? Gerade
beim Beispiel Windkraft. Langsame Änderungen der Energieerzeugung mit
Vorlaufzeiten von zwei bis drei Stunden lassen sich ja sehr gut mit den
schnellen Spitzenkraftwerken abdecken. Diese werden sich in Zukunft auch
sicher gut auf regenerative Energien umrüsten lassen.
Problematisch sind nun die Lastspitzen nach Oben/unten. Für diese wird
ja auch die last abhängige Steuerung als Lösung propagiert... NUR: Was
nützt es wenn ich als EVU bei Feststellung einer kurzzeitigen
Überversorgung ein paar Millionen Waschmaschinen einschalten kann? Im
Endeffekt nicht wirklich viel, denn was dann gerne vergessen wird ist
das die Maschinen ja nach einschalten erst einmal zwei Stunden
durchlaufen...
Und jeder Stromkunde wird sich bedanken wenn wegen einer kurzzeitigen
Brise in der Dämmerung dann plötzlich die Maschine Loslegt weil der
Strom so günstig ist - dann aber nach 15 Minuten Laufzeit für die
restlichen 75min. im teuersten Tarif läuft weil die Lichter und
Fernseher in den Haushalten angehen und die Industrie welche Nachtstrom
nutzt sich auch noch auf schaltet. Parallel mit einem großflächigen
Abflauen der Luftbewegung...
Oder willst du die Maschinen dann wieder anhalten?
Klar, die nur sehr begrenzt planbare Energieerzeugung durch Windkraft
ist ein Problem welches gelöst werden muss wenn man denn wirklich von
dieser profitieren will - Nur, die lastabhängige Steuerung (in
Privathaushalten)ist nicht die Lösung!
Ich würde da eher auf auf wirtschaftliche Speichersysteme setzen. Oder
lastabhängige Steuerung der Großindustrie.
Zum Elektroauto habe ich ja schon meine Meinung geschrieben. Beim
derzeitigen Stand der Technik glaube ich nicht ans Steckdosenauto...
Einfach wegen des Problems der Akkukosten im Verhältnis zur Lebenszeit.
Wenn man bedenkt das die im Moment so auf max. 100 K KM geschätzt
wird... Und die Akkukosten würden eher Steigen als Sinken wenn denn
Plötzlich die Akku-Autos Mode würden. einfach weil das Lithium so Knapp
ist (Durch aufwendige Produktion, das genug in der Erde lagert ist
bekannt.)
Dazu noch so tolle Dinge wie die Sicherheit bei Unfällen. Ich bin mal
gespannt wie die Reaktion der Öffentlichkeit ist, wenn es die ersten
Auffahrunfälle mit Todesopfern durch plötzliche
Metallbrände/zerknallende Akkus gibt, ausgelöst durch eine
Beschädigung/Penetration des Akkus.
Aber selbst wenn es doch noch weitere Innovationen gibt und sich doch
der Akku gegenüber der Brennstoffzelle durchsetzt, so braucht man ganz
sicher kein DIGITALSTROM zur Steuerung...
In einem Punkt muss ich dir aber recht geben: Nachdenken darf man über
solche Systeme. Und es währe vielleicht auch Hilfreich wenn es nur 10%
der Haushalte betrifft, aber man darf dabei ein paar Dinge nicht außer
acht lassen die ich beim Schreiben dieser Beiträge im Kopf habe:
1. Um diese 10% zu erreichen müssten die Versorger eine Menge
Infrastruktur zusätzlich aufbauen. Das ganze aber für die 10% Haushalte,
wobei man hier dann noch die prozentualen Anteile des "theoretisch
Regelbaren" Energieverbrauchs im Verhältnis zum Gesamtenergieverbrauch
dieser Haushalte betrachten muss. Da passt das Kosten - Nutzen
Verhältnis für das EVU von vorne bis hinten nicht.
2. Wir reden hier ja vom DS System. Für dieses System müssten aber
massive Änderungen an der Elektroinstallation vorgenommen werden UND
einige tausend Euro in Komponenten gesteckt werden. Um ein paar Prozent
des Energieverbrauchs eines Haushaltes in günstigere Tarife zu verlegen.
Das holt man doch in hundert Jahren nicht wieder raus!
Dazu kommt noch der massive Komfortverlust. Da passt das Kosten - Nutzen
Verhältnis für den Endverbraucher von Vorne bis hinten nicht.
Ach ja:
Die angesprochenen Probleme wie Lärm, Versicherungsfragen, Notwendigkeit
der zeitnahen Bearbeitung der Wäsche usw. bleiben natürlich weiterhin
bestehen!
Zum Standby Stromverbrauch bzw. Lebensdauerverringerung beim
"Abschalten":
Das DS gegenüber modernen Geräten so überhaupt keine Energieeinsparung
bringt ist ja schon gesagt worden. Eher noch massive Nachteile, denn
moderne Geräte kann ich meist recht bequem komplett abschalten. Den DS
Chip müsste ich schon ausbauen... (Ich schalte die Geräte mit echtem
Schalter nachts aus und wenn ich die Abends das erste mal brauche wieder
"richtig" ein. Dazwischen nutzte ich Standby)
Das mit der Lebensdauer muss man differenziert betrachten. Also es ist
bei heutigen Geräten sicher so, das diejenigen die einen Schalter haben
keine Lebensdauerverringerung beim Abschalten haben. Eher sogar eine
(statistische) Verlängerung da im abgeschalteten Zustand keine Schäden
durch Überspannung entstehen können.
Eine nennenswerte Entlastung der Bauteile durch Komplettabschaltung sehe
ich aber hingegen nicht. Mittlerweile ist die Energieaufnahme ja so
klein, das Wärme aus Hauptkiller keine Rolle mehr spielt.
Bei Geräten ohne Schalter, insbesondere älteren, möchte ich behaupten
das eine Verringerung der Lebensdauer durchaus möglich ist. Grund ist
das die Eingangsstufe des Schaltnetzteiles zwecks Kostenminimierung oft
sehr grenzwertig ausgelegt ist. Wenn dann die Elkos vollständig entladen
sind und man genau im Spannungsmaximum den Kontakt herstellt kann das
schon sehr "stressig" für die sein. Ich kann die Brückengleichrichter
und niederohmigen Widerstände gar nicht mehr Zählen die ich damals bei
Satreceivern oder Videorecorder welche genau im Einschaltmoment starben
getauscht habe. So einige Elkos waren aber auch noch hin.
Gruß
Carsten
Du hast WIRKLICH keine Ahnung. Was du als unmöglich ansiehst (Erfassung
des Momentanverbrauchs beim Endkunden), ist beschlossene Sache und durch
eine entsprechende Gesetzgebung bereits auf den Weg gebracht.
Ich hatte schon Wikipedia empfohlen. Ich tue es nochmals:
http://de.wikipedia.org/wiki/Energiewirtschaftsgesetz
Von Meteorologie hast du auch keine Ahnung ("kurzzeitige Brise").
Kritischer ist bei der Windkraft ein ganz anderes Szenario, dass nämlich
bei Sturm die Windkraftwerke auf Volllast arbeiten, und dann bei
weiterer Zunahme der Windstärke plötzlich alle aus Sicherheitsgründen
abschalten. Dann können innerhalb kurzer Zeit Gigawatt-Größenordnungen
ausfallen. Das muss dann durch Speicherkraftwerke, Gasturbinen usw.
ausgeglichen werden, oder eben die Elektroautos weden schnell mal
herausgenommen. Keiner will die Großindustrie abschalten, und auch nicht
deine Waschmaschine. Das Thema heißt INTELLIGENTES Lastmanagement.
Dieter R. schrieb:> Du hast WIRKLICH keine Ahnung. Was du als unmöglich ansiehst (Erfassung> des Momentanverbrauchs beim Endkunden), ist beschlossene Sache und durch> eine entsprechende Gesetzgebung bereits auf den Weg gebracht.>> Ich hatte schon Wikipedia empfohlen. Ich tue es nochmals:>> http://de.wikipedia.org/wiki/Energiewirtschaftsgesetz>> Von Meteorologie hast du auch keine Ahnung ("kurzzeitige Brise").> Kritischer ist bei der Windkraft ein ganz anderes Szenario, dass nämlich> bei Sturm die Windkraftwerke auf Volllast arbeiten, und dann bei> weiterer Zunahme der Windstärke plötzlich alle aus Sicherheitsgründen> abschalten. Dann können innerhalb kurzer Zeit Gigawatt-Größenordnungen> ausfallen. Das muss dann durch Speicherkraftwerke, Gasturbinen usw.> ausgeglichen werden, oder eben die Elektroautos weden schnell mal> herausgenommen. Keiner will die Großindustrie abschalten, und auch nicht> deine Waschmaschine. Das Thema heißt INTELLIGENTES Lastmanagement.
Und ich wiederhole:
Lese und verstehe meinen Beitrag RICHTIG bevor du über die Fachkunde
anderer Forenuser Urteilst!
Ja, mit dem Energiewirtschaftsgesetz wurde beschlossen "intelligente
Zähler" einzuführen die kurz gesagt ein Lastprofil erstellen und
Speichern können. Das ganze mit dem Hinweis soweit Wirtschaftlich
zumutbar. Das ganze Selbstverständlich nur für Neubauten! Wie lange
dauert das wohl bis es einen Nennenswerten Prozentanteil gibt.
Das ist nun aber keine große Kunst soetwas zu realisieren und ich habe
auch nie angezweifelt das SOETWAS möglich ist.
Das was der Kasus Knacktus ist, ist das es nun in Verbindung mit
flexiblen Tarifen geschieht. Und dafür ist nun einmal entweder ein
Rückkanal notwendig oder das Gerät muss zumindest einen Hinkanal haben
und selbstständig die Zuordnung Zeit Verbrauch vornehmen. DIES IST ABER
ENTGEGEN DEINER BEHAUPTUNG NICHT GEFORDERT!
Es wird lediglich als weiterer Möglicher Schritt diskutiert. Unter
Verweis auf die von dir genannten möglichen Vorteile.
Allerdings, wenn du so auf Wikipedia verweist, dann solltest du dir auch
mal die Weiterführenden Links zu dem Thema anschauen, da wird nämlich
auch über die Probleme die es noch zu bewältigen gibt bzw. weiteren
Vorbehalten darüber diskutiert. Und da werden dir viele Bedenken aus
meinen Beiträgen bekannt vorkommen... Als Beispiel von einigen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenter_Z%C3%A4hler
(Nachteile)
Also solltest du mit Behauptungen wie KEINE AHNUNG ein wenig
vorsichtiger sein!
Außerdem ist der Zähler noch das kleinste Problem!
Wie gesagt, es gibt noch jede menge praktische Probleme die es im
Haushalt zu bewerkstelligen gilt.
Außerdem geht es hier ja um DS und nicht um lastabhängige Steuerung
überhaupt. Und DS ist nun einmal so aufwendig (=Teuer!) das sich das
niemals rentieren würde!
Zum Thema Meteorologie:
Naja, ein Experte bin ich sicher nicht...
Die Vorlesungen in Nachrichtentechnik lagen mir dann doch eher ;-)
Meteorologie habe ich nur als Einzelthema in Erdkunde bis JgSt11 gehabt.
Aber du hast auch nicht wirklich die Ahnung:
Wenn du die hättest, dann wüsstest du das es die verschiedensten Formen
der Windenstehung gibt.
Es gibt die Winde, welche sich gut vorhersagen lassen und auch sehr
konstant sind. Diese solltest du aber gerade bei der Betrachtung dieses
Themas eben NICHT beachten. Denn das ist ja planbar und längerfristig.
Die kleine Brise ist nur „bildlich“ gemeint gewesen und sollte nur etwas
verdeutlichen. Ich habe da an ein Phänomen wie dem SEE-Landwind gedacht,
der ja in der Dämmerung einsetzt. Je nach Temperaturunterschied kann der
ja länger oder Kürzer sein. Da dieser aber genau in den Regionen
Deutschlands mit der wohl höchsten Windenergiedichte Deutschlands
einsetzt spielt der Sicher eine Rolle.
Wo ich dir aber wieder recht geben muss ist, das der Umschlag von
Starken Wind nach ZU Starken Wind am Problematischer ist. Ist halt der
Wechsel von maximaler Energie auf NULL.
Aber mal ein Vorschlag zur Güte:
wie währe es anstelle mit durchsichtigen Methoden zu versuchen die
integrität der Mitdiskutanten zu untergraben einfach mal wieder auf ein
Sachliches Niveau mit Argumenten zurückzukommen.
Und vor allem: Richtig die Beiträge lesen. Nicht ich habe gefordert
irgendetwas abzuschalten.
Sondern ich habe dich gefragt ob es wirklich so viele Vorteile gibt
Geräte kurzfristig einschalten zu können, wenn die dann nicht wieder
abschaltbar sind.
Und: Ich wiederhole: Hier in diesem Thread geht es um DIGITALSTROM nicht
um irgendwelche Szenarien generell, Alle Aussagen von mir gelten daher
im Kontext zu diesem System.
Gruß
Carsten
Carsten Sch. schrieb:> Ja, mit dem Energiewirtschaftsgesetz wurde beschlossen "intelligente> Zähler" einzuführen die kurz gesagt ein Lastprofil erstellen und> Speichern können.
Du musst mal richtig lesen und nicht nur Romane schreiben:
§ 40 EnWG Strom- und Gasrechnungen, Tarife
(3) Energieversorgungsunternehmen haben, soweit technisch machbar und
wirtschaftlich zumutbar, spätestens bis zum 30. Dezember 2010 für
Letztverbraucher von Elektrizität einen Tarif anzubieten, der einen
Anreiz zu Energieeinsparung oder Steuerung des Energieverbrauchs setzt.
Tarife im Sinne von Satz 1 sind insbesondere lastvariable oder
tageszeitabhängige Tarife.
STEUERUNG DES ENERGIEVERBRAUCHS und LASTVARIABEL sind die Themen in
diesem Kontext. Der Zähler muss da nix speichern. Und niemand behauptet,
dass per Jahresende die gesamte Infrastruktur steht. Falls du den
L+B-Messestand von dS besucht hättest, dann hättest du dich dort
unterrichten können, was zu diesem Thema kommen wird. Und zwar von einem
unabhängigen Unteraussteller, nicht (nur) von dS.
Die Eichfrist der typischerweise verwendeten Stromzähler beträgt meines
Wissens 16 Jahre. Das wäre dann der Zeitrahmen für einen
flächendeckenden Austausch. Im Mittel 8 Jahre ab heute, also eher
kurzfristig und keinesfalls nur Neubauten betreffend.
Außerdem solltest du das Windgeschehen nicht nur aus der
Ameisenperspektive betrachten. Die Nabenhöhe typischer heutiger Anlagen
liegt um 100 m, da sieht das schon etwas anders aus.