Anschaffung Logic Analyzer

Gast #1537886
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Hallo zusammen,

ich bastle jetzt schon eine Weile mit Atmega8 und Atmega16 Controllern 
herum, und langsam kommt immer häufiger so Krams wie SPI, I²C usw. ins 
Spiel.

Bisher habe ich ein analoges Oszi ("Hung Chang 3502" 20Mhz, 2 Kanäle) im 
Einsatz, aber damit sieht bei der Ansteuerung eines I²C- eeproms nicht 
mehr wirklich viel.
Daher denke ich über einen Logic Analyzer nach.

Ich brauche kein Profi-Gerät und möchte eigentlich nicht mehr als 200 
Euro ausgeben, auch eine Bastellösung per PC-Schnittstelle wäre denkbar.

Es gibt ja fertige USB-Geräte, das wäre eigentlich eine feine Sache, 
aber die Software macht mir Sorgen.
Läuft sie nur unter Windows? Wie lange gibt es sie noch für XP? Was, 
wenn ich in 10 Jahren auf Windows 11 128 Bit-Edition umsteige? Wird die 
Linux-Version der Software gepflegt? Offene Quellen, Schnittstellen, 
Protokolle, Community wenn der Hersteller verschwinden sollte oder die 
Software nicht mehr weiter entwickelt? Lassen sich neue Protokolle in 
die Software eintragen, so dass er nicht nur SPI, I²C etc kennt?

Habt ihr irgendwelche Empfehlungen für mich?
Danke schön!

Viele Grüße und ein schönes neues Jahr.
Chris
Gast #1568432
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Ja, ich hab denselben, funktioniert wirklich gut. Insbesondere die 
Dekodierung der Bytes in Echtzeit in lesbares ist sehr nett. Ich habe 
dafür ca. 120 EUR bezahlt, per PayPal. Kam nach ca. 2 Wochen bei mir an.
Stephan.
#1615911
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Ich habe das Saleae-Geraet, und hatte auch laengere Zeit das 
Intronix-Geraet (pctestinstruments.com). Kurzer Vergleich:

Saleae:

gut:

- preiswert
- sehr (sehr!) einfach zu benutzen
- Software sehr professionell, schnell und komfortabel zu navigieren 
(auch bei grossen Datensets)
- integrierte Decoder fuer RS-232, SPI, I2C, One-Wire sind aeusserst 
hilfreich und funktionieren gut
- unbegrenzte Datenlaenge! (solange die Festplatte noch Platz hat). 
Damit kann man oft auf kompliziertes Triggern verzichten - einfach ein 
paar Sekunden den Datenstrom mitloggen und dann auf den interessierenden 
Teil zoomen. Macht die Arbeit sehr einfach.
- sehr kompakt

weniger gut:

- nur 8 Kanaele (ist aber kein Nachteil wenn man nur oben genannte 
Protokolle hat - die brauchen max. 4 Kanaele (SPI: clock, data in, data 
out, chip select)
- Samplerate max. 24 MHz (wenn der USB-Bus frei ist, sosnt eventuell nur 
12 oder 16). Das reicht fuer digitale Daten bis bestenfalls 12 MHz. Aber 
wiederum, das deckt alle oben genannten Protokolle ab.
- nur interner Takt (d.h. man kann kein externes Signal als Takt 
verwenden; man muss den Takt als Datensignal mitloggen, die Software 
benutzt das dann, um SPI zu dekodieren).


Intronix:

gut:

- sehr hohe maximale Samplerate
- viele Kanaele (34)
- klein (allerdings um einiges groesser als Saleae)
- gute Software, aber komplizierter zu bedienen und weniger intuitiv als 
Saleae (meine Meinung jedenfalls)
- integrierte Protokoll-Analyzer funktionieren gut und zuverlaessig
- kann externes Taktsignal als Daten-Strobe verwenden
- professionelle Triggermoeglichkeiten

weniger gut:

- viel teurer (aber immer noch preiswert fuer die Leistung)
- sehr kleiner Speicher (~1500 bits pro Kanal). Eingebaute 
Run-Length-Kompression hilft manchmal, aber wenn man z.B. ein Taktsignal 
mitloggen will, ist nach 1500 Takten Schluss. Cleveres Trigger-Setup 
kann helfen, aber auch nicht immer. Insgesamt viel komplizierter zu 
benutzen als Saleae.


Insgesamt, mit einem Hobby-Budget und wenn Du nicht absolut die hohe 
Samplerate des Intronix brauchst, wuerde ich persoenlich auf jeden fall 
das Saleae-Geraet vorziehen - billiger, einfacher zu benutzen, 
unlimitierte Datenlaenge.

Wolfgang
Gast #1616117
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Christian Schneider schrieb:
> Das Intronix sprengt leider mein Budget.
preis/leistung...
> Mit dem Saleae-Gerät komme ich aus. Die 8 Eingänge sollten reichen und
das ding ist müll!
stinklangsam, trotzdem kein speicher. eingangsbereich kinderkram. kein 
clock. fester trigger.
das ding ist ein hobby-projekt in hübschem gehäuse. das teil kann jeder 
daheim mit einem 8bitter aufbaun.
das geld is rausgeworfen und verbrannt...

> die Samplerate ist für meine Anwendungen auch ok. Wird gekauft :)
#1616123
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Wo ist das Problem wenn's das tut was man will (z.B. RS-232 
analysieren)? Ist mir doch im Prinzip egal, wie, solange es 
funktioniert. Apropos Speicher - das Intronix-Ding hat grad mal 1500 bit 
pro Kanal, egal wie langsam man die Samplerate einstellt; Kompression 
klingt nett, hilft aber oft nicht viel (habe ich praktisch ausprobiert). 
Das Saleae-Dingchen kann dafuer unbegrenzt Daten aufnehmen, weil die 
direkt auf die Festplatte gestreamt wird.

Zum Thema Selberbauen - das kommt immer wieder bei allen moeglichen 
Projekten oder Produkten auf. Schon mal ueberlegt, ob sich das auszahlt, 
auch wenn's technisch moeglich ist? Wieviele Stunden glaubst Du, braucht 
man, um die Hardware zu entwickeln, Teile bestellen, zusammenzubauen, 
Software zu schreiben, das ganze zum Laufen zu bringen usw? Bist Du 
bereit, das fuer den Gegenwert von 130 Euro zu machen? Wohl eher nicht, 
oder? (wenn doch, haette ich einige interessante Entwicklungprojekte zu 
vergeben ;-) Da hat sich aber einer die Muehe gemacht, und das ganze 
noch schoen und stabil verpackt - was ist so furchtbar daran, dafuer 
einen vernuenftigen - und wirklich nicht exzessiven - Preis zu zahlen 
und sich die Arbeit zu sparen? (ausser man hat schon immer davon 
getraeumt, einen Logikanalysator selber zu entwickeln).
Gast #1616125
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Wolfgang M. schrieb:
> Wo ist das Problem wenn's das tut was man will (z.B. RS-232
ein alter 2er golf fährt mich auch von A nach B.
trotzdem werde ich keine 5000 eur dafür ausgeben.

und genau da liegt das problem.
preis/leistung.

> analysieren)? Ist mir doch im Prinzip egal, wie, solange es
> funktioniert. Apropos Speicher - das Intronix-Ding hat grad mal 1500 bit
> pro Kanal, egal wie langsam man die Samplerate einstellt; Kompression
wie soll auch ein hardware-baustein mehr transistoren bekommen, wenn man 
ihn langsamer betreibt... lies mal, was du schreibst und denk drüber 
nach.

> klingt nett, hilft aber oft nicht viel (habe ich praktisch ausprobiert).
dann hast du praktisch blödsinn probiert.
sorry, aber du müsstest schon korrelationsfreies rauschen in der 
samplingraten-frequenz abtasten, um die komprimierung unwirksam zu 
machen.

> Das Saleae-Dingchen kann dafuer unbegrenzt Daten aufnehmen, weil die
> direkt auf die Festplatte gestreamt wird.
auch nur, wenn es an einem eigenen root-hub hängt.

> bereit, das fuer den Gegenwert von 130 Euro zu machen? Wohl eher nicht,
nein. aber nur weil es aufwand mit sich bringt, rechtfertigt dieser den 
preis nicht.
du hast mein argument nicht verstanden.

> noch schoen und stabil verpackt - was ist so furchtbar daran, dafuer
> einen vernuenftigen - und wirklich nicht exzessiven - Preis zu zahlen
dass es für den preis eine gradezu peinliche leistung liefert. das ist 
furchtbar.

> und sich die Arbeit zu sparen? (ausser man hat schon immer davon
> getraeumt, einen Logikanalysator selber zu entwickeln).
#1616137
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>wie soll auch ein hardware-baustein mehr transistoren bekommen, wenn man
>ihn langsamer betreibt... lies mal, was du schreibst und denk drüber
>nach.

Kleines Geheimnis - man haette dem Ding einfach mehr Speicher spendieren 
koennen. Ein paar MB SDRAM ist nicht gerade so wahnsinnig teuer 
heutzutage. Zweites kleines Geheimnis (fundiertes Wissen ist nicht grad 
Deine Sache scheint es) - etliche Billig-LAs verwenden Streaming zum PC 
fuer niedrige Sampleraten, und internen Puffer fuer hohe - d.h. bei 
hohen Sampleraten ist der Puffer begrenzt, aber nicht bei niedrigen. Und 
das alles ohne Transistoren herzuzaubern... schon ueberraschend, nicht?

>dann hast du praktisch blödsinn probiert.
>sorry, aber du müsstest schon korrelationsfreies rauschen in der
>samplingraten-frequenz abtasten, um die komprimierung unwirksam zu
>machen.

Ausprobiert hast Du's aber nicht, oder? Sonst wuerdest Du nicht so 
unfundierten Mist von Dir geben. Die Kompression im Intronix ist SEHR 
simpel gestrickt - einfach run length encoding. D.h. Du kannst maximal 
~1500 Uebergaenge aufzeichnen. Ein einfaches Taktsignal bringt das schon 
zum Scheitern, oder ein PRBS (pseudo-random bit stream) erst recht - und 
hier noch ein kleines Geheimnis - solche PRBS-Datenstroeme sind nicht 
gerade selten.
#1616146
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Hallo Christian,

schau dir mal das Teil an:
http://www.tigal.com/products_category.asp?cid=96

Ich hab ihn selbst und bin sehr zufrieden damit! Ist fürs Hobby 
vollkommen ausreichend. I2C, SPI und UART(RS-232C/422/485) sind als 
Protokolle dabei und 2 weitere kann man sich beim Kauf noch zusätzlich 
auswählen. Darunter u.a. CAN und USB.

Eventuell hilft dir auch folgender Thread weiter:
Beitrag "Logikanalysator von Zeroplus"

Viele Grüße,
Steffen
Gast #1616176
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Weiss mann nicht was mann braucht, nimmt mann z.B. den Zeroplus.
Ist, soweit mann damit was anfangen kann, dafuer geeignet China-Englisch 
zu lesen und mit der Software zu kaempfen.
Kauft mann schliesslich zweimal, ist ja besser fuer die Wirtschaft.
Beitrag "Zeroplus Logic Analyzer"

Braucht mann ein Datenlogger, nimmt mann z.B. den Saleae.

Braucht mann ein Logikanalysator, nimmt mann z.B. den Intronix 
LogicPort.
Beitrag "300 € Logikanalyzer 34 Kanäle / 500 Mhz - kann das was se"
#1616216
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Hallo

Möchte nur kurz sagen dass das Saleae-Teil (Logic) echt gut ist. Hab es 
seit ein paar Wochen und weiss nicht mehr wie ich vorher ohne 
Logicanalyzer auskam. Der Protokollanalyzer funktioniert auch sehr gut 
(hab I2C, seriell und SPI ausprobiert).

Natürlich gibt es leistungsfähigere Geräte aber für den Hobbybereich 
reicht mir der Logic.

Grüsse,

Michael
Gast #1616297
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Wolfgang M. schrieb:
>>wie soll auch ein hardware-baustein mehr transistoren bekommen, wenn man
>>ihn langsamer betreibt... lies mal, was du schreibst und denk drüber
>>nach.
>
> Kleines Geheimnis - man haette dem Ding einfach mehr Speicher spendieren
> koennen. Ein paar MB SDRAM ist nicht gerade so wahnsinnig teuer
"einfach" also.
man müssen alle andren blöd sein! wär nur jeder wie du...

> heutzutage. Zweites kleines Geheimnis (fundiertes Wissen ist nicht grad
> Deine Sache scheint es) - etliche Billig-LAs verwenden Streaming zum PC
> fuer niedrige Sampleraten, und internen Puffer fuer hohe - d.h. bei
> hohen Sampleraten ist der Puffer begrenzt, aber nicht bei niedrigen. Und
> das alles ohne Transistoren herzuzaubern... schon ueberraschend, nicht?
>
>>dann hast du praktisch blödsinn probiert.
>>sorry, aber du müsstest schon korrelationsfreies rauschen in der
>>samplingraten-frequenz abtasten, um die komprimierung unwirksam zu
>>machen.
>
> Ausprobiert hast Du's aber nicht, oder? Sonst wuerdest Du nicht so
> unfundierten Mist von Dir geben. Die Kompression im Intronix ist SEHR
> simpel gestrickt - einfach run length encoding. D.h. Du kannst maximal
                             ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
und das ist halt auch einfach falsch.
müßig, gegen deinen mist anzureden. ich lass es.

> ~1500 Uebergaenge aufzeichnen. Ein einfaches Taktsignal bringt das schon
> zum Scheitern, oder ein PRBS (pseudo-random bit stream) erst recht - und
> hier noch ein kleines Geheimnis - solche PRBS-Datenstroeme sind nicht
> gerade selten.
Gast #1616352
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pacer schrieb:
> was aht es eigentlich mit dem MiniLa2 auf sich, ich finde dazu nix.
> Gibt es da eine Projektpage?
Nein, soweit ich weiß nicht.

> Was wurde denn verbessert und läuft das Ding schon oder ist es noch in
> der Entwicklung?
Lies dir mal den oben verlinkten Beitrag durch. Der befindet sich noch 
in der Entwicklung. Keine Ahnung ob da wirklich was draus wird. Falls 
nicht vermute ich aber, dass es eine neue Sammelbestellung des "alten" 
geben wird (welcher ja auch gut funktioniert und mehr bietet als manches 
kommerzielle Produkt).

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