Ich möchte ein paar digitale einfache Schaltungen aus Logibausteinen
(z.B. 74HCxx) und µC bauen und damit Erfahrungen sammeln.
Allerdings habe ich als Grundausstattung bisher nur ein digitales
Multimeter, aber noch kein Oszilloskop.
Fehler im Taktsignal oder Fehler die sich ins digitale Signal
einschleichen (Kopplung, fehlende Flankensteilheit usw.), kann ich
mangels Oszilloskop also nicht aufspüren.
Da ich aber noch ganz ganz am Anfang bin und solche Fehlerquellen
möglichst ausschließen will, habe ich mir gedacht, dass es am
sinnvollsten ist den Takt ziemlich niedrig zu wählen, so dass solche
Fehler mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eher auszuschließen sind.
Allerdings will ich auch nicht ewig warten bis die Schaltung alles
durchgerechnet hat.
Deswegen würde ich gerne eine Taktrate wählen, die möglichst oben
anzusiedeln ist, aber Betriebssicher ohne die obigen Fehlerquellen
betrieben werden können.
Welche Taktrate käme hier in Frage?
Den Takt wollte ich mit einem NE555, dem µC (für den I/O Teil) oder
einem Schwingquarz erzeugen.
Das ist schwer zu beantworten.
Für solche Basteleien reicht für den Anfang auch ein einfacher
Logic-Analyzer für ein paar Euro aus der Bucht. Der erkennt zwar nur 0
und 1 aber wenn du nur mit Logikgattern und dergleichen und Taktraten
bis so 10 MHz arbeiten willst reicht das erstmal aus.
Für analoge Dinge mit OPVs und allem drum und dran wird es schon
deutlich schwerer.
Ansonsten hast du ohne Oszilloskop schlechte Karten, fehlende
Flankensteilheit und dergleichen aufzuspüren.
Solche Probleme sollten aber eigentlich auch nicht auftreten.
Zumal Logikgräber ziemlich aus der Mode sind. Heute macht man sowas
entweder mit einem ausreichend schnellem uC oder einem CPLD
respektive FPGA.
>fehlende Flankensteilheit
Sowas kannst Du nicht durch niefrigere Taktraten kompensieren.
Grundsätzlich läßt sich solch eine Frage überhaupt nicht beantwort, denn
wir wissen ja nicht, wieviel Schlamperei Du in deinen Aufbau dann mit
einfließen läßt (Schlamperteien wie fehledne Abblock-Cs, ewig lange
Leitungen zw. den ICs, ewig lange Signalleitungen in parallel, ...)
Nano schrieb:> Allerdings habe ich als Grundausstattung bisher nur ein digitales> Multimeter, aber noch kein Oszilloskop.> Fehler im Taktsignal oder Fehler die sich ins digitale Signal> einschleichen (Kopplung, fehlende Flankensteilheit usw.), kann ich> mangels Oszilloskop also nicht aufspüren.
Dann vermeide komische Flanken. Ein Schmitt-Trigger 74HC14 wirkt da
Wunder.
Nano schrieb:> Ich möchte ein paar digitale einfache Schaltungen aus Logibausteinen> (z.B. 74HCxx) und µC bauen und damit Erfahrungen sammeln.>> Allerdings habe ich als Grundausstattung bisher nur ein digitales> Multimeter, aber noch kein Oszilloskop.> Fehler im Taktsignal oder Fehler die sich ins digitale Signal> einschleichen (Kopplung, fehlende Flankensteilheit usw.), kann ich> mangels Oszilloskop also nicht aufspüren.
Dann benutze doch eine langsamere Logikfamilie, nämlich die
4000er-Basteine. Die haben zusätzlich noch den Vorteil, das
sie kein stabilisiertes Netztzeil benötigen.
Jens G. schrieb:>>fehlende Flankensteilheit>> Sowas kannst Du nicht durch niefrigere Taktraten kompensieren.
Nun ja, in folgendem Video wird z.B. gezeigt, wie man von einem 5 V
Logikpegel zu einem 3,3 V Logikpegel wechseln kann, teilweise auch in
die andere Richtung.
/watch?v=t-yuYasIKtY
Das bemerkenswerte daran ist, dass bei einigen Lösungen das Signal immer
schlechter wird, je höher die Taktrate wird.
Daraus schließe ich, dass eine niedrige Taktrate zu einem besseren
Signal führt und je höher die Taktrate wird, desto schwerer wird es.
Wolfgang schrieb:> Dann vermeide komische Flanken. Ein Schmitt-Trigger 74HC14 wirkt da> Wunder.
Danke für den Tipp, aber wie soll ich ohne Oszilloskop feststellen, wo
die hin müssen und wo nicht?
Ich denke daher, der 74HC14 ist gut, wenn man weiß, an welche Stelle man
ihn einbauen muss, bzw. wo die Probleme liegen.
Harald W. schrieb:> Dann benutze doch eine langsamere Logikfamilie, nämlich die> 4000er-Basteine. Die haben zusätzlich noch den Vorteil, das> sie kein stabilisiertes Netztzeil benötigen.
So weit ich weiß, sind das CMOS Bauteile, da steigt die Gefahr, dass die
einfach wegen statischer Entladungen am IC und ähnlichem kaputt gehen.
Maßnahmen gegen ESD können zwar helfen, aber die 74HCTxx sind da meines
Wissens nach wesentlich robuster.
Falls ich Quark rede, bitte korrigieren.
Wenn Du es mit den Augen sehen willst, dann sind 10Hz noch fast zuviel.
Du kannst Dir aber auch einen Referenz-Quarzoszillator aus einem CD4060
und einem 4,096 MHz Quarz aufbauen. Mit einem Mini-Piezo-Lautsprecher
und einem 10k Widerstand davor kannst Du Dir die hörbaren Frequenzen
anhören, die der 4060 liefert (1kHz, 4kHz und 8kHz) und diese dann mit
Deinen selbst erzeugten Frequenzen vergleichen.
Dann hörst Du quasi die Verarbeitungsfrequenz und kannst die Tonhöhe
abschätzen bzw. Du hörst, ob überhaupt eine Frequenz verarbeitet wird.
Das geht dann auch ohne Oszilloskop. :)
Klaus R. schrieb:> Nano schrieb:>> Welche maximale Taktrate ist ohne Oszilloskop sicher beherrschbar?>> Wie schnell kannst Du zwei Multimeter beobachten?
Naja, ob die Schaltung tut was sie soll, sehe ich ja am Endergebnis.
Vorrausetzung dafür ist aber, dass sich die Schaltung im Regelfall eben
wie rein binär verhält. Also wie ein "gedachtes" perfektes präzises
digitales Signal ohne Fehler.
In der Praxis kommt das zwar nicht vor, aber wenn man Bauteile nur im
unteren Bereich fordert, also z.B. eine niedrige Taktrate verwendet,
dann sollte ein gutes Signal wahrscheinlicher sein, als eine Schaltung
mit sehr schneller Taktung.
Dass ich einen digitalen Datenstrom mit einem Takt von sagen wir mal
mehr als 1 Hz nicht zuverlässig mit einem Multimeter überprüfen, das ist
klar.
Nano schrieb:> Dass ich einen digitalen Datenstrom mit einem Takt von sagen wir mal> mehr als 1 Hz nicht zuverlässig mit einem Multimeter überprüfen, das ist> klar.
Naja eine Fehlerquelle ist ja mitunter Jitter oder kurze
Einbrüche/Störungen, die als Taktflanke interpretiert werden. Und die
kann man auch mit einem Multimeter schlecht aufspüren.
C. A. Rotwang schrieb:> Nano schrieb:>>> Welche Taktrate käme hier in Frage?>> Die, die du mit einem billigen scope darstellen kannst. Billiges scope> wäre beispw. das DSO138 als bausatz>> http://www.michael-floessel.de/mfblog/dso-138-erst...> http://www.watterott.com/de/Digitales-Speicher-Osz...>> Oder falls Du RasPi nutzt schau mal> http://tuxbabe.eu/raspalyzer.html>> damit kannst du für weniger als 100€ in die bereiche von 1MHz> vorstossen.
Die Bausätze und Co kenne ich alle, aber ich möchte mir das Geld lieber
für ein richtiges Oszilloskop sparen.
Bestenfalls würde ich die Soundkarte als Oszilloskop missbrauchen, aber
ohne entsprechende Schutzschaltungen, die wieder eine Investition
erfordern, würde ich das auch nicht machen.
Mein PC ist mir da nämlich zu schade, ohne eine galvanische Trennung
kommt das für mich nicht in Frage und dann ist man gleich wieder in dem
Bereich von billigen USB Oszilloskop µC Bastellösungen.
Vielleicht könnte man aus einem MSP430 Launchpad noch ein einfaches
Oszilloskop bauen, von dem habe ich nämlich zwei zur Verfügung und die
haben beide nur sehr wenig Geld gekostet.
Stefan S. schrieb:> Nano schrieb:>> Dass ich einen digitalen Datenstrom mit einem Takt von sagen wir mal>> mehr als 1 Hz nicht zuverlässig mit einem Multimeter überprüfen, das ist>> klar.>> Naja eine Fehlerquelle ist ja mitunter Jitter oder kurze> Einbrüche/Störungen, die als Taktflanke interpretiert werden. Und die> kann man auch mit einem Multimeter schlecht aufspüren.
Stimmt, da hast du Recht.
So ein Pegel ist ja viel kürzer als diese 1 Hz.
Mein Denkfehler.
Nano schrieb:> So weit ich weiß, sind das CMOS Bauteile, da steigt die Gefahr, dass die> einfach wegen statischer Entladungen am IC und ähnlichem kaputt gehen.> Maßnahmen gegen ESD können zwar helfen, aber die 74HCTxx sind da meines> Wissens nach wesentlich robuster.
"74HC" sind auch CMOS. Ob die wirklich robuster sind, weiss ich
nicht. Ich habe m.W. jedenfalls auch ohne Armband noch keinen
"4000"er durch Elektrostatik zerstört.
Hallo Nano,
mach es am Anfang gaaanz laaangsam.
Mit Wait im Code, Leerschleifen und oder langsamen Takt, was auch immer.
Dann hängst du an jeden relevanten Ausgang eine LED. Du siehst
sofort, ob deine Schaltung das macht, was sie tun soll. Es
muss so langsam sein, dass du mitzählen kannst.
So bin ich vor vielen Jahren (noch ohne MC) dem I2C-Protokoll auf die
Schliche gekommen.
73
Wilhelm
Wilhelm S. schrieb:> So bin ich vor vielen Jahren (noch ohne MC) dem I2C-Protokoll auf die> Schliche gekommen.
Aha, "Schliche" kommt also von "schleichen"? :-)
Nano schrieb:> So weit ich weiß, sind das CMOS Bauteile, da steigt die Gefahr, dass die> einfach wegen statischer Entladungen am IC und ähnlichem kaputt gehen.
Mittlerweile ist diese Gefahr durch interne 18V Z-Dioden an jedem Pin
gebannt.
C. A. Rotwang schrieb:> damit kannst du für weniger als 100€ in die bereiche von 1MHz> vorstossen.
1MHz nützt überhaupt nichts, wenn irgendein Zähler wegen
Signalreflektionen meint, Doppelpulse zu sehen. Da muss das Oszi
schneller sein, als die Logikfamilie.
@Nano
Mach dir keinen Kopf. Die meisten Fehler werden zu Anfang
Schaltungsfehler sein und wenn Fehler durch Laufzeiten auftreten, ist
das Schaltungsdesign grundlegend falsch.
Hol dir für 6€ einen kleinen Logikanalysator. Damit kannst du mehr als
99.9% der Fehler in Logikschaltungen abdecken.
Nano schrieb:> Allerdings habe ich als Grundausstattung bisher nur ein digitales> Multimeter, aber noch kein Oszilloskop.
...
> Welche Taktrate käme hier in Frage?
Da besteht kein direkter Zusammenhang. Ich hatte als Schüler auch kein
Oszilloskop. Das hat mich nicht davon abgehalten, mit TTL-Schaltkreisen
und Frequenzen bis 10MHz rumzumachen.
Was ich für Basteleien mit Logik-IC auf jeden Fall empfehlen würde, ist
ein Logikprüfstift (aka logic probe). Kann man auch leicht selber
bauen, gleich als zweites Projekt nach einem Bastel-Netzteil.
Wenn bei asynchroner Logik, also aus Gattern und FF zusammengebaute
Schaltungen, ein "Glitch" produziert wird, ist die Taktrate
voellig egal.
Fuer Standard-TTL braucht es da schon ein Scope mit 100 MHz
Bandbreite um da etwas zu detektieren. Eine Verzoegerungsleitung
um den getriggerten Puls auch zu sehen, gehoert da dann allerdings
bereits zur Standardausstattung.
Hast du kein Scope, bist du in den A gekniffen.
Die billigen China-LAs sind im uebrigen auch alle zu langsam.
Dabei ist eventuelle Schlamperei beim Aufbau noch nicht betrachtet.
Wer Triathlon machen möchte, der muß sich irgendwann auch ein Rennrad
kaufen.
Genauso ist es mit Elektronik-Basteln. Ab einem gewissen Punkt muß man
sich eben auch teures Werkzeug kaufen. Oder sich ein anderes Hobby
suchen.
(º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· schrieb im Beitrag
#5095224:
> Wenn bei asynchroner Logik, also aus Gattern und FF> zusammengebaute> Schaltungen, ein "Glitch" produziert wird, ist die Taktrate> voellig egal.>> Fuer Standard-TTL braucht es da schon ein Scope mit 100 MHz> Bandbreite um da etwas zu detektieren. Eine Verzoegerungsleitung> um den getriggerten Puls auch zu sehen, gehoert da dann allerdings> bereits zur Standardausstattung.
Das ist ja mehr als ein günstiges Rigol DS1054Z liefert.
Dann werde ich wohl wesentlich mehr Geld sparen müssen, denn ich dachte
mit einem Rigol DS1054Z habe ich für den Anfang einen preisgünstigen
Allrounder
mit dem man wenigsten die gängigsten µC Controller (AVR, AVR32, PIC,
MPS430 usw.) und 74HCxx und 74ACxx oder 74ASxx messen kann.
Also wird es wohl ein Rigol DS1104Z werden müssen.
PittyJ schrieb:> Wer Triathlon machen möchte, der muß sich irgendwann auch ein Rennrad> kaufen.> Genauso ist es mit Elektronik-Basteln. Ab einem gewissen Punkt muß man> sich eben auch teures Werkzeug kaufen. Oder sich ein anderes Hobby> suchen.
Auch wer auf Triathlon trainiert braucht zu Beginn nur ne Stoppuhr ->
kauf dir nen mini LA und leg los.
Viele haben sich in den 80igern einen Einplatinenrechner mit weniger
zusammengebastelt. Und meinen ersten AVR Programmer hab ich auch mit nen
Mulötimeter ans lauf gekriegt. Ist halt gut wenn das Meter auch khz
Frequenzen und duty cycle anzeigen kann
Dieter F. schrieb:> Nano schrieb:>> Also wird es wohl ein Rigol DS1104Z werden müssen.>> Wen willst Du hier eigentlicht veralbern :-)
Morgen ist Monatserster, vielleicht legt er sich ja Argumente zurecht um
seinen Alten mehr Geld aus dem Kreuz zu leiern...
Wolfgang schrieb:> Hol dir für 6€ einen kleinen Logikanalysator. Damit kannst du mehr als> 99.9% der Fehler in Logikschaltungen abdecken.
Ebenfalls meine persönliche Empfehlung, LA für <10€ und danach auf ein
DS1054Z sparen. Man kann sich immer Szenarien ausdenken, wo diese Kombi
nicht ausreichen wird, aber du wirst meiner(!) Meinung nach in 99,9% der
Fälle damit glücklich werden.
Für etwas mehr Geld (<40€) tummeln sich auf ebay auch zunehmend LA mit
16 Kanälen und 100MHz Sampling (das sind dann Clones vom Saleae Logic
Pro 16)
> 80igern einen Einplatinenrechner mit weniger zusammengebastelt
Tja, mein 1. Zweiplatinenrechner benutzte noch die 1103 von Intel.
Und eine von der CPU autonom arbeitende Refreshlogik mit der
Mann trotz dRAM die CPU im Single Step durchs Programm laufen lassen
konnte. Die 1103 wollen eben etwas mehr als TTL-Pegel und selbst
der Datenausgang braucht noch einen extra Leseverstaerker.
Ohne Oszi waere das voellig illusorisch gewesen.
Sowas wird heute aber wohl keiner mehr bauen wollen.
> Also wird es wohl ein Rigol DS1104Z werden müssen.
Selbst wenn der Oszi die noetige Bandbreite hat, um in einem
komplexen Aufbau solche Glitche nachzuweisen, ist nochmal ein ganz
anderes Kaliber.
Einen Auto-Set-Trigger auf "Glitch" gibt es naemlich nicht.
Nano schrieb:> So weit ich weiß, sind das CMOS Bauteile, da steigt die Gefahr, dass die> einfach wegen statischer Entladungen am IC und ähnlichem kaputt gehen.
Nein. CMOS Bausteine der B-Serie (und das sind heute alle) sind sehr
robust und können praktisch nur durch mutwilliges Verpolen zerstört
werden. CMOS ist die ideale Bastelfamilie wg. des weiten erlaubten
Betriebsspannungsbereiches und der unkritischen Handhabung der Bauteile.
Ein MOSFet z.B. ist wesentlich leichter durch ESD zu zerstören als ein
CMOS Baustein der 4000er Serie. Ein sehr schönes Bastelbuch für CMOS ist
das 'CMOS Kochbuch' von Don Lancaster:
https://www.amazon.de/Das-CMOS-Kochbuch-Don-Lancaster/dp/3883220027
Die Frage müsste lauten: Welche Taktraten kann man mit Oszilloskop
messen?
Wenn du ein Oszilloskop an die Leitungen eines DDR3 RAM Moduls hälst,
fällt es garantiert sofort aus und das Oszilloskop wird Dir nichts
sinnvolles anzeigen. Denn kein Oszilloskop kann 1,6Ghz messen. Nichtmal
ansatzweise.
1/10 der Frequenz wäre schon sehr anspruchsvoll.
(º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· schrieb im Beitrag
#5095224:
> Die billigen China-LAs sind im uebrigen auch alle zu langsam.
Glitches wirst du damit direkt natürlich nicht sehen.
Ein Flip-Flop vor dem LA-Eingang hilft da aber ungemein.
(º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· schrieb im Beitrag
#5095282:
>> 80igern einen Einplatinenrechner mit weniger zusammengebastelt>> Tja, mein 1. Zweiplatinenrechner benutzte noch die 1103 von Intel.> Ohne Oszi waere das voellig illusorisch gewesen.
Das war Anfang der Siebziger, das war m.W. für einen Hobbyisten ein
Scope ebenfalls illusiorisch. Von einem Speicherscop runter bis 20ns
Zeitauflösung gAnz zu schweigen. Da würde mich mal interessieren welches
Scope du benutzt hast und wie du das erworben hast?
> für einen Hobbyisten ein Scope ebenfalls illusiorisch
Ich hab meins zum 14. Geburtstag bekommen.
Ein EO174A.
Was in der S.B.Z. ganz schoen knifflog war, ueberhaupt eins zu kriegen.
Einen "Laden" dafuer gab es ja nicht.
> wie du das erworben hast?
Ein Volkseigener Betrieb hat das Ding bestellt und dann
an einen seiner Mitarbeiter der ein guter Bekannter meiner
Eltern war, verkauft.
Das beruehmte Vitamin B.
(º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· schrieb im Beitrag
#5095350:
> Was in der S.B.Z. ganz schoen knifflog war, ueberhaupt eins zu kriegen.> Einen "Laden" dafuer gab es ja nicht.
Ja, "anno tobak" habe ich auch mal irgendetwas bekommen - interessiert
halt heute keine Socke mehr :-)
HI
>Was in der S.B.Z. ganz schoen knifflog war, ueberhaupt eins zu kriegen.>Einen "Laden" dafuer gab es ja nicht.
Also zumindest irgendwann zwischen 76 und 79 stand das EO174A zum
Verkauf im Schaufenster eines Elektronikladens in Leipzig.
Allerding weiß ich nicht, wann du 14 warst.
MfG Spess
Dieter F. schrieb:> (º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· schrieb im Beitrag> #5095350:>> Was in der S.B.Z. ganz schoen knifflog war, ueberhaupt eins zu kriegen.>> Einen "Laden" dafuer gab es ja nicht.>> Ja, "anno tobak" habe ich auch mal irgendetwas bekommen - interessiert> halt heute keine Socke mehr :-)
Zu Unrecht, wie ich finde. Auch heute ist geld sparen und im Laden
neugerät kaufen nicht die einzige Beschaffungsmöglichkeit. In einer
meiner Firmen sind mal die Alten Service-Oszis nach 30 jahren entsorgt
worden - Email an die üblichen Verdächtigen und Ruck/Zuck war das Regal
leer und einige "Bedürftige" glücklich beschenkt. Vielleicht sollte es
der TS auch mal versuchen einen alten Hasen nach einer Messgerätespende
zu bitten.
Stefan U. schrieb:> Die Frage müsste lauten: Welche Taktraten kann man mit Oszilloskop> messen?>> Wenn du ein Oszilloskop an die Leitungen eines DDR3 RAM Moduls hälst,> fällt es garantiert sofort aus und das Oszilloskop wird Dir nichts> sinnvolles anzeigen. Denn kein Oszilloskop kann 1,6Ghz messen. Nichtmal> ansatzweise.>> 1/10 der Frequenz wäre schon sehr anspruchsvoll.
Komisch... wir machen mit einem Oszilloskop (20GHz) die Qualify-tests
von DDR2, DDR3, USBx, 1000baseT und einigen anderen Dingen, die ziemlich
schnell und genau spezifiziert sind. Denn ohne die qualifytests ist das
mit dem USB-Logo nix. Und darauf legen unsere Kunden wert....
iaW: es gibt solche Geräte und es gibt auch noch schnellere als das, was
wir dafür verwenden. Ich rede da übrigens nicht von Sampling-Oszis wie
die älteren und formidablen Tektronix mit den S-x Tastköpfen sondern von
Realtime-Oszis
Daher - Deine Aussage, das es sowas nicht gibt stimmt nicht. Es ist nur
für fast alle - nicht nur hier - schlicht und einfach nicht bezahlbar
(200k€ und aufwärts...).
MiWi
> Also zumindest irgendwann zwischen 76 und 79 stand das EO174A zum> Verkauf im Schaufenster eines Elektronikladens in Leipzig.
Ja, das war dann schon "spaeter". :-)
Da hatte ich meins schon. Das Geraet wurde uebrigens zum Neupreis
von dem Betrieb verkauft. Sonst haette der huelfsbereite Bekannte
womoeglich noch Aerger bekommen.
C. A. Rotwang schrieb:>> Ja, "anno tobak" habe ich auch mal irgendetwas bekommen - interessiert>> halt heute keine Socke mehr :-)>> Zu Unrecht, wie ich finde. Auch heute ist geld sparen und im Laden> neugerät kaufen nicht die einzige Beschaffungsmöglichkeit. In einer> meiner Firmen sind mal die Alten Service-Oszis nach 30 jahren entsorgt> worden - Email an die üblichen Verdächtigen und Ruck/Zuck war das Regal> leer und einige "Bedürftige" glücklich beschenkt. Vielleicht sollte es> der TS auch mal versuchen einen alten Hasen nach einer Messgerätespende> zu bitten.
Ja, nur sind die DDR-Zeiten seit einiger Zeit nicht mehr aktuell - oder?
Natürlich kann man heute über eBay etc. gebraucht oder neu kaufen aber
diese Zeiten sind Vergangenheit:
(º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· schrieb im Beitrag
#5095350:
> Was in der S.B.Z. ganz schoen knifflog war, ueberhaupt eins zu kriegen.> Einen "Laden" dafuer gab es ja nicht.
Georg M. schrieb:> Mit Audacity kann man einige kHz aufzeichnen, dafür aber viele Minuten> lang.
Mit einem 6€ LA und der passenden Software geht das mit 24MHz bis die
SSD voll ist.
spess53 schrieb:> Hi>>>Mit einem 6€ LA und der passenden Software geht das mit 24MHz bis die>>SSD voll ist.>> Und womit überprüfst du ob das saubere Signale sind?>> MfG Spess
Ist richtig und er will ja auf ein Scope sparen. Aber bei fehlendem
Budget ist ein LA besser als nix bzw. besser geeignet als ein Multimeter
für Logiksignale.
H. schrieb:> spess53 schrieb:>> Hi>>>>> Mit einem 6€ LA und der passenden Software geht das mit 24MHz bis die>>> SSD voll ist.>> Und womit überprüfst du ob das saubere Signale sind?>> MfG Spess>> Ist richtig und er will ja auf ein Scope sparen. Aber bei fehlendem> Budget ist ein LA besser als nix bzw. besser geeignet als ein Multimeter> für Logiksignale.
Und mit einem LA kann man schon mal viele Fehlerquellen ausschließlich.
Und wenn der LA eine Störung falsch interpretiert, dann wird das der IC
in vielen Fällen genau so tun bzw. gilt das umgekehrt.
Klar, es gibt unterschiedliche Schwellspannungen, aber einen satten
Störimpuls oder falsche Taktflanken (SPI) oder falsche Adressen bei I2C
oder viele andere Probleme kann man zwar nicht mit einem DMM und auch
nicht mit einem Logikstift aber mit einem LA sehr gut aufspüren.
Zumal... Im Ernst, die Dinger kosten maximal 10 Euro...
http://www.stm32duino.com/viewtopic.php?t=107
Alternativ frag nen Kumpel mit nem Scope.
Geh zum nächsten Hackerspace.
Geh zum lokalen Amateurfunkerclub.
Frag hier im Forum, ob Dich jemand in der Nähe mal mit dem Scope auf
Deine Schaltung schauen lässt?
Aber generell: fang erstmal an zu basteln. Die Probleme kommen dann
schon von alleine... :-)
spess53 schrieb:> Hi>>>Mit einem 6€ LA und der passenden Software geht das mit 24MHz bis die>>SSD voll ist.>> Und womit überprüfst du ob das saubere Signale sind?
Gegenfrage: Wie überprüfst Du das der der Treibstoff an der Tanke sauber
ist? Haste da Gaschromatograph dabei und checkst jeden Mililiter auf
Wassergehalt?! -
Oder genügt es nicht letzlich das der Motor schnurrt und die Abgase
nicht verdäöchtig verrußt sind?!
BTW: In "heutigen TTL-Schaltungen" wie FPGA, CPLD's kann man garnicht
mehr die Glitches an Zwischensignalen messen.
HI
>Oder genügt es nicht letzlich das der Motor schnurrt und die Abgase>nicht verdäöchtig verrußt sind?!
Wenn alles funktioniert brauchst du weder einen Oszi noch einen LA. Aber
im Fehlerfall ist ein Oszi um ein mehrfaches hilfreicher als ein LA.
Ich habe selbst zwei Oszis und einen Logicport LA. Rate mal, was ich bei
Problemen als erstes anschließe?
MfG Spess
> BTW: In "heutigen TTL-Schaltungen" wie FPGA, CPLD's kann man garnicht> mehr die Glitches an Zwischensignalen messen.
Wenn Mann die Lizenz fuer Chipscope Pro oder Signaltap hat,
kommt Mann auch an die Zwischensignale in einem FPGA heran.
Nur, Glitche spielen in einem synchronen (FPGA-)Design keine so
stoerende Rolle mehr. Der synchrone Takt sorgt dafuer, dass erst
nach der Einschwingzeit die Daten abgetastet und weiter verarbeitet
werden. Das Synthesetool kennt die Laufzeiten der Elemente und
kalkuliert daraus die maximale Taktfrequenz.
(º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· schrieb im Beitrag
#5095610:
>> BTW: In "heutigen TTL-Schaltungen" wie FPGA, CPLD's kann man garnicht>> mehr die Glitches an Zwischensignalen messen.>> Wenn Mann die Lizenz fuer Chipscope Pro oder Signaltap hat,> kommt Mann auch an die Zwischensignale in einem FPGA heran.
Nee, auch mit diesen tools kommt an die Glitches nicht heran, nur an
die logischen Werte zum Zeitpunkt der aktiven Flanke. Signaltap,
Chipscope und ähnliches sind eben Logicanalyzer und keine scopes. Das
könnte den Threadstarter zu denken geben, wenn er hier darauf beharrt
das er mit digitaler Logik nicht beginnen kann, ohne sich die kleinsten
Pfürze auf den Signalen anschauen zu können.
PS:
Man kann die Chipscope-Funktionalität auch als Hobbyist nachbauen,
Durchblicker.
Hi
Der TO schrieb:
>Ich möchte ein paar digitale einfache Schaltungen aus Logibausteinen>(z.B. 74HCxx) und µC bauen und damit Erfahrungen sammeln.
Was soll da das Gerede um FPGAs, CPLDs und Konsorten.
MfG Spess
spess53 schrieb:>>Ich möchte ein paar digitale einfache Schaltungen aus Logibausteinen>>(z.B. 74HCxx) und µC bauen und damit Erfahrungen sammeln.>> Was soll da das Gerede um FPGAs, CPLDs und Konsorten.
Seufz, es geht darum das der TO zuerst ein Werkzeug zum Lösen von
"analogen Problemen" sucht obwohl er sich doch mit digitale
Schaltungstechnik beschäftigen will.
Wenn er sich klarmacht das man bei digitaler Schaltungstechnik -egal ob
Gattergrab oder FPGA- die Probleme mit Werkzeugen fürs Digitale wie LA
anpackt dann ist er bei der richtigen Geräteauswahl oder
Beschaffungsreihenfolge schon deutlich weiter. Vielleicht fällt ja der
Groschen wenn er sich klarmacht das viele FPGA-Hobbyisten auch ohne
Scope ihre Projekte durchziehen. Und Opa sich mit dem TTL-Stift durch
den Drahtverhau focht.
Auch mit einem super-billig Scope wie dem Hantek 6022be konnte ich schon
einige Fehler in Schaltungen finden. Das wäre auch noch eine Option für
den Anfang.