Also: bestätigt!
1) richtig: Da ich keine "echte" Litze habe sondern nur 12 Einzellitzen
zu 3 Drähten, legen sich die Zwirnfäden nebeneinander, statt 6mm sind
die gut 10 Windungen etwa 20mm breit, daher die Induktivität geringer
(15.2 statt 18.6µH), der Frequenzbereich 1265-1765kHz
2) und die 3dB-Bandbreite fast konstant 11.7-11.3kHz, Q ist 108 bzw.
156, also bei beiden Eckfrequenzen 59% mehr!
Da aber die Eindringtiefe der HF (wer es genauer wissen will:
https://de.wikipedia.org/wiki/Skin-Effekt ) bei 150kHz 0.17mm und bei
1.6MHz 0.052mm beträgt, ist man bei LW mit 0.25mm-Draht gut bedient, und
bei MW sollten Litzen unter 0.08mm-Einzeldrähten keinen wesentlichen
Vorteil mehr bieten. Ein 0.8mm-Draht sollte also dieselbe Wirkung haben
wie eine 36x0.08mm-Litze, die seidenumspannt auch 0.8mm haben dürfte
(0.66mm + Seide).
@ Phrasenschieber + Josef Laufer
Gemeinverständlich erklärt steht in dem Absatz:
Eine einzelne Fehlanpassung von 1:2 oder 1:3,
z.B. ein Resonanzwiderstand 100kOhm : Diode 200 - 300 kOhm
bringt einen Energieverlust von nur 0.5 - 1,3 db,
akustisch nicht wahrnehmbar und deshalb FÜR SICH ALLEIN nicht tragisch.
Mehrere kleine Fehlanpassungen hintereinander summieren sich auf
und sind ab ca. 3 dB HÖRBAR.
Die Aussage liegt auf "für sich allein" und nicht "dass 3 dB egal sind".
Das ist hier sicher kein Expertenforum,
aber dass so simple Überlegungen verstanden werden,
sollte man doch erwarten können.
Eigentlich schade um den schönen Thread.
@eric
Das war mir alles vor deiner ausführlichen darlegung klar. ich kann
lesen und verstehen. Ich habe in der Vorlesung zur Fehlerfortpflanzung
aufgepasst und ein viersemestriges Physikpraktikum hinter mir, auch wenn
das schon fast 40 Jahre zurückliegt. Aber der Unterschied im
spezifischen Widerstand von Kupferkabel (0.0169-0.0175) zu Silber
(0.0159 Ω•mm²/m) liegt bei 8%, der Kondensator trägt 1/5 zu Q bei, damit
könnten das knapp 2% sein, also unter 0.2dB. Da ist noch Luft nach oben.
Hallo Josef, Dein letzter Aufbau mit der Papprolle, sieht aus wie der
Detektor aus dem Buch "Elektrotechnik selbst erlebt" (Backe, König
Uraniaverlag). Den habe ich mal als kleiner Bub nachgebaut und der hat
auch gut funktioniert.
Für die Spule hatte ich damals Zeichenkarton zu einem Hohlzylinder
aufgerollt und nach dem Verkleben mit Schellack getränkt. Ich meine da
waren 80 Windungen Kupferlackdraht 0,3mm draufgewickelt. Als Dreko hatte
ich so einen Quetscher - was anderes habe ich nicht bekommen bzw. hätte
ich mir damals auch nicht leisten können. Zur Demodulation wurde eine
GA100 von WF eingesetzt. Der Kopfhörer hatte 2x2kOhm und beide Kapseln
waren in Reihe geschalten.
Es war schon erstaunlich was man mit diesem einfachen Aufbau empfangen
konnte. Damals (Ende der 60'ziger) gab es aber eben auch noch genug
Sender auf MW.
@Zeno
Schön dass dich das an alte Zeiten erinnert! Ich war noch nicht im
Keller nach dem Bastelbuch von meinem Vater fahnden. Ich habe nur das
vom H. Richter, un der hat den Detektor noch streng nach
Röhrenradiovorbild auf einem Metallchassis mit Winkeln und Bohrungen
etc. aufgebaut. Das ist natürlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen,
aber er wollte wohl dass man das gleich "von der Pike auf" "richtig"
macht. Das mit den formschönen Gehäusen erwähnt er - wenn überhaupt -
immer nur am Rand. Beim Aufbau wie ihn edi vorzeichnet geht es ja ums
"Sehen und gesehen werden"!
Die Spulenversion mit 0.7mm CuL (aus einem zerlegten alten
Computernetzteil) bringt bei 1389 kHz 15.8kHz Bandbreite (Q = 88), bei
2052 kHz 17.8 (Q = 115), also nur den halben Effekt oder weniger als die
Litze. Das muss ich erstmal sacken lassen. Aber wir sind da schon über
400kHz jenseits von MW.
Phasenschieber S. schrieb:> Eigentlich schade um den schönen Thread.eric schrieb:> Eigentlich schade um den schönen Thread.
Grübel ... das 'eigentlich' sollte gestrichen werden. Hier werden
interessante Dinge diskutiert, und wen es langweilt kann ja wegscrollen.
eric schrieb:> so simple Überlegungen ...
Könnte man, zur Erleuchtung des geneigten Lesers, auch einfach erklären.
Josef L. schrieb:> Aber der Unterschied im> spezifischen Widerstand von Kupferkabel (0.0169-0.0175) zu Silber> (0.0159 Ω•mm²/m) liegt bei 8%, der Kondensator trägt 1/5 zu Q bei, damit> könnten das knapp 2% sein, also unter 0.2dB. Da ist noch Luft nach oben.
Josef, mit Deinen Rechnungen komme ich nicht immer klar (oder ich
verstehe Dich falsch). Wieso nimmst Du an, daß der Kondensator zu 1/5
zur Güte beiträgt?
Und der spezifische Widerstand spielt bei der Güte auch nicht die Rolle.
Wie Du schon geschrieben hast: Skin- und Proximity-Effekt. Diesen
Artikel sollte man sich zu Gemüte führen:
https://www.radiomuseum.org/forum/draete_litzen_und_der_skineffekt.html
Ab ein paar 100 kHz bis ca. 1 MHz ist HF-Litze nicht mehr vorteilhaft.
Dicker Cu-Draht versilbert ist da die bessere Wahl. Für Luftspulen mit
High-Q: wenn die Länge in etwa dem Durchmesser entspricht erreicht man
ein gutes ø/l-Verhältnis. Abstände zwischen den Windungen etwa der
Drahtdurchmesser.
Hast Du eigentlich ein Oszilloskop? Damit läßt sich leicht überschlägig
die Güte einer Spule oder eines Gesamtkreises ermitteln (Anregung mit
Rechteck über hochohmigen Widerstand (>1 Meg) und dann die mit 1/e
abklingende Schwingung anschauen - gibt sicher modernere Methoden aber
ich mache das immer quick-and-dirty so).
Falls es interessiert:
In den 90er Jahren experimentierte ich auch mit Detektorempängern und
ein Brocken Galena als Detektor. Die Ergebnisse waren damit
überraschenderweise recht gut. Als Spule mit Anzapfung für den Detektor
verwendete ich ein Papprohr mit aufgetragenen 0.5mm CuL.
Mit einer KW Drahtantenne und Erdanschluß brachte es der Detektor auf
immerhin über 1mA Strom und lieferte über einen Anpasstrafo auch
bescheidenen Lautsprecherempfang vom lokalen Ortsender CFRN auf 1260kHz.
Mit einem Sennheiser HD414 Kopfhörer (4KOhm) war lautstarker Empfang
möglich. Wenn man einen hochohmigen Kristallkopfhörer verwendet, nur
gleichstromfrei über einen Kondensator ansteuern und mit einen
Widerstand parallel zum Kristall, weil DC-Bias die Wirksamkeit stört und
man dann kaum etwas hört. Niederohmige Taschenempfängerohrhörer eignen
sich trotz Anpasstrafos wegen ihren geringen Wirkungsgrad nicht wirklich
gut für Detektoranwendungen ohne Verstärker.
Es war kein Unterschied zu Ge-Dioden wie 1N34A oder OA85 festzustellen.
Auf dem Tektronix 576 Curve Tracer sah die Galena Diodenkurve sehr
ähnlich wie die der Ge-Diode aus. (Wir haben übrigens noch MW Sender
hier in Kanada). Wenn ich mal dazu komme werde ich die C.T.
Detektorkurven photographieren.
@Zeno
Danke für die Links, mal sehen. Die werden ja nicht gleich heute nacht
anderweitig verkauft!
@مهندس
>mit Deinen Rechnungen komme ich nicht immer klar
Hast recht, man sollte Quellen nennen, sonst heißt' gleich fake usw.
Ich bezog mich auf den ersten von @eric genannten Artikel
https://www.radiomuseum.org/forum/detektor_fernempfaenger_preisgekroente_bauanleitung.html
- siehe Ausschnitt - und der Skineffekt ist bei jedem Leiter da, bei
sonst gleichen Abmessungen und gleicher Frequenz ist der ohm'sche
Widerstand propotional zum spezifischen Widerstand. Und der ist bei
Silber halt nur 8% geringer als bei Kupfer (@sonstwen: bitte jetzt nicht
anfangen und über 1 - 0.08 ist nicht 1 / (1 + 0.08) streiten!) also kann
Q dadurch nicht mehr als 8% anwachsen. Bund bei maximal 1/5 Beitrag zum
Gesamt-Q reduziert sich das auf 1.6%. Und log10(1,016)*20 = 0.14 dB. Und
falls jemand meint Gold wäre noch besser, weil man das für Kontakte
nimmt, hat nur den Grund, dass Gold halt nicht anläuft wie Kupfer oder
Silber und einen besseren Kontakt sichert. Sein spezifischer Widerstand
ist um ca. 50% höher als der von Kupfer.
Was bis jetzt gar nicht erwähnt wurde: Gibt es ein Optimum bei einer
bestimmten Frequenz für die Werte von Induktivität und Kapazität im
Schwingkreis? Aufgrund meiner Faulheit beim Wickeln lande ich meist bei
15-20µH und komme mit dem Drehko + 500pF in die obere Hälfte des
MW-Bereiches. Die Bilderrahmenantenne brachte wegen des 5-fachen
Durchmessers 100-150µH. Im oben erwähnten Artikel ist gar von 320µH und
einem Drehko von nur 200pF die Rede.
Ich weiß, das steht irgendwo in den >10⁶ Web-Artikeln zum Thema (oder
den 10³ Threads in diesem Forum, die man beim Suchbegriff "Detektor"
erhält), aber in welchem? Kennt jemand den optimalsten Artikel und
verrät uns den?
Josef L. schrieb:> Gibt es ein Optimum bei einer> bestimmten Frequenz für die Werte von Induktivität und Kapazität im> Schwingkreis?
Ja, gibt es.
Das Verhältnis ist allerdings keine Konstante, sondern abhängig von den
Verlusten, sprich Belastung eines Schwingkreises.
Hier eine Seite die zwar sehr simpel beginnt, dann aber doch sehr
akademisch wird:
http://www.theissenonline.de/Physik/Facharbeit_LC_Schwingkreis_C.pdf
Mit anderen Worten: Das optimale Verhältnis ergibt sich aus der
Belastung des LC-Kreises.
eric schrieb:> In diesem Thread reden anscheinend nur Leute,> die von der Sache fast keine Ahnung haben.
Zumindest auf einen trifft das zu, 4 Buchstaben, erster e, vierter c.
> Wer wissen will, wie man einen Detektorempfänger baut> und was man damit empfangen kann, der schaue sich
...
> an. Der Mann wusste als Hochschulprofessor, wovon er sprach.> Um ohne Verstärkung das Maximum aus der Radiowelle heraus zu holen,> braucht es eben Fachwissen, Arbeit und letztlich Kosten.
Heute muß man kein Hochschulprofessor sein, um Fachwissen zu haben, und
einen Detektor bauen zu können.
Und der Schreiber mit den 4 Buchstaben ist offensichtlich auch kein
Prof, solche Leute schreiben mit Grips, und stören Beitragsfolgen nicht
mit solchen "hochintelligenten Einwürfen".
Dann... ist das hier KEIN Detektor- Wettbewerb !
Ich habe angeregt, so etwas wie Detektorempfängerm, vielleicht über
Ostern, zu bauen, und habe mein Gerät vorgestellt.
Mag jeder sich seinen Detektor bauen- das soll Spaß machen. Und wenn das
Gerät gut aussieht, hat man was geschaffen.
Und mir sind Ausschreibungs- Vorschriften der Wettbewerbe oder
irgendwelcher selbsternannter Puristen und "Experten" ziemlich egal.
Mein Detektor darf eine zusätzliche Energiequelle haben, und einen
Verstärker danach auch- schrieb ich schon- um das Gerät auch vorführen
zu kömnnen- ggf. mit Video.
Wem das nicht gefällt... mag es besser machen, und hier vorstellen.
eric schrieb:> Lotta schrieb:>> Ein Rückkoppelungsdrehko verstimmt beim Einstellen den Schwingkreis>> DJ1ZB HaJo Brandt hat das vor Jahren mal genauer angeguckt> und gefunden, dass nicht der Drehko das Problem ist,> sondern der dahinter liegende Ableitkondensator nach Masse.> Wenn man den weglässt, wird der RK-Kreis ohmsch> und der RK-Drehko ist selbst auf KW gut brauchbar.
Wenn der "dahinterliegende Kondensator" der Kondensator von Anode nach
Masse ist- das ist kein Ableitkondensator.
Lotta schrieb:> ich mein ja ne ohmisch einstellbare.> Ein Rückkoppelungsdrehko verstimmt beim Eistellen> den Schwingkreis ganz schön, da ist ne Einstellung> über nen Arbeispunkt besser.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Rückkopplungspunkt zu stabilisieren.
IST er stabilisiert, muß der RK nicht bedient werden -> Keine
Verstimmung (bzw. eine konstante Verstimmung über den Bereich).
Das geht mindestens mit einem Kondensator von Anode nach Masse, das geht
mit dem ECO- Audion, welches z. B. über das Schirmgitter die
Rückkopplung stellt, wobei beim ECO schon die Trennung des Gitter-/
Anodenbereichs sich sehr positiv auswirkt, es gibt einige
Spezialschaltungen, etwa die an diesen Beitrag angehängte Schaltung, und
zum Schluß das Pendelaudion- aber in einem bestimmten Arbeitspunkt- der
"lineare Pendler". Das ist ein völlig anderer Betrieb, als man vom
Pendler kennt- und macht dem Pendler Rundfunk- tauglich- leider wurde
das nicht verfolgt, und es ist kein industriell hergestellter Pendler
für diesen Einsatzzweck bekannt. Whitehead beschreibt dies sehr
ausführlich in "Regenerative Receivers", 1950, und ich habe dazu
Versuche gemacht, die sehr positiv ausfielen.
Josef L. schrieb:> Hallo edi,> das möchte ich jetzt genauer wissen. Meines Wissens ist das> ursprüngliche Audion nichts anderes als eine Röhrentriode
Wie Lotta schon antwortete, das Zauberwort ist "Crystadyne" bzw.
"Crystodyne", steht hier mehrmals in der Beitragsfolge. Ich will den
Kristalldetektor aber nicht MIßbrauchen, sondern GEbrauchen, dieses
Verfahren ist vor ziemlich genau 100 Jahren vom Russen Lossew erfunden
worden, und der Kristalldetektor selbst ist trotz nur zweier Anschlüsse
verstärkungsfähig, kann einen Schwingkreis entdämpfen bis zum Schwingen,
und der Punkt kurz davor ist -wie beim Audion- der Punkt höchster
Empfindlichkeit und Trennschärfe.
Das nutzt eine spezielle Stelle in der Kennlinie, die sog. "fallende"
Kennlinie", die einem "negativen Widerstand" entspricht. Dazu benötigt
man eine Vorspannung, und es geht leider nicht mit jedem Kristall.
Und ja- das entspricht einer Tunneldiode.
Josef L. schrieb:> Ein Brettchen, vor 20 Jahren beim Regalbau in der Kammer abgefallen,> habe ich schon mit einem IKEA-Winkel für den Drehko versehen. Spule> passt links, Detektor rechts daneben.
Sieht ja schon mal gut aus.
> Fürs Bakelitfeeling habe ich> leider nur Schokoglasur - lieber nicht.
Eine Spule mit Schokoüberzug... warum nicht ? Wenn's nicht funktioniert,
kann man das abbröckeln und sich selbst ein wenig entschädigen...
@mohandes
Oszilloskop? Ja, hab ich schon erwähnt, ein 40 jahre altes 2-Kanal HAMEG
605, bis 60MHz. Nur keinen HF-Frequenzgenerator, bis auf das nanoVNA.
Der hat halt 50Ohm Aus- und Eingang. Von daher weiß ich nicht was ich
messe, wenn ich den LC-Parallelkreis als 2-Pol dazwischenhänge. Was ich
sehe ist: wenn ich die beiden Bauteile als Serienkreis
dazwischenschalte, vertauschen sich S11 und S21. Sollte so sein.
Der Oszi hat 1M Eingangswiderstand. Ich kann den Ausgang von nano als
MW-Sender nehmen, mit einigen pF an den Schwingkreis hängen und dessen
Spannung am Oszi messen. Nur muss ich dann halt den Spektrumanalyzer
selber spielen und ein paar Frequenzen nacheinander einstellen und am
Oszi die Spannung ablesen, Kurve malen, 3dB-Breite ablesen. Aber es
müsste ja einfacher gehen, Q sollte ja proportional der
Spannungsüberhöhung sein, d.h. ich kann das nano um die Resonanzfrequenz
wobbeln lassen und lese einfach die höchste Spannung ab. Dann brauche
ich nur noch den Wert weitab von der Resonanzfrequenz, Quotient sollte Q
sein. Hat halt alles mit erheblich größere Meßtoleranz als ein
gescheites Gerät.
@gerhard
Galena? [wiki -> Bleiglanz] achso! Ja, so ein Teil habe ich geschlachtet
als ich noch im Experimentieralter war. Ich habe jetzt eine halbe Stunde
danach gesucht wie groß die Bandlücke im Vergleich mit Ge/Si ist:
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_semiconductor_materials sagt 0.37V
(Ge 0.67 / Si 1.12). Von daher ist Bleiglanz natürlich hervorragend
geeignet! Tellur (0.33), PbTe (0.32), PbSe (0.27), SnTe (0.18) und InSb
(0.17) wären noch besser. Heutzutage nimmt man Schottky-Dioden, nur sind
die halt nicht so anschaulich.
Hallo Josef,
ich maße mir mal an, dir einen Tip zu geben.
Josef L. schrieb:> Nur keinen HF-Frequenzgenerator, bis auf das nanoVNA.
Das ist ein wunderbares Gerät, man kann damit wahnsinnig viel anstellen,
aber leider nicht alles.
Ich möchte noch einfügen, dass ich die hier im Thread beschriebenen
"Spielereien" bezüglich AM-Generator/Modulator gemacht habe, um Edis
Anspruch an die selbstgebauten, händisch erstellten Geräte, gerecht zu
werden.
Hätte ich nicht tun müssen, aber ich wollte die Herausforderung
annehmen, es auchnoch auf diese Art und Weise tun zu können.
Es geht auch anders, ich besitze auch einen 2-Kanal DDS-Signalgenerator
welcher bis 60MHz geht, alle möglichen Signalformen kennt undauch
Modulationsarten von AM über FM, PSK, FSK, Ask u.a. in hoher Qualität
liefert.
Es ist ebenso ein Chinese, wie der NanoVNA, und macht durchaus eine gute
Figur, bei allen Abgleicharbeiten
Das Gerät nennt sich FY6900, kostet keine 100€ und wurde hier im Forum
schon ausgiebig besprochen.
Kurzum, es ist neben dem Nano und Oszi mein wertvollstes Werkzeug.
@phasenschieber
Bild von meinem noch in den 80ern geplanten Frequenzgenerator, der
NF-Teil ist fertig, kann Rechteck, Dreieck, Sinus (irgendein IC). Der
Frequenzzähler war auch fertig, hat dann seinen Geist aufgegeben. Zu HF
und Modulation bin ich nicht mehr gekommen, Arbeit war wichtiger, Kind
da,...
Aber durch das Forum bin ich schon auf den nano gekommen, mal sehen, DDS
ist attraktiv. Hatte nur bei IBM/OS400 ne andere Bedeutung. Und ist
sicher handlicher als mein fast-19" Klotz.
@edi
danke für deine klaren Worte. Und Tunneldiode: Hier im Forum gibt's 2
Beiträge dazu, die Dinger sind so gut wie ausgestorben, daher
Apothekerpreise. Aber eine schaltung aus 2 FETs mit auch nur 2
Anschlüssen nach draußen, die eine nachbildet. Kann sein dass die dann
im MW-Bereich funktioniert, und eine 1N3716 eventuell nicht, sondern
erst im GHz-Bereich.
So, wieder zu Hause... :-)
Phasenschieber S. schrieb:> Ich möchte noch einfügen, dass ich die hier im Thread beschriebenen> "Spielereien" bezüglich AM-Generator/Modulator gemacht habe, um Edis> Anspruch an die selbstgebauten, händisch erstellten Geräte, gerecht zu> werden.
Niemand muß "Edis Anspruch an die selbstgebauten, händisch erstellten
Geräte, gerecht werden."
Wie geschrieben, das ist hier kein Wettbewerb- einfach bauen, just for
fun.
Wenn ich Lottas Aussagen lese, daß der Nano bei niedrigen Frequenzen nur
Rechteck- Impulse an den Ausgang ausgibt... ich kann mich mit solchen
Sachen nicht anfreunden.
Zum Vergleich Oszillogramme eines normalen, analogen Wobblers (BWS1,
Röhre)
Dargestellt wird die Ausgangsspannung des Wobblers.
Das ausgegrünte Kästchen ist die HF, die hat aber keine konstante
Frequenz, sondern die HF- Frequenz wird immer wieder von 0 auf max
"hochgezogen".
Dadurch kann der Oszi natürlich nicht synchronisieren, und die HF
darstellen, dann müßte die Wobbelung auf z. B. 1 Hz Wobbelfrequenz
gestellt werden werden, dann sieht man, daß es Sinusschwingungen sind.
Einmal über den Bereich 0-50 MHz. Dachabfall der Ausgangsspannung nach
rechts ? Ja, der ist richtig, der Oszillograph hat nur 10 MHz
Bandbreite.
Mit einem HF- Oszi wäre kein Dachabfall.
Dann den Bereich eingeengt, um die 2 MHz- Marke- hier ist jetzt die
Ausgangsspannung über den Bereich konstant, weil der Oszi das noch
darstellen kann.
Der W&G- Wobbler (Transistor) kann superlangsam wobbeln, hier ist zu
sehen, wie die Frequenz immer wieder hochgedreht wird, , dazu ein
"animiertes GIF"- Bild, welches ich aus einem AVI- Video erstellt habe
(evtl. herunterladen, und das Bild in einem Browswer anzeigen lassen).
Beim oben gezeigten Gerät geht das nur mit 25 oder 50 Hz.
Meine Geräte sind betagt, geben aber genau das aus, was ich erwarte,
sinusförmige HF, die in einem Bereich von... bis immer wieder
durchlaufen wird. Und das läßt sich mit dem Oszi natürlich nachweisen.
Natürlich kann man HF- Eingänge von zu testenden Geräten mit Impulsen
beaufschlagen, so gab es ja Testgeräte, die ein breitbandiges Signal
-Rechteck- erzeugten, um im zu testenden Gerät deren Oberwellen
nachzuweisen.
Nun- wer einen Nano für die meßmäßige Überprüfung einsetzen möchte, kann
das gern tun, und Meßaufbau- Skizze, Einstellungen und Meßkurven zeigen.
Wäre z. B.interessant, wie weit man die Trennschärfe eines Detektors mit
anderen Teilen und Schaltungen treiben kann.
Edi M. schrieb:> Niemand muß "Edis Anspruch an die selbstgebauten, händisch erstellten> Geräte, gerecht werden."
Von müssen habe ich ja auch nichts geschrieben.
Edi M. schrieb:> Wenn ich Lottas Aussagen lese, daß der Nano bei niedrigen Frequenzen nur> Rechteck- Impulse an den Ausgang ausgibt.
Das spielt für den Aufgabenbereich eines VNA überhauptkeine Rolle.
Edi M. schrieb:> Das ausgegrünte Kästchen ist die HF, die hat aber keine konstante> Frequenz, sondern die HF- Frequenz wird immer wieder von 0 auf max> "hochgezogen".
Das nennt man einen Sweep und selbigen kann man bei meinem Chinadingens
von 0 bis Ende, oder nur für einen bestimmten Bereich einstellen.
> Dadurch kann der Oszi natürlich nicht synchronisieren, und die HF> darstellen, dann müßte die Wobbelung auf z. B. 1 Hz Wobbelfrequenz> gestellt werden werden,
Wenn du wobbeln willst, musst du die Rampe, welche den Sweep erzeugt,
auf die horizontale Auslenkung deines Scopes geben.
Dann folgt die Oszi-Anzeige linear dem Anstieg der Wobbelfrequenz.
Also, Ausgabefrequenz auf die vertikale Auslenkung und die Rampe auf die
horizontale Auslenkung.
Das wäre dann erst eine Wobbelung.
Was du hier vorführst ist einfach nur eine Oszi-Anzeige eines Sweeps.
eric schrieb:> Es gibt im Netz sogar ein richtiges Fachbuch:> Crystal Radios Set Systems> Design, Measurement and Improvement> von Ben Tongue, 2 Bände, zusammen ca. 400 Seiten.>> Auf englisch und fachlich anspruchsvoll.> Die Adresse weiss ich nicht auf Anhieb,> nur dass es nach seinem Tode nur auf Umwegen zu finden ist.> Leichter erreichen lassen sich die einzelnen Kapitel:> https://web.archive.org/web/20130728091225/http://www.bentongue.com/index.html
Auch wenn der Schreiber sonst auf dem Holzwege wandelt... die
empfohlenen Texte haben es in sich: Grundlagen, Erklärungen,
Meßaufbauten- Empfehlungen für Detektorampfänger, sowie vergleichbare
Meßkurven für HF Frequenzgang, Empfindlichkeit, Tremmschärfe und NF-
Frequenzgang existierender (Röhren-) Geräte, so etwas ist ja ganz
selten.
Danke für den Link !
Phasenschieber S. schrieb:> Das wäre dann erst eine Wobbelung.
Sie müssen mir nichts erklären. Was ich da zeige, IST eine Wobbelung.
Phasenschieber S. schrieb:> Was du hier vorführst ist einfach nur eine Oszi-Anzeige eines Sweeps.
Das nennt man einen Wobbeldurchgang.
Und genau den sollte man erwarten, und ich muß nicht die "Rampe" an den
Oszi geben- beio vollem Hub ist das immer noch nicht auflösbar.
Außerdem geht es ja mit geringerem Hub und sehr niedriger
Wobbelfrequenz, siehe das GIF- Bild.
Ihre "Rampe" mein i. d. R. einen ansteigenden Sägezahn- Impuls, der den
Wobbeloszillator steuert.
Das Röhrengerät verwendet übrigens keine "Rampe"- den speziellen
Steuerimpuls könnte ich ohne Impulsformung schlecht verwenden.
Wie geschrieben, wenn der Nano mit seiner Methode das Gleiche erreicht-
aufbauen, Skizze, Fotos machen, auswerten.
Zeigen Sie, was Sie können.
Edi M. schrieb:> Das nennt man einen Wobbeldurchgang.
Mit Verlaub, du weisst garnicht was ein Wobbeldurchgang ist und wie man
den erzeugt. Auf jeden Fall nicht so wie du hier schreibst.
Damit steige ich aus diesem Thread aus.
EoF
Phasenschieber S. schrieb:> Edi M. schrieb:>> Das nennt man einen Wobbeldurchgang.> Mit Verlaub, du weisst garnicht was ein Wobbeldurchgang ist und wie man> den erzeugt. Auf jeden Fall nicht so wie du hier schreibst.
Keine Ahnung, was manche Leute hier geritten hat, andere Schreiber, die
möglicherweise vom Fach sind, für unfachlich/ unfähig etc. zu halten,
und in anmaßenden Ton belehren zu müssen.
Ich habe diese Beitragsfolge begonnen, und in der Themenüberschrift
steht nicht, daß so etwas erwartet wird.
> Damit steige ich aus diesem Thread aus.> EoF
Eine weise Entscheidung.
Es geht gleich wieder mit dem ursprünglichen Themen weiter.
Hallo Edi,
ganz dasselbe ist der Aufbau nicht. So wie ich seine Tabelle am Ende
sehe - dort steht nur "measured DC output in mV" - und auch den
Meßaufbau interpretiere, gibt er reine unmodulierte RF auf die Diode und
misst die gleichgerichtete Spannung.
Du dagegen - und das habe ich versucht nachzustellen - modulierst die RF
mit 1kHz/30% und misst die Amplitude der resultierenden demodulierten
NF. Da ist dann noch die Steigung der Diodenkennlinie mit drin.
Was ich da jetzt aber sehe ist, das hatte ich völlig aus den Augen
verloren, dass der Fußpunktwiderstand einer Antenne ja im niedrigen
Ohmbereich liegt, dass man also den 50Ohm-Ausgang welches Generators
auch immer ohne größere Verluste an den Detektoreingang anpassen kann.
Ob da nun exakt bemessene Dämpfungsglieder drin sein müssen darüber
lässt sich streiten, S11 bzw. was der Generator rückwärts abkriegt wäre
mir egal, und was am Detektoreingang ist kann ich mit 1MOhm am Oszi
messen, und den Detektorausgang auch.
Aber schön zu sehen, dass woanders auch nur mit Wasser gekocht wird,
auch wenn es exquisites Tafelwasser ist :-)
Josef L. schrieb:> Du dagegen - und das habe ich versucht nachzustellen - modulierst die RF> mit 1kHz/30% und misst die Amplitude der resultierenden demodulierten> NF. Da ist dann noch die Steigung der Diodenkennlinie mit drin.
Stimmt- habe ich übersehen. Danke.
Edi
Josef L. schrieb:> Was ich da jetzt aber sehe ist, das hatte ich völlig aus den Augen> verloren, dass der Fußpunktwiderstand einer Antenne ja im niedrigen> Ohmbereich liegt, dass man also den 50Ohm-Ausgang welches Generators> auch immer ohne größere Verluste an den Detektoreingang anpassen kann.
Eine übliche Langdrahtantenne für Detektorempänger hat keine Ohm,
sondern etliche Hundert bis einige Kiloohm Fußpunktwiderstand.
Die Kunstantenne ist eine Empfehlung, und es gibt einen Vorschlag für
eine standardisierte Version, die ich verwende, wie auch B. Tongue eine
verwendet, die etwas anders ist, aber ich denke, das ist kein Thema.
Durch die Kunstantenne wird der Schwingkreis weit weniger durch die
Antenne belastet, als mit dem geringen Ausgangswiderstand der
Meßgeneratoren, die oft 50- 75 Ohm- Ausgänge haben.
Josef L. schrieb:> Oszilloskop? Ja, hab ich schon erwähnt, ein 40 jahre altes 2-Kanal HAMEG> 605, bis 60MHz.
Hallo Josef,
meine Meßtechnik ist auch etwas antiquiert, ich habe ein 20MHz-Oszi mit
dem ich aber fast alles machen kann (natürlich hätte ich gerne ein
100MHz-Gerät). Das analoge Hameg würde ich auch nicht gegen ein
Billig-Digitaloszi eintauschen.
Die Güte läßt sich außer über die 3dB-Bandbreite auch noch anders
messen: über einen >1Meg-Widerstand ein Rechtecksignal auf den
Schwingkreis geben und dann die mit abklingende Schwingung beobachten.
Die Anzahl der Schwingungen bis das Signal auf die Hälfte abgeklungen
ist multipliziert mit 5 ergibt die Güte. Da die Schwingung mit 1/e
abklingt spielt es keine Rolle wo man beginnt zu zählen.
Hier wird das beschrieben:
https://www.elektroniktutor.de/analogtechnik/par_swkr.html
Woher der Faktor 5 kommt wird nicht erklärt. Ich hatte das aus Interesse
mal aus den Differentialgleichungen berechnet - das Ergebnis war
tatsächlich 4,5. Leider finde ich den Schmierzettel nicht mehr.
Keine Präzisionsmessung und mit einem Nano VNA bekommst Du bestimmt
genauere Ergebnisse. Für mich ist es aber die quick-and-dirty-Methode
zur schnellen Abschätzung und zum Vergleich verschiedener Kreise.
Phasenschieber S. schrieb:> Damit steige ich aus diesem Thread aus. EoF.Edi M. schrieb:> Eine weise Entscheidung.
Ja schade, schade. Unter weise verstehe ich etwas anderes. Vielleicht
ist euch beiden Streithähnen aufgefallen, daß ihr leicht aneinander
vorbei redet, bzw. dasselbe Phänomen betrachtet. Sweep Generator =
Wobbler.
Erst kürzlich habe ich entdeckt daß mein Uralt-Frequenzgenerator von
Wavetek zwei unabhängige Frequenzen erzeugen kann und damit auch die
Möglichkeit des Wobbelns bietet.
Erst war der 'Quetscher' der Stein des Anstosses, nun der Wobbler. Die
Wahrheit zum Quetscher ist übrigens ganz einfach: es gibt kein richtig
oder falsch, das ist letztlich reine Definitionssache! Quetscher ist
umgangssprachlich und je nach Generation oder Herkunft unterschiedlich
belegt.
In so einem Thread muß man auch unterschiedliche Meinungen akzeptieren,
das ist ein öffentliches Forum. Hart in der Sache argumentieren aber
nicht persönlich werden.
Mein Wort zum Freitag %-) مهنرس
P.S. Ein Gerät wie der Nano VNA mit Röhren und (fast) alle wären
zufrieden ...
Mohandes H. schrieb:> Die Güte läßt sich außer über die 3dB-Bandbreite auch noch anders> messen: über einen >1Meg-Widerstand ein Rechtecksignal auf den> Schwingkreis geben und dann die mit abklingende Schwingung beobachten.> Die Anzahl der Schwingungen bis das Signal auf die Hälfte abgeklungen> ist multipliziert mit 5 ergibt die Güte.
Eine recht einfache Meßmethode, gut für vergleichende Messungen.
Ich habe einige Spulen und Spulensätze aus Pertinax, Kunststoff, Pappe
und Keramik, mit/ ohne Pulverkern, das interessiert mich nämlich
brennend- ob die Vollkeramik- Spulensätze von Hescho, die früher
angeboten wurden, wegen der einfacheren Fertigung hergestellt wurden,
oder ob die auch einen Unterschied in der Güte vorweisen können.
Verbaut sind diese Spulensätze z. B. in:
http://edi.bplaced.net/?Edi%60s_Specials___Special%3A_Anfang_50er%2C_DDR-_Umbau%2FEigenbau-Superhets___Eigenbau-_Geraet_aus_Sammlung_Werner&search=keramik%2Cspulensatz
Ich habe diese Spulensätze zu liegen, aber auch noch einige Einzel-
Keramikspulen, meist für KW.
Mohandes H. schrieb:> Sweep Generator => Wobbler.
Sie kennen meine Meinung.
Mein großer Wobbler hat auch mehrere Aufschriften: "Breitbandwobbler",
"Wideband sweep generator" und "schirokolosni generator" (russisch,
phonetische Schrift).
Wir haben eine EIGENE, und sehzr schöne Sprache, und den Begriff
"Wobbelgenerator" gab es schon, als wir noch nicht geboren waren.
Wir müssen unsere Sprache nicht mit aller Macht versauen, Menschen
anderer Länder tun's auch nicht. Darum schreibe ich in Beitragsfolgen,
und nicht in "Threads". (Manche schreiben "Faden" bzw. Mz.
"Fäden"...).Bei mir schwingen auch Quarze, keine Quartze. Findet man
ständig, sowas.
Mohandes H. schrieb:> Ja schade, schade. Unter weise verstehe ich etwas anderes. Vielleicht> ist euch beiden Streithähnen aufgefallen, daß ihr leicht aneinander> vorbei redet
Möglich- ich halte aber andere nicht für per se unwissend, unfachlich,
doof, sonstwas- es sei denn, sie fallen so auf.
Zur Ausdrucksweise solcher selbsternannter "Experten" paßt auch, die
meisten nur anonyme "Gäste sind, die zum Thema NICHTS RELEVANTES
beizutragen haben.
Sagen wir mal so: Wer wirklich Fachmann ist, hat sowas nicht nötig, und
schreibt themenbezogene und hilfreiche Beiträge, oder stellt eben
Fragen, ergänzt oder stellt richtig.
.
Mohandes H. schrieb:> Ein Gerät wie der Nano VNA mit Röhren und (fast) alle wären> zufrieden ...
O-o! Wenn wir einen der aktuellen PC-Prozessoren mit Röhren nachbauen
würden (er würde wegen der nötigen Größe (Würfel 150m Kantenlänge) dann
leider 10000mal langsamer laufen, und wenn wir um Strom zu sparen zB die
DC 96 nehmen würden (1.4V/25mA + 85V/1.8mA) wäre der Verbrauch der Kiste
6.6GW, also 4 Kernkraftwerke. Und selbst wenn der DDS-IC bedeutend
(1000x) simpler wäre, hätten wir immer noch 1 EFH mit dem Verbrauch
einer Stadt wie Stuttgart, Düsseldorf oder Leipzig...
Mohandes H. schrieb:> Erst war der 'Quetscher' der Stein des Anstosses, nun der Wobbler. Die> Wahrheit zum Quetscher ist übrigens ganz einfach: es gibt kein richtig> oder falsch, das ist letztlich reine Definitionssache! Quetscher ist> umgangssprachlich und je nach Generation oder Herkunft unterschiedlich> belegt.>
Eigentlich ist es doch ganz einfach.
Ein "Quetscher" ist ein Trimmkondensator bei dem zwei Platten zueinander
verstellt wurden, die gibt's/gabs mit und ohne Isolierung dazwischen.
Das der Spindeltrimmer, das ist der Trimmer der so ähnlich wie ein
Plattenkondensator aufgebaut ist, nur halt mit "runden Platten" und mit
einer Spindel verstellt wird, zwischendurch fälschlicherweise als
Quetscher bezeichnet wurde, ist halt der "Geschichte" zuzuschreiben.
Kurt
Josef L. schrieb:> O-o! Wenn wir einen der aktuellen PC-Prozessoren mit Röhren nachbauen> würden
OK, das geht so nicht wirklich.
Dafür haben wir uns mit den Rechnern richtig was aufgehalst...
Auto- Ummeldung, Berlin, Keibelstraße, 70er/ 80er Jahre: Zeitbedarf: 5
Stunden. Alles im Papierform, keine Rechner.
90er Jahre: Berlin: 15 Minuten, hier in M- VP: <10 Minuten.
Jetzige Zeit, alles mit Rechnern, alles vernetzt: Zeitbedarf: 6 Stunden
!
4 Zündkerzen kaufen
In Berlin, Autoladen, 80er Jahre: Einige Minuten.
Auto- Großhändler in Hamburg, jetzt: 1 Stunde.
"Computer lösen Probleme, die wir ohne sie nicht hätten."
Alles da, wo es sinnvoll ist... meinen alten Röhrenwobbler per
Versorgermodul auf die ISS mitnehmen... die Rakete würde ja kaum vom
Startplatz abheben, und wenn der Versorger nicht rechtzeitig bremst,
gibt's 'ne Delle in der Raumstation...
Dengel, Dengel, Dengel, Dengel...
Oder Mike Krüger: "Ich beule Starfighter aus..."
:-)
Edi M. schrieb:> Kurt schrieb:>> Das der Spindeltrimmer,> Aber... auch hier gibt es eine Fehlbenennung- ein "Quetscher" werscheint> unter den Suchergebnissen für "Tauchtrimmer" !>> https://deacademic.com/pictures/dewiki/102/frontplattenquetscher1.png>> Also... Namen sind Schall und Rauch...
Sind sie nicht.
Das was du gezeigt hast ist weder ein Quetscher noch ein Spindeltrimmer.
Kurt
Kurt schrieb:> Edi M. schrieb:>> Kurt schrieb:>>> Das der Spindeltrimmer,>> Aber... auch hier gibt es eine Fehlbenennung- ein "Quetscher" werscheint>> unter den Suchergebnissen für "Tauchtrimmer" !>>>> https://deacademic.com/pictures/dewiki/102/frontplattenquetscher1.png>>>> Also... Namen sind Schall und Rauch...>> Sind sie nicht.>> Das was du gezeigt hast ist weder ein Quetscher noch ein Spindeltrimmer.>> Kurt
Womöglich kennt den niemand mehr,
das sind die Aluminiumtrimmkondensatoren die durch Verdrehen mehr oder
weniger ineinander eintauchen.
Googelt man danach kommen Spindeltrimmerpotentiometer.
Kurt
Josef L. schrieb:> Was ich da jetzt aber sehe ist, das hatte ich völlig aus den Augen> verloren, dass der Fußpunktwiderstand einer Antenne ja im niedrigen> Ohmbereich liegt, dass man also den 50Ohm-Ausgang welches Generators> auch immer ohne größere Verluste an den Detektoreingang anpassen kann.
Ich schätze, Sie verwechselten das mit z. B. Kurzwellen- Geräten der
kommerziellen oder Anateur- Funktechnik, da sind Antennen- Fußpumnkt-
Impedanzen von 50 Ohm üblich.
Sowas gab es aber auch schon vor 90 Jahren, um Langdrahtantennen über
Koaxkabel versorgen zu können, welches die Antennenzuleitung auf dem Weg
ins Haus vor Störungen schützt- allerdings benötigt man einen Aufwärts-
und einen Abwärts- Übertrager.
Ohne Übertrager ist die Antennenkapazität so hoch, daß der Schwingkreis
stark bedämpft wird, der Vorteil einer Langdrahtantenne wird zunichte
gemacht, das Gerät empfängt nur noch schwach !
Daher muß ein Übertrager her.
-> Transformatoren können Spannungen, aber auch Widerstandwerte
transformieren.
So wurde z. B. zum Radio Telefunken "D860WK" eine lange Stabantenne für
Dachmontage verkauft, die im Fußpunkt einen Übertrager besitzt, mit
Koaxkabel zum Radio führt, und am Antennenanschluß mußte der Abwärts-
Übertrager eingeschleift sein.
Das damalige Koax war wohl höher in der Impedanz, 80 oder 100 Ohm, das
weiß ich nicht mehr genau.
Das Verfahren kann man auch für Detektorempfänger verwenden. Ratsam ist
dabei eine Spule mit mehreren Anzapfungen, zum Auswählen (oder
einmessen).
Edi M. schrieb:> Kurt schrieb:>> Das der Spindeltrimmer, das ist der Trimmer der so ähnlich wie ein>> Plattenkondensator aufgebaut ist, nur halt mit "runden Platten" und mit>> einer Spindel verstellt wird, zwischendurch fälschlicherweise als>> Quetscher bezeichnet wurde, ist halt der "Geschichte" zuzuschreiben.>> Die Dinger hießen aber eigentlich immer "Lufttauchtrimmer", ich habe> selbst einige von Philips.>Edi M. schrieb:> Kurt schrieb:>> Das der Spindeltrimmer, das ist der Trimmer der so ähnlich wie ein>> Plattenkondensator aufgebaut ist, nur halt mit "runden Platten" und mit>> einer Spindel verstellt wird, zwischendurch fälschlicherweise als>> Quetscher bezeichnet wurde, ist halt der "Geschichte" zuzuschreiben.>> Die Dinger hießen aber eigentlich immer "Lufttauchtrimmer", ich habe> selbst einige von Philips.>> https://i.ebayimg.com/images/g/qFcAAMXQwKdRdL2d/s-l400.jpg>
Genau die habe ich gemeint.
Kurt
Kurt schrieb:> Spindeltrimmerpotentiometer.
Kurt--- ja, Google liefert falsch- Spindeltrimmerpotentiometer sind
WIDERSTÄNDE.
Das sind keine Kondensatoren, weder Drehko noch Trimmer.
Wir sprachen aber über Kondensatoren, ob nun Quetscher- Ausführungen,
oder sonstwie.
Und... verdammtnochmal... das ist doch nun vollkommen wurst, wie man die
Dinger nannte.
Edi M. schrieb:> Kurt schrieb:>> Spindeltrimmerpotentiometer.>> Kurt--- ja, Google liefert falsch- Spindeltrimmerpotentiometer sind> WIDERSTÄNDE.> Das sind keine Kondensatoren, weder Drehko noch Trimmer.
Natürlich ist mir das klar.
> Wir sprachen aber über Kondensatoren, ob nun Quetscher- Ausführungen,> oder sonstwie.>> Und... verdammtnochmal... das ist doch nun vollkommen wurst, wie man die> Dinger nannte.
Man versucht halt das was jemand schreibt/bezeichnet auch irgendwie
einzuordnen/zu kapieren.
Kurt
Kurt schrieb:> Man versucht halt das was jemand schreibt/bezeichnet auch irgendwie> einzuordnen/zu kapieren.>> Kurt
Da reicht eine Google- Eingabe "Quetscher Drehko", danach euf "Bilder",
das liefert jede Menge Bilder von... Hartpapier- Drehkos.
Und genau diese kennen wohl die meisten als "Quetscher".
So, das sollte es zu den Dingern sein.
Hier mal mein Luftspulentest:
Die vermessenen Spulen sind alle auf einem 64mm-Kartonrohr aufgebracht.
Rechts unten (a) 30 Windungen 0.7mmCuL. Links oben (b) ca. 50 Windungen
alte Litze, wohl 21x0.04mm, rechts oben (c) 12 Windungen aus 12 Strängen
Litze 3x0.05mm parallel gewickelt.
Versuchsaufbau simpel: nano, Aus- und Eingang (jew. 50 Ohm) über Buchsen
an je ein Spulenende, ggf. ein Kondensator parallel geschaltet.
Die Messung erfolgt zuerst in einem geeichten Frequenzbereich, z.B.
0.1-1.0 / 0.1-1.9 / 0.1-2.5 MHz oder ähnlich, möglichst so, dass die
Resonanzfrequenz genau genug abzulesen ist. Dann gebe ich einen neuen
engeren Sweepbereich um die Resonanzfrequenz ein, um die 3dB-Bandbreite
ablesen zu können. Im Beispiel Spule (a) mit 500pF (2.5%) Styroflex
parallel. Zusammen mit der Messung der Eigenresonanzfrequenz ergeben
sich Spuleninduktivität und parasitäre Kapazität; mit verschiedenen
Kondensatoren die Spulengüte bei verschiedenen Frequenzen. Genau
genommen die Güte von Spule und Kondensator zusammen, sollte sich
addieren wie Serienschaltung von Kondensatoren, also Q(gesamt) =
(QL*QC)/(QL+QC).
(a) L=65.5µH, C=1.9pF; Eigenresonanz 14.28MHz (Q=102)
(b) L=152µH, C=32.6pF; Eigenresonanz 2.262MHz (Q=86)
(c) L=17.0µH, C=2.9pF; Eigenresonanz 22.7MHz (Q=63)
Wegen der völlig unterschiedlichen Induktivitäten sind die Messpukte mit
verschiedenen Kondensatoren leider bei unterschiedlichen Frequenzen.
Tendenziell ist aber festzustellen, dass die Spulengüte mit zunehmender
Frequenz steigt, und zwar zwischen Anfang und Ende des MW-Bandes um
Faktor 2. Um 1 MHz haben a) und c) etwa Q=150, b) etwa Q=100.
Und interessant: Wenn ich statt der meiner Ansicht nach hoöherwertigen
Styroflex-Kondensatoren den Pertinax-Drehko einsetze, sinken die Güten
bei a) und c) auf 2/3 der zuvor beobachteten Werte ab. Ich muss doch mal
nach einem Luftdrehko fahnden.
Dass b) so schlecht ist liegt vermutlich an der höheren Eigenkapazität,
evtl. hängen auch einige Litzendrühtchen in der Luft, die Litze ist ja
schon ziemlich ramponiert. Scheint sich nur zu lohnen, wenn man wirklich
erstklassiges neues Material hat.
Kurt schrieb:> Womöglich kennt den niemand mehr,> das sind die Aluminiumtrimmkondensatoren die durch Verdrehen mehr oder> weniger ineinander eintauchen.
Doch, kenne ich und habe ich auch in der Bastelkiste. Sind für mich
Tauchtrimmer.
Spindeltrimmer hingegen sind Widerstände, meist mit 10 Umdrehungen zum
Feinabgleich.
Was bei Google ist als 'Treffer' erscheint ist als Ergebnis nicht immer
richtig - in den Untiefen des Netzes steht viel Unsinn.
Wie auch immer, für mich sind Quetscher auch die Drehkos mit
Pertinax-Dielektrikum. Reine Definitionssache, wie gesagt.
Ob Wobbelgenerator oder Sweep Generator - mir ging es nicht um die
Wortwahl sonder um die Sache als solche.
Und die Diskussion über Deutsch & Englisch fange ich jetzt nicht mehr
an! Wer würde statt 'Pull-Down-' 'Zieh-Runter-Widerstand' sagen? Da
gibt's genug Beispiele. Da kann man sich natürlich jedesmal echoffieren,
hat aber mit Technik nichts zu tun und macht jeden Thread alias Faden
kaputt.
Wenn ich einen Roman lese, dann ist die (deutsche) Sprache wichtig. Aber
in einem technischen Forum sind eben viele englische Begriffe einfach
besser und eindeutiger.
Ebenso die Rechtschreibung: ich finde es schade, daß viele hier keine
vernünftige Rechtschreibung praktizieren. Jeder macht Fehler. Aber sich
deswegen aufregen? Es gibt Beiträge wo eine A4-Seite fast ohne Punkt und
Komma geschrieben ist, alles klein und groß durcheinander. Etwas Mühe
bedeutet auch Höflichkeit gegenüber den Mitlesern. Es gibt Beiträge, die
sind dermaßen 'hingerotzt' und so anstrengend zu lesen, daß ich dann
einfach weiterscrolle.
(Sorry für off-topic).
Josef L. schrieb:> evtl. hängen auch einige Litzendrühtchen in der Luft ...
Dann ist die ganze Spule für die Tonne!
So ein Nano, gefällt mir was man damit messen kann! Werde ich mal ins
Auge fassen.
Edi M. schrieb:> Ich schätze, Sie verwechselten das mit z. B. Kurzwellen- Geräten der> kommerziellen oder Anateur- Funktechnik
Ja, ist wohl so. In der gezeigtan Anpassschaltung ist ja nach dem
50Ohm-Teil als künstliche Antenne Rd, Ld, Cd mit einer Resonanzfrequenz
von 2.5MHz benutzt, das werde ich auch so machen.
Obwohl ich schon gespannt bin, mal wirklich wieder einen echten Sender
mit einem Detektor zu empfangen.
Mohandes H. schrieb:> Dann ist die ganze Spule für die Tonne!
Ich weiß, ich weiß, seit du das weiter oben schon geschrieben hast. Aber
ich kann nicht die 5m Litze mit der Lupe absuchen. Ich habe 1 cm mit
2400dpi eingescannt um die Anzahl Drähtchen zu zählen und den
Drahtdurchmesser zu messen, weil meine Schiebelehre nicht genau genug
geht und ich keine Mikrometerschraube habe. Aber anhand der Messung
sieht man ja dass die Litze nur 2/3 der Werte wie 0,7CuL bringt.
Versilbert müsste man auf Abstand wickeln, den Einfluss habe ich noch
nicht untersucht. Kann man natürlich überall nachlesen, ist aber nicht
so spannend.
Mohandes H. schrieb:> Aber> in einem technischen Forum sind eben viele englische Begriffe einfach> besser und eindeutiger.
Und wenn die in Farsi noch "besser" wären ? Oder in Finnisch ? Oder in
Suaheli ?
Manchmal sind deutsche Begriffe länger, aber nicht immer.
Aber es sind Begriffe in MEINER Sprache. Und die gibt genug Wörter her,
um jeden Sachverhalt zu beschreiben, einen Namen zu finden, usw.
Es gibt noch Elektronikliteratur, die ohne exzessive Verwendung von
Denglisch auskommt. Und die ist nicht unbedingt aus der Zeit von 1930 !
Ich gebe mir Mühe, möglichst in deutschen Begriffen zu schreiben-
Ausnahme Eigennamen oder -inzwischen- so feststehende Begriffe, daß man
ältere Bezeichnungen nicht mehr verwendet.
Wass ich in fremdprachiger Kommunikation selbstverständlich nicht tue.
Aber dem ist hier nicht.
Mohandes H. schrieb:> Etwas Mühe> bedeutet auch Höflichkeit gegenüber den Mitlesern.
Absolut Zustimmung !!!
Josef L. schrieb:> Tendenziell ist aber festzustellen, dass die Spulengüte mit zunehmender> Frequenz steigt, und zwar zwischen Anfang und Ende des MW-Bandes um> Faktor 2.
Merkwürdig- bei meiner Spule ist es genau umgekehrt- was sich auch an
der Trennschärfe bemerkbar macht.
Mal mein Senf dazu....
Edi M. schrieb:> Josef L. schrieb:>> Tendenziell ist aber festzustellen, dass die Spulengüte mit zunehmender>> Frequenz steigt, und zwar zwischen Anfang und Ende des MW-Bandes um>> Faktor 2.>> Merkwürdig- bei meiner Spule ist es genau umgekehrt- was sich auch an> der Trennschärfe bemerkbar macht.
Möglicherweise L im Verhältnis zu C zu groß (bei Josef)?
Edi M. schrieb:> Mohandes H. schrieb:>> Etwas Mühe>> bedeutet auch Höflichkeit gegenüber den Mitlesern.>> Absolut Zustimmung !!!
Da geh ich auch kondom mit euch. :-)
Mohandes H. schrieb:> Josef L. schrieb:>> evtl. hängen auch einige Litzendrähtchen in der Luft ...>> Dann ist die ganze Spule für die Tonne!
Naja, relativ ungünstig; für die Tonne würde ich noch nicht sagen. ;-)
Wichtig ist, dass es einem bewusst ist, dass möglichst alle Drähtchen
beteiligt werden.
Mohandes H. schrieb:> Wer würde statt 'Pull-Down-' 'Zieh-Runter-Widerstand' sagen?
Bei Röhren und FETs : Ableitwiderstand. In Logik-Schaltungen wird es
schwieriger... ^^
Josef L. schrieb:> Wenn ich statt der meiner Ansicht nach höherwertigen> Styroflex-Kondensatoren den Pertinax-Drehko einsetze, sinken die Güten> bei a) und c) auf 2/3 der zuvor beobachteten Werte ab.
Klar; die Styros sind schon gut, jedenfalls besser als manch anderer
Kondensator bis in den KW-Bereich. :-)
Michael
Edi M. schrieb:> Merkwürdig- bei meiner Spule ist es genau umgekehrt
Nachdem ich oft versuche, Messergebnisse in PSpice nachzuvollziehen bzw.
eine Schaltung erst simuliere, dann baue, messe und vergleiche, bin ich
über https://www.eetimes.com/ auf
https://m.eet.com/media/1142818/19256-159688.pdf
gestoßen.
Dort sind Kurven gezeigt, wie Q in etwa verläuft. So um die
Eigenresonanz herum darf man diesen Kurven nicht glauben, sie
resultieren aus den simulierten Ersatzschaltungen. Aber dass Q ansteigt,
bei 1/5 bis 1/3 der Eigenresonanz ein Maximum zeigt und dann abfällt,
scheint normal zu sein.
Ganz auf Null geht Q sicher nicht, sonst würde man keine Eigenresonanz
sehen können. Messen Sie bei Ihrer Spule mal die Eigenresonanzfrequenz;
dann lässt sich das abschätzen. Meine Spule b) ist auch deswegen so
schlecht, weil die Eigenresonanzfrequenz nur 30% über dem Ende des
MW-Bereichs liegt.
Mohandes H. schrieb:> ich finde es schade, daß viele hier keine> vernünftige Rechtschreibung praktizieren.Mohandes H. schrieb:> Da kann man sich natürlich jedesmal echoffieren,
Aua!
Josef L. schrieb:> Und interessant: Wenn ich statt der meiner Ansicht nach hoöherwertigen> Styroflex-Kondensatoren den Pertinax-Drehko einsetze, sinken die Güten> bei a) und c) auf 2/3 der zuvor beobachteten Werte ab. Ich muss doch mal> nach einem Luftdrehko fahnden.
Ich weiß jetzt auch nicht so richtig, was gemeint ist... Pertinax- Dreko
anstelle Styroflex... Styros sind doch Festkondensatoren ? Und die
Pertinax- Quetscher haben doch eigentlich auch so ein Styroflexzeug oder
ähnliches Material ?
Aber ein Luftdrehko ist immer die beste Wahl- und gerade bei den
ältesten Drehkos findet man tatsächlich auch die Besten der Besten-
stabile Gehäuse, hochwertige Lager, Keramik- Stützen des Stators,
sichere Rotor- Kontaktierung, spielfreie Getriebe. Dafür sind die eben
auch mal etwas größer... ich habe mehrere Dreifach- Drehkos in fast
Schuhkartomn- Größe !
(Foto, die Spule daneben ist Eigenbau)
Josef L. schrieb:> Aber dass Q ansteigt, ein Maximum zeigt und dann abfällt,> scheint normal zu sein.
Das ist normal. Schau mal in ein Datenblatt von Ferrit-Spulenkörpern.
P.S:
Bei allen Spulen steigt die Impedanz propotional mit der Frequenz
und bestimmt damit den Güteanstieg bei niedrigen Frequenzen.
Bei hohen Frequenzen steigen die Verluste und bestimmen damit
den Güteabfall. Dazwischen gibt es ein Maximum, dessen Lage aber
nicht mit Daumenregeln wie L/C u.ä. vorbestimmbar ist.
Die L/C-Regel setzt voraus, dass die Verluste gleich bleiben,
aber das tun sie nicht, darum ist diese Regel in der Praxis falsch.
Josef L. schrieb:> Messen Sie bei Ihrer Spule mal die Eigenresonanzfrequenz;> dann lässt sich das abschätzen. Meine Spule b) ist auch deswegen so> schlecht, weil die Eigenresonanzfrequenz nur 30% über dem Ende des> MW-Bereichs liegt.
Das wird es sein... meine Spule hat sicher auch keine Traumwerte, flache
Kreuzwickelspulen, aber keine Litze !
Spulenkörper lackiertes Hartpapier.
Ich schätze auch, daß daß es mit der Eigenresonanz ähnlich ist.
Schon Lack kann überraschende Effekte bringen- das denkt man gar nicht,
damals legte man z. B. dünne Spulendrähte mit einem winzigen Tropfen
aufgelöstem Trolitul (Kunststoff, wohl Polystyrol) am Spulenkörper fest,
alle Windungen mit einem isolierenden Kleber festlegen... davor wurde
gewarnt-niemals !
Mein Detektor ist empfindlich, funkltioniert top, aber auf die
Lackfläche fassen, die ich selbst aufgetragen habe... Brummen !
Alte Spule nicht so toll ? Egal, ich nehme die historischen Teile, wie
sie sind, ich werde da nichts verbessern- ich habe ja sowieso vor, aus
dem normalen Detektor ein Kristall- Audion zu machen.
eric schrieb:> Ferrit-Spulenkörpern
Meine Spule hat aber leider einen Luftkern, da ein 60mm-Ferritkern etwas
überdimensioniert wäre. Was du meinst kenne ich, lag 1 m neben mir, ich
bin fast drüber gestolpert :-)
Dass Luft ähnliche Eigenschaften wie Eisen hat überrascht mich, ich
dachte das wäre nur im Wilden Westen so!
Aber Ringkernspulen teste ich auch noch, mal sehen ob ich auch Q=600
erreiche.
Josef L. schrieb:> Dass Luft ähnliche Eigenschaften wie Eisen hat überrascht mich, ich> dachte das wäre nur im Wilden Westen so!
Nein, dort war die Luft eher bleihaltig.
:-|
Edi M. schrieb:> Pertinax- Dreko anstelle Styroflex...
Edi, wir haben seit 12 Monaten Lockdown und ich habe keine öffentliche
Führung mit Besuchern mehr gehalten. Vielleicht sind meine Gedanken
daher etwas sprunghaft, ich lasse Zwischenschritte weg. Das hat schon
meinen Mathelehrer geärgert.
Ich meinte: Natürlich wäre es einfacher, mehrere Frequenzen mit dem
Drehko an der LC-Kombination einzustellen und zu messen. Wenn der aber
die Ergebnisse verfälscht, weil er mangels Qualität die Schwingkreisgüte
um 1/3 runterzieht, hänge ich lieber nacheinander verschieden große
Styroflex-Kondensatoren ran. Nur zum Messen! Hinterher kann ich den
Unterschied zu einem Drehko messen. Aber so wie die Spulengüte wird
sicher auch die Kondensatorgüte frequenzabhängig sein. Vielleicht kann
man die sogar gegeneinander ausspielen, um gleichmäßige Bandbreite zu
bekommen.
Josef L. schrieb:> Aber so wie die Spulengüte wird> sicher auch die Kondensatorgüte frequenzabhängig sein. Vielleicht kann> man die sogar gegeneinander ausspielen, um gleichmäßige Bandbreite zu> bekommen.
Das ist es ja- das L/C- Verhältnis.
Läßt sich mit den Bauteilen, die ich verwende, nicht ideal gestalten, da
die Bauteile eben ihre Werte haben, und ich genau diese verwenden
möchte.
Das spielt aber nicht DIE große Rolle, wenn es mit der Entdämpfung
klappt.
Ok- da beeinflußt es auch frequenzabhängig Rückkopplung, Bandbreite,
usw. Aber auch da gibt es Tricks von damals- die man dann nutzbringend
anwenden kann, wenn man eine Verstärkungsreserve zur Verfügung hat- und
wenn diese eben vom Kristalldetektor selbst kommt.
Josef L. schrieb:> um gleichmäßige Bandbreite zu bekommen.
Die erhält man - zumindest näherungsweise - wenn man auf dem
ansteigenden Teil der Gütekurve abstimmt. Dann ist B = F/Q const.
von Edi M. schrieb:
>Eine übliche Langdrahtantenne für Detektorempänger hat keine Ohm,>sondern etliche Hundert bis einige Kiloohm Fußpunktwiderstand.
Was ist deiner Meinung nach eine Langdrahtantenne?
Oft nennt man einen aufgehängten, vielleicht so 30m langen Draht
eine Langdrahtantenne. Aber genau genommen ist es eine
Langdrahtantenne erst wenn sie mehrere Wellenlängen lang ist.
Zum Beispiel eine 75m lange Antenne ist für Mittelwelle
1MHz gerade mal 1/4 Wellenlänge lang und die ist
dann niederohmig. Für Kurzwelle könnte man dann sagen, daß es
eine Langdrahtantenne ist. Und die ist dann auch pauschal gesagt
nicht hochohmig, sondern wenn man die dann in einen großen
Frequenzbereich durchstimmt, wechselt sich hochohmig
und niederohmig ständig ab.
Günter Lenz schrieb:> Was ist deiner Meinung nach eine Langdrahtantenne?> Oft nennt man einen aufgehängten, vielleicht so 30m langen Draht> eine Langdrahtantenne.
Ja, so etwa. Ich z. B. habe eine 30m und eine 40m. Mancher kann nur 6
oder 7 m im Wohnzimmer ermöglichen, oder 15 m auf dem Dach.
Darauf waren historische Geräte aber mit den Eingangsschaltungen
abgestimmt.
> Aber genau genommen ist es eine> Langdrahtantenne erst wenn sie mehrere Wellenlängen lang ist.
Eine Antenne für MW/ LW mit mehreren Wellenlängen ist Quatsch- Ausnahme
vllt. Beverage- Antenne, die wahrscheinlich nur Funkamateure nutzten,
und mehr als 50 Ohm Impedanz werden die Langdrähte wohl auch haben.
Die "Kunstantennen" zum Anpassen eines Werkstattgenerators an den
Empfängereingang tragen dem ja auch Rechnung, das sie ja für den
Empfänger keine extrem hochohmige Antenne darstellen, sondern darunter.
Und In vielen Detektorempfänger- Konstruktionen gibt es
Anpaßmöglichkeiten.
Krümelkackerei um jedes Ohm müssen wir also nicht betreiben.
Hallo,
Zuerst sei vorausgeschickt, dass ich nicht den ganzen Thread und seine
einzelnen Beiträge durchgelesen habe.
Aber die "Definitions"-Frage um die - ich wähle bewusst einen
klassifizierenden Überbegriff - variablen Kondensatoren in der
Rundfunktechnik hat mich veranlasst, in einem meiner Lieblingsschmöcker
Nachschau zu halten, was dort über die einzelnen Bauelemente zu sagen
ist. Es handelt sich dabei um das antiquarische Werk "Bauelemente der
Rundfunktechnik für Röhren- und Transistorempfänger" vom wahrscheinlich
in Deutschland ohnehin bekannten Autor Bernhard Pabst. Also
gewissermaßen eine Autorität, auch wenn darüber gerne diskutiert werden
darf und soll. In der vierten Auflage von 1964, ohnehin schon an der
Scheide zwischen Gegenwart und Vergangenheit stehend, nämlich die damals
bereits veraltetenden Baulelemente für die nächsten Auflagen
auszulassen, gibt es drei Einträge zu variablen Kapazitäten, über die
hier im Thread bereits geschrieben wurde.
So heißt es etwa sinngemäß zu "Trimmerkondensatoren älterer Ausführung",
"Quetschtrimmer",dass diese kleine Kondensatoren seien, die einen festen
und einen federnden Belag aus Messingblech aufweisen. Als Dieelektrikum
diene Glimmer oder Trolitul. Der Sockel hingegen bestehe aus Calit oder
Pertinax. Hier wird mittels Schraube die Kapazität variiert, indem der
Abstand der Belege die Kapazität bestimmt.(S. 41).
Desweiten wird über die "Lufttrimmer" bzw. hier schon des Öfteren als
"Tauchtrimmer" bezeichnet Auskunft gegeben. So schreibt Pabst sinngemäß,
dass diese Trimmer einen Rotor und einen Stator besitzen, die beide die
Gestalt konzentrischer Zylinder haben. Der Rotor sei an einer
Gewindespindel angebracht. Beim Eindrehen, daher Eintauchen, des Rotors
in den Stator steigt die Kapazität. (S. 42).
Ähnlich wie beim "Lufttrimmer" dürfte es sich für den "Rohrtrimmer"
verhalten. Der Autor schreibt hierzu wiederum sinngemäß, dass
Rohrtrimmer aus einem federnden Blechzylinder als Stator und einem
Metallzylinder als Rotor zusammengesetzt seien. Beide Teile seien
überdies durch eine Isolierzwischenlage aus Trolitul oder Styroflex
gegeneinander isoliert. Wie auch beim vorigen Bauteil ist der Rotor auf
einer Spindel aufgebracht, wodurch die Kapazität beim Eintauchen
zunimmt. (S. 40).
Soweit, was in der alten Radio-Literatur zu entdecken ist.
MfG,
Kohlhammer
@Kohlhammer
alles vollkommen richtig. Bild von 2 Tauchtrimmer habe ich ja hier
gepostet, nur ohne den Begriff, der fiel später und ist korrekt. Einen
Quetscher-Trimmer kenne ich auch aus einem alten Gerät, wo zuviel drin
war was nicht zu retten war. Dass mit demselben Begriff in der DDR auch
Papierdrehkos benannt worden sind, warum nicht? Aber wir wollen die
Diskussion nicht aufwärmen, ich denke jeder hat da was dazugelernt. Ich
kann gerne meine Trimmersammlung vorstellen und jeder kann dazuschreiben
wie er das Teil jeweils nennt :-) So hat man das um 1500 auf den neuen
Kontinenten auch gehandhabt, meistens waren das Mönche, siehe Codex
Dresdensis u.a.
Anbei das Ergebnis meines TV-Abends, die Messung meiner 64mm-Luftspule,
30 Wdg. 0.7CuL mit Paralellkondensatoren von 0 bis 47000pF. Da sie eine
zu kleine Induktivität hat und 1500pF für den Anfang des MW-Bandes
benötigt, müsste man einen 3-fach Drehko mit je 500pF benutzen,
parallelgeschaltet. Damit bekäme man Bandbreiten von 5-10kHz, bei
losester Ankopplung.
Was mit der "Lehrmeinung" übereinstimmt ist, dass die größte Güte bei
etwa 1/5 der Eigenresonanzfrequenz liegt, hier etwa 3 MHz. Nach dem
Maximum fällt die Güte rasch ab, aber eben nicht auf Null. Einbrüche in
der Kurve können durch qualitativ schlechtere Kondensatoren kommen (KT,
keram.).
Wenn die Spule eine zu hohe Induktivität hat und man nur einen Drehko
20-200pF braucht kann es sein, dass man bereits im abfallenden Ast der
Q-Kurve ist. Dann steigt die Bandbreite zu schnell an. Insofern wäre
meine Spule ein guter Kompromiss.
Noch besser wäre es, wenn das Gütemaximum gerade am Ende des
MW-Bereiches bei 1.6 MHz statt wie hier bei 3.1 MHz erreicht würde.
Statt 110-160 läge die Güte dann bei 140-200. Dann hat man mehr Reserve
für die Belastung durch den Detektor. Ich werde das nochmal mit 60 statt
30 Windungen testen! Aber nicht mehr heute Nacht...
Josef L. schrieb:> im abfallenden Ast der Q-Kurve ist.> Dann steigt die Bandbreite zu schnell an
Hier zeigt sich deutlich, dass Fachwissen nicht dadurch ersetzt wird,
dass sich einer auf die stolzgeschwellte Brust trommelt
und lautstark verkündet, dass man kein Hochschulprofessor sein muss,
um Fachwissen zu haben und einen Detektor zu bauen.
Im ansteigenden Ast ist zwar die Bandbreite annähernd konstant,
aber dafür steigt der Resonanzwiderstand R=Q*Z quadratisch
(weil Q und Z=2pi*f*L beide steigen)
und jegliche optimale Anpassung ist schnell dahin,
was bedeutet, das Gerät wird unempfindlicher.
Bosch hat deshalb allein für den MW-Bereich
3 verschiedene Spulen jeweils im Gütemaximum benutzt.
eric schrieb:> Hier zeigt sich deutlich, dass Fachwissen nicht dadurch ersetzt wird,> dass sich einer auf die stolzgeschwellte Brust trommelt> und lautstark verkündet, dass man kein Hochschulprofessor sein muss,> um Fachwissen zu haben und einen Detektor zu bauen.
Ich versteh' nicht, was Sie schon wieder aufregt...
Sie sind Hochschulprof... und fühlen sich jetzt auf den Schlips
getreten, daß man Sie nicht fragt oder würdigt !?
Das hätten Sie doch gleich sagen können.
:-|
> Im ansteigenden Ast ist zwar die Bandbreite annähernd konstant,> aber dafür steigt der Resonanzwiderstand R=Q*Z quadratisch> (weil Q und Z=2pi*f*L beide steigen)> und jegliche optimale Anpassung ist schnell dahin,> was bedeutet, das Gerät wird unempfindlicher.
Das ein Schwingkreis über einen großen Abstimmbereich keine konstante
Güte hat... ist doch einigermaßen bekannt. Das wissen nicht nur
Akademiker, auch interessierte Amateure, Bastler und Fachleute.
> Bosch hat deshalb allein für den MW-Bereich> 3 verschiedene Spulen jeweils im Gütemaximum benutzt.
Und kleinere Drehkos. Und entsprechend andere Frequenzvariationen =
kleiner bemessene Abstimmbereiche.
Das kann man machen, wenn man die Schaltung entsprechend von Anfang an
auf möglichst gleichmäßige Güte/ Selektitivität/ Empfindlichkeit
konzipiert.
Das kann man alles bis ins kleinste durchrechnen.
Trotzdem muß man kein Hochschulprof sein, um Detektorempfänger zu bauen.
Viele Entwickler, Amateure und Bastler waren mit Sicherheit keine.
Entwickler schauten vor allem auch auf die Praktikabilität.
1 großen Wellenbereich in 3 aufteilen, mag eben genannte Vorteile
bringen, benötigt aber auch einen Wellenschalter, Bauteile und
Schaltmittel.
Und dann waren in dem preisgekrönten Detektor von Prof. Bosch auch noch
wahlweise 2 oder 3 Abstimmkreise anwählbar. Und weitere Anpaßmittel.
Das verkompliziert die Bedienung, die ohnehin schon kompliziert ist, die
aufwendigen "Primär- Sekundär- Tertiär- Empfänger" waren bereits
Dreikreisempfänger, und mit etlichen Anzapfungen der Spulen:
Antenneneinkopplung, Bandfilterkopplung, Detektorankopplung, sowie
zwischengeschalteten Drehkondenstaoren für Antennenanpassung und
Kopplungsgrade, sowie dem auch noch per Hand am Kristall einzustellenden
Detektor, war der Bediener schon Maschinist.
Und so sieht man eine solche Aufteilung... sehr selten. Ich selbst habe
nur 2 Empfänger, die eine solche Aufteilung bei Mittelwelle besitzen:
Telefunken "Arcolette" G31T und ein DDR- Kofferradio "Garant" aus den
80ern.
Anfangs wurden steckbare Wechselspulensätze verwendet, da gab es gewisse
Möglichkeiten, Bereiche weit zu unterteilen. Die Geräte sahen übrigens
gar nicht nach Empfänger aus, eher wie Schaltpulte für
MAschinensteuerungen, ein 1- oder 2- kreisiger Detektorempfänger für die
Marine war schon mal einen halben Meter hoch, etwa:
Telefunken "E5c" (52 cm hoch, 14 cm breit, 14cm tief, 18 Kg !)
Telefunken "E83" hatte schon Abmessungen eines Kühlschranks (540 x 910 x
840 mm) !!!
Die gewaltige Größe wurde mit den sehr großen Spulen begründet, die man
wählte, um hohe Güte zu erreichen, und ein Mindestabstand zu Trennwänden
mußte auch noch sein.
Hier wurde um jedes Zehntel an Güte gekämpft.
Siehe die historischen Geräte- intuitive Bedienung war da noch nicht
erfunden.
E5 (1 Kreis), E5c (2- Kreis), nur ein Detektorempfnänger, mit einer
Unmenge Wechselspulen.
Der E285 ist schon ein Röhrengerät- bei dem fällt aber der gewaltige
echselspulensatz auf, die linke Spule -wohl die Einkoppelspule- ist auf
einer Laufschiene verschiebbar.
Wie auch immer- was Herr Prof. Bosch baute...
...kann man machen, muß man nicht.
Es kommt auch auf die Bauteile an, die zur Verfügung stehen, die
begrenzt die Möglichkeiten.
Auch das muß eben bedacht werden. Dann muß man auch Kompromisse machen.
Und auch dazu muß man kein Prof sein.
Zigtausende Profis, Amateure und Bastler haben Detektorempfänger gebaut,
die keine Akademiker waren.
Prof. Bosch gibt übrigens 3 dB- Bandbreiten von 2,75 KHz bei 520 KHz,
11KHz bei 1 MHz und 14 Khz bei 1,6 MHz an- mit seinen 3 Kreisen,
aufgeteilten Bereichen und hochwertigem Spulenmaterial (HF- Litzen).
Ich habe bei meinen 2 Vergleichsgeräten (Baukasten- Detektor, aber mit
Luftdrehko, Ferritkern- Spulen, HF- Litzen vs. "Breadboard"-
Detektorempfänger mit historischen Teilen: siehe oben)
4 KHz (550 KHz), 20 KHz (750 KHz) und 35 KHz (1,4 MHz) gemessen
(Frequenzwahl wegen starker Störer anders), wobei der Baukasten-
Detektorempfänger, und zwar nur mit dem Kristalldetektor, und vor allem
der phantastischen Diode 1S79, diese Werte erreichte, und ich habe auch
Übertrager mit hohen Impedanzen in Verwendung (bei der Messung war es
nur eine Direktmessung hinter dem nahezu unbelastetem Detektor).
Ich denke, für nur 1 Kreis ist das gar nicht übel.
@eric, Sie können uns gern an Ihrer unendlichen Weisheit teilhaben
lassen, erleuchten Sie uns.
Aber vor allem: Machen Sie's besser !
eric schrieb:> dass sich einer auf die stolzgeschwellte Brust trommelt
Ich für meinen Teil wüsste nicht wo ich getrommelt hätte - ich habe
lediglich meine Messungen vorgestellt. Ja, und versucht, da ein gewisses
Fazit zu ziehen in Richtung Anwendung. Belastung des Schwingkreises
kommt als nächstes. Vielleicht wirft das alles über den Haufen.
Man könnte fragen: Wozu JETZT noch Detektoren bauen? Alles überholt!
SDR! Nein, hier ist sicher für einige der Weg das Ziel, und wenn was
Schönes rauskommt, umso besser. Aber man lernt dazu.
Was sollten wir stattdessen tun? In den Weiten des Web nach dem
ultimativen Blog PDF Buch zu fahnden, in die ultimativ beste
Hochschulvorlesung zum Bau von Detektorempfängern gehen? Alles dort
schon gesagt, geschrieben, ausgetestet - und tausende Beiträge, wo jeder
SEIN ultimatives Rezept gibt!
Und man muss nicht alles glauben. Von Fermi wird kolportiert, wenn er
von einer neuen Theorie gehört hat, hat er sich hingesetzt, Papier und
Bleistift genommen und alles selbst hergeleitet. Dann hat er den Artikel
genommen und verglichen und dem Autor einen netten Brief geschrieben.
Seien wir doch alle kleine Fermis!
eric schrieb:> Mohandes H. schrieb:>>> Da kann man sich natürlich jedesmal echoffieren,>> Aua!
Ups ... ich korrigiere: echauffieren natürlich! Um die wichtigen Dinge
in diesem Thread zu klären - "wer von euch ... der werfe den ersten
Stein" (kleiner legasthenischer Anfall) %-|
Ansonsten: interessante Aspekte über die Güte, muß ich mir nochmal in
Ruhe durchlesen.
Edi M. schrieb:> E-82-Primaer-Sekundaer-Tertiaer-Empfaenger.jpg
Das waren noch Empfänger! Nichts mit Einhandbedienung. Das konnten auch
damals nur wenige bedienen.
Edi M. schrieb:> Ich versteh' nicht, was Sie schon wieder aufregt...
Ich schrieb 4 Zeilen, Du 80.
> Trotzdem muß man kein Hochschulprof sein, um Detektorempfänger zu bauen.
Hab ich nicht gesagt, sondern nur dass man von ihm lernen kann,
das maximal Mögliche aus ein paar Mikrovolts heraus zu holen.
Josef L. schrieb:> Ich für meinen Teil wüsste nicht wo ich getrommelt hätte
Du warst ja auch gar nicht angesprochen.
> Wozu JETZT noch Detektoren bauen?
Wozu segeln, es gibt doch Motoren?
Im Bild übrigens meine Idee für den eigentlichen "Detektor" - eine aus
einer Kramtüte mit 100 Fast-Fake-Dioden "geborgte" Spitze, mal eben
unter den Flachbettscanner gelegt.
Mohandes H. schrieb:> Ups ... ich korrigiere: echauffieren natürlich! Um die wichtigen Dinge> in diesem Thread zu klären - "wer von euch ... der werfe den ersten> Stein" (kleiner legasthenischer Anfall) %-|
Nicht mal das- diese Schreibweise findet sich öfter, etwa hier:
http://ein-anderes-wort.com/ein_anderes_wort_fuer_eschoffieren.html
Das ist nicht direkt ein Rechtschreibfehler- es gab/ gibt nämlich
"Regeln für die Transkription fremdsprachiger Wörter ins Deutsche", die
auch mal geändert werden. Ich las diese "echauffieren"- Transkription
schon öfter.
Wie auch "Bulette" (eigentlich "Boulette"), Resümee (résumé).
Ja, ja, die Gallizismen... Die ollen Gallier sind nicht
unterzukriegen...!
Gab mal einen Chinesisches Staatsoberhaupt, ich erinnere mich an die
Schreibweisen Teng Hsiao Ping/ Deng Hsiao Ping/ Deng Xiao Ping/ Deng
Xiaoping.
Solche Kleinigkeiten gehen an Klüglingen wie @eric gelegentlich vorbei.
Mohandes H. schrieb:> Ansonsten: interessante Aspekte über die Güte, muß ich mir nochmal in> Ruhe durchlesen.
Wenn man sein Gerät von vornherein berechnet und danach baut, kann man
die Güte durchaus berücksichtigen, wie der genante Prof. Bosch, muß dann
aber auch Kompromisse eingehen.
Alternativ macht man es so, wie man es damals tat- unzählige Anzapfungen
und verstellbare Koppelglieder, so daß man die beste Einstellung dann
selbst einstellt- üblicherweise notierte man die komplizierten
Einstellungen (damals noch per Hand und Schreibstift !!!).
Mohandes H. schrieb:> Edi M. schrieb:>> E-82-Primaer-Sekundaer-Tertiaer-Empfaenger.jpg>> Das waren noch Empfänger! Nichts mit Einhandbedienung. Das konnten auch> damals nur wenige bedienen.
Eben darum.
Manche Empfänger hatten sogar einen Notizblock auf der Frontplatte.
Siehe angehängte Bilder.
Das Gerät hat der Funkpionier Eugen Nesper mit entwickelt. Eigentlich
ein Amateurempfänger, aber keine Kurzwelle, damals alles noch
langwellige Frequenzen.
Würde aber einer moderneren Amateurstation immer noch gut zu Gesicht
stehen, wie auch der bildschöne HP501... von 1918 (!), auch ein LW/MW-
Empfänger.
Und auch ich mache das, habe einen "Senderzettel", und zwar an einem
echten Amateurempfänger, Westinghouse "RC", steht bei mir auf dem
Buffet.
http://edi.bplaced.net/?Edi%27s_Radios___1922_Westinghouse_RC
(2 Folgeseiten)
Apropos Güte: Es gibt gelegentlich verblüffende Effekte, die auf der
Güte (bzw. deren Abwesenheit) beruhen... Kondensatoren, die die richtige
Kapazität haben, keine mit dem Ohmmeter meßbaren Isolationswiderstand,
aber... die Güte so mies ist, daß sie nicht funktionieren.
Wer's nicht glaubt- ich habe solche Exemplare. Das Radio, welches sie
enthielt, war total "taub", nach Austausch voll empfindlich.
http://edi.bplaced.net/?Grundlagen___Ach%2C_Du_meine_GUeTE..._%21_%3A-%29_Kondensatoren_mit_mieser_Guete&search=g%C3%BCte
eric schrieb:> Edi M. schrieb:>> Ich versteh' nicht, was Sie schon wieder aufregt...> Ich schrieb 4 Zeilen, Du 80.
Na ja... ich hoffe, Sie haben Sie nicht nur gezählt...
:-)
eric schrieb:>> Wozu JETZT noch Detektoren bauen?> Wozu segeln, es gibt doch Motoren?
Tja, stand hier auch schon: Just for fun.
Wie wär's mit... Mitmachen ?
Edi M. schrieb:> Regeln für die Transkription fremdsprachiger Wörter ins Deutsche
Besonders hübsch der Vergleich mit den "Regeln für die Transkription
französischsprachiger Wörter ins Türkische":
kuaför - otobüs - trafik - şose - endüstri - üniversite - etc.
Zum Schaltbild: SEHR interessant (im Hinblick auf meine letzte Messung)
die Bemessung des Drehkondensators mit 1700cm! Das sind 1870pF!
Josef L. schrieb:> Zum Schaltbild: SEHR interessant (im Hinblick auf meine letzte Messung)> die Bemessung des Drehkondensators mit 1700cm! Das sind 1870pF!
Ja, klar- die Spulen waren meist sehr groß im Durchmesser, tellergroße
Flachspulen oder Zylinderspulen auf Körper in Abwasserrohr-
Durchmessern, wenige Windungen, hochwertige Litzen- da mußte der Drehko
entsprechend größere Kapazität haben,
die Entwickler kämpften um jedes µ an Gµte.
:-)
Natürlich geht es auch anders- siehe Bild: Spule 3901 (DDR), AM- ZF-
Kreis, gerade mal 15 mm hoch, 7 x 7 mm Grundfläche, Q = 80.
Edi M. schrieb:> kann man die Güte durchaus berücksichtigen, wie der genante Prof. Bosch,> muß dann aber auch Kompromisse eingehen.> Alternativ macht man es so, wie man es damals tat- unzählige Anzapfungen
Bosch ist gerade KEINE Kompromisse eingegangen.
Er sagt auch, warum Anzapfungen ungünstig sind.
eric schrieb:> Bosch ist gerade KEINE Kompromisse eingegangen.
Eine Aufteilung in kleinere Bereiche ist schon ein Kompromiß.
> Er sagt auch, warum Anzapfungen ungünstig sind.
Ja, ich auch, fall's Sie's überlesen haben: Zusätzliche Schaltmittel
(und Aufwand).
Würde gehen, wenn man Mehrebenen- Schalter und Mehrfach- Drehkos
verwendet.
Da muß aber auch sorgfältig berechnet werden, damit die Kopplung nicht
die Werte vergeigt.
Dieser Oster-Thread hat inzwischen 280 Beiträge! Das bedeutet, daß jede
Menge Leute Interesse an alten (Geradeaus-) Empfängern haben, an Spulen
hoher Güte, an Drehkondensatoren, usw. Und das im Zeitalter von SDR.
Vielleicht auch gerade - es macht doch viel mehr Freude einen selbst
gebastelten Empfänger vor sich zu haben als ein SDR, wo man letztlich
kaum weiß was darin passierrt (oder man muß eben tief in die Materie
einsteigen).
Das macht Lust, einen Thread für Audions aufzumachen. Oder
Direktempfänger, Pendel- oder Reflexempfänger oder noch andere 'Exoten'.
Nun beginnt der Frühling, die Zeit für den Garten und überhaupt die Zeit
wieder mehr in der Natur zu verbringen. Solche Dinge wie ein Audion ist
ja auch ein fast unerschöpfliches Thema für sich und bei mir eher
Herbst- & Winterprojekte für lange Nächte.
eric schrieb:> Edi M. schrieb:>> Ja, ich auch,..>> ..aber falsch.> Anzapfung verringert den Demodulations/Wirkungsgrad.
Mit Sicherheit ist das nicht falsch !
Jahrzehnte hat man das so gemacht.
In vielen Fällen ist die Anzapfung sogar nötig, weil der Schwingkreis
durch den Detektor so stark bedämpft wird, daß ein Betrieb des Detektors
gar keinen vernünftigen Empfang bringt, Trennschärfe Null, nur ein
Sendermatsch !
Wenn da einige Prozent Wirkungsgrad verlorengehen... ok, aber das wäre
dann bei den nur noch empfangbaren starken Sendern gar nicht zu bemerken
!
Es ist schon gut, wenn man auf die Anzapfung verzichten kann, das spart
eine Menge Arbeit und Kontaktprobleme an Schaltern.
Genausogut tut es... eine losere Kopplung über eine verschiebbare/
drehbare Extra- Wicklung oder einen stellbaren Kondensator.
Und wenn man auf die auch verzichten will.. auch das geht.
Steht bei mir: Ganz wichtig ist das Demodulator- BHauelement- bei mir
sind genau 3 Bauelemente in der Lage, DIREKT am Schwingkreis zu
demodulieren.
3. GAZ16
2. Kristalldetektor Bleiglanz/ Stahl
1. 1S79
Kann ich mit meinen beiden Geräten gut demonstrieren. Vor allem die
geringe Trennschärfe der weniger geeigneten Dioden- und da hat R. Berres
die Anzapfung/ lose Kopplung für dese BAuteile empfohlen, und es
funktioniert, allerdings ist die Ausbeute geringer.
http://edi.bplaced.net/?Edi%60s_Specials___Special%3A_Detektorempfaenger_und_ihre_Schaltungstechnik-_Schaltungssammlung___Edi_baut_einen_Kristalldetektor-_Empfaenger%2C_Teil_9%2C_Vergleichsgeraet_Baukasten%2C_Testaufbau%2C_Messungen
Infos dazu:
https://www.radiomuseum.org/forum/die_trenneigenschaften_des_empfangsgleichrichters.html
Geeignete Bauteile muß man aber erst mal haben. Der Kristalldetektor ist
bezügl. Trennschärfe ein gehöriges Stück besser als die GAZ16.
Und die japanische Diode ist absolut Spitze.
Übrigens gibt es die, in einer moderneren Form- ob die genauso gut ist,
weiß ich nicht.
Alles ist ein Kompromiß- mit oder ohne Anzapfungen.
Schon seit es den (Röhren-/ Transistor-) Superhet gibt, sieht man einen
sehr großen Kompromiß- den Gleichlauf- denn es ist keiner, der stimmt
nur an 1, 2 oder 3 Punkten.
Trotzdem hat man 100 Jahre konventionelle Super so gebaut (und tut's
wohl noch).
Ich habe inzwischen meine 64mm-Spule auf 64 Windungen erweitert, hat
jetzt 53 mm Länge und nach den Messungen 187µH ± 1%; die verschiedenen
Formeln ergeben 190...193µH. Anbei die Messungen der Resonanzfrequenzen
und Bandbreiten mit verschiedenen Parallelkapazitäten. Bis etwa 2.3 MHz
steigt die Güte bis auf 200 an, wobei sie im LW-Bereich zwischen 100 und
120 und im MW-Bereich zwischen 145 und 195 liegt. Bis 9 MHz wäre sie
noch bei abnehmender Güte zu gebrauchen, danach tauchen parasitäre
Resonanzen auf.
Edi M. schrieb:> allerdings ist die Ausbeute geringer.
q.e.d.
Fachwissen ist eben durch Trommeln nicht zu ersetzen.
Ist im Aufsatz von Bosch alles genau erklärt,
man muss es nur lesen und verstehen (wollen).
> Ganz wichtig ist das Demodulator- BHauelement
Die Hörschwelle des menschlichen Ohres liegt bei ca.
0,000 000 000 000 1 Watt,
das entspricht ca. 10 Mikrovolt an einer Antenne 1 kOhm.
Wenn es gelänge diese elektrische Energie verlustfrei
in akustische Energie zu verwandeln,
bräuchten wir keine Verstärkerradios.
Und wo geht die Energie verloren? Im "Demodulator- BHauelement"!
Der Erfolg eines Detektorradios steht und fällt
mit dem (miserablen) Wirkungsgrad der Energieumwandlung.
Dazu gehört die genaue Kenntnis des Demodulationsmechanismus
in der Diode und der Anpassung der Komponenten des Gerätes
untereinander.
Die oben gezeigten Diodenkennlinien im Voltbereich
sind dabei ohne Bedeutung. Entscheidend ist der Kennlinienverlauf
wenige Mikrovolt um den Nullpunkt herum,
denn dort wird die Musik gemacht.
Steht alles im Aufsatz von Bosch,
man muss es nur lesen und verstehen (wollen).
Mohandes H. schrieb:> Das macht Lust, einen Thread für Audions aufzumachen. Oder> Direktempfänger, Pendel- oder Reflexempfänger oder noch andere 'Exoten'.
Könnte man durchaus machen- einige Bereiche haben noch viel Potential,
etwa Perndelempfänger, diese nämlich für AM fit zu machen.
Problem dabei: Kaum jemand nimmt mal selbst den Hammer in der Hand-
schlaue Beiträge, aber fast nur von Leuten, die mal was gehört oder
gelesen haben, Selbstbau... meist Fehlanzeige. Ausnahmen bestätigen die
Regel.
Dabei ist das einfach machbar, und dabei ist ein Garten sogar hilfreich-
da baue ich meine Gehäuse.
Ich verwende auch nur 2 Maschinen: Akkuschrauber und Flex
(Winkelschleifer). Inzwischen habe ich euch eine elektrische Laubsäge-
Straßenfund. Eine Laubsäge, eine richtig aggressive Schruppfeile, eine
etwas zahmere, ein kleiner und ein großer Schraubstock und ein Hammer-
das war's schon an Werkzeug. Holz für ein Gehäuse- Baumarkt- Sperrholz,
Schrankwandteile, alte Holzmöbel, da kriegt man schöne Sachen zusammen.
Bilder: Eine Auswahl, was man bauen kann.
Das hochglänzende, dunkelbraune Gerät ist nur aus 5 auf den Spermüll
geschmissenen Schrankwand- Schubfächer- Frontseiten zusammengesetzt. Die
Zierleisten waren so dran !
Nur die Kanten der Unterseite sind lackiert- die Schrankwandteile waren
bereits so !
(Dieses Gerät hat mein Freund J. Fischer, der die Traumradios baut, aus
den 5 Teilen zusammengesetzt, ich kann mit meinen Maschinen nicht so
absolut perfekt Löcher ausschneiden und auf Gehrung sägen).
Das andere Gerät ist komplett mein Eigenbau- Baumarkt- Sperrholz, und
ein paar Zierleisten. Alles per Hand, mit der Laubsäge.
Die Skalenblende: dünnes Sperrholz, goldlackiert.
Die Skalenverkleidung ist eine "Uhren- Lünette", die gibt es im
Versandhandel (17 Eu).
Der Zeiger... Kupferdraht.
Der Knopf in der Mitte: Ein Manschettenknopf.
Das Skalenblatt: Eine abfotographierte Skale eines existierenden Radios,
mit Bildbearbeitung etwas schick gemacht, gedruckt, und das Papier
anschließend mit der Laminiermaschine fest und hochglänzend gemacht, da
strahlen die Farben auch gleich.
Der Lautsprecherring: Muster mit der Laubsäge ausgeschnitten.
Das Chassis: Eine Brückenchassis- Konstruktion, die ich mal sah, aber
als Radio so wahrscheinlich nie gebaut wurde.
Wenn jemand Lust hat- ein Audion zu bauen- ich würde mich freuen.
Wer herausfindet, welche Skale/ Blende das Vorbild für meine
Konstruktion war, und welches das Latsprechermuster- dem spendiere ich
einen Spulensatz und einen Drehko aus alter Zeit, unbenutzt, kein
Elektron jemals durchgewutscht.
eric schrieb:> bräuchten wir keine Verstärkerradios.
Naja, wenn man im schallisolierten Raum sitzt vielleicht. Der
Unterschied zwischen "Hörschwelle" und einer normalen
Umgebungslautstärke ist so groß, dass trotzdem eine Verstärkung
notwendig ist. Sonst wäre sie nicht erfunden worden.
eric schrieb:> Steht alles im Aufsatz von Bosch,> man muss es nur lesen und verstehen (wollen).
Was gehen Sie mir denn nun schon wieder auf den Sender ?
Was interessiert mich der Aufsatz des Herrn Bosch ?
Das ist nicht der Papst der Detektortechnik !
Er hat was anders gemacht, ja, hat ein gutes Gerät hinbekommen, einen
Preis abgegriffen- toll, das sei ihm unbenommen. Aber was Neues war das
ja auch nicht.
Zigtausende haben Detektorempfänger auch ohne die Ausführungen des Prof
hinbekommen, und nicht schlecht. Ich denke, auch mkeiner muß sich nicht
verstecken, und Josef L. wird das auchn hinbekommen, ohne Ihr Geseire.
Und jetzt:
Zeigen Sie mal, was SIE können, anstatt hier zu trollen !
Josef L. schrieb:> eric schrieb:>> bräuchten wir keine Verstärkerradios.> Naja, wenn man im schallisolierten Raum sitzt vielleicht. Der> Unterschied zwischen "Hörschwelle" und einer normalen> Umgebungslautstärke ist so groß, dass trotzdem eine Verstärkung> notwendig ist. Sonst wäre sie nicht erfunden worden.
Ganz unrecht hat er nicht- wenn die Umgebungslautstärke gering ist- es
wurde ja gemacht.
Aber mit heutigen Boxen, da müßte der Wirkungsgrad größer als 1 sein.
Irgendwie lebt der Mann auf einem anderem Planeten, da geht das wohl.
Mohandes H. schrieb:> Dieser Oster-Thread hat inzwischen 280 Beiträge! Das bedeutet, daß jede> Menge Leute Interesse an alten (Geradeaus-) Empfängern haben
Das ist in aller Welt so. Die Schwemme an Bauvorschlägen
für einfache Radios ist im Internet unüberschaubar.
Speziell für Detektor-/Crystal-Radios gibt es eine weltweite
Fangemeinde.
Es hat eben seinen eigenen Reiz, aus dem bisschen Energie,
das die Antenne liefert, das Maximale heraus zu holen.
Ich nenne nur 2 Namen:
Burkhard Kainka, der ein eigenes Buch 'Detektor-Empfanger'
veröffentlich hat
Dave Schmarder, dessen Forum 'TheRadioBoard' eine deutsche Abteilung
hat:
http://theradioboard.com/rb/viewforum.php?f=7&sid=9e80e731b9b4e58d22cb8506e625085d
wo auch die Bezugsquelle für das Kainka-Buch genannt wird.
Ich kann allerdings nicht sagen, ob das Kainka-Buch was taugt.
Aber meist ist der B.K. ok.
eric schrieb:> Steht alles im Aufsatz von Bosch,> man muss es nur lesen und verstehen (wollen).
Mittlerweile hat nun jeder hier mitbekommen, daß es einen Prof.Bosch
gibt der einen umfangreichen Artikel zum Detektor geschrieben hat und
auch nach seinen Überlegungen offensichtlich einen recht aufwändigen
Detektorempfänger gebaut hat. Damit ist es aber nun auch mal gut.
Deshalb geh uns hier nicht weiter auf den Zünder und laß endlich mal
diese Lobhudeleien auf den den Prof. sein, denn das braucht er ganz
bestimmt nicht.
Viel besser wäre es, wenn Du mal an Stelle Deiner substanzlosen und
teilweise auch recht überheblichen Posts mal was Substanzielles, also
mal was Eigenes, beitragen würdest. Da werden wir wohl aber lang warten
müssen, denn Dergleichen wird es bei Dir geben. Bisher größtenteils nur
heiße Luft.
Wenn Du nichts Konstruktives beizutragen hast, dann halte einfach mal
die Griffel still und mache nicht diesen informativen Thread kaputt.
Edi M. schrieb:> Ich verwende auch nur 2 Maschinen: Akkuschrauber und Flex> (Winkelschleifer). Inzwischen habe ich euch eine elektrische Laubsäge-> Straßenfund. Eine Laubsäge, eine richtig aggressive Schruppfeile, eine> etwas zahmere, ein kleiner und ein großer Schraubstock und ein Hammer-> das war's schon an Werkzeug. Holz für ein Gehäuse- Baumarkt- Sperrholz,> Schrankwandteile, alte Holzmöbel, da kriegt man schöne Sachen zusammen.
z.B. einen Bollerwagen, aber keinen Rennwagen.
Das ist eben der kleine Unterschied.
offtopic: Grad ist auf HR-TV eine schöne Sendung über die Uckermark.
zwischen Spulenmessen und Kochen brauche ich auch mal Ablenkung vom
Hobby.
@edi:
Toll was du bzw. dein Kumpel mit Hammer und Si-, äh, Säge hinbekommt...
Zur Skala habe ich noch keine Idee, müsste USA um 1935 sein.
eric schrieb:> z.B. einen Bollerwagen, aber keinen Rennwagen.> Das ist eben der kleine Unterschied.
Ja, das glaube ich, das werden Sie nicht bringen, dazu gehört schon mehr
als eine große Klappe.
Josef L. schrieb:> Grad ist auf HR-TV eine schöne Sendung über die Uckermark.> zwischen Spulenmessen und Kochen brauche ich auch mal Ablenkung vom> Hobby.
Messen Sie nicht zu viel... "wer viel mißt, mißt viel Mist....
Irgendwann hängt man dann mit trüben Augen vor dem Basteltisch- alles
verschlimmbessert.
Einbauen, anschließen, probieren. Und dann, wenn's richtig gut
funktioniert, messen, und die Werte zeigen.
Josef L. schrieb:> Zur Skala habe ich noch keine Idee, müsste USA um 1935 sein.
Dicht dran.
Aber Firma und Modell sollte sein, auch beim Lautsprechermuster.
Rudi Carrell: "Das... wäre Ihr Peis gewesen !"
(Abwärtston aus den Bühnenboxen...)
:-)
https://www.youtube.com/watch?v=-MqeYimQFiQ
(Minute 7:12)
eric schrieb:> Fachwissen ist eben durch Trommeln nicht zu ersetzen.> man muss es nur lesen und verstehen (wollen).
Ja Eric, haben wir jetzt langsam wohl alle verstanden - auch so einer
mit 2-stelligem IQ wie ich %-)
Edi M. schrieb:> Wer herausfindet, welche Skale/ Blende das Vorbild für meine> Konstruktion war, und welches das Latsprechermuster
Keine Ahnung. Die Frequenzanzeige aus dem alten Barometer ist jetzt
nicht so meins - die Geschmäcker sind eben verwschieden, zum Glück. Was
mir hingegen sehr gefällt: der Lautsprecherausschnitt daneben.
Anbei ein Lautsprecherausschnitt für mein nächstes Küchenradio. Mühselig
mit Laubsäge ausgesägt, dahinter kommt noch ein Lautsprecher-Stoff (und
ein alter Lautsprecher). Inspiriert hat mich ein Gerät aus den 20er (ich
glaube 'Nora-Sonnenblume').
Das Radio selber wird ganz simpel mit 2 oder 3 Röhren. Hauptsache als
Küchenradio empfängt es ein paar Sender. Und: ich möchte möglichst nur
alte Bauteile verbauen.
Im Gegensatz zu meinem KW-Empfänger, bei dem ich die Grenzen ausloten
möchte, spielen hier die Empfindlichkeit und Trennschärfe keine Rolle.
Wirklich schöne Laubsägearbeiten postet ihr hier! Während andere das
ruck-zuck aus dem 3D-Drucker plumpsen lassen. Wenn man damit allerdings
Bakelit drucken könnte, wäre das überlegenswert.
Mohandes H. schrieb:> Die Frequenzanzeige aus dem alten Barometer ist jetzt> nicht so meins
Ich meine aber nicht die "Skale" des Detektors, sondern die im Beitrag
vom 10.04.2021 19:47. Die hat nichts mit einem Barometer zu tun.
Edi M. schrieb:> DAS ist Nora's "Sonnenblume".
Wurde das damals schon mit Deppenapostroph geschrieben?
Ich denke mal, die Deppen haben sich erst später entwickelt.
Der sogenannte "Deppenapostroph" hat diesen Namen erhalten, weil es
eigentlich immer irgendwelche Deppen gibt, die meinen, Deutschunterricht
abhalten zu müssn. So Deppen halt, die sonst nichts beizutragen haben.
Zum Thema Ostern - vielleicht mal wieder Detektorempfänger? mal meine
Empfangsergebnisse aus dem Jahre 1983.
Selbstgewickelte Flachspule auf Karton, "Quetscher" vom Conrad, die
nannten die halt so. Historischer Kopfhörer "Telaku" vom Flohmarkt,
verschiedene ausgeschlachtete Ge-Dioden von der Hausmülldeponie
(Schlachtplatinen) OA79, AA132, OA95.
Alles schön montiert auf und in einer hölzernen Zigarrenkiste.
Zimmerantenne 6 Meter zusammengetüddelte Kabelreste, Erde an Heizkörper.
Funktion auf Anhieb, aber sehr, sehr leise (Antenne im Haus, draussen
durfte ich nicht).
DLF auf etwa 549kHz ging immer, oberer MW-Bereich wurde alles
niedergebrüllt von Radio Vatikan.
Trotzdem eine für mich wichtige Erfahrung, "es einfach mal gemacht zu
haben".
Edi M. schrieb:> Aber Firma und Modell sollte sein
hm... eric schweigt, also ist er nicht an alten Bauteilen interessiert,
oder es ist nicht sein Fachgebiet. Ich weiß leider auch nicht auf
Anhieb, was es genau ist. Schnell-Quergucken auf G00gle-Bildersuche und
Radiomuseum (>2800 Firmen in USA, pro Jahr >>1000 Modelle, aber nur die
ersten 500 werden gezeigt) und (ha!) 60-(Sekunden?)-Skala außenrum
deutet auf die Firma Zenith (USA), aber ich finde nur Modelle mit LW,
MW, Tropenband aber nicht mit LW, MW und 2xKW. Die Skala vom Modell 9S30
Ch= 5903 sieht so aus, aber es fehlt die LW-Skala...
Außerdem löse ich hiermit mein Sendemasten-Rätsel - ohne Preisauslobung
- es ist Sélestat im Elsass.
Edi M. schrieb:> Lautsprechermuster
noch keine Ahnung! Krimi ist im Moment interessanter :-)
Abgesehen davon lief nebenher noch eine Messung mit dem
500pF-Papierdrehko (wie Mohandes Post 05.04.2021 19:13 Nr. 1): Ich habe
jetzt nicht mit 187µH auf den Kapazitätswert rückgerechnet, kann ich
aber noch. Ganz rechts die aus der letzten Messung ermittelten Gütewerte
des Schwingkreises mit Styroflex-Kond., und wenn deren Q=200 oder
ähnlich ist, hier als unendlich angenommen, resultieren daraus die in
der letzten Spalte stehenden Gütewerte für den Drehko. Die liegt also
bei den höheren Kapazitätswerten um 200 und geht auf etwa 140 am
hochfrequenten Ende zurück. Das Kapazitätsverhältnis ist 22:1, bei ca.
500pF am Anfang also 22.5pF am Ende. Aber dass Q ao niedrig ist hat mich
überrascht.
OK, Krimi zuende, morgen Sonntag...
Nette Idee, eine Radioskale als Uhren- Hintergrund... aber ich verwende
ja auch eine Barometer- Skale für das Detektor- Abstimmgerät.
Eigentlich wären 4 Radiomodelle für die Skale als Vorbild möglich. Es
gibt mehrere Gestaltungs- Versionen.
Hier nochmal die Aufgabe: Ein Radio (unten abgebildet) hat Skale, Blende
und Lautsprechermuster von Vorbildern.
Welche ? (Hersteller, Gerätetyp)
Für die Skale wären 4 Typen möglich, Lautsprecher einer.
Bilder angehängt, ich hoffe, unbrauchbar genug für Bildersuche... :-)
*************************************************
Wer es harausfindet, gewinnt 1 Audionspulensatz + 1 Abstimmdrehko,
Anfang 30er Jahre, ich habe mehrere zur Wahl, teilweise unbenutzt, kein
Elektron jemals durchgewutscht.
*************************************************
Die Teile stammen aus einer Radiowerkstatt, die bis Anfang der 70er
Jahre in der Berliner Samariterstraße existierte, die Teile hatte der
Besitzer in den 30er Jahren in einem Laden im Ruhrgebiet, und hatte sie
noch über den Krieg gerettet.
Die Teile lagerten in seinem Keller, bis sie sich Klein- Edi durch
Schaufensterscheiben- Putzen verdient hatte, damals noch mit Seife,
Lappen und Unmengen Zeitungspapier. Und Stöhnen...
Die Teile lagerten 40 Jahre im Keller des Ladens, seitdem bei mir, in
Kartons.
Sie sind also 90 Jahre alt, sehen nicht mehr neu aus, die Kontakte von
Schaltern sind schon durch die Zeit oxydiert, etwas Pflege wäre nötig.
Manchmal sind an den Spulen "abbe Drähte", die ganz Dünnen, entweder
waren es reklamierte Teile, oder der Zahn der Zeit, die Teile waren
jedoch nie verbaut gewesen, die Anschlüsse sind jungfräulich unbelötet.
Zu einigen Spulensätzen habe ich den Beipackzettel, siehe Beispiel der
Neumann- Spulensatz, der auch mit bei ist.
Da stand noch nicht auf den Beipackzetteln, daß man den Arzt oder
Apotheker befragen soll, oder daß man sein Hundchen nicht in der
Mikrowelle trocknet.
Manche Spulensätze sind nur Spulen auf einem Träger, haben also keinen
Wellenschalter. Die Wellenbereiche sind unterschiedlich, ein Spulensatz
ist nur eine KW- Audionspule.
Pflicht ist Bericht (über den Bau des Audions).
Es gibt keinen Rechtsweg. Es entscheidet Edi, dann Gott.
Dazu gibt es noch eine schöne Skale zum Ausdrucken, ich habe viele
Vorlagen zur Wahl.
Einer der im Vor_ Beitrag gezeigten Spulensatz- Typen ist in einem
Versuchsgerät, nämlich einem Pendler- einem AM- Pendler, für die, die's
nur neudeutsch raffen: "superregenerative receiver".
Und trotz aller Unkenrufe ist sauberer AM- Empfang mit dem Pendler
möglich, angehängt Audios vom Durchstimmen. Sender neben Sender, kein
Aufjaulen durch Hochziehen der Rückkopplung.
1. und 2. Audio: Durchstimmen auf Kurzwelle, ganzer Bereich (ca 49 m-
25m), 3. Audio: Durchstimmen auf Mittelwelle.
Kein Video, ich hatte damals keine Kamera, die das kann.
Ich denke, das ist schon Empfang "nah am Superhet".
Nur mit 1 Schwingkreis (der Spulensatz hat 3 Spulen, weil 3
Wellenbereiche, es ist jeweils nur eine Spule in Betrieb)
Der Versuchsaufbau ist erweitert, ich wollte noch weitere Versuche
machen, aber ich habe mich noch nicht weiter mit dem Gerät beschäftigen
können.
Auch das Pendler- Prinzip bietet noch jede Menge Spielraum.
Ich habe ein seltenes Buch von Whitehead: "Superregenerative receivers",
das sind sehr aufwendige Schaltungen beschrieben, mit 7- 9 Röhren.
Sehr viel Aufwand, um mit nur 1 Schwingkreis hohe Trennschärfe zu
erreichen- aber- es funktioniert !
Hier der Input dazu (viele Folgeseiten !)
http://edi.bplaced.net/?Projekte___Forschungsprojekt-_Untersuchungen_an_Audion_und_Pendler
Hallo Edi, deine mp3-Beispiele zeigen einerseits schön was so ein Altbau
leisten kann, aber auch warum das Audionprinzio mit Rückkopplung, ob NF,
HF oder beides, sich schnell totgelaufen hat: Jeder kennt das Geräusch
von quietschender Kreide auf der Schultafel und kann es nicht ausstehen.
Ein Audion kannste halt nicht in der Mitte durchbrechen, du kannst es
nur gegen einen Super austauschen.
Anbei noch eine Messreihe mit einem meiner "normal" großen Pappdrehkos
aus der Tüte, nach 1 Minute Auf- und Zudrehen war er gebrauchstüchtig
und hat auch etwa 500pF Maximalkapazität, Kapazitätsverhältnis 100:1,
aber im MW-Bereich liegt Q nur zwischen etwa 60 und 120. Mit
entsprechendem Serien- und Papallelkondensator zur Bereichsanpassung
lässt sich das noch geringfügig aufbessern, wenn man Styros verwendet.
Vielleicht kann ja jemand die Daten in seine eigenen Planungen mit
einbeziehen, zumindest im Hinterkopf...
Grade wurde in "Bares für Rares" (Wiederholung) ein Empfänger mit der
berühmten ersten Mehrfachröhre 3NF gezeigt, Expertise sagte 900-1000
Euro, bekommen hat der Verkäufer immerhin 700€.
Josef L. schrieb:> Grade wurde in "Bares für Rares" (Wiederholung) ein Empfänger mit der> berühmten ersten Mehrfachröhre 3NF gezeigt, Expertise sagte 900-1000> Euro, bekommen hat der Verkäufer immerhin 700€.
Für 200 unter Schätzwert hätte ich es wahrscheinlich nicht hergegeben.
So etwas dürfte mittlerweile sehr selten sein. Nu gut man muß so etwas
natürlich auch schätzen und irgendwie einen Bezug dazu aufbauen können
und daran wird es heute eben auch mangeln.
Ich habe jetzt noch eine alte kleine Spule aus Litze auf 7mm-Stiefelkern
zum Ausmessen, mal ohne Kern, dazu 2 verschiedene Kerne. Weiß jemand,
wie man die Farben auf der Oberseite deutet? Oder ist das gar
herstellerabhängig?
Und um Rückfragen wegen der nordamerikanisch-indigenen Bezeichnung des
Papierdrehkos auf der letzten Tabelle zuvorzukommen, im 2. Bild die
Auflösung!
Josef L. schrieb:> Hallo Edi, deine mp3-Beispiele zeigen einerseits schön was so ein Altbau> leisten kann, aber auch warum das Audionprinzio mit Rückkopplung, ob NF,> HF oder beides, sich schnell totgelaufen hat: Jeder kennt das Geräusch> von quietschender Kreide auf der Schultafel und kann es nicht ausstehen.> Ein Audion kannste halt nicht in der Mitte durchbrechen, du kannst es> nur gegen einen Super austauschen.
Was Sie da hören, würde ein Super doch auch genauso hörbar machen !
Heutige AM- Teile vopn Radios haben auch keine 9 KHz- Sperre mehr-
Aber der letzte Satz:
DAS ist es, was ich meine: Das Audion oder Pendelaudion aufzubohren, und
zwar so, DAß es eben dem Super (fast) gleichkommt.
Da geht nämlich noch einiges.
Das hat man nicht mehr weiter verfolgt.
So hat man nie eine Regelung hinbekommen, die den allerallerkürzesten
Abstand VOR dem Schwingeinsatzpunkt zuverlässig und auf's µ fixiert.
Geht nicht ?
Geht ! Es gibt mehrere Lösungen.
Es hat nur keiner gesucht.
Zig Bauanleitungen für Pendler... fast alle UKW, oder Fernsteuerzeug auf
27 MHz, aber Pendler auf AM- Rundfunk... Geht nicht ?
Geht ! (siehe Audios).
Es gibt mehrere Lösungen.
Es hat nur keiner gesucht.
Spitzentransistoren, längst vergessen, unstabil, sich gelegentlich
selbst abwürgend /(weil es Veigentlich Thyristoren sind).
Zu nix zu gebrauchen.
Geht nicht ?
Die Dinger haben einige besondere Eigenschaften.
Es hat nur keiner gesucht.
Zumindest einige Ansätze habe ich schon gemacht, meine Zeit ist immerhin
begrenzt.
Und einen Nobelpreis gibt's auch nicht.
Aber macht Spaß.
Vielleicht hat der eine oder andere doch Lust, sich die Finger am
Lötkolben zu verbrennen.
Josef L. schrieb:> Anbei noch eine Messreihe mit einem meiner "normal" großen Pappdrehkos> aus der Tüte, nach 1 Minute Auf- und Zudrehen war er gebrauchstüchtig> und hat auch etwa 500pF Maximalkapazität, Kapazitätsverhältnis 100:1,> aber im MW-Bereich liegt Q nur zwischen etwa 60 und 120.
Die Werte halte ich für normal.
Und:
Selbst wenn man jetzt Werte ermittelt, mit denen es eine richtig gute
Lösung gibt, hat man das Problem, die passenden Teile zu bekommen, Wie
Sie feststellten, hatte ein Gerät ein Drehko mit über 1700 pF.
Alternativ... muß man doch wieder Kompromisse machen, und landet bei
solchen Lösungen, wie dem beschriebenen Detektorempfänger des Prof.
Bosch, eine Konzeption mit unterteilten Bereichen. Dann eben wieder mit
den Nachteilen- mehr Bauteile, Schaltkontakte, die Probleme machen
können, u. v. m. Oder man baut mit Steckspulensätzen, gab es ja auch,
wie oben gezeigt. Oder man nimmt modernste Materialien, etwa
Ferritkernspulen.
Gibt auch da viele Lösungen.
Auch meine Drehkos sind in normalen Größenordnungen, ob Mehrfachdrehkos
parallel etwas bringen, bezweifle ich, weil die Anfangskapazität höher
ist, dann hat man wieder eine geringere Frequenzzvariation.
Ich halte die auch von der Industrie angewandte Methode immer noch für
die beste Methode- nicht mehrere Spulen mit Bereichen, sondern eine, mit
vielen Anzapfungen, Kondensatoren mit zuschaltbaren Parallelkapazitäten,
variable Kopplungen über Drehkos, Variometer oder verschiebbare
Koppelspulen.
Erreicht den gleichen Zweck- man bekommt einen optimalen Punkt mit der
Güte, die man anstrebt, und da man ja nun kein Gerät baut, welches
Einhandbedienung ermöglicht, hat man dann eben etliche Steuerelemente
und einen Notizblock.
Edi M. schrieb:> ob Mehrfachdrehkos parallel etwas bringen
Auf jeden Fall! Wenn bei einem 3-fach-Drehko alle 3 Pakete gleich sind,
hat die Parallelschaltung die 3-fache Anfangs- und die 3-fache
Endkapazität eines einzelnen Systems und damit dasselbe
Anfangs-End-Verhältnis. Güte bleibt gleich. Probleme bekäme man nur mit
einem Doppeldrehko für einen Super, bei dem das 2. Plattenpaket für
460kHz höher ausgelegt ist, also 980-2070kHz und damit statt 10:1 nur
4,5:1 aufweist. Ja, gut, sie haben normalerweise etwas mehr, der eine
geht von 30-500pF, der andere von 30-350pF, mal grob geschätzt, und
Trimmer parallelgeschaltet.
Zur Rückkopplung:
Problem sind ja offenbar das Davonlaufen, ob thermisch oder mechanisch
(zB Drehkoisolation, Plattenabstand, grade in den "Quetschern"), und
Beeinflussung des Schwingkreises von außen, a la "Theremin" (nicht zu
verwechseln mit "Luftgitarre / Air guitar" - wer es hören möchte: morgen
abend "Inspector Barnaby" einschalten!
Josef L. schrieb:> Zur Rückkopplung:> Problem sind ja offenbar das Davonlaufen, ob thermisch oder mechanisch
Und vor allem der nicht konstante Punkt des Schwingeinsatzes über den
gesamten Bereich.
Das ist einigermaßen in den Griff zu beokommen, und auch nötig.
Besser wäre eine Regelung, die auf einen Punkt extrem kurz vor dem
Schwingeinsatz fixiert.
Nur... gibt es (bisher) keine meßbare (Regel-) Größe, die mit genau
diesem Punkt verknüpft ist.
Ich habe mehrere entdeckt- aber mich noch nicht weiter damit
beschäftigt.
Wie geschrieben- da kann man noch viel machen.
Da muß man dann aber schon etwas Zeit nvestieren.
Vielleicht geht es aber auch nicht.
Eine Theorie muß an der Erfahrung scheitern können.
Ob's geht oder nicht, weiß man erst, wenn man es probiert.
Edi M. schrieb:> Ob's geht oder nicht, weiß man erst, wenn man es probiert.
Ja, siehe "Alle haben gesagt es geht nicht, bis einer gekommen ist und
es gemacht hat".
Audion:
Ich habe in meinem Mini-Fundus eine passende Röhre gefunden, aber sie
steht nicht in der RTT von 1968. Die Bezeichnung ist A411, das ist
mittig gedruckt, da fehlt nichts davor oder dahinter. Lt. Tabelle gibt
es aber nur A415=A408=RE084, A409=RE074, A4110=REN904.
Josef L- Treffer !!!
Gratuliere !
Nächste Woche gehen die Teile auf die Reise, ich bin nämlich gleich auf
Arbeitstour.
Suchen Sie sich einen der Spulensätze und einen Drehko aus.
Skalenvorlagen habe ich per Mail geschickt.
Edi
Gerhard O. schrieb:> was eigentlich den speziellen "Klang"
naja, da wäre der Mirofonie-Effekt (die Röhre schwingt im Takt mit, es
änern sich Abstände, dadurch Kapazitäten und Ströme, bei direkt
geheizten Röhren schwingt sogar der Heizdraht mit. Dann die Art der
Kennlinie, der spezielle Frequenzgang der alten Kondensatoren und
NF-Übertrager (Trafos), Brummeinstreuungen, Rauschen, und der durch die
Schaltungsauslegung meist höhere Klirrfaktor, d.h. mehr Oberwellen,
würde ich mal sagen.
Aber zu den Röhrenpreisen: Wenn ich meine paar alten Röhren zu den
Preisen losbekäme wäre fürs Alter ausgesorgt...
Und hier noch die Messung der Stiefelkernspule. Ein Eisenpulverkern
erhöht die Induktivität von cs. 420 auf 650µH und die maximale Güte von
knapp 120 auf etwa 140. Allerdings ist sie in beiden Fällen weder für
den MW- noch für den LW-Bereich geeignet. Bei LW wären die
erforderlichen Kapazitätswerte zu hoch (mit Kern 500-2000pF), bei MW
wäre man im absteigenden Ast der Gütekurve, da die Eigenresonanz nur
knapp über 2MHz liegt. Mit und ohne Kern liegt die Frequenz, bei der die
maximale Güte erreicht wird, bei 1/5,5 der Eigenresonanzfrequenz.
@ Zeno
Wenn einer so beschimpft und bespuckt wird wie von Dir,
dann hat er wahrscheinlich irgendwas genau richtig gemacht.
Gerhard O. schrieb:> Möchte wissen was eigentlich den speziellen "Klang" ausmacht auf die> diese Leute so scharf sind.
Die Firma "Klangfilm" fertigte in den 20/30er Jahren Kinoverstärker
mit selektierten Röhren, z.B. für Gegentaktschaltungen.
Dass diese Selektion heutigen Ansprüchen noch genügt,
dürfte zu bezweifeln sein,
aber mach das mal den HiFi-Fetischisten klar.
Gerhard O. schrieb:> Was haben Computerröhren übrigens in Audio Anwendungen zu suchen wo der> Hersteller ausdrücklich anmerkt, daß jene nicht für Audio vorgesehen> sind?
Weil diese Röhren genauso den physikalischen Gesetzen der
Ia/Ug-Kennlinien folgen wie jede andere Elektronenröhre. Die E182CC ist
nichts weiter als eine sehr steile Doppeltriode (S=15mA/V). Die ist
daher für alle Zwecke einsetzbar, allerdings eher für HF- als
NF-Anwendungen.
Dieser jetzt so gehypte "Super Röhrenklang" ist auf die spezielle
Harmonischenverzerrung durch die für alle Röhren gültige (Ia/Ug1)^3/2
Charakteristik zurückzuführen. Es ist schon ein Witz, dass man damals
mit teilweise erheblichem Aufwand an Gegenkopplungen diese Verzerrungen
zu vemindern versuchte, um wenigstens Klirrfaktoren um 1% zu erreichen -
ein Klacks für Transistorverstärker.
Es macht übrigens viel Spaß, in den Foren dieser Audio-Sekten
mitzulesen. Die Abzockerei durch "Audio-Spezialisten" ist unglaublich.
Da gibt es z.B. Netzkabel und sogar Sicherungen für 500€, die einen
"deutlich durchsichtigeren Klang" gewährleisten sollen.
BTW, ich liebe Röhren, auch wenn sie heute ökologisch und technisch
überholt sind. Da gibt es ästhetisch hervorragend aufgebaute Empfänger
und Verstärker.
HST schrieb:> Da gibt es ästhetisch hervorragend aufgebaute Empfänger und Verstärker.
... und bereits Detektorempfänger, wie man in diesem Thread sieht.
Damals war so ein Ding noch Statussymbol. Und billig waren die Geräte
auch nicht. Mein Vater hat zur Hochzeit von seinem Vater einen SABA
bekommen, der hätte ihn fast 2 Monatsgehälter gekostet, sein Vater
konnte sich das als Hauptwachtmeister eher leisten.
eric schrieb:> ..., dann hat er wahrscheinlich irgendwas genau richtig gemacht.
Oder eben auch nicht - denk mal drüber nach.
Du bist gleich in Deinem ersten Post
(Beitrag "Re: Ostern- Vielleicht mal wieder Detektorempfänger ?") die Leute
dumm angegangen und hast allgemeine Unwissenheit unterstellt. Da mußt Du
Dich nicht wundern wenn die Worte in Deinen weiteren Posts auf die
Goldwaage gelegt werden. Leider sind die weiteren Posts von Dir im
gleichen Stil, mit der gleichen Überheblichkeit, geschrieben.
Substanzielles, bis auf den Link zu den durchaus lesenswerten Arbeiten
des Profs, hast Du auch nicht beigetragen. Du kennst weder den Edi noch
den Josef oder den Mohandes, aber Du bist Dir nicht zu schade die als
Deppen darzustellen, was sie ganz gewiß nicht sind. Gerade der Edi
dürfte sich in historischer Rundfunktechnik bestens auskennen , das
beweisen seine zahlreichen gelungenen Restaurationen historischer
Rundfunkgeräte - in Anbetracht dieser guten Arbeit kann ich nur den Hut
ziehen.
So das solls dann auch gewesen sein und es ist wohl besser Deine Posts
einfach zu ignorieren als sich darüber zu ärgern.
Ich habe inzwischen meine Spulenmessungen weiter verfolgt. Die Idee war:
heute macht man alles mit Rungkernen, eigentlisch schon seit den
1980ern. Was geht da? Wer jetzt grade nichts passendes hat und wie ich
ein altes PC-Netzteil schlachtet, da sind einige Rinkkernübertrager und
Drosseln drin. Ich habe mal eine genommen, Außendurchm. 27.2mm, Höhe
11.5mm, krankenhausgrün lackiert, und einmal mit 12 Wdg. 1,0CuL, und
danach mit 52 Wdg. Klingeldraht mit Plastikisolation. Nur für die, die
genauso unbedarft (= ergebnissoffen) an eine Sache herangehen.
Wie man an den Messergebnissen sieht, ist der Kern offenbar für
Frequenzen unter 60kHz ausgelegt - eben den Schaltfrequenzen des
Netzteils - und mit einer für den MW-Bereich üblichen Induktivität von
267µH sind die erreichbaren Bandbreiten jenseits von gut und böse. Der
Langwellenbereich würde gehen, aber wo bekommt man einen Drehko mit
4000pF her? Außerdem ist man immer noch im absteigenden Ast der
Gütekurve.
Also: Jeder Ringkern hat seine Berechtigung, der hier aber - wie
vorauszusehen - nicht im MW-Bereich. Ich werd's nochmal mit 150
Windungen probieren, sollte umra 2.2mH ergeben, für den LW-Bereich.
Ansonsten könnte es was für einen der Zeitzeichensender (VLF 40-90kHz)
zB DCF 77.5kHz.
Zeno schrieb:> es ist wohl besser Deine Posts> einfach zu ignorieren als sich darüber zu ärgern.
Noch besser wäre es, sich sachlich damit zu befassen.
@ Josef L.
Wenn man bei Zylinderspulen Induktivität zu Drahtlänge berechnet,
ergibt sich ein Optimum der Güte
für ein Durchmesser:Länge-Verhältnis von 2.5.
Mit spezieller Wickeltechnik und Litze erreicht man
Güten über 1000, das ist mehr als mit Ferriten.
Näheres bei
http://www.jogis-roehrenbude.de/Spulenwickeln.htm
eric schrieb:> Drahtlänge
du meinst sicher Breite der Wicklung. D/l oder l/D? Ist mir schon
bekannt, und ich denke ich werde das am Ende auch in etwa rausbekommen.
Abgesehen davon dass ich den Paralellschwingkreis mit 50 Ohm Abschluss
messe und erstmal nur annehmen muss, dass die verwendeten Kondensatoren
sehr hohe Gütewerte haben. Wenn einer aus dem allgemeinen Trend
herausfällt wird er nicht benutzt. Aber Typen wie die abgebildeten sind
genauso gut wie Styroflex-Kondensatoren. Ich weiß jetzt bloß nicht mehr
wie die heißen, müsste nachschauen.
Man muss ja nicht gleich glauben was irgendwo steht, und für einen
Vergleich untereinander - bei immer gleichem Meßaufbau und denselben
Kondensatoren - sind die Messungen sicher geeignet. Dann hab ich was
Eigenes, ein Jodeldiplom sozusagen.
Jogi ist auf jeden Fall eine Fundgrube. Da sind wir uns einig, denke
ich.
Josef L. schrieb:> Ich weiß jetzt bloß nicht mehr wie die heißen, müsste nachschauen.
MKM oder MKH, von Siemens, wenn ich mich richtig erinnere...
Michael
Stimmt schon:
"Schichtkondensator", oder "Vielschichtkondensator" Folie, nicht
Keramik, Siemens MKH.
Nicht zu verwechseln mit den heutigen Multi-Layer-Ceramic-Condenser.
Mohandes H. schrieb:> Anbei ein Lautsprecherausschnitt für mein nächstes Küchenradio. Mühselig> mit Laubsäge ausgesägt, dahinter kommt noch ein Lautsprecher-Stoff (und> ein alter Lautsprecher). Inspiriert hat mich ein Gerät aus den 20er (ich> glaube 'Nora-Sonnenblume').
Jetzt, wo ich eure schönen Geräte hier so sehe, bekomme ich auch wieder
Lust einen Empfänger zu bauen. Das Gehäuse mit einem 16 Ohm Lautsprecher
und die Rahmenantenne habe ich schon gebastelt, nur an der Elektronik
fehlt es noch. Es müssten keine Röhren verbaut werden.
Ein batteriebetriebener Transistorempfänger mit 9 Volt wäre für mich
schon ausreichend.
Das Gehäuse werde ich noch mit Klarlack anpinseln, damit es schön
glänzt.
Helmut Hungerland schrieb:> nur an der Elektronik fehlt es noch
da ist doch schon einiges an Bauteilen da! Einige davon sind aber
neuerer Natur, also 80er Jahre! Von genau dem 680-Ohm Widerstand habe
ich noch 10 Stück, 1985 gekauft. Aber meine "Bestände" aus den 50er
Jahren halten sich auch in Grenzen, siehe Bild.
Aber Antenne und Laubsägearbeit sehen gut aus!
@Michael M. & nichtverzweifelter
> MKM oder MKH, von Siemens
Danke für den Tip mit Siemens, es ist alles zu finden, man muss nur
wissen wo man suchen muss...
Und ich wollte noch die Messung des Ferrit-Ringkerns mit der dreifachen
Windungszahl vorstellen, allerdings nur ca. 0.16mm CuL. Mit ca. 2.55mH
ist der LW-Bereich mit 80...400pF zu überstreichen, allerdings im
abfallenden Ast des Gütewertes, d.h. bei 150 kHz ist die Bandbreite mit
4.5 kHz brauchbar, mit höherer Bedämpfung womöglich auch noch, am
anderen Bandense ist sie mit 15-20 kHz aber viel zu hoch. Für einen
DCF-Empfänger ist sie auch nicht brauchbar, selbst da ist die Bandbreite
noch 1.6 kHz, wo man gerne nur wenige 100 Hertz hätte.
Josef L. schrieb:> @Michael M. & nichtverzweifelter>> MKM oder MKH, von Siemens>> Danke für den Tip mit Siemens, es ist alles zu finden, man muss nur> wissen wo man suchen muss...
Das von dir gezeigte DB ist aber für "gebecherte" Cs; die MKM w.o. sind
nackig. Ich vermute eher, dass die MKM hießen.
Michael
wo ihr recht habt habt ihr recht; auch die haben nur Q um 100-200. Bei
einer Spulengüte von 100 schon bedeutsam. Aber sie sind ja nicht für den
Empfangsbereich nötig, nur um die Spulendaten zu niedigeren Frequenzen
hin auszuloten.
eric schrieb:> Noch besser wäre es, sich sachlich damit zu befassen.
Das tue ich vermutlich deutlich besser als Du. Du läßt hier einen Ballon
nach dem anderen steigen.
Selbst in dem Post von Dir den ich gerade zitiere schreibst/behauptest
Du, neben durchaus Wahrem, Dinge die so nicht stimmen.
eric schrieb:> Mit spezieller Wickeltechnik und Litze erreicht man> Güten über 1000, das ist mehr als mit Ferriten.> Näheres bei> http://www.jogis-roehrenbude.de/Spulenwickeln.htm
Im verlinkten Beitrag wird lediglich erwähnt, das sich mit diesen Spulen
hohe Güten erreichen lassen, konkrete Werte werden dort nicht genannt.
Was mit solchen Spulen erreichbar ist kann man z.B. hier
http://theradioboard.com/rb/viewtopic.php?t=507 nachlesen . Auf über
1000 scheint man mit dieser Technik eben nicht zu kommen. Zudem ist die
Güte noch stark frequenzabhängig. Wenn alles optimal zusammen passt dann
sind da so 900 Güte bei etwa 2MHz drin. Ansonsten dümpeln die Kurven so
bei 700-750 herum.
Um hohe Güten zu erreichen muß der Induktive Widerstand möglichst groß
sein, da Q ~ XL und der ohmsche, also Verlustwiderstand möglichst klein,
da Q ~ 1/R gilt. Großes XL erreicht man mit hoher Induktivität, die aber
dummerweise proportional zur Windungszahl ist. Hohe Windungszahl
bedeutet aber im Umkehrschluß auch höherer ohmscher Widerstand, da der
Draht länger wird. Man könnte dies mit einem höheren Querschnitt
kompensieren, aber dann werden die Spulen sehr schnell unhandlich weil
zu groß.
Bei niedrigen Frequenzen lassen sich die Güten erhöhen in dem man die
Spule mit einem Füllstoff versieht (z.B. Ferrite). Leider funktioniert
das nur bei niedrigen Frequenzen, weil bei hohen Frequenzen die
Ummagnetisierungsverluste zu groß werden.
So und nun schreibe mal wo Du die 1000 her hast oder beweise es einfach
mal am praktischen Beispiel, ansonsten ist das nämlich auch wieder nur
heiße Luft.
Helmut Hungerland schrieb:> Das Gehäuse werde ich noch mit Klarlack anpinseln, damit es schön> glänzt.
Aber vorher schön schleifen. Dann erst mal mit stark verdünntem Lack
streichen und wieder schleifen.
Kleiner Tip: Für so etwas geht auch Schellack recht gut. Das gibt zudem
noch eine dunkle Färbung. Mit Schleifen zwischen den Anstrichen bekommt
man am Ende ein schöne Gehäuse im Stil der 20'ziger/30'ziger.
Josef L. schrieb:> Aber meine "Bestände" aus den 50er> Jahren halten sich auch in Grenzen, siehe Bild.
Mit den Kondensatoren im Pappkleid wirst Du aber vermutlich nicht sehr
glücklich werden. Die dürften ihre besten Jahre hinter sich haben. Aber
Versuch macht klug.
Zeno schrieb:> Josef L. schrieb:>> Aber meine "Bestände" aus den 50er>> Jahren halten sich auch in Grenzen, siehe Bild.>> Mit den Kondensatoren im Pappkleid wirst Du aber vermutlich nicht sehr> glücklich werden. Die dürften ihre besten Jahre hinter sich haben. Aber> Versuch macht klug.
Die haben, meisst auf Grund des rissigen Teeres an den Kappen, Wasser
gezogen.
Abhilfe: Teer wegschmelzen, Folien abwickeln und trocknen, dann das
ganze wieder rückwärts und schauen das der Teer dicht hält.
Kurt
@kurt
Also wenn ich nicht wüßte dass ich hier dann mit dem eigenen Teer
geteert & gefedert würde, würde ich ja einen etwas "frischeren" radial
bedrahteten Typ in den Becher setzen. Sieht ja keiner und bei evtl. 300V
ist es auch sicherer.
Josef L. schrieb:> also ein 50 Jahre alter Fehler, wo es ~ 1/R heißen muss...
Man findet halt immer wieder Fehler aus vergangenen Zeiten. Aber saubere
Vorlesungsmitschrift. Von theorethischer Elektrotechnik habe ich da
leider nix mehr als Mitschrift. Das einzige was ich noch habe ist
Bauelementephysik.
Josef L. schrieb:> @kurt>> Also wenn ich nicht wüßte dass ich hier dann mit dem eigenen Teer> geteert & gefedert würde, würde ich ja einen etwas "frischeren" radial> bedrahteten Typ in den Becher setzen. Sieht ja keiner und bei evtl. 300V> ist es auch sicherer.
Natürlich, das würde ich auch.
Aber es gibt auch andere hier die halt anders "denken", andere
Vorstellungen usw. haben.
Kurt
Bei den vielen Ideen hier, bekommt man Lust mal so ein altes Projekt
wieder aufleben zu lassen.
Habe mir deshalb noch mal den Detektor aus dem von mir benannten Buch
"Elektrotechnik selbst erlebt" angeschaut. Den könnte man durchaus noch
einmal aufbauen, ist ja nicht viel nötig. Habe mal das Bild aus dem Buch
abfotografiert und hier angehangen. Bis auf den Dreko (auf dem Bild ist
das was bei uns Qutscher hieß) habe ich auch alles da. Ich habe zwar
noch 2 gute Luftdrekos aus alten Radios (je 2x 10...530pF) aber für so
einen Detektor sind sie eigentlich zu schade. Ich hatte früher auch mal
so einen Quetscher, finde ihn aber grad nicht mehr.
In dem Buch sind auch noch einige andere schöne Aufbauten. Die bauen
sogar einen Lautsprecher selber. Ist sicher nicht HiFi, aber darauf
kommt es ja auch nicht an - selber machen ist in dem Buch angesagt.
Weil hier wieder über die alten Papierkondensatoren geschrieben wird:
Die sind zu 100% Schrott !
Auch "Regenerieren" ist keine Lösung- weil eine elende Sauerei mit den
Ingredenzien Wachs und Teer, und dem Gestank, wenn man das mit Wärme
öffnet.
Und ich wette, die Isolationswerte, die diese Kondensatoren mal hatten,
werden sie nie wieder haben- das Papier verändert sich durch Aufsaugen
von Luftfeuchtigkeit über die rissige Vergußmasse, oder durch die Pappe
diffundierte Feuchtigkeit, und auch durch Zersezung- organische Säuren.
Nach Jahrzehnten habe ich in einem Katalog Werte von Papierkondensatoren
-DDR- gefunden, und die "West"-Konkurrent dürfte einst ähnliche Werte
erreicht haben.
http://edi.bplaced.net/?Bauteile-_Daten___Papier-_und_Kunststoff-_Kondensatoren_KOWEG_%3D_VEB_Kondensatorenwerk_Goerlitz_%3D_RFT905_VEB
Das sind schon recht gute Werte, die sie einst hatten.
Vor 60 Jahren.
Übrigens kann man die hohen Widerstandswerte nur mit einem geeigneten
Meßgerät messen, solche Ohmmeter hat aber kaum jemand, man kann sie auch
mit hohen Gleichspannungen und geeigneten Digitalvoltmetern über
Spannungsmessung messen. Macht das, und lest die miesen Werte ab.
Die Pappdinger und Glasröhrchen kann man räumen und neu befüllen.
Ist aber auch so eine Sauerei.
Besser: Pappröllchen selbst machen, Etikett drucken, neuer Kondensator
rein, Verguß aus Klebestift (gibt es auch in schwarz), fertig.
Der neue KOndensator kann ein historisches Etikett bekommen, oder eins
im Stil der damaligen Zeit, mit anderen Farben und Logo- letzteres ist
meine Methode.
http://edi.bplaced.net/?Restaurationsberichte___Restauration_Vorkriegs-_Grosssuper_Koerting_Supramar_S5340WL_von_1934___Restauration_Vorkriegs-_Grosssuper_Koerting_Supramar_S5340WL_von_1934_Teil_7-_Kondensatoren-_Bereitstellung
Das "Regenerieren" alter Papierkondensatoren ist vollkommener Blödsinn-
wenn man schon ein Gerät "original" vorführen will, dann konsequent: mit
Verwendung des vorgesehenen Materials, aber solches aus Neuproduktion-
auch nicht abgelagertes Zeug. Das hat nämlich auch 60 Jahre Zeit gehabt,
sich zu verändern.
Und das Verwenden alter Etiketten oder Nachdrucken müßte eigentlich
dann ein neues Datum erhalten- sonst ist es... Fälschung.
Das ist also genau so ein Voodoo, wie mit den Audiozeugs.
Betreffs @eric:
Typischer anonymer Gast, der nur provoziert, die Fachkenntnisse sind
gering- jedenfalls sehe ich da nicht so sehr viel, und wirkliches
eigenes Können stellt er auch nicht unter Beweis.
Betreffs Spulen:
Welche Q- Werte möglich sind, weiß ich auch nicht.
Anstelle klugzuscheißen, wäre es vielleicht die Sache wert, so eine
Super- Spule (vielleicht "Spinnennetzspule") herzustellen, und zu
messen.
Solche Spulen sind i. d. R. riesig, und ich kenne sie eigentlich nur von
Sendern. Für einen Detektor... aber kann man ja versuchen.
Ich bin weiterhin der Meinung, daß es günstiger ist, einfach durch
verschiedene L/C- Verhältnisse -Spulen mit vielen Anzapfungen,
zu-/(abschaltbare Kondensatoren zu Drehkos- die beste Güte zu erreichen.
So oder so ist eine gleichmäßige Güte über den Frequenzbereich nicht
drin, und der Aufwand, das zu umgehen, ist immer groß.
Oder eben die Güte durch elektronische Maßnahmen zu erhöhen-
Entdämpfung, die dann auch eine gleichmäßige Güte durch
schaltungstechnische Maßnahmen ermöglicht..
Meine Spulentests gehen weiter...
Hier ein schon recht kleiner Ringkern, ein FT-37-61, und mit der
maximalen Windungszahl für die 0.4mmCuL bewickelt. 4x13 deswegen, weil
ich 4x20cm parallel gewickelt und dann entsprechend verlötet habe. Geht
schneller, und man hat gleich Anzapfungen. Der MW-Bereich ist mit
100-1100 pF zu überstreichen, bei Q > 200. Besser wäre allerdings die
1,5-fache Windungszahl mit knapp 200µH.
Das teste ich nochmal und hoffe, dass sich dann Q ~ N bestätigt, genauer
Q ~ N / R, und da ich den Drahtdurchmeser verringern müsste, würde R
steigen. Aber ich kann es mit einer Litze probieren, zB 4x0.15mm
"selbstgedreht".
Edi M. schrieb:> Weil hier wieder über die alten Papierkondensatoren geschrieben> wird:> Die sind zu 100% Schrott !> Auch "Regenerieren" ist keine Lösung- weil eine elende Sauerei mit den> Ingredenzien Wachs und Teer, und dem Gestank, wenn man das mit Wärme> öffnet.>
Du bist doch der der so versessen auf das alte/das es das alte Zeugs
ist.
Und jetzt stinkt es/er dir zu sehr.
Wo bleibt da das Durchhaltevermögen?
Kurt
Edi wohnt auf dem Land, hat ein großes Grundstück, ich sehe da sogar
sowas wie eine Biogasanlage am Ortsrand, manchmal ist zuviel halt
zuviel...
Unsere letzten 2 Bauern haben erst vor kurzem dichtgemacht, aufs
Altenteil gegangen. Vorher har man es immer noch gemerkt, wenn sie die
Ställe auf gemacht haben.
Obwohl hier ja der Hinweis kam, man könnte nach draußen gehen. Meine
Tochter hatte eine Zeit, da hat sie mit Nagellack Bilder gemalt, da habe
ich sie auf den Balkon geschickt damit.
@ Zeno + Edi
Leute, regt Euch ab! Ist ungesund und wird langweilig.
Ausserdem diskreditiert Ihr Euch selber.
Q>1000 war bei Ben Tongue oder einem der der bekannten amerikanischen
CrystalRadio-Bauer.
...
Nachdem ich die vorige Zeile schrieb, hab ichs doch wieder gefunden.
Da steht auch, dass hohes L/C und Anzapfungen schlecht sind.
Aber gugelt doch selbst.
Grad Josef L. sollte es wissen:
Tausend Jahre so gemacht, bedeutet gar nichts. Siehe Ptolemaeos.
eric schrieb:> dass hohes L/C und Anzapfungen schlecht sind
Anzapfungen: wie hier bereits erwähnt vor allem, weil die ja irgendwohin
geführt werden müssen. Länge der Zuleitungen, womöglich noch innerhalb
des Spulenmagnetfeldes, und in Gegenrichtung zum Windungssinn, Schalter
usw.
L/C: sieht man auch aus meinen Messungen: bei sehr kleinem C ist man am
absteigenden Ast der Q-Kurve und die Bandbreite nimmt mit f extrem
schnell zu, und selbst wenn man auf maximales Q optimiert ist es
schlecht, denn was man braucht, ist konstante Bandbreits, also wie du
bereits bemerkt hast, sollte man auf dem ansteigenden Ast sein.
Kurt schrieb:> Du bist doch der der so versessen auf das alte/das es das alte Zeugs> ist.> Und jetzt stinkt es/er dir zu sehr.>> Wo bleibt da das Durchhaltevermögen?>> Kurt
So, zwischendurch wieder zu Hause...
Nein, Kurt.
Mein Anliegen ist, das alte Zeugs in -mindestens technischem-
Bestzustand vorführen zu können, um zu zeigen, was möglich war, und auch
heute noch ist.
Optische Verkeimtheit, Mief und technischer Schrott stehen dem entgegen.
Die Optik kriege ich nicht immer auf Top- Zustand, aber es sollte
wenigstens wohnzimmertauglich sein.
Steht schon von Anfang an auf meiner Internetseite.
"Sammlern geht es um reinen Besitz, Seltenheits- und Geldwert, oft mit
mangelhafter oder ganz ohne Funktion, Abgenutztes Aussehen wird als
"Patina" gelassen- das ist nicht so meine Welt."
"Manche beschwören den Erhalt der Altersspuren als "Patina"- aber etwas
kritisch sollte man schon herangehen.
Radios haben auf Gehäuse, Skale, Knöpfen und Tasten ein Gemisch von
Möbelpoliermitteln, Wachsen, Hautfett, von den Händen abgeriebener,
schmieriger Dreck und Fäkalkeime, Tabakteer, Essendunst,
Lebensmittelspuren, verreckten Insekten, Fliegenscheiße, u. v. a. drauf.
Ein äußerst appetitliches Gemisch.
Für Keime."
"Kondensatoren- ein oft diskutiertes Thema:
Papierkondensatoren, damals von allen Herstellern der Welt verwendet,
damals also Stand der Technik, sind heute zu 100 % als unbrauchbar
und/oder defekt anzusehen.
Messungen bestätigen die extrem hohe Rate an unbrauchbaren
Kondensatoren. Alte Papierkondensatoren haben meßbare Widerstandswerte.
Sie haben aber einen für normale Meßgeräte nicht meßbar hohen Wert zu
haben, ein meßbarer Wert erweist also schon, daß man keinen Kondensator,
sondern eine Kondensator/ Widerstand- Parallelschaltung vor sich hat !
Und die steht nicht im Schaltplan !
Eine solche "Bauelemente- Kombination" wird (sicher erst ab einem
bestimmten Widerstandswert) in der Schaltung NICHT mehr die vorgesehenen
Funktionen erfüllen."
Josef L. schrieb:> Edi wohnt auf dem Land, hat ein großes Grundstück, ich sehe da sogar> sowas wie eine Biogasanlage am Ortsrand, manchmal ist zuviel halt> zuviel...
Was soll das heißen ? Daß ich krudes Zeug schreibe, weil ich zu viel
Biogas schnüffle ?
Nein, ich war schon immer so, und wir sind auch nicht an die Anlage
angeschlossen.
Josef L. schrieb:> Anzapfungen: wie hier bereits erwähnt vor allem, weil die ja irgendwohin> geführt werden müssen. Länge der Zuleitungen, womöglich noch innerhalb> des Spulenmagnetfeldes, und in Gegenrichtung zum Windungssinn, Schalter> usw.
Josef L., lassen Sie sich nicht von dem anonymen "Experten" aufs
Glatteis führen.
Anzapfungen sind eine Möglichkeit, die einst sehr oft genutzt wurde, und
die sind durchaus technisch einwandfrei machbar- als schaltbare Abgriffe
-nicht innerhalb des Spuilenkörpers-, oder mit schiebbaren Abnehmern,
damit nahezu stufenlos.
Zusammen mit einem Drehko und schaltbaren Parallelkondensatoren ist die
Einstellung eines optimalen L/C- Verhältnisses möglich.
Ebenso natürlich mit mehreren Spulen, die aber zusätzliche Bauteile
sind, die evtl. Platz benötgen, und die ja auch umgeschaltet werden
müssen.
Ja, das ist nicht mehr der simple Einfach- Detektor- wenn man die
Möglichkeit haben will, alles herauszukitzeln, hat man schnell eine
Schalttafel und hinter dieser der "Maschinenraum".
Aber das kann auch dermaßen gut ausgeführt werden, daß es... noch nach
100 Jahren funktioniert, siehe die Abstimmeinheit des Westinghouse "RC",
die habe ich in Betrieb, und außer Reinigen und Ölen der Achsen war an
der Abstimmeinheit alles im absoluten Top- Zustand.
(Fotozusammenstellung aus Risdon "Crystal receivers and circuits" und
Jones "Crystal-Receiving-Sets", Fotos "RC": eigenes Gerät)
Josef L. schrieb:> Anzapfungen: wie hier bereits erwähnt vor allem, weil die ja irgendwohin> geführt werden müssen. Länge der Zuleitungen, womöglich noch innerhalb> des Spulenmagnetfeldes, und in Gegenrichtung zum Windungssinn, Schalter> usw.
Wenn man das sauber macht ist das überhaupt kein Problem. Lies mal in
alten Radiobastelbüchern wie man so etwas richtig macht.
Wenn man einen breiten Frequenzbereich überstreichen möchte führt oft
kein Weg an mehreren Spulen oder eben Spulen mit Anzapfung vorbei.
Einzelspulen haben halt den Vorteil das man diese auf eine hohe Güte
trimmen kann. Bei einer Spule mit Anzapfungen muß man irgendwo
Kompromisse eingehen. Da die Güte der Spule frequenzabhängig ist, gibt
es eben immer nur ein relativ schmales Frequenzband mit optimaler Güte.
Man muß sich immer vor Augen halten, daß die Gütekurve über der Frequenz
im Prinzip eine nach unten zeigende Parabel ist. Kann man schön in der
Ausarbeitung des hochgelobten Prof sehen. Solch eine Parabel hat auch
nur ein Gütemaximum bei einer bestimmten Frequenz.
In der Darstellung des Prof's sieht man auch sehr schön das eine hohe
Induktivität nicht unbedingt ein Maximum an Güte bedeutet, obwohl Q ~ L.
Die Ursache ist auch schnell klar: Großes L bedeutet ja auch, bei
ansonsten gleichen Spulenaufbau, hohe Windungszahl. Die wiederum bedingt
einen höheren ohmschen Widerstand der Spule und wirkt damit der Güte
entgegen.
Der Prof erreicht die hohen Güten auch dadurch, daß er Spulen mit einem
Ferritkern benutzt. Dadurch erreicht natürlich große Induktivitäten mit
wenigen Windungen. Dennoch erreicht auch er nicht die Traumgüten des
Herrn mit e. Er bewegt sich deutlich unter 1000. Er kommt mit seiner
optimalsten Spule gerade mal bis 600.
Da Du mit Luftspulen arbeitest, werden die Güten wohl deutlich unter 500
liegen. Grund ist einfach die zu geringe Induktivität die mit einer
Luftspule und 100-200 Windungen zu erreichen ist. Das ist für so einen
Detektor aber völlig ausreichend.
Natürlich kann man auch hohe Induktivitäten mit Luftspulen erreichen,
aber dann werden die recht groß und unhandlich. Zudem braucht es auch
noch spezielle HF-Litzen, die schwer beschaffbar und auch teuer sind.
Der Prof redet von Litzen mit bis zu 660 Einzeladern und schon allein
das bedingt eine geometrisch große Spule.
Deshalb mach es so wie von Edi beschrieben: Wickle eine ganz normale
Luftspule mit Kupferlackdraht (wenn ausreichend HF-Litze vorhanden, dann
kann man auch die nehmen), evtl. mit Anzapfungen zur Optimierung und
benutze einen guten Drehkondensator. Das ist bei weitem ausreichend und
so wurden 99% aller Detektorempfänger gebaut.
Zeno schrieb:> so wurden 99% aller Detektorempfänger gebaut.
seit Ptolemaios. Philosophus esses, si tacuisses.
Keine Ahnung, aber alles besser wissen..
Schau mal nach Lyonodyne und
http://www.crystal-radio.eu/set7.htm
Es gibt noch mehr. Man muss nur sehen wollen.
eric schrieb:> Schau mal nach Lyonodyne und> http://www.crystal-radio.eu/set7.htm> Es gibt noch mehr.
Na und ?
eric schrieb:> Keine Ahnung, aber alles besser wissen..
Darauf sind Sie Spezi- dazu müssen Sie nicht mal Latein- Sprüche
zitieren.
eric schrieb:> Man muss nur sehen wollen.
Richtig.
So langsam sollten Sie sehen, für was Sie gehalten werden.
@edi
> krudes Zeug schreibe
Neinnein, so war das nicht gemeint! Ich dachte nur, wer auf dem Land
wohnt ist eher an üble Gerüche gewohnt; wir sind zwar fast noch
Stadtrandgemeinde, aber es wird ringsum geodelt was das Zeug hält. Aber
was beim Saubermachen und Reparieren eines alten Radios anfällt ist
sicher gesundheitsschädlicher. Aber wir haben ja jetzt alle Masken ;-)
Anbei noch die Messung des kleinen FT-37-61 Kerns mit 75 Windungen
2x0.2CuL parallel, 3x wäre wohl nicht mehr drauf gegangen. Sie hat ca.
245µH und 9.6pF mit einer Eigenresonanz bei 3.24 MHz. Q ist zwischen
0.27 und 1.27 MHz oberhalb von 200, Maximum etwa bei 0.6 MHz. Das ist
für LW zwar von den Gütewerten gut, aber die nötigen C sind sehr hoch;
MW liegt schon wieder auf dem ungünstigen absteigenden Ast der Q-Kurve:
LW-Bereich: 1200-4500 pF, Q ≈ 190, B=0.9...1.4 kHz zunehmend
MW-Bereich: 30- 365 pF, Q ≈ 230...175 abnehmend, B=2.2...9 kHz
zunehmend
Im Vergleich mit den 52 Windungen ist die Güte nicht höher. Als Gründe
vermute ich, dass die 2x0.2mm CuL höhere Verluste haben, und die
Eigenkapazität durch die höhere Windungezahl (1,5 Lagen) auch um 1/4
höher ausgefallen ist. Auf einen Ringkern bestimmter Größe passen halt
nunmal nur eine bestimmte Anzahl Windungen mit einem bestimmten
Querschnitt. Auch mit Litze kommt man an Grenzen, da die Lackschicht
eine Mindestdicke hat und Litze normalerweise nochmal separat mit Seide
zusammengehalten wird. Das verringert zwar die Eigenkapazität etwas,
erhöht aber den Widerstandswert (weil der effektiv nutzbare
Drahtquerschnitt verkleinert wird. Bei Lusftspulen kann ich beliebig
dicken Draht nehmen, nur: Je dicker, desto länger wird die Wicklung, und
man entfernt sich vom optimalen l/D-Verhältnis. Abhilfe:
Spulendurchmesser erhöhen...
Variable Spule: Beim Ringkern ist man machtlos. Bei Spule mit
Eisenpulverkern hat man einen gewissen Spielraum. Es gibt wohl Spulen
mit Schleifkontakt wie alte Heizwiderstände, ist aber wohl nur bei
Langwelle geeignet (>100 Windungen, 15 Kanäle, Raster < 9 kHz leicht
erreichbar). Bei MW mit <100 Windungen und >120 Kanäle nicht möglich.
Ich probiere nochmal ein Variometer aus, welches Induktivitätsverhältnis
erreichbar ist und wie sich die Abstimmung auf Q auswirkt.
Welchen Durchmesser hat deine Do-X-Spule? Anhand der Windungszahl von L1
müssten es 70mm sein, sie erscheint mir aber kleiner!
An alle:
Ich wollte eigentlich anregen, mal SELBST WAS ZU MACHEN., und habe schon
mal vorgelegt.
Kristalldetektor- Empfängern git es seit über 100 Jahren- Schaltungen
gibt es én masse, von supereinfach bis Maschinensaal. Siehe Telefunken
E82, 109 Kilogramm pure Technik.
Ich habe für Detektorempfänger noch einige hundert Schaltungen, die ich
auf meine Seiten setzen kann- da bin ich dabei. Im Prinzip kann man
diese aber auf wenige Grundschaltungen zurückführen.
Und die Details und Komponenten kann man noch zu weiteren hunderten
Schaltungen kombinieren.
Die Grundlagen sind eigentlich auch bekannt.
Ich bitte darum, mal zu zeigen, was der Detektorempfänger kann !!!
Und... was Ihr drauf habt- selbst bauen, statt labern und simulieren.
Entwerfen, berechnen, bauen, messen, vergleichen, zeigen. Wenn was nicht
klar ist, fragen.
Edi M. schrieb:> Ich bitte darum, mal zu zeigen, was der Detektorempfänger kann !!!
Ist bei mir schwierig, da da wo ich wohne, geografisch bedingt, der
Empfang gegen 0 geht.
Selbst mit einem guten Empfänger, ich habe noch einen Salut - kennen Sie
bestimmt -, habe ich kaum Empfang. Das ist ja durchaus ein gutes Gerät
aber mehr wie 5 Sender auf allen AM-Bereichen und maximal 3 UKW Sender
sind nicht drin. Selbst mit meiner Anlage und Außenantenne empfange ich
maximal 4 Sender auf UKW und die sind auch noch ziemlich verrauscht.
Mit einem Detektor werde ich wohl bei mir zu Hause nichts empfangen
können. Würde aber dennoch mal so was wieder zusammen löten - Teile
hätte ich ja noch, das wird wohl aber noch etwas dauern (hatte letzte
Woche eine Rücken-OP und muß da noch ein bischen vorsichtig sein).
eric schrieb:> Bei den Preussen galt: Viel Feind, viel Ehr !
Ja, ok- aber auf das Schlachtfeld der Intelligenz kommen Sie ja
unbewaffnet- ich achte Gegner, keine Opfer.
eric schrieb:> Edi M. schrieb:>> Entwerfen, berechnen, bauen, messen, vergleichen, zeigen.>> Das entscheidende Wort hast Du bezeichnenderweise weggelassen: LERNEN !
Das werden die, die sich angesprochen fühlen, wohl schon getan haben,
und auch dazulernen.
Da SIE außer Stören nichts drauf haben, wird bei Ihnen auch kein
Lerneffekt eintreten.
Josef L. schrieb:> Welchen Durchmesser hat deine Do-X-Spule? Anhand der Windungszahl von L1> müssten es 70mm sein, sie erscheint mir aber kleiner!
50 mm.
Aber nur für die beiden Spulen L1 (LW- Antennen- Einkoppelspule) und l5
(Rückkopplung). Die anderen sind Kreuzwickel 35 mm und 30 mm.
Das ist so vorgegeben.
Ich werde an dem alten Original- Bauteil auch nichts ändern, der Zweck
des Detektorempfängers ist ja , die alten Teile zu verwenden, und es ist
ja hier auch kein Detektor- Wettbewerb.
Die Do X- Spule ist ganz sicher kein hochwertiges Bauteil- nicht mal
Litze, nur seidenumsponnener Einfach- Kupferlackdraht.
Angedacht ist ja, daß der Detektor entdämpfen soll- den Rest besorgt
eine variable Antennen- Einkopplung.
Erst das nächste Projekt, der große Detektorempfänger, wird dann alle
Register ziehen, große Spulen mit jeder Menge Anzapfungen sind da auf
jeden Fall geplant.
@zeno
> Empfang gegen 0
@Christian M. (likeme)
> Schaltnetzteilrauschen
Edi, das ist auch der Grund weswegen ich bisher kein Empfangs-MP3 mit
einem Testaufbau liefern konnte. Mit Laptop an und am Netzteil, Detektor
an Mikro-Eingang des Laptop, egal ob 2m-Drahtantenne hoch zur
Zimmerdecke oder Rahmenantenne, bringt nur Schaltnetzteil-Oberwellen.
Empfang mit Sony ICF-SW7600GR jetzt aktuell tagsüber und Netzteil des
Laptop vom Netz genommen:
153kHz sehr schwach arabisch (Rumänien)
162kHz Trägerwelle TDF (Rauschen geht zurück)
225kHz schwach 2 überlagerte Sender
234kHz klar Luxembourg, guter Empfang
252kHz schwach 2 überlagerte Sender (IRL/ALG)
954kHz schwach 2 oder mehr Sender
dazwischen / danach Störgeräusche auf MW
Ich probiere das nochmal draußen vorm Haus, erstmal Balkon; notfalls
muss ich mich in unsere Sternwarte flüchten, da wäre der nächste
"Störer" mindestens 40m entfernt, oder aufs freie Feld. Da ich zum Glück
ein Win10-Tablet (trekstor twin-10.1) mit SIMCard habe, würde ich auch
von dort Aufnahmen über Mikrofoneingang machen können, ohne
Netzanschluss und ohne Störquelle.
Josef L. schrieb:> 153kHz sehr schwach arabisch (Rumänien)> 162kHz Trägerwelle TDF (Rauschen geht zurück)> 225kHz schwach 2 überlagerte Sender> 234kHz klar Luxembourg, guter Empfang> 252kHz schwach 2 überlagerte Sender (IRL/ALG)> 954kHz schwach 2 oder mehr Sender> dazwischen / danach Störgeräusche auf MW
Ist doch gar nicht schlecht !
Rumänisch ist allerdings eine slawische Sprache, keine arabische.
:-)
Ich empfehle, ein Batterie- Kofferradio mit TA- Eingang als Verstärker
zu verwenden, und davon mit Mikrophon oder videofähiger Kamera Aufnahmen
zu machen, so kann man selbst hören, und andere mithören lassen.
Daß es mit Kopfhörer geht, ist ja klar, da ein Detektorempfänger ja
nicht superempfindlich ist, sind die meisten Sender mit einem
empfindlichen Kopfhörer zu hören- ist nur Maßnahme zur Demonstration.
Und ein Detektorempfänger mit Verstärker ist ein ausgezeichneter AM-
Kontrollmonitor- Empfänger, wenn man selbst ein "Heimsenderlein" in
Betrieb nimmt, welches breit ausmoduliert- das habe ich so in Betrieb,
und die Qualität ist kaum von UKW zu unterscheiden.
Edi M. schrieb:> Da SIE außer Stören nichts drauf haben,> wird bei Ihnen auch kein Lerneffekt eintreten.
Eure Unflätigkeiten werden langweilig.
(flatus lat.= Furz)
Edi M. schrieb:> Rumänisch ist allerdings eine slawische Sprache, keine arabische.
Hallo Edi da liegen Sie schon auch leicht daneben. Ich wollte es auch
nicht glauben und habe deshalb noch einmal nachgeschaut. Rumänisch ist
eine romanische Sprache und zwar die östlichste.
Die Krux an der Sache ist das die Sprachen aller an Rumänien
angrenzenden Länder, bis auf Ungarn, slawischen Ursprungs sind, so das
man meint Rumänisch sei dies auch. Lange vor unserer Zeit wurde dort
auch noch kyrillisch geschrieben.
Hätte ja auch ein gewisser e... mal korrekt erklären können, der kann
aber halt nur was hin rotzen. Sind wir aber von ihm auch gewohnt -
sachlich geht bei ihm nicht.
Edi ignorieren Sie einfach diesen Typen und belassen Sie es einfach bei
Ihrem Statement:
Edi M. schrieb:> Ja, ok- aber auf das Schlachtfeld der Intelligenz kommen Sie ja> unbewaffnet- ich achte Gegner, keine Opfer.
Das trifft doch den Nagel auf den Kopf und damit sollte es auch gut
sein. Der Typ hat halt eine sehr kurze Lunte und auch nach meinem Post
wird er wieder einen unflätigen Kommentar beizutragen haben, aber sei es
drum - nicht drauf reagieren.
@Zeno, Nicht rein slawisch, gehört aber zum Balkan- Sprachenverbund,
vomn ürsprünglichen Romanischen ist kaum noch was übrig geblieben.
Früher wurde es so benannt, aber heute wollen die Rumänen nichts mehr
damit zu tun haben, genau wie die Polen äußerst sauer werden, wenn man
bemerkt, daß viele polnische Wörter russisch klingen.
Sie brauchen nicht auf OT von @eric einzugehen. Das will der ja nur.
Ich habe einen starken "Brummstreifen im Haus", ich suchte einen Platz
für den Detektorempfänger, aber... der fängt fast überall Brummen auf,
jedenfalls wenn ich den am Verstärker dran habe, dessen Phonoeingang ist
so empfindlich, die anderen Eingänge wieder zu unempfindlich.
Ich habe jetzt einen Punkt gefunden, wo es einigermaßen geht, aber da
kann er nicht bleiben.
Ich weiß auch nicht, wo die Brummstörungen ursächlich herkommen- kommt
scheinbar über die Stromleitungen, es gibt aber keine auffindbare
Quelle, ich ging schon öfter mit einem AM- Taschenradio auf Suche.
Vor einigen Tagen war das gesamte LW- und MW- Band abends komplett nur
Brumm, Stärke "S9 + Möbelwagen plus Lokomotive" (aus einem Kinderbuch
von Martin Selber, Funkamateur) Irgendwann dann wieder...plötzlich
totale Ruhe.
Solche Störeinbruche sind hier sehr häufig. Hatte ich sogar auf der
Insel Rügen, in einem kleinen Ort, der nur aus 3 Grundstücken besteht,
die je über 100 m auseinander liegen. Die AM- Bänder werden gnadenlos
zugemüllt.
Und- an manchen Tagen ist ist AM... absolut tot. Nicht mal die
Störträger oder Baken. Wenn man dann ein Radio repariert, sucht man
einen Fehler, der nicht da ist. Sowas macht der "Mögel- Dellinger-
Effekt" auf KW, hier ist es aber auch auf MW und LW, und UKW ist auch
schwächer als sonst, und der Effekt istv lokal sehr begrenzt, allerdings
auch zeitlich.
Zeno schrieb:> Edi M. schrieb:>>> Rumänisch ist allerdings eine slawische Sprache, keine arabische.>> Hallo Edi da liegen Sie schon auch leicht daneben ...
Also Sprachen, insbesondere orientalische, sind eine meiner
Leidenschaften ... Rumänisch ist, wie der Name schon andeutet, natürlich
eine romanische Sprache, die östlichste. Auch wenn Rumänien von slawisch
sprechenden Völkern (Serbien, Bulgarien, Ukraine) umgeben ist.
Alle zusammen (auch die slawischen) gehören zur Familie der
indogermanischen Sprachen.
Arabisch hingegen gehört zur Familie der semitischen Sprachen, wie auch
Hebräisch oder Aramäisch. Also eine völlig andere Sprachfamilie.
Und die Schrift hat damit auch nicht immer viel zu tun - Farsi
(Persisch) z.B. wird in Arabischer Schrift geschrieben, ist jedoch
ebenfalls eine indogermanische Sprache (und dem Deutschen
überraschenderweise sehr nahe). Ähnlich Urdu/Hindi.
Da könnte ich jetzt Romane schreiben, aber ich bremse mich lieber. Um
den Bogen zum Thema wieder zu bekommen:
Ich baue gerade auf die Schnelle einen ganz simplen Detektor auf. Nur
Ferritantenne, Drehkondensator, Diode, 1nF und ein hochohmiger
Kopfhörer. Heute Abend werde ich mal schauen, ob/was auf MW zu empfangen
ist.
Die Ferritantenne habe ich mit 190uH ausgemessen, sollte also mit einem
500p-Drehko für MW passen.
Edi M. schrieb:> @Zeno, Nicht rein slawisch, gehört aber zum Balkan- Sprachenverbund,> vomn ürsprünglichen Romanischen ist kaum noch was übrig geblieben.> Früher wurde es so benannt, aber heute wollen die Rumänen nichts mehr> damit zu tun haben, genau wie die Polen äußerst sauer werden, wenn man> bemerkt, daß viele polnische Wörter russisch klingen.
Lt. Wikipedia gehört Rumänisch schon zum romanischen Sprachraum.
Das mit Polen kenne ich selbst. Die Tschechen waren seinerzeit nicht
anders. Beide haben eigentlich hervorragend Russisch verstanden (kommen
ja aus der gleichen Sprachfamilie), aber sie wollten nicht, es sei denn
sie sind gezwungen worden. Seinerzeit wurden von unserer Firma Techniker
für unsere Geräte ausgebildet und diese Kurse waren in aller Regel in
Russisch und das haben Polen als auch Tschechen sehr gut verstanden,
auch wenn beide Sprachen nicht russisch waren, aber doch recht ähnlich -
zumindest in der Aussprache. Selbst Tschechen und Slowaken, obwohl
damals ein Land waren sich nicht unbedingt grün. Ich hatte mal während
eines Serviceeinsatzes in Piestany (Slowakei) unsere Betreuerin gefragt,
ob sie mir einige deutsche Wörter ins Tschechische übersetzen könne. Die
Antwort folgte prompt:"Tschechisch oder Slowakisch". Das sagt eigentlich
alles.
Aber das ist alles OT und nunmehr, auch nach Mohandes Post, allumfassend
geklärt.
> Edi M. schrieb:>>> Rumänisch ist allerdings eine slawische Sprache, keine arabische.
Mohandes hat das richtig erklärt. Wegen der Nähe zum Italienischen
versuchen auch viele Rumänen in Italien ihr Glück.
Und ich habe gegen 15-15:30 meine Empfangsversuche gemacht, und auf RRI
International finde ich folgendes Programmschema für Arabisch - leider
nur auf arabisch (s. Bild). Das wirds dann wohl gewesen sein. Rumänisch
kann ich gut erkennen, an den uralt und fast noch lateinischen Enden,
Pianist heiß pianistul, Mehrzahl pianistului, das ist sehr auffällig. So
wie man israelisch an den endungen -ot und -im erkennen kann. Und wenn
viele "ä"s vorkommen und man sonst gar nichts versteht ist es albanisch
;-)
Josef L. schrieb:> Und ich habe gegen 15-15:30 meine Empfangsversuche gemacht, und auf RRI> International finde ich folgendes Programmschema für Arabisch - leider> nur auf arabisch (s. Bild). Das wirds dann wohl gewesen sein.
Ja, das kann sein, Programme in Arabisch- Radio Romania sendet ja auch
Programme in Deutsch.
Auch wenn ich noch einen größeern Ringkern (FT-50-61) ausprobieren
möchte, hier mit den vorhandenen getesteten Spulen die möglichen
Beschaltungen zum Empfang von Radio Luxembourg 234 kHz:
64mm/30Wdg. 65µH 7000pF 2.8kHz (Q=84)
Kreuzwickel 415µH 1115pF 2.4kHz (Q=94)
107mm/41Wdg. 193µH 2400µH 2.1kHz (Q=112)
64mm/62Wdg. 188µH 2500pF 2.1kHz (Q=112)
KwS+Fe-Kern 650µH 700pF 1.8kHz (Q=135)
FT-37-61/75W 250µH 1850pF 1.2kHz (Q=190)
Die letzten 3 werde ich mal testen, jeweils einen Styroflex +
500pF-Papierdrehko.
Die Empfangsversuche mit Zimmerantenne und 64mm-Luftspule im 2000m-Band
stelle ich für heute mal ein, das Oszi (ist vertikal etwas verwackelt,
es sind nur je 2 waagrechte Linienstücke jeweils) zeigt nur eine
zerhackte 50Hz-Schwingung mit ca. 400mVss Amplitude, überlagert sehe ich
19 und 39kHz sowie 10,0 MHz - obwohl im Zimmer außer Oszi alle
Verbraucher aus sind, auch nicht auf Standby. Kann aber sein, dass
unsere Überbarin grade da einen PC oder Laptop stehen hat. Drunter ist
Keller, nebenan Bad, Flur, und 2 Wände zum Garten. Und wir wohnen auch
nicht unter einer Hochspannungsleitung...
Josef L. schrieb:> Die Empfangsversuche mit Zimmerantenne und 64mm-Luftspule im> 2000m-Band
...
> zerhackte 50Hz-Schwingung mit ca. 400mVss Amplitude,
Ja, so ein fetter, breitbandiger Brumm, genau sowas habe ich hier
zeitweise.
2000 m- Soweit unten , auf Langwelle, wird wohl nicht viel sein, hier im
Norden empfange ich mit dem Detektorgerät nur Störträger und Baken, nur
die empfindlichen Super empfangen noch max. 2 Rundfunksender.
Dafür sind auf Mittelwelle nachts mindestens 3 Rundfunksender
empfangbar, recht stark "Absolute Radio" auf 1215 KHz, allerdings auch
viele Störträger und Baken. Nachteilig die hohe Bandbreite zu hohen
Frequenzen hin- wie geschrieben- ich habe ja historischen Bauteile, die
das bewirken, ich hoffe, das mit dem Kristall- Audion hinzubekommen, die
obere Mittelwelle aufzulösen.
Man muß nicht alles kaufen- es gibt Möglichkeiten, Bauteile mit
"Naturmaterialien" zu bauen.
Hier einige Anregungen zum Bau von Bauteilen.
Es gibt also keine Ausreden.
Und ich habe nicht nur Bücher- Zeichnungen zu bieten, auch selbst habe
ich schon Teile gebaut, siehe Farbbild, die Spule habe ich in Arbeit,
eine aufrecht stehende Zylinderspule, diese ist noch nicht fertig, die
bekommt einen Unterbau mit einem Kreisschalter.
Die letzte Anregung ist schon besonders.
Falls jemand eine Stradivari zu liegen hat, aber Violinespielen nicht
beherrscht- kann die Geige dennoch nutzbringend anwenden, und als
Resonanzkörper eines Lautsprechersystems anwenden.
Vielleicht nicht, wie gezeigt, das war ein Kopfhörer- System, welches
mittels Schallweiterleitung eines Holzstücks auf den Saitensteg wirkt,
aber mit dem Kreisschneider ein Loch in die Hinterwand schneiden, und
einen moderneren, hochohmigen Lautsprecher zu montieren, evtl. diesesn
IN den Geigen- Korpus zu integrieren, sollte machbar sein.
Darauf muß man erst mal kommen.
Audio- Enthusiasten würden sich sicher nicht mehr einkriegen vor
Begeisterung, ob des schönen Klanges.
Und ich denke, das wäre auch einmalig, viele Nachahmer wird es nicht
geben.
Die blaue Schrift auf den Bildern habe ICH eingefügt.
(alle Fotos: Günter: "Bastelbuch für Radioamateure", 1924, kann bei NVHR
heruntergeladen werden)
> Anregungen
Ja, an sowas wie die Spule mit Schieber hatte ich gedacht. Ist aber zur
Abstimmung nur auf LW geeignet, ansonsten sicher sehr praktisch für die
Antennenanpassung.
Anbei nochmal meine inzwischen getesteten Spulen, die beste ist die ganz
rechts, gabs halt vor 100 Jahren noch nicht. Daneben die
Stiefelkernspule, die sich vor allem mit Kern gut geschlagen hat.
Gegen 01 Uhr hatte ich nochmal Empfangsversuche auf MW mit dem Sony
ICF-SW7600GR gemacht, er stand auf 1620kHz und ich bin das rückwärts
durchgegangen bis 837kHz, es war auf praktisch jeder Frequenz etwas zu
hören, im Wohnraum ohne Zusatz- oder Außenantenne, oft nur schwach, auch
mehrere schache Sender, oder Störer (was ist das, kalter Krieg?
Fernschreiben?). Gut kamen rein 1566, 1548, 1530, 1458, 1422-13-04,
1341, 1215, 1089, 1044, 999, 954, 909, 882, weiter unten war der Zettel
zum Mitschreiben alle. Es ist auf jeden Fall wie zu erwarten nachts
ungleich besserer Empfang, aber viel höherer Störpegel als in den
70/80er Jahren. Mit den in den damaligen Büchern veröffentlichten
Diagrammen kann man wohl wenig anfangen (s. Bild). Dieses Diagramm finde
ich mehr oder weniger identisch in einem halbend Dutzend meiner Bücher
aus dieser Zeit.
Grade nochmal einen Empfangstest gemacht: Im Innenraum nur Störungen,
auf dem Balkon (der 22m weit ums halbe Haus geht) Lux. 234 klar, 252,
270 und 540 schwach, sonst nur Störungen (12:20 Uhr), vor allem vorm
Wohnzimmer, wo Laptop mit Netzteil und TV an sind. Der ICF werkelt da
aber mit der internen Ferrit-Antenne, man kann die Störungen minimieren,
sind aber immer noch extrem hoch.
Josef L. schrieb:>> Anregungen> Ja, an sowas wie die Spule mit Schieber hatte ich gedacht. Ist aber zur> Abstimmung nur auf LW geeignet, ansonsten sicher sehr praktisch für die> Antennenanpassung.
Warum nuir LW ? MW sollte sie auch gehen- dann muß man die Abmessungen
entsprechend wählen.
> Grade nochmal einen Empfangstest gemacht: Im Innenraum nur Störungen,> auf dem Balkon (der 22m weit ums halbe Haus geht) Lux. 234 klar, 252,> 270 und 540 schwach, sonst nur Störungen (12:20 Uhr), vor allem vorm> Wohnzimmer, wo Laptop mit Netzteil und TV an sind. Der ICF werkelt da> aber mit der internen Ferrit-Antenne, man kann die Störungen minimieren,> sind aber immer noch extrem hoch.
Das ist es heute- die AM- Bänder werden zugemüllt. Schon die
Netzleitungen strahlen den aufgefangenen Müll meterweit.
Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, mit einem Batteriegerät im
Garten, gerade 10 m vom Haus Empfang störungsfrei, ohne jede Verbindung
mit Strom- oder Erdleitung vom Netz sind die Störungen wie weggeblasen.
Aber allein schon Netz- PE ist schon eine heftige Störschleuder.
(Wasserrohre kann ich hier nicht nutzen- alles Kunststoffrohre)
ich habe aber eine eigene Erdplatte eingegraben, die hat keine
Verbindung zum PE, zusammen mit der 40m- Hochantenne zwischen
Keramikisolatoren ist der Empfang top sauber.
PE statt Erde...da geht gar nichts mehr, Knattern, Knarren, Brummen.
Klar, daß das mit Erdplatte geht, die Erde filtert die Störungen durch
die Sandkörner aus, wie ein Trinkwasserfilter.
;-)
Die Großsuper an Hochantenne hören allerdings auch die entfernten Störer
der anderen Häuser noch, da sind dicht an dicht hunderte Störträger,
aber mit geringem Pegel.
Nix :-| Habe in der Nacht meinen schnell zusammengeklöppelten
Detektorempfänger probiert und über das ganze Band war nichts zu hören.
Null!
Als Dioden habe ich Ge-Spitzendioden und eine Schottky (BAT46) probiert.
Kopfhörer ein 2000-Ohm-Typ aus einem alten Kosmos-Experimentierkasten.
Mache ich einen elementaren Fehler? Die Ferritantenne ist zugleich die
Spule des Schwingkreises. Ohne weitere Antenne. Bei ca. 190uH müßte mit
einem 25..500pF-Drehko eigentlich die komplette MW überstrichen werden.
Nun werde ich mir probehalber eine Luftspule mit 200uH wickeln und das
Ganze mit Wurfantenne und Erde probieren. Und vorher nochmal alle
Komponenten auf Funktionen testen.
Mohandes H. schrieb:> ...über das ganze Band war nichts zu hören. Null!
Nicht einmal das Geprassel und Rauschkonzert in Schiss-moll der
Wandwarzen & Co.?
Michael
> dann muß man die Abmessungen entsprechend wählen.
Damit man da am Bandende noch sauber das 9kHz-Raster abstimmen kann,
also schlechtestenfalls 2kHz danebeliegt, brauchst du da mindestens 1
Windung pro 3 kHz. Ich habe mal probehalber eine Spule mit 7mm
Durchmesser und 570 Windungen 0.1mm CuL gerechnet. Das wäre schon eine
Tüftelarbeit, die freigescheuerten Stellen dürfen sich nicht berühren,
eine Kurzschlusswindung ist ja tödlich, da wird das mit dem Abschleifen
und die Konstruktion des Schleifkontaktes schon kritisch. Die Spule hat
mit der vollen Windungszahl 240µH, mit 390pF bekommt man 521 kHz.
570 Wdg. 521 kHz
500 Wdg. 558 kHz 17 Wdg./Kanal
400 Wdg. 629 kHz 13 Wdg./Kanal
300 Wdg. 734 kHz 9 Wdg./Kanal
200 Wdg. 918 kHz 5 Wdg./Kanal
150 Wdg. 1082 kHz 2,7 Wdg./Kanal
100 Wdg. 1377 kHz 1,5 Wdg./Kanal
75 Wdg. 1648 kHz 0,8 Wdg./Kanal
Was man daran sieht ist, warum die Drehkoplatten so verrückte Zuschnitte
haben, das ganze geht quadratisch mit der Windungszahl, bzw. der
Plattenfläche! Um am Ende noch genügend Auflösung zu bekommen, müsste
die Windungszahl mindestens das dreifache betragen, dann wäre die
Induktivität das neunfache, nötiger Kondensator 43pF, im absteigenden
Ast der Q-Kurve. Auch so liegt die erreichbare Güte schon nur bei 30-40.
Erhöht man den Spulendurchmesser, steigt die Güte, aber die nötige
Windungszahl verkleinert sich wieder, eine richtige Zwickmühle.
Als Abhilfe wäre möglich, den MW-Bereich in 2 Teile zu teilen und nur
jeweils runter bis 200 Windungen abzustimmen. Mit 125pF gehts von
918-1620kHz. Ja, und möglicherweise gibt es auch Lösungen für 0.2 oder
0.3mm Drahtdurchmesser; dann werden die Spulen aber schon 15-20cm lang.