Ich nehme 20 Meter Zwillingslitze. Am einen Ende hänge ich einen Kerko,
am anderen Ende das Oszi. Und zwar so, dass Masse an einer Litze und der
Tastkopf an der anderen Litze hängt. Ich messe also die
Spannungsdifferenz an beiden Litzen. Alle 10ms sehe ich einen starken
Ausschlag bei 10 MHz mit 4Vpp. Jetzt nehme ich den Stromstecker des
Oszis und stecke ihn in eine andere Steckdose. Die Störung ist komplett
weg.
WTF????????????? Kann man jetzt nichtmal mehr dem Oszi vertrauen? :(
Die Verursacher der Störung war übrigens ein Heizteppich auf mittlerer
Stufe, der in der selben Mehrfachsteckdose angeschlossen war wie das
Oszi. Dennoch... WTF? Also das geht doch nun wirklich nicht?
Panny schrieb:> Alle 10ms sehe ich einen starken Ausschlag bei 10 MHz mit 4Vpp. Jetzt> nehme ich den Stromstecker des Oszis und stecke ihn in eine andere> Steckdose. Die Störung ist komplett weg.
Mit ein wenig Nachdenken kann man sich das leicht erklären.
> stecke ihn in eine andere Steckdose.
Das wirds wohl sein. An der "einen" Steckdose hängt ein Verbraucher, der
mit 100Hz Stromspitzen erzeugt. Diese steilflankigen Impulse finden
ihren Weg über das Oszi in deinen "Schwingkreis", den du an die
Messpitze gehängt hat.
> Kann man jetzt nichtmal mehr dem Oszi vertrauen? :(
Man kann keinem Messwert "vertrauen", sondern muss immer erwägen, ob
das, was man grade sieht, auch tatsächlich vom Prüfling kommt, oder ob
es Artefakte vom Messaufbau sind.
Danke für diese professionelle Antwort. Der Heizteppich hat kein
Schaltnetzteil, sondern nur ein sehr kleines Gerät mit Schalter dran,
welches man von 0 bis 4 einstellen kann. Das kann eigentlich nur eine
zeitlich gesteuerte Phasenabschnittssteuerung sein. Das erklärt auch die
10ms Pulse.
Aber wenn die Störung jetzt wirklich durch das Oszi durchkoppelt....
dann ist das ein Problem. Liegt das daran, dass mein Rigol einfach
billiger Schrott ist, oder haben auch teure Marken es nicht hinbekommen,
ihren Stromversorgungspfad komplett abzuschirmen?
Panny schrieb:> Aber wenn die Störung jetzt wirklich durch das Oszi durchkoppelt....> dann ist das ein Problem. Liegt das daran, dass mein Rigol einfach> billiger Schrott ist, oder haben auch teure Marken es nicht hinbekommen,> ihren Stromversorgungspfad komplett abzuschirmen?
Das haben Sie jetzt nicht verstanden oder? Das Hat nichts mit dem
Oszilloskop zu tun, sondern die GEMESSENE SPANNUNG IST WIRKLICH DA.
Die Heizdecke hat vermutlich eine Phasenanschnittsteuerung, und damit
steilflankige Schaltvorgänge. Die Leitung zum Kerko hat eine
Induktivität.
In die Leitung wird die durch die Heizdecke erzeugte Störung
eingekoppelt, und die Induktivität der Leitung sitzt zwischen
eingekoppelter Störung und Kerko. Und macht diesen für höhere Frequenzen
unwirksam, so zu sagen.
Nochmal:
Das ist nicht das Oszilloskop. Das tut was es soll. Die Störung ist
wirklch physikalisch vorhanden.
Panny schrieb:> Liegt das daran, dass mein Rigol einfach> billiger Schrott ist, oder haben auch teure Marken es nicht hinbekommen,> ihren Stromversorgungspfad komplett abzuschirmen?
Nun, Rigol wird sicherlich Abstriche bei der Abschirmung des gesamten
Aufbaus gemacht haben - zumindest im Vergleich zu einem "Rhode und
Schwarz"-Gerät.
Als "billigen Schrott" würde ich es nicht unbedingt bezeichnen. Wie
bereits Lothar geschrieben hat:
Lothar M. schrieb:> Man kann keinem Messwert "vertrauen", sondern muss immer erwägen, ob> das, was man grade sieht, auch tatsächlich vom Prüfling kommt, oder ob> es Artefakte vom Messaufbau sind.
Man muss wissen, ob das, was man misst, plausibel ist bzw. wo die
(vermeintliche) Störung ihren Ursprung haben kann.
Eine Einkopplung von außen kann dir auch mit einem teuren/hochwertigen
Gerät passieren. Auch wenn es wohl etwas unwahrscheinlicher ist, dass
dies über den Stromversorgungspfad passiert.
Deswegen ist es ratsam bei nicht identifizierbaren/unerklärlichen
Störungen alle umliegenden Geräte (besonders die, die bekanntermaßen
stark stören können und/oder eine große Leistungsaufnahme haben) wie
Heizdecken, LED-Lampen, Schaltnetzteile (bspw. Computer), etc.
abzuschalten um mögliche Störquellen zu eliminieren.
Des Weiteren misst du sehr hochohmig. Ich wette, die Spannung bricht bei
einer Belastung von bspw. 100kOhm völlig zusammen.
Der Oszikäufer will halt heute nicht mehr soviel geld für ein Gerät auf
den tisch legen, als das man eine schlagkräftoge Entwicklungsabteilung
davon bezahlen könnte. Und die Nachwuchsentwickler von heute nehmen dann
die mit der heissen Nadel gestrickten Geräte als Referenz und wissen
garnicht mehr wie man Filter konstruiert.
PS:
Da mal eine Künstlerische Darstellung der 'schlagkräftigen Entwickler'
von danals: ROn Holt - Entwickler des Apple-II-Netzteiles ;-)
https://www.youtube.com/watch?v=P9NllsnSH74
Panny schrieb:> oder haben auch teure Marken es nicht hinbekommen,> ihren Stromversorgungspfad komplett abzuschirmen?
Die Masse/Erde ist bei so gut wie allen Oszis ganz bewusst verbunden.
Name: schrieb:> Panny schrieb:>> Aber wenn die Störung jetzt wirklich durch das Oszi durchkoppelt....>> dann ist das ein Problem. Liegt das daran, dass mein Rigol einfach>> billiger Schrott ist, oder haben auch teure Marken es nicht hinbekommen,>> ihren Stromversorgungspfad komplett abzuschirmen?>> Das haben Sie jetzt nicht verstanden oder? Das Hat nichts mit dem> Oszilloskop zu tun, sondern die GEMESSENE SPANNUNG IST WIRKLICH DA.Name: schrieb:> Nochmal:> Das ist nicht das Oszilloskop. Das tut was es soll. Die Störung ist> wirklch physikalisch vorhanden.
Dito! Auch ein wesentlich teureres Messgerät bewahrt einem nicht vor dem
nachdenken!
Bei uns in der Firma triggered das (teure) Oszi auf meinem Platz auch,
wenn der Kollege sein Schütz schaltet. Und das sind getrennte
Stromkreise und das Schütz wird durch ein Labornetzteil versorgt, also
keine direkten 230 V. Beim Burst Test ist das noch schlimmer, da misst
jedes Messgerät im Umkreis von 5 m Müll, weil dieser Test einfach diese
Störungen aussendet und entsprechende Messgeräte das aufnehmen und
darstellen können.
Da macht der Satz "Wer misst, misst Mist" auch viel Sinn. Das was man
misst, sollte man IMMER hinterfragen und NIE blind glauben... Also
eigentlich wie bei allem im Leben ;)
C. A. Rotwang schrieb:> Der Oszikäufer will halt heute nicht mehr soviel geld für ein Gerät auf> den tisch legen, als das man eine schlagkräftoge Entwicklungsabteilung> davon bezahlen könnte. Und die Nachwuchsentwickler von heute nehmen dann> die mit der heissen Nadel gestrickten Geräte als Referenz und wissen> garnicht mehr wie man Filter konstruiert.
Niemand will Oszis, welche dir dein gesamtes Messergebnis ohne dein
Zutun wegfiltert! Die 20 Metern Zwillingslitze könnten ja auch ganz
bewusst als Antenne gedacht sein. Findet derjenige, der etwas messen
will, bestimmt ganz toll, wenn sein Signal vom Oszi nicht angezeigt
wird, weil ein Entwickler bei dem Hersteller "gedacht" hat...
Da hilft auch keine Schirmung vom Oszi, wenn man extern am Oszi mit dem
Tastkopf eine Antenne baut. Hier ist weder das Oszi, noch der Aufbau das
Problem, sondern der Anwender, welcher nicht weiß was er tut und messen
will ;)
Chris schrieb:> Niemand will Oszis, welche dir dein gesamtes Messergebnis ohne dein> Zutun wegfiltert!
Ich dachte an netz-filter nicht an Eingangsfiler. Störungen die über den
Netzeingang einkoppeln braucht keiner, ich dachte das wäre klar?!
Vielleicht ist das auch ein Vorteil des Analogscopes, den das hat keine
AD-Wandler deren Powersupply und referenz man klinisch steril halten
muß.
Chris schrieb:> Da macht der Satz "Wer misst, misst Mist" auch viel Sinn. Das was man> misst, sollte man IMMER hinterfragen und NIE blind glauben... Also> eigentlich wie bei allem im Leben ;)
Ja, meine langjährige Erfahrung sagt mir:
Das Messgerät hat bei mir bisher immer recht gehabt. Das Problem saß
immer davor.
Was seltenst verstanden wird, sind die Grenzen des Messgerätes. So ein
Oszi errreicht mit Mühe 2% Genauigkeit bei der Spannung. Trotzdem sieht
man immer wieder vierstellige Angaben, vom Oszi abgelesen ;-)
Also habe ich das jetzt richtig verstanden:
PE vom Oszi ist mit der Masseklemme verbunden. Irgendwie strahlt der
Heizteppich (der KEIN PE HAT -> Eurostecker) Störungen auf die
benachbarte Mehrfachsteckdose aus, konkret auf die PE-Leitung. Wenn dem
so ist, messe ich effektiv doch gar nicht mehr meine Antenne, sondern
eher sowas:
1
20 Meter
2
.-------------------------- PE
3
C(10uF)
4
`-------------------------- Oszi Tastkopf
Ich möchte aber die Schwankungen auf PE gar nicht in die Messung mit
einfliessen lassen. Brauche ich jetzt ein Oszi ohne PE?
Nein 2 Kanäle...+ Math Funktion
Oder einen Differenztastkopf..
Aber selbst dann kannst du da ggf. die Störung messen wenn die dort
wirklich wie bei einer Antenne eingekoppelt wird (außer die wird bei
beiden Leitungen vollkommen symmetrisch eingekoppelt..)
Panny schrieb:> PE vom Oszi ist mit der Masseklemme verbunden. Irgendwie strahlt der> Heizteppich (der KEIN PE HAT -> Eurostecker) Störungen auf die> benachbarte Mehrfachsteckdose aus, konkret auf die PE-Leitung.
Dir ist schon klar das im Keller N und PE Gleichberechtigt sind?
Panny schrieb:> Irgendwie strahlt der> Heizteppich (der KEIN PE HAT -> Eurostecker) Störungen auf die> benachbarte Mehrfachsteckdose aus, konkret auf die PE-Leitung.
Statt 'strahlt' heisst es 'koppelt', weil EM-Strahlung ist nur eine
Möglichkeit wie eine Störung ihren Weg findet. Da gibt es galvanische,
kapazitive und induktive Kopplung
http://rooijen.de/studium/emv/emv.htm Abb. 6
Nein, Du brauchst Wissen.
Es ist nicht möglich mit/an einem elektrischen Gerät etwas zu messen und
keine Störungen zu haben. Wichtig ist, zu wissen ob die Störungen
relevant sind.
Du kannst das mit sehr sehr viel Aufwand Filtern und Abschirmen. Sowas
wie Vollmetallräume und Absorberkammern. Das ist aber, gelinde gesagt,
schweineteuer. Und nützen wird das dann auch nur bedingt, da man mit
diesen Kammern umgehen muss, also Wissen braucht.
Bei mir ist auf fast jeder Messung irgendeine Störung drauf. Das ist
halt so hier in der Stadt.
Das einzige was also wirklich hilft ist zu lernen das wesentliche vom
unwichtigen im Signal zu unterscheiden.
Und mit einem Oszi mit Potentialfreiem Eingang wird das nicht besser.
Letztendlich ist das Störsignl ja wirklich vorhanden auf den 20m Kabel.
Du misst da nichts falsch, dein Aufbau ist falsch, wenn er die Störungen
empfängt.
Panny schrieb:> Aber wenn die Störung jetzt wirklich durch das Oszi durchkoppelt....> dann ist das ein Problem. Liegt das daran, dass mein Rigol einfach> billiger Schrott ist, oder haben auch teure Marken es nicht hinbekommen,> ihren Stromversorgungspfad komplett abzuschirmen?
Nein, der Rigol ist in Ordnung. Ich habe es auch schon geschafft, bei
einem teuren Fabrikat mit einem Stück Draht am Eingang die internen
Speicherzugriffe sichtbar zu machen.
C. A. Rotwang schrieb:> Vielleicht ist das auch ein Vorteil des Analogscopes, den das hat keine> AD-Wandler deren Powersupply und referenz man klinisch steril halten> muß.
Auch ein Analogscope würde in diesem Fall triggern.
Panny schrieb:
Wie weit ist denn die Heizdecke von deiner 20m-Antenne entfernt?
Vielleicht hast du ja auch folgenden Aufbau:
Panny schrieb:> Ich möchte aber die Schwankungen auf PE gar nicht in die Messung mit> einfliessen lassen. Brauche ich jetzt ein Oszi ohne PE?
Wie hier schon geschrieben:
Benjamin K. schrieb:> Und mit einem Oszi mit Potentialfreiem Eingang wird das nicht besser.
Dein Messergebnis hat erst mal nicht direkt was mit PE zu zun! Es hat
etwas damit zu tun, dass du irgendwo eine Störquelle hast. Die könnte
z.B. eine elektromagnetische Welle aussenden. Diese hat eine räumliche
Ausbreitung und geht von deiner Heizdecke aus. Deine Antenne (20 m
Kabel) hat auch eine räumliche Ausbreitung. Daher trifft diese Welle der
Störquelle zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Stellen
deiner Antenne auf. Angenommen die Welle trifft zu erst bzw. nur auf das
Ende deiner Antenne, dann tritt dort im Kabel ein Potentialunterschied
im Vergleich zum Anschluss am Oszi auf. Dabei ist es egal ob der
Anschluss vom Oszi auf PE (Störung könnte über PE "abfließen") oder in
der Luft hängt (Leistung der Störung wird durch Widerstand deiner
Antenne verheizt). Das kann das Oszi detektieren und anzeigen. In der
Realität ist es vmtl noch etwas komplexer, aber vielleicht hilft das
Beispiel ja beim Verstehen.
Noch ein anderes. beliebtes Beispiel zum Thema "wer misst, misst Mist":
Strommesszangen!
Wir haben hier eine batteriebetriebene zum Anschluss ans Oszi. AC kann
die bis etwa 100 kHz messen. Wenn man diese am Oszi anschließt, und
keinen Strom fließen hat, sieht man je nach Umgebung dennoch ein
ziemlich unsauberes Signal. Das kann Rauschen sein oder Störungen von
außen. Besonders erstes tritt bei Frequenzen von weit über 100 kHz auf.
Daher ist es bei diesen Messungen legitim, die Bandbreitenbegrenzung und
zusätzliche Filter zu aktivieren, damit alles größer ~ 1 MHz generell
herausgefiltert wird. Das hat nichts damit zu tun, dass das Oszi oder
die Strommesszange schlecht ist!
Chris schrieb:> "wer misst, misst Mist"
Der Spruch geht nicht so, sondern so: "Wer mit Mist misst misst Mist".
Es soll vermittelt werden, dass man mit untauglichen Messmitteln zu
ungenauen / unbrauchbaren Ergebnissen gelangt, und nicht, dass Messen
IMMER und und AUF ALLE FÄLLE zu mistigen Ergebnissen führt. Exakt DAS
ist nämlich die Botschaft von "wer misst, misst Mist".
Marco K. schrieb:> Dir ist schon klar das im Keller N und PE Gleichberechtigt sind?
Innerhalb der Wohnung aber nicht mehr. Das merkst Du daran,
das bei einem Kurzschluss zwischen N und PE typischerweise
der RCD auslöst.
Panny schrieb:> WTF????????????? Kann man jetzt nichtmal mehr dem Oszi vertrauen? :(
Und was hast du erwartet?
Ist doch ganz klar, dass du allen möglichen Dreck empfängst wenn du eine
Antenne an den Tastkopf hängst!
Da koppelt halt was ein, was wolltest du mit deinem Versuch erreichen?
C. A. Rotwang schrieb:> Der Oszikäufer will halt heute nicht mehr so viel geld für ein Gerät auf> den tisch legen, als das man eine schlagkräftoge Entwicklungsabteilung> davon bezahlen könnte. ...
Ich fürchte eher, dass der Oszibenutzer von heute nicht mehr soviel
geistigen Aufwand für das Verständnis der Physik rund um die Elektronik
aufbringen möchte... ;)
Sorry, das war jetzt wieder so ein 'die heutige Jungend...'-Spruch.
Früher gab es auch genug Ahnungslosigkeit, das fiel nur durch das nicht
vorhandene Internet nicht so auf... :(
Mundschutzträger mit 20MHz Bandbreite schrieb im Beitrag #6567577:
> In diesen Zeiten werden generell viele Abstriche gemacht...
Ja und den Messwerten muss blind vertraut werden, wenn man kein
Messwerteleugner sein will.
Roland E. schrieb:> Komisch. Mein R&S macht nicht solche faxen.
Dann ist es wohl kaputt.
Das Oberklasse Oszi Modell von vor 20J ist meist deutlich schlechter als
ein günstiges aktuelles Rigol.
Damals haben findige Köpfe mit den begrenzten Möglichkeiten ihrer Zeit
damit sehr anständig arbeiten können.
Heute sitzt da häufig Dieter Dussel vor dem quietschbunten Bildschirm,
der ohne 'AUTO' Taste kein Signal getriggert bekommt und das was er
sieht nicht interpretieren kann.
Damals wussten die Messkundigen noch um Potentialtrennung und
Batteriebetrieb bei Oszis und wann was angezeigt ist.
Panny schrieb:> Jetzt nehme ich den Stromstecker des> Oszis und stecke ihn in eine andere Steckdose. Die Störung ist komplett> weg.
Nun, jedes Oszi hat eine direkte Verbindung des GND mit Schutzleiter zur
Personensicherheit. Daher sind Störungen zwischen Schutzleiter und
Meßobjekt direkt zu sehen.
Abhilfe schafft nur ein Oszi mit Akkubetrieb oder ein Differenztastkopf.
Panny schrieb:> Zwillingslitze
Offensichtlich nicht verdrillt.
Siehe Das Ersatzschaltbild von Bernd
Beitrag "Re: Nichtmal mehr dem Oszi kann man vertrauen!"Panny schrieb:> Jetzt nehme ich den Stromstecker des> Oszis und stecke ihn in eine andere Steckdose. Die Störung ist komplett> weg.
Das ist nicht gut. Kratz mal die (Wand-)Farbe von den Erdungskontakten
dieser Steckdose, auf das dein Scope (und dessen Masse) vernünftig auf
PE liegen möge.
Panny schrieb:> Liegt das daran, dass mein Rigol einfach> billiger Schrott ist, oder haben auch teure Marken es nicht hinbekommen,> ihren Stromversorgungspfad komplett abzuschirmen?
Für Probleme deiner Hauselektrik, und Probleme deines Aufbaues beim
Messen, kann Rigol nicht einstehen.
Panny schrieb:> Brauche ich jetzt ein Oszi ohne PE?
DU schon!
SCNR :D
HTH
Peter D. schrieb:> Nun, jedes Oszi hat eine direkte Verbindung des GND mit Schutzleiter zur> Personensicherheit.
Nicht jedes, aber die meisten.
> Abhilfe schafft nur ein Oszi mit Akkubetrieb oder ein Differenztastkopf.
Es gibt auch welche mit potentialfreien Eingängen. Solche hatten wir in
der Hochschule im Labor "Leistungselektronik".
Klaus schrieb im Beitrag #6568334:
> Dietrich L. schrieb:>> Es gibt auch welche mit potentialfreien Eingängen. Solche hatten wir in>> der Hochschule im Labor "Leistungselektronik".>> Was für ein Oszi war das?
Ich kann nicht für Dietrich sprechen, aber es gibt sie:
Beitrag "[S] Oszilloskop mit potentialfreien Eingängen">Ich suche ein dem TPS2024 vergleichbares Oszilloskop, idealerweise etwas>preisgünstiger. Das TPS2024B kostet aktuell bei Farnell 5120€.>>Wichtige Eckdaten vom TPS2024 und damit die Untergrenze der>Anforderungen:>- 4 potentialfreie Eingänge, 30Vrms mit Standardprobes>- 200Mhz Analogbandbreite>- 2GS/s
Vielleicht sotte auf jedem Messgerät der Slogan:
"A fool with a tool is still a fool" resp. in Ortssprache
"Ein Narr mit einem Messinstrument ist immer noch ein Narr"
stehen. Auch wenn das das Instrument dann kein Statussymbol mehr ist und
wohl weniger davon verkauft würde.
PS:
Andere deutsche Redewendungen sind:
"Eine Maschine ist nur so schlau wie ihr Bediener"
Bernd schrieb:> Nein, der Rigol ist in Ordnung. Ich habe es auch schon geschafft, bei> einem teuren Fabrikat mit einem Stück Draht am Eingang die internen> Speicherzugriffe sichtbar zu machen.>>> C. A. Rotwang schrieb:>> Vielleicht ist das auch ein Vorteil des Analogscopes, den das hat keine>> AD-Wandler deren Powersupply und referenz man klinisch steril halten>> muß.> Auch ein Analogscope würde in diesem Fall triggern.
Nein, wenn der Störimpuls dir Triggerlogic nicht erreichen kann, wird
das scope natürlich nicht triggern. Speicherzugriffe wie oben
geschildert gibt es wie Probleme mit der 'Reinheit der ADC-Supply' beim
Analogscope auch nicht.
Und unabhängig ob Digital- oder Analog, bietet ein Scope oft mehrere
Möglichkeiten auch bei verstörten Eingangssignalen sauber zu triggern.
Natürlich findet nicht jeder Scope-User, insbesonders diese sich rein
auf eine 'inituitive' Bedienoberfläche verlassen diese. Da muß man schon
das (hoffentlich vorhandene) Handbuch lesen oder eine tiefgründige
Schulung in die korrekte Messung mit Scope absolviert haben.
- es könnte allein im Eingangspfad des Triggermoduls ein zuschaltbares
Filter geben um zwas das ungefilteret Signal darzustellen aber dennoch
die Störungen vom Auslöser fernzuhalten (siehe Anhang, r. das bedienfeld
für die Triggerfilter, links der Knopf f. den Messkanal-Eingangs
-Filter)
- man kann zwei Eingänge für das gleiche Signal verwenden, der bspw. CH1
wird für die Darstellung verwendet, der zweite Eingang (an der selben
Signalquelle) bspw Ch2 wird zum Triggern verwendet und am CH2 sind dann
die Filter aktiv um den Störimpuls auszublenden.
- man kann auch den externer Triggereingang verwenden und selbst einen
Trigger zum geeigneten Zeitpunkt erzeugen. Bspw. um einen I2C Ausgang
eines µC zu analysieren kann man den externen Trigger an einen GPIO des
µC anschliessen, auf den man beim Start des zu Untersuchenden I2C
Transfers eine Impuls legt. Das Scope löst dann auf den externen
Triggerausgang aus und ist von Störungen auf I2C unbeeinflußt, stellt
sie aber trotzdem dar.
C. A. Rotwang schrieb:> zwas das ungefilteret Signal darzustellen aber dennoch> die Störungen vom Auslöser fernzuhalten
Wie soll das gehen? Woher soll das Filter wissen, welcher Teil des
Signals nun das richtige und welcher das falsche ist?
Nein. Das Oszi zeigt an, was am Eingang vom User angelegt wird.
Matthias L. schrieb:> C. A. Rotwang schrieb:>> zwas das ungefilteret Signal darzustellen aber dennoch>> die Störungen vom Auslöser fernzuhalten>> Wie soll das gehen? Woher soll das Filter wissen, welcher Teil des> Signals nun das richtige und welcher das falsche ist?>> Nein. Das Oszi zeigt an, was am Eingang vom User angelegt wird.
Aber das Trigger-Modu benutzt nicht zwangsläufig genau das Signal das
angezeigt wird, sondern eine 'abgezweigte Kopie' davon, die mglw. durch
ein (Antistörungs-)Filter lief.
Da mal ein vereinfachtes Blockbild:
https://www.ewh.ieee.org/soc/es/Nov1998/04/IMG1.GIF
Zwischen A1 und Schmitt-Trigger können beliebige Filter deren Auswirkung
nicht auf dem Bild zu sehen ist. Vielleicht wird es bei Analogscope
deutlicher da wirken Trigger und y-Ablenkung auf unterschiedliche
Plattenpaare:
https://www.pinterest.de/pin/414401603188348952/
Es bleibt bei der Kernaussage, das Dein Filte rnicht weiss, was es
wegfiltern soll und was nicht. Es wird das angezeigt, was der Anwender
am Eingang einspeist.
Matthias L. schrieb:> Es bleibt bei der Kernaussage, das Dein Filte rnicht weiss, was es> wegfiltern soll und was nicht. Es wird das angezeigt, was der Anwender> am Eingang einspeist.
Das Filter filtert wie es der Bediener vorgibt. Siehe Bedienfeld rechts
oben, wenn beispielsweise "AC-LF" ausgewählt ist, werden hochfrequente
Störungen und DC-Offsets abgeblockt und der Trigger reagiert nur auf das
niederfrequente Nutzsignal. Dargestellt wird das Signal aber wie im
Bedienfeld links, also mit/ohne 20 MHz Bandsperre oder invertiert.
Insofern gelten die Aussagen:
Beitrag "Re: Nichtmal mehr dem Oszi kann man vertrauen!"Beitrag "Re: Nichtmal mehr dem Oszi kann man vertrauen!"
nicht oder nur bedingt.
Ein andere Möglichkeit ist die Triggerung nach Pulsbreite, bspw. an I2C
nur Hinimale-Pulse mit der minimalen Länge lösen die Triggerung aus.
Der Anwender muss wissen, was die eingestrahlte Störung vom Nutzsignal
unterscheided und den Trigger so programmieren das eingestrahlte
Störsignal keine Triggerung auslöst, das Nutzsignal dagegen schon. Da
Störsignale meist spikes oder sonstwie Hochfrequent sind, kann man das
gut über Frequenzgangfilter machen.
Natürlich kann es Scopes im Angebot geben, die keine getrennten
(Filter)-Pfade für Trigger und für Signal haben, sondern nur einen
Filterpfad (bspw. 20MHz BW ON/OFF) . Das kann der Fall sein, wenn man
ein preiswertes Scopes für den Entry-markt entwickelt und alles weglässt
(als Bauteil und in der Firmware) was für die Grundfunktion nicht
erforderlich ist. Dann ist man natürlich gezwungen die Messschaltung
Störungs- und rauscharm aufzubauen um nicht ständig vom Trigger an die
falsche Stelle geschickt zu werden.
Matthias L. schrieb:> Es bleibt bei der Kernaussage, das Dein Filte rnicht weiss, was es> wegfiltern soll und was nicht. Es wird das angezeigt, was der Anwender> am Eingang einspeist.
Richtig, aber für ihn leider nicht gut forumliert.
Sein Oszi misst, was am Eingang da ist, nicht mehr, nicht weniger. Und
da werden halt Störungen eingekoppelt, die sind wirklich da. Leitungen
haben einene Einfluss.
Er will nicht wahrhaben, dass Signale über eine so lange Leitung gestört
werden. Darum MUSS es ja das Oszi sein, dass Unrecht hat.
Die Lösung ist:
- Man kann die Leitung kürzer machen
- Man kann die Störquelle entfernen
- Vielleicht kann man die Bandbreite reduzieren, und so die Störung
ausblenden
Fakt ist aber:
Die Störung ist wirklich da, und er will es nicht wahrhaben. Und gegen
Ignoranz anzuschreiben ist mir zu dumm.
Name: schrieb:> Fakt ist aber:> Die Störung ist wirklich da, und er will es nicht wahrhaben. Und gegen> Ignoranz anzuschreiben ist mir zu dumm.
Ich ignoriere nicht, daß die Störung 'da' ist, ich widerspreche aber das
man wegen der Störung nicht ordentlich triggern könnte. Und das, falls
man dank der passenden "Triggereingang coupling" Einstellung richtig
getriggert hat, das dargestellte Signal kaputtgefiltert wäre.
"Auch ein Analogscope würde in diesem Fall triggern."
"Niemand will Oszis, welche dir dein gesamtes Messergebnis ohne dein
Zutun wegfiltert!
Eben das stimmt nicht, ich habe oben drei Möglichkeiten genannt, wie man
trotz einem aktiven Filter auf dem Trigger das ungefilterte Signal sehen
kann. Die zweite Möglichkeit wäre die für Rigol-Nutzer. Beim Rigol
scheint es tatsächlich so zu sein, das aktivierte Digitalfilter
tatsächlich die Darstellung verändern. Wirkt sich dieses Filter nur auf
einen einzelnen Kanal aus, könnte man mit der Variante 2 nur das
Triggermodul störungsfrei halten.
Was immer geht ist Variante 3 -externer Triggereingang- und
bereitstellung eines Triggerpulses von aussen zum gewünschten Zeitpunkt.
Natürlich muss Leitung an externen Triggereingang geschirmt sein, aber
am Messeingang kann man die parasitäre Antenne dranhängen die man will,
beispielsweise eine lange I2C-Leitung.
PS:
Ich sehe grad, das Rigolnutzer wohl öfters Probleme haben, die
prinzipiellen Triggermöglichkeiten eines Scopes zu verstehen:
Beitrag "Rigol DS1054Z - wie extern triggern?"
Vielleicht liegt es auch daran, das man sich manche Triggeroptionen erst
zukaufen muss.
Oder getrennte Signalpfade für Trigger und Darstellung bei manchen
Oszi-modellen einfach nicht vorhanden sind.
C. A. Rotwang schrieb:> Ich ignoriere nicht, daß die Störung 'da' ist, ich widerspreche aber das> man wegen der Störung nicht ordentlich triggern könnte. Und das, falls> man dank der passenden "Triggereingang coupling" Einstellung richtig> getriggert hat, das dargestellte Signal kaputtgefiltert wäre.
Doch, es wird schon wieder ignoriert, dass die Störung da ist.
Wenn das Signal physikalisch gestört ist, dann sieht es auch der
Trigger. Weil das Oszilloskop keine magische Kugel hat, die sagt, was
der Mensch der davor ist für real hält und was nicht, kann es das nicht
unterscheiden.
Es gibt nur die Realität für das Oszilloskop, und die Beinhaltet auch
die Störung.
Keine Ignoranz und kein beleidigt mit dem Fuß aufstampfen dieser Welt
kann das ändern.
Übrigens:
Jede Elektronik, die am Ende der Leitung sitzt, wird auf die Störung
auch reagieren. Wenn das ein Bus ist, wird der µC gestört und so weiter.
Name: schrieb:> C. A. Rotwang schrieb:>> Ich ignoriere nicht, daß die Störung 'da' ist, ich widerspreche aber das>> man wegen der Störung nicht ordentlich triggern könnte. Und das, falls>> man dank der passenden "Triggereingang coupling" Einstellung richtig>> getriggert hat, das dargestellte Signal kaputtgefiltert wäre.>> Doch, es wird schon wieder ignoriert, dass die Störung da ist.
Nein, die Störung ist anerkannt und deshalb wird ein Filter in der
Triggerpfad als Gegenmassnahme aktiviert.
> Wenn das Signal physikalisch gestört ist, dann sieht es auch der> Trigger.
Es gibt aber Scope-Einstellungen, die dieser Störung gezielt
entgegengesetzt werden können. Die findet man unter "Trigger coupling".
OK manche Scopes scheinen nur 'INPUT coupling' und keine extra coupling
für die eingestellte Triggerquelle zu kennen.
> Weil das Oszilloskop keine magische Kugel hat, die sagt, was> der Mensch der davor ist für real hält und was nicht, kann es das nicht> unterscheiden.
Deshalb schrieb ich ja gestern das der Benutzer das Triggervorfilter
anhand des von ihm erkannten Unterscheidungsmerkmals zwischen (meist
hochfrequent breitbandiges Rauschen) Stör- und (bspw. niederfrequent,
pulsförmig) Nutzsignal einstellen muß. Wenn das (Einsteiger-) Scope
diese Möglichkeiten nicht bietet, dann benutzen man externen Trigger.
Und an dem kann man sich auch noch Filter dranbasteln, wenn man es für
nötig hält.
> Es gibt nur die Realität für das Oszilloskop, und die Beinhaltet auch> die Störung.
In der Realität gibt es mehrere Signalpfade die zum Scope führen, wenn
der Pfad gestört ist, kann man auch einen anderen Pfade mit
Gegenmassnahmen häten um seine Steuersignale (wie externer Trigger) an
das Scop zu bringen.
> Keine Ignoranz und kein beleidigt mit dem Fuß aufstampfen dieser Welt> kann das ändern.
Ja aber offensichtlich verstehst du nicht, das du nicht vor 'beleidigt
aufstampfen' gefeit bist.
> Übrigens:> Jede Elektronik, die am Ende der Leitung sitzt, wird auf die Störung> auch reagieren. Wenn das ein Bus ist, wird der µC gestört und so weiter.
Nein, eben nicht. Wenn ein µC von seinem I2C Master stur über einen
langen i2C Zweidraht seine Daten an einen I2C Slave schickt und ein
lauschendes Scope nur gestörte Signale empfängt, kann man immer noch
über ein weitere Leitung ein Trigger signal zum Scop schicken. Der
sendende IC zeigt sich von eingecoupelten Störungen weitgehend
unbeeindruckt. Natürlich kann man diese zusätzlich Leitung besonders
härten gegen die Störung (Schirmung, differentieller Signalstandard,
optokoppler).
Panny schrieb:> Ich nehme 20 Meter Zwillingslitze. Am einen Ende hänge ich einen Kerko,> am anderen Ende das Oszi.
Ja, extrem gut gemacht. Wenn man hier in Berlin die Tastspitze des Oszis
in die Luft hält, dann hat man schon vor 30 Jahren den RIAS auf dem Oszi
sehen können.
Und du hast ne wunderbare Antenne gebaut, mit der du dir jede nur
erdenkliche Störung auf deinem Oszi anschauen kannst.
ick wunder mir üba jarnüscht mehr.
W.S.
C. A. Rotwang schrieb:> In der Realität gibt es mehrere Signalpfade die zum Scope führen, wenn> der Pfad gestört ist, kann man auch einen anderen Pfade mit> Gegenmassnahmen häten um seine Steuersignale (wie externer Trigger) an> das Scop zu bringen.
Das Oszi misst, was es zur Buchse herinbekommt.
Störungen kann man nicht wegfabulieren...
Matthias L. schrieb:> Es bleibt bei der Kernaussage
das der Titel Mist ist!
Ein Oszi war immer seit meinem Beginn vor 49 Jahren ein "Schätzeisen"
und wurde stets so von allen erfahrenen Kollegen bezeichnet!
Es gilt weiterhin:
"wer misst misst Mist und wer viel misst misst viel Mist"
Man muss schon abschätzen können ob das Meßgerät oder die Meßmethode
taugt und das Gemessene plausibel ist.
Wenn die Störung de facto durch Wechsel der Steckdose behoben wird, dann
muss man weder das Gerät madig machen, noch am Messeingang Handstände
machen, oder der Antennenwirkung die Alleinschuld geben, sondern ggf. am
Netzfilter nach Optimierung suchen.
Name: schrieb:> Störungen kann man nicht wegfabulieren...
Man kann aber Nutzsignal und Störungen ausfiltern und/oder das
Nutzsignal rekonstruieren.
Auch bei Übertragungsstrecken über mehrere Millionenkilometer bei dem
Gigawatt Stör-Strahler auf 23W Nutz-Sendeleistung einprasseln:
https://core.ac.uk/download/pdf/42852902.pdf
Falls Du tatsächlich interessiert bist, deine Wissenslücken zu füllen,
kannst du dich ja mal bei den Funkamateuren bezüglich QRP aufschlauen
lassen.
Ein gestörtes Signal heisst nicht, daß das Signal verloren ist. Um das
zu verstehen wirst Du Dich mehr mit Informationstechnik befassen müssen,
als lediglich bockige Kommentare in einem Internetforum abzugeben.
>Ein andere Möglichkeit ist die Triggerung nach Pulsbreite, bspw. an I2C>nur Hinimale-Pulse mit der minimalen Länge lösen die Triggerung aus.
Nein. Das ist erstmal ein Oszi. Das zeugt Analogsignale an welche Du am
Eingang einspeist. Auch wenn Du das nicht glaubst. Besagter Filter macht
nur in I2C Loggern Sinn.
>RIAS auf dem Oszi sehen können.
Dann stellst Du den ominösen Filter auf -RIAS
Matthias L. schrieb:>>RIAS auf dem Oszi sehen können.>> Dann stellst Du den ominösen Filter auf -RIAS
Ja, nennt sich Tiefpass-Filter.
Also langsam sollte man überlegen, ob man Hirnintensive Messgeräte nur
gegen Lehrgangsnachweis abgeben sollte ...
Die Zeiten wo man sich selbst ein Scope nach Anleitung baute und deshalb
genau wusste wie so ein Ding intern funktioniert sind lange vorbei.
http://www.gbv.de/dms/ilmenau/toc/017916135.PDF
Oder vielleicht hat CCC dran Schuld, das manche Zeitgenossen denken ein
Filter müße immer was böses von der dunklen Seite der Macht sein, wie
der Uploadfilter ...
Matthias L. schrieb:>>Ein andere Möglichkeit ist die Triggerung nach Pulsbreite, bspw. an I2C>>nur H-Pulse mit der minimalen Länge lösen die Triggerung aus.>> Nein. Das ist erstmal ein Oszi. Das zeugt Analogsignale an welche Du am> Eingang einspeist. Auch wenn Du das nicht glaubst. Besagter Filter macht> nur in I2C Loggern Sinn.
Auch wenn Du es nicht glaubst, nach der erstmaligen Benutzung eines
Oszis als 'Guckkasten' folgt im professionellen und Semi-professionellen
Bereich die weitere Verwendung des Scopes als Messinstrument.
Beispielsweise um den Prüfling am Scope gegen die Timing-spezifikation
zu testen. Stimmt bei einem Monitot die Länge der Sync-Pulse? Passt die
tatsächliche CAS/RAS Latency eines DDR-Rams auf die eingestellte?
Trettem beim Dauerlauf Spikes und Glitches auf? Ist das
Power-up-Sequenzing wie gefordert? ...
Für all das braucht man am Scope die Zeitmesstools wie beispielsweise
Cursor oder eben pulse width triggers. Ein Osziloskop ist eben ein Mess-
und Prüfinstrument und nicht nur ein Lehrmittel im Physikunterricht zur
pädagogisch wertvollen Veranschaulichung elektrischer Vorgänge.
Joachim B. schrieb:> Man muss schon abschätzen können ob das Meßgerät oder die Meßmethode> taugt und das Gemessene plausibel ist.
Nicht nur das, die Prüfung, Optimierung und ggf. Kalibrierung des
Messplatzes vor der eigentlichen Messung gehört nach der klassischen
Vorgehensweise auch dazu. Also beispielsweise nach dem 'Warmlaufen
lassen' erstmal Tastspitze an den Prüfgenerator und schauen, ob das
Rechteck passt. Und Wechsel des Netzanschlusses wie der TO getan hat ist
auch eine übliche Optimierungs-Massnahme. Netzfilter wurde ja auch schon
in der ersten Stunde dieses threads vorgeschlagen.
Der TO is wech, falls das noch nicht bemerkt wurde.
Zum Vertrauen gehoert ein gegenseitiges Vertrauensverhaeltnis. Nach dem
das Oszi dem TO nicht vertrauen kann, denn Geraete koennen das nicht,
war der Thread vom Titel her ersichtlich schon Quatsch gewesen.
Wuensche Allen eine erfolgreiche Woche und erfolgversprechendere
Threads!
Dieter schrieb:> Der TO is wech, falls das noch nicht bemerkt wurde.
Ne, der lacht sich grad im Keller einen ab, weil er so gut trollen
konnte, oder er traut sich nix mehr zu sagen, weil er seine
Wissensdefizite erkannt hat...
Außerdem geht es bei Diskussionen im µC.net nie um den TO und seine
Probleme: Es geht nur um Spaß und Unterhaltung aller Mitleser &
Schreiber... nagut, machen geht es auch darum Recht zu haben und andere
leiden darunter, das die Frisöre zu haben.