Hallo zusammen,
hab in einer Schaltung (Brotbackautomat) folgende Berschaltung eines
ADC-Einganges festgestellt (wenn ich mich nicht verguckt bzw. nichts
übersehen habe):
Speisespannung -> Temperatursensor (temp.-abhängiger Widerstand) ->
Drahtwiderstand (in Serie, nicht nach Masse) -> ADC-Eingang.
Erwarten würde ich aber folgendes, wie hier im Tutorial beschrieben:
1
Vcc ----------+ Vcc ---------+
2
| |
3
--- Sensor,
4
| | der seinen Widerstand
5
| | in Abhängigkeit der
6
--- Messgröße ändert
7
| |
8
+------- PC0 +-------- PC0
9
| |
10
Sensor, ---
11
der seinen Widerstand | |
12
in Abhängigkeit der | |
13
Messgröße ändert ---
14
| |
15
GND ---------+ GND --------+
Die von mir oben beschreiben Beschaltung würde für mich nur Sinn machen,
wenn im ADC-Eingang ein interner Pulldown die Außenbeschaltung zum
Spannungsteiler ergänzt. Es ist ein (eher unbekannter) chinesischer uC
hier Beitrag "Re: Ein Baustein zu mit sehr sehr schlecht lesbarer Aufschrift zu identifizieren". Sind euch aus
der Praxis Fälle bekannt, wo ein ADC mit einem internen Pulldown
verwendet wird oder verwendet werden kann? Oder muss ich eher davon
ausgehen, dass ich die Beschaltung nicht richtig abgeguckt hab?
Danke!
Hallo!
Das Dual-Slope-Prinzip funktioniert über Strom. Der Eingangsstrom lädt
über eine konstante Zeit einen Integrationskondensator auf. Danach wird
der Kondensator mit einem bekannten Strom entladen. Dabei misst man die
Entladezeit und kann daraus den unbekannten Eingangsstrom berechnen.
Peter Dannegger schrieb:> Vielleicht ist ein Kondensator parallel und der MC hat keinen ADC.> Er mißt dann die Aufladezeit des Kondensators.
Dazu müsste der Pin aber einen internen Komparator haben, oder?
Im Pinout im Datenblatt sehe ich, dass dem Pin ein AD-Input zugeordnet
ist.
noips schrieb:> Dazu müsste der Pin aber einen internen Komparator haben, oder?
Das ist bei jedem Digitaleingang der Fall und die Schwellen sind
zumindest kurzzeitstabil und auf dem Chip weitgehend gleich. Man könnte
sie mit einem bekannten Widerstand ausmessen.
OK, dann scheint es so, dass du recht hast, dass hier über die Ladezeit
gemessen wird. Die vollständige Beschaltung sieht nämlich so aus:
1
Vcc ---------+-------------------+
2
| |
3
Sensor, |
4
der seinen Widerstand -----
5
in Abhängigkeit der -----
6
Messgröße ändert |
7
| |
8
+-------------------+
9
| |
10
--- ---
11
| | | |
12
| | | |
13
--- ---
14
| |
15
| |
16
Port x.1/AN0 Port x.2/AN1
Also das Signal wird über separate Widerstände (gleicher Farbcode) 2
unterschiedlichen Pins zugeführt, die zwar auch ADC-Kanälen zugeordnet
sind aber auch normale I/Os sein können. Habe mich zuerst gefragt, wieso
sind 2 Eingänge beschaltet. Mit deiner Erklärung scheint es so Sinn zu
machen: ein I/O (als Ausgang) verändert den Pegel der zweite I/O als
Eingang erfasst das Erreichen eines Schwellwerts (Ladezeit). Kann das so
sein?
Korrektur:
Die Widerstände haben nicht den gleichen Wert sondern einer 110 Ohm und
der andere 120 Ohm, beide 1% Abweichung!
Der Temperatursensor hat bei Zimmertemperatur ca. 124 kOhm.
Hier ist das Bild von dem vermeintlichen?? Thermowiderstand. Auf jeden
Fall ist das Ding direkt an der Wand des Blechbehälters angeschraubt
gewesen, wo die Backform reingesteckt wird. Das wird doch ein
Temperaturfühler sein. Irgend wie beginne ich schon zu zweifeln, ob ich
das ganze richtig verstanden habe. Funktioniert die Schaltung überhaupt
so wie ich sie oben skiziert habe? Der Kondensator ist parallel zum
Sensor. Ich hätte ihn eher nach Masse erwartet und parallel dazu dann
der Port-Eingang des uC. Kann mir jemand helfen, da durchzublicken?
Ich glaube, ich habe mich beim Ablesen der Farbkodierung der Widerstände
vertan. Einer davon, ist je nach dem von welchem Ende man beginnt,
etweder 120 Ohm oder 10 kOhm. Bei 10 kOhm würde das wieder Sinn machen,
weil der dann in der Größenordnung des therm. Widerstandes (Sensors)
liegt und ein vernünftiges Spannungsteiler-Verhältnis rauskommt. Was
würdet ihr bei diesen Farbkodierungen ablesen? Welchen Wert hat der
Kondensator?
an Diode habe ich auch zuerst gedacht, aber Dioden haben einen schwarzen
Streifen an einem der beiden Enden. Dieses Teil hat aber eine Art Spalt
in der Mitte. Unter dem von mir zuletzt geposteten Link wenn man da auf
"Weitere Informationen" geht findet man ein Thermistor, der sehr ähnlich
aussieht, wie dieses Bauteil (Screenshot des Datenblatts anbei)
Was auch gegen eine Diode spricht, ist dass das Teil per Stecker und
Draht von der Platine rausgeführt an der Blechwand des beheizten Raumes
im Automaten sitzt.
Vielen Dank!
Bei diesen Werten scheint es auch Sinn zu machen.
Kannstu du mir verraten, wie du siehst, wie rum man die Farbkodierung
liest?
Meine Vermutung: von der Seite aus, wo der Farbring weiter vom
Gehäuserand ist, oder?