Hallo,
da ich gerne eine 8ch MOSFET Platine herstellen möchte, muss alles
akribisch genau stimmen. In wieweit ist diese Schaltung ok? Ansteuern
werden Motoren mit PWM 500Hz-1000Hz. bis 12V und 1.5A
Brauch ich da ein Vorwiderstand am Gate? Brauch ich MOSFET-Treiber?
Angesteuert wird mit 3.3v oder 5v von Arduino je nach Modell.
In der Schaltung kommen sieben weitere exakt gleiche MOSFET-Schaltungen.
Pin 1-8. Pin 9 und 10 werden mit GND verbunden. Das kommt noch.
Sollten irgendwo noch Kondensatoren hin?
Bei jedem umschalten des Signals wird der Kondensator im Mosfet deinen
Mikrocontroller Ausgang für einen Moment kurzschliessen.
AVR vertragen das dauerhaft an 4 Pins. Bei mehr Pins solltest du 100 Ohm
Widerstände zur Strombegrenzung dazwischen schalten.
Hast du dich vergewissert, dass der Transistor unter allen
Betriebsbedingungen und Materialstreuungen mit 3,3 bzw. 5V auskommt?
Rob schrieb:> Brauch ich da ein Vorwiderstand am Gate?
Ja, immer! Der FET hat eine Gatekapazität, der Lade- und Entladestrom
muss begrenzt werden! Der Strom sollte natürlich so hoch wie möglich
sein, damit schnell geschaltet werden kann. Sieh mal einen Widerstand
von so 47R vor.
Gruss Chregu
Rob schrieb:> Hallo,>> da ich gerne eine 8ch MOSFET Platine herstellen möchte, muss alles> akribisch genau stimmen.
Warum? Bist du ein Pedant?
> In wieweit ist diese Schaltung ok? Ansteuern> werden Motoren mit PWM 500Hz-1000Hz. bis 12V und 1.5A
Wenn der MOSFET ein Logic Level Typ ist, ist das OK.
> Brauch ich da ein Vorwiderstand am Gate? Brauch ich MOSFET-Treiber?
Nein.
https://www.mikrocontroller.net/articles/Treiber#Treiberleistung
P = f Q U = 1kHz * 8.9nC * 5V ~ 45uW
also praktisch gar nichts.
> Angesteuert wird mit 3.3v oder 5v von Arduino je nach Modell.
Er ist für 2,5 und 4,5V U_GS spezifiziert. Gute Wahl!
> In der Schaltung kommen sieben weitere exakt gleiche MOSFET-Schaltungen.> Pin 1-8. Pin 9 und 10 werden mit GND verbunden. Das kommt noch.
Kein Problem, siehe oben.
> Sollten irgendwo noch Kondensatoren hin?
An die Betriebsspannung, um die Strompulse der PWM zu puffern.
https://www.mikrocontroller.net/articles/Kondensator#Entkoppelkondensator
Die Freilaufdiode D2 ist aber grenzwertig, auch wenn sie bei 1kHz
vielleicht gerade so geht. Nimm besser eine 2A Schottkydiode. Die ist
DEUTLICH schneller und hat auch weniger Flußspannung (=Verluste).
Christian M. schrieb:> Rob schrieb:>> Brauch ich da ein Vorwiderstand am Gate?>> Ja, immer!
Nö.
> Der FET hat eine Gatekapazität, der Lade- und Entladestrom> muss begrenzt werden!
Das macht das IO-Pin des Arduinos allein.
Gatevorwiderstand kann man machen, muss man aber nicht bei so niedrigen
Frequenzen. Aber denke dran, das der Strom am I/O Pin ein Reservoir
braucht, der MC sollte also gut abgeblockt werden - mögl. etwas höher
als mit dem üblichen 100nF.
Stefanus F. schrieb:> Hast du dich vergewissert, dass der Transistor unter allen> Betriebsbedingungen und Materialstreuungen mit 3,3 bzw. 5V auskommt?
Was soll die Frage?
Der Typ vom MOSFET ist angegeben (IRLML6244) und die Betriebsbedingungen
auch. Guck doch selber erstmal ins Datenblatt, bevor du Zweifel äußerst.
Stefanus F. schrieb:> my2ct schrieb:>> Guck doch selber erstmal ins Datenblatt, bevor du Zweifel äußerst.>> Ich bin doch nicht sein Sekretär
@Stefanus F., genau, er ist selber schuld wenn du antwortest.
Man kann es nicht allen Recht machen. Entweder bin ich Faul oder habe
ein Helfersyndrom. Irgendwas ist immer. Dann bin ich heute halt mal
faul. Es ist Wochenende!
Falk B. schrieb:> Wenn der MOSFET ein Logic Level Typ ist, ist das OK.
Warum sollte der MOSFET kein LL-Typ sein. Du kannst doch auch
Datenblätter lesen.
my2ct schrieb:> Falk B. schrieb:>> Wenn der MOSFET ein Logic Level Typ ist, ist das OK.>> Warum sollte der MOSFET kein LL-Typ sein. Du kannst doch auch> Datenblätter lesen.
Das kann man, aber nicht in diesem Diagramm. Bei welcher U_GS ein
sicheres Schalten GARANTIERT wird, steht bei R_DS_ON.
https://www.mikrocontroller.net/articles/FET#Gate-Source_Threshold_Voltage
Außerdem hab ich das weiter unten in meiner Antwort klar ausgedrückt,
nachdem ich das Datenblatt gelesen haben. Aber Hauptsache mal wieder
einen sinnlosen Kommentar abgegeben, nicht wahr?
Falk B. schrieb:> Aber Hauptsache mal wieder> einen sinnlosen Kommentar abgegeben, nicht wahr?
Schwerer Verstoss gegen die Regeln! Sinnlose Kommentare sind ja deine
penetrante Aufgabe.
Rob schrieb:> Brauch ich da ein Vorwiderstand am Gate? Brauch ich MOSFET-Treiber?
Weder noch. Aber besorge dir Dioden, die schneller schalten. UF4004,
BA158, ..., falls mal höhere Schaltfrequenzen notwendig sind.
Da das Gate zu einem Stecker führt (lösbare Verbindung), würde ich
Schutzmaßnahmen in den Vordergrund stellen.
- 1 bis 10kOhm Schutzwiderstand zwischen Stecker und Gate (reduziert
auch Fankensteilheit)
- eine Diode in SMD mit der Kathode an +12 Volt Spannungsversorgung,
Anode an Gate
- eine Diode in SMD mit der Kathode ans Gate und mit der Anode an GND.
Dadurch wird die Eingangsspannung auf -0,7 bis +12,7V begrenzt. Das
Gate ist vor ESD am Stecker geschützt.
Wer noch eine definierte Abschaltung des Motor bei abgezogenem Kabel
garantieren will, der kann noch 100k bis 1M zwischen Steckerspin und GND
hinzu fügen.
GEKU schrieb:> 1 bis 10kOhm Schutzwiderstand zwischen Stecker und Gate (reduziert> auch Fankensteilheit)
Und sorgt dafür, dass der Transistor im betrieb schön heiß wird. 10kΩ
ist sicher zu viel.
> eine Diode in SMD mit der Kathode an +12 Volt Spannungsversorgung> eine Diode in SMD mit der Kathode ans Gate und mit der Anode an GND.
Nützt gar nichts, wenn da keine 12V angeschlossen sind. Du wolltest doch
den offenen Stromkreis schützen. Also wenn schon, dann das Gate mit
Zenerdiode.
my3ct schrieb:> Weder noch.
Natürlich können die nötig sein.
Wenn auch die Ausgangsstufen den Strom selber begrenzen, dann doch auf
Werte, die immer noch recht hoch sind.
Bei AVRs mögen das irgendwo bei 40mA bis 50mA sein.
Im schlimmsten Fall schalten die 8 Stufen gleichzeitig.
Das zerrt dann derbe an der Versorgung.
Da ist dann für viele AVR, von der Gesamtstromaufnahme her, die
Todesgrenze erreicht.
Eine evtl. nötige ADC oder AC Verwendung, wird dadurch auch störend
beeinflusst.
Arduino Fanboy D. schrieb:> Da ist dann für viele AVR, von der Gesamtstromaufnahme her, die> Todesgrenze erreicht.
Ein kurzer Peak von 250mA killt den AVR nicht. Aber innerhalb des IC
treten dabei erheblich Schwankungen der Versorgungsspannung auf, so dass
man mit Fehlfunktionen rechnen muss.
Deswegen schrieb ich, dass man das mit bis zu 4 Transistoren so machen
kann. Von mehr würde ich abraten. Bei der genannten Frequenz tun die
100Ω Widerstand dem Transistor noch nicht weh. Er wird immer noch
schnell genug schalten.
Rob schrieb:> In wieweit ist diese Schaltung ok?
Also Diode darf es eine schnellere sein, z.B. weil dein MOSFET schon SMD
ist
https://www.rohm.de/datasheet/RF302LAM2STF/rf302lam2stf-e
(eine von vielen, die im Strom eher zum MOSFET passt)
Dann darf ein Stützkondensator zwischen +12V und Masse, damit beim
Einschalten der Transistoren nicht gleich die Spannung einbricht, so
47uF. Der fängt auch eine Spannung auf, die vom Ausgang über die
Freilaufiode kommt, falls ddie 12V nicht rückstromfähig über eine Diode
kommen. Damit die Spannung an den MOSFETs nicht über 20V steigt, sollte
man sogar eine TRANSIL Z-Diode zum Überspannungsschutz zwischen +12V und
Masse schalten, z.B. SMBJ12A.
Deine 10k nach Masse dürfen auch 100k sein, und wenn wir den Eingang
nicht immer eingelötet haben, sondern mit einem Kabel manchmal offen und
berührbar, dann ist ein Schutz des Gates der MOSFET vor Überspannung
auch sinnvoll: Eine Z-Diode von 6V8 wie BZT52C6V8 zwischen Gate und
Masse und ein Widerstand zwischen Eingang und dem so geschützten Gate.
Bis 1kHz PWM wäre auch ein Widerstand von 1k in Ordnung, damit wird der
Eingang bis 2.5kV ESD fest.
Also:
1
RF302
2
Ausgang ----+--|>|--+----+-- +12V
3
| | |
4
Eingang --1k--+------+--|I | |
5
| | |S 47uF SMBJ12A
6
BZT52C6V8 100k | | |
7
| | | | |
8
Masse --------+------+---+-------+----+---
Achtung. Wenn deine "12V" in Wirklichkeit Autobatterie-12V sind, passt
dieser Schutz nicht.
Bei einem Kurzschluss des Ausgangs nach plus geht der MOSFET trotzdem
kaputt, also richtig geschützt ist diese Schaltung noch nicht. Auch ein
Überstromschutz mit BC847 hilft da wenig:
1
RF302
2
Ausgang ----+--|>|--+----+-- +12V
3
| | |
4
Eingang --1k--+------+---+---|I | |
5
| | | |S 47uF SMBJ12A
6
| | >|---+ | |
7
BZT52C6V8 100k |E | | |
8
| | | 0R18 | |
9
| | | | | |
10
Masse --------+------+---+----+-------+----+---
denn der MOSFET stirbt dann bei Kurzschluss an Überhitzung. Also braucht
man einen geschützten MOSFET (smart low side switch) wie NCV8403
Rob schrieb:> Hallo,>> da ich gerne eine 8ch MOSFET Platine herstellen möchte, muss alles> akribisch genau stimmen.
Wenn ich solche Schaltpläne sehe dann ahne ich schon was da
noch alles kommt ... wenn die Platine erst mal da ist.
Nur soviel in Kürze: bei hohen Strömen die in der Nähe
des Controllers fliessen ist es extrem wichtig die richtige
Masse- und Vcc-Führung zu wählen. Die Annahme dass eine
Leitung von A nach B (wie es oft auf Steckbrettern zu sehen
ist) Null Ohm hat ist dabei nicht mehr korrekt.
Lass dir dein Layout hier (oder an anderer kompetenter
Stelle) kommentieren und korrigieren oder du wirst
Schiffbruch erleiden. Nein, eigentlich musst du schon
beim (kompletten) Schaltplan hier anfangen ....
Stefanus F. schrieb:> Nützt gar nichts, wenn da keine 12V angeschlossen sind. Du wolltest doch> den offenen Stromkreis schützen. Also wenn schon, dann das Gate mit> Zenerdiode.
Zumindest ist über die Spannungsversorgung das Gate mit Source und Drain
verbunden. Ein eventueller Elko zwischen *12 und GND hat zusätzlich eine
dämpfende Wirkung.
Stefanus F. schrieb:> Und sorgt dafür, dass der Transistor im betrieb schön heiß wird. 10kΩ> ist sicher zu viel.
Die entscheidende Frage ist ob der Motor über den FET nur EIN/AUS
geschaltet wird oder PWM im Spiel ist.
GEKU schrieb:> Die entscheidende Frage ist ob der Motor über den FET nur EIN/AUS> geschaltet wird oder PWM im Spiel ist.Rob schrieb:> Ansteuern werden Motoren mit PWM 500Hz-1000Hz.
Falk B. schrieb:> my2ct schrieb:>> Falk B. schrieb:>>> Wenn der MOSFET ein Logic Level Typ ist, ist das OK.>>>> Warum sollte der MOSFET kein LL-Typ sein. Du kannst doch auch>> Datenblätter lesen.
Sorry, dann habe ich mich da wohl vertan.
> Das kann man, aber nicht in diesem Diagramm. Bei welcher U_GS ein> sicheres Schalten GARANTIERT wird, steht bei R_DS_ON.>
Und was entnimmst du dort für z.B. 2.3V U_GS?
Da stehst du mit deinen spärlichen Garantiewerten ganz schnell auf dem
Schlauch, musst doch in irgendein Diagramm gucken und Brain1.0
freischalten.
Aus den paar spärlichen R_DS_on Werten kannst du sehr gut entnehmen,
dass die Maximalwerte von den typischen Werte hier nicht mehr als 35%
abweichen. Streuung der Parameter in dieser Größenordnung muss man
natürlich berücksichtigen, wenn man das I_DS - U_DS Diagramm benutzt.
Rob schrieb:> Brauch ich da ein Vorwiderstand am Gate?
Die Schaltung wird wohl auch ohne Vorwiderstand arbeiten. Aber zu
Sicherheit lieber 5V/25mA = 200 Ohm Vorwiderstand wählen. Das macht
mögliche Störungen an anderen Pins weniger wahrscheinlich. Je nachdem
was MK macht. Wenn nur MOSFET umgeschaltet werden, das ist unbedenklich.
Wenn gleichzeitig auch was mit ADC gemessen wird, oder auch Eingänge
abgefragt, das ist schon kritischer.
Wenn Du ein Layout machst, mach lieber da einen Widerstand rein, denn es
ist immer einfacher da eine Brücke reinzubauen als das später mal wieder
auf zu trennen.
Vielleicht willst Du die Platine später mal anders verwenden, dann
kannst Du den Widerstand rausmachen, und kommst so direkt an den MOSFET
dran.
Also ein bisschen verwirrt bin ich schon. 8 MOSFET (Später wollte ich
sogar noch mehr) wird für Arduino wohl problematisch, so wie ihr
beschreibt?
Hallo Michael B. (laberkopp) , danke für diese Schaltung, das schützt
also vor Überspannung. Aber kann Arduino 8 bis 24 Stück dieser Schaltung
steuern oder wird es Probleme geben wie andere Leute es beschreiben? Ich
denke evtl an Oktokoppler. (andere MOSFET-Boards nehmen Oktokoppler)
> Ausgang ----+--|>|--+----+-- +12V> | | |> Eingang --1k--+------+---+---|I | |> | | | |S 47uF SMBJ12A> | | >|---+ | |> BZT52C6V8 100k |E | | |> | | | 0R18 | |> | | | | | |> Masse --------+------+---+----+-------+----+---> denn der MOSFET stirbt dann bei Kurzschluss an Überhitzung. Also braucht> man einen geschützten MOSFET (smart low side switch) wie NCV8403
Ich muss möglichst drahtverlötete Teile nehmen, da pick&place Aufträge
mir noch zu teuer sind. Der SOT23 für den MOSFET ist die Ausnahme, da
drahtverlötete dieser Art wohl nicht gibt. Ich will das Layout
erweitern, so dass man statt SOT23 auch TO220 nehmen kann. Die Pads
sollen dann dafür vorhanden sein.
Deshalb:
Statt SMBJ12A nehme ich UF4004 den my3ct (Gast) hier vorschlägt.
Statt BZT52C6V8 nehme ich BZX55C
Also wie ist das jetzt mit 8-24fach Steuerung? Nehme ich (smart low side
switch) MOSFET oder geht es auch mit Oktokoppler?
Hier nochmal Schaltplan-Aktualisierung zum weiterdiskutieren.
Die fertige Schaltung stelle ich gerne euch zur Verfügung
Rob schrieb:> Aber kann Arduino 8 bis 24 Stück dieser Schaltung steuern
Na ja, 8 schon, für 24 hat der normale Arduino zu wenig Ausgänge.
> oder wird es Probleme geben wie andere Leute es beschreiben?
Nun, natürlich muss die Plastine ordentlich layoutet sein, also die
hohen über Masse (Source) der MOSFET fliessenden Ströme beachten und
über einen Sternpunkt führen, aber dann geht das schon, ganz ohne
Optokoppler, die zunächst mal das Problem nicht lösen, auch Optokoppler
funktionieren nur sinnvoll, wenn das Layout der Platine passt (siehe die
vermurksten Optokoppler+Relais Platinen der Chinesen)
> Ich muss möglichst drahtverlötete Teile nehmen
Wie kommst du dann auf IRLML6244. Warum nicht VN3205N3-G
> Statt SMBJ12A nehme ich UF4004 den my3ct (Gast) hier vorschlägt.
Mit 400V zwar deutlich übertrieben, aber was soll's.
> Statt BZT52C6V8 nehme ich BZX55C
Sollte man richtig rum einbauen.
Falk B. schrieb:> Nö, keine Sekunde. Ein Einquadrantensteller ist NICHT rückspeisefähig,> der Freilaufstrom fließt AUSSCHLIEßLICH durch die Diode.
Stimmt, aber vielleicht speist ja doch einer zurück.
Zur Schaltung circ2.jpg:
Die Zenerdioden sind in Durchlassrichtung gepolt.
Bei 0,7V werden die FET's nicht durchschalten!
Vielleicht ist es besser die Zenerdioden in Richtung Gate zu
verschieben, dann sind auch die Zenerdioden geschützt.
Rob schrieb:> Brauch ich da ein Vorwiderstand am Gate? Brauch ich MOSFET-Treiber?
Nein, langsame 1kHz und kleine 12V sind vollkommen unkritisch.
Nur der Pulldown (R2) ist zwingend notwendig, da MCs nach dem
Einschalten erstmal floaten, bis das Reset und die Initialisierung
abgeschlossen ist.
Man könnte auch die Gatewiderstände zwischen Gate und Pulldown setzen.
Dann bildet es keinen, die Gatespannung senkenden, Spannungsteiler.
OK, hier, bei 1:100 macht das nicht all zu viel aus....
Michael B. schrieb:> Rob schrieb:>> Aber kann Arduino 8 bis 24 Stück dieser Schaltung steuern>> Na ja, 8 schon, für 24 hat der normale Arduino zu wenig Ausgänge.>
Arduino Mega 2560 oder PCA9685 (25mA pro output wenn ich mich besinne)
kann dann angeschlossen werden
>> oder wird es Probleme geben wie andere Leute es beschreiben?>> Nun, natürlich muss die Plastine ordentlich layoutet sein, also die> hohen über Masse (Source) der MOSFET fliessenden Ströme beachten und> über einen Sternpunkt führen, aber dann geht das schon, ganz ohne> Optokoppler, die zunächst mal das Problem nicht lösen, auch Optokoppler> funktionieren nur sinnvoll, wenn das Layout der Platine passt (siehe die> vermurksten Optokoppler+Relais Platinen der Chinesen)
Ich werde es versuchen
>>> Ich muss möglichst drahtverlötete Teile nehmen>> Wie kommst du dann auf IRLML6244. Warum nicht VN3205N3-Ghttp://ww1.microchip.com/downloads/en/DeviceDoc/vn3205.pdf
Ist sicherlich ein interessanter Bauteil, allerdings schaltet der bei 3V
nicht richtig durch? Und Rdson ist auch höher
>>> Statt SMBJ12A nehme ich UF4004 den my3ct (Gast) hier vorschlägt.>> Mit 400V zwar deutlich übertrieben, aber was soll's.>>> Statt BZT52C6V8 nehme ich BZX55C>> Sollte man richtig rum einbauen.>
OK
>>Vielleicht ist es besser die Zenerdioden in Richtung Gate zu>> verschieben, dann sind auch die Zenerdioden geschützt.
Ok
Und eine Frage: Reicht nicht 1 einziger Kondensator für alle 8
Schaltungen aus? Müssten es nicht dann so um die 370uF sein ?
>Also ein bisschen verwirrt bin ich schon. 8 MOSFET (Später wollte ich>sogar noch mehr) wird für Arduino wohl problematisch, so wie ihr>beschreibt?
Mit etwas Vernunft beim Programmieren, sollten sich dabei keine Probleme
ergeben.
Nach einem Reset sind - üblicherweise - alle Ausgänge = 0. Während des
Reset hilft hier ein hochohmiger Widerstand nach Masse.
Gibst Du jetzt im Modus "Vernunft = aus" den Befehl: "Alles an" aus, so
kannst Du den µP schon einmal durcheinander bringen.
Nutzt Du aber den Modus "Vernunft = an", so sieht das ganze
folgendermaßen aus:
1. Gibts 'nen Grund FET 1 einzuschalten (warum auch immer)
Nein: Lass es (oder schalte ihn aus)
Ja: schalte ihn ein
2. Gibts 'nen Grund FET 2 einzuschalten (warum auch immer)
Nein: Lass es (oder schalte ihn aus)
Ja: schalte ihn ein
usw.
Schon allein durch die Abfrage (Laufzeit) im Programm, kommt es nie
dazu, dass mehrere FETs gleichzeitig eingeschaltet werden. Selbst wenn 2
mal Ja hintereinander kommt. Ist aber ein FET mal eingeschaltet, oder
auch aus, so kannst Du ihn wie einen Kondensator betrachten, der voll
bzw. leer ist. Nur wenn Du Deine Einstellung hierzu änderst, kommt es zu
einem erneuten Umladen.
Rob schrieb:> Ich muss möglichst drahtverlötete Teile nehmen, da pick&place Aufträge> mir noch zu teuer sind. Der SOT23 für den MOSFET ist die Ausnahme, da> drahtverlötete dieser Art wohl nicht gibt. Ich will das Layout> erweitern, so dass man statt SOT23 auch TO220 nehmen kann. Die Pads> sollen dann dafür vorhanden sein.
Vielleicht solltest du über deinen Schatten springen und SMD verwenden.
Dann kannst du dir Verrenkungen für Alternativbestückung SMT/THT sparen.
Für Einzelstücke kannst du SMD genauso auch von Hand verlöten. Bauteile
mit exposed Pad solltest du vielleicht erstmal vermeiden oder vom
Standardlayout abweichen (großes Zentralloch).
Dann entstehen dir durch SMD keine Extrakosten.
Sebastian S. schrieb:> Nach einem Reset sind - üblicherweise - alle Ausgänge = 0.
Welcher MC soll das denn sein?
Zuerst wird üblicher Weise vom Startupcode der RAM initialisiert und
irgendwann Dein HW-Init aufgerufen. Bei ISP oder Bootloader kommt noch
die Programmierzeit hinzu, ehe die Ports tristate verlassen.
Rob schrieb:> Arduino Mega 2560 oder PCA9685 (25mA pro output wenn ich mich besinne)> kann dann angeschlossen werden
Wenn du dir die ganzen speziellen Schaltungsvorschläge sparen willst,
dann nimm pro Kanal einen fertigen Highside-Switch. Für 1,5 A reicht
beispielsweise ein BTS462. Alle Schutzfunktionen sind da schon
enthalten.
Für kleinere Ströme ginge auch ein BSP452. Im Viererpack gibt es VN340.
Rob schrieb:> Und eine Frage: Reicht nicht 1 einziger Kondensator für alle 8> Schaltungen aus? Müssten es nicht dann so um die 370uF sein ?
Wenn Du Motore betreiben willst, kann der Elko nicht dick genug sein.
>=4700µF als Richtwert. Was soll der Geiz?
Rob schrieb:> allerdings schaltet der bei 3V nicht richtig durch?
Bei 3V nicht, bei den 5V eines richtigen Arduino schon...
> Arduino Mega 2560 oder PCA9685
Auch der arbeitet mit 5V.
Sebastian S. schrieb:> Nach einem Reset sind - üblicherweise - alle Ausgänge = 0
Sicher nicht.
Rob schrieb:> Reicht nicht 1 einziger Kondensator für alle 8 Schaltungen aus?
Ja.
Ich werde wohl drei verschiedene Schaltpläne erstellen. Aber erst mal
das Klassische fertig machen und dann layouten, damit ich was dazu
lerne.
> Achtung. Wenn deine "12V" in Wirklichkeit Autobatterie-12V sind, passt> dieser Schutz nicht.> Bei einem Kurzschluss des Ausgangs nach plus geht der MOSFET trotzdem> kaputt, also richtig geschützt ist diese Schaltung noch nicht. Auch ein> Überstromschutz mit BC847 hilft da wenig:> RF302> Ausgang ----+--|>|--+----+-- +12V> | | |> Eingang --1k--+------+---+---|I | |> | | | |S 47uF SMBJ12A> | | >|---+ | |> BZT52C6V8 100k |E | | |> | | | 0R18 | |> | | | | | |> Masse --------+------+---+----+-------+----+---> denn der MOSFET stirbt dann bei Kurzschluss an Überhitzung. Also braucht> man einen geschützten MOSFET (smart low side switch) wie NCV8403
Ich kann schlecht aus diesen Buchstabenschaltplan lesen.
Was symbolisiert das da?
|
>|---
|E
Und 0R18 ist ein Hochlast 3W Wiederstand?
Also diese hier:
NCV8403 - Self-Protected Low Side Driver with Temperature and Current
Limit
BSP452 - Smart High-Side Power Switch
BTS462T - Smart High-Side Power Switch
VN340 - Quad high-side smart power solid-state relay
Damit habe ich noch nie befasst.
Sind das quasi die Weiterentwicklung der MOSFETs?
Gibt es eine zusammengestellte Liste davon ?
Rob schrieb:> Sind das quasi die Weiterentwicklung der MOSFETs?
Eher Marktnischenfüller der Siemens Halbleitersparte (oder wie auch
immer die gerade heißen) für Leute, die das mit einem normalen MOSFET
nicht hin bekommen.
Second Source Lieferanten dürfte da ein echtes Problem sein - im
Hobbybereich ist das natürlich eher egal.
Ich sehe halt dass die eingebaute Temperatursensor zum Abschalten haben.
Was ich sehr nützlich finde.
>> Second Source Lieferanten dürfte da ein echtes Problem sein
Du meinst also wenn diese Teile nicht mehr gibt, dann ist die Gefahr
groß dass es keine bauähnlichen Teile eines anderen Hersteller gibt?
Rob schrieb:> Du meinst also wenn diese Teile nicht mehr gibt, dann ist die Gefahr> groß dass es keine bauähnlichen Teile eines anderen Hersteller gibt?
Auch schon vorher, falls der eine mal Lieferschwierigkeiten hat und
bevorzugt seine Großkunden beliefert ;-)
my2ct schrieb:> Eher Marktnischenfüller der Siemens Halbleitersparte (oder wie auch> immer die gerade heißen) für Leute, die das mit einem normalen MOSFET> nicht hin bekommen
Hmm, die Chips sind zwar auch von OnSemi, IR und ST, aber ich erfreue
mich doch immer an der überbordenden Weisheit von my2c: Wie baut den ein
erfahrener Entwicklerheini wie du einen ähnlich robusten
Hochstrom-Ausgang auf ?
Verzichten wir mal auf die diversen 'Kabel locker'-Eigenschaften und
Statusrückmeldungen vom SmartSwitch, nur Überstrom, Kurzschluss,
Verpolung und Überspannungsfest würde ja schon reichen.
my2ct schrieb:>> Eher Marktnischenfüller der Siemens Halbleitersparte (oder wie auch> immer die gerade heißen) für Leute, die das mit einem normalen MOSFET> nicht hin bekommen.> Second Source Lieferanten dürfte da ein echtes Problem sein - im> Hobbybereich ist das natürlich eher egal.
Erstens sollte man den Firmennamen Infineon schon kennen wenn man so
großspurig auftritt und zweitens stellen die das ganz bestimmt nicht für
Bastler im Hobbykeller her. Die enthaltenen Schutzmaßnahmen und noch
mehr bekommst du nicht auf diese Fläche vereint. Außerdem sollte man
erfreut sein wenn man als Bastler sowas nutzen kann.
Schaltung so ok? 4 weitere Channels passen leider nicht rein auf dem
Bildschirm.
Das ganze ist jetzt also nicht 100% geschützt? Autobatterie gefährlich?
Wenn ich jetzt IRLML6244 durch Self-Protected MOSFET ersetze, brauche
ich dann noch BZX55C und 1K-Widerstände?
Gibt es noch einen weiteren Unterschied ausser Spannung beim Vergleich
zwischen UF4001 und UF4004 ?
Die Anbauteile würde ich nur auf dem Layout vorsehen, aber nicht
bestücken. Wenn die fertigen Bausteine nicht mehr hergestellt werden,
hat man immer noch die Möglichkeit das Layout für konventionelle
MOSFET's einzusetzen!
kopfkratz Also hier in diesem Datenblatt zum Beispiel meinst du jetzt
Rin min ? Dass da ein mindestwiderstand 10 ohm hin muss ? Also nehme ich
100 ohm
https://www.st.com/resource/en/datasheet/cd00002219.pdf
Unter Figure 2 ist das so ein Beispielschaltung ?
Ist halt alles nicht so aussagekräftig
Stromberg B. schrieb:> Die Anbauteile würde ich nur auf dem Layout vorsehen, aber nicht> bestücken. Wenn die fertigen Bausteine nicht mehr hergestellt werden,> hat man immer noch die Möglichkeit das Layout für konventionelle> MOSFET's einzusetzen!
Ja so würd ich machen
Rob schrieb:> Das ganze ist jetzt also nicht 100% geschützt? Autobatterie gefährlich?
Mit einer Autobatterie kann man im Kurzschlußfall die FET von der
Platine springen lassen.
Wenn dir highside Schalter nicht gefallen,dann nimm doch lowside
Schalter. Den BSP76 bekommt man selbst bei Reichelt für wenig Geld.
https://www.reichelt.de/mosfet-n-ch-sot-223-42-v-1-8-a-3-8-w-bsp-76-e6433-inf-p216855.html?&trstct=pos_0my2ct schrieb:> Eher Marktnischenfüller der Siemens Halbleitersparte (oder wie auch> immer die gerade heißen) für Leute, die das mit einem normalen MOSFET> nicht hin bekommen.
So ein Blödsinn!
Rob schrieb:> Schaltung so ok?
4700uF fincde ich jetzt übertrieben gross.
> Das ganze ist jetzt also nicht 100% geschützt? Autobatterie gefährlich?
Richtig. Bei nur 20V MOSFETs überlebt die Schaltung dir Testimpulse im
Auto nicht.
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.23> Wenn ich jetzt IRLML6244 durch Self-Protected MOSFET ersetze, brauche> ich dann noch BZX55C und 1K-Widerstände?
Nein.
> Gibt es noch einen weiteren Unterschied ausser Spannung beim Vergleich> zwischen UF4001 und UF4004 ?
Nein (erst ab 4005 wird die Vorwärtsspannung grösser). Vermutlich gibt
es nur die Chips 4004 und 4007.
The Mule schrieb:> Die 1k wäre mir zu groß.
Er hat maximal 1kHz PWM. Das geht mit 1k (Umladezeit des 700pF MOSFET
Gate nur 100ns) und verhindert grosse Strompeaks vom uC. Will er
schnellere PWM, müsste die 1k geringer werden, und die Abblockung des uC
per Abblockkondensatoren und niederimpedanter Stromzuführung wird
zunehmend geforderter.
Michael B. schrieb:> und verhindert grosse Strompeaks vom uC.
Wenn damit Motoren geschaltet werden, ist das eher kein Drama, da deren
Induktivität selber den Einschaltstrom begrenzt. Da könnte sich der
große Gate Widerstand hinderlich auswirken, wenig Drehmoment bei kurzen
Pulsen.
Arduino Fanboy D. schrieb:> Wenn damit Motoren geschaltet werden, ist das eher kein Drama, da deren> Induktivität selber den Einschaltstrom begrenzt. Da könnte sich der> große Gate Widerstand hinderlich auswirken, wenig Drehmoment bei kurzen> Pulsen.
bullshit.
Erstens geht es um den Strompeak, den z.B. bei 10 Ohm oder 0 Ohm das
Gate als Last am uC-Ausgang auf die Versorgungsspannung des uC legt, die
dafür eben entsprechend gut abgeblockt sein müsste.
Und ein Motor merkt von 100ns rein absolut überhaupt gar nichts, und ist
seinerseits durch die Funken am Kollektor ein perfekter Störsender, der
braucht nicht mal elektrische Kabel um seine Sauerei überall hin zu
übertragen.
Rob schrieb:> Schaltung so ok?
Nein.
Also mal was zum Merken:
Einen Leistungs-FET mit ausreichend niedriger Schwellspannung kann man
zwar direkt aus einem Logik-Pin heraus ansteuern, dabei sollte man einen
Widerstand in die Leitung legen, der die auftretende Stromspitze wegen
Umladung der Gatekapaztät und der Miller-Kapazität (unfreiwillige
Gegenkopplung) wegnimmt - aber sowas ist nur für langsame Vorgänge
geeignet. Und langsam ist alles, was den FET in den Umschaltphasen nicht
wirklich aufheizt.
Wenn du hingegen PWM machen willst, dann gönne dir einen Gatetreiber-IC.
Sowas wie den TC4420/TC4429. Die kannst du mit Logik ansteuern und sie
werden das Gate deines FET's sauber und zuverlässig schalten. Obendrein
sind diese IC's klein, nur SO8, also passen sie ganz gewiß auch auf
deine Leiterplatte. R1, R2, D1 und Konsorten kannst du hingegen einfach
weglassen.
Allerdings solltest du jedem Gatetreiber einen ordentlichen
SMD-Keramik-Kondensator von 4.7..22µF direkt an seine Versorgungspins
löten, damit die den Strom für's Umschalten liefern können. Sowas gibt's
eigentlich billig in 1206 oder 1210. Elkos an dieser Stelle sind
sinnlos.
W.S.
Das wird jetzt ein bißchen schwierig für mich, weil die Komplexität
zunimmt. Ich müsste erst mal als Experimentierboard versuchen. Anhang
Bild: Die ersten Gestaltungsversuche eines PCB-Layouts, wollte das so
layouten dass man entweder SOT-23, TO220, TO-252/DPAK oder
drahtverlötete Bausteine drauflöten kann. Meine Frage: Diese TO-252/DPAK
haben ein rießiges Pad, kann man überhaupt so großflächtig gescheit mit
der Hand drauflöten? (Und irgendwie hässlich ist das schon weil das viel
Platz wegnimmt, vielleicht sollte ich es weglassen?)
W.S. schrieb:> Nein.>> Also mal was zum Merken:>> Einen Leistungs-FET mit ausreichend niedriger Schwellspannung kann man> zwar direkt aus einem Logik-Pin heraus ansteuern, dabei sollte man einen> Widerstand in die Leitung legen, der die auftretende Stromspitze wegen> Umladung der Gatekapaztät und der Miller-Kapazität (unfreiwillige> Gegenkopplung) wegnimmt - aber sowas ist nur für langsame Vorgänge> geeignet. Und langsam ist alles, was den FET in den Umschaltphasen nicht> wirklich aufheizt.>
Die Frage ist mit welcher Frequenz die MOSFET dann aufheizen würden?
Ziel ist ja 500Hz bis 1khz. Wäre das schon problematisch? Hier habe ich
keinen blaßen Schimmer wie ich das ausrechnen soll. Oder gibt es fertige
Schaltungen die funktioniert haben? Im Internet gibt es zig Beispiel
doch bei jeder Schaltung ist das irgendwie anders.
> Wenn du hingegen PWM machen willst, dann gönne dir einen Gatetreiber-IC.> Sowas wie den TC4420/TC4429. Die kannst du mit Logik ansteuern und sie> werden das Gate deines FET's sauber und zuverlässig schalten. Obendrein> sind diese IC's klein, nur SO8, also passen sie ganz gewiß auch auf> deine Leiterplatte. R1, R2, D1 und Konsorten kannst du hingegen einfach> weglassen.>
Zum Beispiel hier hat einer so gelöst:
http://acdc.foxylab.com/sites/default/files/foxyPIv2_drv_4.png
Allerdings hat er da noch Oktokopter hinzugefügt. Danach habe ich ganz
oben schon gefragt.
> Allerdings solltest du jedem Gatetreiber einen ordentlichen> SMD-Keramik-Kondensator von 4.7..22µF direkt an seine Versorgungspins> löten, damit die den Strom für's Umschalten liefern können. Sowas gibt's> eigentlich billig in 1206 oder 1210. Elkos an dieser Stelle sind> sinnlos.>> W.S.
Wie gesagt ich müsste das am besten als Experimentierboard layouten so
dass man alles mögliche drauflöten kann. Zwar kann man gleich Breakboard
hernehmen, doch eine richtige Prototypenplatine ist für mich anders.
Michael B. schrieb:> Richtig. Bei nur 20V MOSFETs überlebt die Schaltung dir Testimpulse im> Auto nicht.>> http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.23>
Also, jetzt checke ich erst. Also nicht die Autobatterie an sich sondern
beim Motorstarten.
Bevor du Universalplatinen gestaltest solltest du mit den jeweiligen
Bauteilen erst einige praktische Erfahrung sammeln. Dass wäre für dich
auch klar, wann wie viel Kühlung notwendig ist.
Universalplatinen von Anfängern sind fast immer ein Schuss in den Ofen.
Spiele erstmal mit den Bauteilen, baue irgendwas harmloses auf
Lochraster auf, wo nichts schlimmes passiert, wenn es abfackelt.
Naja irgendwo muss ich mal auf die nächste Ebene steigen. Erfahrungen
mit einzelnen Bauteilen habe ich bereits. Bisher funktionierten die
Schaltungen mit MOSFETs auch. Da habe ich Logic Level MOSFETs einfach
nur direkt angeschlossen mit Widerstand. Das wars dann auch. Diese
Schaltungen funktionierten nonstop bis heute noch. Bisher fehlen mir nur
die Erfahrungen mit 8 MOSFETs gleichzeitig steuern.
10 Stück Universalplatinen würden nur 2 Dollar aus China kosten. Da ist
es egal wenn was abfackelt.
Ich hole mir jetzt noch ein Labornetzteil von Rigol. Dann kann ich
zusammen mit Frequenzgenerator und Oszilloskop MOSFETs bis an den
Grenzen testen.
Rob schrieb:> Bisher funktionierten die> Schaltungen mit MOSFETs auch.
Es liegt der Verdacht nahe dass du dies nicht gelesen hast.
Schaltungs Berater schrieb:> Wenn ich solche Schaltpläne sehe dann ahne ich schon was da> noch alles kommt ... wenn die Platine erst mal da ist.>> Nur soviel in Kürze: bei hohen Strömen die in der Nähe> des Controllers fliessen ist es extrem wichtig die richtige> Masse- und Vcc-Führung zu wählen. Die Annahme dass eine> Leitung von A nach B (wie es oft auf Steckbrettern zu sehen> ist) Null Ohm hat ist dabei nicht mehr korrekt.>> Lass dir dein Layout hier (oder an anderer kompetenter> Stelle) kommentieren und korrigieren oder du wirst> Schiffbruch erleiden. Nein, eigentlich musst du schon> beim (kompletten) Schaltplan hier anfangen ....
Rob schrieb:> Das wird jetzt ein bißchen schwierig für mich, weil die Komplexität> zunimmt.
Die Komplexitätszunahme ist die Folge wenn sich W.S. keinen
Elektronikkurs gönnen mag, um den Widerstand den man für W.S."in die
Leitung legen"[sic!] soll berechnen zu können.
Der FET verhält sich praktisch wie ein Kondensator("capacitive
loaded")(grob max.1nF):
Datenblatt AVR
--> Typical Characteristics
--> The current drawn from capacitive loaded pins may be estimated
(for one pin) as CL*VCC*f where CL = load capacitance[_1nF_], VCC =
operating voltage[_5V_] and f = average switching frequency of I/O
pin[_"-1000Hz"_]
--> 5mA
5mA << 20mA
--> R<<0
--> passendster erhältliche R:0 Ohm
Mit dem 'Einlegen eines Widerstands in die Leitung' (technisch eine
Serienschaltung zum Innenwiderstand des Treibers) würde der man der dem
W.S. Memory ("was zu merken") folgt einfach den FET langsamer
ansteuern/die Umschaltphasen verlängern und dadurch unnötig hohe
Schaltverluste generieren(in Schwurbel:mehr "aufheizen"). Beim AVR
ergäben 50 zusätzlich 'in die Leitung gelegte' Ohm grob eine
Verdoppelung der Schaltverluste.
Rob schrieb:> Die Frage ist mit welcher Frequenz die MOSFET dann aufheizen würden?> Ziel ist ja 500Hz bis 1khz. Wäre das schon problematisch?
Nein. Die Memory-Funktion, die bei W.S. ausgeben hat als W.S. 0 Fehler
in deiner Schaltung nennen konnte, hat als Folgefehler neben der
Verwechslung von Ja und Nein noch Definitionen wie "langsam ist alles,
was den FET in den Umschaltphasen nicht wirklich aufheizt" ausgeben
während in der technischen Elektronik: alles zu langsam (durch zu
hohen Widerstand bzw. zu niedrige Spannung) wäre was den FET in den
Umschaltphasen 'aufheizt' ---- > du kannst dir eine
Komplexitätsreduzierung gönnen wenn du einfach das Wort Nein in Ja
korrigierst. Falk u.a. die Werte berechnen konnten haben das Wort
schließlich auch richtig geschrieben.
NB.: W.S. hängt schon etwas länger an der Problematik:
Vor einigen Monaten hat ein Fragesteller unter dem Pseudonym MOSFET
bereits das Wichtigste verstanden und konnte dadurch ein konkretes
Schaltungsbeispiel zum TPL5110:
https://lowpowerlab.com/shop/image/cache/data/TPL5110/Schematic-500x375.png
hinterfragen. (Beitrag "Wann Widerstand vor MOSFET Gate?")
- der TPL5110 hat einen schwachen' Treiber (R>>1k)
- der Widerstand im verlinkten Beispiel könnte sinnvoll sei, da
lowpowerlab keinen Kondensator verwendet, allerdings gibt es auch eine
Version ohne Widerstand
- TI(Datenblatt zum TPL5110):"keeping the trace length between the
TPL5110 and the gate of the MOSFET short to reduce the parasitic
capacitance."
W.S. hat bis heute nicht das Wichtigste verstanden, um das konkrete
Beispiel zu beantworten, sondern berichtet sein man würde den Widerstand
benutzen wenn das Gate von einem schwachen Treiber geschaltet werden
soll bspw. einem Portpin des µC von MOSFET.
Beitrag "Re: Wann Widerstand vor MOSFET Gate?"
Der man von W.S. kennt den µC von MOSFET einfach besser als konkrete
Beispiele und solange das so bleibt wird W.S. wahrscheinlich beim
unhöflichen Kommandieren bleiben müssen, weil er sich nichts selber
gönnt.
W.S. schrieb:> Also mal was zum Merken
Ich glaube, das sollte nicht wirklich jemand schreiben, der alles zum
ersten Mal gehört und noch nicht wirklich verstanden hat.
Mal abgesehen vom Satz
W.S. schrieb:> Und langsam ist alles, was den FET in den Umschaltphasen nicht> wirklich aufheizt
der wohl "deutlich aufheizt" statt "nicht wirklich aufheizt" heissen
sollte, ist zwar das Geschriebene nicht wirklich falsch, aber eben nicht
unbedingt richtig. 4.5kHz ist keine PWM Geschwindigkeit, die einen
Gate-Treiber erfordert, da reden wir bei 100kHz oder 1MHz nochmal
drüber.
Hinweis zum Datenblatt schrieb:> W.S. hat bis heute nicht das Wichtigste verstanden,
Leider.
Hallo,
ich habe jetzt Zeit nehmen können und an Platinenlayout gearbeitet trotz
fehlender Kenntnisse. Hier erst mal die Screenshots. Das ist zwar nicht
ganz fertig, es hat noch Schönheitsfehler, aber wird dieses Layout
bewähren oder wird die Platine eher abrauchen so wie manche hier
schreiben?
Die MOSFETs sind zwar falschrum, weil man so kein Kühlkörper dranmachen
kann, aber es geht erst mal um die Leiterbahnen. Welche MOSFET,
Widerstände, Dioden da reinkommen ist erst mal egal. Es ist ein
Experimentierboard. Die dicken VIAs, da kommen Stromkabel direkt in die
dicke Leiterbahnen verlötet.
Rob schrieb:> wird dieses Layout bewähren
Da deine UF4004 für maximal 1A geschalteten Strom sprechen, reicht die
Leiterbahnbreite für 8A in Summe dicke aus.
Die quergestellten Anschlussklemmen sind merkwürdig, aber du weisst
sicher was das soll.
Ja die quergestellten Anschlussklemmen sind nicht so gut. Werde sie 90°
drehen. Es gibt halt diese Steck-Anschlussklemmen...
Der Elektro-Kondensator ist auch am falschen Platz ...
Diese +12V Leiterbahn ist sowohl vorder- und Rückseite. Die Masse ist in
der Mitte breitflächig angelegt.
Gibt es irgendwo eine Tabelle zwischen Leiterbahndicke und max.
Stromdurchfluss ?
Es gibt noch die Top- und BottomPasteMaskLayer, die könnte ich noch
anlegen, dann könnte ich mit Lötzinn nachträglich die Leiterbahnen
verdickern. Dann könnte da noch mehr Strom durchfliessen
Rob schrieb:> Die MOSFETs sind zwar falschrum, weil man so kein Kühlkörper dranmachen> kann
Für schlappe 12V/1,5A suche ich solche FETs aus, die keinen Kühlkörper
brauchen. Vorzugsweise SMD (Power-SO8), die werden dann schon durch die
Platine gekühlt.
Michael B. schrieb:> der wohl "deutlich aufheizt" statt "nicht wirklich aufheizt" heissen> sollte, ist zwar das Geschriebene nicht wirklich falsch, aber eben nicht> unbedingt richtig. 4.5kHz ist keine PWM Geschwindigkeit, die einen> Gate-Treiber erfordert, da reden wir bei 100kHz oder 1MHz nochmal> drüber.
nomen est omen? Ja, sieht so aus.
4.5 kHz können durchaus eine erhebliche PWM-Geschwindigkeit sein. Es
kommt eben immer auf die Anwendung drauf an. Bei den Hybrid-Treibern von
Mitsubishi, die ich für Motor-Umrichter verbaue, ist bei etwa 9 kHz an
PWM-Frequenz Schluß. Aber da fließen auch ein paar Ampere bei
gleichgerichteten 230 Volt und sooo schnell sind die IGBT's auch nicht.
Am anderen Ende der Skale ist der SOT23-FET als Noiseblanker im NF-Trakt
des Radios, den man getrost direkt per 1k Widerstand aus einem Portpin
antreiben kann.
W.S.
Rob schrieb:> Gibt es irgendwo eine Tabelle zwischen Leiterbahndicke und max.> Stromdurchfluss ?
Ja, gibt es. Google kann helfen, da findet man dann das hier
("Leiterbahnbreite Strom" als Suchbegriff):
https://www.dischereit.de/tipps/faq/strombelastbarkeit-von-leiterbahnen
Ich orientiere mich idR immer an der Spalte für eine Temperaturerhöhung
von 10 K
Rob schrieb:> Es gibt noch die Top- und BottomPasteMaskLayer, die könnte ich noch> anlegen, dann könnte ich mit Lötzinn nachträglich die Leiterbahnen> verdickern. Dann könnte da noch mehr Strom durchfliessen
Für einen Notbehelf kann man so etwas machen, besser ist es gleich
richtig zu Designen ;)
Hmm, ok das Design ist noch nicht ganz so gut, aber es ist meine erste
Platine.
Trotzdem sieht das auf der Rückseite etwas merkwürdig. Vielleicht
Grafikfehler. (EasyEDA) Kann man das so beauftragen an JLCPCB ?
Beim Füllen von Kupferflächen werden solche Kreuze an Lötstellen
generiert. Warum ist das so? Für ein besseres erkennen oder damit die
Elektroden besser fliessen?
Rob schrieb:> Beim Füllen von Kupferflächen werden solche Kreuze an Lötstellen> generiert. Warum ist das so?
Damit du keinen "100Watt" Lötkolben brauchst zum löten. Die kleinen
Dinger sorgen dafür, dass die Wäreme nicht so schnell abfliesst. lässt
sich aber auch abschalten. manchmal ist das nicht erwünscht. Gerade,
wenn hohe Ströme fliessen sollen, oder man eben einen potenten Lötkolben
zur Hand hat.
Rob schrieb:> Beim Füllen von Kupferflächen werden solche Kreuze an Lötstellen> generiert. Warum ist das so?
Damit man dort besser löten kann. Wenn das Lötauge komplett mit der
großen Fläche verbunden ist, leitet diese die Wärme vom Lötkolben weg.
Dann brauchst zum Löten 100 Watt.
die Platinen sind angekommen. Die sehen ganz gut aus. Ich kann mich für
SOT-23 oder TO220 MOSFET entscheiden. Die PWM-Steuerung mit MOSFET
funktioniert sofort. Leider funktionieren die LEDs nicht (die leuchten
immer), da hab ich wohl die Leiterbahnen dafür falsch verlegt. Siehe
Bilder. Kann im zweiten Bild die Lösung sein ?
Ziel ist, je höher die %-Duty (schneller die Motoren drehen), desto
heller leuchten die LEDs
ok funktioniert. hat zwar verbesserungswürdigkeiten aber im ganzen
funktioniert das
Wenn ich 20A Ströme schalten will, welche müssen die Freilaufdioden dann
auch 20A haben?
Rob schrieb:> Wenn ich 20A Ströme schalten will, welche müssen die Freilaufdioden dann> auch 20A haben?
Damit bist du auf der sicheren Seite. Für kleinere Dioden müsste man die
Eigenschaften der Last kennen, um aus ausrechnen zu können.
Rob schrieb:> Wenn ich 20A Ströme schalten will, welche müssen die Freilaufdioden dann> auch 20A haben?
Natürlich!
Der Strom durch die Last fließt beim, nach dem, Abschalten weiter.
Dann halt durch die Diode
Der Strom baut sich natürlich ab, im gleichen Maße, wie sich das
Magnetfeld abbaut.