Hallo,
ich suche für mein Projekt eine Tabelle bzw. Formel mit der ich
berechnen kann bei wieviel ms Verzögerung ich welche effektive
Ausgangsspannung habe (230/400V)
Zur Zeit habe ich es in Excel in einer riesigen Tabelle zu Fuß
gerechnet.
(in 10us-Schritten) Dies würde ich gerne komfortabler gestalten ;)
Programmtechnisch sieht es dann später so aus:
[semicode]
on int2
wait tabellenwert minus verzögerung_nulldurchgangserkenung :(prozessor
macht eh nix anderes, da geht auch ein wait)
pb2 = 1 //FOD4218 AN (ein MOC mit 800V Spannungsfestigkeit)
waitus 30
pb2 = 0 //FOD4218 AUS
[/semicode]
habt Ihr einen heissen Tip für mich?
Gruß Anselm
Welchen Typ Schaltung verwendest Du denn?
6-Puls-DBS oder einfache Wechselstrombrückenschaltung?
Ich denke mal, Dir gehts darum, wie Du für eine gwünschte
Ausgangsspannung den Zündwinkel berechnen kannst, oder?
[zitat]
Ich denke mal, Dir gehts darum, wie Du für eine gwünschte
Ausgangsspannung den Zündwinkel berechnen kannst, oder?
[/zitat]
genau.
Schaltung ist einfach ein Triac der eine Last bei 230/400V regeln kann.
Hier sind es Heizelemente, also rein ohmsch ;)
Anselm
öhm, hat die Herleitung auf dieser Seite einen Fehler? Oder bin ich
blond?
Die Formel für Ueff ergibt unter der Wurzel praktisch immer einen
negativen Wert, dass kann ja so nicht sein!?
Gruß Anselm
Kann sein, hab jetzt nur den Link gefunden.
Aber ich weiß, daß ich zu diesem Thema noch ein Skript aus alten
Unizeiten haben muß, irgendwo zu Hause. Komm jetzt leider nicht dran :-(
Heut Abend schau ich mal...
>hat die Herleitung auf dieser Seite einen Fehler?
Ich denke ja. Bei einem Zündwinkel von 0 Grad
währe der Effektivwert der Spannung, so groß
wie der Spitzenwert der Wechselspannung.
Das geht aber nicht.
Du musst den Zündwinkel natürlich auch
im Bogenmaß eingeben!!
Vieleicht hilft das Diagramm weiter.
Hier muss der Winkel in Grad eingegeben werden.
>Bogenmaß falsch verstanden?
Nein. Die Umsetzung ins Bogenmaß war OK.
Aber Du hast viele unnötige Klammern
eingebaut und eine entscheidende vergessen.
....1/2*PI()... berechnet 0,5 * 3,1414...
Richtig muss es aber heißen
...1/(2*PI())... also der Kehrwert von 6,2818...
Im Anhang die korrigierte Tabelle.
Wie ich aber schon sagte, muss die Ableitung
auf der Web-Seite einen Fehler haben, da hier
der Effektivwert bis auf 325V steigen kann.
Danke Ganymed, dass hab ich dann abends auch entdeckt.
Dass komische: bei 90° zeigt er 230V, sollten aber 115 sein.
Den Gültigkeitsbereich von alpha < pi habe ich ja auch eingehalten...
(0->180° = 0->pi)
@ mathias
Kannst du uns sagen wie? ;) Leider ist meine Schulbildung nicht so toll.
Gruß Anselm
>bei 90° zeigt er 230V, sollten aber 115 sein.
Nein Nein Nein
Auch wenn ich mich ständig wiederhole.
Die Ableitung im Internet ist falsch.
Bei einem Zündwinkel von 90° ist die
Leistung an einer ohmsche Last 50%.
Der Effektivwert der angeschnitten
Wechselspannung aber 70,7% des
Effektivwertes der Wechselspannung.
Siehe mein Diagramm vom 10.8 15:58 Uhr
Wenn dem so ist, muss ich hinter die Formel nurnoch ein /wurzel(2)
setzen.
Dann habe ich die von dir beschriebene Funktion.
Nur, wenn ich mir einen Sinus aufmale (hab ich getan) und mache bei 90°
& 270° den Anschnitt habe ich doch genau die Hälfte des gesamten Sinus,
oder?
etwas holzköpfig
Anselm
>Nur, wenn ich mir einen Sinus aufmale und mache bei>90°& 270° den Anschnitt habe ich doch genau die> Hälfte des gesamten Sinus, oder?
Ja aber
Mit 90°(270°) hat man die Hälfte der Leistung.
Reduziert man die Spannung an einem Widerstand
um die Hälfte, verringert sich auch der Strom
um die Hälfte!! Die Leistung ist aber das Produkt
aus Strom und Spannung.
Merke: Wenn die Spannung um die Hälfte reduziert
wird, sinkt die Leistung auf ein Viertel.
Will man die Leistung um die Hälfte reduzieren,
reicht eine Absenkung der Spannung auf 70,7%.
> und mache bei 90° & 270° den Anschnitt habe ich doch genau die Hälfte des> gesamten Sinus
Ja schon, aber Du must beachten, daß Du den Steuerwinkel bei rein
ohm'scher Last nur bis maximal 180° fahren darfst. Die 270° gehen
deshalb schonmal nicht.
Hier noch ein kleiner Nachtrag. Ich hatte ja gesagt, daß ich mal in
meinem alten Leistungselektronik-Skript nachschaue.
Also, da steht für den Wechselstromsteller mit Phasenanschnittsteuerung
bei rein ohm'scher Last:
FuseBlower schreibt:
>Die 270° gehen deshalb schonmal nicht.
Doch, sie gehen schon. Es ist nämlich die
negative Halbwelle beim Wechselstromsteller.
>Also, da steht für den Wechselstromsteller>mit Phasenanschnittsteuerung>bei rein ohm'scher Last:
Aha, da steht also nix.
Hallo,
wäre es nicht sinnvoller, statt U-eff direkt P-eff als Maß der Steuerung
des Anschnittwinkel's zu nehmen ?
Ich würde die Leistung von 0.. 100% regeln wollen und nicht die
Spannung.
@Horst, sicher sinnvoll, aber ich muss die Ausgangsspannung einstellen
können.
@All
Ich bin gerade dabei die Formel nach alpha umzustellen.
Nun hänge ich an der Stelle:
Wie komme ich hier weiter?
Gruß Anselm
p.S.: Zur Erleichterung der LaTeX-Code:
(\frac{U_{eff}}{U_{nenn}})^2 \cdot 2 \cdot \pi - 2 \cdot \pi = sin(2
\cdot \alpha)* 2 \cdot \alpha
>Im Anhang die Derive-Datei.
Was soll das sein?
> Datum: 12.08.2009 17:01>Dateianhang: phasenanschnitt.dfw (516 Bytes, 0 Downloads)
Jetzt ist es 18:21 und noch keiner hat die geladen...
Warum wohl?
Hallo,
durch optischen Vergleich der Kurven habe ich
0,5+0,5*COS(Alpha) = sqrt( 1-alpha/pi + sin(2*alpha)/(2*pi) )
recht keck ;-)
U / Umax = 0,5+0,5*COS(Alpha) ist wohl einfacher
alpha = arccos( 2* U / Umax -1 )
@Matthias,
Derive ist ein Mathematikprogramm von TexasInstruments.
http://de.wikipedia.org/wiki/Derive
Gruß Anselm
btw.: Matthias, ein freundlicher Umgangston hilft allen.
>btw.: Matthias, ein freundlicher Umgangston hilft allen.
Mag sein. Ein Lesen paar Zeilen über dem Eingabefenster auch:
>>Schaltpläne, Screenshots usw. als PNG oder GIF anhängen
>>Also, da steht für den Wechselstromsteller mit Phasenanschnittsteuerung>>bei rein ohm'scher Last:>Aha, da steht also nix.
Hey, Ganymed, mal'n bisschen freundlicher hier bitte!
Kann Dein Browser keinen LaTeX-Code lesen/darstellen? Am Besten, Du
ziehst Dir mal ein Update, anstatt hier rumzunörgeln!
Hallo,
Hier eine Tabelle, die zum Zündwinkel bei entsprechender Spannung U/ U_n
in %
bei 0% Zündung bei 180 Grad also nie.
Bei 70 % Spannung bei 90.89538 Grad usw.
Warum nicht eine Tabelle nutzen?
Wenn ich an die Sonnenstandsberechnung denke, die 3 kByte nur für die
Winkelfunktionen belegte, ist eine Tabelle wesentlich wirtschaftlicher.
Sie muss ja nicht auf ein % Auflösen, wenn Interpolation schon
ausreichend genau ist.
Hallo,
das ist ja eine sehr genaue Tabelle, ich habe mal Deine Winkelwerte
wieder in die Ursprungsformel eingesetzt.
Es sind nur minimale Abweichungen um 1e-9.
Ich hatte mit single gerechnet und einfach intervallgeschachtelt
zwischen 0 und 180 Grad, um das passende x für gesuchtes y zu finden.
Die Genauigkeit ist nur 1e-5.
Aber wo ist das jetzt komfortabler?
Bei kleinen Spannungen ist quadratische Näherung sehr gut.
Nur bei 229,50 Volt wird es etwas ungenau.
Eigentlich habe ich es nur so herum gemacht um die Ua in fest
programmieren zu können^^.
Ist natürlich völlig Latte, gerade/glatte Spannungszahlen sind ja nicht
notwendig.
Aber wie dass so ist, einmal festgebissen lässt man nicht los bis es
erledigt ist.
Mal vielen Dank sage an alle die sich beteiligt haben.
Gruß Anselm
p.S.: wie schaffe ich es in 50-200uS via optokoppler oder ähnlichem
glavanisch isolierenden schaltkreis den Netznulldurchgang an uC zu
melden?
Meine bisher warscheinlich schnellste Idee war eine LED über
Gleichrichter -> Fototransistor. über dem Serienwiderstand vor dem
Gleichrichter einen Kondensator der dafür Sorge trägt dass die ersten
paar Volt ausreichend Strom haben um die LED schonmal zum leuchten zu
bekommen ;)) Zum Abschneiden eventueller Spikes vielleicht noch eine
Zehner Paralell zur LED.