Hallo,
hat hier schonmal jemand eine SSD-Festplatte verbaut oder benützt? ich
meine mal gelesen zu haben dass ein Solid-State-Drive um einiges
sicherer wäre als eine "normale" HDD.
Gerade im Notebook wäre das doch ideal -> da keine beweglichen, mech.
Teile vorhanden sind!
Kann man sowas schon als alltagstauglichen Festplattenersatz heran
ziehen?
Hallo,
ich hab noch keine im Betrieb gesehen, aber schon oft davon in
Computerzeitschriften gelesen.Die Dinger haben eigentlich nur Vorteile
in Sachen Geschwindigkeit, Lebensdauer, niedrige Zugriffszeiten, usw.
Viele Vorteile sind einfach auf das Fehlen beweglicher Teile zu
begründen.
Allerdings ham die eben auch einen (noch momentanen) sehr großen
Nachteil: Den astronomischen Preis! In ebay kostet eine 2,5 Zoll SSD
Festplatte mit 32GB ca. 150- 200 Euro!!!!
Also ich würde da lieber noch ein Weilchen warten, bevor ich mir so ein
Ding zuleg ;-).
Gruß, Steffen
Soweit ich weiß ist die Lese/Schreibgeschwindigkeit (noch) langsamer,
nur die Zugriffszeit schneller als Magnetfestplatten ?
Werde mir aber sicher bald eine holen (wg. Datensicherheit,
Stromverbrauch und Geräuschlosigkeit)
Thomas
Würde erst mal ein paar Jahre warten und schauen ob irgendwelche Windoze
die Dinger totflashen. 100000 Schreibzyklen hat man schnell, wenn das OS
immer denselben Sektor beschreibt.
> 100000 Schreibzyklen hat man schnell, wenn das OS> immer denselben Sektor beschreibt.
Das OS kann nicht immer den selben Sektor beschreiben, weil der
Controller dafür sorgt, dass alle Sektoren annähernd gleich häufig
benutzt werden.
Die c't hat mal einen Test gemacht. Selbst billige SD-Karten haben die
nicht kaputt bekommen. Da kann man mit einem vielfachen von 100000
Schreibzyklen rechnen. Auch herkömmliche Festplatten haben eine
begrenzte Lebensdauer. SSDs sind diesbezüglich sicher nicht schlechter.
naja, nur weil das OS glaubt, immer an die selbe Stelle zu schreiben,
passiert das auf dem SSD noch lange nciht. Um die Dauerhaltbarkeit zu
erweitern wird versucht möglichst gleichmäßig alle Zellen zu verwenden.
Somit kann die Gesamtlebensdauer erhöht werden. In der möglichen Anzahl
der Schreibvorgänge je Zelle sind Platten aber noch im Vorteil.
Stoßunempfindlichkeit, sehr geringe Zugriffszeiten über das gesamte SSD,
geringer Stromverbrauch, keine Geräusche und lt. einem Bericht auf Heise
demnächst auch seeehr hohe Übertragungsraten (
http://www.heise.de/newsticker/Samsung-kuendigt-schnelle-256-GByte-SSD-an--/meldung/108445
) sprechen für die SSDs. Geringe Verfügbarkeit und sehr hohe
Einstiegspreise allerdings dagegen :-)
Steffen.
>Soweit ich weiß ist die Lese/Schreibgeschwindigkeit (noch) langsamer,
In dem c't-Bericht war, wenn ich mich recht erinnere, die Aussage, dass
sowohl Zugriff als auch Lesen schnell bzw. schneller ging, Schreiben
allerdings sehr viel langsamer im Vergleich zur HD.
HildeK wrote:
> In dem c't-Bericht war, wenn ich mich recht erinnere, die Aussage, dass> sowohl Zugriff als auch Lesen schnell bzw. schneller ging, Schreiben> allerdings sehr viel langsamer im Vergleich zur HD.
Ja, angeblich werden beim Schreiben von Daten in nicht leeren Bereichen
der SSD zunächst die zu modifizierenden Daten in Form eines relativ
großen Blocks gelesen, dann modifiziert und erst anschließend wieder
zurückgeschrieben. Da war ein Diagramm in der c't, wonach die
mittlere Zugriffszeit beim zufälligen Schreiben enttäuschende
80 ms betrug.
Das "Wear Leveling" (vom Controller automatisch vorgenommener
Wechsel der Speicher-Zellen beim wiederholten Schreiben an der
selben Speicher-Adresse) ist ja ganz nett, um die Nachteile der
begrenzten Flash-Schreibzyklen zu kompensieren, aber existiert
dann überhaupt noch eine zuverlässige Möglichkeit, sensible und
im Klartext in den Flash-Speicher geschriebene Daten im Nachhinein
sicher zu löschen?
Es gab doch mal jemanden der eine Festplatte entwickelt hat die nur aus
einer Platte (Platter) und einem genausogroßem Schreib-Lesekopf bestand
der quasi Vibriert hat. dadurch hatte man eine vergleichbar hohe
Datendichte wie bei ner normalen HDD aber die zugriffszeiten waren
ähnlich wie bei einer SSD.
Leider hat das ganze nie Anklang gefunden, wahrscheinlich war die
Fertigung der Köpfe zu teuer, immerhin bestanden die aus fast
genausoviel Spulen wie die Platte Bit hatte, aber auch ein interessanter
Ansatz um die Schreib-Leserate ins unermessliche zu treiben.
SintesiMoe wrote:
> Es gab doch mal jemanden der eine Festplatte entwickelt hat die nur aus> einer Platte (Platter) und einem genausogroßem Schreib-Lesekopf bestand
Ungefähr so, nur als Scheibe?
http://de.wikipedia.org/wiki/Trommelspeicher
Nachteil: Die Wärmeausdehnung von Platte und Kopfträger wirst du nicht
ganz in Deckung kriegen, so dass eine Korrektur unumgänglich ist. Und je
höher die Spurdichte, desto stärker wird dieser Effekt. Paralleles
Lesen/Schreiben geht daher auch nicht.
Wir haben in unserer Firma auch CF Disks als Festplattenersatz getestet.
Zwar ist die mittlere Schreibgeschwindigkeit auch nicht viel schlechter
als bei Magnetplatten, aber die Worst-Case-Schreibzeiten stören doch
sehr beim Einsatz zeitkritischer Software. Die meisten Betriebssysteme
neigen leider dazu, bestimmte Sektoren beonders häufig zu beschreiben.
Dabei geht die Disk zwar nicht kaputt, aber hin und wieder springt das
Load-Leveling an und kopiert diverse Sektoren um, was entsprechend
dauert. Besonders kritisch sind neben FAT-Filesystemen
Journaling-Systeme (ext3, Reiser), die das Journal bei jeder
Fileoperation neu schreiben. Wir haben schon nach Filesystemen gesucht,
die für SSD besser geeignet sind, aber nichts gefunden. Alles ist eben
noch für rotierende Platten optimiert.
Gruss
Mike
SintesiMoe wrote:
> Es gab doch mal jemanden der eine Festplatte entwickelt hat die nur aus> einer Platte (Platter) und einem genausogroßem Schreib-Lesekopf bestand> der quasi Vibriert hat. dadurch hatte man eine vergleichbar hohe> Datendichte wie bei ner normalen HDD aber die zugriffszeiten waren> ähnlich wie bei einer SSD.> Leider hat das ganze nie Anklang gefunden, wahrscheinlich war die> Fertigung der Köpfe zu teuer, immerhin bestanden die aus fast> genausoviel Spulen wie die Platte Bit hatte, aber auch ein interessanter> Ansatz um die Schreib-Leserate ins unermessliche zu treiben.
Die moderne Variante der Lochkarte?
http://domino.research.ibm.com/comm/pr.nsf/pages/news.20020611_millipede.html
Ja so ungefähr nur eben als rechteckige Platte wo der Kopf vibriert, war
mal ein kleiner Bericht in der PCGH, klang damals sehr interessant und
futuristisch, war aber abzusehen das es sich nicht durchsetzt.
Mike wrote:
> Load-Leveling an und kopiert diverse Sektoren um, was entsprechend
heisst das nicht Wear-Levelling?
> Wir haben schon nach Filesystemen gesucht,> die für SSD besser geeignet sind, aber nichts gefunden. Alles ist eben> noch für rotierende Platten optimiert.>
Das F3S:
http://www.fs-net.de/cms/index.php?id=28
Notebook.de bietet ein ACEr Notebook an, welches eine solche Platte
enthält. Dort ist aber nur das Betriebssystem installiert, es wird also
wenig geschrieben. Muss man eben die Temp Verzeichnisse woanders
hinlegen.
Die Frage ist, was es bringt, da die Programmauzsführung ja im RAM
erfolgen muss. Ich tendiere eigetnlich immer dazu mehr RAM einzubauen.
Ich habe jetzt seit drei Monaten ein Lenovo X300 mit 64GB Samsung SSD.
Das System fuehlt sich deutlich fixer an wie andere Notebooks mit
schnelleren CPUs aber normaler HDD.
Die SSD erreicht beim sequentiellen Lesen 100MB/s und beim Schreiben
80MB/s.
Tests mit bonnie++ bestaetigten, dass die SSD ab einer Anzahl von 8
gleichzeiten Ramdom-Zugriffen eine 15k-RPM SAS-Platte hinter sich
laesst, obwohl diese deutlich hoehere Transferraten im sequentiellen
Bereich liefern (120/110MB/s).
Man braucht sich auch keinen Kopf ueber die Anzahl der Schreibzyklen
machen. Zum einen beherrschen die Controller - wie bereits erwaehnt -
Wear-Levelling und zum anderen sind in den SSDs Flash-Bausteine mit
deutlich hoeherer Qualitaet verbaut. (Ich war damalas auch Skeptisch und
hatte bei Samsung angefragt: die dort verbauten NAND-Flash-Bausteine
halten pro Sektor mindestens 10Mio(!) Schreibzugriffe aus).
Nachteil sind mometan die geringe Datendichte und der hohe Preis.
64GB reichen mir und ich wuerde mich wieder fuer eine SSD im Notebook
entscheiden.
So mal eine Leiche ausgraben:
Ich habe das oben beschriebene ACER Notebook erworben und es hat 2.7
Jahre gelebt. Danach war das Motherboard hin. Danach kam ein Sony
Notbook dran, das letztes Jahr seinen Geist aufgegeben hat. Das
ursprünglich im Acer verbaut Solidstate drive hat überlebt! - Bis heute!
popdog schrieb:> Das System fuehlt sich deutlich fixer an wie andere Notebooks mit> schnelleren CPUs aber normaler HDD.
Kann ich bestätigen, nachdem ich mein Acer Notebook mit ner 256GB
Sandisk gepimt hatte. Auch die Batterielaufzeit stieg spürbar.
Und man kann das Notebook im Betrieb bedenkenlos bewegen, vorher hatte
ich es immer wie ein rohes Ei behandelt (Hand drunter beim Ablegen auf
dem Tisch).
Leider ist der Geräuschvorteil nicht mehr so groß, da in letzter Zeit
oft der Lüfter anspringt. Vermutlich müßte ich es mal öffnen und den
Staub entfernen. Ist von 2009 und wird oft auf dem Bett benutzt.
Aye,
ohne den ganzen Thread gelessen zu haben...
Ich habe folgende(s) verbaut:
PC: 2x 128GB SSD im Raid0, 2x 1TB HD im Raid0
Notebook: 2x SSD 256GB im Raid0
MacAir: 1x 512GB SSD
Die SSD Raids im PC und Lappi machen ca. 1GB/sec Read, Write weiss ich
gerad nicht (aber wesentlich mehr als HDs).
Die SSD im Mac macht 700MB/sec read und write.
Problem:
!!! BACKUP DER DATEN IST PFLICHT !!!
(Bei mir gibt es dafür eine Synology NAS sowie div. 2.5" HDs an USB.)
Je nach Nutzung sind die SSDs nach 1-2Jahren kaputt. Die Theorie, dass
die Dinger einfach nur immer kleiner werden funktioniert irgendwie nicht
:-(
Ein Kumpel hat seinen Lappi mit Visual Studio sehr gequält, seine SSD
war nach einem Jahr völlig im Eimer.
In meinem Lappi ist eine der beiden SSDs kürzlich gestorben, 2 Tage nach
der 2-Jahresgewährleistung. Zum Glück hab ich mir das vorher gedacht und
ne Garantieerweiterung (auch für den Akku) abgeschlossen (Neupreis
Lappi: ASUS Zenbook, ca. 2k€).
Das SSD Raid in meinem PC ist etwas über 1Jahr alt, und läuft noch
problemlos. Allerdings ist der PC im wesentlichen zum Zocken da, und
schaufelt daher nicht viele Daten (meisst READ).
VG,
/th.
popdog schrieb:> Die SSD erreicht beim sequentiellen Lesen 100MB/s und beim Schreiben> 80MB/s.
Da hast aber ne sehr schlechte SSD erwischt - normale 2.5" HDs machen da
schon 150MB R/W.
Die SSD in meinem alten Thinkpad T60 läuft ebenfalls an der SATA2 Grenze
von ca. 120MB/sec.
Wichtig ist auch, eine grössere SSD zu verbauen, damit meisstens ca. 1/3
- 1/4 der Disk frei bleibt, für die Verteilung der Schreibzugriffe.
Ich habe meinen Desktop und mein Notebook vor ca. 2 Jahren damit
ausgestattet.
Beide laufen wie Schmidt's Katze. Besonders das Notebook bootet
jetzt wie ein Porsche.
Ich habe keine Probleme bemerkt. Man sollte eine SSD allerdings
nicht bis zum Anschlag vollmachen, angeblich ein gewiesser Platz
für "verbrauchte" Speicherzellen benötigt.
Random ... schrieb:> Da hast aber ne sehr schlechte SSD erwischt - normale 2.5" HDs machen da> schon 150MB R/W.
Du antwortest auf einen Beitrag, der 7 (In Worten SIEBEN!) Jahre alt
ist.
Udo Schmitt schrieb:> Random ... schrieb:>> Da hast aber ne sehr schlechte SSD erwischt - normale 2.5" HDs machen da>> schon 150MB R/W.>> Du antwortest auf einen Beitrag, der 7 (In Worten SIEBEN!) Jahre alt> ist.
ui :-)
Random ... schrieb:> Je nach Nutzung sind die SSDs nach 1-2Jahren kaputt.
Sag das bloß nicht meiner SSD, die ist deutlich älter.
Man solllte unbeding den hybriden Standbymodus abschalten, der schreibt
bei jedem Standby den kompletten RAM (16GB) auf die SSD.
Random ... schrieb:> Je nach Nutzung sind die SSDs nach 1-2Jahren kaputt.
Was sind das für komische SSDs? Hersteller, Typenbezeichnung?
Bei normalen SSDs wird die Lebensdauer in TBW angegeben ("terabytes
written") - und um die zu erreichen, muss die SSD täglich mehrfach
komplett(!) beschrieben werden.
Udo Schmitt schrieb:> Du antwortest auf einen Beitrag, der 7 (In Worten SIEBEN!) Jahre alt> ist.
Die sieben Jahre sind hier in der Tat eine Ewigkeit. Während 2008 eine
SSD (oder CF-Karte) als Bootmedium im PC nach 1-2 Jahren durch war
(BTDT), trauen sich die Hersteller mit der heutigen Technologie zu, zehn
Jahre Garantie zu geben.
Meine Samsung EVO SSD schafft sage und schreibe 4MB/Sec - die
Geschwindigkeit schwankt aber sehr, wenn es gut geht >100MB aber die
meiste Zeit über 4mb/Sec. Das erinnert mich irgendwie an 1997 (auch Trim
hilft hier nicht viel).
Die normalen Festplatten bieten nach wie vor die beste Performance.
Thomas schrieb:> Meine Samsung EVO SSD schafft sage und schreibe 4MB/Sec - die> Geschwindigkeit schwankt aber sehr, wenn es gut geht >100MB aber die> meiste Zeit über 4mb/Sec. Das erinnert mich irgendwie an 1997 (auch Trim> hilft hier nicht viel).
Ja, bei denen hat Samsung ernsthafte Probleme mit den
Flash-Speicherzellen im TLC-Flash. Ist halt nicht trivial, 3 Bit in
einer Zelle unterzubringen. Es würde mich nicht wundern, wenn die
irgendwann reihenweise sterben.
Ich habe hier eine 840 Pro. Die hat MLC-Flash, also nur 2 Bit pro Zelle.
Keine Probleme.
fchk
Ich hab hier 2x 840er EVO und 1x 850er EVO im Einsatz, die rennen
bislang alle ohne irgendwelche Auffälligkeiten.
"Normale" Festplatten verbaue ich höchstens noch als Datengrab.
bluppdidupp schrieb:> Ich hab hier 2x 840er EVO und 1x 850er EVO im Einsatz, die rennen> bislang alle ohne irgendwelche Auffälligkeiten.
Habe auch eine 840pro und eine 850er verbaut. Ohne Probleme.
Die 840er pro seit ca.2-3 Jahren. Nach FW Update war sie wieder schnell
!!!
Thomas schrieb:> Die normalen Festplatten bieten nach wie vor die beste Performance.
Es gibt SSDs mit über 5GB/sec. Nenne mir eine "normale" Festplatte, die
das packt.
Thomas schrieb:
...
> Die normalen Festplatten bieten nach wie vor die beste Performance.
Selbst vor 7 Jahren (als der Fred gestartet wurde) waren SSD schon um
Längen schneller als die "normalen". Heute sind ganze Welten dazwischen!
Allerdings als Datenhalde würde ich die nie verwenden, da sind
"Platten-HDs" sicherer.
Old-Papa
Das mit den 1-2 Jahren ist defintiv falsch. Meine Intel 330 Series 120
GB läuft seit zwei Jahren und hat laut SMART immer noch 100%
Lebensdauer. Und das trotz Hybrid-Standby, mindestens einmal täglich
herunterfahren, mindestens zweimal täglich Energiesparmodus, aktiviertem
Suchindex und Prefetch. Nur Defragmentierung ist deaktiviert, da die auf
einer SSD nunmal nichts bringt.
U. B. schrieb:> Gibt es Solid-State-Drives auch noch für solche Schnittstellen (ggf. mit> Adapter)
Ja. Sowohl als auch; der Adapter ist ein simpler SATA-IDE-Adapter (also
einer zum Anschluss von SATA-Laufwerken an einen IDE-Controller.
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=85089
Das ist auch die zu bevorzugende Lösung, da IDE-SSDs aufgrund des
Exotendaseins überteuert und veraltet sind.
U. B. schrieb:> Ich habe noch einen 13 Jahre alten PC mit ATA(IDE)-Schnittstelle.
Nachtrag:
Achte auf Größenbeschränkungen durch das BIOS. PCs aus dieser Zeit
können durchaus das Problem haben, daß sie "LBA48" nicht kennen, und
damit das BIOS keine Festplatten mit mehr als 128 GiB (137 GB) Kapazität
unterstützt. Ich habe das noch bei einem Notebook von 2005 vorgefunden
(eines der letzten, das noch IDE-Festplatten verwendete, ein DELL
Inspiron 6000).
Der IDE/SATA-Adapter löst dieses Problem nicht.
So, jetzt habe ich eine solche SSD-Festplatte, SATA mit 128 GB, und den
vorgeschlagenen Adapter.
Wie gesagt, der PC ist älter, also muss ich die SATA-Stromversorgung
noch realisieren.
Die SSD-Platte benötigt nur 5 Volt,
genügt es also, wenn ich gemäss der Stromanschlussbelegung in
https://de.wikipedia.org/wiki/Serial_ATA#Stromleitung
- die Steckerpins 4,5,6,10,12 an Masse
- und die Pins 8,9 und auch den Pin 7 (5V pre-charge) direkt an 5 V
lege ?
Wie verschaltet man zweckmässig Pin 11 (Activity LED), wieviel mA kann
man ziehen ?
U. B. schrieb:> - die Steckerpins 4,5,6,10,12 an Masse> - und die Pins 8,9 und auch den Pin 7 (5V pre-charge) direkt an 5 V> lege ?
Ja. "pre-charge" bedeutet "voreilender Kontakt".
> Wie verschaltet man zweckmässig Pin 11 (Activity LED), wieviel mA kann> man ziehen ?
Offenlassen, wenn nicht benötigt.
Adapter vom üblichen 4poligen "Molex"-Stecker auf Sata-Power sind
Pfennigartikel in praktisch jedem Computerladen, so etwas muss man
wirklich nicht selbst basteln.
Einen 5,25"-Stromversorgungsverstecker auf SATA habe ich mal
durchgeklingelt.
Laut Notizen war das so verbunden:
- 1,2,3 unbelegt
- 4,5,6 auf GND ("schwarz")
- 7,8,9 auf 5V ("rot")
- 10,11,12 auf GND ("schwarz")
- 13,14,15 auf 12V ("gelb")
Sobald die Platte Saft hat, ist Pin 11 erstmal ein Eingang den die
Platte zunächst abklopft:
- Pin 11 auf GND: Platte läuft direkt an
- Pin 11 floating: Platte läuft an, sobald der SATA-Controller mit ihr
kommuniziert
...sobald die Platte läuft, wird Pin 11 zum Opencollector-Ausgang, der
bei Aktivität auf GND gezogen wird. Beispiel LED-Schaltung ist in der
SATA-Spezifikation zu finden:
http://www.lttconn.com/res/lttconn/pdres/201005/20100521170123066.pdf
(PDF-Seite: 175-177)
(LED ist nicht ohne Treiber anschließbar)
...was man so liest, unterstützen aber nicht alle Platten tatsächlich
eine LED an Pin 11.
Zumal für die HDD-Aktivitäts-LED auch kein halbwegs aktuelles Mainboard
den Pin 11 nutzt ;D
Ich würde den Pin einfach mit Masse verbinden und die LED ignorieren.
Die HDD-Aktivität kann man sich bei Bedarf auch über Software-Tools
irgendwo anzeigen lassen. Unter Windows z.B. damit:
http://www.addictivetips.com/windows-tips/hdd-led-monitor-hard-drive-activity-in-real-time-from-system-tray/
So, mit dem vorgeschlagenen Adapter habe ich jetzt eine
Halbleiterfestplatte mit 128 GB an den erwähnten alten PC angeschlossen
(an den zweiten IDE-Anschluss).
Wurde prompt erkannt und nach NTFS-Formatiertung (Windows XP ...)
funktioniert sie offensichtlich einwandfrei.
---
Was ist noch zu beachten ?
Defragmentieren ist wohl kontraproduktiv; gibt es andere zweckmässige
Hilfsprogramme - wie gesagt für XP ?
U. B. schrieb:> Was ist noch zu beachten ?> Defragmentieren ist wohl kontraproduktiv; gibt es andere zweckmässige> Hilfsprogramme - wie gesagt für XP ?
Windows XP unterstützt kein Trim, aus diesem Grund müsstest Du ein Tool
des SSD-Anbieters dafür benutzen und ab und zu laufen lassen.
Dummy schrieb:> Windows XP unterstützt kein Trim, aus diesem Grund müsstest Du ein Tool> des SSD-Anbieters dafür benutzen und ab und zu laufen lassen.
Nein, muss man nicht. Es sei denn, die SSD ist verdammt alt und die
Firmware beinhaltet das gelegentliche Freimachen in Eigeninitiative noch
nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Solid-State-Drive#
mhh schrieb:> Nein, muss man nicht. Es sei denn, die SSD ist verdammt alt und die> Firmware beinhaltet das gelegentliche Freimachen in Eigeninitiative noch> nicht.
Meine Samsung 840 Pro macht es jedenfalls nicht Firmwareseitig, kann
natürlich sein das die schon als verdammt alt gilt...
Dummy schrieb:> Meine Samsung 840 Pro macht es jedenfalls nicht Firmwareseitig, kann> natürlich sein das die schon als verdammt alt gilt...
Hat das jemand ausgebaut bei Dir?
In den noch käuflichen ist es jedenfalls drin. :)
Die Firmware kann das nicht alleine, weil die Firmware nicht wissen
kann, welche Sektoren als "gelöscht" anzusehen sind. Genau dafür ist ja
das "TRIM"-Kommando da, was neuere Betriebssysteme verwenden, um es der
SSD mitzuteilen.
Rufus Τ. F. schrieb:> Die Firmware kann das nicht alleine,
Natürlich kann sie das alleine. Nur mit TRIM als Petze für belegte freie
Sektoren gehts besser - aber nicht ausschließlich. Ohne TRIM wird erst
aufgeräumt, wenn auf solche Sektoren gestoßen wird. Für die
zwischenzeitliche Speicherung werden dann stellenweise auch die
Reservebereiche mitverwendet.
(Das Theme hatten wir doch schon mal durch und die Infos sind mühelos zu
finden. Da muss man nicht mit Meinungen den Thread vollmüllen...)
mhh schrieb:> Das Theme hatten wir doch schon mal durch
Genau, es geht nämlich nicht.
Die Firmware müßte alle Dateisysteme (FAT32, NTFS usw.) kennen, um als
gelöscht markierte Daten zu löschen. Und sie müßte dann wiederum
gelöschte Dateien dem Papierkob mitteilen, damit sie dort aus der Liste
entfernt werden.
Für die Firmware gibt es nur Schreib- und Lesezugriffe. Und auch Daten,
die 10 Jahre lang nicht gelesen wurden, darf sie von sich aus nicht
löschen.
Ist es nicht auch so, dass man unter XP die automatische
Datenträgerdefragmentierung deaktivieren sollte!?
Ansonsten beginnt XP alle paar Woche mal die die Daten auf der SSD hin
und her zu schieben was (bei einer SSD) zu unnötigen Schreibzyklen
führen würde...
mhh schrieb:> Rufus Τ. F. schrieb:>> Die Firmware kann das nicht alleine,>> Natürlich kann sie das alleine. Nur mit TRIM als Petze für belegte freie> Sektoren gehts besser - aber nicht ausschließlich. Ohne TRIM wird erst> aufgeräumt, wenn auf solche Sektoren gestoßen wird.
Dazu muss die SSD wissen, welche Sektoren frei sind. Das erfährt sie
über das Dateisystem, über die FAT. Aber was passiert, wenn sie in einem
exotischen Format wie ext3 oder zfs formatiert wurde, wo im FAT-Sektor
ungültige Angaben stehen? Öhhhhz!
Dann doch lieber auf den Trim-Befehl warten...
soul e. schrieb:> Dazu muss die SSD wissen, welche Sektoren frei sind. Das erfährt sie> über das Dateisystem, über die FAT.
Dateisysteme interessieren die SSD überhaupt nicht. Sie darf selbst eine
RAW-Struktur nicht ungebeten antasten. Deswegen löscht sie Blöcke erst
dann, wenn ein erneuter Schreibzugriff erfolgt oder wenn die Blöcke per
TRIM freigegeben werden. Intelligentere Firmware leitet jedoch die
Schreibzugriffe auf freie bzw. Reservesektoren um und verschiebt den
Löschvorgang auf später, wenn sie Langeweile hat. Das spart Zeit beim
Schreiben. Mit einem vorsorglichen "Aufräumen" hat das aber nichts zu
tun.
Rufus Τ. F. schrieb:> Ach, danke. Ist das der Tonfall, den Du für angebracht hältst?
Sorry für den harschen Tonfall.
Im von mir o.g. Link ist es, wenn auch nicht komplett, doch schon recht
gut beschrieben. Statt dort nachzulesen und selber nach ergänzenden
Informationen zu suchen, kommt von einigen ein nicht zutreffendes "ohne
TRIM geht nichts". Mit zumüllen ging es nicht speziell um Deinen Post,
sondern um alle Inhalte mit "geht nicht" (ohne die Schreiber dabei
diskreditieren zu wollen).
Ja die Bemerkung war vereinfacht.
Aber ganz so einfach, wie du sagst ist es auch nicht.
Samsung sagt ihre SSDs können NCQ (also das umsortieren von Befehlen)
und TRIM allerdings nicht gleichzeitig.
Lösung in Form eines Kernelpatch: Besagte SSDs in Blacklist aufnehmen
und die Umsortierung für TRIM verbieten.
Andere Hersteller scheinen es hinzubekommen.
Icke ®. schrieb:> soul e. schrieb:>> Dazu muss die SSD wissen, welche Sektoren frei sind. Das erfährt sie>> über das Dateisystem, über die FAT.>> Dateisysteme interessieren die SSD überhaupt nicht. Sie darf selbst eine> RAW-Struktur nicht ungebeten antasten.
Exakt das ist die Aussage meines obigen Postings, auch wenn diese durch
das unvollständige Zitat etwas verfälscht wird. Gelöschte Dateien
unterscheiden sich von gültigen im einfachsten Fall durch ein Byte
(0xE5) im Verzeichniseintrag. Sowas kann und darf keine SSD automatisch
erkennen.
Der Hersteller Samsung bietet in seiner Samsung Magician-Software
allerdings eine Funktion "Performance Optimization" an, die das
Dateisystem durchfräst und der Platte die dort als nicht belegt
gekennzeichneten Blöcke meldet. So wird für XP und älteres der ATA TRIM
- Befehl simuliert.
Weiter mit der Nostalgie =>
Ende August schrieb ich:
> So, mit dem vorgeschlagenen Adapter (IDE-Schnittstelle nach> SATA-Schnittstelle) habe ich jetzt eine> Halbleiterfestplatte mit 128 GB an den erwähnten alten PC angeschlossen> (an den zweiten IDE-Anschluss).> Wurde prompt erkannt und nach NTFS-Formatiertung (Windows XP ...)> funktioniert sie offensichtlich einwandfrei.
Der betreffende Supermarkt-PC von 2002 (!) hat einen Pentium 4 mit
2 GHz.
Vor 2 Wochen begann ich, die sich langsam verabschiedende Harddisk durch
die SSD zu ersetzen, mit abgespecktem XP (nLite-Start-CD).
Quintessenz:
Es gab/gibt genug Probleme, man muss VIEL Geduld mitbringen.
Abstürze gab es öfters, z.T. nicht reproduzierbar. -
Jetzt läuft die Kiste einigermassen, Details:
- Intel-Beschleuniger-Programm und Update für nVidia-Graphikkarte
gehen nicht.
- Es musste ein anderes Antivirus-Programm genommen werden, sonst gab es
ebenfalls Abstürze.
- Aus der verwendeten nLite-CD sind viele Windows-Bestandteile entfernt,
einige hätte man ggf. noch brauchen können ...
=> Obwohl ich den PC immer einigermassen aufgeräumt hielt, ist er jetzt
deulich schneller - z.B. startet LibreOffice Writer doppelt so fix
wie MS-Word bei der ursprünglichen Konfiguration, Booten und
Herunterfahren geht noch zügiger.
Auf d.s.e läuft gerade eine interessante Diskussion. Es scheint so zu
sein, dass die data retention time von modernem NOR-Flash keineswegs
mehr 20 Jahre beträgt, sondern eher bei <100 Wochen liegt. Daher müssen
die Flash-Zellen regelmäßig neu beschrieben werden ("refresh"), um ihren
Inhalt zu bewahren. Das gilt insbesondere für analoges Flash (MLC).
Um den Refresh kümmert sich der Controller in der SSD, SD oder im
Memorystick (Pendrive). Da braucht der Benutzer nicht eingreifen. Aber
das kann der Controller nur tun, wenn er auch läuft. D.h. Flashmedien
müssen regelmäßig eingeschaltet (benutzt) werden!
Für cold storage (d.h Backup machen und ins Bankschließfach) sind
Magnetfestplatten die bessere Wahl.
Eine consumer SATA-SSD bezeichnet sich selber in den SMART-Daten als
"kaputt" (100% used lifetime), wenn noch 52 Wochen unpowered data
retention gewährleistet sind. Bei enterprise SSDs liegt dieser Zeitraum
bei 13 Wochen.
> Diesen Beitrag seit 2008 in der Kühltruhe gelagert?
1.Man sollte bedenken, daß 2008 manche SSD etwas langsamer war und XP
bis heute noch zahlreiche Patche bekommen hat.
2.Die Haltbarkeit der gespeicherten Daten als kapazitive Ladung ist noch
nie für EWIG gewesen (höchstens für längere Zeit). Selbst WENN sie ewig
gespeichert würden, tritt die digitale Demenz ein, weil keiner mehr die
passende Technik und Software in 20 Jahren betriebsbereit haben wird
(Beispiel: NASA-Mondmission).
soul e. schrieb:> sein, dass die data retention time von modernem NOR-Flash keineswegs> mehr 20 Jahre beträgt, sondern eher bei <100 Wochen liegt.
Das wäre fatal für Mikrocontroller, aber nicht für die aus NAND-Flash
gebauten SSDs.
> ... tritt die digitale Demenz ein, weil keiner mehr die> passende Technik und Software in 20 Jahren betriebsbereit haben wird> (Beispiel: NASA-Mondmission).
Kerle wie Amstrong und Aldrin sind ja auch nicht mehr die Frischesten
bzw. gar nicht mehr unter uns ... -
Wie mutig müsste man erst sein, den Erdtrabanten unter Windows 10 zu
besuchen ? Die Wahrscheinlichkeit, dass die Luna-App genau während der
Landung upgedated würde, wäre viel zu gross. ;-)
A. K. schrieb:> soul e. schrieb:>> sein, dass die data retention time von modernem NOR-Flash keineswegs>> mehr 20 Jahre beträgt, sondern eher bei <100 Wochen liegt.>> Das wäre fatal für Mikrocontroller, aber nicht für die aus NAND-Flash> gebauten SSDs.
Shice, habe ich wirklich NOR geschrieben? Es muss natürlich NAND
heissen. Leider komme ich oben nicht mehr dran zum editieren.
NOR-Flash ist das, was wir als 29Fxxx kennen, und das hält locker 25+
Jahre durch.
Falls es jemanden Beruhigt: Wir haben das komplette aktuelle Projekt
(inkl Sicherheitsdatenkonzept, Ausfallsbetrachtung, Restorability)
komplett und ausnahmslos auf SSDs laufen. Zahl der beteilligten Rechner
im Verbund: >20 je System. Die FMEA ergab, dass man mit SSDs schneller
und sicherer backupen kann.
Aber dann hoffentlich mit ausreichend Redundanz, wie auch immer.
Einzelne SSD werden nie halbwegs scher sein, ebenso wenig wie normale HD
oder Disketten.
Das nur zur Sicherheit - nicht daß jemand deinen Text liest und denkt
"toll, dann kann ich ja auf eine SSD meine Datensicherung machen".
Klar, alles RAID. Wenn eine Platte tot geht, hat man immer genug Zeit,
was Neues reinzusrtecken. Der IT-Mann, der das betreut und aufgebaut
hat, hat es vorgeführt. Es geht eine Lampe an und die Putzfrau kann bei
Gelegenheit die SSD rausziehen und eine neue reinstecken. Hot Swap
sozusagen. Die Daten werden dann irgendwoher wieder hingezogen um die
Redundanz herzustellen. Macht die Serversoftware.
Irgendwie ...
Jürgen S. schrieb:> Gerade kürzlich kam ein Beitrag über Heise, dass die SSDs langfristig> nicht sicherer sind, als die moderneren Platten.
also auch nicht schlechter. Dafür aber viel Schneller. Warum also dann
noch alte Festplatten einsetzen?
> Gerade kürzlich kam ein Beitrag über Heise, dass die SSDs langfristig> nicht sicherer sind, als die moderneren Platten.
Die üblichen Vorurteile eben. Der einzige Grund, mechanische Platten zu
verwenden, sind die Kosten.