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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Was kann der AVR Processor? Kann es meine Aufgabe erfüllen?


Autor: Vitali A. (cxv)
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Hallo,
ich habe das Thema bereits in einem anderen Thread angesprochen. Es ging 
darum, dass ich mir eine Schaltung auf eine Rasterplatte gelötet habe 
(die auch super funktioniert), welche die elektrisch klappbaren Spiegel 
an einem KFZ steuert. Die Schaltung mit diversen Relais, Dioden, 
Motorumpoler und Zeit-Monoflop nimmt sehr viel Platz in anspruch und 
funktioniert wie gesagt fast komplett mechanisch. Dies gefällt mir nicht 
so sehr.

Da ich etwas Erfahrung auf dem Feld der Elektronik sammeln möchte, habe 
ich mir gedacht, dass ich diese Schaltung mit digitalen Bausteinen 
aufbauen kann und dazu eine Platine selbst ätze (Equipment vorhanden und 
bereits einige Sachen ausprobiert). An dieser Stelle muss ich sagen, 
dass ich nur sehr, sehr wenig Erfahrung auf dem Gebiet Elektronik habe, 
aber ein starkes Interesse vorhanden ist, weswegen ich auch nicht davor 
scheue gleich mit richtigen und schwierigeren Sachen anzufangen.
Da ich von Beruf Elektriker bin, war es für mich kein Problem die 
geforderten Funktionen mechanisch zu lösen. Eine umwandlung der 
Schaltung mit Transistoren und co. (also 1 zu 1) wäre bestimmt viel zu 
kompliziert, aufwändig und fehleranfällig. Daher überlege ich, ob es 
möglich ist, die Logik der Schaltung in ein IC zu speichern (ich habe 
gehört das soll gehen). Und das ist die Frage die ich an euch habe.

Ist es möglich folgende Funktionen mit einem Prozessor zu verwirklichen? 
Wenn ja, welcher IC kann das?:

Es handelt sich wie gesagt um eine Spiegel-Klappfunktionsteuerung im 
KFZ, auf und zugeklappt wird per Fernbedienung mit nur EINEM Signal fur 
AUF UND für ZU. Startet man den Motor im Auto, klappen sich die Spiegel 
selbst auf (wenn diese zuvor angeklappt waren). Die Spiegel haben KEINE 
Endschalter, daher funktioniert das ganze mit Zeitimpulsen und zur Not 
sind Thermosicherungen verbaut.
---------------------------------------------------------------------
Benötigt werden:
- 2 Inputs (z.B. IN1 für den Fernbedienungsimpuls (FB) und IN2 für den 
dauernden Lichtmaschienensignal D+)
- 2 nicht retrigerbare Outputs (OUT A für Spiegel auf und OUT Z für zu) 
die voneinander verriegelt sind (Ist OUT A auf high, darf OUT Z NUR low 
sein und umgekehrt)

Gegebenheiten der signale:
- IN1 (FB) sendet immer ein "-" (bzw. Masse im KFZ) Impuls von 0,5 sek 
(nicht retrigerbar)
- IN2 (D+) Sendet im On Zustand ein dauerndes "+" 12V

Bedingung:
- Bei Signal am IN1 (FB) entsteht am OUT A ein High Signal für 5 
Sekunden Dauer (Out Z ist dann unbedingt Low). Wird innerhalb dieser 5 
Sekunden nochmals IN1 betätigt, geschieht nichts (also nicht 
retrigerbar)
- Wird NACH Ablauf der 5 Seunden IN1 nochmals betätigt, hat OUT Z ein 
High Signal für 5 Sek.
usw.
- In dem Fall, dass IN2 (D+) ein High Signal führt, soll IN1 ignoriert 
werden UND OUT A für 5 Sek ein High impuls senden.

Sonderbedingung:
Zum Schutz der Motoren und der Spiegelmechanik, soll IN2 (D+) nur dann 
am OUT A Wirkung zeigen, wenn ZULETZT OUT Z aktiv war. Mit anderen 
Worten, die Spiegel sollten nicht nochmal aufgehen, wenn sie sowieso 
schon auf sind. Dieser vorgang geschieht unabhängig von der Dauer des 
Impulses von IN2 (D+), einmal Motor gestartet und wieder ausgemacht, 
lässt die Spiegel also dennoch aufklappen.
------------------------------------------------------------------------ 
-
Ich denke das war´s so im Grobem.

Die Ausgänge OUT A und OUT Z des Prozessors steuern über Transistoren 
(oder doch besser MOSFETS?????) ein 12V Motorumpolrelais an.
Fragen:
1) Welcher Prozessor kann dies machen? Nennt bitte eine Bezeichnung und 
das Gerät womit es sich am besten beschreiben lässt.
2) Wie stabilisiere ich die Spannung für den Processor im 12V Bordnetz?
3) Sollte ich besser MOSFETS oder Transistoren zur Steuerung nehmen 
(Mosfets sind doch sparsamer? Die Schaltung sol nicht im Leerlauf die 
Batterie leersaugen)?
4) Sollte ich besser die Umpolrelaisfunktion auch in Digitaler 
Ausführung betreiben (beide Motoren ziehen jeweils ca. 1A, bei Anschlag 
ca.1.3A)?
5)Wie wandle ich die Signale aus dem 12V Bordnetz in für den Prozessor 
nutzbare Signale um, oder verarbeitet er diese auch direkt? Auch stellt 
sich die Frage wie ich ein "-" von der FB z.B. in ein nutzbares Signal 
für den Prozessor umwandle? (Bitte darauf noch unbedingt eingehen)

Falls ein Schaltplan auf Relaisbasis gewünscht ist, kann ich diesen hier 
posten.

Es gibt da noch viele weitere Fragen, aber mir ist es erst einmal 
wichtig zu erfahren, ob das alles so möglich ist und vor allem ob es 
Softwareseitig auch problemlos funktioniert (ich selber habe leider 
keinerlei Programierkentnisse).
Ich weiß das der Thread sehr lang ist, das kommt zustande, weil ich 
keine Fachbegriffe kenne und nicht weiß was möglich ist, daher einfach 
meine Gedanken aufgeschrieben habe, sorry dafür. Ich bitte jeden der 
hier antwortet, seine Antworten so weit es geht und mit verständlichen 
Begriffen zu begründen, da dies für mich einen lehrreichen Zweck haben 
soll. Eine kryptische Bezeichnung wie 7405A-Xy sagt mir leider gar 
nichts wenn ich nicht weiß, was für ein Bauteil damit gemeint ist 
(keinerlei Erfahrung mit Bezeichnungen, sorry).

Ich danke jedem der sich hier zu Wort meldet.
Danke, danke.

Vitali

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Ich halte das für machbar. Die paar I/O-Leitungen und ein Timer für den 
Ablauf dürfte so ziemlich jeder µC mitbringen. Wenn du dich mit einem 
AVR anfreunden kannst, findest du für so ziemlich jedes Teilproblem eine 
Lösung in der Artikelsammlung dieser Webseite. Wenn du andere µC 
verwenden willst, gibt es andere Webseiten... Bei den AVRs kannst du mit 
einem ATmega8 einsteigen, so wie er in AVR-Tutorial beschrieben ist. Ich 
würde allerdings in C programmieren und bevor es ans Auto geht, alles 
nach und nach auf einem Steckbrett aufbauen und interaktiv testen.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Die Logik schafft jeder ATTiny ich würde nen 2313 verwenden.

Einzig die Lastseite sollte trotzdem mit Relais realisiert werden, 
welche auch den Motorstom zu schalten vermögen.

Ein Fet/Transistor benötigt da einen Kühlköper.

Wenn auch die Impulse kurz sind und du mit PWM den den Ia/t kleinhalten 
kannst(Sanftanlauf), so wird doch ziemlich viel Energie umgesetzt, 
verlusste welche dir ein richtig Dimensioniertes Relais erspart. Und 
welches nicht mehr Platz beansprucht als der ebenfahls richtige 
Kühlkörper.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Mit ordentlich durchgesteuerten FETs, die als H-Brücke ausgeführt sind, 
kannst Du es mit jedem Relais aufnehmen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Winfried J. wrote:

> Ein Fet/Transistor benötigt da einen Kühlköper.

Aber keinen sehr großen.  Mal bissel wahllos aus dem Reichelt-Katalog
einen IRF7401 rausgepickt: R[DSon] = 22 mΩ bei U[GS] = 4,5 V, an
diesen 22 mΩ fallen bei I[D] = 1,5 A gerade mal ~ 50 mW an
Verlustleistung ab.  Das ist lächerlich, dafür genügen ein paar cm²
an Kupferfläche rings um den Transistor auf der Platine.  Das Gehäuse
ist SO-8, das ist auch mit Bastlermitteln bequem zu verarbeiten.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Für nen Anfänger sind Relais sicherer.
So eine 12V Autobatterie läßt FETs schön verdampfen bei 
Schaltungsfehlern.
Die Realis benötigen noch Treibertransistoren.

Als MC ist ein ATtiny25 zu empfehlen, reicht dicke für 2 Eingänge und 2 
Ausgänge. Per Bootloader ist dann auch ein Softwareupdate sehr bequem.

Die 12V müssen auf 5V VCC runtergesetzt werden (8705 mit Kondensatoren) 
und ein Schutzwiderstand 100R/1W in Reihe davor (50mA reichen dicke für 
den AVR).

Die 12V Eingänge per Spannungsteiler runtersetzten (21k/15k).


Peter

Autor: Analog (Gast)
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>> 1) Welcher Prozessor kann dies machen? Nennt bitte eine Bezeichnung und
>>das Gerät womit es sich am besten beschreiben lässt.
>>2) Wie stabilisiere ich die Spannung für den Processor im 12V Bordnetz?
>>3) Sollte ich besser MOSFETS oder Transistoren zur Steuerung nehmen
>>(Mosfets sind doch sparsamer? Die Schaltung sol nicht im Leerlauf die
>>Batterie leersaugen)?
>>4) Sollte ich besser die Umpolrelaisfunktion auch in Digitaler
>>Ausführung betreiben (beide Motoren ziehen jeweils ca. 1A, bei Anschlag
>>ca.1.3A)?
>>5)Wie wandle ich die Signale aus dem 12V Bordnetz in für den Prozessor
>>nutzbare Signale um, oder verarbeitet er diese auch direkt? Auch stellt
>>sich die Frage wie ich ein "-" von der FB z.B. in ein nutzbares Signal
>>für den Prozessor umwandle? (Bitte darauf noch unbedingt eingehen)

1) wie bereits gesagt wurde, so ziemlich jeder. Ich empfehle aber den 
Mega8, der mit dem läßt sich es für Anfänger leichter umgehen. Außerdem 
gibt es viele Beispiele für diesen uC und er ist leicht zu bekommen. 
Anleitungen für ein passendes Programmiergerät gibt es auch überall im 
Netz. Oder Du kaufst Dir ein AVR ISP mkII, daß ist sehr gut.
2) Mit einem Spannungsregler, z.B. LM7805. Vielleicht auch noch einen 
Überspannungsschutz vorsehen. Es gibt ganz schöne Spannungsspitzen, wenn 
der Motor angelassen wird.
3) H-Brücke mit MOSFETs. Sicher sie am besten auch mit Pull-ups , 
Pull-downs... siehe Wikipedia z.B.
4) ja.
5) Das gibt es verschiedene Möglichkeiten. Fängt mit Spannungsteilern an 
und geht mit Transistor-Schaltungen weiter .... alles was dem 
E-Techniker so einfällt. Mit einem '-' meinst Du wahrscheinlich eine 
Taste und keine negatives Potential, oder ? Also hier kannst Du auch auf 
5V runterteilen, oder einen Transistor über der 5V (LM7805) 
durchschalten. Wie gesagt, tausend möglichkeiten.

Gruß,

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Analog wrote:
> 1) wie bereits gesagt wurde, so ziemlich jeder. Ich empfehle aber den
> Mega8

Wiso gerade mega8? Ich würde wen den (moderneren) Nachfolger Mega 
48/88/168... empfehlen man muß ja auch mal mit der Zeit gehen ;)

Autor: Andi (Gast)
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diese Aufgabe könnte sicherlich jeder µC übernehmen. Was aber für den 
AVR spricht, dass man die Dinger mit freiem GCC-Compiler programmieren 
kann und, dass die Gemeinde (bzw. freier Quellcode) riesig ist, d.h. bei 
Problemen bekommt man schnell kompetente Hilfe, und die Dinger gibts 
überall für kleines Geld zu kaufen.

Autor: Analog (Gast)
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>>Wieso gerade mega8? Ich würde wen den (moderneren) Nachfolger Mega
>>48/88/168... empfehlen man muß ja auch mal mit der Zeit gehen ;)

Klar geht auch. Aber die Mega8 kriegt man im DIL ueberall bei C, Segor 
etc.

Autor: marvin m. (Gast)
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Ich hätte da noch einen Tipp: Messen des Stroms via Shunt und die 
Detektierung der Endposition über den Stromanstieg. Das ersetzt zwar 
nicht die Thermosicherungen bei einem Softwarefehler, wäre aber eine 
elegante Lösung.

Autor: Vitali A. (cxv)
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Hallo und danke für den erstaunlich großen und guten Feedback. Wenn sich 
jemand denkt ich sei gestorben, irrt. Ich kann meist nur Morgens in der 
Früh an den PC und dort auf euer Feedback reagieren.

Ich fang mal an:

Erst einmal zum Motorumpolrelais. Das Relais welches ich habe (und das 
einzige was bei C zu finden war) ist ein großes, schwarzes Teil (ca. 
2x2x4cm) welches eindeutig überdeminioniert ist und krasse Rückströme 
beim Abschalten liefert (benötigt daher auch 2x Freilaufdioden). Es muss 
aber beachtet werden, dass die Spiegel immer zusammen geschaltet werden, 
also summiert sich der Strom auf max. ca. 3 A.
-Frage 1: Schaffen die Mosfets/Transistoren die 3A in H-Brücke oder ist 
es beser 2 H-Brücken zu nehmen?
-Frage 2: Welche Bezeichnungen haben die Mosfets für die H-Brücke, damit 
ich danach suchen kann?
Ach ja ich gebe garantiert niemandem die Schuld falls mein Bastellabor 
abraucht... Also Ihr könnt mir alles anraten.
------------------------
Zu den Mikroprozessoren:
-Frage 3: Welcher MC lässt sich am besten/leichtesten beschreiben. Ich 
möchte ungern ein Programmer (ich nehme an, das heißt Debugger??) 
zusamenbauen, also sollte entweder ein Bausatz im Handel erhältlich 
sein, oder ein fertiges Teil, welches nicht mehr als 50 Euro kostet, was 
würdet Ihr nehmen? (hier ist einer bei Ebay Artikelnummer: 360056271186, 
da kann ich noch dabei was lernen, reicht das?)
------------------------

Besonderer Dank geht an Peter Danneggers Antwort. Ich finde es schön, 
das konkrete Werte genannt wurden (ich als Noob, laufe da fast die Decke 
hoch). Hast Du Vorschläge für mich, wie ich die Spannung insgesamt in 
den Griff bekomme (Schaltplan)? Und @ All: Gibt es ein Schaltplan 
speziell für den KFZ Bereich? Mir ist nämlich noch nicht ganz klar, wo 
ich die C (Kondensatoren) und wo der R hin sollen an den 8705. Hab 
leider, leider noch nie mit Spannungsaufbereitung gearbeitet.
Und was heißt noch folgendes: Zitat Peter Danneger: "Die 12V Eingänge 
per Spannungsteiler runtersetzten (21k/15k)." Sind damit die 12V 
Eingänge für den Betrieb der gesammten Elektronik gemeint? Und 21K und 
15K sind wohl Widerstände als Sapnnungsteiler, wo greife ich da die 5V 
ab??? (fcuk komm ich mir grad dumm vor)...

Dank auch an Analog (als Gast). Meine Fragen wurden hier nochmal ganz 
gut beantwortet.
Als Prozessor nehme ich halt den, der mit günstigsten im Handel 
erhältlichen Mitteln programiert werden kann. Ich beherzige aber Analogs 
Tipp und beobachte mal die Preisentwicklung des AVR ISP mkII bei Ebay 
(denke der wird teuer).
Überspannungsschutz muss natürlich auch sein, aber da fehlt mir 
ebenfalls der Ansatz wie das geschieht.
H-Brücke sollte nun klar sein (bis auf die Frage oben).
Mit "-" an der FB meine ich schon ein negatives Signal (-12V) vom 
Steuergerät der FB. Ich denke dieser sollte mit einem Transistor in + 
umgewandelt werden, sonst haut wohl das mit dem Prozessor nicht hin, 
oder?

Und @ Marvin M. Ja, daran habe ich schon gedacht, aber der Mehraufwand 
mit weiteren digitalen Komponenten hat mich etwas abgeschreckt. Man 
sieht ja sehr gut, dass ich wirklich soo gut wie null Ahnung von der 
Materie habe. Obwohl die Abschaltung per Strommessung wirklich elegant 
wäre (vor allem ein Vorteil falls die Spiegel klemmen, zugefroren sind 
oder sie gegen etwas stoßen). Ich glaube die originalen Steuergeräte 
funktionieren nach diesem Prinzip.

Wenn ich das alles auf die Reihe kriege, werde ich ein ganz großes Stück 
erfahrener, da bin ich mir sicher und der Dank geht dabei an euch Leute! 
Die Sache ist mir mittlerweile so wichtig, weil sich im Auto nichts mehr 
vorwärts bewegt aufgrund verschiedener Projekte, die alle irgendwie mit 
Elektronik zu tun haben. Also, wenn ich dieses Steuergerät fertig habe, 
werden die restlichen Sachen nicht mehr so viele (für euch banale) 
Fragen aufwerfen und ihr kriegt hier das Ergebnis zu sehen (ein alter A6 
C4 mit Audi S8 Spiegeln aus Alu die mit eurer Steuerung auf und 
zuklappen).

Ich danke allen nochmals für die kompetente Hilfe und für die 
Beantwortung meiner Fragen.

Vitali

Autor: Andreas W. (Gast)
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@Vitali

die Analogmessung macht der AVR selber brauchst dazu keine weitere 
Elektronik.
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-Tutorial:_ADC

Ich hab mir zum Spielen das AVR-Evalboard von Pollin gekauft.
http://www.pollin.de/shop/shop.php?cf=detail.php&p...

da brauchst du nurnoch ein steckernetzteil, ein 9Pol D-Sub kabel und 
ganz wichtig ein µC (empfehle auch den Mega8 im Dil-Gehäuse)
Programmieren kannst du das Board "direkt" mit einen PC oder auch mit 
den MKII.

Dein Projekt ist schon ziemlich groß für einen Anfänger. Spiele erstmal 
mit µC. Dann baust du eine Umgebung in der er auch überleben kann :)
Wenn du noch nie mit C gearbeitet hast, dann programmiere den AVR mit 
ASM. Da ist die Einarbeitungsschwelle nicht ganz so hoch, vorausgesetzt 
du besitz technisches verständniss :-) dein Softwareproblem selber ist 
jedenfals noch mit ASM zu beherschen.

Autor: Vitali A. (cxv)
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@ Peter Danneger: Das mit dem Spannungsteiler und den 21000R und 15000R 
ist schon klar, ich war da gerade auf dem falschen Dampfer, sorry hab 
das jetzt nachgerechnet. Aber, die 5V an den Signalleitungen wären somit 
auch ziemlich sicher für den Prozessor oder benötige ich da noch einen 
Schutz vor Hochspannung (beim laufendem Motor werden die Spannungen 
ca.1-3V höher).
Den 7805LM habe ich mir auch gerade angeschaut, die Belegung der 
Kondensatoren sollte auch kein Problem machen, auch der Schutzwiderstand 
von 100R/1W ist klar (obwohl ich gerade überlege ob der wirklich 1W 
haben muss, da ist ja keine Last dran). Einzige Frage werfen die 
kondensatorenwerte auf, sind der 0,33yF und der 0,1yF richtig?

Ich suche außerdem nach einer H-Brücke in IC Form die 3A ziehen kann.. 
Die BTS781 oder die 780 finde ich gar nicht. Gibt es auch welche von C 
oder R? Besser mit 4A.

Und wie mache ich das am besten mit dem -12V Signeal der von der FB 
kommt? Da gibt es sicher auch etwas Digitales...

Wenn ich alles soweit habe, möchte ich eine Schaltung zeichnen und wäre 
super erfreut, wenn ich das hier posten kann zum Checken.

Danke vielmals.
Vitali

Autor: Vitali A. (cxv)
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@Andreas W.
Danke für Dein Beitrag, hab es erst jetzt gesehen. Du sagst also der AVR 
hat schon ein ADC verbaut? Dann brauche ich gar keinen Spannungsteiler 
mehr für die Eingangssignale?
Also das technische Verständnis sollte ausreichend sein, da ich die 
Schaltung wie gesagt bereits gezeichnet, gelötet und aufgebaut habe. Die 
Softwaeseite: in C könnte mir ein Freund helfen, aber es ist nicht 
inmeinem Sinne, dass er mir die Lehrstunden abnimmt, bloß habe ich 
Angst, dass die Programierung durch mich zu lange dauert.
Was ist ASM? Assembler? Ich werd mich damit außeinandersetzen.
Danke

Autor: Andreas W. (Gast)
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@Vitali

nein, den Spannungsteiler nimmt der ein ADC nicht ab, dieser 
"verkraftet" nur 0,5V über der Referenzspannung (oder war das 
Versorgungsspannung? naja hab gerade keine lust das datenblatt zu öffnen 
:-).

Ok, wenn du jemanden kennst der C kann dann ist das ok.

Ja ASM ist Assembler (ich kann Assembler nicht schreiben deswegen 
schreib ich immer ASM :-). Mit Assembler lernst du am bessten die 
internen Funktionen und den Aufbau eines µC.

Autor: Vitali A. (cxv)
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@Andreas
Danke, also Spannungsteiler muss sein. Ich habe mich aber gefragt, ob 
ich mit Spannungsteiler oder doch eher mit einem kleinen Spannunsregler 
je Signalleitung arbeite. Muss dann ja 2 davon haben aber für das -12V 
Signal von der FB brauche ich noch eine Option wie ich daraus +5V mache.

Kann jemand auch auf die oben stehenden Sachen eingehen?

Beste Grüße
Vitali

Autor: Andreas W. (Gast)
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Spannungsteiler sind besser für die Pegelanpassung, die von Peter 
genannten Werte für die Widerstände sind auch groß genug.

Die -12V von der FB (was ist eine FB?) kannst du wenn das signal nicht 
oft und nicht schnell ist mit einem kleinen Relais schalten. Man kann 
auch einen Spannungsteile zu den 12V aufbauen mit einer Z-Diode kannt 
man dann durch eine geeignete Wahl der Widerstände zwischen 5 und 0 V 
schalten. wenn dann halt -12V anliegen dann bekommt eine µC Eingang ein 
Massesignal.

Da -12V im Auto eine relativ seltene Spannung sind, würde mich 
interesieren wo diese herkommen. Möglicherweise kann man wenn sie 
Galavanisch getrennt sind ja auch einfach "verpolen" dann hast du +12V 
:-)

zum Messen der Ströme baust du einen einfachen Shunt in die 
Masseleitung, zum beispiel nimmst du einen 100 mOhm Widerstand bei 3 A 
fallen dann 0,3V die du mit den internen ADC leicht messen kannst. Bei 
der interenen Spannungsquelle von 2,56 V hast du bei 10Bit eine 2,5 mV 
Auflösung.

Zu den Fets kann ich nichts sagen, da fehlt mir die Erfahrung. Ich 
müsste selber erstmal welche raussuchen. Ich finde den den Jörg Wunsch 
vorgeschlagen hat ganz gut. Es gibt aber auch komplette Brücken in einem 
IC. wenn du mehrere  nimmst hast du den Vorteil das die Energiedichte 
kleiner ist. Das ist insgesamt viel leichter zu kühlen.

Autor: Vitali A. (cxv)
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Hallo Andreas.

Ich gehe mal direkt auf Deine Fragen ein:

FB ist die Fernbedienung, mit der die Spiegel auf- und zugeklappt werden 
(ist einfach die FB einer Alarmanlage, die ein Zusatzkanal enthält zur 
Steuerung von irgendwelchen Geräten). Und dieser Zusatzkanal schaltet 
dummerweise nicht den "+" sondern die Masse, damit werden Relais 
angesteuert (ich habe mich da falsch ausgedrückt mit den -12 V). Was 
mache ich da nun am besten damit? Soll ich wirklich ein unschönes Relais 
in die Schaltung integrieren? Ich habe mir gedacht es geht irgendwie 
auch digital.

Die Strommessung wäre wie gesagt ideal (und der ADC ist wie Du sagtest 
ja bereits im µC integriert) und die Programierung mit dem Zeitglied 
fällt weg, aber inwiefern erschwert sich die Programierung mit der 
"Schwellwertabschaltung". Da fehlt mir einfach das Verständnis für die 
Sache, aber mein Kumpel der im Moment nicht erreichbar ist, sollte da 
helfen können.
Welchen µC würdest Du da nehmen?
Und der Shunt wird wohl mit beiden Anschlüssen an 2 Analogen Eingänge 
des µC gelegt, oder?

Ach und noch etwas zu dem Spannungsteiler, Du hast angesprochen, dass 
die Eingangssignale des µC nicht mehr als 0,5V über der Referenzspannung 
liegen dürfen. Wenn der Motor gestartet ist würden aber auf der 5V 
Schiene ca.6 V anliegen, verkraftet das der µC echt nicht, soll ich den 
Widerstand höher dimensionieren, so dass ca. 4V anliegen?

Danke für alles. Es sit schwerer als ich dachte, aber ich werde weiter 
probieren.
Vitali

PS: wie schreibe ich das Zeichen Mikro also "µ"?

Autor: Andreas W. (Gast)
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@Vitali

Achso wenn die FB Masse schaltet ist die Sache überhaupt kein Problem. 
Das nennt man z.B. Low-aktiv. Darüber macht sich hier keiner wirklich 
einen Kopf, einfach den selben Spannungsteiler ran und die Software 
reagiert auf Low statt auf High, das ist sehr einfach.

die Spannungsteiler kannst du auch auf 4 V dimensionieren. Solange der 
Strom sehr klein ist der fließen kann, passiert nicht. Deshalb ist die 
dimensionierung von Herr Wunsch auch so "groß". 21k zu den 12 V sind 
schon sehr groß. Da fliesen dann nur (12-5,5)/21k in den Eingang fals 
etwas schief geht.

Das µ schreibst du mit "alt gr + m"

Autor: bereits fort (Gast)
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Son Quatsch

der braucht keine Spannungsteiler an den Eingängen. Die Internen Pullups 
reichen völlig.

Wenn sowiso nach masse geschaltet wird reicht ein Spannungsregler für 
die Versorgung.

Nur 12 V sollte der Eingang nie sehen.
Aber dafür genügen 2 LED und nen RV von 500 Ohm 1/4 Watt
dei LED in Reihe(parallel dazu 10 K als pulldown wenn highaktiv 
geschaltet wird) zwischen den Eingang und Masse und den RV zwischen 
eingang und den geschalteten 12V

Autor: Andreas W. (Gast)
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@bereits fort
den Unsinn würde ich keine weiteren Worte.

@Vitali

achso eine Seite des Shunts direkt auf Masse, andere Seite an den Motor. 
und der AD-Wandler des µC auch an die Seite des Motos. So ein ADC misst 
nämlich gegen Masse.

Jetzt noch ein Analogmensch :-) bin da nicht so firm drin.

Ich schätze man sollte den ADC nicht direkt am Shunt anschließen. lieber 
über einen größeren Widerstand, ca. 10k und einen C um die 1nF dann 
parallel zum ADC-Eingang Richtung Masse.
Dies glättet das Signal ein wenig und die Messungen werden "schöner".

Autor: breakpoint (Gast)
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Kann nicht mal einfach jemand für Vitali A. einen Schaltplan zeichnen? 
Dann wäre die Diskussion einfacher.

Autor: Vitali A. (cxv)
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Ok ich habe in der Freizeit ein wenig den Schaltplan versucht zu 
zeichnen. Aber leider komme ich da nicht weiter, weder mit der Schaltung 
noch mit den Werten der einzelnen Bauteile (ehrlich gesagt ist es mir 
peinlich das hier einzuschicken).
@breakpoint: Ich wollte das schon die ganze Zeit fragen, aber das wäre 
irgendwie dreist. Trotzdem sprichst Du aus meiner Seele... Ich weis 
nicht ob hier so etwas gemacht wird, aber ich wäre trotzdem froh, wenn 
jemand zumindest einen unvollkommenen und unvolständigen Schaltplan für 
mich entwirft, den man vielleicht hier posten könnte, so dass andere den 
Plan evtl. vervollständigen können. I
Ich habe mich für die Strommessung an Shunts mit einem Atmega8 
entschieden. Des weiteren müssen die Spiegelmotoren getrennt je mit 
einem Shunt überwacht werden, also auch zwei H-Brücken im IC-Gehäuse (je 
1,5A max. Last) sollen getrennt an den (einen) mega8 (geht das?). Falls 
es H-Brücken die die Last (ca. 12W an 12V) nicht schalten können nicht 
gibt, dann wird es mit (gekühlten) Mosfets gemacht. Dann noch die 
Spannungsstabilisierung mit dem 7805.
Tja, mehr weis ich bisher nicht und steige auch mit der Signalbelegung 
nicht ganz durch... Muss mich noch viel länger damit beschäftigen.

Ich hoffe jemand kann mir helfen.

Besten Start in den Tag.
Vitali

Autor: Andreas W. (Gast)
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@Vitali

Der Schaltplan ist soweit ich es überblicke nicht sonderlich komplziert. 
Zeichnen möchte ich ihn aber trotzdem nicht :) du möchtest ja was 
lernen.
in der Woche gucke ich auch ab und zu in diesen thread vorbei.

fang mal vorne bei der Versorgungsspannung an. da gibt es doch eine 
Menge bespiele. und Peter Dannegger hat ja auch schon Hinweise gegeben.

zu den Kondensatoren, vor den Regler und danach kannst du Elkomäßig 
deine Fantasy spielen lassen :) naja fast. also irgendwas im µF Bereich. 
10µF davor und 10µF dahinter so ungefähr. Das ist bei deinem 
Stromverbrauch sicher schon übertrieben. Dazu kommen noch je ein 
Keramikkondensator 100 nF, die sind deutlich schneller als Elkos und 
fangen so kleine Spitzen ab.

Danach hast du ja 5V diese kommen direkt an den ATmega. ganz dicht am 
ATmega kommt dann noch ein Keramikkondensator.

Alle Eingänge schaltest du über den Pegelwandler an einen Port ( Port 
ist eine Gruppe von 8 Pins), am besten nicht den nehmen an dem auch die 
AD-Wandler dran sind :) die brauchst du ja für was anderes.

Meine digitalen Eisenbahnen fahren auch über SMD H-Brücken und die 
ziehen auch locker 2A. Also es gibt welche die das können, weiß leider 
nicht aus den kopf welche da verbaut sind. kann man aber über reichelt 
bestellen. Das musste ich nämlich schon mal machen weil mein bruder eine 
kaputt gemacht hat. wie schon gesagt damit habe ich mich noch nie 
genauer beschäftigt. stelle ich mir aber nicht schwierig vor in den 
Datenblättern sind ja oft Beispiele wie man die Dinger benutzt.
Die H-Brücken kommen dann jedenfals auch an einen Port. am besten einen 
anderen wie die ADWandler und Eingangssignale. das ist aber nicht so 
wichtig. Programmiert sich nur ein klein wenig einfacher, wirklich nur 
wenig.

Autor: Vitali A. (cxv)
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@Andreas W.
danke Du hast sicher Recht, ich versuche so viel es geht selbst zu 
machen. Ich möchte nur, dass jemand die Schaltung kontrolliert und mir 
sagt was besser wäre oder was falsch ist.
Ich habe nun ordentlich recherchiert und einige gute Vorschläge gefunden 
zu der Versorgung und habe nun einne Plan aufgezeichnet (ist leider nur 
mit Paint gezeichnet, also nicht böse sein, ich bin ein Paint-Virtuose). 
Das gute daran ist, dass ich angefangen habe einige Sachen sogar zu 
verstehen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich habe da ein Problem mit der H-Brücke, L298 (die ist glaube ich für 2 
Motoren ausgelegt und kann dauernd 3A fahren pro Kanal).Die Strommessung 
mit dem Shunt entfällt, da der Motortrieber  bereits Sensoren für die 
Strommessung besitzt. Aber wie verdrahte ich das ganze, es müssen 
sicherlich ein Paar Puffer noch rein und sonstiges, das habe ich in 
meinem Plan z.B. bisher gar nicht berücksichtigt. Wie mache ich das? Wie 
hoch sollen die Werte sein? Ansonsten muss ich mich noch genauer mit der 
Belegung der Pins an der H-Brücke beschäftigen, das sieht etwas 
komplizierter aus, z.B. weiß ich nicht genau wohin die beiden 
Freischaltpins (für Brücke 1,2 und 3,4) hin sollen. Ich denke es ist 
eine Art Sicherung oder Verriegelung, dass die H-Brücke keinen 
Kurzschluß verursacht falls mal Links- UND Rechtslauf aktiviert sind. 
Ist es eine reine µC-Programierungs-Geschichte?
Des weiteren habe ich mich bereits für einen anderen Trieber 
entschieden, der hat viel bessere Eigenschaften und braucht nicht 
wirklich gekühlt werden bei max. 2A für 3 Sek. Es soll der L6203 oder 
der L6205 sein, wo ist der Unterschied zwischen diesen beiden außer dem 
Preis, so auf Anhieb sehe ich da nicht viel? Und falls jemand Tipps zu 
dem Teil hat (hab schon mitgrkriegt, dass das Teil nicht ganz ohne ist) 
wie ich es in die Schaltung integriere oder anderes, kann hier auch 
seine Tipps abgeben.

Naja, ich stelle den Plan hier rein und hoffe das jemand weiterhilft und 
evtl. Anregungen gibt. Damit dies kein ellend langer Text wird und meine 
"Problemteile" deutlicher zugeordent sind, habe ich die Fragen (und 
alles sonstige) direkt in den Plan reingeschrieben. Hiermit gebe ich 
ausdrücklich bekannt, dass Ihr den Plan laden, nach belieben verändern 
und hier wiedereinstellen könnt. Schön wären auch Tips und Hinweise auf 
Fehler mit einer kurzen Begründung.

Schönen Start in den Tag
V.

Autor: Andreas W. (Gast)
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@vitali

sieht schonmal ganz gut aus.
ich gehe die fragen einfach mal durch.

1. 1A Sicherung ist groß, wenn du aber keine kleinere hast ist sie ok. 
Die Sicherung dient nur um Kurzschlüsse abzufangen.

2. Der Kondensator sollte schon drin sein. Die größeren Elkos sind immer 
etwas langsamer.

3. Vor den µC würde ich noch einen 100nF C packen, diesen sind länge 
mäßig so dicht wie möglich an den µC zu Packen.

4. Nein der Spannungsteiler ist falsch, dieser muss so angeschlossen 
werden wie der andere das 12V ding von der LiMa.
Die FB wird 12V rausbringen wenn sie nicht Aktiv ist und Masse wenn 
Aktiv. Dieses Signal wird Softwaremäßig dann einfach invertiert.

5. Da kannst du dir welche aussuchen, beim ATmega heisen sie PBx, PCx 
und PDx. Wenn du nur 2 Eingänge brauchst, würde ich PD2 und PD3 nehmen. 
Die sind beim ATmega auch externe Interrups, da hast du dann für die 
Software mehr freiheiten. musst sie aber nicht nutzen. So wichtig ist 
das nicht, aber vieleicht für Später.

6/7. Im Datenblatt zum L2605 auf seite 12/21 ist genau so eine schaltung 
drin wie du brauchst. Leider hab ich bei den Motortreibern nicht so die 
Erfahrung. Ich würde mich ans Datenblatt halten.

Noch was wichtiges, du hast den Reset vom ATmega nicht bedacht. ohne 
beschaltung läuft der ATMega nicht.

Autor: Andreas W. (Gast)
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Ok, ich hab mir mal den Schaltplan zum L2605 angeguckt. Gleich auf der 
ersten Seite ist eine guter Prinzipschaltplan der inneren Schaltung.

Gucken wir uns mal zuerst die Brücke an.

VSa ist die Versorgungsspannung des Motors. bei dir also direkt 12V, da 
musst du keine Kondensatoren anschließen.

OUT1a und OUT2a sind die Motoranschlüsse.

Sense musst du über einen Shunt direkt auf Masse legen. und die 
Sensleitung muss dann an einen Analogeingang des µC.

Die Logicseite:
Eneble musst du wie im Prinzipschaltbild unten beschrieben auf 5V legen. 
das ist sozusagen das Motor-AN Signal. Wenn das auf 5V ist läuft der 
Motor noch nicht los. Etweder du legst ihn direkt auf 5V oder über einen 
Ausgang vom µC.

IN1a und IN2a Schalten die Brücken. IN1a bestimmt die Brücke von OUT1a 
und IN2a die OUT2a. Wenn beide high sind dreht der Motor nicht und wenn 
beide low sind auch nicht. wenn sie unterschiedlich sind dann dreht der 
Motor in die eine die andere Richtung. Diese müssen also auf den µC.

hoffe das ist jetzt etwas verständlicher geworden :) ich hab was 
gelernt.

Autor: Vitali A. (cxv)
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Hallo Andreas W.
danke für die Fragen und die erfreuliche Nachricht, dass doch nicht 
alles falsch ist, das macht Lust weiter zu machen.
Ich gehe mal auf Sachen ein die Fragen aufwerfen.
Du schreibst: Zitat:
"3. Vor den µC würde ich noch einen 100nF C packen, diesen sind länge
mäßig so dicht wie möglich an den µC zu Packen."

Was ist den mit dem Cv2? Das ist ein 100nF der vor dem µC sitzt? Soll da 
noch einer hin paralel zum Cv2?
(Dass der kleine Kondensator dicht an den µC muss, werde ich 
beherzigen.)

Zu Antwort 4:
"4. Nein der Spannungsteiler ist falsch, dieser muss so angeschlossen
werden wie der andere das 12V ding von der LiMa.
Die FB wird 12V rausbringen wenn sie nicht Aktiv ist und Masse wenn
Aktiv. Dieses Signal wird Softwaremäßig dann einfach invertiert."

Ich glaube da ist etwas nicht ganz richtig. Ich denke nicht, dass die FB 
12V rausbringt, wenn sie nicht aktiv ist, ich glaube sie bringt nichts 
raus. Es ist wohl wie ein Relais, das ein GND schaltet (kann mich aber 
auch irren, ich weiß nur, dass ein Verbraucher der an diesem Kontakt 
hängt, an einem Pol dauernd auf Plus muss und die Masse dann von der 
Fernbedienung geschaltet wird).
Mir will nicht in den Kopf rein wieso ich einen geschalteten GND per 
Spannungsteiler wiederum auf GND legen muss, dann ist doch nirgends ein 
Potentialunterschied da?? Bitte um Erklärung.

Das Datenblatt zum L6205 versuche ich gerade zu verstehen.
Wieso muss man noch bei den Sense Anschlüssen einen Shunt benutzen? Ich 
dachte diese können direkt an den µC. Naja Du wirst es wohl besser 
wissen. Reicht ein 0,1R Widerstand als Shunt? Und wieviel Watt muss 
dieser vertragen?

Leider habe ich mich noch nicht mit dem ATMEGA beschäftigt. Wohin soll 
den der Reset?

Zusatzfrage 1: Aber die Eingänge des µC können so ohne weitere Maßnahmen 
(Hochspannungsspitzen z.B) beschaltet werden? Brauche ich nirgendwo 
Dioden um Rückströme zu vermeiden (bei den Motoren wohl nicht nötig, da 
die Freilaufdioden bereits im L6205 integriert sind)?

Danke für die tolle Hilfe, ich streng mich mal weiter an.
V.

PS: Der L6205 ist so verdammt teuer und man findet den nirgends, kennt 
einer eine Bezugsquelle?

Autor: Andreas W. (Gast)
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@Vitali

Das mit der FB musst du noch in Erfahrung bringen. Wenn sie bei nicht 
Aktiv hochohmig ist, dann musst du sie nur mit einen Pull-Up-Widerstand 
an den µC anschließen. Dafür würde auch der interne Pull-Up des µC 
reichen. Du musst nur sicher gehen das da wirklich keine 12V raus 
kommen.
Wenn das dann so ist hast du natürlich recht :-) dann ist das mit den 
Spannungsteiler unlogisch.
Schau hier,
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaere...

Ich würde einen 2. 100 nF Kondensator vor der Versorgungsspannung des µC 
benutzen. Diese Dinger nennt man dann Abblockkondensator.
http://www.roboternetz.de/wissen/index.php/Abblock...
dieser Link hilft hoffendlich beim Verständniss.

Wegen den ATMega:
schau mal den Link,
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-Tutori...
Da sind im unteren Teil ein paar einfache Schaltungen. Der AVR hat einen 
Reset-Pin so wie jeder Prozessor(Computer). Dieser Resetpin muss 
natürlich definiert auf ein Potenzial gezogen werden. Beim AVR sind das 
5V, dann ist der Reset nicht aktiv. Der Reset muss aber kurz nach 
anlegen der Versorgungsspannung auf 5V gelangen, damit der ATMega schon 
eine vernümftige Versorgungsspannung hat wenn er losläuft. Dies wird mit 
Kondensator erreicht. Wenn du parallel zum Kondensator einen Taster 
baust, hast du sogar einen Resetknopf (wird aber nicht unbedingt 
benötigt).
Genaus wie du nicht unbedingt einen Quarz braucht. Die ATMega erzeugen 
sich intern selber einen Takt, dadurch laufen die auch ohne Quarz. 
Dieser Takt ist aber nicht sehr genau. Für deinen Fall spielt das aber 
keine Rolle :-)

der µC sollte keine 12V zu sehen bekommen, da ist der dann relativ 
schnell kaputt. Der Motortreiber hat zwei Seiten, eine 5V Seite und eine 
12V Seite. Diese sind getrennt.
Die Senseleitung ist im Datenblatt die Masseseite der Brücke. Entweder 
du schließt sie direkt an Masse an, hast dann aber keine Strommessung. 
oder du schließt sie über einen Shunt an, dann ist es wirklich eine 
Senseleitung.
für den Shunt könntest du einen 0,3 Ohm Widerstand nehmen. Der sollte 5W 
abkönnen, bei 3A verbrät er dann schon 2,7W. pro Ampere fallen dann 0,3V 
ab. Bei einer internen Referenz von 2,56V und einer 10Bit Auflösung 
wären es dann 120 Digit pro Ampere. Da würde ich sagen das klingt ganz 
gut. Wenn du noch zwei dioden in Reihe parallel baust bekommt der 
Eingagn von µC auch nur max 1,4V das verkraftet er.
0,1 Ohm würden sicher auch gehen, nur sinkt dabei die Auflösung der 
Strommessung. Du kannst dann nicht so fein Einstellen wann der µC den 
Strom abschalten soll.

ich geh schlafen, ist ja auch schon eine Menge sicherlich sehr konfuser 
Text :-)

Autor: Vitali A. (cxv)
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Hallo,
bin fleißig dabei.
Nebenbei mal eine Frage. Wo finde ich eigentlich solche Widerstände mit 
12V x 1,5A Leistung? Die 0,3 Ohm gibt es in der 11 Watt Ausführung, bei 
Paralellschalten von 2 Widerständen pro Kanal, habe ich einen riesigen 
Klotz, denn die Widerstände sind große Hoschis (4cm lang). Was kann man 
da tun?
@Andreas: Du schreibst die Shunts sollen 5W aushalten, das verstehe ich 
nicht so ganz. Gilt hier nicht die Formel P=I x U ?? Das wären bei mir 
dann über 13W pro Motor.
Und noch das: "Wenn du noch zwei dioden in Reihe parallel baust bekommt 
der
Eingagn von µC auch nur max 1,4V das verkraftet er."
Ich habe nicht ganz verstanden wohin die Dioden sollen. Vor allem "in 
Reihe parallel" verwirrt mich. Welche Dioden sollen es sein (shotky?) 
und an welchen Eingang soll ich die hauen?
Sorry für diese wahrscheinlich dummen Fragen, aber ich bin im Moment so 
sehr mit dem Studieren des µC beschäftigt, dass ich das andere irgendwie 
abgeschaltet habe.
Danke vielmals für Deine kompetente Hilfe.

Des weiteren eine Frage bezüglich der Spannung an den Motoren. Wie soll 
die Strommessung zuverlässig funktionieren, wenn die Versorgungsspannung 
von 12V bis 16V schwankt?
Danke und Gruß
V.

Autor: Andreas W. (Gast)
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oh, ich sag ja war etwas wirr der text :-)

die Widerstände kommen in Reihe zum Motor. der Motor bekommt die 12V. 
Der Strom der durch den Motor fließt muss aber auch durch die in Reihe 
geschalteten Shuntwiderstände. über diesen fällt dann pro Ampere 0,3 V 
ab. Durch Widerständen kannst du die Leistung auch P = I^2 * R 
berechnen. (Die Gleichung kommt aus einer Kombination von ohmschen 
Gesetz und P = U * I, das kannst du auch selber umstellen). Bei einem 
Ampere muss der Widerstand 0,3 W aushalten. Bei 3 Ampere wären es aber 
2,7 W. Bei etwas Sicherheit komm ich dann auf die 5W. Diese Widerstände 
sind auch noch nicht SO groß.

Normale SI-Gleichrichterdioden z.B. 1N4007 haben eine ungefähre 
Durchlassspannung von 0,7V zwei in Reihe haben somit 1,4 V "ungefähr". 
bei kleineren Spannungen bis 0,6V leiten zwei so gut wie garnicht. 
Darüber aber schon. Das schützt die Eingänge des µC dann vor 
Stromspitzen.

Die Reihenschaltung ist in deinen Fall natürlich nur gedacht. Da du ja 
eine H-Brücke dazwichen hast, aber laut Datenblatt ist das ja auch eine 
Reihenschaltung.

VSa -> OUTA -> Motor -> OUTB -> Sense -> Shunt -> Masse

Die Spannung für den AD-Wandler greifst du zwischen Sense und Shunt ab. 
Gehe mit einen Widerstand (10k) zum AD-Wandler. Vom AD-Wandler zur Masse 
machst du dann noch einen 10 nF Kondensator. Das ganze als Tiefpass, 
weil der Strom ganz schön schwanken wird (das nennt man in diesen 
Zusammenhang Rauschen).

Frag wenn noch was unklar ist.



Hoffe das wurde jetzt klarer.

Autor: Marcus W. (blizzi)
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Nabend,

ich hab mir den Thread nicht ganz durchgelesen, aber ich habe eine 
kleine Sicherheitsanmerkung:

Vitali A. wrote:
> Benötigt werden:
> - 2 Inputs (z.B. IN1 für den Fernbedienungsimpuls (FB) und IN2 für den
> dauernden Lichtmaschienensignal D+)

Sehe ich das richtig, dass im Falle eines Lima-defekts unterwegs einfach 
die Spiegel eingeklappt werden?

Vielleicht solltest du lieber das Signal der Zündung abfragen.

Gruß

Autor: Vitali A. (cxv)
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Hallo Marcus W.

Nein so ist es nicht. Die Spiegel werden bei einem Defekt, Bruch oder 
was auch immer von D+ (also LiMa) nicht eingeklappt, sondern bleiben in 
der jetzigen Position, da der Controller so programiert wird, dass 
sobald D+ einmal High ist (auch nur ein kurzer Impuls) die Spiegel 
aufklappen. Außerdem kann man per FB die Spiegel sozusagen manuel ein- 
und ausklappen, so ist man immer auf der sicheren Seite.

Gruß
V.

Autor: Vitali A. (cxv)
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So, habe den Plan etwas geändert, weitgehend so wie Andreas W. es 
vorgeschlagen hat. Und bei dem L6205 habe ich mich an das Datenblatt 
gehalten, aber kleinere Änderungen an den Enable Eingängen vorgenommen 
(C und R weggelassen) und die Versorgungsspannung der Motoren nicht mit 
C versehen so wie im Datasheet. Wird das so gehen?

Zum Fernbedienungssignal nochmal etwas:
Also ich habe zwar noch nicht nachgemessen, da an die Alarmanlage 
dranzukommen ein ziemlicher Akt ist (befindet sich im MSG-Kasten unter 
dem Teppich), aber ich bin mir zu 90% sicher, dass das fragliche Signal 
hochohmig ist bei nicht aktiv, da ein + (bzw. Wechsler) an dieser 
Leitung ziemlicher Unsinn wäre und dazu noch die Chance eines 
Kurzschlusses nach Masse, wenn nicht aktiv, erhöht (Z.B. bei 
Nichtbenutzung des Kabels. Würde z.B. das Kabelende auf der Karosserie 
landen, wäre die Anlage hinüber). Diese Alarmanlage besitzt 2 Solcher 
Zusatzkanäle,  beide können nur einen geringen Strom von 250mA liefern, 
daher wird auch empfohlen ein Relais anzuschließen, bei welchem das eine 
Spulenende am "Dauerplus" liegt und das andere an der besagten 
Fernbedienungssignalleitung anliegt, welche dann logischerweise Masse 
liefert.
So wie ich das verstehe, kann ich einen Hochohmigen Pullup benutzen sind 
50kOhm ok oder gibt es einen Standartwert?

Der Reset sollte jetzt doch richtig sein. Aber ich habe auf vielen Sites 
gesehen, dass am Reset nur der Widerstand sitzt (nur damit ich Platz auf 
der Platine spare, wäre es gut wenn ich es auch so machen könnte, geht 
das?).

Der Strom an den Motoren könnte sich bei Anschlag auch nicht großartig 
ändern, vielleicht so um die 0,1A - 0,5A, ganz genau weiß ich es aber 
noch nicht. Gehen die Werte die Du (Andreas W.) für den Shunt nanntest 
mit dieser Stromänderung?

Zur letzten Mail von Andreas W.
Ja das mit der Formel ist mir klar, ich habe aber irgendwie nur an den 
Motor gedacht und irgendwie nicht beachtet, dass die Widerstände ja in 
Reihe zum motor liegen. Jetzt ist es klar, danke. Was ich noch hier 
wahrscheinlich berichtigen sollte ist, dass ich ja mit zwei Shunts 
arbeite und daher auch der Strom sich auf die Motoren aufteilt, dann 
habe ich ja pro Shunt eine Leistung von ca. 1,8 Amax x 1,8 Amax x 0,3 
Ohm = 0,972 W. Also dann 2 Widerstände mit 0,3 Ohm und 2 Watt Metaloxid, 
richtig?

Diese Frage noch: Wird die Strommessung zuverlässig funktionieren, wenn 
die Versorgungsspannung von 12V bis 16V schwankt?

Danke für jegliche weitere Hilfe
V.

PS: Der L6205 ist so verdammt teuer und man findet den nirgends, kennt
einer eine Bezugsquelle?

Autor: Andreas W. (Gast)
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@vitali

Du bist echt geschickt mit Paint, bin beeindruckt. Bei www.cadsoft.de 
kannst du dir eine kostenlose Variente von Eagle runterladen. Damit 
lässt sich ganz gut Schaltpläne zeichnen. Brauch man aber auch etwas 
Übung für. Musst du wissen.

Die Stromversorgung sieht ganz gut aus.

Der Pulldown muss an +5V, nicht an die 12V sonst kommen 12V zum µC.


Ich schreib mal nachher weiter, hab gerade keine Zeit.

Autor: Andreas W. (Gast)
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@Vitali

3. Die Versorgungsspannung aus den 5V ist nicht genau genug für die 
Messung, für diesen Zweck stellt der µC eine referenz zur Verfügung 
(intern). Du hast sie ja schon extern gebuffert.
Deine Strommessung ist genau genug für deine Zwecke. Du wolltest doch 
"nur" eine Art Überstromabschaltung machen. Da sind +-10% doch nicht so 
schlimm. Die Messung wird deutlich besser als die 10%.

4. Für deinen Zweck musst du den Oszilator nicht beschalten, du kannst 
den internen benutzen.

5. Die Dioden sind falsch gepolt. Ich meinte du sollst sie in 
Durchlassrichtung schalten. Diese können auch direkt über die Shunts. 
Das halten die aus.

6. Baue vor jeden IN einen 10kOhm Widerstand.

7. die 12 V für den Motor müssen nicht stabilisiert werden.

8. Ja die Beschaltung brauchst du wahrscheinlich.

Ganz wichtig, die Enable-Eingänge musst du genauso beschalten wie im 
Datenblatt. Der Eingang kann intern gegen Masse gezogen werden. Wenn der 
µC jetzt aber High sendet gibt es einen Kurzschluss.

R1, RsA und RsB überprüfe mal auf Leistung. Nicht das dir einer 
ausversehen wegbrennt.

Die Versogrungsspannung der Motoren beeinflusst nicht die Strommessung. 
Natürlich steigt der Strom durch die Motoren mit der Spannung, diesen 
Strom misst du dann. Bei Endanschlag fließt ja deutlich mehr Strom. Das 
müsste man also unterscheiden können.
ich kenne leider keine Bezugsquelle. Wie teuer ist der? Ich gucke mal 
nach einen anderen. Den ich mal verwendet habe. Den bekommt man bei 
Reichelt und er kostet auch nur ein paar cent. wäre dann aber nur für 
einen Motor.

Wieviel Platz hast du?

Autor: Vitali A. (cxv)
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Hallo,
jetzt noch mal ein neuer Plan überarbeitet. Hoffe dass es jetzt weniger 
Fehler enthält.
Andreas danke Dir vielmals.

Was meinst Du genau mit "wieviel Platz hast du?"? Also ich habe hier 
einen Kasten von Conrad mal gekauft, der ist ca 8x7x4 cm also sollte 
schon reichen denke ich, aber ich bin bei der Layout erstellung nicht so 
gut drin. Hab da irgendwie Angst, dass es nicht hinhaut mit dem Layout. 
Ich kenne ja Eagle (mein PC ist leider im Axx und mein NB zieht das 
Program nicht) aber damit hatte ich eher schlechte Ergebnise, muss da 
noch viel tiefer einsteigen.

Der L6205 kostet bei normalen Quellen um die 9 Euro, bei Ebay gibt es 
einen für 7,xx Euro (aber die Versandkosten). Ist ja nicht so, dass ich 
ihn nicht kaufen würde... Nur suche ich nach einer günstigeren 
Bezugsquelle. Diese H-Brücke hat den Vorteil, dass die 8 dioden für die 
Motoren entfallen (sind integriert).

Bitte um Hilfe.
Danke

Autor: Vitali A. (cxv)
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Kann noch jemand helfen oder will keiner mehr? Ok ich gebs ja zu war 
etwas chaotisch, aber ich werde mich bessern :)...
Danke für die Tipps.
V.

Autor: Marcus W. (blizzi)
Datum:

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Vitali A. wrote:

> Der L6205 kostet bei normalen Quellen um die 9 Euro, bei Ebay gibt es
> einen für 7,xx Euro (aber die Versandkosten). Ist ja nicht so, dass ich
> ihn nicht kaufen würde... Nur suche ich nach einer günstigeren
> Bezugsquelle. Diese H-Brücke hat den Vorteil, dass die 8 dioden für die
> Motoren entfallen (sind integriert).

Ich nehme mal an du wirst ihn einzeln nicht billiger bekommen. Solche 
ICs haben einfach ihren Preis.

Kannst dir den IC ja mit diskreten Bauteilen nachbauen, nimmt viel mehr 
Platz weg und obs am Schluss günstiger ist, hmm, vielleicht.
Aber ich denke für eine einmalige Investition kannst du die 9 Euro schon 
zahlen.

Autor: yalu (Gast)
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Zu deinen Fragen:

1) Der interne Pullup ist ok, den externen würde ich weglassen.

2) Reset, VCC, GND, AGND, PD1/2, PB0-5 und ADC6/7 scheinen alle
   richtig zu sein. Bzgl. AVCC und AREF s. nächster Punkt.

3) Ich verstehe die Funktion von Rref nicht. AVCC wird normalerweise
   entweder direkt oder - wenn man Störungen auf VCC abblocken möchte
   - über eine kleine Induktivität an VCC angeschlossen.

   Von AREF sollte, wenn man die interne Spannungsreferenz benutzen
   möchte, einfach ein 100nF-Kondensator gegen GND geschaltet sein,
   sonst nichts. In der letzten Version hast du das richtig gemacht.
   Du hast nach vie vor die Möglichkeit, per Software auch AVCC als
   Referenzspannung auszuwählen.

4) Mit "über die Shunts" meinte Andreas W. vermutlich "parallel zu den
   Shunts", also die Anode der jeweils oberen Diode an SenseA bzw.
   SenseB, die Kathoden der unteren Dioden an GND. Ich verstehe
   allerdings nicht ganz, was daran - abgesehen von der Polung - so
   viel besser sein soll als in der Version 2. Prinzipiell könntest du
   die Dioden auch ganz weglassen. Dann werden die Spannungen an den
   Analogeinängen durch die internen Schutzdioden auf ein gesundes Maß
   (-VF und +VCC+VF, VF ist die Durchlassspannung der Schutzdioden)
   begrenzt. Bei den 12V aus der LiMa, die über einen Spannungsteiler
   auf etwa 5V reduziert werden, vertraust du ja offensichtlich auch
   auf die Spannungsbegrenzug durch die Schutzdioden.

5) Die 10kOhm-Widerstände gehören in die ENABLE-, nicht in die
   IN-Leitungen. Die IN-Eingänge kannst du direkt mit den
   µC-Ausgängen verbinden. Ob die Kondensatoren (CEN) unbedingt
   notwendig sind, weiß ich nicht. Das wären aber gerade einmal zwei
   Bauteile die du dadurch einsparen würdest.

Willst du die Motoren einfach nur ein- und ausschalten oder auch mit
PWM betreiben? Wenn du PWM über den ENABLE-Eingang machst, musst du
damit rechnen, dass der Freilaufstrom beim Ausschalten andersherum
(also von unten nach oben) durch die Shunts fließt, was zu einer
deutlichen Verringerung des gemessenen Stroms führt. Das kann durch
vier externe Freilaufdioden von GND nach OUT1A, OUT2A, OUT1B und OUT2B
vermieden werden. Deren Durchlassspannung sollte höchstens so groß
sein wie die der internen Dioden. Sie sollten schnell sein (also keine
1N4001) und für einen Dauerstrom von etwa 1/4 des maximalen
Motorstroms ausgelegt sein. Schottky-Dioden erfüllen die Forderungen
bzgl. Durchlassspannung und Geschwindigkeit gut.

Welche Funktion hat der 100Ohm-Schutzwiderstand vor dem
Spannungsregler? Reicht die Sicherung alleine nicht?

Sicherungen werden normalerweise auf etwa das Doppelte des zu
erwartenden Maximalstroms ausgelegt. Die Schaltung braucht
wahrscheinlich deutlich weniger als 100mA. Entsprechend würde ich eine
Sicherung mit höchstens 200mA nehmen. Im Fehlerfall wird dadurch evtl.
etwas mehr von der Schaltung gerettet.

Autor: Andreas W. (Gast)
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@Vitali

ich finde die Vorschläge von Yalu ok.

Die Enable Eingänge müssen unbedingt mit Widerstände zum µC abgesichert 
werden.

@Yalu
Die Dioden sind gemeint wie du geschrieben hast. Ich habe sie 
vorgeschlagen für den Kurzschlussfall eines der Motoren. Sie schützen 
die Eingänge und die Shunts vor den 12V, solange bis die sicherung vor 
den Motoren kommt. Naja der Plan kann auch fehlschlagen :-)
müssen also nicht sein.
Den 100Ohm Widerstand hat glaube Peter Dannereger vorgeschlagen. den 
würde ich nicht reinbauen, aber OK. Sowas hab ich schon bei mehreren 
Schaltungen gesehen.

Autor: Vitali A. (cxv)
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Hi @ alle die hier versuchen mir zu helfen.
Ich habe meinen Geburtstag gefeiert, war also etwas länger weg. Viele 
Geschenke, aber keiner hat mir Weisheit geschenkt, also mach ich mich 
wieder mal auf, selbst danach zu suchen und fange hier mit der 
Spiegeleinklappsteuerung an...

@yalu und Andreas W.:
Yalu,
Vielen, vielen Dank für Deinen Beitrag.
Ebenso an Andreas W. der mir bis hierher super kompetent geholfen hat.
Ich habe die Schaltung etwas geändert und es sind nicht mehr so viele 
Fragen da. Bitte noch einmal anschauen...

Zu den Fragen von Yalu:
Den Widerstand Rref an der 5V Leitung zu Aref und Avcc habe ich von hier 
geklaut:
http://www.mikrocontroller.com/images/kopter/ATMEGA8.jpg

Ich weiß nicht wirklich wozu er da ist (Ich kann im Bild leider auch 
nicht die Größe erkennen).
Ich habe jetzt Aref und Avcc geändert, so wie es war bzw. so wie Du es 
vorgeschlagen hast.

PWM wollte ich nicht betreiben. Die Motoren sollen einfach nur nach 
links/rechts laufen. Mit PWM habe ich mich bisher nicht beschäftigt 
(einmal bei Wiki nachgelesen) und wollte so viel Aufwand erst mal bei 
diesem Projekt vermeiden. Wo der Vorteil wäre, ist wohl die Softstartung 
der Motoren, aber ich denke das ist vernächlässigbar.

An dem 6205L habe ich die Enable Eingänge laut Datenblatt mit 2 x 5,6nF 
Cs und den beiden 10k Widerständen gemacht.

Die Sicherung T1 habe ich wie von Dir vorgeschlagen auf 200mA gesetzt. 
Ich habe dazu aber eine Frage; Meinst Du wirklich, dass die gesamte 
Schaltung (ohne die Motoren im Betrieb natürlich) inklusive der H-Brücke 
<100mA verbraucht? Ich habe hier eine ähnliche Steuerung per absolutem 
Zufall gerade entdeckt und es wird damit geprahlt, dass diese Steuerung 
im Ruhezustand <200mA verbraucht.

http://de.geocities.com/c_schirp/spiegelanklappung.html

Zur Sicherung noch mal: Mit welchen Sicherungen werden soloche Sachen 
abgesichert? Nach meinem Verständnis können Sicherungen für die 
Mikroelektronik nicht flink genug sein, richtig?

Übrigens ist diese Schaltung (er heißt wohl Chrisian Schirp) sehr 
interesant für mich, leider ist sie aber für einen Opel ausgelegt mit 
dem Safelock System und die sonstigen Eigenschaften sind nicht so wie 
ich es mir wünsche (schließen und öffnen per FB und unabhängig vom 
Türschloß, integrierte H-Brücken, was aber keine Probleme darstellen 
durfte) ich habe mich daher noch nicht näher mit der Schaltung selbst 
auseinandergesetzt.

Ja und den Den 100 Ohm Schutzwiderstand lasse ich erst mal da.
Gruß
V.A.

Autor: Vitali A. (cxv)
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Edit: Ich sehe gerade, dass ich etwas falsches gesagt habe: Die 
Schaltung von Christian Schirp verbraucht nur <200µA nicht mA!!
Interesant für mich ist auch die Unterspannungserkennung des 
Spannungsreglers und der Sleepmode des µC...
Hmmm... ich wollte wirklich etwas eigenes bauen, wegen des Lernfaktors, 
aber dieses Teil dort wurde bereits erprobt und diese Schaltung hier ist 
wohl noch lange nicht zu ende. Ich frage mich ob man diese Schaltung mit 
meinen Anforderungen verschmelzen kann. Ich habe nämlich des öfteren 
Probleme mit der Batterie, so ein Unterspannungsschutz wäre super.

Was empfehlt ihr mir? Diese Schaltung fortzuführen oder die obig 
gesendete (Link) zu modifizieren (die Vorteile sind nicht von der Hand 
zu weisen). Egal wie es ist, auf eure Hilfe bin ich bei beiden Varianten 
angewiesen, so wie es wohl mittlerweile klar sein durfte.

Was ich mich jetzt frage: Wird der Processor 16F688A-I/SL überhaupt von 
euch unterstützt oder werde ich gleich gelüncht? Darf ich hier sowas 
posten?

Danke nochmal allen für die kompetente Hilfe.

PS: Ist es so, dass ich bei dem Autor der obigen Schaltung anfragen 
muss, ob ich seine Schaltung modifizieren kann?

Autor: Andreas W. (Gast)
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Wenn ich nichts übersehen hab, sieht deine Schaltung jetzt gut aus.

Mit den L6205 schaffst du es nicht auf die <200 µA, der braucht laut 
Datenblatt schon mehr. Wenn du die Brückenschaltung von Christian 
"klaust", dann kommst du mit den richtigen Programm auch auf unter 200 
µA.

Ich hab den 7805 vergessen, wieviel zieht der im Leerlauf?

Autor: yalu (Gast)
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> Den Widerstand Rref an der 5V Leitung zu Aref und Avcc habe ich von
> hier geklaut:
> http://www.mikrocontroller.com/images/kopter/ATMEGA8.jpg
>
> Ich weiß nicht wirklich wozu er da ist (Ich kann im Bild leider auch
> nicht die Größe erkennen).

Der Widerstand (er scheint 10Ohm zu haben) ist wohl als Erstz für die
im Datenblatt vorgeschlagene 10µH-Induktivität gedacht. Er bildet
zusammen mit dem Kondensator einen Tiefpass, der AVCC von
Verunreinigungen befreien soll. Für die Genauigkeit, die du für die
Strommessung brauchst, müssen aber nicht die letzten 10mV an Störungen
herausgefiltert werden, so dass dine Beschaltung so ok ist.

> Ich habe jetzt Aref und Avcc geändert, so wie es war bzw. so wie Du
> es vorgeschlagen hast.

Genau. Wichtig ist vor allem, dass AREF nicht mit AVCC verbunden ist,
weil du sonst die interne Referenzspannung nicht verwenden könntest.

> PWM wollte ich nicht betreiben.

Ok, dann sind die von mir angesprochenen zusätzlichen Freilaufdioden
nicht nötig.

> An dem 6205L habe ich die Enable Eingänge laut Datenblatt mit 2 x
> 5,6nF Cs und den beiden 10k Widerständen gemacht.

Richtig. So kann sich hinterher, wenn's nicht funktioniert, keiner
darüber beschweren, dass du das Datenblatt nicht gelesen hättest ;-)

> Die Sicherung T1 habe ich wie von Dir vorgeschlagen auf 200mA
> gesetzt. Ich habe dazu aber eine Frage; Meinst Du wirklich, dass die
> gesamte Schaltung (ohne die Motoren im Betrieb natürlich) inklusive
> der H-Brücke <100mA verbraucht?

Über diese Sicherung wird nur der Mikrocontroller versorgt, der
einschließlich der I/O-Ströme maximal etwa 20mA bis 30mA ziehen
dürfte. Dazu kommen noch maximal 8mA für den 7805. Der L6205 bekommt
seinen Strom zusammen mit den Motoren über die 3A-Sicherung.

> Zur Sicherung noch mal: Mit welchen Sicherungen werden soloche
> Sachen abgesichert? Nach meinem Verständnis können Sicherungen für
> die Mikroelektronik nicht flink genug sein, richtig?

Die Frage ist, wodurch in dieser Mikrocontrollerschaltung überhaupt
ein erhöhter Stromfluss zustande kommen kann. Da der µC keine anderen
Komponenten mit Leistung versorgen muss, kann ein eventueller
Kurzschluss nur im µC selbst (dann ist er sowieso nicht mehr zu
retten), im Spannungsregler (dann geht aber der µC nicht kaputt, da er
dann nur noch 0V sieht) oder zwei durch einen Fremdkörper verbundene
Leiterbahnen entstehen. Im letzten Fall kann die Sicherung die
Leiterbahnen vor dem Verschmoren retten. Dafür spricht sie aber
i.Allg. schnell genug an.

Da du aber den 100Ohm-Schutzwiderstand nachgeschaltet hast, kann aber
eigentlich sowieso kein Strom >12V/100Ohm=120mA fließen, es sei denn,
der Kurzschluss liegt schon vor dem Widerstand. Vielleicht hat Peter
Dannegger den Schutzwiderstand einfach als Ersatz für die Sicherung
gedacht.

> Ja und den Den 100 Ohm Schutzwiderstand lasse ich erst mal da.

Du solltest noch beachten, dass, wenn der Stromverbrauch der Schaltung
doch etwas größer werden sollte relativ bald die 5V-Versorgung
einbricht. Damit der 7805 richtig regelt, sollte dessen
Eingangsspannung mindestens 7V betragen. Somit liegt an R1 eine
Spannung von maximal 12V-7V=5V an, es können also maximal
5V/100Ohm=50mA fließen. Braucht die Schaltung mehr, kann der Regler
VCC nicht mehr auf 5V halten. Evtl. musst du den Widerstand etwas
kleiner machen.

> Ich habe nämlich des öfteren Probleme mit der Batterie, so ein
> Unterspannungsschutz wäre super.

Wie würdest du bei erkannter Unterspannung reagieren? Sinkt die
Spannung nur ein wenig unter ihr Soll, laufen halt die Motoren etwas
langsamer. Ist das tragisch? Schlimmer ist es, wenn die Spannung so
weit absinkt, dass der µC anfängt herumzuspinnen. Diesen Fall kannst
du aber durch die Aktivierung der Brownout-Detection im Controller
abfangen. Der Controller wird dabei bei Unterschreitung eines
bestimmten Versorgungsspannungspegels in den Reset-Zustand gezogen, so
dass er keinen Unfug anrichten kann. Da dann alle Controllerausgänge
hochohmig werden, sollte man sicherheitshalber die Enable-Leitungen
der H-Brücke mit Pulldown-Widerständen (zwischen C-Ausgang und GND)
auf Low ziehen, damit die Motoren nicht versehentlich loslaufen.

> Was empfehlt ihr mir? Diese Schaltung fortzuführen oder die obig
> gesendete (Link) zu modifizieren (die Vorteile sind nicht von der
> Hand zu weisen).

Ich würde sagen, du bist nicht mehr weit vom Ziel entfernt. Jetzt das
Ziel zu ändern, wäre unklug :)

> Was ich mich jetzt frage: Wird der Processor 16F688A-I/SL überhaupt
> von euch unterstützt oder werde ich gleich gelüncht? Darf ich hier
> sowas posten?

Hier im Forum ist der "Support" für AVRs sicher besser als für PICs.
Es gibt aber auch genügend PICler und solche, die in beiden Welten zu
Hause sind.

> PS: Ist es so, dass ich bei dem Autor der obigen Schaltung anfragen
> muss, ob ich seine Schaltung modifizieren kann?

Der Autor schreibt ganz unten:

  "Diese Seite und die Schaltung+Software ist unter einer Creative
  Commons-Lizenz lizenziert."

Dort ist auch ein Link auf diese Lizenz angegeben. Ich würde sagen,
bei privater Nutzung stößt du auf keine Probleme.

Zu deinen Fragen im Schaltplan:

1) Ob die Eingänge entprellt werden müssen, hängt davon ab, was deine
   Software mit den Signalen macht. Wenn die Entprellung tatsächlich
   erforderlich ist, würde ich sie in Software machen.


2) Wie schon oben geschrieben, würde ich den internen Pullup verwenden
   und den externen weglassen.

   Den zweiten Teil von Frage 2 verstehe ich nicht ganz. Was hat D+
   von der LiMa mit der Fernbedienung zu tun? So wie du das gezeichnet
   hast, bleibt PD2 entweder offen oder wird auf Masse gezogen. Dazu
   bedarf es keiner spezieller Schutzmaßnahmen.

Autor: Vitali A. (cxv)
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Der 7805 zieht 8mA Ruhestrom.
Aber den Motortreiber würde ich schon gerne behalten. Wenn ich nur daran 
denke, was ich an lötarbeit und Fehlerquellen dadurch vermeide. So oder 
so, den L6205 werde ich einsetzen. Ich verstehe nur nicht, wieso der 
Treiber im Ruhezustand viel Strom zieht...

Die Schaltung von Christian hat mir aufgrund der zusätzlichen Extras 
gefallen.
z.B.
Kurzschluss M+ mit M-:        Kurzschlussfest, Abschaltung nach max. 
0,13s
Kurzschluss nach Ubat:        Kurzschlussfest (Diagnose vor 
Motoraktivierung)
Kurzschluss nach Masse:       Kurzschlussfest (Diagnose vor 
Motoraktivierung)
Softstart des Motors mit 1kHz PWM
Batterieladeerkennung

Naja man könnte einiges auch bei "meiner" Schaltung umsetzen, was aber 
wieder mit viel fragerei und Aufwand verbunden ist, zudem ist seine 
Steuerung bereits 100% getestet. Ich werde mich auf jeden Fall mit dem 
nochmal näher befassen. Ich muss noch abwägen ob der Lernfaktor die 
anderen Vorteile von Christians Plan überwiegt.

Danke für eure Hilfe, für weitere Anregungen, Tipps und Vorschläge bin 
ich sehr dankbar.
Vitali

Autor: Andreas W. (Gast)
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@Vitali

mit den Vorschlägen von Yalu bist du Hardwareseitig fast fertig.

Eine Baterieladeerkennung kannst du bei deiner Schaltung auch einbauen.

Mit einen einfachen Spannungsteiler könntest du die 12 V in den Bereich 
vom AD-Wandler bringen. Wenn du 16 V maximal annimmst, bekommst du eine 
maximale Auflösung von 15 mV. Das sollte reichen um zu erkennen ob die 
Baterie voll ist oder nicht. Die Batteriekennlinie musst du dir aber 
selber raussuchen :-)

Die Kurzschlusserkennung ist eine Softwaresache. Die 0,13s kannst du 
locker unterbieten :-)

PWM brauchst du nicht. Die Motoren sind für Spannung ausgelegt da kann 
nichts passieren. Sieht halt vieleicht nur besser aus.
Wenn du die unbedingt brauchst, dann musst du Freilaufdioden einbauen. 
Dann hast du die Möglichkeit es softwareseitig nachzurüsten.

Hardwareseitig hast du schon eine Menge gelernt und bist so gut wie 
fertig. Die Software wird noch eine Herrausforderung.


Tipp: Wenn du einen besseren Spannungregler suchst und den Motortreiber 
abkoppelst, dann kommst du auf weit unter 200µA Ruhestrom.
Mit 8mA sind die 7805 ja richtig gierig. Damit ist das Ding im Standby 
deiner Schaltung der größte Verbraucher.

Autor: Vitali A. (cxv)
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@yalu:
Ich habe alles verstanden und deine Ratschläge beherzigt.
Also den Schutzwiderstand R1 habe ich auf 80 Ohm gesetzt (ich weiß nicht 
wie die Standardwerte bei den Versandhäusern sind, prüfen geht auch 
schlecht, da ich hier offline schreibe und im Netz somit nicht nachsehen 
kann).
Den externen Pullup R4 von der Fb habe ich weggelassen (habe mich jetzt 
etwas diesbezüglich eingelesen.. ebenfalls offline auf 
mikrocontroller.net).
Zu den von Dir vorgeschlagenen Pulldowns an den Enable Eingängen des 
6205: Ich habe diese eingezeichnet, aber es stellt sich für mich die 
Frage, wie die Motoren anlaufen können, wenn die Ausgänge des µC alle 
Hochohmig im Fall der "Brownout-Detection"-Auslösung werden...?

Hat sonst noch jemand als spontaner Einfall irgendwelche Tipps, Kniffe, 
mögliche Schwierigkeiten die auf mich zukommen könnten mitzuteilen, dann 
bitte, bitte her damit. Ich werde jetzt nämlich damit anfangen die 
Bauteile bei den üblichen Versandhäusern zu suchen/bestellen. Das 
Heraussuchen der Bauteile durfte schon ein ganzer Akt für mich werden, 
denn ich kenne mich mit den verschidenen Normen, den Gruppen, den 
Typbezeichnungen und den Versionen der einzelnen Bauteile nicht aus. Ich 
nehme an es gibt schon von dem 7805 zig Versionen. Das Forum sollte sich 
also auf eine weitere Flut von Fragen einstellen Schämmich

Danke
Vitali

Autor: Vitali A. (cxv)
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@Andreas:
Hmm interessant, jetzt kommt ein völlig neuer Aspekt in mein Vorhaben 
rein... Ich muss wirklich aufpassen, dass die Batterie bei stehendem 
Fahrzeug (ich denk da an die 2 Wochen Urlaub) nicht leergesaugt wird, da 
kommt bereits einiges zusammen, der Ruhestrom im Bordnetz beträgt jetzt 
schon über 250mA. Da muss ich echt was anderes einbauen.
Ich habe Ersatz für den Spannungsregler gesucht und den L4931ABZ50 
gefunden. Der hat 300mA max. und 50 bis 100µA Ruhestrom im TO-92 
Gehäuse. Ist ähnlich leicht aufzubauen wie der 7805. Der sollte doch 
ganz gut funktionieren. Was meint ihr?

Was ich aber sehr interessant bezüglich des L4949E finde ist folgendes 
auf der Website von Christian Schirp:
Zitat:
"Etwas tricky ist die Verwendung des Komparator-Einganges des 
Spannungsreglers (L4949E): Über den Spannungsteiler R1/R2 wird die 
Erekennungsschwelle für Unterspannung auf ca. 7 V gelegt. Der 
Spannungsteiler wird aber nur bestromt, wenn der Spiegel geklappt werden 
soll, verbraucht also während des Sleepmodes keinen Ruhestrom. 
Gleichzeitig ermöglicht dieser Anschluss ein wenig Diagnose, denn beim 
Anklappen wird der Highside-Transistor T5 zuerst aktiv geschaltet- liegt 
dann nach kurzer Einschwingzeit keine ausreichende Spannung am 
Spannungsteiler, ist entweder der Motor nicht angeschlossen, es gibt 
einen Kurzschluss gegen Masse oder die Batteriespannung ist tatsächlich 
zu gering. Die SW klappt den Spiegel dann jedenfalls nicht mehr ein, 
rausklappen versucht die Schaltung aber auf jeden Fall, da rausgeklappt 
der "sichere" Zustand des Spiegels ist. Der Komparator-Ausgang ist ein 
Open-Drain Typ, daher wird über den RC1 bei Bedarf der Pullup R9 
versorgt - natürlich aus Strombilanzgründen ebenfalls nur dann, wenn der 
Komparatorausgang von der SW gelesen wird."

An den L4949E Spannungsregler aus seiner Schaltung komme ich mit dem 
Ruhestrom und den Möglichkeiten nicht heran, mich schreckt aber die 
komplizierte Verschaltung des Teils ab. Mal schauen...

Jetzt das Problem mit dem Ruhestrom des L6205 Motortreibers. Ich habe 
gelesen, dass der Ruhestrom der Verbraucher im KFZ im µA Bereich liegen 
soll. Da bin ich mit den 5mA des Treibers weit drüber. Echt schade drum. 
Ich muss wohl aufwändig unendlich MOSFETS einlöten :(.

Gibt es denn keine Möglichkeit, die gesammte Schaltung nur dann zu 
aktivieren, wenn ich auch wirklich nur den Fernbedienungs-Button drücke? 
Ich meine so eine Art Hauptschalter per FB bzw. D+ davor, der den 
Spannungsregler und somit den Rest der Schaltung anwirft? Genau das 
gleiche dann auch im 12V Teil des L6205. Damit würde die Schaltung gar 
nichts verbrauchen, außer vielleicht die Überwachungsfunktion der FB- 
und der D+ -Leitung. Gibt es soetwas? Könnte ich soetwas anwenden?
Natürlich müsste die Schaltung auch bei diesem gewolltem "Stromausfall" 
den letzten Zustand der Spiegel "merken/erkennen".
Sorry falls es totaler Blödsinn ist, ich habe lange nicht geschlafen.

Ach ja Andreas, mit der Batteriekennlinie meinst Du doch nicht wirklich 
das Verhalten der Batterie von "XY" (Ich habe die Exide Maxxima DC900) 
bei Ladung/Entladung??? Sowas finde ich wohl nicht und die Auswertung 
durfte für mich zu kompliziert sein.

Vielen Dank dass Du mich nicht aufgibst. Deine hilfe bringt mich 
jedesmal gut weiter.
Gruß
V.
PS: Gehe mich etwas von der Nachtschicht erholen.

Autor: yalu (Gast)
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> Gibt es denn keine Möglichkeit, die gesammte Schaltung nur dann zu
> aktivieren, wenn ich auch wirklich nur den Fernbedienungs-Button
> drücke?

Vielleicht so wie im angehängten Bild?

In dem großen Kasten verbirgt sich deine gesamte bisherige Schaltung
(L6205, 7805 und Controller). Normalerweise sperrt Q1, und die
Schaltung braucht, bis auf die Leckströme von Q1 und Q2, keinen Strom.
Wird die Fernbedienung betätigt, wird S1 geschlossen, Q1 bekommt eine
negative GS-Spannung und schaltet den Rest ein. Der Controller
arbeitet sein Programm ab, dessen erste Aktion es ist, über eine
Port-Leitung Q2 anzusteuern, der dafür sorgt, dass das Gate von Q1
nach dem Verschwinden des FB-Signals weiterhin auf GND gezogen wird.
Der Controller bewegt nun mit Hilfe des L6205 die Spiegelmotoren. Ist
er damit fertig, nimmt er den High-Pegel von der Port-Leitung weg,
dadurch sperrt Q2 und in Folge auch Q1. Die Schaltung ist damit bis
zum nächsten FB-Signal stromlos.

Q1 kann ein beliebiger P-Kanal-MOSFET sein, dessen Strombelastbarkeit
für die Schaltung und die Motoren ausreicht. Vielleicht sollte, um ihn
vor Zerstörung durch Versorgungsspannungsspitzen zu schützen, seine
GS-Spannung mit einer einer 12V-Z-Diode und einem Widerstand begrenzt
werden.

Autor: yalu (Gast)
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Nachtrag:

Falls du, wie von Andreas W. vorgschlagen, eine Spannungsüberwachung
mittels Spannungsteiler, ADC und Software realisierst, kannst du im
Fall von zu niedriger Batteriespannung ebenfalls die ganze Sache
ausschalten, ohne die Spiegel zu bewegen. Damit der Spannungsteiler im
inaktiven Zustand keinen Strom braucht, sollte er natürlich hinter
dem MOSFET eingefügt werden.

Autor: Andreas W. (Gast)
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Du kannst auch nur den Treiberbaustein entkoppelt. So das der nur an der 
Stromversorgung hängt wenn er benutzt wird. eingeschalten wird dies dann 
vom µC.

Der Spannungsregler L4931 braucht etwa 1 mA, nur wenn er abgeschalten 
wird braucht er max. 100 µA. Doch im TO-92 hat er keine Inhibit Leitung.

Also die Maßnahmen die ich zum Überdenken gebe sind:
-Vieleicht einen dieser "neumodischen" drop-down Regler verwenden. Da 
gibt es welche die sich im Ruhemodus nur ein paar µA genehmigen.
-Den Spannungsteiler für die Bateriespannung auf max 50µA Querstrom 
einstellen (nicht viel weniger). Wenn du ihn einbaust heist das.
-Den Motortreiber von der Versorgungsspannung abkoppeln wenn er nicht 
gebraucht wird.
-Die µC konsequent auf Sleep-modus auf Sleepmodus power down 
programmieren.
-Elkos durch Folienkondensatoren ersetzen.

So kannst du auf knapp unter 100µA kommen.

Ich hab mal gerechnet 250mA wären pro Woche 42 Ah. Das ist schon nicht 
wenig. Ich glaube mein Akku hat nur 80Ah, bin aber nicht sicher.

Autor: Vitali A. (cxv)
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So hallo!
Vielen Dank für Eure Beiträge!!!

Sorry, ich war Gestern nicht an das Notebook gekommen.
Also ich habe es mir noch mal durch den Kopf gehen lassen. Eine 
Unterspannungserkennung ist wirklich nicht sinnvoll bei der 
Spiegelsteuerung im Auto. Vielmehr sollte ich vermeiden, dass die 
Ruheströme der Bauteile mir die Batterie leersaugen, denn nur so kann 
ich Unterspannung überhaupt verhindern. Ich belasse also die Schaltung 
ERSTMAL so wie bisher mit den "Stromfressern" und versuche mich mit 
euren Vorschlägen zur Senkung der Ruheströme zu befassen.

@Yalu:
Erst einmal vielen herzlichen Dank für Deine Hilfe. Dass Du dir die Mühe 
machst meine elend langen Texte zu lesen, ist eine Medalie würdig.
Zum FB-Einschalter:
Das ganze hört sich gut an, es gibt aber folgende Sachen zu dennen ich 
Fragen habe bzw. wo ich unsicher bin:

1) Was ist, wenn der Processor den letzten Zustand des Spiegels also die 
LETZTE Polaritätreihenfolge der IN-Eingänge des L6205 merken soll? Denn 
es ist ein Knopf an der FB, der einmal gedrückt ein kurzes (0,5Sek max. 
250mA) GND-Signal rausgibt. Der µC soll beim ersten Drücken die Spiegel 
einfahren, beim 2ten diese ausfahren. Merkt der Processor das auch bei 
Stromausfall durch diesen "Stromsparmechanismus"? Wenn nicht, dann gibt 
es ein durcheinander.
Ich schätze aber (zu meiner Beruhigung), dass da die Shunts 
Softwaremäsig abgefragt werden müssen und die Motoren dann in beide 
Richtungen geschickt werden, bis der Nennstrom der Motoren fließt. Sorry 
hab mich mit Softwareprogramierung noch gar nich beschäftigt, weiß also 
nicht genau wie sowas geht.

*Aber bitte das Augenmerk auf folgende Idee legen!!! Da es im Moment 
wichtig ist, weil der grundsätzliche Schaltungsaufbau davon abhängen 
könnte*

Was mir noch in den Sinn kommt ist folgendes: Ich habe herausgefunden, 
dass das FB Signal programierbar ist und entweder als 0.5, 20, 60 
Sekunden oder sogar als *normaler EIN/AUS-Schalter* für den GND-Pol 
angelegt werden kann. Ich kann mir vorstellen, dass man zwecks Lösung 
des o.g. Problems mit der Zustandserkennung der Spiegel einfach das FB 
Signal (in der Alarmanlage programierbar) als Schalter programiert und 
dann im µC mit z.B. LOW an diesem Signal die Spiegel ausfährt und mit 
HIGH diese einfährt. Als mögliches Vorteil gegenüber der 0,5 Sek 
Impulslösung ergibt es sich dann sogar so, dass NACH Ausstellen des 
KFZ-Motors (und somit LOW an der D+ Leitung) die Spiegel von selbst in 
die von der FB zuvor vorgegebene Position fahren (also entweder Auf oder 
Zu je nachdem was an der FB-Leitung zuvor anlag. Somit kann ich ja 
selbst bestimmen ob die Spiegel nach Fahrtende jedesmal einklappen 
sollen, oder ausgeklappt bleiben). Bitte teilt mir mit, was ihr davon 
haltet.

2) Yalus Vorschlag mit dem "FB-Einschalter" müsste eigentlich "FB UND D+ 
Einschalter" heißen. Der "D+" muss genauso kontrolliert werden und die 
Schaltung anwerfen wie der FB-Signal... Wie könnte man es ellegant 
lösen? Ich denke am besten ist eine direkte Versorgung der Schaltung bei 
gestartetem Motor über den "D+" da dann der Ruhestrom bei laufendem 
Motor keine Rolle mehr spielt (Anm.: D+ gibt normale 12V raus bei 
gestartetem Motor weis aber nicht wieviel I max.).

@Andreas W.
1a)Das ist auf jeden Fall eine Möglichkeit den Motortreiber von der 12V 
Leitung zu nehmen, nur wie realisiere ich das? Mit MOSFETS?
Schöner wäre es trotzdem wenn auch der Spannungsregler entweder vom Netz 
genommen wird oder kein Ruhestrom im mA Bereich fließt.
2a)Ich kann auch einen Spannungsregler mit "Inhibit-Leitung" nehmen, das 
ist kein Problem, aber dann frage ich mich womit ich diese 
"Inhibit-Leitung" einschalten soll? Mit dem µC wird es wohl schlecht 
gehen, mit der FB und der D+ Leitung? Was meinst Du?

a)Zu Deinen Vorschlägen: Einen Drop-Down Regler habe ich noch nicht 
gefunden, aber einen Low-Drop Regler, meinst Du das??? Leider finde ich 
bisher keinen mit kleinen Ruheströmen...
b)Spannungsteiler zur Batterieüberwachung fällt raus, Grund s.O.
c)Motortreiber abkoppeln (das habe ich in Deinem vorigen Post nicht 
verstanden, sorry) aber nochmal die Frage: Wie mache ich das?
d)Zitat:"...Sleep-modus auf Sleepmodus power down programieren..." 
scheint ein reines Softwareding zu sein, versteh noch nichts davon, 
Deinen Tip merk ich mir aber.
e) Folienkondensatoren statt Elkos nehme ich, ist i.O. (falls die auch 
überall ausgetauscht werden können).

Als weitere kleine Idee kommt mir eine Speisung der 5V Schaltung mittels 
eines getrennten kleinen Akkus (aber gaaaanz klein so in der größe einer 
AAA Batterie). Dieser Akku wird nur dann geladen, wenn der Motor läuft. 
Eine leersaugung ist dann doch ausgeschlossen. Aber kann sein das alles 
Blödsinn ist.

Zum "KFZ-Batteriekapazitätsproblem": Deswegen sagt man auch, dass der 
Urlaub nicht länger als 2 Wochen dauern sollte ;) Das ist ein 
Batteriekiller und fast jedes Auto hat um die 200mA Ruhestrom und wenn 
Deine Batterie 80Ah hat, dann ist es noch eine "große" Batterie einige 
haben 64Ah.

OK, Ich hoffe Ihr gebt mich nicht auf, ich versuche nur zumindest das 
Grundsätzliche zu verstehen und zu lösen, ich hoffe Ihr versteht mich.
Danke für jegliche Hilfe.

Nachträglich herzlichen Glückwunsch allen Deutschen zum Einzug der 
Deutschen Nationalmanschaft ins Finale!!! Ich drücke euch die Daumen

V.

Autor: Christian (Gast)
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Hallo

Ich bin selber gerade auf der Suche nach einem passendem Motortreiber- 
IC.

Ich hab da einen IC gefunden der für mich recht interessant ist.
http://www.irf.com/product-info/datasheets/data/ir3220s.pdf
http://www.irf.com/technical-info/appnotes/an-1032.pdf

Ist leider nicht bei C oder Reichelt zu beziehen, sondern nur über 
Farnell aus den USA.

Der Treiber bietet u.a. einen integrierten Sanftanlauf ohne 
Mikrocontroller und einen Sleep-Mode, in dem die Stromaufnahme < 50µA 
sein soll.

Für die externen MOSFETs zum Treiber habe ich einen anderen Tread 
aufgemacht: Beitrag "MOSFET durch anderen Typ ersetzen"


Vielleicht hilfts dir ja was.

Mfg Christian

Autor: yalu (Gast)
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> 1) Was ist, wenn der Processor den letzten Zustand des Spiegels also
> die LETZTE Polaritätreihenfolge der IN-Eingänge des L6205 merken
> soll?

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

Entweder du lässt, wie du schon geschrieben hast, die Motoren auf gut
Glück in eine Richtung loslaufen und kehrst die Richtung um, wenn über
die Strommessung gleich danach schon der Anschlag erkannt wird.

Oder du speicherst jedesmal vor dem Auschalten des Controllers die
letzte Spiegelposition im EEPROM des Controllers nichtflüchtig ab. Das
EEPROM hat zwar einen gewissen Verschleiß (100000 Zyklen sind
garantiert), was aber bei normaler Nutzung deutlich länger halten
sollte als das Auto ;-)

Wird der Controller nicht ganz ausgeschaltet, sondern nur schlafen
gelegt, bleiben die RAM- und Registerinhalte sowieso erhalten.

> Ich kann mir vorstellen, dass man zwecks Lösung des o.g. Problems
> mit der Zustandserkennung der Spiegel einfach das FB Signal (in der
> Alarmanlage programierbar) als Schalter programiert und dann im µC
> mit z.B. LOW an diesem Signal die Spiegel ausfährt und mit HIGH
> diese einfährt.

Damit könnte man den Controller bei Nichtbenutzung abschalten und
müsste sich die letzte Spiegelposition nicht merken. Allerdings
muss man dann den oben gezeigten FB-Einschalter so modifizieren, dass
er nicht einfach bei FB-Low einschaltet, sondern bei jedem Übergang
von High nach Low und von Low nach High. Das ist zwar nicht schwierig,
erfordert aber natürlich ein paar zusätzliche Bauteile.

Schaltet man den Controller nicht ab, hat man durch diesen FB-Modus
keinen wesentlichen Gewinn, weil dann der Controller sowieso weiß, wie
die Spiegel gerade stehen.

> Als mögliches Vorteil gegenüber der 0,5 Sek Impulslösung ergibt es
> sich dann sogar so, dass NACH Ausstellen des KFZ-Motors (und somit
> LOW an der D+ Leitung) die Spiegel von selbst in die von der FB
> zuvor vorgegebene Position fahren (also entweder Auf oder Zu je
> nachdem was an der FB-Leitung zuvor anlag.

Das geht auch sonst, es ist im Wesentlichen eine Frage der
Programmierung.

> 2) Yalus Vorschlag mit dem "FB-Einschalter" müsste eigentlich "FB
> UND D+ Einschalter" heißen. Der "D+" muss genauso kontrolliert
> werden und die Schaltung anwerfen wie der FB-Signal... Wie könnte
> man es ellegant lösen?

Ja, das habe ich in der obigen Schaltung vergessen, ist aber kein
großes Problem. Man kann parallel zu S1 und Q2 (der hier ebenfalls als
Schalter genutzt wird) beliebig viele weitere mechanische oder
elektronische Schalter schalten, über die das System eingeschaltet
werden kann. Das D+-Signal würde ich gleich behandeln wie das
Mikrocontrollersignal, was eine Duplizierung der Teilschaltung aus Q2,
R2 und R3 erfordert. R3 kann man etwas größer machen (22k oder 27k),
da das Ansteuersignal hier 12V statt 5V hat. Zusätzlich muss das
D+-Signal noch an einen Controllereingang gelegt werden, bspw. über
einen Spannungsteiler wie in deiner bisherigen Schaltung. Damit kann
der Controller erkennen, wann der Motor gestartet und gestoppt wird.

> Anm.: D+ gibt normale 12V raus bei gestartetem Motor weis aber nicht
> wieviel I max.

In diesem Fall wird D+ (wie auch das FB-Signal) nur als Schaltsignal
verwendet, so dass nur ein sehr geringer Strom gezogen wird.

> 1a)Das ist auf jeden Fall eine Möglichkeit den Motortreiber von der 12V
> Leitung zu nehmen, nur wie realisiere ich das? Mit MOSFETS?

So war das vermutlich gedacht. Ausgehend von dem obigen FB-Einschalter
legst du den Mikrocontroller samt Spannungsregler einfach vor den
MOSFET, die H-Brücke verbleibt in dem großen Rechteck. Über Q2 und Q1
kann der Controller die H-Brücke je nach Bedarf ein- und ausschalten.

> 2a)Ich kann auch einen Spannungsregler mit "Inhibit-Leitung" nehmen,
> das ist kein Problem, aber dann frage ich mich womit ich diese
> "Inhibit-Leitung" einschalten soll? Mit dem µC wird es wohl schlecht
> gehen, mit der FB und der D+ Leitung? Was meinst Du?

Das bringt in diesem Fall nichts, da du ja die H-Brücke ein- und
ausschalten möchtest, diese aber nicht am Spannungsregler hängt. Ein
Regler mit Inhibit wäre evtl. angebracht, wenn du nur den Controller
ein- und ausschalten wolltest.

> a)Zu Deinen Vorschlägen: Einen Drop-Down Regler habe ich noch nicht
> gefunden, aber einen Low-Drop Regler, meinst Du das??? Leider finde
> ich bisher keinen mit kleinen Ruheströmen...

Low-Drop (=Low-Dropout) brauchst du für deine Anwendung nicht, da die
Spannungsdifferenz zwischen Eingang (12V) und Ausgang (5V) groß genug
ist. Du solltest eher nach Stichwörtern wie "Low-Power", "Ultra-Low-
Power", "Micropower" usw. suchen.

> b)Spannungsteiler zur Batterieüberwachung fällt raus, Grund s.O.

Welchen Grund meinst du? Die Batterieüberwachung geht doch immer,
egal, ob du nur die H-Brücke oder auch den Controller ausschaltest.

> c)Motortreiber abkoppeln (das habe ich in Deinem vorigen Post nicht
> verstanden, sorry) aber nochmal die Frage: Wie mache ich das?

Siehe meine Antwort zu Frage 1a).

> d)Zitat:"...Sleep-modus auf Sleepmodus power down programieren..."
> scheint ein reines Softwareding zu sein, versteh noch nichts davon,
> Deinen Tip merk ich mir aber.

Ja, die AVRs haben mehrere Stromsparmodi, die softwaremäßig aktiviert
werden können. Alle haben gemeinsam, dass der Prozessorteil, der den
meisten Strom braucht, abgeschaltet wird (sleep). Aufgeweckt wird der
Prozessor entweder nach einer bestimmten Zeit oder durch ein externes
Signal. Damit kann der Verbrauch im Idle-Modus auf unter 1mA, im
Power-Down-Modus sogar auf unter 1µA gesenkt werden.

> e) Folienkondensatoren statt Elkos nehme ich, ist i.O. (falls die
> auch überall ausgetauscht werden können).

Wobei die Leckströme auch bei Elkos nicht so schlimm sind. Ich habe
gerade mal einen 10µF/63V-Elko bei 15V gemessen, da waren das etwa
0,1µA. Selbst wenn der Leckstrom bei einem schlechten Exemplar und
anderer Temperatur um den Faktor 1000 steigen sollte, liegt er
wahrscheinlich immer unterhalb der Selbstentladung der Batterie.

> Als weitere kleine Idee kommt mir eine Speisung der 5V Schaltung
> mittels eines getrennten kleinen Akkus (aber gaaaanz klein so in der
> größe einer AAA Batterie). Dieser Akku wird nur dann geladen, wenn
> der Motor läuft. Eine leersaugung ist dann doch ausgeschlossen.

Dann wird eben der kleine Akku leergesaugt, und das auf Grund der
mickrigen Kapazität ziemlich schnell. Du bräuchtest dann fast noch
einen Tiefentladeschutz ... Nee, lieber nicht :)


Nun aber noch einmal ein anderer Gedanke:

Du schreibst oben:
> der Ruhestrom im Bordnetz beträgt jetzt schon über 250mA.

Bringt es da wirklich etwas, wegen ein paar mA den Schaltungasaufwand
zur erhöhen? Wenn du die Schaltung so lässt, wie sie jetzt ist, einen
Spannungsregler mit einem Ruhestrom von ca. 1mA nimmst und beim
Controller die Stromsparmodi nutzt, verbleiben als Gesamtruhestrom der
Schaltung vielleicht 7mA, von denen der größte Teil durch den L6205
(5mA typisch) fließt. Diese 7mA machen nicht einmal 3% des Gesamt-
stromverbrauchs aus. Wäre deine Schaltung der einzige Verbraucher,
würde eine 64Ah-Batterie über ein Jahr halten, wenn man deren
Selbstentladung außer Acht läßt.


Trotzdem wieder zurück zur Schaltungsoptimierung :)

Wenn du einen zusätzlichen MOSFET in Betracht ziehst, um die Schaltung
ganz oder teilweise abzuschalten, wäre noch einmal überlegen, ob ein
Aufbau der beiden H-Brücken mir diskreten Baulementen wirklich so viel
kompizierter ist. MOSTFETs der benötigten Leistungsklasse gibt es zu
zweien oder sogar zu vieren in kleinen 8er-SMD-Gehäusen. Die
Ansteuerung darf sehr einfach und langsam sein, da du kein PWM machst.
Die H-Brücken brauchen dann so gut wie keinen Ruhestrom, der Rest
braucht mit einem guten Spannungsregler und Stromsparmodi auch nicht
viel, so dass du dir die Ein-/Ausschaltlogik sparen kannst. Auch der
L6205 ist ja nicht ganz einfach in der Beschaltung und braucht
immerhin 9 externe Bauteile.

Autor: Andreas W. (Gast)
Datum:

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hab nicht viel Zeit, deswegen so kurz.

Was hälst du von einer Kombination.
die Schaltung so wie Yalu beschrieben hat einschalten, aber der µC sorgt 
dafür das er selber nicht ausgeht. Eine Selbsthaltung also.
Er bleibt dann solange an bis er die Spiegel verstellt hat und schaltet 
sich dann selber ab.

Im µC ist ein EEPROM eingebaut. darin kann er sich Sachen merken die er 
nach den Stormausfall noch wissen muss. Der Nachteil an den dingern ist, 
das schreiben dauert ein wenig (für deinen Fall egal). Und die halten 
nur eine gewisse anzahl an Schreibvorgängen stand. Atmel nennt da 100000 
mal.
Dies sind bei 4 schaltungen pro Tag ca. 68 Jahre. Wenn dir das reicht :) 
wenn nicht musst du Softwaremäßig das ein wenig ändern, jedesmal auf 
eine andere Zelle schreiben. Das ergibt dann pro Byte ca. 68 Jahre. 512 
Byte hast du. Das macht dann ca. 35000 Jahre :-). Darfst aber nur einmal 
die Zelle beschreiben pro Schaltvorgang :-)

Autor: Vitali A. (cxv)
Datum:

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Sorry,
hab Streß mit meiner Freundin, ich mach gerade die Schlußphase durch
:( ...
Zum Kotzen.
Meld mich bald
V.

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