Wie zufrieden seid Ihr mit Eurer Arbeit?
Kennt Ihr z.B. Mobbing aus eigener Erfahrung oder arbeitet Ihr in einem
Super-Team, wo Probleme wirklich gemeinsam gelöst werden und das
Ergebnis im Mittelpunkt steht?
Klar kenne ich Mobbing aus eigener Erfahrung, die armen Kollegen ;-)
Spaß beiseite - Menschlich läuft es soweit gut, das Team ist in Ordnung,
man hilft sich, die Erfahrungen sind gestreut.
Ein Riesenproblem jedoch, man wird hier mit entwicklungsfremden Arbeiten
zugeschüttet, das zerrt gewaltig an der Zufriedenheit. Wir versuchen
gerade, das einzudämmen.
Naja das Prob is dass die Entwicklung halt die Kompetenzstelle is...
deswegen kommen sie alle mit ihren Problemen, allem voran der Support.
Ich haette neulich sogar die Telefonzentrale uebernehmen sollen *g das
fand ich dann wirklich leicht kurios.
An diversen Beiträgen ist hier zu erkennen, daß wohl nicht jeder
teamfähig ist.
Nun ja, solche Leute habe ich in der Vergangenheit in Firmen
angetroffen, wo beim Arbeitsklima ein hohes Optimierungspotential
erkennbar war.
Z.Zt. arbeite ich in einer Firma mit einem (wie sagt man so schön) hoch
motiviertem Team. Wir wickeln nicht selten Projekte ab, an dehnen andere
Firmen scheitern. Auch das motiviert dann wieder.
Ich krieg ne Krise!
Eben hat mich einer meiner Kunden platt an die Wand genagelt. Scheiß
Geizhälse! Ersticken sollen sie an meinen Geräten! Wie soll ich so
jemals meine Entwicklungskosten wieder rein kriegen? Knicker, Schotten,
Schwaben,
Geiz ist geil - wie ich das hasse!
Und dann fragt mich noch jemand, warum ich meinen Beruf so liebe.
Timbo wrote:
> Wir machen die Entwicklungsarbeit nur noch in Polen. Spart uns einen> Haufen Kohle.
Die Produktqualitaet wird dementsprechend sein.
Aber hei ich dachte doch 90% der Arbeit machst sowieso Du?
Man Timbo Du bist schon wirklich nen Obertroll hier. Komm her ich geb
Dir ne Medallie ;P
Bin dabei mich zu erholen.
Ja, die Welt ist schlecht.
Ich hatte schon vieles von der schwäbischen Sparsamkeit gehört.
Aber dass es so schlimm ist, hätte ich nicht gedacht.
Seid ihr dort alle so?
Schafft denn Dein Wettbewerb die gewünschte Entwicklung zu liefern ohne
finanziell gegen die Wand zu fahren? Wenn nein, dann brauchst Du das
auch nicht. Wenn ja, dann denk mal über Deine Arbeitsweise nach und
analysiere Deine Wettbewerber.
Ich habe k e i n e Wettbewerber!
Das Erzeugnis ist wirklich was brauchbares.
Der Schwabe will es u n b e d i n g t haben.
Ich kann es nicht selbst verkaufen, da ich keine Vertriebswege habe und
ich es vermeiden wollte, zu den Konkurrenten des Schwaben selbst Klinken
putzen zu gehen.
Dieser Umstand wird ausgenutzt.
Finanziell zu Grunde gehen werde ich wahrscheinlich daran auch nicht.
Aber es frustet ungeheuer.
Also ich esse gerade ein Teilchen... Mist, jetzt ist mir der Pudding mit
der einzigen Stachelbeere auf den Tisch geklatscht ... hmmmm, schmeckt
echt lecker, und das auf der Arbeit. Man iss datt ein geiler Dschobb
:-)))
Also ist der "Schwabe" ein besserer Vertriebsmann als Du. Vielleicht
solltest Du mal eine gute Vertriebsschulung besuchen um bessere Preise
zu erzielen. (Es zahlt sich aus!)
@Ansgar:
Geil!!! Nimm doch Gurgel Örss, dann klappt's auch mit dem Weg - wenn'zde
mir die Ddschiee-Pieee-Ess Koordinaten mailst, komm ich glatt auf 'ne
runde Gefrorenes vorbei :-)))
Ich bin eine Einmannklitsche und real betrachtet kann ich nicht weltweit
verkaufen.
Das ist wohl der Unterschied, in den ich mich fügen muß.
Nicht, dass ich was gegen Schwaben im allgemeinen hätte.
Aber es frustet.
Guten Appetit und gute Nacht
Wir lassen auch in "Einmannklitschen" fertigen. Für uns gilt aber: gute
Ware = guter Preis. Diese Einstellung zahlt sich übrigens bei Problemen
und nicht ganz unkritischen Projekten gut aus, denn dann ist die
Bereitschaft unserer Zulieferer zu einer Nachtschicht und
Wochenendarbeit deutlich größer und wir schaffen unsere Projekte. Unser
Wettbewerber mit Kampfpreisen hat da ein größeres Problem und ist oft
beim nächsten mal nicht mehr dabei. Unsere Zulieferer nehmen so an
unserem Erfolg teil.
Du kannst jetzt natürlich noch mal über Dein Vertriebskonzept und Deine
Kundenstruktur nachdenken, auf jedenfall solltest Du aber an Deinen
Vertriebskompetenzen arbeiten.
> Für uns gilt aber: gute
Ware = guter Preis. Diese Einstellung zahlt sich übrigens bei Problemen
und nicht ganz unkritischen Projekten gut aus, denn dann ist die
Bereitschaft unserer Zulieferer zu einer Nachtschicht und
Wochenendarbeit deutlich größer und wir schaffen unsere Projekte.
Dachte ich auch, dass mein Kunde von ähnlichen Beweggründen getrieben
sein könnte.
Meine Bereitschaft zu irgendwelchen außerplanmäßigen Aktionen liegt
jetzt jedenfalls unter Null. Und das wegen einer mittleren dreistelligen
(!)
Summe.
Was verstehst du unter Vertriebskompetenz? Ich kann damit erst mal nicht
viel anfangen.
An der Kundenstruktur arbeite ich gerade. Schlimm genug.
Danke für das Mitgefühl!
> Vertriebskompetenz?
Sei besser als Dein "Schwabe". Mach ihm klar, daß er ohne Dich komplett
auf dem Schlauch steht und er froh und dankbar sein kann, Dich zu
kennen. Oder einige Dich zumindest auf einen vernünftigen Preis. - Das
ist lernbar!
@ Ansgar
Danke, diese Antwort verstehe ich! :-)
An so etwas in der Art dachte ich auch schon.
@ AC/DC
Meine Erzeugnisse gehen nicht kaputt. In 15 Jahren: 1 x
Netzfilterkombination von Schurter mit Wackelkontakt. 2 x Ausfall von 74
HCT 574 von ST aus völlig unklaren Gründen. 1 x LED-Matrix-Anzeige von
Siemens Ausfall eines Pünktchen. 1 x war der Kunde zu blöd, die
Bedienanleitung zu lesen. Etwa 2000 Geräte ausgeliefert (Größe:
Europakarte bis 19-Zoll-Einschub).
Beste Grüße - Ausgeloggter
>Meine Erzeugnisse gehen nicht kaputt.
Dann machste was falsch.
Defektrisiken kann man planen und einbauen.
Das würde ich aber nur bei nörgelnden Kunden machen.
Denn die zufriedenen Kunden will man ja behalten.
Ich bin auch eine Einmannklitsche und verhacke meine Entwicklungen
weltweit. Das bedeutet natuerlich auch, dass ich global vernuenftige
Preise haben muss. Es ist nicht einfach auf vernuenftige Stueckzahlen zu
kommen.
@ Ansgar
> Sei besser als Dein "Schwabe". Mach ihm klar, daß er ohne Dich komplett> auf dem Schlauch steht und er froh und dankbar sein kann, Dich zu> kennen. Oder einige Dich zumindest auf einen vernünftigen Preis.
Rücksprache genommen, ihm klargemacht, daß er ohne mich komplett auf dem
Schlauch steht und er froh und dankbar sein kann, mich zu kennen.
Bedingungen deutlich gebessert.
Danke, das war mal eine echte Lebenshilfe!