Gast
#916669
Hallo Leute Endlich ist es soweit, ich habe mein Rotordisplay fertiggestellt. (fürs erste) Da ich mir dachte, dass es Leute gibt, die sich für sowas interessieren, wollte ich es hier einmal vorstellen. Zunächst einmal eine grobe Erklärung: Als Motor habe ich einen bürstenlosen Motor von ebay, der automatisch seine Drehzahl hält, also schon eine Steuerung integriert hat. Auf diesen Motor habe ich mit einer Scheibe meine sogenannte Mittelplatine geschraubt. Auf dieser Platine sitzen eigentlich nur vier Kondensatoren, die zur Pufferung der Spannung sind. Außerdem habe ich zwei Lichtschranken, eine auf jeder Seite für jeweils einen AVR. Ferner sitzen hier noch die ISP-Stecker zur Programmierung der AVRs. An diese Mittelplatine habe ich an jede Seite einen Arm aus Alu geschraubt, an dessen Ende die sogenannte Außenplatine sitzt. Auf dieser habe ich einen AVR platziert, der über drei Mosfets die Farbe des Displays und über einzelne, kleine Mosfets jeweils die einzelnen RGB-Tripple schalten kann. Durch das Rohr habe ich Kabel für +5V, GND, ISP und zur Lichtschranke gelegt. Auf der Rückseite der "Trommel" des Motors habe ich zwei Kupferringe aufgebracht, die von der Trommel isoliert sind. Von diesen Kupferringen habe ich je ein Kabel durch die Welle gelegt, die ich zuvor durchbohrt habe. Auf den Kupferringen schleifen sozusagen kleine Schaniere, die ich mit einer Feder hochdrücke. So bekomme ich die Spannung in den rotierenden Teil. Da der Motor 24 Volt benötigt, habe ich ein 24 Volt Netzteil verwendet, von dem ich in zwei Schritten 5 Volt für die Elektronik mache. Wenn der Rotor steht, kann ich per ISP die AVRs, unabhängig voneinander programmieren. (Die Außenplatinen sind identisch, arbeiten also unabhängig voneinander.) Zur Zeit ist das Programm nicht sehr schön. Ich habe einfach zuerst eine If-schleife verwendet, in der ich prüfe, ob ein Signal von der Lichtschranke kommt. Wenn ja, geht der AVR in ein Unterprogramm, wenn nicht, schaltet er alle LEDs aus. In dem Unterprogramm steht, welche LEDs an sein sollen und welche aus. Anschließend eine Wait-anweisung (150 µsec) Danach wieder eine Liste mit den LEDs, welche an und welche aus sein soll. Wenn das fertig ist, wartet der AVR wieder auf ein Signal von der Gabellichtschranke. Da die beiden Gabellichtschranken genau gegenüber sind, arbeiten beide Außenplatinen genau gleich, sodass ich das gleiche Programm in beide schreiben kann. (Die Gabellichtschranken geben ein Signal an einer bestimmten Stelle, da dort ein kleiner Pin sitzt, der das Licht unterbricht.) Der Motor dreht sich mit 1800 U/min, ich habe also bei zwei Seiten 60 Hz. Da ich eine Deadline hatte, (ich habe das Rotordisplay als Facharbeit für die Schule gebaut) konnte ich längst nicht alles verwirklichen, was ich mir vorgestellt habe. Z.B. wollte ich noch eine Datenübertragung in den rotierenden Teil bauen etc. Mit anderen Worten, ich kann mich noch lange damit beschäftigen... Falls ich jetzt Interesse geweckt habe freue ich mich darüber, wenn nicht, entschuldige ich mich, euch zugetextet zu haben. Viele Grüße Tobias

