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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf DARUM kriegen manche Firmen keine Ingenieure


Autor: Herr Huber (Gast)
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Ich wollte auch mal meine Erfahrungen zu diesem Thema posten, doch 
leider ist der Originalbeitrag 
Beitrag "Deshalb suchen alle vergeblich nach Ingenieuren :" ja total entwartet. Also 
hier:

Ich bin Freiberufler und arbeite auf Zuruf, d.h. Firmen heuern mich an, 
wenn Sie Probleme mit Ihren Systemen haben. Ich komme dann und löse das 
Problem, indem ich einen Adapter programmiere oder eine neue Koimponente 
schaffe.

Mich regt es immer mehr auf, daß die Projektvermittler, über die so 
etwas oft läuft, total unfähig sind, einfachste Kommunikationsstrecken 
zwischen mir und dem Kunden aufzubauen. Hier ein Beispiel einer 
gescheiterten Beziehung wischen I, dem Kunden K und Vermittler V:

V (per mail): "Ich konnte Sie nicht erreichen, bitte rufen Sie mich an"

I (per mail am Abend, da V längst aus dem Büro) : "Worum geht es ?"

V "ich will Ihnen ein Projekt vorstellen, bitte rufen Sie mich an"

I (am nächsten Abend) : "Ich kann nur abends mailen, da ich mit 
MIL-Bereich weder Handy noch email habe".

V : "ich möchte Ihnen ein Projekt vorstellen"

I : "Bitte beschreiben Sie das Projekt"

V : "Es geht um FPGA-Entwicklung bei einem Kunden von mir"

So oder so ähnlich geht es meistens, da die Leute einfach nicht 
kapieren, daß ich vollständige Informationen brauche, um beruteilen zu 
können, ob ich ein Projekt machen kann, oder nicht. Also lassen die sich 
über Tage hinweg alles aus der Nase ziehen. So bin ich dann auch 
gezwungen, allen diesen unscharf gehaltenen Anfragen nachzugenen, obwohl 
sich am Ende herausstellt, daß nur bestenfalls 2 oder 3 gut passen und 
ich das Knowhow habe.

I : "Bitte beschreiben Sie das Projekt, Wann, Wo, Was" ?

V: "FPGA-Enrwicklung, Bayern, ASAP"

Erst auf dreimaliges Nachfragen rückte er damit raus, daß es um 
DSP-Integration geht, welcher Baustein gemeint ist und daß man MTALB 
können muss. Da ich das kann, habe ich das Projekt bejaht.

Es folgt Terminvereinbahrung mit Gespräch am Telefon, das sehr gut 
verläuft (wie 4 andere auch, die ich parallel machen muss, weil ich ja 
Dank der Unfähigkeit der Dienstleister nicht im Vorhinein weis, welches 
passt) und man kommt überein , daß man sich in der kommenden Woche 
trifft.

Der ganze Vorgang dauert 2 geschlagene Wochen und führt dazu, da0 ich 
fast 1 Woche netto nur damit befasst bin, mails zu schreiben, 
Telefongespräche zu führen, die oft nutzlos sind, weil ich das Knowhow 
nicht habe, nur um rauszubekommen, WELCHES Projekt denn nun passen 
könnte.

Die Sache endet dann meist damit, daß einer spontan zusagt und ich 
innerhalb von Stunden einen Vertrag per mail kriege. Oft haben dann aber 
gleich 2 andere das Nachsehen und mailen. Auch im konkrten Fall stellte 
sich erst sehr spät heraus, daß ich passe, sodaß der Kunde meine Daten 
bekam. Leider war ein anderer schneller. Hätte der Dienstfuzzi mal in 
der ersten mail alle Fakten gepostet, hätte man den Kunden sosofrt 
kontaktieren können. Ich wäre dann eine Woche früher bei dem 
eingestiegen.

An solchen Dingen scheiten sehr viele mögliche Projektverträge. Nun 
bekommt zwar rasch einen anderen, hat aber unnötign Leerlauf. Insgesamt 
komme ich so auf mindesten 10% Leerlauf im Jahr, der im nutzlosen Suchen 
versickert. Nimmt man 100 Freiberufler meiner Couleur, so sind das 
statistisch 10 Leute, die man in die Firmen reinbringen könnte, statt 
deren Zeiz mit Suchen zu verplempern. Es wäre allen geholfen.

Abhilfe?

In nicht seltenen Fällen ist es zudem so, daß der Dienstleister auch 
nicht weis, was er mich fragen muss, da er selber keine Infos hat. Der 
Kunde hat dann einfach nur geschrieben "VHDL-Entwickler" - in dewr 
Hoffnung, daß sich so viele melden, nehme ich an.

Autor: Sonnenschein (Gast)
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Ich kann deinen Ärger verstehen. Aber was erwartest du denn von einem 
Vermittler? Der hat mehrere Kunden aus verschiedenen Bereichen von denen 
er selbst gar keine Ahnung hat. Das er keine Ahnung hat und darum kein 
Wort vom Auftrag verstanden hat, das darf er weder vor dir noch vor 
seinem Kunden zugeben. Wie soll er dir denn das Projekt erklären? Er hat 
es ja selbst nicht verstanden, vielleicht aber ein paar Schlagwörter wie 
FPGA, DSP o.Ä. schon mal gehört.

Wenn er versucht, das per E-Mail zu klären, dann hast du ja schriftlich 
das er es nicht verstanden hat.

Kontaktdaten herausgeben? Damit du oder der eigentliche Kunde den 
Vermittler überspringen könnt? Ne, das will er ja nu auch nicht.

Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
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Mach nebenbei selber eine Vermittlung auf. Du siehst ja, mit wie wenig 
Arbeit und Gehirnschmalz der Job zu machen ist.

Autor: Topentwickler (Gast)
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Gute Idee! Bewerbungen von arbeitswilligen Dödeln bitte an 
topentwickler@hotmail.com

Ich biete optimale Konditionen, habe beste Kontakte zu diversen Firmen. 
Ich würde dem Firmen lediglich 10% der Summe als Provision abknöpfen. 
Das ist doch toll, oder ?

Autor: Gast (Gast)
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Mit den Dienstleistern wird es immer schlimmer. Viele, die vermitteln, 
haben keine Ahnung von dem Thema, das sie bearbeiten, kennen nicht die 
Begrffe und Themen. Die können nur Adressen verschieben.

Wenn ich ein Projekt zu vergeben hätte und mir so einer ankäme und sich 
als Projektnehmer anböte, der angeblich gute Léute hat, würde ich das 
Weite suchen.

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Ja diese Vermittler sind schon wirklich irre... Jedoch habe ich auch 
schon des oefteren erfahren das selbst eine Personalabteilung es nicht 
hinbekommt... Bin schon des oefteren eingeladen worden und alles verlief 
harmonisch bis der Vorgesetzte dazukam und die Aufgaben beschrieb... Das 
Gespraech verlief dann meist angenehm, jedoch aergerlich wenn man ein 
paar hundert Kilometer Anfahrtweg hatte.

Autor: Gast (Gast)
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Schlimm sind die faulen Kettengeschäfte: Ein Vermittler ruft Dich an, er 
habe einen Kunden mit einem Projekt und verpflichtet Dich. Dann verkauft 
er Deine Adresse an den Vermittler, der das Projekt wirklich hat. 
Umgehen kann man es dann nicht, nur ablehnen. Da der Vermittler auch 
noch was draufhaut, wird es oft so teuer, dass der Kunde nicht will.

Autor: Irrtum (Gast)
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Mal abgesehen von irgendwelchen Dienstleistern besteht ja kein Mangel 
(mal abgesehen von einigen exotischen Vorstellungen).
Hatte vor kurzem noch eine nette Absage mit den Worten, daß es genügend 
qualifizierte Bewerber zu dieser Postition gäbe.
Dabei hätte die Firma absolut nichts riskiert - na ja, jeder bekommt 
das, was er sucht; die Entscheidungen mancher Personalabteilung kommt 
mir so vor wie die der Krisen-Banker.

Autor: fachfremder (Gast)
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die Aussage ,daß es genügend Bewerber gäbe ist doch eher lächerlich

wenn zB Du der richtige Mann/Frau wärst und wegen "sowas" abgewimmelt
wird, offenbart das doch eher FKS ( Fachkräfteschwemme)

Wie schrieb einer hier : Guten Leuten muß man absagen. Das ist doch
auch so ein "Brummer"

Autor: Schwups... (Gast)
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Eigentlich sind diese Probleme hausgemacht.
Wären die Arbeitgeber verpflichtet Transparents zu pflegen
würden die es sich vielleicht zweimal überlegen ob sie
den Arbeitsmarkt so verschleißen. Verantwortung fehlt hier
an allen Ecken und Enden. Aber die Klientel läßt es sich ja
gefallen weil man es ja gewohnt ist einem Unterangebot gegenüber
zu stehen. Erfahrungsgemäß ist der Arbeitnehmer (Freiberufler
inkl.) nur ein Zweckmittel und kein Partner auf gleicher Augenhöhe.

Autor: Jo (Gast)
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" ... kein Partner auf gleicher Augenhöhe "

Genau! Und deshalb müssen wir endlich anfangen uns zu organisieren, 
damit dieses Manko ausgeglichen - zumindest aber abgemildert - wird.

Autor: zwieblum (Gast)
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organisieren funktioniert nicht, da sind zu viele oberschlaue drinnen. 
ein äquivalent zu einer gewerkschaft kannst du heute in der 
spaßgesellschaft nicht mehr aufbauen.

Autor: Lötdampfabsauger (Gast)
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> Genau! Und deshalb müssen wir endlich anfangen uns zu organisieren

Das hab ich zum ersten Mal 1969 gehört. Alle Versuche sind seit dem 
gescheitert.

Autor: Schwups... (Gast)
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>Das hab ich zum ersten Mal 1969 gehört. Alle Versuche sind seit dem
>gescheitert.
Bei der geistigen Elite trifft das zu, aber bei dem dummen Rest
haben die Gewerkschaften doch seitdem viel erreicht. Nur dumm
das die Elite auch nicht untätig ist und auf Grund ihrer Notwendigkeit
schon dafür sorgt ihre Schäfchen schnell ins Trockene zu bekommen.
Nur leider hat nicht jeder diese Möglichkeit. Auch als Ingenieur
kann man der Gewerkschaft beitreten, wird dann aber einer Minderheit 
angehören was bei den Genossen nicht viel Gewicht hat. Die breite
Masse machst eben, vor allem bei Urabstimmungen.

Autor: Lötdampfabsauger (Gast)
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> ...aber bei dem dummen Rest haben die Gewerkschaften doch seitdem viel 
>erreicht.

Das sind aber fremdbestimmte Arbeitnehmervertreter. Zur Bildung eines 
gesellschaftlichen Elitedenkens taugt das nichts.

Wenn ein Ingenieur zu dieser gesellschaftlichen Elite gehören will, muß 
sich dieser Kandidat erstmal selbst kritisch betrachten. Der alte Spruch 
'An den Schuhen kann man den sozialen Status ablesen' hilft hier schon 
mal weiter.
Auch können viele Jungingenieure nicht mit Messer und Gabel umgehen, die 
halten die wie grobes Werkzeug.
Solche Leute können mit den 'oberen Etagen' nicht auf gleicher Augenhöhe 
stehen.

Autor: Jo (Gast)
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@ zwieblum
>Organisieren< funktioniert recht gut! Man denke z.B. an Ärzte, Lehrer, öffentl. 
Dienst insgesamt, Lokführer, ...

Der Spaßgesellschaft könnte in den kommenden Jahren der Spaß vergehen. 
;-)
Man kann seine Interessen nur dann durchsetzen, wenn man gut organisiert 
ist. Dies muß nicht als Gewerkschaft klassischen Typs erfolgen. Besser 
sind regional und fachlich gegliederte Netzwerke.

Networking (Auszug aus Wikipedia):
>> Unter der Tätigkeit „netzwerken“ (Networking) versteht man den Aufbau und die 
Pflege eines Beziehungsgeflechts einer mehr oder weniger großen Gruppe von 
einander „verbundenen“ Personen, die sich gegenseitig kennen, sich informieren, 
und manchmal unabhängig von ihren Leistungen zum Beispiel in ihrer Karriere 
fördern oder andere Vorteile verschaffen.

Ein Netzwerk hilft nicht vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, hilft aber, 
leichter einen neuen zu finden, da der Großteil der Stellen in den 
höheren Etagen über Kontakte besetzt wird und nicht allein durch 
Stellenausschreibungen. Das ändert nichts daran, dass die Kriterien 
eigene Ausbildung, Leistungsbereitschaft, Erfahrung usw. natürlich auch 
erfüllt sein müssen. <<



@ Lötdampfabsauger: >> Das hab ich zum ersten Mal 1969 gehört. Alle 
Versuche sind seit dem gescheitert. <<

Woran gescheitert?

Autor: Tommi Huber (drmota)
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Gestern war in WISO (siehe ZDF Mediathek) eine Ingenieurin zu sehen die 
ist jetzt Multijobberin wie das jetzt so unschön genannt wird. 
Gleichzeitig arbeitet sie als Fusspflegerin und verteilt noch Prospekte 
und ein arbeitsloser Informatiker war auch noch zu sehen.

Selbst das ZDF kann an den arbeitslosen Fachkräften die man immer 
angeblich gesucht hat, nicht mehr vorbei wobei sie dies natürlich nicht 
thematisiert haben.

Autor: Jürgen W. (lovos)
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Tommi Huber schrieb:
> Gestern war in WISO (siehe ZDF Mediathek) eine Ingenieurin zu sehen die
> ist jetzt Multijobberin wie das jetzt so unschön genannt wird.

Eigentlich muessten weibliche Fachkraeftinnen schneller einen Job haben. 
Die kosten naemlich 22% weniger Gehalt (laut v.d.Leyen) bei gleicher 
Leistung.
In der Krise, wer moechte nicht schnell mal 22% Lohnkosten sparen?

Autor: Schwups... (Gast)
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>In der Krise, wer moechte nicht schnell mal 22% Lohnkosten sparen?

Das kann man schon durch normale Fluktuation und Verhandlungen
hinbekommen oder glaubt ihr Ingenieure verdienen alle das gleiche?
Ne, die Nachteile wie Mutterschutz usw. sind da die Hemmschwelle
und nichts anderes.

Autor: Marcus Woletz (Gast)
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Eine arbeitslose Ingenieurin? Sag blos!?
Ist das jetzt gut oder schlecht, wenn es in .de eine arbeitslose 
Ingenieurin gibt? Spaß beseite, aber was ist daran verwunderlich? War 
jemals die Rede davon, dass es keine arbeitslosen Ingenieurinnen gibt? 
Oder schließt man jetzt von einzelnen auf die Gesamtheit? Ich sehe den 
Informationsgehalt dieser Meldung nicht...

ciao

Marcus

Autor: Gast (Gast)
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>Das kann man schon durch normale Fluktuation und Verhandlungen
>hinbekommen oder glaubt ihr Ingenieure verdienen alle das gleiche?
>Ne, die Nachteile wie Mutterschutz usw. sind da die Hemmschwelle
>und nichts anderes.

Das Beispiel aus diesem ZDF-Beitrag ist eh ein schlechtes. Wenn ich das 
richtig verstanden habe, ist diese weibliche Fachkraft schom längere 
Zeit aus dem Beruf raus. Das ist heutzutage ein absoluter Killer - diese 
Fachkraft ist in den Augen eines Personalers auf gleichem Niveau wie 
eine Ungelernte.

Autor: pfft.. (Gast)
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>In der Krise, wer moechte nicht schnell mal 22% Lohnkosten sparen?

Die Frauen sind nicht 22% guenstiger weil sie dasselbe leisten, sondern 
weil sie ein gewisses Risiko darstellen. Sie koennen unvorhergesehen 
schwanger werden. Und kosten dann ein Heidengeld. Quasi ein Schutz, der 
teuer bezahlt wird. Ein Leben lang.

Autor: rotzbacke (Gast)
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>> Gestern war in WISO (siehe ZDF Mediathek) eine Ingenieurin zu sehen die
>> ist jetzt Multijobberin wie das jetzt so unschön genannt wird.
> Eigentlich muessten weibliche Fachkraeftinnen schneller einen Job haben.
> Die kosten naemlich 22% weniger Gehalt (laut v.d.Leyen) bei gleicher
> Leistung.
> In der Krise, wer moechte nicht schnell mal 22% Lohnkosten sparen?
Nein, denn sie hat zwei Kinder, die werden vielleicht mal krank, oder
sie bekommt gar noch ein weiteres...
Außerdem konnte man aus dem Bericht heraushören, dass sie seit der
Geburt der zwei Kleinen (vermutlich) bis zu ihrer Scheidung nicht
gearbeitet hat. So hat die Dame (ca. 35 Jahre alt) nicht die
erforderlichen 30 Jahre Berufserfahrung, da sie ihre Zeit mit so
einem nutzlosen Kram wie Kinder-kriegen und -aufziehen verschwendet
hat.

Ach ja, noch ein paar Kleinigkeiten:
1. Der arbeitslose Informatiker gehörte nicht zum Bericht, sondern zu
   dem danach (Betrug bei Arbeitsvermittlungen).
2. Niemand in dem Bericht war arbeitslos, wie sollten sie sonst auch
   Multijobber sein?
3. Alle kamen mir als jeweils speziellen Einzelfall vor.
3.1 Der Typ (Facharbeiter, 2k€ netto) in München muss mit dem leben,
    mit dem alle in Metropolen leben müssen.
3.2 Die Diplom Pädagogin hat zuwenig an einer Volkshochschule verdient,
    warum war sie nur an einer VHS?
3.3 Die Frau mit der "Mutterpause", Wiedereingliederung klappt hier in
    D. nicht, höchstens bei großen Konzernen einmalig als Vorzeige-
    Projekt.
4. Mehrfach wurde gesagt, dass die betreffenden Personen kein Geld
   vom Staat nehmen wollten. Das suggeriert, dass Anspruch haben
   ihn aber nicht angenommen haben...

Ich betone, dass ich das nicht gutheiße, es enspricht aber leider
Realität!

Autor: Delete Me (skywalker)
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pfft.. schrieb:
>>In der Krise, wer moechte nicht schnell mal 22% Lohnkosten sparen?
>
> Die Frauen sind nicht 22% guenstiger weil sie dasselbe leisten, sondern
> weil sie ein gewisses Risiko darstellen. Sie koennen unvorhergesehen
> schwanger werden. Und kosten dann ein Heidengeld. Quasi ein Schutz, der
> teuer bezahlt wird. Ein Leben lang.

Großartige Meinung. Ich denke Millionen von Frauen sind beruhigt, dass 
du die rationale Begründung für systematische Ungleichbehandlung 
gefunden hast.

Scheiße ey, was geht denn da jetzt ab wenn auch Väter die Auszeit nutzen 
wollen?

Autor: Thomas U. (Gast)
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Nun es ist ja nicht so, dass er es bekräftigt, er bringt nur zum 
Ausdruck, was viele Unternehmer tun!!!!

Autor: Thomas U. (Gast)
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Und zu guter Nacht wollte ich nochmals meinen Beitrag dazu bringen, 
warum viele Firmen keine Ingenieure bekommen:

Sie zahlen einfach nicht genug. Ich habe mir ein Rechenbeispiel angelegt 
(Excel aus dem Internet) welches ausrechnet, was einem Selbständigen von 
dem bleibt, was ihm die Firmen bezahlen: (einmal für ein kurzes Projekt 
und einmal für ein Halbjahresprojekt)

In der aktuellen Situation wollen viele nicht mehr als 60,- die Stunde 
bezahlen. Was viel klingt, ist auf meine Situation übertragen gerade ein 
Anfängergehalt von 50k!!!!

Im Umkehrschluss merken die Firmen, dass sie dafür dumme Ingenieure 
bekommen, und schwenken immer mehr auf diesen Weg. Das Ergebnis ist, 
dass auch die Gehälter für die Angestellten runtergehen.

Autor: Irrtum (Gast)
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-In der aktuellen Situation wollen viele nicht mehr als 60,- die Stunde
-bezahlen. Was viel klingt, ist auf meine Situation übertragen gerade 
ein
-Anfängergehalt von 50k!!!!

-Im Umkehrschluss merken die Firmen, dass sie dafür dumme Ingenieure
-bekommen, und schwenken immer mehr auf diesen Weg. Das Ergebnis ist,
-dass auch die Gehälter für die Angestellten runtergehen.

Insbesondere an der zweiten Aussage merkt man, daß Du etwas unter 
Realitätsferne zu leiden scheinst.
Der Maßstab muß lauten "power without the price", solange es sich nicht 
um absolute Spezialisten handelt - das sind vielleicht gerade mal 20% 
der Ingenieure.
Die "dummen" Ingenieure haben es ja irgendwie fertiggebracht Ihr Studium 
zu vollenden und somit auch eine Leistung erzielt - im Gegensatz zu 
vielen Abbrechern.
Das wird von vielen Personalabteilungen aufgrund Ihrer BWL Ausbildung 
überhaupt nicht mehr erfaßt.
Das "dumme" Ingenieure auch was bringen können sieht man u.a. am 
Beispiel des Endes des 2.Weltkrieges, wo die Creme de la Creme nach USA 
abwanderte und die zweite Wahl-Ing. nach Rußland mußte.
Das eigentliche Problem ist, daß man als Ing. in den Naturwissenschaften 
keine Würdigung mehr erfährt - ein Sozialfuzzi hat einen höheren 
Stellenwert in der hiesigen Gesellschaft - das ist das Problem!

Autor: Gast (Gast)
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Irgendwie werde ich aus "Irrtums"s Aussage nicht schlau. Einerseits hat 
Thomas keine Ahnung wovon er redet, wenn er kritisiert, dass die 
"dummen" Ingenieure und andererseits unterbezahl werden, andererseits 
erklärst Du weiter unten, dass dies der Fall ist und auch warum.

Ja, was denn nu?

Autor: Irrtum (Gast)
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Wer erklärt was?

Die Unterbezahlung resultiert aus dem Überangebot, insofern ist die 
Kritik von Thomas falsch, daß zu wenig bezahlt wird.
Die "dummen" Ingenieure bringen aber sehr wohl eine Leistung - insofern 
wird die Preisspirale weiter nach unten gehen - von ein paar 
Ausnahmetalenten mal abgesehen.
Manche Firmen kriegen darum keine Ings., weil die Anforderungen, die sie 
auftürmen kein normalsterblicher Ing. erfüllen kann.

Autor: Gast (Gast)
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> Die Unterbezahlung resultiert aus dem Überangebot,
Das ist ein genereller Mechanismus, stimmt

> insofern ist die Kritik von Thomas falsch, daß zu wenig bezahlt wird.
Das ist erstens keine Schlussfolgerung ("insofern") und zweitens ein 
Widerspruch: Wenn ja eine Unterbezahlung vorliegt, dann bekommt ja 
jemand zu wenig, oder :-)

Dass es NUR daran liegt, dass wir ein Überangebot haben, sehe ich nicht. 
Ingenieure werden auch generell zu schlecht bezahlt. Das Rechenbeispiel 
zeigt doch, was man bekommen muss . und wer bekommt das schon?

Was an Deiner Logik auch nicht stimmt:

>  insofern wird die Preisspirale weiter nach unten gehen
würde heissen, wir haben ein Überangebot

> Manche Firmen kriegen darum keine Ings., weil die Anforderungen, die
> sie auftürmen kein normalsterblicher Ing. erfüllen kann.
würde heissen, wir haben einen M<ngel

Autor: Irrtum (Gast)
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- Das ist erstens keine Schlussfolgerung ("insofern") und zweitens ein
- Widerspruch: Wenn ja eine Unterbezahlung vorliegt, dann bekommt ja
- jemand zu wenig, oder :-)

Bitte den ganzen Satz zitieren, dann ist es eine Schlußfolgerung:
Die "dummen" Ingenieure bringen aber sehr wohl eine Leistung - insofern
wird die Preisspirale weiter nach unten gehen - von ein paar
Ausnahmetalenten mal abgesehen.

Das zweite ist richtig, aber Du selbst kannst dagegen wohl kaum etwas 
machen außer Dir einen anderen hochbezahlten Job suchen, den Du aufgrund 
Deiner Ausbildung nicht bekommen wirst.

- Dass es NUR daran liegt, dass wir ein Überangebot haben, sehe ich 
nicht.
- Ingenieure werden auch generell zu schlecht bezahlt.
sorry, aber das ist jetzt auch ein Widerspruch - wenn jemand dringend 
benötigt wird, dann steigt auch der Preis, Angebot und Nachfrage!

- würde heissen, wir haben ein Überangebot
allerdings, es gibt genug arbeitslose Ings. oder Ings., die in 
Zeitarbeitsfirmen arbeiten, was auf dasselbe hinauskommt.

- würde heissen, wir haben einen M<ngel
ein Mangel besteht an maßgeschneideten Ings. - max. 35 Jahre, 
Regelstudienzeit mit Prädikatsexamen, Berufserfahrung während des 
Studiums, usw. - daren haben wir allerdings wirklich einen Mangel, weil 
die restlichen Ings. ja als "dumm" oder sagen wir doch gleich als 
Abschaum angesehen werden.
Und DARUM bekommen manche Firmen keine Ings. - wer BWL oder noch 
schlimmer irgendein sozialwissenschaftliches Laberstudium auf eine Stufe 
mit Naturwissenschaft stellt bzw. mit einem Auslandsabschluß, der vom 
Kopierer kommt, darf sich nicht wundern ...

Autor: Gast (Gast)
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vielleicht sollte ich nochmals verdeutlichen, dass ich mit "dumm" 
diejenigen meinte, die sich mit einem geringen Gehalt über den Tisch 
ziehen lassen.

Autor: Zeus (Gast)
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Wenn man in Deutschland bleibt muß man sich auch mit den Gegebenheiten
abfinden. Mittelfristig besteht eben ein Überangebot an Bewerbern (auch
erfahrenen Bewerbern). Dem Marktgesetz folgend besteht dann eben auch
ein geringerer Marktwert, der sich auch in geringeren Gehaltsforderungen
niederschlagen muß. Der propagierte Mangel im MINT-Sector existiert
nicht, die Praxis bietet uns ein entgegengesetztes Bild.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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>Herr Huber (Gast)
>Die Vermittlerdeppen...

Weshalb findet die Firma, die ein Problem hat dich nicht direkt ? Eine 
Webseite mit Profil existiert ja sicher.

Autor: Insider (Gast)
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Die Firmen durchsuchen kein Web nach Profilen! Die fragen einen 
Dienstleister an, weil sie

a) faul sind
b) keine Zeit haben
c) Angst haben, den besten zu verpassen
d) unbedingt einen dazwischenschalten müssen
e) es so gewöhnt sind

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Da gibt es eigentlich nur eins : voll abreissen. Sobald ein Vermittler 
kommt 30% draufhauen.

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