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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Mieses Betriebsklima und komische Leute


Autor: Der Genervte (Gast)
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Hallo,

ich arbeite seit rund einem Jahr in einer Firma in Velbert bei Wuppertal 
als CAD Designer, habe davor nach zwei Jahren meinen alten Job gekündigt 
also schon den zweiten Job nach dem Studium. Als Studi war das Leben 
noch locker, die Leute waren ok. Was ich hier im Job erlebe scheint mir 
ein Mikrokosmos zu sein der nach anderen Gesetzen funktioniert als die 
Welt drumherum.

Fast die Hälfte der Kollegen hat meiner Ansicht nach eine Macke oder ist 
verhaltensgestört. Wir arbeiten in solchen Cublicles in einem 
Grossraumbüro, eine moderne Art der Käfighaltung im Halbdunkel. Teppiche 
und Wände schlucken jedes Geräusch.

Da sind einmal die Softwerker, was die rauchen bevor sie zur Arbeit 
gehen weiss ich nicht. Manche rasten schon aus, wenn einem ein Bleistift 
aus der Hand fällt, fühlen sich durch Licht gestört. Bei zwei weiteren 
zittern die Hände wie bei Drogensüchtigen, die keinen Stoff kriegen, der 
eine zwinkert ständig mit den Augen.

Und dann gibt es noch eine Sorte, die "Platzhirsche", die 
Leistungsträger der Abteilung. Sie wissen alles, denken schneller als 
jeder andere, sind bei jedem Meeting im Mittelpunkt. Aber wehe einer 
wagt es an deren Podest zu kratzen. Der letzte Neue, der einiges auf dem 
Kasten hatte wurde schikaniert weil er es wagte deren Ergebnisse in 
Frage zu stellen und dabei oft recht behielt. Irgendwann war er weg von 
einem Tag auf den anderen. Drüber geredet werden durfte nicht aber jeder 
dachte sich seinen Teil, dass da einer nachgeholfen hat. War ein prima 
Kerl, schade um ihn, er hätte etwas mehr Leben in den Laden gebracht.

Gelacht wird kaum, meist wird nur genickt, es wird überhaupt wenig 
geredet und ständig wird man an irgendwelche "Vorschriften" erinnert die 
es im Betrieb gibt. Darauf passen einige Kollegen besonders auf und 
erinnern ständig andere Miarbeiter an die "heiligen Vorschriften". Ich 
darf nicht privat surfen, nicht privat telefonieren, mein Schreibtisch 
muss immer aufgeräumt sein - nennt sich Clean Desk Management - alles 
Papier muss in den Shredder rein, wir dürfen keinerlei Geräte wie MP3 
Player mit in den Betrieb nehmen wegen der Sicherheitsbestimmungen, 
keine Fotohandys, dürfen keine Schlüsselbänder tragen da sich damit ja 
jemand erdrosseln könnte..... eigentlich dürfen wir gar nichts ausser 
arbeiten. Das Rauchen wurde erst neulich ganz verboten, der Raucherraum 
geschlossen. Wer rauchen will muss das Betriebsgelände verlassen und 
wird von allen Büros aus und Kameras der Torwache gesehen, fast wie 
Spiessrutenlaufen. Und jeder Winkel der Firma ist mit Kameras bestückt, 
schlimmer als in London.

Lacht man mal über etwas  kommen sofort die strafenden Blicke "Sei 
endlich ruhig, Du siehst doch dass ich arbeite!" Kumpels unter den 
Kollegen habe ich keine, ich rede auch mit Kollegen niemals über private 
Dinge weil ich niemandem traue, der ganze Betrieb kommt mir vor wie ein 
Überwachungs-Camp und das scheint auch so gewollt zu sein, dass jeder 
das Gefühl hat ständig beobachtet zu werden.

Ich habe es einmal einem Kollegen durchblicken lassen, dass ich diese 
ganzen Vorschriften zum Kotzen finde, am nächsten Tag wurde ich gleich 
zum Chef zitiert ob ich ein Problem hätte und wurde zu meiner 
Einstellung zum Betrieb gefragt. Ich stellte den Kollegen damals zur 
Rede und wurde nur kühl abgefertigt mit der Bemerkung "Pass Dich hier an 
oder such Dir einen anderen Job!"

Was ich nicht verstehe ich, wie sich Menschen in solch einem Klima 
wohlfühlen können? Ich bin jedesmal froh, wenn ich aus dem Werkstor raus 
bin.

Mein Entschluss steht fest, ich werde dort kündigen bevor ich genauso 
behämmert werde. Aber wohin? Wie weiss man dass nicht andere Firmen auch 
so sind? In den kleinen Klischen spielt der Chef den Gott, oftmals nach 
Willkür, das habe ich schon hinter mir und will daher nur in einen 
Konzern.

Hat da jemand Tipps wie man das vorher rauskriegt?

: Gesperrt durch User
Autor: mr.chip (Gast)
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> Was ich nicht verstehe ich, wie sich Menschen in solch einem Klima
> wohlfühlen können?

Geld?

Autor: Betrachter (Gast)
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Ja, Geld hätte ich jetzt auch getippt.

Ich gebe Dir in einigen Punkten Recht: Das sieht wirklich elend aus, 
aber warum haben die dich eingestellt? Hast du Dich im 
Bewerbungsgespräch falsch gegeben? Das ist oft der Grund, warum man 
falsch einsortiert wurde.

Solche negativen Stimmungen kenne ich auch, ist miest folge schlechter 
Führung und Neid unter den Kollegen. Da gibt es kein Teamgefühl auf der 
emotionalen Ebene.

In anderen Punkten bist du es , der nachdenken muss:

>ständig wird man an irgendwelche "Vorschriften" erinnert
Die müssen schon sein, scheint ja ein Sicherheitsbereich zu sein.

>Ich darf nicht privat surfen
Wozu? Du wirst fürs Arbeiten bezahlt. Ausserdem schleppen viele über das 
Surfen Viren und Trojaner ein. 1h am Tag surfen daheim sollte reichen 
fürs banking oder Resiebuchung, oder ? Was musst Du da in der Firma noch 
surfen ???

>nicht privat telefonieren
Wozu auch? Du sollst arbeiten und nicht privat telefonieren. Das wird in 
keiner Firma gerne gesehen, weil jeder weis, wie viel da verquatscht 
wird.

>mein Schreibtisch muss immer aufgeräumt sein -
>nennt sich Clean Desk Management - alles Papier muss in den Shredder
Nennt sich Sicherheitssystem. Haben wir auch und praktiziere ich auch 
daheim im Büro. Alles Disks und USB Stickes sind gesichert, falls mal 
einer einbricht.

>wir dürfen keinerlei Geräte wie MP3 Player mit in den Betrieb nehmen

Ach sowas! Ich bin froh darum, daß meine Kollegen mir nicht die Ohren 
mit Dudelplayern vollplärren.

>keine Fotohandys,
Vollkommen normal

>eigentlich dürfen wir gar nichts ausser arbeiten.
Du hst hier echt eine falsche einstellung!

Auch in anderen Firmen sind Privataktivitätten nur geduldet und nicht 
erlaubt. Höchstens private Telefonate beim angerufen werden.

>Das Rauchen wurde erst neulich ganz verboten,
>der Raucherraum geschlossen.

Das ist rabiat, ok, aber wenn die es so machen musst Du dich fragen, was 
Du willst! Rauchen kannst Du daheim.

Ich würde gerne auch neben der Arbeit Fernsehen schauen, wie ich es 
daheim mache, wenn ich im Büro bin und Grafiken oder Symbole anlege. 
Geht aber in der Firma nicht. Da gilt der kleinste gemeinsame Nenner!

Such dir leiber bald was anderes. Raucherraum und Telefon sollte sich 
machen lassen. Die anderen Forderungen kannst Du auf die Freiziet 
schiehen.

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Hallo.

Erstmal keine Angst du bist nicht alleine. Es geht vielen so. Ich muss 
nur lachen... ich erlebe gerade aehnliches... nicht so extrem, aber 
speziell einiges kommt mir bekannt vor.

Es gibt wirklich kein Mittel um soetwas zu verhindern. Vieleicht sollte 
man bevor man anfaengt sich seine Kollegen / Arbeitsplazt zeigen lassen.

Buero: Wir haben zum Beispiel keine Heizung und sie steht immer auf 17 
Grad. Ich lebe  zwar in Melbourne aber hier wird es im Winter auch 
verflixt kalt.

Kollegen: Einige meiner Kollegen kann man nicht in die Augen schauen... 
die schauen dann auf den Boden oder einfach weg.
Eine Kollegin hat Hello Kitty Pueppchen auf ihrem Schreibtisch...

Chef: Mein Chef ist juenger (fuer mich kein Problem) als ich und kann 
sich kaum 30 Sekunden mit mir unterhalten. Noch schlimmer er faellt in 
seiner Meinung immer sehr schnell um... Ok das kriegt man immer nur 
spaeter raus.

Und all das obwohl ich aus Deutschland komme... Jedesmal wenn ich andere 
Leute kennenlerne... Eh wie ist es in Europa? Warum bis du in AUS? Wie 
ist das mit der Familie usw. usw... Nun erwarte ich nicht gerade von 
Softwerkern  Hardwerkern besondere sozialle  kommunikative 
Faehigkeiten aber lustigerweise die richtig guten die ich kennengelernt 
habe waren auch in diesem Bereich nicht gerade schwach oder wenigstens 
Persoenlichkeiten mit Rueckrad...

Schau dir die Webseite an... Der groesse Idiot von allen ist einer der 
Gerneral Manager... In seinem Profil (About us...) steht drin ... er ist 
so toll, hat viel Erfahrung in allem, kann alles usw usw... Soviel 
Eingenlob das es schon stinkt...

Fuer das naechste mal solltest du versuchen dir einen Rundum Eindruck 
von der Firma zu verschaffen... Oft sind es wirklich solche 
Kleinigkeiten wie eine Webpage, der Zustand der Raeumlichkeiten usw. 
Auch das Vorstellungsgespraech gibt Aufschluesse. Sind das (Vorgesetzter 
und Personalabteilung) wirklich Kollegen bzw hat man den Eindruck das 
diese zusammen arbeiten? Stell kritische Fragen. Neue Position, gibt es 
einen Vorgaenger, was ist mit ihm passiert...

Natuerlich ist das nicht immer eine Garantie. Bei mir haben sie auf 
solche Fragen schlichtweg gelogen... mein Vorgaenger hat frustriet das 
Handtuch geschmissen...

Viel Glueck...

Autor: mr.chip (Gast)
Datum:

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> Auch in anderen Firmen sind Privataktivitätten nur geduldet und nicht
> erlaubt.

Fraglich, wie 'schlimm' Privataktivitäten wirklich sind. Natürlich 
kosten sie zwischen 10 Minuten und einer Stunde Arbeitszeit pro Tag, 
andererseits steigt ja bekanntlich die Produktivität ebenfalls recht 
stark. Und der Arbeitgeber sollte nicht vergessen, dass er mit dem 
Verbot privater Aktivitäten seine Leute automatisch in den 'Untergrund' 
treibt - man muss dann eben alles verdeckt machen. Nicht gerade 
aufbauend für das Vertrauensverhältnis...

Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
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> Fast die Hälfte der Kollegen hat meiner Ansicht nach eine Macke oder ist
> verhaltensgestört.

Keine Angst, in fünf Jahren sagen das die Kids auch über dich.

Autor: Max (Gast)
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Entweder du gehst rechtzeitig oder du wirst wie "sie"!

Geh zur Not zu nem Dienstleister, dort kannst du verschiedene Firmen 
oder zumindest Abteilungen kennenlernen. Das Gehalt sollte beim 
Berufseinstieg nicht das Hauptkriterium sein. Ich vermute das in deiner 
Firma es eh nicht weit her ist mit der Bezahlung. Meist kommen nähmlich 
alle schlechte Faktoren zusammen.
Mach dir klar was dich wirklich in der Firma hält. Wenn es nicht mehr 
als die persönliche Trägheit ist, zieh die Notbremse!

Autor: Roman K. (Gast)
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Er hat ja scheinbar schon innerlich gekündigt!


Wenn du dich über neue Firmen informieren möchtest empfehle ich
http://www.kununu.com/
Dort sind Arbeitgeber anony bewertet, leider ist das ganze noch recht 
neu.

Über google habe ich auch noch http://www.firmenbewertungen.de/ 
gefunden,
kenne ich aber nicht weiter

liebe Grüße

Autor: A. N. (netbandit)
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Ach du meine Güte, das sind ja wirklich grauenhafte Zustände. Da fragt 
man sich, ob man wirklich zu Ende studieren sollte, wenn man nach dem 
Studium in solch einer Anstalt landet.

Ich habe vor dem Studium eine Ausbildung gemacht und ein paar Jahre 
gearbeitet. Dabei war ich in zwei verschiedenen Firmen. Einem kleinen 3 
Mann Betrieb und einem größeren Betrieb in einer Abteilung mit 7 Leuten. 
Im ersten kleinen Betrieb war das Arbeitsklima echt spitze. Jeder hatte 
so seine Aufgabenbereiche, aber dennoch war man ein Team und hat sich 
ständig geholfen. Bei 3 Mann sitzt halt jeder mit dem Chef zusammen in 
einem Boot und jeder ist daran interessiert, dass es der Firma gut geht. 
Im Sommer haben wir dann öfter nach der Arbeit noch mit dem Chef 
zusammen in seinem Garten gegrillt. War schon schön die Zeit... leider 
war die Bezahlung nicht so dolle.
Wenn ich heute in meine alte Heimat zurückkomme, guck ich auch noch 
öfter da vorbei und dann wird Abends wieder gegrillt :)

In dem größeren Betrieb herrschte halt eine stärkere Anonymität. Man hat 
zwar so seine 2 bis 3 Kollegen mit denen man sich sehr gut verstand, 
aber es war halt nicht mehr dieses "in einem Boot" Gefühl wie vorher. 
Zudem wurde von der Chefetage aus ständig Druck ausgeübt, von wegen 
Arbeitsplatzstreichungen etc.
Dann sind zwei Kollegen in Rente gegangen und nur ein Neuer ist 
nachgekommen. Naja da musste halt die Arbeit, die der eine gemacht hat 
auf alle Schultern abgelegt werden.
Es hat mir auch da Spaß gemacht zu arbeiten, ich würde wohl jederzeit 
dort weiterarbeiten (schon wegen den paar Kollegen mit denen ich mich 
gut verstand) aber es war halt nicht so schön wie im Betrieb davor. 
(Dafür gab es mehr Geld)

Tja, aber in einem Gefängnis will wohl keiner gerne Arbeiten, da kann 
ich dich schon gut verstehen.

Solche Kommentare sind ja schon mal sehr komisch:
>Du hst hier echt eine falsche einstellung!
>Auch in anderen Firmen sind Privataktivitätten nur geduldet und nicht
>erlaubt. Höchstens private Telefonate beim angerufen werden.

Das ist der größte Quatsch, den ich je gehört habe. Denn immerhin 
verbringt man wohl den größten Teil seiner Zeit auf Arbeit. Da muss man 
sich einfach wohl fühlen oder es sein lassen. Das geht nicht anders.
Darüber hinaus sollte es sich inzwischen auch bis in die letzte Ecke der 
Walachei rumgesprochen haben, dass ein konzentriertes Durcharbeiten von 
8 Stunden einfach nicht möglich ist!
Alle 1 bis 1,5 Stunden braucht ein Mensch (gerade wenn er fast 
ausschließlich nur Kopfarbeit leistet) eine kleine Pause von 5 bis 10 
Minuten.
Einfach mal abschalten, mal an was anderes Denken.
Das kann man gut machen, indem man eine Zigarette rauchen geht (auch 
wenn ich selbst kein Raucher bin, ist das wohl ein wirklich positiver 
Teil der Sucht) oder man schaut mal beim Kaffeeautomaten vorbei. 
Vielleicht trifft man dort auch einen Kollegen und man erzählt sich 
einen Witz oder so.
Alternativ kann man ja auch mal aufs Klo gehen, Hauptsache man steht von 
seinem Arbeitsplatz auf, läuft etwas herum und denkt an was anderes als 
die Arbeit. Nach 5 bis 10 Minuten kehrt man wieder an den Platz zurück 
und kann dann mit voller Kraft weiter arbeiten.

Klar so etwas gelingt nicht immer, aber wenn es gar nicht gelingt ist es 
schlecht. Bei einer körperlich anstrengenden Arbeit merkt man es ja, 
wenn man erschöpft ist, leider merkt man es bei einer geistig 
anstrengenden Arbeit nicht so schnell. Das bisschen Müdigkeit, der 
kleine Schwindel oder was auch immer, unterdrückt man leicht. Darunter 
leidet aber die langfristige Leistungsfähigkeit und vor allem die 
Gesundheit (was man vielleicht in deiner Firma anhand einiger 
langjähriger Mitarbeiter schon recht gut erkennen kann oder? :D )

Ein Arbeitgeber der so etwas nicht versteht... naja, da frag ich mich 
schon ob man da heutzutage noch arbeiten muss. Immerhin sollte man es 
heute nicht allzu schwer haben woanders einen neuen Job zu finden. Dann 
fährt man eben ne halbe Stunde länger zur Arbeit oder verdient etwas 
weniger. Hauptsache man fühlt sich dort wohl und hat seinen Spaß bei der 
Arbeit.
Denn darum geht es ja: Man will ja nicht nur die nächsten 2 Jahre dort 
arbeiten, sondern vielleicht die nächsten 20 und dann sollte da schon 
etwas Spaß dabei sein. Dann sind auch mal Überstunden kein Thema mehr, 
denn man arbeitet ja gerne dort und wenn halt mal ein wichtiges Projekt 
ansteht, ja klar warum nicht. Hauptsache man bekommt an anderer Stelle 
wieder einen Ausgleich.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Suche nach einem neuen Job, aber 
wirklich: So etwas muss sich kein Mensch antun :)

Autor: Werner (Gast)
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>Mein Entschluss steht fest, ich werde dort kündigen bevor ich genauso
>behämmert werde.

Da kann ich nur sagen: Wenn es keinen Spaß macht und unerträglich MUSS 
man kündigen, sonst wird man eben behämmert. Die meisten sind so, weil 
Sie keine Initiative haben ihre Lebens-Situation selber in die Hand zu 
nehmen. Man hat den Job und sonst interessiert nur Premiere und 
Flaschenbier...

>Aber wohin? Wie weiss man dass nicht andere Firmen auch
>so sind?

Wie wäre es einfach ein paar Tage "probearbeiten" zu vereinbaren? Geht 
bei vielen Firmen unbezahlt immer. Ist für Dich aber nur eine kleine 
Investition und Du weist wie der Hase läuft...

>In den kleinen Klischen spielt der Chef den Gott, oftmals nach
>Willkür, das habe ich schon hinter mir und will daher nur in einen
>Konzern.

Gerde die Konzerne sind nach meiner Erfahrung die "totregulierten" 
Organisationen. Ich kenne da einige "Große" im Laufe meines Berufslebens 
- alles ziemlich übel für Leute mit eigenen Ideen.
Mit einer mittelgroßen Firma wirst Du sicher glücklicher als im Konzern. 
z.B. Ing-Büro mit 10-20 Leuten. Die kleinen 3 Mann Buden können auch 
interessant sein, sind meist aber nicht "wetterfest"

Autor: Nokiamann (Gast)
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>Das Gehalt sollte beim Berufseinstieg nicht das Hauptkriterium sein

Das sehe ich komplett anders! Die Firmen, die gut bezahlen, haben in der 
Regel auch die guten Jobs, die Spass machen. Wenn der Job Spass macht 
konzentrieren sich die Leute auf die Arbeit und den Erfolg und sie 
beschäftigen sich nicht mit den Marotten der Kollegen, deren Erziehung 
oder dem Konkurrenzdruck. Das schafft bessere Stimmung.

Ist meine Erfahrung!

>Er hat ja scheinbar schon innerlich gekündigt!
Ja, hat er! Alos Umschalten auf Passivität, Lernen, Lernen, 
Erfahrunggewinnen und dann abhauen.

>Wenn du dich über neue Firmen informieren möchtest empfehle ich
>Dort sind Arbeitgeber anony bewertet, leider ist das ganze noch recht

Nutzlos! Dort stellen nur die Enttäuschten ihre Bewertungen ein und die 
Guten fehlen. Positive Bewertungen kommen fast immer von der Personal- 
und Managementabteilungen der Firmen. Ist dasselbe wie mit dem Wiki! Ich 
habe schon ganze Blöcke an Texten wie sich sich wörtlich in den 
Broschüren der Unternehmenskommunikation finden, dort und auch bei 
www.Kelzen.de wwiedergefunden.

>Ach du meine Güte, das sind ja wirklich grauenhafte Zustände. Da fragt
>man sich, ob man wirklich zu Ende studieren sollte, wenn man nach dem
>Studium in solch einer Anstalt landet.

Als Anfänger muss man nehmen, was man kriegt. Die meisten Stellen für 
Anfänger sind eben die, wo einer weggeangen ist und / oder wo wenig 
bezahlt wird / oder das Klima schlecht ist.

So sieht es leider aus! Da müsst ihr durch, um es später einfach zu 
haben.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Der Genervte wrote:

> Ich darf nicht privat surfen, nicht privat telefonieren

Es ist in D bislang schwierig bis schier unmöglich, die Mitarbeiter am 
Arbeitsplatz legal privat surfen, mailen oder telefonieren zu lassen, 
sobald irgendeine Form der Protokollierung oder aussortierende Filterung 
(z.B. auf Spam) stattfindet.

So müssen beispielsweise Firmen, die legal private Telefonie zulassen, 
entweder komplett auf Protokollierung verzichten, oder eine 
Umgehungslösung für private Telefonie einrichten.

Dass dies in der Praxis nicht immer so krass gehandhabt wird, steht auf 
einem anderen Blatt.

Autor: Nokiamann (Gast)
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>Denn immerhin verbringt man wohl den größten Teil seiner Zeit auf Arbeit.
Du arbeitest 24/2 = 12 Stunden am Tag?

>Da muss man sich einfach wohl fühlen oder es sein lassen.
Diese Haltung haben ja viele. Arbeit ist anstrengend und deshalb bleiben 
wir lieber im Bett und kassieren Hartz4!

>Das geht nicht anders.
Ach was. Ich stelle mir gerade den Industriearbeiter im 19. Jhdt vor, 
der 16 Stunden arbeiten musste, um ein paar Kröten zu haben fürs Essen 
seiner 6 Kinder.

>Darüber hinaus sollte es sich inzwischen auch bis in die letzte Ecke der
>Walachei rumgesprochen haben, dass ein konzentriertes Durcharbeiten von
>8 Stunden einfach nicht möglich ist!

In der Tat ist das dort (in der Walachei) bekannt. Ganz konkret ist es 
in den Städten Giurgiu und Bukarest bekannt, daß sich die Deutschen, 
speziell die von AHDS geplagten jungen Deutschen, nicht mehr 8 Stunden 
konzentrieren können. Die Folge ist, daß sich dort junge Rumänen, die 
studiert haben, 10 Stunden am Tag für 800,- Netto im Monat 
konzentrieren, um in kleinen Elektronikzulieferern Schaltungen und 
Layouts zu machen, stt sich wie ihre Väter 16 Stunden auzf dem Feld zu 
plagen und Kartoffelkäfer zu klaubem.

Mal sehen, wie das weiter geht in unserer Freizeitgesellschaft.

Autor: Andreas K. (a-k)
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A. N. wrote:

> Darüber hinaus sollte es sich inzwischen auch bis in die letzte Ecke der
> Walachei rumgesprochen haben, dass ein konzentriertes Durcharbeiten von
> 8 Stunden einfach nicht möglich ist!

Es hat sich sogar bis ins deutsche Arbeitsrecht herumgesprochen: 
http://www.bundesrecht.juris.de/arbzg/__4.html

Autor: Nokiamann (Gast)
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Naja, die Leute haben ja doch ihre Pausen mit Frühstück und Mittag. Das 
sind ja schon 45min bei meistens 35h-Wochen. Zudem kommen die ganzen 
versteckten Pausen hinzu. Das ist dem Grund nach ja auch nicht zu 
kritisieren, nur der OP will die Zeit nicht pausieren, sondern 
Telefonieren, Surfen und MP3-Playen.

Das mag im Werkbereich sinnvoll sein, wo einer den gazen Tag nur manuell 
arbeitet, aber ine einem Entwicklungsbereich mit Hirntätigkeit lädt man 
sich den Kopf mit Unsinnsinformation zu. Dort wäre es sinnvoller, Dinge 
ohne Input zu tätigen, also Yoga, Ausruhen, lockere GEspräche beim Essen 
oder Joggen, eben nichts, was Informationsaufnahme und Konzentration 
erfordert.

Wer in der Mittagspause isst und quatscht, der entspannt sich ja auch. 
Aber schnell mittendrin die Bankgeschäfte online machen, Mails 
beantworten oder Reisen im Inter buchen oder bei EBAY schnell was 
steigern, das zieht Konzentration weg.

Autor: Christian J. (elektroniker1968)
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Hallo !

Velbert? CAD? Cubicles ?????????????

Dann arbeitest Du entweder bei HUF, Burg oder Witte, alles Hersteller 
von Schliessanlagen. Es gibt auch noch Brose und Kiekert in der Nähe, 
alles die gleiche Sparte. Brose soll ähnlich authoritär sein, dort war 
ich zum Gespräch 2003 eingeladen worden. Ich war vor 4 Jahren bei einem 
der drei und kann es exakt so beschreiben, das war damals schon nicht 
anders. (Rauchen durften wir aber noch und das lasse ich mir auch nicht 
verbieten und wenn ich es mir vom Arzt bescheinigen lasse, dass ich 
sonst nicht arbeiten kann.) Mich veranlasste es nach einem halben Jahr 
zu gehen bzw. wollten die mich auch nicht länger haben, ich passte nicht 
ins Team. Da ich aber genau weiss was ich will verfiel ich nicht in den 
Fehler die Schuld bei mir zu suchen nur weil die anderen mehr waren - 
manche Dinge passen nicht zusammen, das gilt für Firmen wie auch für 
Frauen, die alle "Ex-" als Vorsilbe haben :-)

Ich bin dann zum TÜV Rheinland gegangen und habe mich zum IEC61508 
Sachverständigen ausbilden lassen. Da darf ich surfen, telefonieren, 
mich ablenken, quasseln wenn mir danach ist. Auch zu Hause arbeiten. 
Alles kein Thema solange die Zahlen stimmen und dazu ein gutes 
Betriebsklima dazu, rechnet man ein paar Sonderlinge ab die es überall 
gibt. Man muss ja nicht mit jedem auf "Du" können, es reicht wenn man 
seine kleine Mannschaft hat. der Mensch muss sich wohlfühlen bei 
kreativen Arbeiten, nur die Workaholics ziehen nonstop von morgens bis 
abends durch. Und wenn man nur 3 Mal im Jahr ans Kündigen denkt ist das 
ok, das gibt es überall mal. Auch Tage die man nur absitzt und nichts 
los ist. Mein Rat: Sofort anderswo bewerben aber nimm nicht 
Automobilfirmen, wenn Du empfindlich aufs Betriebsklima reagierst. Bei 
den meisten ist enormer druck dahinter und darum werden sie so. Als ich 
Brose und Kiekert war fiel mir der förmliche Umgang der Leute 
miteinander auf obwohl sie alle in der gleichen Abteilung waren. Und 
solange Du nichts anderes hast lernst Du "professionell" zu wirken, d.h. 
Du passt Dich dem an, spielst deren Spiel mit. Das wird von Dir später 
auch erwartet werden, das muss man drauf haben und verinnerlichen. Gehst 
Du dann raus ziehste Dir wieder die Converse an, reisst den Schlips 
runter und drehst im Auto die Metal-Mucke auf. Das hilft bei mir sehr 
gut!

Und lass Dir die Büros zeigen, sprich mit einigen Mitarbeitern, nimm das 
Klima innerlich auf und schaue in die Gesichter. Bestehe auch darauf und 
lass Dich nicht abwimmeln! Wenn die Dich wollen werden die das machen. 
Stehen die Leute auch mal beisammen oder sitzen sie alle nur hinter den 
Computern? Unterschätze nicht die Macht der Gewohnheit, nach einer Weile 
wirst Du sonst genauso.

Viel Glück Leidensgenosse! Ich habe seinerzeit die Reissleine gezogen.

Gruss,
Christian

Autor: Rainer Siedler (Gast)
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>Ich bin dann zum TÜV Rheinland gegangen
>Da darf ich surfen, telefonieren, mich ablenken, quasseln

So schön kann die Welt sein. Da wundert es mich nicht, wenn in vielen 
Konzernetagen immer mehr der Begriff Minderleister kursiert.

....................................................................

Eine klitzekleine Frage an alle: Wie war denn das Arbeien in 
Entwicklungsabteilungen Hardware und software in der Zeit vor der 
Einführung des Internet und der Mobiltelefone?

Musst man da auch ständig erreichbar sein und surfen ?

Autor: Alter Ing (Gast)
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Ich kenne noch die Zeit vor dem Internet, als man noch nicht surfen 
konnte.

Erreichbarkeit gabs aber schon, das Telefon (Festnetz) war schon 
erfunden und meine Frau im Umgang mit dem Tastentelefon geübt, so dass 
sie mich anrufen konnte.

Damals wie heute gilt: Wenns läuft, dann ist allerhand erlaubt. Erst 
wenn es klemmt und der nicht mehr so gute Umsatz stresst, wird gesucht 
und oft GLAUBT der Chef, es läge an den Privattelefonaten, den 
Surfgewohnheiten, dem kleinen Plausch vor der Kaffeemaschine, dem nicht 
immer aufgeräumten Schreibtisch, ...

Wenns Dir nicht gefälllt, dann wirst Du wohl gehen müssen. Die Kollegen 
sind in der Überzahl, da kannst Du nichts machen.

Jeder vergreift sich mal in der Firma

Autor: bla (Gast)
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>eigentlich dürfen wir gar nichts ausser arbeiten.
Du hst hier echt eine falsche einstellung!

Wie kann man nur dermassen idiotisch drauf sein. Da bleibt einem die 
Spucke weg. Die richtige Einstellung hat man wohl wenn man 12 Stunden 
pro Tag superkonzentriert sich abschuftet damit die Firma nen besseren 
Aktienkurs kriegt. "Wirtschaft" sollte für den Menschen da sein und 
nicht anders rum. Ja, das ist nicht so im Hier und Jetzt. Aber nur 
Idioten wie du halten es dann auch noch für gut und richtig.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Liest sich sehr gruselig. Ich wuerde (ziemlich schnell) kuendigen und 
mir was neues suchen.

Autor: Jungingenieur (Gast)
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>Du hst hier echt eine falsche einstellung!

Das wollte ich unbedingt verhindern und bin in eine 3-Mannfirma 
eingetreten.Nach 5 Jahren Wechsel. Das hat gepasst.

>wenn es klemmt und der nicht mehr so gute Umsatz stresst, wird gesucht

Bei Nokia Siemens Networks haben sie abgebaut und nach Gründen gesucht, 
Leute ohne Abfindung rauskegeln zu können. Laut Betriebsrat hat es 
Versuche gegeben, privates Surfen dazu heranzuziehen.

Autor: Daniel V. (volte)
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bla wrote:
> Du hst hier echt eine falsche einstellung!
>
> Wie kann man nur dermassen idiotisch drauf sein. Da bleibt einem die
> Spucke weg. Die richtige Einstellung hat man wohl wenn man 12 Stunden
> pro Tag superkonzentriert sich abschuftet damit die Firma nen besseren
> Aktienkurs kriegt. "Wirtschaft" sollte für den Menschen da sein und
> nicht anders rum. Ja, das ist nicht so im Hier und Jetzt. Aber nur
> Idioten wie du halten es dann auch noch für gut und richtig.

Das du lieber bla(Gast) in keiner fürhrenden Position sein kannst ist 
wohl kein Geheimnis.
Ein sehr wichtiger Aspekt, dass eine Firma läuft sind 
zwischenmenschliche Beziehungen, da gehören auch mal 10min Kaffeetratsch 
dazu. Mit privaten telefonieren meint er sicher auch nicht Stunden!
12 Stunden superkonzentriert??
Liefer einen Mensch der 8 Stunden am Tag EFFEKTIV konzentriert sein kann 
und produktiv ist, ich kenne keinen (nicht vorm PC)
Klar ist eine gesunde Arbeitseinstellung wichtig, man sollte aber 
realistisch bleiben.

MFG

Autor: Sonnenschein (Gast)
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Hallo

Zur Arbeit geht man, wie der Name schon sagt, um zu arbeiten. Meiner 
Meinung nach ist ein gesundes Mittelmass an "Disziplin" und 
"Nachlässigkeit" genau richtig. Es gibt verschiedene Typen von 
Mitarbeitern. Der eine arbeitet ohne Pausen und ohne Schwätzchen am 
Kaffeeautomaten und der andere Surft den halben Tag privat, telefoniert 
mehr mit Kumpels als mit Kunden und macht mehr private Dinge als seine 
Arbeit zu erledigen.

Ich würde als Chef das private Surfen auch nicht dulden. Vielleicht mal 
in der Pause oder sehr vereinzelt während der Arbeitszeit. Zu viel darf 
es aber nicht werden. Ich kenne auch Firmen, in denen man für private 
Telefongespräche eine besondere Vorwahl wählen muss. Die Gebühren werden 
dann mit dem Lohn abgerechnet und gleichzeitig hat man ein Mass für den 
Anteil privater Telefonate. Es wurde schon gesagt, die Arbeit ist ein 
Teil des Lebens. Zum Leben gehören auch Kontakte zu Mitmenschen. Diese 
Kontakte muss man pflegen, auch zu Kollegen. Gegen einen kurzen Schwatz 
auf dem Gang wird wohl kein Chef etwas haben.

Ein Chef hat mal beobachtet, wie ein Kollege jeden Morgen über eine 
halbe Stunde durch die Firma gegangen ist und Kollegen begrüsst hat. Das 
kann es wohl auch nicht sein. Da werden die Chefs sauer und verbieten 
das. Fragt mal die "Alten" wie es früher in der Firma war und wie es 
sich entwickelt hat.

Ich habe auch schon Kollegen erlebt, die sollten konzentriert 
programmieren und haben dabei Musik gehört (leise mit Kopfhörer). Warum 
nicht? Wenn man dadurch seine Arbeit besser erledigen kann. Aber den 
ganzen Tag Luftgitarre spielen ist dann auch zuviel des Guten.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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>Aber den ganzen Tag Luftgitarre spielen ist dann auch zuviel des Guten.

....da geht aber wenigstens keine Zeit für's Stimmen drauf. :-))

MfG Paul

Autor: FRAGENSTELLER (Gast)
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typische amerikanische machart eventuell noch mit scientology gewürzt.

Autor: Christian J. (elektroniker1968)
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Es scheint eine typische deutsche Mentalität zu sein, dass Arbeit bitter 
schmecken muss, damit sie effektiv ist. Es scheint auch ein 
Markenzeichen von Ingenieuren zu sein, dass sie mit verbissener Miene 
durch die Gegend laufen und ihren Frust abends im Alkohol ertränken oder 
nur noch mit Pillen durch den Tag kommen.

Ich kann die Leute sehr gut verstehen, die sich solchem 
Sklaventreibertum entziehen wollen, weil es widernatürlich ist. Wir 
leben nicht mehr im Zeitalter der Steinenklopfer wo einer mit der 
Peitsche daneben stand. Und wer seine Arbeitnehmern wie Unmündige 
behandelt muss sich nicht wundern, wenn sie sich wie Kinder benehmen.

Aber es scheint noch nicht in alle Firmen durchgedrungen zu sein, dass 
die Mitarbeiter umso besser "funktionieren" je wohler sie sich fühlen 
und die auch Freiheiten haben solange die nicht exzessiv ausgenutzt 
werden. Stattdessen stülpt man ihnen ein System über, ders jede 
Individualität erstickt und packt sie wie Hühner in Käfige (Cubicles), 
der Mensch gewöhnt sich ja an alles.

Mir tun solche Leute leid und ich bin froh noch in einem menschlichen 
System arbeiten zu dürfen, wo ich selbst bestimmen kann wie ich meine 
Arbeit oraganisiere und ich morgens mit einem fröhlichen Gesicht in die 
Firma komme, ohne Stechuhr, ohne ständig jemandem im Nacken sitzen zu 
haben der mich überwacht. Solange es läuft und die Zahlen stimmen darf 
man Mensch sein und ist nicht nur ein Rädchen in einem perfiden 
Leistungssystem. Lieber gesundes Mittelmass als mit 50 der ersten 
herzinfarkt zu haben.

Nur meine Meinung.

Christian

Autor: Arbeiter (Gast)
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Ich telefoniere auf Arbeit auch mal privat, wenn es sein muss. Meist nur 
2-3 Mal am Tag. So ist es wenn man zwei kleine Kinder zuhause hat. 
Privat surfen tue ich auch, um mich einfach mal für 5 Minuten 
abzulenken.

Rauchen gehe ich 4-7 Mal am Tag, dafür arbeite ich nicht nur 8h sondern 
8,5. Wenn mich jemand deshalb dumm anmachen sollte, gehe ich gerne, da 
ich ein Gegner der Robotisierung bin.

Vor einem Jahr hatte ich noch Kollegen, mit denen man reden konnte. 
Jetzt habe ich nur noch Halbleichen, die einem beim Reden nicht in die 
Augen schauen können.

Vieles läuft hinterfotzig ab, jeder gibt dem anderen die Schuld für 
irgendwelche Unstimmigkeiten beim Projekt. Und wollen für nichts die 
Verantwortung übernehmen. Mich würde es auch nicht wundern, dass ein 
paar Leute hinter dem Rücken reden (Den Verdacht habe ich schon seit 
Monaten).  Möchte jetzt nicht beleidigend erscheinen, meist sind es 
Kollegen die in Ostdeutschland aufgewachsen sind, die sich nicht 
kollektiv sondern hinterfotzig verhalten.

Projektplanung ist bei uns auch ein Fremdwort. Man gibt sich die Mühe, 
hinterlegt schriftlich Verbesserungsvorschläge. Diese werden aber 
regelrecht ignoriert. Dann aber im Meeting nach dem die neue Hardware da 
ist, über die bestehenden Probleme geredet, obwohl die noch vor der 
aktuellen Version/Revision bekannt waren. Die Hardwareentwickler 
kommunizieren nicht mit den Software-Leuten, so dass man nachhinein 
unnötige Arbeit beim Programmieren hat.

Früher habe ich mich noch sehr engagiert, arbeitete motiviert, machte 
Vorschläge und hoffte auf ein besseres "Leben" in der Firma. 
Mittlerweile habe ich innerlich gekündigt, und arbeite nur noch aus 
"Mitleid" zur Firma und weil mein Gehalt stimmt.

Vieles ist bei uns kaum dokumentiert, weil beim Projektmanagement dafür 
keine Zeit eingeteilt wird oder sofort eine neue "wichtige" Aufgabe 
kommt. Die Firma treibt sich somit selbst in die Ruinen. "Made in 
Germany" ist bei uns ein Fremdwort. Ich gebe der Firma noch 2-3 Jahre 
bis zur Insolvenz.

Mobbing ist an der Tagesordnung. Ein paar cholerische Herren meckern 
andere wegen Nichtigkeiten an und üben gerne ihre Macht aus. Ich habe 
noch Einer in der Hose mich zu wehren. Andere Ings. versinken in der 
Selbstmitleid und lassen ihren Frust wahrscheinlich privat raus, wenn 
man mitbekommt, wie manch einer mit seiner Frau am Telefon redet.

Außer mir wird kaum einer von Freunden/Kumpels angerufen. Ich habe drei 
sehr gute Freunde und einige Kumpels die sich mit mir für Freitag oder 
das Wochenende verabreden wollen und mich in der Woche schon am Handy 
"nerven". Andere Ings. telefonieren nur mit ihren Frauen um anzusagen, 
dass die länger auf Arbeit bleiben müssen.

In 2-3 Jahren werde ich wieder nach USA gehen. Dort habe ich andere 
Erfahrungen gemacht. Es war dort zwar nicht leicht nach Deutschland so 
einen kurzen Jahresurlaub zu genießen, aber alles andere war viel 
angenehmer. Kommt natürlich auf die Firma an. In der, wo ich schon 
gearbeitet habe, bin ich herzlich willkommen. Geht meine Firma pleite, 
bin ich spätestens in 3 Monaten wieder drüben.

Autor: Chef (Gast)
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>Es scheint auch ein Markenzeichen von Ingenieuren zu sein, dass sie
> mit verbissener Miene durch die Gegend laufen und ihren Frust
> abends im Alkohol ertränken oder nur noch mit Pillen durch den Tag
> kommen.

Ich frage mich techt, wo ihr arbeitet. Ist ja fucrhtbar.

Autor: Daniel (Gast)
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ich mich auch.
Hätte einer etwas gegen die ent-anonymisierung der Firmen?

Autor: Christian J. (elektroniker1968)
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>>Hätte einer etwas gegen die ent-anonymisierung der Firmen?

Ich weiss genau von welcher Firma oben die Rede ist, ich war selbst 
dort, empfand es aber nicht als so schlimm wie geschildert sondern eher 
wie: Nett mal dabei gewesen zu sein aber ein halbes Jahr reichte auch. 
Wer aber grad von der Uni kommt, für den muss es ein Hammer sein, später 
gewöhnt man sich an einiges und lernt diplomatisch damit umzugehen.

Aber jede Namensnennung hier hätte unweigerlich Abmahnungen und Klagen 
wegen Rufschädigung zur Folge, wenn nicht alles, was geschrieben steht 
exakt bewiesen werden kann. Ich wundere mich auch warum da die 
Dienstleisternamen immer noch stehen, das kann bös ins Auge für den 
Betreiber des Forums gehen, denn er ist zu 100% juristisch für alles 
verantwortlich was hier geschrieben steht. Ich hätte mindestens 10 Mods 
hier, von denen ständig einer online ist.

Die "innere Künddigung" ist leider ein umfassendes Problem, die machen 
nur noch das Mindestmass um durchzukommen ohne anzuecken. Da hilft nur 
diese Mitarbeiter wieder neu zu motivieren aber wer lobt heute schon 
noch?...

http://www.heise.de/newsticker/Urteil-bestaetigt-u...
http://www.pcwelt.de/start/dsl_voip/online/praxis/...
http://www.e-recht24.de/news/haftunginhalte/295.html
http://www.foren-und-recht.de/urteile/Landgericht-...

Autor: Der Experte (Gast)
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>Aber jede Namensnennung hier hätte unweigerlich Abmahnungen und Klagen
>wegen Rufschädigung zur Folge

Die Dienstleister (welche meinst du eigentlich, ich finde oben nichts) 
ruinieren sich ihren Ruf schon selber, keine Sorge. Aber man kann ja die 
guten loben.

Nehmen wir z.B. irgendeinen, sagen wir Ferchau: Wenn ich zu denen auch 
nur irgendetwas Positives sagen könnte, würde ich das hier doch jetzt 
sofort tun, oder? Stattdessen schreibe ich nichts!

Zu Axeneon sage ich auch nichts. Oder vielleicht nur soviel, daß der 
Vermittler sehr gut reden konnte.

Zu Power-IT-people: Haben teilweise gute Leute. Teilweise.

Zu Topjects schreibe ich jetzt mal was: Die gehen einigermassen - 
seriöser und kompetenter Vermittler sowie saubere und problemlose 
Abrechnung. Die entsandten Leute waren ihr Geld wert.

Auch zu Brunel schreibe ich nichts! Zu den Leuten, die sie schicken am 
Besten auch nichts.

CS2-Informatik : Nette Vermittlerinnen, leider kein IT-Profi im Gepäck 
der uns hätte helfen können.

"Intelligentes Ingenieurmanagement" NBG: Interessantes Geschäftsmodell.

Axis Engineering : Schöne Eingangsdhalle, schöne Vermittlerinnen

Access Köln : Sind in einer schönen Stadt angesiedelt, verfügen auch 
über Vermittlerinnen

Autor: Gast (Gast)
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@Arbeiter
Arbeitest Du südlich von Berlin?

Autor: Christian J. (elektroniker1968)
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Zu denen sage ich auch nicht, hatte mich bei der Jobsuche damals 
eingelassen mit: Yacht, Brunel, Personal Total, Industrie Hansa, 
OnMotive, Ferchau, Delphi. Yacht hatte auch so Top-Models bei den 
Gesprächen, zwar keine Ahnung von technik aber schön anzuschauen.

Leider überschwemmen die die Jobbörsen bis an die Decke mit Luftjobs 
hinter denen nichts steckt. Die Gespräche laufen immer gleich ab, bei 
Ferchau war nach nur 20 Minuten raus, da wurde nur schnell ein Blatt 
ausgefüllt und "sie hören von uns" gesagt. Nie wieder von gehört. Kann 
aber nicht schaden in so vielen Datenbanken wie möglich zu stehen, wenn 
man auf Jobsuche ist.

Andere meldeten sich nach zwei jahren noch telefonisch. Die beste Absage 
die ich hatte kam genau 1,5 jahre nach meiner Bewerbung. Unten stand 
noch der Footer im Briefbogen: absage_standard.doc drin. Musste ich mir 
einrahmen und konnte mir eine Mail an die wegen der "schnellen 
Bearbeitung" nicht verkneifen :-)

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Musste ich mir einrahmen und konnte mir eine Mail an die nicht verkneifen >:-)

Gab es darauf eine Reaktion?

Autor: Christian J. (elektroniker1968)
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Natürlich nicht, wenn man so eine Mail so formuliert:

"Ich bedanke mich herzlich für die Absage bzgl. meiner Bewerbung und für 
die schnelle Bearbeitungszeit von nunmehr 1,5 Jahren nach Eingang. 
Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass ich kein Interesse mehr an einer 
Mitarbeit in Ihrem Unternehmen habe. Bitte vergessen Sie nicht meine 
schriftlichen Bewerbungsunterlagen zurück zu senden, ich fand sie leider 
in der E-Mail nicht vor."

(Anm.: Die Absage kam als Word Dokument in einer E-Mail)

Man erlebt schon so einiges, wenn man sich in die Wildbahn begibt :-)

Edit: Ich glaube dass die schlimmsten Enttäuschungen die sind, wenn man 
fest mit einer Zusage rechnete oder dies schon beim Gespräch gesagt 
bekam. Einmal hatte ich das, lief alles super, passte völlig, sollte nur 
noch eine Mail schreiben dass ich den Job will und wartete dann 4 Wochen 
auf Post, die Firma hätte ich mit dem Rad erreichen können..... die Post 
kam schliesslich mit einer Ablehnung. Das trifft dann recht hart.

Autor: Arbeiter (Gast)
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>Die Gespräche laufen immer gleich ab, bei
>Ferchau war nach nur 20 Minuten raus, da wurde nur schnell ein Blatt
>ausgefüllt und "sie hören von uns" gesagt.

Da habe ich auch ähnliche Erfahrung gemacht.

>@Arbeiter
>Arbeitest Du südlich von Berlin?
Östlich von Braunschweig.

Autor: Panzer H. (panzer1)
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Kann jemand etwas zur encad Ingenieurgesellschaft mbH vermelden?

Autor: Der Experte (Gast)
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Den ganzen "Ingenieursgesellschaften" geht es bald noch ganz gewaltig an 
den Kragen! Da die Zahl der Malocher, die bereits sind, für lau bei 
denen zu arbeiten, immer kleiner wird, ist bals Essig mit der Absahne!

Autor: Oli (Gast)
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Habt doch nicht so nen Schiß! Wenn es für den Andreas als Forenbetreiber 
kritisch wäre, dass hier bestimmte Firmennamen auftauchen, hätte er 
sicher schon lange reagieren müssen...

Ich fände es durchaus interessant zu wissen, welche Firma die obige ist. 
Wenn man das mitteilt,  hat man doch wenigstens nicht ganz umsonst dort 
gearbeitet und kann gelich noch ein paar potentielle Bewerber warnen!
Ich würd das mal nicht gleich Rufschädigung nennen, sondern freie 
Meinungsäusserung mit angewandter civil courage.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Der Experte wrote:
> Den ganzen "Ingenieursgesellschaften" geht es bald noch ganz gewaltig an
> den Kragen! Da die Zahl der Malocher, die bereits sind, für lau bei
> denen zu arbeiten, immer kleiner wird, ist bals Essig mit der Absahne!

Wenn mann dann anderseits wieder sieht mit welcher 
Selbstverstaendlichkeit sich manche Leute bei solchen Firmen "bewerben" 
kommen da allerdings zweifel. In Australien scheint sowas sogar die 
absolute Regel zu sein, dass die Firmen ihre Stellen nicht selber 
ausschreiben. Naja so verkommt D halt auch immer mehr nach 
internationalem Vorbild.

Autor: Der Experte (Gast)
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Australien hat demgenäß auch eine absolut chaotische Jobkultur. Nur 
Großfirmen, die ihre Niederlassungen dort haben, können noch mit guten 
Positionen aufwarten. Diese besetzen sie aber dann mit ihren eigenen 
Leuten aus dem Ausland, weil die Australier es nicht gewöhnt sind, 
strategisch zu denken (nicht in eigenen und nicht in fremden 
Angelegenheiten) während um gekehrt die australischen Firmen ihre 
Niederlassungen in D sehr wohl mit Deutschen besetzen.

Autor: No Name (nohelp)
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Nochmal kurz zu den öffentlichen Kritiken an den Dienstleistern. Viele, 
wie ich selber auch, haben ihre ganz persönlichen Erfahrungen gemacht. 
Wenn man diese "Firmen" hier nun namentlich veröffentlicht, bringe ich 
also den Forenbetreiber in rechtliche Nöte. Ist das wirklich so? Er kann 
doch gar nicht meine subjektive Erfahrung nachvollziehen bzw. 
überprüfen, selbst wenn er es wollte. Die öffentlichen Feedbacks sind 
doch wichtig für alle, die mit dem Gedanken spielen, solche 
Beschäftigungsverhältnisse einzugehen. Ist also von Rechts wegen die 
freie Meinungsäußerung im Netz schon längst gestorben? Das wäre ja 
beschämend für unser Land, auf das gestern halböffentlich Rekruten 
vereidigt wurden.

Autor: jeah (Gast)
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ausserdem müssten dann ja die ganzen Bewertungsportale (kunu- dingens 
und so) für Firmen schon längst in Grund und Boden abgemahnt worden 
sein...

Solange es sachlich bleibt also kein Problem.

Autor: Mr. Mister (Gast)
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>Leider überschwemmen die die Jobbörsen bis an die Decke mit
>Luftjobs hinter denen nichts steckt.

Die Erfahrung habe ich leider auch schon gemacht.

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Hallo "Der Experte (Gast)",

Woher hast du denn das Wissen das Australische Firmen / Australier nicht 
strategisch denken?
Wuerde mich wirklich sehr interessieren da ich in Melbourne lebe. Wir 
sind seit zwei Jahren hier und grundsaetzlich muss ich dir Recht 
geben... :)

Trotzdem woher hast du das Wissen? Interessant.

PS: In der Firma in der ich arbeite ist alles was ueber eine Woche 
Planung hinausgeht einfach nicht vorhanden...

Autor: Der Experte (Gast)
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Alles Erfahrungen. Ich kenne genug Australier, um das Einschätzen zu 
können. Die Australier sind tendenziell eher ein amüsantes 
Feiervölkchen, so wie die Italiener und Türken.

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Hallo Der Experte,

No worries... Hast du schon mal in Australien gelebt? Ich meine man 
lernt ja nicht irgendwo einfach ein paar Aussies kennen?

Keine Panik, will hier keine Debatte Pro/Contra Australien starten... 
Dafuer bin ich einfach zu wenig Australienfan... Habe sogar eher Heimweh 
und bin mehr oder weniger wegen (dem Rest) der Familie hier...

Einfach Neugier meinerseits um eventuell einfach die Arbeitswelt hier in 
DU ein wenig besser zu verstehen... Zur Zeit raufe ich mir 
arbeitstechnisch einfach nur die Haare... So viel leere Versprechungen, 
so viel Politik und Vetternwirtschaft, einfach irre.
Und wie du schon gesagt hast... keine Planung bzw. wird diese im 15 
Minuten Takt umgeschmissen...

Schoene Gruesse aus Melbourne

Autor: ralf (Gast)
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Habe vor kurzem einen neue Stelle begonnen.
Bis jetzt bin ich noch nicht sehr überzeugt, hab mich von meiner Familie 
auch etwas drängeln lassen dank Finanzkrise und Co.

Ich könnt mir bis jetzt in den Arsch beißen, war von Anfang an 
skeptisch, dass ganze drum rum war schon beim ersten Gespräch etwas 
abstrus.
Bis jetzt haben sich meine schlimmsten Erwartungen noch nicht wieder 
legt.
Komme mir auch so vor dass ich nicht akzeptiert werde, die anderen sind 
fast alles alte Hasen, die meist durch mich hindurchblicken.

Ich will halt nicht nach ein paar Wochen die Flinte schon ins Korn 
schmeißen, aber es nagt jetzt schon an meiner Psyche.
So was wie in diesem Betrieb habe ich bis jetzt noch nicht erlebt, sind 
ständig am Lästern.

Reflektiere dass vielleicht auch zu sehr auf mich da ich ein 
introvertierte Typ bin, aber dass man so ignoriert wird find ich schon 
krass.

Als mich mein Chef am ersten Tag vorstellte und wir weg liefen kam 
Gelächter, dass hat an meinem Selbstbewusstsein gekratzt.
Genauso die Äußerung vom Betriebsrat, so nach dem Motto ihr habt in 
letzter Zeit auch einen Wechsel.

Autor: Uli W. (uliw2008)
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Das sind eben die harten Anfangsjahre.

Autor: Gast (Gast)
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Hallo Genervter.

Heisst der Laden "Kikkert" oder "Kickert" oder so? Da hab ich vor Jahren 
auch mal gearbeitet. Und war sofort weg, als ich was besseres für 
deutlich kleineres Geld aber mit besserem Betriebsklima fand.


>In den kleinen Klischen spielt der Chef den Gott, oftmals nach
>Willkür, das habe ich schon hinter mir und will daher nur in einen
>Konzern.

wieso? Ein Cheffe, der den Gott spielt ist doch fast ideal. Geschickt 
Bauchpinseln, und Du bist der liebe Jung.
Alle Konzerne, die ich kenne, sind so wie der Laden, den Du beschreibst. 
:-)


Einer, der mit Diplom inzwischen lieber Taxi fährt.

Autor: ralf (Gast)
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Konzern is es nich, is Mittelstand. Habe in den drei Konzernen in denen 
ich während des Studiums reingschnuppert habe, bessere Erfahrungen 
gemacht was dass Betriebsklima betrifft.

Seit ihr mit einem Konzern a la Daimler besser gefahren?

Überleg mir auch ob ich nich einfach auswandere, die deutsche 
Elbogenmentalität bekommt mir nicht.
Das musste ich schon während des Studiums schmerzlich erfahren, als ich 
Durschnittskandidat öfters gemieden wurde, weil sich alle auf die 
Checker im Semester gstürtzt haben.

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Das tut mir leid fuer dich... jedoch wuerde ich nicht nach ein paar 
Wochen die Flinte ins Korn werfen. Schau dir den Laden genau an und 
vieleict wirst du ja mit dem ein oder anderen warm... Solltest du jedoch 
nach 6 Monaten ueberhaupt kein Fortkommen sehen musst du gehen...

Dann noch was... lern moeglichst schnell nicht so introvertiert zu 
sein... Geh nach VHS Kursen... mach was in dem Bereich... Denn wenn die 
Leute hinter deinem Ruecken lachen (feige) sind das mit grosser 
Wahrscheinlichkeit eher nicht gerade die ausgeglichenen unde gereiften 
Persoenlichkeiten... nur mal so am Rande... das wird dir immer wieder 
nuetzen, im beruflichen und auch privat...

Ist es wirklich Kiekert? Schreib mal, kenn da jemanden aber auf den 
passt die Beschreibung von dir ueberhaupt nicht.... KOPF HOCH, wird 
schon und ansonnsten Reissleine ziehen ...

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Ja ist dir nicht aufgefallen das sich an die Cheker nur alle ransaugen 
um eventuell rauszufinden was sie anders machen... alles Weicheier, 
Hinterherlaufer und Moechtegern Helden...

Ist doch immer das Gleiche... hatte ich auch alles im Studium... Wegen 
den Noten laufen die hinter den Checkern her... wegen den Frauen den 
coolen Design Studenten usw. usw...

Autor: ralf (Gast)
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@Daniel Duesentrieb, danke für deine aufmunternden Worte.

Schau mer mal, für was hat ma schließlich Probezeit. Klar kommt 
sicherlich nich so toll, aber bevor man zum seelenlosen Roboter wird und 
dass alles nur noch dank feierabendlichem Alkoholexzess aushält, ist 
dass beste die Klinke wieder in den Hand zu nehmen.

Ja dass mit VHS und Co, muss ich irgendwie auf die Reihe bekommen.
Diese Introvertiertheit stand mir schon immer im Wege.

Autor: ralf (Gast)
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nochwas, Probe is nur 3 Monate, wenns Traumjob wäre ideal, aber bei 
geschildertem Fall komme ich ab Monat 4 nich mehr so esay außer der 
Sache raus

Autor: Uli W. (uliw2008)
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Du kannst doch immer kündigen, oder ist das heute auch schon verboten?

Autor: ralf (Gast)
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ja sischa, wie sind den die kündiungsfristen nach ig metall ?, hab dass 
noch nie machen müssen, da ich bis jetzt immer nur zeitverträge hatte

Autor: Max (Gast)
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Steht in deinem Arbeitsvertrag. Ansonsten:

http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCndigungsfriste...

Autor: uuhhh (Gast)
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>...oftmals nach Willkür, das habe ich schon hinter mir und will daher nur in 
einen Konzern.


Und in einem Konzern ist alles Gut ? Nein natuerlich nicht. Bloss nicht 
in einem Konzern. Da kommt eine Weisung von weit oben, nicht 
anzweifelbar. 10% sparen, mach mal.

Autor: Der Genervte (Gast)
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>>Hallo Genervter.

>>Heisst der Laden "Kikkert" oder "Kickert" oder so? Da hab ich vor Jahren
>>auch mal gearbeitet. Und war sofort weg, als ich was besseres für
>>deutlich kleineres Geld aber mit besserem Betriebsklima fand.

Ganz heiss... sehr heiss sogar :-)  Aber trotzdem deren Konkurrenz 
nebenan, ein paar Orte weiter.

Ich habe gekündigt, seit 6 Wochen schon und arbeite in einer anderen 
Firma. Es war der glücklichste Tag in meinem Leben !!!! Sollen sich da 
Verrückte finden, ich brauche Freiheiten um zu arbeiten, meine 
Arbeitszeiten und nicht was die Stechuhr mir sagt. Dann bringe ich auch 
was.

Autor: Gast (Gast)
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>Ich habe gekündigt, seit 6 Wochen schon und arbeite in einer anderen
>Firma. Es war der glücklichste Tag in meinem Leben !!!!

Ja, das ist immer eine gute Erfahrung!

Autor: Christian J. (elektroniker1968)
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Trotzdem sollte sich der Autor der Zeilen bewusst sein, dass das 
künftige Leben im Ingenieursberuf durch "steife Zeitgenossen" geprägt 
sein wird. Wenn er damit nach seiner Mentalität nicht klarkommt war es 
die falsche Entscheidung oder er geht in einen frerischaffenden Beruf 
wie auch ein Bekannter von mir, der absolut nicht damit klarkam sich 
einem engmaschigen Regelwerk zu unterwerfen wie es bei den meisten 
Konzernen der Fall ist.
Ich kenne auch Firmen, die vor lauter Vorschriften kaum mehr 
handlungsfähig sind, Angestellte die Sklaven des Produktmanagements. 
Spätestens wenn die tausendste Optimierung der Prozesse durchlaufen 
wurde ist er nicht mehr als ein Rädchen, was jederzeit ersetzbar ist. 
Entweder er funktioniert im Sinne des Betriebes oder er geht baden.

Und noch ein Rat: Kollegen sind keine Freunde. Sie sind auch keine 
Zuhörer um sich den Frust zu Hause von der Seele zu reden. Das kannste 
in einer Kneipe tun oder in privater Runde. Du bist immer gut beraten 
zwar nett und höflich zu sein aber nicht allzu vertrauensselig. Das 
empfiehlt auch der Berufs-Knigge so. Besonders wer aufsteigen will darf 
keinerlei Schwächen offenbaren und sollte auch das Internet 
"bereinigen", wenn er sich noch unter seinem Namen dort herumtreibt.

Gruss,
Christian

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Ich kann Christian J. nur Recht geben. Es wird immer unangenehme 
Zeitgenossen geben. Wenn es dann noch dein Chef ist wirklich dumm 
gelaufen. Auch ich habe hier einen Projektmanager vor meiner Nase der 
zwar etwas kann, aber menschlich eher schwach ist...
Aber wenn es wirklich gar nicht geht muss man wohl oder uebel die 
Reissleine ziehen... War es denn nun Kiekert?

Kleiner Tip. Bleib am Ball und schau mal zu was zu gegen deine 
Introvertiertheit machen kannst. Ein Freund von mir wurde auch schon mal 
vom Chef nahegelegt daran zu arbeiten andernfalls waere an einer 
weiteren Zusammenarbeit nicht zu denken... Er hat noch lange dort 
erfolgreich gearbeitet... :)

Viel Glueck...

Autor: Gast (Gast)
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Hallo

>Kleiner Tip. Bleib am Ball und schau mal zu was zu gegen deine
>Introvertiertheit machen kannst. Ein Freund von mir wurde auch schon mal
>vom Chef nahegelegt daran zu arbeiten andernfalls waere an einer
>weiteren Zusammenarbeit nicht zu denken... Er hat noch lange dort
>erfolgreich gearbeitet... :)

Ich bin mir nicht sicher, ob der Rat für jeden richtig ist. Nach solchen 
Erfahrungen habe ich die Karriere gecancelt.
War insgesammt ne Schnapsidee mit dem Studium.

"Sozialkompetenz" und "Führungskompetenz" ist mir nicht erlernbar. 
Bestenfalls kann ich erlernen, solche Kompetenzen "vorzuspielen". Ist 
extrem anstrengend und geht immer zu Lasten der sonstigen fachlichen 
Arbeit.

Ich habe die Erfahrung gemacht, das es sinnlos ist, ein Spiel zu 
gewinnen, wenn man die Regeln nicht mag. Möglichst weitgehende 
Vermeidung des Spiels ist die bessere Strategie.

Gruß

Autor: Bernd Wiebus (Gast)
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Hallo Christian.

> Besonders wer aufsteigen will darf
> keinerlei Schwächen offenbaren und sollte auch das Internet
> "bereinigen", wenn er sich noch unter seinem Namen dort herumtreibt.

Da ist nix mehr zu bereinigen. Eher kriegst Du die Zahnpasta in die Tube 
zurück. :-)

Daher ist das ja so ein gutes Selektionsmittel für die 
Personalabteilung.
Es trennt die Leute, die instinktmäßig ihre Spuren seit den ersten 
Interneterfahrungen in der Grundschule verwischen von denen, bei denen 
das Verhalten lediglich erlenrnt und damit aufgesetzt ist. :-)

Dein Rat kommt für den genervten um 1,5 Jahrzehnte zu spät. :-)

Gruß

Autor: Matthias (Gast)
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Kann praktisch sein, wenn viele andere genauso heissen wie du. Oder 
einer, der richtig beruehmt ist und die ersten 15 Seiten auf google fuer 
sich einnimmt :)

Autor: Konzernfuzzi (Gast)
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>das habe ich schon hinter mir und will daher nur in einen Konzern.
Bist Du Dir da sicher?

In einem Konzern darfst Du:
"..nicht privat surfen, nicht privat telefonieren, mein Schreibtisch
muss immer aufgeräumt sein - nennt sich Clean Desk Management - alles
Papier muss in den Shredder rein, wir dürfen keinerlei Geräte wie MP3
Player mit in den Betrieb nehmen wegen der Sicherheitsbestimmungen,
keine Fotohandys, dürfen keine Schlüsselbänder tragen da sich damit ja
jemand erdrosseln könnte..... eigentlich dürfen wir gar nichts ausser
arbeiten..."

Der Unterschied ist wohl, dass es bei einem Konzern noch einen 
Werkschutz gibt, der am Eingang auch Deine Tasche aufmachen darf - wenn 
er will.

Autor: nochn konzernfuzzi (Gast)
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Konzern != Konzern

ich kann während der Arbeit Musik hören, mein Schreibtisch sieht aus wie 
Bombe, ich kann Anzug oder Shorts auf Arbeit tragen, ich darf alles auf 
die Arbeit mitnehmen außer einem Fotohandy. Und selbst das habe ich 
manchmal aus Versehen dabei.
Der Werkschutz hat mich in 3 Jahren noch nicht ein Mal kontrolliert.

Autor: nochn konzernfuzzi (Gast)
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Und ich darf auch privat surfen, sonst könnte ich hier jetzt nicht 
schreiben.

Autor: Andreas L. (andreasl)
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Konzernfuzzi wrote:
>>das habe ich schon hinter mir und will daher nur in einen Konzern.
> Bist Du Dir da sicher?
>
> In einem Konzern darfst Du:
> "..nicht privat surfen, nicht privat telefonieren, mein Schreibtisch
> muss immer aufgeräumt sein - nennt sich Clean Desk Management - alles
> Papier muss in den Shredder rein, wir dürfen keinerlei Geräte wie MP3
> Player mit in den Betrieb nehmen wegen der Sicherheitsbestimmungen,
> keine Fotohandys, dürfen keine Schlüsselbänder tragen da sich damit ja
> jemand erdrosseln könnte..... eigentlich dürfen wir gar nichts ausser
> arbeiten..."
>
> Der Unterschied ist wohl, dass es bei einem Konzern noch einen
> Werkschutz gibt, der am Eingang auch Deine Tasche aufmachen darf - wenn
> er will.


im großen und ganzen ist es fast überall so. In manchen Betrieben wird 
streng darüber gewacht, in anderen werden die Regeln lockerer gesehen.

Zum Werkschutz: Beim verlassen des Betriebes entscheidt ein 
Zufallsgenerator über "Tasche auf" mittels Knopf und roter/ grüner 
Lampe, oder b., alle werden kontrolliert. Über Willkür geht das nicht.

Autor: Christian J. (elektroniker68)
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Hallo,

ich arbeite auch in einem Konzern, kann privat hin und wieder mal surfen 
um mich kurz abzulenken, mein Schreibtisch sieht so aus wie ich es will, 
kann meine Arbeitszeiten einteilen wie ich möchte, die Kollegen sind 
menschlich, hier wird gelacht´und man sitzt auch mal nur so zusammen,
wir werden nicht unter Druck gesetzt, der Chef achtet darauf, dass das 
Klima arbeitswert bleibt, weil er selbst gern gerne zur Arbeit kommen 
möchte. Menschen, die Freiheiten haben und zufrieden sind, sind die 
besseren Mitarbeiter. Darum sind wir auch das zweite Mal in Folge mit 
dem Preis ausgezeichnet worden die zufriedensten Mitarbeiter zu haben.

Das war nicht immer so, daher habe ich auch bei dem Vorgänger 
Unternehmen das Weite gesucht, Erfahrungen wie oben beschrieben kenne 
ich nur zu gut, schon dieses dämliche Händeschütteln morgens bei jedem 
an dem man vorbeigeht. Wie dressierte Marionetten.... ständig von so 
einem frustrierten Kaspar an irgendwelche Vorschriften erinnert zu 
werden.

Wenn man jahrelang bei einem Laden arbeiten gehen will dann muss das 
passen, vom Inhalt her wie áuch der Verpackung. Nervtöter gibt es 
überall und ich kann auch nur jedem empfehlen bei einem Gespräch sich 
durch die Abteilung führén zu lassen und zu "schnuppern": Wie wirken die 
Mitarbeiter? Begrüssen oder ignorieren sie mich? Welchen 
Gesichtsausdruck haben sie? Sehen sie aus wie aus der Klapsmühle 
Entlaufene oder wie Menschen denen man auf der Strasse begegnet?

Als ich bei der Firma Temic in Ingolstadt vor x Jahren ein Gespräch 
hätte waren genau diese Eindrücke meine Entscheidung nach dem Gespräch 
per e-mail abzusagen obwohl das Thema echt interessant war. Aber der 
Bauch sagte ganz klar: Das passt nicht!

Gruss,
Christian

Autor: Gast (Gast)
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Kenne ich - auf den Bauch hören ist richtig!

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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OK das mit den Sozialkompetenzen kann man nur zum gewissen Grad lernen 
und man muss es auch wollen ... alles andere hat keinen Sinn... man darf 
sich auch nicht mit Gewalt verbiegen... Aber wenn man es will und ein 
wenig Interesse mitbringt kann man einiges erreichen... es bringt ja 
auch meist etwas im privaten...

Autor: Hmm... (Gast)
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> es bringt ja auch meist etwas im privaten...

Jap, hab ich oft gesehen dass Menschen sich nach Studienende total 
verändert haben. Einige wurden dann sogar von ihren Frauen/Freundinnen 
verlassen. Da hat die Persönlichkeitsanpassung echt was gebracht...

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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> Jap, hab ich oft gesehen dass Menschen sich nach Studienende total
verändert haben...

Na hoffentlich... waere doch schade wenn man sich mit der Zeit nicht 
veraendern wuerde...

> Einige wurden dann sogar von ihren Frauen/Freundinnen verlassen. Da hat die 
Persönlichkeitsanpassung echt was gebracht...

Es ging nicht um Anpassung, sondern um weniger Introvertiertheit...

Autor: My name is Nobody (Gast) (Gast)
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Hallo Daniel Düsentrieb.

>> Jap, hab ich oft gesehen dass Menschen sich nach Studienende total
>>verändert haben...
>Na hoffentlich... waere doch schade wenn man sich mit der Zeit nicht
>veraendern wuerde...

Ist die Frage, ob sie sich wirklich verändert haben oder nur 
Schauspielern.
Oder ob sie eventuell vorher geschauspielert hatten. :-)
Menchen mögen theoretisch das Potential haben, sich zu verändern. Es ist 
jedoch extrem unwahrscheinlich, das sie es tatsächlich tun. :-)

>>Einige wurden dann sogar von ihren Frauen/Freundinnen verlassen.
>>Da hat die Persönlichkeitsanpassung echt was gebracht...
>Es ging nicht um Anpassung, sondern um weniger Introvertiertheit...

Wenn Du nicht Angepasst bist, bist Du zwangsweise introvertiert, weil 
kaum einer was mit Dir zu tun haben will. :-)

Oder umgekehrt ausgedrückt: Extrovertierte müssen angepasst sein, weil 
sie
sich sonst einsam fühlen. :-)

byebye

Autor: Jonny Obivan (-geo-)
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Ich finde, dass Introvertiertheit nicht per se ein Hindernis oder ein 
Negativum sein muss. Jeder Menschentyp hat doch seine Berechtigung! 
Introvertierte Menschen haben auch positive Seiten. Die sind oft 
gewissenhafter und ruhiger als sehr extrovertierte Menschen. Wenn ich 
Arbeitgeber wäre, würde ich mir den Menschen genau anschauen und prüfen 
ob derjenige wirklich Sozialkompetenz besitzt. Und Extravertiertheit 
impliziert mitnichten eine solche Kompetenz! Introvertierte Menschen 
können sehr besonnene und umgängliche Menschen sein.

Autor: Uli W. (uliw2008)
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Ja wie wahr. Hatte die letzte Woche in der Besprechung wieder einen sehr 
extrovertierten vor mir, der fast ausgerastet ist, nur weil ich seine, 
Vorschlag nich folgen wollte.

Autor: tadel (Gast)
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Ja, besser ist, als irgendein Idiot der hinter dem Rücken spricht und 
seine Fehle nie einsehen möchte. Fotzenhaftes verhalten solcher Menschen 
in unseren Firma ist an er Tagesordnung.

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
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Ich wollte auch nicht sagen das Introvertiertheit grundsaetzlich negativ 
ist. Der Starter hat seine Introvertiertheit jedoch als manchmal 
hinderlich beschrieben und in diesem Fall waere es wenigstens einen 
Versuch wert gegenzusteuern.

Was aber das Ganze nun mit Angepasstheit zu tun hat versteh ich wirklich 
nicht... Wo faengt das an wo hoert es auf? Muss ich als Ing. Auto 
(schwarz oder silber), Haus Kind(er) und Frau haben um angepasst zu 
sein. Bin ich schon nicht mehr angepasst wenn ich eine Fireblade, einen 
Jeep oder einen Quitschgelben Beetle fahre... meine Hobby vieleicht 
Fallschimspringen oder Kitesurfen ist... oder ich lieber Metallica und 
Aerosmith hoere...

Also in meinen Bekanntenkreis sind es gerade die schraegen Voegel die am 
beliebtesten sind...

Also wenn extrovertierte angepasst sein müssen weil sie sich sonst 
einsam fühlen genau dann wuerde ich versuchen dagegen etwas zu machen...

Autor: Leidender (Gast)
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Wir haben einen Praktikanten von der Schule zum Reinschnuppern und er 
sitzt direkt hinter mir:

Nach 10min sitzen wird er unruhig, fängt an mit den Füssen zu Stampfen 
und mit den Händen zu trommeln und wenn er es nachweiteren 20min nicht 
mehr aushält, rennt er raus, zum Rauchen.

Nach 10min ist er wieder da, sitzt ruhig, tippt am PC und atmet den 
Restrauch ab, dass das gesamte Zimmer nach Rauch riecht.

Dann beginnt das Spiel beginnt von vorne.

Ich habe also den gesamten Tag Rauch und Unruhe am Nebenplatz.

Wie soll so einer in einer normalen Umgebung dauerhaft zurechtkommen?

Autor: genervt (Gast)
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Leidender schrieb:
> Nach 10min sitzen wird er unruhig, fängt an mit den Füssen zu Stampfen
> und mit den Händen zu trommeln und wenn er es nachweiteren 20min nicht
> mehr aushält, rennt er raus, zum Rauchen.

Von der Schule? Wie alt ist denn der, dass er rauchen darf?

Autor: lehrlingsschleifer (Gast)
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Leidender schrieb:
> Wie soll so einer in einer normalen Umgebung dauerhaft zurechtkommen?
Schick ihn mal Papier holen, 50 x 1000 Blatt, soll er die Treppe 
rauftragen. Danach sagts du ihm dass es ein Irrtum war, alles wieder 
zurück. Danach ist er ruhig, vermutlich kommen dann aber Pfeif- und 
Röchelgeräusche aus seinen Lungen. Wenn du Glück hast klappt er 
unterwegs zusammen.

Autor: Hans (Gast)
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Betrachter schrieb:
> Ach sowas! Ich bin froh darum, daß meine Kollegen mir nicht die Ohren
> mit Dudelplayern vollplärren.
>
>>keine Fotohandys,
> Vollkommen normal
>
>>eigentlich dürfen wir gar nichts ausser arbeiten.
> Du hst hier echt eine falsche einstellung!
>
> Auch in anderen Firmen sind Privataktivitätten nur geduldet und nicht
> erlaubt. Höchstens private Telefonate beim angerufen werden.

Alter! Was bist denn Du für ein Patient. Ich glaube, Du bist genau das, 
wovor der TO weg rennt. Da wird mir wirklich übel.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Hans schrieb:

> ... wovor der TO weg rennt.

Der wird inzwischen sehr weit gerannt sein, wenn man das Datum mal 
beachtet. ;-)

Autor: Hans (Gast)
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Oh... Das hast Du recht Wilhelm. Hab ich nicht bemerkt.

Autor: henry (Gast)
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Der Genervte schrieb:
>
> Was ich nicht verstehe ich, wie sich Menschen in solch einem Klima
> wohlfühlen können? Ich bin jedesmal froh, wenn ich aus dem Werkstor raus
> bin.

Scheint sich um die Firma "Krabat" zu handeln. Schenk dem Chef doch beim 
Abschied dieses Buch.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass so eine Firma bzw. so ein 
Betriebsklima langfristig wirtschaflich erfolgreiches Arbeiten 
ermöglicht.

Gut, einige Sachen "sind halt so": Internetnutzung, Elektronische 
Geräte, Privattelefonieren, Schreibtischaussehen - man will, dass es 
straff zugeht. Im Grunde kann man da nichts dagegen sagen.

Dass sich aber die Kollegen untereinander verpetzen - das geht ja gar 
nicht, es sei denn, einer klaut was oder begrabscht die Frauen.

Da der Fisch immer vom Kopf her stinkt: Weg von da!

> Mein Entschluss steht fest, ich werde dort kündigen bevor ich genauso
> behämmert werde. Aber wohin? Wie weiss man dass nicht andere Firmen auch
> so sind? In den kleinen Klischen spielt der Chef den Gott, oftmals nach
> Willkür, das habe ich schon hinter mir und will daher nur in einen
> Konzern.
>
> Hat da jemand Tipps wie man das vorher rauskriegt?

Gibt es da nicht Firmenbewertungsportale, wo sich die Leute anonym 
gegenseitig austauschen?

Viel würde man auch schon beim Bewerbungsgespräch rauskriegen, da du 
sicher die Arbeitsplätze gezeigt bekommst. Ist dort alles penibel auf 
den Schreibtischen? Schaut auch mal einer zum Nachdenken aus dem 
Fenster? Oder hat jeder nur den sturen EDV-Nerd-Blick?

Autor: Hans (Gast)
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Horst-Heiner schrieb im Beitrag #2926080:
> Du merkst gar nichts mehr, horst heiner hans

yes!

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